Ausblick MHG-Projekte

Seit Mai 2019 haben rund 90 Personen in neun Projekten engagiert die innerkirchlichen Strukturen und Kulturen überprüft, Probleme beschrieben und konkrete Handlungsempfehlungen formuliert. Nachdem die Ergebnisse am 11. Januar 2021 Bischof Dr. Franz Josef Overbeck übergeben wurden, geht es in der zweiten Phase um die konkrete Umsetzung der ausgesprochenen Empfehlungen.

In einem ersten Schritt wird die Steuerungsgruppe mit Hilfe externer Unterstützung die vorgelegten Empfehlungen der Projektgruppen sichten, sortieren und priorisieren. Angesichts der Vielzahl an Empfehlungen ist dieser Schritt notwendig, um zu klären:

  • Welche Empfehlungen sind hinsichtlich ihrer Thematik / Dringlichkeit / Bedeutung zuerst und prioritär anzugehen und umzusetzen?
  • Welche Empfehlungen sind bereits oder werden bereits umgesetzt?
  • Welche Empfehlungen können in den bestehenden Bistumsstrukturen umgesetzt werden?
  • Welche Empfehlungen bedürfen aufgrund ihrer Komplexität einer weiteren Bearbeitung und daraus resultierend, einer Umsetzung durch Nachfolgeprojekte?

Zusammen mit dem Bischof wird dann im zweiten Schritt ein Fahrplan festgelegt. Handlungsleitend und maßgeblich wird dabei immer sein, Strukturen im Bistum Essen herzustellen, die sexualisierte Gewalt verhindern und ahnden, eine lückenlose Aufarbeitung sicherstellen und eine Kultur des achtsamen Miteinanders und der Gerechtigkeit gewährleisten. Bereits jetzt lässt sich sagen, dass die Empfehlungen aus den Projekten „Prävention“ und „Intervention“ unmittelbar in die Verantwortung des Stabsbereiches „Prävention und Intervention gegen Gewalt und sexualisierter Gewalt“ gehen, der ebenfalls sortieren und priorisieren wird und die zeitnahe Umsetzung verantwortet.

„Umsetzung“ bedeutet im Nachgang der MHG-Projekte eine Struktur- und Kulturveränderung an allen Orten und auf allen Ebenen des Bistums. Diesem Anspruch müssen sich die Verantwortlichen in der Umsetzungsphase und alle Menschen im Bistum Essen stellen. Struktur- und Kulturveränderung braucht Zeit, darf und wird aber nicht aufgeschoben.

Damit der Prozess transparent und nachvollziehbar ist, wird es zum Stand der Umsetzung regelmäßig Zwischenberichte auf der Homepage www.bistum-essen.de geben.

Selbstverständlich werden auch die Ergebnisse der Aufarbeitungsstudie durch das IPP, die plangemäß im Frühjahr 2022 vorliegen werden, veröffentlicht und Folgen zeitigen.

Ansprechpartner

Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Dr. Andrea Qualbrink

Zwölfling 16
45127 Essen

Persönl. Referent Generalvikar & Leiter Stabsbereich Strategie und Entwicklung

Markus Etscheid-Stams

Zwölfling 16
45127 Essen