Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Sun, 20 Sep 2020 00:03:08 +0200 Sun, 20 Sep 2020 00:03:08 +0200 TYPO3 news-19029 Fri, 18 Sep 2020 10:00:00 +0200 Jetzt als Buch: Ökumenische Segensfeiern https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/jetzt-als-buch-oekumenische-segensfeiern Aus den Segensfeiern für werdende Eltern und junge Familien mit Baby ist eine Sammlung von Feiervorschlägen für besondere Lebenssituationen entstanden Unter dem Titel „Leben braucht Segen“ ist soeben im Herder-Verlag eine Sammlung praxiserprobter ökumenischer Segensfeier-Entwürfe erschienen. Entstanden ist der Band, weil die Segensfeiern im Bistum Essen für werdende Eltern und junge Familien mit Baby offenbar einen Nerv getroffen haben. „Die Menschen haben Sehnsucht nach Segen“, ist die Erfahrung der Herausgeber, der beiden Pastoralreferenten des Bistums Essen Alexander Jaklitsch und Astrid Jöxen sowie der evangelischen Pfarrer Eva Gabra und Kornelius Heering. Das Buch bietet über Segensfeiern im Familienkreis hinaus mehr als 40 Vorschläge zum Beispiel für Kindergarten und Schule, für Prüfungssituationen und Studenten in der vorlesungsfreien Zeit, für Verliebte und Enttäuschte, für Polizisten und Religionslehrer, zum Geburtstag und zum Ruhestandsbeginn.

Für jede Feier werden Lieder, Gebet, Schriftlesung und ein Segensritus vorgeschlagen, die als Bausteine ausgetauscht oder auch im Sonntagsgottesdienst oder in einer Wort-Gottes-Feier verwendet werden können. Alle Entwürfe sind ökumenisch angelegt. „Dieser Band geht ganz selbstverständlich davon aus, dass es die Regel und nicht die Ausnahme ist, Gottesdienste zu besonderen Anlässen und Lebenssituationen in ökumenischer Verbundenheit zu feiern“, schreiben die Herausgeber. Anders als in der römisch-katholischen Tradition üblich, stehen nicht Segensfeiern vor Einzelne oder für Dinge im Mittelpunkt, sondern ausschließlich Personengruppen in einer Feiergemeinschaft.

Leben braucht Segen. Ökumenische Segensfeiern. Hg: Alexander Jaklitsch, Eva Gabra, Kornelius Heering, Astrid Jöxen. Verlag Herder, 1. Auflage 2020, 272 Seiten, gebunden, 24 Euro. ISBN: 978-3-451-37990-1
 

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news-19026 Thu, 17 Sep 2020 08:30:00 +0200 Cassandra Weber als „beste Auszubildende“ ausgezeichnet https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/cassandra-weber-als-beste-auszubildende-ausgezeichnet Als eine der besten Auszubildenden hat die Industrie- und Handelskammer Ruhr Cassandra Weber ausgezeichnet. Die 21-Jährige hatte ihre Ausbildung erfolgreich im Bistum Essen absolviert. Cassandra Weber ist als eine der besten Auszubildenden von der Industrie- und Handelskammer Ruhr (IHK) ausgezeichnet worden. Im Juli hatte die 21-jährige Essenerin ihre Abschlussprüfung als Kauffrau für Büromanagement im Bistum Essen mit der Note „sehr gut“ bestanden. In insgesamt drei Ausbildungsjahren hat sie in verschiedenen Abteilungen des Bischöflichen Generalvikariats das praktische Handwerk einer Bürokauffrau gelernt.

Cassandra Weber arbeitet aktuell in der Abteilung Gemeinschaft und Diakone des Bistums Essen.

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news-19028 Wed, 16 Sep 2020 14:40:58 +0200 Caritas-Sonntag 2020 – „Sei gut, Mensch!“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/caritas-sonntag-2020-sei-gut-mensch Am 20. September findet der Caritas-Sonntag 2020 statt. Mit ihm soll bewusst gemacht werden, dass Caritas, also gelebte Nächstenliebe, Aufmerksamkeit und Solidarität gegenüber den Mitmenschen zusammen mit der Verkündigung und der Liturgie das Fundament der Kirche und des christlichen Lebens sind. In den Pfarrgemeinden wird am Caritas-Sonntag eine Kollekte gehalten für die Aufgaben der Caritas wie beispielsweise die Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe oder die Beratung von Familien. „Sei gut, Mensch!“ lautet das Thema der Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbandes. Unter diesem Leitthema steht auch der Caritas-Sonntag am 20. September 2020.

In ihrem Aufruf schreiben die deutschen Bischöfe: „Wir brauchen gute Menschen, die Gutes tun! Tag für Tag ist in unzähligen Einrichtungen und Projekten der Kirche und ihrer Caritas erlebbar, wie haupt- und ehrenamtlich Engagierte Probleme anpacken und anderen zur Seite stehen.“ Dabei dürfe „gut sein“ nicht an Grenzen Halt machen, denn in anderen Ländern gäbe es oft noch größeren Bedarf an Hilfe und Unterstützung. „Vieles ist möglich, wenn wir Menschlichkeit leben.“ Die Bischöfe betonen: „Die Kollekte des Caritas-Sonntags ist für die vielfältigen Anliegen der Caritas in unseren Pfarrgemeinden und der Diözese bestimmt. Bitte unterstützen Sie durch Ihre Gabe die Arbeit der Caritas. Dafür danken wir Ihnen sehr herzlich.“

Da aufgrund der Corona-Pandemie öffentliche Gottesdienste derzeit nur eingeschränkt stattfinden und die Kollekte nicht in der gewohnten Form gehalten werden kann, gibt es auch die Möglichkeit, direkt an den Deutschen Caritasverband zu spenden.

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news-19027 Wed, 16 Sep 2020 13:58:42 +0200 Selbstständiges Lernen und ein starkes christliches Profil https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistums-schulen Generalvikar Klaus Pfeffer hat für die Schulen des Bistums Essen neue Zielvereinbarungen unterzeichnet. Sie sind das Ergebnis einer intensiven, externen Qualitätsprüfung der Schulen in Essen, Duisburg und Gladbeck. Bei einer Feierstunde im Essener Nikolaus-Groß-Abendgymnasium hat Generalvikar Klaus Pfeffer am Dienstagabend, 15. September, die Zielvereinbarungen für die weitere Arbeit der fünf Bischöflichen Gymnasien im Ruhrbistum und die Jordan-Mai-Förderschule in Gladbeck unterzeichnet. Die Vereinbarungen sind das Ergebnis von Qualitätsanalysen, bei denen externe Gutachter die Schulen in den vergangenen Jahren gründlich untersucht haben. „Diese Qualitätsanalysen bedeuten eine intensive Arbeit für die ganze Schulgemeinde“, betonte die Schuldezernentin des Bistums Essen, Eva Lingen, bei der Feierstunde. Als Konsequenz aus den Analysen hatte das Ruhrbistum als Träger mit den Schulen die Zielvereinbarungen für die Arbeit der kommenden Jahre abgestimmt, die Pfeffer nun offiziell in Kraft gesetzt hat.

Qualitätsanalysen liefern individuelle Ergebnisse für jede Schule

Der Leiter der Qualitätsanalysen an den Bistumsschulen, Oberstudiendirektor Stefan Zingler aus Paderborn, betonte den individuellen Charakter jeder Analyse, und damit auch jeder Zielvereinbarung: „Eines lassen die Qualitätsanalysen sicherlich nicht zu: Den Vergleich der Schulen untereinander.“ Vielmehr gehe es darum, für jede Schule individuell zu prüfen, „wie wir Schule besser machen können“. Neben fünf Bistumsgymnasien und der Gladbecker Förderschule durchläuft aktuell auch die Essener Sekundarschule am Stoppenberg eine Qualitätsanalyse. Da an der jüngsten Schule des Bistums Essen jedoch erst seit 2017 alle Jahrgangsstufen vertreten sind, erhält die Sekundarschule ihre Zielvereinbarungen erst später.

Trotz der großen Individualität der Zielvereinbarungen lassen sich laut Harald Gesing, stellvertretender Schuldezernent im Bistum Essen, jedoch durchaus Gemeinsamkeiten bei den sechs geprüften Schulen erkennen. „Bei allen Schulen wurde das konfessionelle Profil als sehr positiv dargestellt“, so Gesing. Hervorgehoben wurden eine „herzliche, menschliche, zugewandte Atmosphäre“ sowie ein „wertschätzender Umgang“ aller an den Schulen beheimateten Gruppen. „Das ist zum einen schlicht menschlich positiv“, sagt Gesing, „zum anderen befördert diese Atmosphäre aber auch das Lernen“, betont der Pädagoge. Ihre katholisch-christlichen Profile zählen zu den „Erhaltungszielen“ in den Zielvereinbarungen, erläutert Gesing, „da müssen die Schulen schauen, dass sie dieses gute Niveau halten“.

Fachkonferenzen stärken und selbstbestimmtes Lernen ausbauen

Daneben gebe es in jeder Vereinbarung „Entwicklungsziele“, bei denen die Schulen „die Chance haben, sich zu verbessern“, so Gesing. Große, jeweils fast alle Schulen betreffende Themen seien hier zum einen ein stärkeres selbstbestimmtes Lernen der Schüler – und zum anderen eine Stärkung der Fachkonferenzen. Dabei gehe es beim selbstbestimmten Lernen nicht nur um den in der Corona-Krise intensiv geübten „Distanzunterricht“, sagt Gesing: „Es geht auch darum, die Schülerinnen und Schüler – egal ob im Klassenraum oder auf Distanz – nicht nur fertige Lösungen lernen und diese üben, sondern vor allem eigene Strategien entwickeln zu lassen, um Probleme selbst lösen zu können.“ Daneben lenkten die Zielvereinbarungen den Blick auf die Fachkonferenzen, also die regelmäßigen Treffen aller Lehrer eines Fachs an jeder Schule. „Diese Konferenzen sind nicht nur an unseren, sondern auch an vielen staatlichen Schulen ein schlafender Riese für die Schulentwicklung“, so Gesing. In vielen Fällen könnten „die Lehrerinnen und Lehrer in den Fachkonferenzen noch mehr Einfluss auf die Didaktik ihres Fachs nehmen“.

Generalvikar Pfeffer würdigte das Engagement der Schulgemeinschaften rund um die externe Qualitätsanalyse. Für ihn haben die Qualitätsanalysen an den Schulen „Vorbildcharakter“ gerade auch für andere kirchliche Bereiche: „Sich zu öffnen und sich zu fragen, wie beurteilen uns Menschen, die von außen auf uns schauen, verhindert, dass man zu selbstreferenziell wird“, sagte Pfeffer. Zudem ermöglichten die Qualitätsanalysen und die daraus entstandenen Zielvereinbarungen, „dass wir auch nach außen zeigen können, wofür wir stehen und was das Besondere bei uns ist“.

Neuer Imagefilm zeigt besonderen Charakter der Bistumsschulen

Den besonderen Charakter der Schulen im Bistum Essen zeigt zudem ein neuer Imagefilm, den Schuldezernentin Eva Lingen in der Feierstunde präsentierte: Aus den von Schülern und Lehrern produzierten Filmen der einzelnen Schulen hat das Bistum einen 2:14 Minuten langen Überblick über alle bischöflichen Schulen produziert, der mit vielen Bildern, schnellen Schnitten und einem Interview mit Eva Lingen die Bistums-Schulen als Lehreinrichtungen und „Kirchen ohne Kirchturm“ zeigt.

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news-19023 Wed, 16 Sep 2020 09:31:59 +0200 Fest der Essener Stadtpatrone Kosmas und Damian https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/fest-der-essener-stadtpatrone-kosmas-und-damian-2 Domkapitel feiert am 27. September einen Gottesdienst zu Ehren der beiden Heiligen Kosmas und Damian, die im dritten und vierten Jahrhundert im heutigen Syrien unentgeltlich Kranke geheilt haben. Mit einem festlichen Gottesdienst gedenkt das Essener Domkapitel am Sonntag, 27. September 2020, der Heiligen Kosmas und Damian, der Patrone der Domkirche und der Stadt Essen. Anlässlich des Festes werden auch die Reliquien der beiden heiligen Ärzte aus dem Domschatz in den Dom gebracht.

Um 10 Uhr feiert Dompropst Thomas Zander die heilige Messe, die musikalisch vom Mädchenchor am Essener Dom gestaltet wird. An der Messe teilnehmen können maximal 65 Personen, alle Teilnehmer müssen sich vor Ort mit ihren Kontaktdaten registrieren. Auf dem Weg bis zum festen Sitzplatz im Dom muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden, dort kann er dann abgenommen werden.

Ärzte im heutigen Syrien

Kosmas (oder Cosmas) und Damian lebten der Legende nach Ende des dritten und Anfang des vierten Jahrhunderts im heutigen Syrien und wirkten dort als Ärzte. Sie zogen durch die Städte, verkündeten Christus und heilten Kranke, ohne dafür Gegenleistungen anzunehmen. Mitte des 9. Jahrhunderts brachte Bischof Altfrid von Hildesheim die Reliquien der Heiligen nach Essen und Hildesheim. Statuen der beiden Heiligen sind sowohl an der Außenfassade des Essener Rathauses als auch im Chorraum des Essener Doms zu sehen.

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news-19022 Tue, 15 Sep 2020 10:29:14 +0200 Ökumenisches Grußwort zum jüdischen Neujahrsfest https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/oekumenisches-grusswort-zum-juedischen-neujahrsfest Bischöfe und Kirchenleitungen: "Wir stehen an Ihrer Seite" Die fünf katholischen (Erz-)Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen haben ein gemeinsames Grußwort an die jüdischen Gemeinden zum jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchana gesendet. Darin schreiben sie: „Möge sich für Sie alle der alte traditionelle Neujahrsgruß bewahrheiten, der vom ‚Eingeschriebenwerden im Buch des Lebens‘ spricht.“

Die Bischöfe und Kirchenleitungen erklären zur Situation in Deutschland: „Wir stehen auch mit Blick auf die erschreckenden antisemitischen Entwicklungen entschieden an Ihrer Seite und wirken aktiv allen Formen judenfeindlicher Haltungen entgegen.“ Anlässlich des Festjahres „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“, das im Jahr 2021 bundesweit begangen wird, beabsichtigen die Kirchen, mit ihrem Engagement dazu beizutragen, dass jüdisches Leben als Teil unserer vielfältigen Gesellschaft erlebbar werde, heißt es weiter.

Der Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann, Bischofsvikar für Ökumene und Interreligiösen Dialog, plädiert für Respekt im Zusammenleben: „Das Ruhrbistum Essen erfährt täglich die Vielfalt unterschiedlicher Kulturen und Religionen, ihre Herausforderungen und Bereicherungen. Wir sind dankbar, dass nach der NS-Zeit in unseren Städten jüdisches Leben neu zu finden ist und zur Bereicherung beiträgt.“

Mit dem jüdischen Neujahrsfest, das in diesem Jahr zwischen dem 18. und dem 20. September gefeiert wird, beginnt der wichtigste Festkreis im jüdischen Jahr, der mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur endet. Mit Rosch HaSchana (wörtlich: Kopf des Jahres) beginnt nach jüdischer Zählung das Jahr 5781.

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news-19014 Mon, 14 Sep 2020 13:45:00 +0200 Daniel Baldus wird zum Priester geweiht https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/daniel-baldus-wird-zum-priester-geweiht Feierlicher Gottesdienst am Freitag, 25. September, im Essener Dom. In Zukunft wird der aus Schwelm stammende Baldus in der Bochumer Pfarrei St. Franziskus arbeiten. In einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom weiht Bischof Franz-Josef Overbeck am Freitag, 25. September, um 18 Uhr, Daniel Baldus zum Priester. Die im Ruhrbistum traditionell am Freitag vor Pfingsten angesetzte Priesterweihe musste nun coronabedingt in den Herbst verschoben werden.

Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger

Nach seiner Weihe zum Diakon hat Baldus nun über ein Jahr lang erste Erfahrungen als Seelsorger in der Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld gemacht. Dort hat er unter anderem Religionsunterricht gegeben, in der Pfarrei und im Hospiz mitgearbeitet. Den Weg zum Priestertum hat Daniel Baldus als sogenannter „Spätberufener“ eingeschlagen. Zuvor hatte er zwei Ausbildungen als Gesundheits- und Krankenpfleger sowie in der Kinderkrankenpflege absolviert, in einer Suchtklinik und in der Psychiatrie gearbeitet – eine Arbeit, die er an Wochenenden auch während seines Theologiestudiums fortgesetzt hat.

Als Priester in Bochumer Pfarrei

Sein Theologiestudium absolvierte Baldus im rheinland-pfälzischen Priesterseminar St. Lambert auf Burg Lantershofen in der Voreifel, das Männern ab 25 Jahren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum auf dem dritten Bildungsweg das Studium ermöglicht. Nach dem theologischen Examen schloss Baldus einen einjährigen Aufenthalt im Jugendpastoralinstitut Don Bosco im oberbayerischen Kloster Benediktbeuern an, absolvierte den Einsteigerkurs an der Schnittstelle zwischen Pastoral und sozialer Arbeit und lebte während dieser Zeit mit den Salesianern Don Boscos im Kloster, bevor er seine Arbeit als Diakon im Bistum Essen begann. Nach seiner Priesterweihe wird Baldus dann in der Bochumer Pfarrei St. Franziskus tätig sein.

Coronabedingt können inklusive Angehörigen und Freunden des künftigen Priesters 150 Personen an der Feier im Dom teilnehmen. Aktuell sind alle Plätze belegt, es gibt allerdings eine Warteliste. Teilnehmer können sich dafür per Mail über christel.punsmann@bistum-essen.de anmelden.  Musikalisch wird der Gottesdienst von den Essener Domsingknaben begleitet.

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news-19021 Mon, 14 Sep 2020 11:47:49 +0200 Bischof Overbeck verabschiedet kroatische Seelsorger https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-verabschiedet-kroatische-seelsorger Mit den beiden Ordensschwestern Fanita Jukic und Alis Lovric verlassen die letzten beiden kroatischen Schwestern Essen. Auch der langjährige Pastor Stjepan Penic geht zurück nach Kroatien. Sein Nachfolger Ivan Cestar wird Anfang Oktober als neuer Seelsorger für die rund 3500 Mitglieder zählende kroatische Gemeinde begrüßt. Bischof Franz-Josef Overbeck und Michael Dörnemann, Leiter des Pastoraldezernats im Bistum Essen, haben am Sonntag, 13. September, den Priester und zwei Ordensschwestern der kroatischen Gemeinde in Essen verabschiedet. Nach vielen Jahrzehnten in der Seelsorge für die wachsende Gemeinde der kroatisch sprechenden Katholiken gehen die beiden Gemeindereferentinnen Schwester Fanita Jukicc und Alis Lovric sowie Pastor Stjepan Penic in diesen Tagen zurück nach Kroatien. Bischof Franz-Josef Overbeck dankte den drei Seelsorgern bei einer Firm-Feier der kroatischen Gemeinde in St. Maria Rosenkranz, Essen-Bergeborbeck, für ihr langjähriges und engagiertes Wirken.

60 Jahre kroatische Seelsorge in Essen

Overbeck erinnerte daran, dass die ersten kroatischen Seelsorgerinnen und Seelsorger vor 60 Jahren nach Essen kamen. Ab 1960 kümmerten sich katholische Priester und Schwestern der kroatischen Gemeinschaft der Dienerinnen vom Kinde Jesu in Essen um sogenannte Gastarbeiter und Flüchtlinge, die angesichts des Drucks der kommunistischen Machthaber auf die Christen aus dem damaligen Jugoslawien nach Deutschland geflohen waren. Auch Fanita Jukic und Alis Lovric kamen bereits kurz nach der Eröffnung des kleinen Klosters „An der Bergbrücke“ im Essener Stadtteil Vogelheim im Jahr 1967. Während die beiden Frauen in der Gemeindeseelsorge tätig waren, arbeiteten Mitschwestern von ihnen in Altenheimen und Pflegediensten und leiteten zweitweise den Haushalt von Bischof Hubert Luthe.

Ordensgemeinschaft schickt keine weiteren Schwestern ins Ausland

Nachdem vier Schwestern der Gemeinschaft bereits vor zwei Jahren aus Essen verabschiedet wurden, verlassen mit Fanita Jukic und Alis Lovric nun die letzten beiden Nonnen der Gemeinschaft der Dienerinnen vom Kinde Jesu die Ruhrmetropole. „Unsere Altersstruktur und mangelnde Berufungen sind Gründe dafür, dass unsere Provinz nicht mehr in der Lage ist, weitere Schwestern ins Ausland zu schicken“, schreiben die Oberin und die Sekretärin der Provinz St. Josef von Split, Schwester Terezija Pervan und Schwester Maneta Mijoc. Auch der mittlerweile 75-jährige Pastor Penic geht aus Altersgründen zurück nach Kroatien.

Neuer Seelsorger für die kroatische Gemeinde

Nach dem Abschied der Ordensschwestern und des langjährigen Pastors geht die Seelsorge für die rund 3500 Mitglieder zählende kroatische Gemeinde in Essen indes weiter: Bereits am 4. Oktober wird Ivan Cestar als neuer Seelsorger in sein Amt eingeführt. Er bringt internationale Erfahrung mit und freut sich schon jetzt auf die neue Aufgabe im Ruhrgebiet.

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news-19013 Mon, 14 Sep 2020 09:00:00 +0200 Kranken-Wallfahrt zum Mariendom in Neviges https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kranken-wallfahrt-zum-mariendom-in-neviges Zum Tag der Alten und Kranken am 20. September feiert Weihbischof Schepers mit den Wallfahrern einen Gottesdienst im Mariendom. Die Wallfahrt zum Tag der Alten und Kranken am Sonntag, 20. September 2020, mit Weihbischof Ludger Schepers führt nach Neviges. Der Gottesdienst im Mariendom des Velberter Stadtteils beginnt um 17 Uhr unter dem Motto „Ich bin, wo du bist!“ – ein Leitgedanke, der im Jahr 2020 für alle Wallfahrtsorte in NRW gilt.

Coronabedingt dürfen nur angemeldete Besucher teilnehmen. Eine Anmeldung ist unter www.mariendom.de oder telefonisch unter 02053/931862 möglich (Montag, Dienstag und Freitag 9-11 Uhr, sowie Dienstag 15-17 Uhr und Donnerstag 10-12 Uhr und 17-18 Uhr).

Außerdem müssen alle Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen, dieser darf am Sitzplatz im Dom außer beim Singen abgesetzt werden. Für das Austeilen der Kommunion werden Plexiglaswände aufgestellt. Auch einen Segen für kranke Wallfahrer soll es geben.

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news-19020 Sat, 12 Sep 2020 22:54:37 +0200 Günter Gödde als Beauftragter für die Ständigen Diakone verabschiedet https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/guenter-goedde-als-beauftragter-fuer-die-staendigen-diakone-verabschiedet Nachfolger Carsten Ossig ist nebenamtlicher Diakon in Bottrop und arbeitet hauptberuflich in der Verwaltung des Bistums Essen. Der bisherige Beauftragte Gödde kümmert sich nun ausschließlich um sein zweites berufliches Standbein: Die Klinikseelsorge am Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen-Steele. Die Ständigen Diakone im Bistum Essen haben einen neuen Beauftragten: Bei ihrer Jahrestagung im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus hat Bischof Franz-Josef Overbeck den Bottroper Diakon Carsten Ossig mit dieser Aufgabe betraut. Ossig ist damit Nachfolger von Domvikar Günter Gödde, der diese Aufgabe gut vier Jahre lang innehatte. Ossig hatte sich bereits in den vergangenen Monaten kommissarisch um die Belange der Diakone gekümmert, nachdem Gödde Bischof Overbeck gebeten hatte, sich aus gesundheitlichen Gründen in Zukunft ausschließlich um die Krankenhausseelsorge kümmern zu können.

Bei einer Messe im Rahmen der Jahrestagung dankte Overbeck Gödde für seinen wertvollen Dienst für die Ständigen Diakone und würdigte sein großes Engagement für die Seelsorge im Bistum Essen, insbesondere für die Kranken. Gödde, der als Priester bereits seit 2005 erst in Lüdenscheid und seit 2008 am heutigen Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen-Steele als Seelsorger tätig ist, war von 2008 bis 2017 auch Diözesanseelsorger für die Krankenhausseelsorge im Bistum Essen. 1988 war Gödde zunächst als Mitglied des Ordens der Oblaten des Heiligen Franz von Sales zum Priester geweiht und nach verschiedenen Einsätzen im Bistum Essen schließlich 2008 offiziell als Priester des Bistums Essen übernommen worden.

Mit Carsten Ossig kümmert sich nun ein Ständiger Diakon um die Belange dieser Gruppe, der selbst dazu gehört: Nach einer sechsjährigen berufsbegleitenden Schulung zum Diakon ist der gelernte Sozialversicherungsfachangestellte und Betriebswirt (VWA) und Vater von zwei erwachsenen Kindern seit 2015 als nebenamtlicher Diakon in der Seelsorge der Bottroper Pfarrei St. Cyriakus tätig. Zudem unterstützt er das Trauteam des Bistums Essen und engagiert sich als Notfallseelsorger. Hauptberuflich arbeitet Ossig ebenfalls für die Kirche: Nachdem er von 1997 bis 2008 Geschäftsführer der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ und anschließend im Kita-Zweckverband tätig war, wechselte er 2017 in den Teil der Bistumsverwaltung, der die Kirchengemeinden betreut und berät.

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news-19019 Sat, 12 Sep 2020 20:54:12 +0200 Essener Caritas organisiert Hilfstransporte ins Lager Moria https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-caritas-organisiert-hilfstransporte-ins-lager-moria Nach dem verheerenden Brand auf der griechischen Insel Lesbos haben katholische Partner im Ruhrgebiet medizinisches Material gespendet und den Transport per Lieferwagen und Flugzeug organisiert, um den Menschen vor Ort schnellstmöglich zu helfen. Organisiert von der Essener Caritas haben am Samstag zahlreiche katholische Sozialverbände und Träger zusammen mit der Essener Initiative „Ein Herz für Moria“ und der Caritas Flüchtlingshilfe Essen e.V. zwei erste Hilfstransporte auf die griechische Insel Lesbos auf den Weg gebracht, um nach dem verheerenden Brand des Flüchtlingslagers Moria schnellstmöglich zu helfen.

Während sich am Samstag ein erster Transporter mit Medikamenten, medizinischem Material und Schutzausrüstungen auf dem Land- und Seeweg von Essen nach Lesbos auf den Weg gemacht hat, startet am Sonntag in Essen eine Cessna, die ebenfalls medizinische Hilfsgüter auf die griechische Insel bringt. Die kleine Maschine sei schneller auf Lesbos als reguläre Luftfracht, erläuterte der Essener Caritas-Direktor Björn Enno Hermans am Rande der Transportvorbereitung auf dem Gelände des ehemaligen Klosters in Essen-Schuir. Aber auch der Lieferwagen soll – je nach Fährverbindungen – am Montag, spätestens am Dienstag vor Ort sein. Fred Kusch von der Düsseldorfer Caritas und Gamze Hizel von der CSE wollen den Transporter ohne große Pausen nach Lesbos fahren und vor Ort persönlich die Übergabe der Güter an die griechische Hilfsorganisation „Kitrinos Healthcare“ sicherstellen.

Hilfsgüter werden dringend erwartet

Dort würden die Hilfsgüter bereits dringend erwartet, sagt Hermans, der über eine Essener Medizinstudentin auf Lesbos in direktem Kontakt mit der medizinischen Hilfsorganisation steht, deren Material zum Großteil dem Feuer zum Opfer gefallen ist und zudem vor Ort kaum zu beschaffen sei.

„Das Feuer im Flüchtlingscamp Moria ist eine der großen humanitären Katastrophen unserer Zeit“, sagte Hermans vor dem Start des Transports. „Aktuell befinden sich rund um Moria ungefähr 12.000 Menschen ohne Anlaufstelle und ohne ein Dach über dem Kopf auf der Straße.“

Als sich die Nachricht vom verheerenden Brand in Moria verbreitete, „haben wir alle verfügbaren Kräfte mobilisiert und Mittel bereitgestellt, um die Not vor Ort hoffentlich etwas lindern zu können“, beschreibt der stellvertretende Vorsitzende der Caritas Flüchtlingshilfe, Markus Kampling, das Engagement der vergangenen Tage. So haben zahlreiche katholische Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, aber zum Beispiel auch das Essener Uni-Klinikum Medikamente, Schutzanzüge, Handschuhe und Masken gespendet, die gerade angesichts des Corona-Ausbruchs im Lager Moria dringend benötigt werden.

Material und Geldspenden für die Helfer vor Ort

Nach diesen ersten beiden Transporten soll die Hilfe aus dem Ruhrgebiet für die Menschen in Moria weitergehen. Neben dem Versand von Gütern, die vor Ort nicht oder nur sehr schwer zu erwerben sind, leiten die Essener Partner auch Geldspenden an Hilfsorganisationen vor Ort weiter. Damit soll den Menschen auf der Insel der Kauf von Nahrungs- und Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln ermöglicht werden.

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news-19018 Fri, 11 Sep 2020 20:46:49 +0200 Neue Seelsorgerinnen und Seelsorger für das Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/default-9f831b0cde Im Essener Dom hat Bischof Franz-Josef Overbeck am Freitagabend fünf Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten für den Dienst in Pfarreien des Ruhrbistums beauftragt. Drei Frauen und zwei Männer hat Bischof Franz-Josef Overbeck am Freitagabend in einer feierlichen Messe im Essener Dom als neue Seelsorgerinnen und Seelsorger für den Dienst im Bistum Essen beauftragt, eine sechste Seelsorgerin war kurzfristig erkrankt. In dem coronabedingt nur von Angehörigen, einigen Freunden und Kollegen der Beauftragten begleiteten Gottesdienst überreichte Overbeck zwei Gemeindereferentinnen und drei Pastoralreferentinnen und -referenten ihre Beauftragungs-Urkunden. Künftig werden sie in verschiedenen Pfarreien des Bistums Essen arbeiten und dort zusammen mit anderen Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten, Pfarrern, Pastören und Diakonen Teil der jeweiligen Pastoralteams sein. Dabei werde ihr Dienst stets zwischen „dem Hören auf das Evangelium“ und „der Konkretion des kirchlichen Alltags“ stehen, sagte der Ruhrbischof in seiner Predigt. Seelsorger dürften keine „Funktionäre“ sein, sondern „Zeuginnen und Zeugen der gehörten und erfahrenen Gegenwart Gottes, die die Menschen selbst in ihre tiefe Mitte und uns alle in Gottes Reich führt“.

Pfarreien und Gemeinden als „fließende Wirklichkeiten“

Auf stabile Strukturen dürften sich heutige Seelsorger dabei ebenso wenig verlassen wie die 72 Jünger, die Jesus einst als Missionare ausgesandt hat, so Overbeck: „Wir wissen, dass heute Pfarreien, Gemeinden und viele andere kirchliche Realitäten fließende Wirklichkeiten sind.“ Je länger, die neuen Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten im Dienst seien, desto „mehr wird das die Wirklichkeit Ihres kirchlichen Dienstes in den kommenden Jahren und Jahrzehnten bestimmen: Alles ist im Fluss.“ Zu den Aufgaben der neuen Seelsorger würden „Teilhabe an Verantwortungs- und Leitungstätigkeiten ebenso gehören, wie auch beständige Verschiebungen Ihrer geistlichen und pastoralen Aufträge, um einen unserer heutigen Welt und unserer Kultur angemessenen pastoralen Dienst zu tun“, bekräftigte Overbeck. Es gehe darum „Menschen zu sammeln, das Evangelium als Richtschnur des Lebens zu verkünden und zu bezeugen sowie für andere da zu sein, die Gott und die Gemeinschaft der Mitglaubenden, aber auch oft persönlich Sinn und Glück im Leben suchen.“

Als Gemeindereferentinnen beauftragte Bischof Overbeck:

  • Svenja Nöllen für den Dienst in St. Mariae Geburt, Mülheim
  • Louisa Theisen, für den Dienst in St. Urbanus, Gelsenkirchen

Dragica Vidovic, die für den Dienst in St. Augustinus, Gelsenkirchen, sowie für die Seelsorge der kroatischsprachigen Katholiken beauftragt werden sollte, war kurzfristig erkrankt.

Als Pastoralreferentinnen und -referenten beauftragte Overbeck:

  • Michael Diek für den Dienst in St. Gertrud, Essen
  • Tabea Diek für den Dienst in St. Clemens, Oberhausen-Sterkrade
  • Korbinian Labusch für den Dienst in St. Josef, Essen-Frintrop

Stichwort: Pastoral- und Gemeindereferenten

Gemeinde- und Pastoralreferenten gestalten gemeinsam mit Priestern und Diakonen die Seelsorge in den Pfarreien des Bistums Essen. Sie sind in der Verkündigung des Glaubens tätig, gestalten und feiern Gottesdienste und übernehmen caritative Aufgaben. Während künftige Gemeindereferentinnen und -referenten als Qualifikation ein Fachhochschulstudium der Religionspädagogik mitbringen, haben die angehenden Pastoralreferentinnen und -referenten ein Hochschulstudium der Theologie absolviert.

Mit Blick auf ihre religionspädagogische Ausbildung werden Gemeindereferentinnen und -referenten in den Pfarreien unter anderem in der katechetischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt, sind aber zum Beispiel auch Ansprechpartner für Trauernde und übernehmen Beerdigungsdienste. Zudem können sie für Koordinationsaufgaben beauftragt werden und nehmen dann die Leitung einer Gemeinde wahr. Pastoralreferentinnen und -referenten sind meist in der Begleitung und Umsetzung der Pfarreientwicklungsprozesse tätig und arbeiten konzeptionell an Schnittstellen von Kirche und Gesellschaft und in verschiedenen thematischen Projekten.

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news-19016 Fri, 11 Sep 2020 14:34:56 +0200 Schatzkammer Werden zeigt Basilika und Kruzifix in neuen Filmen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/schatzkammer-werden-zeigt-basilika-und-kruzifix-in-neuen-filmen Auch andere Kirchen im Bistum Essen beteiligen sich am Sonntag, 13. September, mit digitalen Aktionen am „Tag des Offenen Denkmals“. Nicht durch exklusive Führungen vor Ort, sondern coronabedingt vor allem durch digitale Angebote präsentieren beim „Tag des Offenen Denkmals“ am Sonntag, 13. September, auch zahlreiche Kirchen und kirchliche Museen im Bistum Essen eindrucksvolle Zeugnisse einer langen und reichhaltigen Geschichte.

So lädt die Schatzkammer der Ludgerus-Basilika in Essen-Werden am Sonntag mit 14 neuen, aufwändig produzierten und mit Hilfe der NRW-Landesregierung finanzierten Filmen zu einem Besuch über das Internet ein. Dann können die Gäste unter anderem das berühmte Werdener Kruzifix aus der Nähe betrachten oder die Werdener Pyxis, eine kleine Elfenbeindose aus dem 6. Jahrhundert, die mit dem Heiligen Ludgerus in Verbindung gebracht wird. Zudem präsentiert die Schatzkammer Filme mit 360-Grad-Aufnahmen von Vierungsturm, Krypta oder dem Innenraum der Ludgerus-Basilika.

Wer den Schatz der Werdener Basilika nicht nur digital betrachten möchte, kann indes auch am Sonntag – wie jeden Dienstag bis Sonntag von 15 bis 17 Uhr – der Schatzkammer St. Ludgerus, Brückstraße 54, mit einer Mund-Nase-Maske und bei Einhaltung der coronabedingten Abstandsregeln einen persönlichen Besuch abstatten (Eintritt 3, ermäßigt 2 Euro, Kinder bis 18 Jahren gratis).

Ausgewählte weitere Angebote am „Tag des Offenen Denkmals“ im Bereich des Bistums Essen:

  • Bochum-Wattenscheid-Leithe, St. Johannes: Eine Fotogalerie präsentiert besondere Impressionen der 1914 fertiggestellten Kirche, die vom Wandel der Bauernschaft Leithe zu einem von Bergbau und Industrie geprägten Umfeld zeugt. Zudem beschreiben die Bilder angestrebte erweiterte Nutzungen und Umbauten, um möglichst den Erhalt des Denkmals zu sichern.
  • Gelsenkirchen-Hassel, St. Michael: Ein Film informiert über das 1914 bis 1917 errichtete Kirchengebäude und zeigt unter anderem die historische Glockenanlage und den Aufstieg in die Turmobergeschosse.
  • Mülheim-Selbeck, St. Theresia von Avila: Die Gemeinde lädt zu einem digitalen Rundgang durch die 1892 geweihte Kirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm und ihrer über den Zweiten Weltkrieg hinaus erhaltenen Innenausstattung, die bis heute von den religiösen Anschauungen des 19. Jahrhunderts zeugt.
  • Duisburg, Kulturkirche Liebfrauen: In einer Fotogalerie präsentiert die heute von der Stiftung Brennender Dornbusch getragene Kirche in der Duisburger Innenstadt ihre „Juwelen“, zum Beispiel das Wandbild „Brennender Dornbusch“, die Glaskunstwände an der Hauptfassade, das Relief „Vertreibung aus dem Paradies“ oder die Pietà.
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news-19012 Thu, 10 Sep 2020 12:50:46 +0200 Es gibt wieder Segensfeiern für Babys https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/es-gibt-wieder-segensfeiern-fuer-babys Zu den Segensfeiern kommen Familien mit und ohne Kirchenbindung, die sich für ihr Neugeborenes Gottes Schutz wünschen Nach einer Corona-bedingten Sicherheitspause wird es am Sonntag, 20. September, unter freiem Himmel wieder zwei erste Segensfeiern für Babys geben. Im Pfarrgarten von St. Johannes, Brenscheder Straße 43 in Bochum, können Familien mit Neugeborenen und deren Geschwistern unter den gebotenen Sicherheitsvorkehrungen an einer Willkommensfeier für das neue Familienmitglied teilnehmen und das kleine Kind segnen lassen. Weil die Feier um 16 Uhr mit 14 Familien bereits ausgebucht ist, kann man sich zu einer zweiten Feier um 17 Uhr am selben Ort anmelden unter bochum@segenfuerbabys.de. Bei Regen wird die Feier in der benachbarten Johannes-Kirche stattfinden.

Eine Segensfeier für Babys ist keine Taufe, sondern ein Fest, an dem junge Familien gemeinsam das Leben und die Geburt feiern. Die Taufe dagegen führt in eine Beziehung zu Jesus, ist der Beginn einer Mitgliedschaft in Kirche und Gemeinde und kann selbstverständlich später auf die Segensfeier folgen. Zu den sehr beliebten Segensfeiern kommen bislang nicht allein Christen beider Konfessionen, sondern auch Familien ohne Kirchenbindung, die sich für ihr Kind Gottes Zuwendung, Schutz und Segen wünschen.

Die Segensfeiern unter dem Titel „Willkommen im Leben, kleiner Segen“ werden seit 2017 gemeinsam von der katholischen und evangelischen Kirche im Ruhrgebiet und Märkischen Sauerland angeboten. Verantwortlich auf katholischer Seite ist der Bochumer Pastoralreferent Alexander Jaklitsch. Weitere Informationen gibt es unter www.segenfuerbabys.de.

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news-19011 Thu, 10 Sep 2020 11:58:05 +0200 Corona – Mehr Anrufe bei der Telefonseelsorge https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/corona-mehr-anrufe-bei-der-telefonseelsorge Zum Welttag der Suizidprävention am Donnerstag, 10. September, zieht Telefonseelsorger Olaf Meier eine Bilanz des vergangenen halben Jahres. Angst, Einsamkeit und Gewalt bedrängen die Menschen gerade angesichts der Corona-Pandemie. Die neue App „Krisen-Kompass“ werde gut angenommen, so Meier. Während der Corona-Pandemie ist die Telefonseelsorge deutlich stärker in Anspruch genommen worden. Ängste, Einsamkeit, Gewalterfahrung und Suizidgedanken sind die Auslöser, die die Menschen zum Telefon greifen lassen. Anlässlich des Welttages der Suizidprävention am Donnerstag, 10. September zieht Olaf Meier, Diözesanbeauftragter für Telefonseelsorge im Bistum Essen, eine Bilanz der Zeit seit Mitte März, als das Coronavirus sich jäh über ganz Deutschland ausbreitete. 

„Zu Beginn der Corona-Krise schnellten die Anrufzahlen in die Höhe, Mitte April zu Ostern erreichten sie einen Spitzenwert“, berichtet Meier, der die Telefonseelsorge Duisburg, Mülheim und Oberhausen leitet. Allein hier sind 120 ausgebildete Ehrenamtliche im Einsatz, drei haupt- und acht nebenamtliche Kräfte begleiten sie fachlich. Hinzu kommen im Bistum Essen Standorte der Telefonseelsorge in Essen, Bochum und Hagen. Obwohl sich Ehrenamtliche aus Risikogruppen vom Telefondienst fernhalten mussten, konnten dennoch in den ersten Krisenwochen mehr Telefonleitungen eingerichtet werden, „weil andere Ehrenamtliche solidarisch sehr viel mehr Dienste als üblich geleistet haben“, so Meier.

Rapider Anstieg des Themas Angst

An den Gesprächsthemen am Telefon lasse sich die Entwicklung der Krise ablesen, berichtet Meier: Im März ein rapider Anstieg des Themas Angst, im März und April des Themas Einsamkeit. Körperliche und seelische Gewalt wird im Mai und Juni stärker wahrgenommen – „vielleicht“, analysiert Meier, „ein Indiz für die Auswirkungen des länger anhaltenden Lock-Down“. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch in den Kontakten mit der Telefonseelsorge über Mail, Chat und Vor-Ort-Gespräche.

Die neue App „Krisen-Kompass“ für schwierige Lebenslagen

Die App „Krisen-Kompass“, die die deutsche Telefonseelsorge Mitte März herausgebracht hat, wurde mittlerweile in fünfstelliger Höhe heruntergeladen. Sie ist die erste deutschsprachige App für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, kann kostenfrei und datengeschützt heruntergeladen werden und steht Tag und Nacht zur Verfügung. Unter https://krisen-kompass.app/ steht die App für Apple und Android zum Download bereit.

Die App wendet sich an mehrere Zielgruppen: Menschen in suizidalen Krisen finden auf der ersten Seite unter „Meine Soforthilfen“ Notfallnummern, Anlaufstellen, Beratungsdienste und Online-Hilfen und können sie durch Kontaktdaten zu Freundinnen und Freunden ergänzen. Dann richtet sich die App an Angehörige von suizidalen Menschen, versorgt sie unter der Rubrik „Wissen stärken“ mit Hintergrundinformationen und gibt ihnen unter dem Motto „Anleitungen zum Kraftschöpfen“ Möglichkeiten der Selbststärkung an die Hand. Als drittes werden Hinterbliebene nach Suizid angesprochen, um sie in ihrem ganz eigenen Abschied und ihrer ganz eigenen Trauer zu begleiten. Die App findet ein großenteils positives Echo. So meldet eine Userin zurück: „Eine super App; als ich am Tiefpunkt war, habe ich sie gefunden, und sie hat mir von der ersten Sekunde an geholfen. Danke, dass Ihr die App entworfen habt.“

Welttag der Suizidprävention – Warnsignale frühzeitig erkennen

Der Welttag der Suizidprävention wird seit 2003 jährlich am 10. September begangen. Jedes Jahr sterben in Deutschland ungefähr 10.000 Menschen durch Suizid. Damit sterben in Deutschland mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen zusammen. Weit mehr als 100.000 Menschen erleiden jedes Jahr den Verlust eines nahestehenden Menschen durch Suizid. Der Aktionstag soll die Bevölkerung dafür sensibilisieren, dass Suizid ein enormes Problem der modernen Welt darstellt. Damit könnten Warnsignale früher erkannt und Berührungsängste mit diesem Thema reduziert werden.

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news-19010 Thu, 10 Sep 2020 10:50:56 +0200 Weihbischof Schepers besucht Duisburger Jugendhilfe "Werkkiste" https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihbischof-schepers-besucht-duisburger-jugendhilfe-werkkiste Bei seinem Besuch in der Duisburger Werkkiste überzeugte sich Weihbischof Ludger Schepers von der Arbeit vor Ort. Vor allem in der Coronakrise kümmert sich die ursprüngliche Jugendberatung auch zunehmend um andere Menschen, die in Bruckhausen dringend Hilfe benötigen. „Die Werkkiste ist ganz klar ein unverzichtbarer Teil der katholischen Kirche im Duisburger Norden.“ Deutliche Worte, mit denen Weihbischof Ludger Schepers die Arbeit der Duisburger Werkkiste, der katholischen Jugendberufshilfe in Bruckhausen, bei seinem Besuch am 8. September würdigte.

"Kümmerinnen" unterwegs in Bruckhausen

Besonders beeindruckt zeigte er sich davon, wie die vielen Unterstützungsangebote junger Menschen zum Einstieg in den Beruf mit einer von großem persönlichen Engagement der Mitarbeitenden geprägten Offenheit für die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort verbunden werden. „Ich bin beeindruckt davon, wie hier mit großer Selbstverständlichkeit tagtäglich denjenigen geholfen wird, denen besonders durch die Corona-Krise vielfach noch das letzte bisschen Sicherheit und Auskommen genommen worden ist“, betonte der Weihbischof. Die katholische Liebfrauen-Kirche an der Schulstraße in Bruckhausen musste zwar im vergangenen Jahr von der Pfarrei St. Johann als Kirchenstandort geschlossen werden, aber kirchliches Leben und Wirken ist vor Ort geblieben. Denn die Werkkiste bietet neben den so wichtigen Berufsfördermaßnahmen vor allem ein stets offenes Ohr und eine helfende Hand für die Sorgen und Nöte der Menschen.

Dafür sind zum einen sogenannte Kümmerinnen im Stadtteil unterwegs. Zum anderen gibt es aber auch die Erwerbslosenberatung, die derzeit coronabedingt als "Fensterberatung" angeboten wird und vor deren Fenster sich täglich eine lange Schlange Ratsuchender einfindet. Ursprünglich war die Fensterberatung nur für Ratsuchende gedacht, die wieder in Arbeit kommen wollen. Aktuell hat sie sich laut der Werkkiste aber eher zu einer Armutsberartung erweitert. Denn seit Corona geht es den Menschen in Bruckhausen sehr schlecht. „Gerade die Osteuropäer, die vermehrt in Bruckhausen wohnen, leben in bitterer Armut", erzählt Beraterin Cigdem Mercan dem Weihbischof. Aber die Menschen wissen: „Neben dem Kirchturm wird mir geholfen.“ Und das eben nicht nur wenn es um eine Wiedereingliederung oder die Aufnahme von Arbeit geht.

„Ein ganzes Leben in einer schmuddeligen Plastiktüte“

Der Bischof fragt nach und bittet, davon zu erzählen, mit welchen Anliegen sich in jüngster Zeit Menschen an die Fensterberatung gewandt hatten. Und Cigdem Mercan erzählt: Von der Frau, die noch vor drei Stunden bei ihr war, weil ihr Mann sie in der Nacht brutal geschlagen hatte. Sie hatte es geschafft, mit ihrem Kind zu entkommen, aber nun stand sie da und wusste nicht weiter. „Wo bekomme ich Hilfe?“ will sie wissen. Also klemmt sich Mercan ans Telefon und versucht Kontakt zum Frauenhaus und anderen Unterstützungsstellen für Frauen aufzunehmen.

Ein anderes großes Problem, mit dem die Werkkisten-Mitarbeiter regelmäßig konfrontiert sind, betrifft die immensen Schulden vor allem der hier lebenden Geflüchteten. Die Beraterinnen gehen davon aus, dass es sich bei vielen um Schuldenberge von bis zu 10.000 Euro handelt. Die Gläubiger: Krankenkassen und Stromversorger. „Ihre ganze Habe passt in eine schmuddelige Plastiktüte. So stehen sie vor uns mit ihren Urkunden und Dokumenten eines ganzen Lebens und wissen nicht weiter. Die können wir doch nicht wegschicken, denen müssen wir doch mit unseren Möglichkeiten helfen“, erzählt die Standortleiterin für Bruckhausen, Susanne Patzelt.

Ein gutes Netzwerk mit Pfarreien, Kitas, DRK und Kulturbunker

Bei solchen und ähnlichen Fragen helfe auch das gute Netzwerk, in das die Duisburger Werkkiste in Bruckhausen und darüber hinaus eingebunden sei, betont sie. Dazu zähle vor allem das gemeindliche Netzwerk der Pfarrei St. Johann mit seiner personellen Unterstützung durch Pastoralreferentin und „Kümmerin“ Schwester Mariotte Hillebrand, aber auch der direkte Draht zu Schulen und Kitas, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Kulturbunker Bruckhausen mit seiner gut bestückten Kleiderkammer für Kindersachen und nicht zuletzt auch die gute Kooperation mit der evangelischen Kirche und anderen unmittelbaren Nachbarn in Bruckhausen.

Auch das Förderzentrum und die benachbarte Werkhalle der Werkkiste in Bruckhausen besuchte Weihbischof Schepers. Beides Orte, wo vor allem junge Menschen ganz konkret auf den erfolgreichen Übergang in Arbeit und/oder Ausbildung herangeführt werden. Was das alles mit Kirche zu tun habe und wie er auch hier seinen christlichen Wertekodex in seiner täglichen Arbeit einbringen könne, wurde Sozialpädagoge Peter Bekiesch vom Förderzentrum gefragt. Seine Antwort: „Ich treffe täglich auf Menschen, die mit Kirche und Gott ‚nichts am Hut haben‘. Ihnen einfach nur durch meinen Umgang mit ihnen und mein Handeln zu zeigen, was Grundlage unseres Glaubens ist, das ist zwar sehr niederschwellig, aber ich kann so etwas von meinen christlichen Überzeugungen durch Vorleben vermitteln.“

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news-19009 Wed, 09 Sep 2020 10:47:06 +0200 Bischof spricht im Video-Talk „2stimmig“ über den Strukturwandel in Ruhrgebiet und Ruhrbistum https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/correctiv Video-Gespräch mit dem Moderatoren-Duo Mevize Meryem Candan und Martin Kaysh des Essener Recherchenetzwerks „CORRCTIV“. Über den Strukturwandel des Ruhrgebiets und des seit gut 60 Jahren bestehenden Ruhrbistums spricht der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck im Video-Podcast „2stimmig“ des Recherche-Netzwerks „CORRECTIV“. Das 37-minütige Gespräch mit dem Moderatoren-Duo Mevize Meryem Candan aus Gladbeck und Martin Kaysh aus Marl dreht sich unter anderem um das schwindende Miteinander im Revier nach dem Abschied von der Steinkohle und großen Teilen der Stahlindustrie: „Früher gingen die Menschen nicht nur gemeinsam zur Arbeit, sie gingen auch gemeinsam in die Kirche“, sagt Overbeck, der wie der Journalist und Kabarettist Kaysh in Marl geboren und aufgewachsen ist.

„Ich bin Teil einer sich immer wandelnden Welt“

„Ich bin Teil einer sich immer wandelnden Welt“, sagt Overbeck auf Candans Frage, wie er selbst und wie die Kirche mit dem Strukturwandel umgehen. Dabei müsse man flexibel bleiben, „das kann man an unserem Bistum gut studieren“, so der Bischof. Unter anderem verweist er auf die massiven Veränderungen, die es in den vergangenen 15 Jahren in der Pfarrei-Struktur gegeben habe: Ab 2005 seien aus 256 Pfarreien 43 neue entstanden, viele Kirchen seien geschlossen worden. Zugleich würde das Ruhrbistum jedoch „mit vielen neuen Formen von Nähe zu den Menschen und neuen Gottesdiensten versuchen zu zeigen: Wir leben in der heutigen Welt“.

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news-19008 Tue, 08 Sep 2020 13:32:33 +0200 Schwule und Lesben treffen sich zum CSD-Gottesdienst in St. Gertrud https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/schwule-und-lesben-treffen-sich-zum-csd-gottesdienst-in-st-gertrud Traditionell am Vorabend der Feiern zum Christopher-Street-Day im Ruhrgebiet laden christliche Kirchen die Community zu einem ökumenischen Gottesdienst ein – in diesem Jahr am Freitag, 11. September, um 18 Uhr in der Essener Kirche St. Gertrud. Auch wenn der Christopher-Street-Day im Ruhrgebiet (Ruhr-CSD), das jährliche Treffen der Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender, in Essen am Samstag, 12. September, coronabedingt nicht als bunte Parade, sondern als politische Demonstration unter Pandemie-Regeln läuft, laden christliche Gemeinden und Aids-Hilfen dennoch am Vorabend zum traditionellen CSD-Gottesdienst. So wie der Ruhr-CSD steht am Freitag, 11. September, ab 18 Uhr auch der ökumenische Gottesdienst in der katholischen St. Gertrud-Kirche am Viehofer Platz unter dem Motto „Mit Abstand…die Queersten“. Die Feier möchte den Blick auf die Corona-Krise lenken, die die Menschen in unterschiedlichen Bereichen mit ihrer Begrenztheit konfrontiert und gleichzeitig die Entfaltung vielfältiger Möglichkeiten fördert. Dieser Spannung soll im Gottesdienst mit Blick auf die sogenannte LGBTI-Community nachgespürt werden.

Gemeinsam organisiert wird die Feier von der Aidshilfe Essen, von der CSE-Fachstelle für HIV und STI „Die Schleife“, der römisch-katholischen, der evangelischen und der alt-katholischen Kirche. Da in St. Gertrud coronabedingt nicht so viele Plätze zur Verfügung stehen, wie üblich, bitten die Veranstalter um eine Anmeldung per E-Mail, Betreff: CSD-Gottesdienst.

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news-19007 Mon, 07 Sep 2020 11:50:27 +0200 „Gemeinsam Demokratie stärken“: Breites Bündnis ruft zur Kommunalwahl auf https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gemeinsam-demokratie-staerken-breites-buendnis-ruft-zur-kommunalwahl-auf Auch das Bistum Essen unterstützt die Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbunds NRW und des Landtags Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis in Nordrhein-Westfalen ruft Bischof Franz-Josef Overbeck die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an den Kommunalwahlen und Integrationsratswahlen am 13. September 2020 auf. 27 Organisationen unterstützen die Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbunds NRW und des Landtags Nordrhein-Westfalen mit dem Titel „Gemeinsam Demokratie stärken“. Dabei sind unter anderem die kommunalen Spitzenverbände, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Unternehmen, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände.

Der Präsident des Landtags, André Kuper, sagt: „Die Städte und Gemeinden sind die Basis unserer parlamentarischen Demokratie vor Ort. Hier entscheiden die Bürgerinnen und Bürger, wie es vor ihrer Haustür aussieht. Mit ihrer Stimmabgabe können sie bei den Kommunalwahlen die Politik in ihrem direkten Umfeld mitbestimmen. Ein breites gesellschaftliches Bündnis hat sich zusammengetan und ruft alle Wahlberechtigten in Nordrhein-Westfalen auf: Gehen Sie wählen, stärken Sie die Demokratie und unterstützen Sie die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler in den kommunalen Gremien!“

Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, sagt: „Unsere Kommunen sind, bei allen Problemen und Aufgaben, offen, bunt und lebensfroh. In unseren Städten und Gemeinden stellen wir gemeinsam die Weichen für Chancengleichheit und das Funktionieren unserer Demokratie. Damit das funktioniert, ist es wichtig, die Kommunen am 13. September zu stärken: Zur Wahl gehen, demokratische Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten wählen und mit einer hohen Wahlbeteiligung bei der Kommunal- und Integrationsratswahl unsere Demokratie stärken.“

In dem Wahlaufruf heißt es unter anderem: „Durch die aktuellen Herausforderungen – ob CoVid-19-Pandemie oder Klima- und demografischer Wandel – müssen die Lebensverhältnisse in unseren Städten und Gemeinden zukunftssicher ausgerichtet werden. Jede Stimme für demokratische Bewerberinnen und Bewerber ist eine Stimme für Demokratie und Ehrenamt. Jede Stimme zählt für Toleranz, Vielfalt und Zusammenhalt. Wir bitten Sie daher: Gehen Sie zur Wahl, geben Sie Ihre Stimme ab – Wir zählen auf Sie!“

Die Unterstützer des Wahlaufrufs:

•          André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

•          Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW

•          Arndt Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw)

•          Hans Hund, Präsident WHKT NRW

•          Thomas Meyer, Präsident des Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen e.V.

•          Pit Clausen, Oberbürgermeister und Vorsitzender Städtetag NRW

•          Thomas Hendele, Landrat und Präsident Landkreistag NRW

•          Roland Schäfer, Bürgermeister und Präsident Städte- und Gemeindebund NRW

•          Juliane Knoke und Max Pilger, Landesjugendring

•          Jonas Neubürger, Landes-ASten-Vertetung

•          Landesschüler*innenvertretung

•          Tayfun Keltek, Vorsitzender Landesintegrationsrat

•          Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln

•          Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn

•          Dr. Felix Genn, Bischof von Münster

•          Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen

•          Dr. Helmut Dieser, Bischof von Aachen

•          Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland

•          Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

•          Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche

•          Zwi Rappoport, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe

•          Dr. Oded Horowitz, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein

•          Abraham Lehrer, Vizepräsident Zentralrat der Juden in Deutschland, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln

•          Alexandra Khariakova, Vorsitzende des Landesverbands Progressiver Jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen

•          Burhan Kesici, Sprecher des Koordinationsrates der Muslime

•          Klaus Hebborn, Vorsitzender Landesverband der Volkshochschulen von NRW e.V.

•          Dr. Guido Hitze, Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen

•          Dr. Frank Johannes Hensel, Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW

•          Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen e.V.

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news-19006 Sun, 06 Sep 2020 17:20:00 +0200 Weihbischof Zimmermann weiht Peter Schlippe zum Diakon https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihbischof-zimmermann-weiht-peter-schlippe-zum-diakon Feierlicher Gottesdienst in der Altenaer St.-Matthäus-Kirche wurde live ins Internet übertragen. Der aus Altena stammende Schlippe wird aktuell in Schwelm ausgebildet und soll am Freitag vor Pfingsten 2021 im Essener Dom zum Priester geweiht werden. In einem feierlichen Gottesdienst in der Altenaer St. Matthäus-Kirche hat der Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann am Sonntag, 6. September, den aus Altena stammenden Peter Schlippe zum Diakon geweiht. Schlippe wird aktuell in der Schwelmer Propsteipfarrei St. Marien ausgebildet und soll am Freitag vor Pfingsten des kommenden Jahres im Essener Dom zum Priester geweiht werden.

Mit Blick auf die Priesterweihe betonte Zimmermann in seiner Predigt, Schlippe dürfe dabei „der Blick des Diakons für die Menschen in ihren vielfältigen sozialen Notlagen nicht verloren gehen“. Gerade der „diakonale Dienst, in dem die Liebe Gottes zu uns Menschen gewissermaßen handgreiflich wird“, könne die Glaubwürdigkeit der Kirche neu stärken. Schließlich erhalte Schlippe „die Diakonenweihe und den besonderen Verkündigungsauftrag zu einer Zeit in der die Kirche durch eigene Versäumnisse und sündhaftes Verhalten an Glaubwürdigkeit und Ansehen verloren hat“, betonte der Weihbischof und verwies auf „große Umbrüche kirchlicher Strukturen“. Es sei aber auch „bei allen Unsicherheiten und Umbrüchen, eine spannende Zeit“, die pastorale Mitarbeiter wie engagierte Laien vor manche Herausforderung stelle – sei es im Pfarreientwicklungsprozess des Bistums Essen oder im Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland.

Nähe und Geduld als Kennzeichen für Seelsorger

Gerade auch vor diesem Hintergrund seien „Nähe und Geduld Kennzeichen eines Seelsorgers oder einer Seelsorgerin“, betonte Zimmermann. „Nähe und Geduld heißt für mich auch: sich in die Gedankenwelt eines anderen hineinversetzen. – Bei einem seelsorglichen Gespräch ebenso wie in einem Pastoralteam oder im Umgang mit Gremien, Gruppierungen und Verbänden einer Pfarrei“, gab der Weihbischof Schlippe mit auf seinen weiteren Weg.

Neuer Diakon wollte zunächst Grundschul-Lehrer werden

Schlippe hatte sich nach dem Abitur zunächst an der Uni Dortmund für das Fach Grundschul-Lehramt eingeschrieben und war erst nach einigen Semestern zur Theologie gewechselt, mit dem Ziel Priester zu werden. Nach dem Studium in Münster und ersten praktischen Erfahrungen in Schwelm ist die Diakonen-Weihe nun der erste öffentliche Schritt auf dem Weg zur Priesterweihe im kommenden Jahr. Zahlreiche Angehörige und Freunde sowie Weggefährten aus Altena und Schwelm begleiteten Schlippes Weihe in der St.-Matthäus-Kirche. Coronabedingt konnte nur eine begrenzte Zahl von Gläubigen die Messe in der Kirche mitfeiern, alle anderen konnten die Feier auf dem Youtube-Kanal der Pfarrei als Livestream verfolgen.

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news-19005 Sun, 06 Sep 2020 14:29:00 +0200 Bodenständige Diskussionen auf dem Synodalen Weg https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/regionentreffen Die Gespräche bei der Regionenkonferenz in Dortmund drehten sich um Corona-Erfahrungen in der Kirche und zwei Arbeitspapiere zu den Themen Frauen in der Kirche sowie Liebe und Sexualmoral. Als „westfälisch-rheinisch-bodenständig“, „unaufgeregt“ und „ausgesprochen konstruktiv“ beschreiben Teilnehmer die Atmosphäre bei der Dortmunder Regionenkonferenz des Synodalen Wegs, bei dem am Freitag, 4. September, parallel zu bundesweit vier weiteren Treffen rund 50 Delegierte über den Reformprozess in der deutschen katholischen Kirche gesprochen haben. Unter den Dortmunder Teilnehmern waren neben Bischof Franz-Josef Overbeck und den beiden Essener Weihbischöfen Ludger Schepers und Wilhelm Zimmermann unter anderem auch Hochschulseelsorger Stefan Wiesel und die beiden Bochumer Theologie-Professoren Thomas Söding und Matthias Sellmann.

Der Synodale Weg war Ende Januar mit einer Synodalversammlung in Frankfurt eröffnet worden. Coronabedingt war die für September geplante zweite Synodalversammlung in den kommenden Februar verschoben worden. Stattdessen wurden die fünf Regionenkonferenzen als Zwischenschritt zum gegenseitigen Austausch und ohne Abstimmungen eingeschoben. Auf dem bundesweit einheitlichen Programm standen am Freitag neben einer Diskussion über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kirche erste Arbeitspapiere aus zwei der vier Synodalforen zu den Themen Frauen in der Kirche sowie zu Liebe und Sexualmoral.

Corona-Krise als „Brennglas“ für schwierige Kirchenentwicklungen

Auf die Kirche wirke die Corona-Pandemie „wie ein Brennglas oder ein Verstärker für Entwicklungen, die es auch ohne Corona schon gegeben hat“, beschreibt Matthias Sellmann seinen Eindruck aus der Dortmunder Diskussion und verweist bespielhaft auf Fragen der Mitgliederbindung, der Systemrelevanz oder der Finanzierung der Kirche. „Corona hat beschleunigt, dass wir uns zu diesen Fragen endlich ehrlich machen sollten“, so Sellmann. So habe sich in der Corona-Krise die offizielle Wahrnehmung der Kirche fast ausschließlich auf die Liturgie konzentriert, zum Beispiel auf ausgefallene Gottesdienste. „Es gab aber so gut wie überhaupt keine Wahrnehmung der diakonischen Aktivitäten der Kirche“, sagt Sellmann und kritisiert: „Das zeigt auch unsere Selbstwahrnehmung als Kirche.“ Stefan Wiesel hat die Corona-Diskussion vor allem als Prozess wahrgenommen, „in dem sich alle als Lernende sehen“. In vielen Bereichen der Kirche gebe es derzeit „eine Mischung zwischen ,alles fällt aus‘ und ,wir können ganz neu denken‘“, beschreibt Wiesel. Dies werde an der Diskussion um Weihnachten deutlich, wenn sich Pfarreien gerade fragen, wie dieses Fest auch unter Corona-Bedingungen mit möglichst vielen Menschen gefeiert werden könne.

Als Mitglied des Synodalforums „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ stellte Wiesel in Dortmund das erste Arbeitspapier des Forums vor, das unter anderem von der Theologin Andrea Qualbrink, Referentin für Strategie und Entwicklung im Bistum Essen, mitverfasst worden war. In dem 18-seitigen Text sprechen sich die Autorinnen und Autoren – zunächst innerhalb der Grenzen des bestehenden Kirchenrechts – dafür aus, Frauen zum Beispiel in den Leitungsteams von Pfarrgemeinden, in Gottesdiensten, auf den Leitungsebenen der Bistümer oder in kirchlichen Gremien noch deutlich stärkere und möglichst gleichberechtigte Rollen zukommen zu lassen als bislang. „Von der Regionenkonferenz gab es dafür eine eindeutige Bestätigung“, sagt Wiesel. „Wir sollen sogar noch klarer beschreiben, was jetzt schon möglich ist und dies als Forderung zu Umsetzung beschreiben.“ Sellmann ergänzt: „Die reformatorische Energie könnte noch stärker sein“. Man merke dem Autoren-Team an, „wie sehr sie auf mögliche Reformverweigerer eingehen“.

Dass sich in den teils seit Jahrzehnten diskutierten Fragen des Synodalen Wegs nur schwer Einstimmigkeit erzielen lässt, zeigt auch das zweite Arbeitspapier zu Fragen von Liebe und Sexualmoral, das zahlreiche „Alternativvoten“ aufweist. Ruhrbischof Overbeck setzt dennoch auch bei den besonders umstrittenen Fragen des Synodalen Wegs auf Resultate: „Ich glaube, wir können zu einem Ergebnis kommen, das von der Mehrheit getragen wird. Es gehört im besten Sinne synodaler Struktur dazu, dass es dann Minderheitenvoten gibt“, sagte Overbeck nach der Regionenkonferenz dem Kölner „domradio“.

Sellmann fordert „exzellente Theologie von allen Seiten“

Dies erwartet auch Professor Sellmann: „Zu vielen Punkten des Synodalen Wegs kann es theologisch gut begründet verschiedene Meinungen geben.“ Wichtig sei jedoch, dass „alle Seiten ihre Hausaufgaben machen und exzellente Theologie betreiben.“ Die beiden Texte von Freitag hätten gezeigt, dass die Reformbefürworter bei den theologischen Begründungen ihrer Positionen „gute Arbeit“ geleistet hätten, sagt Sellmann. Dies müsse jedoch „auch die Reform-skeptische Seite leisten. Immer nur auf die geltende Lehre zu verweisen, ist da zu billig“.

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news-19004 Sun, 06 Sep 2020 13:36:14 +0200 Ein feierliches Ludgerus-Fest ohne Prozession https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ein-feierliches-ludgerus-fest-ohne-prozession Nur 80 Gottesdienstbesucher konnten die Basilika betreten. Domradio und Bistum Essen übertrugen die Feier per Livestream. Das Ludgerus-Fest des Jahres 2020 unter den Bedingungen der Corona-Pandemie wird der feiernden Gemeinde in der Basilika von Essen-Werden sicher lange im Gedächtnis bleiben. Denn niemals zuvor seit Menschengedenken ist die alljährlich am ersten Sonntag im September stattfindende „Umtragung der Gebeine des Heiligen Liudger“ geplant ausgesetzt worden. Lediglich bei starkem Regen – zuletzt im Jahr 2016 – hat man bislang auf die Prozession verzichtet, um den kostbaren Schrein nicht zu beschädigen.

Rund 1.000 Menschen säumen sonst beim Ludgerus-Fest die Straßen, die Ludgerus-Basilika fasst 500 Besucher. Aufgrund der Hygieneregelungen konnten jetzt nur 80 Plätze besetzt werden. Die Feiernden hielten die Abstände ein, freundlicher Blickkontakt galt als Friedensgruß, die Kommunion wurde in der Bank empfangen, und den Gemeindegesang ersetzte die von Solisten zur Orgel gesungene Messe in C-Dur von Charles Gounod. Zumindest online konnten dennoch mehr Menschen teilnehmen, denn das Kölner Domradio übertrug den festlichen Gottesdienst in voller Länge per Livestream. Um möglichst vielen Menschen die Verehrung des Ludgerus-Schreins zu ermöglichen, sorgten Ordner den weiteren Tag über für einen geordneten Zugang zur Kirche in kleinen Gruppen, bevor das Fest am Abend mit einer Vesper abgeschlossen wurde.

„Ich bin froh, dass wir das Fest heute feiern – aber die Hälfte fehlt“, kommentierte Bischof Overbeck die aktuellen Bedingungen des Ludgerus-Tages. Als Gast und Zelebranten hatte er den Mönch Laurentius Schlieker eingeladen. Der Altabt der münsterländischen Benediktinerabtei Gerleve lebt derzeit von April bis Oktober in Essen-Werden, weil er gemäß den Statuten seines Ordens nach dem Ausscheiden aus dem Leitungsamt ein halbes Sabbatjahr außerhalb des Klosters verbringt. In seiner Predigt zeichnete Schlieker den heiligen Liudger als einen Mann mit umfassender Bildung und Mut zu einem riskanten Leben: „Für Ludgerus war jeder Tag ein ‚Heute‘ – eine Einladung, weder an der Vergangenheit festzukleben noch vor der Unüberschaubarkeit der Zukunft zurückzuschrecken“, sagte der Altabt. Die Biographie des heiligen Liudger, der als Apostel der Friesen und Sachsen im 8. Jahrhundert, als erster Bischof von Münster und Gründer der Benediktinerabtei Werden einer der bedeutendsten Heiligen Europas ist, zeige, wie wichtig es sei, gemeinsam christliches Leben zu gestalten, sich gegenseitig zu unterstützen und zu inspirieren.

Mit Blick auf die zwei Tage zuvor stattgefundenen Regionenkonferenzen des „Synodalen Wegs“ der deutschen Kirche plädierte Bischof Overbeck ebenso wie Altabt Schlieker dafür, als Christen zusammenzubleiben und besonnen, mutig und nachdenklich die dort gesetzten Themen – Macht und Gewaltenteilung, Sexualität, priesterliche Existenz und Frauenfrage – anzugehen: „Diese Lebensthemen bewegen die Menschen dauerhaft. Und Lösungen finden sich oft erst am Ende eines Marathons.“

Aufzeichnung des Gottesdienstes

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news-19003 Sun, 06 Sep 2020 12:29:30 +0200 St. Joseph beendet sommerliche Freiluft-Gottesdienste in der Glückaufkampfbahn https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/st-joseph-beendet-sommerliche-freiluft-gottesdienste-in-der-glueckaufkampfbahn Seit Pfingsten hat die Pfarrei ihre zentralen Sonntagsmessen im Fußballstadion gefeiert. Weil das Wetter unbeständiger und der Fußballbetrieb wieder intensiver wird, geht es nach 15 Wochen nun zurück in die Kirchen der Pfarrei. Mit einem vorerst letzten Freiluft-Gottesdienst hat die Pfarrei St. Joseph in Gelsenkirchen-Schalke am Samstagabend, 5. September, ihre Reihe der Stadion-Gottesdienste in der Glückaufkampfbahn beendet. Seit Pfingsten hatte die Pfarrei ihre zentrale Messfeier jedes Wochenende in das traditionsreiche Fußballstadion verlegt, um trotz der coronabedingten Abstandsregeln möglichst vielen Menschen Gelegenheit zum Mitfeiern geben zu können. „Wie können wir unsere Leute möglichst gut schützen“, sei dabei eine der zentralen Überlegungen gewesen, sagt Gemeindereferentin Christiane Rother. Denn während in den Kirchen der Pfarrei derzeit nur zwischen 18 und gut 50 Gläubige gemeinsam Gottesdienst feiern können, ist auf der Stadiontribüne aktuell immerhin Platz für bis zu 150 Menschen.

Von den Gemeindemitgliedern seien die Gottesdienste im Stadion sehr unterschiedlich angenommen worden, berichtet Rother: „Einige fanden es total klasse und sind Sonntag für Sonntag wiedergekommen. Da hat sich eine kleine neue Gemeinschaft aus allen fünf Gemeinden unserer Pfarrei gebildet.“ Andere Katholiken hätten jedoch kritisiert, dass ein Stadion kein würdiger Ort für eine Messe sei.

Auch Erstkommunion-Feiern im Fußballstadion

Auch die im Frühjahr ausgefallene Erstkommunion hat St. Joseph an den letzten beiden August-Wochenenden in der Glückaufkampfbahn gefeiert. „Fast zwei Drittel unserer Familien haben sich für diese Möglichkeit entschieden, andere haben das Fest auf das kommende Jahr verschoben oder feiern die Erstkommunion in einer der nächsten Sonntagsmessen“, so Rother. Natürlich sei das Erstkommunion-Fest in der Glückaufkampfbahn mehr als ungewöhnlich gewesen, „aber mancher hat hinterher gesagt: Wir haben Geschichte geschrieben – wer kann sonst als Ort seiner Erstkommunion auf ein Stadion verweisen?“, sagt die Gemeindereferentin

Nach 15 Wochenenden in der Glückaufkampfbahn endet nun die Serie der Freiluft-Gottesdienste: „Zum einen wird das Wetter unbeständiger, und zum anderen nimmt der Spielbetrieb immer mehr zu.“ In den kommenden Wochen hätte die Pfarrei das Stadion nur noch früh morgens oder am späten Abend nutzen können. „Außerdem sehnen sich doch auch viele Menschen wieder nach einer Sonntagsmesse in der Kirche“, weiß Rother. Um die wenigen Plätze gerecht zu verteilen, müssen sich die Gläubigen für die Gottesdienste in Hl. Dreifaltigkeit in Bismarck (sonntags 9.30 Uhr) und in St. Elisabeth in Heßler (sonntags 11.30 Uhr) nun per E-Mail (st.joseph.gelsenkirchen-schalke@bistum-essen.de) oder telefonisch (Tel: 0209 / 8 25 04) im Pfarrbüro anmelden. Um allen die gleiche Chance einzuräumen, werden Anmeldungen nur zwischen montags, 15 Uhr, und donnerstags, 17 Uhr, angenommen.

Gutschein aus dem BVB-Fanshop

Nach den guten Erfahrungen in der Glückaufkampfbahn dürfte das Stadion bei künftigen Planungen der Pfarrei nun deutlich eher in den Blick kommen als vor der Corona-Krise, erwartet Gemeindereferentin Rother. Gut möglich, dass da auch der Kiosk der DJK Teutonia Schalke eine Rolle spielt, an dem sich die Gläubigen nach den Gottesdiensten noch auf ein kühles Getränk treffen konnten. Am Samstagabend wurde dort zudem auf Christiane Rother angestoßen, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum als Gemeindereferentin feiert. Als Geschenk gab’s vom Pfarrgemeinderat in der Glückaufkampfbahn ausgerechnet einen Gutschein für den Borussia-Dortmund-Fanshop – schließlich ist Rother, die auch in der Schalker Fan-Seelsorge aktiv ist, mit ganzem Herzen BVB-Fan.

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news-19002 Sun, 06 Sep 2020 08:00:00 +0200 Weihbischof Schepers ruft zur weltweiten Corona-Solidarität auf https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihbischof-schepers-ruft-zur-weltweiten-corona-solidaritaet-auf Am Sonntag, 6. September, beten die katholischen Gemeinden in Deutschland für die Opfer der Pandemie und sammeln Spenden für die weltweite Corona-Hilfe Der Essener Weihbischof Ludger Schepers ruft die Menschen im Bistum Essen zum „Sonntag der Solidarität“ am 6. September dazu auf, bei der Corona-Pandemie vor allem die Ärmsten der Armen nicht zu vergessen: „Wenn wir auf die Situation der Menschen im Globalen Süden schauen, wird ganz klar, dass die Pandemie diejenigen am härtesten trifft, die auch sonst an den Rand gedrängt werden“, sagt der Bischofsvikar für die Weltkirche im Bistum Essen.

Am bundesweit begangenen „Sonntag der Solidarität“ seien ihm drei Dimensionen der Weltkirche besonders wichtig: „Wir sind eine Lerngemeinschaft, eine Gebetsgemeinschaft und eine Solidargemeinschaft“, so Schepers. Dies bedeute, „wir sollen hinschauen und lernen, wie die Menschen in anderen Teilen der Welt leben. Wir können von dieser Vielfalt auch für unser Leben und vor allem für unser Glaubensleben lernen. Wir bleiben im Gebet miteinander verbunden. Das wird bei der Eucharistiefeier an diesem Sonntag ganz besonders deutlich. Und natürlich bedeutet es auch, dass wir nach unseren Möglichkeiten mit Geld helfen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die besonders Verletzlichen zu mildern."

Im Rahmen einer Sonderkollekte fließen am Sonntag alle Spenden aus den katholischen Gottesdiensten in Deutschland an Einrichtungen, die sich in der weltweiten Corona-Hilfe engagieren. Außerdem hat die Deutche Bischofskonferenz ein Sonderkonto eingerichtet. Schepers betont: „Die Hilfswerke, die Orden und die weltkirchlichen Partnerinnen und Partner der Bistümer kennen die Situation der Menschen vor Ort ganz genau. Deswegen sind die Projekte, die durch diese Sonderkollekte unterstützt werden, besonders sinnvoll. Sie helfen denjenigen, die diese Hilfe am nötigsten haben."

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news-19001 Fri, 04 Sep 2020 10:49:09 +0200 Bistumsvertreter diskutieren auf Regionenkonferenz des Synodalen Wegs https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistumsvertreter-diskutieren-auf-regionalkonferenz-des-synodalen-wegs Coronabedingt treffen sich bundesweit 230 Delegierte zeitgleich auf fünf Konferenzen in Dortmund, Berlin, Frankfurt, Ludwigshafen und München. Diskussionen über Frauen in der Kirche und „Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“. Mit Regionenkonferenzen in Dortmund und an vier weiteren Orten setzt der bundesweite Synodale Weg zur Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland am heutigen Freitag, 4. September, seine Arbeit fort. In jeder Stadt diskutieren rund 50 Teilnehmer. Während in Dortmund die Vertreter aus dem Bistum Essen sowie aus den Diözesen Aachen, Münster, Osnabrück und Paderborn zusammenkommen, treffen sich die Teilnehmer der anderen deutschen Bistümer in Berlin, Frankfurt, Ludwigshafen und München.

Wegen der Corona-Pandemie wurde die nach dem Auftakt in Frankfurt im Januar eigentlich für Anfang September vorgesehene zweite Synodalversammlung um rund ein halbes Jahr nach hinten verschoben. Die Vollversammlung ist das höchste Gremium des Synodalen Wegs. Stattdessen wollen die Organisatoren mit den Regionenkonferenzen den 230 Synodalen eine Möglichkeit bieten, sich über aktuelle Fragen auszutauschen.

Zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Ruhrbistum

Auch aus dem Ruhrbistum sind in Dortmund zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. Neben Bischof Franz-Josef Overbeck und den beiden Weihbischöfen Wilhelm Zimmermann und Ludger Schepers beteiligen sich unter anderem die ehemalige Bundesvorsitzende des Jugendverbands BDKJ, Katharina Norpoth aus Gelsenkirchen, Lucia Lagoda aus dem Bundesvorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands und die beiden Bochumer Theologie-Professoren Thomas Söding und Mattias Sellmann.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Beratungen liegt auf den Folgen der Corona-Pandemie. Am Nachmittag stehen Aussprachen zu den Synodalforen „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ und „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ auf dem Programm. Die Foren leisten die inhaltliche Vorarbeit zu den Synodalversammlungen. Neben den beiden Arbeitsgruppen zur Rolle der Frauen und zur Sexualmoral gibt es noch zwei weitere Foren: zu priesterlicher Lebensform sowie zu Macht und Gewaltenteilung.

Analog zu dieser Struktur des Synodalen Wegs diskutieren auch im Bistum Essen derzeit vier Projektgruppen diese Themen. Entstanden sind diese Projekte – wie der Synodale Weg – aus der Arbeit mit der sogenannten MHG-Studie, die Ausmaße und strukturelle Hintergründe des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche in Deutschland untersucht hat. Bischof Franz-Josef Overbeck hatte bereits Anfang 2019 angekündigt, dass es als Konsequenz aus der Studie – unabhängig davon, was nur mit den übrigen deutschen Diözesen oder der Weltkirche möglich ist – im Bistum Essen konkrete Handlungsoptionen geben soll.

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news-19017 Thu, 03 Sep 2020 14:53:00 +0200 Namen und Daten | 03.09.2020 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-03092020 Thomas Sieberath, Ulrike Trabold MSC, Pastor P. Joachim Rathgeber SDB, Father Sylvester Ejiko Ozioko, Kaplan Robert Hilger, Axel Büttner, Svenja Nöllen Thomas Sieberath ist für die zweite Amtszeit zum Mitglied der Diakonatskommission für die Ständigen Diakone des Bistums Essen ernannt worden.

Ulrike Trabold MSC hat zum 31. August 2020 Ihre Kommunität in Duisburg verlassen um im Mutterhaus Ihrer Ordensgemeinschaft in Münster-Hiltrup zu leben.

Pastor P. Joachim Rathgeber SDB ist zum 31. August 2020 von seinem Amt als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Dionysius in Essen und seiner Beauftragung mit der eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge in der zur Pfarrei gehörenden Gemeinde St. Johannes Bosco in Essen-Borbeck entpflichtet worden.

Father Sylvester Ejike Ozioko ist zum 31. August 2020 von seinem Amt als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Gertrud in Essen und der Beauftragung der eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge für die anglophonen afrikanischen Katholiken im Bistum Essen entpflichtet worden.

Kaplan Robert Hilger ist mit Wirkung vom 1. September 2020 mit einem Beschäftigungsumfang von 50% zum vicarius paroecialis mit dem Titel Kaplan der Propsteipfarrei St. Clemens in Oberhausen ernannt und mit weiteren 50% zum Promotionsstudium an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum im Fach Fundamentaltheologie beauftragt worden. Zum 31. August 2020 ist er von seiner Aufgabe als vicarius paroecialis mit dem Titel Kaplan der Pfarrei Liebfrauen in Bochum und seiner Beauftragung, in der Gemeinde Liebfrauen in Bochum-Altenbochum-Laer schwerpunktmäßig zu arbeiten, entpflichtet worden.

Axel Büttner ist mit Wirkung vom 1. September 2020 zum Mitglied der Diakonatskommission für die Ständigen Diakone des Bistums Essen ernannt worden.

Svenja Nöllen ist mit Wirkung vom 1. September 2020 zur Gemeindereferentin an der Pfarrei St. Mariae Geburt in Mülheim mit 65% Beschäftigungsumfang ernannt worden. 

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news-19000 Thu, 03 Sep 2020 12:04:53 +0200 Dom-Führungen für kleine Gruppen sind wieder möglich https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/dom-fuehrungen-fuer-kleine-gruppen-sind-wieder-moeglich Angemeldeten Gruppen mit bis zu fünf Personen erklärt das Team der Domschatzkammer ab sofort wieder die Geschichte, die Architektur und die Kunstschätze der Essener Bischofskirche. Nach der monatelangen Corona-Pause bietet das Team der Domschatzkammer ab sofort wieder Führungen durch den Essener Dom an. In kleinen Gruppen stellen die Fachleute zum Beispiel mit der Goldenen Madonna das bedeutendste Kunstwerk im Ruhrgebiet vor, präsentieren den ältesten erhaltenen Siebenarmigen Leuchter und streifen mit den Besuchern durch die kulturelle Vergangenheit der Region, die mit dem 1000 Jahre existierenden Frauenstift lange vor Kohle und Stahl begonnen hat.

Ein eigens entwickeltes Hygienekonzept dient dabei der Sicherheit aller Beteiligten. In den vorerst auf fünf Besucher begrenzten Kleingruppen können die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln ohne Schwierigkeiten eingehalten werden.

Die Führungen dauern je nach Wunsch der Gäste 60 oder 90 Minuten und kosten pro Gruppe 60 beziehungsweise 90 Euro. Termine können telefonisch, Tel.: 0201-2204 206, oder per E-Mail an domschatz@bistum-essen.de gebucht werden.

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news-18999 Thu, 03 Sep 2020 11:53:10 +0200 „Kirchen – Orte für die Seele“: Gemeindereferentin Anke Wolf spricht auf WDR5 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kirchen-orte-fuer-die-seele-gemeindereferentin-anke-wolf-spricht-auf-wdr5 Am Sonntag, 13. September spricht die Wattenscheider Gemeindereferentin Anke Wolf um 8.40 Uhr das „Geistliche Wort“ Über Kirchen als Orte, an denen man die Seele baumeln lassen kann, spricht die Bochum-Wattenscheider Gemeindereferentin Anke Wolf am Sonntag, 13. September 2020, um 8.40 Uhr im „Geistlichen Wort“ auf WDR5. Am „Tag des offenen Denkmals“ lädt sie dazu ein, Kirchenräume kennenzulernen.

Wolf spricht darüber, was die Ehrfurcht gebietenden gotischen Kathedralen Europas mit ihren hohen Wänden, Malereien, Fenstern, Pfeilern und ihrem unverwechselbaren Geruch in ihr selbst auslösen. Angesichts von Kirchen, die heute geschlossen oder sogar abgerissen werden müssen, stellt sie die Frage, ob Kirchenräume neu belebt würden, wenn man sie auch als einfache Treffpunkte für Konzerte, Ausstellungen oder Feiern nutzen könnte.

WDR5 ist im Bereich des Ruhrbistums auf den Frequenzen 88,8 (Ruhrgebiet) und 90,3 Mhz (Märkischer Kreis) zu empfangen sowie über den Livestream auf www.wdr5.de. Weitere Informationen und die Sendetexte zum Nachlesen und -hören gibt es im Internet unter www.kirche-im-wdr.de.

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news-18996 Wed, 02 Sep 2020 10:58:13 +0200 Bischöfliche Kirchenmusikschule stellt Ausbildung ökumenisch auf https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischoefliche-kirchenmusikschule-stellt-ausbildung-oekumenisch-auf Der zwei- bis vierjährige Kurs zum nebenberuflichen Kirchenmusiker umfasst künftig auch evangelische Inhalte, ist für Musiker aller Konfessionen offen und eröffnet Anstellungsmöglichkeiten in beiden großen Kirchen. Für den Ausbildungsbeginn zum Wintersemester sind noch Anmeldungen möglich. Das Bistum Essen stellt seine Kirchenmusiker-Ausbildung ab dem Herbst ökumenisch auf. Musiker, die sich in der zwei- bis vierjährigen Ausbildung auf die „C-Prüfung“ für eine nebenberufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit als Organist oder Chorleiter vorbereiten, lernen an der Bischöflichen Kirchenmusikschule ab dem neuen Semester nicht mehr nur katholische, sondern auch evangelische Inhalte. „In dieser Form ist das bislang bundesweit einmalig“, sagt Schulleiter Jörg Stephan Vogel. Dank einer engen Zusammenarbeit mit den Evangelischen Landeskirchen im Rheinland und von Westfalen können sich die so ausgebildeten Musikerinnen und Musiker künftig auf Stellen in katholischen wie in evangelischen Gemeinden bewerben.

Kirchen können sich „musikalisch und spirituell bereichern“

„Für uns ist dies ein neuer, wichtiger Schritt der ökumenischen Zusammenarbeit im Ruhrgebiet“, sagt der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer. „Die Kirchenmusik ist ein hervorragender Bereich, um hier mit unseren evangelischen Partnern zu kooperieren. Schließlich gibt es kaum etwas, das uns hier ernsthaft trennt, aber so vieles, mit dem wir uns gegenseitig musikalisch und spirituell bereichern können“, betont Pfeffer. Nicht zuletzt gebe es auch strukturell gute Gründe für eine Kooperation: Während das Bistum seit über 50 Jahren eine eigene Kirchenmusikschule betreibt, läuft die Ausbildung der nebenamtlichen Kirchenmusikerinnen und -musiker in den benachbarten evangelischen Kirchenkreisen an wechselnden Standorten und in unterschiedlichen Kurs-Konstruktionen. „Hier öffnen wir unsere Strukturen, um dank der Kooperation mit den evangelischen Landeskirchen nun auch den evangelischen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern eine verlässliche Ausbildung bei uns anbieten zu können.“ Angesichts zurückgehender Kirchenmusikerzahlen in beiden Kirchen zeige sich auch hier, dass Christinnen und Christen „in einem Boot sitzen“ und ihre konfessionellen Grenzen gerade in der Praxis immer weiter überwinden müssen, so Pfeffer.

Neue Inhalte in Liturgik und Hymnologie

Auch in den vergangenen Jahren hatte die Bistumsschule „schon immer auch evangelische Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Ausbildung“, erläutert Vogel. Mit dem rein katholischen Abschluss in der Tasche hätten diese im Anschluss jedoch stets noch einen ergänzenden Kurs und eine Prüfung in der eigenen Landeskirche absolvieren müssen. Dies kann Vogel seinen evangelischen Teilnehmern künftig ersparen, weil das Bistum in enger Abstimmung mit den beiden Landeskirchen und den Kirchenkreisen Essen, Mülheim sowie Gelsenkirchen und Wattenscheid Lerninhalte ergänzt hat und sich künftig nicht nur evangelische Dozenten, sondern auch evangelische Prüfer ins Haus holt.

„Rund 5 bis 10 Prozent“ der Lerninhalte, die die angehenden Kirchenmusiker bis zu ihrem Abschluss in einem flexiblen Modulsystem parallel zu Schule, Studium oder Beruf lernen, seien bislang konfessionell verschieden gewesen, schätzt Vogel. Anpassungen und Ergänzungen waren vor allem in Hymnologie – der Lehre vom Kirchenlied – und Liturgik (Gottesdienstgestaltung) nötig. Für diese beiden Fächer gibt es künftig zweimal pro Semester an einem Freitagabend und Samstag ein Kompaktseminar. „Künftig lernen alle alles“, betont Vogel. Die Protestanten lernen die katholischen – und die Katholiken auch die evangelischen Inhalte. Große konfessionelle Unterschiede erwartet der Kirchenmusiker ohnehin nicht: „Uns geht es darum, unsere Kurs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer mit einer großen Offenheit für den musikalischen Schatz beider Kirchen und mit Reflektionskompetenz in die Praxis zu entlassen.“

Semestereröffnung am Reformationstag

Feierlich eröffnet wird das neue Semester der Bischöflichen Kirchenmusikschule am 31. Oktober, dem evangelischen Reformationstag. Bis Anfang Oktober können sich Interessierte noch für eine Aufnahme in dem Kurs bewerben. Angesichts des neuen ökumenischen Profils rechnet Vogel mit einem größeren Zulauf und schätzt, dass nach den erfolgten Aufnahmeprüfungen im Oktober „rund 15 bis 20 Kurs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer im neuen Semester beginnen“, dass nach wie vor von zahlreichen Corona-Regeln geprägt sein werde.

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news-18998 Wed, 02 Sep 2020 10:58:13 +0200 Livestream vom Ludgerusfest https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/livestream-vom-ludgerusfest Coronabedingt fällt die traditionelle Ludgerus-Prozession in Essen-Werden in diesem Jahr aus. Stattdessen kann der Schrein des Heiligen Ludgerus am kommenden Sonntag, 6. September, in der Werdener Basilika verehrt werden. Die Festmesse um 10 Uhr mit Bischof Overbeck können Gläubige zudem als Livestream verfolgen. Anstelle der traditionsreichen Prozession durch den Essener Stadtteil Werden beschränken sich die Feiern zu Ehren des Heiligen Ludgerus angesichts der Corona-Pandemie in diesem Jahr auf die Werdener Basilika. Um 10 Uhr eröffnen Bischof Franz-Josef Overbeck und der Benediktinermönch Laurentius Schlieker den Festtag mit einem Pontifikalamt. Dieser Gottesdienst wird per Livestream auf www.bistum-essen.de und www.domradio.de übertragen. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst von Gesang und Orgel mit der Messe in C-Dur von Charles Gounod. Laurentius Schlieker ist der frühere Abt des Benediktinerklosters Gerleve im Münsterland, wo Ludgerus – der erste Bischof von Münster – ebenfalls verehrt wird. Nach Schliekers Ausscheiden aus dem Leitungsamt seines Klosters verbringt er eine Sabbatzeit in Essen-Werden und unterstützt das Pastoralteam der Pfarrei St. Ludgerus.

Besucher können Schrein zwischen 12 und 17 Uhr verehren

Zwischen 12 und 17 Uhr können Besucher der Basilika den Schrein mit den Reliquien des heiligen Ludgerus im Chorraum der Kirche verehren. Ordnerinnen und Ordner sorgen für geregelte Zugänge in kleinen Gruppen und die Wahrung der notwendigen Abstände. Jeweils zur vollen Stunde sprechen die Seelsorgerinnen und Seelsorger der Werdener Pfarrei St. Ludgerus kurze Gebete und geistliche Texte. Um 18 Uhr beginnt die Vesper mit Pfarrer Benedikt Ogrodowczyk, aus Essen-Borbeck, die den Festtag in St. Ludgerus beschließt. Begleitet wird diese Feier von den Essener Domsingknaben unter der Leitung von Harald Martini.

Für das Pontifikalamt am Morgen und die Vesper am Abend besteht in der Basilika nur eine begrenzte Platzkapazität, daher ist eine telefonische Anmeldung im Pfarrbüro unter Tel. 0201/490050 erforderlich.

Stichwort: Der Heilige Ludgerus

Der heilige Liudger (lat. Ludgerus), Apostel der Friesen und Sachsen, erster Bischof und Patron des Bistums Münster, Gründer der Benediktinerabtei Werden und zweiter Patron des Bistums Essen, gehört zu den großen Heiligen Europas. Er lebte von 742 bis 809, wirkte unter anderem für sieben Jahre missionarisch in Friesland und studierte in Monte Cassino die Ordensregel des heiligen Benedikt. Kaiser Karl dem Großen ernannte Liudger nach einem Friesenaufstand 792 zum Leiter der westsächsischen Mission. Zwei Jahre später errichtete er im Zentrum dieser Mission – in Münster – ein Stift und eine Basilika. Am 30. März 805 weihte der Kölner Erzbischof Hildebold Liudger zum ersten Bischof des Missionsgebiets in Westfalen.

Bereits 799 gründete Liudger unmittelbar an der sächsisch-fränkischen Grenze die Benediktinerabtei Werden, deren Kirche er selbst am 9. Juli 808 weihte. Liudger starb am 26. März 809 während einer Missionsreise in Billerbeck. Einen Monat später wurde er auf seinem Wusch entsprechend an der von ihm bezeichneten Stelle in Werden beigesetzt. Unmittelbar nach seinem Tode setzte seine Verehrung ein. Im Jahre 813 wurde seine Grabstätte in die Werdener Abteikirche (heute Propsteikirche) einbezogen.

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