Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Thu, 21 Jan 2021 14:14:12 +0100 Thu, 21 Jan 2021 14:14:12 +0100 TYPO3 news-19199 Thu, 21 Jan 2021 12:46:09 +0100 Feste, Feiern und Erinnerungen: Bindeglieder zwischen Juden- und Christentum https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/feste-feiern-und-erinnerungen-bindeglieder-zwischen-juden-und-christentum Im Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ stellt die ökumenische Initiative „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“ Bindeglieder zwischen den beiden großen Religionen vor. Weihnachten oder Chanukka? Brit Mila oder die Taufe? Karneval oder Purim? Wie eng Christen- und Judentum miteinander verbunden und wie nah sich viele der Jahrhunderte alten Traditionen sind, soll 2021 besonders deutlich werden: Gemeinsam feiern Juden und Christen 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – und bei aller leidvollen Geschichte sollen in diesem Jahr gerade die lebendigen Glaubenstraditionen im Vordergrund stehen. Darauf macht die ökumenische Initiative „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“ aufmerksam, an der sich auch das Bistum Essen beteiligt.

Lesungen aus Bibel und Thora – und große Diskussionsbedürfnisse

So hat in beiden Religionen das Wort eine herausragende Bedeutung: Christen hören Texte aus der Bibel, Juden aus der Thora. Zugleich gibt es in beiden Religionen „verschiedene Traditionen der Auslegung. Sie erstaunen, sind manchmal widersprüchlich und ergeben einen Vielklang“, heißt es auf einem von zwölf Plakaten der Initiative.

Feste und Feiern an Lebenswenden

Oft stehen dabei Feste und Feiern an Lebenswenden im Mittelpunkt, zum Beispiel schon gleich nach der Geburt: Christen lassen ihre Kinder taufen, neugeborene jüdische Söhne werden beschnitten – und bei jüdischen Mädchen wird die Namensgebung gefeiert. Geht es später für Kinder und Jugendliche darum, allmählich erwachsen zu werden, steht die jüdische Bar- oder Bat-Mizwa der katholischen Firmung oder der evangelischen Konfirmation gegenüber.

Pessach und Ostern, Weihnachten und Chanukka

Dass Pessach und Ostern schon terminlich eng beieinander liegen, dürfte halbwegs bekannt sein – „#beziehungsweise“ verweist aber auch auf eine inhaltliche Nähe: Während Juden an Pessach die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten feiern, feiern Christen Jesu Auferstehung. Bei beiden Festen gehe es darum, dass „Gott befreit und erlöst“, wie es auf dem Kampagnen-Plakat heißt. Ähnlich ist es beim zweiten christlichen Fest, Weihnachten, und dem jüdischen Pendant Chanukka. Beide Feste werden im November und Dezember gefeiert und drehen sich um Licht: Christen entzünden Kerzen auf Adventskränzen und Weihnachtsbäumen und feiern die Geburt Christi, Juden zünden jeden Tag ein weiteres Licht am achtarmigen Chanukka-Leuchter an und erinnern an das Licht-Wunder im Jerusalemer Tempel. „Gott zeigt sich in den Wundern des Lebens. Hoffnung neu entzündet“, beschreibt „#beziehungsweise“ die gemeinsame Botschaft.

Erinnerung an die Schattenseiten christlich-jüdischer Geschichte

Doch auch die Schattenseiten der christlich-jüdischen-Geschichte in Deutschland blendet die Initiative im Festjahr nicht aus: Für November ist das Plakat „Sachor beziehungsweise Pogromnacht“ geplant. „Sachor“ ist die biblische Aufforderung „Erinnere dich!“. Hierzulande steht gerade um den 9. November das Erinnern an die Novemberpogrome von 1939, die Verfolgung der Juden im Dritten Reich und die Mahnung vor immer wieder aufflammendem Antisemitismus im Fokus.

Materialien für Pfarrgemeinden und Schulen

Im Bistum Essen lädt Weihbischof Wilhelm Zimmermann, Bischofsvikar für den Interreligiösen Dialog, Pfarrgemeinden, Schulen, Gruppen, Verbände und alle anderen Interessierten ein, mit den Plakaten der „#beziehungsweise“-Initiative und den erläuternden Texten – jeweils aus jüdischer und christlicher Initiative – über die Bindeglieder zwischen Christentum und Judentum ins Gespräch zu kommen. Bereits jetzt sind alle Plakate der Kampagne auf der Bistums-Seite zum Interreligiösen Dialog abrufbar. Im Internetauftritt von „#beziehungsweise“ gibt es zudem weiterführende Informationen zu den einzelnen Themen sowie Materialien, zum Beispiel für den Einsatz im Unterricht. Zudem bietet die Initiative ein Rahmenprogramm an, unter anderem mit Online-Seminaren und -Veranstaltungen sowie dem Format „Gelehrte im Gespräch“.

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news-19198 Wed, 20 Jan 2021 20:00:00 +0100 Generalvikar Klaus Pfeffer ist an Corona erkrankt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/generalvikar-klaus-pfeffer-ist-an-corona-erkrankt Leiter der Essener Bistumsverwaltung hat sich mit einigen der typischen Symptome der Virusinfektion in häusliche Quarantäne zurückgezogen. Pfeffer: „Ich spüre gerade am eigenen Leib, wie tückisch dieses Virus ist.“ Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer hat sich mit dem Coronavirus infiziert und sich mit einigen der typischen Symptome der Krankheit in eine häusliche Quarantäne zurückgezogen. „Ich spüre gerade am eigenen Leib, wie tückisch dieses Virus ist“, schrieb Pfeffer am Mittwoch den Bistums-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern. „Ganz persönlich merke ich jetzt, wie wichtig es ist, dass wir uns alle in jeder Situation der Abstands- und Hygieneregeln vergewissern und vorsichtig sind. Nur so haben wir als Gesellschaft eine Chance, dieses Virus zu beherrschen.“

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr ist der Leiter der Essener Bistumsverwaltung bereits ein zweites Mal in Quarantäne. Im März 2020 war Pfeffer nach der Corona-Infektion einer Kontaktperson in eine freiwillige Quarantäne gegangen, aber nicht erkrankt. Der Corona-Krisenstab des Bistums Essen hat auch dieses Mal unverzüglich alle relevanten Kontakte des Generalvikars zeitnah informiert und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Von Beginn der Pandemie an hat Pfeffer für das Generalvikariat und alle kirchlichen Einrichtungen auf strenge Hygiene-Konzepte und weitestgehende Homeoffice-Nutzungen gedrängt. „Die in der gestrigen Sitzung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten noch einmal verlängerten und verschärften Einschränkungen in unserer Gesellschaft sind zweifellos drastisch, für viele Menschen belastend und für manche sogar wirtschaftlich existenziell bedrohend“, so Pfeffer, „aber sie sind trotz allem ein solidarischer Akt der Nächstenliebe zum Wohle von uns allen“. Das Corona-Virus mit seinem tückischen Verlauf und seinen großen Gefahren dürfe nicht unterschätzt werden. Deshalb brauche es jetzt eine große Solidarität in den Städten und Kreisen des Ruhrbistums, in Deutschland, Europa, aber auch weltweit, „damit es uns gelingt, diese Pandemie zu besiegen. Dazu kann und muss jede und jeder einzelne einen Beitrag leisten.“

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news-19197 Tue, 19 Jan 2021 18:27:39 +0100 Fachleute diskutieren über Spannungen zwischen Glaube und Sex https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/fachleute-diskutieren-ueber-spannungen-zwischen-glaube-und-sex Der Einfluss von Religion und Kirche auf Sexualität und Psyche stand jetzt im Fokus der renommierten Fachtagung „Sexualität und Psyche“, die das Bochumer „Walk In Ruhr – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin“ erstmals gemeinsam mit der Mülheimer Bistumsakademie „Die Wolfsburg“ veranstaltet hat. Die Spannungen zwischen Sexualität und Religiosität standen jetzt im Fokus der renommierten Fachtagung „Sexualität und Psyche“, zu der das am Bochumer St.-Elisabeth-Hospital angesiedelte „Walk In Ruhr – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin“ (WIR) erstmals gemeinsam mit der Mülheimer Bistumsakademie „Die Wolfsburg“ eingeladen hatte. Mehr als 80 Expertinnen und Experten aus Psychologie, Theologie, Medizin und Kirche, aber auch Prostituierte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Aidshilfe tauschten sich am vergangenen Wochenende über „Glaube, Liebe, Sex“ aus. So lautete in diesem Jahr der Untertitel der Tagung, die in ihrer zehnten Auflage coronabedingt rein digital ablief. 

Akademiedirektorin Wolf: Es braucht einen schonungslosen Dialog

Dass das Thema Sexualität in unserer Gesellschaft noch immer mit vielen Denk- und Sprechtabus belegt sei, nannte der Leiter des WIR, Prof. Norbert Brockmeyer, das „Grundübel“, aus dem viele sozialen Missstände und psychische Probleme überhaupt erst erwachsen würden. "Wolfsburg"-Direktorin Dr. Judith Wolf wünschte sich zu Beginn der Tagung einen „offenen und schonungslosen Dialog“, um genau dieser Sprachlosigkeit zu begegnen.

Theologe Müller: Sexualität als „Geschenk Gottes“ anerkennen

Der Theologe und Psychotherapeut Dr. Wunibald Müller lud in seinem Keynote-Vortrag dazu ein, Sexualität als „Geschenk Gottes“ anzuerkennen und verantwortungsvoll ins Leben zu integrieren. Es sei höchste Zeit, die Schieflage zu korrigieren, die die Kirche über Jahrhunderte durch einseitige Unterdrückung und Abwertung von Sexualität konstruiert habe, sagte Müller. Kirche habe „viel Schuld auf sich geladen, in dem sie die Sexualität immer wieder in den Turm sperren wollte“, sagte Müller.

Beziehungsethik statt Sexualmoral

Die als Konsequenz aus der sogenannten MHG-Studie zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche gebildete Arbeitsgruppe „Sexuelle Identität und Sexualmoral“ des Bistums Essen schloss an die Überlegungen Müllers an und empfahl die Weiterentwicklung einer aus der Zeit gefallenen Sexualmoral hin zu einer auf Freiheit und Verantwortung basierenden Beziehungsethik, die alle Menschen einschließt und wertschätzt.

Generalvikar Pfeffer: Priesterliches Amt muss „geerdet“ werden

In der virtuellen Podiumsdiskussion zum Thema „Sexueller Missbrauch als kirchliche und gesellschaftliche Herausforderung“ fand der Generalvikar der Ruhrbistums, Klaus Pfeffer, klare Worte: Mit Blick auf die Ergebnisse der MHG-Studie forderte er, dass das Verständnis des priesterlichen Amtes in der katholischen Kirche „geerdet und auf den Boden geholt“ werden müsse. Damit wies Pfeffer auf die vielfältigen Gefahren des Missbrauchs von Macht hin, wenn ein kirchliches Amt spirituell und theologisch überhöht werde, wie die MHG-Studie deutlich gemacht habe. Ausdrücklich begrüßte er deshalb auch die innerkirchlichen Debatten, in denen um die Zulassung verheirateter Männer und Frauen zum kirchlichen Amt gerungen werde: „Das würde alles verändern!“

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news-19196 Fri, 15 Jan 2021 14:26:16 +0100 Ruhrbischof Overbeck gratuliert dem neuen rheinischen Präses https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ruhrbischof-overbeck-gratuliert-dem-neuen-rheinischen-praeses Thorsten Latzel wird Manfred Rekowski als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland ablösen. Overbeck: „Ich freue mich auf die spannende gemeinsame Arbeit mit Blick auf die anstehenden gesellschaftlichen Fragen und die kirchlichen Entwicklungen hier an Rhein und Ruhr“. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat Thorsten Latzel, dem künftigen Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu seiner Wahl gratuliert. „Ich wünsche dem neuen Präses Gottes Segen und eine glückliche Hand für dieses wichtige Amt und freue mich auf die spannende gemeinsame Arbeit mit Blick auf die anstehenden gesellschaftlichen Fragen und die kirchlichen Entwicklungen hier an Rhein und Ruhr“, so Overbeck am Freitag in Essen. Die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland hatte Latzel am Donnerstag zum Nachfolger von Manfred Rekowski gewählt, der nach acht Jahren als rheinischer Präses in den Ruhestand wechselt.

Die rheinische Kirche sei „ein wichtiger Partner, um die relevanten gesellschaftlichen Themen in ökumenischer Verbundenheit anzusprechen – und so dann auch als Christen gemeinsam wahrgenommen zu werden“, betont Overbeck. Dies hatten sich das Bistum Essen und die Evangelischen Kirchen in Rheinland und Westfalen 2017 im Jahr des Reformationsgedenkens in ihrem gemeinsamen Aufruf „Ökumenisch Kirche sein“ zugesagt.

In dieser Erklärung haben die Kirchen auch konkrete Kooperationen vor Ort vereinbart. Als Konsequenz daraus sind seitdem unter anderem gemeinsam genutzte Gotteshäuser und feste Partnerschaften zwischen katholischen und evangelischen Gemeinden entstanden.

Gerade was die künftige Entwicklung der beiden Kirchen hin zu überzeugenden und ansprechenden Glaubensgemeinschaften betrifft, sieht Bischof Overbeck die rheinische Kirche unter Latzels Führung und das Bistum Essen weiter in engem Verbund. Er sehe die Erfahrungen des bisherigen Direktors der Evangelischen Akademie Frankfurt insbesondere auch aus dessen Zeit als Leiter des Projektbüros Reformprozesse der Evangelischen Kirche in Deutschland als Gewinn für die Zusammenarbeit. Overbeck verweist auf den gemeinsamen „Gründerstammtisch“, den das Gründerbüro des Bistums Essen zusammen mit evangelischen Partnern ins Leben gerufen hat, um kirchliche Start-Ups und innovative Seelsorgeangebote von Beginn an zu begleiten. „Wenn wir die Menschen von heute wirksam erreichen wollen, gelingt uns das als katholische und evangelische Kirche vor allem gemeinsam“, so Overbeck. Dies gelte gerade auch mit Blick auf die Generation der jungen Erwachsenen und Eltern, die der neue Präses gezielt ansprechen möchte. „Hier haben wir im Ruhrgebiet mit den ökumenischen Segensfeiern für Neugeborene, aber auch mit vielen anderen Initiativen bereits ein gutes Fundament der Zusammenarbeit, auf dem wir aufbauen sollten“, sagt Overbeck.

Am 20. März soll Thorsten Latzel in sein neues Amt eingeführt werden.

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news-19194 Fri, 15 Jan 2021 12:48:12 +0100 In Bottrop-Boy kommt das Gemeindeheim in die Kirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/in-bottrop-boy-kommt-das-gemeindeheim-in-die-kirche Mitte März soll der Umbau der St.-Johannes-Kirche abgeschlossen sein. Dann sind in dem Gotteshaus von 1973 zusätzlich zwei Gruppenräume, eine Küche und ein großer Saal für ein Gemeindeheim eingebaut worden. Bei großen Messen kann die nun kleinere Kirche zum Saal hin erweitert werden. Gefeiert wurde hier immer schon. Wo bis vor gut einem Jahr die Gläubigen an Weihwasserbecken und Marienfigur vorbei zum Gottesdienst gegangen sind, hat im ehemaligen Foyer der St.-Johannes-Kirche in Bottrop-Boy jetzt die Theke des Gemeindeheims ihren Platz. Doch wenn es hier irgendwann nach dem Corona-Lockdown mal wieder richtig große Gottesdienste gibt, vielleicht an Weihnachten oder zur Erstkommunion, dann können Besucher künftig auch hier im Saal des neuen Gemeindeheims mitfeiern und mitbeten. Möglich macht dies eine neue „2 in 1“-Lösung für das Gotteshaus von 1973: Während gut die Hälfte des sechseckigen Grundrisses weiter Kirche bleibt, entsteht auf der restliche Fläche gerade ein neues Haus im Gotteshaus: Zwei Gruppenräume, Küche, Toiletten und zwei Säle – ein neues, zweistöckiges Gemeindeheim. Bis Mitte März soll alles fertig sein. Und wenn es in der Kirche dann voll wird, lässt sich die neue Wand zwischen Kirche und Gemeindeheim wie zwei Scheunentore nach links und rechts aufschieben, und die Säle gehören wieder zur Kirche.

Idee von Diözesanbaumeister Thomas Tebruck

Die Idee zu diesem spektakulären und in dieser Form bistumsweit bislang einzigartigen Kirchenumbau hatte Diözesanbaumeister Thomas Tebruck. Im Herbst 2016 stand die Frage an, wo sich Ehrengarde, Messdiener, Kolping und die anderen Gremien, Gruppen und Verbände treffen, wenn das in die Jahre gekommene „Schutzengelhaus“ neben der Kirche nicht mehr genutzt werden kann. Statt mit einem Gemeindeheim-Neubau die klassische katholische Struktur – hier Kirche, da Gemeindeheim – zu zementieren, brachte Tebruck die „Alles unter einem Dach“-Variante ins Spiel: Das Gemeindeheim in der Kirche.

Anfangs heftiger Widerstand aus der Gemeinde

Pfarrer Martin Cudak war dafür gleich Feuer und Flamme. War früher werktags Leben im Gemeindeheim und vor allem sonntags etwas in der Kirche los, könnte künftig das ganze Gemeindeleben an einem Ort spielen, so seine Hoffnung. Doch vielen Gemeindemitgliedern hat der Plan zunächst nicht gefallen. Heftiger Widerstand regte sich, und auch der Pfarrer erinnert sich noch heute an die „tumultartige“ erste Gemeindeversammlung zu diesem Thema. Viele Gespräche und Diskussionen waren danach nötig, irgendwann Zeichnungen und ein Modell und dann die durch die Kirchenfenster sichtbaren Umbauten in der Kirche, bis Cudak und Bauleiter Klaus Habich heute sagen: „Die allermeisten Menschen freuen sich auf die Kirche und das neue Gemeindeheim.“

Tebruck will „architektonischen Mehrwert schaffen“

Auch für Diözesanbaumeister Tebruck ist der Umbau von St. Johannes kein alltägliches Projekt. Sein Ziel: „Ein architektonischer Kick.“ Der Umbau einer Kirche mache nur dann Sinn, „wenn ein architektonischer Mehrwert entsteht“, so Tebrucks Credo. Was das konkret heißt, wird in der Mitte von St. Johannes deutlich: Bauleiter Habich, ein Architekt im Ruhestand, der zur Gemeinde gehört und nun täglich die Bauarbeiten überwacht, zeigt auf die Wand zwischen Gottesdienstraum und Gemeindeheim. „Ursprünglich sollte die Kirche einfach nur halbiert werden.“ Doch dann habe man die Wand ein wenig nach hinten versetzt. Dem Gemeindeheim nimmt das nicht nennenswert Platz – aber durch die so frei werdenden Fenster links und rechts fällt deutlich mehr Licht in die Kirche. Und dass der Einbau nicht bis zum Kirchendach reicht, sorgt ebenfalls für Licht und Leichtigkeit.

Zwei „Scheunentore“ trennen Kirche und Gemeindeheim

Doch so leicht, wie sich das Gemeindeheim im Holzmodell ein- und ausbauen lässt, war das Unterfangen in der Realität dann doch nicht. Schließlich war die Statik nie dafür ausgelegt, dass die Kirche mal ein Haus aufnimmt. Neun Öffnungen mussten in den Boden geschnitten werden, um Werkzeug und Material in den Keller zu bekommen, damit die Statik ertüchtigt werden konnte. Immerhin: Mit Blick auf den Plan als Ganzes war der Kölner Architekturprofessor Johannes Schilling, Sohn des damaligen Architekten von St. Johannes und heutiger Rechte-Inhaber, mit den Änderungen an der Kirche nicht nur einverstanden, sondern entwickelte sie im Gespräch mit Tebruck sogar weiter. So entstand die Idee der beiden „Scheunentore“ als flexible Trennung zwischen Kirche und Gemeindeheim.

Technik für Online-Gottesdienste und moderne Kirchenmusik

In den nächsten Tagen stehen vor allem in der Kirche noch weitere Arbeiten an: Die Orgel wird – nach grundlegender Reinigung – wieder eingebaut. Und auch der Altar soll wieder zurück in die Kirche und dann etwas weiter am Rand stehen als bisher. Anhand eines originalgroßen Pappmaschee-Modells hat sich die Arbeitsgruppe um Tebruck und Habich überlegt, dass die obere Platte des Altars ein wenig eingekürzt werden soll. Auch die Sitzbänke werden gekürzt und so der neuen Kirchengröße angepasst. 170 Plätze hat die Kirche dann künftig – ohne Corona-Beschränkungen – im eigentlichen Gottesdienstraum. Bei Bedarf kommen rund 80 weitere im Gemeindeheim hinzu. „Von mir aus lassen wir bei jedem Gottesdienst die Tore offen“, antwortet Pfarrer Cudak Kritikern, die sich bis heute die knapp 300 Plätze der ursprünglichen Kirche wünschen. Zumindest mittelfristig sei es aber wohl realistischer, dass an den meisten Sonntagen die neue Größe von St. Johannes ausreichen werde.

Bischof Overbeck kommt zur ersten Messe

Am 14. März soll Bischof Franz-Josef Overbeck dort die erste Messe nach dem Umbau feiern. Ob zusammen mit Gläubigen oder womöglich als coronabedingt reinen Online-Gottesdienst ist derzeit noch offen. Die Kirche wäre auf beides vorbereitet: Um nicht nur für live gestreamte Gottesdienste gewappnet zu sein, sondern auch für die aufwendige Licht- und Tonelektronik bei modernen „Praise and Worship“-Messen, wurde beim Umbau – gesponsert vom Innovationsfonds des Bistums – gleich jede Menge passgenaue Technik installiert. Zudem bekommt die Kirche eine neue, dimmbare Beleuchtung. Und sollten Mitte März doch wieder Gottesdienste in Gemeinschaft und vielleicht ein wenig anschließender Geselligkeit auf dem Vorplatz möglich sein: Die Theke des Gemeindeheims steht schon bereit.

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news-19193 Thu, 14 Jan 2021 12:12:33 +0100 Namen und Daten | 14.01.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-14012021 Gemeindereferentin im Ruhestand Maria Agnes Lehner Gemeindereferentin im Ruhestand Maria Agnes Lehner ist am Mittwoch, 20. Dezember 2020 im Alter von 95 Jahren verstorben.

Die Verstorbene wurde am 17. Juni 1925 in Alteglofsheim bei Regensburg geboren, wo sie auch aufgewachsen ist.

Nach dem Abitur an der städtischen Mädchenoberschule in Regensburg im Jahr 1944 machte sie zunächst eine Ausbildung  zur Gärtnerin bevor sie 1950 in den Orden der Lioba-Schwestern in Singen am Bodensee eintrat. Nach der Ausbildung zu Katechetin von 1954 bis 1959 in Beuron leitete sie von 1963 bis 1969 das Mädchenwohnheim St. Lioba.

Vor Ablegung der Ewigen Gelübde verließ sie im April 1969 den Orden und zog nach Gelsenkirchen, wo sie nach einer Ausbildung zur Krankenpflegehelferin in der Pfarrei St. Hippolytus in Gelsenkirchen-Horst von 1972 bis zum Eintritt in ihren Ruhestand 1987 als Gemeindereferentin tätig war.

Zwischenzeitlich wurde Frau Lehner Mitglied der Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL).

Mit Beginn ihres Ruhestandes ist sie in ihre Heimat Regensburg zurückgegangen und hat dort viele Jahre ehrenamtlich als Krankenhausseelsorgerin mitgearbeitet.

Solange es ihre Gesundheit zuließ, hat Frau Lehner Kontakt zum Bistum Essen und zu ihrer Berufsgruppe gehalten.

Wir danken Maria Agnes Lehner für ihren engagierten Dienst im Ruhrbistum, den sie mit großer Einsatzbereitschaft und einfühlsam ausgeübt hat, und behalten sie in guter Erinnerung.

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news-19192 Tue, 12 Jan 2021 14:34:27 +0100 Ergebnisse und Empfehlungen für die Zukunft im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ergebnisse-und-empfehlungen-fuer-die-zukunft-im-bistum-essen Rund 250 pastorale Mitarbeitende haben sich am gestrigen Montag, 11. Januar, beim ersten digitalen Tag der Pastoralen Dienste über die Ergebnisse des Gesprächsprozesses und der MHG-Projektgruppen ausgetauscht. Zum Start ins neue Jahr treffen sich die Mitarbeitenden der Seelsorge im Bistum Essen eigentlich traditionell im Hotel Franz, um sich dort einerseits thematisch auf das Jahr einzustellen und Informationen rund um laufende und geplante Projekte zu erfahren, andererseits aber auch um alte Bekannte wieder zu sehen. In diesem Jahr wurde dieser Tag der pastoralen Dienste – coronabedingt – ins Internet in eine Videokonferenz verlegt. Mehr als 250 pastorale Mitarbeitende, also Priester, Diakone sowie Gemeinde- und Pastoralreferent(inn)en, waren den ganzen Tag digital zugeschaltet und folgten dem abwechslungsreichen Programm. Außerdem gab es auch Zeit für die persönliche Besinnung und das Gebet; für intensiven Kleingruppenaustausch und natürlich auch für Pausen. Eine Teilnehmerin schrieb: "Trotz Distanz waren wir einander nahe!". Das zeigte sich auch beim Abendlob, als daheim an den Laptops laut mitgesungen und mitgebetet wurde - und beim freien Fürbittgebet, bei dem eine große Zahl von sehr berührenden Bitten im Chat niedergeschrieben wurden. „Dass so viele Mitarbeitende digital dabei waren, ist ein starkes Zeichen“, fasst Generalvikar Klaus Pfeffer den Tag zusammen. „Der Tag war ein wichtiges Signal, sich nicht von der Pandemie völlig bestimmen zu lassen, sondern die vielen laufenden Prozesse in unserem Bistum weiterzuführen.“

Pastorale Dienste im Gespräch

Vormittags ging es um die Fortführung der verschiedenen Themen aus dem Prozess "Pastorale Dienste im Gespräch", mit dem das Ruhrbistum seit drei Jahren Priester, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen sowie alle anderen pastoralen Mitarbeitenden stärker zusammenführt, um angesichts der großen Herausforderungen im Bistum die gemeinsame Verantwortung aller zu betonen.

Leitung von Pfarreien

Vorgestellt wurden verschiedene "Zwischenstände" einzelner Projekte - herausragend darunter sicherlich der Start von Pilotmodellen für neue Formen der Leitung von Pfarreien durch die Beteiligung von nichtgeweihten Frauen und Männern. „Wir dürfen uns nicht die Frage stellen, wie es früher einmal war“, erklärt Bischof Franz-Josef Overbeck. „Die Berufsbilder der Priester ändern sich, genau wie die der Diakone und Pastoral- und Gemeindereferenten. Wir müssen uns fragen, wie wir die Verantwortung in den Pfarreien gemeinsam wahrnehmen können – unter den sich verändernden Bedingungen in unserer Kirche.“

Ebenfalls neu im Bistum Essen ist die Überlegung, die Spendung des Taufsakramentes und die Assistenz bei Eheschließungen unter bestimmten Bedingungen im Einzelfall auch an nichtgeweihte Frauen und Männer zu übertragen. „Wir müssen dabei aber Schritt für Schritt vorgehen, denn das ist nicht nur eine praktische Frage, sondern eine tiefgeistliche und theologische Frage, die das sakramentale Verständnis der Kirche berühre“, so der Bischof. Man wolle sich dabei an den Diözesen Basel und Linz orientieren, die schon erste Erfahrungen gesammelt haben, und natürlich das Gespräch in der Bischofskonferenz suchen, wie es das Kirchenrecht vorsieht.

Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs

Der Nachmittag stellte dann einen besonderen Meilenstein auf dem Weg der Aufarbeitung der leidvollen Geschichte des sexuellen Missbrauchs im Bistum Essen dar. Im vergangenen Jahr haben über 90 ehrenamtliche und hauptberufliche Frauen und Männer, darunter auch zahlreiche externe Beraterinnen und Berater in Projektgruppen gearbeitet, um die Empfehlungen der MHG-Studie aufzugreifen und nach Konsequenzen für das Bistum Essen zu fragen. Der digitale Tag der pastoralen Dienste war der Ort, an dem die Empfehlungen der Projektgruppen dem Bischof übergeben und damit der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt wurden.

Die teilweise sehr umfassenden Ergebnisse der Arbeitsgruppen sind ab sofort im Internet zugänglich. „Viele Empfehlungen können sehr zeitnah aufgegriffen werden, eine ganze Reihe davon aber müssen noch näher ausgewertet, sortiert und dann auf ihre Umsetzung hin geprüft werden“, sagt Generalvikar Klaus Pfeffer. Auch der Bischof machte keinen Hehl daraus, dass er die Empfehlungen sehr ernst nehmen wird. Das zeigt er vor allem bei einem besonderen Thema: Die Personalarbeit für Priester, Diakone und weitere pastorale Mitarbeitende ist von externen Experten der Organisationsberatung KPMG untersucht worden. Der Untersuchungsbericht zeigt, dass es in vielen Bereichen einen großen Entwicklungsbedarf gibt. Bischof Overbeck hat deshalb bereits eine Arbeitsgruppe beauftragt, die den Bericht auswertet und eine Neuaufstellung der Personalarbeit vorantreiben soll.

Spannend war der Einblick, den Helga Dill vom Münchener Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in die laufende große Aufarbeitungsstudie gewährte. Seit März des letzten Jahres führt das Institut im Auftrag des Bistums diese Studie durch, bei der es  sich um das wohl wichtigste und größte Projekt handelt, mit dem die Geschichte der sexualisierten Gewalt in Ruhrbistum in den letzten Jahrzehnten aus einer wissenschaftlichen Perspektive untersucht wird. Die Studie erstreckt sich über zwei Jahre und wird nach einer intensiven Aktenuntersuchung jetzt damit beginnen, ausgewählte Fälle einer Tiefenanalyse zu unterziehen. Dazu gehören dann Interviews mit Betroffenen und Tätern, aber auch mit vielen anderen Menschen aus betroffenen Gemeinden. Befragt werden darüber hinaus Verantwortliche und Zeitzeugen aus den letzten Jahrzehnten.

Ermutigende Art der Aufarbeitung

Gerade der zweite Teil des Tages habe viele Teilnehmende beeindruckt. Generalvikar Pfeffer: „Die Art und Weise, wie sich das Bistum Essen der Auseinandersetzung mit dem Missbrauchs-Skandal stellt, ist sehr umfassend und wird von vielen als ermutigend erlebt - wenngleich deutlich wird, wie herausfordernd die anstehenden Diskussionen und Veränderungsschritte noch sein werden.“ Bischof und Generalvikar erinnerten daran, dass es auch im Bistum Essen sehr schwere Missbrauchsfälle gegeben habe, die noch längst nicht hinreichend aufgearbeitet seien.

Zum Abschluss des Tages ermutigten Bischof und Generalvikar dazu, die Empfehlungen aus allen Projektgruppen nun zu studieren und darüber ins Gespräch zu kommen. "Wir brauchen auch innerhalb unseres Bistums eine offene Diskussion - gerade über die kontroversen Fragen, bei denen wir nicht alle der gleichen Meinung sind", so Generalvikar Pfeffer.

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news-19191 Sun, 10 Jan 2021 11:22:00 +0100 Sternsinger segnen durchs Autofenster https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sternsinger-segnen-durchs-autofenster Bei ihrem „Segens Drive In“ hatten die Sternsinger in Bochum-Laer am Samstag gut zu tun: Über 100 Autos besuchten den kleinen Parcours, spendeten für die Sternsingeraktion und ließen sich den Segens-Aufkleber für die Haustür ins Auto reichen. Drei Könige am Autofenster: Weil sie in diesem Jahr niemanden zu Hause besuchen konnten, haben die Sternsinger in Bochum-Laer ihre Nachbarn am Samstag, 9. Januar, zu einem „Segens Drive In“ eingeladen. Vor der ehemaligen Fronleichnamskirche konnten sich die Bochumer so aus dem Auto heraus mit coronagerechtem Abstand den Segens-Aufkleber für die Haustür abholen und für die Sternsingeraktion spenden. „Damit haben wir wohl den Nerv der Leute getroffen“, freute sich Isabell Wrede, die die Aktion in Bochum-Laer organisiert hat.

Spendendose wird per Stern ins Auto gereicht

Über 100 Fahrzeuge hätten den kleinen Parcours besucht, so Wrede. Deren Insassen begrüßte gleich am Beginn des Parcours ein erster König mit einem Stern. An der zweiten Station konnten die Besucher spenden: An einen der Holzsterne hatten die Jugendlichen ihre Spendendose festgebunden und konnten sie so am langen Stiel in die Autofenster halten. Und beim dritten König gab es den Segensaufkleber und das Informationsblatt zur Sternsingeraktion – ebenfalls mit reichlich Abstand mit einer langen Greifzange überreicht.

Gemeinsames Sternsinger-Abendessen per Videokonferenz

„Dass die Aktion so gut angenommen wird, hätten wir nicht erwartet“, sagt Wrede am Abend. Parallel läuft das traditionelle gemeinsame Abendessen der Sternsinger, das sie in diesem Jahr als Video-Konferenz begehen. Trotz der coronabedingten Einschränkungen ist Wrede mit der Sternsingeraktion mehr als zufrieden. Zum „Segens Drive In“ seien „Menschen aus dem ganze Stadtteil gekommen“, hat sie beobachtet, längt nicht nur regelmäßige Kirchgänger. „Das zeigt doch, wie wichtig den Menschen bei uns die Sternsingeraktion ist.“ Deutlich werde dies auch an der Spendenbereitschaft: Mit den Spenden vom „Segens Drive In“, den Einnahmen einer digitalen Sammelaktion und dem Inhalt der Spendendose, die sie in der Sparkassenfiliale aufstellen durften, sind die Laerer Sternsinger zuversichtlich, wieder das Vorjahresergebnis zu erreichen, als sie noch von Haus zu Haus ziehen konnten. „Damit hätten wir nie gerechnet“, sagt Wrede. 

Sternsingeraktion läuft noch bis 2. Februar

Auch wenn mit dem Ende der Schulferien die meisten Sternsinger ihre Kronen und Gewänder nun erst einmal wieder in die Schränke hängen, geht die bundesweite Aktion Dreikönigssingen in diesem Jahr noch bis zum 2. Februar weiter, dem Fest Maria Lichtmess. Bis dahin nehmen das Sternsingerwerk, der BDKJ im Bistum Essen und viele Gemeindebüros auch weiterhin Spenden für die Sternsingeraktion an. 

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news-19190 Fri, 08 Jan 2021 10:05:28 +0100 Overbeck: „Besonnen und solidarisch durch die Krise“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-besonnen-und-solidarisch-durch-die-krise In seinem Wort zum Neuen Jahr 2021 ruft der Essener Bischof dazu auf, in der Pandemie der Nächstenliebe höchste Priorität einzuräumen und das bisherige Leben kritisch zu hinterfragen. Zu einer nüchternen Haltung, Besonnenheit und Solidarität angesichts der epochalen Veränderungen durch die Corona-Pandemie ermutigt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck in seinem Wort zum Neuen Jahr 2021. Die Pandemie ist für Overbeck kein Weltuntergangs-Szenario, sondern ein innerweltliches Naturphänomen, dessen Schäden nur durch effektives Handeln begrenzt werden können. Verdeckte Gewalt, Familienstreit, schiere Not, stille Verzweiflung: „Umfassende Solidarität ist das Gebot der Stunde. Sie beginnt immer vor Ort, in meiner unmittelbaren Umgebung“, schreibt der Bischof. Das bedeute konkret, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und aufmerksam zu bleiben für Menschen, die vereinsamen, in existentielle Krisen geraten oder schwer erkranken: „Die Nächstenliebe ist es, die die Prioritäten bestimmt – nichts anderes darf Vorrang haben.“

Corona-Leugner: verantwortungsloser, gefährlicher Irrweg

Zugleich äußert Overbeck großes Verständnis für die Menschen, die sich gegenwärtig sorgen und ängstigen. Er warnt davor, diese Ängste zu missbrauchen, um eigene politische Interessen zu verfolgen: „Es ist auffallend, dass rechtspopulistische und rechtsextreme Bewegungen die Corona-Krise nutzen, um unsere Demokratie zu beschädigen.“ Wer die Gefahr des Virus leugne, von einer „Corona-Diktatur“ spreche oder Vergleiche mit der Zeit des Nationalsozialismus formuliere, befinde sich auf einem verantwortungslosen, gefährlichen Irrweg. Es gebe jedoch auch von Seiten der Politik und Wissenschaft keine einfachen Patentrezepte, sondern oft seien Kompromisse und zweitbeste Lösungen die verantwortungsvollste Antwort.

Das Leben kritisch hinterfragen und im guten Sinne reformieren

Die Corona-Krise empfindet der Essener Bischof als Prüfung, die – gerade für Christen – zu einer individuellen wie kollektiven Gewissenserforschung führen müsse: „Sind wir in der Lage, in Krisensituationen besonnen und solidarisch zu reagieren? Können wir uns für eine bestimmte Zeit einschränken, um damit auf Dauer das Gemeinwohl zu schützen und zu sichern? Sind unsere politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen stark genug, um diese Krise zu bewältigen? Haben die Menschen, die Verantwortung tragen, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, genügend persönliche Reife und Stärke, um in dieser Ausnahmesituation angemessen zu handeln?“, fragt Overbeck. Die Krise sei auch eine Chance, das persönliche, gesellschaftliche und kirchliche Leben kritisch zu hinterfragen und im guten Sinne zu reformieren.

Die wesentlichen Säulen des Glaubens: Gebet und Caritas

Der Blick auf die letzten Monate zeige, dass die Christen in ihrer Kirche auf die zwei wesentlichen Säulen ihres Glaubens zurückgeworfen wurden: Gebet und Caritas; inniges Vertrauen auf Gott und solidarische Liebe zu den Menschen. Er persönlich, bekennt Overbeck, habe in den vergangenen Monaten den wichtigsten Lebensnerv der christlichen Glaubenspraxis neu entdeckt: „Gerade in jenen Wochen, als uns durch den ersten ‚Lockdown‘ nahezu das gesamte öffentliche gottesdienstliche Leben genommen wurde, blieb oft nur das stille, einsame, kontemplative Gebet, um die unmittelbare Nähe zu Gott zu suchen. Liegt darin“, fragt der Bischof, „auch eine Entdeckung für unser weiteres kirchliches Leben, das oft von einer hohen Betriebsamkeit geprägt ist?“

Das Bischofswort zum Anhören

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news-19189 Thu, 07 Jan 2021 14:11:41 +0100 Franz Vorrath ist seit 25 Jahren Weihbischof https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/franz-vorrath-ist-seit-25-jahren-weihbischof Am 7. Januar 1996 wurde Vorrath von Ruhrbischof Hubert Luthe zum Bischof geweiht. Danach war er viele Jahre für die Caritas im Ruhrbistum verantwortlich. Heute lebt der 83-Jährige im Oberhausener Vincenzhaus. „Er ist immer ein Pastor geblieben“, – so würdigt Bischof Franz-Josef Overbeck Weihbischof Franz Vorrath, der heute vor 25 Jahren im Essener Dom zum Bischof geweiht worden ist. Bis zu seiner Emeritierung im September 2012 war der heute 83-Jährige vor alle als Bischofsvikar für die Caritas im Ruhrbistum bekannt. „Ihm ist ein wacher Sinn für Menschen in prekären Situationen zu eigen“, sagt Overbeck. „Dies hat seinem priesterlichen wie bischöflichen Dienst einen besonderen Charakter geben.“

Vorraths Lebensweg hätte gar nicht anders verlaufen können, ist der Weihbischof stets überzeugt. Eigentlich hatte er Ingenieur werden wollen und sich deshalb nach der Mittleren Reife am Leibniz-Gymnasium in Essen schon von der Schule verabschiedet. Doch sein Lehrer meldete ihn – ohne zu fragen – kurzerhand wieder an dem Gymnasium Schule an. Franz Vorrath nahm’s als Bestimmung. Er drückte weiter die Schulbank, machte sein Abitur und studierte Theologie, um Priester zu werden. Ein Schritt den er keinen Tag bereut habe, so Vorrath.

Ein Kind des Essener Nordens

Vorrath ist ein Kind des Essener Nordens. 1937 wurde er in Essen-Stoppenberg geboren und wuchs im Nachbarstadtteil Katernberg auf. Nach dem Abitur und dem Studium in Bonn und München wurde er am 26. Juli 1962 von Bischof Franz Hengsbach im Essener Dom zum Priester geweiht. Erste seelsorgliche Erfahrungen sammelte er als Kaplan in St. Peter und Paul in Witten-Herbede. Anschließend folgten Stationen in St. Petrus Canisius, Duisburg-Wanheimerort und St. Ludgerus, Essen-Werden, bevor Vorrath 1981 Pfarrer in St. Maria Königin in Essen-Haarzopf wurde. Parallel war er von 1975 bis 1981 Jugendpfarrer des Bistums Essen und von 1982 bis 1986 Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). 1986 ernannte ihm Bischof Hengsbach zum Pfarrer der Gemeinde St. Joseph in Oberhausen-Styrum. Ein Jahr später folgte die Ernennung zum Stadtdechanten von Oberhausen. Am 22. November 1995 wurde Franz Vorrath von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Essen ernannt und am 7. Januar 1996 – heute vor 25 Jahren – von Bischof Hubert Luthe im Essener Dom geweiht. Kurz darauf übertrug ihm Luthe die Verantwortung für die Caritas im Ruhrbistum.

Caritas-Auslandshilfe und Essener Babyfenster

Als Bischofsvikar für die Caritas und Vorsitzender des Caritasverbandes für das Bistum Essen wurde Vorrath zu einem wichtigen Anwalt für die Benachteiligten in dieser Gesellschaft. Immer wieder machte er sich „vor Ort“ ein Bild von der Arbeit der Caritas und ihren Fachverbänden. Das galt auch für die Auslandshilfe, seinerzeit ein Markenzeichen der Caritas im Bistum Essen. Viele Projekte auf dem Balkan hat Vorrath persönlich besucht und sich über die oft schwierige Arbeit in den jeweiligen Ländern informiert. Daheim in Essen fand unter anderem das Essener Baby-Fenster in ihm einen engagierten Unterstützer. Für bundesweites Aufsehen sorgte eine „Orientierungshilfe zu Moscheebauten und Muezinruf“, die unter seiner Leitung entstanden ist. Auch die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) profitierte von seinem Wissen und seinen Erfahrungen aus dem Ruhrgebiet. So gehört Vorrath den DBK-Kommissionen „Caritas“ und „Migration“ sowie der Unterkommission „Interreligiöser Dialog“ an.

Nach der Ernennung von Bischof Felix Genn zum Bischof von Münster wählte das Essener Domkapitel Vorrath am 30. März 2009 zum Diözesanadministrator. Bis zum Amtsantritt von Bischof Franz-Josef Overbeck am 20. Dezember 2009 leitete er das Ruhrbistum.

Als aktiver Weihbischof war Vorraths Zeit für Hobbies eng bemessen: Ein gutes Buch lesen, ein Fußballspiel sehen oder mit dem Fotoapparat auf Motivjagd gehen – so gestaltete Vorrath seine Zeit, wenn die Kirche in seinem Leben mal Pause hatte.

Am 9. Juli 2012 vollendete Franz Vorrath sein 75. Lebensjahr. Seiner Bitte um Entpflichtung vom aktiven Dienst entsprach der damalige Papst Benedikt XVI.. Seine Aufgaben als Bischofsvikar für die Caritas nahm Vorrath noch bis Ende Oktober 2012 wahr. Sein Rücktritt als Weihbischof in Essen wurde jedoch erst mit der Ernennung des neuen Weihbischofs Wilhelm Zimmermann durch Papst Franziskus am 14. März 2014 wirksam.

Pastor im Oberhausener Vincenzhaus

Bereits Anfang 2013 war Vorrath von Essen zurück nach Oberhausen gezogen, um seinen Lebensabend dort zu verbringen, wo er fast zehn Jahre als Pfarrer und Stadtdechant tätig war. Auch als Weihbischof hatte er den Kontakt zum dortigen Vincenzhaus nicht abreißen lassen und fand nun dort nicht nur eine altersgerechte Wohnung, sondern auch eine zu ihm passende Aufgabe: Ohne andere Verpflichtungen kann er sich als Seelsorger um die alten und pflegebedürftigen Menschen, um die Beschäftigen und die Ordensschwestern kümmern – und ihr Pastor sein.

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news-19188 Thu, 07 Jan 2021 11:39:54 +0100 Neues Antragsverfahren für Zahlungen an Betroffene sexualisierter Gewalt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/neues-antragsverfahren-fuer-zahlungen-an-betroffene-sexualisierter-gewalt Bistum Essen beteiligt sich an bundesweitem Verfahren Zum Jahresbeginn hat die bundesweite Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA) in Bonn ihre Arbeit aufgenommen, die ab sofort die Zahlungen der katholischen Kirche an Opfer sexuellen Missbrauchs veranlasst. Hintergrund sind die von den deutschen Bischöfen im vergangenen Jahr beschlossenen höheren Entschädigungszahlungen von in der Regel bis zu 50.000 Euro, die zudem nicht mehr von jedem Bistum einzeln, sondern zentral von der neuen Kommission ausgezahlt werden: Über die Ansprechpersonen in den Bistümern nimmt die UKA die Anträge der Betroffenen entgegen, legt die Höhe der Zahlungen fest und weist die Auszahlung an die Betroffenen an. Grundlage ist die neu beschlossene Ordnung für das Verfahren zur Anerkennung des Leids.

Alle Betroffenen können Zahlungen beantragen

Einen Antrag können sowohl Betroffene stellen, die sich bislang noch nicht bei einem Bistum gemeldet haben, als auch Betroffene, die bereits nach dem bisherigen Verfahren Geld von einem Bistum oder einer Ordensgemeinschaft erhalten haben. Bisherige Zahlungen werden angerechnet. Alle bereits bekannten Betroffenen von sexualisierter Gewalt wurden angeschrieben und über das neue Verfahren informiert. Wer als Betroffener bislang noch keinen Kontakt zum Bistum Essen hatte, kann sich an die ehrenamtlichen Ansprechpersonen wenden: Mechtild Hohage, Tel.: 0151/571 500 84, E-Mail, und Anke Kipker, Tel.: 0171/3 16 59 28, E-Mail.

Bereits bekannte Betroffene hat das Bistum Essen angeschrieben

Für die Antragsstellung gibt es keinerlei Fristen. Noch ist nicht abzuschätzen, wie viele Betroffene sich nun – womöglich durch die aktuelle Berichterstattung – ermutigt fühlen, gegebenenfalls einen neuen Antrag auf eine Anerkennungszahlung zu stellen. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Ansprechpersonen haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Stabsbereich Prävention und Intervention des Bistums Essen darauf eingestellt, eingehende Anträge möglichst schnell an die UKA weiterleiten zu können, um Wartezeiten für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten. Unabhängig davon wird erwartet, dass angesichts eines erhöhten Antragsaufkommens mit Start der UKA die Bearbeitung zunächst nur zögerlich anlaufen kann.

Fachleute aus den Bereichen Recht, Medizin und Psychologie

Die Mitglieder der UKA sind Fachleute aus den Bereichen Recht, Medizin und Psychologie. Sie wurden durch ein mehrheitlich nichtkirchliches Fachgremium vorgeschlagen und vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dem Limburger Bischof Georg Bätzing, berufen. Die Kommissionsmitglieder stehen in keinem Anstellungsvertragsverhältnis mit der katholischen Kirche und arbeiten weisungsunabhängig. Der UKA gehören an:

  • Brigitte Bosse, Ärztliche Psychotherapeutin und Leiterin des Trauma Instituts Mainz
  • Ernst Hauck, ehemals Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht
  • Michaela Huber, Psychologische Psychotherapeutin und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation
  • Peter Lehndorfer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut sowie Vizepräsident der Bundespsychotherapeutenkammer bis 2019
  • Muna Nabhan, Rechtspsychologin
  • Margarete Reske, ehemalige Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Köln
  • Ulrich Weber, Rechtsanwalt

Bistum Essen finanziert die Zahlungen nicht aus Kirchensteuermitteln

Im neuen Verfahren entscheidet die Unabhängige Kommission nicht nur über die individuelle Höhe der Anerkennungszahlungen – die Betroffenen erhalten auch ihr Geld direkt von der UKA, und nicht wie bisher durch die Bistümer oder Ordensgemeinschaften. Zuvor zahlen die Bistümer und Orden in einem gemeinsamen Topf ein, bei dem zudem eine solidarische Komponente gewährleistet, dass die Höhe der Zahlung nicht von den finanziellen Möglichkeiten einzelner Diözesen oder Orden abhängt. Das Bistum Essen finanziert die Anerkennungsleistungen nicht aus Kirchensteuermitteln, sondern aus dem Erlös von Immobilienverkäufen. 

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news-19187 Wed, 06 Jan 2021 13:48:21 +0100 Jugend im Bistum Essen verstärkt digitale Angebote https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/jugend-im-bistum-essen-verstaerkt-digitale-angebote Die Jugend im Bistum Essen hat ihre digitalen Angebote für Jugendliche, junge Erwachsene und Leiter vor allem seit Beginn der Corona-Krise verstärkt. Eine neue Übersicht über alle aktuellen und zukünftigen Angebote gibt es auf der modernisierten Homepage. Frühsport, Kino-, Lese-, Koch- oder Spieleabend, Gottesdienst, Lagerfeuerrunde, Weihnachtswunschkonzert – alles per Videokonferenz: Kreative Angebote in der Corona-Krise gibt es seit März 2020 in allen Bereichen der katholischen Jugendarbeit im Bistum Essen zahlreich. Denn aufgrund der sich immer wieder verändernden Kontaktbeschränkungen fallen gewohnte Aktionen vor Ort aus, Gruppen, Verbände und Zentren müssen neue Wege finden, den Kontakt zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu halten und für sie da zu sein.

Online vernetzen und Hürden abbauen

Viele Haupt- und Ehrenamtliche seien aber auch verunsichert, was sie anbieten können, ohne geltende Abstands- und Hygieneregeln zu brechen, sagt Sven Christer Scholven, Referent der Fachstelle Kinder, Jugend und junge Erwachsene im Bistum Essen. Genau für diese Zielgruppe bieten die Fachstelle und der BDKJ-Diözesanverband einmal im Monat ein digitales Vernetzungstreffen an – ein Angebot, dass sie auch in Zukunft beibehalten möchten. „Da hat sich gezeigt, dass solche Online-Treffen einige Hürden abbauen, die Hemmschwelle mitzumachen, ist geringer und auch organisatorisch können Viele einfacher teilnehmen, ohne vom Sauerland ins Ruhrgebiet oder umgekehrt durch das halbe Bistum zu fahren“, sagt Scholven.

Ob Jugendliche, die nach Aktionen in ihrem Heimatort suchen oder Haupt- und Ehrenamtliche, die Unterstützung, Netzwerke und Fortbildungen benötigen: Noch besser fündig werden alle auf der modernisierten Internetseite der Jugend im Bistum Essen. Mit nur wenigen Klicks und einfach zu verstehen, so das Ziel des großen Jugend-Teams im Bistum. „Zeit mit Gott“, „Zeit für mich“, „Freizeit“, „qualifizieren und fortbilden“, „beraten, begleiten und moderieren“ oder „vernetzen“ – mit diesen Themenfeldern können die Nutzer ab sofort direkt auf der Startseite nach allen Aktionen im Bistum Essen suchen. Auf einer interaktiven Karte können Nutzer außerdem ganz konkret nach Angeboten an einzelnen Standorten suchen. Auch alle aktuellen Nachrichten und Updates veröffentlicht das Team gebündelt auf der Startseite. Wer sich für Fortbildungskurse anmelden möchte, kann das jetzt online tun; aktuell finden viele Schulungen auch digital statt. Und auch der Kontakt zum Team ist jetzt einfacher: Über ein schlichtes Kontaktfeld können Nutzer direkt ihre Nachrichten schicken.

„Wir freuen uns über Feedback der Nutzer“

Auch wenn die neue Internetseite schon online ist: „Wir freuen uns immer über Feedback der Nutzer“, sagt Sven Christer Scholven. „Was fehlt? Was funktioniert noch nicht ganz? Was wünschen sie sich? Darauf sind wir auch angewiesen, um unsere Seite noch besser zu machen und sie nach und nach weiter zu füllen.“ Die neue Internetseite der Jugend im Bistum Essen ist ein weiterer Schritt, um auch in Zukunft aktuell digital präsent zu sein, Aktionen und Service einfach und schnell anzubieten und wenn es wieder möglich ist auch wieder im direkten Kontakt für Jugendliche und junge Erwachsene da zu sein.

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news-19195 Tue, 05 Jan 2021 13:34:00 +0100 Namen und Daten | 05.01.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-05012021 Sr. Ligy Kolattukudy, Pastor P. DDr. Jean-Bertrand Madragule Badi OP, Diakon Joachim Vogt, Anna Stockhausen Sr. Ligy Kolattukudy ist als Seelsorgerin am St. Barbara-Hospital Gladbeck beauftragt worden und gleichzeitig von Ihrer Tätigkeit als Gemeindereferentin in der Gemeindeseelsorge der Propsteipfarrei St. Lamberti in Gladbeck entpflichtet worden.

Pastor P. DDr. Jean-Bertrand Madragule Badi OP ist mit Wirkung zum 31. Dezember 2020 von seiner Ernennung als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei Liebfrauen in Bochum entpflichtet worden und als Ordensmann ins Dominikanerkloster Albertus Magnus nach Lüttich gegangen.

Diakon Joachim Vogt ist mit Wirkung zum 1. Januar 2021 zum Diakon an der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen, mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent, ernannt worden. Mit den weiteren 50 Prozent ist Herr Vogt als Diakon an der Pfarrei St. Nikolaus in Essen ernannt worden.
Gleichzeitig von seiner Tätigkeit als Krankenhausseelsorger am Katholischen Klinikum Essen, Betriebsstelle St. Vincenz-Krankenhaus in Essen-Stoppenberg, durch die Schließung der Einrichtung, entpflichtet worden.

Anna Stockhausen ist mit Wirkung zum 1. Januar 2021 als Gemeindereferentin in der Gemeindeseelsorge der Pfarrei St. Josef in Essen, mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent, ernannt worden. Mit den weiteren 50 Prozent ist Frau Stockhausen als Gemeindereferentin am Knappschaftskrankenhaus in Bottrop beauftragt und gleichzeitig von ihrer Tätigkeit als Gemeindereferentin an der Pfarrei St. Mariae Geburt in Mülheim entpflichtet worden.

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news-19186 Mon, 04 Jan 2021 13:12:00 +0100 Namen und Daten | 04.01.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-04012021 Gemeindereferentin Brigitta Bein Brigitta Bein ist am Dienstag, 22. Dezember 2020 im Alter von 63 Jahren verstorben.

Die Verstorbene wurde am 20.10.1957 in Bochum geboren und hat von 1976 bis 1979 ihre Ausbildung am Seminar für Gemeindepastoral und Religionspädagogik in Koblenz absolviert. Im Anschluss daran arbeitete sie zwei Jahre als Religionslehrerin i.K. in der Diözese Augsburg.

Im Februar 1981 wechselte Frau Bein von Augsburg in das Bistum Essen, absolvierte zunächst ihr Berufspraktisches Jahr und anschließend ihre zweijährige Berufseinführungsphase in der Pfarrei St. Augustinus in Essen. Ab 1983 arbeitete sie als Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Kamillus in Essen-Heidhausen. Im April 1987 wurde sie in die Pfarrgemeinde St. Johannes, Gladbeck, versetzt.

Seit Dezember 1993 arbeitete Frau Bein als Krankenhausseelsorgerin, zunächst im Ev. Krankenhaus in Gelsenkirchen. Im August 2001 wechselte sie ins Ev. Krankenhaus, Hattingen, und im September 2010 ins Marien-Hospital und zum Ev. Martin-Luther-Krankenhaus in Bochum-Wattenscheid. Von ihrer Tätigkeit als Krankenhausseelsorgerin am Marien-Hospital Wattenscheid wurde Brigitta Bein im Juni 2018 entpflichtet und mit der Seelsorge an der Reha-Klinik in Hattingen-Holthausen beauftragt. Zum 1. Januar 2019 übernahm sie mit vollem Beschäftigungsumfang die Seelsorge an der Reha-Klinik in Hattingen-Holthausen.

Frau Bein wurde als ruhige, besonnene und den ihr anvertrauten Menschen liebevoll zugewandte Seelsorgerin geschätzt.

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news-19185 Sat, 02 Jan 2021 17:01:30 +0100 Sternsinger bringen auch ohne Gesang viel Segen in die Welt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sternsinger-bringen-auch-ohne-gesang-viel-segen-in-die-welt Viele Gemeinden legen in der Corona-Pandemie Segenszettel in Briefkästen, bitten an den Krippen der Kirchen um Spenden, werben für Überweisungen und setzen auf digitale Angebote. „Es ist ein riesengroßes Dilemma, dass die Sternsinger gerade jetzt nicht richtig sammeln können, wo die Not in vielen Ländern besonders groß ist!“, sagt die BDKJ-Vorsitzende Stephanie Smolinski. Keine Hausbesuche, kein Gesang – aber jede Menge Segen zum neuen Jahr. Mit viel Kreativität und Engagement sorgen die Sternsinger in den Gemeinden des Bistums Essen rund um den Dreikönigstag am Mittwoch, 6. Januar, dafür, dass trotz der Corona-Einschränkungen möglichst viele Menschen den traditionellen Haussegen zum neuen Jahr erhalten. Und sie bitten kontaktlos um Spenden, damit die weltweite Arbeit des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ auch und gerade in der Corona-Krise weitergehen kann.

„Segen to go“ heißt vielerorts die Devise: Wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet erhalten auch tausende Haushalte im Ruhrbistum kleine Kreidestücke oder die beliebten schwarzen Aufkleberstreifen, um sich den Sternsinger-Segen in diesem Jahr ausnahmsweise selbst über die Tür zu schreiben. „Segenstaxi“ haben die Sternsinger in der Mülheimer Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt diesen Lieferservice bis in den Briefkasten getauft. Alternativ liegen die Segensstreifen mit dem „20*C+M+B+21“ für „christus mansionem benedicat“ (deutsch: Christus segne dieses Haus) auch in den vielerorts geöffneten Kirchen zur Mitnahme bereit. Und mancherorts – wie in einigen Hattinger Kirchen oder der Essener St.-Bonifatius-Kirche – stehen zu bestimmten Zeiten sogar Sternsinger an oder in den Gotteshäusern, um den Besuchern mit reichlich Abstand persönlich einen Segensspruch zu sagen, Segensstreifen zu verteilen und Spenden zu sammeln. Zwei Bochumer Gemeinden setzen derweil auf „Segens-Drive-Ins“ für coronagerechte Kontakte zwischen Sternsingern und Besuchern.

Weniger Sternsinger – aber mehr Segenszettel

Auch wenn in diesem Jahr weniger Kinder und Jugendliche als sonst als Sternsinger aktiv sein dürften, könnten am Ende dennoch mehr Häuser und Wohnungen gesegnet werden, erwartet Stephanie Smolinski vom BDKJ im Ruhrbistum. Angesichts mehrerer Nachbestellungen aus Gemeinden „haben wir kurzfristig noch 25.000 Segenszettel nachgedruckt“, sagt die Diözesanvorsitzende des Dachverbands der katholischen Jugendverbände, der zusammen mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ Träger der „Aktion Dreikönigssingen“ ist. Smolinski vermutet: „Manche Gemeinde legt jetzt vielleicht in jeden Briefkasten einen Segenszettel und erreicht so mehr Menschen, als wenn die Sternsinger sonst nur bestimmte Haushalte auf Bestellung besuchen.“ Sie hofft, dass trotz der fehlenden Besuchsmöglichkeiten auch die Spenden der Menschen ihren Weg zu den Sternsingern finden. „Es ist ein riesengroßes Dilemma, dass die Sternsinger gerade jetzt nicht richtig sammeln können, wo die Not in vielen Ländern besonders groß ist!“, sagt Smolinski. „Gerade in den von der Pandemie besonders betroffenen Ländern des Globalen Südens hilft jeder Euro, das Leid von Kindern zu lindern.“ Beim BDKJ laufen alle Spenden aus dem Bistum Essen zusammen, bevor sie dann an das Sternsingerwerk überwiesen werden. In den vergangenen Jahren kamen so jeweils knapp 1,5 Millionen Euro allein aus dem Ruhrbistum zusammen.

Beispielland der aktuellen Sternsingeraktion ist die vom Bürgerkrieg gezeichnete Ukraine. Dort und in 107 weiteren Ländern der Erde hat das Kindermissionswerk 2019 mit 62,6 Millionen Euro 1623 Hilfsprojekte unterstützt.

Kindermissionswerk feiert sein 175-jähriges Bestehen

Seit 1959 verbindet das Kindermissionswerk die bereits aus dem Mittelalter bekannte Tradition, nach dem Jahreswechsel beim Sternsingen die Häuser zu segnen, mit der globalen Hilfsaktion. Heute gilt das Sternsingen als weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder und wurde 2015 von der UNESCO in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das einst von einem 15-jährigen Mädchen in Aachen gegründete Kindermissionswerk blickt bereits auf eine deutlich längere Geschichte zurück und feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass überträgt das ZDF am Sonntag, 3. Januar, um 9.30 Uhr einen Gottesdienst aus der Kirche Rabanus Maurus in Mainz, in dessen Mittelpunkt die Gründerin des Hilfswerks, Auguste von Sartorius, und die vielen engagierten Sternsinger in Deutschland stehen werden.

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news-19183 Wed, 30 Dec 2020 15:32:29 +0100 Overbeck wirbt in der Corona-Bekämpfung für mehr „Sowohl – als auch“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-wirbt-in-der-corona-bekaempfung-fuer-mehr-sowohl-als-auch Der Ruhrbischof sieht am Beginn des neuen Jahres 2021 „große Nachdenklichkeit, Sorgen, Furcht und manche Angst“, aber auch „Chancen, unser persönliches, gesellschaftliches und kirchliches Leben kritisch zu hinterfragen“. Angesichts der Corona-Pandemie sieht Bischof Franz-Josef Overbeck am Beginn des Jahres 2021 nicht „den Zauber eines Anfangs, sondern eher große Nachdenklichkeit, Sorgen, Furcht und manche Angst“. Alles sei von einem „Schleier des Nichtwissens“ umgeben – und von der Erkenntnis „die Krise wird uns noch länger belasten“, sagte Overbeck am Neujahrstag im Pontifikalamt im Essener Dom.

Einfache Lösungen könne es in der Pandemiebekämpfung nicht geben, so der Ruhrbischof. Um alle Schritte müsse „abwägend gerungen und auch gestritten werden“. Häufiger helfe dann ein „Sowohl – als auch“ mehr als ein „radikales Entweder – Oder“, betonte Overbeck in seiner Predigt. In Anlehnung an das von Papst Franziskus geprägte Bild einer „verbeulten Kirche“ verweist er auf eine „verbeulte Welt“, in der man „immer wieder von unten anfangen und durch tatkräftige Hilfe anderen beistehen“ müsse.

„Neue Ressourcen entdecken“

Zugleich sei die Krise aber auch eine Chance, „unser persönliches, gesellschaftliches und kirchliches Leben kritisch zu hinterfragen und im guten Sinn zu reformieren“. Es gehe darum, „neue Ressourcen zu entdecken und vor allem die mich immer wieder beeindruckende große Solidarität unter den Menschen, verbunden mit einem hohen Maß an Improvisation und Kreativität, immer wieder neu wertzuschätzen“, sagte der Bischof.

Christen können sich neu entscheiden, „in dieser Lage mit Gott zu rechnen“

Der Glaube könne für Christen in der aktuellen Lage „ein besonderer Trost sein“, so Overbeck. „Wir Christen können uns neu entscheiden, in dieser Lage mit Gott zu rechnen und ihn gerade dort zu erleben, wo Menschen angesichts der Not zusammenrücken, Nächstenliebe üben, beten und Verantwortung übernehmen.“

Wachsendes Gefühl der Demut

Dabei beschleiche ihn „immer mehr ein gewisses Gefühl von Demut angesichts dieser Zeit, in der so urplötzlich alles anders geworden ist“, beschrieb der Bischof. Demut stehe „immer am Anfang eines Weges, der nicht mehr vom Druck des immer schneller, immer besser, immer höher bestimmt ist, sondern der uns zu mehr Bescheidenheit führt, im privaten, öffentlichen und auch kirchlichen Leben“, hob Overbeck hervor. „Es ist dieser Weg, auf dem Gott uns seine Freundschaft neu anbietet, wie er es in Jesus Christus und seiner Menschwerdung getan hat und Tag für Tag tut, damit auch Christus in uns geboren werden kann.“

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news-19182 Wed, 30 Dec 2020 15:03:23 +0100 Gelsenkirchener Jugendzentrum „JuHU“ schließt zum Jahresende https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gelsenkirchener-jugendzentrum-juhu-schliesst-zum-jahresende „Die Luft war raus“, begründet der Vorstand die Entscheidung, das gemeinsame Jugendzentrum der beiden Gelsenkirchener Pfarreien St. Urbanus und St. Hippolytus zu beenden. 2021 soll eine letzte Party folgen. Die Arbeit an kreativen und innovativen Ideen, Kirche und Glauben zu gestalten, gehe nun in neuen Projekten der beiden Pfarreien weiter, schreibt der „JuHU“-Vorstand. Rock-Konzerte in der Kirche oder adventliche „Atempausen“ für Jugendgruppen-Leiter: Nach elf Jahren innovativer und kreativer Jugendarbeit schließt in diesen Tagen das Gelsenkirchener „JuHU“, das gemeinsame Jugendzentrum der Pfarreien St. Hippolytus und St. Urbanus. Zuletzt sei „die Luft raus“ gewesen und „das sprichwörtliche Feuer hat nicht mehr so gebrannt wie am Anfang“, schreiben die Organisatoren zur Begründung. „Wir haben uns deshalb entschieden, selbst einen Schlusspunkt zu setzen, bevor es einfach im Sande verläuft”, so Vorstandsmitglied Ronja Voigt.

„Das JuHU versuchte für jeden etwas anzubieten.“

„Ziel des JuHU war es immer, Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen. Egal ob sie Kirche nahestanden oder fern, egal ob sie Gott für sich gefunden hatten oder noch auf der Suche waren. Das JuHU versuchte für jeden etwas anzubieten”, beschreibt Vorstandskollege Tristan Timpert den Charakter des Zentrums, das am 28. Februar 2009 eröffnet worden war.

Seitdem hat das „JuHU“ allein zehn Mal zu „Rock The Church“ in die Kirche St. Ludgerus in Gelsenkirchen-Buer eingeladen: Mit lautstarken Boxen, bunten Strahler und einer Bühne wurde das Gotteshaus in eine besondere Konzerthalle verwandelt – immer mit dem Ziel „neue und andere Zugänge und Möglichkeiten der Begegnung mit Kirche zu schaffen“, wie es das „JuHU“-Team beschreibt.

„Rock the Church“ und „Coffee to Stay“

Andere „JuHU“-Aktionen waren deutlich kleiner und ruhiger, wie die monatlichen Jugendgottesdienste oder „Coffee to Stay“: Die Einladung am Allerheiligentag auf dem Gelsenkirchener Hauptfriedhof, bei einem Heißgetränk und einem Gespräch zur Ruhe zu kommen. Für großes, auch überregionales Interesse sorgte indes im vergangenen Jahr die Lego-Bibel-Mitmachausstellung #1000Steine. „Bei unseren Aktionen konnten immer alle ihre Ideen einbringen und umsetzen. Wir haben immer versucht, eine positive Kultur des Scheiterns zu leben. Jeder durfte Dinge ausprobieren und Fehler konnten passieren. Auch dafür war das JuHU da”, beschreibt Vorstandsmitglied Vivian Hölzner die Atmosphäre.

Arbeit an kreativen und innovativen Ideen für Kirche und Glaube geht weiter

Nun wäre das „JuHU“ kein Jugendzentrum, wenn nicht auch zum Abschied noch einmal ordentlich gefeiert würde. Da das aktuell wegen der Corona-Pandemie nicht möglich ist, hofft der Vorstand, die große Abschlussparty im neuen Jahr nachholen zu können. Und auch mit kreativen und innovativen Ideen, die Kirche und Glauben gestalten, werde es in St. Urbanus und St. Hippolytus weitergehen, betont der Vorstand: Viele ehemalige JuHU-Mitglieder seien jetzt in Arbeitskreisen der Pfarreien aktiv und planten dort an neuen Aktionen und Projekten. „Wir wollen weiterhin zeigen, dass Kirche lebendig ist und unseren Teil dazu beitragen“, so Ronja Voigt.

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news-19181 Wed, 30 Dec 2020 11:18:15 +0100 Essener Pfarrer Alter spricht in der ARD über Herzensanliegen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-pfarrer-alter-spricht-in-der-ard-ueber-herzensanliegen „Wort zum Sonntag“ am Samstag, 2. Januar, um 23.50 Uhr im ARD-Fernsehen – oder bereits ab 18 Uhr im Internet. Herzensanliegen stehen am Samstagabend, 2. Januar, im Mittelpunkt, wenn der Essener Pfarrer Gereon Alter sein erstes „Wort zum Sonntag“ im neuen Jahr spricht. In der TV-Ansprache um 23.50 Uhr in der ARD widmet sich Alter der Motivationskraft, die Herzensanliegen entfalten können, wenn man ihnen wieder neu auf die Spur kommt. „Etwas, das gerade am Anfang eines neuen Jahres ungemein inspirierend sein kann“, so der Pfarrer der Essener Pfarrei St. Josef, Ruhrhalbinsel.

Zu sehen ist der Beitrag am Samstagabend direkt im Anschluss an die „Tagesthemen“ – und bereits ab 18 Uhr online auf www.daserste.de/wort. Dort steht der Beitrag auch nach der TV-Ausstrahlung zum Anschauen und Nachlesen bereit.

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news-19184 Tue, 29 Dec 2020 12:54:00 +0100 Bistum verabschiedet engagierten Pädagogen Harald Gesing https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-verabschiedet-engagierten-paedagogen-harald-gesing Der stellvertretende Schuldezernent und Leiter der Abteilung Religionspädagogik wechselt zum Jahresende in den Ruhestand. Neben seinem engagierten Wirken für den Religionsunterricht hat Gesing zuletzt die Bischöflichen Schulen bei der Weiterentwicklung im Rahmen der Qualitätsanalyse unterstützt. Nach fast 25 Jahren im Dienst des Bistums Essen haben Generalvikar Klaus Pfeffer und Schuldezernentin Eva Lingen zum Jahresende den stellvertretenden Schuldezernenten und Abteilungsleiter Religionspädagogik, Harald Gesing, in den Ruhestand verabschiedet. In coronabedingt kleiner Runde dankten Pfeffer und Lingen Gesing jetzt für sein engagiertes und inhaltlich wertvolles Wirken für den Religionsunterricht an den Schulen im Ruhrbistum und in der Weiterentwicklung der Bischöflichen Schulen. „Wir sind dankbar für die langjährige und intensive Zeit der Zusammenarbeit!“, betonte Lingen.

Nach seiner Ausbildung war Gesing zunächst im Schuldienst tätig – zuletzt als Schulleiter und Fachleiter – bevor er 1996 ins Bischöfliche Generalvikariat wechselte. Hier engagierte er sich viele Jahre lang für den katholischen Religionsunterricht an Grund- und Förderschulen. Zudem lag die Redaktion der Zeitschrift „kontexte“ in seinen Händen, mit der sich das Bistum Essen zweimal jährlich an die katholischen Religionslehrer im Ruhrgebiet und dem märkischen Sauerland wendet. Zwischenzeitlich war Gesing auch mit der pädagogischen Ausbildung der pastoralen Mitarbeiter betraut: Mit Motivation und Leidenschaft habe er den jungen Seelsorgerinnen und Seelsorgern die Grundzüge der Religionsdidaktik und das Rüstzeug für die unterrichtliche Praxis vermittelt, so Lingen.

Digitale Unterrichtsmodelle zur „Stiepeler Mauer“

Darüber hinaus hat Gesing den Religionsunterricht auch durch verschiedene Arbeitshilfen wie „Erfahrung – Glaube – Kunst“ oder „Mitleid – Kreuzwege“ bereichert. Zudem hat er für die „Stiepeler Mauer“ am Zisterzienserkloster in Bochum Stiepel die Ausarbeitung von digitalen Unterrichtsmodellen koordiniert.

Nachdem Gesing 2017 und 2018 im Bischöflichen Generalvikariat die kommissarische Leitung des Dezernats Schule und Hochschule übernommen hatte, begleitete er seitdem die Entwicklung der Bischöflichen Schulen, vor allem mit Blick auf die Qualitätsanalysen. Mit gewohnt hohem Engagement habe er den Schulen weiterführende Ideen vermittelt und wichtige Impulse zur Qualitätsentwicklung gesetzt, würdigte Lingen die Leistung ihres Stellvertreters. „Wegen seiner weitsichtigen, zugewandten, humorvollen und zugleich verbindlichen Art genießt Harald Gesing im Kreis der Lehrerinnen und Lehrer und im Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen fachlich und menschlich ein hohes Ansehen“, hob Lingen hervor. Sie wünsche Gesing alles Gute und Gottes Segen für die neue Lebensphase, freue sich aber auch, dass er für eine kurze Übergangszeit aus dem Ruhestand heraus die Arbeit des Dezernats noch weiter unterstützen werde.

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news-19179 Thu, 24 Dec 2020 21:35:00 +0100 Bischof Overbeck: „Wir dürfen Menschen der Hoffnung sein“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-wir-duerfen-menschen-der-hoffnung-sein Hoffnung ist die zentrale Kraft in der Corona-Krise, sagt Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck in der vom WDR übertragenen Christmette an Heiligabend. Hoffnung ist für Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck die zentrale Kraft zur Bewältigung der Corona-Krise. In der Krise selbst würden viele Zeichen der Hoffnung deutlich, betonte Overbeck in seiner Predigt in der Christmette an Heiligabend. „Die vielen kleinen Zeichen der Aufmerksamkeit aufeinander, die großen Anstrengungen der Politik und vieler gesellschaftlicher Kräfte, mit Klugheit, Maß und Demut diese Herausforderungen zu bewältigen, zeigen: Wir dürfen Menschen der Hoffnung sein.“ In dem live vom WDR-Fernsehen übertragenen Gottesdienst aus der Alten Kirche in Nettetal-Lobberich sagte der Bischof: „Wir gehören nicht zu den Leugnern dieser wissenschaftlich beschreibbaren Viruserkrankung, nicht zu den Ideologen von Verschwörungstheorien, sondern zu jenen, die diese Zeit als eine Prüfung wahrnehmen, wie sie im Leben vorkommt“, so Overbeck. „In dieser Prüfung stehen wir alle gemeinsam: mit unseren Ängsten, unserer Trauer, aber auch unseren kleinen und großen Hoffnungen dieser Tage.“

Overbeck erinnerte an die weltweiten Hilfen von Adveniat und Brot für die Welt, die in diesem Jahr gemeinsam um Weihnachtskollekten bitten, und an das Wirken der Essener Caritas, die erst jüngst wieder mit einer Aktion am Essener Dom auf die Flüchtlingsproblematik im griechischen Lager Moria aufmerksam gemacht hatte. „Ich lasse nicht ab von der Hoffnung, dass wir gemeinsam Gutes bewirken und durch Solidarität neue Wege zu einem heilenden und alle Menschen förderlichen Miteinander kommen, und zwar sehr konkret in unserem Alltag“, so Overbeck.

„Wer nicht hofft, wird sich nicht ändern“

Hoffnung sei „Ausdruck der Fähigkeit des glaubenden Menschen, umzukehren und ein neues Leben zu führen, also einen Sinneswandel und eine erneuerte Gesinnung an den Tag zu legen, unterstützt von Gott und seiner Kraft“, sagte der Bischof. „Wer nicht hofft, wird sich nicht ändern.“ Eine Hoffnungsperspektive „öffnet ungeahnte Wege in die Zukunft“. An Maria und Josef werde deutlich, was diese Hoffnungsperspektive bedeute: Nötig sei „ein Glauben, der Gott alles zutraut.“ Wer eine solche Hoffnung im Glauben lebe „ist ein Mensch von Freude, Geduld, Demut, Großmut, aber auch von nüchternem Warten, von Freimut, Frieden und Gebet“, so Overbeck.

„Was wir beginnen, das vollendet Gott“

Christen lebten „nicht einfach auf die Zukunft zu, sondern mit Hoffnung auf Gottes Reich hin”, hob der Bischof hervor. „Ich nehme die schweren Prüfungen des Lebens an, versinke nicht in unzeitgemäßer Apokalyptik und verschiedenen verschwörungstheoretischen Abgründen unserer Tage. Darum geht es mir: Schlicht Mensch zu bleiben, einfach und stark, der darauf setzt: Was wir beginnen, das vollendet Gott!“ 

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news-19180 Thu, 24 Dec 2020 18:00:00 +0100 Weihbischof Zimmermann: „Das Unnormale an Weihnachten“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihbischof-zimmermann-das-unnormale-an-weihnachten In der Christmette an Heiligabend im Essener Dom spricht Weihbischof Wilhelm Zimmermann über die Sehnsucht nach Normalität in der Coronakrise – und die Unnormalität der Ereignisse in der Weihnachtsgeschichte. Das Spannungsfeld zwischen der Suche nach Normalität angesichts der Lockdowns und der Einschränkungen in der Coronakrise und der Unnormalität der Geburt Jesu im Stall hat Weihbischof Wilhelm Zimmermann ins Zentrum seiner Weihnachtspredigt gestellt: „Ist das Ereignis der Geburt Jesu nicht etwas total Unnormales? Wir feiern die Menschwerdung Gottes. Ein Ereignis, das für uns Christen alle Normalität aus den Angeln hebt“, sagte Zimmermann an Heiligabend in der Christmette im Essener Dom.

Für Maria und die Hirten in der Weihnachtsgeschichte sei Weihnachten „das Ende der Normalität. Die Geburt des Kindes unterbricht den normalen Alltag der direkt betroffenen Personen“, betonte der Weihbischof. Aber auch für die heute lebenden Menschen sei der Wunsch nach Normalität „ein etwas zwiespältiger“, so Zimmermann. Gehe es hierzulande um eine Rückkehr zu einem Leben „nach dem gewohnten Rahmen“ und zu Bedingungen „die ein Leben ohne materielle Not oder ohne Einsamkeit ermöglichen“, sei für viele Menschen anderswo „das Bedrückende in ihrem Leben auch das Normale“. , sagte Zimmermann und verwies auf die Opfer von Kriegen oder Naturkatastrophen. „Hier können wir spüren, dass Normalität und Weihnachten nicht so einfach zusammen zu bringen sind.“

"Die Chance, das Unnormale der Weihnachtsbotschaft neu an uns herankommen zu lassen"

„In diesem Jahr wird die Normalität unserer Weihnacht mit ihren Traditionen und Bräuchen unwillkürlich unterbrochen und wir haben die Chance, das Unnormale der Weihnachtsbotschaft neu an uns herankommen zu lassen“, sagte Zimmermann angesichts des ersten Weihnachtsfests unter Corona-Bedingungen. Weihnachten sei „ein Fest der Erlösung aus dem Dunkel der Welt. Als solches wird es von düsteren Zeiten nicht beeinträchtigt, sondern gewinnt erst eine besondere Leuchtkraft.“ Die Stille der Nacht von Weihnachten bringe Gott an den Tag, „in der Stille der Nacht wird Gott Mensch“.

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news-19178 Tue, 22 Dec 2020 12:19:22 +0100 Essener Dom reduziert Anzahl der Weihnachtsgottesdienste https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-dom-reduziert-anzahl-der-weihnachtsgottesdienste Auch am Essener Dom werden Heiligabend und an den Weihnachtstagen nicht alle Gottesdienste wie geplant stattfinden können. Die Entscheidung über die Reduzierung der Anzahl der Weihnachtsgottesdienste am Essener Dom gab Dompropst Thomas Zander am Dienstag, 22. Dezember, bekannt. Nach intensiven Beratungen mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Mitgliedern des Domkapitels wurde mit Blick auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens beschlossen, auf einige Eucharistiefeiern zu verzichten. „Trotz guter und bewährter Hygienekonzepte sind wir uns der hohen Verantwortung bewusst, die wir in diesen Tagen als Kirche haben“, so Zander. Sinn des Lockdowns sei es, Kontakte zu minimieren und mögliche Infektionen zu vermeiden. Andererseits seien das Gebet und die Feier der Eucharistie gerade in dieser für viele belasteten Zeit fundamental und Kern ihres Glaubens. „Wir werden im Essener Dom deshalb am Heiligen Abend nur eine Christmette um 18 Uhr mit Weihbischof Wilhelm Zimmermann feiern“, sagte Zander. Alle weiteren geplanten Gottesdienste an diesem Tag entfallen.

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck wird am 1. Weihnachtstag, 25. Dezember, um 10 Uhr ein Pontifikalamt feiern. Ihm ist es ein Anliegen, in diesem Gottesdienst für alle im Bistum Essen zu beten, die in diesem Jahr auf die Teilnahme einer Weihnachtsmesse verzichten müssen. Das Hirtenamt um 8 Uhr in der Domkirche feiert Dompropst Thomas Zander.

Am 2. Weihnachtstag, 26. Dezember, verbleibt es beim Kapitelsamt um 10 Uhr im Essener Dom und bei der Abendmesse um 19 Uhr mit City-Seelsorger Bernd Wolharn.

„Die Entscheidung, viele Gottesdienstangebote im Dom zu streichen, ist uns sehr schwer gefallen“, sagte der Dompropst. Wie in vielen Gemeinden auch, habe man um die richtige Lösung sehr gerungen. Zander: „Mit den nun verbliebenen Gottesdiensten wollen wir aber auch ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes setzen und wissen uns im Gebet mit vielen Gläubigen an diesen Weihnachtstagen sehr verbunden.“

Die Christmette (24.12., 18.00 Uhr) und das Pontifikalamt (25.12., 10.00 Uhr) werden im Livestream auf www.dom-essen.de übertragen.

Folgende Messfeiern im Dom finden statt:

Hl. Abend
18.00 Uhr Christmette mit WB Zimmermann (Livestream auf www.dom-essen.de)
(10, 15, 21 und 22.30 Uhr entfallen!)

1. Weihnachtstag
08.00 Uhr Hirtenamt mit DP Zander
10.00 Uhr Pontifikalamt mit Bischof Overbeck (Livestream auf www.dom-essen.de)
(12, 16 Uhr entfallen!)

2. Weihnachtstag
10.00 Uhr Kapitelsamt mit DP Zander
19.00 Uhr Abendmesse mit DV Wolharn
(7.30 Uhr, 12, 16 Uhr entfallen!)

Für alle Gottesdienste sind leider keine Anmeldungen mehr möglich. Es sind bei allen Gottesdiensten die geltenden Hygieneregeln zu beachten.

Weitere Informationen zu Gottesdiensten im Essener Dom finden Sie unter: www.dom-essen.de

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news-19177 Tue, 22 Dec 2020 11:50:55 +0100 Namen und Daten | 21.12.2020 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-21122020 Hans-Georg Allekotte Hans-Georg Allekotte ist am Mittwoch, 16. Dezember 2020, im Alter von 88 Jahren verstorben.

Der Verstorbene, der in Gelsenkirchen gewohnt hat, wurde am 2. April 1932 in Gelsenkirchen-Horst geboren und am 21. Februar 1959 in Oberhausen-Sterkrade zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe war Hans-Georg Allekotte zunächst als Kaplan in der Pfarrei St. Laurentius in Essen-Steele eingesetzt und ab September 1961 in der Propsteipfarrei St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld. In Osterfeld begleitete er als Präses auch die Kolpingsfamilie.

Zum Januar 1964 wurde er als Religionslehrer am Elsa-Brändström-Gymnasium in Oberhausen-Osterfeld eingesetzt und ab Mai des Jahres als Subsidar in St. Prankratius ernannt.

Als Studienreferendar wechselte er im Februar 1970 zum Staatlichen Studienseminar Essen. Gleichzeitig übernahm er als Subsidar seelsorgliche Aufgaben in der Pfarrei Christ König in Oberhausen-Sterkrade-Buschhausen.

Im Januar 1971 nahm er erneut seine Lehrtätigkeit am Elsa-Brändström-Gymnasium auf, zunächst als Studienassessor, dann als Studienrat, ab Juli 1974 als Oberstudienrat und ab Dezember 1975 als Gymnasialpfarrer.

Ab dem Jahr 1977 unterstützte Hans-Georg Allekotte als Subsidar die Seelsorge in der Pfarrei St. Pius in Bottrop-Eigen. Zum August 1981 wechselte er als Oberstudienrat an das Heinrich-Heine-Gymnasium in Bottrop. Von September 1988 an erhielt er für seinen seelsorglichen Auftrag eine Ernennung als Subsidar der Pfarrei St. Georg in Gelsenkirchen.

Im Jahr 1994 wurde Hans-Georg Allekotte als Oberstudienrat in den Ruhestand versetzt. Als Ruhestandsgeistlicher übernahm er weiterhin seelsorgliche Dienste in der Pfarrei St. Hippolytus in Gelsenkirchen.

Hans-Georg Allekotte hat über mehr als drei Jahrzehnte als engagierter Priester und Seelsorger und als überzeugter Religionslehrer die frohe Botschaft Jesu verkündet und junge Menschen dazu angeregt, sich mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen und in Berührung bringen zu lassen.

Aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen ordnungsbehördlichen Bestimmungen kann die Beisetzung leider nur im engsten Kreis stattfinden.

Seine letzte Ruhestätte findet Hans-Georg Allekotte auf dem Städt. Friedhof Gelsenkirchen-Horst-Süd.

Die Pfarrei St. Hippolytus gedenkt des Verstorbenen in der Eucharistiefeier am Sonntag, 3. Januar 2021, um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Hippolytus in 45899 Gelsenkirchen.

Mitbrüder, die an der Messfeier teilnehmen möchten, bitten wir, sich aufgrund der begrenzten Platzkapazität vorher im Pfarrbüro St. Hippolytus unter der Tel.-Nr. 0209/55522 anzumelden.

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news-19176 Tue, 22 Dec 2020 10:43:01 +0100 Weihnachten zu Hause feiern https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihnachten-zu-hause-feiern Live-Streams, digitale Krippenspiele, Anleitungen für Andachten zu Hause und eine Übersicht zu Fernsehgottesdienste: Eine Sondersei-te des Bistums hilft allen dabei, dieses Jahr das Weihnachtsfest zu Hause zu feiern. In vielen Pfarreien und Gemeinden sind alle Weihnachtsgottesdienste in den Kirchen wegen den hohen Corona-Infektionszahlen abgesagt worden. Weihnachten ist deshalb aber noch lange nicht abgesagt: Das Fest von Jesu Geburt kann auch zu Hause gefeiert werden, zwar anders als man es kennt, aber vielleicht genauso wertvoll. Dazu gibt es unter weihnachten.bistum-essen.de eine Übersicht über vielfältige Angebote und Ideen – für Erwachsene, Jugendliche, Kinder.

Die Übersichtsseite bietet neben konkreten Anleitungen wie man (mit der Familie) einen Weihnachtsgottesdienst zu Hause feiern kann auch viele praktische Hilfestellungen: Noten und Texte von beliebten Weihnachtsliedern, Videos zur Weihnachtsgeschichte (auch für Kinder), Podcasts zur Weihnachtsmusik, spirituelle Impuls-Texte, Segenswünsche zum Verschicken via WhatsApp uvm.

Wer lieber einer klassischen Christmette oder einem Gottesdienst an den beiden Weihnachtsfeiertagen folgen möchte, findet neben der Auflistung von Radio- und Fernsehgottesdiensten auch eine Übersicht über digitale Angebote wie Livestreams, Online-Krippenspiele und Zoom-Gottesdienste aus den Pfarreien und Gemeinden des Bistums Essen.

Auch vor Ort in den Kirchengemeinden gibt es viele kreative kontaktlose Angebote, wie sich die Gläubigen Weihnachten nach Hause holen können.

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news-19175 Mon, 21 Dec 2020 14:58:37 +0100 Bischof Overbeck feiert an Heiligabend TV-Gottesdienst im WDR https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-feiert-an-heiligabend-tv-gottesdienst-im-wdr Übertragung aus der Alten Kirche in Nettetal-Lobberich beginnt am 24. Dezember um 21.35 Uhr. Die musikalische Gestaltung übernimmt ein Ensemble der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen. Angesichts vieler abgesagter Weihnachtsgottesdienste überträgt der WDR an Heiligabend ab 21.35 Uhr eine zusätzliche Christmette mit Bischof Franz-Josef Overbeck aus der Alten Kirche in Nettetal-Lobberich. „Ich bin froh, dass der WDR kurzfristig diese Möglichkeit geschaffen hat, und lade alle Menschen herzlich ein, diesen Gottesdienst gemeinsam mit mir zu feiern“, sagt Bischof Franz-Josef Overbeck. „Wir leben zwar mit Abstand, aber das Gebet gibt uns die Möglichkeit, in eine neue Nähe zu kommen.“

In seiner Predigt wird Overbeck die Herausforderung durch die Pandemie aufgreifen. Der erneute Lockdown und die Bedrohung durch das mutierte Covid-19-Virus bedrängen die Menschen zusehends. Mit der christlichen Weihnachtsbotschaft, dass Gott Mensch geworden ist, wird deutlich, dass den Menschen ein Tröster zur Seite gestellt ist, der Hoffnung geben will, so der Bischof.

Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst durch ein kleines Ensemble der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen unter der Leitung von Jörg Stephan Vogel.

Die Alte Kirche im niederrheinischen Nettetal-Lobberich ist ein Gotteshaus, dessen älteste bestehende Teile aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammen. An Heiligabend sendet die ARD um 23.20 Uhr eine Christmette aus der Kirche. Dankenswerterweise konnten der WDR und das Bistum Essen die dadurch an Heiligabend vor Ort vorhandene Technik für den zusätzlichen Gottesdienst mit Bischof Overbeck nutzen.

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news-19173 Fri, 18 Dec 2020 18:12:34 +0100 Sternsinger setzen auf digitale Angebote und „Segen to go“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sternsinger-setzen-auf-digitale-angebote-und-segen-to-go Verantwortliche im Ruhrbistum empfehlen den Pfarreien auf Hausbesuche und alle öffentlichen Auftritte zu verzichten und auch in Gottesdiensten nicht zu singen. Segen zum neuen Jahr soll es dennoch geben – und auch Spenden für die Kinder in aller Welt, die im Corona-Jahr dringender denn je auf Unterstützung angewiesen sind. Segen ohne Singen, dafür mit digitaler Unterstützung: Wenn die Sternsinger in wenigen Tagen wieder den Neujahrssegen zu den Menschen bringen und zugleich um Spenden für Kinder in Not bitten, bekommt die beliebte Tradition durch Corona einen anderen Charakter. Angesichts der sich weiter zuspitzenden Pandemie empfehlen die Verantwortlichen im Ruhrbistum und im Diözesanverband des Bundesverbands der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den Pfarreien, in diesem Jahr nicht nur auf die Hausbesuche der Sternsinger zu verzichten, sondern angesichts der hohen Infektionszahlen in den meisten Kommunen auch alle anderen öffentlichen Sternsinger-Auftritte abzusagen. Auch von Sternsinger-Gesang im Gottesdienst sollten die Gruppen Abstand nehmen. „Wir wissen, mit wie viel Energie und Vorfreude Kinder, Jugendliche und Erwachsene seit vielen Wochen die Aktion vorbereiten“, sagt Stephanie Smolinski, Diözesanvorsitzende des BDKJ, der gemeinsam mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ Träger der Aktion ist. „Da werden Absagen hier und da sicher auch für Tränen und Enttäuschung sorgen. Aber jetzt brauchen wir die Kreativität aller Sternsingerinnen und Sternsinger, damit die weltgrößte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder auch trotz Corona ein Erfolg wird.“

Sternsingeraktion läuft jetzt „kontaktlos, kreativ, solidarisch“

„Kontaktlos, kreativ, solidarisch – das sind jetzt die wichtigsten Botschaften für die Sternsingeraktion“, sagt Sebastian Neugebauer, Leiter der Abteilung Weltkirche im Bistum Essen. Er betont, dass sich dabei das „solidarisch“ sowohl auf die Mitmenschen im Ruhrbistum und ihren Schutz vor einer Corona-Infektion bezieht, „aber natürlich auch auf die Millionen Kinder in aller Welt, die auf die Unterstützung durch die Sternsingeraktion angewiesen sind“.

Viele Gemeinden setzen nun auf digitale Wege, die Botschaft der Sternsinger zu den Menschen zu bringen, und nehmen zum Beispiel Videos mit den als Heilige drei Könige verkleideten Jungen und Mädchen auf. So können die Kinder über Internetseiten und Social-Media-Kanäle ihre Weihnachtslieder und ihre Segenstexte verbreiten. Und die beliebten Aufkleber mit dem Segen für die Haustür und die bunten Segenszettel werden mancherorts nun kontaktlos in die Briefkästen gesteckt oder in den Kirchen ausgelegt – „Segen to go“ sozusagen. Auch Bürgermeister und Ministerpräsidenten dürften im Januar vielerorts Kreide und Aufkleber ins Büro geschickt bekommen, um sich den Neujahrssegen selbst über die Tür zu schreiben als auf den Service der Sternsinger zu setzen. 

Spenden-Bitte: Kinder brauchen Unterstützung dringender denn je

Zudem wird das Spendensammeln der Sternsinger ohne die Sammelbüchsen an den Haustüren nun vielfältiger: Viele Gemeinden sammeln die Spenden für die Sternsinger nach Weihnachten über Opferstöcke in den Kirchen oder Überweisungen auf das Gemeindekonto. Der BDKJ sammelt ebenfalls Sternsingerspenden – und auf www.sternsinger.de können Interessierte direkt online für die Sternsingeraktion spenden. „Gerade angesichts der Corona-Pandemie sind viele Kinder in den Armutsregionen der Welt dringender denn je auf Unterstützung angewiesen“, betont Neugebauer.

Zoom-Konferenz für Sternsinger-Verantwortliche in den Gemeinden

„Viele alternative, coronagerechte Angebote der Sternsinger werden sich in den kommenden Tagen erst entwickeln“, ist sich Smolinski angesichts der sich dynamisch entwickelnden Situation sicher. Um die Verantwortlichen in den Pfarreien des Ruhrbistums dabei zu unterstützen lädt sie gemeinsam mit Neugebauer am Montag alle Organistoren und Betreuer von Sternsingergruppen zu einer Video-Konferenz über die Plattform "Zoom" ein. Die Meeting-ID lautet: 814 4753 3066 und der Kenncode: stern.

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news-19172 Fri, 18 Dec 2020 15:39:36 +0100 Weihnachtsgottesdienste: Bischof stärkt Eigenverantwortung der Pfarreien https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihnachtsgottesdienste-bischof-staerkt-eigenverantwortung-der-pfarreien Verantwortliche sollen je nach den örtlichen Gegebenheiten entscheiden – und im Zweifel eher absagen. Angesichts der Weihnachtsgottesdienste in der kommenden Woche und der sich weiter zuspitzenden Corona-Pandemie hat Bischof Franz-Josef Overbeck die Pfarreien aufgefordert, mit Blick auf die konkrete Situation in der jeweiligen Kommune und die Gegebenheiten in den Gemeinden eigenständig über mögliche Absagen zu entscheiden. Die Kirche sei in einem „Dilemma, das sich nicht einfach auflösen lässt“, schreibt Overbeck am Freitag in einem Brief an alle Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte in den 42 Pfarreien zwischen Duisburg, Bochum und dem märkischen Sauerland. Viele Verantwortliche seien „hin- und hergerissen, weil sie einerseits die dramatische Pandemie-Entwicklung sehen, andererseits aber auch die enorme Bedeutung weihnachtlicher Gottesdienste für viele Gläubige gerade in der jetzigen Lage spüren“.

Weihnachtsgottesdienste seien nur dort möglich, wo sie sicher gefeiert werden können, so Overbeck, im Zweifel solle lieber abgesagt werden: „Wenn die Verantwortlichen einer Pfarrei zu der Einschätzung kommen, dass die Feier von Präsenz-Gottesdiensten vor Ort nicht gefahrlos möglich ist, dann ist ein Verzicht geboten.“ Neben zu hohen Inzidenzwerten könne dies auch der Fall sein, weil mangelnde personellen Ressourcen vor Ort eine Umsetzung der zuletzt zum Teil noch einmal verschärften Hygienekonzepte nicht möglich machen. Bei einem örtlichen Inzidenzwert von mehr als 300 rät der Krisenstab des Bistums, in jedem Fall alle Präsenzgottesdienste abzusagen. Aktuell haben unter anderem bereits die Duisburger Pfarreien Liebfrauen und Judas Thaddäus, die Oberhausener Pfarreien St. Clemens und St. Pankratius, die Essener Pfarreien St. Josef (Frintrop), St. Dionysius, St. Johann Baptist und St. Nikolaus sowie die Hattinger Pfarrei St. Peter und Paul ihre Präsenzgottesdienst zu Weihnachten – und zum Teil darüber hinaus – abgesagt. Zudem hat das Domkapitel den von Cityseelsorger Bernd Wolharn geplanten Gottesdienst in der Tiefgarage des Essener Generalvikariats gestrichen. Wolharn bedauerte die Entscheidung und betonte: „Es gibt in dieser sehr schwierigen Situation kein Richtig und kein Falsch“.  

„Gott befindet sich nicht im Lockdown“

„Klar ist: Weihnachten fällt nicht aus! Unser Gott befindet sich nicht im „Lock-down“!“, betont Overbeck in seinem Brief. Vielmehr erzähle die Weihnachtsbotschaft „ausdrücklich von einem Gott, der mitten in dieser Welt sein will – und zwar gerade dort, wo wir Menschen an Grenzen stoßen und mit schwerem Leid konfrontiert sind“, so der Bischof. Deshalb müsse der Blick der Christen „jetzt auf die Menschen und auf die Orte gerichtet sein, an denen ernsthafte Not, große Ängste und Sorgen herrschen“. Overbeck ermuntert dazu, in den kommenden Tagen ganz besonders einander beizustehen, sich gegenseitig zu stützen und darauf zu achten, wer besondere Hilfe und Stärkung brauche. „Vielleicht werden zu diesem Weihnachtsfest tröstende, ermutigende Telefonanrufe, Briefe und auch konkrete Hilfsangebote für Ängstliche, Einsame, Überlastete und nicht zuletzt Erkrankte von höchster Bedeutung sein.“

Viele alternative Angebote zu Weihnachten

Und auch da wo Präsenzgottesdienste ausfallen müssen, könnten die Menschen Weihnachten feiern: Neben den öffentlichen Gottesdiensten gebe es mittlerweile „viele Alternativen für das geistliche Leben“. Viele Kirchen sind während der Weihnachtsfeiertage geöffnet und laden zum persönlichen Besuch der Weihnachtskrippen und zum Gebet ein. Zudem werden neben verschiedenen Angeboten der einzelnen Pfarreien ab kommender Woche auch auf der Homepage des Bistums zahlreiche Hinweise auf spirituelle Angebote, Texte, weihnachtliche Audio- und Video-Inhalte und eine Übersicht zu Fernseh-, Radio- und Internetgottesdiensten bereitgestellt.

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news-19170 Fri, 18 Dec 2020 10:19:00 +0100 Radio-Beiträge: Die Macht der Schlüssel, das Erbgut und die Gesundheit https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/radio-beitraege-die-macht-der-schluessel-das-erbgut-und-die-gesundheit Über die Weihnachtsfeiertage ist der Duisburger Prämonstratenser-Pater Philipp Reichling auf WDR2 morgens um 7.45 Uhr in der Sendung „Hörmal“ zu hören.  Am vierten Adventssonntag, 20. Dezember, spricht Pater Philipp über die Macht der Schlüssel und darüber, wie viele Talente und Wünsche im Menschen gefangen sind und aufgeschlossen werden müssen. Im Beitrag am ersten Weihnachtstag, Freitag, 25. Dezember, geht es um das Erbgut des Menschen, biochemisch dargestellt in einer Doppelhelix, die auch ein Erklärstück sein kann für den göttlichen und den menschlichen Strang in Jesus Christus: unvermischt und ungetrennt. Am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, steht der Wunsch „Bleiben Sie gesund“ zur Diskussion angesichts der Frage, was es kosten darf, seiner Überzeugung treu zu bleiben. Am folgenden Tag, Sonntag, 27. Dezember, feiert die Kirche das Fest der „Heiligen Familie“: Pater Philipp spricht über „Mobile Häuser – wo die heilige Familie zu Hause ist“.

WDR2 ist im Bereich des Ruhrbistums über die UKW-Frequenzen 99,2 und 93,5 Mhz zu empfang sowie über den Internet-Livestream auf www.wdr2.de. Jeweils nach der Ausstrahlung stehen die Beiträge auch zum Nachhören und -lesen auf www.kirche-im-wdr.de bereit.

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news-19171 Thu, 17 Dec 2020 14:26:04 +0100 Lockdown lässt Präsenzbetrieb in den Bildungshäusern ruhen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/lockdown-laesst-praesenzbetrieb-in-den-bildungshaeusern-ruhen Die Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“ und das Essener „Kardinal-Hengsbach-Haus“ sind vorerst bis 10. Januar geschlossen, das Essener Jugendhaus St. Altfrid sogar bis Ende Februar. Die Rezeptionen sind jedoch besetzt. Auch alle KEFB-Standorte sind geschlossen, viele Kurse laufen digital. Wegen des Corona-Lockdowns ruht auch der Betrieb in den Bildungshäusern des Bistums Essen. Die Mülheimer Bistumsakademie „Die Wolfsburg“ und das Essener Kardinal-Hengsbach-Haus bleiben vorerst bis zum 10. Januar geschlossen. Für Reservierungs- und andere Anfragen ist der Empfang des Kardinal-Hengsbach-Hauses besetzt und telefonisch (0201/490010) und per E-Mail erreichbar. Die Rezeption der „Wolfsburg“ ist aktuell per E-Mail und ab dem 4. Januar auch wieder telefonisch (0208/99919-0) zu erreichen.

Das Jugendhaus St. Altfrid in Essen-Kettwig ist wegen der aktuellen Belegungssituation bis Ende Februar geschlossen. Auch hier bleiben Verwaltung und Rezeption im Dienst und können telefonisch (02054 93760-0) und per E-Mail kontaktiert werden.

Auch an den Standorten der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) im Bistum Essen ruht derzeit der Präsenzbetrieb bis mindestens zum 10. Januar. Viele der Kurse und Veranstaltungen laufen allerdings digital weiter. Für den Januar plant die KEFB zahlreiche neue Online-Kurse, die in den kommenden Tagen nach und nach auf der KEFB-Homepage veröffentlicht werden.

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news-19169 Thu, 17 Dec 2020 11:54:20 +0100 Bischof Overbeck bittet um Weihnachtsspenden https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-bittet-um-weihnachtsspenden Die großen Hilfswerke der katholischen und evangelischen Kirche „Adveniat“ und „Brot für die Welt“ bangen wegen des Lockdowns um die Weihnachtskollekte. „Ausbleibende Kollekten dürfen nicht zu Lasten der Armen gehen“, sagt Adveniat-Bischof Overbeck. Organisationen haben gemeinsames Online-Spendenportal gestartet. Mit Nachdruck unterstützt Bischof Franz-Josef Overbeck den dringenden Spendenaufruf der beiden christlichen Hilfswerke Adveniat und Brot für die Welt zum Weihnachtsfest: „Wenn in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nur wenige Menschen einen Weihnachtsgottesdienst besuchen können, dürfen die ausbleibenden Kollekten für unser Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat und die evangelischen Partner von Brot für die Welt nicht zu Lasten der Menschen gehen, die in Ländern der südlichen Welthalbkugel in Not und großer Armut leben“, betont Overbeck, der Vorsitzender der Bischöflichen Kommission Adveniat ist. „Für viele Menschen in Lateinamerika, aber auch in Afrika und Asien ist das Corona-Virus wegen mangelnder Schutzmöglichkeiten eine noch viel existenziellere Bedrohung als für uns“, so der Bischof. Er bittet: „Spenden Sie für Adveniat und Brot für die Welt, sei es in der Weihnachtskollekte, per Bank-Überweisung oder online. Zeigen Sie mit Ihrer Spende Nächstenliebe und Solidarität mit den ärmsten Menschen der Erde. Jede Spende hilft!“

Traditionell erhalten Adveniat und Brot für die Welt die Kollekten der bundesweiten Weihnachtsgottesdienste der beiden großen christlichen Kirchen. Angesichts der coronabedingten Einschränkungen hatten das katholische Hilfswerk Adveniat und Brot für die Welt einen gemeinsamen Spendenaufruf gestartet und werben über die Internetseite www.weihnachtskollekten.de erstmals gemeinsam um Unterstützung. Auch auf ihren Internetseiten www.adveniat.de und www.brot-fuer-die-welt.de bieten die Organisationen unkomplizierte Spenden-Möglichkeiten an.

Ein Großteil der Menschen im Globalen Süden leidet unter den wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns, denn viele Einkommensmöglichkeiten für Tagelöhner oder Straßenverkäuferinnen sind weggebrochen. Eine soziale Absicherung gibt es nicht. Spenden und Kollekten seien daher in diesem Jahr besonders wichtig, um die dramatischen Folgen der Corona-Pandemie aufzufangen, heißt es bei den beiden Hilfsorganisationen. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, rufen gemeinsam zu Spenden für Brot für die Welt und Adveniat auf.

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