Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Sun, 09 Aug 2020 16:41:32 +0200 Sun, 09 Aug 2020 16:41:32 +0200 TYPO3 news-18965 Sun, 09 Aug 2020 16:16:38 +0200 Oberhausener Katholiken pilgern von Pfarrkirche zu Pfarrkirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/oberhausener-katholiken-pilgern-von-pfarrkirche-zu-pfarrkirche Erster Stadtpilgertag war mehr als ein Corona-Ersatz für den traditionellen Freiluftgottesdienst zum Ferienabschluss. Vorsichtig trägt Frederik eine Kerze nach vorne. In dunkelblaues Licht getaucht wirkt die Marienkapelle von St. Pankratius wie eine Höhle mit einem rot-goldenen Bild. Zusammen mit Opa Ewald stellt der 14-Jährige sein Licht vor die Ikone. „Das sieht toll aus, bleibt das jetzt für immer?“, fragt er mit Blick auf die Beleuchtung. Propst Christoph Wichmann freut sich über den Zuspruch und verspricht zumindest, dass die neuen LED-Scheinwerfer nun häufiger in der Kirche eingesetzt werden sollen. Frederik und Ewald Köster machen sich derweil wieder auf den Weg zu ihren Fahrrädern. „Wir kommen aus Holten und wollen heute alle vier Kirchen anschauen“, sagt der 81-jährige Großvater.

An jeder der vier Pfarrkirchen gibt es ein anderes Programm

Oberhausen pilgert an diesem letzten Feriensonntag: Den ganzen Tag über sind die vier Pfarrkirchen geöffnet: St. Pankratius in Osterfeld, St. Clemens in Sterkrade, St. Marien im Marienviertel und Herz-Jesu am Altmarkt. Zwischen den Kirchen pendeln Gläubige mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Auto oder mit Bus und Bahn. Stadtdechant Peter Fabritz, Propst und Pfarrer von St. Clemens, spricht von einer „coronagemäßen Ersatzveranstaltung“ für den jährlichen stadtweiten Freiluftgottesdienst der Oberhausener Katholiken. Seit dem Stadtkatholikentag 2016 feiern sie immer am letzten Sonntag der Sommerferien gemeinsam eine Messe, vor einem Jahr haben rund 2000 Menschen auf dem Sterkrader Markt gebetet. Das ist in diesem Sommer nicht möglich – so entstand die Idee zum Stadtpilgertag, zu dem Stadtdechant Fabritz gemeinsam mit dem Oberhausener Katholikenratsvorsitzenden Thomas Gäng eingeladen hat.

An jeder Kirche gibt es ein anderes Programm: In Sterkrade führt Propst Fabritz durch die Kirche. Er erklärt das Marienbild, das jährlich viele Pilger anzieht, aber auch den auferstanden Jesus an der Rückwand, der für manchen eine Günter-Netzer-Frisur trägt – und er berichtet von den „unhöflichen Nonnen“ von Sterkrade.

„Circle-Trainig“ in St. Pankratius

Weniger historisch geht es derweil in Osterfeld zu: St. Pankratius hat zum „Circle-Training“ für die ganze Familie geladen: Am Taufbecken können Papierblumen mit dem eigenen Namen verziert aufs Wasser gesetzt werden, ein Bilderrätsel führt zu den Kunstwerken der Kirche, am Fürbittbaum ist Platz für Bitten und Wünsche – und hinter dem Altar können die Besucher ihre Pilger-Steine ablegen. „An jeder Kirche können die Pilger heute einen Stein mitnehmen und hier hinbringen“, erklärt Propst Christoph Wichmann. Wer mag, kann die Steine auch bemalen. Zugleich erinnert die Tradition des Steinablegens aber auch an den Jakobsweg in Spanien, wo dies auch üblich ist. Und wo wäre dafür in der Osterfelder Kirche ein passenderer Ort als zu Füßen der Jakobus-Statue?

Pilgersteine, Ausweise zum Abstempeln und Leckmuscheln

Das bekannteste Symbol des Jakobswegs, die Muschel, haben sich die Oberhausener ebenfalls zu Eigen gemacht: An jeder Kirche gibt es für Kinder und andere Süßigkeiten-Fans Leckmuscheln als Stärkung für den weiteren Weg. Die verteilen auch Marion Schmitz und Peter Alferding vor dem Eingang der Herz-Jesu-Kirche am Altmarkt. Drinnen hat gerade die – gut besuchte – Sonntagsmesse begonnen, draußen sortieren sie an ihrem Stand Steine, Muscheln und Pilgerausweise: Den bekommt jeder Gläubige und kann ihn sich an jeder Kirche abstempeln lassen. Herz Jesu ist heute die ruhigste Station der vier Pilgerkirchen: Vor und nach der Messe lädt das Gotteshaus zur Stillen Anbetung ein.

Egal, wen man an diesem Pilgertag spricht, die Freude darüber, dass „bei Kirche wieder was los ist“, ist überall zu spüren. Auch wenn in jeder Kirche Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken das Bild prägen: „Es ist gut, dass Kirche jetzt etwas anbietet, das trotz Corona funktioniert – und dass sich Kirche überhaupt mal wieder zeigt“, sagt Wilhelm Tintrop, der mit seinen sechs Mitradlern gerade an der Marienkirche stoppt. Drinnen läuft eine Licht- und Ton-Installation, außerdem gibt’s im Foyer Kaffee und Kuchen. „Das ist hier die erste größere Aktion in der Corona-Zeit“, sagt Tintrop, „und das Schöne ist, dass man hier auch den ein oder anderen wiedertrifft, den man nun schon lange nicht gesehen hat.“

Idee: Pilgern und Stadtgottesdienst kombinieren

Auch Katholikenratschef Gäng freut sich: „Das heiße Wetter mag manchen abgeschreckt haben, trotzdem bin ich mit der Resonanz zufrieden.“ Es sei ein tolles Symbol, gemeinsam als Kirche unterwegs zu sein, „als wanderndes Volk Gottes“. So trage der Pilgertag wie die Stadtgottesdienste dazu bei, „dass wir den Blick über unsere Gemeindegrenzen hinaus lenken“. Gerade beim Pilgertag sei deutlich geworden: „Ich bin auch woanders willkommen und kann auch dort gemeinsam mit anderen mein Christsein leben.“ Damit sei der Tag „weit mehr als nur eine Ersatzveranstaltung“, betont Gäng, der mit Fahrrad unterwegs ist. Es gebe bereits erste Überlegungen, künftig beides miteinander zu verbinden: Die sportlich-spirituelle Kombination des Pilgerns und einen großen Gottesdienst.

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news-18964 Sat, 08 Aug 2020 18:55:21 +0200 Mädchenchor am Essener Dom präsentiert digital geprobtes Stück als Youtube-Premiere https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/maedchenchor-am-essener-dom-praesentiert-digital-geprobtes-stueck-als-youtube-premiere Die meiste Zeit mussten die sieben bis 21 Jahre alten Sängerinnen anhand von Videos das Stück „Psalm 63“ einstudieren, das Chorleiter Raimund Wippermann selbst geschrieben hat. Jetzt hat Wippermann aus den von 43 Mädchen selbst per Handy aufgenommenen Singstimmen ein Chor-Video zusammengeschnitten - und zur „virtuellen Welturaufführung“ geladen Wochenlang haben die Sängerinnen des Mädchenchors am Essener Dom nur für sich am Handy oder vor dem Computer geprobt. Seit einigen Wochen dürfen sie zwar wieder in kleinen Gruppen gemeinsam singen – dennoch haben sie ihr aktuelles Werk als „virtuelle Welturaufführung“ präsentiert: „Psalm 63“ heißt das Stück, das am Samstag, 8. August, um 12 Uhr als YouTube-Video online gegangen isrt. Komponiert von Chorleiter Raimund Wippermann, einzeln eingesungen von 43 Mädchen zwischen sieben und 21 Jahren und dann von Wippermann zu einem Chor-Video zusammengeschnitten.

Als im März auch für den Mädchenchor die coronabedingte Zwangspause kam, hatten die jungen Sängerinnen in den Proben schon erste Bekanntschaft mit Wippermanns Psalm-Komposition gemacht. Im Frühling oder Frühsommer sollte das Stück uraufgeführt werden, doch ohne Proben- und Konzert-Möglichkeiten musste dies gestrichen werden. „Aber ein Chor braucht ein Ziel“, betont der erfahrene Chorleiter und Professor an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule. Also setzte Wippermann – wie andere Chöre auch – auf Solo-Proben via Video.

15 „Übevideos“ mit Musik und pädagogischem Geschick

Wo bei erwachsenen Chören jedoch womöglich jedem Sänger eine Musik-Datei mit der eigenen Singstimme genügt, brauchte es bei den Kindern und Jugendlichen des Mädchenchores auch noch pädagogisches Einfühlungsvermögen und Geschick. 15 verschiedene „Übevideos“ hat Wippermann aufgenommen und den Mädchen samt Noten und Material zum Rhythmus des Stücks auf der Internetseite des Chores zur Verfügung gestellt. In den Videos singt Wippermann selbst die Stimmen mehrfach vor und ermuntert jeweils zum Mitsingen und Wiederholen. „So habe ich versucht, für jede Sängerin ein bisschen Proben-Atmosphäre zu schaffen“, sagt Wippermann.

Als dann vor einigen Wochen wieder Proben in kleinen Zehner-Gruppen möglich waren, „habe ich natürlich gemerkt, wer bis dahin mit den Videos mehr und wer weniger geprobt hatte“, so Wippermann. Angesichts der reduzierten Proben konnten die Mädchen so mit den Videos weiter zuhause für sich proben. Kurz vor Beginn der Sommerferien wurde es dann ernst: „Da habe ich alle Mädchen gebeten, das Stück zuhause auf Video einzusingen.“ Das sei für viele Kinder „eine ungeheure Überwindung“ gewesen, sagt der Chorleiter. Schließlich sängen sie sonst immer als Teil einer großen Gruppe und nur selten für sich allein. Mit viel Überzeugungskraft und dem Tipp, sich die Aufnahme „bloß nicht noch mal anzuhören“, habe er schließlich 43 Musik-Videos aus den vier verschiedenen Singstimmen bekommen – und zu einem Chor-Video zusammengeschnitten, berichtet Wippermann.

Live-Konzert am Mittwoch, 30. September, im Dom

Nicht nur mit der auf dieser Weise entstandenen „Psalm 63“-Aufnahme, sondern auch mit der Arbeit und dem Engagement seiner Sängerinnen ist der Chorleiter nun hochzufrieden: „Der Chor ist an diesem Projekt auf jeden Fall gewachsen, jedes Mädchen hat sich ein Stück weit individualisiert“. So sehr die digitale Form von „Psalm 63“ gelungen sei, so sehr freue er sich aber mit dem Mädchenchor darauf, bald auch wieder im Dom zu singen, sagt Wippermann. Für Mittwochabend, 30. September, ist das erste „Voices“-Konzert nach der Corona-Pause geplant. Dann soll „Psalm 63“ auch live erklingen.

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news-18958 Sat, 08 Aug 2020 10:00:00 +0200 Essener Dom feiert Mariä Himmelfahrt und Altfrid-Gedenktag https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-dom-feiert-mariae-himmelfahrt-und-altfrid-gedenktag Feierliche Gottesdienste am Samstag, 15., und Sonntag, 16. August. Das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel und der Gedenktag des Heiligen Altfrid, dem Gründer von Stadt und Stift Essen, bestimmen am Samstag, 15., und Sonntag, 16. August, den Kalender des Essener Doms.

Am Samstag feiert Weihbischof Wilhelm Zimmermann um 10 Uhr mit den Gläubigen das Fest Mariä Himmelfahrt mit einem Pontifikalamt. Im Anschluss an den Gottesdienst wird der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen Altfrid aus der Krypta erhoben und im Dom zur Verehrung aufgestellt. Musikalisch gestaltet die Choralschola der Essener Domsingknaben die Messe.

Das Fest Mariä Himmelfahrt ist seit dem Mittelalter bekannt und wird bis heute von Christen verschiedener Konfessionen gefeiert. In der katholischen Kirche wurde die Lehre von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel 1950 von Papst Pius XII. zum Dogma, also zum verbindlichen Glaubensinhalt, erklärt. Im Saarland und in vielen bayerischen Gemeinden ist Mariä Himmelfahrt ein Feiertag.

Am Sonntag, dem Gedenktag des heiligen Altfrid, feiert Dompropst Thomas Zander um 10 Uhr ein Festhochamt. In der Abendmesse um 19 Uhr mit Domvikar Bernd Wolharn werden die Altfrid-Reliquien dann wieder zurück in die Krypta getragen.

Altfrid wurde um das Jahr 800 geboren und stammte aus einem altsächsischen Adelsgeschlecht. Im Jahr 851 wurde er Bischof von Hildesheim, um das Jahr 852 herum gründete er das Stift Essen, dessen erste Äbtissin seine Schwester Gerswid wurde. Er starb am 15. August 874 und wurde in der Essener Stiftskirche bestattet, die seit Gründung des Bistums Essen dessen Kathedralkirche ist. Altfrids Gedenktag ist der 16. August.

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news-18963 Fri, 07 Aug 2020 08:00:00 +0200 Essener Kardinal-Hengsbach-Haus ist ab Montag wieder geöffnet https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-kardinal-hengsbach-haus-ist-ab-montag-wieder-geoeffnet Nach der coronabedingten Schließzeit steht das Tagungs- und Exerzitienhaus des Ruhrbistums ab dem 10. August wieder Gästen zur Verfügung. Im Gebäude gelten eine grundsätzliche Maskenpflicht und weitere Hygiene-Regeln. Das Tagungs- und Exerzitienhaus des Ruhrbistums, das Essener Kardinal-Hengsbach-Haus, ist nach der coronabedingten Pause ab Montag, 10. August, wieder geöffnet. Ein umfangreiches Hygienekonzept soll die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus bei Seminaren, Meditationsangeboten und anderen Veranstaltungen soweit wie möglich reduzieren.

So gilt im gesamten Gebäude des ehemaligen Priesterseminars in Essen-Werden nun eine Maskenpflicht, außer Gäste befinden sich an ihrem Platz im Tagungsraum oder im Speisesaal. Einbahn-Regelungen und Abstandsmarkierungen im Haus sorgen dafür, dass der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter zum Beispiel auch am Empfang und vor Kaffee-Automaten eingehalten werden kann. Einzelgäste, die nicht Teil einer angemeldeten Tagungsgruppe sind, müssen sich am Empfang in eine Kontaktdatenliste eintragen, um gegebenenfalls Infektionswege nachverfolgen zu können. In den Tagungsräumen sind alle Tische in U-Form gestellt, um trotz Sicherheitsabstand möglichst vielen Teilnehmern Platz zu geben. Dennoch bieten Seminarräume und Hörsäle nun zum Teil nur Platz für weniger als die Hälfte der bisherigen Maximalbelegung. Zudem muss jede Gruppe ihren Raum alle 30 Minuten lüften, zum Mittagessen und nach der Veranstaltung werden alle Tische desinfiziert.

Die Seminarkirche ist zu den Gottesdiensten geöffnet. Zudem können die Kirche und die Kapellen des Hauses durch die Gäste für individuelle Besuchszeiten gebucht werden.

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news-18962 Thu, 06 Aug 2020 16:52:10 +0200 Overbeck: „Eine tatkräftige, profilierte und authentische katholische Persönlichkeit des Ruhrgebietes“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-eine-tatkraeftige-profilierte-und-authentische-katholische-persoenlichkeit-des-ruhrgebietes Ruhrbischof Overbeck würdigt den verstorbenen engagierten Wattenscheider Katholiken Wilhelm Beermann Als „eine tatkräftige, profilierte und authentische katholische Persönlichkeit des Ruhrgebietes“ hat Bischof Franz-Josef Overbeck den am Mittwoch, 5. August 2020, verstorbenen Wilhelm Beermann gewürdigt. „Sein berufliches, ehrenamtliches wie auch politisches Wirken, das hohe Anerkennung verdient, hat Wilhelm Beermann erklärtermaßen stets an den Zielen der katholischen Soziallehre ausgerichtet und damit öffentlich ein glaubwürdiges Zeugnis von seinem Glauben gegeben“, betonte der Bischof. „Dafür gilt ihm mein persönlicher Dank, aber auch der Dank des ganzen Bistums Essen.“

Beermann, der sich schon zur Zeit der Bistumsgründung 1958 als Pfarrjugendführer in Wattenscheid kirchlich engagiert hat, war von Beginn seiner beruflichen Tätigkeit an mit dem Bergbau verbunden. Jahrzehntelang engagierte er sich dort in verantwortlichen Positionen vor allem für die Themen Arbeit und Soziales und förderte die Angebote der „Gemeinsamen Sozialen Arbeit“ von Kirchen und Bergbau. „Beermann steht für den Strukturwandel in unserer Region“, so Overbeck. „Als Arbeitsdirektor und stellvertretender Vorsitzender der Ruhrkohle AG, als erster Vorstandsvorsitzender der deutschen Steinkohle AG und als Ehrenpräsident des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlebergbaus nahm er in für den Bergbau schwierigen Zeiten Führungsverantwortung wahr und trug damit wesentlich auch zu einem sozialverträglichen Gelingen des Strukturwandels im Ruhrgebiet bei.“

Als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Verbandes Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum sowie des Aufsichtsrates des Krankenhausverbundes Katholisches Klinikum Bochum trug Beermann über 20 Jahre lang bis zu seinem Tod große Verantwortung für notwendige Veränderungen und Innovationen im Bereich des Gesundheits- und des kirchlichen Krankenhauswesens in unserem Bistum. Overbeck: „Wir können nur sehr dankbar dafür sein, dass er seine hohe persönliche Kompetenz und seine große berufliche Erfahrung hier wie auch in vielen anderen Bereichen kirchlichen Lebens ehrenamtlich eingebracht hat.“

Von Papst Johannes Paul II. erhielt Beermann 1996 die Ehrung „Ritter des Gregorius-Ordens“, 2001 erhob ihn der Papst zum Komtur des Gregorius-Ordens. Im Jahr 2016 überreichte Bischof Overbeck Wilhelm Beermann das Ehrenzeichen des Bistums Essen und machte ihn zwei Jahre später zum Träger des Heinrich-Brauns-Preises, der an ausgewählte Persönlichkeiten für ihre Verdienste um die katholische Soziallehre und die christlich-soziale Bewegung verliehen wird. „Es freut mich heute umso mehr, dass ich ihm auch auf diese Weise zu seinen Lebzeiten meinen und unseren Dank für sein vielgestaltiges christliches Engagement aussprechen konnte“, erklärte der Bischof.

Overbeck betonte: „Mit dem verstorbenen Wilhelm Beerman verlieren das Ruhrgebiet und die Kirche von Essen eine überzeugende katholische Persönlichkeit, die sich wirksam für soziale Sicherheit, Gemeinwohl und ethisch verantwortliches Handeln in Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche engagiert hat.“ Sein Mitgefühl gelte seiner Frau Marlene und seinen Kindern sowie allen Angehörigen und Freunden. „Ich werde des Verstorbenen im Gebet gedenken und wünsche der Familie Beermann angesichts dieses schweren Verlustes viel Kraft und Zuversicht aus unserem Glauben.“

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news-18961 Thu, 06 Aug 2020 15:57:17 +0200 Energiesparende Lüftung im St.-Hildegardis-Gymnasium https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/hildegardis Modernisierung im Bischöflichen St.-Hildegardis-Gymnasium in der Duisburger Innenstadt reduziert den Stromverbrauch der Lüftungsanlagen um rund 70 Prozent. Im Bischöflichen Gymnasium St. Hildegardis im Duisburger Dellviertel tauscht das Bistum Essen die Lüftungsanlagen in der Turnhalle, den Umkleiden und Duschräumen der Schule gegen neue hocheffiziente Anlagen. Damit sollen die Lüftungen rund 70 Prozent weniger Strom verbrauchen und so zukünftig auch den CO2-Ausstoß reduzieren.

Die neuen Anlagen haben laut der Bauabteilung des Bistums Essen einen Wirkungsgrad von rund 95 Prozent. Die Energie der verbrauchten Raumluft, die nach außen gefiltert wird, werde in den Anlagen genutzt, um die frische Luft von außen in der kälteren Jahreszeit auf etwa 22 Grad zu erwärmen. Das Ruhrbistum ist Träger des Gymnasiums. Die Modernisierung soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Gefördert wird dieses Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit 35 Prozent der gesamten Investitionskosten, das entspricht etwa 120.000 Euro. Ziel des bundesweiten Förderprogramms im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ist es, den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren.

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news-18960 Thu, 06 Aug 2020 14:36:36 +0200 Mehr Platz für junge Sänger und Kirchenmusik-Studenten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/mehr-platz-fuer-junge-saenger-und-kirchenmusik-studenten Im Schatten des Essener Rathauses hat das Bistum Essen das Haus der Kirchenmusik komplett entkernt. Ein neuer Dachstuhl und eine neue Innengestaltung sorgen für mehr Platz für die Musiker und eine bessere Akustik. Außerdem wird das Gebäude energie- und brandschutztechnisch auf den aktuellen Stand gebracht. Hammerschläge statt Orgelmusik, Kreissäge und Bohrmaschine statt wohlklingender Stimmen dutzender Kinder und Jugendlicher – im Essener Haus der Kirchenmusik geht es derzeit nicht nur akustisch recht rustikal zu. Für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Domsingknaben und des Mädchenchors am Essener Dom sowie den Domchor und die Ausbildung der Kirchenmusikschule lässt das Ruhrbistum das Eckgebäude im Schatten des Essener Rathauses komplett entkernen und neu gestalten. Von außen fällt im Moment schon der gerade errichtete höhere Dachstuhl auf. „Hier entsteht der obere Singsaal“, sagt Dombaumeister Ralf Meyers bei einem gemeinsamen Baustellenbesuch mit Architekt Christian Wiechers in der obersten Etage. In dem völlig neu errichteten Raum können die Chöre auf rund 120 Quadratmeter Fläche und mit einem Volumen bis unter den neuen Dachfirst singen – und haben dabei durch die Fenster den Dom stets im Blick.

Schiefe Wände für eine gute Akustik

Ähnlich groß ist der Singsaal im ersten Stock des Hauses, in dem ebenfalls ein Chor proben wird. Hier wurde auch bislang schon gesungen, aber vor allem unter akustisch deutlich schlechteren Bedingungen, erläutert Architekt Wiechers von den Essener Architekten Brüning Rein. „Wir haben hier jetzt eine Schleusensituation, die den Singsaal vom Treppenhaus und dem Rest des Gebäudes entkoppelt“, erläutert er und zeigt auf eine Trockenbauwand, hinter der erst der eigentliche Probenraum beginnt. Übrigens eine der wenigen neuen Wände, die im rechten Winkel steht. Aus akustischen Gründen haben die Fachleute Wert darauf gelegt, dass sich im Haus der Kirchenmusik Wände möglichst nicht parallel gegenüber stehen. Sonst können sogenannte Flatterechos entstehen, die die Musiker stören. Der untere Singsaal grenzt an die schiefe Wand des Nachbarhauses, „deshalb ist diese Wand hier ausnahmsweise gerade“, sagt Wiechers mit einem Schmunzeln. In vielen anderen Räumen musste er bewusst schief planen.

„Man sieht nicht, was richtig Arbeit macht“

Die derart neu konstruierten und extra verstärkten Trockenbauwände sind nur ein Beispiel dafür, dass der größte Umbau-Aufwand in unzähligen Details steckt. „Man sieht nicht, was richtig Arbeit macht“, sagt Wiechers. Und Dombaumeister Meyers erläutert: „Unser Ziel ist es vor allem, die vielen verschiedenen Funktionen im Haus akustisch möglichst gut voneinander zu trennen.“ So sollen zum Beispiel Kinder im Untergeschoss in Ruhe ihre Hausaufgaben machen können, während Chor-Kollegen eine Etage höher bereits proben. Und der Orgelunterricht der Kirchenmusikschule sollte auch nicht durch den Gesang des Domchores gestört werden. Neben Entkopplung und Abschottung „geht es aber natürlich auch darum, dass die Akustik in jedem Raum möglichst optimal ist“, so Wiechers. Ein Grund, weshalb zum Beispiel die Haustechnik mit der Lüftung in Zukunft unterm Dach und nicht im Keller steht. Zu überlegen, wie von dort aus die Lüftungsrohre auf allen Etagen in die verschiedenen Räume geführt werden können, ohne zu stören, „war ein echtes Spaghetti-Labyrinth-Spiel“, sagt Architekt Wiechers. Inklusive akustischen Überlegungen, wie viel Geräusch der Luftzug machen darf.

Mädchenchor hat künftig gut doppelt so viel Platz zum Proben

Obwohl die Fläche des 1960er-Jahre-Gebäudes an der Ribbeckstraße Ecke Am Porscheplatz gleich geblieben und auch die Zahl der Stockwerke nicht erhöht wurde, haben die jungen Musiker im Haus der Kirchenmusik künftig deutlich mehr Platz. „Der Mädchenchor hat früher mit 65 Kindern auf rund 50 Quadratmetern gesungen“, sagt Meyers, „und bei den hohen Sopranstellen haben die Lampen gewackelt“. Künftig steht den Mädchen in einem der beiden ähnlich großen Singsäle mehr als doppelt so viel Platz und deutlich mehr Deckenhöhe zur Verfügung.

Raum gewonnen haben die Musiker vor allem, weil die Etagen neu sortiert sind, außerdem können Chöre und Kirchenmusikschule nun auch Flächen nutzen, die früher anderen Einrichtungen vorbehalten waren. Mehr Platz gibt es aber auch im Treppenhaus, indem die Stufen verbreitert werden, oder im Eingangsbereich, wo Eltern künftig in einem eigenen Café auf ihre Kinder warten können. Zudem sorgt ein neuer Aufzug für Barrierefreiheit im ganzen Gebäude. Und mit dem neuen Giebel in Richtung Rathaus und einer neuen Fassade erhalte das traditionsreiche Haus „ein völlig neues Gesicht“ und sei künftig auch energie- und brandschutztechnisch auf dem aktuellen Stand, betont Wiechers.

Für das ganze Projekt, das von der Herforder Firma AKD-Bau als Generalunternehmer umgesetzt wird, kalkuliert das Bistum aktuell mit einem Bau-Budget von rund 4,3 Millionen Euro plus Nebenkosten zum Beispiel für den Architekten, Fachplaner und die Einrichtung des Hauses. Beziehen werden Domsingknaben, Domchor, Mädchenchor und die angehenden Kirchenmusiker die neuen Räume in den Sommerferien 2021 – bis dahin proben sie in Behelfsquartieren im Bischöflichen Generalvikariat oder dem Altfridsaal am Dom.

Baustellenkonzert der Essener Domsingknaben

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news-18959 Thu, 06 Aug 2020 11:39:17 +0200 Bischof Overbeck schreibt mehr als 4500 Erstklässlern https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-schreibt-mehr-als-4500-erstklaesslern-und-macht-mut Bunte Postkarte grüßt die Kinder zum Start in die Schule und macht Mut für den neuen Lebensabschnitt. „Achtung stolzes Schulkind“ – das dürfen in der kommenden Woche rund 4500 katholische Kinder im Bistum Essen von sich behaupten. In diesen Tagen bekommen sie Post von Bischof Franz-Josef Overbeck, allein in Essen schreibt der Bischof mit der bunten Postkarte rund 1220 Kinder an, um ihnen einen guten Start in der Schule zu wünschen.

Auf der Rückseite geht Bischof Overbeck in diesem Jahr auf die coronabedingten Besonderheiten im kommenden Schuljahr, aber auch die Schwierigkeiten der Zeit vor den Ferien ein: „Die letzten Wochen waren oft anders als sonst. Das Corona-Virus hat dein Leben ordentlich durcheinandergewirbelt. Der Abschied aus dem Kindergarten oder der Vorschule war bestimmt nicht einfach. Schon bald geht es in der ersten Klasse weiter.“

„Sag, was du denkst!“

Dann schreibt er weiter über die vielen Dinge, die jedes Kind schon kann – und die Dinge, bei denen es noch Hilfe braucht. Dabei gebe es neben Lehrern, Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden, „noch jemanden, der stets an deiner Seite ist: Es ist Gott“, so Overbeck. Und er schreibt. „Du bist ein Gedanke Gottes! Bleibe einzigartig!“ Das ist auch das Thema einer kleinen bunten Karte, die jedes Schulkind mit der Postkarte erhält, und sich zum Beispiel in das Etui stecken kann. „Nutze deine Fantasie!“, „Finde neue Freunde!“ oder „Sag, was du denkst!“ steht dort als kleine Motivationshilfe für den Start in der ungewohnten Umgebung.

Traditionell schreibt der Bischof zum Start des neuen Schuljahrs allen katholischen Erstklässlern – unabhängig davon, ob sie auf eine katholische, eine Gemeinschafts- oder eine andere Grundschule gehen.

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news-18957 Wed, 05 Aug 2020 16:17:24 +0200 Gereon Alter wirbt im „Wort zum Sonntag“ für den Blick aufs Ganze https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gereon-alter-wirbt-im-wort-zum-sonntag-fuer-den-blick-aufs-ganze Essener Pfarrer wendet sich in der ARD gegen „ideologisch aufgeladene Diskussionen“ in der Corona-Krise. In den Debatten um die Corona-Krise sei „etwas aus dem Lot geraten“, sagt der Essener Pfarrer Gereon Alter. In seinem „Wort zum Sonntag“ spricht er am Samstagabend, 8. August, von „ideologisch aufgeladenen Diskussionen“, die immer mehr Menschen leid seien, weil sie lieber konkrete Probleme lösen wollen. Unter dem Titel „Spot aus! Licht an!“ plädiert Alter dafür, wieder mehr aufs Ganze zu schauen und sich nicht von sogenannten „Querdenkern“ in die Irre führen zu lassen, die gerade besonders im Rampenlicht stehen.

Zu sehen ist das „Wort zum Sonntag“ am Samstagabend nach den „Tagesthemen“ um 23.45 Uhr in der ARD und bereits am 18 Uhr online unter www.daserste.de/wort. (tr)

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news-18956 Tue, 04 Aug 2020 14:51:54 +0200 Bistum lädt wieder zu spirituellen Veranstaltungen ein https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-laedt-wieder-zu-spirituellen-veranstaltungen-ein Nach der coronabedingten Pause gibt es im zweiten Halbjahr vom „team exercitia“ zahlreiche neue Kurse für Menschen auf der Suche nach Ruhe, Meditation und Spiritualität. Menschen, die auf der Suche nach Ruhe, Meditation und Spiritualität sind, bietet das „team exercitia“ des Bistums Essen nach der coronabedingten Pause ab Ende August wieder zahlreiche Veranstaltungen im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus an. Gerade angesichts der aktuell sehr bewegten Zeiten lädt das Team dazu ein „innezuhalten, durchzuatmen und eine tiefere Kraft (auf) zu suchen, die den vielen aktuellen Herausforderungen gewachsen ist“.

Auf dem Programm stehen unter anderem Besinnungstage und -wochenenden, besondere Angebote für Paare, Frauen oder junge Menschen, eine spirituelle Wanderung und ein Angebot für den Jahreswechsel. Für jede Veranstaltung gibt es ein eigenes Hygienekonzept, über die einzelnen Regelungen werden die Teilnehmer jeweils vor jeder Veranstaltung informiert.

Eine Übersicht über alle Veranstaltungen des zweiten Halbjahres sowie weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es online unter https://team-exercitia.de.

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news-18954 Mon, 03 Aug 2020 16:06:38 +0200 Sieben junge Seelsorger beginnen Ausbildung im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sieben-junge-seelsorger-beginnen-ausbildung-im-bistum-essen Nach dem Theologiestudium starten die angehenden Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten jetzt in verschiedenen Pfarreien des Ruhrbistums in ihre dreijährige Berufseinführung. Sieben junge Frauen und Männer sind am Montag im Bistum Essen in die praktische Ausbildung als angehende Seelsorgerinnen und Seelsorger gestartet. Nach dem Theologiestudium beginnt für die künftigen Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten damit die dreijährige Berufseinführung in Pfarreien des Bistums Essen. Vor ihrem Start vor Ort begrüßte Ingelore Engbrocks, Bischöfliche Beauftragte für die Ausbildung des pastoralen Personals, die Auszubildenden am Montag im Essener Generalvikariat.

Einige der angehenden Seelsorgerinnen und Seelsorger bringen bereits Berufserfahrungen aus anderen Lebensbereichen mit. So hat sich Bettina Vermeulen zunächst zur Heilerziehungspflegerin ausbilden lassen, Lydia Pappert ist Pharmazeutisch-Technische Assistentin und Michael Roberz Industriekaufmann.

Informationen zu den verschiedenen pastoralen Berufen im Bistum Essen und zu den Ausbildungswegen gibt es online unter www.kirche-kann-karriere.de sowie bei Ingelore Engbrocks.

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news-18953 Mon, 03 Aug 2020 14:53:42 +0200 Essener Kirche St. Hubertus erhält neue Turmspitze https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-kirche-st-hubertus-erhaelt-neue-turmspitze Arbeiter in über 60 Meter Höhe reparieren Brandschaden an Essens zweithöchstem Kirchturm. Im Anschluss daran soll die Fassade der gut 100 Jahre alten Kirche saniert werden. In schwindelerregender Höhe von gut 60 Metern über Essen-Bergerhausen beginnen Arbeiter in den kommenden Tagen damit, den Brandschaden am Turm der Kirche St. Hubertus zu reparieren. Dabei erhält der zweithöchste Kirchturm Essens an der Spitze eine neue Eindeckung. Auch im Inneren des Turms sind Arbeiten erforderlich.

Ein Blitz hatte den Turm im Januar 2014 bei einem nächtlichen Gewitter in Brand gesetzt. Stundenlang bemühte sich damals die Feuerwehr in einer stellenweise dramatischen, bundesweit beachteten Rettungsaktion, das Feuer zu löschen. Zunächst war den Flammen in dieser Höhe weder von innen noch von außen beizukommen. Zeitweise brannte der Turm wie eine lodernde Fackel und das schwere Kreuz an der Spitze drohte ins Kirchenschiff zu stürzen. Während über ihnen gelöscht wurde, brachten Gemeindemitglieder gemeinsam mit Feuerwehrleuten das Inventar der Turmkapelle und Kunstwerke aus dem Kirchenschiff in Sicherheit. Erst nach Stunden konnten die Rettungskräfte schließlich dank einer aus Düsseldorf herbeigerufenen mobilen Arbeitsplattform die Turmspitze von außen erreichen, das Kreuz sichern und den Brand löschen.

Turmhelm wurde zunächst provisorisch gesichert

In den Tagen danach wurde der Turmhelm zunächst provisorisch gesichert. Dass es bis zur endgültigen Reparatur nun mehr als sechseinhalb Jahre gedauert hat, hängt mit dem weiteren Sanierungsbedarf von St. Hubertus und dem Pfarreientwicklungsprozess zusammen. Weil Feuchtigkeit in die Tuffstein-Fassade des mehr als 100 Jahre alten Gotteshauses eingedrungen ist, brechen immer wieder Teile aus der Fassade. Bereits seit Jahren schützt ein Gerüst am unteren Teil des Turms Passanten vor dieser Gefahr. Nach dem Brand hatte das Bistum der Pfarrei St. Lambertus, zu der St. Hubertus gehört, rasch die Übernahme der Kosten für die Sanierung der Turmspitze und die deutlich aufwändigere Fassadensanierung zugesagt. Für den Start der Arbeiten musste jedoch zunächst das Ergebnis des Pfarreientwicklungsprozesses in St. Lambertus abgewartet werden. Als 2018 dann klar war, dass die Pfarrei die Kirche St. Hubertus weiter langfristig nutzen wird, hat das Bistum die bereits 2014 reservierten Gelder in Millionenhöhe freigegeben. Zudem wird die Sanierung der Kirche von Seiten der Bundesregierung mit zwei Millionen Euro unterstützt. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Pfarrei, dem Diözesanbaumeister des Bistums Essen, Thomas Tebruck, und einem Architekturbüro plant und überwacht die Arbeiten.

Im ersten Schritt steht nun die allein vom Bistum finanzierte Sanierung der Turmspitze auf dem Programm. Hierfür wird das bestehende Gerüst am Turm bis zur Spitze erhöht. Der Verwaltungsleiter von St. Lambertus, Ferdinand Lütke Daldrup, erwartet, dass die Arbeiten mehrere Monate in Anspruch nehmen und sicherlich bis ins kommende Jahr hinein laufen. „Wir hoffen, dass wir im Anschluss daran dann mit der Fassadensanierung beginnen können.“ Auch während der Baumaßnahmen feiert die Gemeinde in St. Hubertus im Kirchenschiff ihre Sonntagsmessen und in der Turmkapelle ihre Werktagsgottesdienste.

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news-18952 Mon, 03 Aug 2020 12:51:54 +0200 Namen und Daten | 03.08.2020 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-03082020 Eileen Krauße, Dragica Vidovic, Tabea Diek, Michael Diek, Korbinian Labusch, Louisa Theisen, Sabrina Lewandowski, Lydia Pappert, Rebecca Griemens, Jan Hendrik Ilk, Bettina Vermeulen, P. Tadeusz Pytka OFMConv, P. Krzysztof Szachta OFMConv Eileen Krauße ist mit Wirkung zum 01. August 2020 zur Pastoralen Mitarbeiterin für die Krankenhausseelsorge am Universitätsklinikum Essen in der Pfarrei St. Antonius, mit einem Beschäftigungsumfang von 50%, ernannt worden.

Dragica Vidovic ist mit Wirkung zum 01. August 2020 mit einem Beschäftigungsumfang von 25% zur Gemeindereferentin an der Propsteipfarrei St. Augustinus in Gelsenkirchen ernannt worden. Mit 75% ist sie zur Gemeindereferentin in der Seelsorge für die kroatischsprachigen Katholiken in Gelsenkirchen, Gladbeck, Bochum und Wattenscheid sowie in den Pfarreien St. Peter und Paul in Hattingen und St. Peter und Paul in Witten-Spockhövel-Wetter ernannt worden.

Tabea Diek  ist mit Wirkung zum 01. August 2020 nach erfolgreichem Abschluss ihrer Assistenzzeit, zur Pastoralreferentin an der Propsteipfarrei St. Clemens in Oberhausen ernannt worden.

Michael Diek ist mit Wirkung zum 01. August 2020 zum Pastoralreferenten an der Pfarrei St. Gertrud in essen ernannt worden und gleichzeitig von seinen Aufgaben als Pastoralreferent an der Propsteipfarrei St. Peter und Paul in Bochum entpflichtet worden.

Korbinian Labusch  ist mit Wirkung zum 01. August 2020 nach erfolgreichem Abschluss seiner Assistenzzeit, zum Pastoralreferenten an der Pfarrei St. Josef in Essen ernannt worden.

Louisa Theisen  ist mit Wirkung zum 01. August 2020 nach erfolgreichem Abschluss ihrer Assistenzzeit, zur Gemeindereferentin an der Propsteipfarrei St. Urbanus in Gelsenkirchen ernannt worden.

Sabrina Lewandowski ist mit Wirkung zum 01. August 2020 als Pastorale Mitarbeiterin der Propsteipfarrei St. Gertrud von Brabant in Bochum-Wattenscheid angestellt worden.

Lydia Pappert beginnt mit dem 01. August 2020 als Pastoralassistent das 1. Assistenzjahr. Ihr Einsatz erfolgt in der Pfarrei Liebfrauen in Duisburg.

Rebecca Griemens  beginnt mit dem 01. August 2020 als Gemeindeassistentin das 1. Assistenzjahr. Ihr Einsatz erfolgt in der Pfarrei St. Josef in Gelsenkirchen.

Jan Hendrik Ilk beginnt mit dem 01. August 2020 als Pastoralassistent das 1. Assistenzjahr. Sein Einsatz erfolgt in der Pfarrei St. Christus König in Halver.

Bettina Vermeulen beginnt mit dem 01. August 2020 als Pastoralassistent das 1. Assistenzjahr. Ihr Einsatz erfolgt in der Pfarrei St. Michael in Duisburg.

P. Tadeusz Pytka OFMConv ist mit Wirkung zum 01. August 2020 zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Michael in Werdohl-Neuenrade ernannt worden.

P. Krzysztof Szachta OFMConv ist mit Wirkung zum 01. August 2020 zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Michael in Werdohl-Neuenrade ernannt worden.

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news-18951 Thu, 30 Jul 2020 18:38:47 +0200 Frühere BDKJ-Vorsitzende Norpoth sieht wachsenden Willen zur Veränderung in der Kirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/fruehere-bdkj-vorsitzende-norpoth-sieht-wachsenden-willen-zur-veraenderung-in-der-kirche Nach fünf Jahren als ehrenamtliche Bundesvorsitzende des Dachverbands der katholischen Jugend hat die Studentin aus Gelsenkirchen im Interview mit katholisch.de Bilanz gezogen. Katharina Norpoth, bis zum vergangenen Sonntag ehrenamtliche Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), sieht einen wachsenden Willen zur Veränderung in der Kirche. So sei zuletzt das Ehrenamt in der Kirche gestärkt worden, sagte die Gelsenkirchenerin heute im Interview mit dem Portal katholisch.de. Auch beim Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland, dem Synodalen Weg, gebe es „ein gutes Miteinander“, betonte die 1991 geborene Studentin der Sozialwissenschaften, die den Dachverband der katholischen Jugendverbände fünf Jahre lang als ehrenamtliche Vertreterin im vierköpfigen Bundesvorstand mitgeleitet hat. Bundesweit vertritt der BDKJ die Interessen von 17 Mitgliedsverbänden mit insgesamt rund 660.000 Kindern und Jugendlichen.

Das „profilierte Engagement“ der 15 Jugendvertreter, die der BDKJ für den Synodalen Weg benannt hat, zeige, „wie wichtig es ist, dass sich die junge Generation einbringt“, betonte Norpoth. Sie ist selbst Mitglied in der Synodalversammlung, dem höchsten Gremium des Reformdialogs, und engagiert sich im Synodalforum „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem BDKJ-Vorstand möchte sie sich weiter beim Synodalen Weg mitmachen – in welcher Form, werde aktuell noch geklärt, so Norpoth.

BDKJ als Beispiel für deine Wege in der Kirche

Für neue Wege in der Kirche sei der BDKJ ein gutes Beispiel, „etwa beim Thema geteilte Leitung von Priestern und Laien“, betonte Norpoth. Der Verband werde zudem als starke Stimme wahrgenommen: „Es ist nicht so, dass wir immer nur auf Politikerinnen und Politiker oder kirchliche Würdenträger zugehen, sondern dass das auch sehr oft andersherum passiert: Dass wir also gefragt werden, welche Meinung die Jugend der Kirche zu einem bestimmten Thema hat.“

Themen wie Europa und Digitale Lebenswelten seien in ihrer Amtszeit wichtiger geworden, fügte Norpoth hinzu. Eine bedauerliche Entwicklung sei die Zunahme von Hasskommentaren im Internet und in den Sozialen Netzwerken. „Ein rauer Ton und Anfeindungen bringen niemanden weiter“, betonte sie.

Norpoth möchte sich künftig wieder stärker um ihr Studium der Sozialwissenschaften an der Bochumer Ruhr-Uni kümmern, dabei habe sie beim BDKJ „mehr gelernt als in so mancher Veranstaltung an der Universität“.

Vorerst keine Nachfolgerin als ehrenamtliche Bundesvorsitzende

Im vierköpfigen BDKJ-Bundesvorstand war Norpoth nach 20 Jahren die erste ehrenamtliche Vorsitzende. Einerseits sei das Ehrenamt dadurch – nicht nur im BDKJ – sichtbarer und gestärkt worden. Andererseits hat es auf der BDKJ-Hauptversammlung am Wochenende keine Nachfolgerin für Norpoth gegeben. Dies sei „sehr schade“, denn ihr Amt sei „eine sehr zeitaufwändige, aber auch sehr gewinnbringende und wichtige Aufgabe“. Sie hoffe daher, „dass es in naher Zukunft wieder eine ehrenamtliche Bundesvorsitzende gibt“.

Das Ruhrbistum bleibt im Bundesvorstand der Jugendorganisation indes auch nach Norpoths Ausscheiden vertreten: Zum neuen Präses und hauptamtlichen Vorstandsmitglied des BDKJ wählten die Delegierten den früheren Jugendseelsorger des Ruhrbistums und langjährigen Leiter des Jugendhauses St. Altfrid, Stefan Ottersbach.

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news-18950 Thu, 30 Jul 2020 14:46:05 +0200 Mit klaren Regeln und pfiffigen Konzepten wird Gemeindeleben trotz Corona wieder möglich https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/mit-klaren-regeln-und-pfiffigen-konzepten-wird-gemeindeleben-trotz-corona-wieder-moeglich Viele Pfarreien bemühen sich, Kirchen und Gemeindeheime trotz Abstandsregeln wieder zu öffnen. Zusammen mit den Gruppen ihrer Pfarrei St. Cyriakus haben der Bottroper Propst Jürgen Cleve und Verwaltungsleiter Thomas Hellbach ein Konzept erstellt, das Gemeindeleben soweit es geht wieder möglich machen will. Draußen auf dem Kirchplatz toben ferienspielende Kinder, drinnen begrüßen ein Desinfektionsmittelspender und ein „Herzlich Willkommen“-Plakat die Besucher des Bottroper Gemeindeheims Herz-Jesu. Corona ist gerade für Kirchengemeinden eine besondere Herausforderung, schließlich geht es dort – egal ob im Gottesdienst oder bei Gruppenveranstaltung – fast immer um Treffen mit mehreren Menschen. Die Pfarreien im Bistum Essen testen daher aktuell, wie möglichst viel kirchliches Leben in Gotteshäuser und Pfarrheime zurückkehren kann, ohne Besucher oder Mitarbeiter einer besonderen Ansteckungsgefahr auszusetzen. Je nach Bedingungen und Möglichkeiten vor Ort agieren manche noch zurückhaltend, während anderswo das Gemeindeleben zwischen Sonntagsmesse, Kolpingtreffen und Chorprobe schon wieder Fahrt aufnimmt. So wie in Bottrop.

„Vorsichtig und mutig zugleich“, seien sie an diese Aufgabe herangegangen, sagt Propst Jürgen Cleve, Bottroper Stadtdechant und Pfarrer der Innenstadtpfarrei St. Cyriakus. Gemeinsam mit Verwaltungsleiter Thomas Hellbach hat er ein Hygienekonzept erarbeitet, das in den Pfarrei-Immobilien nun die Basis für das Gemeindeleben in Corona-Zeiten ist. Ein Konzept, das vor allem im Gespräch mit den verschiedenen Gruppen entstanden sei, betonen Hellbach und Cleve. Egal ob Chöre, KAB oder Caritas, „unsere Nutzer sollen das Konzept zu ihrem machen“, so Hellbach. Auf zwei Textseiten stehen nun Corona-Selbstverständlichkeiten wie Mindestabstand, Husten-Etikette und eine Maskenpflicht, so lange man sich in den Räumen der Pfarrei bewegt. Es gibt aber auch Besonderheiten: Um den Kirchen-Gruppen ihre ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern stellt St. Cyriakus für alle Treffen Hand- und Flächendesinfektion zur Verfügung. „Das garantiert auch, dass vernünftige Mittel verwendet werden“, so Hellbach. Propst Cleve und er wollen nicht Corona-Schiedsrichter sein, sondern vor allem „Ermöglicher“. Dabei haben der Propst und der Verwaltungsleiter zunächst vor allem die eigenen Gemeindegruppen im Blick, außerdem können Selbsthilfegruppen die Pfarreiräume nützen. „Eine Privatvermietung ist derzeit noch nicht wieder möglich“, sagt Cleve.

Schwierige Geselligkeit in Corona-Zeiten

Für die Gemeindegruppen sei derzeit „alles schwierig, was mit Geselligkeit und Kaffeetrinken einhergeht“, hat der Pfarrer festgestellt. Kaffee und Gebäck könne man beim Seniorentreff durchaus mit 1,5 Meter Abstand genießen– aber das Verteilen von selbst gebackenem Kuchen und von Getränken durch jeden, der gerade mithelfen mag, das gehe derzeit nicht. Gut, dass es da Maria Hoffmann gibt: Die Mitarbeiterin der Seniorenbegegnungsstätte – gerade 70 Jahre alt geworden – ist nun die einzige, die noch in die Küche darf. Von dort aus übernimmt sie die Bewirtung, schenkt Kaffee aus, verteilt einzeln abgepackte Kuchenstücke und bringt bei Bedarf Kaltgetränke in kleinen, individuellen Flaschen.

Voranmeldung sorgt für flexible Platz-Verteilung

Auch wenn die Zahl der Gottesdienste in St. Cyriakus nicht reduziert wurde nutzt die Pfarrei wegen des großen Vorbereitungsaufwands hierfür derzeit nur zwei Kirchen und bittet die Gläubigen, sich für die Messen in St. Cyriakus und St. Ludgerus telefonisch anzumelden. Was manchem Besucher etwas aufwendig erscheinen mag, sorgt für Flexibilität, erläutern Hellbach und Cleve: Statt 1,5 Meter Abstand neben jedem Platz, können die Verantwortlichen in Bottrop die Plätze flexibel nach Einzelbesuchern oder Mitgliedern einer Hausgemeinschaft aufteilen. Das mache sich vor allem bei besonderen Intentionen, dem Gebet für Verstorbene bemerkbar, betont Cleve: „Wenn uns jemand fragt, ob er mit 20 Angehörigen zum Sechs-Wochen-Amt kommen kann, können wir das so meist möglich machen.“ Außerdem gehe es am Kircheneingang viel zügiger, wenn nur noch angemeldete Personen auf einer Liste abgehakt werden müssten, anstatt von jedem Besucher Name und Anschrift zu erfassen.

Chöre proben in der Kirche

Die anderen Kirchen bleiben derweil nicht ungenutzt. In der großen Herz-Jesu Kirche zum Beispiel haben jetzt mehre Chöre der Pfarrei einen corona-sicheren Probenort gefunden. „Der Kirchen-Raum ist viel größere als unsere Säle und kann dank der großen Türen gut belüftet werden“, sagt Cleve.

Auch vor der Tür spielt Corona eine Rolle: Wie in anderen Pfarreien auch haben die Jugendleiter von Messdiener- und Pfadfindergruppen ein Ferien-Spieleprogramm auf die Beine gestellt – als Ersatz für ausgefallene Ferienlager und womöglich abgesagte Urlaubsreisen. 30 Kinder machen in St. Cyriakus mit, die – wie in Schule oder Kindergarten aufgeteilt – in zwei Gruppen „die ganze Woche fest zusammenbleiben“, so Cleve. So soll auch hier trotz Spiel und Spaß das Ansteckungs- und Verbreitungsrisiko so gering wie möglich bleiben.

Wie es nach den Sommerferien weitergeht? „Wir sind keine Hellseher“, sagen Hellbach und Cleve. Sie setzen darauf, die Hygieneregeln in ihrer Pfarrei gegebenenfalls flexibel anzupassen. Vor allem aber müsse man „im Gespräch bleiben“, betont Cleve.

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news-18949 Tue, 28 Jul 2020 14:11:19 +0200 Sonderheft zum Synodalen Weg für Religionsunterricht erschienen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sonderheft-zum-synodalen-weg-fuer-religionsunterricht-erschienen Erfahrungsberichte, Perspektiven auf den Synodalen Weg und Arbeitsmaterial bietet ein neues bundesweites Sonderheft für den Religionsunterricht. Das Heft für die Sekundarstufe 1 und 2, an dem auch das Bistum Essen mitgearbeitet hat, steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit oder kann bestellt werden. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz ist ein bundesweites Themenheft für den Religionsunterricht zum Synodalen Weg erschienen. Mit einem Beitrag zu Unterrichtsideen ist auch Christiane Schmidt, Schulleiterin des Mariengymnasiums und Lehrerin für katholische Religion und Latein in Essen-Werden, daran beteiligt.

„Für viele Schüler ist der Religionsunterricht der wichtigste und oft einzige Ort der Begegnung mit dem christlichen Glauben und der Kirche“, sagt Gabriele Eichwald-Wiesten, Referentin für Religionspädagogik im Schuldezernat des Bistums Essen. „Wenn ich Schüler, so wie es der Lehrplan in der Sekundarstufe 2 vorsieht, mit Kirchenbildern des Zweiten Vatikanischen Konzils als Perspektive für eine Erneuerung der Kirche vertraut mache, kann ich nicht stehen bleiben, sondern sollte den Blick auf die neuen Entwicklungen in der Kirche in unserer Zeit weiten.“ Das Sonderheft ermutige Lehrer und Schüler, sich offen mit dem Synodalen Weg zu beschäftigen, Auswirkungen innerhalb der Kirche zu beobachten und zu analysieren und zu einer eigenen Einschätzung zu gelangen.

An dem 100 Seiten umfassenden Heft, erstellt vom Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg, haben außerdem die Professoren Thomas Söding von der Ruhr-Universität Bochum, Julia Knop aus Erfurt, Klaus Lüdicke aus Münster und Richard Hartmann aus Fulda mitgewirkt. Sie erörtern das Themenfeld rund um Synode, Synodalität und Synodaler Weg aus neutestamentlicher, dogmatischer, kirchenrechtlicher und pastoraltheologischer Sicht.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode stellt in einem eigenen Beitrag die Überlegungen vor, welche die deutschen Bischöfe schließlich dazu bewegten, den Synodalen Weg zu beschreiten. Weitere Mitglieder der Synodalversammlung berichten von ihren Erfahrungen, die sie auf der ersten Etappe dieses Weges gesammelt haben. Im zweiten Teil des Heftes gibt es Unterrichtsideen und -materialien für die Jahrgangsstufen 10 bis 13, die das Thema didaktisch-methodisch konkretisieren.

Das Themenheft „Synodaler Weg“ als Sonderausgabe in der Reihe „Themen im Religionsunterricht“ wendet sich laut Bischofskonferenz und ZdK vor allem an Religionslehrer in den Sekundarstufen 1 und 2. Die Grundsatzartikel und Materialien können ebenso in der Erwachsenenbildung und in der Gemeindearbeit verwendet werden. Es richte sich zusammenfassend aber auch an alle, die den Synodalen Weg mit Interesse verfolgen.

Das Sonderheft kann über die Schulabteilung des Bistums Essen sowie über das Freiburger Institut für Religionspädagogik unter www.irp-freiburg.de bezogen werden und steht zum kostenlosen Download bereit.

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news-18948 Tue, 28 Jul 2020 10:48:23 +0200 Flohmarkt am Dom lädt erst 2021 wieder zum Trödeln ein https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/flohmarkt-am-dom-laedt-erst-2021-wieder-zum-troedeln-ein 25. Jubiläums-Auflage des beliebten Trödel-Treffs für den guten Zweck wird um ein Jahr verschoben. Am 19. Juni 2021 soll es dann parallel zum Flohmarkt auch wieder ein Sommerfest am Dom geben. Die 25. Auflage des beliebten Flohmarkts am Essener Dom findet wegen der Corona-Beschränkungen erst im kommenden Jahr statt. Durch die aktuell geltenden Einschränkungen würde „der typische Charakter der Veranstaltung verloren gehen und dem 25. Jubiläum nicht gerecht“, fürchten die Veranstalter. Zusammen mit dem Sommerfest am Dom lädt der Flohmarkt am Dom nun am 19. Juni 2021 von 10 bis 16.30 Uhr wieder zum Trödeln in die Essener Innenstadt ein.

Organisiert von der Weltkirche-Abteilung des Bistums Essen und zahlreichen Partnern verkaufen seit 1996 jeweils im Sommer Gruppen aus Kirchengemeinden, Verbänden und anderen katholischen Organisationen in Essens historischem Zentrum Liebenswertes und gut Erhaltenes. Mit dem Erlös unterstützen sie Hilfsprojekte in aller Welt und die kirchliche Arbeit vor Ort. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Citypastoral „grüßgott“ zudem parallel zum Flohmarkt auch zum Sommerfest am Dom eingeladen.

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news-18947 Mon, 27 Jul 2020 17:07:51 +0200 Auf der Rolle statt auf dem Nürburgring: Altfrid Fighter fahren per Rad 4054 Kilometer für den guten Zweck https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/auf-der-rolle-statt-auf-dem-nuerburgring-altfrid-fighter-fahren-per-rad-4054-kilometer-fuer-den-guten-zweck In diesem Jahr haben die Altfrid Fighter auf digitalen Strecken und von Essen nach Hagen-Rummenohl in die Pedale getreten – für insgesamt 4054 gefahrene Kilometer gibt es nun Geld für den guten Zweck. Gleichmäßig treten die Sportler in die Pedale, die Fahrradreifen drehen sich – doch statt auf dem Asphalt des Nürburgrings rollen sie einige Zentimeter über dem Boden der Jugendbildungsstätte in Hagen-Rummenohl. In sogenannten Rollentrainern sind dort die Räder der Altfrid Fighter mit ausreichend Corona-Abstand aufgebaut. Wie gewohnt sind die Sportler aus dem Bistum Essen in diesem Sommer alleine oder in Teams angetreten, um auf ihren Rädern für den guten Zweck zu fahren: Pro „Nürburgringrunde“ – 26 Kilometer – bekommen die Fahrer eine vorher fest vereinbarte Summe ihrer Sponsoren.

Dass das 24-Stunden-Rennen „Rad am Ring“ coronabedingt ausfallen musste, hat die Hobbysportler in diesem Jahr nicht davon abgehalten, sich wieder in den Sattel zu setzen – alternativ bei ihrem eigenen Event „Rad am Tal“. Die ersten 1735 Kilometer hatten 28 Fahrer schon am Samstagmorgen auf der Fahrt von Essen bis nach Rummenohl auf rund 523 Höhenmetern zurückgelegt. Mit dem Reisesegen von Weihbischof Wilhelm Zimmermann waren die Fahrer am Dom gestartet. Nach der Ankunft in Rummenohl haben 17 Fahrer dann nochmal auf der Rolle in die Pedale getreten und in 24 Stunden gemeinsam weitere 2319 Kilometer erreicht. Auf dem Nürburgring wären das insgesamt etwa 90 Runden.

Digitales Höhenprofil per Software

Für das echte Renngefühl gab es verschiedene Varianten: Einige Rollentrainer liefen gekoppelt mit einer Software, die Steigungen und Gefälle des Nürburgrings an den entsprechenden Punkten einberechnet, und die Rollen entsprechend leichter oder schwerer laufen lässt. Aber auch ohne Software konnten sich die Fahrer ein bisschen „Grüne Hölle“ nach Rummenohl holen: Per Beamer lief auf einer Leinwand das Video aus der Perspektive eines Rennradfahrers auf der Formel-1-Strecke, entsprechende Steigungen konnten die Sportler dann manuell als Widerstand an den Rollen einstellen.

Für die Altfrid Fighter war das Alternativrennen eine echte Herausforderung. „Es ist viel anstrengender auf den Rollen zu fahren, man hat keinen Fahrtwind, der einen kühlt und auch keine Abfahrten, die einem nochmal richtig Schwung für den nächsten Anstieg mitgeben. Man muss über eine Stunde durchtreten“, sagt Fahrer Maximilian Strozyk. Für ein bisschen Fahrtwind mussten dann Ventilatoren sorgen. Zunächst draußen auf dem Hof, mussten die Fahrer nach Starkregen am Samstagabend sogar nach drinnen wechseln. Auch die Hygieneregeln vor Ort machten es dem Team beim Rennen, den Schlafplätzen und dem Catering nicht immer leicht, mit den Helfern konnte das aber gut gestemmt werden, sagt der Priester und Kurat der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Bistum Essen.

Eine Chance für zukünftige Events

Welche Summe die Altfrid Fighter in diesem Jahr gesammelt haben, ist noch nicht offiziell verkündet, Andreas Scholten, Organisator und Mitbegründer der Altfrid Fighter, geht aber von einer fünfstelligen Summe aus. Von dem Spendengeld aus „Rad am Tal“ soll in der Jugendbildungsstätte der DPSG in Rummenohl der Gruppenraum renoviert, das Holz im Niedrigseilgarten erneuert und in der Hauskapelle ein Meditationsraum geschaffen werden. „Die Jugendbildungsstätte hatte in den vergangenen Monaten Riesenausfälle, vor allem weil Plätze nur halb belegt werden konnten. Das muss jetzt kompensiert werden, da sind die Spenden sehr hilfreich“, freut sich Maximilian Strozyk. Außerdem bekommt das K4-Zentrum in Gladbeck eine Spende der Bistumssportler – nach der Absage von „Rad am Ring“ hatten viele Altfrid Fighter ihr Startgeld nicht zurückgefordert. Das kommt nun dem sozialpastoralen Zentrum in Gladbeck zugute.

Aus dem außergewöhnlichen Rennen konnten die Sportler außerdem eine wichtige Erkenntnis für die Zukunft gewinnen. „Wir wollten schon immer mal ein zusätzliches Alternativevent zu Rad am Ring ausprobieren“, sagt Scholten. „Jetzt ist es einfach so passiert und hat wunderbar funktioniert. Jetzt wissen wir, dass wir solche Events anbieten können.“ Auch für den achtjährigen Johannes hatte das Rennen in Rummenohl einen großen Vorteil: Er konnte zum ersten Mal für die Altfrid Fighter fahren, denn am Nürburgring dürfen sonst nur Erwachsene starten. Als jüngster Fahrer legte er 38 Kilometer bis Rummenohl und 16 Kilometer auf der Rolle zurück. Die Altfrid Fighter sind sich nach diesem Wochenende einig: Eine reine Ersatzveranstaltung war Rad am Tal nicht: Das „Ringfeeling“, es war trotzdem da.

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news-18946 Mon, 27 Jul 2020 15:27:23 +0200 BDKJ wählt Stefan Ottersbach zum Bundespräses https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bdkj-waehlt-stefan-ottersbach-zum-bundespraeses Nach zehn Jahren als Rektor des Essener Jugendhauses St. Altfrid wurde der 44-jährige Priester am Wochenende in den Bundesvorstand der Dachorganisation der deutschen katholischen Jugendverbände gewählt. Der aus Duisburg stammende und zuletzt in Essen tätige Priester Stefan Ottersbach ist neuer Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die 106 Delegierten der Hauptversammlung des Dachverbands der katholischen Jugendverbände wählten den 44-Jährigen am Wochenende bei ihrem coronabedingt reinen Online-Treffen zum geistlichen Begleiter des BDKJ. Zugleich ist Ottersbach damit Mitglied im Bundesvorstand der Organisation, in deren 17 Mitgliedsverbänden rund 660.000 Kinder und Jugendliche organisiert sind. Mit Ottersbach bilden die Bundesvorsitzende Lisi Maier und der ebenfalls am Wochenende als Bundesvorsitzender neu gewählte Gregor Podschun aus Berlin den derzeit dreiköpfigen hauptamtlichen BDKJ-Bundesvorstand. Nach fünf Jahren als ehrenamtliche Bundesvorsitzende hatte die Gelsenkirchenerin Katharina Norpoth bereits vor der Hauptversammlung angekündigt, nicht erneut zur Wahl zu stehen. Mangels Bewerberinnen für Norpoths Nachfolge bleibt das Amt zunächst vakant, hieß es beim BDKJ.

Ottersbach setzt auf Laien in der geistlichen Verbandsleitung

Ottersbach, der in den vergangenen zehn Jahren Rekotor des Jugendhauses St. Altfrid in Essen-Kettwig war, möchte beim BDKJ einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung und Weiterentwicklung der geistlichen Verbandsleitung legen. „Insbesondere die Partizipation von Laiinnen und Laien in diesem Feld ist eine große Stärke der Jugendverbände. Den BDKJ sehe ich bei diesem Thema in einer Vorreiterrolle“, sagte Ottersbach. Bereits mit 14 Jahren wurde der neue Bundespräses Mitglied der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und engagierte sich später auch als Priester immer wieder für die katholische Jugendverbandsarbeit. So war er von 2006 bis 2010 Kurat der DPSG im Bistum Essen. Zudem arbeitete er zwischen 2010 und 2015 als Diözesanjugendseelsorger und Leiter der Abteilung „Kinder und Jugend / Bischöfliches Jugendamt“ eng mit dem BDKJ zusammen. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck ernannte Ottersbach 2011 zum Domvikar am Essener Dom und stellte ihn 2015 für ein Promotionsstudium der Pastoraltheologie an der Universität Erfurt frei.

Die katholischen Jugendverbände habe er immer als eine große Bereicherung erlebt, erklärte Ottersbach. Nun freue er sich sehr, „diese lebendige und vielfältige Gemeinschaft zukünftig auf Bundesebene verantwortlich mitgestalten zu können.“ Das Amt des Bundespräses übernimmt er von Dirk Bingener, der im vergangenen Oktober in die Leitung des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“ und des Hilfswerks Missio Aachen gewechselt war.

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news-18945 Thu, 23 Jul 2020 16:47:12 +0200 Overbeck: Prozesse der Erneuerung und Veränderung fortsetzen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-prozesse-der-erneuerung-und-veraenderung-fortsetzen Das Bistum Essen wird seinen umfassenden Erneuerungsprozess auch nach Veröffentlichung der neuen Vatikan-Instruktion zu Reformen in den Pfarrgemeinden fortsetzen. Das stellte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck am Donnerstag, 23. Juli, in Essen ausdrücklich klar „Es befremdet mich sehr, dass ein solches Dokument ohne Vorankündigung und Berücksichtigung der tatsächlichen Situation in den jeweiligen Ortskirchen veröffentlicht wird“, kritisierte der Essener Bischof mit Blick auf die neue Vatikan-Instruktion zu Reformen in Pfarrgemeinden. Dies widerspreche auch der von Papst Franziskus immer wieder betonten Bedeutung des synodalen Miteinanders in der katholischen Kirche. „Wir setzen uns in der deutschen Kirche gerade intensiv mit der Frage auseinander, wie wir in einer radikal veränderten Gesellschaft das Evangelium in einer Weise leben und verkündigen können, die für möglichst viele unterschiedliche Menschen anziehend und einladend ist“, so Bischof Overbeck. Unzählige engagierte Christinnen und Christen in den Gemeinden, Verbänden und Gemeinschaften müssten sich dabei gravierenden Problemen stellen, weil offensichtlich ist, dass die Kirchengestalt der Vergangenheit aus vielerlei Gründen nicht mehr zu halten sei. Auf all diese Menschen, die sich aus tiefstem Herzen für die Zukunft der katholischen Kirche einsetzen und nach Lösungen schwieriger Fragen suchen, wirke ein solches Dokument irritierend und verletzend, weil es keinerlei Interesse und Verständnis für die Situation vor Ort zeige, stellte der Ruhrbischof fest.

Christlicher Glaube in Vielfalt und Offenheit zukunftsfähig 

„Die Instruktion nimmt in keiner Weise zur Kenntnis, dass wir in Deutschland - aber auch in vielen anderen Ländern der Weltkirche - kirchliches Leben nicht mehr nach den Mustern der bisher bekannten Volkskirche gestalten können. Wir leben in pluralen, freiheitlichen Gesellschaften, in denen christlicher Glaube nur in Vielfalt und Offenheit zukunftsfähig sein wird“, unterstrich Bischof Overbeck. Dazu gehöre auch, sich von einem Klerikalismus zu verabschieden, der nicht zuletzt nach den Skandalen des vielfältigen klerikalen Machtmissbrauchs zurecht keine Akzeptanz mehr finden dürfe.  „Ich bin außerordentlich froh über das große Engagement vieler Frauen und Männer, die ehrenamtlich wie hauptberuflich in unserer Kirche auf allen Ebenen mitarbeiten – und die selbstverständlich auch in leitenden Funktionen ihren Dienst tun“, betonte der Ruhrbischof.  Die Vielfalt der pastoralen Dienste sei ein großer Reichtum und ebenso das Miteinander von Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen; von Bischöfen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und den unzähligen nicht geweihten Gläubigen, die sich aus dem Bewusstsein ihrer Taufe und Firmung für ein lebendiges Christentum und eine glaubwürdige Kirche einsetzen.   

Forderungen sind faktisch nicht realisierbar

Der sich dramatisch verschärfende Priestermangel ist für Bischof Franz-Josef Overbeck zudem ein klares Signal, dass es überhaupt keine Alternative zu den laufenden Erneuerungsprozessen gebe. „Das, was das Dokument einfordert, ist faktisch gar nicht zu realisieren, weil es die Priester gar nicht mehr gibt, die allein zahlenmäßig benötigt würden, um all den Vorgaben zu entsprechen“, so der Bischof. Dies zeige, wie notwendig ein echter Dialog der römischen Behörden mit den Ortskirchen wäre, bevor solche Dokumente veröffentlicht würden. Unabhängig davon mache dieser Vorgang aber auch deutlich, wie dringend notwendig eine Diskussion über das Verständnis des priesterlichen Dienstamtes für die Zukunft geworden ist.     

Handeln aus missionarischer Überzeugungskraft

„Für das Bistum Essen werden wir unsere Prozesse der Erneuerung und Veränderung fortsetzen – so schwierig und so schmerzhaft sie auch manchmal sind“, versicherte Overbeck. „Ich schätze das Engagement unserer Priester und Diakone, von denen viele oft weit über ihre Belastungsgrenze im Einsatz sind; aber genauso bin ich froh und stolz auf die vielen nicht-geweihten Frauen und Männer, die die Kirche im Ruhrbistum lebendig erhalten!“ Er wisse, wie sehr die Gläubigen im Ruhrbistum, aber auch in der gesamten  Kirche in Deutschland aus einer missionarischen Überzeugungskraft heraus handeln. „Die vielen Debatten und das gemeinsame geistliche Leben in unseren Bistumsprozessen wie auch jetzt beim Synodalen Weg auf der Bundesebene sind vom Geist des Evangeliums angetrieben – das macht mir mit ganz vielen anderen Gläubigen großen Mut, auf einem guten Weg zu sein“, so Bischof Overbeck.

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news-18944 Thu, 23 Jul 2020 09:58:57 +0200 Zeltdorf statt Sommerlager: Ferienspaß trotz Corona https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/zeltdorf-statt-sommerlager-ferienspass-trotz-corona Viele Sommerlager der Jugendverbände und Pfarreigruppen fallen dieses Jahr aus. Kinder, Jugendliche und Leiter müssen zuhause bleiben. Zwei Beispiele aus dem Bistum Essen zeigen: Ferienspaß geht auch trotz Corona, direkt in der bekannten Heimatstadt. Der rotweiße Malteserwagen steht vor der Kirche, davor ein kleines Zelt mit einem Schild: „Anmeldung“. Gleich dahinter kommt die „Waschstraße“. Ein Schild erklärt die wichtigsten Hygieneregeln, kurz danach können sich die Kinder, Jugendlichen und Leiter die Hände waschen und desinfizieren. Und dann steht dem Gang ins Zeltdorf nichts mehr im Weg. In insgesamt acht Zelten dürfen bis zu sechs Kinder spielen, basteln und experimentieren: Etwas über die Artenvielfalt von Insekten lernen, Musik machen, jonglieren lernen, Knalleffekte wie im Lavor erleben oder als „Herzensretter Bronze“ beim Erste Hilfe leisten ausgezeichnet werden.

Im Zeltdorf die Ferien retten

„Ich wollte gerne etwas machen und die Jugend in unserer Pfarrei trotz aller Einschränkungen durch Corona besser kennenlernen“, sagt Sebastian Winter-Weidenbach, der seit rund einem Jahr Gemeindereferent und Jugendbeauftragter der Bottroper Pfarrei St. Joseph ist. Das Sommerlager der Pfarrei musste ausfallen, viele Kinder und Jugendliche der Pfadfinder, Messdiener oder KjG konnten nicht wie gewohnt mitfahren. Also buchte Winter-Weidenbach für drei Tage den „Jugendrettungswagen“ der Malteser im Bistum Essen. „Unser Bundesjugendlager fällt leider aus, vermutlich gestaltet sich auch der ein oder andere geplante Familienurlaub anders als geplant oder fällt aus. Mit dem Jugendrettungswagen bieten wir ein mobiles Angebot, das unter Einhaltung der jeweils aktuellen präventiven Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt wird“, bewerben die Malteser ihr Angebot. Mit Pavillons und Material, mit dem sich jede Leitergruppe ihr individuelles Programm zusammenstellen kann, kommen sie dann in die Städte vor Ort, um die Ferien zu retten – teilweise auch über die Bistumsgrenzen hinaus.

Angekommen sei dieses Ferienprogramm bei den Kindern in Bottrop sehr gut, sagt Winter-Weidenbach, viele hätten traurig von ihrer ausfallenden Fahrt erzählt, sich sehr über die Spiele und Experimente gefreut. Auch wenn es neben der Waschstraße am Eingang weitere Hygieneregeln gab wie die Maskenpflicht zwischen den Zelten oder das desinfizieren der Jonglierbälle nach jedem üben. „Sie haben vor allem gemerkt, dass auch mit Abstand Begegnung und Gemeinschaft möglich ist“, erzählt er. „Wir haben einfach zwischen den Zelten als gegenseitige Tore Fußball gespielt. Das war erstmal ungewohnt, aber hat allen total Spaß gemacht.“ Am Ende der Ferien will der 34-Jährige das Programm für Kinder ab sechs Jahren ein zweites Mal anbieten. Und auch für die Zukunft könne er sich das Zeltdorf zum spielen, basteln und experimentieren weiter gut als Aktion vorstellen, etwa beim Pfarrfest der Bottroper Gemeinden.

Gruppenstunden während der Ferien und Vormittagsbetreuung

Auch der Duisburger Pfadfinderstamm Heilig Geist in Buchholz musste bereits das Pfingstlager nach Westernohe ausfallen lassen, ob sie im Herbst wirklich wegfahren können, weiß noch niemand. „Wir sind überzeugt, dass bei vielen Kindern und Jugendlichen der soziale Kontakt während der Pandemie viel zu kurz gekommen ist“, sagt Simon Lentz, Leiter des Stammes. „Wir sind sonst eine regelmäßige Anlaufstelle, auch immer offen für die Fragen und Sorgen. Das wollen wir auch so schnell wie möglich wieder sein.“  Außerdem sei nun wegen der vielen ausfallenden Fahrten und Ferienangebote ein größerer Betreuungsbedarf bei den Kindern berufstätiger Eltern da. Die wolle die Leiterrunde mit ihren Ferienaktionen einfach ein bisschen entlasten.

Deswegen gibt es bei den Duisburgern in diesen Ferien keine Sommerpause der Gruppenstunden, sie laufen einfach wie gewohnt weiter. Gegen Ende der Sommerferien soll es dann auch eine Vormittagsbetreuung für alle Kinder aus der Umgebung von vier bis zwölf Jahren geben – völlig unabhängig davon, ob sie Pfadfinder im Stamm sind oder nicht. Damit auch unter Coronabedingungen alles sicher läuft, hat der Stamm ein eigenes Hygienekonzept erarbeitet. „Mit viel frischer Luft und ausreichenden Möglichkeiten zum waschen und putzen“, sagt der Kinder- und Jugendleiter. Raus geht es dann vor allem rund um die Ruhrgebietsstadt: „Wir werden Ausflüge rund um das Duisburger Stadtgebiet machen und die Kinder können sich das Pfadfinder sein einfach mal angucken.“

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news-18943 Wed, 22 Jul 2020 12:12:52 +0200 „Sonntag der Solidarität“ für die Leidtragenden der Corona-Pandemie https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sonntag-der-solidaritaet-fuer-die-leidtragenden-der-corona-pandemie Angesichts der dramatischen globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie starten die Deutsche Bischofskonferenz, die (Erz-)Diözesen, die weltkirchlichen Hilfswerke und die Ordensgemeinschaften eine gemeinsame internationale Solidaritätsaktion für die Leidtragenden der Pandemie. Im Mittelpunkt der Solidaritätsaktion steht dabei der erste Sonntag im September (6. September 2020), den die Deutsche Bischofskonferenz zum „Sonntag der Solidarität“ ausgerufen hat. An diesem Tag soll in allen Gottesdiensten eine Sonderkollekte abgehalten werden. Darüber hinaus werden Spenden zur Finanzierung internationaler Projekte eingeworben.

Diese Solidaritätsaktion ergänzt die Hilfsprogramme, die bereits in den zurückliegenden Monaten von den Bistümern, den weltkirchlichen Werken und den Orden aufgelegt wurden. Dabei konnten erhebliche finanzielle Mittel mobilisiert werden. Allerdings konnten auch mehrere weltkirchliche Kollekten seit März wegen der Corona bedingten Einschränkungen öffentlicher Gottesdienste nicht oder nur in begrenzter Form stattfinden.

Die im September vorgesehene Solidaritätsaktion umfasst drei Dimensionen: Gebet, Information und Spenden/Kollekten. Die Deutsche Bischofskonferenz versteht den „Sonntag der Solidarität“ ausdrücklich auch als geistliches Ereignis, das die Verbundenheit der deutschen Katholiken mit den notleidenden Menschen in aller Welt zum Ausdruck bringt. Die weltkirchliche Solidarität gehört zum Selbstverständnis der Kirche und setzt das Evangelium Jesu Christi in die Tat um.

Die Pfarrgemeinden erhalten im August Plakate, Flyer und Gebetszettel zur Solidaritätsaktion. Ab 20. August 2020 stehen dann auf der Aktions-Homepage www.weltkirche.de/corona-kollekte weitere Informationen, Beispiele für Hilfsprojekte der (Erz-)Diözesen, weltkirchlichen Hilfswerke und Orden sowie das Corona-Gebet, Fürbitten und andere liturgische Hilfen zum Download für die Gestaltung von Gottesdiensten am 6. September 2020 zur Verfügung.

Die katholische Kirche in Deutschland thematisiert in der Woche vor dem „Sonntag der Solidarität“ verstärkt die Hintergründe der Aktion: Das Corona-Virus betrifft alle Menschen weltweit. Während jedoch die meisten europäischen Staaten die Pandemie derzeit unter Kontrolle haben, bedeutet das Virus in Lateinamerika, Afrika und Asien, aber auch im Osten Europas Krankheit, Hunger, Arbeitslosigkeit und einen Kampf ums Überleben. Es droht eine gesundheitliche, soziale und ökonomische Katastrophe. Die Partner weltweit der Kirche in Deutschland erreichen diese Regionen mit einem dichten Netzwerk. Damit kann den Ärmsten in den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gebieten direkt geholfen werden. 

Für die Aktion ist ein Sonderkonto eingerichtet worden, auf das ab sofort Spenden eingehen können (Darlehnskasse Münster, IBAN DE53 4006 0265 0003 8383 03, GENODEM1DKM). Mit dem Erlös fördert die Kirche in Deutschland die Arbeit ihrer weltkirchlichen Partnerorganisationen.

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news-18942 Wed, 22 Jul 2020 08:30:00 +0200 Digitale Touristenseelsorge: Ein anderes Gemeinschaftsgefühl https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/digitale-touristenseelsorge-ein-anderes-gemeinschaftsgefuehl Auf der niederländischen Nordseeinsel Texel ist die Touristenseelsorge des Bistums Essen dieses Jahr nicht zu Gast, stattdessen gibt es Gottesdienste, Spieleabende und Spätschoppen per Videokonferenz. Drei Wochen Sommerferien sind bereits vergangen: Seelsorger Maximilian Strozyk zieht eine erste Bilanz. Die Hälfte der Sommerferien ist vorbei, auch die Touristenseelsorge des Bistums Essen hat Halbzeit. Normalerweise ist er schon von Weitem zu sehen, ihr Wohnwagen in den Dünen von Texel. In diesem Jahr bleibt der Platz leer, coronabedingt hat sich das Team entschieden, nicht auf die Nordseeinsel zu fahren. Stattdessen bietet es die Touristenseelsorge seit rund drei Wochen digital an. „Seelsorge ist gerade in der Urlaubszeit etwas ganz Wichtiges. Die Gemeinde auf Texel ist in über 50 Jahren sehr gewachsen. Für viele ist es wichtig, sich zu sehen und zu spüren, dass man weiterhin auf dem Glaubens- und Lebensweg gemeinsam unterwegs ist“, sagt Maximilian Strozyk, Priester und seit einigen Jahren festes Mitglied des Seelsorgeteams. „Es ganz ausfallen lassen war nie eine Alternative für uns. Viele waren zwar enttäuscht, aber haben sich sehr gefreut, dass es diese anderen Angebote gibt.“

„Es war eine großartige Stimmung, die da aufgekommen ist“

Seit dem ersten Sonntag der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen ist das Seelsorgeteam nun digital per Zoom-Konferenz für die Menschen da, die sich sonst auf der Insel sehen oder für die, die einfach so teilnehmen möchten. Neben den Gottesdiensten konnten sie mit einer Morgenrunde gemeinsam in den Tag starten oder an Bingo- und Pub-Quizabenden zusammenkommen.

Maximilian Strozyk war die ersten drei Wochen mit seinem Team zuständig, plante und organisierte das Programm. „Vor allem bei den Gottesdiensten waren viele dabei. Das war schön zu sehen, es war eine großartige Stimmung, die da aufgekommen ist“, erzählt Strozyk. „Das waren viele bekannte Gesichter aus ganz Deutschland, sogar aus Norwegen, aber auch vor Ort aus Texel.“ Der digitale Gottesdienst per Videokonferenz forderte allerdings große Flexibilität: Liedtexte wurden per Power-Point-Präsentation angezeigt, Meinungen per Umfragesoftware eingeholt, über Onlineplattformen Kerzen angezündet und Fürbitten vorgetragen. „In einem Gottesdienst ging es um die Taufe und Symbolik des Wassers. Jeder hatte ein Glas Wasser und hat sich für den Friedensgruß zugeprostet und einfach angestoßen als Zeichen der Verbundenheit“, sagt Strozyk. Genauso habe jeder ein Brot zuhause vor dem Bildschirm gehabt, dass dann gemeinsam gesegnet und gegessen wurde.

Nicht nur konsumiert, sondern auch gefeiert

Auch musikalisch war digital einiges möglich. „Wir hatten immer wieder Musik von Menschen auf Texel, die dort Urlaub machen und die Videokonferenzen genutzt haben, um einfach so Musik zu machen, wie sonst auch“, sagt Strozyk. „Wir konnten ja nicht wirklich gemeinsam singen, aber es war toll zu sehen, dass alle mitgesungen haben. Nicht nur konsumiert, sondern auch gefeiert haben. Das Gemeinschaftsgefühl war anders, aber trotzdem da.“ Etwas, das die Seelsorge zwischen den Dünen oder in der ehemaligen katholischen Kirche in De Koog sonst ausmache, seien vor allem die persönlichen Gespräche. „Der persönliche Austausch fehlt einfach, aber da lief auch ganz viel nebenbei, etwa über Whatsapp.“ Dennoch sei er sehr beeindruckt gewesen, wie offen und ehrlich die Menschen in den digitalen Gottediensten davon erzählt hätten, was ihnen gerade auf dem Herzen liegt.

Seit einigen Tagen ist nun das zweite Seelsorgeteam rund um Cityseelsorger Bernd Wolharn am Start. Die sonntäglichen Gottesdienste gibt es um 11 Uhr, außerdem können Teilnehmer einen Online-Bibliolog feiern, beim Spätschoppen am 29. Juli einfach mal quatschen oder ab dem 4. August in einem Podcast einen Blick hinter die Kulissen der Bücher- und Spieleausleihe im Wohnwagen werfen. Ab dem 7. August übernimmt dann das dritte Team. Das jeweils aktuelle Programm und die digitalen Zugänge gibt es online und auf der – anmeldefreien – Facebookseite der Touristenseelsorge.

„Die Touristenseelsorge lebt davon, dass sie vor Ort ist“

Trotz des bisherigen Erfolgs: Eine echte Alternative ist das digitale Angebot für Strozyk nicht. „Die Touristenseelsorge lebt davon, dass sie vor Ort ist, da wo die Menschen auch sind. Auch wenn uns die Entscheidung, nicht nach Texel zu fahren, schwer gefallen ist, war es die richtige.“ Ein ganz neues Digitalformat, das die Seelsorge vor Ort ergänzt, kann sich Maximilan Strozyk sich grundsätzlich aber vorstellen. In wenigen Tagen wird er für ein paar Urlaubstage nach Texel reisen, sich trotz ein bisschen Wehmut in diesem Jahr in Gedanken auf das nächste freuen: Mit frischem Meereswind in der Nase, Sandkörnern auf der Haut und einer tollen Gemeinschaft.

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news-18941 Tue, 21 Jul 2020 14:43:33 +0200 Filmabende in Sommernächten: Open-Air-Kino am Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/filmabende-in-sommernaechten-open-air-kino-am-essener-dom Drei Wochen lang zeigt die Lichtburg ab Ende Juli auf dem Essener Burgplatz Filme im Open-Air-Kino. In Kooperation mit den Essener Stadtwerken bietet die Essener Lichtburg wieder ein Open-Air-Kino an, in diesem Jahr auf dem Burgplatz an der Kettwiger Straße. Den Auftakt macht am Donnerstag, 30. Juli, die Komödie „Master Cheng in Pohjanjoki“.

Bis zum 19. August stehen außerdem Klassiker wie „Zurück in die Zukunft“, „Der weiße Hai“, „Frühstück bei Tiffany“, „Pulp Fiction“ oder „Ghostbusters“ auf dem Programm, aber auch aktuelle Filme werden gezeigt, etwa „Der Vorname“ von Sönke Wortmann, „Little Women“ mit Emma Watson und Meryl Streep oder „Das perfekte Geheimnis“ mit Elyas M’Barek und Jella Haase. Der Dokumentarfilm „Nur die Füße tun mir leid – 900 Kilometer Jakobsweg“ wird am 18. August gezeigt, Filmemacherin und Pilgerin Gabi Röhrl wird dann auf dem Burgplatz auch selbst von ihrer Reise bis zum Kap Finisterre, dem „Ende der Welt“, berichten.

Liegestühle oder Sitzplätze unter freiem Himmel

Rund 450 Sitzplätze bietet das Sommerkino: Mit Mindestabstand auf Stühlen, Liegestühlen oder mit Sitzkissen auf den Treppenstufen zum Burgplatz. Coronabedingt muss die Lichtburg außerdem die Kontaktdaten aller Kinogäste aufnehmen, damit Behörden im Fall einer Infektion die Besucher der jeweiligen Vorstellung erreichen können. Das Betreten des Open-Air-Kinos, das auch vom Domkapitel unterstützt wird, ist nur mit Mund- und Nasenschutz gestattet. Sobald Besucher ihren festen Sitzplatz eingenommen haben, darf die Maske abgenommen werden.

Die Filme werden mit einem 4K-Kino-Projektor auf eine 72 Quadratmeter große Leinwand projiziert. Auch Getränke und klassische Kino-Snacks werden verkauft. Filmbeginn ist mit Einbruch der Dunkelheit, Einlass ist um 20 Uhr. Die Kino-Karten können an der Kasse der Lichtburg oder online gekauft werden. Dort sind auch alle Filme aufgelistet. Eine Karte kostet 9,50 Euro, ermäßigt 7,50 Euro.

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news-18940 Tue, 21 Jul 2020 14:19:40 +0200 Namen und Daten | 21.07.2020 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-21072020 Hans Linse Hans Linse ist am Freitag, 17. Juli 2020 im Alter von 85 Jahren verstorben.

Das Requiem wird gefeiert am Donnerstag, 23.7.2020, um 10 Uhr in der Kirche St. Laurentius, Lehmkuhler Starße 5 in 58840 Plettenberg.

Am selben Tag wird außerdem um 9.45 Uhr in der Kirche St. Johann Baptist, Karlstraße 16 in 58840 Plettenberg-Eiringhausen, ebenfalls eine Hl. Messe gefeiert, da die Kirche St. Laurentius unter Corona-Bedingungen nur 50 Personen fasst. In den Kirchen besteht Maskenpflicht.

Die Beisetzung erfolgt um 11 Uhr auf dem Friedhof Hirtenböhl, Hirtenböhler Weg in Plettenberg.

Der Verstorbene, der in Plettenberg gewohnt hat, wurde am 23. April 1935 in Duisburg geboren und am 23. Juli 1960 in Gelsenkirchen zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe war Hans Linse zunächst in St. Michael in Duisburg-Meiderich, in Hl. Geist in Duisburg-Buchholz und in St. Suitbert in Essen-Überruhr eingesetzt.

Ab Oktober 1960 folgten Kaplansjahre in St. Antonius in Essen-Frohnhausen, ab September 1963 in St. Laurentius in Plettenberg und mit Beginn des Jahres 1970 in St. Ewaldi in Duisburg-Laar.

Im September 1978 wurde Hans Linse mit seiner Ernennung als Rektoratspfarrer die Leitung der Pfarrei St. Maria Immaculata in Essen-Borbeck übertragen, die er mehr als 25 Jahre lang innehatte.

Auch nach Eintritt in den Ruhestand im Mai 2005 übernahm Hans Linse noch viele Jahre priesterliche und seelsorgliche Aufgaben in den Pfarreien St. Laurentius in Plettenberg und St. Mariä Aufnahme in den Himmel in Herscheid.

Hans Linse war den Menschen ein verlässlicher Seelsorger, der, stark verortet im Glauben der Kirche, für seine Position einstand und das Evangelium Jesu Christi verkündet hat.

Die Unterstützung von Hilfsprojekten in Indien war ihm – gemeinsam mit seinem Bruder Rolf Linse – ein großes Anliegen.

Am 23. Juli dieses Jahres, am Tag seiner Beisetzung, hätte Hans Linse sein diamantenes Weihejubiläum gefeiert.

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news-18939 Mon, 20 Jul 2020 17:03:51 +0200 Bischof Overbeck würdigt verstorbenen Theologen Schockenhoff https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-wuerdigt-verstorbenen-theologen-schockenhoff Eberhard Schockenhoff, einer der renommiertesten deutschen Theologen, ist mit 67 Jahren an den Folgen eines Unfalls gestorben. „Mit dem plötzlichen Tod des weit über die Grenzen von theologischer Wissenschaft und Kirche hinaus geschätzten Moraltheologen verlieren wir einen Wissenschaftler, der kritisch und situationsgerecht, immer loyal mit der Kirche denkend, das Wort zu erheben wusste“, würdigt Bischof Franz-Josef Overbeck den verstorbenen Eberhard Schockenhoff. Erkenntnis- und handlungsleitend sei für ihn stets das Paradigma einer Moral gewesen, die allen Menschen zu dienen habe.

Schockenhoff sei mehrfach Gast in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ im Bistum Essen gewesen, habe dort zu unterschiedlichen ethischen Fragen Stellung bezogen und diese mit den Anwesenden kontextbewusst und lebensnah diskutiert. „Seine Theologie gründete auf dem Fundament eines umfassenden und kenntnisreichen Wissens um die Tradition unserer Kirche, die er vernunftgeleitet in unterschiedlichen Gegenwartsdiskursen wach hielt, wie aktuell noch angesichts großer medizinethischer Herausforderungen“, sagt Overbeck. „Unter anderem sein Entwurf einer Friedensethik für eine globalisierte Welt, sein Ringen um eine katholische Sexualmoral, die humanwissenschaftlichen Erkenntnissen gerecht wird, machen deutlich, dass Eberhard Schockenhoffs kenntnisreiche Perspektiven und sein engagiertes Christsein uns allen sehr fehlen werden.“

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news-18938 Mon, 20 Jul 2020 13:25:40 +0200 Elf Geistliche im Bistum Essen feiern 60. Weihejubiläum https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/elf-geistliche-im-bistum-essen-feiern-60-weihejubilaeum Auf insgesamt 720 Jahre im Priesteramt kann der Weihejahrgang von 1960 nun zurückblicken. Insgesamt elf Geistliche im Bistum Essen feiern am Donnerstag, 23. Juli, ihr 60-jähriges Weihejubiläum: Gerhard Belker, Reinhard Busbach, Franz Heister, Ludger Knaden, Peter Ligensa, Werner Müller, Norbert Rieks, Gerhard Schürmann, Dieter Schümmelfeder, Heinz-Josef Tillmann und Hermann Zimmermann.

Gerhard Belker war nach seinem Ruhestand bis 2014 Pastor im besonderen Dienst der Pfarrei St. Ludgerus in Essen-Werden und seelsorglicher Mitarbeiter in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“. Reinhard Busbach ist seit 2010 im besonderen Dienst in der Propsteipfarrei St. Cyriakus in Bottrop. Franz Heister war bis 2002 Pfarrer in St. Josef Sprockhövel, lebt seit 2011 in Borken und ist dort als Hausgeistlicher bei den Schönstätter Marienschwestern tätig.

Ludger Knaden war im Bistum Essen zuletzt als Krankenhauspfarrer und bis 2006 als Hausgeistlicher im Oberhausener St. Vincenzhaus tätig, Peter Ligensa bis 2004 als Pfarrer der Pfarrei St. Elisabeth in Bottrop. Werner Müller war zuletzt in der Pfarrei St. Norbert in Duisburg tätig. Bis 2010 war Norbert Rieks Pfarrer in St. Antonius in Essen-Frohnhausen, Gerhard Schürmann in der Bochumer Propsteipfarrei St. Peter und Paul.

Bis 2004 war Dieter Schümmelfeder elf Jahre lang als Generalvikar tätig, bis 2010 als residierender Domkapitular. 1973 war er zum Dechanten und Stadtdechanten in Mülheim ernannt  worden – mit damals 38 Jahren als Jüngster unter den Stadtdechanten. Heinz-Josef Tillmann war im Bistum Essen zuletzt Pfarrer der Neudorfer Gemeinde St. Ludger und ehemaliger Stadtdechant von Duisburg. Hermann Zimmermann war bis 2010 in der Pfarrei St. Urbanus in Gelsenkirchen.

Wenige Tage vor seinem Weihejubiläum ist Pfarrer Hans Linse gestorben. Er war bis 2010 im besonderen Dienst der Pfarrei St. Laurentius in Plettenberg. Auf eigenen Wunsch wird Pfarrer Linse am Donnerstag, 23. Juli, in Plettenberg beigesetzt.

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news-18937 Fri, 17 Jul 2020 10:50:00 +0200 Bistum Essen als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-essen-als-familienfreundlicher-arbeitgeber-ausgezeichnet Flexible Arbeitszeiten- und orte, Gesundheitsangebote oder Coachings machen für Mitarbeiter im Bistum Essen einen guten Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben möglich. Das Bistum Essen ist erneut als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert worden. Zum ersten Mal hatte das Bistum die Auszeichnung im Jahr 2010 von „berufundfamilie“ erhalten, nun wurde sie nochmals bestätigt: Für gelungene Maßnahmen, die für rund 428 Mitarbeiter einen guten Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben möglich machen. Dazu zählen unter anderem Gleitzeit ohne Kernarbeitszeiten, vielfältige Teilzeitmodelle mit Führungsoptionen, gesundheitsfördernde Maßnahmen oder etwa Möglichkeiten zu flexiblem Arbeiten von Zuhause aus. Auch etwa Teamentwicklungsmaßnahmen und Coachings für Fach- und Führungskräfte gehören dazu.

In Zukunft will das Bistum Essen weitere Maßnahmen möglich machen, um das familienfreundliche Klima zu fördern, zum Beispiel das gelungene Arbeiten im Alter, eine Intensivierung der Führungskräfteentwicklung oder der weiteren Förderung von Frauen in Leitungspositionen.

Die „berufundfamilie Service GmbH“ ist Dienstleister für Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen.

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news-18936 Thu, 16 Jul 2020 08:31:00 +0200 Essener Cityseelsorge lädt zu Kinoabend ins Astra-Theater ein https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-cityseelsorge-laedt-zu-kinoabend-ins-astra-theater-ein-2 Die Gedanken zur Predigt der Abendmesse im Dom am Sonntag, 26. Juli, mit Drama „Everything will be fine“ vertiefen: Das bietet die Essener Cityseelsorge mit ihrer Aktion „Kirche geht Kino“ im Astra-Theater. Bei Kinofilmen über die eigenen Sehnsüchte und Lebensfragen nachdenken – dazu lädt die Essener Cityseelsorge „grüßgott“ wieder am Sonntag, 26. Juli, nach der Messe im Dom in das Astra-Theater, Teichstraße 2, in der Innenstadt ein. Unter dem Motto „Kirche geht Kino“ läuft dort um 20.30 Uhr der Film „Everything will be fine“.

Ein Autounfall stellt das Leben des Schriftstellers Tomas – gespielt von James Franco – von heute auf morgen völlig auf den Kopf. Auch wenn er keine direkte Schuld trägt, zerbricht die Beziehung zu seiner Freundin an diesem Ereignis. Der Mann fällt in ein tiefes Loch. Er rettet sich in sein Schreiben und versucht, mit einer neuen Liebe eine eigene Familie aufzubauen.

Wim Wenders beschreibt, wie sein Held versucht, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben. Auf vorsichtige, genaue Weise erzählt er von der Suche nach Vergebung, und davon, dass es nicht die Zeit ist, die Wunden heilt, sondern der Mut, sich zu stellen und zu verzeihen.

Jeden letzten Sonntag im Monat lädt „grüßgott“, die Cityseelsorge am Essener Dom, zum gemeinsamen Kinoabend ein. Der Gottesdienst im Dom beginnt jeweils um 19 Uhr. Die ausgewählten Filme haben einen Bezug zum Gottesdienst und vertiefen Gedanken der Predigt. Der Eintritt zum Film kostet 7 Euro, bei einigen Filmen plus Überlängenzuschlag. Karten gibt es an der Kino-Kasse.

Coronabedingt muss das Astra-Kino die Kontaktdaten aller Kinogäste aufnehmen, damit Behörden im Fall einer Infektion die Besucher der jeweiligen Vorstellung erreichen können. Das Betreten des Kinos ist nur mit Mund- und Nasenschutz gestattet. Sobald Besucher ihren Sitzplatz im Kinosaal eingenommen haben, darf die Maske abgenommen werden. Der gesetzliche vorgeschriebene Sicherheitsabstand von 1,5 Meter ist im kompletten Gebäude, ausgenommen im Kinosaal, einzuhalten. Alle Hygienemaßnahmen sind unter https://filmspiegel-essen.de/hygienemassnahmen/ zu finden.

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news-18935 Wed, 15 Jul 2020 12:40:23 +0200 Essener Ludgerusfest ohne Prozession https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-ludgerusfest-ohne-prozession Das Ludgerusfest der Essener Pfarrei St. Ludgerus findet in diesem Jahr coronabedingt ohne Prozession statt. Am Morgen und Abend soll es Feiern in der Basilika geben, auch der Schrein des heiligen Ludgerus ist dann dort zu sehen. Aufgrund der Corona-Pandemie kann das Ludgerusfest der Propsteipfarrei St. Ludgerus in Essen-Werden in diesem Jahr nicht in der üblichen Form gefeiert werden. Nach Rücksprache mit Bischof Franz-Josef Overbeck haben sich die Verantwortlichen darauf verständigt, die Feier am Sonntag, 6. September, auf die Basilika St. Ludgerus zu konzentrieren und auf die Prozession und alle weiteren Gottesdienste zu verzichten.

Schreinverehrung von 12 bis 17 Uhr

Das Pontifikalamt beginnt um 10 Uhr und wird von Bischof Overbeck und Benediktinermönch Laurentius Schlieker gefeiert. Musikalisch begleitet wird die Messe mit „Charles Gounod“, einer Messe in C-Dur für vier Stimmen und Orgel – gesungen von Merle Marie Bader, Rina Hirayma, Takahiro Namiki und Michael Krinner. Der Gottesdienst wird auch per Livestream auf bistum-essen.de und domradio.de übertragen.

Zwischen 12 und 17 Uhr kann dann der Schrein mit den Reliquien des heiligen Ludgerus im Chorraum der Basilika verehrt werden. Ordnerdienste sorgen für geregelte Zugänge in kleinen Gruppen und die Wahrung notwendiger Abstände. Jeweils zur vollen Stunde sprechen die Mitglieder des Pastoralteams kurze Gebete und geistliche Texte. Um 18 Uhr beginnt die Vesper mit Pfarrer Benedikt Ogrodowczyk. Begleitet wird die Feier von den Essener Domsingknaben unter der Leitung von Harald Martini.

Anmeldung für Feiern erforderlich

Für das Pontifikalamt am Morgen und die Vesper am Abend gelten die bekannten Schutz- und Hygienevorschriften. Für beide Feiern besteht in der Basilika eine begrenzte Platzkapazität, daher ist eine Anmeldung ab Montag, 31. August, über das Pfarrbüro unter Tel. 0201/490050 erforderlich.

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