Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Fri, 30 Jul 2021 00:00:29 +0200 Fri, 30 Jul 2021 00:00:29 +0200 TYPO3 news-19437 Thu, 29 Jul 2021 11:16:54 +0200 WDR5 überträgt Messe aus Essener Herz-Jesu-Kirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wdr5-uebertraegt-messe-aus-essener-herz-jesu-kirche Radiogottesdienst am Sonntag, 8. August, um 10 Uhr. WDR5 überträgt am Sonntag, 8. August, von 10 bis 11 Uhr einen Radiogottesdienst aus der Kirche Herz-Jesu in Essen-Burgaltendorf. Der Pastor der Gemeinde, Hans-Ulrich Neikes, leitet die Messe und hält die Predigt. Die musikalische Leitung der Feier hat Kantor Dirk Homberg.

WDR5 ist im Bereich des Bistums Essen über die UKW-Frequenzen 88,8 (Rhein-Ruhr) oder 90,3 Mhz (Märkischer Kreis) zu empfangen sowie über den Livestream auf www.wdr5.de. Wer den Gottesdienst vor Ort mitfeiern möchte, muss sich zuvor kostenlos über die Internetseite der Pfarrei St. Josef anmelden.

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news-19436 Wed, 28 Jul 2021 15:53:27 +0200 „Hörmal“ auf WDR2 - im August mit Pater Philipp Reichling https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pater-philipp-reichling-spricht-im-august-hoermal-beitraege-auf-wdr2 Duisburger Priester spricht jeweils sonntags um 7.45 Uhr. Themen reichen von „Leben unter Vorbehalt“ über den Heiligen Dominicus bis zum modernen Weltraumtourismus. Der Duisburger Prämonstratenser-Pater Philipp Reichling spricht an den Sonntagen im August jeweils um 7.45 Uhr Beiträge in der „Hörmal“-Reihe des Radioprogramms von WDR2. In seinen kurzen Radioimpulsen fragt der Rundfunkbeauftragte der NRW-Bistümer beim WDR unter anderem, wie angesichts aktueller Katastrophen ein „Leben unter Vorbehalt“ gelingen kann. Außerdem widmet er sich dem Gedenktag des Heiligen Dominikus und überlegt, was Mariä Himmelfahrt mit dem Weltraumtourismus zu tun hat.

WDR2 ist im Ruhrgebiet über die UKW-Frequenz 99,2 und im Märkischen Sauerland über 93,5 Mhz zu empfangen. Außerdem gibt’s die „Hörmal“-Beiträge nach der Ausstrahlung zum Nachhören und -lesen auf der Internetseite www.kirche-im-wdr.de.

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news-19435 Wed, 28 Jul 2021 15:13:09 +0200 Pfarrer Gereon Alter spricht im „Wort zum Sonntag“ über Verwundbarkeit der Menschen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pfarrer-gereon-alter-spricht-im-wort-zum-sonntag-ueber-verwundbarkeit-der-menschen Corona-Virus, Flutkatastrophe und Chemie-Unglück – in der ARD-Sendung wirbt der Essener Seelsorger am Samstagabend, 31. Juli, dafür, dass die Menschen mehr zu ihrer Verwundbarkeit stehen. Angesichts der katastrophalen Folgen der Überschwemmungen vor zwei Wochen, aber auch der Corona-Pandemie und dem Unglück im Leverkusener Chempark beschäftigt sich der Essener Pfarrer Gereon Alter am kommenden Samstag, 31. Juli, im „Wort zum Sonntag“ mit der Verwundbarkeit der Menschen. „Wir erleben täglich, dass wir verwundbar sind“, sagt Alter, „und dennoch wird unser Denken und Handeln nicht selten von einem Unverwundbarkeitsmythos bestimmt“. Welchen Gewinn es brächte, wenn die Menschen etwas mehr zu ihrer Verwundbarkeit stünden, darüber spricht Alter in seinem TV-Beitrag in der ARD.

Zu sehen ist das „Wort zum Sonntag“ am Samstagabend unmittelbar nach den „Tagesthemen“ (gegen 23.55 Uhr) im Ersten und bereits ab 18 Uhr online auf der Seite www.daserste.de/wort.

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news-19434 Wed, 28 Jul 2021 10:16:04 +0200 Pastor Klaus Sauer verstorben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pastor-klaus-sauer-verstorben Am Mittwoch, 21. Juli 2021, ist Pastor Klaus Sauer im Alter von 83 Jahren verstorben. Der Verstorbene, der in Oberhausen gewohnt hat, wurde am 8. Januar 1938 in Essen geboren und am 4. Juli 1969 in Essen zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe war Klaus Sauer zunächst als Kaplan in der Pfarrei St. Markus in Essen-Bredeney eingesetzt. Seit 1974 war er dann als Kaplan in der Pfarrei
St. Michael in Oberhausen tätig und im September 1980 erfolgte die Ernennung als Rektoratspfarrer der Pfarrei St. Hubertus in Duisburg-Rahm. Dort wurde er auch als Bezirkspräses der historischen deutschen Schützenbruderschaft für den Bezirksverband Duisburg-Süd gewählt. Zum 1. Juni 1996 wurde Klaus Sauer zum Pfarrer der Pfarrei St. Joseph in Oberhausen-Styrum ernannt.

Mit Eintritt in den Ruhestand war Klaus Sauer als Pfarrer im besonderen Dienst ab Mai 2006 in den Pfarreien St. Lambertus in Essen-Rellinghausen und St. Theresia in Essen-Stadtwald tätig. Nach der Neuerrichtung der Pfarrei St. Lambertus in Essen im Jahr 2008 versah er seinen priesterlichen Dienst schwerpunktmäßig in der Gemeinde St. Lambertus in Essen-Rellinghausen. Klaus Sauer war von Herzen Gemeindeseelsorger, der den Menschen mit einem hohen Maß an Engagement und Empathie begegnete. Mit der Vollendung seines 75. Geburtstages wurde Klaus Sauer in den endgültigen Ruhestand versetzt.

Der Ruhrbischof dankt dem verstorbenen sehr für seinen engagierten Dienst im Bistum Essen.

Die Beisetzung erfolgte auf dem Friedhof St. Joseph, Martin-Heix-Platz in 46045 Oberhausen.

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news-19433 Tue, 27 Jul 2021 14:09:55 +0200 Mirco Quint hilft bei Seelsorge für Olympiasportler in Tokio https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/mirco-quint-uebernimmt-seelsorge-fuer-olympiasportler-in-tokio Seit einem Monat leitet Priester Mirco Quint die deutschsprachige Gemeinde St. Michael in Tokio. Während der Olympischen Spiele hilft er jetzt vor Ort bei der Seelsorge für deutschen Sportler und Sportlerinnen. Wenn Mirco Quint in Tokio auf der Straße unterwegs ist, merkt er, dass er als Fremder wahrgenommen wird, dass viele Einheimische vielleicht denken, er sei nur wegen der Olympischen Sommerspiele in der Stadt. „Sie sind sehr offen und freundlich, helfen mir weiter, wenn ich einen Bahnsteig oder eine Straße suche“, sagt der 43-jährige Priester. Doch man merke auch den höflichen, aber bestimmten Abstand, den viele Japaner aufgrund der immer noch anhaltenden Corona-Krise halten.

Eine besondere Aufgabe kurz nach der Ankunft in der neuen Heimat

Die Pandemie hatte seinen Wechsel von Gelsenkirchen nach Tokio nicht nur leicht verzögert, sondern sorgte direkt nach der Anreise in seiner neuem Heimatgemeinde St. Michael für eine besondere Aufgabe. „Die deutschen Olympia-Seelsorger durften nicht einreisen“, sagt Quint, „jetzt helfen ich und ein evangelisches Pfarrerehepaar vor Ort aus.“ Vom Balkon seiner Wohnung aus kann der Priester das Olympiastadion sehen, konnte das große Feuerwerk der Eröffnungsfeier von dort aus verfolgen.

Mehr Nähe zu dem sportlichen Großevent und auch den Sportlern ist nicht möglich, sie dürfen das Olympiadorf nicht verlassen, die Seelsorger dürfen dort nicht rein. Erlaubt wäre das nur als Notfallseelsorger, etwa bei dem plötzlichen Tod einer Person – ein absoluter Extremfall, den natürlich keiner erleben wolle, so Mirco Quint. Der Priester versucht die Seelsorge auf Abstand nun so gut wie möglich zu leisten, stellte sich per Videobotschaft persönlich allen deutschen Sportlern vor, ist seitdem über viele Kanäle wie Mail, Videochat oder Messengerdienste zu erreichen.

Von Emotionen rund um die Wettkämpfe erzählen

Per Videokonferenz schaltet er sich dann mit den Sportlern zusammen, spricht mit ihnen über das, was sie in diesen Tagen bewegt. „Einige melden sich, um von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen der Wettkämpfe zu erzählen“, sagt Quint. „Andere bitten mich, vor ihrem großen Moment eine Kerze in unserer Kirche anzuzünden oder eine Fürbitte zu sprechen.“ Die coronabedingte Isolation sei für viele Sportler eine zusätzliche Herausforderung, sie seien traurig, dass sie das Dorf nicht verlassen dürfen. Gerade der persönliche Besuch einer Kirche vor Ort sei für einige sonst ein wichtiger Anziehungs- und Ankerpunkt in ihrer Wettkampfroutine. Quint hat bereits nach den ersten Tagen festgestellt, dass der Bedarf an diesen Gesprächen auf jeden Fall da ist, obwohl es im olympischen Dorf auch in diesem Jahr ein “Faith Centre” gibt.

Während der gesamten Olympischen und Paralympischen Spiele brennt in der Kirche von St. Michael eine große Kerze, die Mirco Quint angezündet hat: „Als Zeichen, dass wir als Gemeinde und ich als Pfarrer für die Sportler da sind, auch wenn sie nicht zu uns kommen dürfen.“

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news-19432 Mon, 26 Jul 2021 13:58:04 +0200 Altfrid Fighter: 4000 Kilometer bei „Rad im Kreis“ im Ennepetal https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/altfrid-fighter-4000-kilometer-bei-rad-im-kreis-im-ennepetal Statt über die Nordschleife am Nürburgring ging es für die 33 Altfrid Fighter 24 Stunden quer durchs Ennepetal, unterstützt von der Kolpingjugend und den Pfadfindern aus Voerde, Schwelm und Milspe. Die rund 21 Kilometer lange Strecke durch das Ennepetal war für die 33 Fahrer und Fahrerinnen genauso anstrengend wie die Nordschleife auf dem Nürburgring, da sind sich die Radsportler einig. Von der Kirche St. Johann Baptist in Voerde ging es auf der Rundstrecke über Milspe und Schwelm wieder zurück auf insgesamt 420 Höhenmetern.

Ohne Nordschleifenschwung den Berg bezwingen

Bevor am Samstag um 12 Uhr der Startschuss für "Rad im Kreis" fiel, hatten die Altfrid Fighter über mehrere Wochen immer wieder in ähnlichen Höhenlagen trainiert, sich die Strecke in Apps ganz genau angeschaut. „Vor Ort war es dann für die meisten Fahrer aber doch wieder ganz anders“, sagt Eberhard Streier, Mitorganisator des 24-Stunden-Rennens. „Wir hatten immer wieder andere Untergründe von Asphalt über Kies bis zu Waldwegen. Außerdem mussten wir in den Teilstrecken, die durch die Innenstädte führten, immer mal wieder an Ampeln halten und auf den Verkehr achten.“ An gefährlichen Stellen hatte das Team Streckenposten aufgestellt, die auf die Fahrer und Fahrerinnen achteten. Und noch eine Besonderheit habe die Strecke zur Herausforderung gemacht: „Den Schwung, den wir auf der Nordschleife von einer Abfahrt für den nächsten Anstieg mitnehmen können, hatten wir im Ennepetal oft nicht.“ Dann hieß es: Kurz vorm Berg nochmal richtig in die Pedale treten. „Vor allem nach einer engen Kurve haut so ein Berg mit 17 Prozent Steigung natürlich absolut rein“, sagt Streier.

Zehn Jahre lang waren die Radsportler aus dem Bistum Essen auf dem Nürburgring ihre Runden für den guten Zweck gefahren. Nach der coronabedingten Alternative auf Rollen und digitalen Strecken im vergangenen Jahr gab es dieses Mal zumindest wieder ein bisschen mehr echtes Streckengefühl. Das Fahrerlager hatten die Ehrenamtlichen der Kolpingjugend Voerde und Schwelm und der DPSG Milspe mit einem Hygienekonzept rund um St. Johann Baptist aufgebaut und versorgten die Sportler rund um die Uhr mit Getränken, warmem Buffetessen oder dem nötigen Schlafplatz im Zelt. An sie gehen in diesem Jahr die Spenden, die in den 24 Stunden zusammengekommen sind. Nutzen wollen die Jugendverbände sie für einen gemeinsamen Anhänger und um ihre alten Gruppenräume zu renovieren. Außerdem stellte das Team während des Wochenendes Spendenboxen für die Opfer des Hochwassers auf und generierte dafür weitere Spenden über einen Trikotverkauf.

Zusammenhalt und wieder ein Stück Gemeinschaft

Die Altfrid Fighter hat die gute Organisation unter nicht ganz einfachen Bedingungen überzeugt, und auch für die Ehrenamtlichen war das Radrennen eine besondere Aktion. „Mich hat vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Leute, die sich nicht kannten, beeindruckt“, sagt Carolin Wasiak von der DPSG Milspe. Jannis Wegner von der Kolpingjugend Voerde schätzt das Gemeinschaftsgefühl nach einer langen Zeit der coronabedingten Ausfälle und Absagen: „Es war gut, dass wieder mal was los war, dass man wieder Leute gesehen hat und etwas zusammen machen konnte.“

Wieviel Spendengeld die Altfrid Fighter beim Rennen im Ennepetal erradelt haben, verrät das Team dann traditionell bei der offiziellen Scheckübergabe vor Ort im Herbst.

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news-19431 Mon, 26 Jul 2021 11:18:36 +0200 Gemeinsamer Pastoralkurs von 14 deutschen (Erz-)Diözesen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gemeinsamer-pastoralkurs-von-14-deutschen-erz-dioezesen Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hatte sich wiederholt mit einer Konzentration der Priesterausbildung befasst und gemeinsame Ausbildungskriterien beschlossen. Angesichts einer ganzheitlichen Ausbildung von Kandidaten für das Priestertum wurden hinreichend große Lerngruppen, Ausbilder in Vollzeit und akademische Orte als Voraussetzung genannt, um eine gemeinsame Ausbildung aller pastoralen Dienste zu gestatten. Außerdem hatte der Ständige Rat im Januar 2021 den eingeschlagenen Weg der Konzentration der Priesterausbildungsstätten und die Bildung von regionalen Projektgruppen bekräftigt. Dabei betonte er, dass der angestrebte Prozess der Profilierung und Konzentration der Priesterausbildung auf Bundesebene unbeschadet in der Verantwortung des einzelnen Diözesanbischofs erfolge, die Entscheidung über den konkreten Ausbildungsweg und die damit verbundene Frage nach den Standorten der Priesterausbildung seines Bistums zu treffen. 

In einem parallel verlaufenden Prozess haben sich 14 Bischöfe zur Kooperation in einem gemeinsamen Pastoralkurs entschlossen, der auch die festgelegten Paradigmen und Kriterien berücksichtigt. Der neue Pastoralkurs der 14 (Erz-) Diözesen Aachen, Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Essen, Fulda, Görlitz, Hamburg, Hildesheim, Limburg, Magdeburg, Münster, Osnabrück und Paderborn ist ein kooperativer Ausbildungskurs für jene Ausbildungselemente, die ausschließlich die Spezifika des diakonalen beziehungsweise priesterlichen Dienstes betreffen. Er verzahnt die Ausbildung der künftigen Priester aller genannten Bistümer mit der Ausbildung der pastoralen Berufe, sodass auf diözesaner Ebene die Pastoralkurse berufsgruppenübergreifend stattfinden. 

Somit kann einerseits den lokalen Spezifika Rechnung getragen werden (z. B. in den Diözesen Ostdeutschlands) und zugleich werden die unterschiedlichen Ausbildungsgänge stärker vernetzt. Ziel dieser Profilierung ist es, das Miteinander der einzelnen Dienste der Verkündigung zu stärken und Lerndynamiken zu fördern, die stärker die Einbettung des priesterlichen Dienstes als Dienst an der Einheit des ganzen Volkes Gottes akzentuieren. Die Verantwortlichen erhoffen sich von dem neuen Pastoralkurs, dass sich Identitätsprofile im Miteinander einzelner Berufungs- und Berufswege ausprägen und so starke Persönlichkeiten gefördert werden, die auf die künftige gemeinsame Arbeit in pastoralen Teams gut vorbereitet sind.

Die Wahl der einzelnen Standorte (Erfurt, Hamburg und Paderborn) ist dabei auf Orte gefallen, die das weite Spektrum kirchlicher und gesellschaftlicher Realitäten im Kooperationsraum abbilden. Ziel ist es, dass die Kandidaten unterschiedliche Wirklichkeiten jenseits ihres diözesanen Kontextes erfahren und so lernen, auf die gegenwärtigen pastoralen Herausforderungen adäquat zu reagieren.

„Es freut mich, dass sich 14 Bistümer in einer Kooperation eines gemeinsamen Pastoralkurses zusammengeschlossen haben. Mit dem Fokus auf die Formation von reifen Persönlichkeiten, gemeinsame Berufungswege aller pastoralen Berufe und die Arbeit im Team sind wesentliche Paradigmen des Ständigen Rates zur Priesterausbildung umgesetzt. Dieser Schritt zeigt, dass der eingeschlagene Weg der Kooperation in der Ausbildung richtig und möglich ist. Das stimmt mich auch für die anstehenden Fragen und Kooperationen für die Studienphase sehr zuversichtlich“, äußert Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda), der den Prozess des Ständigen Rates zur Neuordnung der Priesterausbildung koordiniert.

Regens Dirk Gärtner (Fulda), Vorsitzender der Deutschen Regentenkonferenz, betont: „Die neue Kooperation im Pastoralkurs eröffnet eine doppelte Chance: Der Kurs ermöglicht einerseits, dass Priesterkandidaten aus unterschiedlich geprägten Diözesen sich gemeinsam auf einen Lernweg begeben und exemplarisch Erfahrungen an Ausbildungsstandorten machen, die repräsentativ für das gesellschaftliche und kirchliche Spektrum stehen, und andererseits auf diözesaner Ebene sich vielfältige Räume einer kooperativen Ausbildung mit künftigen Gemeinde- und Pastoralreferenten eröffnen.“ Wenn Frauen und Männer in der Vorbereitung auf einen Dienst in der Verkündigung zusammen mit Kandidaten für das Sakrament der Priesterweihe ausgebildet würden, dann werde die Vision einer Kirche, die sich von ihrem gemeinsamen Sendungsauftrag definiert, ein Stück mehr Wirklichkeit. „Ziel der Ausbildung ist, dass die Verkünder von morgen schon heute lernen, in unterschiedlichen Diensten und Ämtern und in gegenseitiger Verwiesenheit aufeinander den Menschen im Namen Jesu zu dienen“, so Regens Gärtner.

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news-19429 Sun, 25 Jul 2021 09:30:00 +0200 Ruhrbischof feiert Gedenkgottesdienst für Opfern der Unwetter- und Flutkatastrophe https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ruhrbischof-feiert-gedenkgottesdienst-fuer-opfern-der-unwetter-und-flutkatastrophe Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat am Sonntag, 25. Juli, in einem Gottesdienst im Essener Dom allen Opfern der Unwetter- und Flutkatastrophe gedacht und gemeinsam mit vielen Gläubigen für sie gebetet. „Wir beten heute für die Toten dieser Katastrophe, für die um sie trauernden Familienangehörigen, für alle Betroffenen und für die, die geholfen haben und helfen“, so der Ruhrbischof während des Gedenkgottesdienstes. Im Bistum Essen sei vor allem das märkische Sauerland betroffen, so der Ruhrbischof. „Gerade in dieser Region sind die größte Schäden angerichtet worden und Tote zu beklagen“, so Overbeck. Der Bischof gedachte besonders der beiden Feuerwehrmänner aus Altena und Werdohl, die während ihres Hilfseinsatzes ums Leben kamen. „Lassen Sie uns aber auch nicht die Nöte vieler Menschen in den Städten an Ruhr vergessen, die ihre Häuser räumen mussten und deren Hab und Gut verloren ging“, so Overbeck weiter.

Am Freitag habe er sich selbst ein Bild von der Katastrophe und dem Leid der Betroffenen an Lenne, Volme und den Seitentälern machen können. „In den Gesichtern der Menschen, mit denen ich sprach, war der Schrecken über das unfassbare Unglück, aber auch die erfahrene Not tief eingegraben.“ In den Gesprächen sei immer wieder die Frage nach dem „Warum?“ gestellt worden. Viele hätten angesichts der bitteren Not auch ihre Sorge vor der Zukunft zum Ausdruck gebracht. Darauf gebe es keine einfachen Antworten, betonte Overbeck. Auch die Erklärungsmuster für solche Naturkatastrophen würden nur Schritt für Schritt helfen, aber sie böten keinen Deutungsrahmen für das Unfassbare. Overbeck: „Wenn uns gläubigen Menschen alles aus der Hand geschlagen ist, bleibt das Beten.“

Tief beeindruckt zeigte sich der Ruhrbischof von der großen Solidarität der Menschen in den Krisengebieten. „Wie viele haben sich einander geholfen, ohne sich zu kennen und waren sich doch ganz nah.“ Er wolle auch nicht die vielen vergessen, die ihre Hilfe angeboten hätten sowie die vielen, „die einfach geben von dem was sie haben, damit andere leben können“. Vom Wert dieser Solidarität lebe eine Gesellschaft.

Overbeck: „Wir stellen unser Gebet und unsere Bitten unter den Schutz Gottes, an den wir als Christen glauben, dass er von dem, was er hat, großzügig gibt, vor allem seine Liebe, die menschlich erfahrbar wird durch Nähe, auch im Gebet, aber auch in der Klage, im Suchen, im Ringen, im Zweifeln, im Weinen und Getröstetwerden. So können wir mit Mut und Hoffnung den Weg nach vorne gehen.“

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news-19430 Fri, 23 Jul 2021 19:45:27 +0200 Ruhrbischof besucht Altena, Werdohl und Plettenberg https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ruhrbischof-besucht-altena-werdohl-und-plettenberg Bischof Overbeck vor Ort: Welche Hilfen werden benötigt? Existentielle Nöte, aber auch beeindruckender Zusammenhalt im Märkischen Sauerland. Altena, Tag neun nach der Flutkatastrophe. Die Menschen haben sich rangehalten in den vergangenen Tagen. Es ist erstaunlich aufgeräumt, überall an den Straßen und vor den Häusern sind Sperrmüll und Abfallsäcke zur Abholung aufgeschichtet. An vielen Hauswänden sieht man auf gut einem Meter Höhe, wo das Wasser stand, viele Wohnungen sind komplett leer geräumt, Fabriken lahm gelegt. Im Internet gibt es beängstigende Bilder von der Sturzflut der Lenne und den Bächen, die ihr Wasser in die Lenne speisen.

Nachdem die Katastrophenhelfer der ersten Stunden im Einsatz waren, hat Bischof Franz-Josef Overbeck sich am Freitag, 23. Juli, vor Ort einen Eindruck darüber verschafft, welche Hilfen im Märkischen Sauerland benötigt werden: für das wirtschaftliche Überleben, aber auch für all die seelischen Belastungen, die das Unwetter mit seinen Folgen angerichtet hat.

Die Brachtenbecke verließ ihr harmloses kleines Bachbett

An dem kleinen Bach „Brachtenbecke“ hat man Plastikplanen zum Abdecken des wassergetränkten Abhangs bereitliegen und sorgt sich darüber, was die für Samstag vorhergesagten Unwetter anrichten werden. Am Mittwoch letzter Woche verließ die Brachtenbecke ihr harmloses kleines Bachbett und überschwemmte als reißender Fluss Keller und Erdgeschoss der Anliegerhäuser, während von der anderen Seite eine Gerölllawine die Grundstücke unter sich begrub.

Sich in der Stadt zu bewegen, war an diesem Tag und der folgenden Nacht lebensgefährlich. Offene Kanaldeckel waren im Strom auf den Straßen nicht zu erkennen. Gas-Tanks schossen mit dem Wasser die Straßen herunter. Asphaltplatten wurden weggerissen. Chemikalien mischten sich mit der stinkenden, schlammigen Brühe. Überall klebt heute der verseuchte Schlamm: Muss nun der schmutzige Hausrat – Töpfe, Schüsseln, Teller – weggeworfen werden? Wer weiß schon, welche Substanzen sich im Schlamm befinden?

Die Firmen: „Ohne Strom kann man kein Geld verdienen“

Der Drahtzieherei Brüninghaus sieht man fast nicht mehr an, dass das Wasser hier durchs Tor hinein und hinten durch die Haustür wieder herausgeschossen ist. „Wir haben tolle Mitarbeiter, sonst sähe es hier noch nicht wieder so aus“, sagt Geschäftsführer Sascha Schmoll. Die Glühofen standen meterhoch unter Wasser, die gesamte Elektrik ist zerstört: „Ohne Strom kann man kein Geld verdienen.“ Fachfirmen und Handwerker sind natürlich komplett ausgebucht. Ein halbes Dutzend Elektriker habe sich Urlaub genommen, um ehrenamtlich erste Hilfe in dem Familienbetrieb zu leisten, erzählt Schmoll.

Die Feuerwehr: „Es tut so weh, mach es gut, mein Freund“

In Altena halten Overbeck und seine Begleitung zum Gebet an der Unglücksstelle, an der in der Katastrophennacht ein Feuerwehrmann ums Leben kam. Ein Sommerblumenkranz der Kameraden vom Löschzug Altena hängt am Tor, Grabkerzen stehen auf dem Mauersockel: „Es tut so weh, mach es gut, mein Freund“, steht auf einer. Später an diesem Tag wird der Bischof mit der Witwe des Ertrunkenen unter vier Augen sprechen – und mit den Kameraden des verstorbenen Feuerwehrmannes. „Wir halten hier zusammen“, sagt Timo Rode, oberster Feuerwehrmann der freiwilligen Löschgruppe in Rosmart. „Und wir sind froh, dass wir die Psychosoziale Unterstützung und die Feuerwehr-Seelsorge haben“, sagt er und blickt dabei in Richtung Ulrich Slatosch, der die Gruppe seit einer Woche intensiv betreut.

Bischof Overbeck beeindruckt, wie viel in der ersten Woche bereits wieder aufgeräumt wurde: „Das ist ein reifes Zeichen für eine Bürgergesellschaft, die weiß, was in der Not zu tun ist.“ Ihm ist aber auch klar: „Wir lernen: Das Leben ist sehr endlich. Wir werden uns von manchem verabschieden und uns neue Sicherheiten suchen müssen. Die große Solidarität und der Zusammenhalt, den ich hier erleben darf, gibt mir aber Hoffnung, dass wir die kommenden Herausforderungen gemeinsam angehen können.“

Enorme Spendenbereitschaft für Altena

Für Uwe Kober, Bürgermeister und langjähriger Feuerwehrmann, ist der Zusammenhalt in der Stadt das große Plus von Altena: „Wir kennen uns alle, deshalb konnten wir die Hilfen schnell organisieren.“ Kober berichtet, es gebe eine immense Spendenbereitschaft „von 100 selbstgemachten Teddybären bis zu Summen im sechsstelligen Bereich“. Kommune, Pfarrei St. Matthäus, Caritas, das Bistum und seine Pfarreien, Land NRW, Firmen, Rundfunksender: Überall werden Spenden gesammelt. Die Vergabe der Gelder läuft in Altena zentral über die Stadt.

Die Flutgeschädigten: „Ich habe 50 Jahre lang meine Probleme selbst gelöst“

Dass man plötzlich nicht mehr auf der sicheren Seite steht, sondern auf die Spenden der anderen angewiesen ist, erlebt im Moment sehr schmerzlich die Familie Grüber, deren Erdgeschoss komplett entkernt werden musste. „Ich habe 50 Jahre lang meine Probleme selbst gelöst. Jetzt Lebensmittelspenden aus der Sauerlandhalle abzuholen, um die 60 Euro im Supermarkt zu sparen, daran muss man sich erstmal gewöhnen“, sagt der Werkzeugmacher Thomas Grüber. Seine Frau Dimitra Grüber ist Sekretärin, beide hatten ihr Leben im Griff. An dem unseligen Flut-Tag ist Grüber vom Urlaubsort an der Ostsee überstürzt nach Hause gefahren, musste das Auto weit oberhalb der Stadt abstellen, zwei Stunden querfeldein durch den Wald laufen und schließlich die geflutete Hauptstraße in einer lebensgefährlichen Aktion überqueren, während unterdessen die 18-jährige Tochter im volllaufenden Haus verzweifelte, von der Feuerwehr aus dem Fenster gerettet und durch das Wasser an einen trockenen Ort getragen werden musste.

Die Familie lebt jetzt im oberen Geschoss. In der maroden Küche unten stehen provisorisch Herd und Geschirrspüler, im Wohnzimmer Campingtisch und Kühlschrank. Bis das Haus trocken ist und repariert werden kann, werden mindestens sechs Wochen vergehen. Wie teuer das wird? „Wir hatten gerade alles frisch renoviert, die neue Couch aufgestellt. Die Möbel standen noch im Karton im Haus, die können wir jetzt unausgepackt wegwerfen“, sagt Dimitra Grüber.

Das Haus der Grübers liegt hochwassersicher in der Innenstadt nahe der „Nette“, deshalb hatte das Ehepaar keine Elementarversicherung abgeschlossen. Jetzt lassen sie sich bei der Caritas darüber beraten, wie geholfen werden kann. Denn die Kredite für Renovierung und Möbel müssen ja trotzdem getilgt werden, auch wenn die neuen Tapeten abgezogen sind und die Grübers derzeit auf dem nackten Estrich sitzen. (cs)

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news-19428 Thu, 22 Jul 2021 10:51:21 +0200 Bischof Overbeck schreibt den Menschen im Lennetal nach Hochwasser https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-schreibt-den-menschen-im-lennetal-nach-hochwasser „Ich hoffe sehr, dass es Ihnen möglich sein wird, das Erlebte auf eine für Sie persönlich geeignete und gute Art zu verarbeiten.“ Seine Erschütterung und Anteilnahme angesichts der verheerenden Hochwasserschäden hat Bischof Franz-Josef Overbeck den Menschen im Lennetal rund um Altena, Werdohl und Plettenberg ausgedrückt. In einem Brief an die Bevölkerung im Märkischen Sauerland schreibt der Bischof: „Neben allen, die Opfer dieser Flutkatastrophe geworden sind, gilt meine Anteilnahme insbesondere den Familien und Freunden der Toten, Verletzten und Vermissten, deren Schicksal noch unklar ist.“ Darunter seien auch Einsatzkräfte, die unter enormen persönlichen Risiken alles Menschenmögliche getan hätten, um die Situation irgendwie zu bewältigen. 

„Ich kann mir kaum vorstellen, was viele von Ihnen in diesen lebensbedrohlichen Stunden durchmachen und erleiden mussten und hoffe sehr, dass es Ihnen möglich sein wird, das Erlebte auf eine für Sie persönlich geeignete und gute Art zu verarbeiten“, schreibt Overbeck. Überall dort, wo es zu massiven Überflutungen kam – so auch in Teilen von Essen und Mülheim – stünden zahlreiche Menschen vor den Trümmern ihrer Existenz und fragten sich, wie es jetzt weitergehen solle.

„Mut und Hoffnung machen die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die tatkräftig anpacken und durch ihr Engagement und ihre Zivilcourage jene Stimmen in unserer Gesellschaft Lügen strafen, die meinen, es gäbe keine soziale Verantwortung mehr.“ Gelebte Solidarität sei das gemeinsame Fundament gerade in Not- und Krisensituationen. Die Beseitigung der Flutschäden so zu gestalten, dass in Zukunft wieder ein gutes und gerechtes Leben möglich sei, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der auch die Christen Verantwortung übernähmen, so Overbeck.

Der Brief des Bischofs im Wortlaut

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news-19427 Wed, 21 Jul 2021 13:44:57 +0200 Bischof Overbeck gedenkt Hochwasseropfern in Gottesdienst https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-gedenkt-hochwasseropfern-in-gottesdienst Gottesdienst im Essener Dom, persönlicher Brief und Besuch von Betroffenen im Lennetal. Mit einem Gottesdienst am Sonntag, 25. Juli, um 10 Uhr im Essener Dom gedenkt Bischof Franz-Josef Overbeck allen Opfern des Hochwassers und betet für Betroffene. Bereits am Freitag wird sich der Ruhrbischof einen persönlichen Eindruck von der Lage vor Ort machen und in Altena, Werdohl und Plettenberg mit Betroffenen und Helfern ins Gespräch kommen. Außerdem richtet sich Bischof Overbeck in einem Brief an die Menschen im vom Hochwasser besonders getroffenen sauerländischen Lennetal.

Gemeinsam mit anderen Bistümern und der Evangelischen Kirche im Rheinland setzt das Bistum Essen ein Zeichen des Zusammenhalts zu setzen.Kirchengemeinden, Klöster und kirchliche Einrichtungen sind aufgerufen, am Freitag, 23. Juli, um 18.00 Uhr die Glocken zu läuten und im Rahmen der morgigen Gottesdienste sowie in den Gottesdiensten am kommenden Sonntag im Gebet der Toten und der in Not Geratenen zu gedenken – in Gemeinschaft in den Kirchen, zu Hause in der Familie oder allein.

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news-19426 Tue, 20 Jul 2021 13:58:45 +0200 Bistum Essen spendet 50.000 Euro für Hochwasser-Betroffene https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-essen-spendet-50000-euro-fuer-hochwasser-betroffene Geld wird an Bedürftige vor Ort weitergeleitet, weitere Spenden an Caritas, Kirchengemeinden und andere Hilfskonten sind möglich. 50.000 Euro spendet das Bistum Essen gemeinsam mit der Caritas für die Betroffenen, die durch das Hochwasser im Sauerland, aber auch in anderen Teilen des Bistums unter anderem ihre Häuser verloren haben. Das Geld geht an die Ortsverbände der Caritas, unter anderem in Altena-Lüdenscheid, die es vor Ort an die Menschen verteilen, die es am dringendsten benötigen.

"Das ist gelebte Solidarität"

„Ob in Form von Geldspenden oder durch tatkräftige Unterstützung vor Ort: Viele Menschen stehen den Opfern der Flutkatastrophe bei. Das ist gelebte Solidarität – das Fundament unseres gemeinsamen Miteinanders. Deshalb ist es uns wichtig, gemeinsam mit der Caritas einen finanziellen Beitrag für die Opfer der Flutkatastrophe zu leisten“, sagt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck bewegt von den Unwetter-Ereignissen. „Wir sind für jede weitere Spende dankbar. Gemeinsam können wir dabei helfen, den Menschen, die oft alles verloren haben, eine Perspektive zu bieten.“

Die Caritas international hat dem Diözesancaritasverband nach zahlreichen Spenden bereits 250.000 Euro als erste Notfallhilfe zugesichert. Zudem sind bei der Caritas-SkF-Essen bereits rund 10.000 Euro Spenden eingegangen. Die Bank im Bistum Essen hat mit 45.000 Euro eine finanzielle Soforthilfe für die Hochwasseropfer bereitgestellt.

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news-19425 Mon, 19 Jul 2021 12:40:53 +0200 Hochwasserkatastrophe: Für Betroffene die richtigen Worte finden https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/hochwasserkatastrophe-fuer-betroffene-die-richtigen-worte-finden Für die Betroffenen des Hochwassers, die in vielen Fällen ihren gesamten Besitz verloren haben, die richtigen Worte zu finden, fällt vielen Angehörigen und Freunden gerade besonders schwer. Notfallseelsorger Stephan Koch rät vor allem: Nicht aus der eigenen Rolle fallen. Viele Menschen aus den vom Hochwasser stark getroffenen Gebieten sind aktuell noch mitten im Aufräumen des Chaos, das die Naturgewalt hinterlassen hat. Wasser und Schlamm aus den Häusern pumpen, Sperrmüll auf die Straße schaffen, an Wertsachen retten, was noch zu retten ist. Viel Zeit zum Durchatmen und Gedanken fassen bleibt da oft nicht. Und in den wenigen kurzen Momenten kommen sie dann doch: Ängste, Zweifel und Ratlosigkeit – wie geht es weiter? Wie schaffen wir das? Auch für Angehörige der Hochwasseropfer ist es dann nicht immer einfach, die richtigen Worte zu finden.

"Ich komme als der, der ich bin“

Für Stephan Koch, Notfallseelsorger im Bistum Essen, ist es besonders wichtig, dass die Menschen, die in Gesprächen helfen wollen, auf jeden Fall in ihrer Rolle bleiben, die ihnen zusteht – etwa als Bruder, Schwiegermutter oder Freund. „Man sollte ehrlich und authentisch sein und nicht versuchen, den Hobbypsychologen zu spielen“, sagt der 49-Jährige. „Dann gilt vor allem: ‚Ich komme als der, der ich bin.‘“

Bei Bedarf helfen, wo es gerade am nötigsten ist

„Die Menschen haben eine hochdramatische Verlusterfahrung gemacht und stehen vor dem Nichts, wissen oft nicht, was sie als Nächstes tun sollen“, sagt Koch. „Dinge, die für nicht Betroffene ganz normal sind, wie etwa die Nacht in einem eigenen Bett, sind den Hochwasseropfern auf unbestimmte Zeit genommen.“ Erstmal genau zuhören und dann einfach fragen, was der Andere jetzt grade brauche, sei oft die beste Hilfe in einer solchen Situation. „Meistens bekommt man dann eine gute Antwort, kann sie auf ihrem Weg begleiten, gemeinsam mit ihnen Neues aufbauen“, sagt der Seelsorger. Dabei zähle vor allem das eigene Bauchgefühl, sich so zu verhalten, wie es sich in diesem Moment richtig anfühlt - und bei Bedarf einfach anzupacken und zu helfen, wo es gerade am nötigsten ist.

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news-19424 Fri, 16 Jul 2021 11:45:43 +0200 Open-Air-Kino am Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/open-air-kino-am-essener-dom Weniger Sitzplätze, mehr Vorführungen im Kino-Sommer 2021 „Film ab!“ heißt es in diesem Sommer wieder im Open Air-Kino am Dom in Essen. Vom 29. Juli bis zum 1. September zeigt die „Lichtburg“ jeden Abend aktuelle Filme, Klassiker, Film-Highlights des Kinojahres 2020 und ausgesuchte Arthouse-Filme unter freiem Himmel. Einlass ist jeweils ab 20 Uhr, die Vorführung beginnt mit Eintritt der Dunkelheit zwischen 21 und 21.30 Uhr. Das Programm kann man online einsehen. Karten zu 9,50 Euro, ermäßigt 7,50 Euro – gegebenenfalls mit Überlängenaufschlag – gibt es im Vorverkauf an der Kasse der „Lichtburg“ auf der Kettwiger Straße 36 oder online unter www.lichtburg-openair.de.

Dompropst Thomas Zander als „Hausherr“ des Domhofs freut sich darüber, dass mit dem Freiluftkino wieder etwas mehr Normalität und Unbeschwertheit in den Alltag einziehen kann: „Ich freue mich, dass in diesem Jahr wieder das Open Air-Kino auf unserem Domhof stattfindet. Dadurch können die Zuschauer wieder zeitgenössische Filmkunst vor der historischen Kulisse unsers Doms erleben. Die Lichtburg hat dazu ein sehr abwechslungsreiches und inspirierendes Programm zusammengestellt.“

Das Open Air-Kino am Dom startete erstmals im Jahr 2019. Im Folgejahr zog man corona-bedingt ein paar Meter weiter auf den Burgplatz, um größere Sitzabstände einhalten zu können. In diesem Sommer wird die große Leinwand wieder vor der Domschatzkammer aufgestellt. Die Anzahl der Sitzplätze ist auf 263 reduziert, im Gegenzug wurde die Zahl der Vorführungen erhöht. An manchen Abenden wird es vor Filmbeginn Konzerte verschiedener Künstler geben.

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news-19421 Fri, 16 Jul 2021 10:19:00 +0200 Der Essener Domschatz in Leichter Sprache https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/der-essener-domschatz-in-leichter-sprache Der neue Kurzführer in Leichter Sprache ist für 3,50 Euro an der Kasse der Domschatzkammer erhältlich. Der Essener Domschatz kann ab sofort auch mit einem Heft in Leichter Sprache erkundet werden. Andrea Wegener, Leiterin des Essener Domschatzes, der Leiter Museumspädagogik und Besucherservice der Domschatzkammer, Rainer Teuber, und der Vorsitzende des Münsterbauvereins, Arnd Brechmann, haben die neue Broschüre nun in der Domschatzkammer vorgestellt.

Auf 64 farbigen Seiten mit vielen Fotos lädt das durch eine großzügige Unterstützung des Münsterbauvereins ermöglichte Heft zu einem Rundgang durch den Essener Domschatz ein. Ein schematisch vereinfachter Übersichtsplan erleichtert dabei die Orientierung im komplexen Raumgefüge des Museums am Burgplatz. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Essener Frauenstifts beschreibt der Führer auf jeder Seite einen Aspekt oder ein Kunstwerk des Domschatzes, jeweils illustriert mit passenden Bildern. Angefangen bei den Altfrid-Schreinen und Bischofsinsignien über Skulpturen und Reliquiare spannt sich der Bogen bis hin zu den herausragenden Werken der Goldschmiedekunst des 10. und 11. Jahrhunderts. Dabei geht das Heft auf die wichtigsten Merkmale der Sammlung ein. Neben den Highlights aus der fast 1200 Jahre alten Geschichte beleuchtet der Führer aber auch Kunstwerke, die üblicherweise nicht so sehr im Fokus stehen, wie zum Beispiel den Kokosnussbecher oder das Reliquiar mit Korallenast.

Neben dem klar strukturierten, übersichtlichen Aufbau des Hefts fällt die ungewöhnliche sprachliche Gestaltung auf. Der nach den Regeln des „Netzwerks Leichte Sprache“ verfasste Text ist durch kurze Sätze gekennzeichnet, die jeweils nur eine Aussage enthalten. Jeder Satz besteht aus den Gliedern Subjekt, Prädikat, Objekt. So heißt es in der Beschreibung der „Essener Krone“: „Auch diese wunder-schöne Krone ist ungefähr 1000 Jahre alt. Wahrscheinlich hat jemand diese Krone einer Figur von der Gottes-Mutter Maria geschenkt. Diese Figur von Maria heißt Goldene Madonna und steht im Dom. Bei Umzügen hatte die Goldene Madonna diese Krone auf dem Kopf“.

Passive Formulierungen vermeidet die Leichte Sprache ebenso wie den Konjunktiv. Auch Fremd- und Fachwörter werden möglichst vermieden oder erklärt. Deutschlandweit haben etwa zehn Millionen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen Schwierigkeiten beim Verständnis der geschriebenen Sprache.

„Wir möchten möglichst allen Bevölkerungsgruppen die Schönheit der Kunstwerke, das historische Erbe der Essener Stiftsfrauen und dessen Bedeutung für die Stadt erschließen“, sagt Schatzkammerleiterin Andrea Wegener. Deshalb sei der neue Domschatzführer eine hervorragende Ergänzung zum bereits erhältlichen Domführer in Leichter Sprache. Beide Broschüren tragen dazu bei, dass keine Gruppe von der Teilhabe am gemeinsamen historischen Erbe der Region ausgeschlossen werde.

„Unser Führer entstand in enger Zusammenarbeit mit der Firma Holtz & Faust aus Münster, die auf die Übersetzung von Texten in ,Leichte Sprache‘ spezialisiert ist“, erläutert Teuber, der auch die Redaktion der Broschüre verantwortet. „Durch die konsequente Einhaltung der geforderten Standards ist es gelungen, den Domschatzführer sowohl mit dem deutschen Siegel für gute Leichte Sprache als auch mit dem Europäischen Logo für einfaches Lesen zu versehen.“

Ab sofort ist der neue Kurzführer in Leichter Sprache für 3,50 Euro an der Kasse der Domschatzkammer erhältlich.

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news-19423 Thu, 15 Jul 2021 17:23:15 +0200 Pastor Nikolaus Nösges verstorben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pastor-nikolaus-noesges-verstorben Im Alter von 90 Jahren am 6. Juli 2021 verstorben. Am Dienstag, 6. Juli 2021, ist Pastor Nikolaus Nösges im Alter von 90 Jahren verstorben. Der Verstorbene, der in Essen gewohnt hat, wurde am 30. Juli 1930 in Essen geboren und am 27. Februar 1957 in Köln zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe war Nösges zunächst als Kaplan in der Pfarrei Hl. Familie in  Essen-Margaretenhöhe eingesetzt. Seit 1961 war er dann als Kaplan in der Pfarrei
St. Norbert in Duisburg-Hamborn tätig und seit 1964 als Dekanatsjugendseelsorger für die Frauenjugend im Dekanat Duisburg-Hamborn. Im Jahr 1966 wechselte er als Kaplan in die Pfarrei St. Joseph in Bottrop. Im Jahr 1971 ernannte ihn der Bischof von Essen zum Pfarrer in der Pfarrei St. Josef in Oberhausen-Buschhausen. 28 Jahre war Nösges hier als Pfarrer und Gemeindeseelsorger für die Menschen in Buschhausen vor Ort. Dabei war es sein Anliegen, möglichst vielen Menschen in seiner Pfarrei gerecht werden zu können. Als Pastor im Ruhestand war Nikolaus Nösges dann ab dem 01.01.2000 in der Pfarrei St. Josef in Essen-Frintrop tätig, in den letzten Jahren besonders im Papst-Leo-Haus, wo er regelmäßig die Eucharistie feierte. Eine große Freude und Leidenschaft war für ihn die deutsche Übersetzung von alten lateinischen Handschriften, die auch in den „Fontes Christiani“ veröffentlicht wurden.

Der Ruhrbischof dankt dem verstorbenen sehr für seinen engagierten Dienst im Bistum Essen.

Die Totenvesper ist am Freitag, 16. Juli 2021 um 19:00 in der Kirche St. Josef in Oberhausen-Buschhausen, Lindner Str. 197. Das Requiem wird am Samstag, 17. Juli 2021 um 9:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef in Essen-Frintrop, Himmelpforten 13, gefeiert. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Katholischen Friedhof, Pflanzstr. 20 in 45359 Essen. Mitbrüder, die am Requiem teilnehmen, werden gebeten, Chorkleidung zu tragen und ihre persönlichen Kontaktdaten schriftlich mitzubringen. Die Platzkapazitäten in beiden Kirchen sind durch die Hygienevorgaben begrenzt. Die ordnungsbehördlichen Bestimmungen zur Corona-Pandemie sind unbedingt zu beachten.

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news-19422 Thu, 15 Jul 2021 12:48:46 +0200 Bischof Overbeck: „Meine Gedanken und Gebete sind bei den Menschen vor Ort“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-meine-gedanken-und-gebete-sind-bei-den-menschen-vor-ort Die Nachbarschaftshilfe ist vorbildlich. Am Abend um 19 Uhr gemeinsames Gebet am Fenster. Nach den verheerenden Regenfällen und Überschwemmungen im Ruhrgebiet und vor allem im Märkischen Sauerland zeigt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck sich erschüttert über die Nachrichten aus großen Teilen des Bistums Essen. „Meine Gedanken und Gebete sind bei den Menschen vor Ort, die um ihr eigenes oder um das Leben Angehöriger bangen und vielfach ihr ganzes Hab und Gut verloren haben“, sagt Overbeck. „Besonders denke ich dabei an die Familien der beiden Feuerwehrmänner, die bei Rettungsarbeiten ums Leben gekommen sind.“ Der Essener Bischof dankt allen Einsatzkräften, „die teilweise unter enormen persönlichen Risiken alles Menschenmögliche tun, um Menschen zu retten, Vermisste zu suchen und die Situation zu bewältigen.“ Seine Bitte: „Lassen sie uns gemeinsam für die vielen vermissten Menschen beten, deren Schicksal gerade unklar ist.“

Besonders hart getroffen hat es die Stadt Altena. Nach dem ganztägigen Starkregen liegt dort ebenso wie in Teilen von Hagen heute das öffentliche Leben brach: Keller und Wohnungsetagen voller Wasser, Gärten weggespült, Brücken eingestürzt und Straßen voller Geröll, der Ort abgeriegelt, Nahverkehr eingestellt – „wer jetzt zum Arzt muss, hat es wirklich schwer“, berichtet Gemeindereferentin Sandra Schnell, Leiterin der Pfarrei St. Matthäus in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. In vielen Straßen seien Wasser und Strom abgestellt, die Geschäfte geschlossen, die Pflegedienste könnten kaum ihrer Arbeit nachgehen. „Aber die Nachbarschaftshilfe funktioniert großartig“, sagt Schnell, „so haben wir es zu Beginn des Corona-Lockdowns schon erlebt. Die Menschen vernetzen sich über Facebook, und alle packen mit an, räumen auf oder kochen für die anderen.“

Weil die Stadt Altena die Bewohner dringend darum bittet, die Häuser nicht zu verlassen, bleiben auch die Kirchen geschlossen. „Wir werden aber heute und morgen Abend um 19 Uhr Kerzen in unsere Fenster stellen und gemeinsam ein Vaterunser beten.“

Eindrücke aus Werdohl

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news-19420 Wed, 14 Jul 2021 10:21:38 +0200 Generalvikar Pfeffer: Corona-Kreativität für neue Gemeindeangebote nutzen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/jahresstatistik-2020-bistum-essen-generalvikar-pfeffer-corona-kreativitaet-fuer-neue-gemeindeangebote-nutzen Mit deutlichen Rückgängen bei der Zahl der Gottesdienstbesucher und den Sakramenten zeigt die Statistik des Bistums Essen, wie sehr im vergangenen Jahr auch das kirchliche Leben von der Pandemie beeinflusst wurde. Pfeffer verweist jedoch auch auf die vielen kreativen Initiativen, die in der Krise entstanden sind. Zeitweise abgesagte Gottesdienste, verschobene Hochzeiten, Firmungen und Erstkommunionfeiern – seit März 2020 hat die Corona-Pandemie auch spürbare Auswirkungen auf das kirchliche Leben im Bistum Essen. Davon zeugt die Statistik für das vergangene Jahr, die das Bistum Essen an diesem Mittwoch, 14. Juli, zusammen mit allen katholischen Bistümern und evangelischen Landeskirchen in Deutschland veröffentlicht. So ging die Zahl der Trauungen im Ruhrbistum 2020 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zwei Drittel zurück, während die der Gottesdienstbesucher um gut 40 Prozent sank. Ähnlich entwickelte sich die Statistik bei Taufen und Firmungen, während der Rückgang bei der Anzahl der Erstkommunionkinder mit etwa einem Fünftel vergleichsweise moderat ausfiel.

„Diese Zahlen zeigen noch einmal sehr deutlich, wie sehr sich die Corona-Pandemie – neben vielen anderen Bereichen unserer Gesellschaft – auch auf unser kirchliches Leben auswirkt“, kommentiert der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer, die Statistik. „Manche Feiern – wie Hochzeiten, Taufen oder Firmungen – mögen im ersten Corona-Jahr auf das laufende Jahr verschoben worden sein“, so Pfeffer. „Aber viele gewohnte, lieb gewonnene und wichtige Feiern, Feste und andere Begegnungen mussten schlicht ausfallen. Das hat vielen Menschen sehr wehgetan.“

Viele neue Initiativen in der Corona-Krise

Auf der anderen Seite zeige das etablierte Zahlenwerk der Kirche „viele Dinge nicht, mit denen Kirchengemeinden, Caritasverbände und viele andere kirchliche Organisationen in der Corona-Krise mit hohem Engagement für die Menschen im Ruhrbistum im Einsatz sind“, hebt Pfeffer hervor. Gerade in den Einrichtungen und Initiativen der Caritas seien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders gefordert gewesen. Der Generalvikar verwies dabei vor allem auf die herausfordernden Situationen in den Altenpflegeheimen und anderen sozialen Einrichtungen. 

Ein hohes Maß an Kreativität bescheinigt Pfeffer auch den Kirchengemeinden und kirchlichen Verbänden. Beispielhaft verweist er auf bistumsweit hunderte Gottesdienstübertragungen ins Internet, auf Online-Kurzpredigten und Gebets-Impulse für Smartphone und Computer, von Gemeinden vorbereitete Text- und Liedblätter für Hausgottesdienste, besondere Oster- und Weihnachtsangebote und vieles mehr. Und er erinnert an Initiativen wie den ökumenischen Gabenzaun in Essen, an dem sich Bedürftige kontaktlos mit dem Nötigsten versorgen können, Telefonaktionen gegen Isolation und Einsamkeit oder die Freiluft-Konzerte vor gesperrten Altenheimen. „Wir haben so viele Initiativen erlebt, bei denen die Gemeinden an Rhein, Ruhr und Lenne aus der Corona-Not heraus kreativ geworden sind“, betont Pfeffer.

Dennoch verschließt der Essener Generalvikar nicht die Augen vor den Krisen-Symptomen der katholischen Kirche, die in der Corona-Krise verschärft deutlich geworden sind. Es gebe auch Anlass zur Sorge, dass viele Menschen in der Pandemie den Kontakt zur Kirche verloren haben, weil über einen zu langen Zeitraum vieles zum Stillstand gekommen ist. Hinzu kommen die fortdauernde Auseinandersetzung um die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals sowie der heftige Streit um Reformen in der Kirche. „Wir sollten uns daher nicht davon täuschen lassen, dass die Zahl der Kirchenaustritte im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist“, betont Pfeffer. "In diesem Jahr erwarten wir spürbare höhere Austrittszahlen. Das ist mehr als ein Alarmsignal im Blick auf die Zukunft unserer Kirche.“    

Digitale und analoge Gemeindeangebote miteinander verbinden

Pfeffer ist sich sicher: „Natürlich freuen wir uns, wenn in den nächsten Monaten hoffentlich wieder etwas Normalität in den Kirchenalltag einkehrt. Aber wir müssen noch kritischer auf uns selbst blicken und prüfen, was sich verändern muss.“  Viele Gemeinden hätten mit neuer Technik ihre digitalen Angebote verstärkt. „Hoffentlich können wir diese Angebote nun Schritt für Schritt wieder stärker mit analogen Gottesdiensten und vielen anderen Treffpunkten in den Gemeinden kombinieren“, so der Generalvikar mit Blick auf die weitere Corona-Entwicklung. „Wir müssen deutlich zeigen, dass Kirche sich vor allem im caritativen, sozialen und geistlichen Leben unmittelbar vor Ort ereignet – und von den sehr vielen Christinnen und Christen in unseren Quartieren und Ortschaften konkret gelebt wird.“

Auführliche Jahresstatistik online abrufbar

Die ausführliche Jahresstatistik mit Zahlen zu jeder Pfarrei ist auf der Homepage des Bistums im Bereich "Geschichte und Zahlen" abrufbar.

Übersichtsgrafiken zu ausgewählten Zahlen jedes Stadt- und Kreisdekanats im Bistum Essen gibt es hier:

Interview mit Markus Etscheid-Stams über die Kirchenaustrittsstudie des Bistums Essen:

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news-19419 Tue, 13 Jul 2021 11:02:00 +0200 Propst André Müller spricht im WDR-Radio https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/propst-andre-mueller-spricht-im-wdr-radio Die Beiträge laufen in der Woche vom 19. bis 24. Juli auf WDR 3 und 5 Propst André Müller aus Gladbeck spricht in der Woche vom 19. bis 24. Juli die Radiobeiträge „Kirche im WDR 3 + 5“. In den Morgenandachten geht es darum, wie wichtig wirkliche Präsenz im Sinne einer aufmerksamen Anwesenheit ist – in der Begegnung mit anderen Menschen ebenso wie in existentiellen Erfahrungen des Lebens. „Wie wichtig Präsenz ist, räumlich wie zeitlich, wird mir gerade dann deutlich, wenn sie fehlt, wenn sie eigentlich erwartet, ja dringend benötigt wird“, sagt Müller angesichts der Beschränkungen der Corona-Pandemie.

Die Morgenandachten werden auf WDR 3 um 7.50 Uhr und WDR 5 um 6.55 Uhr gesendet. Weitere Informationen und die Texte gibt es im Anschluss auf www.kirche-im-wdr.de.

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news-19418 Mon, 12 Jul 2021 12:02:09 +0200 Im Oktober in Assisi und Umbrien pilgern https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/im-oktober-in-assisi-und-umbrien-pilgern Katholisches Ferienwerk Oberhausen (KFO) nimmt noch Anmeldungen für Umbrien-Wallfahrt des Bistums Essen entgegen Nach Assisi und Umbrien führt im Oktober dieses Jahres die Wallfahrt des Bistums Essen. Auf drei verschiedenen Wegen – per Bus, Flugzeug oder Flug und Pilgerwanderung – können die Reisegäste sich auf die Spuren des heiligen Franziskus von Assisi begeben und die außergewöhnlich schöne Landschaft Umbriens erleben. Organisiert wird die Reise vom Katholischen Ferienwerk Oberhausen (KFO).

Die Busfahrt nach Italien startet am 9. Oktober 2021 ab Bochum, Duisburg und Essen. Übernachtet wird auf dem Hinweg in der Schweiz, auf der Rückreise in Österreich. Am 17. Oktober kommen die Reisenden wieder nach Hause.

Die Flugreisen ab Düsseldorf beginnen am 10. und enden am 16. Oktober 2021. Die Fußpilger wandern auf drei Tagesetappen vom Rieti-Tal nach Assisi. Alle Pilgerinnen und Pilger erwartet ein ausführliches Besichtigungsprogramm. Begleitet werden sie dabei von Bischof Franz-Josef Overbeck, Weihbischof Ludger Schepers und Domkapitular Michael Dörnemann als Wallfahrtsleiter.

Ausführliche Informationen gibt es unter www.wallfahrt2021.de. Anmeldungen sind derzeit noch möglich beim KFO, Christian Brandt (Tel. 0208 99423-78, E-Mail c.brandt@kforeisen.de) und Michael Guthoff (Tel. 0208 99423-72, E-Mail m.guthoff@kforeisen.de), Fahnhorststr. 30, 46117 Oberhausen. (cs)

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news-19417 Mon, 12 Jul 2021 09:38:52 +0200 Wildbienen schützen – Blühflächen an Kirche und Pfarrheim anlegen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wildbienen-schuetzen-bluehflaechen-an-kirche-und-pfarrheim-anlegen In Duisburg-Neudorf steht an der Kirche St. Ludger nun ein Bienenfutterautomat „Wenn wir Wildbienen erhalten wollen, sollte möglichst jede Ecke in der Stadt blühen“, sagt Hobby-Imker Raffael Lukaszczyk (23). Deshalb hat er neben seiner Pfarrkirche St. Ludger mitten im Duisburger Stadtgebiet einen Bienenfutterautomaten aufgestellt. Für 50 Cent das Stück kann man dort Kapseln mit Saatgut ziehen; später wirft man sie zur Wiederbefüllung in den darunterliegenden Briefkasten. Der Inhalt reicht zur Aussaat auf einem Quadratmeter Erde, die Pflanzen blühen aufeinanderfolgend, sind zum Teil mehrjährig und bieten verschiedensten Insekten Nahrung.

Im vergangenen Jahr hatte der angehende Berufsjäger Lukaszczyk bereits drei seiner Bienenvölker am Kirchengebäude zehn Meter hoch über der Erde untergebracht. „Pastor Christian Schulte hat mir für die Bienen und den Futterautomaten sofort sein Okay gegeben. Bewahrung der Schöpfung ist für ihn einer der wichtigsten Aufträge der Christen“, sagt der junge Imker. Vor der Kirche blühten jüngst die Kastanien, anschließend folgt die Lindenblüte. „Meine Bienen an St. Ludger tragen Honig ein wie verrückt“, sagt Raffael Lukaszczyk. In der Kleingartenanlage, in der er weitere Bienenvölker hält, gebe es zwar mehr Bienen-Konkurrenz und deshalb weniger Honigerträge. Dafür bestäubten die Bienen aber alle Gartenpflanzen: „So viele Himbeeren hatten wir noch nie.“

Zuchtbienen verdrängen Wildbienen im Stadtgebiet

Kulturbienen-Haltung ist interessant, anspruchsvoll und erfordert Expertenwissen. Man muss sich darum kümmern, dass die Bienen nicht schwärmen, man muss gegebenenfalls das Volk verkleinern, man muss Zuchtbienen gegen Milben behandeln, muss im Herbst beifüttern, ganz zu schweigen vom Honigschleudern und Wachs bearbeiten. In Duisburg und auch in Essen ist die Zahl der neuen Hobby-Imker mit Verantwortung für ein bis zwei Bienenvölker in den letzten Jahren so gestiegen, dass der Imkerverein Essen inzwischen davon abrät, weitere Zuchtbienen anzusiedeln, weil diese die Wildbienen im Stadtgebiet verdrängen könnten.

Natürlich freuen sich die Gemeindemitglieder von St. Ludger über Honig, Kerzenwachs und das gute Gefühl, beides auf kurzem Weg vor Ort erwerben zu können. Aber eigentlich, so Lukaszczyk, geht es nicht um den Bestand der Zuchtbienen, sondern darum, den unzähligen Wildbienenarten – zum Beispiel den Hummeln -  mit bienenfreundlichen Blühpflanzen eine Lebensgrundlage zu sichern. Deshalb brauche nicht jede Pfarrei ihren eigenen Imker: „Aber rund um Kirchen und Pfarrheime gibt es viele Flächen, die sich dafür eignen, neue Blühflächen für Insekten zu schaffen. Das fördert die Biodiversität – also das Zusammenwirken verschiedenster Lebewesen im Jahreskreislauf.“ Denn auch viele Vogelarten leiden unter dem Rückgang ihrer wichtigsten Nahrung. Eine weitere einfache Möglichkeit, Insekten zu helfen, ist eine Tränke: „Einen Stein hineinlegen, mit Moos bedecken und mit Wasser auffüllen. Wenig Aufwand und effektiv“, sagt Lukaszczyk. Auch ein Insektenhotel als Unterschlupf zum Brüten und Überwintern könne eine gute Hilfe sein.

Bienenfutter aus dem Kaugummiautomaten

Der Bienenfutterautomat an St. Ludger ist ein restaurierter Kaugummiautomat aus den 1970er Jahren. Er steht seit Anfang Juli vor der Kirche, seine Anschaffung war mit knapp 500 Euro zunächst teuer, hinzu kamen das Gestell und der Briefkasten, „aber uns hat ein anonymer Spender geholfen“, sagt Lukaszczyk. In ganz Deutschland stehen im Moment 122 dieser Automaten, drei davon in Duisburg.

Darüber hinaus sind im gesamten Duisburger Stadtgebiet viele Imkerinnen und Imker aktiv, haben sich in mehreren Vereinen zusammengeschlossen und bieten Imkerei-AGs an drei Duisburger Schulen an, betreuen im Zoo einen Schau-Bienenkasten und haben im Stadtteil Rumeln/Kaldenhausen sogar ein Bienenmuseum zu bieten. Wie dramatisch der Rückgang der Insektenbestände ist, kann jeder erkennen, der nach langer Autofahrt mit sauberer Windschutzscheibe nach Hause kommt.

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news-19416 Fri, 09 Jul 2021 14:54:36 +0200 Namen und Daten | 09.07.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-09072021 Pastor Ulrich Altegör, Pastor Vinko Delinac, Anne-Kathrin Hegemann, P. Josef Kahmann SDB, Karl-Heinz Leibold, Pastor Elmar Linzner, Melanie Malitius, Weihbischof Ludger Scheper, Pastor Norbert Scheuren, Andrea Schlüter Pastor Ulrich Altegör wird zum 30 September 2021 von seiner Ernennung als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Lambertus in Essen-Rellinghausen und seiner Beauftragung mit der Krankenhausseelsorge am Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid entpflichtet und in den Ruhestand versetzt. Er wird weiterhin als Pastor im besonderen Dienst in der Pfarrei St. Lambertus in Essen seelsorglich tätig sein.

Pastor Vinko Delinac wird zum 30. September 2021 von seiner Aufgabe als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Propsteipfarrei St. Peter und Paul in Bochum und seiner Beauftragung der eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge für die kroatischsprachigen Katholiken der Stadtdekanate Gelsenkirchen, Gladbeck, Bochum und Wattenscheid sowie der Pfarreien St. Peter und Paul in Hattingen und St. Peter und Paul in Witten – Sprockhövel – Wetter entpflichtet. Delinac war 27 Jahre im Bistum Essen tätig und wird im Oktober in das Erzbistum ?akovo-Osijek nach Kroatien zurückkehren.

Anne-Kathrin Hegemann wird weiterhin mit 38,46% ihres Beschäftigungsumfangs als Gemeindereferentin in der Propsteipfarrei St. Cyriakus in Bottop tätig sein. Darüber hinaus wird sie mit 25% ihres Beschäftigungsumfangs als Verantwortliche für das Zukunftsbildprojekt „Pfarrübergreifendes Team für Trauungen“ befristet bis zum 31. Dezember 2023 tätig sein.

P. Josef Kahmann SDB wird zum 1. September 2021 mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Karl-Heinz Leibold wird weiterhin mit 50% seines Beschäftigungsumfangs als Seelsorger am Kath. Klinikum Bochum, Betriebsstätte Blankenstein tätig sein. Darüber hinaus wird er mit 50% seines Beschäftigungsumfangs als Verantwortliche für das Zukunftsbildprojekt „Pilgerwege im Ruhrgebiet“ befristet bis zum 28. Februar 2023 tätig sein.

Pastor Elmar Linzner wird zum 30. August 2021 von seiner Ernennung als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Propsteipfarrei St. Gertrud von Brabant in Bochum-Wattenscheid und seiner eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge in der Gemeinde Herz Mariä in Bochum-Wattenscheid-Günnigfeld entpflichtet. Er wird mit Wirkung vom 1. September 2021 vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Joseph in Bottrop ernannt.

Melanie Malitius wird weiterhin mit 75% ihres Beschäftigungsumfangs als Gemeindereferentin in der Propsteipfarrei St. Clemens in Oberhausen tätig sein. Darüber hinaus wird sie mit 25% ihres Beschäftigungsumfangs als Verantwortliche für den Bereich „Ehrenamtliche Begräbnisdienst“ im Bistum Essen befristet bis zum 31. Dezember 2023 tätig sein.

Weihbischof Ludger Schepers wird mit Wirkung vom 1. Juli 2021 und für die Dauer bis zur Ernennung des/der Pfarrbeauftragten, in Verbindung mit einem moderierenden Priester, zum Pfarradministrator der Pfarrei St. Josef in Essen ernannt. Weihbischof Schepers übernimmt die Leitung zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben.

Pastor Norbert Scheuren wird zum 31. Januar 2022 von seiner Beauftragung als Pastor der Pfarrei Hl. Cosmas und Damian in Essen entpflichtet und in den Ruhestand versetzt.

Andrea Schlüter wird weiterhin mit 75% ihres Beschäftigungsumfangs als Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt in Mülheim tätig sein. Darüber hinaus wird sie mit 25% ihres Beschäftigungsumfangs als Verantwortliche für den Bereich „Ehrenamtliche Begräbnisdienst“ im Bistum Essen befristet bis zum 31. Dezember 2023 tätig sein.

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news-19415 Thu, 08 Jul 2021 16:53:58 +0200 Urlaub vor der eigenen Haustür: Mikroabenteuer für den Sommer https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/urlaub-vor-der-eigenen-haustuer-mikroabenteuer-fuer-den-sommer Es sind nicht immer großen Planungen und Vorbereitungen nötig, um sich in den Sommerferien zu erholen. Fünf Mikroabenteuer laden ein, den eigenen Akku direkt vor der Haustür wieder aufzuladen. Sommer, Sonne, Urlaubszeit: Auch wenn es in diesem Jahr vielleicht auf große Fahrt gehen kann, laden die Sommertage doch einfach dazu ein, einmal einen Gang zurückzuschalten und den eigenen Akku aufzuladen. Gemeinsam mit Nadine Piltz, Referentin für Natur- und Erlebnispädagogik im Jugendhaus St. Altfrid, haben wir einmal fünf Mikroabenteurer zusammengestellt, die wunderbar vor der eigenen Haustür absolviert werden können. Du brauchst nicht viel Material und keine lange Vorbereitung. Das wichtigste ist: Es einfach einmal zu machen. Also nimm dir Zeit und los geht’s:

NaturKunst

Lege aus Materialien, die du draußen findest, ein Kunstwerk wie z.B. ein Mandala. Oder versuche Naturgegenstände in Balance zu bringen. Und ganz nebenbei kannst du entdecken, was die Schöpfung alles so für dich bereithält.

HochZeit

Mach dich schlau, wo der höchste Punkt in deiner Umgebung ist, atme Höhenluft und schau dir dort den Sonnenaufgang an. Ein wirklich toller Moment, um im kurzen Gebet einfach einmal Danke zu sagen.

ZufallsTreffer

Folge einen Tag lang dem Zufall: mach dir zuvor Zettel fertig mit Richtungsanweisungen, mische sie gut und gehe los. Von Zeit zu Zeit ziehst du immer wieder einen neuen Zettel und lässt den Zufall entscheiden, wo du landest. Und gleich wohin dich der Weg auch bringt, du kannst dir sicher sein: Du bist nicht allein unterwegs.

NachtRuhe

Schlafe eine Nacht unter dem Sternenhimmel in deinem Garten oder auf dem Balkon und lass dich morgens von der Sonne wachküssen. Versuche doch vorm Einschlafen die letzten Tage einmal Revue passieren zu lassen. Such dir für jedes positive Erlebnis einen Stern aus. Du wirst schnell merken, dass auch für dich viele Sterne leuchten.

FußBad

Gehe barfuß über die Wiese, durch den Wald, über verschiedene Böden und lass deine Füße mal wieder fühlen. Versuche den Moment einfach mal für sich wahrzunehmen. Es ist gut so zu sein, wie du gerade bist.

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news-19413 Wed, 07 Jul 2021 11:23:17 +0200 Katholische Öffentliche Büchereien im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/katholische-oeffentliche-buechereien-im-bistum-essen Bücher, Filme, Musik oder Spiele fast vor der Haustür ausleihen und das oft kostenlos: Katholische Öffentliche Büchereien sind für viele Familien und Erwachsene immer noch eine wichtige Alternative zu den städtischen Angeboten. Die Zukunft auch in Corona-Zeiten im Blick, engagieren sich Ehrenamtliche, damit die Büchereien aktuell und geöffnet bleiben. Etwas mit Büchern machen, das wollte Claudia Märtens schon immer, am liebsten hauptberuflich. Aus den Buchstaben sind dann in ihrem Beruf als Bankkaufrau doch mehr Zahlen geworden, aber seit fast 35 Jahren lebt sie ihre Leidenschaft als Mitarbeiterin in der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Bonifatius in Essen-Huttrop. Die 47-Jährige ist eine von aktuell rund 900 Ehrenamtlichen, die sich im Bistum Essen dafür einsetzen, dass die 123 Büchereien vor Ort regelmäßig geöffnet sind, aktuelle Medien in den Regalen stehen und Besucher sich gut zurechtfinden.

Großes Interesse und Engagement in der Corona-Krise

Zu ihrem Ehrenamt gekommen ist sie damals mit 13 Jahren gemeinsam mit einer Freundin, hat vor allem freitags nach der Schule geholfen. Heute übernimmt sie diesen Dienst einmal im Monat, kümmert sich neben Familie und Beruf auch um die Schulausleihe der benachbarten Grundschule, den Büchereiführerschein und ist Sprecherin ihrer Pfarrbücherei. Zum zweiten Mal wurde sie vor einigen Wochen gemeinsam mit 31 weiteren Sprechern aus dem ganzen Bistum für die nächsten vier Jahre wiedergewählt. Seit ihrer Jugend hat sich Einiges verändert in der kleinen Bücherei. „Früher haben wir die ausgeliehenen Medien noch auf Pappkarten registriert, heute läuft das alles über ein Computersystem“, erinnert sich Claudia Märtens. Früher seien viele Menschen nach der Messe in die Bücherei gekommen, da die Besucherzahl der Gottesdienste sinkt, kommen auch weniger danach zum Stöbern und Ausleihen. Trotzdem sei die Bücherei auch Anlaufpunkt für Menschen, die mit der Kirche nicht viel zu tun haben. Gute Werbung und der persönliche Kontakt seien umso wichtiger.

Die Lockdowns in der Corona-Krise trafen auch die Büchereien im Bistum Essen. Doch die Ehrenamtlichen vor Ort versuchten trotzdem, ihr Angebot so gut wie möglich aufrecht zu erhalten. „Sie waren alle total engagiert und kreativ“, freut sich Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums im Bistum Essen. „Natürlich waren die Zahlen der ausgeliehenen Medien geringer als sonst, aber für so eine Ausnahmesituation trotzdem überraschend gut.“ Rund 100.000 Besucher kamen 2020 zu den Büchereien, insgesamt liehen sie rund 230.000 Medien aus. Im Vorjahr waren es rund 200.000 Besucher mit rund 360.000 ausgeliehenen Medien.

Leseförderung in sozial schwachen Stadtteilen

Damit die Menschen rund um die Gemeinde St. Bonifatius auch in dieser nicht einfachen Zeit Medien ausleihen konnten, hat das Büchereiteam einen Onlinekatalog entwickelt: Besucher konnten online zum Beispiel per App reservieren und dann an der Tür vor Ort abholen. Ein Service, den das Büchereiteam auch in Zukunft anbieten will. Auch die Bücherei in St. Barbara in Essen-Kray hat sich in der Corona-Krise neue Wege gesucht. Leiterin Petra Haake brachte Bücher, Spiele oder CDs direkt nach Hause oder gab sie an der eigenen Haustür raus. „Das würde ich in Zukunft auch gerade für ältere Menschen, die nicht immer zu uns in den ersten Stock kommen können, tun“, sagt die 59-Jährige.

Seit 2002 arbeitet sie neben ihrem Job als Arzthelferin in der Bücherei, insgesamt 13 Ehrenamtliche hat sie heute in ihrem Team. Damals öffnete ein Mann die Bücherei alleine, so oft er eben Zeit hatte. Gemeinsam mit Petra Haake renovierte das neue Team die Räume, tauschte fast den kompletten Bestand aus. Die Ehrenamtlichen engagieren sich vor allem für die Leseförderung in Vor- und Grundschule, haben auch sozial schwächere Familien aus dem Stadtteil im Blick. „Heute wird weniger gelesen, viele Kinder sind oft nicht mehr mit Büchern vertraut, wachsen mit Smartphone und Fernseher auf“, sagt Haake. „Wenn man sie an die Bücher heranführt, sieht man, wie sie sich freuen, wenn sie wieder einen neuen Satz richtig lesen.“ Für ihr besonderes Engagement ist Petra Haake 2012 mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden.

In den beiden Essener Stadtteilen gibt es zusätzlich eine Stadtteilbibliothek, der Weg in die Innenstadt ist nicht weit. Gerade in ländlicheren Region des Bistums Essen sind die katholischen Büchereien eine wichtige Quelle für Bücher, Zeitschriften, Filme, Musik oder Spiele. Im sauerländischen Schalksmühle fuhr einige Jahre ein Bücherbus, es gab eine kleine Bücherei vor Ort, bis beides eingestellt wurde. 2009 schloss die Gemeinde eine Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Thomas Morus, um im neuen eine ganz neue Bücherei zu eröffnen und finanziell zu unterstützen. Marlen Pätsch baute sie mit auf, leitet sie seitdem. Für sie war von Anfang an klar: „Das mache ich!“. Auch die Schalksmühler freuten sich über den Neustart, aktuell leihen rund 300 Menschen aus der Region Medien aus, vor allem junge Familien, aber auch ältere Erwachsene oder Senioren. „Es kommen immer wieder Menschen vorbei, die überrascht sind, wie schön und modern es bei uns ist“, sagt Marlen Pätsch. Auch während der Lockdowns hielt die Leiterin den persönlichen Kontakt zu ihrem Stammkunden, so gut es ging.

„Sie geben Kirche vor Ort ein Gesicht“

Dass die kirchlichen Büchereien im Bistum Essen und in Deutschland wichtige und erhaltenswerte Orte sind, davon ist auch die Deutsche Bischofskonferenz überzeugt. „Die Anfänge des kirchlichen Büchereiwesens liegen in der Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Seitdem haben die Katholischen Öffentlichen Büchereien nicht an Bedeutung verloren. Im Gegenteil: heute sind sie wichtiger denn je“, sagt Bischof Gebhard Fürst, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Bischofskonferenz, im Vorwort der aktuellen Arbeitshilfe für Büchereiarbeit. „In Zeiten, in denen die Kirche zunehmend für viele Menschen ansprechbar sein will, geben sie der Kirche vor Ort ein Gesicht. Sie stehen allen Menschen offen und sind manchmal das Erste, was sie von Kirche wahrnehmen.“ Die katholische Büchereiarbeit schaffe laut Bischofskonferenz Orte der Begegnung, an denen sich die Menschen willkommen fühlen. Die Kommission betont außerdem den Fortschritt der Digitalisierung, den die Büchereien mitgehen und –gestalten. Die Auswahl an Literatur sei enorm und beschränke sich nicht mehr nur auf das gedruckte Buch. Die Aufgabe der Büchereiverbände, Orientierung zu bieten, sei mit der zunehmenden medialen Vielfalt immer wichtiger geworden.

Interaktive Spiele und Bücher, die sich mit Stiften und Figuren steuern lassen, Plastikeulen, die Geschichten vorlesen und mit Kindern sprechen oder E-Books und Filme: Die Auswahl an Medien wird in den kleinen Büchereien moderner, die Teams halten Trends im Blick und ihren Bestand mit Bestsellern und Preisträgern aktuell. Um zukunftsfähig zu bleiben, gehört für Claudia Märtens und Petra Haake aber noch mehr dazu. Sie sind sich einig: Es muss einen zentralen und freundlichen Treffpunkt für alle geben, zu dem auch die Bücherei gehört. „Wir dürfen nicht mehr in kleinkarierten Gruppen denken, damit kann man heute nicht mehr punkten“, sagt Petra Haake. Die kleinen Räume der Büchereien reichen oft gerade eben, um aktuelle Medien auszustellen. „Eine Lese- oder Cafeecke wäre schön“, wünscht sich Claudia Märtens. „Lesen verlernt man nicht, aber das Miteinander darf nicht verloren gehen. Wir sind immer auch Anlaufstelle für Gespräche, betreiben oft auch Seelsorge.“

Für die drei Frauen aus dem Ruhrgebiet und Sauerland ist ihr Ehrenamt private Leidenschaft, aber auch ein selbstverständliches Geben für die Gesellschaft: Um Kindern die Freude und den Umgang mit klassischen und modernen Medien zu vermitteln und für möglichst viele Menschen aus dem Stadtteil Treffpunkt sein - zum Schmökern und Schnacken.

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news-19412 Tue, 06 Jul 2021 17:06:34 +0200 Monsignore Heinrich Grafflage verstorben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/monsignore-heinrich-grafflage-verstorben Im Alter von 88 Jahren am 2. Juli 2021 verstorben. Am Freitag, 2. Juli 2021, ist Monsignore Heinrich Grafflage im Alter von 88 Jahren verstorben. Der Verstorbene, der in Essen wohnte, wurde am 6. Januar 1933 in Essen geboren und am 30. Januar 1970 in Essen zum Priester geweiht. 

Nach seiner Weihe war Grafflage zunächst als Kaplan in der Pfarrei St. Josef in Essen-Kupferdreh eingesetzt. Zum 1. September 1975 wurde zum Rektor der Jugendbildungsstätte St. Altfrid in Essen-Kettwig ernannt und ab Oktober des Folgejahres zusätzlich mit der Exerzitienseelsorge im Bistum Essen beauftragt. Zum Juli 1982 ernannte ihn der damalige Bischof Dr. Franz Hengsbach als Pfarrer der Pfarrei St. Ludgerus in Essen-Rüttenscheid. Im Oktober 1991 erhielt er zusätzlich eine Ernennung als Definitor des Dekanates Essen-Rellinghausen. Von 1997 an wurde ihm zusätzlich die Leitung der Rektoratspfarrei St. Martin in Essen Rüttenscheid übertragen; außerdem wurde er im Ruhrbistum als Beauftragter für weltkirchliche Aufgaben in Osteuropa im Rahmen der Aktion Renovabis ernannt; diese Aufgabe hat er neben seinen Aufgaben als Pfarrer 15 Jahre lang - auch noch als Ruheständler - mit großem Engagement wahrgenommen.

Für die Leitung der Pfarrei St. Ludgerus war Grafflage fast drei Jahrzehnte verantwortlich, seit Dezember 2000 dann für die neu errichtete Pfarrei St. Ludgerus und Martin. Im Jahr 2008 erfolgte die grundsätzliche Neustrukturierung der Pfarreienlandschaft im Bistum Essen. In diesem Jahr vollendete Heinrich Grafflage sein 75. Lebensjahr, so dass er den Bischof von Essen um Entpflichtung aus dem aktiven Dienst und Versetzung in den Ruhestand bat. Mit seiner Zurruhesetzung zum 30.04.2008 hat sich der Pfarrer bereit erklärt, in der Pfarrei St. Dionysius in Essen-Borbeck als Ruhestandsgeistlicher weiterhin seelsorgliche Dienste zu übernehmen und als Seelsorger für die Kolpingsfamilie mit verantwortlich zu sein.

Heinrich Grafflage hat den ihm anvertrauten Menschen über fünf Jahrzehnte überzeugend das Wort Gottes verkündet und die Sakramente gespendet. Mit hohem Engagement und großer Zuverlässigkeit hat er seinen Dienst als Priester und Seelsorger wahrgenommen, so dass ihn Papst Johannes Paul II. im Jahr 2004 zu einem Ehrenkaplan ernannte. Der Ruhrbischof dankt dem verstorbenen sehr für seinen engagierten Dienst im Bistum Essen.

Der Sterberosenkranz der Kolpingsfamilie Essen-Borbeck wird am Mittwoch, 7. Juli 2021, um 19:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Dionysius (Dionysiuskirchplatz 17, 45355 Essen Borbeck) gebetet. Das Requiem wird am Freitag, 9. Juli 2021, um 9:00 Uhr, ebenfalls in der Pfarrkirche St. Dionysius in Essen-Borbeck gefeiert. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf der Priestergruft St. Fronleichnam auf dem kath. Pfarrfriedhof Dachstraße/Essingweg in Essen Borbeck/Bochold. 
Sowohl für den den Sterberosenkranz als auch für das Requiem sei darauf hingewiesen, dass aufgrund der Corona-Pandemie die Pfarrkirche St. Dionysius nur eine eingeschränkte Platzkapazität hat. Mitbrüder, die am Begräbnisamt teilnehmen, werden gebeten, Chorkleidung zu tragen und sich vorab bei Pfarrer Benedikt Ogrodowczyk bis Donnerstag, 8. Juli 2021, per E-Mail anzumelden: ben.ogr@dionysius.de

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news-19411 Mon, 05 Jul 2021 11:02:00 +0200 Namen und Daten | 05.07.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-05072021 Diakon Thorsten Schrüllkamp, Pfarrer Ulrich Schmalenbach, Torben Anthony Diakon Thorsten Schrüllkamp ist mit Wirkung zum 1. Juli 2021 als Diakon mit Zivilberuf an der Pfarrei St. Joseph in Bottrop ernannt worden und gleichzeitig von der Ernennung als Diakon mit Zivilberuf an der Pfarrei St. Dionysius in Essen entpflichtet.

Pfarrer Ulrich Schmalenbach ist mit Wirkung zum 1. Juli 2021 zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarreien St. Medardus in Lüdenscheid und St. Laurentius in Plettenberg ernannt worden und wurde dem entsprechend vorher von seinem Amt als Pfarrer der Pfarrei St. Matthäus in Altena entpflichtet.

Torben Anthony ist mit Wirkung zum 1. Juli 2021 mit dem Dienst als Gemeindereferent in der Gemeindeseelsorge der Pfarrei St. Hippolytus in Gelsenkirchen beauftragt worden und gleichzeitig von der Beauftragung als Gemeindereferent an der Pfarrei St. Michael in Duisburg für die Gemeindeseelsorge der Pfarrei entpflichtet.

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news-19407 Fri, 02 Jul 2021 10:26:00 +0200 Pastor Jörg Dammers verstorben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-29062021 Jörg Dammers ist am Mittwoch, 23. Juni 2021, im Alter von 59 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Jörg Dammers ist am Mittwoch, 23. Juni 2021, im Alter von 59 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.

Der Verstorbene, der in Oberhausen gewohnt hat, wurde am 22. Juli 1961 in Oberhausen-Altstaden geboren und am 1. Juni 1990 in Essen zum Priester geweiht. Nach seiner Weihe war Jörg Dammers zunächst als Kaplan in der Pfarrei Herz Jesu in Mülheim-Broich-Speldorf eingesetzt. Von 1994 bis 1997 erfolgte ein weiterer Einsatz als Kaplan in der Pfarrei St. Bonifatius in Essen-Huttrop, bevor er zum 1. November 1997 als Pfarrer der seinerzeitigen Pfarrei St. Katharina in Oberhausen-Lirich ernannt wurden.

Mit der Umstrukturierung der Pfarreien im Bistum Essen wurde Jörg Dammers im April 2007 als Pastor und Vertreter des Pfarrers der neuerrichteten Pfarrei St. Marien in Oberhausen ernannt und mit eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge in der Gemeinde St. Katharina in Lirich beauftragt. Jörg Dammers war von Herzen Gemeindeseelsorger, der den Menschen auf Augenhöhe und Empathie begegnete. Gleichzeitig trug er, auch als Vertreter des Pfarrers, Mitverantwortung für die Entwicklung der Pfarrei. Seine priesterliche Berufung lebte er authentisch mit voller Überzeugung. Dabei erlebten die Menschen seine spirituelle und kreative Vielfalt in großer Bandbreite. Seinen christlichen Glauben vermittelte er überzeugend allen Generationen -  von den Kindergartenkindern bis zu den Senioren. Mit großem Gottvertrauen hat er seine Erkrankung getragen bis zu seinem überraschenden Tod.

Der Bischof weiß sich in besonderer Weise mit dem Verstorbenen verbunden und dankt ihm für seinen engagierten Dienst im Bistum.

Die Totenvesper ist am Freitag, 2. Juli 2021 um 18 Uhr in der Kirche St. Katharina, Wilmsstraße 67 in 46049 Oberhausen. Das Auferstehungsamt wird am Samstag, 3. Juli 2021 um 9 Uhr ebenfalls in der St. Katharina-Kirche in Oberhausen-Lirich gefeiert. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Altstadener Friedhof in Oberhausen, Eingang Flockenfeld. Es wird ein Bustransfer zum Altstadener Friedhof eingesetzt. Mitbrüder, die am Begräbnis teilnehmen, werden gebeten, Chorkleidung zu tragen und sich vorab im Pfarrbüro St. Marien anzumelden: Tel. 0208 / 21 489. Die Platzkapazität in der Kirche ist beschränkt. Die Eucharistiefeier wird auch auf den Kirchvorplatz übertragen. Dort werden zusätzlich Sitzplätze bereitgestellt. Die ordnungsbehördlichen Bestimmungen zur Corona-Pandemie sind unbedingt zu beachten.

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news-19409 Thu, 01 Jul 2021 14:17:19 +0200 „SPIRIT“-Festival lädt im Herbst zu „Praise & Worship“-Musik nach Bochum https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/spirit-festival-laedt-im-herbst-zu-praise-worship-musik-nach-bochum Ökumenisches Kongressfestival bietet vom 1. bis 3. Oktober im „RuhrCongress“ Konzerte, Gottesdienste, Workshops und Diskussionen rund um aktuelle Kirchenmusik. Musikfestival und Kongress, Gottesdienst und Party, vor allem aber endlich wieder gemeinsam Singen – das plant das ökumenische „SPIRIT“-Kongressfestival von Freitag, 1., bis Sonntag, 3. Oktober, im Bochumer Ruhr-Congress. Auf dem Programm stehen dann Konzerte, Impulse und mehr als 30 Seminare und Workshops rund um zeitgenössische Musik aus der christlichen „Praise & Worship“-Szene, die in den vergangenen Jahren auch in vielen Gemeinden des Bistums Essen immer mehr Fans gefunden hat.

Neben Martin Drazek – mittlerweile Professor an der Evangelischen Pop-Akademie in Witten – und Chris Hees, die „Praise & Worship“ im Ruhrbistum in den vergangenen Jahren bekannt gemacht haben, hat das „SPIRIT“-Festival weitere große Namen der Szene im Programm: Die Gruppen „Koenige und Priester“, die „Worship Café Band“ oder Veronika Lohmer & Band werden ebenso dabei sein wie die Musiker Albert Frey und Lothar Kosse, die Autorin Christina Brudereck, der "Voice of Germany"-Gewinner Samuel Rösch sowie der Journalist und Theologe Andreas Malessa, der evangelische Pfarrer Klaus Douglass oder der Kirchenmusikbeauftragte des Bistums Essen, Stefan Glaser. Veranstaltet wird „SPIRIT“ von der Stiftung Creative Kirche in Witten in Kooperation mit dem Bistum Essen und der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Neben zahlreichen kleinen Formaten bestimmen große Konzerte wie „Night  of Worship“ am Freitag- und Samstagabend sowie der ökumenische Festivalgottesdienst am Sonntagmorgen das Programm. Es gibt Podiumsdiskussionen, Bibelarbeiten und die „Nachtkirche“, um den Tag mit Musik, Gebeten und Segen ausklingen zu lassen.

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news-19408 Thu, 01 Jul 2021 11:03:40 +0200 „Ein kleines Stück Freiheit“: Ferienfreizeiten im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ein-kleines-stueck-freiheit-ferienfreizeiten-im-bistum-essen Die zweiten Sommerferien in der Corona-Pandemie starten in wenigen Tagen. Lange war nicht klar, wie und ob Kinder- und Jugendgruppen aus Pfarreien und Verbänden Ferienfreizeiten anbieten können. Mit den Erfahrungen aus den vergangenen Monaten geht es jetzt doch für viele los – mit einer Mischung aus Anspannung und Vorfreude. In wenigen Tagen starten in NRW die Sommerferien, normalerweise ist dann für viele Kinder- und Jugendgruppen im Bistum Essen klar: Es geht ins Sommerlager oder auf die Ferienfreizeit. Ans Meer oder in die Berge. Per Bus, Auto oder Flugzeug. Ins Haus oder Zelt. Hauptsache raus, andere Menschen, Kulturen und Länder kennenlernen, neue Freundschaften knüpfen.

Im vergangenen Jahr hat die Corona-Krise viele Ferienfahrten, die seit Jahren traditionell stattfinden, zum ersten Mal ausfallen lassen. Die Kinder- und Jugendleiter waren kreativ, sorgten mit Hygienekonzepten trotzdem für Aktionen vor der eigenen Haustür, wenn möglich draußen oder alternativ drinnen digital. Auch in diesem Jahr gibt es viele Ferienangebote zuhause, aber auch die Zahl der geplanten Fahrten ins In- oder Ausland scheint wieder zu steigen. „Da sind die Angebote in diesem Jahr ungefähr gleich verteilt“, sagt Yannick Freida, Referent für Jugend und Pfarrei in der Fachstelle Kinder, Jugend und junge Erwachsene im Bistum Essen. „Viele haben erstmal ins Blaue geplant und gehofft, dass sie fahren können, einige haben Alternativprogramme organisiert. Gut war auf jeden Fall, dass das Land zeitig für klare Verhältnisse gesorgt und verkündet hat, die Stornokosten zu übernehmen, falls eine Fahrt doch abgesagt werden muss – dass diese Hürde den Kinder- und Jugendleitern genommen wurde.“

„Das Testen gibt einem schon ein besseres Gefühl“

Geplant und gehofft hat auch das Jugendzentrum der Mülheimer Pfarrei St. Barbara. Jetzt steht fest: In der ersten Ferienwoche geht es für 12 Kinder nach Schmallenberg ins Sauerland. Mit dem Reisebus fahren sie zu einem Selbstversorgerhaus, in dem sie als Gruppe alleine wohnen. Auf Corona getestet werden alle Teilnehmer vor der Abfahrt. Die Maskenpflicht im Haus entfällt, so wie es die Regelung für den aktuellen Inzidenzwert und die Gruppengröße vorsieht. Für Julia Herbrand, komissarische Leiterin des Zentrums, sind vor allem die Tests in diesem Jahr eine große Erleichterung: „Letztes Jahr wäre so ein Testen ja gar nicht möglich gewesen, das gibt einem schon ein besseres Gefühl.“ Nach der langen Pause in der Jugendarbeit hatte das Team zunächst Bedenken, ob die Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen noch so gut ist wie vor der Pandemie, gerade vor so einer Fahrt – unberechtigt, wie sich schnell herausstellte. „Als wir hier im Jugendzentrum wieder geöffnet hatten, war es von einem auf den anderen Tag genauso, als hätte es diese Pause nie gegeben“, freut sich Julia Herbrand. Für ihr Team war auch klar: Dieses Jahr soll keiner zurückbleiben – wer sich die Fahrt finanziell nicht leisten kann, wird von der Pfarrei unterstützt. Denn nur ein Viertel der Teilnehmer hätte die Reise voll bezahlen können.

Ins Ausland geht es für den Pfadfinderstamm St. Antonius Abbas aus Essen: Er fährt für zwei Sommerferienwochen in das Schweizer Bergdorf Kandersteg. Mit 43 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird dann auf dem dortigen Pfadfinderplatz gezeltet. Der Wunsch wegzufahren, war bei ihnen dieses Jahr besonders groß, es habe mehr Anmeldungen gegeben als in den Vorjahren, sagt Stammesvorstand Justin Grzelka. Bei der aktuellen Planung profitiert die Leiterrunde vor allem von ihren Erfahrungen aus dem letzten Jahr, im Sommer 2020 gab es ein erfolgreiches Sommerlager in Österreich mit eigenem Hygienekonzept. „Auch in diesem Jahr werden wir die Zelte zum Bespiel nur mit maximal drei Leuten belegen, um den Abstand einzuhalten“, erklärt Grzelka. „Es gibt ein festes Küchenteam, alle Flächen werden regelmäßig desinfiziert und Besteck und Geschirr bei mindestens 60 Grad gereinigt.“ Ein weiterer Vorteil: Ein Leiter arbeitet als Koch, kann bei Hygieneregeln in der Küche gut weiterhelfen.

„Die größte Herausforderung war die Ungewissheit“

Die finale Entscheidung für dieses Sommerlager fiel im letzten Lockdown, immer unter Beobachtung von Stornofristen und den aktuell geltenden Regeln. Auch wenn nach den aktuellen Einreiseregeln der Schweiz kein Test mehr nötig wäre, will der Stamm alle Teilnehmer vor der Zugreise testen lassen. Trotz aller Corona-Routine: „Die größte Herausforderung für uns war die Ungewissheit, was in welchem Umfang möglich ist“, sagt Grzelka. „Die Delta-Variante macht uns natürlich auch Sorgen, vor allem wenn für die Schweiz doch noch eine Quarantäneregelung kommen sollte.“ Zwischen den unterschiedlichen Verordnungen von Bund, Ländern, Kommunen und den Trägern der katholischen Kirche den Überblick zu behalten, fällt auch den Hauptamtlichen im Mülheimer Jugendzentrum nicht immer leicht. „Das ist schon schwierig, vor allem weil man alles richtig machen möchte und eine so große Verantwortung hat“, sagt Julia Herbrand.

Damit Gruppenleiter sich nicht alleine hilflos durch immer neue Corona-Schutzverordnungen kämpfen müssen, haben die fünf NRW-Bistümer gemeinsam mit dem BDKJ auch in diesem Jahr eine Orientierungshilfe herausgegeben. Mit Checklisten können Gruppenleiter nochmal genau abhaken, ob sie eine Fahrt durchführen können oder lieber verschieben sollten, das Paket enthält außerdem ein Muster-Hygienekonzept oder Vorlagen etwa für Testeinwilligungen. Das sei ein Service, um vor allem den Ehrenamtlichen eine Hilfe zu geben. Hätten sie detaillierte Fragen zu den Regelungen vor Ort, helfe die Fachabteilung auch gerne persönlich weiter, erklärt Yannick Freida.

„Sie haben es alle verdient“

Dass solche Auszeiten für die Kinder und Jugendlichen im Bistum Essen dringend nötig sind, davon sind die drei Haupt- und Ehrenamtlichen überzeugt. Bistumsreferent Freida betont: „Sie haben so viele wichtige Momente verpasst in den letzten eineinhalb Jahren, es ist einfach wichtig, dieses Stück Freiheit zu nutzen und wieder für mehr Kontakte und Sozialisation zu sorgen.“ „Kinder und Jugendliche haben unter der Pandemie nochmal deutlich stärker gelitten als wir Erwachsene, da ist so eine Fahrt umso wichtiger, um einfach mal wieder ein Stück Normalität genießen zu können“, sagt Justin Grzelka. Und auch Julia Herbrand ist sich sicher: „Sie haben es alle verdient. Jeder von uns muss in der Krise Abstriche machen, aber Kinder und Jugendliche können da oft keine eigenen Entscheidungen treffen und haben trotzdem alles mitgemacht. So eine Pause ist jetzt auch für die Familien gut, um Ruhe reinzubringen – das brauchen die Kinder, aber auch die Eltern.“

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news-19406 Mon, 28 Jun 2021 14:13:09 +0200 Evensong im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/evensong-im-essener-dom Abendsegen der Citypastoral am Essener Dom am 2. Juli 2021 Gebet, Meditation und Gesang in den Abendstunden: Dazu lädt die Citypastoral am Essener Dom bei ihrem nächsten Evensong  mit Domkapitular Michael Dörnemann am Freitag, 2. Juli, um 19 Uhr ein. Das A-Cappella-Ensemble Voicemix begleitet den Gottesdienst musikalisch: Unter dem Motto "Begegnung" singt es unter anderem „Ave Maria" von David MacIntyre, Giuseppe Verdis „Laudi alla vergine Maria" und Mårten Janssons „Bakmes“.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Coronabedingt dürfen sich im Dom nur 65 Besucher aufhalten. Zuhörer werden gebeten, Abstand zu halten und während der gesamten Zeit einen medizinischen Mund-Nase-Schutz (einfache OP- oder FFP2-Maske) zu tragen. Alle aktuellen Regelungen gibt es hier.

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