Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Sat, 20 Apr 2019 19:05:34 +0200 Sat, 20 Apr 2019 19:05:34 +0200 TYPO3 news-18177 Sat, 20 Apr 2019 10:00:00 +0200 Warum bringt ein Hase Eier? https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/warum-bringt-ein-hase-eier/ Das Magazin BENE hat sich auf die Spur der typischen Ostersymbole begeben: Was haben ausgerechnet ein Hase und bunt gefärbte Eier mit dem Fest zu tun, an dem Christen die Auferstehung Jesu feiern? Und was war zuerst da – der Hase oder das Ei? Darauf gibt es eine eindeutige Antwort: Das Ei war lange vor dem Osterhasen das Symbol des christlichen Auferstehungsfestes. Die Tradition lässt sich über 1000 Jahre zurückverfolgen: Am Ostermorgen schenkten die Christen einander durch Erhitzen haltbar gemachte Eier. Diese waren nicht bunt, sondern ausschließlich rot gefärbt. Das harte, kalte Ei mit der blutrot gefärbten Schale symbolisierte den Tod – hinter dem sich letztlich das Leben entdecken lässt, wenn man die Schale durchbricht. So wie damals die Frauen am Höhlengrab Jesu, als sie entdeckten, dass sein Leichnam verschwunden war.

Ab dem 12./13. Jahrhundert wurde das Fest bunter: Man bemalte und verzierte Ostereier mit verschiedenen Farben und Techniken. In Österreich waren rote Eier übrigens bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 die Regel.

Der Osterhase war ursprünglich evangelisch: Er bekam um 1800 eine (Eier) tragende Rolle bei der Osterfeier des protestantischen Bürgertums in den Städten. Was er symbolisieren sollte? Gerne wird bei Erklärungsversuchen auf die Fruchtbarkeit der Hasen oder auf ihr Verhalten während der vorösterlichen Paarungszeit verwiesen: Hasen verharren still auf einer Stelle – die dann Ort der Eierablage sein könnte – um dann plötzlich davon zu hoppeln. Wirklich schlüssig ist das alles nicht: Mit dem eigentlichen Hintergrund des Osterfestes, dem Glauben daran, dass Jesus den Tod überwand, hat das Tier nichts zu tun.

Der komplette Artikel „Warum bringt ein Hase Eier?“ ist in der aktuellen Ausgabe des BENE-Magazins erschienen. Sie können ihn online unter www.bene-magazin.de abrufen.

]]>
news-18182 Fri, 19 Apr 2019 13:46:44 +0200 25. Kreuzweg auf der Halde symbolisiert Verbundenheit von Kirche und Bergbau https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/25-kreuzweg-auf-der-halde-symbolisiert-verbundenheit-von-kirche-und-bergbau/ Nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus führt der Verein „Karfreitagskreuzweg auf der Halde e.V.“ mit Unterstützung der RAG-Stiftung die traditionelle Kreuzwegprozession fort. Ruhrbischof Overbeck dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und warb in seiner Ansprache für „eine ökologische Umkehr“ der Gesellschaft. Mehr als 2500 Gläubige haben am Karfreitag in Bottrop gemeinsam mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und zahlreichen Vertretern des Bergbaus den traditionellen Kreuzweg auf der Halde Haniel gebetet. Bei strahlendem Sonnenschein zogen Männer, Frauen und viele Kinder betend und singend an den 15 Stationen vorbei, die an den Leidensweg Jesu erinnern und ihn mit Themen des Bergbaus verbinden. Der Kreuzweg, den die Christen im Ruhrbistum in diesem Jahr zum 25. Mal beteten, zeigt damit auf einzigartige Weise die enge Verbindung zwischen Bergbau und Kirche.

Auch deshalb waren sich die Beteiligten im Ruhrgebiet schnell einig, dass diese Tradition nach dem aktiven Steinkohlenbergbau in Bottrop erhalten werden soll. Zum ersten Mal organisierte in diesem Jahr der „Karfreitagskreuzweg auf der Halde e.V.“ die Kreuzwegprozession. Der RAG-Stiftung war es ein besonderes Anliegen, die Tradition des Kreuzwegs auf der Halde Haniel zu wahren, sie unterstützt das Projekt daher maßgeblich. Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, betont: „Die RAG-Stiftung sieht sich auch und gerade nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet bergmännischen Traditionen verpflichtet. Es ist uns eine große Freude, dem Verein „Karfreitagskreuzweg auf der Halde e.V.“ die Mittel zur Verfügung zu stellen, um dieses wichtige Zeugnis religiöser Bergbautradition zu pflegen und zu erhalten.“

Ruhrbischof Overbeck dankte der RAG-Stiftung, den Stadtdekanaten Bottrop und Oberhausen, der KAB und vielen anderen Partnern für dieses große, gemeinsame Engagement: „Hier zeigt sich auf wunderbare Weise, dass sich Dynamiken, die für die Welt des Bergbaus und für unser Bistum von großer Bedeutung gewesen sind, auf neue Weise fortsetzen.“ In seiner Ansprache im Gottesdienst vor dem großen Gipfelkreuz der Halde warb der Bischof dafür, die Bergbau-Werte Solidarität und Vertrauen in eine Zukunft zu tragen, in der Nachhaltigkeit und Ökologie eine wichtigere Rolle spielen. Es brauche eine neue Form der Solidarität, so Overbeck: „Es geht um Aufmerksamkeit auf die Natur und die Solidarität mit der Schöpfung“, betonte der Bischof. Dabei verwies er auf die schwedische Jugendliche Greta Thunberg und die internationalen Schülerproteste der „Fridays for future“-Bewegung und fragte: „Sind wir verantwortungsbewusst und solidarisch mit den Generationen, die nach uns kommen?“ Overbeck warb für „eine ökologische Umkehr“. Es gelte „unseren Lebensstil zu verändern, in den Entscheidungsprozessen Dialog und Transparenz zu üben – gerade im Blick auf die Bewahrung der Schöpfung – und ein neues Bündnis zwischen uns Menschen und der Umwelt zu schaffen und umzusetzen“. Es gehe um eine „Zäsur, die wir nicht nur wahrnehmen, sondern auch annehmen müssen“.

RAG-Werksleiter Thomas Telsemeyer begrüßte neben dem Bischof den Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler, weitere Vertreter der Kirche sowie der RAG. Telsemeyer betonte, dass das Projekt des Kreuzweges auf der Halde Haniel die Verbindung von Kirche und Bergbau erlebbar macht und auch in der Nachbergbauphase ein starkes Zeichen setzt.

Der Erlös der Kollekte des Karfreitagskreuzwegs geht in diesem Jahr an das Kinderdorf „Am Köllnischen Wald“. Das Kinderdorf bietet eine Betreuung in stationären Wohngruppen oder in den eigenen Wohnungen der Jugendlichen an und unterstützt intensiv die Verselbstständigung, um den Kindern und Jugendlichen gute Zukunftschancen zu ermöglichen.

]]>
news-18181 Thu, 18 Apr 2019 20:01:07 +0200 Bischof Overbeck ruft zu breiter Beteiligung am „Synodalen Weg“ auf https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-ruft-zu-breiter-beteiligung-am-synodalen-weg-auf/ Traditionelle Fußwaschung an den Frauen und Männern des Diözesanrates Zu einer breiten Beteiligung am „Synodalen Weg“ der katholischen Kirche in Deutschland hat Bischof Franz-Josef Overbeck aufgerufen. Die gemeinsame Verantwortung und Teilhabe von Laienchristen und Bischöfen sei entscheidend für ein Gelingen des Synodenprozesses, um die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Lehre der Kirche in die Gegenwart zu übersetzen, sagte der Essener Bischof im Gottesdienst am Gründonnerstagabend. Der Missbrauchsskandal zeige wie in einem Brennglas Aufgaben und Herausforderungen der Kirche – Sexualmoral, Priesterbild, Machtabbau –, die unbedingt gemeinsam bearbeitet und in die gesamte Kirche als Weltkirche eingespeist werden müssten. Papst Franziskus fasse diesen Weg der Kirche schlicht als „gemeinsam unterwegs sein“ zusammen und bringe damit zum Ausdruck, dass die Bischöfe in ihrer Kollegialität in Rückbindung an den Papst gemeinsam mit dem ganzen Gottesvolk die Kirche bildeten, so Overbeck. 

Angesichts der aktuellen Zustände dürfe man den „Synodalen Weg“ nicht mit zu hohen Erwartungen überfrachten. „Es wird zu Auseinandersetzungen und Konflikten kommen, die zu einem gesunden, lebendigen Kirchsein naturgemäß gehören, um die Wahrheit tiefer zu erkennen und den Weg besser nach vorn zu gehen, als er bisher gegangen wurde“, sagte der Bischof.  

Die traditionelle Fußwaschung im Gründonnerstags-Gottesdienst nahm Overbeck in diesem Jahr an Mitgliedern des Diözesanrates der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen vor als Zeichen für die „demutsvolle Haltung“, die die Bischöfe im Synodenprozess einnehmen sollten.

]]>
news-18176 Thu, 18 Apr 2019 13:08:59 +0200 Cityseelsorge lädt Passanten am Dom zum Mahl an der frischen Luft ein https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/cityseelsorge-laedt-passanten-am-dom-zum-mahl-an-der-frischen-luft-ein/ Aktion „Geteilte Freude – Brotzeit für alle“ erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu. Passanten freuen sich über Brot, Wein und Wasser in der warmen Frühlingssonne der Essener Innenstadt. Frisches Brot mit Butter, dazu Wasser oder Wein – an zwei Tischen mit weißen Tischdecken hat „grüßgott“, die Citypastoral am Essener Dom, am Gründonnerstag die Passanten auf der Kettwiger Straße zu einem spontanen Mahl eingeladen. Unter dem Motto „Geteilte Freude – Brotzeit für alle“ konnte sich vor der Kreuzigungsgruppe am Dom jeder niederlassen, um einen Moment die Frühlingssonne zu genießen und mit den Sitznachbarn über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen.

Zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern hatte Cityseelsorger Bernd Wolharn das Mahl in Erinnerung an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern organisiert. An dieses letzte Mahl vor Jesu Kreuzigung erinnern Christen am Gründonnerstag in ihren Gottesdiensten. „Wir möchten bei dieser Mahlgemeinschaft mit den Menschen darüber ins Gespräch kommen, was wir an den Kar- und Ostertagen feiern“, sagte Wolharn. Ganz bewusst wurde dafür der Platz vor der Kreuzigungsgruppe an der Fußgängerzone ausgewählt: Dort hatte am Aschermittwoch bei der Aktion „Ashes to go“ mit dem Aschenkreuz für viele Menschen die Fastenzeit begonnen.

]]>
news-18175 Thu, 18 Apr 2019 12:25:47 +0200 Bischof Overbeck: „Christsein geht nur in Gemeinschaft“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-christsein-geht-nur-in-gemeinschaft/ Bei der traditionellen Chrisam-Messe im Essener Dom betonte der Ruhrbischof am Gründonnerstag vor hunderten Messdienerinnen und Messdienern aus allen Teilen des Bistums den besonderen Wert der Kinder- und Jugendarbeit. Weiße Gewänder mit rot, schwarz oder grün, frische Musik und reichlich Weihrauch - hunderte Messdienerinnen und Messdiener aus allen Teilen des Ruhrbistums haben am Gründonnerstag im Essener Dom mit Bischof Franz-Josef Overbeck und vielen Pfarrern die traditionelle Chrisam-Messe gefeiert. Dieser Gottesdienst, indem Bischof Overbeck immer vier Tage vor Ostern besondere Öle für Taufe, Krankensalbung, Firmung und andere christliche Feste weiht, ist seit vielen Jahren ein fester Messdiener-Treffpunkt. In seiner Predigt würdigte Bischof Overbeck diese Gemeinschaft als „eine einzigartige Erfahrung von Kirche“. Gott spreche zwar „jede und jeden einzelnen an und wirkt ganz persönlich in jeder und jedem von uns – aber Christsein kann keiner allein. Christsein geht nur in Gemeinschaft.“

Overbeck betont Wert der Kinder- und Jugendarbeit

Overbeck erinnerte an die internationale Messdienerwallfahrt in Rom, als er im vergangenen Sommer mit rund 350 Kindern und Jugendlichen aus dem Ruhrbistum Teil einer rund 90.000-köpfigen Messdienergemeinschaft war. „Gemeinschaft durch Begegnung und Gebet, das macht das Christsein in der Kirche aus.“ Overbeck hob den Wert der Kinder- und Jugendarbeit für diese Gemeinschaft hervor. Vieles sei in den vergangenen Jahrzehnten im Pfarrei- und Gemeindeleben verändert worden, sagte der Bischof. Doch die Kinder- und Jugendarbeit gehöre zu dem, was beständig geblieben sei, „vor allem mit euch Messdienerinnen und Messdienern, aber auch mit Chören, Musikgruppen und Verbänden wie zum Beispiel der DPSG und KJG, aber auch freien Gruppen in den Gemeinden und Pfarreien“, hob Overbeck hervor. „Ganz gleich ob jung oder alt: So wird Kirche erfahren, die berührt und unvergessen bleibt.“ Dabei sei die Gemeinschaft der Kirche „keine Erfahrung nur für euch persönlich“, betonte der Bischof und verwies auf den Auftrag, sich als Christ gemeinsam mit anderen vielen anderen Menschen zuzuwenden. „Das macht uns aus, dass wir nie nur uns selbst sehen, sondern auch auf den Nächsten achten.“

Gebet für die Opfer sexuellen Missbrauchs

So rückten die Jugendlichen in den Fürbitten der Messe unter anderem die Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche in den Blick, beteten angesichts der „Fridays for future“-Proteste um mehr Klimaschutz-Engagement – und Bischof Overbeck gedachte der Opfer des tragischen Busunfalls auf der Ferieninsel Madeira.

Nach dem Gottesdienst, den Solistinnen und eine Band des Mädchenchors am Essener Dom musikalisch gestalteten, trafen sich die Messdiener mit ihrem Bischof zum gemeinsamen Gruppenfoto auf den Treppen des Burgplatzes, bevor es auf dem sonnigen Domhof für jeden eine Stärkung und genug Gelegenheit zum Wiedersehen und Kennenlernen gab.

]]>
news-18173 Wed, 17 Apr 2019 11:40:47 +0200 Lüdenscheider Pastor Johannes Broxtermann wird 70 Jahre alt https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/luedenscheider-pastor-johannes-broxtermann-wird-70-jahre-alt/ Seinen Geburtstag an Gründonnerstag und sein 30-jähriges Ortsjubiläum in Lüdenscheid feiert der nichtresidierende Domkapitular am Essener Dom am Ostermontag, 22. April, um 11 Uhr mit einer Messe und einem Fest im Lüdenscheider Pfarrsaal. Johannes Broxtermann, langjähriger Lüdenscheider Pfarrer, Kreisdechant und nichtresidierender Domkapitular am Essener Dom, vollendet am Gründonnerstag, 18. April, sein 70. Lebensjahr. Am Ostermontag, 22. April, lädt Broxtermann Freunde, Angehörige, Gemeindemitglieder und Weggefährten zur Mitfeier der Messe um 11 Uhr in St. Joseph und Medardus, Jokuschstr. 7, ein. Mit dem anschließenden Fest im Pfarrsaal begeht Broxtermann zugleich sein 30-jähriges Ortsjubiläum in der märkischen Kreisstadt.

Broxtermann war nach seiner Priesterweihe 1974 zunächst Kaplan in St. Dionysius, Essen-Borbeck, und St. Franziskus, Bochum-Riemke. 1980 wurde er Stadtjugendseelsorger in Bochum. Später wechselte er ins Sauerland und kam über Stationen in Altena im Juli 1989 nach St. Joseph und Medardus in Lüdenscheid. Ende August 2015 entpflichtete Bischof Franz-Josef Overbeck Broxtermann auf dessen Wunsch von der Leitung der Pfarrei, die seitdem Pfarrer Andreas Rose leitet. Broxtermann ist in St. Joseph und Medardus nach wie vor als Seelsorger tätig.

]]>
news-18172 Tue, 16 Apr 2019 17:33:11 +0200 Dombaumeister zum Brandschutz im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/dombaumeister-zum-brandschutz-im-essener-dom/ Der Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame hat viele Menschen weltweit erschüttert. Ein christliches Wahrzeichen ist zerstört, mit ihm viele wertvolle Kunstschätze. Dombaumeister Ralf Meyers weiß, wie der Essener Dom bei einem Feuer geschützt wäre. Dass die Pariser Kathedrale Notre Dame brennt, hat Ralf Meyers per Eilmeldung aus dem Nachrichten-Liveticker erfahren. „Ich war erschüttert, das waren erschreckende Bilder, was für ein zerstörerisches Werk das Feuer dort angerichtet hat. Notre Dame hat einfach einen hohen Symbolwert. Als Dombaumeister hängt mein Herz an dieser Kathedrale, auch wenn das erstmal so weit weg erscheint“, sagt Meyers einen Tag nach dem Großbrand. „Natürlich habe ich auch sofort darüber nachgedacht, was in einem solchen Fall mit unserem Dom passieren würde.“

Stahldachgerüst seit dem Zweiten Weltkrieg

Um 12 Uhr Mittags läuteten im Essener Dom die Glocken, so wie deutschlandweit in allen Kathedralen als Zeichen der Solidarität. Genau dort, im Glockenturm, sind bis heute dicke Eichenbalken verbaut. „Auch die Decke des Doms war ursprünglich aus Holz, nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie allerdings aus einem Stahldachgerüst wieder aufgebaut“, berichtet Meyers. Sollte das Holz im Glockenturm brennen, wird das Feuer so schnell wie möglich eingedämmt. „In den 1980er-Jahren wurden dort eine Brandmeldeanlange und eine sogenannte trockene Sprinkleranlage verbaut“, erklärt Meyers. Diese Anlage löst nicht sofort mit Wasser aus, sondern nur dann, wenn die Feuerwehr sie mit Wasser befüllt – bei einem Fehlalarm lassen sich so unnötige Wasserschäden vermeiden. Um sicherzustellen, dass alle Brandmelde- und Sprinkleranlagen einwandfrei funktionieren, gibt es laut Meyers regelmäßige Brandschutzbegehungen.

Evakuierungsplan für Kunstschätze

Sollte im Essener Dom ein Feuer ausbrechen, sind auch zahlreiche Kunstschätze in Gefahr. „Um diese Schätze zu retten, gibt es genaue Evakuierungspläne mit Prioritäten und einer festen Reihenfolge. Die Goldene Madonna ist zum Beispiel eines der ersten Kunstwerke, das gerettet werden müsste“, erklärt Meyers. Das Gehäuse um die Figur sei zwar feuerfest, halte bei einem Großfeuer aber nicht stand. „Auch für die Feuerwehr hätten wir im Notfall genaue Anweisungen zur sicheren Rettung der Madonna.“ Doch es gibt auch Kunstwerke, die nicht evakuiert werden können, weil sie fest im Dom verbaut sind, so etwa der siebenarmige Leuchter. Der Brand in Paris ist für Dombaumeister Ralf Meyers ein neuer Anlass, sich Gedanken zu machen, wie auch dieses über 1000 Jahre alte Kunstwerk vor einem Feuer gerettet werden könnte.

Bisher nur Fehlalarm durch Weihrauch

Gebrannt hat es im Essener Dom seit Gründung des Ruhrbistums noch nie. „In den Jahren 946 und 1275 gab es große Brände in der damaligen Stiftskirche, die deswegen zweimal neu wieder aufgebaut werden musste“, weiß Meyers. „In unserem Dom gab es bisher nur Fehlalarme, die durch den unermüdlichen Weihraucheinsatz ausgelöst wurden“, sagt er und lacht. Es sei zumindest eine gute Übung, um zu wissen, wie schnell die Feuerwehr im Ernstfall am Essener Dom sein könnte.

]]>
news-18171 Tue, 16 Apr 2019 09:19:31 +0200 Aufblühen mit der neuen BENE https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/aufbluehen-mit-der-neuen-bene/ Aufblühen, neue Kraft tanken, nach vorn sehen: In der Ausgabe 30 stellt BENE unter anderem Menschen vor, die über sich hinauswachsen: Dazu gehören unter anderem eine junge Schauspielerin mit Down-Syndrom, die die Kinoleinwand erobert, ein junges Paar aus Bochum, das nach dem Tod seines Sohnes neue Kraft tankt, Schauspielerin Ulrike Kriener, die dank eines Textes aus der Bibel das Glück gefunden hat und zwei Ehrenamtler aus Hattingen, die in Ruanda Hilfe zur Selbsthilfe leisten. „Wir blühen auf!“ Unter diesem Motto steht die neueste Ausgabe von BENE, die derzeit unterwegs ist zu über 500.000 katholischen Haushalten zwischen Rhein, Ruhr und dem märkischen Sauerland. Die Zeitschrift des Bistums Essen nimmt diesmal besonders in den Blick, was Menschen Kraft gibt, sich zu entfalten und Lebensfreude zu versprühen. Eine Frau, der das gelingt, ist Luisa Wöllisch: Die 22-Jährige, die das Down-Syndrom hat, feiert momentan Erfolge mit dem Kinofilm „Die Goldfische“. „Ich bin ein Vorbild!“, sagt die Schauspielerin selbstbewusst und erklärt im BENE-Interview, was sie antreibt.

Die Natur führt es uns in dieser Jahreszeit in schönster Form vor Augen: Ein Neubeginn ist immer möglich – auch wenn man dunkle Stunden durchleben musste. Diese Erfahrung haben auch Melissa und Florian Fischer aus Bochum gemacht. Das erste Kind des jungen Paares starb kurz vor der Geburt im Mutterleib. Wie es den Fischers gelang, danach neuen Lebensmut zu fassen, schildern sie in BENE. Schauspielerin Ulrike Kriener (64) hatte einen ähnlichen Schicksalsschlag zu verkraften. Sie verlor in jungen Jahren ihren ersten Sohn nur eine Woche nach der Geburt. Lange rang sie danach um Halt – und fand ihn schließlich in der Bibel, genauer gesagt im Buch Kohelet. Ein Fazit nach ihrer überwundenen Lebenskrise: „Wir können nicht die Zukunft schauen, wir können nicht in die Vergangenheit zurück: Das einzige, was uns bleibt, ist, im Hier und Jetzt dafür zu sorgen, dass wir glücklich sind.

Und was macht glücklich? Viele meinen: Etwas für andere zu tun! Die Möglichkeiten dazu sind heute vielfältiger denn je. Es gibt Menschen, die ihre ganze Freizeit einem Ehrenamt widmen: so wie Bea und Jo Küpperfahrenberg aus Hattingen, die BENE bei ihrer Hilfsreise durch Ruanda begleitete. Aber auch kurze, einmalige Aktionen in der eigenen Heimatstadt können viel bewirken. Wo kann man aktiv werden? Roman Blaut, Referent für ehrenamtliches Engagement im Bistum Essen, stellt sich in BENE als Ansprechpartner für alle vor, die nach einer passenden Aufgabe suchen.

BENE erscheint seit 2013 regelmäßig mit fünf Ausgaben pro Jahr und wird kostenlos an mehr als 500.000 katholische Haushalte im Bistum Essen verschickt. Das neue Heft lässt sich auch durchblättern unter www.bene-magazin.de.

]]>
news-18170 Sun, 14 Apr 2019 12:00:00 +0200 Jugendkirche Tabgha zieht von Oberhausen nach Duisburg https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/jugendkirche-tabgha-zieht-von-oberhausen-nach-duisburg/ Im kommenden Jahr öffnet Deutschlands älteste Jugendkirche an ihrem neuen Standort St. Joseph inmitten des innenstadtnahen Szeneviertels am Duisburger Dellplatz. Bis dahin läuft der Tabgha-Betrieb in Oberhausen weiter. Nach 20 Jahren in Oberhausen-Buschhausen verlagert das Ruhrbistum die erste Jugendkirche Deutschlands im kommenden Jahr in die Duisburger Innenstadt. Künftig soll Tabgha in der St. Joseph-Kirche am Duisburger Dellplatz eine neue Heimat finden – und möglichst vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen dort eine Heimat bieten. „An St. Joseph reizt uns die außergewöhnliche Lage inmitten eines Szeneviertels im Herzen einer Großstadt“, schreibt Jugendseelsorger Stephan Markgraf als Leiter des Tabgha-Teams in einem Brief an die Jugendverbände und Kirchengemeinden im westlichen Ruhrgebiet. Umgeben von kulturellen und gastronomischen Angeboten werde Tabgha dort neue Akzente für die kirchliche Jugendarbeit setzen. St. Joseph ist die Pfarrkirche der Duisburger Innenstadtpfarrei Liebfrauen.

„Ein ansprechendes Gesicht für die Kirche im 21. Jahrhundert“

Vorausgegangen war der Entscheidung für Duisburg eine zweijährige intensive Standortsuche einer Projektgruppe, der es um eine grundsätzliche Weiterentwicklung der Jugendkirche geht. „Die etablierte Arbeit von Tabgha macht gerade ihren stetigen Wandel aus“, erläutert Markgraf. „Wir scheuen uns nicht, uns immer wieder neu zu erfinden, uns weiterzuentwickeln, um ästhetisch und gespickt mit jugendkulturellen Elementen Kirche im 21. Jahrhundert ein ansprechendes und persönliches Gesicht zu geben.“

„Großer Dank für die Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Clemens“

Dennoch sei die Entscheidung für Duisburg im Tabgha-Team niemandem leicht gefallen. Die Jugendkirche schaue „mit großem Dank auf die gute langjährige Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Clemens in Oberhausen zurück, auf deren Gebiet im Jahr 2000 die erste Jugendkirche Deutschlands visionär gegründet wurde“, so Markgraf. Ohne die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit der Pfarrei am Standort der Christus-König-Kirche in der Fichtestraße „wäre TABGHA nicht zu dem geworden, was es heute ist“, schreibt der Jugendseelsorger. „In einem Kirchraum fast alles tun und lassen zu dürfen, was wir wollen, ist ein riesiges Geschenk der Pfarrei und ein hohes Vertrauen seitens unseres Bischofs.“

Mit seiner Zusage zum Tabgha-Umzug nach Duisburg hat sich Bischof Franz-Josef Overbeck nun zur Jugendkirchen-Idee bekannt. Wann genau es am Duisburger Dellplatz losgeht, hängt von den weiteren inhaltlichen und baulichen Planungen ab. Dabei betont Markgraf, Tabgha habe sich „immer auch als ein Ort mit Angeboten über die Region hinaus verstanden“. So will das Team auch in Duisburg Anlaufpunkt für junge Menschen aus dem gesamten westlichen Ruhrgebiet sein – und natürlich auch weiterhin aus Oberhausen.

Hintergrund: Die Jugendkirche Tabgha

Von Tabgha, dem Ort der wundersamen Brotvermehrung, berichtet die Bibel im Johannes-Evangelium. Der mit dieser Erfahrung verbundene Ort in Israel gab der Jugendkirche ihren Namen, weil auch dort Menschen mit unterschiedlichen Talenten und Begabungen zusammenkommen, um Kraft zu tanken, „satt“ zu werden und Neues entstehen zu lassen. Seit dem Jahr 2000 haben Jugendliche in der Jugendkirche Tabgha an der Oberhausener Fichtestraße die Möglichkeit, neue Zugänge zur Kirche und zu ihrem eigenen Glauben zu entdecken. Die Verbindung zwischen jugendlicher Lebenswelt und christlicher Botschaft steht dabei im Mittelpunkt. Ein wesentlicher Aspekt ist die Mitbeteiligung Jugendlicher an der räumlichen und inhaltlichen Gestaltung. Tabgha ist ein Angebot der Jugendpastoral im Bistum Essen, neben zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht das hauptamtliche Team aus Jugendseelsorger Stephan Markgraf und den beiden Jugendreferentinnen Miriam Faber und Michele Przybyla.

]]>
news-18169 Sat, 13 Apr 2019 15:00:00 +0200 Am Palmsonntag erinnern Christen an Jesu Einzug in Jerusalem https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/am-palmsonntag-erinnern-christen-an-jesu-einzug-in-jerusalem-1/ Feierliche Gottesdienste mit Palmweihe, Prozession und „Hosianna“-Rufen eröffnen die Karwoche. Am Palmsonntag, 14. April, gedenken die Christen im Gottesdienst des Einzugs Jesu in Jerusalem. Der Palmsonntag ist der sechste und damit letzte Fastensonntag. Mit ihm beginnt die Karwoche, in der die Christen an die Leidensgeschichte Jesu erinnern, die schließlich im Fest der Auferstehung an Ostern mündet.

Zu Beginn der Palmsonntags-Gottesdienste werden Palmzweige geweiht und in einer feierlichen Prozession in die Kirche getragen. Bei manchen Prozessionen ist auch ein Esel als Reittier mit dabei, der bunt geschmückt wird. Mit grünen Zweigen, Prozessionen und „Hosianna“-Rufen erinnern die Christen daran, dass Jesus, wie die Bibel berichtet, von jubelnden Menschen empfangen wurde, als er auf einem Esel in Jerusalem einzog.

Da Palmenzweige in Deutschland rar und teuer sind, verwenden die Christen hier meist Buchsbaum – wobei auch dieser in Zeiten des Buchsbaumzünslers knapper wird.

Nach der Weihe nehmen die Menschen die gesegneten Zweige mit nach Hause, um sie im Haus an jedes Kreuz zu stecken. Der Volksglaube sagt, dass die geweihten Zweig vom Palmsonntag vor Blitz- und Hagelschlag, Missernte und Seuchen schützen. Deshalb gaben früher viele Bauern Palm in das Viehfutter und Hausfrauen kleine Blättchen ins Palmsonntagessen zum Schutz vor Krankheiten. So soll zum Beispiel Palmtee vor Lungenkrankheiten schützen. Mit dem Einzug des geweihten Zweiges in das Haus sollte so auch der Segen des Leidens Christi überbracht werden. Palmzweige, die in der Kirche zurückblieben, werden bis zum Aschermittwoch im nächsten Jahr aufbewahrt. Dann werden sie verbrannt und für die Zeichnung des Aschenkreuzes auf die Stirn verwendet.

]]>
news-18158 Fri, 12 Apr 2019 08:00:00 +0200 Julius Angerhausen: „Kleiner Bischof“ mit großer Weitsicht auf eine glaubwürdige Kirche https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/julius-angerhausen-kleiner-bischof-mit-grosser-weitsicht-auf-eine-glaubwuerdige-kirche/ Vor 60 Jahren wurde der Priester, dessen Herz für Menschen in Armut schlug, in Essen zum Weihbischof geweiht. Die Fragen nach Verzicht auf Klerikermacht und nach größerer Partizipation von Laien, die heute im Mittelpunkt des geplanten „synodalen Weges“ der deutschen Kirche stehen, hat der frühere Essener Weihbischof Julius Angerhausen bereits in den Sechziger Jahren verfolgt. Am 12. April vor 60 Jahren wurde Angerhausen in Essen zum Bischof geweiht.

Wofür Angerhausens Herz schlug, ist an seinem Bischofswappen und seinem Wahlspruch abzulesen. Im Wappen finden sich Herz und Kreuz in Anlehnung an den französischen Wüsten-Mönch und „Kleinen Bruder“ Charles de Foucault: Der Wahlspruch „Vocatio mea caritas – Mein Beruf ist die Liebe“ stammt von der heiligen „kleinen“ Therèse von Lisieux. Als erster Leiter des Seelsorgeamtes im neu gegründeten Bistum Essen versuchte Angerhausen, von Priestern zwar begleitete, aber nicht geleitete „apostolische Kerngruppen“ zu gründen, um die gemeinsame Arbeit der kirchlichen Laien aufzuwerten und ihnen mehr Verantwortung zu übertragen. Zudem gehörte Angerhausen als einziger westdeutscher Bischof der während des Zweiten Vatikanischen Konzils gegründeten internationalen Fraternität der sogenannten „kleinen Bischöfe“ an. Ihr gemeinsames Ziel: eine Kirche der Armen und der Verzicht auf Kirchenvermögen. Die „Katakombenpakt“ genannte Selbstverpflichtungserklärung dieser Bischofsgruppe von 1965, auf Amtsinsignien zu verzichten, sich den Ärmsten der Armen zuzuwenden und die Kirche zur Welt zu öffnen, legte später auf Betreiben von Dom Helder Camara in Lateinamerika den Grundstein für die Befreiungstheologie.

Julius Angerhausen stammte aus dem münsterländischen Warendorf. Nach seiner Priesterweihe am 21. Dezember 1935 durch Bischof Clemens August Graf von Galen in Münster verbrachte er die ersten Jahre als Kaplan in Duisburg. Nach einem Kriegseinsatz als Sanitäter kehrte er als Jugendseelsorger in der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) zunächst nach Duisburg, dann nach Münster zurück. Kurz nach der Gründung des Bistums Essen wurde Angerhausen im Januar 1959 zum Weihbischof ernannt und am 12. April 1959 durch die Bischöfe Franz Hengsbach von Essen, Michael Keller von Münster und Charles Msakila aus Tansania geweiht. Weihbischof Angerhausen baute das Bischöfliche Seelsorgeamt auf, übernahm Verantwortung in verschiedenen diözesanen und internationalen Gremien der Glaubensverbreitung sowie für die Ausländerseelsorge im Bistum Essen und war von 1967 bis 1975 Vorsitzender der Kommission für Weltmission der Deutschen Bischofskonferenz. Am 1. März 1986 wurde Angerhausen emeritiert. Nach seinem Tod am 22. August 1990 wurde er auf dem Kapitelfriedhof im Kreuzgang des Essener Doms beigesetzt – unter einem Zedernbaum, wie er es sich gewünscht hatte.

]]>
news-18167 Thu, 11 Apr 2019 17:55:25 +0200 Overbeck stellt „Gemeinsames Wort“ der Kirchen zur Demokratie vor https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/overbeck-stellt-gemeinsames-wort-der-kirchen-zur-demokratie-vor/ Katholische und evangelische Kirche fordern dazu auf, im Kampf gegen zunehmendes autoritäres Denken die demokratische Ordnung weiterzuentwickeln. Zudem äußerte Bischof Overbeck Sympathie für die „Fridays for future“-Schülerproteste. Mehr als zehn Jahre nach ihrem letzten „Gemeinsamen Wort“ zur Demokratie haben die beiden großen Kirchen in Deutschland erneut eine Grundsatzerklärung zu dem Thema vorgelegt. In dem Papier, das am Donnerstag in Berlin präsentiert wurde, rufen die beiden Kirchen zu mehr Engagement für die Demokratie auf. „Wir leben in Zeiten, in denen es an Vertrauen mangelt“, sagte Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck, der auch Sozialbischof der Deutschen Bischofskonferenz ist. Davon seien neben der Politik auch die Kirchen betroffen.

Die Stellungnahme trägt den Titel „Vertrauen in die Demokratie stärken“. Overbeck war vonseiten der Bischofskonferenz maßgeblich beteiligt. Beim Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) lag die Federführung bei dem Münchner Theologen Reiner Anselm, dem Vorsitzenden der Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKD.

„Autoritäres Denken, so scheint es, ist auf dem Vormarsch“, schreiben die Autoren der Stellungnahme. Angesichts dieser und weiterer Herausforderungen halten sie es für dringend geboten, die demokratische Ordnung weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu machen.

Kirchen fordern gerechte Besteuerung internationaler Konzerne

Dabei sei jeder Einzelne gefragt: „Es gilt, sich für das Gelingen der Demokratie verantwortlich zu fühlen und sich für die Einhaltung der Regeln des Anstands und der Fairness einzusetzen.“ Dazu gehöre das Bemühen, eigene Positionen mit Argumenten zu begründen, sowie die Bereitschaft, die Argumente anderer anzuhören und zu bedenken. Gefragt sei vor diesem Hintergrund auch die Fähigkeit, Kompromisse zu schließen und sich gegebenenfalls mit der aus eigener Sicht „zweitbesten Antwort“ zufriedenzugeben.

Weiter werben die beiden großen Kirchen um Vertrauen in demokratische Institutionen, Abläufe und Prozesse sowie in Menschen, „die in der Demokratie Verantwortung übernehmen und Macht ausüben“. Auf politischer Ebene brauche es eine „selbstbewusste und konsequente Politik“, um etwa die Folgen von Globalisierung und Digitalisierung zu meistern. Beispielhaft verweisen die Autoren auf „Regeln gerechter Besteuerung“ für internationale Großkonzerne. Hier brauche es das Zusammengehen mit anderen Staaten – ein Vorbild dafür liefere die EU.

Sympathie mit „Fridays for future“

Overbeck äußerte bei der Vorstellung des „Gemeinsamen Wortes“ in Berlin Sympathie für die die „Fridays for future“-Schülerproteste. Er sei davon „beeindruckt, was bei den Schülern passiert – auch wenn es Pädagogen und Juristen ärgert“, sagte Overbeck am Donnerstag in Berlin. Die Schüler träten damit aber auf eine wirksame Weise für ein wichtiges Ziel ein, betonte der Bischof.

Zuletzt hatten die beiden Kirchen im November 2006 ein „Gemeinsames Wort“ zum Thema Demokratie vorgelegt. Unter der Überschrift „Demokratie braucht Tugenden“ mahnten sie die Politik seinerzeit dazu, sich bei anstehenden Reformen am Gemeinwohl zu orientieren und nicht nur Strategien des Machterhalts im Blick zu haben. Andernfalls würden demokratische Institutionen entleert.

]]>
news-18166 Wed, 10 Apr 2019 12:54:23 +0200 Seelsorger arbeiten an der Weiterentwicklung ihrer Arbeit https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/seelsorger-arbeiten-an-der-weiterentwicklung-ihrer-arbeit/ Ruhrbistum startet zweite Phase des Prozesses „Pastorale Dienste im Gespräch“: In Projektgruppen werden in den kommenden Monaten die Themen weiter bearbeitet, die Priester, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten für ihre Arbeit als besonders relevant bewertet haben. Mit Themen wie Teamarbeit, Digitalisierung, Ausbildungswege oder Spiritualität startet die Diskussion um die Weiterentwicklung der vier pastoralen Berufsgruppen im Bistum Essen nach intensiven Gesprächen in den vergangenen Monaten jetzt in eine zweite Phase. Alle rund 750 Priester, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten sind in der nächsten Etappe des Prozesses „Pastorale Dienste im Gespräch“ eingeladen, in acht Projektgruppen die Themen zu bearbeiten, die sich in den Diskussionen im vergangenen Jahr als besonders relevant herausgestellt haben.

Diese Projektgruppen diskutieren zum Beispiel, wie die Wege in pastorale Berufe verändert werden können, ob die verschiedenen Berufsbezeichnungen angepasst werden und wie die Ausbildung des Personals verbessert wird. Es geht um eine bessere Teamarbeit der Pastoralteams in den Pfarreien vor Ort, die Spendung von Sakramenten durch Laien, das Geistliche Leben der Seelsorgerinnen und Seelsorger, die besondere Situation der Pastöre und neue Angebote für die pastoralen Mitarbeiter jenseits des 55. Lebensjahrs.

Insgesamt 20 Themen hatten die Seelsorgerinnen und Seelsorger im vergangenen Jahr als besonders entscheidend für die Weiterentwicklung ihrer Arbeit herausgearbeitet. Neben der Arbeit in Projektgruppen sind aus einigen dieser Themen bereits vier konkrete Konzepte erstellt worden, die in den kommenden Wochen und Monaten von den pastoralen Berufsgruppen diskutiert werden. Dabei geht es um regelmäßige berufsgruppenübergreifende Treffen, eine neue Systematik der Personalarbeit, eine verbesserte technische Ausstattung der Seelsorgerinnen und Seelsorger und die Frage, wie künftig die Leitung der Pfarreien im Bistum Essen gestaltet wird.

Ab Mai wird die Arbeit der verschiedenen Projektgruppen beginnen. Ergebnisse werden dann Anfang des kommenden Jahres bei einer gemeinsamen Veranstaltung aller pastoralen Berufsgruppen präsentiert.

]]>
news-18165 Tue, 09 Apr 2019 14:26:02 +0200 Citypastoral „grüßgott“ lädt zur Osternacht im Grillo-Theater https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/citypastoral-gruessgott-laedt-zur-osternacht-im-grillo-theater/ Viertägiges Kar- und Osterprogramm beginnt mit einer Mahlgemeinschaft auf der Kettwiger Straße am Dom, beinhaltet einen „Literarischen Karfreitag“ im Essener Medienforum und endet mit einer kulturell vielfältigen Osternacht in den Restaurants „Hayati“ und „Café Central International“ im Theater. Mit besonderen Aktionen in der Essener Innenstadt lädt „grüßgott“, die Citypastoral am Dom in der kommenden Woche zu einem bewussten Erleben der Kar- und Ostertage ein. Höhepunkt ist die Feier der Osternacht von Karsamstag, 20. April, 23 Uhr, bis Ostersonntag, 21. April, 8 Uhr, im Grillo-Theater. Am Karfreitag gibt’s eine Lesung im Medienforum – und zuvor am Gründonnerstag eine Mahlgemeinschaft auf der Kettwiger Straße.

Gemeinschaft unter dem Motto „Geteilte Freude – Brotzeit für alle“

In Erinnerung an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern lädt Cityseelsorger Bernd Wolharn am Donnerstag, 18. April, ab 12 Uhr vor der Kreuzigungsgruppe neben dem Dom an einem Tisch zu Wasser, Brot und Wein ein. „Unter dem Motto ,Geteilte Freude – Brotzeit für alle‘ möchten wir bei dieser Mahlgemeinschaft mit den Menschen darüber ins Gespräch kommen, was wir an den Kar- und Ostertagen feiern“, erklärt Wolharn. Ganz bewusst habe er dafür den Platz vor der Kreuzigungsgruppe an der Fußgängerzone ausgewählt, wo am Aschermittwoch bei der Aktion „Ashes to go“ mit dem Aschenkreuz für viele Menschen die Fastenzeit begonnen habe. Und weil gerade in der Fastenzeit für Christen die Solidarität mit Ärmeren und Schwächeren besonders im Fokus steht, bittet Wolharn beim Mittagsmahl um Spenden für die Suppenküche.

Am Freitag, 19. April, lädt „grüßgott“ zu einem „Literarischen Karfreitag“ ins Essener Medienforum ein. Ab 19 Uhr liest die Autorin Husch Josten dort aus ihrem Buch „Land sehen“ – ein Roman über den Literaturprofessor Horand Roth, der feststellt, dass sein lebenshungriger Patenonkel Georg katholischer Priester und Mitglied eines umstrittenen Ordens ist. Der Eintritt zu dieser Lesung ist frei. Einlass ins Medienforum, Zwölfling 14, ist ab 18.30 Uhr.

Osternacht mit Pop-Kantor und Tänzerin

Die ungewöhnliche Osternacht-Feier in den Restaurants „Hayati“ und „Café Central International“ des Essener Grillo-Theaters, Theaterplatz 11, beginnt am Samstag, 20. April, um 23 Uhr. Dann startet im Erdgeschoss und in der ersten Etage des Hauses „eine interaktive Gottesdienst-Nacht zu den Ursprüngen des christlichen Glaubens an die Auferstehung“, verspricht Wolharn. Bis in den frühen Morgen sind zahlreiche Lesungen geplant sowie Gebete, Filme, Theater, Bibliolog, Meditation, Rezitation, Gesänge und Musik. Neben Cityseelsorger Wolharn gestalten der Essener Jesuiten-Pater Lutz Müller, Pop-Kantor Chris Hees und die Improvisations-Tänzerin Emely Engbers das Programm in den beiden Café-Bereichen. Ein Kommen und Gehen ist jederzeit möglich – und Imbisse stehen auch bereit. Um 6 Uhr beginnt im „Café Central International“ die Ostermesse – anschließend treffen sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Frühstück.

Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

]]>
news-18156 Tue, 09 Apr 2019 12:00:00 +0200 Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/gottesdienste-an-den-kar-und-ostertagen-im-essener-dom/ Von Gründonnerstag bis Ostern wird das wichtigste Fest des Kirchenjahres mit Heiligen Messen und starken Symbolen begangen Ostern ist für die katholische Kirche das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Im Essener Dom werden die Kar- und Ostertage mit traditionell festlichen Gottesdiensten, intensiven Ritualen und Symbolen gefeiert.

Am Gründonnerstag, 18. April, begeht die Kirche die Feier des Letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern. Im Essener Dom feiert Bischof Franz-Josef Overbeck um 19 Uhr ein Pontifikalamt, in dessen Verlauf er zwölf Männern und Frauen die Füße wäscht - zu Jesu Zeiten war die Fußwaschung Sklavenarbeit, am Gründonnerstag ist sie ein Zeichen dafür, dass die Christen einander dienen sollen. In diesem Jahr wurden zwölf Vertreterinnen und Vertreter aus den katholischen Verbänden, Katholikenräten und Pfarreigremien für das alte Ritual ausgewählt als Zeichen dafür, welche Rolle der Laien-Katholizismus auf dem nun beginnenden „Synodalen Weg“ der katholischen Kirche in Deutschland spielen soll. Nach dem Gloria, dem Lobgesang vor der Verlesung der Bibeltexte, verstummen Orgel und Kirchenglocken bis zur Osternacht als Zeichen der Trauer. Deshalb singen am Gründonnerstag die Männerstimmen der Essener Domsingknaben a cappella, also ohne Instrumentalbegleitung, Motetten, unter anderem von Asola, Poulenc und Merulo. Nach dem Gottesdienst besteht bis 24 Uhr in der Anbetungskirche die Möglichkeit zu Nachtwache und Gebet.

Am Karfreitag, 19. April, versammeln sich um 15 Uhr, dem Zeitpunkt der Todesstunde Jesu, die Gläubigen still zur Feier vom Leiden und Sterben Christi im Dom. Im Mittelpunkt der Feier mit Bischof Overbeck steht die Verehrung des Kreuzes, das unter Schweigen verhüllt in die Kirche getragen und dann enthüllt wird. Die Priester werfen sich vor dem Kreuz zu Boden, alle anderen knien nieder. Der Essener Domchor begleitet die Feier – wiederum ohne Orgelbegleitung – mit Chorsätzen und Motetten zur Passion unter anderem von Johann Sebastian Bach und Tomás Luis de Victoria.

Am Karsamstag, 20. April, finden keine Gottesdienste statt, er ist der Tag der Grabesruhe. Zur Feier der Auferweckung Christi von den Toten in der Osternacht segnet Bischof Overbeck um 21.30 Uhr zunächst vor dem Dom das Osterfeuer. Anschließend ziehen Priester und Gläubige mit der brennenden Osterkerze in den dunklen Dom ein. Nach dem feierlichen gesungenen Osterlob „Exsultet“ hören die Mitfeiernden zunächst die biblischen Erzählungen der Heilsgeschichte aus dem Alten Testament, bevor dann mit dem Gloria wieder die Orgel erklingt und alle Glocken des Doms läuten. Die Feiernden erneuern ihr Taufversprechen und werden mit Weihwasser besprengt. Musikalisch gestaltet der Mädchenchor am Essener Dom die Osternacht mit mehrstimmigen Psalmvertonungen und mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Surrexit pastor bonus“ für Chor und Orgel.

Auch am Ostersonntag, 21. April, wird Christi Auferstehung im Dom mit mehreren Gottesdiensten begangen. Weihbischof Wilhelm Zimmermann feiert um 10 Uhr die Liturgie, gestaltet von Sopran, Orgel, Streichern und dem Essener Domchor mit Joseph Haydns Kleiner Orgelsolomesse. Um 17 Uhr feiert Dompropst Thomas Zander die Ostervesper mit Jörg Stephan Vogel als Kantor.

Am Ostermontag, 22. April, beginnt der Gottesdienst mit Weihbischof Ludger Schepers um 10 Uhr. Solisten und Barockorchester unter Leitung von Harald Martini gestalten die Messe musikalisch mit der Kantate „Zwei Jünger gehen nach Emmaus“ von Georg Philipp Telemann. (cs)

]]>
news-18164 Mon, 08 Apr 2019 16:15:00 +0200 Karfreitagskreuzweg auf der Bottroper Halde Haniel https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/karfreitagskreuzweg-auf-der-bottroper-halde-haniel/ Tausende Gläubige des Bistums Essen machen sich auch an Karfreitag 2019 auf den traditionellen Haldenkreuzweg in Bottrop, um gemeinsam mit Bischof Overbeck eine Andacht am Gipfelkreuz zu feiern. Seit 25 Jahren gehört der Bottroper Haldenkreuzweg zum Karfreitag der Gläubigen im Bistum Essen, auch nach der Schließung des Bergwerks Prosper Haniel wird die Tradition fortgeführt. Auch die Stationen des Kreuzwegs sind wieder stabil gebaut und frisch gestrichen – nach dem Ende des Steinkohlebergbaus hatten Auszubildende aus Oberhausener Firmen diese Aufgabe übernommen.

Vom Parkplatz bis zum Gipfelkreuz

Bischof Franz-Josef Overbeck begleitet am Freitag, 19. April, wieder tausende Christen auf diesem Kreuzweg. Die Prozession startet um 9.30 Uhr am Sportplatz östlich der Kreuzwegbrücke an der Stadtgrenze zwischen Bottrop und Oberhausen (Fernewaldstraße). Der Kreuzweg endet auf dem Haldenplateau am großen Holzkreuz mit einer Andacht.

Parkmöglichkeiten sind auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Prosper-Haniel vorhanden, zu erreichen von der B 223. Der Fußweg von den nächstgelegenen Bus-Haltestellen „Abzweig Haniel“ (Linien 251 und 261) oder „Spechtstraße“ (Linien 953, 961 und 979) bis zum Treffpunkt dauert zwischen 5 und 15 Minuten. Einmal stündlich fährt zudem der Taxibus 217 auf Vorbestellung bei der Vestische Straßenbahnen GmbH direkt bis zur Haltestelle „Zeche Franz Haniel“. Zwischen dem Bergwerk und dem Halden-Plateau wird für ältere und gehbehinderte Menschen ein Bus-Pendelverkehr eingerichtet.

Verein ermöglicht Erhalt des Haldenkreuzwegs

Für den Erhalt des Haldenkreuzwegs nach dem Ende des Steinkohlebergbaus hat sich im vergangenen Sommer der Verein „Karfreitagskreuzweg auf der Halde e.V.“ konstituiert. Das Bistum Essen, die RAG-Stiftung, die Katholische Arbeitnehmerbewegung des Bistums sowie die Stadtdechanten aus Bottrop und Oberhausen sorgen mit diesem Verein auch in Zukunft dafür, dass die Gläubigen an Karfreitag den Kreuzweg bis zum Gipfelkreuz gehen und den Gottesdienst feiern können.

Die 15 Kreuzwegstationen, die von der verstorbenen Künstlerin und Ordensfrau Tisa von der Schulenburg (Schwester Paula), dem Oberhausener Künstler Adolf Radecki und Auszubildenden des Bergwerks Prosper-Haniel geschaffen wurden, gelten als einzigartig in ihrer Art und Präsentation. Jede Station besteht aus einer Kupfertafel mit je einer Darstellung der Leidensgeschichte Christi und einem Element aus der Arbeitswelt des Bergbaus. Ergänzt werden sie durch Schrifttafeln mit Aussagen bekannter Persönlichkeiten der Kirche.

]]>
news-18163 Mon, 08 Apr 2019 13:08:27 +0200 Chrisammesse an Gründonnerstag im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/chrisammesse-an-gruendonnerstag-im-essener-dom/ Mit hunderten Messdienern aus dem gesamten Ruhrbistum feiert Bischof Overbeck am Gründonnerstag die Chrisammesse im Essener Dom. Der Gottesdienst an Gründonnerstag ist traditioneller Treffpunkt der Messdiener im Bistum Essen. Am 18. April 2019 feiert Bischof Franz-Josef Overbeck mit ihnen ab 9 Uhr die Chrisammesse im Essener Dom. Traditionell weiht er dort das heilige Chrisamöl, das für Taufen und Firmungen benutzt wird, und das heilige Katechumenenöl, das für Kranksalbungen verwendet wird. Im Anschluss werden die heiligen Öle für diese Anlässe an die Gemeinden verteilt.

Die Solisten des Mädchenchors am Essener Dom mit ihrer Band begleiten den Gottesdienst mit Neuen Geistlichen Liedern. Anschließend treffen sich die Messdiener und Bischof Overbeck auf dem Burgplatz für das traditionelle Gruppenfoto.

]]>
news-18161 Sun, 07 Apr 2019 00:20:28 +0200 Bistum freut sich über elf neue Wortgottesfeier-Leiter https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-freut-sich-ueber-elf-neue-wortgottesfeier-leiter/ Bistumsweit sind mittlerweile gut 140 Männer und Frauen als ehrenamtliche Gottesdienstleiter im Einsatz. Elf Frauen und Männer aus dem Ruhrbistum haben am Wochenende in Essen den Kurs zu ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern von Wortgottesfeiern abgeschlossen. Die Liturgie-Referentin des Bistums Essen, Jennifer Reffelmann, überreichte den Teilnehmern nach einem gemeinsamen Abschluss-Gottesdienst im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus ihre Zertifikate. Bistumsweit sind damit nun insgesamt gut 140 ehrenamtliche Männer und Frauen als Leiterinnen und Leiter der Gottesdienste im Einsatz, bei denen das Hören auf das Wort Gottes in den Lesungen und das gemeinsame Gebet im besonderen Fokus stehen.

Viele der Kursteilnehmer sind bereits als Lektor, Küsterin, Kommunionhelfer, Katechetin oder in ähnlichen Funktionen in ihren Gemeinden aktiv und konnten daher auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, berichtet Reffelmann. „Im Qualifizierungskurs haben wir daher einen Schwerpunkt auf die Vielfältigkeit von Gottesdienstformen gelegt.“ Unter anderem ging es im Kurs um das Liturgieverständnis des II. Vatikanischen Konzils, um liturgische Bücher und die Bibel, Musik im Gottesdienst, Zeichen und Symbole der Kirche, Übungen zu Ansprachen und Predigten sowie um das Formulieren von Gebeten und Fürbitten. „Wir haben uns außerdem mit der eigenen stimmlichen und körperlichen Präsenz im Kirchenraum und den unterschiedlichsten Feierräumen beschäftigt“, so die Liturgie-Expertin.

Nach dem erfolgreich absolvierten Kurs unterstützen die neuen Wortgottesfeier-Leiterinnen und -Leiter in ihren Gemeinden künftig schon bestehende ehrenamtliche Vorbereitungsteams und die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger.

]]>
news-18160 Fri, 05 Apr 2019 10:48:51 +0200 Teuflisch gute Klänge beim SinnSucherSalon https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/teuflisch-gute-klaenge-beim-sinnsuchersalon/ Lautsprecher-Hersteller Teufel und Domorganist Sebastian Küchler-Blessing sprechen am Mittwoch, 10. April, über Musik im Restaurant Hayati. Hifi-Anlage trifft Domorganist: Beim nächsten SinnSucherSalon von „Grüßgott“, der Citypastoral am Essener Dom, stehen teuflisch gute Klänge im Mittelpunkt. Der Hersteller von Lautsprechern sowie Hifi- und Heimkinosystemen Teufel ist zusammen mit Domorganist Sebastian Küchler-Blessing zu Gast bei Cityseelsorger Bernd Wolharn. Bei einem vegetarischen 3-Gänge-Menü wird über die ganze Bandbreite der Musik gesprochen, über gute Klänge, teuflische Klänge, Musikinstrumente, Lautsprecher, live oder aufgenommen. Beginn ist am Mittwoch, 10. April, um 19 Uhr im Restaurant Hayati im Grillo-Theater am Theaterplatz in Essen.

Das 3-Gänge-Menü kostet pro Person 15 Euro. Der Abend ist eine gemeinsame Veranstaltung von „grüßgott - Citypastoral am Essener Dom“ und der „Katholischen Erwachsenen - und Famillienbildung“.  Anmeldungen und Rückfragen bei:Werner Damm, werner.damm@bistum-essen.de 0201/8132-227 oder Bernd Wolharn, gruessgott@bistum-essen.de. (sw)

]]>
news-18159 Fri, 05 Apr 2019 09:55:04 +0200 Ruhrbischof besucht Partnerbistum Hongkong https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ruhrbischof-besucht-partnerbistum-hongkong/ Bischof Franz-Josef Overbeck mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen zu Gast in China. Wie sich das Bistum Hongkong im sozialen und caritativen Bereich engagiert, lernt Bischof Franz-Josef Overbeck gerade kennen. Bei seinem Besuch im Partnerbistum in China zusammen mit dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen stand jetzt unter anderem das Caritas Institute of Higher Education (CIHE) auf dem Programm. Dort bekommen junge Erwachsene aus ärmeren Familien eine fundierte Ausbildung, zum Beispiel in der Altenpflege, einem echten Mangelfach in Hongkong. CIHE-Präsident Kim wünscht sich einen engen Austausch zwischen Essen und dem Institut.

Bei einem gemeinsamen Abendessen sprach Bischof Overbeck mit Kardinal Tong, der seit dem Tod von Bischof Michael im Januar das Bistum als apostolischer Administrator leitet, über die die jeweiligen Probleme und Erfolge in ihren Diözesen.

]]>
news-18157 Thu, 04 Apr 2019 14:42:35 +0200 Musikalisches Abendgebet im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/musikalisches-abendgebet-im-essener-dom-2/ Abendliche Einstimmung auf die Feier der Kar- und Ostertage Mit drei musikalischen Abendgebeten in der Karwoche bereitet sich der Essener Dom auf die Feiern von Tod und Auferstehung Jesu vor. Die Gebete beginnen am Montag, Dienstag und Mittwoch, 15. bis 17. April, jeweils um 19 Uhr; jeden Abend wird ein anderer musikalischer Akzent gesetzt. Am Montag erklingt unter dem Titel „Ecco homo – Ecce Agnus Dei“ komponierte und improvisierte Musik zur Karwoche, begleitet vom Mädchenchor am Essener Dom. Dienstag wird unter der Leitung von Jörg Stephan Vogel François Couperins „Lecons des Tenèbres“ für Sopran, Laute, Viola da Gamba und Orgel aufgeführt. Am Mittwoch präsentieren die Essener Domsingknaben und Domorganist Sebastian Küchler-Blessing Franz Liszts „Via crucis“ für Chor, Bariton und Orgel.

]]>
news-18155 Thu, 04 Apr 2019 13:22:25 +0200 Gesellschaft steht beim Kampf gegen Clan-Kriminalität erst am Anfang https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/gesellschaft-steht-beim-kampf-gegen-clan-kriminalitaet-erst-am-anfang/ Podiumsdiskussion in der Mülheimer „Wolfsburg“ mit Polizeipräsident Frank Richter, dem Essener Ordnungsdezernenten Christian Kromberg und dem Juristen und Islamwissenschaftler Mathias Rohe. Richter spricht von „hoher dreistelliger Zahl“ krimineller Clan-Mitglieder. Trotz regelmäßiger Razzien, einer neuen Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden und erster Ermittlungserfolge erwartet der Essener Polizeipräsident Frank Richter einen jahrelangen Kampf gegen kriminelle Mitglieder arabischer und kurdischer Clans im Ruhrgebiet. Mit ausreichend Personal und anderer Ressourcen „sind wir vielleicht in zehn bis zwölf Jahren durch“, sagte Richter am Mittwoch in Mülheim und zog einen Fußball-Vergleich: „Wir sind gerade in der 4. oder 5. Spielminute.“ In der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ sprach der für Essen und Mülheim zuständige Polizeipräsident mit dem Essener Ordnungsdezernenten Christian Kromberg und dem Erlanger Juristen und Islamwissenschaftler Mathias Rohe über diese Form der Organisierten Kriminalität, die bundesweit neben Berlin und Bremen vor allem im Ruhrgebiet ihren Schwerpunkt hat. Ein Thema, das als Themenforum der Ruhr-Konferenz mittlerweile auch auf der politischen Agenda stehe, wie die drei Gesprächspartner betonten.

Für den Bereich seiner Behörde geht Richter von rund 15.000 Menschen aus, die rund 100 verschiedenen Familienclans angehören, deren Wurzeln im arabisch-türkisch-kurdischen Raum liegen. „Von denen sind natürlich längst nicht alle kriminell“, betonte Richter. Er geht aber allein für Essen und Mülheim von einer „hohen dreistelligen Zahl“ von Clan-Mitgliedern aus, die regelmäßig mit Taten in den verschiedensten Bereichen des Strafgesetzbuches auffällig würden.

Richter: „Jede Woche mindestens eine Aktion“

Um dem beizukommen, „müssen wir uns in das Denken dieser Menschen hineinversetzen“, sagt Richter, „die leben in einer ganz anderen Welt.“ Gefängnisstrafen zum Beispiel schreckten kriminelle Clan-Mitglieder kaum ab, weil sie nach einer Haft oft eine angesehenere Position im Clan hätten. „Das einzige, was denen wirklich weh tut, ist Geld“, so Richter. Er spricht salopp von der „Viererbande“ aus Polizei, städtischem Ordnungsamt, Zoll und Steuerfahndung, die sich – jüngst ergänzt durch spezialisierte Staatsanwälte – bei gemeinsamen Razzien in erster Linie die Abschöpfung kriminell erwirtschafteter Vermögen zum Ziel setzt. Nach den von TV-Teams und Fotografen begleiteten Durchsuchungen in Shisha-Bars, Restaurants und Diskotheken halte man den Druck aufrecht: „Es gibt jede Woche mindestens eine Aktion.“ Dabei sei die neue Zusammenarbeit mit den anderen Sicherheitsbehörden eine gute Blaupause auch für andere Bereiche der Organisierten Kriminalität, so der Polizeipräsident.

Ein Grund, dass sich diese kriminellen Strukturen überhaupt entwickeln konnten, seien – aus heutiger Sicht – fehlende Integrationsbemühungen in den vergangenen Jahrzehnten, war sich das Podium einig. Ein Großteil der Clanmitglieder sei in den 1970er und 1980er Jahren unter anderem aus dem Libanon als Bürgerkriegsflüchtlinge ins Ruhrgebiet gekommen. „Man ging davon aus, dass diese Gruppe wieder geht, wenn der Bürgerkrieg vorbei ist. Deshalb hat damals ganz bewusst eine Integration nicht stattgefunden“, erläuterte Kromberg, der als Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung, Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung auch für die Integrationsarbeit verantwortlich ist. Außerdem habe Essen damals noch keine Integrationsverwaltung gehabt, wie es sie heute gebe, so Kromberg. „Diese Menschen hat zuhause schon niemand gewollt – und bei uns waren sie auch nicht wirklich willkommen“, beschrieb der Erlanger Professor Rohe die Situation. Im Ergebnis gebe es nun Menschen, für die die Großfamilie das maßgebliche Lebensumfeld ist.

Kromberg: „Die Sanktions-Möglichkeiten der Clans durchbrechen“

Aufgrund dieser festen Familienstrukturen sei es heute immer noch schwierig, selbst nicht oder kaum kriminelle Mitglieder dieser Clans in die Stadtgesellschaft zu integrieren, sagte Kromberg – trotz der heute vorhanden vielfältigen Integrations-Ansätze. „Wie entscheidet sich ein 17-Jähriger, wenn wir mit einem Ausbildungsplatz winken und ihm der Clan verspricht, dass er mit 19 Jahren einen 150.000 Euro teuren getunten Mercedes fahren darf?“, machte Richter das Problem an einem plastischen Beispiel deutlich. „Für eine gelungene Integration müssen wir die Sanktions-Möglichkeiten der Clans durchbrechen“, stellte Kromberg klar und betonte, dass es durchaus positive, gelungene Beispiele gebe.

Rohe empfahl „eine niederschwellige Präsenz des Staates“. Mit regelmäßigen Verkehrskontrollen, einer konsequenten Überwachung der Schulpflicht und dem direkten Ahnden von Respektlosigkeiten gegenüber Polizisten und Verwaltungsmitarbeitern solle den Clan-Mitgliedern konstant Druck gemacht werden – verbunden mit Angeboten für diejenigen, die aussteigen wollen.

]]>
news-18154 Thu, 04 Apr 2019 13:19:29 +0200 Palmsonntag im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/palmsonntag-im-essener-dom/ Im Essener Dom feiert Weihbischof Ludger Schepers den Palmsonntag am 14. April 2019 Am Palmsonntag, 14. April, um 9.45 Uhr beginnt auf dem Essener Domhof die Weihe der Palmzweige, dann folgt die Palmprozession über die Kettwiger Straße und den Zwölfling. Im Anschluss feiert Weihbischof Ludger Schepers um 10 Uhr das Pontifikalamt im Dom. Die Essener Domsingknaben begleiten den Gottesdienst mit Chorälen und Gesängen zur Passion, unter anderem von Liszt, Bardos und Haßler.

An diesem Tag gedenken Christen weltweit des Einzugs Jesu in Jerusalem. Dieser Tag ist der sechste und damit letzte Fastensonntag. Nach der Weihe nehmen die Menschen ihren Zweig mit nach Hause, um ihn im Haus an jedes Kreuz zu stecken. Die Palmzweige sind Zeichen des Sieges und verweisen auf den Sieg Christi über den Tod.

Der Volksglaube besagt außerdem, dass der geweihte Zweig vor Blitz- und Hagelschlag, Missernte und Seuchen schütze. Mit dem Einzug des geweihten Zweiges in das Haus sollte so auch der Segen des Leidens Christi überbracht werden. Palmzweige, die in der Kirche zurückblieben, werden bis zum folgenden Aschermittwoch aufbewahrt, dann verbrannt und für die Zeichnung des Aschenkreuzes auf die Stirn verwendet.

Mit ihrer Kollekte am Palmsonntag unterstützen die Katholiken traditionell die Christen im Heiligen Land. „Um den Christen im Heiligen Land ein Leben in Würde zu ermöglichen, sind wir zu einer tätigen Solidarität aufgerufen“, schreibt Bischof Franz-Josef Overbeck im Aufruf zur sogenannten Palmsonntagskollekte.

]]>
news-18153 Wed, 03 Apr 2019 22:13:55 +0200 Bottroper Katholiken bauen neues Pfarrzentrum mitten in der Stadt https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bottroper-katholiken-bauen-neues-pfarrzentrum-mitten-in-der-stadt/ Neue Immobilie „Kirchplatz 2/3“ ersetzt das bisherige Stadthaus und weitere Gemeindezentren. Der Bauzaun steht, bald kommen die Abrissbagger, um Platz für den Neubau zu machen „und bis Ende nächsten Jahres wollen wir einziehen“, sagt Dieter Hoffmann. Mitten in der Bottroper Innenstadt baut die Pfarrei St. Cyriakus auf dem Grundstück zweier alter Wohn- und Geschäftshäuser ihr Projekt „Kirchplatz 2/3“ – ein neues Pfarrzentrum, das künftig gleich neben der Pfarrkirche der zentrale Treffpunkt für die Pfarrei und all jene sein soll, die mit den katholischen Christen in Kontakt kommen möchten. Der Standort der Citypastoral soll dort in der Fußgängerzone ebenso ein neues zentrales Zuhause bekommen wie die vielen Gruppen und Verbände der Pfarrei, die bislang für Veranstaltungen ins einige hundert Meter entfernte frühere katholische Stadthaus gehen mussten. Auch das Pfarrbüro und das Büro von Propst Jürgen Cleve ziehen zum „Kirchplatz 2/3“, berichtet Hoffmann.

Der 67-jährige Diplom-Ingenieur für Nachrichtentechnik nennt sich – halb im Scherz – „Bauherr“ des Projekts. Juristisch vielleicht nicht ganz korrekt ist Hoffmann aber mit 20 Jahren Kirchenvorstands-Erfahrung mit Bauprojekten, dem Zeitbudget eines Pensionärs, großer Gelassenheit und reichlich technischem Verständnis offenbar doch genau der Richtige, um bei diesem Projekt die Fäden in den Händen zu halten.

„Wir sind gespannt, was wir da noch finden.“

„Wenn die Arbeiten jetzt nicht losgegangen wären, hätte ich selbst den ersten Stein aus der Wand geschlagen“, sagt Hoffmann. Lange hätte die Pfarrei auf den Baustart gewartet, immer wieder sei er gefragt worden, wann es denn losgehe, „da ist es gut, dass man jetzt endlich etwas sieht“. Erst einmal würden die Innenräume der beiden Jahrzehnte alten Häuser leergeräumt und untersucht. „Wir sind gespannt, was wir da noch finden.“ Eine besondere Herausforderung für die Arbeiter kennt Hoffmann schon: „Das linke Gebäude teilt sich die Giebelwand mit der benachbarten Apotheke.“ Vor rund 100 Jahren hat man die Häuser sparsam aneinander gebaut. Mit der Folge, dass die Arbeiter nun Stahlträger von Hand demontieren und auch im Erdgeschoss möglichst erschütterungsfrei arbeiten müssen, damit der Betrieb der Apotheke nicht gestört wird.

Überhaupt, die Nachbarschaft: Die zentrale Lage von „Kirchplatz 2/3“ bringt im Bau und Betrieb des Hauses doch die ein oder andere zusätzliche Aufgabe für Hoffmann und seine Kollegen mit sich. So müssen die Bauarbeiten nicht nur mit den wöchentlich zwei Markttagen abgestimmt werden, an denen keine Betonmischer oder andere große Lkw die Fußgängerzone passieren können – sondern auch mit dem Lieferverkehr auf einer benachbarten Baustelle. Und trotz der von Fußgängerzonen umgebenen Lage muss die Pfarrei Parkplätze nachweisen, die Hoffmann in den kommenden Wochen erst noch finden muss. Doch der Ingenieur ist die Ruhe selbst. „Das wird schon“, sagt er mit der Erfahrung aus deutlich größeren Bauprojekten, zum Beispiel beim Krankenhaus der Pfarrei – und mit der Vorfreude auf ein Haus, das für die Katholiken in der Bottroper Innenstadt auch ein Ausdruck eines neuen Geistes in ihrer Pfarrei werden soll. „Wir wollen im Pfarreientwicklungsprozess nicht nur schließen und abreißen, sondern hier etwas ganz Neues schaffen.“

Verkauf von Stadthaus und Kirche finanziert Teil des Neubaus

Möglich wurde dieses neue, insgesamt knapp 5 Millionen Euro teure Projekt, nachdem St. Cyriakus das frühere katholische Stadthaus verkauft hatte. Auch der Verkauf der citynahen St. Elisabeth-Kirche zusammen mit benachbarten Immobilien brachte Geld ein, das nun – zusammen mit einem Bistums-Zuschuss und Mitteln der Pfarrei – das Projekt „Kirchplatz 2/3“ finanziert. „Das Geld ist gut investiert“, sagt Hoffmann. Gerade für die neu geformte „Innenstadtgemeinde“ aus den früheren Gemeinden St. Elisabeth, Hl. Kreuz, Herz-Jesu und St. Cyriakus gebe es jetzt ein echtes Zentrum: „Kirchplatz 1 mit der Kirche – und Kirchplatz 2/3 mit dem neuen Pfarrzentrum“.

Die Vorfreude und die Erwartungen seien groß in der Pfarrei, sagt Hoffmann – wohl auch, weil der Kirchenvorstand von Beginn an die wichtigsten Gruppen und Gremien in die Planungen einbezogen hat. Seit Ende 2017 gebe es regelmäßige Projekttreffen mit dem beteiligten Architekturbüro Feja + Kemper, „am Anfang haben wir da auch die künftigen Nutzer eingeladen und gemeinsam in den Plänen gemalt“, berichtet Hoffmann. Die von der Jugend erträumte Dachterrasse habe man leider nicht umsetzen können, „aber viele andere Vorschläge, zum Beispiel die zweite Kochstelle in der Küche, da wären wir alleine sicher nicht drauf gekommen“. So gibt es nun künftig im ersten und zweiten Obergeschoss von „Kirchplatz 2/3“ Gruppenräume, einen großen Saal – und eben eine Küche. Die zwei oberen Etagen wird die Pfarrei vermieten, „am liebsten an einen katholischen Träger, da gibt es bereits Interessenten“, so Hoffmann.

Der „Bauherr“ nickt zufrieden – und sieht dem nächsten Projektgespräch entgegen. Dann steht das Thema „Bemusterung“ im Sanitärbereich an, konkret die Auswahl von Waschbecken und WC-Deckeln. Langeweile, so viel steht fest, wird bei Dieter Hoffmann in den kommenden Monaten mit Sicherheit nicht aufkommen.

]]>
news-18152 Wed, 03 Apr 2019 18:37:31 +0200 Oberhausener Azubis reparieren Stationen des Bottroper Haldenkreuzwegs https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/oberhausener-azubis-reparieren-stationen-des-bottroper-haldenkreuzwegs/ Seit 24 Jahren sind die Stationen des Bottroper Haldenkreuzwegs festes Ziel der Christen im Bistum Essen, vor allem an Karfreitag. Dass sie dauerhaft schön aussehen und sicher stehen - dafür sorgten bisher die Auszubildenden der RAG. Nach dem Ende des Bergbaus übernehmen nun Auszubildende aus Oberhausener Handwerksbetrieben diese Aufgabe. Vorsichtig schiebt Fabian Panchoo den Metallspachtel an der Kante des dunklen Holzbalkens entlang, bis sich die schmale Silikondichtung löst. Immer wieder läuft er um das liegende Holzobjekt in Form eines Förderturms herum. Regen, Frost und Hitze haben den einzelnen Stationen zugesetzt, das Holz verrotten lassen. „Sogar Kupferbleche wurden geklaut, Vandalen haben die Stationen schon öfter umgetreten oder angesprüht“, berichtet Herrmann-Josef Schepers, der den Bottroper Haldenkreuzweg vor 24 Jahren ins Leben gerufen hatte und sich seitdem darum kümmert.

„Eine schöne Sache, Tradition und Werte zu erhalten“

Sechs von 15 Stationen liegen in der Werkstatt der Oberhausener Firma Geese-Bau. Sie müssen pünktlich zum Karfreitag wieder repariert und aufgestellt werden. Die Liste der Arbeiten ist lang: Holzbalken austauschen, abschleifen und lackieren, Kupferplatten maßgenau anfertigen und anbringen, die Stationen von hinten zusätzlich verstärken. Erstmals reparieren Auszubildende der Schreinerei von Peter Geese und des Maler-Betriebs von Armin Günther die Stationen, bis zum Ende des Steinkohlebergbaus hatten die Auszubildenden der Ruhrkohle AG diese Aufgabe übernommen. Für Fabian Panchoo ist es eine spannende Arbeit. „Gerade bei solchen Reparaturen gibt es nicht die eine Lösung, man muss immer wieder neu denken“, sagt der 25-Jährige. An einem traditionellen Projekt teilzunehmen, sei für ihn besonders wertvoll. „Das ist eine schöne Sache, Tradition und Werte so zu erhalten.“

Wertschätzung und Respekt gegenüber Religion

Wenige Meter neben Fabian Panchoo schleifen Fayez Ghaida und Hamed Khaljaij die Balken einer Station, um sie anschließend neu zu streichen. Seit fünf Monaten arbeiten sie als Auszubildende, auch für sie ist die Reparatur eine außergewöhnliche Aufgabe. Peter Geese freut auch, dass die beiden muslimischen Azubis sich für den Erhalt des christlichen Kreuzwegs einsetzen. „Das ist doch ein schönes Zeichen der Wertschätzung, von Respekt gegenüber Religion und Glauben“, ist er überzeugt.

Handwerk und Kirche schon lange verbunden

Entstanden ist die Zusammenarbeit vor allem durch die langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft der beiden Handwerksbetriebe und Herrmann-Josef Schepers, in den vergangenen Jahren arbeiteten sie oft in Projekten zusammen. „Handwerk und Kirche sind bei uns schon lange verbunden, auch für den Bergbau haben wir oft gearbeitet. Die Halde liegt ja bei uns vor der Tür, da lag es natürlich nah, dass wir uns auch da engagieren“, sagt Peter Geese. „Solche Orte, an denen man sich sammeln und entschleunigen kann, sind für die Kirche wichtig, gerade in Zeiten des Umbruchs.“ Auch für Malermeister Armin Günther war klar: „Das ist auf jeden Fall eine gute Sache.“ Bereits vor fünf Jahren machte sich der KAB-Vorsitzende Schepers Gedanken über die Nachfolge der RAG-Azubis: „Dass es mit dem Bergbau 2018 zu Ende geht, war ja klar, dass es aber mit dem Haldenkreuzweg irgendwie weitergehen muss, auch.“

Ein Blick aus dem breiten Eingangstor der Werkstatt zeigt die Spitze der Halde. In der Ferne klar erkennbar: Das große Haldenkreuz. Einige Tage haben die Azubis noch Zeit, dann werden die Stationen wieder auf ihre alten Plätze gestellt – an Karfreitag können hunderte Gläubige sie dann in ihrem neuen Glanz bewundern.

]]>
news-18151 Wed, 03 Apr 2019 16:12:01 +0200 Bischöfe stellen Diskussionspapier zur Klimapolitik vor https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischoefe-stellen-diskussionspapier-zur-klimapolitik-vor/ Bischof Overbeck plädiert im Vorwort für Anstrengungen, um möglichst schnell eine Treibhausgasneutralität zu erreichen. Zugleich stelle sich die Kirche ausdrücklich an die Seite derer, die unter den Klimaveränderungen am stärksten zu leiden haben. Die Deutsche Bischofskonferenz hat am Dienstag einen Diskussionsbeitrag zur Klimapolitik veröffentlicht. „Bei der Bekämpfung des Klimawandels handelt es sich um eine große ökologische Herausforderung, die zentrale Gerechtigkeitsaspekte berührt“, schreibt Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck als Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Bischofskonferenz im Vorwort der zehn Thesen umfassenden Broschüre. Er mahnt zum Handeln: „Das verbleibende Budget an Treibhausgasen, das mit den international vereinbarten Klimazielen in Einklang steht, ist äußerst knapp. Die Zeit, in der die Menschheit dem gefährlichen Klimawandel noch Einhalt gebieten kann, neigt sich dem Ende zu.“ Die Kirche stehe dabei „an der Seite der Armen, Schwachen und Benachteiligten: Sie setzt sich für Gerechtigkeit ein und übt Solidarität mit denen, die gegenwärtig und in Zukunft am meisten vom Klimawandel betroffen sind und sein werden“, betont Overbeck.

Treibhausgasneutralität bis spätestens 2050

Der Text der Bischöfe bekennt sich klar zum Ziel, Treibhausgasneutralität so früh wie möglich zu erreichen, jedoch spätestens im Jahr 2050. „Dabei muss die Politik alle Handlungsfelder – Energiewirtschaft, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft – in den Blick nehmen und einen langfristig verlässlichen Rahmen schaffen“, so der Ruhrbischof. Gleichzeitig seien alle Menschen „aufgerufen, durch einen umweltschonenden Lebensstil, etwa bei Ernährung und Mobilität, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“. Auch die Kirche selbst, der Schöpfungsverantwortung ein zentrales Anliegen sei, „ist bereit, ihren Beitrag zu mehr Klima- und Umweltschutz zu leisten und mit gutem Beispiel voranzugehen“, schreibt Overbeck.

Das Thesenpapier steht auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz zum kostenlosen Download bereit.

]]>
news-18150 Wed, 03 Apr 2019 11:12:39 +0200 „Schallmauer der religiösen Müdigkeit durchbrechen“: Vor 60 Jahren erschien das erste RuhrWort https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/schallmauer-der-religioesen-muedigkeit-durchbrechen-vor-60-jahren-erschien-das-erste-ruhrwort/ Nah an den Gläubigen sein, auf Tuchfühlung gehen mit der Zeit und ihren Problemen – mit diesem Ziel erschien das erste RuhrWort vor 60 Jahren als Kirchenzeitung des Bistum Essen. „Durchstoßt die Schallmauer!“ – so lautete der Appell von Bischof Franz Hengsbach an die Leser im Editorial des ersten RuhrWorts vom 4. April 1958. Gemeint hatte er damals eine Schallmauer der „geistigen und religiösen Müdigkeit“, von denen die Christen dieser Zeit seiner Meinung nach umgeben und gehemmt waren. Die neue Bistumszeitung sollte das ändern, sollte Vorkämpfer und Schrittmacher für die Arbeit des Ruhrbistums sein.

Ein leuchtend rot-weißes Logo, großformatige Fotos und knappe Schlagzeilen prägten die Aufmacherseite der ersten Ausgabe. Kein ‚frommes‘ Erscheinungsbild, keine klerikal anmutende Sprache und ein bewusst säkularer Zeitungstitel. Lediglich das Impressum verriet, dass der Bischof von Essen der Herausgeber war. All dies war beabsichtigt, wie sich der erste Chefredakteur Otto Kasper später erinnerte: Bischof Hengsbach wollte eine Zeitung haben, „für die man sich nicht zu schämen braucht, wenn man sie in der Straßenbahn aus der Tasche zieht.“ Sie sollte von Berufsjournalisten gemacht werden, die Redakteure sollten persönlich die Verantwortung für ihre Arbeit tragen.

Sonderfall der katholischen Presselandschaft

„Mit diesem Konzept entwickelte sich aus dem anfänglichen Experiment eine innovative Bistumszeitung, die rasch zum positiven „Sonderfall“ in der katholischen Presselandschaft avancierte“, weiß Severin Gawlitta, Archivar des Bistums. Meinungsfreudig und auch mal unbequeme Wahrheiten aus Kirche und Gesellschaft thematisierend, habe das RuhrWort versucht, auch der katholischen Kirche fernstehende Leser anzusprechen. „Wie die jüngsten Forschungen zeigen, wurden in Essen Pläne geschmiedet, das Bistumsblatt zu einer überdiözesanen, deutschlandweiten „Super-Kirchenzeitung“ zu entwickeln. Auch wenn diese Ideen sich nicht realisieren ließen, unterstreichen sie den fortschrittlichen Charakter dieser Zeitung.“

In den Anfangsjahren kristallisierten sich Faktoren heraus – oft unbemerkt –, die in der Folgezeit zu einer steten Herausforderung für die Essener Kirchenzeitung werden sollten. Schon zur Zeit des ersten Ruhrworts erreichten deutsche Kirchenzeitungen kaum Leser unter 40 Jahren. Mit der Zeit stieg also auch das Alter der Stamm-Leser. Parallel dazu lockerte sich die Bindung der Menschen an die Kirche, was auch die katholische Presse in sinkenden Abonnenten- und Verkaufszahlen erfahren musste - so auch das RuhrWort. Wurden zu Beginn der 1960er Jahre über 120.000 Exemplare verkauft, waren es 50 Jahre später etwa 13.000.

„Wertvolle Quelle der Bistumsgeschichte“

Ende 2013 entschied die Bistumsleitung, das RuhrWort einzustellen. Seitdem produziert das Bistum Essen das kostenlose Mitglieder-Magazin BENE und verteilt es an rund 500.000 katholische Haushalte. BENE erzählt lebensbejahende Geschichten, die in einer journalistischen Bandbreite von Reportagen, Interviews, Portraits oder Hochglanz-Fotos präsentiert werden. Das Gute steht im Mittelpunkt. Mit Blick auf die hohe Zahl von Lesern, die kaum mehr Kontakt zu ihrer Kirche haben, will die Redaktion keine Kirchenklischees bedienen. Ziel ist es, die Lebenswelt der Leser widerzuspiegeln, mit ihnen in Kontakt zu treten und diese Bindung zu stärken. Auch online und in sozialen Netzwerken bringt die BENE-Redaktion ihre Themen an ihre Leser.

„Das RuhrWort bleibt als Kind seiner Zeit für die Nachwelt eine wertvolle dokumentarisch-informative Quelle zur Geschichte des Ruhrbistums und zur kirchlichen Zeitgeschichte“, ist Severin Gawlitta überzeugt. Seit 2014 veröffentlicht ein Team aus freien Journalisten und Redakteuren das „Neue Ruhrwort“ als unabhängige Publikation.

]]>
news-18149 Tue, 02 Apr 2019 17:23:20 +0200 Zuspruch und Kritik zum Papst-Schreiben an die Jugend https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/zuspruch-und-kritik-zum-papst-schreiben-an-die-jugend/ Papst Franziskus hat den Jugendlichen nach der Jugendsynode im vergangenen Herbst eine Antwort geschrieben. Das Papier sei ermutigend, spare aber entscheidende Themen aus, sagt die Leiterin der Abteilung Kinder, Jugend und junge Erwachsene im Bistum Essen, Regina Laudage-Kleeberg. „Ein ermutigendes Papier, das aber entscheidende Themen für Jugendliche ausspart“ – so bewertet die Leiterin der Abteilung Kinder, Jugend und junge Erwachsene im Bistum Essen, Regina Laudage-Kleeberg, das am Dienstag veröffentlichte Schreiben von Papst Franziskus. In seinem Brief an alle Jugendliche schaffe es der Papst „mit liebevollen Zusagen, den jungen Adressatinnen und Adressaten das Wesentliche unseres christlichen Glaubens zu vermitteln: Du bist von Gott geliebt. Gott ist ein verzeihender Gott und die neue oder erneute Ausrichtung auf ihn ist immer willkommen.“ Das Papier, das der Papst unter dem Titel „Christus vivit“ (Christus lebt) als Antwort auf die Jugendsynode im vergangenen Herbst verfasst hat, lebe „in vielerlei Hinsicht von großer Ausgewogenheit und Klarheit“, so Laudage-Kleeberg, „zum einen müssen Glaube und Kirche sich so weiterentwickeln, dass junge Menschen sich angezogen fühlen, zum anderen darf das Gläubig sein im eigenen Umfeld auch als Andersartigkeit, im guten Sinne als exotisch, wahrgenommen werden.“

Homosexualität kommt als Thema nicht vor

Laudage-Kleeberg kritisiert, dass der Papst in seinem Schreiben zwar auch auf Liebe und Partnerschaft eingeht – das Thema Homosexualität aber vollständig ausspare. „Queere Liebe und Sexualität kommen in dem Schreiben nicht vor, was aus weltkirchlicher Sicht vielleicht verständlich, aber aus deutscher Realität betrachtet schade ist“, so die Chefin der Jugendabteilung. Dass Franziskus selbst vor kurzem Homosexualität noch als „Modeerscheinung“ bezeichnet habe, „entspricht einfach nicht der Selbstverständlichkeit, mit der die meisten jungen Menschen in Deutschland auf verschiedene Formen von Liebe reagieren“, sagt Laudage-Kleeberg.

Insgesamt sei das Papier dennoch hilfreich für die Arbeit mit jungen Menschen. „Ich bin positiv überrascht, gerade nach den eher weltfremden Ergebnissen des Missbrauchsgipfels im Februar.“ Das Schreiben scheine „das Ergebnis eines gelungenen Reflexionsprozess dessen zu sein, was Franziskus und sein Team von den jungen Gesprächspartnerinnen und -partnern vor und auf der Synode verstanden haben“. Und einzelne, besonders starke Ermutigungen von Franziskus wie „Öffne dein Herz und lebe anders“, „Dein Herz ist heiliger Boden“, „Du darfst nie deine Träume aufgeben“, „Jesus will, dass du lebendig bist“ oder „Die wahre Liebe ist leidenschaftlich“ hat die Jugendabteilung gleich in ein elektronisches Postkartenformat gebracht, damit sie sich möglichst schnell in der jungen Klientel verbreiten.

]]>
news-18148 Tue, 02 Apr 2019 12:32:51 +0200 Glaube einfach! https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/glaube-einfach/ Hoffnung, Gnade, Sakrament – darüber zu sprechen, was man glaubt, ist gar nicht so leicht. Die neue Internetseite www.glaube-einfach.de lädt dazu ein, den eigenen Glauben in einfachen Worten und Sätzen niederzuschreiben und auf der Web-Seite zu teilen. Über ein Stichwortverzeichnis zu Glaubensbegriffen von A wie „Abendmahl“ bis Z wie „Zehn Gebote“ findet man Kurzbeiträge verschiedener Autoren, die sich bereits in dieser sehr persönlichen Form mit ihrem Glauben auseinandergesetzt haben. Wer selbst einen Begriff beisteuern oder ergänzen möchte, findet auf der Internetseite einen Kontaktbutton. Um die Homepage www.glaube-einfach.de von sachfremden Inhalten frei zu halten, werden die eingesandten Beiträge redaktionell kurz geprüft und anschließend auf die Seite gestellt. „Benutzen Sie bitte keine Fremdwörter, verzichten Sie auf Nebensätze“, erläutert Norbert Lepping, gemeinsam mit Nicolaus Klimek im Bistum Essen zuständig für die „Glaubenskommunikation“,  und zitiert Albert Einstein: „Alles so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.“

Das Web-Projekt „Glaube einfach“ sei entstanden, weil im Alltag sogar in den Kirchengemeinden wenig über den Glauben gesprochen werde, „und wenn, dann kompliziert“, sagt Klimek. Die Erstkommunion- und Firm-Katecheten übernähmen die Theologensprache der Seelsorger, um „keinen Fehler“ zu machen. „Uns geht es bei ‚Glaube einfach‘ aber nicht um die objektive Wahrheit des Glaubens, sondern um die persönliche Glaubenserfahrung. Da ist es hilfreich, einfache Sprache zu üben“, so Klimek. Informationen zu www.glaube-einfach.de gibt Nicolaus Klimek unter Tel. 0201 / 2204 – 280 oder per E-Mail: nicolaus-klimek@bistum-essen.de.

]]>
news-18147 Mon, 01 Apr 2019 17:19:11 +0200 Ruhrbistum plädiert bei Organspende für Ausbau des bestehenden Systems https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ruhrbistum-plaediert-bei-organspende-fuer-ausbau-des-bestehenden-systems/ Bischof Overbeck, Rat für Medizin und Gesundheitsethik und Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ veröffentlichen Stellungnahme mit fünf Thesen für erweitertes Entscheidungsverfahren. In der Diskussion um die Organspende in Deutschland sprechen sich Bischof Franz-Josef Overbeck und die medizin-ethischen Fachleute im Ruhrbistum gegen die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagene Neuregelung aus. In einer gemeinsamen Stellungnahme plädieren Bischof, der Rat für Gesundheit und Medizinethik und die Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ stattdessen für einen Ausbau des bestehenden Entscheidungsverfahrens.

Angesichts historisch niedriger Organspenderzahlen schlägt Spahn vor, das jetzige System durch das Widerspruchsverfahren abzulösen. Muss aktuell jeder Organspender zu Lebzeiten seine Bereitschaft dazu erklären, sich also aktiv dafür entscheiden, wäre dann jeder Bürger ein potenzieller Organspender, der nicht dagegen widerspricht.

Fünf Thesen für ein erweitertes Entscheidungsverfahren

In ihrer Stellungnahme, die in diesen Tagen unter anderem den Bundestagsabgeordneten aus dem Bereich des Ruhrbistums zugeht, argumentieren Bischof, Rat und Akademie in fünf Thesen für ein erweitertes Entscheidungsverfahren. So soll mit deutlich erweiterten Informationskampagnen das Vertrauen in das deutsche Transplantationswesen wieder hergestellt und so die Spenderbereitschaft gesteigert werden. Zudem solle „im Transplantationswesen für klare Regeln und Verantwortlichkeiten, effektive Prozesse und sinnvolle Strukturen gesorgt werden“, heißt es in dem Papier. Ganz grundsätzlich betonen die Unterzeichner, dass die Organspende aus christlicher Perspektive ein Akt der Nächstenliebe und der Solidarität ist, der viel Anerkennung verdiene. Die Stellungnahme verweist zudem auf das Recht zur Selbstbestimmung jedes einzelnen Menschen und auf die Freiheit, die Entscheidung zur Organspende nicht treffen zu müssen. Die Organspende müsse ihren Spendencharakter behalten, was nur aufgrund einer freiwilligen Entscheidung möglich sei, heißt es. Außerdem hebt die Stellungnahme die Individualität des Sterbeprozesses hervor, der eine individuelle Auseinandersetzung erfordere. Gleichzeitig machen die Verfasser deutlich, dass sich jeder Christ intensiv mit seiner eigenen Bereitschaft zur Organspende auseinandersetzen solle.

]]>