Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Sat, 24 Aug 2019 09:52:48 +0200 Sat, 24 Aug 2019 09:52:48 +0200 TYPO3 news-18367 Wed, 21 Aug 2019 16:07:39 +0200 Kirchliche Denkmäler öffnen am 8. September ihre Pforten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kirchliche-denkmaeler-oeffnen-am-8-september-ihre-pforten/ Teils moderne, teils Jahrhunderte alte Gotteshäuser im Bistum Essen beteiligen sich am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Kirchen, Klöster und Kapellen – wenn die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am Sonntag, 8. September, wieder zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals einlädt, öffnen auch im Bistum Essen zahlreiche katholische Einrichtungen ihre Pforten. Bei Besichtigungen und Führungen bieten Gotteshäuser und Schatzkammern, aber auch Schulen und Friedhöfe ungewohnte Blicke hinter geschichtsträchtige Kulissen.

Hier ein Überblick über katholische Einrichtungen im Ruhrbistum, die sich mit besonderen Öffnungszeiten, geführten Rundgängen, Konzerten und vielen anderen Angeboten am Tag des offenen Denkmals beteiligen:

Duisburg:

  • Katholische Kirche St. Dionysius, Sermer Straße 1, 47259 Duisburg – das Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert im ländlich geprägten Duisburger Süden ist eine der ältesten Kirchen Duisburgs.

  • Kulturkirche Liebfrauen, König-Heinrich-Platz 3, 47051 Duisburg Mitte – der markante Kirchbau im „Brutalismus“-Stil der 1960er Jahre umfasst einer Unterkirche für Gottesdienste und eine ehemalige Oberkirche, die heute für kulturelle Zwecke genutzt wird.

Mülheim:

  • Kirche St. Theresia von Avila, Karl-Forst-Straße, Mülheim-Selbeck – eine einschiffige Backsteinkirche auf einem Bruchsteinsockel (1890-1892).
  • Museum Kloster Saarn, Klosterstraße 53, Mülheim-Saarn – ehemaliges Zisterzienserinnenkloster (13. bis 19. Jahrhundert), heute unter anderem Pfarrkirche und Museum.

Essen:

  • Alter Friedhof Heisingen, Georgkirchstraße, Essen-Heisingen – 1844 eingeweihter, bis heute genutzter Friedhof, Beerdigungsstätte zahlreicher alter Familien und bekannter Persönlichkeiten aus dem Stadtteil.
  • Dom und Domschatz, Burgplatz 2, Essen-Innenstadt – ehemalige Stiftskirche des um 850 entstandenen Frauenstifts, historisches Zentrum der Ruhrgebietsmetropole und seit 1958 Kathedrale des Bistums Essen.
  • Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung, Steeler Straße 642, Essen-Steele – zwischen 1764 und 1769 unter Fürstäbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach erbautes, barock eingerichtetes Waisenhaus mit Wohnflügel und einer jüngst aufwändig restaurierten Kapelle.
  • Kirche St. Antonius von Padua, Berliner Straße, Ecke Kölner Straße, Essen-Frohnhausen – 1956 bis 1959 von Rudolf Schwarz errichtete Kirche, die Schwarz als „begehbaren Kristall, bei dem der lichte Bestandteil über dem dunklen schwebt und sich zu diesem herablässt“ beschrieb.
  • Kirche St. Hedwig, An St. Hedwig, Essen-Altenessen – 1931/32 erbauter, von Wilhelm Schneider geplanter Backstein-Saalbau.
  • Kloster und Schule B.M.V., Bardelebenstraße 9, Essen-Holsterhausen – Kirche, Schule und Kloster wurden 1930/31 von Regierungsbaumeister Emil Jung errichtet und nach dem Krieg auch durch ihn wieder aufgebaut.
  • Luciuskirche, Luziusstraße 6, Essen-Werden – 995 als Filialkirche der Abtei in Essen-Werden geweihte und im 12. Jahrhundert erweitert. Nach der Säkularisation Profanierung und Umbau zu Wohnungen. Seit 1965 wieder als Kirche genutzt, gilt heute als älteste für Pfarrzwecke errichtete Kirche nördlich der Alpen.
  • Marienhäuschen – Münstermannstraße 23, Essen-Gerschede – 1784 als Hirtenkapelle errichtet, diente auch als Kapelle bei Marienprozessionen und ist eng mit dem Brauchtum in Gerschede verbunden.
  • Pax-Christi-Kirche, An St. Albertus Magnus 45, Essen-Bergerhausen – Gotteshaus mit grundrissgleichen Ober- und Unterkirchen, erbaut 1950 bis 1959; Gedenkstätte für Opfer von Gewalt: Auf dem Boden der Unterkirche sind ca. 1500 Namen verzeichnet von Menschen, die von anderen getötet wurden, und von Orten, an denen Menschen umgebracht wurden.
  • Schatzkammer St. Ludgerus, Brückstraße 54, Essen-Werden – Relikte der um 800 gegründeten ehemaligen Werdener Benediktinerabtei und einer der bedeutendsten mittelalterlichen Kirchenschätze in Deutschland, zeigt unter anderem die spätantike Elfenbeinpyxis mit der ältesten Weihnachtsdarstellung in Deutschland, das älteste Großkruzifix aus Metall (um 1060) und knapp 2500 Bücher der ehemaligen Klosterbibliothek.

Gelsenkirchen:

  • St.-Michael-Kirche, Valentinstraße 40, Gelsenkirchen-Hassel – 1915 bis 1917 im Rückgriff auf barocke und klassizistische Architekturformen nach Plänen von Ernst Brand und Ernst Stahl errichtet, 2007 außer Dienst gestellt, seit 2014 wieder Gemeindekirche. Im Turm mit mechanischem Uhrwerk von 1921 und Glockenanlage von 1923.

Bochum:

  • Heimkehrer-Dankes-Kirche, Karl-Friedrich-Straße 109, Bochum-Weitmar – 1958/59 auf Initiative des Spätheimkehrers Pfarrvikar August Halbe errichtete Kirche, heute zugleich Gedenkstätte, 2016/17 komplette Neukonzeption und Umgestaltung der Gedenkstätte mit Bildern und Gegenständen aus der Kriegsgefangenschaft.
  • St.-Johannes-Kirche, Kemnastraße 10, Bochum-Wattenscheid-Leithe – kleinere, dreischiffige, fünfjochige Basilika mit rechteckigem Westturm von 1914. Zeugt von der Entwicklung der Bauernschaft Leithe zu einem von Bergbau und Industrie geprägten Umfeld.

Kierspe:

  • St.-Josef-Kirche, Glockenweg 4, Kierspe – 1959 bis 1961 unter Gottfried Böhm erbaute Anlage, die mit Kirche, Sakristei und Pfarrhaus ein Rechteck um einen Innenhof mit einem schlichten, runden Brunnen bildet.

Plettenberg:

  • Kirche St. Laurentius, Lehmkuhler Straße 5, Plettenberg – unregelmäßiger polygonaler Betonbau nach der architektonischen Konzeption des II. Vatikanischen Konzils.
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news-18366 Wed, 21 Aug 2019 14:43:56 +0200 Freiwilligendienste werben bei Politikern für mehr Anerkennung https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/freiwilligendienste-werben-bei-politikern-fuer-mehr-anerkennung/ Bundes- und Landtagsabgeordnete besuchen junge Leute im Freiwilligen Sozialen Jahr und Bundesfreiwilligendienst in ihren Einsatzstellen in Essen und Gladbeck. Freiwilligendienste im Bistum Essen wünschen sich mehr Wertschätzung für die Engagierten. Altenheim statt Finanzausschuss, Behinderten-Werkstatt statt Landtags-Sitzung: Mehrere Bundes- und Landespolitiker aus dem Ruhrgebiet haben in den vergangenen Tagen einige der rund 380 Einsatzstellen der Freiwilligendienste im Bistum Essen besucht. Dabei standen Fragen der Wertschätzung für die jungen Leute, die meist nach dem Schulabschlusse ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) einlegen oder sich für einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) melden, ebenso auf der Agenda wie eine langfristige Absicherung der Finanzierung dieser Systeme.

Freiwilligendienste machen Lust auf Ausbildung in der Pflege

In der Essener Senioreneinrichtung Marienhaus traf der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer aktuelle und ehemalige Freiwillige, die in den Bereichen Haustechnik, Betreuung der Bewohner und Pflege tätig sind oder waren. Im Gespräch betonten sowohl die jungen Leute als auch die Leitung des Marienhauses, wie wichtig FSJ und BFD mittlerweile sind, um Menschen für einen Beruf in der Seniorenpflege zu interessieren und so dem Fachkräftemangel in dieser Branche entgegenzutreten. „Wir bilden selber aus“, erläuterte „Marienhaus“-Geschäftsführer Hubertus Volmer. Mit den Freiwilligen stünden ihm hierfür viel mehr mögliche künftige Pflege-Azubis zur Verfügung als anderen Einrichtungen. Junge Leute, die Haus und Tätigkeiten schon kennen – und von deren Qualifikation und Persönlichkeit sich die „Marienhaus“-Belegschaft in den Monaten des Freiwilligendienstes ebenfalls ein Bild machen konnte. So wie bei Chantal, die nach einem Jahr als Freiwillige jetzt im 1. Lehrjahr ist. „Ich war hier erst in der Betreuung im Einsatz, habe mir dann die Pflege mal angeschaut – und gewechselt.“ Nach Aussage der jungen Freiwilligen ein ziemlich typischer Weg: „Wenn man Freunden oder Verwandten vom Freiwilligendienst in einem Altenheim erzählt, denken alle beim Thema Pflege gleich an eklige Themen“, sagt die Freiwillige Hannah. „Dabei ist das Zwischenmenschliche zwischen den Bewohnern und uns hier total wichtig und schön – das spielt aber bei vielen Außenstehenden keine Rolle“.

Politiker Hauer verspricht, das Thema Wertschätzung – sowohl für die Freiwilligen, als auch für das Thema Pflege – mit in die politischen Gespräche in Berlin und in seinem Essener Wahlkreis zu nehmen: „Gerade Berufe, die eng mit Menschen zu tun haben, werden in unserer Gesellschaft zu wenig wertgeschätzt werden“, beklagte Hauer.

Mehr Werbung in Schulen und auf Messen nötig

Dass ein freiwilliges Jahr oft weit mehr als eine bloße Überbrückung ist, wurde auch bei einem Gespräch in Gladbeck deutlich. Dort trafen sich die Vertreter der Freiwilligendienste mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Michael Hübner und aktuellen und ehemaligen Freiwilligen aus den Bereichen Altenhilfe (Van-Acken-Haus) und Behindertenhilfe (St.-Suitbert-Haus). So berichteten die ehemaligen Freiwilligen, wie wertvoll für sie das Wissen und die Erfahrungen aus ihrem Einsatz nun im Studium seien – während mancher Mitstudierende sein Studium „mit ziemlich lebensfremden Vorstellungen“ von Studium und Arbeitswelt begonnen hätte. In einer Hochleistungsgesellschaft, in der vor allem gute Abschlüsse und schnelle Ausbildungszeiten zählten, werde das Jahr im Freiwilligendienst oft als verlorenes Jahr verurteilt, beklagten die Freiwilligen. Dabei erlebten sie die Zeit – egal in welcher Einsatzstelle – als ausgesprochen wertvoll und bereichernd. Gerade deshalb bräuchte es mehr Werbung, zum Beispiel in Schulen und auf Ausbildungs- und Berufsmessen, um FSJ und BFD bekannter zu machen. Hübner zeigte sich sehr interessiert an den vielen verschiedenen Facetten der Freiwilligendienste und sagte zu, sich auf Landes- und Bundesebene für das Thema einzusetzen.

Vorschlag: Vergünstigte Bahnfahrkarten auch für Freiwillige

Über die Arbeit von Freiwilligen in der Behindertenhilfe informierte sich der grüne Landtagsabgeordnete Mehrdad Mostofizadeh bei einem Besuch in der Werkstätte des Franz-Sales-Hauses in Essen-Kupferdreh. Der Freiwillige Roman berichtete von seinen anfänglichen Bedenken mit Blick auf die Arbeit mit Behinderten: „Da gab es eine Hemmschwelle, weil ich das vorher noch nie gemacht hatte.“ Roman wollte sich vor seinem Studium der Sozialpädagogik oder Sozialen Arbeit im Freiwilligendienst orientieren, hatte aber die Behindertenhilfe „nicht auf dem Schirm“. Jetzt habe er Einblick in die „für mich komplett andere Welt der Behindertenhilfe bekommen“, berichtet er dem Politiker. Mostofizadeh zollte dem jungen Mann „großen Respekt, gerade dafür, dass Sie in diesen für Sie so fremden Bereich gegangen sind“. Einige waren sich Roman, Mostofizadeh und die Leiterin der Freiwilligendienste im Bistum Essen, Birgitta Kelbch, dass es mehr Werbung und mehr Anerkennung für FSJ und BFD brauche. Auch aus aktuellem Anlass wollte Mostofizadeh zum Beispiel die Idee vergünstigter Bahnfahrkarten für Freiwillige – analog zu Bundeswehrsoldaten –, aber auch andere Formen der Anerkennung für die Dienste mit in seine politische Arbeit nehmen.

Stichwort: Die Freiwilligendienste im Bistum Essen

Die Freiwilligendienste im Bistum Essen sind eine gemeinsame Einrichtung der Jugendabteilung des Bistums, der Caritas und des BDKJ im Bistum Essen. Sie betreuen junge Menschen, die sich für einen Freiwilligendienst interessieren und vermitteln insgesamt 380 Einsatzstellen in katholischen Einrichtungen im Bereich des Ruhrbistums. Das Spektrum der Aufgaben reicht dabei von pädagogischen Tätigkeiten, über Betreuung und Pflege, Fahr-, Hol und Bringedienste, Haustechnik- und Verwaltungstätigkeiten bis zu hauswirtschaftlichen und gärtnerischen Aufgaben. Sowohl im FSJ als auch im BFD gibt es keinen festen Starttermin, Bewerbungen sind laufend möglich und die Einsatzzeiten variieren zwischen sechs und zwölf Monaten. Weitere Infos: freiwilligendienste.bistum-essen.de

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news-18365 Wed, 21 Aug 2019 13:10:49 +0200 „SinnSucherSalon“ spricht im Restaurant Church über Bankgeheimnisse https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sinnsuchersalon-spricht-im-restaurant-church-ueber-bankgeheimnisse/ Nach den Sommerferien lädt Bernd Wolharn, Cityseelsorger am Essener Dom, zum nächsten kulinarischen Gedankenaustausch. Zu Gast sind NRZ-Redakteur Matthias Maruhn, Autor der Kolumne „Bankgeheimnisse“ und Sparkassen-Manager Arnd Brechmann. Unter der Überschrift „Bankgeheimnisse“ steht der nächste „SinnSucherSalon“, zu dem die Cityseelsorge „grüßgott“ am Dienstag, 27. August, um 19 Uhr ins Essener Restaurant Church einlädt. In seiner Kolumne „Bankgeheimnis“ berichtet der Redakteur Matthias Maruhn regelmäßig in der „Neuen Ruhr Zeitung“ (NRZ) über die Begegnung mit spannenden Menschen – die er oft auf einer Bank trifft. Im „SinnSucherSalon“ ist der Journalist gemeinsam zu Gast mit dem Banker Arnd Brechmann, Wertpapier-Experte der Sparkasse Essen und von Berufs wegen ebenfalls häufig mit Bankgeheimnisse vertraut. Moderiert von Cityseelsorger Bernd Wolharn sprechen die beiden im Church zwischen den Gängen eines vegetarischen Menus über ihre unterschiedlichen Zugänge zum Thema.

Nach vielen Veranstaltung im Restaurant Hayati im Grillo-Theater hat der monatliche „SinnSucherSalon“ nach der Hayati-Schließung im Church im Haus der Evangelischen Kirche, III. Hagen 39 (nähe Kennedyplatz), ein neues Zuhause gefunden. Zum einen ist „grüßgott“, die Cityseelsorge am Essener Dom, damit ökumenisch unterwegs. Zum anderen ist das Church ein besonderes Restaurant, weil es Jugendliche und langzeitarbeitslose Menschen qualifiziert, die im Rahmen der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigung des Diakoniewerks Essen gefördert werden.

Anmeldung und Tisch-Reservierung bei Bernd Wolharn, E-Mail: bernd.wolharn@bistum-essen.de, Tel.: 0201/2204-214. Das vegetarische Drei-Gänge-Menü kostet 15 Euro pro Person. Der „SinnSucherSalon“ ist eine gemeinsame Veranstaltung von „grüßgott“, der Citypastoral am Essener Dom, und dem Katholischen Bildungswerk Essen.

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news-18363 Tue, 20 Aug 2019 12:28:16 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-21e4187773/ Horst Theodor Wuttke Horst Theodor Wuttke ist am 17. August 2019 im Alter von 97 Jahren verstorben.

Die Totenvesper für den Verstorbenen wird am Sonntag, 25. August 2019, um 17 Uhr in der Kapelle der Stiftung St. Ludgeri, Brückstr. 87-89 in 45239 Essen-Werden gebetet.

Das Auferstehungsamt wird am Montag, 26. August 2019, um 9 Uhr in der Basilika St. Ludgerus, Brückstr. 54 in 45239 Essen-Werden gefeiert.

Die Beisetzung erfolgt im Anschluss in der Priestergruft auf dem Bergfriedhof, Scheppener Weg 40b in Essen-Fischlaken.

Der Verstorbene wurde am 3. Januar 1922 in Danzig-Langfuhr geboren und am 17. Dezember 1960 in Essen zum Priester geweiht.

Sein Lebensweg führte ihn nach den Jahren des Zweiten Weltkriegs und der folgenden russischen Kriegsgefangenschaft zunächst in den Lehrerberuf und dann zur Übersiedlung aus Ostdeutschland in die Bundesrepublik und zum Eintritt in den Jesuitenorden, wo er auch sein Theologiestudium begann. Ende der 1950er-Jahre entschied er sich für den Weg als Diözesanpriester und wurde im Jahr 1959 in das Ruhrbistum inkardiniert.

Nach seiner Weihe war er zunächst als Kaplan in der Pfarrei Vierzehnheiligen in Bochum-Weitmar tätig. Weitere Kaplansjahre folgten ab 1962 in der Pfarrei Herz Jesu in Duisburg-Hamborn und ab 1968 in der Pfarrei St. Mariä Heimsuchung in Essen-Überruhr.

Im Februar 1972 übernahm er als Rektoratspfarrer die Leitung der Rektoratspfarrei St. Elisabeth in Gladbeck-Ellinghorst. Im gleichen Jahr wurde er zum Geistlichen Beirat des KKV Gladbeck ernannt. 1978 erfolgte seine Berufung zum Prosynodalrichter.

Nach über zwanzig Jahren als Pfarrer von St. Elisabeth wurde er Ende Mai 1997 in den Ruhrstand versetzt, den er in der Propsteipfarrei St. Ludgerus in Essen-Werden verbrachte, wo er weiterhin gerne priesterliche Dienste übernahm.

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news-18362 Tue, 20 Aug 2019 10:15:59 +0200 Domschatz lädt mit „KunstPause“ zum kulturellen Mittagssnack https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/domschatz-laedt-mit-kunstpause-zum-kulturellen-mittagssnack/ Neues, kostenloses Angebot der Essener Domschatzkammer: In kurzen Führungen zur Mittagszeit präsentiert das Team in der letzten Augustwoche persönliche Einblicke in die jahrhundertealte Welt des Domschatzes. Nach den Lunchkonzerten im Juli lädt der Essener Dom in der letzten Augustwoche zu neuen kulturellen Mittags-Genüssen ein. Von Dienstag, 27., bis Samstag, 31. August, präsentieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Domschatzkammer jeweils ab 12.30 Uhr in der neuen Reihe „KunstPause“ persönliche Einblicke in die faszinierende Welt der Schatzkammer. In entspannter Atmosphäre stellen sie in kostenlosen Kurzführungen ausgewählte Beispiele aus den jahrhundertealten und geschichtsträchtigen Kunstwerken des Essener Domschatzes vor – zudem gibt’s neben kulturellen auch ganz handfeste Snacks. „Mit dem kurzweiligen Abtauchen in eine andere Welt möchten wir den Menschen eine wirkliche KunstPause bieten, die Genuss für Körper und Geist sein soll, wie eine Art kulturelle Tankstelle“, beschreibt Andrea Wegener, die Leiterin des Essener Domschatzes, das neue Angebot im Schatzkammer-Programm.

Der Eintritt zu den „KunstPausen“ ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist im Foyer der Domschatzkammer.

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news-18361 Mon, 19 Aug 2019 16:55:00 +0200 „Kleben bleiben“: 1500 Pfadfinder feiern Geburtstag in Dänemark https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kleben-bleiben-1500-pfadfinder-feiern-geburtstag-in-daenemark/ Bis tief in die Nacht am Lagerfeuer sitzen und singen, beim Hiken andere Länder und Kulturen entdecken, neue Freunde finden: 1500 Pfadfinder aus dem Bistum Essen haben sich auf den Weg in die dänische Hafenstadt Kolding gemacht, um mit einem großen Sommerlager ihren 60. Geburtstag zu feiern. Nebel breitet sich auf der Bühne aus, dann taucht plötzlich das in rosa Tüll gekleidete Zuckerwatte-Maskottchen auf. Kleberhardt CottonCandy springt nach vorne und erzählt von seinem „Lieblingserklebnis“ auf dem sechstägigen Pfadfinder-Hike vom Ruhrbistum bis in die dänische Hafenstadt Kolding. Wenige Minuten später tanzt CottonCandy mit Klaus Klebra, der beleidigten Kleberwurst und den anderen Maskottchen den Mottotanz des großen Sommerlagers: „Kleben, kleben bleiben. Kleben, das tun wir.“ Laut singen die 1500 Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg mit, lassen sich auch vom Nieselregen nicht stören. 

Aus den 11 Bezirken des Essener Diözesanverbands sind sie nach Dänemark gekommen, um zusammen den 60. Geburtstag unter dem Motto „Kleben bleiben“ zu feiern. Vor allem Vera Sadowski, Vorsitzende der DPSG im Bistum Essen und Projektleitung, freut sich über die vielen Teilnehmer: „Ich bin seit über 20 Jahren Pfadfinderin bei der DPSG und jetzt hier mit 1500 Leuten gemeinsam Geburtstag zu feiern, ist unglaublich und der größte Geburtstag, den ich bis jetzt miterlebt habe.“ 

Werte lernen wie Gemeinschaft oder Naturverbundenheit

Die Anmeldezahlen in dem Essener Verband steigen, über 8000 Pfadfinder sind aktuell aktiv - auch nach 60 Jahren ist Pfadfinder sein noch angesagt. „Kinder und Jugendliche mögen es, sich auszuprobieren, sind gerne in der Natur unterwegs. Wir merken, dass immer mehr Eltern ihre Kinder ganz bewusst zu den Pfadfindern zu geben, in der Hoffnung, dass sie bei uns Werte lernen wie Gemeinschaft oder Naturverbundenheit“, sagt Sadowskis Vorstandskollege Sebastian Ritter. Maximilian Strozyk ist seit vier Wochen als Diözesankurat im Essener Vorstandsteam, auch er ist von der Aktualität des Ehrenamts überzeugt: „Wir bieten Vieles, das andere Gruppen nicht bieten: Es geht hier nicht um Leistung, nicht darum, dass Kinder und Jugendliche etwas Besonderes mitbringen müssen, sondern darauf zu gucken, was uns verbindet.“

Auf den Zusammenhalt ging auch Bischof Franz-Josef Overbeck in seinem Grußwort an die Essener DPSG ein. „Die Pfadfinder gehören zu unserem Bistum seit Anfang an und sind der größte Kinder- und Jugendverband“, sagt er in seiner Videobotschaft zum Auftakt des Lagers. „Das Lagermotto weist darauf hin, dass Ihr nicht nur alle beieinander in Dänemark und bei den Pfadfindern bleibt. Sondern, dass auch der zu Euch gehört, der uns sagt: Zu ihm gehören wir - nämlich Gott. In diesem Sinne darf ich sagen: Klebt an Gott, das lohnt sich!“

Geisterbahn und Beautysalon in der Jurte

50 Stämme leben nun bis Ende August auf dem Lagerplatz in Dänemark - kochen, spielen, singen oder bauen gemeinsam, laden sich gegenseitig zu Events wie einem Jahrmarkt mit Geisterbahn in der Jurte und Zuckerwatte oder Karaoke und Beautysalon ein. Die Wölflinge Nora, Laura und Nayeli sind mit ihrem Stamm St. Januarius aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis dabei, erkunden gemeinsam den großen Lagerplatz. „Ich finde an Pfadfindern cool, dass wir abends zusammensitzen und Lieder singen. Und dass man in Zelten schlafen darf“, sagt die 7-jährige Laura. Freundin Nayeli ist sich sicher: Sie bleiben auch in den kommenden Pfadfinderstufen immer befreundet, das schaffen sie bis zur Leiterstufe.

Einige Meter weiter bergab auf der großen Wiese stehen Jan und Luca vor dem Lagershop, einer kleinen Hütte aus Holz. Turnbeutel, Baseballkappen, Trinkbecher oder Aufnäher mit dem Lagerlogo hängen draußen über der Theke, Chips und Gummibärchen stapeln sich dahinter in Tüten und Dosen. Ganz genau überlegen die Beiden, was sie sich zur Erinnerung an das Lager kaufen. Ihnen macht beim Pfadfindersein vor allem das Draußensein Spaß. „Ich mag Outdoor und draußen spielen - das war schon immer mein Hobby. Deswegen habe ich hier angefangen“, erzählt der 10-jährige Jan. Auch Luca ist nach der Schule gerne draußen im Wald, fährt oft Fahrrad: „Das ist halt einfach megageil“, sagt der 11-Jährige und lacht. Dumme Sprüche von Mitschülern muss er sich als Pfadfinder nicht anhören: „In der Gruppenstunde haben wir mal Döner gegessen und nen Film geguckt - wenn ich das erzähle, sind die immer ganz neidisch.“

Hike-Taschen weg und ab ins Meer

Auf der anderen Seite des Lagerplatzes sitzt Nils Rühl auf einem Holzpodest in rund zwei Metern Höhe, zieht Seile zwischen den Balken fest. Vor den Zelten hat der 18-Jährige mit seiner Rovergruppe ein großes Holztor mit Turm gebaut, jetzt soll noch eine Schaukel drunter. Rühl gehört seit der Wölflingsstufe zum Mülheimer Stamm St. Barbara. „Die Lager sind einfach das Beste. Man kann coole Projekte umsetzen wie unser Tor, neue Leute kennenlernen.“ Ihre Reise nach Dänemark haben die Rover in der Jugendkirche Gleis X in Gelsenkirchen gestartet, sind über das Ruhrgebiet und Hamburg nach Kiel gehiked - zu Fuß, mit dem Zug, Bus und Fähre. Das Highlight der Reise ist für Nils klar: „Der Strand von Sylt! Einfach die Taschen weg und so verschwitzt wie wir vom Laufen waren ins Wasser springen!“ 

Den 60. Geburtstag feierten die Pfadfinder des Ruhrbistums am Samstag mit einem Jubiläumsgottesdienst und einer großen Party mit der Punkrockband „A.t.m.e“ – Pfadfinder aus Hattingen, die vor zwei Jahren aus ihrer ehemaligen Lagerband eine feste Band gründeten. Am nächsten Tag ging es für einige Kinder, Jugendliche und Erwachsene wieder zurück ins Ruhrgebiet und Sauerland. In der dritten Lagerphase von „Kleben bleiben“ sind die anderen Pfadfinder mit ihren Stämmen noch bis zum 25. August rund um die dänische Hafenstadt unterwegs.

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news-18360 Mon, 19 Aug 2019 13:28:50 +0200 Citypastoral „grüßgott“ lädt zum Kinoabend mit dem Film „303“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/citypastoral-gruessgott-laedt-zum-kinoabend-mit-dem-film-303/ Nächster „Kirche geht Kino“-Abend am Sonntag, 25. August: Nach der Abendmesse um 19 Uhr im Essener Dom startet um 20.30 Uhr der Film im Astra-Theater. Bis zum Jahresende stehen vier weitere Programmfilme im Kalender der Citypastoral. Das Roadmovie „303“ steht auf dem Programm, wenn „grüßgott“, die Citypastoral am Essener Dom, am Sonntag, 25. August, um 20.30 Uhr zum nächsten „Kirche geht Kino“-Abend ins Essener Astra-Theater lädt. Der Film dreht sich um die 24-jährige Studentin Jule, die mit ihrem Wohnmobil Mercedes 303 nach Portugal fährt, um dort ihrem Freund Alex von ihrer ungewollten Schwangerschaft zu berichten. Unterwegs nimmt sie den Tramper Jan mit, der auf der Suche nach seinem leiblichen Vater ist. Die beiden führen tiefschürfende Gespräche und nähern sich auf der gemeinsamen Reise immer weiter an.

„Kirche geht Kino“ lädt immer am letzten Sonntag im Monat zu einem ausgesuchten Abendfilm ins Astra-Theater, Teichstraße 2, unweit des Essener Hauptbahnhofs. Karten gibt‘s für 7 Euro an der Kino-Kasse. Zuvor feiert Cityseelsorger Bernd Wolharn um 19 Uhr die Abendmesse im Dom und geht in der Regel in seiner Predigt auf thematische Aspekte des Films ein.

Das Programm der nächsten „Kirche geht Kino“-Abende:

  • Sonntag, 29. September: „Das Salz der Erde“
  • Sonntag, 27. Oktober: „The Big Short“
  • Sonntag, 24. November: „Der verlorene Sohn“
  • Sonntag, 29. Dezember: „Die Erscheinung"

Hier geht's zum "grüßgott"-Halbjahresprogramm.

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news-18359 Mon, 19 Aug 2019 09:05:08 +0200 Essen-Werden feiert Ludgerus mit Prozession https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essen-werden-feiert-ludgerus-mit-prozession/ Zum Höhepunkt des Ludgerus-Fests am Sonntag, 1. September, kommt in diesem Jahr Bischof Ackermann aus Trier nach Werden. Mehrere ökumenische Akzente. Am Samstagmittag feiert die Jugend mit „Pommes & Frommes“ an der Ludgerus-Basilika. Mit einer feierlichen Prozession, mehreren Gottesdiensten und dem Jugendangebot „Pommes & Frommes“ begehen die Christen in Essen-Werden am ersten September-Wochenende das Fest zu Ehren des Heiligen Ludgerus. Zusammen mit Bischof Franz-Josef Overbeck feiert in diesem Jahr der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Sonntag, 1. September, um 10 Uhr das Pontifikalamt in der Werdener Basilika. Begleitet von Gesängen und Gebeten ziehen die Gläubigen anschließend hinter dem Schrein mit den Gebeinen des Heiligen durch die Straßen von Werden. Ein Besuch der Prozession an der Evangelischen Kirche in der Heckstraße betont die ökumenische Dimension Ludgerus‘. Der Heilige wirkte im 8. Jahrhundert als christlicher Missionar, gründete unter anderem das frühere Benediktiner-Kloster in Werden – heute Sitz der Folkwang-Universität der Künste – und war erster Bischof des Bistums Münster.

Bereits am Freitag, 30. August, wird der Schrein des Hl. Ludgerus aus der Krypta der Werdener Basilika in den Altarrraum getragen. Mit einem ökumenischen Gottesdienst um 19 Uhr – unter anderem mit Pastor Lars Linder, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Essen – stellen die Organisatoren auch hier die konfessionsübergreifende Bedeutung von Ludgerus heraus.

Jugendangebot "Pommes und Frommes"

Am Samstag, 31. August, lädt die katholische Jugend im Essener Südwesten zusammen mit der Schulseelsorge des bischöflichen Mariengymnasiums an der Abteikirche zu „Pommes & Frommes“: Zwischen 11 und 13 Uhr gibt es bei einem schmackhaften Imbiss Musik von der Band „Overflow“ und den jungen Chören aus Essen-Werden und -Fischlaken, die Pfadfinder aus Essen-Haarzopf öffnen ihre „Spiri-Jurte“ für besinnliche Angebote im Zelt – und die Basilika lädt dazu ein, am Ludgerus-Schrein eine Kerze zu entzünden.

Das Ludgerusfest endet am Sonntag, 1. September, um 18 Uhr mit der Rückführung des Ludgerus-Schreins in die Krypta. Pfarrer Andreas Geßmann aus St. Laurentius in Essen-Steele leitet den Gottesdienst, den die Essener Domsingknaben musikalisch gestalten.

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news-18358 Fri, 16 Aug 2019 14:03:05 +0200 Vielfältiges Kulturangebot am Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/vielfaeltiges-kulturangebot-am-essener-dom/ Dommusik, Medienforum und Domschatzkammer präsentieren ihre neuen Halbjahresprogramme. Sonderausstellung zur Goldenen Madonna Gottesdienste und Konzerte, Lesungen und Führungen – für das zweite Halbjahr stehen im und um den Essener Dom zahlreiche Kulturveranstaltungen auf dem Programm. Die Essener Dommusik, die Domschatzkammer und das Medienforum haben jetzt ihre Veranstaltungsübersichten für die zweite Jahreshälfte vorgelegt.

In einem besonderen Licht steht dabei die Goldene Madonna, der die Domschatzkammer ab Mitte Oktober eine eigene Ausstellung widmet. „Essen sein Schatz“ heißt die Schau, die die Geschichte der ältesten dreidimensionalen Marienfigur der Welt beleuchtet, die als „Mutter vom guten Rat“ seit 60 Jahren auch offizielle Patronin des Bistums Essen ist. Nicht nur zu dieser Sonderausstellung – vom 12. Oktober bis 2. Februar -, sondern auch zu vielen weiteren Gelegenheiten bietet das Team der Domschatzkammer eine Vielzahl thematischer Führungen mit unterschiedlichen Akzenten durch Dom und Domschatzkammer an. So gibt es am 19. September bei „Kunst und Kuchen“ eine Nachmittags-Führung mit Kaffeetrinken und am 15. November einen „Mädelsabend“: Eine Kuratorenführung durch die Goldena-Madonna-Ausstellung mit Getränken und Snacks. Spezielle Aktionen für Kinder – zum Beispiel am „Maus-Türöffnertag“, am 3. Oktober, oder am Weltkindertag, 20. November – stehen ebenfalls auf dem Programm sowie besondere Abendführungen im Dom oder weitere Sonderführungen im Kontext des 100-jährigen Geburtstags der Volkshochschule.

Große Konzerte und stimmungsvolle „Evensong“-Gebete

Das musikalische Programm im Dom reicht von großen Konzerten – zum Beispiel im Rahmen des 16. Internationalen Orgelzyklus vom 21. August bis 25. September – bis zu den kleinen, aber sehr stimmungsvollen „Evensong“-Feiern, dem musikalischen „Abendsegen für die Stadt“ mit Elementen aus der anglikanischen Kirche. In der Reihe „Dimension Domorgel“ ist am 27. November die Holocaust-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch im Dom zu Gast – und in der Advents- und Weihnachtszeit lädt die Dommusik zu Orgelmeditationen am Samstagmittag und zu mehreren Konzerten in den Dom.

Lesungen mit Khola Maryam Hübsch oder Jürgen Domian

Ein thematisch breites Angebot präsentieren die Autorinnen und Autoren, die in den kommenden Wochen und Monaten im Essener Medienforum, Zwölfling 14, ihre Werke vorstellen. Vom Philosophen Albert Kitzler, der über das „Glück des Wanderns“ spricht (10. September), reicht das Spektrum über die muslimische Journalistin Khola Maryam Hübsch mit ihrem Titel „Rebellion der Sehnsucht – Warum ich mir den Glauben nicht nehmen lasse“ (19. September) und einer Theatervorstellung über das Thema Demenz (29. Oktober) bis zu dem bekannten früheren Radio-Moderator Jürgen Domian und seinem Buch „Dämonen“ (13. November).

Die Halbjahresprogramme der verschiedenen Einrichtungen liegen aus und sind auf den Internetseiten von Dom, Domschatzkammer und Medienforum verlinkt. In den einzelnen Übersichten gibt es zudem gegebenenfalls Informationen zu Eintrittspreisen und Vorverkaufszeiten.

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news-18357 Fri, 16 Aug 2019 10:06:40 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-95d5d6eb84/ Hermann-Josef Lösing Hermann-Josef Lösing ist am 14. August 2019 im Alter von 71 Jahren verstorben.

Die Totenvesper für den Verstorbenen wird am Dienstag, 20. August 2019, um 18.30 Uhr in der Kirche St. Josef, Hagener Str. 1 in 58769 Nachrodt-Wiblingwerde, gebetet.

Das Requiem ist am Mittwoch, 21. August 2019, um 11 Uhr ebenfalls in der Kirche St. Josef.

Die Beisetzung erfolgt im Anschluss auf dem Katholischen Friedhof Nachrodt-Einsal, Kapellenweg, 58769 Nachrodt-Wiblingwerde.

Der Verstorbene wurde am 15. April 1948 in Bottrop geboren und am 3. Oktober 1998 in der Abteikirche Duisburg-Hamborn zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe übernahm er für den Orden der Prämonstratenser zunächst seelsorgliche Aufgaben in den Pfarreien St. Johann und St. Joseph in Duisburg-Hamborn. Mit Wirkung vom 1. September 2000 wurde er zum Seelsorger am Geistlichen Zentrum der Abtei St. Johann ernannt. Im Jahr 2001 wechselte er in das Bistum Münster und war dort bis 2005 als Pastor in Hamm-Heessen tätig.

Im Herbst 2005 kehrt er in das Ruhrbistum zurück und übernahm die Aufgaben als Pastor der Pfarreien Fronleichnam in Essen-Borbeck und St. Maria Rosenkranz in Essen-Bergeborbeck.

Ab März 2008 wurde er Pastor der Pfarrei St. Matthäus in Altena ernannt und mit der eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge in der Gemeinde St. Josef in Nachrodt-Wiblingwerde beauftragt. Die Beauftragung für die Notfallseelsorge sowie die Seelsorge in Feuerwehr- und Rettungsdienst übernahm er zusätzlich im Herbst 2009.

Zum Ende des Monats April 2016 wurde Hermann-Josef Lösing in den Ruhrstand versetzt.

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news-18356 Fri, 16 Aug 2019 09:27:04 +0200 Generalvikar Pfeffer wird Mitglied in neuem Entscheidungsorgan für die Kirche in Deutschland https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/generalvikar-pfeffer-wird-mitglied-in-neuem-entscheidungsorgan-fuer-die-kirche-in-deutschland/ Auf der Agenda des neuen Verbandsrats stehen Fragen zur künftigen Finanzierung und Organisation gemeinsamer Aufgaben der katholischen Bistümer – unter anderem ein fairer Lastenausgleich zwischen reicheren und ärmeren Diözesen. Damit bekommt der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) ein neues zentrales Beratungs- und Entscheidungsorgan. Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer wird künftig Mitglied im zentralen Beratungs- und Entscheidungsorgan für die Verwaltung der katholischen Kirche in Deutschland. Gemeinsam mit 17 weiteren Generalvikaren, Bischöfen und Finanzdirektoren verschiedener deutscher Bistümer sowie weiteren Mitgliedern bildet Pfeffer künftig den neu geschaffenen Verbandsrat im Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), der für die 27 deutschen Bistümer vor allem gemeinsame rechtliche und wirtschaftliche Aufgaben übernimmt.

Der neue Verbandsrat ist das wichtigste Ergebnis einer jetzt beschlossenen Umstrukturierung des VDD, die unter anderem eine bessere Zusammenarbeit mit den Gremien der Deutschen Bischofskonferenz zum Ziel hatte. Der Rat soll künftig mindestens dreimal jährlich tagen und eine zentrale Steuerungsfunktion im VDD übernehmen. So soll er auch die Vollversammlung des Verbands entlasten.

Nach seiner Konstituierung im Frühjahr 2020 wird sich der Verbandsrat mit grundsätzlichen Fragen und Herausforderungen der katholischen Kirche in Deutschland befassen, vor allem in den Bereichen Finanzen und Recht. Unter anderem steht eine mittel- und langfristige Aufgabenklärung auf der Agenda im Blick auf ein intensiveres gemeinsames Handeln der Bistümer und die Erarbeitung einer entsprechenden Haushaltsstrategie. Im Fokus steht dabei die künftige Finanzierungsstruktur der Kirche auf Bundesebene. Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie künftig eine faire und solidarische Lastenverteilung zwischen reicheren und ärmeren Bistümern gestaltet werden kann, auch mit Blick auf die Zukunft des bisherigen Strukturbeitrags, mit dem westdeutsche Bistümer die Diözesen in Ostdeutschland unterstützen.

Darüber hinaus dürfte der Verbandsrat künftig über tragfähige Perspektiven für die betriebliche Altersversorgung der kirchlichen Mitarbeiter in der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) diskutieren. Zudem wird es darum gehen, wie der VDD durch die Bündelung von Ressourcen rechtliche, wirtschaftliche, administrative und technische Dienstleistungen für die (Erz-)Diözesen anbieten kann. Und es steht eine Klärung an, in welchem Umfang und mit welchem Inhalt die katholische Kirche in Deutschland in Zukunft ihre grundgesetzlich zugestandenen Autonomiebereiche eigenständig ausfüllen kann und will, zum Beispiel in den Bereich des Arbeits- und des Datenschutzrechts.

Neben Generalvikar Klaus Pfeffer sind unter anderem die Kardinäle Reinhard Marx (München) und Rainer Maria Woelki (Köln) Mitglied des Verbandsrats, außerdem Bischof Felix Genn aus Münster sowie Thomas Sternberg und Hildegard Müller als Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

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news-18355 Thu, 15 Aug 2019 10:19:47 +0200 Bischof Overbeck feiert Messe in der Akademiekirche der „Wolfsburg“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-feiert-messe-in-der-akademiekirche-der-wolfsburg/ Gottesdienst am Sonntag, 25. August, um 18 Uhr Bischof Franz-Josef Overbeck feiert am Sonntag, 25. August, um 18 Uhr eine Messe in der Akademiekirche der „Wolfsburg“ in Mülheim, Falkenweg 6. Musikalisch gestalten Roland Maria Stangier an der Orgel und Elke Stangier am Cello den Gottesdienst.

In der Reihe „Eucharistie am Sonntag“ lädt die Akademie des Bistums Essen immer am letzten Sonntag im Monat zu einem besonders gestalteten Gottesdienst in ihre vor sechs Jahren komplett neu gestaltete Kirche. Ein Raum, der „durch seine Gestaltung lichtvolle Perspektiven über eine enge Welt hinaus eröffnen möchte“, so die „Wolfsburg“.

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news-18354 Wed, 14 Aug 2019 12:15:39 +0200 Neues Buch präsentiert moderne Kunst im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/neues-buch-praesentiert-moderne-kunst-im-essener-dom/ In „Moderne trifft Mittelalter“ beschreibt Domschatz-Mitarbeiter Rainer Teuber die jüngsten Seiten der jahrhundertealten Dom-Kirche. Das Buch ist für 4,95 Euro im Domschatz erhältlich. Mitten in der Innenstadt steht der Essener Dom für Jahrhunderte alte Geschichte, für die Goldene Madonna oder den Siebenarmigen Leuchter – aber auch für namhafte moderne Kunst. Die neue Broschüre „Moderne trifft Mittelalter“ stellt diese Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts rund um den Dom nun auf 68 Seiten mit zahlreichen Fotos und kurzen, informativen Texten vor.

Autor Rainer Teuber, Leiter der Museumspädagogik am Essener Domschatz, hat sich in mittlerweile 20 Jahren Dienstzeit und seinen mehr als 3300 Führungen von Besuchergruppen ausführlich mit der Kunst rund um den Dom auseinandergesetzt. Nun stellt er 23 verschiedene Objekte vor – vom Portal des Bischofshauses mit dem Mataré-Engel aus den 1950er Jahren über die Bronze-Portale des Dom-Atriums von Toni Schneider-Manzell aus den 1970er Jahren bis hin zur viel diskutierten Kardinal-Hengsbach-Statue aus 2011 von Silke Rehberg. Bei der Orientierung hilft dem Leser ein Lageplan im Buch. Ausführlich geht Teuber zudem auf die zahlreichen Nachkriegs-Fenster im Dom ein, beschreibt die erst zwischen 1981 und 1983 unter dem Dom-Atrium geschaffene Adveniat-Krypta und beleuchtet die Geschichte der rechten Seitenkapelle des Doms – seit 2004 Gedenkstätte für Nikolaus Groß, den einzigen Seligen des Ruhrbistums.

Dompropst Thomas Zander, Hausherr der Kirche, freut sich über das neue Buch im Museumsshop des Domschatzes. Er stellt heraus, dass „der christliche Glaube zu allen Zeiten Künstlerinnen und Künstler herausfordert und sie zur Auseinandersetzung mit der Religion angeregt hat – das ist heute genauso wie einst“. Ob Glaskunst, Skulpturen oder ganze Raumausstattungen, mit der modernen Kunst am Dom entsteht ein spannender Bogen zwischen der Kunst des Mittelalters und der heutigen Zeit. „Dom und Domschatz sind unser historisches Erbe, doch die mittelalterliche Kunst und Architektur wird spannungsvoll durch die zahlreichen modernen Kunstwerke bereichert“, so Andrea Wegener, Leiterin des Domschatzes.

Der Kunstführer „Moderne trifft Mittelalter“ ist für 4,95 Euro exklusiv im Domschatz erhältlich. Wer die im Buch beschrieben Dinge einmal aus der Nähe sehen und erläutert haben möchte, kann in der Domschatzkammer zudem eine spezielle Themenführung buchen.

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news-18352 Mon, 12 Aug 2019 15:02:52 +0200 Wellness für die Seele https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wellness-fuer-die-seele/ Seit 51 Jahren ist die Touristen-Seelsorge des Ruhrbistums in den Sommerferien auf der holländischen Insel Texel präsent. Für die einen ist es „Wellness für die Seele“, für andere eine „lebendige Gemeinde auf Zeit“. Seit nunmehr 51 Jahren ist die Touristenseelsorge des Ruhrbistums ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für viele Texel-Urlauber in den Sommerferien. Nach dem großen Jubiläumsfest im vergangenen Jahr mit Bischof Overbeck kümmern sich die drei Teams aus haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgern mitten in den Dünen auf dem Campingplatz Kogerstrand auch in diesem Sommer jeweils drei Wochen um die deutschsprachigen Urlauber.

Dort, wo weithin sichtbar die rot-gelbe Fahne im Wind flattert, steht der Wohnwagen großen und kleinen Feriengästen ganztägig offen. Jede und jeder ist im Vorzelt mit der großen Ferienbücherei und nebenan auf der Terrasse willkommen. „Nahe bei den Menschen“, das ist hier keine abgedroschene Redensart, sondern Jahr für Jahr gelebter Urlaubs-Alltag. Und so mancher, der schon als Kind beim wöchentlichen Strandsingen mit dabei war, sitzt jetzt mit seinen Enkeln dienstagsabends im Dünensand und stimmt die Lieder an. Vielleicht macht genau das den Spirit der Touristen-Seelsorge auf Texel aus: wohltuend beständig, unaufgeregt zeitlos und gerade deshalb nachhaltig erholsam.

Die jeweiligen Teams laden die Urlauber nicht nur zur Vorbereitung und Mitfeier der Gottesdienste ein. Auch ein breites Freizeitprogramm wartet auf die großen und kleinen Feriengäste: von Fahrradtouren und Bastelangeboten bis hin zu Kutterfahrten oder Taizé-Abenden. Und so mancher schaut einfach mal auf „een Kopje Koffie“ am Wohnwagen vorbei. Gastfreundschaft wird bei der Touristen-Seelsorge groß geschrieben.

Aktuell Informationen gibt es auf der Internetseite www.touristenseelsorge-texel.de und auf der Facebook-Seite: www.facebook.com/touristenseelsorge.texel

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news-18351 Mon, 12 Aug 2019 12:59:35 +0200 „Schöne!“ Musik beim Internationalen Orgelzyklus am Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/schoene-musik-beim-internationalen-orgelzyklus-am-essener-dom/ Jeweils mittwochs präsentieren Domorganist Sebastian-Küchler Blessing und fünf renommierte Gast-Organisten vom 21. August bis zum 25. September im Essener Dom Orgelkonzerte rund um die Schönheit. „Schön!“ – unter diese Überschrift hat der Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing in diesem Sommer die sechs Konzerte des 16. Internationalen Orgelzyklus am Essener Dom gestellt. Nach dem Auftakt durch Küchler-Blessing am 21. August nähern sich bis zum 25. September immer mittwochs ab 19.30 Uhr fünf international renommierte Orgel-Professoren im Dom mit ihrer Musik auf der Rieger-Orgel dem Thema Schönheit. Für Küchler-Blessing beschreiben im Ruhrgebiet die von Herzen kommenden Worte „boah, wat is dat schön!“ auf geradezu ideale Weise, worum es in der Musik gehe: „Mit den Mitteln des Klangs auszudrücken, wovon man so recht nicht sprechen kann, einen Eindruck von dem zu schaffen, was größer ist als menschlicher Geist, und so dem Grundprinzip der göttlichen Schöpfung zu huldigen.“

Mit ihrem großen Klangfarbenreichtum biete die Rieger-Orgel im Essener Dom „alle Möglichkeit für die Gäste mit ihrer ganz unterschiedlichen kulturellen Herkunft – von Italien als Wiege der Renaissance bis Russland, das sich zeitweise als das radikal Andere des Westens verstand“, so der Dom-Organist. Das Repertoire der individuell zusammengestellten Konzert-Programme umfasst dabei Stücke von Bach über Liszt, Brahms und Reger bis zum Zeitgenossen György Kurtág.

Der Orgelzyklus im Überblick, die Konzerte beginnen jeweils mittwochs um 19.30 Uhr:

  • 21. August: Domorganist Sebastian Küchler-Blessing
  • 28. August: Prof. Lorenzo Ghielmi, Mailand
  • 4. September: Prof. Bernhard Haas, München
  • 11. September: Prof. Jörg Halubek, Stutgart
  • 18. September: Prof. Daniel Zaretsky, St. Petersburg
  • 25. September: Prof. Wolfgang Seifen, Berlin

Während der Konzerte überträgt eine Videokamera die Aktionen der Organisten von der Orgelbühne auf eine Leinwand im Kirchenschiff, so dass die Zuhörer im Dom auch einen visuellen Eindruck vom virtuosen Spiel der Musiker bekommen.

Dank der Unterstützung durch die Sparkasse Essen ist der Eintritt zu allen Konzerten des Orgelzyklus frei. Im Anschluss an die Konzerte bittet die Dommusik die Besucher jeweils um Spenden.

Nach Konzertbeginn ist kein Einlass mehr möglich.

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news-18350 Sun, 11 Aug 2019 21:10:11 +0200 Zu Gast bei der Touristen-Seelsorge https://reportage.bistum-essen.de/zur-gast-bei-der-touristen-seelsorge-auf-texel news-18349 Fri, 09 Aug 2019 10:34:28 +0200 Neue Pastoral- und Gemeindeassistenten im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/neue-pastoral-und-gemeindeassistenten-im-bistum-essen/ Sieben Männer und Frauen haben jetzt ihre neuen Aufgaben als Pastoral- und Gemeindeassistenten im Bistum Essen aufgenom-men. Nach dieser dreijährigen Ausbildung gehen sie als Gemeinde- und Pastoralreferenten in die Pfarreien des Bistums. Den nächsten Schritt in der Ausbildung zu Pastoral- und Gemeindereferenten gehen jetzt sieben Männer und Frauen im Bistum Essen. Mirjam Brzeska arbeitet als Pastoralassistentin in der Propsteipfarrei St. Clemens in Oberhausen. Lisa Holzer absolviert ihr Assistenzjahr in der Pfarrei St. Dionysius in Essen, Benedikt Poetsch in der Pfarrei St. Peter und Paul in Hattingen.

Als Gemeindeassistentin arbeitet Franziska Hübinger in der Duisburger Pfarrei St. Judas Thaddäus. Marian Salewski ist in der Pfarrei St. Marien Oberhausen tätig, Klemens Teichmann in der Gelsenkirchener Pfarrei St. Urbanus. Ihr Assistenzjahr absolviert Karolina Walczak in der Propsteipfarrei St. Gertrud von Brabant in Bochum-Wattenscheid.

Am Donnerstag, 1. August 2019, haben die sieben Männer und Frauen ihren Dienst als Pastoral- und Gemeindeassistenten im Bistum Essen begonnen und bereiten sich in einer dreijährigen Assistenzzeit auf ihre Beauftragung als Gemeinde- oder Pastoralreferent vor.

Informationen zu den verschiedenen pastoralen Berufen und den Ausbildungswegen im Bistum Essen gibt es bei der Orientierungsberatung oder im Karriereportal. (lm)

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news-18348 Thu, 08 Aug 2019 13:17:59 +0200 Gedenktag des Heiligen Altfrid https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gedenktag-des-heiligen-altfrid/ Im Gottesdienst am Gedenktag des Heiligen Altfrid wird der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen aus der Krypta geholt und zur Verehrung ausgestellt. Der Gedenktag des Heiligen Altfrid, des Gründers des Stiftes Essen, wird am Sonntag, 18. August, um 10 Uhr im Essener Dom mit einem festlichen Pontifikalamt unter Leitung von Weihbischof Ludger Schepers gefeiert. Zuvor wurde der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen aus der Krypta erhoben und ist während des Gottesdienstes zur Verehrung aufgestellt. Orgelmusik, Kantoren- und Gemeindegesänge begleiten den Gottesdienst musikalisch.

Der Heilige Altfrid wurde um das Jahr 800 geboren und entstammte einem altsächsischen Adelsgeschlecht. Im Jahr 851 wurde er Bischof von Hildesheim, um das Jahr 852 herum gründete er das Stift Essen, dessen erste Äbtissin seine Schwester Gerswid wurde. Er starb am 15. August 874 und wurde in der Stiftskirche zu Essen bestattet. Sein Gedenktag ist der 16. August.

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news-18347 Thu, 08 Aug 2019 12:23:47 +0200 Martin Patzek: Tagebuch eines alten Priesters https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/martin-patzek-tagebuch-eines-alten-priesters/ Unter dem Titel "Ich spür nicht Rücken, sondern Seele" beschäftigt sich der 73-jährige Patzek mit seinem Auftrag als Ruhestands-Seelsorger, mit der Kirche und dem Zeitgeschehen. In Tagebuchform hat Martin Patzek, Priester des Bistums Essen, seine Gedanken zu aktuellen Kirchenpolitik und zur Seelsorge als Buch herausgegeben. Unter dem Titel „Ich spür nicht Rücken, sondern Seele“ berichtet der 73-jährige ein Jahr lang 2017/18 über seinen aktiven Alltag als Ruhestandsgeistlicher in Hattingen St. Peter und Paul zwischen Gottesdiensten, Gruppenarbeit und Gemeindecaritas, über seine Gespräche mit befreundeten Klerikern und über seine eigene Spiritualität als „Priester im biblischen Alter“, wie er sich selbst bezeichnet.

Patzek, in Caritaswissenschaften promovierter Theologe, hat viele Jahrzehnte als Pfarrei-Seelsorger, Militärdekan und Studentenpfarrer gearbeitet. Darüber hinaus war er in verschiedensten Funktionen als geistlicher Begleiter, Verbandsdirektor und Lehrbeauftragter für die Caritas tätig. Heute ist er als „Pastor im besonderen Dienst“ in der Hattinger Pfarrei sowie in der Theresia-Albers-Stiftung als Seelsorger tätig.

Patzek war 1971, kurz nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, vom ersten Ruhrbischof Franz Hengsbach zum Priester geweiht worden, hat also die hoffnungsvollen innerkirchlichen Aufbrüche der 70er Jahre, den intensiven Kirchenbau im Bistum Essen und die bald darauf beginnenden Umbrüche in Kirche und Gesellschaft aus der Perspektive eines Seelsorgers hautnah miterlebt. Diese Prägung ist auch seinem „Tagebuch eines alten Priesters“ zu entnehmen. Das Buch behandelt unsystematisch, persönlich und so intuitiv, wie es Tagebucheinträgen eigen ist, tagesaktuelle Eindrücke aus Patzeks Alltag und Zeitungslektüre.

Immer wieder beschäftigt der Autor sich im Verlauf des Berichtsjahres mit dem Pfarreientwicklungsprozess im Bistum Essen, insbesondere mit bisherigen und geplanten Kirchenschließungen. Hier spricht Patzek aus pastoraler Perspektive stets zugunsten der Kerngemeinden und der katholischen Verbände und positioniert sich zum Konzept Bischof Hengsbachs, jedem Dorf seine Kirche zu lassen. Der wirtschaftliche Aspekt des Pfarreientwicklungsprozesses sowie die soziologisch stark veränderte Gesellschaft, in der die Kirche ihren Platz neu finden muss, kommen dagegen kaum zur Sprache.

Der katholische „Insider“ findet in Patzeks Texten zahlreiche Querverweise auf Personen und Ereignisse des Ruhrbistums, ausführliche Zitate aus Kommentaren und Berichterstattung zum kirchlichen Geschehen und nicht zuletzt die Auseinandersetzung eines alt werdenden Priesters mit seinem Glauben, der verbleibenden Aufgabe in der Gemeinde, den Beschwerden des Älterwerdens sowie dem Sterben.

Martin Patzek, Ich spür nicht Rücken, sondern Seele. Tagebuch eines alten Priesters. Paderborn: Bonifatius Verlag 2019. 19,90 €, ISBN 978-3-89710-821-9.

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news-18346 Fri, 02 Aug 2019 14:11:00 +0200 Franziskusschwestern feiern ihr 100-jähriges Ordensjubiläum https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/franziskusschwestern-feiern-ihr-100-jaehriges-ordensjubilaeum/ Schwester Judith Schmidt: „Wir gehen fröhlich auf unser Ziel zu.“ Die Schwestern packen überall an, wo Familienpflege nötig ist. Am Sonntag wird mit Gottesdienst, Sektempfang, Pommes und Currywurst gefeiert Wenn man nach dem Durchschnittsalter der 19 verbliebenen Franziskusschwestern der Familienpflege im Bistum Essen fragt, wird Schwester Judith Schmidt noch resoluter, als sie ohnehin schon ist. „Wir sind alle unter 100“, sagt die Generaloberin der klein gewordenen Essener Gemeinschaft in Essen-Bedingrade und spielt damit auf das Jubiläum an, das ihre Gemeinschaft am kommenden Sonntag begeht. „Das 100-jährige können wir jetzt nur deshalb feiern, weil alle Mitschwestern ein Leben lang ihren Dienst getan haben“, stellt die 71-jährige fest, und: „Wir gehen fröhlich auf unser Ziel zu, haben immer getan, was nötig war. Da gibt’s jetzt nix zu jammern.“

Weil sie sich rechtzeitig und vorausschauend um die Verpflichtungen und Bedürfnisse der kleiner werdenden Gemeinschaft gekümmert haben, sehen die Schwestern am Sonntag in der Tat keinen Grund zum Jammern und Trauern, sondern feiern ein großes Jubiläumsfest mit Familie, Freunden und einigen Ehrengästen, mit Gottesdienst, Sektempfang, einem launigen Programm und dem unangefochtenen Lieblingsgericht der Schwestern, Currywurst mit Pommes.

Das alte, hinfällige Mutterhaus wartet auf eine Entscheidung der Stadt

Gefeiert wird in den Räumen des 2013 neu erbauten Klosters. „Wenn wir noch etwas für uns bewegen wollten, kamen wir um diesen Neubau nicht herum“, ist Schwester Judith überzeugt und weist durch das Fenster auf das betagte Mutterhaus am vorderen Ende des Grundstücks, das viel zu groß, hinfällig und unbewohnt auf eine Entscheidung der Stadt wartet. Einen Investor gäbe es schon.

Im neuen Haus mit seinen 30 komfortablen Zimmern geht es dagegen sehr lebendig zu. Bereits seit 20 Jahren leben indische Karmelitinnen bei den Franziskusschwestern. Man wohnt und betet zusammen, genießt gemeinsam scharfes indisches Essen. Priester aus Indien, die im Ruhrgebiet ihre pastorale Ausbildung erhalten, leben jeweils ein Vierteljahr mit im Kloster und müssen hier – anders als sie es von zu Hause gewohnt sind – wie alle anderen den Mittagstisch abräumen. Einmal jährlich verbringen Klarissen, die daheim in Klausur leben und nie vor die Tür gehen, bei den Franziskusschwestern ihren „Kreativ-Urlaub“. Der Altenpflege-Nachwuchs wohnt während der Ausbildung hier, und auch jungen Frauen in ihrer Findungsphase stehen die Türen offen.

Sagen Sie jetzt nichts! Das Interview ohne Worte:

Die Schwestern tun heute noch, was sonst niemand tun würde

Einige wenige Franziskusschwestern, sieben insgesamt, sind an zwei alten Standorten in Paderborn und Schleiden in der Eifel geblieben, auch wenn die ordenseigenen Altenheime am Standort längst in andere Hände übergeben wurden. Die Schwestern erledigen dort ehrenamtliche Aufgaben, die sonst keiner tun würde, „und sind mit Dynamit dort nicht weg zu sprengen“, sagt Schwester Judith. Wenn sie denn doch einmal ins Mutterhaus zurückkehren wollten, stände für jede ein Zimmer im Neubau bereit.

Dort tätig werden, wo Hilfe fehlt, und Neues beginnen, wenn die Dinge anderweitig geregelt werden – so sind die Schwestern Jahrzehnte lang gut verfahren. Formiert hatte sich die Kongregation bischöflichen Rechts der Franziskusschwestern der Familienpflege nach dem ersten Weltkrieg, als der Franziskanerpater Quintinus Wirtz junge Frauen in Essen dazu aufrief, in Familien auszuhelfen, in denen die Mutter ausgefallen war. Dass die Franziskusschwestern als kleine, regionale Gemeinschaft zwischen den großen, alten Orden „ein bisschen anders ticken“, und dass sie unspektakulär anpacken, wo es nötig ist, hatte Schwester Judith damals als junge Leistungssportlerin auf der Suche nach einem sozialen Beruf so mitgerissen, dass sie dazu gehören wollte. Denn Familienpflege war in ihren Augen ein äußerst spannender, vielseitiger Beruf: Haushalt, Kinder, Psychologie, Pädagogik, Alten- und Krankenpflege, auch die Auseinandersetzung mit  dramatischen Familienproblemen wie Alkoholismus und Prostitution – „und ich habe eigens Mengenlehre gelernt, um den Kindern bei den Mathe-Hausaufgaben helfen zu können“.

Die Quintinusstiftung führt die Förderung der Familienpflege weiter

Dem Thema Familienpflege sind die Schwestern bis zum heutigen Tag treu geblieben. Nachdem sie in den vergangenen Jahrzehnten Stück für Stück die großen Institutionen aus der Glanzzeit der Gemeinschaft – Krankenhäuser, Altenpflegeheime, Pflegeschulen – in andere Hände gegeben haben, gründeten sie mit dem Erlös die Quintinusstiftung, die das Bestehen der Gemeinschaft lange wird überdauern können. Die Stiftung gibt unbürokratische Einzelfallhilfe, wenn arme Familien die Ferienfreizeit für ihre Kinder nicht bezahlen können, Senioren eine Waschmaschine brauchen oder Jugendliche ohne Unterstützung in eine Ausbildung starten oder auch nur mit zum Weltjugendtag fahren möchten, um dort Gemeinschaft zu erleben. Für Schwester Judith ist die Quintinus-Stiftung die sinnvollste Fortführung der Kernaufgabe Familienpflege: „Es kommt nicht darauf an, wie viele wir sind, sondern wie gut wir sind.“

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news-18353 Fri, 02 Aug 2019 11:41:00 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-f28dbddc99/ Myriam Steinmetz, Pastor Andreas Temme, P. Ralf Winterberg, Benedikt Poetsch, Franziska Hübinger, Miriam Brzeska, Lisa Holzer, Karolina Walczak, Klemens Teichmann, Marian Salewski, Myriam Steinmetz verlässt mit Wirkung zum 31. Juli 2019 das Bistum Essen und beendet ihre Tätigkeit als Pastorale Mitarbeiterin in der Schulseelsorge am St. Hildegardis- Gymnasium in Duisburg.

Pastor Andreas Temme ist mit Wirkung zum 01. August bis zum 28. August 2019 zum Stellvertreter des Pfarrers der Pfarrei St. Joseph in Gelsenkirchen ernannt worden.

P. Ralf Winterberg ist mit Wirkung zum 1. August 2019 zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Joseph in Gelsenkirchen ernannt worden. Gleichzeitig ist er mit der Entwicklung eines sozialpastoralen Projektes in der Propsteipfarrei St. Lamberti im Stadtteil Gladbeck-Brauck.

Benedikt Poetsch tritt ab dem 1. August 2019 als Pastoralassistent im 1. Assistenzjahr an. Sein Einsatz erfolgt in der Pfarrei St. Peter und Paul Hattingen.

Franziska Hübinger tritt ab dem 1. August 2019 als Gemeindeassistentin im 1. Assistenzjahr an. Ihr Einsatz erfolgt in der Pfarrei St. Judas Thaddäus in Duisburg.

Mirjam Brzeska tritt ab dem 1. August 2019 als Pastoralassistentin im 1. Assistenzjahr an. Ihr Einsatz erfolgt in der Pfarrei St. Clemens in Oberhausen.

Lisa Holzer tritt ab dem 1. August 2019 als Pastoralassistentin im 1. Assistenzjahr an. Ihr Einsatz erfolgt in der Pfarrei St. Dionysius in Essen.

Karolina Walczak tritt ab dem 1. August 2019 als Gemeindeassistentin im 1. Assistenzjahr an. Ihr Einsatz erfolgt in der Propsteipfarrei St. Gertrud von Brabant in Bochum-Wattenscheid mit dem Schwerpunkt St. Maria Magdalena und St. Marien in Bochum-Wattenscheid-Höntrop.

Klemens Teichmann tritt ab dem 1. August 2019 als Gemeindeassistent im 1. Assistenzjahr an. Sein Einsatz erfolgt in der Propsteipfarrei St. Urbanus in Gelsenkirchen.

Marian Salewski tritt ab dem 1. August 2019 als Gemeindeassistent im 1. Assistenzjahr an. Sein Einsatz erfolgt in der Pfarrei St. Marien in Oberhausen.

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news-18345 Wed, 31 Jul 2019 11:52:15 +0200 Meike Wagener-Esser spricht auf WDR3 und WDR5 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/meike-wagener-esser-spricht-auf-wdr3-und-wdr5/ Die Radiosender WDR3 und WDR5 strahlen ab Montag, 5. August 2019, neue Beiträge von Dr. Meike Wagener-Esser, Lehrerin am katholischen Berufskolleg in Gladbeck, aus. Neben historischen Ereignissen, wie dem ersten Atombombenabwurf auf Hiroshima vor 74 Jahren und dem Tod von Edith Stein vor 77 Jahren, greift Meike Wagener-Esser Themen aus ihrem Leben auf und deutet sie in den WDR-Radio-Beiträgen in der Woche vom 5. bis 10. August 2019 theologisch. Ihr erster Beitrag „Festhalten verboten“ beschäftigt sich damit, sich von Bekanntem zu lösen und mit den Schwierigkeiten des Loslassens. Die Beiträge laufen jeweils um 7.50 Uhr auf WDR3 und um 6.55 Uhr auf WDR5.

Bis zum 10. August spricht Wagener-Esser, Lehrerin am katholischen Berufskolleg in Gladbeck, eine Woche lang von Montag bis Samstag über folgende Themen:

5. August: „Festhalten verboten“
6. August: „Erinnern“
7. August: „Der Weg führt zum Ziel“
8. August: „Verbindlichkeit“
9. August: „Theresa Benedicta vom Kreuz / Edith Stein“
10. August: „Sternschnuppen“

Nach der Ausstrahlung auf WDR3 und WDR5 gibt es die Beiträge zum Nachhören und –lesen auf der Internetseite www.kirche-im-wdr.de 

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news-18344 Tue, 30 Jul 2019 14:21:54 +0200 Erster Ehrenamtstag im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/erster-ehrenamtstag-im-bistum-essen/ Diözesanrat, Bistum und Caritas laden am 7. Dezember nach Essen-Werden ein Auf einen kurzweiligen Tag mit hintergründigem Kabarett-Programm können sich die Ehrenamtlichen im Bistum Essen freuen. Bistum, Caritas und Diözesanrat laden am Samstag, 7. Dezember 2019, zum ersten „Ehrenamtstag im Bistum Essen“ ein. Unter dem Titel „Es ist uns eine Ehre!“ stehen die Türen des Mariengymnasiums in Essen-Werden, Brückstraße 108, von 9.30 bis 15.00 Uhr offen. Dort gibt es Anregungen zum Entdecken, Ausprobieren und Genießen sowie Live-Musik der „Laufband“ im Bistum Essen. In mehreren Live-Acts kommentieren der Kabarettist Kai Magnus Sting und das Kabarett-Duo „Duodurant“ mit Thomas Alt und Thomas Lüke-Artel mit Scharfblick und Wortwitz das Leben. Den Nachmittag beschließt Bischof Franz-Josef Overbeck mit einer gemeinsamen Segensfeier.  

Alle, die sich engagieren – ob wöchentlich, monatlich oder einmal im Jahr – sind zum Ehrenamtstag eingeladen. Anmelden kann man sich ab sofort online unter www.ehrenamtstag.bistum-essen.de. Anmeldefrist ist am 24. November.

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news-18343 Mon, 29 Jul 2019 12:43:12 +0200 Prälat Günter Berghaus: Verwurzelung und weltweiter Horizont https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/praelat-guenter-berghaus-verwurzelung-und-weltweiter-horizont/ Bischof Overbeck würdigte den früheren Dompropst und Caritasdirektor Günter Berghaus als einen Priester mit Intelligenz, Scharfsinn und Humor Der Essener Prälat Günter Berghaus ist am Montag im Kreuzgang des Essener Doms auf dem Friedhof des Domkapitels zu Grabe getragen worden. Berghaus hatte bis Ende der 1990er Jahre ein Vierteljahrhundert lang als Direktor dem Caritasverband für das Bistum Essen vorgestanden sowie als Dompropst die Grundsanierung des „Münsters am Hellweg“ verantwortet. Am 23. Juli war er im Alter von 89 Jahren gestorben.

Bischof Franz-Josef-Overbeck, das Domkapitel, zahlreiche Mitpriester und Gottesdienstbesucher gaben Prälat Berghaus bei einem feierlichen Requiem im Dom und auf dem Friedhof das letzte Geleit. In Würdigung der Polen- und Osteuropahilfe der Essener Caritas, die Berghaus in den 1980er Jahren angestoßen hatte, waren auch zwei polnische Ehrengäste zum Requiem nach Essen gereist: Krzysztof Zadarko, Weihbischof der Diözese Köslin-Kolberg, die Prälat Berghaus 1984 zum Ehrendomherrn ernannt hatte, sowie der heutige Direktor der polnischen Caritas, Marian Subocz.

Bischof Overbeck würdigte den Verstorbenen als einen Priester „von gebildeter Intelligenz, oft hintersinnigem Humor, von pointiertem Scharfsinn und katholischem Selbstbewusstsein“. Berghaus habe „durchsäuert mit echter sauerländischer Frömmigkeit“ in der Volkskirche der 1950er Jahre seinen Dienst als Priester zunächst in der Seelsorge begonnen und 1974 als eine der großen Berufungen seines Lebens zur Caritas gefunden. „Ohne die Sorge, ohne Caritas, bleibt die Liebe Gottes zu uns nur eine theoretische Behauptung“, zitierte Overbeck den Verstorbenen. In der Osteuropahilfe, in der Beratung für HIV-Infizierte und Prostituierte und auch in der Suche nach neuen Wegen in der Flüchtlingspolitik habe Berghaus weitsichtige neue Wege eingeschlagen und damit begonnen zu praktizieren, was auch heute verpflichtend bleibe: „Fluchtursachen müssen bekämpft werden, nicht Flüchtlinge! So geht Caritas,“ sagte der Essener Bischof.

Als Dompropst an der Hohen Domkirche habe Berghaus die zweite Seite seiner „Hirtenaufgabe“ ausgefüllt – ein Begriff, der in der Bildsprache der katholischen Kirche für die Seelsorge am Menschen steht und im Requiem für Berghaus immer wieder aufgegriffen wurde. Den Dom als besonderen Ort des Gebetes und zugleich die Domschatzkammer hatte Berghaus grundsanieren lassen und eine Entscheidung zugunsten der heutigen Rieger-Orgel im Dom gefällt. Nach den Terroranschlägen von New York am 11. September 2001 habe er den Dom für alle Menschen offen gehalten – „auch das hieß für ihn Gebet“, sagte Overbeck.

In seinen letzten Lebenswochen hatte Prälat Berghaus im Gespräch mit Bischof Overbeck immer wieder seine Sorge angesichts der Zukunft des Glaubens und der sich stark verändernden Kirche geäußert. Auch der Priester müsse sich in seiner „Hirtensorge“ verändern, so wie Welt und Menschen sich veränderten, so war Overbecks Antwort an den Sterbenden. Gleich bleibe jedoch die Gewissheit, dass das christliche Leben einen tiefen Sinn habe.

Predigt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Wortlaut (PDF)

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news-18342 Mon, 29 Jul 2019 11:41:42 +0200 Altfrid Fighter fahren 8050 Kilometer bei Rad am Ring 2019 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/altfrid-fighter-fahren-8050-kilometer-bei-rad-am-ring-2019/ 70 „Altfrid-Fighter“ aus dem Bistum Essen haben sich am Wochenende mit dem Rennrad auf den Nürburgring gewagt. Mit über 300 Runden konnten sie bei Rad am Ring ein gutes Spendenergebnis für das Wattenscheider Jugendprojekt „ideenreich“ erreichen. Samstag, 10:30 Uhr. Markus Sistermanns greift nach dem Schraubenzieher, stellt die Kette des blauweißen Rennrads in wenigen Sekunden richtig ein, hebt das Rad wieder auf den Boden. Der nächste Radfahrer steht schon im Eingang des weißen Werkstattzelts – die Klickpedale sitzen noch nicht so, wie sie sollen. In rund zwei Stunden starten die 70 Fahrer des Bistums Essen in die schon von Formel-1-Fahrern gefürchtete „grüne Hölle“, bis dahin muss alles sitzen.

Der Wattenscheider Jörg Nowak fährt die Strecke zum ersten Mal. Im orangefarbenen Trikot wartet der 40-Jährige mit seinem Rad im Fahrerlager. Acht Runden hat er sich vorgenommen, ist durch seine Heimatgemeinde zu der Radfahrtruppe gekommen – im Zweierteam mit seinem Kollegen Thorsten Miaskowski. „Ich bin sehr gespannt, so wie als kleiner Junge zu gucken, wie die Großen spielen“ sagt er und lacht. „Die, die wissen, wann welche Kurve kommt, sind schon ein paar Mal gefahren.“

Zum zehnten Mal setzt sich Edeltraud Butterbach auf ihr Rad. Die 57-Jährige ist von Anfang an dabei, gründete die „Altfrid Fighter“ mit und dreht auch beim Jubiläum ihre Runden: „Mich spornt immer wieder an, dass wir es in den zehn Jahren geschafft haben, dass eine tolle Gemeinschaft aus alten und jungen, Leistungs- oder Hobbyfahrern für den guten Zweck fährt“, sagt die 57-Jährige. „Und das in einer schönen und entspannten Atmosphäre.“ Im Sommer 2009 testete sie mit drei anderen Freizeitradlern, nebenbei Förderer der Jugendbildungsstätte St. Altfrid im Bistum Essen, das Jedermann-Rennen am Nürburgring. Die Freizeitfahrt wurde zum ehrenamtlichen Charityprojekt: 2011 bildeten 50 „Altfrid Fighter“ die zweitgrößte Mannschaft unter 5000 Teilnehmern, sind seitdem eines der prominentesten Charity-Projekte bei Rad am Ring.

12:42 Uhr. Über 6000 Sportler sitzen auf ihren Rädern an der Startlinie des Nürburgrings, warten auf den Startschuss. Noch immer ist es warm, zwischen den Wolken kommt kurz die Sonne hervor. Laute Musik schallt aus den Boxen, die Helfer, Freunde und Familien der „Altfrid Fighter“ am Streckenrand jubeln ihnen zu. Der Startschuss geht fast unter im Gejubel, dann rollen die ersten Reifen über den Asphalt. „Ihr werdet sie lieben und ihr werdet sie hassen, 24 Stunden über die Nordschleife, bergauf und bergab – macht was draus!“, ruft der Moderator den Fahrern hinterher.

13:50 Uhr. Seelsorger Maximilian Strozyk wartet am Zaun des Fahrerlagers auf seinen Teamkollegen Aron Kordt. Zum ersten Mal nehmen sie an dem Rennen teil, wollen für ihr Jugendprojekt auch selbst Spenden einfahren, starten zusammen mit Pascal Mucha und Tobias Feldmüller. Das Geld, das alle Fahrer pro Runde von ihren Sponsoren bekommen, geht in diesem Jahr an ihre Jugendinitiative „ideenreich“ in Wattenscheid-Höntrop – die Krypta des Kolumbariums in St. Pius wollen sie zu einem spirituellen Jugendraum umbauen. Dann biegt Aron um die Ecke, bremst und fährt ins Fahrerlager ein. Maximilian tritt in die Klickpedale, biegt links ab. Das erste Stück führt ihn eng zischen den Lagern der anderen Teams vorbei, entlang der Boxengassen und Tribünen. Als er die letzten Zelte hinter sich lässt, wird die Strecke kurviger und steiler, nach sechs Kilometern fährt er in die sogenannte Fuchsröhre – ein Stück, auf dem die Fahrer Höchstgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern erreichen. Steil bergbauf geht es dann bei der Hohen Acht, dem steilsten Punkt der Strecke. Hier wird es voller, konzentriert kämpft sich Maximilian neben anderen Radlern den Asphalt hinauf. Nach rund einer Stunde ist das Fahrerlager wieder in Sicht, indem mittlerweile auch Weihbischof Ludger Schepers zu Gast ist. Maximilian biegt links ab und steigt nach seiner ersten Runde vom Rad. Die ersten 1300 Euro sind gesichert.

22:30 Uhr. Feiner Nieselregen weht bei rund 16 Grad über die Strecke, die Flutlichter am Streckenrand und Lampen an den Fahrradlenkern leuchten verschwommen. Immer wieder halten die Fahrer am Lager, kurz darauf tritt der nächste Sportler in seine Pedale. „Anna kommt!“, schallt eine Stimme aus dem Dunkeln. „1:33!“, ruft Lukas und schreibt die Rundenzeit auf die Teamliste. Auf einer großen Papierwand tragen die Helfer teilweise im Minutentakt neue Zeiten ein – in Vier-Stunden-Schichten überwachen sie im Wechsel die Rundenzeiten, kümmern sich um die Fahrer und sind für Notrufe bereit. Im Küchenzelt nebenan dampfen frische Nudeln, die durchnässten Radler wärmen sich auf, stärken sich mit Obst und Müsliriegeln für die nächsten Runden.

6:45 Uhr. Noch immer legt sich Nieselregen über den Nürburgring, dichter Nebel liegt über dem Asphalt. Auf langen Wäscheleinen hängen die schwarz-orangenen Trikots, Socken und Handschuhe aus der Nacht. Am Morgen kehrt auch Jürgen Nowak von seiner letzten Runde in das Fahrerlager zurück, vier Runden hat er geschafft. Seine Bestzeit: Eine Stunde, fünfzehn Minuten. Für das Jugendprojekt „ideenreich“ sind damit rund 500 Euro gesichert. „Es war anstrengender als gedacht, vor allem mit dem Mountainbike anstatt mit dem Rennrad. Das war schwieriger beim Schalten“, sagt Nowak. Ab der zweiten Runde seien seine Klamotten vom Regen nur noch nass gewesen – das Wetter war für alle Radler eine zusätzliche Herausforderung. Auch persönlich hat sich das Rennen für Jörg Nowak gelohnt: „Es ist schön, bei den großen Jungs dabei gewesen zu sein. Zu sehen, wie Profis die Sache angehen, wie sie sich vorbereiten und auf der Strecke verhalten.“ Sich nochmal auf die Strecke wagen, das kann er sich gut vorstellen: „Mit einem Rennrad und dem richtigen Equipment, dann auf jeden Fall.“

14:45 Uhr. Fast alle Zelte des Fahrerlagers sind abgebaut. Fahrer und Helfer warten gespannt auf die Ergebnisse des 24-Stunden-Rennens. 322 Runden haben sie bezwungen, insgesamt 8050 Kilometer, 177.100 Höhenmeter. „Das ist 20 Mal der Mount Everest“, betonen die Helfer. Maximilian Strozyk freut sich über die Bilanz und kündigt an: „Wir fahren mit unserem Rad-Team auch nächstes Jahr wieder mit!“ Auch Organisator und Mitgründer Andreas Scholten ist zufrieden: „Es war einfach brillant dieses Jahr, die Helfer haben hier echt was gestemmt und das Rennergebnis ist super.“

Wieviel Geld die Altfrid-Fighter in diesem Jahr für „ideenreich“ sammeln konnten, verrät er noch nicht, erst im Herbst wird bei der Scheckübergabe das große Ergebnis verkündet. Ihre Trikots nehmen die Altfrid-Fighter im August wieder von der Wäscheleine: Dann fahren sie alle Spendenziele der vergangenen zehn Jahre gemeinsam ab: Von Essen über Oberhausen, Gelsenkirchen und Hattingen bis nach Velbert.

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news-18341 Thu, 25 Jul 2019 11:53:24 +0200 Zu den Sternen! https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/zu-den-sternen/ Das Wort zum Sonntag in der ARD spricht am 27. Juli Pfarrer Gereon Alter aus Essen Mit dem neuen Wettlauf ins All – zum Mond und zum Mars – setzt sich der Essener Pfarrer Gereon Alter in seinem nächsten „Wort zum Sonntag“ auseinander. „Sind die Sterne, nach denen wir greifen, die richtigen Sterne?“, fragt er. Oder müssten wir unsere Begeisterung und Energie nicht auch noch auf einen ganz anderen Stern richten? Zu sehen ist der Beitrag um 23:45 Uhr in der ARD und bereits ab 18:00 Uhr unter www.daserste.de/wort. (cs)

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news-18340 Thu, 25 Jul 2019 11:41:30 +0200 Einzigartiges Kunstwerk: das Kreuznagelreliquiar im Essener Domschatz https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/einzigartiges-kunstwerk-das-kreuznagelreliquiar-im-essener-domschatz/ Neue Ausgabe „Das Münster am Hellweg“ gibt Einblick in Entstehung und Verehrung des Goldschmiedewerks, das einen Kreuznagel Christi in sich trägt „Ist der echt?“, fragt sich so mancher Besucher angesichts des Kreuznagelreliquiars, das im Essener Domschatz aufbewahrt wird. Hinter durchsichtigen Bergkristallplatten ist ein knapp 5 Zentimeter langer, rostiger Eisennagel zu sehen, der als heiliger Nagel vom Kreuz Christi verehrt wird und im 11. Jahrhundert in eine mit Perlen, Edelsteinen und goldenen Filigranbändern kostbar geschmückte Tafel eingefasst wurde. „Ein einzigartiges Kunstwerk“, urteilt Kunsthistorikerin Daniela Krupp, stellvertretende Leiterin des Domschatzes. In der neuesten Ausgabe „Das Münster am Hellweg“, der Jahrespublikation des Münsterbauvereins, hat Krupp eine wissenschaftliche Untersuchung zum Kreuznagelreliquiar veröffentlicht. Das Heft ist für 9,90 Euro im Domschatz zu kaufen.

Einzigartig ist das Kreuznagelreliquiar freilich vor allem als rätselhaftes Goldschmiedewerk und nicht etwa, weil bewiesen werden könnte, dass der Nagel tatsächlich „echt“ wäre. Denn weil der Nagelkopf fehlt, kann der Nagel nicht datiert werden. „Für die Menschen im Mittelalter war der Nagel sehr verehrungswürdig, weil er in ihrer Vorstellung mit dem Blut Christi in Berührung gekommen war“, sagt Krupp, „für uns heute ist es wertvoll und interessant, die religiösen Bedürfnisse der Menschen vergangener Zeiten zu erkennen.“ Heute suche sich der Glaube zwar andere Ausdrucksformen – Zeichen für Schutz und Segen seien aber immer noch gefragt, wie etwa die Plakette des Schutzheiligen Christophorus im Auto oder eine Motorradsegnung vor der Sommer-Saison zeigten.

Angefertigt wurde das Kreuznagelreliquiar im 11. Jahrhundert im Auftrag der Essener Äbtissin Theophanu, einer machtbewussten Frau, die als Angehörige der letzten Generation das Totengedenken ihrer Ottonischen Familie sichern, aber auch die Stellung des Essener Frauenstifts und nicht zuletzt ihre eigenes Gedenken aufwerten wollte. Deshalb stiftete sie neben dem Kreuznagelreliquiar zahlreiche weitere Kunstwerke und Handschriften und ließ die Essener Stiftskirche aufwändig umgestalten. Für Theophanu war es überaus wichtig, sich mit ihrer berühmten Vorgängerin im Äbtissinenamt, Mathilde, gemeinsam darzustellen. Um eine Verbindung zu schaffen, ließ sie vier Email-Ornamente von der Goldenen Madonna, dem zu Mathildes Zeiten entstandenen kostbarsten Schatz am Essener Dom, auf das Kreuznagelreliquiar übertragen.

Das Kreuznagelreliquiar wurde ebenso wie die Vortragekreuze, die heute gemeinsam im selben Raum des Domschatzes ausgestellt sind, mehrmals im Jahr bei Prozessionen mitgeführt und dem Volk gezeigt. Weil die Menschen im 11. Jahrhundert das Bedürfnis entwickelten, Reliquien anzuschauen, wurde das Reliquiar entsprechend gestaltet und der Kreuznagel hinter Bergkristall zur Schau gestellt. „Im Mittelalter wurde die Liturgie oft szenisch dargestellt, damit die Gläubigen, die ja die auf Latein vorgetragenen Lesungen nicht verstehen konnten, dennoch am Geschehen teilnehmen konnten“, erklärt Daniela Krupp. So übernahm das Kreuznagelreliquiar, das bei den Passionsfeiern wie eine Standarte vorweg getragen wurde, die Rolle des „vorausschreitenden Christus“.

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news-18338 Tue, 23 Jul 2019 13:07:15 +0200 Prälat Günter Berghaus gestorben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/praelat-guenter-berghaus-gestorben/ Als Essener Dompropst und Diözesan-Caritasdirektor machte der Prälat bundesweit Schlagzeilen. Seelsorge und Caritas gehören für ihn untrennbar zusammen.  „Not und Armut müssen beim Namen genannt werden, vor allem deshalb, weil sich die Betroffenen selbst nicht verständlich machen können.“ Immer wieder hat Prälat Günter Berghaus diesen Satz betont. Am Dienstag, 23. Juli, ist der langjährige Essener Dompropst und ehemalige Diözesan-Caritasdirektor im Alter von 89 Jahren gestorben.

Für Berghaus gehörten Seelsorge und Caritas untrennbar zusammen. Wie nur wenige verkörperte er mit Person und Amt diese beiden wichtigen Seiten der Kirche. „Hilfe, Sorge, Fürsorge ist Ausdruck des Glaubens. Ohne die Sorge, ohne Caritas, bliebe die Liebe Gottes zu uns nur eine theoretische Behauptung“, war er überzeugt.

Caritas-Arbeit zwischen Polenhilfe und HIV-Beratung

Seine Laufbahn als engagierter Caritasmann begann für den am 22. De-zember 1929 im sauerländischen Heggen geborenen und 1956 in Paderborn geweihten Priester 1970 als Mitarbeiter im Caritasverband für das Bistum Essen. Nach Abschluss des Studiums der Caritaswissenschaften in Freiburg kam Berghaus in die Chef-Etage des Essener Diözesan-Caritasverbandes. 1974 wurde er dessen Direktor.

Viele Initiativen und Modelle hat er seit dieser Zeit angeregt. So etwa die Polen- und Osteuropahilfe der Caritas in den 1980er Jahren oder die Einrichtung der bundesweit ersten katholischen Beratungsstelle für HIV-Infizierte - zu einem Zeitpunkt, als es nur wenige Hilfsangebote für AIDS-Kranke und HIV-Infizierte gab. Auch das Café Nachtfalter für Prostituierte in Essen geht auf seine Initiative zurück.

Neue Wege in der Flüchtlingspolitik beschritt Berghaus Anfang der 1990-er Jahre, als er gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Landesregierung ein Modellprojekt für abgelehnte Asylbewerber in Skopje/Mazedonien umsetzte. Bei seiner Verabschiedung als Diözesan-Caritasdirektor würdigte ihn der langjährige Ministerpräsident und spätere Bundespräsident Johannes Rau als „einen Mann mit örtlicher Verwurzelung und weltweitem Horizont“. „Ohne Ihre Hilfe, ohne die Hilfe der Caritas, hätten wir den Bettelmarsch der Sinti und Roma politisch nicht verkraftet“, erklärte Rau. „Wir werden in Deutschland lange lernen müssen, dass man Fluchtursachen bekämpfen muss, nicht die Flüchtlinge“, fügte er hinzu. „Sie haben das gezeigt und gelehrt.“

Bundesweit einmalig: Dompropst und Caritas-Chef in einer Person

Am 7. November 1993 wurde Berghaus als Nachfolger von Prälat Ferdinand Schulte Berge in seine neue Aufgabe als Dompropst in Essen eingeführt. Damit trat im Ruhrbistum Essen eine für die deutschen Bistümer einmalige Situation ein: Ein amtierender Diözesan-Caritasdirektor – der diese Aufgabe auch weiterhin wahrnahm – wurde Hausherr einer Kathedrale. Als Dompropst sah sich Berghaus schon bald vor die Aufgabe gestellt, die Grundsanierung des mehr als 1000 Jahre alten „Münsters am Hellweg“ zu koordinieren, zu organisieren und nicht zuletzt zu finanzieren.

Im Januar 1999 entpflichtete der Bischof Berghaus von seinen Aufgaben bei der Caritas. Nach mehr als 27-jähriger Tätigkeit verließ damit einer der bundesweit profiliertesten Caritasvertreter die sozialpolitische Bühne.

Das nächste große Projekt hatte der Prälat da bereits in Angriff genommen: eine neue Orgel für den Essener Dom. Im April 2004 erklang die heutige Rieger-Orgel erstmals.

Bedeutung des Essener Domschatzes

Am Fest Mariä Empfängnis 2004 strahlten „Essen sein Dompropst“ und „Essen sein Schatz“ – die Goldene Madonna – um die Wette. Beide hatten dazu allen Grund: die älteste Marienfigur der Welt war in frischem Glanz wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, Prälat Günter Berghaus war sein letzter großer Coup als Dompropst geglückt. Die oft unterschätzte Bedeutung des Domschatzes hatte Berghaus schon zwei Jahre zuvor zur Wiedereröffnung der Essener Domschatzkammer in viel zitierte Worte gefasst: „Als man sich in Berlin noch mühte, die märkischen Sümpfe trocken zu legen, da brannte hier in Essen bereits der Siebenarmige Leuchter. Und als man in München die bayerischen Wälder rodete, da trug man hier die Goldene Madonna schon durch die Straßen.“

Neben der Grundsanierung „seiner“ Kathedralkirche, konnte Berghaus am Ende seiner Amtszeit unter anderem auf die Bistumswallfahrt 2000 mit einem komplett leer geräumten Dom zurückblicken, auf die Feierlichkeiten zu „1150 Jahre Stift und Stadt Essen“ im Jahr 2002 oder auf die Einrichtung der Nikolaus-Groß-Kapelle im Jahr 2004. Auch die Wahl des dritten Bischofs von Essen fiel in diese Zeit: 2003 wählte das Essener Domkapitel mit Berghaus an der „Spitze“ den Trierer Weihbischof Felix Genn.

Seelsorge nach den Terroranschlägen von New York

Dabei hatte Berghaus stets die Besucher des Doms besonders im Blick – nicht nur bei großen Veranstaltungen wie Konzerten oder den Fastenpredigten, bei denen die Essener Kathedrale den Besucherströmen kaum gewachsen war, sondern auch bei kleineren, aber nicht weniger wichtigeren Gelegenheiten. Dann war Berghaus weniger der „Manager“ einer Kathedralkirche, sondern von ganzem Herzen Priester, Seelsorger. Nach den Terroranschlägen von New York vom 11. September 2001 öffnete Berghaus den Dom, war einfach da als Ansprechpartner und Zuhörer für fassungslose Menschen, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche. Berghaus sprach mit ihnen über Ängste und Hoffnungen und gab ihnen den Raum für spontane Zeichen der Trauer und der Erschütterung.

Nach der Vollendung seines 75. Lebensjahres am 22. Dezember 2004 trat Berghaus als Dompropst zurück und lebte seitdem in Essen im Ruhestand.

Totenvesper und Requiem

Die Totenvesper für den Verstorbenen wird am Sonntag, 28. Juli 2019 um 17.00 Uhr in der Hohen Domkirche zu Essen gebetet. Das Requiem wird am Montag, 29. Juli 2019 um 10.00 Uhr in der Hohen Domkirche zu Essen gefeiert. Die Beisetzung erfolgt anschließend auf dem Kapitelsfriedhof.

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news-18337 Fri, 19 Jul 2019 12:00:00 +0200 Statistik: Bistum zählt weniger Katholiken, mehr Austritte – und mehr Trauungen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/statistik-bistum-zaehlt-weniger-katholiken-mehr-austritte-und-mehr-trauungen/ Die 42 Pfarreien im Ruhrbistum zählten Ende 2018 noch gut 750.000 Mitglieder. Die Zahl der Austritte legte deutlich zu. Weniger Teilnehmer in Sonntagsgottesdiensten – aber katholische Trauungen werden immer beliebter. 755.076 Katholiken zählten die Pfarreien zwischen Duisburg, Bochum und dem märkischen Sauerland Ende 2018 in ihren Reihen. Das geht aus der Jahresstatistik hervor, die das Bistum Essen an diesem Freitag zeitgleich mit allen deutschen Bistümern veröffentlicht. Die Mitgliederzahl der Kirche im Bistum Essen ist damit binnen eines Jahres um 16.921 Frauen und Männer bzw. um mehr als 2 Prozent gesunken. Dieser prozentual stärkste Rückgang seit 1994 ist nicht allein durch die 5526 Kirchenaustritte (1154 mehr als im Vorjahr) zu erklären. Vielmehr führen die Bistums-Statistiker als Gründe unter anderem auch eine Korrektur der Meldebestände in der Stadt Gelsenkirchen sowie deutlich mehr Verstorbene (rund 12.700) als Getaufte (5157) an und vermuten, dass in 2018 mehr Katholiken aus dem Ruhrgebiet weg- als zugezogen sind.

Seit drei Jahren wachsende Zahlen bei Trauungen

Eine erfreuliche Entwicklung aus Sicht der Kirche markiert die Nachfrage nach kirchlichen Trauungen: Mit 1197 Hochzeiten verzeichneten die Pfarreien des Bistums im dritten Jahr in Folge ein Plus. Als einen möglichen Grund verweisen die Statistiker hier neben dem großen Engagement der Pfarrgemeinden auf das Trauteam des Bistums: Brautpaaren, die keine Anbindung an eine Gemeinde haben, vermittelt dieses über die Internetseite trauteam.bistum-essen.de erreichbare Team je nach Bedarf einen Priester oder Diakon und eine passende Kirche und hilft bei allem, was sich Hochzeitspaare sonst noch für eine katholische Trauung wünschen.

Weniger Sonntagsmessen – und weniger Gottesdienstteilnehmer

Weniger Teilnehmer zählten die 42 Pfarreien des Ruhrbistums in ihren Sonntagsmessen: Im Schnitt besuchten im vergangenen Jahr zwar immer noch jedes Wochenende knapp 60.000 Menschen an Rhein, Ruhr und Lenne einen katholischen Gottesdienst – gemessen an der Gesamtzahl der Katholiken waren dies aber lediglich 7,77 Prozent (Vorjahr: 8,4 Prozent). Dieser Rückgang geht mit einer Reduzierung der Sonntagsmessen von bistumsweit 513 auf 489 einher, zugleich sank der durchschnittliche Gottesdienstbesuch von 126 Teilnehmern pro Messe auf 120.

Mehr Austritte nach neuer Diskussion über Missbrauchsfälle

Ein Anstieg der Austrittszahlen im letzten Drittel des Jahres 2018 legt den Schluss nahe, dass die im vergangenen Herbst neu entbrannte Diskussion über Missbrauchsfälle durch Priester und andere Mitarbeiter der katholischen Kirche Katholiken verstärkt zum Kirchenaustritt bewegt hat. Im Herbst hatte die von der Kirche selbst in Auftrag gegebene sogenannte MHG-Studie über Missbrauchsfälle in den vergangenen Jahrzehnten neue Details und erstmals auch statistische Dimensionen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche in Deutschland offenbart. Gleichwohl markieren die Kirchenaustritte im vergangenen Jahr (5526 oder 0,73 Prozent der Kirchenmitglieder) keinen Spitzenwert in der Bistumsgeschichte.

Weitere Zahlen aus dem Ruhrbistum

Eine Übersicht, eine Infografik und die komplette kirchliche Jahresstatistik des Bistums Essen finden Sie auf der Internetseite "Zahlen Bistum Essen".

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news-18335 Thu, 18 Jul 2019 08:55:00 +0200 Essener Cityseelsorge lädt zu Kinoabend in Astra-Theater ein https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-cityseelsorge-laedt-zu-kinoabend-in-astra-theater-ein/ Die Gedanken der Gottesdienstpredigt am Sonntag, 28. Juli, mit dem Drama „Gran Torino“ vertiefen: Das bietet "grüßgott, die Cityseelsorge am Essener Dom, mit ihrer Aktion „Kirche geht Kino“ im Astra-Theater. Bei Kinofilmen über die eigenen Sehnsüchte und Lebensfragen nachdenken – dazu lädt die Cityseelsorge „grüßgott“ wieder am Sonntag, 28. Juli, nach der Messe im Essener Dom in das Astra-Theater, Teichstraße 2, in der Innenstadt ein. Unter dem Motto „Kirche geht Kino“ läuft um 20.30 Uhr der Film „Gran Torino“.

In dem Drama igelt sich Koreakriegsveteran Walt Kowalski nach dem Tod seiner Frau ein, zieht sich zurück auf die Veranda seines Häuschens in einer Vorstadt von Detroit und sieht zu, wie sein Amerika vor die Hunde geht. Das Fass zum Überlaufen bringt der Nachbarsjunge der verhassten Hmong-Familie, der auf Geheiß einer ansässigen Gang Walts 72er Gran Torino stehlen soll. Als die Tochter der Nachbarn belästigt wird und deren Sohn von einer Gang angegriffen wird, schlägt sich Walt auf deren Seite. Das macht ihn zum Helden der Nachbarschaft, aber bringt ihn auch in akute Lebensgefahr.

Jeden letzten Sonntag im Monat lädt "grüßgott", die Cityseelsorge am Essener Dom, zum gemeinsamen Kinoabend ein. Der Gottesdienst im Dom beginnt jeweils um 19 Uhr. Die ausgewählten Filme haben einen Bezug zum Gottesdienst und vertiefen Gedanken der Predigt. Der Eintritt zum Film kostet 7 Euro, bei einigen Filmen plus Überlängenzuschlag.

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