Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Fri, 19 Aug 2022 00:00:36 +0200 Fri, 19 Aug 2022 00:00:36 +0200 TYPO3 news-19947 Thu, 18 Aug 2022 17:53:48 +0200 Aus dem Ruhrgebiet in die Welt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/aus-dem-ruhrgebiet-in-die-welt Vier junge Menschen starten Ende August, Anfang September als Freiwillige in das Projekt „Seitenwechsel“ des Bistums Essen: Greta Werner aus Mülheim an der Ruhr und die Essenerin Lola Hegewald verschlägt es für ein Jahr nach Costa Rica. Therese Gasenzer aus Essen und der Oberhausener Jannes Luft zieht es für zwölf Monate nach Peru. Alle vier arbeiten in sozialen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Noch sind die Koffer und Wanderrucksäcke leer. „Aber ich habe schon zwei Wäschekörbe zur Seite gestellt, in denen ich nach und nach die Sachen sammeln werde“, sagt Jannes Luft. Sonnencreme, Notfallapotheke und T-Shirts stehen auf jeden Fall auf der Packliste des 18-Jährigen. Schließlich geht es für ihn für ein Jahr nach Peru. „Und dort ist es warm. Also sind kurze Klamotten Pflicht.“ „Aber nimm auch was Warmes mit“, warnt ihn Therese Gasenzer, die zusammen mit Jannes einen Freiwilligendienst in dem südamerikanischen Land antreten wird. „Wenn wir in neun Tagen in Peru ankommen, ist es noch kalt.“

Die Essenerin und der Oberhausener gehören zu einer Gruppe von vier Freiwilligen, die im Rahmen des „Seitenwechsel“-Programms des Bistums Essen ein Jahr lang in sozialen Projekten im Ausland mitarbeiten werden. Die Freiwilligen sind dort überwiegend in der Kinder– und Jugendarbeit tätig und lernen so das Leben in einem anderen Teil der Welt hautnah kennen. Greta Werner aus Mülheim an der Ruhr und die Essenerin Lola Hegewald verschlägt es für ein Jahr nach Costa Rica. Die beiden 19-Jährigen wissen genau, was auf keinen Fall in ihrem Reisegepäck fehlen darf: Fotos und Briefe von Freunden und der Familie, die über eventuelles Heimweh hinweghelfen sollen. „Und eine Vollkorn-Backmischung“, ergänzt Lola lachend.  

Die Aufregung, aber auch die Vorfreude ist allen Freiwilligen deutlich anzumerken „und wird jeden Tag größer“, berichtet Greta. Die vier haben sich bewusst für ein soziales Jahr entschieden, wollen nach ihrem Abitur die Welt anders kennenlernen. Sie möchten ein Teil der Gemeinschaft sein, in die Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort eintauchen und nicht nur oberflächlich als Tourist durchs Land reisen. Jannes und Therese wohnen in Gastfamilien und erleben peruanisches Familienleben hautnah mit. „Viel dichter kommt man nicht ran.“

Für Lola ist die Reise nach Costa Rica ein „großer Schritt. Ich war noch nie für längere Zeit im Ausland.“ Und sie freut sich auf die Arbeit mit den Kindern. Sie und Greta werden Mitte September in die Hauptstadt San José des mittelamerikanischen Landes reisen, um für ein Jahr im Projekt ASONI mitzuarbeiten. ASONI ist eine Einrichtung für Kinder aus sozial schwierigeren Verhältnissen. Die beiden Freiwilligen unterstützen dort die Kinder bei ihren Hausaufgaben und verbringen die Freizeit mit ihnen. „Diese Einsatzstelle ist neu, Lola und Greta sind unsere ersten Freiwilligen dort“, erzählt Eva Rausche, Referentin in Abteilung Weltkirche und Mission des Bistums. „Wir bieten das Projekt in Kooperation mit den Amigonianern an, die auch hier im Bistum Einrichtungen für Kinder und Jugendliche betreiben.“ „Wir wohnen ja mit den Ordensbrüdern zusammen. Da wollen wir natürlich auch einmal an deren Gottesdiensten teilnehmen“, berichtet Greta von ihren Plänen. „Denen wird ja nachgesagt, dass die dort anders ablaufen als in Deutschland. Vielleicht mit mehr Spaß“, ergänzt Lola lachend.

Für Therese und Jannes geht die Reise Richtung Lima, der Hauptstadt Perus am 27. August los, „wenn die Visa noch rechtzeitig ankommen“, sagt Therese verzweifelt lachend. Die beiden werden in der Tagesbetreuung „Hogar Amor de Dios“ ihren Freiwilligendienst ableisten und sich ebenfalls um Kinder kümmern. 

Auf den Freiwilligendienst im Ausland sind die vier auf unterschiedliche Art aufmerksam geworden: Während Therese von Freunden von dem Angebot gehört hat, haben bei Greta und Jannes die Familien davon in der Zeitung gelesen und die Info an die beiden weitergeleitet. Lola hat proaktiv auf der Internetseite des „weltwärts“-Programms geschaut und ist da auf das Angebot des Bistums gestoßen.

Die vier machen sich auf in fremde Länder, mit einer gehörigen Portion Neugierde im Gepäck. Und sie erhoffen für sich, neben vielen neuen Eindrücken, „selbstständiger, selbstbewusster und mit einem Plan fürs Leben danach“ nach Deutschland zurückzukommen. „Ich möchte meinen Horizont erweitern und viele ehemalige Freiwillige haben erzählt, dass sie sich in dem Jahr ganz neu kennengelernt haben“, bringt es Jannes auf den Punkt. Und wenn doch einmal die Decke auf den Kopf zu fallen droht, „gibt es Ansprechpartner vor Ort. Und auch wir bleiben miteinander in Kontakt“, erzählt Referentin Rausche. Geplant seien monatliche Zoom-Konferenzen. „Das können wir ja jetzt nach Corona.“

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news-19946 Thu, 18 Aug 2022 16:19:24 +0200 Kirchenboot St. Nikolaus kehrt für das Hafenfest zurück nach Duisburg https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kirchenboot-st-nikolaus-kehrt-fuer-das-hafenfest-zurueck-nach-duisburg Warum das Schiff für das Wochenende wieder in Ruhrort festgemacht hat, welche Erinnerungen bei Duisburgern hochkommen und warum der Wasserstand eine Teilnahme am Hafenfest fast verhindert hätte. Ein Schiff auf Heimatbesuch: Zum Hafenfest in Duisburg-Ruhrort ist das Kirchenschiff St. Nikolaus zurück in ihren ursprünglichen Heimathafen gekommen. Gäste können das ehemalige Kirchenschiff am Wochenende besichtigen und wahrscheinlich auch – wenn es der Rheinpegel zulässt – Rundfahrten mit dem Schiff unternehmen. Das knapp 15 Meter lange Schiff, dass jahrzehntelang im Auftrag der Schifferseelsorge des Bistums im größten Binnenhafen der Welt unterwegs war, hat an der Uferpromenade in Ruhrort nahe der ehemaligen Schifferbörse festgemacht. Dort liegen beim Hafenfest noch andere historische Schiffe, Hafenrundfahrten starten von dort und auch der Kunstmarkt öffnet dort seine Holzbuden. 

Eigentlich liegt die St. Nikolaus seit mehr als einem Jahr in einem Museumshafen in Bremen-Vegesack. Doch in diesem Jahr haben sich die neuen Besitzer Clemens Rittel und Bärbel Dargel auf den weiten Weg nach Duisburg gemacht, um endlich beim Hafenfest dabei sein zu können. Knapp zwei Wochen haben sie  für die 400 Kilometer Fahrt über Flüsse und Kanäle über Oldenburg, Haren, Datteln und Oberhausen gebraucht. „Eigentlich wollten wir über den Wesel-Datteln-Kanal nach Duisburg kommen und der Werft des Schiffes noch einen Besuch abstatten“, sagt Clemens Rittel. „Aber der niedrige Wasserstand hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht.“  

Überhaupt: Der Rheinpegel ist ständiges Thema rund um das Hafenfest. Die St. Nikolaus hat die letzte Nacht in der Marina im Innenhafen verbracht, wo nur noch die sprichwörtliche Handbreit Wasser unterm Kiel war. „Noch ein paar Zentimeter weniger und wir hätten nicht kommen können“, sagt Rittel, der den Pegelstand ständig im Blick behält, damit er mit seiner Frau Anfang der Woche die Rückreise antreten kann.

Dass die St. Nikolaus wieder zu Hause ist, hat sich schnell in Ruhrort und Umgebung herumgesprochen. Die beiden Duisburger Heinz Wollhöfer und Rolf Fabritius sind am Donnerstag an der Uferpromenade und blicken auf die St. Nikolaus herab. „Da kommen Erinnerungen hoch“, sagt Heinz Wollhöfer (86), der früher oft an Bord war. „Wir sind mit dem Schifferseelsorger Werner Paquet und der Pfarrei-Jugend viel unterwegs gewesen. „Mit den Pfadfindern sind wir zum Baldeneysee gefahren oder nach Datteln zur Hafenkirmes. Und mein Sohn hat auf der St. Nikolaus sogar in der Fernsehserie ‚MS Franziska‘ einen Messdiener gespielt.“ Und manchmal habe das Kirchenschiff auch einfach nur als ausgelagerter Pfarrsaal gedient.Rolf Fabritius (76) erinnert sich: „Wir waren auch öfter bei der Nikolaus-Schiffsprozession in Assmannshausen. 560 Kilometer den Rhein rauf!“, sagt der Duisburger. „Wenn die Messe an Bord zu Ende war, dann haben wir über die Lautsprecher die Kirchenglocken läuten lassen und sind damit über den Rhein gefahren.“

In den kommenden Tagen will sich Wollhöfer, der selbst 10.000 Seemeilen auf Segelbooten zurückgelegt und auch auf Werften gearbeitet hat, unbedingt die St. Nikolaus von innen ansehen: Was hat sich geändert? Was ist geblieben? Zusammen mit den neuen Besitzerngeraten die beiden schon an der Uferpromenade ins fachsimpeln, vergleichen alte Fotos und blättern in Büchern.Und bevor die St. Nikolaus am Wochenanfang wieder abfährt steht noch ein Besuch in der St.-Maximilian-Kirche an. “Ich will mir unbedingt noch das Relief vom Heiligen Nikolaus, das früher wie eine Galionsfigur am Bug des Schiffes montiert war, in der Kirche ansehen”, sagt Rittel. 

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news-19945 Wed, 17 Aug 2022 17:19:19 +0200 Essener Dom lädt zu Sommerfest mit Flohmarkt und Freiluft-Gottesdienst https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-dom-laedt-zu-sommerfest-mit-flohmarkt-und-freiluft-gottesdienst Kirchengruppen bieten am Samstag, 27. August, rund um den Dom zum 25. Mal gut erhaltene Schnäppchen für den guten Zweck an. Außerdem lädt die Domschatzkammer zu Führungen - auch auf den Domturm. Um 17.30 Uhr endet das Fest mit einer Freiluft-Messe auf dem Domhof. Unter der Überschrift „genial sozial“ lädt der Essener Dom am Samstag, 27. August, zum Sommerfest und zum traditionellen Flohmarkt ein. Von 10 bis 16.30 Uhr bieten Kirchengruppen Liebenswertes, gut Erhaltenes und jede Menge Schnäppchen für den guten Zweck an: Die Hälfte der Erlöse des 25. Flohmarkts am Dom fließt in die Arbeit der Kirchengruppen, die andere kommt Projekten der international tätigen Hilfswerke Missio und Adveniat sowie der „Boje“, der katholischen Einrichtung der Jugendsozialarbeit in Essen, zugute.

Beim Sommerfest sorgt die Cityseelsorge „grüßgott“ mit Waffeln und Kuchen für die passende Verpflegung und – parallel zum Flohmarkt – heiteren Versteigerungs-Spaß. So haben die Organisatoren zum 25. Flohmarkt am Dom 25 Päckchen gepackt, die ab 13 Uhr nacheinander im Stil einer US-amerikanischen Versteigerung unters Volk gebracht werden. Einige enthalten ausgesuchte Trödel-Stücke, andere Preise, die man nicht kaufen kann – zum Beispiel Eintrittskarten zu exklusiven Domschatz-Veranstaltungen.

Für alle Sommerfestgäste bietet das Team der Domschatzkammer zudem kostenlose Führungen rund um die Architektur des Doms und den Schatz der Stiftsdamen an: Um 15 Uhr gibt’s eine kostenlose Tour durch den Domschatz – und jeweils um 14 und 16 Uhr starten Führungen auf den sonst nicht öffentlich zugänglichen Domturm. Treffpunkt zu den Führungen ist die Domschatzkammer, die zudem von 11 Uhr bis 17 Uhr gratis besucht werden kann und während des Sommerfests Jung und Alt zur Entdeckungstour „Geh auf Schatzsuche“ einlädt.

Um 17.30 Uhr geht das Sommerfest dann über in einen Freiluft-Gottesdienst auf dem Domhof, musikalisch mit Neuem Geistlichen Liedgut begleitet durch die BE-Sound-Band mit Stefan Glaser.

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news-19944 Mon, 15 Aug 2022 17:39:01 +0200 Essener Dom feiert den Heiligen Altfrid mit Gottesdiensten und Domschatz-Führung https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-dom-feiert-den-heiligen-altfrid-mit-gottesdiensten-und-domschatz-fuehrung Mitglieder der Altfrid-Bruderschaft tragen am Samstagabend die Reliquien des Mitbegründers von Stadt und Stift Essen aus der Dom-Krypta ins Kirchenschiff. Der Hl. Altfrid, Mitbegründer der Stadt und des Stifts Essen, steht am Samstag und Sonntag am Essener Dom im Fokus. Weil der Gedenktag des vor 1148 Jahren verstorbenen Bischofs, der 16. August, in diesem Jahr mitten in der Woche liegt, erinnert der Essener Dom am kommenden Wochenende mit Gottesdiensten und einer besonderen Führung an den Hl. Altfrid.

Am Samstagabend, 20. August, um 17.30 Uhr, bringen in der Vorabendmesse mit Dompropst Thomas Zander Mitglieder der Altfrid-Bruderschaft in einer feierlichen Prozession die Reliquien des Heiligen aus der Krypta ins Kirchenschiff des Doms. Außerdem nimmt die Bruderschaft in diesem Gottesdienst mit dem Essener Klaus Peter Optenhövel ein neues Mitglied in ihre Reihen auf. In der Messe am Sonntagabend um 19 Uhr mit Cityseelsorger Bernd Wolharn werden die Reliquien dann wieder zurück in die Krypta gebracht.

Bereits um 15 Uhr bietet am Samstag, 20. August, das Team der Essener Domschatzkammer eine einstündige Sonderführung zum Altfrid-Fest an. „Altfrid und wie alles begann“, heißt die Überschrift des Rundgangs, bei dem das Grab des Heiligen in der Dom-Krypta ebenso vorgestellt wird, wie ausgewählte Schatzstücke und die Architektur des Doms. Inklusive des Eintritts in den Domschatz kostet die Teilnahme an der Führung sechs Euro pro Person. Eine Anmeldung ist per E-Mail oder telefonisch (0201 / 2204206) möglich.

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news-19943 Mon, 15 Aug 2022 12:16:55 +0200 Erlebnispädagogin Nadine Piltz auf dem Jakobsweg: „Das war für mich eine Reise, die etwas anstößt“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/erlebnispaedagogin-nadine-piltz-auf-dem-jakobsweg-das-war-fuer-mich-eine-reise-die-etwas-anstoesst Ihre ganz persönliche Pilgerreise auf dem Jakobsweg war für Erlebnispädagogin Nadine Piltz vor allem eine Auszeit. Mitgenommen hat sie von diesem Weg aber auch Erfahrungen, die sie zukünftig in ihre Arbeit im Essener Jugendhaus St. Altfrid einbringen möchte. Als Nadine Piltz eines Morgens auf dem Jakobsweg in eine neue Etappe startet, ist es kein guter Tag. Sie fühlt sich einsam, zweifelt, ob sie den weiten Weg der nächsten Tage bis nach Santiago de Compostela durchhalten wird. Doch nach einigen Kilometern trifft sie drei Italiener auf der gleichen Route. Sie kennt sie schon, hat sie am Abend vorher kurz gesehen. „Wir sind ins Gespräch gekommen, sie haben mir Mut gemacht und mir ihre Handynummer für ein gemeinsames Abendessen gegeben“, erzählt die 39-Jährige. Ab diesem Tag treffen sich die vier Pilger jeden Abend, kommen am Ende des Jakobswegs gemeinsam ans Ziel. 
 
Das eigene Tempo finden, um sich auch verdiente Pausen zu gönnen 
 

„Diese Hilfe anzunehmen und dankbar dafür zu sein, hat mir viel bedeutet“, erzählt Piltz. „In meinem Beruf bin ich der Wegbegleiter so vieler Menschen, jetzt durfte ich selbst andere vertrauen.“ Die Entscheidung, den Jakobsweg auf 240 Kilometern alleine in rund zwei Wochen zu gehen, traf die Referentin für Jugendpastoral in Natur- und Erlebnispädagogik im Bistum Essen spontan. Schon lange habe sie den Wunsch gehabt, aber auch immer passende Ausreden gefunden, sagt sie lachend. „Diesen Sommer brauchte ich einfach eine Auszeit und vor allem Distanz, ohne ständig über die Dinge des Alltags zu grübeln. Ich wollte die Chance nutzen, sie im Gehen loslassen zu können, ich brauchte andere Herausforderungen – das war für mich kein Urlaub, es war eine Reise, die etwas anstößt.“

Auch wenn Nadine Piltz auf dieser Reise komplett abschaltet von Alltag und Beruf, seien die Erlebnisse auf dem Weg immer wieder geprägt gewesen von ihren Lebenserfahrungen. „Ich glaube schon, dass mein Beruf mich anders sensibilisiert hat. Ich bin sehr naturverbunden, nehme viel über die Sinne wahr, vor allem die Pinienwälder und Eukalyptusbäume am Wegrand haben mich fasziniert“, sagt sie. Immer wieder stellt sie sich auf dem Weg auch die Frage nach dem eigenen Tempo, stellt fest: Ihr Lauftempo ist recht schnell. Das passe oft zu ihrem sonstigen Lebenstempo, mache ihr aber auch deutlich: Sie muss und darf öfter Pause machen, um Körper und Seele die verdiente Ruhe zu geben, um danach wieder fit zu sein für neue Aufgaben. 

Achtsamer Wegbegleiter sein, wo es nötig ist

So, wie Nadine Piltz einige Erfahrungen als Erlebnispädagogin auf ihrer Reise zu Gute kommen, sammelt sie auf den Weg auch neue Ideen für ihre Arbeit. Eine Sache, die sie stark beschäftigt, sind die Waldbrände, die sich auch in der Region rund um den Jakobsweg ausbreiten. Jeden Tag prüft sie auf dem Smartphone die Brandgefahr auf ihrer Route, schätzt das Risiko neu ab. „Das hat mich wirklich tief berührt, so komplett ausgelöschte Landstriche zu sehen. Ich habe die Natur als sehr angeknackst erlebt“, sagt Piltz. „Ich will in Zukunft auf jeden Fall mehr auf Umwelt- und Klimabildung schauen, mich mehr damit auseinandersetzen, damit ich es den jungen Menschen bei uns im Jugendhaus St. Altfrid besser vermitteln kann.“ Und auch die italienischen Wegbegleiter, die ihr selbst auf dem Weg nach vorne geholfen haben, als sie es alleine nicht gut schaffte, haben die Pädagogin beruflich inspiriert. „Wir sind so wichtige Wegbegleiter für unsere Jugendlichen, die auch immer wieder in Lebenskrisen stecken, die jemanden von außen brauchen, dem sie vertrauen, der mit ihnen ein paar Schritte geht. Darauf möchte ich noch mehr achten und begleiten, wo es nötig ist.“

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news-19942 Fri, 12 Aug 2022 12:03:49 +0200 Institut für Lehrerfortbildung ist nun mitten in der Essener Innenstadt zuhause https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/institut-fuer-lehrerfortbildung-ist-nun-mitten-in-der-essener-innenstadt-zuhause Nach dem Auszug aus dem Kardinal-Hengsbach-Haus feiert das von den fünf NRW-Bistümern getragene Institut für Lehrerfortbildung am Samstag, 20. August, sein 50-jähriges Bestehen mit der Segnung neuer Räume im Essener Caritashaus. Interview mit IFL-Leiter Paul Platzbecker. Seit 50 Jahren engagiert sich das Essener Institut für Lehrerfortbildung (IfL) für die Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Im Auftrag der fünf katholischen Bistümer in NRW und anerkannt von der Landesregierung gibt es Angebote für Lehrkräfte aller Schulformen und fast aller Fächer. Zuletzt war das IfL im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen-Werden zuhause, das das Bistum Essen Anfang des Jahres verkauft hat. Deshalb haben die Beschäftigten in den Sommerferien die Kisten gepackt und in diesen Tagen neue Büros mitten in der Essener Innenstadt im Caritashaus, Am Porscheplatz 1, bezogen. Sein 50-jähriges Jubiläum feiert das IfL am Samstag, 20. August, mit einem Festgottesdienst mit Bischof Franz-Josef Overbeck im Essener Dom. Anschließend segnet der Bischof die neuen Räume.

Im Interview spricht der Leiter des IfL, Paul Platzbecker, vorab über den neuen Standort und die Themen, die Lehrerinnen und Lehrer in der Aus- und Weiterbildung derzeit besonders interessieren.

Frage: Welche Vorteile bietet der neue Standort im Caritashaus für Ihre Arbeit?

Paul Platzbecker: Spontan und praktisch: Die Anbindung an den ÖPNV, der nahe Hauptbahnhof bietet für die Angestellten der Verwaltung wie für die Lehrkräfte unserer Veranstaltungen sicher neue Möglichkeiten. Grundsätzlich aber müssen wir uns an den Wechsel vom beschaulich geschützten Park des Werdener Kardinal-Hengsbach-Hauses in die Realität der Essener Innenstadt noch gewöhnen. Auch wenn wir Veranstaltungen in ganz NRW anbieten – die wahrnehmbare „Schaltzentrale“ des Instituts hat sich damit ver-rückt. Hier befinden wir uns ohne Zweifel „Mitten im Leben“ - mit dem Sprung ins Zentrum begegnen wir zugleich den Herausforderungen an den Rändern unserer Gesellschaft. Das mahnt uns nicht zuletzt an die besondere Verantwortung, die wir für die Entwicklung und Begleitung unserer Schulen haben. Denn in ihnen werden Bildungs- und damit Lebenschancen vermittelt. Der gleichzeitige Blick auf den Essener Dom erinnert uns dabei an den Geist, aus dem heraus wir diese Verantwortung wahrnehmen. Auf diese neue Nachbarschaft freuen wir uns – möge sie inspirieren!

Viele Fortbildungsveranstaltungen werden heute digital angeboten, um Zeit und Reisekosten zu sparen – wie geht das Ifl mit dem Trend – auch in den Schulen - um?

Platzbecker: Pandemie-bedingt hat die Digitalisierung der Schullandschaft einen riesigen Schub erhalten. Viele Schulen in NRW haben sich auf den Weg gemacht, ihre digitale Ausstattung zu verbessern. Wir begleiten sie bei dieser Entwicklung, um einen didaktisch sinnvollen Einsatz digitaler Tools und Medien zu gewährleisten und einzuüben. Das tun wir in kritisch-konstruktiver Weise, in der wir nicht zuletzt auch die Grenzen und Schattenseiten der digitalen Transformation aus ethischer Sicht deutlich markieren. Während der Corona-Pandemie haben auch wir unsere eigenen Veranstaltungen weitgehend digital angeboten und so entsprechend wertvolle Erfahrungen gesammelt. Heute wissen wir nun besser, was online durchgeführt werden kann und was analog und präsentisch angeboten werden muss – eben weil Letzteres auf reale Begegnung der Lehrinnen und Lehrer angewiesen ist. Mit dieser wichtigen Unterscheidung werden wir nun mittelfristig beide Angebotsformen je nach Arbeitsbereich sinnvoll miteinander kombinieren. Ein reines Zurück in die Vor-Pandemie-Zeit kann und wird es nicht geben.

Die Corona-Pandemie hat Lehrerinnen und Lehrer in den vergangenen Monaten besonders herausgefordert. Wie spiegelt sich dies in der Ausrichtung der Ifl-Fortbildungsarbeit wider?

Platzbecker: Die lange Corona-Krise hat mit ihren Lockdowns, mit Präsenz- und Fernunterricht, mit Hybrid- und Wechselunterricht gravierende Einschränkungen für junge Menschen mit sich gebracht. Rückstände im Lernen, fehlende soziale Kontakte, psychische und gesundheitliche Belastungen – das ist für die Persönlichkeitsentwicklung vieler Schülerinnen und Schüler nicht folgenlos geblieben. Das haben wir in Gänze noch gar nicht alles gesichtet, so dass uns ein „Aufholen nach Corona“ noch lange beschäftigen wird. Denn wie ein Brennglas hat die Pandemie vorherige Defizite sichtbar gemacht oder gar noch verschärft. Vor allem die benachteiligten, eher bildungsfernen Schülerinnen und Schüler sind als „Verlierer“ noch weiter zurückgefallen. Wie wir diese besonders fördern, ist ein zentrales Thema unserer Fortbildungen. Angesichts der weiteren Krisen, die uns leider zugleich bedrängen, gilt es, das System Schule insgesamt wie die darin tätigen Lehrkräfte in ihrer Widerstandskraft, sprich: ihrer „Resilienz“ zu stärken. Das ist momentan eine unserer wesentlichen Herausforderungen!

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news-19941 Thu, 11 Aug 2022 15:20:31 +0200 Zwei Leichtverletzte nach Brand in Essener Caritas-Seniorenstift https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/zwei-leichtverletzte-nach-brand-in-essener-caritas-seniorenstift Couragierte Pflegekräfte des Caritas Stifts Lambertus dämmten das Feuer bis zum Eintreffen der Feuerwehr ein und führten die Bewohner in sichere Bereiche. Vor allem dank des couragierten Eingreifens der Pflegekräfte und der schnellen Hilfe der Feuerwehr hat ein Zimmerbrand im Essener Caritas-Stift Lambertus am Mittwochabend nur einen begrenzten Schaden verursacht. Wie die Essener Feuerwehr und der Caritasverband berichten, wurde die Feuerwehr zeitgleich über die automatische Brandmeldeanlage und Anrufe des Pflegepersonals alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten zwei Mitarbeiterinnen das Feuer – einen brennenden Schrank im Zimmer eines Bewohners – bereits mit einem Eimer Wasser eingedämmt und einen Bewohner aus dem Zimmer geführt. Ein weiterer Mann wurde durch die Feuerwehr hinausgeführt, die den Brand mit einem Kleinlöschgerät endgültige löschte und das Zimmer sowie den gesamten Wohnbereich entrauchte.

Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Bereichs wurden von Pflegekräften und Feuerwehrleuten evakuiert und in den Speisesaal gebracht. Dort wurden sie von den Mitarbeitenden sowie vom Rettungsdienst der Feuerwehr betreut und von Notärzten untersucht. Weil sie Brandrauch eingeatmet hatten wurden ein Mann aus dem Brandzimmer und eine weitere Bewohnerin vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Nach dem Ende der Lüftungsmaßnahmen konnten alle Bewohnerinnen und Bewohner in ihre Zimmer zurückkehren. Der Brandschaden beschränkt sich auf das betroffenen Zimmer und einen leichten Wasserschaden im Flur. Die Brandursache wird zurzeit von der Polizei ermittelt.

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news-19940 Thu, 11 Aug 2022 10:02:44 +0200 Gottesdienstreihe „Zeit für Gott“ jetzt am Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gottesdienstreihe-zeit-fuer-gott-jetzt-am-essener-dom Immer am zweiten Sonntag im Monat lädt die beliebte Reihe, die bislang im Kardinal-Hengsbach-Haus beheimatet war, mit besonderen musikalischen Akzenten sonntags um 19 Uhr zur Messfeier in den Dom. Los geht’s am kommenden Sonntag, 14. August. „Zeit für Gott“ heißen die beliebten Gottesdienste mit besonderen musikalischen Akzenten, die ab Sonntag, 14. August, an jedem zweiten Sonntag im Monat um 19 Uhr im Essener Dom gefeiert werden. Gemeinsam laden Cityseelsorger Bernd Wolharn und Domkapitular Kai Reinhold zu den Messen ein, bei denen unter anderem die spirituelle Kraft der Musik im Vordergrund steht. Den Auftakt gestaltet am Sonntag die Bochumer Band „INCANTAMUS“ mit Liedern aus dem Neuen Geistlichen Liedgut.

Schon seit mehreren Jahren gestaltet vor allem Cityseelsorger Wolharn die Sonntagabendmesse im Essener Dom, oft ebenfalls mit besonderen musikalischen Angeboten. Kombiniert wurde dieses Konzept nun mit den monatlichen „Zeit für Gott“-Gottesdiensten, die Domkapitular Reinhold bislang in der Kirche des Kardinal-Hengsbach-Hauses gefeiert hat, nachdem das Bistum Anfang des Jahres das Seminar- und Exerzitienhaus verkauft hatte. Im Dom feiern Reinhold und Wolharn die „Zeit für Gott“-Messen jeweils im monatlichen Wechsel. Im Anschluss an die Gottesdienste sind die Besucherinnen und Besucher zu Begegnungen im Kreuzgang eingeladen.

Diese Gottesdienste mit unterschiedlichen Musikstilen und -Gruppen sind bis zum Jahresende geplant:

  • 14.8.: Band INCANTAMUS, Bochum – Neues Geistliches Lied
  • 11.9.: BE Sound-Band und Projektchor Bistum Essen mit Stefan Glaser – Christliche Popularmusik: Neues Geistliches Lied, Taizé-Gesänge und Praise & Worship
  • 9.10.: Domorganist Sebastian Küchler-Blessing, Orgel, und Andreas Steffens, Saxophon – Geistliche Musik
  • 13.11.: Mitglieder der Essener Philharmoniker und Stefan Glaser, Orgel – Orgelkonzerte aus der Barockzeit und Klassik
  • 11.12.: Prof. Johannes Geffert, Orgel, und Ulrike Friedrich, Flöte - Geistliche Musik
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news-19938 Wed, 10 Aug 2022 15:17:09 +0200 125 Jahre Seelsorge am Kloster Mülheim-Saarn https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/125-jahre-seelsorge-am-kloster-muelheim-saarn Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt feiert zwei Tage mit Kräutergarten, Festmesse und Musik. Ihren 125-jährigen Geburtstag feiert die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Mülheim-Saarn an ihrem Patronatsfest, dem 15. August. In Süddeutschland und den Mittelmeerländern wird der Mariä-Himmelfahrtstag als staatlicher Feiertag begangen. Zwar gibt es am Montag, 15. August, keine Arbeitsruhe in Nordrhein-Westfalen. Dennoch feiern am kommenden Wochenende, 13. und 14. August, die Saarner Katholiken ihre Kirche St. Mariä Himmelfahrt. 

Seit 1983 kümmert sich ein Förderverein um den Bau des über 800 Jahre alten, aber im Zuge der Säkularisation 1808 aufgelösten Klosters, versucht das Gebäude zu erhalten und zu beleben. Klaus Fiß ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Vereins, er gibt eine Programmvorschau: „Am 13. August wird es einen zum Himmelfahrtstag passenden Kräuterworkshop in dem 2011 angelegten Kräutergarten im Klosterhof geben. Den Mariä-Himmelfahrts-Sonntag (14. August) läuten wir um 11.30 Uhr mit einer Festmesse ein. Um 16 Uhr führt Stefanie Horn durch den Kräutergarten. Und zum Ausklang des Kirchengeburtstagsfestes laden wir um 18 Uhr zu einer musikalischen Serenade in den Innenhof von Kloster Saarn ein und knüpfen damit an unsere seit 1985 bewährte und beliebte Reihe ‚Musik im Kloster Saarn‘ an.“  Weitere Informationen rund um das Weihejubiläum gibt es im Internet unter www.kloster-saarn.com.

Gut 80 Jahre nach der Klosterschließung wurde 1891 die Pfarrgemeinde gegründet, heute zählt sie rund 15.000 katholische Christen. Zunächst gehörte die Pfarrei zum Erzbistum Köln – Saarn war 1897 noch kein Stadtteil Mülheims, sondern Teil der 1904 eingemeindeten Landbürgermeisterei Broich. Die Saarner Pfarrkirche als Erweiterung der mittelalterlichen Klosterkirche ist einen Besuch wert: Neuromanisch, auf Sandstein erbaut, der hintere Teil des Kirchenschiffes stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde, so Pfarrer Christian Böckmann, „sehr harmonisch“ mit neueren Teilbauten verbunden. Ab 1895 wurde die Kirche umgebaut, die Kanzel verschwand, größere Fenster kamen, die „Nonnen-Empore“ der früheren Zisterzienserinnen blieb erhalten. Schließlich wurde das Klosterhaus als Tapetenfabrik genutzt. Seit den 1980er Jahren dienen die Räume als Bürgerbegegnungszentrum mit Pfarrbücherei, Bürgersaal, Cafeteria, Sozialwohnungen, Museum und Kräutergarten. Die „Saarner Klosterfreunde“ haben als Förderverein erheblichen Anteil daran, dass in den alten Gemäuern neue Angebote etabliert werden konnten. 

Die Kirche „Mariä Himmelfahrt“ ist seit den 1980er Jahren ein Ort der Kirchenmusik, unterstützt von drei Orgeln, dem hohen Engagement von Folkwang-Dozent Werner Schepp und der Unterstützung der „Klosterfreunde“. 


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news-19937 Wed, 10 Aug 2022 13:39:48 +0200 Gottes Segen für ein gutes neues Schuljahr https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gottes-segen-fuer-ein-gutes-neues-schuljahr Viele Schulen und Gemeinden feiern mit Kindern und Jugendlichen Gottesdienste, in denen sie um Gottes Segen für ein gelungenes neues Schuljahr beten. Schulanfang mit Gottes Segen: Wie am Bischöflichen Gymnasium am Essener Stoppenberg sind am Mittwoch viele Schülerinnen und Schüler an katholischen Grund- und weiterführenden Schulen nach sechseinhalb Wochen Sommerferien mit Gottesdiensten in das neue Schuljahr gestartet.

Unter dem Motto „Hand in Hand“ hat das Schulseelsorge-Team mit Andreas Strüder, Eva Marciniak und Maximilian Strozyk am Mittwochmorgen beim Gottesdienst in der Aula des Gymnasiums am Stoppenberg vor allem die Schulgemeinschaft in den Fokus gestellt. „Wenn wir uns hier im Schulzentrum am Stoppenberg die Hände reichen und füreinander einstehen, dann tun wir das, was Jesus auch getan hat, und sind damit in einer guten, christlichen Spur unterwegs“, sagte Strozyk. Er verwies auf die Bibelstelle, die davon erzählt, wie Jesus mit seinen Händen Kinder segnet. „Wir als Menschen können mit unseren Händen ganz schön was schaffen“, so Strozyk. „Und wenn’s mal anstrengend wird, sind wir von unserem Gott gehalten, er ist für uns da.“ Bereits am Montag hatte das Seelsorge-Team in einem eigenen Gottesdienst mit den Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums und der Sekundarschule um Segen für das neue Schuljahr gebetet, insbesondere auch für die neuen Lehrkräfte der beiden Schulen. Und auch die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler werden am Stoppenberg mit einem eigenen Gottesdienst begrüßt.

Am morgigen Donnerstag feiern dann überall im Bistum Essen viele Gemeinden weitere Gottesdienste zur Einschulung der „I-Dötzchen“. Ihnen hat Bischof Franz-Josef Overbeck zur Einschulung eigens einen Brief geschrieben.

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news-19936 Wed, 10 Aug 2022 11:30:26 +0200 Bischof schreibt 4700 Kindern zum Start in der Grundschule https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-schreibt-4700-kindern-zum-start-in-der-grundschule Alle katholischen Erstklässlerinnen und Erstklässler bekommen eine bunte Karte und ein Holzlineal. Rund 4700 Mädchen und Jungen im Bistum Essen, die am Donnerstag zum ersten Mal zur Schule gehen, haben in den vergangenen Tagen Post von Bischof Franz-Josef Overbeck erhalten. „Bald bist du endlich ein Schulkind … und das wird ganz schön spannend“ steht auf der bunten Karte, die Overbeck allen katholischen Erstklässlerinnen und Erstklässlern im Ruhrbistum geschickt hat. Der Bischof schreibt über die vielen Umstellungen, die der Schulanfang bedeutet: Abschied von Kita, von Freundinnen und Freunden – und der Neuanfang in der Schule. „Manches kannst du bestimmt schon gut. Bei anderem brauchst du noch Hilfe“, schreibt Overbeck und verweist neben „Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Geschwistern, Oma und Opa, Freundinnen und Freunden“, auf Gott, der die Kinder immer begleite und immer für sie da sei. „Im Schulfach Religion lernst du mehr über Gott“, so Overbeck. „Alles, was du über die Welt, dein Leben und die Menschen wissen möchtest, kannst du dann fragen.“

Neben der bunten Karte steckt in den Briefen vom Bischof auch etwas ganz Praktisches für den Schulanfang: Ein hölzernes Lineal mit dem Ansporn „Wachse über dich hinaus!“.

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news-19935 Tue, 09 Aug 2022 13:37:54 +0200 Letzte Generaloberin des Theresia-Albers-Ordens gestorben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/letzte-generaloberin-des-theresia-albers-ordens-gestorben Schwester Maria Dorothea überführte den Anfang des 20. Jahrhunderts gegründeten Orden in die nach der Gründerin benannte Stiftung. Die Theresia-Albers-Stiftung führt die Sozialeinrichtungen in Hattingen und Umgebung heute weiter. Vom Orden der „Schwestern zum Zeugnis der Liebe Christi“ leben heute noch vier Schwestern. Das Bistum Essen trauert um Schwester Maria Dorothea, die als letzte Ordensoberin die Geschicke der „Schwestern zum Zeugnis der Liebe Christi“ geleitet hat und am vergangenen Mittwoch im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Der von Theresia Albers gegründete Orden hat sich seit den 1920er Jahren schwerpunktmäßig in Hattingen, aber auch in vielen anderen Städten für arme und benachteiligte Menschen eingesetzt. Als der Orden immer kleiner wurde, wurde 1996 die Theresia-Albers-Stiftung gegründet, die das Werk des Ordens heute weiterführt.

Schwester Maria Dorothea wurde am 13. Dezember 1941 als Christa Thuer in Wanne-Eickel geboren. Nach Luftangriffen ausgebombt wurde ihre Familie 1943 nach Berge bei Anröchte im Kreis Lippstadt verschlagen. In diesem Dorf hatte die junge Schwesterngemeinschaft von Theresia Albers eine Filiale gegündet, deren Kindergarten Christa Thuer besuchte. Später kam sie mit den in der Niederlassung lebenden Schwestern in Kontakt und ließ sich von ihrem Engagement faszinieren. Im Oktober 1961 trat sie in die Gemeinschaft ein und erhielt 1962 den Ordensnamen und das Schwesternkleid. Drei Jahre später besuchte sie die höhere Fachschule für Sozialarbeit und machte das Examen als Heimerzieherin. In diesem Beruf arbeitete sie über 30 Jahre im Haus Theresia in Hattingen-Bredenscheid.

Am 14. Oktober 1998 wurde Schwester Dorothea nach dem plötzlichen Tod der Ordensoberin Schwester Maria Gerhardis zu deren Nachfolgerin gewählt. Ihre Amtszeit als Generaloberin war geprägt durch die Ordnung des Nachlasses der Ordensgründerin Theresia Albers und die Sorge um die kleiner werdende Kongregation der „Schwestern zum Zeugnis der Liebe Christi“. In Verantwortung für jede einzelne Schwester führte sie den Orden in die zwei Jahre zuvor zu diesem Zweck gegründete Theresia-Albers-Stiftung. Nach dem Tod von Schwester Dorothea leben heute noch vier Schwestern in Senioreneinrichtungen in Hattingen und Essen.

Schwester Dorothea prägte maßgeblich das spirituelle Leben in Hattingen und Umgebung und leitete selbst zahlreiche sehr beliebte Einkehrtage im Haus Theresia. Nach einem Gottesdienst im Haus Theresia wird Schwester Dorothea am Donnerstag, 11. August, um 10 Uhr auf dem Waldfriedhof in Bredenscheid beigesetzt, wo bereits zahlreiche andere Schwestern des Ordens ihre letzte Ruhe gefunden haben.

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news-19934 Mon, 08 Aug 2022 18:34:19 +0200 Ausbildungsstart für neue Seelsorgerinnen und Seelsorger im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ausbildungsstart-fuer-neue-seelsorgerinnen-und-seelsorger-im-bistum-essen Zwei Männer und zwei Frauen beginnen in diesen Tagen ihre Ausbildung zu Gemeinde- oder Pastoralreferentinnen oder -referenten. Neben der gemeinsamen bistumsweiten Ausbildung erfahren sie die Seelsorge-Praxis in Pfarreien in Essen, Gladbeck und Bochum. Neue Seelsorgerinnen und Seelsorger für das Bistum Essen: Zwei Männer und zwei Frauen beginnen in diesen Tagen ihre Ausbildung zu Gemeinde- oder Pastoralreferentinnen und –referenten, um künftig die Seelsorge im Ruhrbistum zu unterstützen. Ausgebildet werden sie in den kommenden Jahren in der praktischen Arbeit in Pfarreien in Essen, Gladbeck und Bochum sowie in zahlreichen gemeinsamen Kursen. Die vier angehenden Seelsorgerinnen und Seelsorger sind:

  • Gemeindeassistentin Marina Danial aus Essen. Die verheiratete Mutter eines zweijährigen Sohnes hat Angewandte Theologie in Paderborn studiert. Sie interssiert sich leidenschaftlich für die Bereiche Interreligiosität und Selbstbefähigung und freut sich daher besonders auf den Schulunterricht, der fester Bestandteil ihrer Ausbildung in der Pfarrei St. Dionysius in Essen-Borbeck sein wird.
  • Gemeindeassistent Christopher Frieling aus Velbert. Nach seinem Studium in Essen und Paderborn war er bereits als Referent im katholischen Stadtdekanat Mülheim an der Ruhr tätig. Seine Ausbildungspfarrei wird die Pfarrei St. Josef auf der Essener Ruhrhalbinsel.
  • Pastoralassistent Thomas Halagan aus Hildesheim hat in Frankfurt, Krakau, Rom, Washington und Bochum studiert und zunächst überlegt, Priester im Bistum Hildesheim zu werden. Nun lässt er sich im Ruhrbistum zum Pastoralreferenten ausbilden. Parallel engagiert er sich im Schauspielhaus Bochum sowie im theologischen Podcast „Heilige und Halunken“. Halagan wird in der Gladbecker Pfarrei St. Lamberti ausgebildet.
  • Pastoralassistentin Agnes Klais aus Dortmund ist ausgebildete Tanztherapeutin und war bereits elf Jahre in Frankreich und Belgien in der Seelsorge tätig, unter anderem als Geistliche Begleiterin und der Gestaltung von Exerzitien. Von ihrer Erfahrung kann nun ihre Ausbildungspfarrei Liebfrauen in Bochum profitieren.

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news-19933 Mon, 08 Aug 2022 11:17:08 +0200 Küchler-Blessing stellt 18. Internationalen Orgelzyklus unter das Thema „Bach“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kuechler-blessing-stellt-18-internationalen-orgelzyklus-unter-das-thema-bach Zum Auftakt der Konzertreihe präsentiert der Domorganist am Mitwoch, 17. August im Essener Dom Werke von Bach, Knecht, Kerll, Medek und Reger. Johann Sebastian Bach zeichnete seine Werke mit S.D.G., mit „Soli Deo Gloria“ – allein Gott zu Ehren. „Auch heißt es, er sei Anfang und Ende aller Musik“, sagt Domorganist Küchler-Blessing. Die sechs Konzerte des 18. Internationalen Orgelzyklus im Essener Dom wollen „die Wege vor und zu Bach“ nachzeichnen und zeigen, „welche unterschiedlichen Traditionen aus der Musik Bachs erwachsen sind. Die Abende stehen gewissermaßen in der ideellen Erbfolge Bachs.“

Die Reihe beginnt am Mittwoch, 17. August, um 19.30 Uhr mit der virtuosen „Fantasie und Fuge“ in g-moll von Johann Sebastian Bach, in der wild-fantasierende Abschnitte mit strengen kontrastieren. Im Anschluss präsentiert Küchler-Blessing auf der Rieger-Orgel eines der ersten Werke der Programm-Musik: „Die durch ein Donnerwetter unterbrochne Hirtenwonne“ von Justin Heinrich Knecht.  Mit der Komposition „Capriccio sopra il Cucu“ von Johann Caspar von Kerll und dem sich anschließenden Stück „Gebrochene Flügel“ von Tilo Medek stellt der Domorganist Natur und Maschine gegenüber und testet damit die technischen Grenzen der Domorgel aus. Zum Abschluss erklingt die große „Phantasie und Fuge über B-A-C-H“ von Max Reger. Reger nimmt die vier Buchstaben des Namens Bach als Keimzelle für eines der Höhepunkte der Orgelliteratur, das zugleich als eines der schwersten Orgelwerke gilt.

Der 18. Internationale Orgelzyklus am Essener Dom im Überblick, die Konzerte beginnen jeweils mittwochs um 19.30 Uhr:

  • 17. August: „Bach – Anfang und Ende alles Musik“ mit Domorganist Sebastian Küchler-Blessing
  • 24. August: „Bach und Frankreich“ mit Michelkantor Jörg Endebrock, Hamburg
  • 31. August: „Nicht Bach, Meer sollte er heißen“ mit Prof. Christian Schmitt, Rotterdam/Bamberg
  • 7. September: „Wege zu Bach“ mit Léon Berben, Köln/Ostönnen
  • 14. September: „Liszt und Bach“ mit Hoforganist Stéphane Mottoul, Luzern
  • 21. September: „Die Kunst der Fuge“ mit Prof. Dr. Ludger Lohmann, Stuttgart

Dank der Unterstützung durch die Pax-Bank ist der Eintritt zu allen Konzerten des Orgelzyklus frei. Während der Konzerte überträgt eine Videokamera die Aktionen der Organisten von der Orgelbühne auf eine Leinwand im Kirchenschiff. Nach Konzertbeginn ist kein Einlass mehr möglich.

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news-19931 Sun, 07 Aug 2022 16:02:10 +0200 Große Freiluft-Messe auf dem Oberhausener Platz der Guten Hoffnung https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/grosse-freiluft-messe-auf-dem-oberhausener-platz-der-guten-hoffnung Gottesdienst vor dem Centro macht Mut in Krisenzeiten – und weckt Hoffnung für ein konkretes Projekt am Einkaufszentrum: Das seit über zwei Jahren geschlossene Ökumenische Kirchenzentrum soll wieder öffnen, künftig mit Caritas und Jugendberufshilfe „Die Kurbel“ als Partner. Ein Zeichen der Hoffnung gegen Krisen und Krieg und für ein gutes Zusammenleben haben rund 800 katholische Christinnen und Christen in Oberhausen am Sonntag mit ihrem fünften stadtweiten Freiluft-Gottesdienst gesetzt. Erstmals konnten sich die Gläubigen aus allen vier Pfarreien der Stadt wieder ohne Coronabeschränkungen zu einem gemeinsamen Freiluftgottesdienst am letzten Sonntag der Sommerferien treffen. Diesmal waren Altar-Bühne, Bänke und Sonnenschirme vor dem großen Einkaufzentrum Westfield Centro aufgebaut – der Fläche, die in Erinnerung an das früher dort ansässige Stahlwerk, Platz der Guten Hoffnung heißt.

Sinnstiftender hätte eine Adresse für diese Freiluft-Messe kaum sein können. „Gute Hoffnung, das ist es, was uns als Christen und Christinnen, als Kirche innewohnt und Kraft gibt. Die Hoffnung, dass uns der gute Gott auch in schwierigsten Zeiten trägt und begleitet“, sagte der Oberhausener Katholikenrats-Vorsitzende Thomas Gäng in seiner Begrüßung. Und Stadtdechant André Müller, der in Oberhausen seinen ersten stadtweiten Gottesdienst feierte, betonte, dass Christen einen guten Grund für ihre Hoffnung hätten: „Wir stehen auf einem guten Fundament: Der Liebe Gottes.“ Davon sollten alle Menschen erfahren.

Ökumenisches Kirchenzentrum wird bald umgebaut

Zugleich steht der Ort vor dem Centro auch für eine ganz konkrete christliche Hoffnung: Seit 1997 haben dort Seelsorger sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Kirchen die Menschen in einem der größten Einkaufszentren Europas begrüßt und ihnen alternative Angebote zu Konsum und Kommerz gemacht. Mit dem ersten Corona-Lockdown musste das Ökumenische Kirchenzentrum – Adresse: Platz der Guten Hoffnung 1 – schließen. Nun konnte Gäng verkünden: „dass wir gemeinsam mit der evangelischen Kirche in Oberhausen dabei sind, dem Ökumenischen Kirchenzentrum eine neue und gute Perspektive zu geben.“ Gemeinsam mit dem evangelischen Superintendenten Joachim Deterding stellte Gäng den Gläubigen das Konzept vor, nachdem künftig der Oberhausener Caritasverband und die Jugendberufshilfe „Die Kurbel“ das gastronomische Angebot im Kirchenzentrum übernehmen sollen. „Das gibt uns Kirchen die Möglichkeit, Seelsorge anzubieten“, sagte Deterding. Noch sei nicht klar, wann das Kirchenzentrum wieder öffnen könne, zunächst müssten Handwerker in den Innenräumen und im Außenbereich tätig werden. Hierbei unterstützt das Bistum Essen die beiden Kirchen, Caritas und „Die Kurbel“ finanziell. „Sobald es irgendwie geht, mit dem neuen Konzept zu starten, werden wir öffnen“, kündigt Deterding unter dem Applaus der Gläubigen an.

„Wir können keine Sekunde ohne Hoffnung leben“

Dass es den Menschen in Oberhausen jedoch nicht nur um ihre eigene Stadt geht, wurde durch den anderen großen Partnern beim Hoffnungs-Gottesdienst deutlich: Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat, vertreten durch Geschäftsführer Pater Martin Maier. Der Mensch könne eine Zeitlang ohne Essen, Trinken und selbst ohne Luft zu holen leben, sagte der Jesuit in seiner Predigt: „Aber wir können keine Sekunde ohne Hoffnung leben.“ Es gehe um Hoffnung und Vertrauen auf die Zukunft, dass es besser werde. Doch angesichts der vielen Krisen und Bedrohungen „wird diese Hoffnung derzeit auf die Probe gestellt.“ Maier berichtet aus Lateinamerika, von Initiativen, in denen sich Menschen aus der Hoffnung auf eine bessere Zukunft zusammenschließen und – trotz Armut, Hunger und Gewalt – versuchen, ihre Welt besser zu machen. „Das ist die Hoffnung Jesu“, sagt Maier, „dass eine geschwisterliche, friedliche Welt möglich ist.“ Und als Maier von der Altarbühne von „Biotopen der Hoffnung“ spricht, mögen manche der Gläubigen auf den Bierzelt-Bänken nach rechts zum Ökumenischen Kirchenzentrum geschaut haben: Im Centro-Umfeld könnte auch dies künftig für Besucherinnen und Besucher wieder ein „Biotop der Hoffnung“ werden.

Zumindest von der kulinarischen Qualität der neuen Partner im Kirchenzentrum können sich die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes gleich nach dem Segen an den Ständen mit Speisen und Getränken überzeugen – musikalisch untermalt von der Essener Band „Werktagskapelle“ mit dem Oberhausener Caritas-Direktor Michael Kreuzfelder am Schlagzeug. So bleiben viele noch für einen Frühschoppen oder einen Mittagsimbiss und genießen das warme Sommerwetter auf dem Platz der Guten Hoffnung.

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news-19930 Fri, 05 Aug 2022 23:46:57 +0200 Stimmungsvoller Gottesdienst zum Auftakt des Ruhr-CSD in Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/stimmungsvoller-gottesdienst-zum-auftakt-des-ruhr-csd-in-essen Queere Community feierte mit ökumenischem Zelebrationsteam in der Marktkirche. Gottesdienst stellte die Vielfalt in den Mittelpunkt und die Schwierigkeiten, diese wahrzunehmen. „Ich sehe was, was du nicht siehst …“ Die Augen und das Herz zu öffnen, um jeden Menschen so zu sehen, wie er oder sie ist, darum ging es am Freitagabend in der Essener Marktkirche. Gut 50 Menschen, größtenteils aus der queeren Community, feierten dort einen ökumenischen Gottesdienst als stimmungsvollen Auftakt des Essener CSD-Wochenendes. Traditionell laden die katholische, die evangelische und die altkatholische Kirche am Vorabend des Ruhr-CSD, der Essener Christopher-Street-Day-Parade, zum gemeinsamen Gebet ein. Und das schloss an diesem Abend nicht nur die große Vielfalt an Formen der Liebe ein, die viele gemeinhin mit dem CSD verbinden, sondern auch die große Vielfalt an Geschlechtsidentitäten: Mann, Frau, non-binär, trans*, inter* … Viele homosexuelle Paare würden die Frage kennen „Wer ist denn nun bei euch der Mann und wer die Frau?“, sagte der alt-katholische Priester Christian Rütten. „Wir nehmen unsere Umwelt wahr, wie wir es gewohnt sind, sie zu sehen.“

Diesen Blick zu weiten, dazu luden zwei Geschichten ein: Die evangelische Pastorin Petra Simon erzählte von einem ganz besonders engagierten Augenoptiker, der sich von Jesu‘ Blindenheilung inspiriert fühlte. Und der katholische Priester Gerd Wittka las aus „Der kleine Prinz“: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Dieser gern als Trauspruch verwendete Satz bekam in dem Gottesdienst mit Blick auf die Vielfalt in der Gesellschaft einen besonderen Sinn. Der Text lade dazu ein, „die Welt mit anderen Augen zu sehen“, sagte Wittka. „Mit anderen Augen sehen heißt, offen zu sein für den Anderen, heißt, sich gegenseitig kennenlernen zu wollen.“

Musikalisch am Flügel gefühlvoll begleitet von Krankenhausseelsorger Michael Kampmann brachten anschließend viele Menschen ihre persönlichen Bitten zum Altar: Offen ausgesprochen am Mikrofon – zum Beispiel für mehr Respekt und Toleranz, aber auch für eine eigene offenere Haltung – oder still mit einer Blume als Zeichen. So stand schließlich ein bunter Blumenstrauß auf dem Altar am Ende dieses eher bedächtigen Gottesdienstes. Ein ruhiger Einstieg in ein Wochenende, das für die meisten Besucherinnen und Besucher der Marktkirche wohl spätestens am Samstag beim CSD-Umzug noch laut und schrill genug werden dürfte.

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news-19928 Fri, 05 Aug 2022 11:11:45 +0200 Lina Wittemeier möchte mit christlicher Pop-Musik bewegen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/lina-wittemeier-moechte-mit-christlicher-pop-musik-bewegen Die 24-jährige Sängerin und Pianistin ist die neue Pop-Kantorin des Bistums Essen. Nachdem das Bistum zwischen 2017 und 2020 bereits erste Projekterfahrungen mit christlicher Pop-Musik gemacht hat, wird diese nun als fester Bestandteil der Kirchenmusik in der Diözese verankert. Zugleich beteiligt sich der Evangelische Kirchenkreis Essen an der Initiative und unterstreicht so die ökumenische Bedeutung dieser Musik. „Komm und lobe den Herrn, meine Seele singt, bete den König an!“, klingt es in der Essener Marktkirche. Kein Mikrofon, auch das E-Piano schweigt: Lina Wittemeier singt a capella. Doch was eigentlich nur als spontane Einlage für den Fototermin gedacht war, sorgt bei den wenigen Menschen, die an diesem Mittag das Gotteshaus besuchen, für Gänsehaut. So soll das auch künftig sein: Die 24-jährige Sängerin und Pianistin ist die neue Pop-Kantorin des Bistums Essen. Mit Chor-Workshops, Gottesdiensten, Band-Coachings und Konzerten will sie christliche Pop-Musik und andere moderne Musik-Stile mit Glaubensinhalten bekannt machen und verbreiten. Nicht als Konkurrenz zu Orgel und Bach-Choral, sondern als Alternative für die – meist jüngeren – Menschen, die mit klassischer Kirchenmusik nicht viel anfangen können.

„Das geht ganz viel über Emotionen“, sagt der Kirchenmusikbeauftragte des Ruhrbistums, Stefan Glaser, der sich schon seit mehr als fünf Jahren für eine professionelle moderne Kirchenmusik wie „Praise&Worship“ stark macht. Denn mit Wittemeier knüpft das Ruhrbistum nach einer längeren Corona-Pause an das seinerzeit bundesweit erste katholische Pop-Kantoren-Projekt an, mit dem die Diözese bereits ab 2017 erste Erfahrungen gesammelt hat. Neu ist nun, dass das Bistum die christliche Popmusik nicht mehr als Projekt behandelt, sondern ihr einen dauerhaften Platz in der Kirchenmusik gegeben hat: Lina Wittemeier ist als Pop-Kantorin fest angestellt.

Ökumenische Zusammenarbeit bei der Kirchenmusik

Zugleich hat das Thema im Ruhrgebiet nun auch eine ökumenische Dimension: Gospel, Praise&Worship, Taizé-Musik oder Neues Geistliches Liedgut sind in der katholischen wie in der evangelischen Kirche bekannt. Deshalb beteiligt sich der Evangelische Kirchenkreis an der kirchlichen Popmusik-Initiative des Ruhrbistums und steuert vorerst für die nächsten drei Jahre insgesamt 75.000 Euro zur Finanzierung bei. Nach dem Start der gemeinsamen Kirchenmusik-Ausbildung in der Bischöflichen Kirchenmusikschule ist dies aus Sicht des evangelischen Kreiskantors Thomas Rudolph ein weiterer „Meilenstein in der Zusammenarbeit“. Als Kreiskantor freue er sich sehr, „dass die christliche Popularmusik, die sich in vielen Gemeinden bereits großer Beliebtheit erfreut, in den kommenden Jahren eine professionelle Aufbauarbeit erfährt“.

Ökumene und Professionalität: Dafür steht Lina Wittemeier. Aufgewachsen in Ostwestfalen ist sie über die Oma zum Klavierspiel gekommen und hat als Schülerin erste Erfahrungen in einer Kirchen-Band gesammelt. Zuletzt hat sie sechs Jahre an der Wittener Pop-Akademie studiert, der Pop-Abteilung der evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten. Dort war Martin Drazek einer ihrer Dozenten, der ebenfalls als Pop-Kantor im Ruhrbistum gewirkt hat und heute Musik-Professor in Witten ist. Wittemeier gehört zur Handvoll der ersten Absolvierenden des neuen Wittener Master-Studiengangs „Kirchenmusikalische Ausbildung für den Pop-Bereich“ – und hat sich als Protestantin bewusst für einen Job im katholischen Bistum Essen entschieden: „Ich glaube, dass sich hier im Bistum Essen viel bewegt – und man viel bewegen kann.“

„Ich finde es bereichernd, andere Leute mit Musik in Kontakt zu bringen“

Und wenn’s um Musik geht, möchte Wittemeier gern ihren Teil dazu beitragen. „Ich finde es bereichernd, andere Leute mit Musik in Kontakt zu bringen“, beschreibt sie ihre Aufgabe. Als Pop-Kantorin gehe es darum, die eigenen Fähigkeiten weiterzugeben und nicht, sich selbst darzustellen. Wie ihre Vorgänger wird sie deshalb vor allem mit Chören, Bands und Einzelpersonen arbeiten, die sich für christliche Popmusik interessieren. Und sie bietet Coachings an für Musik-Gruppen, die schon in diesem Bereich unterwegs sind und mit Wittemeiers Hilfe besser werden möchten. „Daneben wird es auch Veranstaltungen und Gottesdienste in Verbindung zum Beispiel mit Workshops und offenem Singen  geben“, kündigt Glaser an. So ist Wittemeier zusammen mit anderen Musikerinnen und Musikern bereits fest beim Essener Reformationsfest der Evangelischen Stadtkirche eingeplant. Und auch die Gelsenkirchener Jugendkirche „GleisX“ soll wieder ein besonderer Ort für christliche Pop-Musik werden.

Gefragt nach ihrem Lieblingstitel aus der Praise&Worship-Welt schüttelt Pop-Kantorin Wittemeier den Kopf: „Nein, da gibt es nicht das eine Lied. Dafür ist die Vielfalt viel zu groß und es hängt immer von meiner Stimmung ab, ob mich zum Beispiel gerade eher eine sehr gefühlvolle Musik oder ein besonders tiefgehender Text anspricht.“ All dies böte die christliche Pop-Musik, sagt Wittemeier, die „auf jeden Fall das Potenzial“ sieht, dass die moderne und die klassische Kirchenmusik im Bistum Essen gut nebeneinander stehen können. Um Menschen anzusprechen müssten beide Musik-Formen gut, also professionell, gespielt werden. Während dies bei der klassischen Kirchenmusik längst selbstverständlich sei, zögen Bistümer, Landeskirchen und Hochschulen in der kirchlichen Pop-Musik nun langsam nach.

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news-19927 Wed, 03 Aug 2022 14:20:41 +0200 Mitmachen beim Flohmarkt am Dom: Noch Plätze frei für Kirchengruppen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/mitmachen-beim-flohmarkt-am-dom-noch-plaetze-frei-fuer-kirchengruppen Nach zweijähriger Corona-Pause wird diesmal das 25-jährige Flohmarkt-Jubiläum mit einem bunten Programm gefeiert. Zugleich lädt „grüßgott”, die Cityseelsorge am Essener Dom, zum Sommerfest ein. Endlich gibt es wieder einen Flohmarkt am Dom. Am Samstag, 27. August 2022, von 10 bis 16.30 Uhr stehen Pfarreien und kirchliche Gruppen mit ihren Ständen auf der Kettwiger Straße in der Essener Innenstadt und bieten allerhand gut erhaltene Schnäppchen zum Stöbern und Kaufen an. Nach einer zweijährigen Corona-Pause wird in diesem Jahr mit einem bunten Rahmenprogramm das 25-jährige Flohmarkt-Jubiläum begangen. Es ist Teil des Sommerfestes, das seit 2018 am Flohmarkt-Tag rund um den Essener Dom gefeiert wird.

Pfarreien und Gruppen, die einen Flohmarktstand anbieten wollen, müssen sich nun beeilen. Bis zum 13. August kann man seinen Stand noch anmelden beim Organisator Meinrad Rupieper, Referent der Abteilung Weltkirche im Bistum Essen (Tel. 0201 / 2204 372, E-Mail: meinrad.rupieper@bistum-essen.de). Der Erlös des Verkaufs verbleibt zur Hälfte bei den Pfarreien und Gruppen für die kirchliche Arbeit vor Ort. Die andere Hälfte fließt in Hilfsprojekte der international tätigen Hilfswerke Missio und Adveniat sowie der „Boje“, der katholischen Einrichtung der Jugendsozialarbeit in Essen.

Neben dem Shopping an den Flohmarktständen gibt es beim Sommerfest der Cityseelsorge „grüßgott” noch viel mehr zu erleben: Freien Eintritt in den Domschatz mit Führung um 15 Uhr, oder unter dem Titel „Geh auf Schatzsuche“ eine Entdeckungstour für Jung und Alt durch die Innenstadt, außerdem Turmführungen am Dom um 14 und 16 Uhr. Natürlich gibt es auch Waffeln und Kuchen – und anlässlich des 25-jährigen Flohmarktjubiläums eine amerikanische Versteigerung. Der Tag schließt um 17.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Domhof. 

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news-19926 Tue, 02 Aug 2022 13:06:42 +0200 Ehrenzeichen des Ruhrbistums für Johannes Brzyk aus Herz Jesu in Duisburg-Neumühl https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ehrenzeichen-des-ruhrbistums-fuer-johannes-brzyk-aus-herz-jesu-in-duisburg-neumuehl Der 76-jährige Brzyk engagiert sich seit Jahrzehnten für seine Gemeinde und den „Schmidthorster Dom“. Das Bistum ehrt einen langjährigen Verantwortungsträger in der Herz Jesu-Gemeinde im Duisburger Norden: Johannes Brzyk erhält das „Franz Kardinal Hengsbach-Ehrenzeichen“. Das Kirchenleben mitgestalten, Fördergelder sammeln, überall mit anpacken und vor allem die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde im Stadtteil Hamborn vorantreiben: Der 76-Jährige Brzyk war und ist überall dabei.

Johannes Brzyks denkmalgeschützte Heimatkirche Herz Jesu, 1913 fertiggestellt und zuletzt 2002 saniert, gilt als Wahrzeichen des Duisburg-Hamborner Stadtteils Neumühl und ist eine der größten Kirchen des Ruhrgebiets. Ihr Beiname „Schmidthorster Dom“ zeigt, wie wichtig den Katholikinnen und Katholiken im Neumühler Ortsteil Schmidthorst ihre Kirche ist. Kein Wunder also, dass Johannes Brzyk viel Energie investiert hat, um diesen Kirchenbau zu erhalten. Die Gründung eines Fördervereins im Jahr 2001 hat er mit initiiert und war bis 2021 als dessen Kassenwart tätig, um zusätzliche Mittel für Sanierung und Gestaltung zu gewinnen – sei es durch Verkäufe, Märkte oder Charity-Dinner.

Den Schmidthorster Dom in Duisburg-Hamborn präsent gemacht

Zudem war der engagierte Katholik bis 2021 auch über 35 Jahre im Pfarrgemeinderat aktiv und zeitgleich 15 Jahre im Kirchenvorstand. Seinen Überblick über das Geschehen in seiner Gemeinde trug er immer wieder nach außen in den Stadtteil Duisburg-Hamborn. Jahrzehnte lang war er Verantwortlicher des Wochen- und Monatsjournals der Gemeinde, außerdem aktiver Gestalter einer Ausstellung mit Bildern zur Entstehung der Neumühler Gemeinde. Und auch die Broschüre zum 100-jährigen Bestehen von Herz Jesu im Jahr 2013 trägt seine Handschrift.

Nun wurde der umtriebige Neumühler geehrt: Stadtdechant Roland Winkelmann überreichte ihm das Ehrenzeichen des Ruhrbistums. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Werner Haak dankte ihm in einer Ansprache für sein überaus vielfältiges Engagement und übergab ihm ein in Kevelaer gefertigtes Fensterbild des Schmidthorster Doms. Anschließend feierte der Geehrte zusammen mit vielen Gemeindemitgliedern und Pater Tobias Breer einen Gottesdienst. Eine weitere gute Nachricht: Johannes Brzyk wird sich weiter engagieren für die Gemeinde rund um den „Schmidthorster Dom“.

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news-19925 Tue, 02 Aug 2022 12:38:55 +0200 Namen und Daten | 2. August 2022 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-2-august-2022 Agnes Klais Frau Agnes Klais wurde als Pastoralassistentin im 1. Assistenzjahr ab dem 1. August 2022 im Bistum Essen angestellt. Ihr Einsatz erfolgt in der Pfarrei Liebfrauen, Bochum.

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news-19923 Mon, 01 Aug 2022 12:40:51 +0200 KFD lädt alle Frauen zum „Auftanken“ nach Bochum ein https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kfd-laedt-alle-frauen-zum-auftanken-nach-bochum-ein Am Samstag, 20. August, können die Teilnehmerinnen von 10 bis 17 Uhr aus zahlreichen Angeboten auswählen. Anmeldung bis zum 12. August. „Einmal auftanken für Körper und Seele“ – das bietet die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Essen am Samstag, 20. August 2022, beim „FrauenKirchenTag“ an. Von 10 bis 17 Uhr sind alle Frauen aus dem Ruhrbistum eingeladen, sich im Gemeindezentrum maGma, Vincenzstraße, in Bochum-Wattenscheid-Höntrop an „Tanksäulen mit unbezahlbarem Sp(i)rit“ zu bedienen.

Das Angebot reicht dabei von Körper- und Entspannungsübungen über Meditationen, Selbstreflexionen der eigenen Stärken, kreativen Impulsen bis hin zur Einladung zu wohltuenden Pausen – zum Beispiel im Liegestuhl beim entspannten Blick in den Himmel oder im Frauen-Bistro, das den ganzen Tag über als Ort des Genusses und der persönlichen Gespräche bereit steht. Auch eine Vitamintankstelle und ein Büchertisch als Auftankstation für Lesehungrige können die Teilnehmerinnen ansteuern. Und wer mag, kann an zwei besonderen Stationen seine Sorgen und seine Kraftlosigkeit wegtanzen oder -singen.

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news-19922 Fri, 29 Jul 2022 11:37:33 +0200 Queere Christen feiern Gottesdienst am Vorabend des Ruhr-CSD https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/queere-christen-feiern-gottesdienst-am-vorabend-des-ruhr-csd Ökumenische Feier in der evangelischen Marktkirche am Freitag, 5. August, um 18 Uhr eröffnet das CSD-Wochenende in Essen. Traditionell am Vorabend des Ruhr-CSD, der Christopher-Street-Day-Parade in Essen, laden die christlichen Kirchen in diesem Jahr am Freitag, 5. August, um 18 Uhr, zum ökumenischen CSD-Gottesdienst in die Marktkirche ein. Gemeinsam zelebrieren der katholische Priester Gerd Wittka, die evangelische Pastorin Petra Simon und der alt-katholische Priester Christian Rütten die Feier, bei der unter der Überschrift „Ich sehe was, was du nicht siehst – Vielfalt wahrnehmen“ verschiedene Geschlechtsidentitäten im Mittelpunkt stehen sollen. Während die Themen Homosexualität und sexuelle Vielfalt bereits für viele Menschen selbstverständlich seien, sehen die Gottesdienst-Organisatoren von Aidshilfe und Caritas-Aidsberatung in der Gesellschaft – und in den Kirchen – „Entwicklungsbedarf“ beim Umgang mit der Geschlechter-Vielfalt jenseits von männlich und weiblich.

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news-19921 Wed, 27 Jul 2022 16:02:01 +0200 Namen und Daten | 27. Juli 2022 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-27-juli-2022 Elisabeth Rudersdorf, Alfons Zimmer, Sebastian Vieth Frau Elisabeth Rudersdorfs Ernennung zur Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Josef Ruhrhalbinsel in Essen mit dem pastoralen Schwerpunkt in der Gemeinde Herz Jesu Essen-Burgaltendorf wurde bestätigt. Mit Wirkung vom 1. September 2022 wurde sie als  Gemeindereferentin mit Koordinierungsaufgaben in der Gemeinde Herz Jesu Essen-Burgaltendorf in der Pfarrei St. Josef Ruhrhalbinsel beauftragt.

Herr Alfons Zimmer wurde mit Wirkung vom 31. Juli 2022 von seinem Dienst als Pastoralreferent in den Justizvollzugsanstalten Bochum-Mitte und Bochum-Langendreer entpflichtet.

Herr Sebastian Vieth wurde mit Wirkung vom 1. August 2022 zum Pastoralen Mitarbeiter in den Justizvollzugsanstalten Bochum-Mitte und Bochum-Langendreer ernannt.

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news-19920 Tue, 26 Jul 2022 17:28:17 +0200 Unbekannte beschädigen und stehlen Kreuzweg-Stationen auf der Halde Haniel https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/unbekannte-beschaedigen-und-stehlen-kreuzweg-stationen-auf-der-halde-haniel Diebe entwendeten künstlerisch gestaltete Kupferplatten. Oberhausens Katholikenrats-Vorsitzender Thomas Gäng beklagt mangelnden Respekt „vor religiösen Symbolen und den Gefühlen gläubiger Menschen“. Der Verein Karfreitagskreuzweg auf der Halde e.V. will Schäden beseitigen und prüfen, wie sich die Stationen noch besser sichern lassen. Unbekannte haben vermutlich in der vergangenen Woche Stationen des Kreuzwegs auf der Halde Haniel schwer beschädigt und künstlerisch gestaltete Kupferplatten, die Szenen des biblischen Leidenswegs Jesu zeigen, entwendet. Aufgefallen waren die Beschädigungen dem Oberhausener Tobias Szczepanski, Vorsitzender der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung in Oberhausen-Schmachtendorf, bei einem Spaziergang über die Halde an der Stadtgrenze zwischen Oberhausen und Bottrop.

Neben der mutwilligen Zerstörung an zwei Bildstöcken seien die Kupferstiche der II. und III. Kreuzwegstation „dreisten Dieben zum Opfer gefallen“, berichtet das katholische Stadtdekanat in Oberhausen. „Wir sind betroffen, traurig und sehr verärgert, dass es augenscheinlich Menschen gibt, die keinerlei Respekt vor religiösen Symbolen und den Gefühlen gläubiger Menschen haben“, äußerte sich der Katholikenratsvorsitzende Thomas Gäng. „Für viele Gläubige ist der Kreuzweg auf der Halde – nicht nur bei der traditionellen Karfreitagsprozession mit Ruhrbischof Overbeck – ein wichtiger Ort, um Gott nahe zu sein.“

Der Verein „Karfreitagskreuzweg auf der Halde e.V.“, in dem sich das Bistum Essen gemeinsam mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Essen und der RAG-Stiftung für den Erhalt des Kreuzwegs engagiert, ist bereits dabei, die entstandenen Schäden zu beheben und will prüfen, wie die Bilderstöcke besser gegen Vandalismus geschützt werden können.

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news-19919 Tue, 26 Jul 2022 16:39:33 +0200 Namen und Daten | 26. Juli 2022 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-26-juli-2022 Hildegard Jansen Frau Hildegard Jansen wurde mit Wirkung vom 1. Juli 2022 und befristet bis zum 31. August 2023 zur Krankenhausseelsorgerin am LVR-Universitätsklinikum Essen ernannt. Ihr Einsatzort bleibt bis zum 31. Dezember 2022 das LVR-Universitätsklinikum Essen.

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news-19918 Mon, 25 Jul 2022 16:14:15 +0200 Altfrid Fighter drehen 286 Runden auf dem Nürburgring https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/altfrid-fighter-drehen-286-runden-auf-dem-nuerburgring Radsport-Mannschaft aus dem Bistum Essen fährt beim 24-Stunden-Rennen „Rad am Ring” in diesem Jahr zugunsten der Gelsenkirchener Familientrauerbegleitung Lavia. Rein rechnerisch sind sie am Wochenende 16 Mal den Mount Everest rauf und wieder runter gefahren: 143.000 Höhenmeter bei gut 7150 Kilometern Strecke lautet die Bilanz der 48 Fahrerinnen und Fahrer des Radsportteams Altfrid Fighter. Nach zwei Jahren mit coronabedingten Alternativprogrammen konnte die Fahrrad-Truppe aus dem Bistum Essen in diesem Sommer endlich wieder beim „Rad am Ring“-Rennen auf dem Nürburgring starten: Immer abwechselnd waren von Samstagmittag bis Sonntagmittag unnunterbrochen Team-Mitglieder der Altfrid Fighter auf dem verlängerten Formel-1-Kurs unterwegs. 286 Runden auf der gut 25 Kilometer langen Berg-und-Tal-Fahrt in der Eifel haben die Radfahrbegeisterten seitdem in den Knochen.

Wie immer ging es den Altfrid Fightern dabei nicht nur um das sportliche Erlebnis, sondern auch um die gute Sache. Jedes Team-Mitglied finanziert die eigenen Start-Gebühren und die Ausrüstung und sucht sich zudem einen Sponsoringkreis, der mit einer Spende – entweder pro Runde oder pauschal – ein Kinder- und Jugendprojekt im Bistum Essen unterstützt. In diesem Jahr fördern die Altfrid Fighter Lavia, ein Haus für die Begleitung und Betreuung von trauernden Kindern, Jugendlichen und Familien in Gelsenkirchen.

Lavia-Team und Pfadfinderstamm Thomas Morus unterstützten die Altfrid Fighter

Wie viel Geld das Team in diesem Jahr eingefahren hat, muss noch ermittelt werden – doch für die Altfrid Fighter hat sich die Zusammenarbeit mit Lavia schon am Renn-Wochenende ausgezeichnet. Denn traditionell sorgt das unterstützte Projekt für die Verpflegung und Unterstützung des Radsportteams sowie für die Ausstattung des Team-Lagers am Rand der Rennstrecke. Lavia hat hierfür den Pfadfinderstamm der benachbarten Gemeinde St. Thomas Morus um Hilfe gebeten. Und der DPSG-Stamm hätte nicht nur für Zelte, Kocher und eine nahrhafte Rund-um-die Uhr-Verpflegung gesorgt, berichtet Altfrid Fighter Eberhard Streier, „er hat auch ein Motivations-Team zusammengestellt, das alle unsere Teammitglieder auf der Strecke noch einmal extra angefeuert hat“. Zudem haben sich aus dem Lavia-Umfeld auch einige Menschen zum Mitfahren bei „Rad am Ring“ motivieren lassen – zum Beispiel der 17-jährige Tizian: Er kennt Lavia über die Jugendtrauergruppe, die er seit dem Tod seiner Mutter besucht. Beim Jedermannrennen über 25 Kilometer, das am Samstag vor dem 24-Stunden-Rennen gefahren wurde, belegte Tizian in seiner Altersklasse den 2. Platz – und machte sich nach der Siegerehrung gleich wieder auf den Weg, um mit weiteren Kilometern die Altfrid-Fighter-Bilanz noch zu verbessern.

Für die Altfrid Fighter heißt es nun Ausruhen, die Spenden für Lavia einsammeln – und ein wenig im Trainig bleiben: Im Juli 2023 steht das nächste „Rad am Ring“-Festival an. Und dann sind die Altfrid Fighter aus dem Bistum Essen natürlich wieder mit dabei.

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news-19917 Fri, 22 Jul 2022 14:49:42 +0200 Klaus Hermandung aus Gelsenkirchen erhält Päpstlichen Orden https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/klaus-hermandung-aus-gelsenkirchen-erhaelt-paepstlichen-orden Für sein besonderes Engagement als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der Gelsenkirchener Propsteipfarrei St. Augustinus und Vorsitzender des Stadtkatholikenrates hat Klaus Hermandung am Freitag, 22. Juli, den Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ erhalten. Weihbischof Wilhelm Zimmermann hat dem Gelsenkirchener Klaus Hermandung am Freitag den päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ (lateinisch für „Für Kirche und Papst“) überreicht. Der 71-Jährige erhielt die hohe Auszeichnung für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement als Pfarrgemeinderatsvorsitzender seiner Heimatpfarrrei St. Augustinus: Mit viel Empathie, Sachkenntnis und Augenmaß habe er vor allem seit den Pfarrei-Zusammenschlüssen im Jahr 2007 die bis dahin eigenständigen Gemeinden zusammengeführt, organisiert und gestaltet, sagte Markus Pottbäcker, Propst der Gelsenkirchener Pfarrei. Am Votum des Pfarreientwicklungsprozesses wirkte Hermandung mit und bringt sich bis heute in der Steuerungsgruppe bei den Schritten zu dessen Umsetzung ein. Auch als Vorsitzender des Stadtkatholikenrates engagierte Hermandung sich bei regelmäßigen Sitzungen, Versammlungen und repräsentativen Pflichten. Beruflich war Hermandung gut 36 Jahre als Richter am Amtsgericht Gelsenkirchen tätig, bevor er 2016 in den Ruhestand gewechselt ist. Darüber hinaus war er von 2004 bis 2014 ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Gelsenkirchen und ist seit 1999 Mitglied des Stadtrats.

„Mit großer Souveränität und aus tiefer Glaubensüberzeugung hat Herr Hermandung Kirche in unserer Stadt hoch engagiert und mit Leidenschaft gestaltet und vertreten. Neben seiner beruflichen Tätigkeit und seinem kommunalpolitischen Engagement hat er sich wirklich aus großer Glaubensüberzeugung mit viel zeitlichem Einsatz eingebracht“, sagte Pottbäcker.

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news-19916 Fri, 22 Jul 2022 12:18:33 +0200 Das Dialogkreuz des Bistums Essen am Berg der Kreuze in Litauen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/das-dialogkreuz-des-bistums-essen-am-berg-der-kreuze-in-litauen Ein Kölner Theologe hat das Kreuz aus dem Ruhrbistum zur weltbekannten Wallfahrtsstätte im Norden Litauens gebracht, wo mittlerweile unzählige Kruzifixe für Lebens- und Glaubensgeschichten stehen. Ein Glaubensort zwischen Mystik und Kitsch – und zugleich ein Symbol für den politischen Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit. Kitschig oder schlicht, aus Holz, Metall oder Plastik, mit Korpus oder ohne – seit Jahrzehnten stellen Menschen in Litauen Kruzifixe auf den Berg der Kreuze (Kryži? kalna). Zehntausende sind so mittlerweile zusammengekommen. Seit Donnerstag steht auch ein Dialogkreuz des Bistums Essen an dem Wallfahrtsort im Norden der baltischen Republik. Mitgebracht und dort aufgestellt hat es der Kölner Theologe und Journalist Klaus Nelißen, der in diesem Sommer in Litauen unterwegs ist.

Ein Kreuz, dessen Verlust „ein bisschen ,weh‘ tut“

„Ich wollte ein Kreuz mitnehmen, das mir auch ein bisschen ,weh‘ tut, wenn ich es da lasse“, schreibt Nelißen über das Dialogkreuz am Berg der Kreuze. Er habe das Dialogkreuz einst von einem Mitarbeiter des Ruhrbistums geschenkt bekommen. „So eine Geste habe ich noch von keinem anderen Bistum erfahren“, so Nelißen, der stellvertretender Rundfunkbeauftragter der NRW-Bistümer beim WDR ist sowie Pastoralreferent des Bistums Münster. Das Kreuz sei „ebenso stabil wie leicht“. Es erinnere ihn „an ,Hüpfkästchen‘ - und das mag ich, denn Glaube soll auch Spaß machen.“ Gerade osteuropäische Katholikinnen und Katholiken würden der Kirche in Deutschland ja manchmal vorwerfen, „wir würden ,nicht richtig‘ glauben. Da fand ich es charmant, in diese Polyphonie von Kreuzesdarstellungen – bei einem hat Jesus Schmetterlingsflügel – ein strenges, leichtes, verspieltes Kreuz eines Bistums hinzuzufügen, das sich aus meiner Sicht redlich auf den Weg eines Katholischseins im Heute macht.“

„Hinter jedem Kreuz stehen Lebensgeschichten“

Nelißen hat der Besuch am Berg der Kreuze beeindruckt: „Ich sah Frauen, die in sengender Hitze an einem bestimmten Kreuz beteten, oder ein altes Ehepaar, das gemeinsam ein ebenso reich verziertes wie – für mich – kitschiges Kreuz den Hügel hinauftrug. Das hat mich berührt.“ Sicher habe der Berg mittlerweile „eine gewisse ,Instagram-Attraktivität‘“, verweist Nelißen auf die unzähligen oft mystisch bis skurril wirkenden Fotos von der Wallfahrtsstätte, die in Sozialen Netzwerken kursieren. „Aber hinter jedem Kreuz stehen Lebensgeschichten. Diese Geschichten, geronnen in diese Volksfrömmigkeit, das macht etwas demütig – und zugleich fühle ich mich damit in meinem Katholischsein verbunden.” Mindestens 50.000 Kreuze sollen dort stehen – so viele Kruzifixe haben die Studierenden der Uni Vilnius gezählt, als sie Anfang der 1990er Jahre dem Geheimnis des Hügels mit wissenschaftlichen Methoden auf den Grund gehen wollten. Dann haben sie kapituliert vor der schieren Masse der aufgestellten Freiluft-Devotionalien.

Die kleinen Kruzifixe, die an vielen der großen Kreuze angehängt sind, hatten die jungen Leute damals gar nicht mitgezählt. Auch ein solches hat Nelißen mit zum Berg gebracht: „Ich habe den Rosenkranz meiner Nenntante Leni dort gelassen.“ Auf dem Sterbebett habe er der Frau versprechen müssen, Priester zu werden. „Das bin ich nicht geworden. Und heute denke ich, dass Tante Lenis Frömmigkeitszeugnis – ihr Rosenkranz – hier besser aufgehoben ist als bei mir.“

Ein politischer Ort

Neben unendlich vielen persönlichen Geschichten war der Berg der Kreuze auch immer ein politischer Ort. Viele Kreuze stehen für Opfer der sowjetischen Besatzung zwischen 1940 und dem Anfang der 1990er Jahre. Und als die sowjetischen Machthaber den – damals noch deutlich übersichtlicheren – Kreuz-Hügel angesichts seiner Symbolkraft als Ort des Widerstands Anfang der 1960er Jahre niederwalzten, standen am nächsten Tag mehr Kreuze dort als zuvor. Über Nacht eilig aufgestellt und eingegraben von mutigen und gläubigen Menschen in Litauen. Ein Prozedere, das sich in den folgenden Jahren wiederholte und stets nur für mehr Widerstand sorgte – während die Popularität des Berges mit der Zahl der Kreuze wuchs. Nelißen: „Der Berg der Kreuze zeigt, wie viel Substanz an Glauben geblieben ist – trotz kommunistischer Besatzung und KGB-Bespitzelung.“ Wohl auch deshalb ist Papst Johannes Paul II. 1993 zum Berg der Kreuze gekommen, um dort zu beten.

Bald 30 Jahre später könnte die politisch-religiöse Bedeutung des Berges der Kreuze für die Menschen in Litauen wieder wichtiger werden: Zwischen der russischen Enklave Kaliningrad und Weißrussland wächst die Angst vor Spannungen mit den Nachbarstaaten. Als Teil der Nato soll die deutsche Bundeswehr in Litauen helfen, für Sicherheit sorgen. Gut 120 Kilometer südöstlich vom Berg der Kreuze in Rukla stationiert, laden die Militärseelsorgerinnen und –seelsorger immer wieder zu Pilgerfahrten zum Berg der Kreuze ein.

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news-19915 Wed, 20 Jul 2022 12:03:03 +0200 Spannende Erlebnisse im Domschatz für Kinder, Jugendliche und Familien https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/spannende-erlebnisse-im-domschatz-fuer-kinder-jugendliche-und-familien Vormerken: Am Samstag und Sonntag, 6. und 7. August, gibt es in der Domschatzkammer allerhand zu entdecken. Am letzten Ferienwochenende, wenn alle Urlauber nach Hause zurückgekehrt sind, bietet der Essener Domschatz ein spannendes Programm für Kinder, Jugendliche und Familien.  

Entdecke den Domschatz und werde selbst zum Goldschmied

Ein „farbenfrohes Durcheinander“ gibt es am Samstag, 6. August, von 11.30 bis 13.30 Uhr für Kinder ab zehn Jahren. Zunächst geht es auf Entdeckungstour durch den Domschatz zu den Goldschmiedewerken des 10. und 11. Jahrhunderts. Die prachtvollen Kunstwerke – über tausend Jahre alt – sind über und über mit Emails und Edelsteinen verziert. Den Kopf voller Bilder und Ideen, wechseln die Kinder und Jugendlichen anschließend in die Museumswerkstatt, um als Goldschmied ihre eigenen farbenprächtigen Emails zu gestalten. Im Preis von 5 Euro sind der Eintritt sowie das Bastelmaterial inbegriffen. Eine Anmeldung ist  unter 0201/2204206 oder domschatz@bistum-essen.de erforderlich.

Geh auf Schatzsuche - Suchen, finden und gewinnen

Eine Schatzsuche durch den Essener Domschatz führt die Familien zu den mittelalterlichen Ursprüngen Essens. Am Samstag und Sonntag, 6. und 7. August, zwischen 11 und 17 Uhr sind Karten mit kleinen Details Jahrhunderte alter Schatzobjekte an der Kasse des Domschatzes erhältlich. Dann heißt es: Suchen, finden, Rätsel knacken! Hat man die richtige Lösung gefunden, winken den eifrigen Findern am Ende der Erkundungstour zahlreiche Überraschungen. Der Eintritt in die Schatzkammer kostet pro Erwachsenen 4 €, Kinder und Jugendliche sind frei.

Family on Tour – Führung für Klein und Groß

Am letzten Feriensonntag, 7. August, können Familien von 14.30 bis 15.30 Uhr im Domschatz in die Welt des Mittelalters eintauchen. Der Essener Domschatz gehört zu den bedeutendsten Kirchenschätzen Deutschlands und zeigt weltweit einzigartige Kunstwerke, vor allem aus dem Frühmittelalter, wie das Essener Schwert oder die älteste kleine Lilienkrone der Welt. Kleine und große Entdecker erleben die über eintausend Jahre alte Domkirche und die kostbaren Goldschmiedewerke sowie Skulpturen und historischen Handschriften. Eine Anmeldung unter 0201/2204206 oder domschatz@bistum-essen.de ist erforderlich. Die Teilnahme kostet pro Erwachsenen 5 Euro, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.

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news-19914 Fri, 15 Jul 2022 10:33:18 +0200 Die Heilig Geist-Kirche in Mülheim wird zur „KinderKathedrale“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/die-heilig-geist-kirche-in-muelheim-wird-zur-kinderkathedrale Von Mittwoch bis Sonntag können Fünf- bis Elfjährige den Kirchenraum auf ihre eigene Art erkunden und gestalten Schon von außen sieht man den mit Transparentpapier geschmückten Fenstern an: In dieser Woche gehört die Heilig Geist-Kirche in Mülheim den Kindern. Jeden Nachmittag von Mittwoch bis Sonntag treffen sich Fünf- bis Elfjährige unter der Leitung von Gemeindereferentin Monika Thiele in dem Gotteshaus, dürfen laut sein, spielen, basteln und den Kirchenraum erkunden. „KinderKathedrale“ heißt das Angebot des Bistums Essen, das während der Sommerferien jeweils für eine Woche auch in Gemeinden in Oberhausen, Bochum, Bottrop und Wetter stattfindet.

In der Heilig Geist-Kirche geht es an diesem Tag um den Geist Gottes. Die Kinder überlegen, mit welchen Bildern man den Heiligen Geist darstellen kann, der zwar nicht zu sehen, aber zu fühlen ist: Taube, Flamme und Herz kleben schließlich in bunten Farben an den Kirchenfenstern.

Anschließend packen die Mädchen und Jungen auch im Innenhof der Kirche kräftig an, ziehen Unkraut aus einem Hochbeet und graben ein stabiles Birkenstämmchen aus, damit das Beet am Folgetag mit Kräutern und Blumen neu bepflanzt werden kann. Und natürlich wird gesungen und zum Abschluss ein Gebet gesprochen.

„Die ‚KinderKathedrale‘ stammt ursprünglich aus Finland. Die evangelische Kirche hat die Idee nach Deutschland gebracht“, erklärt Theresa Kohlmeyer, die im Bistum Essen Liturgie und Glaubenskommunikation verantwortet. „Die Kinder können den Kirchenraum auf ihre eigene Art erleben und gestalten.“ Und damit Kinder im ganzen Ruhrbistum Gelegenheit haben, eine „KinderKathedrale“ zu erleben, wandert die Aktion durch verschiedene Städte. Vom 27. bis 31. Juli wird die Kinderkirche „Kikeriki“ in Bottrop zur „KinderKathedrale“, vom 3. bis 7. August ist St. Augustinus und Monika in Wetter-Grundschöttel an der Reihe. Detaillierte Infos gibt es unter kinderkathedrale.bistum-essen.de.

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