Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Fri, 09 Oct 2026 16:12:06 +0200 Fri, 09 Oct 2026 16:12:06 +0200 TYPO3 news-21220 Wed, 07 Oct 2026 17:44:54 +0200 Bistum Essen präsentiert neuen Ehrenamtspreis für besonderes Engagement https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-essen-praesentiert-neuen-ehrenamtspreis-fuer-besonderes-engagement Goldglänzendes Titan und das Dialogkreuz als „gewobener Knoten“: Mit dem neu gestalteten Ehrenamtspreis würdigt das Bistum Essen besonderes freiwilliges Engagement. Entworfen hat ihn Pater Abraham Fischer aus der Benediktinerabtei Königsmünster im Sauerland. Jede und jeder kann Ehrenamtliche vorschlagen, die eine Auszeichnung verdienen. Goldglänzendes Titan mit dem Kreuz des Bistums Essen – so sieht der neue Ehrenamtspreis aus, mit dem die Diözese Menschen würdigt, die sich in herausragender Weise freiwillig in kirchlichen Einrichtungen engagieren. Der neu gestaltete Ehrenamtspreis löst das bisherige Ehrenzeichen des Bistums Essen ab.

Gestaltet hat den neuen Ehrenamtspreis Pater Abraham Fischer aus der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede. Der Metallgestalter und Leiter der Klosterschmiede im Sauerland ist im Bistum Essen ein oft gefragter Mann, wenn es um die künstlerische Arbeit mit Metallen geht. Er hat nicht nur die Altäre und weitere Objekte in den neugestalteten Kirchen des Jugendhauses St. Altfrid in Essen-Kettwig und der Bistumsakademie Die Wolfsburg in Mülheim gefertigt, sondern 2012 auch das Dialogkreuz des Bistums Essen, aus dem 2022 das neue Logo der Diözese entstanden ist. „Für den Ehrenamtspreis habe ich dieses Kreuz weiterentwickelt“, sagt Pater Abraham. Durch Unterbrechungen in den Linien wirke das Kreuz nun „wie ein gewobener Knoten“. Für den Priester ist das ein passendes Bild für das Ehrenamt in der Kirche von heute: „Es geht darum, miteinander verwoben zu sein und ein Netzwerk zu bilden.“

Die Wertschätzung für großes Engagement in diesem Netzwerk bringe zudem das Material zum Ausdruck, erläutert Pater Abraham: elektrolytisch gefärbtes Titan. „Das ist einerseits ein besonders werthaltiges, andererseits aber auch ein sehr zeitgemäßes Material.“ Ob chirurgische Implantate oder Technik für die Luft- und Raumfahrt: Titan kommt in vielen Bereichen zum Einsatz.

Neben der eigentlichen Plakette des Ehrenamtspreises gibt es statt der bisherigen Nadel fürs Revers ab sofort entweder einen kleidungsschonenden Anstecker mit Magnet oder einen Anhänger, den Geehrte zum Beispiel am Hals tragen können. Zudem gibt es eine ebenfalls neugestaltete Urkunde des Ruhrbischofs.

„Wir leben eine Kultur der Anerkennung. Geeignete Formen des Dankes für ehrenamtliches Engagement sowie eine angemessene Verabschiedung bei Beendigung der Tätigkeit sind für uns selbstverständlich“, heißt es in den Ehrenamtsstandards des Bistums Essen. Mit dem Ehrenamtspreis werden deshalb Menschen ausgezeichnet, die sich entweder über einen langen Zeitraum oder – zeitlich begrenzt – besonders intensiv in einem kirchlichen Bereich engagieren oder bis vor Kurzem engagiert haben. Vorgeschlagen werden können sie von Einzelpersonen oder Gruppen in Abstimmung mit der jeweiligen Pfarrei und einer Ansprechperson aus dem Bereich, in dem sich die oder der Ehrenamtliche engagiert. Alle weiteren Informationen, das Vorschlagsformular und einen Flyer zum neuen Ehrenamtspreis gibt es online: https://ehrenamt.bistum-essen.de/ehrenamtspreis.

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news-21219 Wed, 07 Oct 2026 09:08:04 +0200 Prävention sexualisierter Gewalt: Kirche braucht offene Sprache über Sexualität https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/praevention-sexualisierter-gewalt-kirche-braucht-offene-sprache-ueber-sexualitaet Einen offeneren kirchlichen Umgang mit Sexualität – darüber hat der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer am Montagabend mit Fachleuten in der Wolfsburg diskutiert. Sprachfähigkeit und ein kritischer Blick auf die traditionelle Sexualmoral seien wichtige Voraussetzungen für die Prävention sexualisierter Gewalt, betonte das Podium. Eine wirksame Prävention sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche braucht nach Ansicht von Fachleuten eine offenere Sprache über Sexualität – und einen kritischeren Umgang mit der traditionellen kirchlichen Sexualmoral. „Wir brauchen in der Kirche eine andere Atmosphäre, über Sexualität zu sprechen“, sagte der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer am Montagabend, 5. Oktober, bei einer Podiumsdiskussion in der Mülheimer Bistumsakademie Die Wolfsburg. Die geltende „amtliche“ Sexualmoral könne die Kirche vor Ort zwar nicht einfach verändern. „Aber es ist wichtig, offen aussprechen zu können, dass es einen erheblichen Widerspruch gibt zwischen der kirchlichen Lehre und dem Denken und Leben der meisten Menschen“, sagte Pfeffer.

Unter dem Titel „Zwischen strikter Sexualmoral und tabulosem Sprechen“ diskutierte Pfeffer mit dem Bonner Moraltheologen Jochen Sautermeister, der Referentin für sexuelle Bildung im Bistum Münster, Ann-Kathrin Kahle, und der Soziologin Helga Dill vom Münchener Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP). Dill gehört zu den Autorinnen und Autoren der Aufarbeitungsstudie zu sexualisierter Gewalt im Bistum Essen. Moderiert wurde die Diskussion von Akademiedozent Jens Oboth.

Pfeffer kritisiert Widerspruch zwischen Sexualmoral und Lebenswirklichkeit

Pfeffer verwies auf Erkenntnisse aus der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche. Präventionsarbeit setze voraus, dass Menschen offen über Sexualität sprechen könnten. Dies sei allerdings schwierig, wenn in der Kirche eine offizielle Morallehre gelte, die Sexualität immer noch betrachte, als sei sie „vom Teufel“ und sie mit vielerlei Verboten belege. Gerade auch die Aufarbeitungsstudie für das Bistum Essen habe deutlich gemacht, welche fatalen Folgen es habe, wenn über Sexualität im kirchlichen Raum nicht gesprochen werden könne.

Sautermeister: Kirchliche Sexualmoral kann sexualisierte Gewalt begünstigen

Auch der Moraltheologe Sautermeister verwies auf wissenschaftliche Studien, die in den vergangenen zehn Jahren die sexualisierte Gewalt in kirchlichen Einrichtungen untersucht haben. Mehrfach hätten sie die strengen Vorgaben der kirchlichen Sexualmoral und die fehlende Möglichkeit, offen über Sexualität zu sprechen, als Begünstigungsfaktoren für sexualisierte Gewalt bezeichnet. Sautermeister warb für Räume in der Kirche, in denen die ganze Ambivalenz der menschlichen Sexualität angesprochen werden könne. Dazu gehörten dann auch die Widersprüche zwischen kirchlicher Lehre sowie den Einsichten aus Humanwissenschaften und eigener Lebenserfahrung.

Kirchliche Sexualmoral muss humanwissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen

Sautermeister betonte deshalb, dass kirchliche Aussagen über Sexualität auf Erkenntnisse der Humanwissenschaften angewiesen seien und sich nicht einfach nur theologisch begründen ließen. „Wenn eine kirchliche Sexualmoral nicht mehr humanwissenschaftlich anschlussfähig ist, dann stimmt was nicht.“

Sautermeister machte zugleich deutlich, dass Sexualmoral das gleiche Ziel verfolge wie die kirchliche Präventionsarbeit: „Beiden geht es darum, vor sexualisierter Gewalt zu schützen.“ Voraussetzung dafür sei es, die psychosexuelle Reifung von Menschen zu unterstützen.

Sexuelle Bildung stärkt Prävention sexualisierter Gewalt

Ann-Kathrin Kahle unterstrich dabei die Bedeutung sexueller Bildung für die Präventionsarbeit. „Wir brauchen eine Sprache für Sexualität, weil wir sonst auch nicht über sexualisierte Gewalt sprechen können.“ Sexuelle Bildung müsse Menschen dabei unterstützen, zu erkennen, was sie selbst wollten und wo ihre Grenzen lägen. Sie sei gerade im Kinder- und Jugendbereich wichtig, „damit nicht der Missbrauchstäter der erste Aufklärer ist“. Fälle von vermeintlich liberalen Erwachsenen, mit denen Kinder „über alles sprechen“ könnten und die dann diese Vertrauensposition für Missbrauch ausgenutzt hätten, seien in den verschiedenen Aufarbeitungsstudien dokumentiert.

Kirchliche Präventionsschulungen ermöglichen offenes Sprechen über Sexualität

Dass ein offenes Sprechen über Sexualität auch innerhalb der Kirche möglich sei, erlebe sie unter anderem in Präventionsschulungen. Selbst Seelsorgende, die seit 20 oder 30 Jahren im kirchlichen Dienst seien, reagierten mitunter überrascht darauf, wie offen dort über Sexualität gesprochen werden könne. Solche Räume bräuchten allerdings „unbedingt die Rückendeckung der Kirchenleitung“, so Kahle. Zugleich betonte Kahle, dass die Schwierigkeiten, über die eigene Sexualität zu sprechen, kein rein kirchliches Phänomen seien: „Die Tabuisierung des Sexuellen ist gar nicht mal so katholisch.“ Die große öffentliche Offenheit über Sexualität dürfe man nicht mit dem für viele Menschen schwierigen Austausch über die eigene Sexualität verwechseln.

Betroffenen sexualisierter Gewalt fehlten oft die Worte für das Erlebte

Auch die Soziologin Helga Dill hob die Bedeutung von Sprache hervor. Betroffene sexualisierter Gewalt hätten in der Vergangenheit häufig darunter gelitten, keine Worte für das Erlebte zu haben. Versuche, sich anderen mitzuteilen, seien zudem vielfach nicht ernst genommen worden. Gerade zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren sei ein „erwachsenes Sprechen über Sexualität“ im kirchlichen Umfeld kaum möglich gewesen.

Kahle berichtet von rechtskonservativen Angriffen auf sexuelle Bildung

Die Diskussion richtete den Blick auch auf aktuelle politische Auseinandersetzungen. Kahle berichtete von Angriffen rechtskonservativer und AfD-naher Kreise auf kirchliche sexualpädagogische Konzepte. Dabei werde – etwa im Umfeld von Kindertageseinrichtungen – der Vorwurf erhoben, Kinder würden zu früh mit Sexualität konfrontiert. Solche Vorwürfe könnten auch deshalb verfangen, weil sich die Kritiker auf die offizielle Sexualmoral der katholischen Kirche berufen könnten. Die Präventionsbeauftragte des Bistums Essen, Dorothé Möllenberg, äußerte vor diesem Hintergrund Sorge um die Zukunft sexueller Bildung, etwa in Kindertageseinrichtungen. Zugleich betonte sie, dass Präventionsarbeit nicht erst bei schwerer sexualisierter Gewalt beginne. Zu einer „Kultur des achtsamen Miteinanders“ gehöre auch, bereits mögliche Grenzverletzungen offen ansprechen zu können.

Kirche kann „sehr viel über Sexualität sagen“

Sautermeister warb dafür, die christliche Perspektive auf Sexualität stärker von Beziehungen, Verantwortung und einem gelingenden Leben her zu entwickeln. Die Kirche könne „sehr viel über Sexualität sagen“, müsse sich dafür aber „von altem Ballast befreien“ und stärker humanwissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen.

Pfeffer plädierte zum Abschluss für einen anderen kirchlichen Umgang mit Sexualität: Sie sei „nicht einfach nur vom Teufel“, aber auch nicht einfach „immer nur gut“. „Sexualität hat eine hohe Ambivalenz: Sie kann Sprache der Liebe sein, aber auch zum Instrument schlimmster Gewaltverbrechen werden“, so Pfeffer. Deshalb müsse sie in der Kirche offener besprechbar werden, damit es gelinge, sich selbst und andere vor Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt zu schützen – und die Sexualität als Sprache der Liebe zu bewahren.

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news-21218 Tue, 06 Oct 2026 16:01:13 +0200 Caritas und Ministerin Schäffer setzen Zeichen für Respekt und Toleranz https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/caritas-und-ministerin-schaeffer-setzen-zeichen-fuer-respekt-und-toleranz In Gelsenkirchen haben Landesministerin Verena Schäffer und Bürgermeister Manfred Leichtweis die Integrationsdienste und -angebote in den Stadtteilen Ückendorf und Neustadt besucht und gemeinsam mit Kirche und Caritas vor Ort ein Zeichen für Respekt und Toleranz gesetzt. Die Aktion fand im Rahmen der diesjährigen Caritas-Kampagne „Zusammen geht was“ statt. „Wir lassen nicht zu, dass soziale Spannungen und Konflikte in Ückendorf instrumentalisiert werden, um Menschen mit Migrationsgeschichte herabzuwürdigen und abzuwerten. Unsere Gesellschaft braucht weniger Spaltung und mehr Zusammenhalt, um Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Daran arbeiten wir täglich in guter Kooperation mit Stadt, Ordnungsdiensten, Kirche und weiteren Partnern vor Ort“, stellte Michael Hegemann, Vorstand des Caritasverbandes für die Stadt Gelsenkirchen e.V., bei einem Treffen am 5. Oktober mit der NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration Verena Schäffer (Grüne) klar. Auf Einladung der Caritas informierte sich die Ministerin zusammen mit dem ersten Bürgermeister Manfred Leichtweis (SPD) über die Integrationsarbeit des Caritasverbandes in Ückendorf, einem Stadtteil von Gelsenkirchen, in dem viele Menschen unterschiedlicher Herkunft leben. Zuletzt hatte die AfD versucht, soziale Konflikte in diesem Stadtteil als Zuwanderungsprobleme umzudeuten.

Konflikten vorbeugen

Auf einem etwa drei Kilometer langen Weg durch Ückendorf und Neustadt sprach die Ministerin unter anderem mit Mitarbeitenden des IPA-Büros, wo Polizei, Caritasverband und Ordnungsdienste eng zusammenarbeiten, um präventiv Konflikten vorzubeugen und das respektvolle Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen zu fördern. Mitarbeitende von Polizei, Ordnungsdienst und Caritasverband sind im Stadtteil präsent und suchen gemeinsam mit den Menschen vor Ort nach Lösungen, wenn es Konflikte in der Nachbarschaft gibt. Das IPA-Büro initiiert Begegnungen im Quartier und unterstützt gemeinschaftliche Aktionen, wie zum Beispiel die Gestaltung und Pflege des Wohnumfeldes.

Diskriminierungsfreie Orte für Kinder und Jugendliche

Weitere Etappen auf dem Weg durch Ückendorf waren die Quartiersarbeit Süd um die Heilig-Kreuz-Kirche und im Stadtteilbüro an der Bochumer Straße sowie zwei Treffpunkte für Jugendliche, die Freizeit- und Bildungsangebote machen. „Im Philipp-Neri-Zentrum finden Kinder und Jugendliche ein offenes Ohr für ihre Fragen und Themen und einen diskriminierungsfreien Ort, an dem sie ernst genommen werden und mitgestalten können“, erklärte Caritasvorstand Hegemann das Konzept. Das Zentrum wird gemeinsam vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit der katholischen Jugendsozialarbeit getragen, um Jugendlichen, die im Alltag oft mit Problemen, wie zerrissenen Familien, Arbeitslosigkeit und Diskriminierung, zu kämpfen haben, Orientierung und Halt zu geben.

Familiennachzug für gelingende Integration

Stefanie Siebelhoff, Direktorin des Caritasverbandes für das Bistum Essen, wies darauf hin, dass viele Kinder und Jugendliche darunter leiden, dass der Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte seit einem Jahr ausgesetzt ist: "Es ist politisch widersprüchlich, Integration einzufordern und zugleich familiären Halt zu verwehren. Unsere Beratungsdienste und die vielen Ehrenamtlichen erleben jeden Tag, was Trennung bedeutet: Angst, Verzweiflung und das Gefühl, die eigene Familie im Stich lassen zu müssen. Familiennachzug ist kein Zugeständnis, sondern eine Voraussetzung für gelingende Integration und Vertrauen in den Rechtsstaat", so Siebelhoff.

Arbeit bedeutet gesellschaftliche Teilhabe

Darüber hinaus seien Beschäftigung, ein eigenes Einkommen und die Anerkennung beruflicher Qualifikationen wichtige Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. „Integration bedeutet für uns, Menschen ganzheitlich zu unterstützen und ihnen verlässliche Wege zu gesellschaftlicher und beruflicher Teilhabe zu eröffnen. Die vielfältigen Angebote der Caritas schaffen Zugänge zu Sprache, Bildung, Beratung, Qualifizierung und Arbeit und begleiten Menschen auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Damit diese wichtigen Angebote auch künftig verlässlich bestehen und weiterentwickelt werden können, braucht es gute und nachhaltige Rahmenbedingungen. Gemeinsam tragen wir so zu mehr Teilhabe, gesellschaftlichem Zusammenhalt und einem guten Miteinander in Gelsenkirchen bei“, erklärte die Caritasdirektorin.

Frauen stark machen

Beim abschließenden Besuch im Neustadttreff, wo unter anderem die Integrationsagentur angesiedelt ist und verschiedene interkulturelle und soziale Angebote stattfinden, sprach die Ministerin mit einer Frauengruppe. Bei Kaffee und Tee tauschen die Frauen sich regelmäßig aus und planen Aktivitäten im Stadtteil, kochen oder basteln zusammen. Ziel der Caritas ist es, Frauen mit Migrationsgeschichte stark zu machen und zu motivieren, ihr Wohnumfeld und das Zusammenleben in ihrem Stadtteil eigenverantwortlich mitzugestalten.

Wertschätzung für Integrationsarbeit

„Danke für Ihre Arbeit, danke, dass Sie als Caritas so engagiert und mit Herzblut dabei sind“, drückte die Ministerin ihre Wertschätzung für die Caritas-Mitarbeitenden aus. Bei allen Sorgen und angesichts des Zuspruchs für rechtsextreme Parteien setze die Landesregierung bewusst einen Gegenpol zu der aktuellen politischen Debatte. Schäffer betonte: „Nordrhein-Westfalen ist ein Einwanderungsland, Integration und Vielfalt sind uns wichtig.“

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news-21217 Mon, 05 Oct 2026 10:02:35 +0200 Queerbeauftragter Schepers kritisiert Festnahmen queerer Menschen in der Türkei https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/queerbeauftragter-schepers-kritisiert-festnahmen-queerer-menschen-in-der-tuerkei Der Essener Weihbischof Ludger Schepers kritisiert ein hartes Vorgehen türkischer Behörden: Für viele queere Menschen sei Angst zum Alltag geworden. Der Queerbeauftragte der Bischöfe zeigt sich solidarisch mit Betroffenen und Engagierten. Der Queerbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz hat sich besorgt über die jüngste Welle von Festnahmen in der Türkei geäußert. Wenn Menschen um ihre Sicherheit und Freiheit bangen, „nur weil sie sind, wer sie sind, und lieben, wen sie lieben, dann betrifft das die gesamte Gesellschaft“, sagte der Essener Weihbischof Ludger Schepers der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Medien berichteten in den vergangenen Wochen über eine Welle von Razzien gegen Menschen in queeren Bars, Vereinen und Privathäusern in verschiedenen türkischen Städten.

Schepers: Angst ist für viele queere Menschen in der Türkei täglicher Begleiter

Das harte Vorgehen der Behörden treffe eine Gemeinschaft, die ohnehin unter großem Druck stehe, so Schepers. Die Angst sei für viele queere Menschen in der Türkei zum täglichen Begleiter geworden. Der Weihbischof betonte, Menschenrechte seien nicht verhandelbar. „Sie gelten für jeden Menschen, überall und ohne Ausnahme, unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität. Jedes Gottesgeschöpf trägt eine unantastbare Würde, die es zu schützen gilt.“ Er bekundete großen Respekt vor all jenen, die in der Türkei trotz der Repressionen für ihre Menschenrechte einstehen.

Weihbischof Schepers will „Schweigen nicht mitmachen“

In Solidarität mit der queeren Gemeinschaft in der Türkei wolle er genau hinsehen, das Schweigen nicht mitmachen und die Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit, Würde und Freiheit wachhalten – „gerade dann, wenn Repression sie zu ersticken droht“, sagte Schepers.

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news-21216 Sun, 04 Oct 2026 11:00:31 +0200 Essen Light Festival verbindet Laserkunst und Orgelmusik im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essen-light-festival-verbindet-laserkunst-und-orgelmusik-im-essener-dom Laserlicht trifft Orgelklänge: Beim Essen Light Festival 2026 verbindet „Lumen Cantus“ im Essener Dom professionelle Lichtinstallationen mit live gespielter Musik und der Wärme hunderter brennender Kerzen. Noch bis Sonntag, 11. Oktober, entsteht so an jedem Abend ein immer neues Zusammenspiel. Laser, Licht, Musik – und alles live. Für eine bunte, immer wieder neue Atmosphäre im Essener Dom sorgt die Installation „Lumen Cantus“ beim Essen Light Festival 2026. Noch bis Sonntag, 11. Oktober, zeichnet Lichtkünstler Manfred „Ollie“ Olma jeden Abend ab 19 Uhr mit dem Laser Farben und Formen auf die jahrhundertalten Säulen und Mauern im Kirchenschiff der Essener Kathedrale. Mit seiner Lichtkunst begleitet Olma die Musik, die vier Organisten live auf der Rieger-Orgel des Doms spielen. Werke aus fünf Jahrhunderten, vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart, sowie live entstehende Improvisationen spielen im Wechsel der Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing, der Kantor der Essener Kreuzeskirche, Andy von Oppenkowski, der Organist Dominik Gerhard sowie der Solinger Kirchenmusiker Wolfgang Kläsener, der zugleich Kustos der Orgel in der Essener Philharmonie ist.

Lichtkünstler Manfred „Ollie“ Olma und Organisten im Duett

Zwischen Olma und den Organisten entsteht ein Duett, ein Zusammenspiel aus Musik und Licht, aus Klang und Linie, zwischen Schwerem und Leichtem. „Der Laser ist wie die Hand des Künstlers, die über die Wände skizziert, fast wie mit einer Feder“, beschreibt es Olma. Der Raum des Doms bleibt dabei unverändert: Es gibt keine eigens errichteten Einbauten, nichts wird verstellt. „Lumen Cantus“ verändert lediglich den Blick auf das historische Herz der Stadt Essen.

Gäste des Light Festivals werden im Dom selbst Teil des Programms

An jedem der zehn Abende gibt es dabei ein individuelles, immer wieder wechselndes Programm, das viele Dom-Gäste selbst mitgestalten: Auf den Stufen zum Altar können sie Kerzen aufstellen, so das allabendlich ein immer größeres Lichtermeer entsteht, das für Wärme und eine ganz eigene Lichtfarbe sorgt.

Verbindung mit der Marktkirche: Einmal in der Stunde gibt es einen Abendsegen

„Lumen Cantus“ ist an den zehn Abenden des Essen Light Festivals zu erleben, von Freitag, 2., bis Sonntag, 11. Oktober, jeweils von 19 bis 22 Uhr, freitags und samstags bis 23 Uhr. An den beiden Sonntagen, 4. und 11. Oktober 2026, feiert Cityseelsorger Bernd Wolharn jeweils um 19 Uhr die Abendmesse im Dom. Die Installation im Dom steht zudem in Verbindung mit der Installation „Revealing the Light“ in der wenige Meter entfernten evangelischen Marktkirche. Unter der Überschrift „LICHT & SEGEN“ laden die beiden christlichen Kirchen wieder gemeinsam dazu ein, während des Light Festivals die besonders gestalteten Gotteshäuser zu besuchen. Jeweils einmal pro Stunde unterbricht in beiden Kirchen ein kurzer Abendsegen das Licht- und Klangspiel. Dann gibt es ein biblisches Wort und einem Licht-Gedanken als persönlichen Zuspruch und Begleitung für die Nacht.

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news-21215 Thu, 01 Oct 2026 19:11:14 +0200 Warum feiern wir Erntedank? Ursprung, Bedeutung und Bräuche des Festes https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/warum-feiern-wir-erntedank-ursprung-bedeutung-und-braeuche-des-festes Das Erntedankfest ist ein christliches Fest des Dankes für die Gaben der Natur. Doch seine Wurzeln reichen weit zurück. Wissenswertes über Ursprung, Bedeutung, Termin und Bräuche rund um Erntedank. Hat das Essen mal wieder gut geschmeckt oder konnte man nach einer kleinen Durststrecke ein erfrischendes Getränk genießen – dann fühlt man sich doch so richtig wohl. Genug Nahrung zu haben ist nicht selbstverständlich. Gerade in den aktuellen Krisenzeiten wird das wieder mehr Menschen bewusst.

Ganz genau bestimmen lässt sich nicht, wann sich in der Geschichte ein Bewusstsein dafür entwickelt hat, die guten Gaben wertzuschätzen, die die Erde zu unserer Ernährung hervorbringt. Aber sie wurden schon früh als Grund zum Feiern betrachtet, so viel ist sicher. Das Erntedankfest – in diesem Jahr am kommenden Sonntag, 4. Oktober, dürfte seinen Ursprung in frühen Opferfeiern haben, ist Manfred Becker-Huberti überzeugt. Der renommierte Brauchtumsexperte verweist zum Beispiel auf die Bibelgeschichte der Brüder Kain und Abel im Alten Testament: „Der Ackerbauer Kain opfert Erstlingsfrüchte vom Feld, der Viehzüchter Abel Erstgeborene seiner Herde“, ruft er in Erinnerung. Hintergrund dieser Opfer sei der Glaube, dass jede Ernte ein Geschenk Gottes sei. Deshalb sehe sich der Mensch zum Dank verpflichtet, erläutert Becker-Huberti. Der Fachmann hat allerlei Fakten und Hintergründe zum Brauch des Erntedankfestes zusammengetragen:

Wann wird das Erntedankfest gefeiert?

Die katholische Kirche feiert Erntdank in der Regel am ersten Sonntag im Oktober Erntedank. In der evangelischen Kirche ist es der erste Sonntag nach dem 29. September, dem Gedenktag des Erzengels Michael, des Schutzpatrons gegen das Böse. In beiden Fällen fällt das Erntedankfest dieses Jahr also auf den 4. Oktober. Ob Obst, Gemüse, Getreide oder Tierprodukte: Traditionell wird dann eine bunte Vielfalt dekorativ im Altarraum der Kirche präsentiert.

Woher kommt Erntedank?

Erntedankfeiern haben sich in fast allen Kulturen entwickelt, weil der Glaube an einen Gott oder mehrere Götter weit verbreitet war.

Wie hat sich das Erntedankfest entwickelt?

In unserem Kulturkreis feierte vor 1800 jeder Gutshof Erntedank zunächst für sich. Nur der Gottesdienst in der Kirche wurde von allen im Dorf gemeinsam gefeiert. Erst nach 1800 wandelte sich Erntedank zu einem großen Fest, das man als Dorfgemeinschaft beging. Verbände, Vereine und Parteien beteiligten sich. Immer mehr ging es auch darum, zur Schau zu stellen, was man geleistet und hervorgebracht hatte.

Welche alten Bräuche gibt es rund um Erntedank und die Ernte?

Nicht nur in mittelalterlicher Zeit war es üblich, Teile der Ernte in abergläubische Bräuche einzubinden. Bei dem sogenannten „Erstlingsopferzauber“ widmete man die erste Garbe, also ein Bündel aus Getreide, den Dämonen. Si wurden zum Beispiel die ersten Halme kreuzweise zur Seite oder in fließendes Wasser gelegt. Oder man setzte sie zum magischen Schutz ein, indem man sie an die Haustür nagelte, in den Weihwasserkessel stellte oder auf den Friedhof legte. Die Wirkung erhoffte man dadurch zu steigern, dass weitere Dinge eingbunden wurden: zum Beispiel Knoblauch und Kamille, Disteln und Dornen – oder Gaben, die schon an Gründonnerstag eine Rolle in der Kirche gespielt hatten, wie Eier, Käse, Salz und Brot.

Wie nutzten die Nationalsozialisten das Erntedankfest für ihre Propaganda?

Im 20. Jahrhundert vereinnahmten die Nationalsozialisten das Fest für ihre Ideologie. Erntedank wurde unter Hitler ab 1933 zum Nationalfeiertag. Das ursprüngliche Bedürfnis, sich Gott gegenüber dankbar zu zeigen, rückte in den Hintergrund. Es ging darum, die Bedeutung der deutschen Bauernschaft herauszustellen. Verräterisch: Die „Reichserntedankfeste“ unterstanden dem „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“.

Was ist Thanksgiving?

Aus vielen beliebten US-Filmen und -Serien ist auch in Deutschland bekannt: Erntedank ist in Nordamerika eine große Sache. 1941 legte der US-Kongress fest, dass „Thanksgiving“ am vierten Donnerstag im November gefeiert wird – nicht als kirchliches, sondern als weltliches Familienfest. Es ist ein nationaler Feiertag, zu dem man weite Reisen in Kauf nimmt, damit sich alle um ihre Familienältesten versammeln können. Zur Feier gehört, dass zwei Gäste das getrocknete Gabelbein („wishbone“) des verspeisten Truthahns je mit dem kleinen Finger auseinanderziehen, bis es in zwei Teile zerbricht. Wessen Teil größer ist, darf sich etwas wünschen.

Was haben Black Friday und Cyber Monday mit Thanksgiving zu tun

Der Freitag nach „Thanksgiving“ heißt – mittlerweile auch bei uns – „Black Friday“. Der Einzelhandel gewährt an diesem Tag traditionell besondere Rabatte. Es finden die ersten Weihnachtseinkäufe statt, die als Indikator für die Kaufstimmung der Bevölkerung gelten. Der Online-Handel hat darauf durch die Einführung des „Cyber Monday“ reagiert, der drei Tage nach dem „Black Friday“ mit vielen Sonderangeboten folgt.

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news-21214 Thu, 01 Oct 2026 18:27:18 +0200 Bischofskonferenz wählt Overbeck zum Vorsitzenden neuer Kommission Glaube und Wissenschaft https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischofskonferenz-waehlt-overbeck-zum-vorsitzenden-neuer-kommission-glaube-und-wissenschaft Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck übernimmt eine neue Aufgabe in der Deutschen Bischofskonferenz. Nach einer Strukturreform leitet er künftig die Kommission Glaube und Wissenschaft. Bei der Vollversammlung in Fulda sprach Overbeck zudem über die Herausforderungen des kirchlichen Wandels. Das Hören auf Jesus und der Dienst an den Nächsten seien dabei nicht voneinander zu ‎trennen‎ Auf ihrer Vollversammlung in Fulda haben die deutschen katholischen Bischöfe den Essener Bischof Franz-Josef Overbeck zum Vorsitzenden ihrer neuen Kommission Glaube und Wissenschaft gewählt. Sie ist eine der acht neuen Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), die im Zuge einer Strukturreform aus den bislang 14 Kommissionen hervorgegangen sind. Die Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz ist am Donnerstag mit der Abschlusspressekonferenz zu Ende gegangen.

Kommission Glaube und Wissenschaft berät Fragen an Glaubenslehre der Kirche

Bislang gab es in der Deutschen Bischofskonferenz 14 Kommissionen. In dieser Struktur leitete Overbeck zuletzt die sogenannte Glaubenskommission. Die neue Kommission Glaube und Wissenschaft berät laut DBK „zu Überlegungen und Anfragen, die sich an die Glaubenslehre der Kirche richten, wie etwa zum Gottesbild, zum Sakramentenverständnis oder zur Bedeutung des Amtes in der Kirche“. Dazu zählten auch Fragen der Bioethik „sowie weitere ethische Fragen der Biowissenschaften und der modernen Medizin und insbesondere Fragen des Schutzes menschlichen Lebens“. Die Kommission verfolge aktuelle Entwicklungen in der Wissenschaft und trage insbesondere Sorge für das Studium der katholischen Theologie. Zudem begleite sie theologische und katholische Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen. Darüber hinaus trage die Kommission Verantwortung für die bischöflichen Werke der Studienförderung – die Begabtenförderungseinrichtung Cusanuswerk und den Katholischen Akademischen Austauschdienst (KAAD) – und unterstütze die überdiözesanen Strukturen der katholischen Erwachsenenbildung.

Was sagt die Heilige Therese von Lisieux über Glauben und Freiheit?

Im Gottesdienst der Vollversammlung am Donnerstagmorgen hat Bischof Overbeck dazu aufgerufen, das Hören auf Jesus Christus und den Dienst am Nächsten nicht voneinander zu trennen. „Radikal christlich zu leben bedeutet, bei Jesus zu sein und zugleich zu wissen, dass es unmöglich ist, untätig zu bleiben“, sagte Overbeck in Fulda. Dies zeige auch das Vorbild der heiligen Therese von Lisieux (1873 – 1897), deren Namenstag die Kirche am 1. Oktober feiert. „Gerade im Vertrauen auf das Handeln Jesu liegt für Therese der Grund des eigenen Tuns. Wer alles von ihm erwartet, wird frei, aus seiner Liebe heraus verantwortlich zu handeln“, so Overbeck in seiner Predigt. Eine solche Haltung könne auch dabei helfen, „die offenen Fragen im gegenwärtigen Wandel der Kirche auszuhalten“ und Entscheidungen zu treffen.

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news-21213 Thu, 01 Oct 2026 11:13:42 +0200 Freiwilligendienst im Ausland: Jetzt für Seitenwechsel des Bistums Essen bewerben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/freiwilligendienst-im-ausland-jetzt-fuer-seitenwechsel-des-bistums-essen-bewerben Mit dem Seitenwechsel-Programm des Bistums Essen können junge Menschen ein Jahr lang in sozialen Einrichtungen in Afrika und Lateinamerika mitarbeiten. Bewerbungen für die Ausreise im August 2027 sind bis Ende November möglich, zuvor gibt es zwei digitale Info-Abende. Seitenwechsel ist Teil des entwicklungspolitischen Förderprogramms „weltwärts“. Tansania, Costa Rica, Panama oder Peru – junge Menschen, die sich ein Jahr lang freiwillig in einer Kinder- und Jugendeinrichtung im Ausland engagieren möchten, können sich jetzt für das Seitenwechsel-Programm des Bistums Essen bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft bis Ende November, zuvor lädt das Seitenwechsel-Team am Donnerstag, 15. Oktober, und am Mittwoch, 4. November, jeweils um 20 Uhr zu digitalen Info-Abenden ein. Dort werden das Programm, die verschiedenen Projekte und das Bewerbungsverfahren vorgestellt. Den Link für diese Veranstaltungen und alle weiteren Informationen erhalten Interessierte per E-Mail.

Seitenwechsel ist das Programm des Bistums Essen für einen Freiwilligendienst im Ausland. Im Rahmen des entwicklungspolitischen Förderprogramms „weltwärts“ entsendet das Bistum jedes Jahr bis zu zehn Freiwillige in verschiedene Einsatzstellen in Afrika und Lateinamerika. Dort arbeiten die Freiwilligen überwiegend in der Kinder- und Jugendarbeit, etwa in Schulen, Kinderheimen und ähnlichen Einrichtungen, mit und lernen das Leben vor Ort kennen.

Bewerben können sich junge Menschen, die bei der Ausreise im August 2027 mindestens 18 und höchstens 28 Jahre alt sind. Der Freiwilligendienst dauert zwölf Monate und wird im Rahmen des „weltwärts“-Programms entsprechend finanziell gefördert. Dank dieser staatlichen Förderung und der finanziellen Unterstützung durch das Bistum Essen müssen die Freiwilligen keinen Eigenanteil zahlen. Kosten für Flüge, Unterkunft, Seminare vor Ort, Versicherungen etc. werden übernommen. Aktuell zahlen Freiwillige lediglich die Reisekosten zu den Vor- und Nachbereitungs-seminaren innerhalb Deutschlands sowie Visakosten von maximal 200 Euro selbst.

Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren und zu den Einsatzstellen gibt es auch online auf http://seitenwechsel.bistum-essen.de. Fragen beantwortet zudem Eva Rausche, Referentin für Weltkirche und Mission.

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news-21212 Wed, 30 Sep 2026 16:35:24 +0200 Bistum zeigt Oscar-prämierten „Ein Nobody gegen Putin“ in Mülheim und Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-zeigt-oscar-praemierten-ein-nobody-gegen-putin-in-muelheim-und-essen Er sollte Propaganda an seiner Schule dokumentieren – und machte daraus einen Oscar-prämierten Film über Indoktrination und Militarisierung des russischen Bildungssystems. Pawel Talankin kommt Anfang Oktober mit „Ein Nobody gegen Putin“ in die Mülheimer Bistumsakademie Die Wolfsburg und an zwei Essener Schulen und erzählt seine Geschichte. Pawel Talankin ist der „Nobody gegen Putin“. In der kommenden Woche kommt der russische Lehrer und Videograf mit seinem Oscar-prämierten Dokumentarfilm „Mr. Nobody Against Putin“ über staatliche Propaganda im russischen Schulsystem nach Mülheim und Essen und spricht über seine Arbeit, die Situation in Russland und sein Leben im Exil.

Der 1991 geborene Talankin ist Lehrer, Videograf und Veranstaltungskoordinator an der Schule Nr. 1 in Karabasch im Ural. Er stammt aus dieser Kleinstadt in der Oblast Tscheljabinsk, südlich von Jekaterinburg, und war früher selbst Schüler der Schule Nr. 1. Mit dem Überfall der russischen Streitkräfte auf die Ukraine beginnt auch an seiner Schule eine Propaganda-Offensive. Im neu eingeführten Schulfach „Gespräche über Wichtiges“ werden die Schülerinnen und Schüler nun regelmäßig mit staatlich vorgegebenen patriotischen Inhalten konfrontiert, die den russischen Angriff auf die Ukraine als „militärische Spezialoperation“ rechtfertigen sollen.

Talankin soll die Propaganda dokumentieren

Als Videograf der Schule erhält Talankin die Aufgabe, diesen besonderen Unterricht zu dokumentieren, um gegenüber den Behörden die Umsetzung des speziellen Lehrplans zu belegen. Dadurch gelingt es ihm, Videoaufnahmen zu machen, „für die jeder Journalist sofort im Gefängnis gelandet wäre“, so Talankin. Er dokumentiert nicht nur die neuen patriotischen Töne, die seit 2022 in der Schule Nr. 1 Einzug halten, sondern zeigt auch, wie die Schule zu einem Instrument der staatlichen Militarisierung wird. So liefert Talankin mit seinen Bildern aus der tiefsten russischen Provinz einen Beleg für die Aussage von Russlands Präsident Wladimir Putin Ende 2023 bei einer Bürgersprechstunde: „Kriege werden nicht von Feldherren gewonnen, sondern von Lehrern an den Schulen.“

Flucht ins Exil

Talankin filmt in staatlichem Auftrag – und entwickelt doch schnell die Idee, dass seine Bilder nicht nur die Behörden interessieren könnten, sondern für die Zukunft bewahrt werden müssten. Er findet Kontakt zu US-Filmregisseur David Borenstein, mit dem Talankin für „Mr. Nobody against Putin“ („Ein Nobody gegen Putin“) schließlich gemeinsam Regie führt. Doch bis dahin filmt der russische Lehrer zunächst rund zwei Jahre lang weiter – als vermeintlicher Dokumentator. Erst im Sommer 2024 bekommt er den Eindruck, dass die Gefahr für ihn wächst. Plötzlich steht ein Polizei-Auto vor seinem Haus, und seine kritische Haltung zum Krieg scheint sich herumzusprechen. Ohne sich von irgendjemandem zu verabschieden, bucht Talankin eine Urlaubsreise und flieht – mit seinen Festplatten voller Videoaufnahmen im Gepäck.

Preise für den Dokumentarfilm

Im Exil stellt er zusammen mit Borenstein aus seinem Material einen 90-minütigen Kinofilm zusammen, der Anfang 2025 beim US-amerikanischen Sundance-Festival Premiere feiert – und dort im Wettbewerb Ausländischer Dokumentarfilm den Sonderpreis der Jury gewinnt. Im vergangenen März wird „Mr. Nobody Against Putin“ bei den Academy Awards als bester Dokumentarfilm mit dem Oscar ausgezeichnet.

Am Freitag, 9. Oktober, präsentiert Talankin den Film in der Mülheimer Bistumsakademie „Die Wolfsburg“. Ab 17.15 Uhr läuft zunächst der Film. Nach einer Pause mit Imbiss diskutiert Talankin gemeinsam mit dem Journalisten, Schriftsteller und Dolmetscher Artur Weigandt und Akademiedozent Jens Oboth über die Hintergründe, die politische Situation in Russland und die Wirkung dokumentarischen Erzählens. Der Tagungsbeitrag beträgt 19 Euro, ermäßigt 11,40 Euro, für Schülerinnen und Schüler ist der Besuch gemeinsam mit ihren Lehrkräften kostenfrei. Anmeldung mit der Tagungsnummer A26173 per E-Mail oder telefonisch: 0208 / 99919-981.

Talankin besucht das Mariengymnasium und das Gymnasium am Stoppenberg

Bereits am Mittwoch, 7. Oktober, präsentieren Talankin und Weigandt den Film ab 18 Uhr im Bischöflichen Mariengymnasium, Brückstraße 108 in Essen-Werden. Während an diesem Abend neben Schülerinnen und Schülern auch weitere Interessierte willkommen sind, zeigt Talankin „Ein Nobody gegen Putin“ am Donnerstag, 8. Oktober, im Essener Gymnasium am Stoppenberg als reine Schulveranstaltung.

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news-21211 Wed, 30 Sep 2026 10:49:00 +0200 Namen und Daten | 30.09.2026 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-30092026-1 Sabine Lethen Sabine Lethen wird zum 30. September 2026 ihren langjährigen Dienst für das Bistum Essen beenden. Nach dem Berufspraktischen Jahr in der Kirchengemeinde St. Anna in Duisburg und ihrer Assistenzzeit in St. Hermann-Josef in Essen-Dellwig und St. Paulus in Essen-Gerschede, hat Sie am 1. Oktober 2003 ihren Dienst als Gemeindereferentin in St. Bonifatius in Essen aufgenommen.

Seit dem 1. Juli 2007 waren Sabine Lethen dann zusätzlich mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent als Religionspädagogische Fachberaterin beim Kita-Zweckverband tätig. Mit Wirkung zum 1. Februar 2005 wurden sie zur Neuerrichtung der Pfarrei St. Josef in Essen-Frintrop für die Gemeinde St. Paulus in Essen-Gerschede mit 50 Prozent Beschäftigungsumfang als Gemeindereferentin beauftragt.

Zum 1. November 2011 ist sie in der Pfarrei St. Josef entpflichtet und mit 100 Prozent Beschäftigungsumfang als Religionspädagogische Fachberaterin beim Kita-Zweckverband ernannt worden. In der Zeit vom 1. Juli 2017 bis zum 30. September 2021 war Sabine Lethen als Gemeindereferentin mit Koordinierungsaufgaben an der Gemeinde St. Paulus in der Pfarrei St. Josef tätig, nachdem sie ihre Tätigkeit beim Kita-Zweckverband beendet hat.

Seit dem 1. Oktober 2021 war Sie als Pfarrbeauftragte in St. Josef in Essen beauftragt, bevor sie seit dem 1. Oktober 2024 über Ihren Renteneinritt hinaus mit einem geringen Stundenumfang weiterhin als Gemeindereferentin tätig war.

Wir danken Sabine Lethen sehr herzlich für ihre hohe Flexibilität und vielseitig engagierten Dienst. Für die ratsuchenden und ihnen anvertrauten Menschen war sie stets eine kompetente Ansprechpartnerin und einfühlsame Wegbegleiterin. Mit spürbarer Freude und hohem Engagement war sie für die Menschen in Essen als Seelsorgerin erfahrbar.

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news-21210 Wed, 30 Sep 2026 10:36:27 +0200 Namen und Daten | 30.09.2026 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-30092026 Diakon Stefan Hegerich, Pastor Georg Scholles OFM, Pastor Gisbert Lordieck TC, Franziska Gröschel Diakon Stefan Hegerich wird mit Wirkung vom 1. Oktober 2026 zum Diakon im Hauptberuf für die Pfarrei Christus König in Halver - Breckerfeld - Schalksmühle - Hagen-Dahl ernannt. Gleichzeitig endet zum 30. September 2026 damit seine Ernennung als Diakon für die Pfarrei St. Medardus in Lüdenscheid.

Die Ernennung von Pastor Georg Scholles OFM als Vertreter des Pfarrers an der Pfarrei St. Gertrud in Essen wird um weitere vier Jahre, bis zum 30. September 2030, verlängert.

Pastor Gisbert Lordieck TC wird zum 31.08.2026 von Ihrer Ernennung als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Lambertus in Gladbeck entpflichtet. Gleichzeitig wird er mit Wirkung vom 01.09.2026, zunächst befristet bis 31.08.2028, als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Propsteipfarrei St. Peter und Paul und der Pfarrei Liebfrauen in Bochum ernannt.

Franziska Gröschel wird zum 27. September 2026 als Referentin für Ministrantenpastoral in der Abteilung Kinder, Jugend und Junge Erwachsene beauftragt.

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news-21209 Tue, 29 Sep 2026 18:38:49 +0200 Nikolaus Groß als Vorbild: Bischof Overbeck und Minister Laumann diskutieren über Arbeit und Demokratie https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/nikolaus-gross-als-vorbild-bischof-overbeck-und-minister-laumann-diskutieren-ueber-arbeit-und-demokratie Wie lässt sich der Wandel der Arbeitswelt sozial gestalten? Bischof Franz-Josef Overbeck und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann diskutierten in Hattingen über Künstliche Intelligenz, soziale Sicherheit und Demokratie – und darüber, was der von den Nationalsozialisten ermordete Nikolaus Groß heute noch zu sagen hat. Der aus Hattingen-Niederwenigern stammende Groß ist vor 25 Jahren seliggesprochen worden. Wie lässt sich der Wandel der Arbeitswelt sozial und verantwortungsvoll gestalten – und welche Orientierung kann dabei das Vermächtnis des Widerstandskämpfers Nikolaus Groß geben? Darüber haben der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag, 22. September 2026, vor rund 200 Gästen in St. Mauritius in Hattingen-Niederwenigern diskutiert. Im Mittelpunkt standen unter anderem Fachkräftemangel und Frühverrentung, Künstliche Intelligenz, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie soziale Gerechtigkeit und politische Radikalisierung. Anlässlich des 25. Jahrestags der Seligsprechung von Nikolaus Groß hatte der Verein „Nikolaus Groß Niederwenigern“ Laumann zu einem Impulsvortrag und zur anschließenden Podiumsdiskussion mit Bischof Overbeck eingeladen.

In seinem Vortrag dankte Laumann zunächst, „dass in ‎Niederwenigern eine Struktur aufgebaut worden ist, die Nikolaus Groß in Erinnerung hält“. Er ‎sei ein Mann gewesen, „der uns auch in heutiger Zeit Vorbild sein muss“. Er habe die ‎intellektuelle Fähigkeit gehabt, die katholische Soziallehre zu verstehen, und habe versucht, das ‎Leben der Arbeiter und ihrer Familien zu verbessern, und sich für sie eingesetzt. Dabei habe er ‎das große Glück gehabt, dass er diese Bemühungen „mit einem festen Glauben an Jesus ‎Christus verbinden konnte“. Das habe ihm große Kraft gegeben, eine Kraft, „auch in schweren ‎Zeiten mutig zu sein“. Auch wenn er am Ende mit seinem Leben bezahlt habe und von den ‎Nationalsozialsten ermordet worden sei.‎

Laumann schlägt Bogen von der Industrialisierung zur Künstlichen Intelligenz

Über den „in Wort und Schrift mutigen Nikolaus Groß“ und die ebenfalls vor 25 Jahren selig gesprochene Ordensschwester Maria Euthymia, die als Pflegerin „in ‎unmenschlichen Zeiten ein großes Licht der Menschlichkeit war“, leitete der Minister seinen ‎Vortrag zu Papst Leo XIII. (1810-1903) und dem aktuellen Papst Leo XIV. über. Laumann zog Parallelen von den Umbrüchen ‎der Industrialisierung zu Zeiten Leos XIII. und der durch ihn in seiner Enzyklika „Rerum ‎novarum“ begründeten katholischen Soziallehre zu den von Leo XIV. in seiner Enzyklika ‎‎„Magnifica humanitas“ geforderten klaren ethische Leitlinien und strengeren Regeln für den ‎Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). „Die Entwicklung darf nicht die Menschen ‎bestimmen. Die Menschen müssen die Handelnden bleiben“, betonte Laumann.‎

Die Menschen machten sich, so der Minister, Gedanken über ihren Arbeitsplatz und die Frage, ‎welche Effekte KI haben wird. Gleichzeitig gebe es neben dem Abbau von Arbeitsplätzen und ‎großen Umstrukturierungen zum Beispiel in der Automobilindustrie, Sorgen wegen des Kriegs ‎in Europa, Störungen des freien Welthandels, unter anderem durch vom US-Präsidenten verhängte Zölle, ‎veränderte Beziehungen zu Russland und chinesische Produkte, die mit Dumpingpreisen auf ‎den europäischen Markt kommen. „Der Effekt auf Menschen, die durchschnittlich oder ‎unterdurchschnittlich verdienen, sind Ängste. Es gibt eine tiefe Verunsicherung in der ‎Bevölkerung. Wir haben an drei Wahlen gesehen, dass politische Kräfte, die andere Ziele ‎verfolgen, davon profitieren. Die Menschen, die die Soziallehre kennen und aus ihr versuchen, ‎Gesellschaft zu gestalten, stehen vor einer Herausforderung. Wir brauchen Antworten. Aber die ‎sind nicht einfach“, sagte Laumann. „Was mir am meisten fehlt: Dass wir zu wenig Antworten ‎auf ein Sicherheitsbedürfnis haben.“ Es bräuchte äußere Sicherheit, zählte er mit Blick auf die ‎USA und „die objektive Bedrohungslage durch Russland“ auf, „Menschen wünschen sich ‎innere Sicherheit, eine funktionierende Polizei und Justiz“ und sie bräuchten soziale Sicherheit.

Laumann: „Man muss den Menschen Sicherheit geben.“

Sein Appell: „Man muss den Menschen in einer solchen Situation Sicherheit geben. Nikolaus ‎Groß kann auch jetzt politisch ein Vorbild sein, weil er erkannt hat, welche Gefahren politische ‎Radikalisierung hat. Nikolaus Groß hat uns gezeigt, dass Verantwortung nicht erst beginnt, ‎wenn die Gefahr vor der Tür stehen. Da, wo Hass und Hetze waren, hat er nie geschwiegen. ‎Wir dürfen nicht schweigen, wenn Hass und Hetze die Gesellschaft spalten. Demokratie lebt ‎davon, dass Menschen sich einmischen und widersprechen. Wir brauchen keine Helden, ‎sondern Menschen, die aufstehen und sagen, bis hierhin und nicht weiter. Als Christinnen und ‎Christen dürfen wir darauf vertrauen, dass wir diesen Weg nicht alleine gehen.“‎

Overbeck: „Wählt nicht extremistisch.“

Bei der Podiumsrunde auf die Frage angesprochen, welche Aufgabe die Kirche in diesem ‎Zusammenhang habe, fasste Bischof Overbeck zusammen: „Zu sagen, wählt nicht ‎extremistisch.“ Extremisten falle es leichter zu behaupten, wo der Schuh drückt, als denen, die ‎die Verantwortung haben. Auch er sehe als Ruhrbischof in der Region und gerade im ‎Ruhrgebiet Not, berichtete Overbeck. „Zum Beispiel an Schulen Kinder, die ohne Frühstück ‎dorthin kommen. Das hängt nicht damit zusammen, dass die Eltern nicht verantwortungsvoll ‎sind, sondern, dass sie schlicht nichts haben.“ Ihm sei immer der Gedanke der Gerechtigkeit ‎sehr wichtig. Nach seiner persönlichen Verantwortung für die Zukunft gefragt, sagte Overbeck ‎deshalb unter anderem, dass „Politik und Religion als zwei soziale System gestärkt und geschützt werden ‎müssen“. Dafür, dass Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden blieben, müsse man als gläubiger ‎Christ alles tun. „Es geht darum, menschlich zu bleiben, weil das die beste Art ist, Christ zu ‎sein.“

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news-21208 Mon, 28 Sep 2026 17:48:52 +0200 Bischöfe beraten in Fulda über ethische Streitthemen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischoefe-beraten-in-fulda-ueber-ethische-streitthemen Zum Auftakt der Bischofsvollversammlung in Fulda wirbt DBK-Chef Heiner Wilmer für mehr Dialog mit AfD-Wählerinnen und -Wählern. Bis Donnerstag beraten die Bischöfe zudem über Leihmutterschaft, Organspende, assistierten Suizid und KI. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, hat sich dafür ausgesprochen, auf AfD-Wählerinnen und -Wähler zuzugehen. „Es braucht unbedingt Formate, in denen wir zuhören, in denen wir keine Ansagen machen“, sagte Wilmer, der Bischof von Münster, am Montag, 28. September, in Fulda. Die Kirche müsse die Fragen und Nöte der Menschen ernst nehmen. Zum Auftakt der Herbstvollversammlung der deutschen katholischen Bischöfe bekräftigte Wilmer zugleich, dass der völkische Nationalismus der AfD mit dem Christentum unvereinbar sei.

Populismus auch von links

Gut eine Woche nach dem Wahlerfolg der Linken in Berlin warnte Wilmer auch vor einem Populismus von links: „Es kann natürlich nicht sein, dass wir über eine Reduktion bei den Polizeikräften sprechen.“ Auch der wachsende Antisemitismus, der die Demokratie untergrabe, sei nicht hinnehmbar. Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. In ihrem Wahlprogramm hatte die Partei angekündigt, Finanzmittel für die Polizei umverteilen zu wollen - etwa für mehr Straßensozialarbeit. Der Berliner Landesverband der Linken steht auch wegen Antisemitismusvorwürfen in der Kritik.

Vergessene Katastrophen in Afrika

In einem eindringlichen Appell forderte Bischof Wilmer, das Leid der Menschen in Afrika nicht aus dem Blick zu verlieren. Als besonders drängend empfinde er die „vergessene Katastrophe“ im Sudan: „34 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe, 4,5 Millionen sind über die Landesgrenzen geflohen. Die UN bezeichnet Sudan als weltweit größte humanitäre und Vertreibungskrise. Es gibt Hunger, sexualisierte Gewalt und Angriffe auf Zivilisten.“

Bischöfe beraten über ethische Fragen

Bis Donnerstag beraten die Bischöfe unter anderem über ethische Fragen zu Leihmutterschaft, Organspende und Suizid-Beihilfe. Es geht auch um die Gefahren und Chancen Künstlicher Intelligenz. Zum Auftakt des Treffens kam der neue Papstbotschafter in Deutschland, Nuntius Hubertus van Megen, nach Fulda, wo am Abend der Eröffnungsgottesdienst im Dom auf dem Programm stand.

Neuer Vorsitzender gibt Moderation ab

Wilmer war bei der Frühjahrsvollversammlung im Februar in Würzburg zum neuen DBK-Vorsitzenden gewählt worden, als Nachfolger des Limburger Bischofs Georg Bätzing. Anders als bisher üblich, will er die Debatten der Vollversammlung aber nicht selbst moderieren. Er vertraue bei der Moderation seinen Amtskollegen und hoffe, sich auf diese Weise stärker auf die Inhalte konzentrieren zu können.

Als Vorsitzender der Glaubenskommission der DBK wird der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck am Dienstag, 29. September, an einem Pressegespräch zu den ethischen Fragen teilnehmen, mit denen sich die Vollversammlung befasst. Außerdem predigt Overbeck am Donnerstag, 1. Oktober, im Gottesdienst der Vollversammlungsteilnehmenden.

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news-21207 Mon, 28 Sep 2026 17:10:26 +0200 Neues Freiluft-Klassenzimmer für das Bischöfliches Gymnasium am Stoppenberg https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/neues-freiluft-klassenzimmer-fuer-das-bischoefliches-gymnasium-am-stoppenberg Unterricht unter freiem Himmel: Das Bischöfliche Gymnasium am Stoppenberg in Essen hat ein neues Freiluft-Klassenzimmer eröffnet. Der Lernort mit Biotop und Gewächshaus ist Teil des Engagements der Schulgemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit. Passend zum angekündigten Sommerwetter der kommenden Herbsttage hat das Bischöfliche Gymnasium am Stoppenberg in Essen jetzt sein neues Freiluft-Klassenzimmer eingeweiht. Ab sofort können Lehrkräfte die Bänke und Tische im Freien wie jeden anderen Raum der Schule reservieren und dann Mathe, Englisch oder Bio an der frischen Luft unterrichten. „Zusammen wachsen“ lautet das mit bunter Farbe an die Wand gesprühte Motto des Bereichs, zu dem auch das renovierte Biotop der Schule und ein neues Gewächshaus gehören. Alles zusammen wurde nun beim Schulfest zum 60-jährigen Bestehen des Gymnasiums offiziell eröffnet.

Die Idee zum Klassenraum im Freien entstand in der Projektgruppe „Grüne Schule“, die sich seit 2020 für mehr Nachhaltigkeit im Bischöflichen Schulzentrum am Stoppenberg engagiert. Zusammen mit Eltern, Lehrkräften und der Neigungsgruppe Schulgarten gelang die ökologische Umgestaltung dieses Schulhofbereichs. Das Engagement wird in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt: Das Biotop braucht regelmäßig Pflege, und im Gewächshaus fehlen noch einige Elemente, bevor dort im Frühjahr die ersten Pflanzen keimen und wachsen können.

Mia und Fenja aus der Gruppe „Grüne Schule“ freuen sich, wenn das Freiluft-Klassenzimmer nicht nur für Schulstunden angenommen wird, „sondern auch zum Sitzen und Spielen in der Pause oder zum Lernen“. Ihren Mitschülerinnen und Mitschülern empfehlen sie – je nach Wetter – eine Trinkflasche für den Outdoor-Unterricht, ein Tuch zum Abtrocknen der Bänke, wenn es vorher geregnet hat, und eine Jacke, falls es demnächst etwas kühler werden sollte. Ein Sitzkissen könne auch nicht schaden, meint Mia: „Nach einiger Zeit fühlen sich die Bänke etwas hart an“, so ihre Erfahrung nach den ersten Tests.

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news-21206 Sat, 26 Sep 2026 18:54:43 +0200 Ehrenamtstag im Bistum Essen bringt 700 Engagierte in Hattingen zusammen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ehrenamtstag Austausch, Vernetzung und jede Menge Ideen: Rund 700 Engagierte sind am Samstag, 26. September, zum Ehrenamtstag des Bistums in die Henrichshütte nach Hattingen gekommen. Dort zeigte sich die Vielfalt des Engagements im Ruhrbistum. Bischof Franz-Josef Overbeck dankte den Freiwilligen und betonte die politische Bedeutung des christlichen Ehrenamts für die Gesellschaft. Ehrenamt kann ganz schön lecker sein. Das Team der Kaffee-Ape ist jedenfalls am Samstag, 26. September, einer der vielen Stars beim Ehrenamtstag des Bistums Essen. Zeitweise bilden sich Schlangen an dem italienischen Piaggio-Dreirad namens „Limetti“, auf dessen Ladefläche das Freiwilligen-Team aus der Hattinger Pfarrei St. Peter und Paul Kaffeespezialitäten von Cappuccino und Espresso bis zu Tee und Kakao serviert. „Uns macht das Spaß“, sagt der Mann, der gerade den Zucker nachfüllt.

Rund 700 Menschen aus allen Teilen des Bistums Essen sind am Samstag der Einladung in die Henrichshütte gefolgt. Gut vier Jahre nach dem Ehrenamtstag im Essener Grugapark stehen diesmal in der Hattinger Industriekulisse Austausch und Vernetzung, Information und Unterhaltung für die Menschen auf dem Programm, die sich freiwillig in Pfarreien, Gemeinden, Gruppen, Verbänden und anderen katholischen Organisationen zwischen Duisburg, Bochum und dem Märkischen Sauerland engagieren. Von der Bahnhofsmission bis zum Angebot „Immobilienraum“ der Bistums-Verwaltung, vom Innovationslabor bis zum Bereich Weltkirche präsentieren zahlreiche Abteilungen und Institutionen ihre Angebote, um Ehrenamtliche bei ihren Engagements zu unterstützen. Egal ob beim Memory-Spiel beim Domschatz, beim Entenangeln der Abteilung Liturgie und Glaubenskommunikation oder bei einem virtuellen Spaziergang auf dem Dach des Essener Doms: Mitmachen und Mitspielen ist an vielen Stellen ausdrücklich erwünscht. 

Ehrenamtliche nutzen Möglichkeiten zu Austausch und Vernetzung

Gleichzeitig lässt das Programm den Gästen viel Raum zum Austausch mit anderen Ehrenamtlichen. Auf dem Weg von der Ausstellungshalle zu den Freiluftangeboten ist immer wieder „Hallo“ und „Ach, ihr seid auch hier!“ zu hören. Wer schon länger im kirchlichen Ehrenamt aktiv ist, trifft sich im kleinen und dicht besiedelten Bistum Essen immer wieder. Oder man lernt sich bei Veranstaltungen wie dem Ehrenamtstag schnell kennen, heute zum Beispiel bei den zahlreichen Workshops zu kreativen oder spirituellen Themen oder bei den Führungen durch das Industriemuseum. „Es ist toll, hier so viele Leute zu treffen“, sagt Mechtild Veit. Sie und ihr Mann Torsten engagieren sich in Gevelsberg unter anderem als Leitende von Wort-Gottes-Feiern, im Handarbeitskreis und im Kirchenvorstand.

Viele Freiwillige nutzen den Ehrenamtstag zum geselligen Teamausflug – egal ob die Frauen, die sich um die Kirche St. Liborius in Wetter-Wengern kümmern, oder das Bücherei-Team aus St. Bonifatius in Essen-Huttrop. Auch Gabriele Keilig aus Bochum-Wattenscheid ist mit ihren Kolleginnen hier. „Wir engagieren uns in der Patientenbücherei des Bochumer St.-Josef-Krankenhauses.“ Früher sei sie Mitglied von Gemeindegremien in St. Theresia, Wattenscheid-Eppendorf, gewesen. Aber mit dem Ruhestand habe sie nach einer neuen ehrenamtlichen Herausforderung gesucht – und in der Patientenbücherei gefunden. „Ich lese selber gern“, sagt Keilig. Diese Freude versuche sie nun auch den Patientinnen und Patienten in der Klinik zu vermitteln – und ihnen damit die Zeit im Krankenhaus zu erleichtern.

Tag zeigt die große Vielfalt des kirchlichen Ehrenamts

Am Ehrenamtstag wird die große Vielfalt des kirchlichen Engagements deutlich: Die einen engagieren sich im sozialen Bereich, andere in der Jugendarbeit, in der Gottesdienstgestaltung, in Gremien … „Seit ich Rentner bin, bin ich Hausmeister in unserer italienischen Mission in Gevelsberg“, berichtet Franco Santaro. Heute wollte er am Stand der Gemeinden anderer Muttersprachen und Riten eigentlich seinen original italienischen Espresso servieren, doch schon nach kurzer Zeit streikt die Maschine. „Vielleicht waren das heute doch ein paar Kaffee zu viel“, sagt er mit Lächeln.

Gut, dass draußen auf der Freifläche noch die Maschine der Kaffee-Ape „Limetti“ läuft. Seit bald zehn Jahren ist die Hattinger Pfarrei St. Peter und Paul mit dem ungewöhnlichen Fahrzeug unterwegs. Mal steht es sonntags nach der Messe an der Kirche, mal in der Fußgängerzone - immer gehe es darum, den Menschen mit einem leckeren Heißgetränk auch ein offenes Ohr anzubieten. Dabei ist „Limetti“ auch ein Beispiel für den Wandel des Ehrenamts: Einst von einem hauptberuflichen Seelsorger gestartet, wird die Ape heute ausschließlich von Ehrenamtlichen betrieben. Die haben keinen festen Fahrplan, „sondern kommen, wenn wir Zeit haben“, sagt das „Limetti“-Team. Und Lust – aber daran mangele es eigentlich nie.

Bischof dankt Ehrenamtlichen und betont: Engagement ist sehr politisch

Im abendlichen Gottesdienst dankt Bischof Franz-Josef Overbeck den Ehrenamtlichen: Mit ihrem vielfältigen Engagement „schenken Sie Hoffnung, stiften Gemeinschaft und machen Gottes Welt in unserem Bistum und an ganz vielen Orten sichtbar.“ Zugleich sei dieses Engagement sehr politisch, so Overbeck. „Sie geben Zeugnis von unserem Glauben, der in der Mitte der Gesellschaft ein gutes Leben für alle Menschen möchte.“ Der Bischof ermuntert die Ehrenamtlichen: „Setzen Sie sich weiter dafür ein, in vielen Gesprächen, da, wo man auf Menschen hofft, die Perspektiven bieten – als Christinnen und Christen können wir das.“ 

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news-21205 Fri, 25 Sep 2026 15:24:15 +0200 Aufarbeitungsstudie zu Missbrauch im Kinderheim „Maria in der Drucht“ vorgestellt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/aufarbeitungsstudie-zu-missbrauch-im-kinderheim-maria-in-der-drucht-vorgestellt Der Caritasverband Duisburg hat eine Studie zur Aufarbeitung von Gewalt im ‎ehemaligen Kinderdorf „Maria in der Drucht" vorgestellt. Die Forschenden äußern ‎unter anderem Kritik an der bisherigen Zusammenarbeit zwischen dem Bistum und ‎der Caritas mit Blick auf die Aufarbeitung der sexualisierten Gewalt.‎ Der Caritasverband Duisburg hat am Freitag, 25. September 2026, eine wissenschaftliche Studie zur ‎Aufarbeitung der sexualisierten, körperlichen oder psychischen Gewalt im ehemaligen Kinderdorf ‎‎„Maria in der Drucht“ vorgestellt. Das 1983 geschlossene Kinderdorf war zuletzt in der Trägerschaft ‎der Duisburger Caritas, bis 1961 waren dort Ordensschwestern der Kongregation der Schwestern ‎Unserer Lieben Frau tätig. In dieser Studie wird unter anderem eine mangelnde Abstimmung ‎zwischen dem Bistum Essen und dem Caritasverband Duisburg als Träger der Einrichtung in der ‎bisherigen Aufarbeitung der Gewalttaten und der gemeinsamen Sorge um die Betroffenen ‎beschrieben.‎

‎„Die Kritik ist berechtigt“, so Generalvikar Klaus Pfeffer. Als im Jahr 2015 die ersten Meldungen über ‎mögliche Gewalttaten durch Priester in dem Kinderdorf das Bistum Essen erreichten, habe die ‎Sorge um die einzelnen Betroffenen im Fokus gestanden. Um ihnen zu helfen, habe die damalige ‎Ansprechperson für sexualisierte Gewalt die Meldungen bearbeitet, die Betroffenen angehört und ‎sie bei der Beantragung auf Zahlungen zur Anerkennung des Leids unterstützt. „Eine Aufarbeitung ‎der gesamten Geschichte dieses Kinderdorfes war damals noch nicht im Blick“, so Generalvikar ‎Pfeffer.  Zudem gab es zu dieser Zeit auch noch keinen breiter aufgestellten Stabsbereich, der sich ‎mit Fragen der Aufarbeitung umfassender beschäftigte.

Im Jahr 2019 hatte sich dann die Unabhängige Beauftragte des Bistums erstmals an den ‎Duisburger Caritasverband gewandt und über die bis dahin ersten sechs Fälle mit Bezug zum ‎Kinderdorf informiert. Eine weitere Zusammenarbeit in der Aufarbeitung folgte damals aber nicht. ‎Erst im Zusammenhang mit der ersten Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum ‎Essen wurde deutlich, dass es einen gesonderten Blick für die Geschichte von früheren ‎Kinderheimen braucht. So kam es dann zu weiteren Gesprächen zwischen dem Bistum Essen und ‎dem Duisburger Caritasverband. „Die Duisburger Caritas verdient hohen Respekt, dass sie sich in den ‎letzten Jahren intensiv der Aufarbeitung des ehemaligen Kinderdorfes angenommen hat“, ‎betont Generalvikar Pfeffer. Die jetzt vorgelegte Studie sei vor allem für alle Betroffenen wichtig, ‎deren Leid endlich öffentlich sichtbar werde und anerkannt werden.  ‎

Die Forschenden dokumentieren ein systemisches Versagen, das die massive und jahrzehntelange ‎Gewalt und das daraus resultierende Leid in dem Kinderdorf durch Priester, Ordensfrauen, ‎pädagogische Kräfte und Handwerker ermöglicht hat. Dieses System wurde jedoch erst im Laufe ‎der vergangenen Jahre durch eine wachsende Zahl an Meldungen mit Bezug zu der Einrichtung ‎sichtbar. „Die Duisburger Studie hat auch vorbildlichen Charakter, weil sie für weitere Träger von ‎ehemaligen oder noch bestehenden Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen eine Grundlage zur ‎Realisierung ähnlicher Untersuchungen sein kann“, so Generalvikar Klaus Pfeffer. ‎

‎„Uns liegt jetzt sehr daran, gemeinsam mit der Caritas die in der Studie beschriebenen Probleme ‎und Mängel in der Zusammenarbeit aufzuarbeiten, damit wir bei der weiteren Aufarbeitung oder ‎künftigen Projekten enger und reibungsloser kooperieren“, betont der Generalvikar. Und für das ‎Bistum selbst sieht Pfeffer einen Verbesserungsbedarf bei der Unterstützung von ‎Forschenden, wenn es um Zugänge zu Archivunterlagen geht. Hier zeigt die Studie erhebliche ‎Verzögerungen, Einschränkungen und verwaltungstechnische Probleme auf. „Da müssen wir einfach ‎besser werden. Deshalb reflektieren wir gerade unsere Prozesse auch in dieser Hinsicht sehr ‎kritisch, damit weitere Aufarbeitungsprozesse bestmöglich unterstützt werden können“, bekräftigt ‎Generalvikar Klaus Pfeffer.

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news-21204 Thu, 24 Sep 2026 12:04:17 +0200 Sind wir (fast) alle „Internettypen“?‎ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sind-wir-fast-alle-internettypen Na, wer hat heute schon länger aufs Handy geschaut als eigentlich beabsichtigt? Auf ‎die Frage nach der persönlichen Bildschirmzeit reagieren Menschen aller ‎Altersklassen oft selbstkritisch. Dass das Thema gerade für die jüngeren ‎Generationen eine besondere Bedeutung hat, steht außer Zweifel. Doch ist ein Social-‎Media-Verbot für unter 16-Jährige die richtige Antwort? Darüber kann man streiten ‎‎– wie jetzt auch eine lebhafte Debatte im Mariengymnasium Essen-Werden zeigte. ‎Dort diskutierten am Dienstagabend Menschen aus Wissenschaft, Medien und Politik ‎mit Menschen, die in der bischöflichen Schule lernen und lehren.‎ Unter dem Titel „Triggerpunkt: Social-Media-Verbot – Wirksamkeit. Kritik. Gegenvorschläge“ führte Moderator Mark Radtke durch den Abend. Er ist Dozent in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ und dort für den Bereich Sozialethik und Gesellschaftspolitik verantwortlich. Im Mariengymnasium begrüßte er mit dem Publikum die Gäste auf dem Podium: Das waren einmal Gavin Karlmeier, Journalist, und Podcaster aus Essen, und  Dr. Josephine B. Schmitt, wissenschaftliche Koordinatorin am Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum. Daneben nahmen der gebürtige Mülheimer Dirk von Gehlen, Autor, Journalist und „Director Think-Tank“ am Institut der Süddeutschen Zeitung in München, sowie Frank Müller Platz, der für die SPD im NRW-Landtag sitzt und dort im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend mitwirkt.

Argumente für und gegen ein Verbot

Wer ist für ein Verbot von Sozialen Medien wie Minderjährige und wer dagegen? Als der Moderator diese Frage an das Publikum am Anfang des Abends stellte, zeigte sich schon eine leichte Tendenz: Die meisten im Raum sprachen sich gegen ein Verbot von Platformen wie TikTok und Instagram für unter 16-Jährige aus. Was sind die jeweiligen Argumente?

Die Wissenschaftlerin Josephine B. Schmitt lenkte den Blick zunächst auf das Gute: „Soziale Medien sind Räume für Identitätsstiftung, bieten Information, Kommunikation, Unterhaltung und Austausch. Das haben wir gerade in der Pandemie gesehen.“ Aber sie sieht auch die negativen Punkte, zum Beispiel: „Man kann mit problematischen Inhalten in Kontakt kommen.“

Schützt ein Verbot Kinder und Jugendliche wirksam vor solchen schädlichen Seiten, vor Cybermobbing und Suchtmechanismen? Oder verhindert es zugleich Teilhabe und digitale Mündigkeit? Der letzte Punkt ist ein besonderes Anliegen des Journalisten Dirk von Gehlen. „Meine Idee wäre – gerade weil wir hier in der Schule sind  – , darüber zu reden, wie wir junge Menschen zu aktiven Bürgerinnen und Bürgern in einer offenen, freien Gesellschaft machen.“ Ein Social-Media-Verbot, so seine Meinung, würde „uns diesem Ziel nicht näher bringen, im Gegenteil.“ Es führe zu Einschränkungen – auch für Ältere, die sich dann in Zukunft ständig ausweisen müssten im Internet.

„Viereckige Augen“

„Internettyp!“ Als solchen bezeichnet sich Podcaster Gavin Karlmeier selbst gerne. Und dieser Begriff bringt auf den Punkt, wieviel Verbindendes bei dieser VeranstaItung mit im Raum war. „Internettypen – sind wir das nicht mittlerweise (fast) alle?“, kann man sich fragen. Gavin Karlmeier beschrieb seinen Eindruck vom Umgang polistisch Verantwortlicher mit dem Thema. „Ursula von der Leyen und Friedrich Merz sind der Meinung: Die Kinder sitzen alle zu viel vor dem Handy – die haben alle schon ganz viereckige Augen.“ Letzteres habe er als Kind aber auch schon zu hören bekommen, als es noch gar nicht um Smartphones ging.

Die Dauer der Nutzung sei für ihn nicht die entscheidende Frage. „Das Internet wurde erfunden, um Wissen zu demokratiseren, um Verbindungen herzustellen. Das jetzt für junge Menschen auszublenden und zu sagen: ,Wir Erwachsenen lernen im Internet etwas und haben Spaß, aber ihr seid noch nicht bereit dafür‘“, hält er für falsch. Das, was problematisch werden könne, wenn man im Netz unterwegs sei, gelte nicht nur für Kinder und Jugendliche.

Bildungspolitiker Frank Müller knüpfte daran an: „Wir sehen, dass mentale Gesundheit ein Riesenthema für die ganze Gesellschaft ist. Es ist ja nicht erst aufgekommen mit den sozialen Medien.“ Man müsse seiner Ansicht nach „die Systemfrage stellen: Ist unser Jugendschutz darauf ausgelegt, mit diesen Herausforderungen umzugehen?“, so der NRW-Landtagsabgeordnete.

Lehrer und Schüler über Auswirkungen im Alltag

In der Schule setzt man sich tagtäglich damit auseinander, was soziale Medien mit Kindern und Jugendlichen machen. Lars Wojaczek ist Lehrer am Mariengymnasium, Jahrgang 1997, selbst digital geprägt und damit „ganz dicht dran an den Schülerinnen und Schülern“, wie er selbst sagt. Er sieht die übermäßige Smartphone-Nutzung durchaus als „Problem“, aber ist gegen ein Verbot – wie am Ende der Veranstaltung auch die klare Mehrheit des erneut befragten Publikums.  „Ich bin für einen selbstbestimmten und reflektierten Umgang mit Social Media“, sagt der Mann, der Deutsch, Politik, Sport und Sozialwissenschaften unterrichtet. Das gemeinsame kritische Hinterfragen der Nutzung verschiedener Plattformen passiere in Schulen schon längst dort, wo entsprechend erfahrene und ausgebildete Lehrkräfte im Einsatz seien. Lars Wojaczek fordert jedoch: Dies müsse dringend weiter ausgebaut werden.

Zu Wort meldete sich auch ein Schüler Wojaczeks. Der 15-jährige Arne berichtete von einem aufschlussreichen Kinobesuch: „Ein Freund, der mit war, fand den Film total spannend – aber er hat trotzdem nebenbei TikTok geschaut. Ich glaube, 80 Prozent meiner Mitschüler haben täglich über zwei Stunden TikTok-Zeit. Das kann es doch nicht sein!“

Der „Kids Act“ der EU

Die Diskussion folgte wenige Tage nachdem die Europäische Union ihre Pläne zum Thema veröffentlich hatte. Der „EU Kids Act“ sieht vor, drei Alterstufen vor den Eintritt in die Social-Media-Welt zu setzen: Für unter 13-Jährige sollen es bei Plattformen wie TikTok und Instagram heißen: „Wir müssen leider draußen bleiben“.  Im Alter von 13 bis 15 Jahren wären dann sogenannte „Mini-Konten“ mit eingeschränkten Funktionen und altersgerechten Inhalten erlaubt. Darauf könnten die Jugendlichen über das Konto der Erziehungsberechtigten maximal eine Stunde pro Tag zugreifen. Ab einem Alter von 15 Jahren sollen dann eigene Accounts erlaubt sein. Die Social Media- oder Gaming-Plattformen müssen allerdings zuvor nachweisen, dass sie „sicher“ sind, zum Beispiel, in dem sie keine Möglichkeit bieten, dass Fremde Kontakt aufnehmen können.

Öffentlich auf die Schul-Bühne gebracht hatte das Thema nun die Katholische Akademie „Die Wolfsburg“ in Zusammenarbeit mit dem Stabsbereich Kommunikation und dem Ressort Kulturentwicklung des Bistums Essen. Und während die EU in den nächsten Monaten ihren „Kids Act“ weiter vorantreibt, will man auch von kirchlicher Seite dran bleiben an diesem sozialrelevanten Thema. Experte Dirk von Gehlen wird zum Beispiel am 24. Februar 2027 in der Wolfsburg in Mülheim einen Workshop anbieten unter dem Titel „Social Media im Alltag – Sicherer Umgang, praktische Lösungen und digitale Teilhabe für Familien, Kinder und Jugendliche“. Weitere Infos liefert die Seite www.die-wolfsburg.de in Kürze.

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news-21203 Wed, 23 Sep 2026 17:17:13 +0200 Bistumsleitung trifft Betroffene sexualisierter Gewalt zum persönlichen Austausch https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistumsleitung-trifft-betroffene-sexualisierter-gewalt-zum-persoenlichen-austausch Knapp 30 Betroffene sexualisierter Gewalt sind einer Einladung von Bischof ‎Franz-‎Josef Overbeck zu einem Begegnungsabend in der Katholischen Akademie ‎‎„Die ‎Wolfsburg“ in Mülheim gefolgt. Ohne festes Programm standen persönliche ‎‎Gespräche und das gegenseitige Zuhören im Mittelpunkt.‎ Zu einem Abend der Begegnung hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck Betroffene sexualisierter Gewalt eingeladen. Knapp 30 Betroffene kamen dazu in die Katholische Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim. Overbeck griff mit der Einladung eine Anregung des Betroffenenbeirats im Bistum Essen auf. Bewusst gab es an diesem Abend keine Tagesordnung und kein festes Programm. Im Mittelpunkt sollte die persönliche Begegnung stehen. „Das ist nicht selbstverständlich, dass es einen solchen Abend gibt“, machte Claudia Marcinek, Referentin für Betroffenenarbeit im Bistum Essen, zur Begrüßung deutlich.

Viele Betroffene sexualisierter Gewalt verbinden mit der katholischen Kirche großes Leid. In den vergangenen Jahren hat das Bistum Essen verschiedene Schritte unternommen, um sexualisierte Gewalt aufzuarbeiten und Betroffenen Anerkennung und Unterstützung zukommen zu lassen. Zugleich leiden viele Betroffene bis heute unter den Folgen der ihnen zugefügten Gewalt und bewerten die bisherigen Schritte als nicht ausreichend.

Persönliche Gespräche im Mittelpunkt

Neben der institutionellen Aufarbeitung sind in den vergangenen Jahren auch Kontakte entstanden – zwischen Betroffenen sowie zwischen Betroffenen und Verantwortlichen des Bistums. Beim Begegnungsabend wurde dies besonders deutlich. Beim gemeinsamen Essen und bei Getränken entwickelte sich eine offene Atmosphäre, in der viel Raum für Gespräche und gegenseitiges Zuhören war. Viele Betroffene nutzten die Gelegenheit, Bischof Overbeck und dem Generalvikar persönlich von ihren Erfahrungen zu erzählen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

„Ich danke allen, die heute ihre Erfahrungen und Erwartungen mit uns geteilt haben. Die Gespräche werden mich über diesen Tag hinaus beschäftigen. Den heutigen Abend habe ich als wertvoll und bewegend erlebt. Wenn auch bei den Betroffenen der Wunsch danach besteht, möchten wir solche Begegnungen gerne fortsetzen.“, unterstrich Overbeck zum Abschluss des Abends.

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news-21202 Tue, 22 Sep 2026 09:46:02 +0200 Welttag der Armen 2026: Bündnis im Bistum Essen sucht „Wärmespender für ‎andere“‎ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/welttag-der-armen-2026-buendnis-im-bistum-essen-sucht-waermespender-fuer-andere Schals und Socken stricken, gemeinsam essen oder Begegnungen schaffen: Mit der ‎Aktion „Wärm dich erst mal auf!“ sucht das Bündnis #GemeinsamSolidarisch im ‎Bistum Essen zum Welttag der Armen 2026 „Wärmespender für andere“. ‎Einzelpersonen und Gruppen können bis Januar mitmachen – Anmeldung ab sofort.‎ „Wärm dich erst mal auf!“ heißt die Mitmach-Aktion, mit der das Bündnis ‎‎#GemeinsamSolidarisch im Bistum Essen in diesem Herbst und Winter ein Zeichen gegen soziale ‎Kälte setzen und ganz praktisch helfen möchte. Gesucht werden einzelne Personen und Gruppen, die von Anfang Oktober ‎bis Ende Januar mit kreativen Aktionen Wärme weitergeben – an wohnungslose und andere ‎von Armut betroffene Menschen, an einsame Menschen oder an Menschen in der eigenen ‎Nachbarschaft.‎

Wie diese Wärme konkret aussehen kann, ist ganz unterschiedlich: Die einen haben schon ‎begonnen, Schals, Mützen oder Socken für Menschen ohne Obdach zu stricken. Andere planen ‎für die Wintermonate Begegnungen in ihrem Quartier, um verschiedene Menschen bei warmen ‎Speisen und Getränken an einen Tisch zu bringen.

„Wärm dich erst mal auf!“ ist die diesjährige Kampagne zum Welttag der Armen im Bistum ‎Essen. Der von Papst Franziskus 2017 ins Leben gerufene internationale Aktionstag wird jährlich ‎im November begangen, in diesem Jahr am Sonntag, 15. November. Bereits zum zehnten Mal lädt ‎das Bündnis #GemeinsamSolidarisch im Bistum Essen rund um den Welttag der Armen zu einer ‎solidarischen Mitmach-Aktion in der Region ein.‎

Wer in diesem Jahr dabei sein möchte, kann sich per E-Mail unter gemeinsamsolidarisch@bistum-‎essen.de melden. Weitere Informationen und Ideen gibt es auf der Internetseite www.welttagderarmen.de. Für Rückfragen sind die beiden Bündnissprecher auch telefonisch ‎erreichbar:‎

  • Schwester Mariotte Hillebrand, Seelsorgerin in der Duisburger Pfarrei St. Johann, Tel.: 0203 / ‎‎48 45 51 65‎
  • Sebastian Neugebauer, Leiter der Abteilung Weltkirche im Bistum Essen, Tel.: 0201 / 22 04 – ‎‎259.
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news-21201 Fri, 18 Sep 2026 19:26:29 +0200 St.-Hildegardis-Gymnasium in Duisburg weiht neuen Schulhof ein https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/st-hildegardis-gymnasium-in-duisburg-weiht-neuen-schulhof-ein Mit einer Freiluftmesse mit Weihbischof Ludger Schepers hat das St.-Hildegardis-Gymnasium im Duisburger Dellviertel am Freitag, 18. September 2026, seinen neuen Schulhof eingeweiht. Zusammen mit dem vor einem Jahr eröffneten Sportplatz bietet der neue „Wohlfühlort“ Schülerinnen und Schülern viel Freiraum für Spiel, Sport und Lernen – und wurde schneller und günstiger fertig als geplant. „Ein Hoch auf uns, auf unseren Schulhof!“ – mit einer leicht abgewandelten Fassung von Andreas Bouranis Party-Hit „Auf uns“ hat die Schulgemeinde des Bischöflichen St.-Hildegardis-Gymnasiums in Duisburg am Freitagmittag, 18. September 2026, lautstark die Einweihung ihres neuen Schulhofs gefeiert. Knapp ein Jahr nach Eröffnung des neuen Sportplatzes ist nun auch der direkt damit verbundene Pausenhof fertig. Alles in allem sei so „ein echter Wohlfühlort“ entstanden, wie beim Festakt und dem anschließenden Schulfest mehrfach zu hören war, ein Freiraum für Spiel, Sport und Lernen.

Schulhof und Sportplatz sind – ungewöhnlich genug für ein öffentliches Bauprojekt – schneller und günstiger fertig geworden als geplant. Statt ursprünglich kalkulierter 1,3 Millionen Euro und einer dreijährigen Bauzeit konnte die Bauabteilung des Bistums Essen das Projekt bereits in zwei Jahren – überwiegend in den Ferien – für insgesamt 1,1 Millionen Euro fertigstellen. Dieses Geld sei eine hervorragend angelegte Investition in die Zukunft, sagte Duisburgs Erste Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn (SPD), die sich im Namen der Stadt für das Engagement des Bistums am St.-Hildegardis-Gymnasium bedankte.

Schatten spendende Bäume und ein neues Klettergerüst für die Jüngsten

Für das Gymnasium im eng bebauten Dellviertel ist mit dem Umbau ein abwechslungsreicher Innenhof entstanden, auf dem die alten, Schatten spendenden Laubbäume ebenso ihren Platz gefunden haben wie ein großes neues Klettergerüst, das der Förderverein der Schule maßgeblich finanziert hat. „Das Klettergerüst hat sich insbesondere unsere SV für die jüngeren Schülerinnen und Schüler gewünscht“, erläutert Schulleiterin Sabine Kretschmann-Dulisch. Das Spielgerät aus massiven Holzstämmen sei ein Beispiel für die vielen Ideen, die aus der Schulgemeinde in die Planung mit der Bistums-Architektin Ana-Maria Escoz Corbacho und dem Duisburger Landschaftsarchitekten Thomas Schmidt eingeflossen sind.

Einmal quer über Schulhof und Sportplatz zieht sich nun eine lange Laufbahn. Diese Tartanbahn eignet sich nicht nur für schnelle Sprints, sondern dank der Sandgrube am Ende auch für den Weitsprung. Beim Schulfest bot sie jedoch erst einmal Platz für den Hobby-Horsing-Hindernisparcours. Links und rechts der Bahn sind viele neue Sitzgelegenheiten entstanden – je nach Vorliebe direkt auf den grauen Betonmäuerchen oder auf den alle paar Meter eingelassenen Gittern. Die seien nicht nur wärmer, urteilten zwei Oberstufenschülerinnen, sondern trockneten nach Regen auch deutlich schneller als der Stein. Kretschmann-Dulisch machte deutlich, dass der Schulhof nicht nur ein Ort für Pausen und Freistunden sei, sondern auch ein Lernort für Unterricht im Freien.

„Für mich ist der Schulhof vielleicht der wichtigste Ort der Schule“

Eingeweiht wurde der Schulhof mit einer Messe unter freiem Himmel mit Weihbischof Ludger Schepers, die Schulseelsorgerin Sophia Kita vorbereitet hatte. Schepers ermunterte die Schülerinnen und Schüler „zu lernen, die Welt und eure eigenen Talente zu entdecken.“ Dazu gehöre auch zu erkennen, dass eine gute Schule und ein nagelneuer Schulhof in dieser Welt keineswegs selbstverständlich sind. Darüber diskutierten die Kinder und Jugendlichen im Predigtgespräch. „Für mich ist der Schulhof vielleicht der wichtigste Ort der Schule“, sagte eine Jugendliche, „weil ich dort meine Freundinnen und Freunde treffe und den Kopf frei bekomme“.

Nach Gottesdienst und Festreden musste der neue Schulhof seine erste Feuertaufe bestehen: Beim Schulfest gab es Bobbycar-Rennen, Riesen-Seifenblasen, Dart, Steinebemalen und vielen weiteren Aktionen. Wenn am Montag der reguläre Schulbetrieb weitergeht, wird in den kommenden Wochen rund um den Schulhof noch weitergearbeitet: Um möglichst viel Natur in die dichte Großstadtbebauung zu bekommen, stehen im Herbst unter anderem weitere Pflanzungen an.

Jetzt soll die Eingangshalle saniert werden

Von Bauarbeiten hat das St.-Hildegardis-Gymnasium zudem offenbar noch nicht genug. Noch während der Eröffnungsfeier für Schulhof und Sportplatz war bereits vom nächsten Projekt die Rede: Nach sanierten Toiletten, Fachräumen, dem hauseigenen Schwimmbad und dem neuen Schulhof steht für die Schule nun die Eingangs- und Pausenhalle auf der Agenda. Der Förderverein sammelt bereits Spenden. „Dann soll auch dort ein echter Wohlfühlort entstehen“, so Schulleiterin Kretschmann-Dulisch.

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news-21200 Wed, 16 Sep 2026 15:27:04 +0200 Sexualmoral und sexualisierte Gewalt: Wie kann Prävention in der Kirche gelingen? https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sexualmoral-und-sexualisierte-gewalt-wie-kann-praevention-in-der-kirche-gelingen Prävention sexualisierter Gewalt braucht Offenheit – doch wie passt das zur katholischen Sexualmoral? Generalvikar Klaus Pfeffer diskutiert darüber am Montag, 5. Oktober, ab 19 Uhr mit Fachleuten in der Mülheimer Bistumsakademie Die Wolfsburg. „Zwischen strikter Sexualmoral und tabulosem Sprechen. Wie gelingt Präventionsarbeit in der katholischen Kirche?“ – über dieses Spannungsfeld diskutiert der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer am Montag, 5. Oktober 2026, ab 19 Uhr mit Fachleuten in der Bistumsakademie Die Wolfsburg in Mülheim.

Prävention sexualisierter Gewalt braucht Klarheit, Offenheit – und die Bereitschaft, angstfrei über Sexualität zu sprechen. Sie trifft jedoch auf eine stark normierte und mit vielen Tabus behaftete Sexualmoral der katholischen Kirche. Studien zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt sowie auch eine Auswertung zur Präventionsarbeit in der katholischen Kirche sehen hier ein großes Problem – und stellen die kirchliche Sexualmoral deutlich in Frage. Wie kann unter diesen Bedingungen wirksame Präventionsarbeit dennoch gelingen? Welche Rolle spielt dabei sexuelle Bildung und wie lassen sich die Konflikte lösen, die eine Sexualmoral hervorruft, die von kirchlichen Mitarbeitenden und Gläubigen gar nicht mehr geteilt wird? Um diese und weitere Fragen geht es bei der Podiumsdiskussion in der Wolfsburg.

Die Gesprächspartner auf dem Podium sind - neben Generalvikar Pfeffer - der Bonner Moraltheologe Prof. Jochen Sautermeister, die Referentin für sexuelle Bildung im Bistum Münster, Ann-Kathrin Kahle, sowie die Leiterin des Münchner Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP), Helga Dill, die mit ihrem Institut auch die sozialwissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Essen durchgeführt hat. Moderiert wird die Diskussion von Akademiedozent Jens Oboth.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 Euro, ermäßigt 8 Euro; für Schülerinnen und Schüler ist die Teilnahme zusammen mit ihren Lehrkräften kostenfrei. Informationen und Anmeldung für die Veranstaltung A26147 gibt es per E-Mail oder telefonisch unter: 0208/99919-981.

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news-21199 Mon, 14 Sep 2026 17:21:02 +0200 Jugendmesse „Together“ feiert internationale Vielfalt im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/jugendmesse-together-feiert-internationale-vielfalt-im-essener-dom Junge Menschen, verschiedene Sprachen und ein gemeinsamer Glaube: Bei der internationalen Jugendmesse „Together“ im Essener Dom haben Jugendliche und junge Erwachsene am Samstag, 12. September 2026, die kulturelle Vielfalt des Ruhrbistums gefeiert. Spiel und Spannung, gute Gespräche auf einem gemeinsamen Weg und ein vielfältiger Gottesdienst – das waren einige der Programmpunkte am Samstag, 12. September 2026, rund um die internationale Jugendmesse „Together“ im Essener Dom. Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Städten, Pfarreien und Gemeinden mit unterschiedlichen Sprachen und Traditionen trafen sich auf Einladung der Jugendabteilung des Bistums Essen, um die große Vielfalt ihres Glaubenslebens gemeinsam zu feiern.

Einige Teilnehmende brachen bereits am Nachmittag in Essen-Steele auf, um mit Seelsorgerin Olivia Klose, Referentin für die Pilgerwege im Bistum Essen, gemeinsam auf einem der markierten Bistums-Pilgerwege zum Essener Dom zu laufen. Unterwegs gab es ein digitales Quiz, bei dem die Teilnehmenden auf ihren Handys Fragen mit Bezug zum jeweiligen Standort beantworten konnten.

Am Domhof in der Essener Innenstadt gab es für die jungen Pilgerinnen und Pilger zunächst eine Portion Currywurst zur Stärkung – und dann je nach Interesse eine Führung durch den Dom, die neue Ausstellung im Domschatz oder ein weiteres digitales Quiz. Zwischen Domhof und Kreuzgang ging es dabei auf eine Zeitreise in das mittelalterliche Frauenstift und auf die Suche nach einem gestohlenen Elfenbeinkästchen.

Lieder und Bibeltexte in verschieden Sprachen

Der abendliche Gottesdienst stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Glaubens in der großen sprachlichen und kulturellen Vielfalt des Ruhrbistums. Während das gemeinsame Lied- und Textheft die Teilnehmenden auf Deutsch durch die Feier führte, gab es Gebete, Lieder und Bibeltexte in verschieden Sprachen, zum Beispiel auf Polnisch, Englisch, Spanisch und Kroatisch. „Wir möchten zeigen: Egal welche Sprache wir sprechen – wir sind alle getaufte Christinnen und Christen“, sagt Katarzyna Paczyńska-Werner, Referentin für Gemeinden anderer Muttersprachen und Riten. Vier Priester aus verschiedenen muttersprachlichen Gemeinden leiteten gemeinsam die Messfeier. Inhaltlich ging es unter anderem um Carlo Acutis, den 2006 an Leukämie verstorbenen Jugendlichen, der vor einem Jahr als erster Angehöriger der Millennial-Generation von Papst Leo XIV. heiliggesprochen worden war.

Paczyńska-Werner und ihre Kollegin Jessica Salas Manota, Referentin für interkulturelle Jugendpastoral im Bistum Essen, sind sowohl mit dem Zuspruch als auch mit den Rückmeldungen zur ersten internationalen Jugendmesse „Together“ zufrieden. Salas Manota: „Für uns war diese Veranstaltung ein Versuch, um zu schauen, ob wir mit einem solchen Format Jugendliche von heute erreichen.“ Jetzt planen sie bereits eine Neuauflage im nächsten Jahr: Die zweite internationale Jugendmesse „Together“ ist für Samstag, 18. September 2027 geplant. 

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news-21198 Mon, 14 Sep 2026 10:13:45 +0200 BENE-Herbstausgabe: „Gehen wir’s an!“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bene-herbstausgabe-gehen-wirs-an Widerstandskraft klingt ein bisschen wie Superpower, und davon kann man nicht genug haben. Denn die Zeiten sind rau. Wie hält man Kurs im Sturm aus beunruhigenden Nachrichten, Krisenmodus und Dauerveränderung? Unter dem Motto „Gehen wir’s an!“ erzählt die neue BENE von Menschen, die Ruhe bewahren, Gegenwind in Rückenwind verwandeln und beweisen, dass schwierige Situationen nicht zwangsläufig klein machen müssen – dank dieser Kraft, die uns auch dann weitermachen lässt, wenn der Gegenwind stärker wird. Der Herbst kündigt sich an und mit ihm eine Zeit des Wandels. Die Tage werden kürzer, die Blätter verfärben sich und der Wind nimmt zu. Die Natur zeigt uns, dass Veränderung, neue Farben und auch Abschied zum Leben gehören – und dass im Rückzug Kraft gesammelt werden kann.

So ist es doch oft genug auch bei uns Menschen. In stürmischen Zeiten nährt sich unsere Widerstandskraft nicht aus permanentem Funktionieren, sondern aus Pausen, aus Beziehungen, die tragen, und aus der Fähigkeit, neu anzufangen. BENE erzählt dieses Mal von Menschen, die trotz schwieriger Umstände Zuversicht bewahren, von solchen mit ungewöhnlichen Lebenswegen und von jenen, die anderen Halt geben.

Das Heft, das in den kommenden Tagen in den Briefkästen der Menschen im Bistum Essen landet, bringt unter anderem diese Themen mit:

BENE wird vier Mal im Jahr an fast 450.000 katholische Haushalte im Bistum Essen verschickt. Neben der gedruckten Variante erscheint das Magazin auch als kostenlose Online-Ausgabe auf www.bene-magazin.de.

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news-21197 Fri, 11 Sep 2026 16:50:35 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kaplan-daniel-baldus-beendet-priesterlichen-dienst Kaplan Daniel Baldus beendet priesterlichen Dienst Kaplan Daniel Baldus hat Bischof Franz-Josef Overbeck darum gebeten, zum 14. September 2026 aus dem priesterlichen Dienst des Bistums Essen ausscheiden zu können, da er aus persönlichen Gründen das Priesteramt aufgeben möchte. Er wird noch in diesem Monat eine neue Beschäftigung in seinem früheren Berufsfeld als Krankenpfleger aufnehmen.

Baldus war seit seiner Priesterweihe im August 2020 als Kaplan zunächst in der Pfarrei St. Franziskus in Bochum tätig und war seit August 2023 in der Pfarrei Liebfrauen in Duisburg eingesetzt. Bischof Overbeck dankt Herrn Baldus für seinen engagierten Dienst als Kaplan in Bochum und Duisburg und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute und Gottes Segen.

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news-21196 Fri, 11 Sep 2026 16:40:23 +0200 Namen und Daten | 14.09.2026 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pater-christoph-urbanus-hat-ewige-profess-im-dominikanerorden-abgelegt Pater Christoph Urbanus hat ewige Profess im Dominikanerorden abgelegt Pater Christoph Urbanus Wichmann hat am Samstag, 12. September 2026, seine feierliche ewige Profess im Dominikanerorden abgelegt. Damit hat ihn die Provinz des Hl. Albert in Deutschland und Österreich endgültig inkardiniert, so dass P. Christoph Urbanus Wichmann nun aus dem Presbyterium des Bistums Essen ausgeschieden ist.

Bischof Franz-Josef Overbeck ist Pater Christoph Urbanus dankbar für seine langjährigen Dienste als Kaplan in Essen, als Jugendseelsorger in Gelsenkirchen, als Schulseelsorger in Essen sowie als Pfarrer und Propst in Oberhausen und wünscht ihm für seinen Weg als Ordenspriester der Dominikaner Gottes Segen und viel Freude.

Die Dominikanerprovinz des Hl. Albert hat zur ewigen Profess von Pater Christoph Urbanus ein Interview mit ihm veröffentlicht: "Den ganzen Weg muss ich nicht kennen, nur den nächsten Schritt".

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news-21194 Fri, 11 Sep 2026 11:03:00 +0200 Rosch HaSchana 2026: Kirchen in NRW rufen zum gemeinsamen Einsatz für Demokratie auf https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/rosch-haschana-2026-kirchen-in-nrw-rufen-zum-gemeinsamen-einsatz-fuer-demokratie-auf Die katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen in NRW gratulieren den jüdischen Gemeinden zum Neujahrsfest Rosch HaSchana. In ihrem gemeinsamen Grußwort werben sie für den Schutz der Demokratie und warnen vor rechtsextremen Kräften. Die fünf katholischen Bistümer sowie die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen senden auch in diesem Jahr ein gemeinsames Grußwort an die jüdischen Gemeinden zum Neujahrsfest Rosch HaSchana. Im gemeinsamen Wort wünschen die Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen den Jüdinnen und Juden in Nordrhein-Westfalen ein gesegnetes Neujahrsfest: „Schana tova umetukka!“ – „Ein gutes und süßes Jahr!“

Im Mittelpunkt des diesjährigen Grußwortes steht die gemeinsame Verantwortung für den Erhalt der Demokratie. Anlass ist, dass in zeitlicher Nähe zu Rosch HaSchana in mehreren Bundesländern Wahlen stattfinden. „Freie und allgemeine Wahlen machen den Kern unserer Demokratie aus“, heißt es in dem ökumenischen Grußwort. Darin verwirkliche sich ein Menschenbild, das Judentum und Christentum präge: „Alle Menschen sind mit gleicher Würde geschaffen: ‚Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde.‘“ Zugleich teilen die Kirchen die Sorge vieler jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger angesichts des Erstarkens rechtsextremer Kräfte.

Die Kirchen erinnern zugleich daran, dass es nach der Zeit des Nationalsozialismus keineswegs absehbar gewesen sei, dass Deutschland sich zu einem demokratischen Staat entwickeln würde. Umso dankbarer zeigen sich die Unterzeichnenden dafür, dass auch Jüdinnen und Juden, die von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft verfolgt worden waren, die beginnende Demokratie in Deutschland unterstützt haben. Schon in den ersten Jahren nach Ende der Diktatur seien jüdische Gemeinden in Deutschland neu gegründet worden; Jüdinnen und Juden hätten sich in Politik und Zivilgesellschaft eingebracht. „Dieses Engagement können wir nicht hoch genug schätzen. Es gehört unlöslich zu unserer Geschichte – und zu unserer Zukunft“, betonen die Kirchen.

Mit Blick auf die Gegenwart warnen die Kirchenvertreter: „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie kann nur existieren, wenn Menschen sich aktiv für sie einsetzen.“ Dies sei gerade heute nötig, wo Feinde der Demokratie die Mittel des demokratischen Rechtsstaates nutzten, um diesen abzuschaffen. Antisemitische und antidemokratische Einstellungen gingen dabei oft Hand in Hand: „Wer die Demokratie einschränkt, diskriminiert Menschen und grenzt sie vom gesellschaftlichen Leben aus.“

Für das neue jüdische Jahr verbinden die Kirchen den Segenswunsch mit dem Aufruf zu gemeinsamem Engagement: „Lassen Sie uns als Juden und Christen in diesem Jahr gemeinsam wirken für den Erhalt der Demokratie – zusammen mit allen Menschen, die dem gleichen Ziel verbunden sind.“ Das Grußwort schließt mit dem Vertrauen: „Gott behütet unseren Ausgang und Eingang. Darin liegt unsere Zuversicht und Zukunft.“

Mit dem jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchana, das 2026 vom Abend des 11. September bis zum 13. September gefeiert wird, beginnt nach jüdischer Zählung das Jahr 5787. Rosch HaSchana bedeutet wörtlich „Beginn des Jahres“ und eröffnet den wichtigsten Festkreis im jüdischen Jahr.

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news-21195 Fri, 11 Sep 2026 10:49:12 +0200 Johannes-Kessels-Akademie in Gladbeck erhält Finanzierung bis 2031 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/johannes-kessels-akademie-in-gladbeck-erhaelt-finanzierung-bis-2031 Bis zum Sommer 2031 soll die Finanzierung des katholischen Berufskollegs für Sozial- und Gesundheitsberufe in Gladbeck gesichert werden. Danach wollen der Kreis Recklinghausen, die Stadt Gladbeck und das Bistum Essen die gemeinsame Förderung beenden, weil der Bedarf an pädagogischen Fachkräften voraussichtlich sinkt. Aktuelle und in den kommenden zwei Jahren neu aufgenommene Schülerinnen und Schüler können ihre Ausbildung regulär abschließen. Für die Johannes-Kessels-Akademie in Gladbeck zeichnet sich eine klare Perspektive bis zum Sommer 2031 ab: Der Kreis Recklinghausen, die Stadt Gladbeck und das Bistum Essen sprechen sich gemeinsam dafür aus, die bisherige Förderung für das Gladbecker Berufskolleg für Sozial- und Gesundheitswesen bis dahin zu verlängern. Danach soll die Finanzierung enden, weil angesichts der Bevölkerungsentwicklung die Ausbildungsplätze des Gladbecker Berufskollegs im Kreis Recklinghausen voraussichtlich nicht mehr benötigt werden.

Konkret schlägt der Kreis Recklinghausen dem Kreistag eine zusätzliche Förderung der Johannes-Kessels-Akademie von insgesamt 500.000 Euro für den Zeitraum 2028 bis 2031 vor. Dieser Vorschlag liegt den Mitgliedern des Kreistags für die Sitzung am 28. September zur Abstimmung vor. Parallel dazu hat das Bistum Essen zugesagt, das Gladbecker Berufskolleg bis zum Schuljahr 2030/2031 mit jährlich 200.000 Euro zu unterstützen. Die Stadt Gladbeck finanziert die Schule ab 2029 jährlich mit 50.000 Euro. Die Essener Einrichtung des Johannes-Kessels-Akademie e.V. bleibt von dieser Entscheidung unberührt.

Das Berufskolleg an der Allensteiner Straße in Gladbeck bildet Erzieherinnen und Erzieher aus, Kinderpflegerinnen und -pfleger sowie Sozialassistentinnen und -assistenten. Durch die nun in Aussicht gestellte fünfjährige Perspektive können sowohl die aktuellen Schülerinnen und Schüler ihre Bildungsgänge wie geplant abschließen, als auch im nächsten und im übernächsten Sommer weitere Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden. Auch diese werden ihre Ausbildung regulär beenden können, bevor die Finanzierung der Schule im Sommer 2031 voraussichtlich endet.

Für den Trägerverein der Schule, den Johannes-Kessels-Akademie e.V., hat dessen Vorsitzender Björn Enno Hermans die Pläne von Kreis, Stadt und Bistum „mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen“. Hermans, Caritasdirektor in Essen, verweist auf die lange Tradition der Schule, die gerade ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert hat. Immerhin gebe aber die in Aussicht stehende fünfjährige Perspektive sowohl aktuellen und künftigen Schülerinnen und Schülern als auch dem Kollegium Planungssicherheit. „Wir werden nun im Trägerverein beraten, wie wir die kommenden Jahre an der Johannes-Kessels-Akademie in Gladbeck gestalten“, erklärt Hermans.

Über die Finanzierung des Gladbecker Berufskollegs diskutieren Trägerverein, Bistum, Kreis Recklinghausen und Stadt Gladbeck bereits seit mehreren Jahren. Angesichts der sinkenden Zahl der Kirchenmitglieder und der damit geringer werdenden finanziellen Möglichkeiten hatte das Bistum Essen bereits 2022 angekündigt, den Eigenanteil für ‎den Betrieb der Akademie ab 2023 nicht mehr in voller Höhe tragen zu können und die ‎Förderung bis Ende 2026 schrittweise deutlich zu reduzieren. Seit 2023 beteiligt sich der Kreis Recklinghausen an der Finanzierung.‎

Nun möchten Kreis, Bistum und Stadt die gemeinsame Finanzierung der Johannes-Kessels-Akademie ab dem Sommer 2031 beenden, weil mit den spürbar sinkenden Kinderzahlen absehbar auch der Bedarf an pädagogischen Fachkräften deutlich zurückgehen wird. Die nun getroffene Vereinbarung ist das Ergebnis eines seit 2022 laufenden Abstimmungsprozesses zwischen Trägerverein, Bistum, Stadt und Kreis, bei dem die Entwicklung der Schülerzahlen, der ‎Fachkräftebedarf und die vorhandenen Ausbildungskapazitäten in der Region betrachtet wurden. Wenn 2031 die Finanzierung ende, sei „eine Unterversorgung mit Ausbildungsplätzen im Sozial- und Gesundheitswesen nach ‎derzeitigem Stand nicht zu erwarten“, sagt Kreisdirektor Dominik Schad. „Die öffentlichen Berufskollegs in der Region können ‎entsprechende Angebote sicherstellen und bei Bedarf ausbauen.“

Für das Bistum Essen ist der ab 2031 wegfallende jährliche Zuschuss von 200.000 Euro eine weitere Entlastung im Rahmen der aktuellen Sicherung seiner finanziellen Basis. „Wir haben lange um diese Entscheidung gerungen und es uns mit dieser gemeinsamen Vereinbarung nicht leicht gemacht“, sagt die Leiterin des Ressorts Kulturentwicklung im Bistum Essen, Judith Wolf. Doch nun trage die künftige Einsparung auch dazu bei, „dass wir uns als Kirche an anderen Stellen weiter gemeinwohlorientiert für unsere Gesellschaft engagieren können“.

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news-21193 Wed, 09 Sep 2026 12:40:24 +0200 Betriebsausflug: Einrichtungen rund um den Essener Dom sind am Donnerstag geschlossen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/betriebsausflug-einrichtungen-rund-um-den-essener-dom-sind-am-donnerstag-geschlossen Das Bischöfliche Generalvikariat sowie die Dom-Einrichtungen sind erst am Freitag, 11. September 2026, wieder regulär geöffnet. Der Domschatz öffnet erst wieder am Samstag – und lädt am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals ein. Das Bischöfliche Generalvikariat, das Medienforum des Bistums Essen und der Essener Domschatz sind am Donnerstag, 10. September 2026, wegen eines Betriebsausflugs geschlossen. Der Dom, die Anbetungskirche und das Dombüro bleiben geöffnet. Der Domschatz bleibt auch am Freitag, 11. September, noch geschlossen und lädt Wochenende wieder in die neu eingerichtete Ausstellung und zu Führungen ein – unter anderem zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September. Alle anderen katholischen Einrichtungen rund um den Essener Dom sind bereits am Freitag wieder regulär geöffnet.

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news-21192 Tue, 08 Sep 2026 11:01:28 +0200 „Christlich leben. Mittendrin.“: Bistum gibt Entwicklung mehr Zeit und stärkt ehrenamtliche Mitverantwortung https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/christlich-leben-mittendrin-bistum-gibt-entwicklung-mehr-zeit-und-staerkt-ehrenamtliche-mitverantwortung Das Bistum Essen hat sein Programm „Christlich leben. Mittendrin.“ weiterentwickelt: Erst sollen die Stadt- und Kreispfarreien, dann die neuen lokalen Kirchennetzwerke entstehen, die ehrenamtliche Mitverantwortung soll in den neuen Gremien gestärkt werden und die Stadt- und Kreiskirchen bekommen mehr Zeit für eine flexible Entwicklung. Mehr Verantwortung fürs Ehrenamt, mehr Flexibilität vor Ort und insgesamt mehr Zeit – diese Schwerpunkte prägen die Weiterentwicklung des Programms „Christlich leben. Mittendrin.“ Künftig sollen zunächst die neuen, größeren Pfarreien gebildet werden, bevor die Netzwerke der Stadt- und Kreiskirchen entstehen. Ab 2029 wird es in den Pfarreien zudem neue Gremien geben, in denen Ehrenamtliche mehr Verantwortung übernehmen können als dies bislang geplant war.

Im März hatte der Gemeinsame Rat im Bistum Essen sieben Empfehlungen zu „Christlich leben. Mittendrin.“ vorgelegt. Auf dieser Basis haben die Bistums-Verantwortlichen das Programm weiterentwickelt, das die katholischen Organisationen und Einrichtungen in den Städten und Kreisen des Bistums zu sichtbaren Netzwerken als Stadt- oder Kreiskirche verbinden will. In diesen kommunalen Netzwerken sollen Pfarreien in deutlich größeren Einheiten als bislang eine wichtige Rolle spielen. „Mit dieser Weiterentwicklung nehmen wir die Hinweise des Gemeinsamen Rates ernst, aber auch die vielen Rückmeldungen, die wir Anfang des Jahres nach der Vorstellung der ersten Modellvorschläge erhalten haben“, erläutert Generalvikar Klaus Pfeffer. „Gleichzeitig erden wir unsere Vision und passen die ersten Entwicklungsideen an die tatsächlich vorhandenen strukturellen, finanziellen und personellen Möglichkeiten in unserem Bistum an.“

Erst die Pfarreien, dann die Stadt- und Kreiskirchen

Um hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierte vor Ort nicht zu überlasten, heißt es bei der Umsetzung von „Christlich leben. Mittendrin.“ nun „eins nach dem anderen“: Zunächst werden die neuen Stadt- oder Kreispfarreien gebildet, so wie sich bereits Anfang des Jahres die Pfarreien in Bottrop und Oberhausen zusammengeschlossen haben. Die bisherigen Zeitpläne hierfür bleiben in Kraft. Anschließend – und mit mehr Zeit als bislang vorgesehen – sollen die Stadt- und Kreiskirchen-Netzwerke mit den Pfarreien und den weiteren katholischen Einrichtungen und Organisationen vor Ort entstehen.

Ehrenamtliche Mitverantwortung auch im Pfarreivorstand

Viele Diskussionen hatte es in den vergangenen Monaten um die künftige Gremienstruktur der neuen Pfarreien gegeben. Nun steht fest: Anstelle der bisher getrennten Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände wählen die Kirchenmitglieder künftig nur noch ein Gremium: den Pfarrsynodalrat, der pastorale, wirtschaftliche und strategische Fragen der Pfarrei zusammenführt und im Rahmen seiner Zuständigkeiten mitentscheidet. Mit ihm zusammen bildet der Pfarreivorstand als Rechtsträger- und Managementorgan die künftige Leitungsarchitektur der Kirchengemeinde. Anders als bislang geplant, wird dieser nicht nur mit dem Pfarrer, der Verwaltungsleitung und weiteren hauptamtlich Beschäftigten besetzt, sondern auch für Ehrenamtliche offenstehen. Künftig wird der gewählte Pfarrsynodalrat die Mehrheit der Mitglieder des Pfarreivorstands bestimmen. Eingeführt wird die neue Gremienstruktur 2029, wenn die Amtszeit der im vergangenen Jahr gewählten Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände endet.

Projekte vor Ort bleiben auch in größeren Pfarrei-Strukturen im Blick

Trotz größer werdender Strukturen bleibe es die zentrale Aufgabe der Pfarreien, „pastorale Nähe, klare Verantwortung, subsidiäre Beteiligung und starke Kooperation verlässlich miteinander zu verbinden“, sagt Johannes Vutz, Manager für das Programm „Christlich leben. Mittendrin.“ Entscheidend sei bei der Bildung der Stadt- und Kreispfarreien, „Erreichbarkeit, Kommunikation, Beteiligung und Verantwortung vor Ort gut zu organisieren“. Initiativen und bestehende Angebote, bei denen sich Ehrenamtliche zum Beispiel an einem Kirchort oder in ihrem Quartier engagieren, sollen deshalb in der weiteren Entwicklung berücksichtigt werden.

Stadt- und Kreiskirche-Netzwerke entstehen aus den Erfahrungen vor Ort

Auch wenn die Stadt- und Kreiskirchen als offene Netzwerke christlichen Lebens jetzt erst nach den Stadt- und Kreispfarreien entstehen werden, „bleiben sie das zentrale Bild von ‚Christlich leben. Mittendrin.‘“, betont Vutz. Die Netzwerke sollen nun stärker aus der Praxis heraus entwickelt werden. Das Bistum verzichtet vorerst darauf, den Akteuren vor Ort Rahmenordnungen und ähnliche Vorgaben zu machen. Mögliche Ressourcen – zum Beispiel für ein Koordinierungsbüro – müssen die Netzwerkpartner in der jeweiligen Kommune aus eigenen Mitteln zur Verfügung stellen. „Zusätzliche Finanzmittel oder Personal auf Bistumsebene sind nicht vorhanden“, betont Vutz.

In den kommenden Monaten sollen im Bischöflichen Generalvikariat die weiteren Modelle und Ordnungen erarbeitet werden, die im November erneut dem Gemeinsamen Rat vorgelegt werden. Parallel dazu wird das Bistum die finanziellen und personellen Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre konkreter ausarbeiten. Damit wolle das Bistum helfen, „Erwartungen, Aufgaben und Möglichkeiten realistisch miteinander zu verbinden“, so Vutz.

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news-21191 Mon, 07 Sep 2026 16:07:53 +0200 Hunderte feiern Ludgerusfest mit Prozession durch Essen-Werden https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/hunderte-feiern-ludgerusfest-mit-prozession-durch-essen-werden Hunderte Menschen sind beim Ludgerusfest mit dem Schrein des heiligen Liudger durch Essen-Werden gezogen. Erzbischof Stefan Heße sprach über einen Glauben, der „ein konkretes Gesicht“ braucht, Bischof Overbeck über die Nähe der Kirche zu den Menschen. Bei strahlendem Sommerwetter haben am Sonntag, 6. September, hunderte Menschen in Essen-Werden das Ludgerusfest gefeiert. Nach einem festlichen Gottesdienst in der Basilika folgten sie der Prozession mit dem Schrein des Heiligen, die seit 1128 jeden Sommer durch Werden zieht. Als Gast feierte der Hamburger Erzbischof Stefan Heße die Festmesse mit.

Bei der Ludgerusprozession erlebe man „eine Kirche, die ihren Glauben auf ‎die Straße bringt“, sagte Heße in seiner Predigt. Er verwies darauf, dass der Missionar Ludger von Utrecht über Friesland bis nach Münster und Werden gekommen sei und auch die Insel Helgoland besucht habe, die heute zum Erzbistum Hamburg gehört.

Erzbischof Heße: „Mission geschieht in Beziehung.“

Es sei faszinierend, dass die Menschen bis heute Heilige wie Ludgerus feierten, betonte Heße. Mit ihnen „hat die Ausbreitung des Glaubens ein konkretes Gesicht bekommen“. Auch heute brauche es Menschen, die dem Evangelium ein Gesicht verliehen. Heße betonte weiter: „Ludger ist nicht als Eroberer gekommen, sondern als einer, der Menschen aufsucht und ihnen das Evangelium bringt.“ Mission sei keine Weitergabe eines Programms, sondern sie geschehe in Beziehung. „Sie braucht Institutionen, aber erschöpft sich nicht darin.“ Die Abtei Werden sei zu Ludgerus‘ geistlicher Heimat geworden, „aus der die Sendung in die Fremde möglich wird“.

Heilige wie Ludgerus seien „wahrlich nicht perfekt gewesen“, hob Heße hervor. Ludger habe während der Sachsenaufstände zweimal fliehen müssen. Er habe Scheitern und Enttäuschung gekannt und sei dennoch seiner Berufung zum Missionar treu geblieben. Das zeige, dass Gott keine perfekten Menschen berufe, „sondern Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, mit ihrem Mut und ihren Ängsten“, so Heße.

Bischof Overbeck schlägt den Bogen von Sachsen-Anhalt ins Ruhrbistum

Bischof Franz-Josef Overbeck lenkte den Blick der Gläubigen in einer kurzen Ansprache auf den bundesweit beachteten Wahltag in Sachsen-Anhalt: „Die Wahl in Sachsen-Anhalt führt uns Fragen vor Augen, die sich ebenso hier im Ruhrgebiet stellen: Woher rührt das Misstrauen gegenüber den tragenden Institutionen unserer liberalen Demokratie? Welche Erfahrungen, Ängste und Enttäuschungen lassen Menschen daran zweifeln, dass die Parteien der demokratischen Mitte ihre Sorgen ernst nehmen und ihre Probleme lösen können?“

Dabei nahm Overbeck auch die Kirche selbst in den Blick: Gerade angesichts ihrer begrenzter werdenden Möglichkeiten komme es auf die richtigen Prioritäten an. Die notwendigen Veränderungen dürften nicht dazu führen, dass die Kirche den Kontakt zum Alltag und zu den Sorgen der Menschen verliere. „Weil wir als Kirche kleiner werden, weniger Mittel haben und Gebäude aufgeben müssen, stehen wir vor der Aufgabe, unsere Nähe zu den Menschen unter veränderten Bedingungen zum Ausdruck zu bringen. Gute Seelsorge muss nahbar sein, erreichbar bleiben, zuhören und bei konkreten Problemen mit anpacken – und zugleich klar widersprechen, wo Menschen abgewertet werden.“

Nach der Festmesse folgte die Prozession mit dem goldenen Ludgerus-Schrein dem traditionellen Weg durch die Altstadtgassen von Werden. Zu einer kurzen „Statio“ stoppte die Prozession an der evangelischen Kirche in der Heckstraße – ein Zeichen der intensiven ökumenischen Zusammenarbeit der christlichen Gemeinden in Essen-Werden.

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