Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Mon, 14 Oct 2019 08:55:16 +0200 Mon, 14 Oct 2019 08:55:16 +0200 TYPO3 news-18450 Sat, 12 Oct 2019 15:11:17 +0200 Über 200 Frauen demonstrierten am Essener Dom für Frauen-Rechte https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ueber-200-frauen-demonstrierten-am-essener-dom-fuer-frauen-rechte/ Frauen-Gruppen fordern Zugang zu Kirchen-Ämtern, Toleranz gegenüber alternativen Lebensformen und konsequente Verfolgung von Verbrechen innerhalb der Kirche Mit den Aufrufen „Es ist fünf nach zwölf für unsere Kirche“ und „Frauen, worauf wartet ihr?“ sind am Samstagmittag über 200 Frauen in der Essener Innenstadt auf die Straße gegangen, um für eine Erneuerung der katholischen Kirche zu demonstrieren. Mit Schellen und Trommeln, Bannern und Plakaten zogen die Frauen vom Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof zur Kundgebungsbühne am Essener Dom, wo sie von Dompropst Thomas Zander begrüßt wurden. In seiner kurzen Ansprache verwies er auf die Amazonas-Synode und den von der Deutschen Bischofskonferenz geplanten "synodalen Weg". "Das Fenster der Veränderung ist vom Papst geöffnet worden", rief er den Frauen zu. Neben Dompropst Thomas Zander nahmen auch Weihbischof Ludger Schepers und Generalvikar Klaus Pfeffer an der Kundgebung teil. 

Prof. Agnes Wuckelt, stellvertretende Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), stellte die Positionen und Forderungen der Demonstrantinnen vor. Die Teilnehmerinnen fordern eine ernstzunehmende Gleichberechtigung von Frauen mit Zugang zu allen kirchlichen Diensten und Ämtern. Die Kirche müsse sich gegenüber Menschen unterschiedlichster Herkunft und sexueller Orientierung offen zeigen, Brüche in Lebenswegen der Menschen akzeptieren und im Gegenzug Verbrechen und Fehlverhalten in den eigenen Strukturen konsequent verfolgen, hieß es während der Demonstration. 

Zu der Kundgebung aufgerufen hatten der kfd-Diözesanverband Essen, die Bewegung Maria 2.0 im Bistum Essen sowie die Initiative „#NichtmitUns…!“ der Pfarrei St. Josef Essen-Ruhrhalbinsel.

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news-18449 Fri, 11 Oct 2019 15:04:45 +0200 Domschatz zeigt „Essen sein Schatz – Die Goldene Madonna“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/domschatz-zeigt-essen-sein-schatz-die-goldene-madonna/ Sonderausstellung erzählt mit ungewöhnlichen Exponaten Geschichten über die 1000-jährige Geschichte des wichtigsten Kunstwerks im Ruhrgebiet. Sie ist die älteste vollplastische Marienfigur der Welt, das wichtigste Kunstwerk des Ruhrgebiets und „Essen sein Schatz“ – mit einer Sonderausstellung erzählt die Essener Domschatzkammer von Samstag, 12. Oktober, bis zum 2. Februar, die Geschichte der Goldenen Madonna in Texten, Bildern und ungewöhnlichen Exponaten. Anlass ist das 60-jährige Jubiläum der päpstlichen Anerkennung, dass die goldene Marienfigur die Essener Bistumspatronin „Maria, Mutter vom Guten Rat“ darstellt.

Älteste erhaltene dreidimensionale Darstellung der Muttergottes

Dabei ist die Figur selbst viel älter: „Die Goldene Madonna wurde um das Jahr 980 von einem erfahrenen Bildhauer und Goldschmied geschaffen. Sie ist die älteste erhaltene vollplastische Darstellung der Muttergottes mit dem Kind und eine von nur noch wenigen erhaltenen frühmittelalterlichen Großplastiken überhaupt“, erläutert Andrea Wegener, Leiterin der Essener Domschatzkammer, den kunsthistorischen Wert der Figur.

Exponate der Sonderschau mit der Dauerausstellung verwoben

Während die Goldene Madonna auch in den kommenden Monaten an ihrem klimatisierten Platz in der linken Seitenkapelle des Doms bleibt, zeigt die Schatzkammer die Ausstellung über die mehr als 1000-jährige Geschichte sowie den kirchlichen und weltlichen Umgang mit der sensiblen, mit Goldblechen belegten Pappelholz-Skulptur in der Domschatzkammer selbst – und zwar verwoben mit der Dauerausstellung. „Zum einen fehlen uns die Räume für eine Sonderschau“, erläutert Wegener. „Zum anderen ist es aber auch inhaltlich spannend, die besonderen Ausstellungsstücke zur Goldenen Madonna mit unseren anderen Exponaten in Beziehung zu setzen.“ Schließlich hänge die Goldene Madonna – während der Regierungszeit der legendären Essener Äbtissin Mathilde entstanden – als heute wichtigstes Stück des Essener Domschatzes eng mit goldenen Vortragekreuzen, aufwendig gestalteten Reliquiaren oder kostenbaren Handschriften aus jener Zeit zusammen.

Goldene Madonna als Foto-Modell im „LIFE“-Magazine

Die Exponate der Ausstellung „Essen sein Schatz – Die Goldene Madonna“ sind indes auch neueren Datums. „Wir erklären die Goldene Madonna aus einer kulturhistorischen Perspektive“, so Wegener. Es gehe vor allem darum, was andere Menschen aus und mit der Goldenen Madonna gemacht haben. Die in Essen gewissermaßen Kulturgut gewordene Stadtmarketing-Kampagne zu „Essen sein Schatz“ ist dabei nur ein — für die Ausstellung namensgebendes – Beispiel. Weitere Exponate sind die erstmals gezeigte Fotoserie zur Goldenen Madonna aus dem US-amerikanischen „LIFE“-Magazin von 1957 oder die Goldene Madonna als Aufkleber fürs Sammelalbum. Philatelisten dürften sich über historische Sonderumschläge und Stempel der Bundespost mit dem Motiv der Marienfigur freuen. Außerdem gibt es die päpstliche Urkunde zur Ernennung als Bistumspatronin zu sehen, die Kiste, in der die Goldene Madonna für – ausgesprochen seltene – Transporte verpackt wurde, die mittelalterlichen Schmuckstücke der Figur sowie den Nimbus des Christuskindes, die die Besucher aus nächster Nähe betrachten können. Nicht fehlen darf zudem die originalgetreue Styropor-Dublette der Goldenen Madonna aus den Beständen des Essener Aalto-Theaters. Neben den Exponaten erzählen sieben große Überblickstafeln unter Überschriften wie „verehrt“, „gekrönt“ oder „verändert“ die wechselvolle Geschichte der mehr als 1000 Jahre alten Figur.

Dompropst freut sich über Interesse

„Unsere Goldene Madonna ist fraglos ,Essen sein Schatz‘“, verweist Dompropst Thomas Zander auf das große Interesse an der Figur, das er tagtäglich von Gläubigen, Touristen und anderen Dom-Besuchern wahrnimmt. Zugleich zeige die Sonderausstellung aber auch die überregionale Bedeutung und das internationale Interesse an der Figur. „Dieses Interesse tut unserer Kirche, unserer Stadt Essen und dem ganzen Ruhrgebiet gut“, so Zander.

  • Öffnungszeiten: „Essen sein Schatz – die Goldene Madonna“ ist ab Samstag, 12. Oktober, bis zum Fest Maria Lichtmess am 2. Februar dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
  • Eintritt: Inklusive Begleitbroschüre kostet der Eintritt zur Domschatzkammer während der Sonderausstellung 7, ermäßigt 6 Euro. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.
  • Führungen: Das Team der Domschatzkammer bietet individuelle Führungen durch die Sonderausstellung und zur Goldenen Madonna an. Außerdem gibt es drei öffentliche Kuratorenführungen („Aus dem Nähkästchen“ am 18. Oktober, „Mädelsabend“ am 15. November und „Who’s that Girl?“ am 13. Dezember, jeweils 19 – 20.30 Uhr, Teilnahme: 12 Euro inklusive Eintritt, Getränke und Snacks) und einen kostenfreien Vortrag zur Ausstellung im Haus der Essener Geschichte am 21. November um 18 Uhr, Veranstalter ist der Historische Verein Essen.
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news-18448 Fri, 11 Oct 2019 13:17:37 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-dd63b02320/ Hubert Nowald Hubert Nowald, ist am Montag, 7. Oktober 2019 im Alter von 71 Jahren verstorben.

Das Auferstehungsamt findet statt am Dienstag, 15.10.2019 um 10.30 Uhr, in der Kirche Christ König, Steigerweg 1 in 45473 Mülheim. Die Beisetzung erfolgt um 12 Uhr auf dem Alten Dümptener Friedhof am Schildberg in 45475 Mülheim.

Der Verstorbene wurde am 16.08.1948 in Luckau (Brandenburg) geboren und am 22.11.1992 in Essen zum Diakon geweiht.

Nach einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, dem Fachhochschulabschluss als Betriebswirt und weiteren wirtschaftswissenschaftlichen Studien, war Hubert Nowald in leitender Funktion einer Einzelhandelsfirma, als Rechtssekretär der Deutschen Angestellten Gewerkschaft sowie als Personalreferent, Personalleiter und Personalentwickler für verschiedene Unternehmen sowie selbständig als Personalberater tätig.

Nach seiner Weihe im Jahr 1992 wurde er als Diakon mit Zivilberuf  für den Dienst in der Pfarrei St. Mariä Geburt in Essen beauftragt. Von 2003 bis 2010 war er als Diakon in der Pfarrei St. Antonius in Essen-Frohnhausen eingesetzt. Im Jahr 2010 übernahm Hubert Nowald die Aufgaben als Diakon in der Propsteipfarrei St. Gertrud von Brabant in Bochum-Wattenscheid. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2016 war er als Diakon im besonderen Dienst in der Gemeinde Christ König in der Pfarrei St. Barbara weiterhin seelsorglich tätig.

Diakon Nowald übte sein Diakonenamt mit Leib und Seele für die Menschen an verschiedenen Orten des Ruhrbistums aus.

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news-18447 Fri, 11 Oct 2019 12:12:39 +0200 Die neue Metropole: Nachhaltig, innovativ, tolerant https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/die-neue-metropole-nachhaltig-innovativ-tolerant/ Akademieabend der „Wolfsburg“ sucht nach neuen Wegen, Wohnquartiere zukunftsfähig zu entwickeln. Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Ideen zur „perfekten Schwarmstadt“. Die „perfekte Schwarmstadt“ vernetzt Generationen und Kulturen, bietet günstigen Wohnraum und grüne Oasen nicht nur in der Fläche, sondern auch an Hauswänden und auf Dächern, verfügt über ein Fahrradwege-Netz  und auch nachts noch über zuverlässigen Nahverkehr. Second Hand- und Unverpackt-Läden findet man in der Nachbarschaft. Sportstätten, Konzerte, Theater, Museen und Raum für verschiedenste Szenen und Gruppen sind gut erreichbar. Und attraktiv und atmosphärisch sind diese Stadtviertel dabei auch noch.

Diese Wunschliste hatten Oberstufenschülerinnen und -schüler auf Einladung des Initiativkreises Ruhr zusammengestellt und präsentierten sie am Mittwoch, 9. Oktober, bei einem Diskussionsabend zum Thema „Entwicklung von Wohnquartieren“ in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim. Die Wunschliste zur perfekten Schwarmstadt stieß bei der Aachener Stadtentwicklerin Prof. Christa Reicher auf offene Ohren: Mit einer ganz anderen Geschwindigkeit als bisher müsse man die „Jahrhundertchance Quartiersentwicklung“ anpacken, bescheinigte sie den jungen Leuten: „Nahversorgung, Miteinander und Verkehr: Die Mischung beim Wohnen macht‘s.“

Eine einzige Universität für das Ruhrgebiet?

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck ergänzte die Wunschliste der Schülerschaft noch um Kirchen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und die sozialen Einrichtungen der Caritas. Bislang habe sich die Stadt jeweils rund um ihre Kirchen weiterentwickelt, heute müsse die Kirche sich unter anderen Bedingungen am Zusammenhalt der Städteregion beteiligen. Wünschenswert findet der Ruhrbischof die Idee einer einzigen großen Universität für das Ruhrgebiet: „Sie würde den fünf Millionen Menschen, die hier leben, neue Bildungschancen und damit Lebensqualität eröffnen.“

Trotz des jüngst gescheiterten Regionalplans für das gesamte Ruhrgebiet gibt es in der Region gute einzelne Modellprojekte für neues Leben und Arbeiten. Einerseits biete das Ruhrgebiet – entgegen dem Immobilienboom anderer Großstädte –dafür kostengünstige Möglichkeiten, andererseits allerdings auch „Quartiere der Segregation“, also sozial isolierte Wohngegenden, fasste Akademiedirektorin Judith Wolf, Moderatorin des Abends, die Situation vor Ort zusammen. Burkhard Drescher stellte anhand der Bottroper Modellstadt „Innovation City Ruhr“ dar, dass Energiepolitik nur funktioniert, wenn die Bevölkerung sich an der Umsetzung beteiligt. Von den Erfahrungen der RAG Montan Immobilien mit der Flächenentwicklung beim Großprojekt „Freiheit Emscher“ zwischen Bottrop und Essen berichtete Vorstand Markus Masuth: Eine „Riesen-Herausforderung“ sei es, Vorzeige-Modelle so umzusetzen, dass sie auch noch schwarze Zahlen einbrächten. Ähnliches gilt für das Stadtquartier „Essen 51“ im Kruppgürtel, das von einem privaten Investor umgesetzt wird.

Angsträume in 70er Jahre-Wohnsiedlungen

Zugleich müssen vernachlässigte Wohnungsbestände der 50er, 60er und 70er Jahre auf den neuesten Stand gebracht werden – eine Aufgabe, der sich auch die Vivawest GmbH verschrieben hat. Rund zwei Drittel aller Wohnungen im Ruhrgebiet seien davon betroffen, berichtete Geschäftsführer Ralf Brauksiepe. Ehemals akzeptable Anlagen seien mangels Pflege inzwischen zu Angst-Räumen verkommen; bei der Renovierung müsse man heute nicht nur die Energetik und ansprechende öffentliche Flächen berücksichtigen, sondern auch barrierearme Zugänge schaffen.

Veränderung gibt es nur mit Bürgerbeteiligung

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen erinnerte daran, dass eine Stadt wie Essen, die nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Druck von Wohnungsnot und Wohlstandswünschen mit dem Ziel einer „Auto-Stadt“ wiederaufgebaut wurde, nur „in Jahren und Jahrzehnten“ verändert werden könne, und auch dies nur unter Beteiligung ihrer Bürger. „Die Nagelprobe für das Ruhrgebiet als menschengerechter Metropole mit Zukunftsperspektiven ist der zuverlässige, saubere, aber nicht um jeden Preis billige öffentliche Nahverkehr“, sagte Kufen, „mit 27 einzelnen Verkehrsbetrieben werden wir hier nicht weiterkommen.“ Seine Idee: Sollte die Region an Rhein und Ruhr mit ihren bereits vorhandenen Sportstätten sich um die Olympischen Spiele 2032 bewerben, gebe es die Chance, den Nahverkehr entsprechend auszubauen.

„Eine Stadt ist nie fertig“, sagte Kufen. Sie zu entwickeln und mitzugestalten, sei eine der anspruchsvollsten ehrenamtlichen Aufgaben: „Mischen Sie sich ein! Gehen Sie in die Kommunalpolitik. Vor allem die Frauen und die jungen Menschen brauchen wir.“

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news-18446 Thu, 10 Oct 2019 15:19:59 +0200 Kirchengericht des Bistums Münster ab sofort für Bistum Essen zuständig https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kirchengericht-des-bistums-muenster-ab-sofort-fuer-bistum-essen-zustaendig/ Für die Gerichtsbarkeit des Bistums Essen ist ab sofort das Bistum Münster zuständig. Zum 11. Oktober hat das Bischöfliche Offizialat Münster – das Kirchengericht im Bistum Münster – die Zuständigkeit für die Kirchengerichtsbarkeit des Bistums Essens übernommen. Die Verantwortlichen besiegelten den Wechsel in der Zuständigkeit bei einem Ortstermin in Essen.

Mehr als zehn Jahr lang – konkret seit dem 1. Mai 2009 – war zuvor das Erzbischöfliche Offizialat in Köln für die Gerichtsbarkeit des Bistums Essen zuständig gewesen, bis jetzt der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, den Wechsel veranlasste. Auf diese Weise, so Overbeck, sollen die bestehenden guten Kooperationen, die auf anderen Gebieten zwischen den Bistümern Essen und Münster bereits bestehen, gestärkt werden.

Gemeinsame Aufgabe beider Bistümer sei es, nun auch im Bereich der Gerichtsbarkeit Menschen in schwierigen Lebenssituationen verlässlich und hilfreich zur Seite zu stehen. Den Verantwortlichen im Kölner Kirchengericht dankte Bischof Overbeck für die bisherige Zusammenarbeit.

Alle Essener Verfahren, die am Erzbischöflichen Offizialat Köln geführt werden und noch in der Beweisaufnahme sind, wird das Offizialat in Münster fortsetzen. Verfahren, in denen die Beweisaufnahme beendet ist und die Akten geschlossen sind, werden in Köln entschieden. Mit Schreiben vom 23. September hat die Apostolische Signatur in Rom dieser organisatorischen Veränderung zugestimmt. Zweite Instanz beziehungsweise Berufungsinstanz für das Bischöfliche Offizialat Münster bleibt das Erzbischöfliche Offizialat in Köln.

Weiterhin wird es – wie bisher – aus pastoralpraktischen Gründen eine Außenstelle des Offizialates in Essen geben. Diese wird auch künftig Beratungs- und Informationsgespräche anbieten, Prozessakte – wie Vernehmungen von Prozessbeteiligten oder Urteilssitzungen – durchführen und andere Akte der Gerichtsbarkeit und der Gerichtsverwaltung umsetzen. Die Außenstelle befindet sich weiterhin in Essen, Zwölfling 14.

Grundsätzlich ist ein Offizialat als kirchliches Gericht für alle Bereiche des kirchlichen Rechtes zuständig. Tatsächlich beschränkt sich die Gerichtstätigkeit von wenigen Ausnahmen abgesehen auf Ehenichtigkeitsverfahren.

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news-18445 Thu, 10 Oct 2019 15:10:22 +0200 Pfarrer Alter spricht im Wort zum Sonntag über Diskussionskultur https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pfarrer-alter-spricht-im-wort-zum-sonntag-ueber-diskussionskultur/ TV-Beitrag am späten Samstagabend in der ARD mit dem Essener Priester Gereon Alter. Immer häufiger bestimmen Einzelne oder einzelne Gruppen gesellschaftliche Diskussionen, indem sie von sich behaupten, sie allein besäßen die ganze Wahrheit. Sie setzen sich nicht mehr mit anderen Meinungen auseinander und ringen nicht um gemeinsame Lösungen. Damit setzt sich der Essener Pfarrer Gereon Alter in seinem nächsten „Wort zum Sonntag“ auseinander. Die kurze Sendung ist am Samstagabend um 23.50 Uhr – gleich im Anschluss an die „Tagesthemen“ – im ARD-Fernsehen zu sehen.

Online ist der Beitrag bereits ab 18 Uhr – und auch später noch – unter www.daserste.de/wort zu finden.

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news-18444 Wed, 09 Oct 2019 11:49:52 +0200 Tag der Katechese zu Bibeltexten im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/tag-der-katechese-zu-bibeltexten-im-bistum-essen/ Katecheten aus der Erstkommunion- und Firmvorbereitung sind am 16. November in die Bistumsakademie „Die Wolfsburg“ zu einem Fortbildungstag rund um Bibeltexte eingeladen. Um das zeitgemäße Lesen und Deuten von Bibeltexten geht es am Samstag, 16. November, am „Tag der Katechese“ im Bistum Essen. Das Ruhrbistum lädt Ehrenamtliche in die katholische Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim ein, die sich in den Kirchengemeinden zum Beispiel in der Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf Erstkommunion oder Firmung engagieren.

Ab 9.30 Uhr geht es in Gesprächen und Workshops um das Lesen und Deuten von Bibeltexten und -geschichten etwa in der Grundschule, in sozialen Medien für den Firmunterricht, bei Kirchenliedern oder in der Ehevorbereitung.

Die Workshops leiten Fachleute aus Schulpastoral, Kunsthistorik, Glaubenskommunikation oder Trauteam im Bistum Essen. Auch Schulleiterin Elisabeth Hennecke, sowie Tobias Sauer, Theologe und Initiator des Netzwerks für innovative Glaubenskommunikation „ruach.jetzt“, gestalten das Programm. Kaffeepausen und Mittagessen sind inbegriffen. Der Fortbildungstag endet um 16 Uhr mit einem Gottesdienst.

Die Teilnahme am „Tag der Katechese“ kostet 15 Euro, diese Gebühr wird aber von den Ehrenamtsbeauftragten der Pfarreien erstattet. Anmeldung (bis spätestens 2. November) und weitere Informationen hier.

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news-18443 Mon, 07 Oct 2019 15:17:43 +0200 Radio Horeb überträgt Messe mit Pop-Kantor Chris Hees https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/radio-horeb-uebertraegt-messe-mit-pop-kantor-chris-hees/ Liveübertragung am Sonntag, 13. Oktober, um 18 Uhr wird von Popkantor Chris Hees begleitet. Aus dem Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen-Werden überträgt der christliche Sender Radio Horeb am Sonntag, 13. Oktober, um 18 Uhr einen Gottesdienst. Die Messe in der Seminarkirche des Tagungshauses an der Dahler Höhe 29 zelebriert Domkapitular Kai Reinhold, Leiter des Dezernats Personal/Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat. Die musikalische Gestaltung übernimmt Popkantor Chris Hees zusammen mit weiteren Musikern aus dem Zukunftsbild-Projekt „Popkantoren“ des Bistums Essen. Sie begleiten den Gottesdienst mit „Praise and Worship“-Musik.

Radio Horeb kann über die Internetseite www.horeb.org sowie über DAB+, Kabel und Satellit empfangen werden. Mitarbeiter des Senders präsentieren vor der Messe bereits ab 15.30 Uhr im Kardinal-Hengsbach-Haus ihre Arbeit und stehen auch nach dem Gottesdienst zum Gespräch bereit. Bereits am Donnerstag, 10. Oktober, strahlt Radio Horeb zudem um 13 Uhr ein Interview mit Domkapitular Reinhold und Popkantor Hees aus, das anschließend online zur Verfügung steht.

Die Popkantoren freuen sich übrigens über die Teilnahme an einer Umfrage zu Wahrnehmung und Bewertung von Praise&Worship-Musik im Gottesdienst.

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news-18442 Mon, 07 Oct 2019 11:15:34 +0200 Segens-Gottesdienst für aktuelle und werdende Großeltern https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/segens-gottesdienst-fuer-aktuelle-und-werdende-grosseltern/ Katholische und evangelische Kirche in Bochum laden „Groß*engel“ am Sonntag, 13. Oktober, zu einer besonderen Feier in die Krankenhauskapelle des Bochumer St. Josef-Hospitals ein. Zu einem Segens-Gottesdienst für aktuelle und werdende Großeltern laden die katholische und die evangelische Kirche am Sonntag, 13. Oktober, um 15 Uhr in die Krankenhauskapelle des Bochumer St. Josef-Hospitals, Gudrunstraße 56, ein.

Das ökumenische Gebet dreht sich um „Groß*engel“, heißt es in der Einladung: „Großeltern sind Spielgefährten, Trostspender, Ausnahmen-Macher, Kindergarten-Abholer, Notfall-Babysitter, Hausaufgaben-Helfer, große Vorbilder und vieles mehr ...“ Vor allem seien sie jedoch ihren Enkeln Lebensbegleiter. Großeltern seien zwar für ihre Enkel „nicht immer sichtbar, aber doch immer für sie da. Als solche Lebensbegleiter werden Großeltern zu ,Groß*engeln‘“.

Den Gottesdienst für Großeltern gestalten die evangelische Pfarrerin Antje Streithof-Menzler und der katholische Pastoralreferenten Alexander Jaklitsch. Jaklitsch ist im Bistum Essen verantwortlich für das Zukunftsbild-Projekt „Segensfeiern an der Lebenswende Geburt“, das auch Segensgottesdienste für werdende Eltern und Feiern für Familien mit Neugeborenen organisiert.

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news-18441 Sun, 06 Oct 2019 16:47:37 +0200 Bischof Overbeck feiert 30 Jahre Amigonianer-Jugendtreff https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-feiert-30-jahre-amigonianer-jugendtreff/ Beim Freiluft-Gottesdienst auf dem Gelände des Jugendtreffs wurde Bruder Anno verabschiedet und Pater Ralf als neuer Leiter der Amigonianer-Einrichtungen offiziell begrüßt. In bewegenden Geschichten wurde die Bedeutung des Jugendtreffs in Gelsenkirchen-Feldmark deutlich. Mit einem Freiluft-Gottesdienst und dem fröhlichen „Amigo-Fest“ haben aktuelle und ehemalige Besucher, Freunde und Mitglieder der Kirchengemeinde St. Joseph das 30-jährige Bestehen des Jugendtreffs des Amigonianer-Ordens in Gelsenkirchen-Feldmark gefeiert. Zugleich haben sie in der Messe mit Bischof Franz-Josef Overbeck Bruder Anno verabschiedet. Der langjährige Leiter der Gelsenkirchener Amigonianer geht nach 25 Jahren im Ruhrgebiet nach Rom und wird dort künftig stellvertretender Generaloberer des aus Spanien stammenden Ordens. Sein Nachfolger in Gelsenkirchen wird Pater Ralf, der am Sonntag mit viel Applaus begrüßt wurde. Mit Ralf Winterberg sind vor einigen Wochen auch die beiden Amigonianer-Patres Juan María Garcia Latorre und Gisbert Lordieck aus Köln ins Ruhrgebiet gekommen, so dass der Orden neben dem Standort in Gelsenkirchen eine weitere Niederlassung im benachbarten Gladbeck eröffnet hat.

„Ihr seid hier nicht mehr weg zu denken“

Im Reigen der Feiern zum 30-jährigen Bestehen des Jugendtreffs hätte es wohl kaum einen passenderen Termin geben können als den ersten Oktobersonntag, an dem katholische Christen Erntedank feiern. Bischof Overbeck schlug in seiner Predigt den Bogen vom Dank für die Gaben der Schöpfung hin zum Wirken der Amigonianer: „Wir können Erntedank feiern, weil wir der Überzeugung sind, dass nichts selbstverständlich ist“, sagte Overbeck und betonte: „Ihr seid hier aus Gelsenkirchen-Feldmark, aus der Stadt und aus unserem Bistum nicht mehr weg zu denken!“

„Hier hat man mir geholfen, wo meine Eltern nicht mehr konnten.“

Welche Bedeutung das Holzhaus mit den Spiel- und Sportplätzen ringsum für die Kinder und Jugendlichen hat, die seit vielen Jahren zur Hausaufgabenbetreuung und zur Freizeitgestaltung hier her kommen, machten im Gottesdienst beispielhaft Mario und Damla deutlich: „Ich bin hier aufgewachsen, von 30 Jahren Jugendtreff habe ich 20 miterlebt“, berichtete der junge Mann, der heute ehrenamtlich im Treff mitarbeitet. „Hier wurde sehr viel auf mich geachtet“, sagt er. Und als er Probleme mit Kriminalität bekommen habe, habe Bruder Anno geholfen, dass „mein Weg wieder gerade geworden ist“. Jetzt macht Mario eine Ausbildung: „Hier habe ich gelernt, Bewerbungen zu schreiben. Hier habe ich überhaupt meine ersten Buchstaben und Zahlen gelernt!“ Auch Damla ist im Jugendtreff aufgewachsen. „Hier hat man mir geholfen, wo meine Eltern nicht mehr konnten – und hier hat man mich zum Abitur ermuntert“, erzählt das Mädchen, das heute die 12. Klasse der Gesamtschule besucht, und der bei ihren Worten eines besonders wichtig war: „Ich hab das hier noch nie so richtig gesagt: Danke!“

Gaben für die Messe stehen auf einem Schultisch bereit

Bischof Overbeck nennt die beeindruckenden Worte von Mario und Damla „ein echtes Erntedank für das, was hier gelernt worden ist: Lebenstüchtigkeit, Anstand, aber vor allem auch Vertrauen in die eigene Person.“ Und bei all der engen Verbindung des Jugendtreffs mit Bildungsthemen war es vielleicht auch nicht nur Zufall, dass die Gaben von Wein und Brot für die Messe auf der improvisierten Altarbühne ausgerechnet auf einem alten Schultisch bereitstanden.

„Unser Jugendtreff ist ein Hoffnungsort!“

„Wenn ein Gottesdienst ein Fest des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe ist, dann sind wir hier genau richtig“, sagte Pater Ralf. „Unser Jugendtreff ist ein Hoffnungsort!“ Das dürfte der Priester und Pädagoge sowohl im Sinne der Besucher des Jugendtreffs gemeint haben, als auch mit Blick auf den ganzen Stadtteil. Feldmark gehört auch 30 Jahre nach Gründung des Jugendtreffs – übrigens durch Pater Juan María, der nun wieder im Ruhrgebiet zuhause ist – nach wie vor nicht zu den privilegierten Gegenden. Doch dass hier trotz materieller Not und sozialen Problemen die Hoffnung nicht ausstirbt – dafür stehen die Amigonianer.

Am Ende der Messe verabschiedete sich Bruder Anno mit bewegter Stimme von den Menschen in Feldmark: „Mit jedem von euch und Ihnen verbinden mich wunderbare Geschichten!“ Und mit einem Augenzwinkern wünschte Bischof Overbeck dem künftigen Vize-Chef des weltweiten Amigonianer-Ordens, „dass es Ihnen in Rom so gut ergeht wie bei uns“.

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news-18440 Sun, 06 Oct 2019 14:10:01 +0200 Seelsorgerinnen und Seelsorger pilgern mit Bischof Overbeck im Sauerland https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/seelsorgerinnen-und-seelsorger-pilgern-mit-bischof-overbeck-im-sauerland/ Gemeinde- und Pastoralreferenten und viele weitere Seelsorge-Mitarbeiter aus allen Teilen des Ruhrbistums waren am Samstag in Lüdenscheid auf dem Pilgerweg des Bistums Essen unterwegs. Gemeinsam mit zahlreichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus allen Teilen des Ruhrbistums ist Bischof Franz-Josef Overbeck am Samstag auf dem Pilgerweg des Bistums Essen unterwegs gewesen. Vom Aussichtsturm Homert, südlich von Lüdenscheid, ging es zunächst durch Wälder und Felder und schließlich durch Wohnsiedlungen und entlang großer Straßen bis zur Pfarrkirche St. Joseph und Medardus im Zentrum der märkischen Kreisstadt. Unterwegs gab es an mehreren Stationen Gebete, Lieder und spirituelle Impulse, aber auch reichlich Gelegenheit für Gespräche.

Organisiert und begleitet wurde die Tour von Gemeindereferent Karl-Heinz Leibold, der das Zukunftsbildprojekt „Pilgerwege im Ruhrgebiet“ betreut, und Ingeborg Klein, der bischöflichen Beauftragten für Gemeinde- und Pastoralreferenten. Der Ausflug knüpft an eine Tradition von Wanderungen an, die die Gruppe der Gemeindereferentinnen und -referenten bereits mit Overbeck und seinen Vorgängern Genn und Luthe unternommen hat. Erstmals stand die sogenannte „Wanderrecollectio“ nun auch den Pastoralreferentinnen und -referenten und weiteren Seelsorge-Mitarbeitern offen.

Der Pilgerweg im Bistum Essen verknüpft seit gut einem Jahr auf fünf verschiedenen Strecken die Regionen des Ruhrbistums mit dem Dom in Essen – und umgekehrt. Jede Strecke ist in beide Richtungen mit dem magentafarbenen Symbol des Pilgerwegs markiert. Weitere Informationen und Kartenmaterial gibt es online auf der Seite pilgerweg.bistum-essen.de.

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news-18439 Fri, 04 Oct 2019 18:07:11 +0200 „Wolfsburg“ diskutiert über den Journalismus im digitalen Zeitalter https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wolfsburg-diskutiert-ueber-den-journalismus-im-digitalen-zeitalter/ Mülheimer Bistums-Akademie lädt zum Podiumsgespräch mit Journalisten und Kommunikations-Experten am Dienstag, 15. Oktober, um 19 Uhr. Die Verantwortung und die neuen Herausforderungen für Journalisten im digitalen Zeitalter stehen auf der Agenda, wenn am Dienstag, 15. Oktober, in der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim vier Journalisten und Kommunikations-Experten miteinander diskutieren. „Wahrhaftigkeit, Unabhängigkeit, Sorgfalt! – Respekt?“ heißt die Überschrift der Podiumsdiskussion, zu der die „Wolfsburg“ gemeinsam mit der Gesellschaft katholischer Publizisten (GKP) einlädt.

Moderiert von „Wolfsburg“-Dozent Mark Radtke diskutieren ab 19 Uhr der GKP-Vorsitzende und Chef-Korrespondent der Dumont-Mediengruppe (Kölner Stadt-Anzeiger, Berliner Zeitung, Mitteldeutsche Zeitung), Joachim Frank, die Journalistik-Professorin Marlis Prinzing, der Publizist und Politikwissenschaftler Andreas Püttmann und die Kommunikationswissenschaftlerin und Bloggerin Daniela Sprung. Sie diskutieren unter anderem, ob Journalisten den drei klassischen Regeln ihres Berufs – ausgerufen im Titel des Abends – auch in der digitalen Schnelllebigkeit noch nachkommen und wie sich der Journalismus unter dem Einfluss des Internets und der sozialen Medien verändert.

Die Veranstaltung in der „Wolfsburg“, Falkenweg 6, in Mülheim beginnt um 19 Uhr. Bereits ab 18.30 Uhr lädt die Akademie alle Teilnehmer zur Begegnung bei Brezeln und Getränken ein. Die Teilnahme an der Podiumsdiskussion kostet 15, ermäßigt 8 Euro und ist für Schüler kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tagungsnummer 19347 bei der „Wolfsburg“.

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news-18438 Fri, 04 Oct 2019 13:15:15 +0200 Essener Dom feiert die Goldene Madonna und betet für die Mission https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-dom-feiert-die-goldene-madonna-und-betet-fuer-die-mission/ Feierlicher Gottesdienst mit Weihbischof Ludger Schepers rückt am Sonntag, 13. Oktober, um 10 Uhr zwei Themen in den Fokus. Neben dem „außerordentlichen Sonntag der Weltmission“ geht es um die Goldene Madonna als Bild der vor 60 Jahren zur Bistumspatronin bestimmten „Maria, Mutter vom Guten Rat“. Wenn Weihbischof Ludger Schepers am Sonntag, 13. Oktober, um 10 Uhr einen feierlichen Gottesdienst im Essener Dom feiert, stehen gleich zwei besondere Themen im Fokus: Die Bestimmung der im Bild der Goldenen Madonna verehrten „Maria, Mutter vom Guten Rat“ zur Patronin des Bistums Essen vor 60 Jahren – und der von Papst Franziskus für diesen Oktober ausgerufene „außerordentliche Monat der Weltmission“.

Indische Ordensschwestern zu Gast im Ruhrbistum

An dem Pontifikalamt werden auch die beiden indischen Ordensschwestern Sr. Annie und Sr. Lissamma teilnehmen, die derzeit auf Einladung des Hilfswerks Missio im Bistum Essen unterwegs sind und von ihrer Arbeit als „Touring Sisters“ im Nordosten Indiens berichten. Dort teilen sie das einfache Leben der indigenen Bevölkerung, helfen insbesondere Jugendlichen aus dem Teufelskreis der Schuldknechtschaft auszubrechen und kämpfen gegen Menschenhandel auf den Teeplantagen. In den Gemeinden des Bistums Essen steht die Weltmission und die Arbeit von Missio am 27. Oktober auf der Agenda. Dann sind die Gemeinden eingeladen, ihre Gottesdienste zu diesem Thema zu gestalten – und die Kollekte kommt der Missionsarbeit zu Gute.

Älteste Marienfigur der Welt

Im Pontifikalamt am 13. Oktober wird Weihbischof Schepers den Blick der Gläubigen zudem auf die Goldene Madonna in der linken Seitenkapelle des Doms lenken. Vor 60 Jahren – eineinhalb Jahre nach Gründung des Ruhrbistums – hat Papst Johannes XXIII die in dieser Skulptur verehrte „allerseligste Jungfrau Maria unter dem Titel ‚Mutter vom Guten Rat‘ zur Patronin des Bistums Essen“ bestimmt. Die mit Blattgold überzogene Holz-Skulptur entstand bereits um das Jahr 980 und gilt als älteste dreidimensionale Darstellung von Gottesmutter und Jesus-Kind. Anlässlich der Ernennung zur Bistumspatronin vor 60 Jahren zeigt die Domschatzkammer ab Samstag, 12. Oktober, bis zum 2. Februar in der Sonderausstellung „Essen sein Schatz“ zahlreiche Exponate und Bilder rund um das wichtigste Kunstwerk des Ruhrgebiets.

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news-18437 Fri, 04 Oct 2019 12:27:42 +0200 Theologin Engbrocks spricht auf WDR3 und WDR5 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/theologin-engbrocks-spricht-auf-wdr3-und-wdr5/ Beiträge sind von Montag, 14., bis Samstag, 19. Oktober, um 6.55 Uhr auf WDR5 und um 7.50 Uhr auf WDR3 zu hören. Die Essener Theologin Ingelore Engbrocks ist ab Montag, 14. Oktober, eine Woche lang mit kurzen Radio-Andachten morgens auf WDR3 und WDR5 zu hören. Bis Samstag, 19. Oktober, spricht die Bischöfliche Beauftragte für die Ausbildung des pastoralen Personals im Bistum Essen unter anderem über die „Fridays for future“-Bewegung, schlägt regelmäßige „Stille to go“-Momente und eine besondere Würdigung des Brotes vor, thematisiert den Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut und den Evangelisten Lukas und verweist auf verheißungsvolle Knospen, die Bäume bereits jetzt im Herbst entwickeln.

Zu hören sind die Beiträge jeweils um 6.55 Uhr im Programm von WDR5 – im Bereich des Bistums Essen zu empfangen auf den UKW-Frequenzen 88,8 und 90,3 Mhz – und um 7.50 Uhr auf WDR3 (95,1 und 98,1 Mhz). Nach der Ausstrahlung gibt es jeden Beitrag zum Nachlesen und -hören auf der Internetseite www.kirche-im-wdr.de

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news-18435 Wed, 02 Oct 2019 16:30:00 +0200 Nonnen und Mönche feiern Ordenstag in Hattingen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/nonnen-und-moenche-feiern-ordenstag-in-hattingen/ Rund 90 Schwestern und Brüder aus 30 verschiedenen Ordensgemeinschaften im Bistum Essen waren am Mittwoch beim Ordenstag mit Weihbischof Ludger Schepers dabei. Bei sonnigem Herbstwetter haben rund 90 Schwestern und Brüder aus Orden und geistlichen Gemeinschaften im Bistum Essen am Mittwoch in Hattingen ihren jährlichen Ordenstag gefeiert.

Zunächst stand bei einer Messe in der Taufkirche von Nikolaus Groß – St. Mauritius in Hattingen-Niederwenigern – das Leben des einzigen Seligen im Bistum Essen und seiner Frau Elisabeth im Fokus. Groß leistete während der Nazi-Diktatur aus seinem christlichen Glauben heraus Widerstand und wurde von dem Regime eingesperrt und umgebracht – gemeinsam mit seiner Frau hatte er sieben Kinder. Nach dem Gottesdienst ging es für die Angehörigen rund 30 verschiedener Ordensgemeinschaften gemeinsam mit Weihbischof Ludger Schepers zur Hattinger Henrichshütte. Dort konnten die Schwestern und Brüder in die Industriegeschichte des Ruhrgebiets eintauchen.

Rund die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ordenstags stammt aus Indien, weitere kommen aus afrikanischen Ländern, Spanien, Polen oder Kroatien. Als Bischofsvikar für Orden und geistliche Gemeinschaften, aber auch für Weltkirche und Mission kümmert sich Weihbischof Ludger Schepers in besonderer Weise um die Ordensangehörigen im Ruhrbistum.

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news-18434 Wed, 02 Oct 2019 13:06:04 +0200 Generalvikar Pfeffer zeigt seine Lieblings-Orte im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/generalvikar-pfeffer-zeigt-seine-lieblings-orte-im-essener-dom/ Gäste des Rundgangs „Mein Dom – Glaube und Kunst“ erlebten am Dienstagabend eine sehr persönliche Abendführung. Mit einem sehr persönlichen Streifzug durch den Essener Dom hat Generalvikar Klaus Pfeffer am Dienstagabend die exklusive Abendführung „Mein Dom – Glaube und Kunst“ gestaltet. Gemeinsam mit Rainer Teuber aus dem Team der Domschatzkammer hat Pfeffer die Besucher vom Kreuzgang zunächst in den Chorraum am Altar, von dort in die Krypta zum Altfrid-Schrein, in die Nikolaus-Groß-Kapelle und schließlich in die Adveniat-Krypta geführt.

Frauen nehmen im Chorgestühl Platz

Die kurzen historischen und architektonischen Anmerkungen von Teuber ergänzte Pfeffer durch seine eigene Sicht auf den jeweiligen Bereich des Doms. So berichtete Pfeffer im Chorraum von seiner Priesterweihe 1992 und merkte an, wie sehr sich das Priesterbild der Gläubigen seit damals verändert habe. Im historischen Chorgestühl – im Gottesdienst die Sitzplätze des Domkapitels, dem Pfeffer ebenfalls angehört – lud Pfeffer die Besucher ein, selbst Platz zu nehmen. Als dieser Einladung fast nur Frauen folgten, verwies Pfeffer auf die 1000-jährige Stifts-Zeit, in der die religiösen und politischen Geschicke in Essen und Umgebung fest in Frauenhand gewesen seien – und auf die aktuellen Forderungen katholischer Frauen nach mehr Mitspracherecht in der Kirche.

Sehr persönliche Anmerkungen in der Nikolaus-Groß-Kapelle

Sehr persönlich wurde Pfeffer auch in der Nikolaus-Groß-Kapelle, wo er den Bogen vom einzigen Seligen des Bistums zu einem weiteren christlichen Opfer des Nazi-Regimes schlug: Die Lehre des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer hat Pfeffer sehr beschäftigt und beeinflusst. „Christsein ist keine einfache Angelegenheit“, hat Pfeffer sein Buch überschrieben, in dem er auf der Basis von Bonhoeffers Überzeugungen eine „erneuerte Kirche“ skizziert.

Dass diese Kirche auf einem Jahrhunderte alten Fundament steht, wurde in der Altfrid-Krypta deutlich. Neben dem Schrein des Gründers von Stadt und Stift Essen wurden zwischen den mächtigen Grundmauern des Chorraums einst auch die Äbtissinnen des Essener Frauenstifts bestattet. Einen deutlichen Kontrast dazu bildete der Abschluss der Führung in der erst Anfang der 1980er Jahren unter dem Atrium zwischen Dom und Anbetungskirche eingerichteten Adveniat-Krypta. Neben den Gräbern der Essener Bischöfe Hengsbach und Luthe ging es Pfeffer bei dieser Station auch „um die Frage, wie wir Gottesdienst feiern“, betonte der Generalvikar. Während die Gläubigen im Dom in ihren Bänken frontal auf das Geschehen am Altar ausgerichtet sind, sitzen die Gottesdienstbesucher in der Adveniat-Krypta im Kreis um Altar und Ambo – eine Anordnung, die viele Gläubige als Gemeinschaft stiftender empfinden.

Weitere Abendführung werden vorbereitet

Nach dem Abend mit Generalvikar Klaus Pfeffer setzt die Domschatzkammer die Reihe „Mein Dom – Glaube und Kunst“ mit weiteren prominenten Gästen und deren persönlichem Blick auf die Essener Kathedrale fort. Die nächste Führung gestaltet am Dienstag, 19. November, Kulturmanagerin Silke Seibel.

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news-18433 Mon, 30 Sep 2019 13:04:00 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-eb3e0e512d/ Ludger Marquardt Ludger Marquardt, ist am Montag, 16. September 2019 im Alter von 71 Jahren verstorben.

Das Auferstehungsamt für den Verstorbenen wird am Dienstag, 8.10.2019 um 10 Uhr, in der Kirche St. Franziskus in Bochum-Weitmar an der Franziskusstraße in 44795 Bochum gefeiert.

Die Urnenbeisetzung erfolgt im Anschluss auf dem katholischen Friedhof hinter der Kirche, an der Hasenkampstraße in 44795 Bochum-Weitmar.

Der Verstorbene wurde am 28. März 1948 in Bochum geboren.

Nach seiner Ausbildung zum Buchhändler war Ludger Marquardt bei mehreren Buchverlagen in München beschäftigt. Berufsbegleitend bildete er sich zum Betriebswirt fort und besuchte im Anschluss daran die Werbefachschule, so dass er später als Werbeleiter in einem Verlag arbeitete.

In München lernte er die Cursillo-Bewegung kennen und war mit großer Freude als Mitarbeiter bei Glaubenskursen tätig. Auf diesem geistlichen Weg fand Ludger Marquardt zu seiner Berufung zum Diakon.

Am 23. September 1995 wurde er in München zum Ständigen Diakon geweiht und war dann in Folge bis zum Jahr 2011 als Diakon im Hauptberuf in mehreren Pfarreien in München sowie als Beauftragter für die Altenseelsorge im Dekanat Ottobrunn tätig.

Mit 63 Jahren trat er in den Ruhestand und verbrachte danach seine Jahre im Marienstift in Bochum.

Ludger Marquardt war ein geistlicher Mensch, der durch das Leben aus dem Glauben bewegt war und so als Christ und Diakon für die Menschen in seiner Umgebung gewirkt hat.

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news-18432 Mon, 30 Sep 2019 12:29:14 +0200 Ruhrbischof diskutiert über die Chancen neuer Wohnquartiere https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ruhrbischof-diskutiert-ueber-die-chancen-neuer-wohnquartiere/ Podiumsdiskussion in der Reihe „Zukunftsstrategie Ruhrgebiet“ mit dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie Immobilien- und Stadtplanungsexperten am Mittwoch, 9. Oktober, in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“. Gemeinsame Veranstaltung von Bistum Essen und Initiativkreis Ruhr. Der Eintritt ist frei. Bottrops „Innovation City“ oder die neuen Essener Stadtteile „Freiheit Emscher“ und „Essen 51“ – über die Entwicklung neuer Wohnquartiere als Zukunftsstrategie für das Ruhrgebiet diskutiert Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck am Mittwoch, 9. Oktober, ab 19 Uhr mit Städtebau- und Immobilien-Experten in der Mülheimer Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“. Gemeinsam mit Overbeck diskutieren der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU), RAG-Montan-Immobilien-Geschäftsführer Markus Masuth, die Aachener Städtebau-Professorin Christa Reicher und Ralf Brauksiepe, Mitglied der Geschäftsführung von Vivawest und Vivawest Wohnen sowie im Initiativkreis Ruhr. Moderiert von Akademiedirektorin Judith Wolf geht es bei dem Podiumsgespräch unter anderem um die Voraussetzungen und die zentralen Akteure, die zum Gelingen neuer Wohnquartiere beitragen. Im Mittelpunkt steht zudem die Frage, ob das Ruhrgebiet durch neue Wohnquartiere junge Leute an die Region binden kann.

Die Diskussion steht in der Reihe „Zukunftsstrategie Ruhrgebiet“, zu der das Bistum Essen gemeinsam mit dem Initiativkreis Ruhr einlädt. Der Eintritt ist frei – zur besseren Planung bitten die Veranstalter jedoch um eine Anmeldung unter der Tagungsnummer 19108.

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news-18431 Mon, 30 Sep 2019 10:52:48 +0200 Bischof Overbeck überreicht „Licht von Xanten" an KAB-Stadtverband Köln https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-ueberreicht-licht-von-xanten-an-kab-stadtverband-koeln/ Der KAB-Stadtverband Köln ist mit dem „Licht von Xanten“ ausgezeichnet worden - eine Ehrung für besonderen Einsatz für journalistische Meinungsfreiheit, christliche Grundsätze sowie Solidarität mit den Arbeitern. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck feierte den Gottesdienst im Xantener St.-Viktor-Dom. Der Stadtverband Köln der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ist am 29. September mit dem „Licht von Xanten“ ausgezeichnet worden. In Erinnerung an den Seligen Nikolaus Groß (1898 - 1945) wird damit alljährlich eine Person oder Institution geehrt, die sich in besonderer Weise um den Einsatz für die journalistische Meinungsfreiheit und christliche Grundsätze sowie Solidarität mit den Arbeitenden verdient gemacht hat. Zu dem Gottesdienst eingeladen hatten die KAB-Bezirke Duisburg-Oberhausen-Mühlheim, Kleve und Wesel. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck feierte den Gottesdienst im Xantener St.-Viktor-Dom gemeinsam mit dem KAB-Diözesanpräses aus Essen, Jürgen Haberl, seinem Amtskollegen aus Münster, Michael Prinz, und Diakon Martin Berendes aus Voerde.

Overbeck: "Nikolaus Groß, ein Mann des Gebetes"

In seiner Predigt erinnerte Overbeck daran, dass Nikolaus Groß ein Mann des Gebetes gewesen sei. „Ein betender Mensch ist immer auf das ausgerichtet, was das Gute ist und so sein Gewissen formt“, erklärte der Bischof. Dieses Gewissen habe dazu geführt, dass sich Groß mit anderen Menschen zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten zusammengeschlossen habe. Schon bald nach dem gescheiterten Hitler-Attentat im Juli 1944 wurde Groß festgenommen und am 23. Januar 1945 schließlich hingerichtet. „Die Monate im Gefängnis haben ihm gezeigt, dass sein Einsatz mit dem Tod am Galgen enden könnte“, sagte Overbeck. Diese Standhaftigkeit sei nur möglich, wenn man wisse, was das Gewissen ist, nämlich der Ort, an dem jeder mit sich alleine und vor Gott für sein Handeln einsteht. Dort dringe die Stimme Gottes zum Menschen und das Gewissen werde damit der unmittelbare Ort der Entscheidung, was Recht und gerecht ist, erklärte der Ruhrbischof. 

Aus diesem Gewissen – und dem Antrieb, wieder Gerechtigkeit einkehren zu lassen –, habe sich der Widerstand gegen den Nationalsozialismus formiert. Sowohl in aktiver Weise, wie bei den gescheiterten Attentätern um Claus Schenk Grad von Stauffenberg, aber auch passiv, wie etwa bei den Geschwistern Scholl. „Sie wollten andere Menschen auffordern, ihr Gewissen zu formen und Gerechtigkeit zu suchen“, sagte Overbeck. Widerstand stehe für die Freiheit und Gleichheit des Menschen, daher warnte er davor, den Begriff in der heutigen Zeit politisch zu instrumentalisieren.

Zum Ziel mit Widerspruch als Hilfsmittel

Neben Widerstand gebe es auch den Widerspruch, schlug er die Brücke zur KAB. Bei der Wahrung der Arbeitnehmerinteressen etwa könne mancher Widerspruch hilfreich sein und zum Ziel führen. Ob beim Widerstand oder Widerspruch aber gelte, dass das Beten dazu führe, sich ein Gewissen zu bilden, nach dem man entscheiden könne. In Xanten gedenke man nicht nur der frühen Märtyrer, sondern auch der „Märtyrer des Gewissens“, sagte Overbeck und nannte beispielhaft Karl Leisner und Nikolaus Groß. „Das waren große Menschen, die uns einladen, selbst unser Gewissen zu bilden und zu entscheiden, nach welchen Werten wir leben.“

Während des Gottesdienstes ging Overbeck in die Krypta des Domes, in der die Gebeine der antiken Märtyrer ebenso bestattet sind wie Karl Leisner und wo in Erinnerung an den ehemaligen Bergmann Nikolaus Groß eine Grubenlampe als Ewiges Licht brennt. Zuvor hatte er bereits eine Kerze gesegnet, die als „Licht von Xanten“ an den KAB Stadtverband Köln überreicht wurde.

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news-18430 Fri, 27 Sep 2019 18:46:03 +0200 1000 Ehrenamtliche lassen den Betrieb in katholischen Büchereien brummen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/1000-ehrenamtliche-lassen-den-betrieb-in-katholischen-buechereien-brummen/ In den 122 Katholischen Öffentlichen Büchereien im Bistum Essen ist jedes der 363.653 Medien im vergangenen Jahr statistisch mehr als einmal ausgeliehen worden. Deutliches Plus bei Lesungen, Büchereirallyes und anderen Veranstaltungen. Eine eindrucksvolle Bilanz ehrenamtlicher Arbeit für die Lesekultur im Ruhrgebiet und im märkischen Sauerland hat Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums im Bistum Essen, am Wochenende zum 57. Diözesantag der Katholischen Öffentlichen Büchereien (KÖB) im Bistum Essen präsentiert. Demnach haben im vergangenen Jahr in den 122 KÖB an Rhein, Ruhr und Lenne rund 1000 freiwillige Männer und Frauen fast 86.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Dank ihres Engagements haben die gut 202.000 Besucher jedes der insgesamt 363.653 Bücher, Spiele, CD-Pakete oder anderer Medien statistisch 1,02 mal ausgeliehen.

„KÖB sind wichtige Kulturanbieter in den Stadtteilen“

Trotz vieler Veränderungsprozesse in den Pfarreien und Gemeinden hätten die Pfarreien im vergangenen Jahr „sehr erfreuliche Ergebnisse erzielt“, betonte Steinkamp. Besonders beachtlich sei, dass die Zahl der Veranstaltungen, die die KÖB vor Ort organisieren, mit insgesamt 2088 im Vorjahresvergleich um fast 15 Prozent gestiegen ist. „Diese große Zahl macht deutlich, dass die KÖB wichtige Kulturanbieter in den Gemeinden und Stadtteilen darstellen und zu einer positiven Verdichtung der Kulturangebote in einer Stadt beitragen“, so Steinkamp. Sie verweist auf Lesungen, Rezitationen, Buchvorstellungen, Büchereirallyes, Kriminächte, Aktionen zur Leseförderung für Kinder und viele andere Programmpunkte.

Wo Pfarrbüros fehlen, werden KÖB zur Anlaufstelle für die Gemeinde

Auch darüber hinaus seien die Katholischen Öffentlichen Büchereien Orte der Kommunikation und Begegnung, so Steinkamp. „Kinder und Erwachsene, Familien und Senioren, Menschen mit Migrationshintergrund aus unterschiedlichen Kulturkreisen treffen sich dort zu Gespräch und Austausch.“ Zugleich seien die KÖB immer wichtiger werdende „Orte der Vergemeinschaftung in immer größer werdenden Pfarreien“. Und wo es kein Pfarrbüro mehr gebe, „sind sie nicht selten wichtige Anlaufstellen für viele Fragen rund um die Gemeinde“, so Steinkamp.

Diözesantag lud zu „Perspektivwechseln“ ein

Vor dem Hintergrund der Pfarreientwicklungsprozesse und anderer Umstrukturierungen in den Pfarreien des Ruhrbistums hatte Steinkamp die ehrenamtlichen Bücherei-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter am Samstag unter der Überschrift „Perspektivwechsel“ zum Diözesantag nach Essen eingeladen. Als Referentin war unter anderem die Berliner Journalistin Valerie Schönian zu Gast, die sich im Projekt „Valerie und der Priester“ darauf eingelassen hatte, ein Jahr lang in den Alltag eines katholischen Priesters einzutauchen.

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news-18424 Fri, 27 Sep 2019 14:32:00 +0200 Jugendarbeit und Seelsorge zwischen Kicker und Kirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/jugendarbeit-und-seelsorge-zwischen-kicker-und-kirche/ Pater Ralf Winterberg ist der neue Leiter der Amigonianer-Projekte in Gelsenkirchen. Seit 30 Jahren betreibt der aus Spanien stammende Orden in der Revierstadt Treffpunkte für Kinder- und Jugendliche. Mahmud hält den Kasten sauber. Und wenn der baumlange Kerl rechts neben ihm die Tore schießt, ist für den 12-Jährigen die Gelsenkirchener Kicker-Welt in Ordnung. Am Ende steht es 10:3 für das Duo aus dem Jungen mit dem weißen Basecap und dem Mann im grünen Sommerhemd. Dabei haben die Gegner ihnen nichts geschenkt. Offensichtlich hatten die Sieger die roten Plastik-Fußballer einfach gut im Griff – der Kleine dank stundenlangem Training in dem beliebten Jugendtreff im Stadtteil Feldmark, und der Große dank jahrelanger Berufs- und Lebenserfahrung als Priester, Ordensmann und Pädagoge in Kinder- und Jugendheimen. Die kann der über zwei Meter lange Kölner jetzt mitten im Ruhrgebiet einsetzen: Seit einigen Tagen ist Pater Ralf Winterberg der neue Leiter der Amigonianer-Projekte in Gelsenkirchen.

Pater will Einrichtungen durch echtes Mitarbeiten kennenlernen

Für die kurze Zeit ist Pater Ralf schon viel herumgekommen – und das am liebsten mit dem Fahrrad. Er hat sich in den verschiedensten Einrichtungen und Gruppen in Gelsenkirchen vorgestellt, hat Politiker, Förderer und viele Vertreter der Schalker Kirchengemeinde St. Joseph kennengelernt. In deren Gebiet liegt nicht nur der Jugendtreff in der Aldenhofstraße, sondern auch das Haus Eintracht und die Hauptschule Grillostraße, wo die Amigonianer ebenfalls Treffpunkte für Kinder- und Jugendliche betreiben. Zudem gibt es neben der Hauptschule auch an der Gesamtschule Horst ein Lernförderprojekt. Vier Wochen Zeit hat sich Pater Ralf im Kalender geblockt, um jede Einrichtung nicht nur kennenzulernen, „sondern mindestens eine Woche auch mal richtig mitzuarbeiten“, sagt der Ordensmann, der so groß ist, dass sich Mitbruder Lucinio lieber auf eine Stufe stellt, als die Fotografin die beiden vor Lucinios Spielzeug-Ausgabe „Amigos Hütte“ fotografiert. Der Jugendtreff liegt gleich gegenüber der Reihenhaus-Sozialwohnung, in der die Gelsenkirchener Amigonianer zu Hause sind. Im Treff gehört Pater Ralf jetzt schon fast zum Inventar. Mit Mahmud, dem Jungen vom Kicker, „habe ich letzte Woche zusammen einen Drachen gebaut“, erzählt der Pater von den ersten Begegnungen.

Das „Privileg, hier im in einem Brennpunkt zu leben“

Als Kölner im Ruhrgebiet freut sich Pater Ralf „über Menschen, die ihr Herz auf der Zunge tragen“ und empfindet es als „Privileg, hier in einem Brennpunkt zu leben“. Die neue Heimat zwischen Autobahn, Gefängnis und Industrie gehört im ohnehin mit wenig Reichtum gesegneten Gelsenkirchen seit ehedem zu den Gegenden, die man gemeinhin als „weniger privilegiert“ oder „arm“ beschreibt. Pater Ralf hingegen hat schon nach den ersten Wochen bemerkt, „was sich in diesem Viertel getan hat und tut“ – und welche Rolle die Kirche durch die Amigonianer hier spielt, wenn sie zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung anbieten, Jugendarbeit leisten oder als Dialogpartner für die verschiedensten Bevölkerungsgruppen zur Verfügung stehen. „Wenn wir als Kirche Relevanz für die Leute von heute haben, werden wir auch nicht in Vergessenheit geraten“, so der pragmatische Ansatz des Paters gegen alle Unkenrufe vom Kirchenuntergang. „Wir müssen verstehen, was die großen Themenfelder der Menschen sind.“

Vernetzung zwischen Sozialpastoral und Gottesdienst-Gemeinde

So gelinge auch die Vernetzung zwischen sozialpastoralen Initiativen wie dem Jugendtreff oder dem neuen von der Gladbecker Pfarrei St. Lamberti betreuten „Haus K4“ und den Gottesdienst-Gemeinden vor Ort, sagt Pater Ralf. Als jüngst in St. Joseph der jährliche „Tag des Ewigen Gebets“ anstand, hätte die Pfarrei in allen Einrichtungen Boxen aufgestellt, in die Besucher Zettel mit Fürbitten einwerfen konnten. Natürlich haben sich daran auch die Kinder und Jugendlichen im Jugendtreff beteiligt – also wurde im Gottesdienst auch für Bruder Lucinio gebetet, der mit Spielzeug aushilft und als Lehrer für Inliner-Fahren und viele andere Dinge beliebt ist.

Ein FC-Köln-Fan in Schalke

Pater Ralf ist gut angekommen im Ruhrgebiet, keine Frage. Wenige Meter von Gelsenkirchen-Schalke entfernt dürfte dazu auch sein entspanntes Verhältnis zum Thema Fußball beigetragen haben. „Natürlich bin ich FC-Köln-Fan, aber kein militanter“, sagt er mit einem Schmunzeln. Außerdem sei er „leidgeprüft“: „Ich schaue seit 15 Jahren Bundesliga-Übertragungen gemeinsam mit einem Schalke-Fan.“ In einer Woche geht’s dann zum ersten Mal live in die blau-weiße Arena. Als Abschiedsgeschenk hat Bruder Anno Karten für die ganze Kommunität besorgt. Dann heißt es Mitfiebern, für wen auch immer – die Schalker spielen gegen Köln.

Information: Amigo-Fest am 6. Oktober und neue Niederlassung in Gladbeck

Zusammen mit seinen zuletzt ebenfalls in Köln tätigen Mitbrüdern Pater Gisbert Lordieck und Pater Juan María Garcia Latorre verstärkt Pater Ralf nicht nur die seit 30 Jahren in der Jugendarbeit tätige Gelsenkirchener Niederlassung des aus Spanien stammenden Amigonianer-Ordens – im benachbarten Gladbeck haben die Mönche auch gleich eine neue Dependance eröffnet. Verzichten müssen sie allerdings künftig auf den bisherigen Leiter der Kommunität, Bruder Jens Anno Müller: Nach 25 Jahren im Ruhrgebiet übernimmt der ebenfalls aus Köln stammende Bruder Anno in Rom für mindestens sechs Jahre das Amt des stellvertretenden Generaloberen, also des Vize-Chefs des vor allem in der Jugendarbeit und primär in Lateinamerika, Spanien und auf den Philippinen tätigen Ordens. Beim „Amigo-Fest“ am Sonntag, 6. Oktober, von 11 bis 17 Uhr gibt es im Jugendtreff in der Aldenhofstraße 1a die vorerst letzte Gelegenheit, sich von ihm zu verabschieden – um 11 Uhr eröffnet Bischof Overbeck das Fest mit einer Freiluftmesse.

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news-18429 Fri, 27 Sep 2019 12:57:00 +0200 Essener Sekundarschule am Stoppenberg als „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-sekundarschule-am-stoppenberg-als-schule-ohne-rassismus-ausgezeichnet/ Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist die Bischöfliche Sekundarschule am Stoppenberg ausgezeichnet worden. Die Idee und das Engagement, das bundesweite Projekt an ihrer Schule umzusetzen, hatten Schüler der Bistums-Schule. „Weil du einzigartig bist und jeder Mensch ganz anders ist, lernen wir jeden Tag etwas dazu, eine Schule woll’n wir bauen, voll Respekt und Vertrau’n mit all den andren, die so wertvoll sind wie du …“, singen die Schüler der Bischöflichen Sekundarschule am Stoppenberg, begleitet am Klavier in der großen Kantine. Der Schulsong passt sehr gut zu der Auszeichnung, die Schüler und Lehrer wenig später als Urkunde und Plakette in den Händen halten: „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“. Ein bundesweites Projekt, an dem bereits 3000 Schulen teilnehmen, davon 800 in NRW, 24 in Essen. Die Bischöfliche Sekundarschule am Stoppenberg ist nun die dritte Schule des Bistums Essen, die mit Stolz diesen Titel tragen darf – übergeben von Tanju Dilekli, Regionalkoordinator der Aktion. Projektpate ist Peter Güllmann, Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen.

Zahlreiche Projekte und Aktionen gegen Fremdenhass

„Fremdenhass ist ein Thema, das ihr immer wieder in den Medien und sozialen Netzwerken mitbekommt, das aber nicht nur in der großen Welt bleibt, sondern uns auch in kleinen Dingen jeden Tag an unserer Schule berührt. Gerade deswegen ist es wichtig, mutig zu sein und zu zeigen, dass wir da sehr achtsam sind“, sagt Schulleiter Benedikt Bahrfeck zu seinen Schülern. Denn die Schüler selbst haben das Projekt gegen Rassismus in Angriff genommen, Unterschriften gesammelt und Schulaktionen gegen Fremdenhass unterstützt etwa Projekttage gegen Rassismus und zum Holocaust, die Fahrt der Neuntklässler zur Gedenkstätte Buchenwald, der Schüleraustausch mit Polen oder das Verlegen von „Stolpersteinen“ zum Gedenken an verfolgte und getötete Menschen im Nationalsozialismus.

„Jeder Schüler ist es wert, gleich behandelt zu werden, egal wo er herkommt“

Lea Brennenstuhl und Tiffany Steppich sitzen in roten Kapuzenpullovern zwischen den Schülern, für alle deutlich erkennbar als sogenannte „Buddys“. Sie setzen sich dort und in der Schülervertretung besonders für ihre Mitschüler ein, haben auch die Auszeichnung zur Schule ohne Rassismus mit vorangetrieben. „Wir haben an unserer Schule keinen Rassismus und sind stolz darauf, das auch zu zeigen“, sagt die 16-jährige Tiffany. „Da sind wir einfach eine gute Gemeinschaft. Jeder Schüler ist es wert, gleich behandelt zu werden, egal wo er herkommt“, ergänzt die 14-jährige Lea. Mit der Auszeichnung haben die Essener Schüler sich nun verpflichtet, sich in Zukunft auch mit neuen Ideen für ein friedliches Lernen und Leben einzusetzen. Eine Aufgabe, bei der sie Lehrerin Helena Kampmann unterstützt, die das Projekt begleitet: „Ich möchte etwas für die Demokratiebildung tun, den Schülern mitgeben, wie sie sich in unserer Gesellschaft engagieren, für ihre Meinung einstehen und für ein friedliches Miteinander sorgen können.“

Ihre Projekte gegen Fremdenhass vorantreiben ist ein Ziel, das die Schüler mit der neuen Plakette von nun an für Jeden sichtbar deutlich machen. Dabei bleibt eines immer selbstverständlich. Ob im Klassenzimmer, auf dem Schulhof oder auf gemeinsamen Fahrten: An dieser Schule hat Rassismus keinen Platz.

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news-18419 Fri, 27 Sep 2019 12:00:00 +0200 Grußwort der fünf NRW-Bistümer zum jüdischen Neujahrsfest https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/grusswort-der-fuenf-nrw-bistuemer-zum-juedischen-neujahrsfest/ "Die gesellschaftliche Stimmung wandelt sich besorgniserregend." Das Bistum Essen pflegt Kontakte zu den Synagogengemeinden im Ruhrgebiet. Zum jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchana, das in diesem Jahr vom 29. September bis 1. Oktober gefeiert wird, haben die fünf katholischen Bistümer  in Nordrhein-Westfalen ein gemeinsames Grußwort an die jüdischen Gemeinden gesandt. Darin wünschen sie „von Herzen ein gesegnetes, glückliches und gutes neues Jahr 5780“.

Die fünf NRW-Bischöfe nähmen bestürzt wahr, dass sich die gesellschaftliche Stimmung in Deutschland in besorgniserregendem Maße wandle, Hass und Feindschaft gegenüber Juden sich in der Öffentlichkeit zeigten, heißt es in dem Grußwort: „Als Christinnen und Christen treten wir dafür ein, dass kein Mensch aufgrund seiner Religion oder seines kulturellen Hintergrundes beleidigt, beschimpft, benachteiligt, ausgegrenzt oder gar verfolgt wird.“

Wilhelm Zimmermann, Weihbischof und Bischofsvikar für Ökumene und Interreligiösen Dialog im Bistum Essen, weist in diesem Zusammenhang auf die seit vielen Jahren bestehenden guten Kontakte zu den Synagogengemeinden im Bistum Essen hin. „Das Bistum Essen hat keinen Zweifel an seiner Unterstützung für die jüdischen Gemeinden gelassen und steht auch jetzt an der Seite jüdischer Mitbürger, die einem stärker werdenden Antisemitismus ausgesetzt sind“, so der Essener Weihbischof.

Gemeinsam mit Zimmermann pflegt Bischof Franz-Josef Overbeck den Kontakt zu den vier Synagogen in Bochum, Gelsenkirchen, Essen und Duisburg besucht. Im Jahr 2016 hatte er ihnen einen Besuch abgestattet, im Februar 2019 kamen die Vorstände und Rabbiner der vier orthodoxen jüdischen Gemeinden im Ruhrgebiet zum Gegenbesuch ins Essener Bischofshaus.

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news-18428 Fri, 27 Sep 2019 10:08:58 +0200 Finanzüberschuss des Bistums ist deutlich geschrumpft https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/finanzueberschuss-des-bistums-ist-deutlich-geschrumpft/ Für das Jahr 2018 weist das Bistum Essen einen Jahresüberschuss von nur noch 0,5 Millionen Euro aus. Diözese stellt sich mittelfristig auf weiter steigende Belastungen und allenfalls stagnierende Kirchensteuereinnahmen ein. Durch gestiegene Ausgaben – unter anderem für den Erhalt der Kirchengebäude – ist der Jahresüberschuss des Bistums Essen im vergangenen Jahr auf 0,5 Millionen Euro gesunken. 2017 hatte der Überschuss noch 17 Millionen Euro betragen, nach einer fast doppelt so hohen Summe im Vorjahr. Dies geht aus dem Finanzbericht hervor, den das Ruhrbistum am Mittwoch, 25. September, veröffentlicht hat. Neben den Kirchengebäuden sorgten unter anderem höhere Aufwendungen in der Altersvorsorge für das kirchliche Personal und gestiegene Kosten für den Erhalt der Bischöflichen Schulen dafür, dass das Bistum trotz gestiegener Kirchensteuereinnahmen sein Eigenkapital 2018 nur minimal erhöhen konnte.

„Jetzt zeigt sich, dass es in den vergangenen Jahren richtig war, unsere finanziellen Rücklagen zu stärken und den Umbau unseres Bistums hin zu einer zukunftsfähigen Kirche zu forcieren“, betont Generalvikar Klaus Pfeffer. „Unsere kirchliche Arbeit finanzieren wir zum größten Teil aus den Beiträgen unserer Mitglieder – der Kirchensteuer“, so Pfeffer. Da deren Höhe vor allem vom Einkommen der Kirchenmitglieder abhänge, „profitieren die Kirchen – wie ganz Deutschland – von der zur Zeit noch ausgesprochen guten Wirtschaftslage, vor allem von der hohen Beschäftigung“. Zwar sei die finanzielle Lage im Ruhrbistum längst nicht so gut wie in anderen deutschen Diözesen, „aber auch das Ruhrgebiet erlebt einen Aufschwung“, so Pfeffer. Neben der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung machen Pfeffer jedoch zwei Faktoren Sorgen, und dies nicht nur aus finanzieller Perspektive: zum einen die hohe Zahl der Kirchenaustritte und zum anderen die demographische Entwicklung; seit Jahren verzeichnet die Kirche deutlich mehr Beerdigungen als Taufen.

Kirchensteuer-Einnahmen können Ausgaben kaum decken

In den vergangenen Jahren hätte das Bistum die finanziellen Verluste durch die geringer werdende Mitgliederzahl durch die individuell noch ansteigenden Kirchensteuer-Einnahmen in etwa kompensieren können, erläutert Daniel Beckmann, Leiter der Hauptabteilung Finanzen und bischöfliche Immobilien im Bistum Essen. Netto – also nach Abzug aller Kosten, zum Beispiel für die Finanzbehörden – erhielt das Ruhrbistum 2018 mit rund 175 Millionen Euro an Kirchensteuern etwa drei Millionen Euro mehr als 2017. „Doch den gestiegenen Aufwand konnten wir mit den laufenden Einnahmen nur knapp ausgleichen“, so Beckmann. Von einer ähnlichen Entwicklung geht das Bistum auch mittelfristig aus, wie Beckmann im Kapitel „Perspektiven“ des Finanzberichts darstellt: „Selbst wenn die Kirchensteuer-Einnahmen dank einer weiterhin guten Wirtschaftslage insgesamt stabil bleiben, könnten Lohn- und andere Kostensteigerungen schon in naher Zukunft dazu führen, dass die Aufwendungen die Einnahmen jährlich in zweistelliger Millionen-Euro-Größenordnung überschreiten“, folgert der Finanzchef. Deshalb müsse weiterhin maßvolles Wirtschaften mit den Geldern der Kirchenmitglieder die Devise sein.

Pfeffer: „Bei uns geht es nicht um Ab-, sondern um Aufbruch“

Dies unterstreicht Generalvikar Klaus Pfeffer: „Viele unserer Pfarreien setzen jetzt um, was sie in den Pfarreientwicklungsprozessen der vergangenen Jahre als Konzepte entwickelt haben, um auch mit der Perspektive des Jahres 2030 vor Ort aktiv und lebendig Kirche sein zu können.“ Zum einen setze sich die Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne kleiner, „weil wir nur noch gut halb so viele Katholiken sind wie zur Bistumsgründung vor rund 60 Jahren“, so Pfeffer. Zum anderen starteten Gemeinden innovative Projekte, um trotz geringer werdender finanzieller Mittel die Menschen in ihrer Nachbarschaft mit zeitgemäßen Angeboten und Räumlichkeiten ansprechen zu können. Beispielhaft verweist Pfeffer auf das Bottroper Projekt „Kirchplatz 2/3“, bei dem die Innenstadt-Pfarrei St. Cyriakus als Ersatz für das ehemalige katholische Stadthaus und mehrere Gemeindezentren ein zentrales, neues Pfarrzentrum baut, das künftig mitten in der Innenstadt gleich neben der Pfarrkirche die Besucher einladen wird. Auch zahlreiche Umbau- und Umnutzungsprojekte von Kirchen und Gemeindeheimen zeigten, „dass es bei uns nicht um Ab-, sondern um Aufbruch geht“, so Pfeffer.

Fast 40 Prozent der Aufwendungen finanzieren das kirchliche Leben vor Ort

Insgesamt hat das Ruhrbistum 2018 mit Erträgen in Höhe von 269,3 Millionen Euro Aufwendungen in Höhe von 268,8 Millionen Euro finanziert. Knapp 40 Prozent davon sind in die 42 Pfarreien und ihre Gemeinden geflossen. Dort hat dieses Geld zum Beispiel das seelsorgerische Personal und deren Altersversorgung finanziert, den Erhalt von Kirchen und anderen Gebäuden sowie den Betrieb der bistumsweit rund 260 katholischen Kindertagesstätten. Allein für die Kitas hat das Bistum 22,1 Millionen Euro ausgegeben – deutlich mehr als gesetzlich vorgeschrieben, weil der Kindertagesstättenbetrieb grundsätzlich unter einer strukturellen Unterfinanzierung leidet. Auch in die sieben eigenen sowie in zwei von Orden getragene Schulen investierte das Bistum deutlich mehr als vom Gesetzgeber erwartet. Mit einem Aufwand von 6,2 Millionen Euro netto – also die Bistumsaufwendungen abzüglich der Erstattungen durch das Land – zahlt das Bistum nicht nur sechs Prozent wie gesetzlich verlangt, sondern mindestens 14 Prozent der Kosten. Zudem hat das Bistum die Arbeit der Caritas mit 13,4 Millionen Euro unterstützt.

Mehr als die Hälfte der Kirchenmitglieder zahlt keine Kirchensteuer

Einen besonderen Blick haben die Finanzfachleute des Bistums im vergangenen Jahr auf die Haupteinnahmequelle der Diözese geworfen, die Kirchensteuer. Rein statistisch hat jeder der gut 755.000 Katholiken im Ruhrbistum – vom Säugling bis zum Greis – unter dem Strich durchschnittlich 230 Euro Kirchensteuer gezahlt. Tatsächlich entrichtet aber mehr als die Hälfte aller Katholiken im Ruhrbistum gar keine Kirchensteuer. Das hat die jüngste Untersuchung des Forschungszentrums Generationenverträge der Universität Freiburg für das Ruhrbistum unterstrichen. Demnach stammen rund 75 % der Kirchensteuer-Einnahmen von nur 15 % der Mitglieder. Und während die durchschnittliche Kirchensteuerzahlung in der Altersgruppe der 20- bis 35-Jährigen rund 350 Euro pro Jahr beträgt, steuern die beruflich zumeist etablierteren 45- bis 60-Jährigen rund 700 Euro bei. Angesichts dieser Statistik warnt Finanzchef Beckmann vor einer „Klippe“, wenn in wenigen Jahren mit der „Babyboomer“-Generation auch viele Katholiken in Ruhestand gehen. Schon aus diesem demographischen Grund wird die Zahl der Kirchenmitglieder und -steuerzahler in den kommenden zehn bis 15 Jahren spürbar sinken.

HGB-konforme Bilanzen für Bistum, Bischöflicher Stuhl, Domkapitel und Versorgungs-Fonds

Auch in diesem Jahr umfasst der Finanzbericht neben der HGB-konformen Bilanz des Bistums auch die der drei weiteren maßgeblichen Rechtsträger auf Bistumsebene: Bischöflicher Stuhl, Domkapitel und Versorgungs-Fonds, in dem die Pensionsverpflichtungen des Bistums gebündelt sind. Während die Bilanz des Bistums ein Volumen von 352,4 Millionen Euro und die des Versorgungs-Fonds von 217,9 Millionen Euro umfasst, schlagen der Bischöfliche Stuhl mit zwei und das Domkapitel mit 27,2 Millionen Euro zu Buche.

Weitere Informationen zu den Bistums-Finanzen, Grafiken sowie den kompletten aktuellen und frühere Finanzberichte gibt es online auf der Seite finanzen.bistum-essen.de.

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news-18427 Thu, 26 Sep 2019 14:48:59 +0200 Katholische Bischöfe fassen weitreichende Beschlüsse - "Synodaler Weg" wird fortgesetzt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/katholische-bischoefe-fassen-weitreichende-beschluesse-synodaler-weg-wird-fortgesetzt/ Abschluss der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda. Satzungen sind „immer eine mühsame Geschichte“; es gab Gegenstimmen zum Statut des „synodalen Weges“. Die katholische Kirche in Deutschland setzt ihren geplanten „synodalen Weg“ zu innerkirchlichen Reformen fort. Zum Abschluss der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz sagte der Vorsitzende, Kardinal Reinhard Marx, am Donnerstag, dass „alle Bischöfe mitgehen“. Bei einer Abstimmung zuvor hatte es allerdings mehrere Gegenstimmen zu dem Statut geben, das dem „synodalen Weg“ seine inhaltliche und formale Struktur geben soll. „Es gibt keine Stoppschilder aus Rom für den synodalen Weg, und wir werden daher weitergehen“, fügte Marx hinzu. Man werde Rom kontinuierlich informieren. Die Anzahl der Foren werde nicht erweitert.

Gegenstimmen von Woelki und Voderholzer

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hatten zuvor mitgeteilt, sie hätten gegen das Statut des Reformprojekts gestimmt: „Ich konnte der Satzung in dieser Form nicht zustimmen, aber ich will mich dem Gespräch nicht verweigern“, schrieb Woelki auf Twitter. Auch Voderholzer erklärte, er habe mit Nein gestimmt und werde sich nur unter Vorbehalten am „synodalen Weg“ beteiligen.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, begrüßte das Bekenntnis der Bischofskonferenz zu dem Vorgehen. „Der mit überwältigender Mehrheit aller Bischöfe gefasste Beschluss, der in enger Abstimmung mit dem ZdK erarbeiteten Satzung zuzustimmen, ist für den weiteren synodalen Weg eine wichtige Voraussetzung“, sagte er, „er bestätigt uns in unserer Entscheidung, die Einladung der Bischöfe, den synodalen Weg mit uns gemeinsam zu gehen, angenommen zu haben.“

Die Bischöfe hatten im Frühjahr den „synodalen Weg“ bei wenigen Enthaltungen beschlossen. Vier Arbeitsgruppen aus Bischöfen, Theologen und Fachleuten haben danach Thesenpapiere über Sexualmoral, die Lebensform für Priester, die Frage der Macht und die Rolle der Frau erarbeitet.

Nach einem Brief des Papstes vom Juni, der die Kirche in Deutschland zur Einheit mit der Weltkirche gemahnt hatte, war das Vorgehen in die Diskussion gekommen. Um die verschiedenen Positionen der Bischöfe dazu auszutauschen, stellten der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und der münstersche Bischof Felix Genn ihre je unterschiedliche Sicht auf den Papstbrief jetzt in Fulda dar. Anschließend war von einer gewissen Annäherung die Rede. In der Diskussion hätten die Bischöfe übereingestimmt, dass „die Evangelisierung als Zentrum der Sendung der Kirche auch in der Mitte des Synodalen Weges steht“.

Wenn das ZdK zustimmt, startet der „synodale Weg“ im Dezember

Über das Statut muss nun auch das ZdK entscheiden. Falls es zustimmt, kann der „synodale Weg“ im Dezember starten. Marx betonte, Satzungen seien „immer eine mühsame Geschichte“. Wie und mit welchen Personen die vier Foren endgültig besetzt werden, ist derzeit noch unklar. Herr des Verfahrens sei die Vollversammlung des „synodalen Weges“, erklärte Marx.

Im Abschlussdokument der Vollversammlung heißt es: „Ein synodaler Prozess ohne Reformen ist nicht denkbar.“ Verneint wird gleichzeitig „ein deutscher Sonderweg“ bei Fragen, die die ganze Weltkirche betreffen. Allerdings zeigte sich Konferenz bereit, „Diskussionsbeiträge für die Weltkirche zu liefern“.

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news-18425 Thu, 26 Sep 2019 13:46:41 +0200 Katholiken und Protestanten beten unter einem Dach https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/katholiken-und-protestanten-beten-unter-einem-dach/ Seit einem Jahr gibt es im einst rein evangelischen Markushaus in Essen regelmäßig eine katholische Messe. Auch an anderen Orten rücken die Konfessionen räumlich zusammen. Über erste Erfahrungen und mögliche Stolperfallen ökumenischer Glaubens-WGs haben sich Vertreter beider Kirchen jetzt im Markushaus ausgetauscht. Die Weihwasserschale ist mobil. Diakon Thorsten Schrüllkamp hat den Ständer mit der Kupferschale rechtzeitig vor den ersten Besuchern im Kircheneingang aufgestellt – und er wird ihn wieder abbauen, wenn die Messe an diesem Sonntag beendet ist. Am nächsten Wochenende beten hier wieder evangelische Christen, und die können mit Weihwasser meist wenig anfangen. Im Markushaus in Essen-Vogelheim sind Kompromisse gefragt. Seit im vergangenen Oktober die benachbarte Thomas-Morus-Kirche geschlossen wurde, feiert die Gemeinde alle zwei Wochen hier in der einst rein evangelischen Kirche ihre Sonntagsmesse. Mittlerweile wird das Markushaus von der evangelischen und der katholischen Gemeinde im Essener Nordwesten gemeinsam getragen und soll so zu einem echten Ökumenezentrum entwickelt werden. Dass diese evangelisch-katholischen Glaubens-WGs Schule machen sollen, haben sich Kirchenvertreter von Bistümern und Landeskirchen in NRW im „Luther-Jahr“ 2017 versprochen – und jüngst bei einem Gesprächsabend im Markushaus mit Vertretern aus vielen katholischen und evangelischen Gemeinden im Ruhrgebiet erste Erfahrungen und mögliche Stolperfallen beleuchtet.

Alle zwei Wochen Messe in der evangelischen Kirche

Den künftigen Kommunionkinder, die an diesem Sonntag die erste Bankreihe im Markushaus füllen, ist das alles egal. Für sie ist jetzt wichtig, auf welcher Seite im Liederbuch gerade gesungen wird, und wann man in der Messe aufstehen und sich wieder hinsetzen soll. Da sind die fehlenden Kniebänke für den Anfang eher noch eine Hilfe – so wie der insgesamt kleine, fast familiäre Kirchenraum. War St. Thomas Morus eine Kirche mit hunderten Plätzen, wird es hier mit mehr als 60 Besuchern schon kuschelig, außerdem braucht Pastor Peter Kroschewski kein Mikrofon. Er wirkt eher wie ein freundlicher Lehrer, wenn er während der Predigt vor den Kindern und den dahinter sitzenden Erwachsenen mal nach links und mal nach rechts geht. „Das ist wirklich toll hier, alle sitzen eng beieinander und nehmen sich gegenseitig wahr“, sagt Kroschewski. Alle zwei Wochen feiert er hier im Markushaus die Messe, an den anderen Sonntagen zelebriert er in St. Maria Rosenkranz. Die knapp zwei Kilometer südlich in Bergeborbeck gelegene Kirche ist ein stattliches, neugotisches Gotteshaus – und geistliche Heimat für Gemeindemitglieder, denen der Umzug in die evangelische Kirche ohne Kniebänke nicht gefallen hat. Wie Pastor Kroschewski pendeln nicht viele Gläubige jede Woche zwischen den beiden Kirchen, sagen der Priester und Pastoralreferent Gregor Giegel, der die Ökumene in der Pfarrei St. Dionysius betreut. Eher gebe es in der kleinen Gottesdienstgemeinde im Markushaus Christen, die jeden Sonntag kämen – egal ob die katholische Messe oder der evangelische Gottesdienst gefeiert werde. „Immer wenn wir Messe feiern, sind auch ein paar evangelische Christen da“, sagt Pastor Kroschewski. Wie er es dann mit der Kommunion hält? „Das ist die persönliche Entscheidung jedes einzelnen.“

Gesprächsabend „Und wenn wir alle zusammenziehen?“

Die Beobachtungen in Vogelheim decken sich mit den Erfahrungen der Fachleute, wurde jetzt bei dem Gesprächsabend mit dem provokanten Titel „Und wenn wir alle zusammenziehen?“ deutlich. „Ökumenische Akzente beziehen sich oft sehr stark auf das Wohnquartier“, erläutert Volker Meißner, Ökumenereferent des Bistums Essen. „Die Leute möchten in ihrem Lebensraum als Christen gemeinsame Möglichkeiten finden, ihren Glauben zu leben und ihre Gemeindearbeit zu tun.“ Dabei gehe es nicht nur um Gottesdienststandorte, sondern zum Beispiel auch um caritatives Engagement. „Ökumenische Initiativen denken dabei selten von den Strukturen der Kirche her“, beschreibt Meißner eine weitere Erkenntnis des Gesprächsabends. Die Pfarreientwicklungsprozesse auf katholischer Seite oder die Umstrukturierungen in evangelischen Kirchenkreisen seien erst einmal auf die jeweils eigene Konfession bezogen. „Die Leute müssen aktiv aufeinander zugehen, um ökumenisch gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.“ Immerhin betonten Vertreter der Essener Bistumsverwaltung und des Landeskirchenamts der Evangelischen Kirche im Rheinland bei dem Abend, dass im rechtlichen Bereich mit viel Wohlwollen nach Lösungen gesucht werde, um gemeinsame Zentren wie im Markushaus möglich zu machen.

Räume für Gottesdienste – und das „evantholische Kaffetrinken“

Was die Gestaltung gemeinsamer Gottesdiensträume betrifft, zeigen auch andere Gemeinden, dass mit viel Kompromissfähigkeit und gemeinsamem Planen Räume entstehen, in denen sich Christen beider Konfessionen wohlfühlen können: In der katholischen Gemeinde St. Paulus in Essen-Gerschede beten seit zweieinhalb Jahren Christen beider Konfessionen im katholischen Gemeindezentrum – nun planen sie den Bau eines neuen, gemeinsamen Hauses für Gottesdienste, Begegnungen, Chöre & Co – und für das „evantholische Kaffeetrinken“, das sich mittlerweile etabliert hat. Und die evangelische Auferstehungsgemeinde in Hagen-Dahl ist seit dem vergangenen Jahr mit ihrer Verwaltung und ihren Gruppen in einem Standort der katholischen Gemeinde Herz-Jesu zuhause. Parallel renoviert die evangelische Gemeinde die Dorfkirche in Dahl, die nach der Fertigstellung von beiden Konfessionen genutzt werden soll.

Für das Essener Markushaus haben sich die katholische und die evangelische Gemeinde insgesamt zwei Jahre Zeit gegeben, um auszuprobieren, ob die Ökumene-WG gelingen kann. Nach Ende der ersten Halbzeit betont Pastoralreferent Giegel: „Selbst wenn es diese Struktur am Ende nicht sein sollte – das, was hier bereits jetzt an ökumenischem Miteinander gewachsen ist, wollen wir nicht mehr zurückdrehen“.

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news-18423 Thu, 26 Sep 2019 10:55:57 +0200 Streetart am Dom: Bistum Essen verleiht Schutzengel-Flügel https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/streetart-am-dom-bistum-essen-verleiht-schutzengel-fluegel/ Bunte Engelsflügel hängen mitten in der Fußgängerzone der Essener Innenstadt – wer sich genau davor stellt, kann sich selbst Flügel verleihen – und seine Fotos unter dem Hashtag #schutzengel in sozialen Netzwerken posten. Schon von weitem leuchten die bunten Federn der Engelsflügel von der Außenwand der Anbetungskirche am Essener Dom. In der unteren Ecke der schwarzen Stoffwand ein kleiner Schriftzug: #schutzengel. Seit Donnerstag, 26. September, können sich Passanten in der Essener Innenstadt mit den Flügeln fotografieren. Unter dem Hashtag #schutzengel können sie ihre Fotos auch in den sozialen Netzwerken posten.

„In der Sprache der Bibel sind Engel ‚Boten‘ Gottes, die uns behüten und begleiten“, sagt Bernd Wolharn, Priester der Cityseelsorge „grüßgott“, der gemeinsam mit der Stabsabteilung Kommunikation im Bistum Essen die Idee #schutzengel umgesetzt hat. Wolharn regt an, sich selbst zu fragen: „Welcher Engel in menschlicher Gestalt ist mir schon auf meinem Lebensweg begegnet?“ und sich beflügeln zu lassen, auch selbst zum Engel für andere zu werden.

Die Engelsflügel gesprayt hat der Osnabrücker Künstler Mika Springwald - mit einer Schablonentechnik, die als sehr klassische und ursprüngliche Form des Streetart-Sprayens gilt: Die Flügel kommen per Schablone auf die Stoffwand, die Farben im Freestyle. Als er von dem Projekt des Bistums Essen hörte, war der Künstler sofort dabei. „Ich finde es wichtig, Methoden zu finden, die auch Leute ansprechen, die kirchenfern sind, und zu zeigen, dass Kirche auch anders kann“, sagt der 48-Jährige. Die Engelsflügel seien ein Kunstprojekt, das auf verschiedenen Ebenen wirken kann. „Man kann dahintergucken und die Symbolik des Schutzengels für sich deuten, aber es darf auch einfach Spaß machen.“ Dass die Flügel nun mitten in der Stadt hängen, freut ihn besonders: „Hier ist oft alles dunkel und einheitlich, jetzt kommt was Buntes in dieses Grau.“

Angelehnt ist die Aktion an die Streetart-Kunst der Amerikanerin Colette Miller. Mit ihrem „Global Angel Wings Project“ bringt sie seit 2012 bunte Engelsflügel in die Straßen von Los Angeles und anderen Großstädten. Sogar in Kenia, Australien oder Lateinamerika fotografieren sich Menschen mit ihren bunten Flügeln und posten ihre Fotos in den sozialen Netzwerken.

Auch was das Thema Recycling angeht, kann sich die Fotowand in der Essener Innenstadt sehen lassen: Unter den Engelsflügeln verbirgt sich noch ein älteres Kunstwerk von Mika Springwald: Das Logo der Messdienerwallfahrt 2018 in Rom – ein einzelner Engelsflügel.

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news-18422 Thu, 26 Sep 2019 09:59:50 +0200 Kirchen in NRW: Kita-Finanzierung reicht trotz neuem Gesetz nicht https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kirchen-in-nrw-kita-finanzierung-reicht-trotz-neuem-gesetz-nicht/ Bistümer und Landeskirchen fordern Nachbesserungen von der Regierung. Die drei evangelischen Landeskirchen und die fünf Erzbistümer bzw. Bistümer in Nordrhein-Westfalen begrüßen den Vorstoß der Landesregierung, dass nun das Kinderbildungsgesetz weiterentwickelt wird und dass Land und Kommunen erhebliche Finanzmittel zusätzlich ins System der frühen Bildung geben. Bei aller Wertschätzung für gute Ansätze im „Gesetz zur qualitativen Weiterentwicklung der frühen Bildung“ üben die Kirchen aber auch deutliche Kritik an dem Entwurf.

Positive Ansätze, aber viele Probleme

Die Landesregierung wolle die Qualität der frühen Bildung in Nordrhein-Westfalen steigern und deren nachhaltige finanzielle Absicherung erreichen. Das sei an einigen Stellen gelungen, erklären die evangelischen Kirchen und die katholische Kirche. Positiv sei zum Beispiel die geplante Ausbildungspauschale, weil sie bei der Gewinnung von Fachkräften helfe. Auch die an der tatsächlichen Preisentwicklung orientierte Dynamisierung der Kindpauschalen ist aus Sicht von Landeskirchen, Diözesen, der Caritas und der Diakonie gut. Das gelte auch für die vom Land und den Kommunen zusätzlich bereitgestellten Mittel in Höhe von 750 Millionen Euro. Zentrale Probleme im Bereich der frühen Bildung in NRW werden jedoch nicht gelöst. Das unterstreichen die Kirchen im Vorfeld der Anhörung im Gesetzgebungsverfahren, zu der sie am 30. September geladen sind.

Finanzierung ist noch nicht auskömmlich

So ist aus Sicht der konfessionellen Träger von Kindertageseinrichtungen die Auskömmlichkeit der zur Verfügung stehenden KiBiz-Mittel nicht erreicht; soll heißen: Das Geld reicht nicht aus. Eine auskömmliche Finanzierung sowohl der Personal- wie der Sachkosten sei aber eine Bedingung für die Sicherung und Steigerung der Qualität der frühkindlichen Bildung. Von diesem Mangel sind nach Angaben der Kirchen vor allem kleine Einrichtungen auf dem Land betroffen. Diese müssten unbedingt erhalten werden, wenn wohnortnahe Versorgung gesichert bleiben solle. Im Gegensatz zu den Personalkosten wurden im Gesetzentwurf die Sachkosten nicht neu berechnet. Die Berechnungen der Freien Wohlfahrtspflege ergeben eine Finanzierungslücke im Sachkostenbereich in Höhe von 570 Millionen Euro jährlich. Damit reicht das Gesamtfinanzierungsvolumen nicht aus, um sowohl die geplante Personalausstattung als auch die erforderlichen Sachkosten zu finanzieren.

Manche Problemlösung steht noch aus

Dass die freien Träger von mehr als 7000 Einrichtungen in NRW nicht in die Verhandlungen zwischen Land und Kommunalen Spitzenverbänden zu den Eckpunkten des neuen Gesetzes einbezogen wurden, hat  aus deren Sicht erkennbare Folgen im Gesetzentwurf. So würden die  konfessionellen Träger in Summe nicht entlastet, sondern müssten aufgrund der prozentualen Beteiligung am insgesamt wachsenden Finanzvolumen mit in der Summe steigenden Trägeranteilen rechnen. Diese zunehmende Belastung werde für viele konfessionelle Träger nicht mehr zu schultern sein. Die existentielle Abhängigkeit der kirchlichen Träger von freiwilligen kommunalen Zuschüssen ist weiterhin gegeben. Der Gesetzentwurf löse das Finanzierungsproblem der kirchlichen Träger deshalb nicht.

Kirchen befürchten Verschiebungen

Zum anderen, so die Kirchen, ist es bei einer einseitigen Absenkung des kommunalen Trägeranteils geblieben. Sie befürchten, dass diese Entwicklungen sowie die aus kirchlicher Sicht weiterhin bestehende Unterfinanzierung des Gesamtsystems zu einer Veränderung  der Trägerlandschaft zu Ungunsten der freien und kirchlichen Träger führt. Darin sehen die NRW-Kirchen eine Gefährdung des Subsidiaritätsprinzips und des Rechts der Eltern auf freie Wahl der pädagogischen Ausrichtung der Kita für ihre Kinder.

Landeskirchen und Diözesen wollen sich weiter engagieren

Die Landeskirchen und Diözesen engagieren sich seit Jahrzehnten stark und mit Überzeugung in der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung. Dieser gesellschaftlichen Aufgabe wollen sie sich auch in Zukunft zum Wohl der Kinder und der Familien stellen. Dazu müssten aber die Rahmenbedingungen stimmen.

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news-18421 Wed, 25 Sep 2019 15:17:00 +0200 Bischof Overbeck: Schutz des Amazonas liegt in Verantwortung der Weltgemeinschaft https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-schutz-des-amazonas-liegt-in-verantwortung-der-weltgemeinschaft/ „Nichts wird so sein, wie es vorher war“: Viele Themen der Amazonas-Synode spielen auch in der Gesamtkirche eine große Rolle. Vatikan benennt 185 Mitglieder der Synode und über 100 nicht stimmberechtigte weitere Teilnehmende. Knapp zwei Wochen vor Beginn der im Vatikan tagenden Amazonas-Synode sieht der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck den Schutz des Ökosystems Amazonas in der Verantwortung der gesamten Weltgemeinschaft. „Am Amazonas bündeln sich die – für andere Kulturen tödlichen – Folgen unserer Art zu leben und wirtschaften“, sagte Overbeck am Mittwoch, 25. September 2019, während der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda. „Adveniat“-Bischof Overbeck, Vorsitzender der Unterkommission für Lateinamerika der Deutschen Bischofskonferenz, verwies auf den Raubbau an der Natur der Amazonas-Region, die Ausbeutung von Rohstoffen, den Bau von Staudämmen, Wasserkraftwerken sowie gigantischen Weideflächen und Plantagen, die die Lebenswelt der indigenen Völker zerstörten.

Neben einer kirchlichen Positionierung zur Klimadebatte erwartet Overbeck von der vom 6. bis 27. Oktober tagenden Sonderversammlung ebenfalls Lösungen für den gravierenden Priestermangel in der lateinamerikanischen Region. In Europa betrage das Verhältnis der Zahl der Priester zur Anzahl der Katholiken 1 zu 1.617, in Südamerika 1 zu 7.200. In entlegenen Gegenden des Amazonas sei nur ein- oder zweimal im Jahr ein Priester in einer Gemeinde präsent. Overbeck schlug vor, über den Weg des Dispenses von der Ehelosigkeit für verheiratete Männer häufigere sonntägliche Eucharistiefeiern zu ermöglichen, ohne den Zölibat grundsätzlich aufzugeben. „Nichts wird so sein, wie es vorher war“, äußerte der Essener Bischof, da viele der großen Themen der Amazonas-Synode auch in der Gesamtkirche eine Rolle spielten.

Unterdessen hat der Vatikan die Teilnehmerliste der Synode veröffentlicht. Unter dem Leitwort „Amazonien – neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“ versammeln sich 185 stimmberechtigte Synodenväter in Rom. Neben ihnen stehen mehr als 100 weitere, nicht stimmberechtigte Teilnehmer auf der 23 Seiten langen Liste. Aus Deutschland reist Kardinal Reinhard Marx (München und Freising) als Mitglied zur Synode. Als Experten („inviati speciali“) wurden Pater Michael Heinz (Hauptgeschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat), Pirmin Spiegel (Hauptgeschäftsführer Misereor) und Hans-Joachim Schellnhuber (emeritierter Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung) berufen. Auch die aus Duisburg stammende, langjährig in Peru tätige Missionsärztliche Schwester Birgit Weiler nimmt an der Amazonas-Synode teil.

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news-18420 Wed, 25 Sep 2019 10:58:49 +0200 Beim Kampf gegen Missbrauch das Umfeld im Blick behalten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/beim-kampf-gegen-missbrauch-das-umfeld-im-blick-behalten/ „Die Täter-Opfer-Sicht“ greift zu kurz, wenn die Kirche dem Missbrauchsskandal auf den Grund gehen möchte, sagte der Düsseldorfer Pastoralpsychologe Wolfgang Reuter am Dienstagabend im Gespräch mit dem Essener Generalvikar Klaus Pfeffer in der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“. Wenn die katholische Kirche den Missbrauchsskandal überwinden will, genügt es nicht, nur auf Täter und Opfer zu schauen, sagt der Düsseldorfer Pastoralpsychologe Wolfgang Reuter. „Dann muss man auch einen systemischen Blick auf das Milieu richten, das diesen Missbrauch möglich gemacht hat“, betonte der Priester und Psychoanalytiker am Dienstagabend in der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim. Ein Jahr nach der Vorstellung der von der deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Missbrauchsstudie (MHG-Studie) diskutierte Reuter mit dem Essener Generalvikar Klaus Pfeffer über das Umfeld, in dem sexuelle Gewalt in der Kirche stattgefunden hat – und bis heute stattfindet.

Machtmissbrauch in „traumatisierenden Milieus“

Reuter sprach von „traumatisierenden Milieus“, die solche Taten begünstigten. Diese Milieus seien oft von Machtmissbrauch gekennzeichnet – „und von einer großen Toleranz des Umfelds für diesen Machtmissbrauch“. Dabei gehe es um das Nicht-Einhalten „des dynamischen Verhältnisses von Nähe und Distanz“, um das Nicht-Zulassen von Eigenheiten und Andersartigkeiten und schließlich darum, die Tat, „das eigentliche Trauma zu leugnen“. Auch der mangelnde Schutz, den Missbrauchs-Opfer von ihrem Umfeld erfahren – zum Beispiel, wenn ihnen nicht geglaubt wird – ist für Reuter ein Punkt, weshalb „die Täter-Opfer-Sicht zu kurz greift“, wenn die Kirche „den Missbrauchsstrudel überwinden will“, wie der Abend in der „Wolfsburg“ überschrieben war. Reuter warnte vor unzureichenden Präventionsbemühungen, wenn nicht auch das Umfeld möglicher sexueller Übergriffe und Gewalttaten im Blick sei.

Dabei würden sich traumatisierende Milieus nicht grundsätzlich unterscheiden, „egal ob es um Missbrauchsfälle in der Kirche, im Sportverein oder in der Familie geht“, so der Pastoralpsychologe. Allerdings sei der Anspruch an den Umgang miteinander in der Kirche ein anderer – und Missbrauchsfälle würden als besonders starker Widerspruch dagegen wahrgenommen.

Keine „einfachen Antworten“ im Kampf gegen sexuelle Gewalt

Hinweise auf die besonderen Eigenheiten eines katholischen Umfelds hatte bereits die MHG-Studie aufgezeigt und unter anderem auf die herausgehobene Position von Priestern, die katholische Sexualmoral, das Verhältnis von Männern und Frauen und das teilweise drastische Machtgefälle in der Kirche verwiesen. Deshalb sei es „mit einfachen Antworten“ im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch auch nicht getan, betonten Reuter und Pfeffer. Der Generalvikar verwies auf eine neue Studie im Ruhrbistum als eine von zahlreichen Konsequenzen, die das Bistum in den vergangenen Monaten als Konsequenz aus der MHG-Studie gezogen habe. Diese Untersuchung soll den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Vergangenheit des Ruhrbistums aufarbeiten. Dabei gehe es nicht darum, „einfach alle Schuldigen aufzulisten und an einen Pranger zu stellen“, warnte Pfeffer vor „oberflächlichen Erwartungen“. Ziel sei „zu verstehen“, wie auf der Ebene des Bistums, aber eben auch der Gemeinden mit Missbrauchsfällen umgegangen wurde. „Dabei wollen wir die gesamte Komplexität in den Blick nehmen.“

„Nur die Spitze eines Eisbergs von unglaublichem Leid“

Für Pfeffer sind „die Fälle von sexuellem Missbrauch nur die Spitze eines Eisbergs von unglaublichem Leid in der Kirche“. Auch jenseits sexueller Gewalt gebe es in der Kirche Leid, das durch den Missbrauch von Macht entstehe. Beispielhaft verwies er auf das katholische Arbeitsrecht: „Bis vor wenigen Jahren mussten Mitarbeiter katholischer Einrichtungen um ihren Arbeitsplatz fürchten, wenn sie sich in ihrem privaten Umfeld nicht nach den Regeln der Kirche verhalten haben.“

Angesichts der großen Komplexität sei der einzige Ausweg für die Kirche, „dass nun alles auf den Tisch kommt und über alles geredet wird“, waren sich der Generalvikar und der Pastoralpsychologe einig – aus kirchenpolitischen Gründen, wie Pfeffer betonte, aber auch aus psychotherapeutischen, so Reuter. Er verwies auf Sigmund Freuds „talking cure“ („Sprech-Kur“) als psychotherapeutische Heil-Methode und Ausweg gegen Angst und Sprachlosigkeit in der Kirche.

Pfeffer: Keine Alternative zum Synodalen Weg

Für Pfeffer gibt es keine Alternative zu dem von den deutschen Bischöfen eingeschlagenen „Synodalen Weg“, einem Gesprächsprozess zwischen Bischöfen und Laien, der ab dem 1. Advent die Themen Machtfragen in der Kirche, Sexualmoral, priesterliche Lebensform und die Rolle der Frau in den Blick nehmen wird. Angesichts der jüngsten Diskussionen über „Störfeuer“ aus Rom gegen diesen Prozess sieht Pfeffer „die Kirche in einer sehr dramatischen Situation“ und „in der größten Krise seit der Reformation“. Es gebe einen deutlichen Richtungskampf zwischen denen, die die Kirche verändern möchten, und denen, die jede Veränderung scheuten. Für Pfeffer sind indes schon die jetzt begonnen Gespräche und Diskussionen ein Erfolg – „so etwa wäre vor zehn Jahren noch nicht möglich gewesen“.

Vom Publikum erhielt Pfeffer in der „Wolfsburg“ viel Zuspruch für den Weg des Ruhrbistums, aus dem Missbrauchsskandal sehr grundlegende Konsequenzen zu ziehen. Viele Zuhörer äußerten jedoch auch Ungeduld, dass sich die Kirche so langsam verändere. „Diese Unruhe spüre ich auch“, bekannte Pfeffer. Aber es seien „mühsame Auseinandersetzungen“ mit den verschiedenen Positionen in der Kirche, „das geht nicht ohne Geduld“.

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