Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Wed, 03 Mar 2021 00:00:36 +0100 Wed, 03 Mar 2021 00:00:36 +0100 TYPO3 news-19251 Tue, 02 Mar 2021 12:58:11 +0100 Pater Philipp spricht bei der WDR3-Klassikhitparade https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pater-philipp-spricht-bei-der-wdr3-klassikhitparade Duisburger Prämonstratenser spricht ab Mittwoch, 3. März, drei Morgen-Impulse zum Programm „3*33“, bei dem der WDR-Sender drei Tage lang die Lieblings-Stücke seiner Hörer spielt. Die „Klassikhitparade 3 * 33“, bei der der Radiosender WDR3 von Mittwoch, 3., bis Freitag, 5. März, die Lieblings-Stücke seiner Hörer spielt, begleitet der Duisburger Priester Philipp Reichling jeweils mit einem inhaltlich passenden Morgenimpuls. Täglich um 7.50 Uhr meldet sich der Duisburger Prämonstratenser-Pater, spricht über Hitparaden, geistliche und weltliche Musik zwischen Jazz, Klassik und Barock und schlägt manchen Bogen zwischen der hohen Kunst und dem Alltagsleben.

WDR3 ist im Bereich des Bistums Essen über die UKW-Frequenzen 95,1 (Rhein-Ruhr) und 98,1 (Bergisches Land) sowie im Livestream zu empfangen. Nach der Ausstrahlung stehen die Beiträge von Pater Philipp online auf www.kirche-im-wdr.de zum Nachhören und -lesen bereit.

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news-19249 Mon, 01 Mar 2021 13:47:56 +0100 Overbeck betont ökumenische Perspektive des Religionsunterrichts https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-betont-oekumenische-perspektive-des-religionsunterrichts „Missio Canonica“-Verleihung im Essener Dom. Bischof beauftragt 23 junge Lehrerinnen und Lehrer für den Religionsunterricht an Grund-, Gesamt-, Haupt- und Realschulen sowie an Gymnasien und Berufskollegs im Bistum Essen. 23 neue Religionslehrerinnen und -lehrer haben von Bischof Franz-Josef Overbeck im Essener Dom ihre Lehrbeauftragungen erhalten. Overbeck überreichte den jungen Pädagogen ihre „Missio Canonica“-Urkunden am Samstag bei einem feierlichen Gottesdienst mit den Essener Domsingknaben. Coronabedingt konnte nur rund die Hälfte der neu ausgebildeten Lehrkräfte für den katholischen Religionsunterricht im Ruhrbistum an der Feier teilnehmen. Alle anderen erhalten ihre Beauftragungen zu einem späteren Zeitpunkt.

Ökumenische und interreligiöse Weite

In seiner Predigt betonte Bischof Overbeck die ökumenische und interreligiöse Weite der katholischen Lehrbeauftragung und des Religionsunterrichts: Die „Missio Canonica“ sei „ein Auftrag zu einem Lebenszeugnis im Glauben, das ökumenisch vernetzt ist und wachsam für interreligiöse Bezüge bleibt“, sagte der Bischof. Dieses Zeugnis werde daran gemessen „wie sehr Sie den Glauben plausibel darlegen, aber auch persönlich in der Kirche und Welt bezeugen und so glaubwürdig den Religionsunterricht mitten im Raum der Schule als ein ordentliches Lehrfach der Reflexion und vielperspektivischen Motivation für den Alltag verantwortet gestalten“.

Dabei sei der Religionsunterricht als ein Unterricht zu verstehen, „der im weitesten Sinne des Wortes von der Beziehung Gottes mit uns Menschen redet und darum alles umfasst, was ist und seine Mitte findet im Leben mit Gott, der in Jesus ganz menschlich unter uns gelebt hat.“ Der Maßstab des Unterrichts sei „ein zutiefst menschlicher, der Vernunft gegenüber aufgeschlossener und zugleich dem Geheimnis des göttlichen Lebens offener“, so Overbeck.

„Ausgrenzung ist eines der großen Übel unserer Zeit“

Zugleich sei der Religionsunterricht „im besten und im weitesten Sinne des Wortes auf die Ökumene ausgerichtet und im ökumenischen Geist zu verantworten“. So könnten junge Menschen im Religionsunterricht einen begründeten gläubigen Standpunkt einzunehmen lernen und diesen anderen gegenüber auch vertreten. Ausgrenzung sei „eines der großen Übel unserer Zeit“, hob Overbeck hervor und betonte: „Je mehr die Christen in der Einheit wachsen, umso kräftiger wird unser Glaubenszeugnis, umso plausibler unsere Glaubensgründe und so glaubwürdiger unsere Persönlichkeiten.“ 

Die Predigt von Bischof Franz-Josef Overbeck im Wortlaut (pdf)

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news-19248 Mon, 01 Mar 2021 12:29:44 +0100 Podiumsdiskussion: Schafft das Ruhrgebiet den Klimawandel? https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/podiumsdiskussion-schafft-das-ruhrgebiet-den-klimawandel Zusammen mit dem Initiativkreis Ruhr lädt die Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ am Dienstag, 9. März, zu einer digitalen Podiumsdiskussion ein. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck spricht unter anderem mit NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) und Bernhard Osburg, dem Vorstandssprecher von Thyssenkrupp Steel Europe. Ruhrgebiet und Klimawandel – darüber spricht am Dienstag, 9. März, ab 19 Uhr eine prominente Runde auf Einladung der Bistumsakademie „Die Wolfsburg“ und des Initiativkreises Ruhr. Ob und wie dem Revier die Anpassung an extreme Hitze, orkanartige Stürme und andere Extremwetterereignisse mit den damit verbundenen Konsequenzen gelingen kann, diskutiert Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck unter anderem mit NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) und Bernhard Osburg, dem Vorstandssprecher von Thyssenkrupp Steel Europe. Weitere Gesprächspartner sind der Meteorologe Wolfgang Beckröge vom Regionalverband Ruhr und Tobias Clermont von der Bottroper Innovation City. Die Moderation übernimmt Akademiedirektorin Dr. Judith Wolf.

Eine Anmeldung für diese Veranstaltung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Den Online-Link zur Diskussion gibt es am 9. März auf der Homepage der „Wolfsburg“.

Im Vorfeld der Veranstaltung hat der Junge Initiativkreis Ruhr auf Instagram bereits verschiedene Online-Umfragen zum Thema des Abends gestartet. Zudem wird Andreas Künzel, der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Bank im Bistum Essen und Mitglied des Jungen Initiativkreises und der Essener Global Young Faculty, über ein von ihm betreutes Nachhaltigkeitsprojekt berichten.

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news-19247 Sun, 28 Feb 2021 18:16:48 +0100 Bischof Overbeck: „Es tut gut, dass wir beten können“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischofsbesuch-altenheim-st-josef Ruhrbischof feierte am Sonntag im Hattinger Altenheim St. Josef einen Gedenkgottesdienst für die Opfer der Corona-Pandemie. „Es tut gut, dass wir beten können“, sagte Bischof Franz-Josef Overbeck am Sonntag zu Beginn eines Gottesdienstes im Hattinger Altenheim St. Josef. Stellvertretend für alle Bewohner und Pflegekräfte in den Einrichtungen des Ruhrbistums, die in den vergangenen Monaten in besonderer Weise unter den Folgen der Pandemie zu leiden hatten, wollte Overbeck hier mit seinem Besuch ein Zeichen der Erinnerung, der Hoffnung und der Solidarität setzen. Hierfür hatte der Bischof das Hattinger Altenheim ausgewählt, weil sich dort bei einem heftigen Corona-Ausbruch Ende vergangenen Jahres zahlreiche Beschäftigte und Bewohner mit dem Virus infiziert hatten und in der Folge mehr als 20 pflegebedürftige Menschen verstorben waren.

„In dieser Situation tut es gut, Beten zu können und uns Gott anzuvertrauen: Wir wissen zwar, dass der Tod das Ende des menschlichen Lebens ist, dürfen aber im Gebet der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass er gleichzeitig der Durchgang zum Ewigen Leben darstellt“, sagte der Bischof. Overbeck verwies zudem auf das Tagesevangelium der „Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor“ und das Gottvertrauen, mit dem Jesu in den Tod ging und wieder auferstand. „Vielleicht ist dieses Gottvertrauen eine der wichtigen Haltungen in unserem Leben – erst recht, wenn es schwer wird, wenn uns unsere Grenzen beschäftigen und wir nicht mehr weiter wissen. Dann zählen viele Worte nicht mehr – sondern Haltung. Und die Texte der Bibel erzählen uns heute, dass es sich lohnt, die Haltung des Gottvertrauens einzunehmen.“

Dank an das Pflegepersonal

Der Gottesdienst, den die Bewohner, die Pflegekräfte und der Bischof bei herrlichem Sonnenschein im Garten der traditionsreichen Einrichtung feierten, stand nicht nur im Zeichen des Gedenkens an die Corona-Verstorbenen. Bischof Overbeck nahm auch die Angehörigen mit in den Blick, die seit gut einem Jahr ebenfalls unter den Auswirkungen der Pandemie zu leiden hatten. Mehrfach bedankte er sich beim Pflegepersonal, das in den vergangenen Monaten vielfach deutlich über die Belastungsgrenzen hinaus gegangen sei, um den ihnen anvertrauten Menschen beizustehen: „Ich danke Ihnen und den Seelsorgeverantwortlichen für Ihren Dienst, in dem Sie den Kranken und Schwachen in diesen schweren Stunden beistehen und ihnen deutlich machen: Du bist nicht allein!“

Overbeck, der noch vor wenigen Monaten im Rahmen der regelmäßigen Pfarrvisitation in Hattingen gewesen war, fügte hinzu, dass er „damals nicht daran gedacht hätte, nach so kurzer Zeit wieder hier zu sein und diese Gedenkandacht für die Corona-Toten hier mit Ihnen zu begehen“. Die Wortgottesfeier sah er ausdrücklich als seelsorglichen Besuch, um die Mitbewohner und das Pflegepersonal zu stärken.

Mut zusprechen und Freude teilen

Nach dem Gottesdienst stand in einigen persönlichen Gesprächen des Bischofs mit Bewohnern und Pflegekräften die Not bei unvermeidlichen Quarantänemaßnahmen ebenso im Fokus wie die große psychische und physische Belastung, unter der das Personal über Wochen den schwierigen Dienst versah. Overbeck sprach auch hier Mut zu, teilte aber auch die Freude von Betroffenen, die die Infizierung mit dem Covid19-Virus überstanden hatten und nun wieder gesund sind.

Meinolf Roth, Vorstand der Theresia-Albers-Stiftung, zu der auch das Altenheim St. Josef gehört, dankte dem Bischof für seinen Besuch und für seine zuversichtlich stimmenden Worte: „Es hat gut getan, Sie bei uns zu wissen und durch diesen Gedenkgottesdienst Stärkung zu erfahren!“

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news-19242 Sun, 28 Feb 2021 10:00:00 +0100 Bischof Overbeck trauert um Corona-Tote: „Der Tod gehört zum Leben“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-trauert-um-corona-tote-der-tod-gehoert-zum-leben Europäische Bischofskonferenzen riefen zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie auf Verständnis für die Sorgen der Menschen und ihre Sehnsucht danach, gegen das Covid19-Virus die eigene Gesundheit mit einer Impfung zu schützen, äußert der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck anlässlich des europaweiten Erinnerns der katholischen Kirche an die Opfer der Pandemie. Zugleich ruft er ins Bewusstsein, dass es für Menschen in vielen Ländern der Erde keine Zuteilungsgerechtigkeit gebe: „Tausende, die weiterhin darben, sterben und niemanden haben, der sich um sie kümmert, weder zu Hause noch in den Krankenhäusern, Altenheimen, Hospizen und Seniorenzentren.“

Schmerzvoll im Gedächtnis geblieben sind Overbeck die Bilder der mit unzähligen Särgen beladenen Militärlastwagen im italienischen Bergamo, viele Eindrücke aus Deutschland und Todesfälle im eigenen Bekannten- und Freundeskreis. Trotz aller Mühen, Menschen gegen das Virus zu schützen, gelte: „Das Leben ist endlich. Wir alle sind sterblich. Der Tod gehört zum Leben.“ Christen setzten als hoffende Menschen darauf, ihre Toten einst bei Gott wiederzusehen.

Für die diesjährige Fastenzeit hatte der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) dazu aufgerufen, täglich in einem der europäischen Länder an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Nachdem am 17. Februar 2021 in Albanien begonnen wurde, folgt Deutschland der Initiative am 27. Februar 2021.

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news-19246 Fri, 26 Feb 2021 12:50:47 +0100 Malteser sammeln Tablet-Computer für Essener Grundschüler https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/malteser-sammeln-tablet-computer-fuer-essener-grundschueler Ausrangierte Geräte sollen Kinder aus bedürftigen Familien beim „Homeschooling“ unterstützen. Für die meisten Familien ist das Lernen von Zuhause aus eine große Herausforderung. Hinzu kommt, dass sich viele die für das „Homeschooling“ nötige Technik kaum leisten können. Deshalb bitten die Malteser im Bistum Essen nun Unternehmen und Privatpersonen, ausrangierte Geräte zu spenden: Gesucht werden internetfähige Tablets, die im besten Fall auch eine Kamera haben.

Auch wenn die Schulen nun teilweise wieder öffnen, müssen viele Schüler ihre Aufgaben nach wie vor digital erledigen. „Derzeit nutzen die Schülerinnen und Schüler oft die Smartphones der Eltern. Aber natürlich ist das nicht immer möglich“, erläutert Nina Ermlich, Leiterin des Malteser-Projekts „Schule, Migration und Teilhabe“ im Ruhrbistum. Außerdem seien die Bildschirme für diesen Zweck meistens viel zu klein.

Bundesweites Malteser-Projekt unterstützt zwei Essener Grundschulen

In dem Projekt engagieren sich die Malteser insbesondere für zwei Essener Grundschulen in den Stadtteilen Frohnhausen und Altenessen. Essen ist damit einer von bundesweit vier Standorten der Initiative „Schule, Migration und Teilhabe“, deren wichtige Pfeiler gerade die enge Begleitung durch Malteser-Mitarbeitende im Unterricht sowie die Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Schülern sind. „Obwohl der Präsenzunterricht an den Schulen in NRW wieder gestartet ist, sind wir von einem normalen Schulalltag noch weit entfernt. Um die Grundschülerinnen und -schüler auch zu Hause unterstützen zu können, ist es nötig, dass sie über das technische Equipment verfügen“, so Nina Ermlich weiter.

Wer Tablets spenden möchte, kann diese montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr in der Diözesangeschäftsstelle des Malteser Hilfsdienstes an der Altendorfer Str. 97-101 in Essen abgegeben. Auch eine Spende per Post ist möglich. Die Geräte werden anschließend geprüft und an bedürftige Familien weitergegeben, so die Malteser. Fragen zur Spendenaktion und zum Projekt „Schule, Migration und Teilhabe“ beantwortet Nina Ermlich per E-Mail

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news-19245 Fri, 26 Feb 2021 10:00:38 +0100 Cityseelsorge am Dom lädt zum „Evensong“ mit dem Mädchenchor https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/cityseelsorge-am-dom-laedt-zum-evensong-mit-dem-maedchenchor Musikalischer Abendsegen für die Stadt am Freitag, 5. März, um 19 Uhr im Essener Dom. Gemeinsam mit dem Mädchenchor lädt „grüßgott“, die Citypastoral am Essener Dom, am Freitag, 5. März, um 19 Uhr zum nächsten „Evensong“ in den Dom ein. „Musik ist Balsam für die Seele und das gemeinsame Gebet in diesen Zeiten für- und miteinander ist für viele Menschen in diesen Zeiten eine wichtige Kraftquelle“, sagt Cityseelsorger Wolharn, der den musikalischen Abendsegen für die Stadt leitet.

Musikalisch gestalten Sängerinnen des Mädchenchores am Essener Dom unter der Leitung des neuen Domkapellmeisters Steffen Schreyer und Domorganist Sebastian Küchler-Blessing diesen Gottesdienst unter anderem mit Werken von John Rutter wie „For the beauty of the earth“ und „All things bright and beautiful“.

Coronabedingt dürfen sich im Dom aktuell nur 65 Besucher zeitgleich aufhalten. Der Zugang ist durch die – barrierefrei erreichbare – Tür im Kreuzgang möglich. Auch während des Gottesdienstes müssen alle Besucher einen medizinischen Mund-Nase-Schutz (OP- oder FFP2-Maske) tragen.

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news-19244 Thu, 25 Feb 2021 16:44:05 +0100 Bischöfe wollen Mitgliederorientierung der Kirche stärken https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischoefe-wollen-mitgliederorientierung-der-kirche-staerken Frühjahrsvollversammlung endet mit Bekenntnis zu mehr Mitgliederorientierung und einer weiter engagierten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals. Beim Studientag zu Kirchenaustritten war auch die Essener Bistums-Studie „Kirchenaustritt – oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss“ ein Thema. Nach dreitägigen Debatten ist die erste digitale Bischofs-Vollversammlung am Donnerstag zu Ende gegangen. Nach der Wahl von Beate Gilles zur neuen Generalsekretärin der Bischofskonferenz standen Zukunftsfragen im Mittelpunkt, etwa das Aufarbeiten des Missbrauchsskandals, die hohe Zahl der Kirchenaustritte und die künftige Seelsorge angesichts sinkender Zahlen von Priestern und Gläubigen. Überschattet wurde das Treffen von anhaltender Kritik an den Vorgängen im Erzbistum Köln und am dortigen Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki.

Als Vorsitzender der Bischofskonferenz verteidigte der Limburger Bischof Georg Bätzing die Missbrauchs-Aufarbeitung gegen Kritik. In der öffentlichen Wahrnehmung scheine es mitunter, „als ob sich die Kirche überhaupt nicht bewege“, sagte er am Donnerstag zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung. Tatsächlich habe das Thema aber auch auf dem nun beendeten Bischofstreffen hohe Priorität gehabt. Bätzing verwies unter anderem auf Überlegungen, die kirchliche Strafprozessordnung zu ändern, eigene Strafgerichte einzurichten und die Verwaltungsgerichtsbarkeit in der Kirche zu reformieren. Diese Überlegungen seien weit gediehen und müssten nun mit Rom abgestimmt werden.

„Ein skandalöse Bild von Kirche, was wir derzeit abgeben.“

Alle Bischöfe stünden in der Verantwortung; die Aufarbeitung sei noch lange nicht abgeschlossen, fügte Bätzing hinzu. Mit Blick auf die hohen Kirchenaustrittszahlen im Erzbistum Köln als Folge der Kritik an der Aufarbeitung des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki fügte Bätzing hinzu: „Kirchenaustritte nehmen wir wahr als eine Reaktion auf das skandalöse Bild von Kirche, was wir derzeit abgeben.“

Bereits Monate vor der aktuellen Zuspitzung der Situation in Köln hatten sich die Bischöfe für den gestrigen Mittwoch zu einem eigenen Studientag zu den „Erfahrungen mit Kirchenaustritten und Kirchenverbleib“ verabredet. Eine der Gast-Referentinnen dieses Studientags war am Mittwoch Regina Laudage-Kleeberg, Referentin für Organisationsentwicklung im Bistum Essen und Mitherausgeberin der Studie „Kirchenaustritt – oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss“. In dieser Untersuchung hatte sich das Ruhrbistum bereits 2018 mit Konsequenzen aus Kirchenaustritten und einer stärkeren Mitgliederorientierung beschäftigt. Sie habe „sehr nachdenkliche, fragende Bischöfe erlebt“, sagte Laudage-Kleeberg nach einem Workshop mit zehn der insgesamt knapp 70 deutschen Bischöfe. Sie habe versucht, „die Bischöfe zu ermutigen, stärker vom Anderen her zu denken“. Dabei sei es aus ihrer Sicht für die Geistlichen „durchaus souverän, sich als Fragende zu präsentieren“.

Menschen ansprechen, die die Gemeindeseelsorge nicht erreicht

Dass diese Haltung auch zu neuen Wegen des Kircheseins führen kann, hat bereits die Essener Studie angedeutet – und am Mittwoch auch die Bischöfe bewegt: „Unterschiedliche Studien aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Gemeinde- beziehungsweise Territorialseelsorge den weitaus größeren Teil von Katholiken nicht mehr erreicht“, erklärte der Vorsitzende der Pastoralkommission der Bischofskonferenz, der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Die Kirche müsse den Blick weiten auf Menschen, die sich in der klassischen Pfarrgemeinde nicht mehr beheimatet fühlten und doch noch etwas von ihrer Kirche erwarteten.

Es gelte, auch ihre Perspektive einzunehmen und ihre Sprache zu verstehen, sagte der Konferenzvorsitzende Bätzing. „Das wünschen sich vor allem Menschen mit Brüchen in der Biographie, Menschen, die nicht selten auch durch lehramtliche Aussagen oder Ausschlüsse vom kirchlichen Leben sehr verletzt wurden.“

Bischöfe beteiligen sich an Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort brauchten dafür ein Signal der Bischöfe, dass neue Wege, Kreativität und Offenheit möglich seien, ohne gleich zu wissen, was dabei herauskommt. „Dabei ist uns sehr bewusst, dass uns dies nur ökumenisch, mit den Christen der anderen Konfessionen gelingen kann“, betonte Bätzing. Deshalb werde sich die Bischofskonferenz künftig an der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) der Evangelischen Kirche beteiligen. Sie analysiert die Haltung und Auffassungen ihrer Mitglieder seit 1973 in Form von Kirchenmitgliedschaftsuntersuchungen.

Bätzing: „Mehr Vielfalt und Ungleichzeitigkeiten ermöglichen.“

Bätzing betonte, die Bischöfe müssten bereit sein, mehr Vielfalt und Ungleichzeitigkeiten zu ermöglichen und auszuhalten – „auch in den Glaubenswegen, in den Formen von Kirchesein, in der Offenheit der Lebenswege und der Wahrheitssuche von Menschen“. Der Limburger Bischof weiter: „Wir befinden uns in einem epochalen Umbruch von Kirche und Christsein heute. Wir merken, dass die alten Bilder von Seelsorge und auch von Leitung in der Kirche nicht mehr tragen, aber wir haben noch keine neuen Bilder.“

Scharfe Kritik an der Flüchtlingspolitik der EU

Die Bischöfe nahmen auch gesellschaftspolitische Themen in den Blick. Sie kritisierten die EU scharf. In Bosnien-Herzegowina und Griechenland harrten Flüchtlinge unter erbärmlichen Bedingungen in Lagern aus. „Vor unserer Haustür geschieht Menschenverachtendes“, sagte Bätzing. „Die mangelnde Solidarität unter den EU-Mitgliedstaaten und eine bewusste Politik der Abschreckung haben zu dieser Situation entscheidend beigetragen. Damit muss Schluss sein.“

Ablehnende Haltung gegenüber Suizidbeihilfe

Erneut bekräftigte die Konferenz ihre ablehnende Haltung gegenüber jeder Form der Suizidbeihilfe. „Wir können uns nicht damit abfinden, dass dies ein Angebot in unserer Gesellschaft wird“, so der Limburger Bischof. Stattdessen forderte er von der Politik, die Palliativarbeit stärker auszubauen. Auch die Kirche wolle die Begleitung von alten und kranken Menschen in der letzten Lebensphase verbessern, sagte er zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung, die im nächsten Jahr in Vierzehnheiligen im Erzbistum Bamberg stattfinden soll.

Neuer Hauptgeschäftsführer für Adveniat

Bei ihrem Frühjahrstreffen haben die deutschen Bischöfe auch einen neuen Chef für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat gewählt. Der Jesuit Martin Maier wird neuer Hauptgeschäftsführer des in Essen ansässigen Werks. Der promovierte Theologe wird damit Nachfolger von Pater Michael Heinz, der nach fünf Jahren als Leiter von Adveniat nach Lateinamerika zurückkehren wird. Maier hat im mittelamerikanischen El Salvador studiert und als Priester gearbeitet. „Mit P. Dr. Martin Maier steht erneut ein ausgewiesener Lateinamerika-Kenner an der Spitze von Adveniat“, betont Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck. „Ich bin sicher, dass er mit seinem großen Erfahrungsschatz die Arbeit von Adveniat sehr bereichern und wirksam voranbringen kann. Mit P. Dr. Maier und Frau Tanja Himer, die bereits seit dem 15. Februar in der Adveniat-Geschäftsstelle verantwortlich tätig ist, hat unser katholisches Lateinamerika-Hilfswerk eine starke und fachkundige Geschäftsführung.“

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news-19243 Thu, 25 Feb 2021 14:48:20 +0100 Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ diskutiert über Macht in der Kirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistums-akademie-die-wolfsburg-diskutiert-ueber-macht-in-der-kirche „Macht, Partizipation, Gewaltenteilung – was ist in der katholischen Kirche möglich?“ Internationale Online-Tagung mit Bischöfen und Theologie-Professoren zum "Synodalen Weg" am Montag, 1., und Dienstag, 2. März. Bischöfe und Wissenschaftler diskutieren am Montag, 1., und Dienstag, 2. März, auf einer internationalen Tagung der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ über die Macht in der katholischen Kirche. „Macht, Partizipation, Gewaltenteilung – was ist in der katholischen Kirche möglich?“ ist der Titel der Online-Tagung zum bundesweiten Reformprozess „Synodaler Weg“, zu der die „Wolfsburg“ gemeinsam mit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Bochumer Ruhr-Uni und den katholischen Akademien Deutschlands einlädt.

Neben der grundsätzlichen Frage, wie in der Kirche – gerade zwischen Deutschland und dem Vatikan – über Macht gesprochen wird, und den verschiedenen Dimensionen der Partizipation in der Kirche, lenkt die Tagung den Blick auch in die Weltkirche: Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck, der im Synodalen Weg Co-Vorsitzender des Forums „Macht“ ist, diskutiert mit dem irischen Bischof Neol Treanor und dem aus Norddeutschland stammenden Bischof der brasilianischen Amazonas-Diözese Obidos, Johannes Bahlmann. Zudem bietet die Tagung drei Workshops, die sich mit den Beispielen Lateinamerika, Europa und Indien beschäftigen.

Begleitet werden die Online-Diskussionen von FAZ-Redakteur Daniel Deckers, der jeweils am Ende des ersten und des zweiten Tages seine Tagungsbeobachtungen präsentiert.

Die Tagung beginnt am Montag um 11 Uhr und endet am Dienstag gegen 13 Uhr. Eine Teilnahme ist ausschließlich digital nach einer Anmeldung über die Internetseite der "Wolfsburg" oder per E-Mail an (Tagungsnummer A21166) unter Angabe der eigenen Bankdaten (IBAN) möglich. Die Teilnahme kostet 30 Euro (ermäßigt 18 Euro). Nach Einzug der Teilnahmegebühr erhalten die Teilnehmer per E-Mail einen Link zum Videokonferenz-Programm Zoom. 

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news-19241 Tue, 23 Feb 2021 12:40:02 +0100 Bischöfe diskutieren über Kirchenaustritte, Missbrauch und den Synodalen Weg https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischoefe-diskutieren-ueber-kirchenaustritte-missbrauch-und-den-synodalen-weg Vollversammlung trifft sich bis Donnerstag erstmals rein digital. Bischöfe wählen Beate Gilles zur neuen Generalsekretärin der deutschen Bischofskonferenz. Beim Studientag zu Kirchenaustritten berichtet Bistums-Expertin Regina Laudage-Kleeberg über die Essener Studie „Kirchenaustritt – oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss“. Angesichts der Corona-Pandemie treffen sich die katholischen Bischöfe zu ihrer Frühjahrsvollversammlung in dieser Woche erstmals rein digital. Als eine ihrer ersten Entscheidungen wählte die Bischofskonferenz am Dienstag, 23. Februar, Beate Gilles (50) zu ihrer Generalsekretärin sowie zur Geschäftsführerin des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD). Sie tritt am 1. Juli die Nachfolge von Hans Langendörfer an, der Anfang Januar 2021 nach 24 Jahren in den Ruhestand getreten war. Gilles gilt als profunde Theologin, stark in den vielfältigen Strukturen der katholischen Kirche vernetzt und mit besten organisatorischen Fähigkeiten ausgestattet.

Gilles sprach von einer herausfordernden, „aber auch spannenden Phase für die katholische Kirche in Deutschland“. Mit dem Reformdialog des Synodalen Wegs habe etwas Neues begonnen. „Dieser Prozess wird es mir ermöglichen, die differenzierte katholische Landschaft schnell kennenzulernen“, sagte sie. Der aktuelle Stand beim Synodalen Weg zur Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland wird auch Inhalt der Beratungen der Vollversammlungen sein. In diesen Reformprozess sind Bischof Franz-Josef Overbeck und zahlreiche weitere Menschen aus dem Bistum Essen eng eingebunden.

Studientag zu Kirchenaustritten

Im Mittelpunkt der bis Donnerstag dauernden Beratungen steht am Mittwoch ein Studientag zu den Erfahrungen mit Kirchenaustritten und Kirchenverbleib. Bischof Bätzing betonte: „2019 war das Jahr mit den bislang höchsten Zahlen von Kirchenaustritten. Das sind nicht Zahlen, sondern das sind Menschen, die ein Statement geben, dass sie kaum mehr Berührung haben mit der Kirche oder dass sie mit einer Entwicklung der Kirche nicht einverstanden sind“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz. „Was sagen uns diese Zahlen?“, sei die zentrale Frage des Studientags. Eine der Gesprächspartnerinnen der Bischöfe wird dann Regina Laudage-Kleeberg sein, Referentin für Organisationsentwicklung im Bistum Essen. Sie stellt den knapp 70 deutschen Orts- und Weihbischöfen die Ergebnisse der Studie „Kirchenaustritt – oder nicht? Wir Kirche sich verändern muss“ vor, die das Bistum 2018 als Ergebnis eines dreijährigen Zukunftsbild-Projekts veröffentlicht hat. 

Aufarbeitung des Missbrauchsskandals

Ebenfalls Thema der Frühjahrstagung ist die weitere Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche, bei der aktuell der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki besonders in der Diskussion steht. „Ich glaube Kardinal Woelki, dass sein Aufklärungswille wirklich deutlich und klar ist“, sagte Bischof Bätzing am Dienstag. Zugleich äußerte er Verständnis für den Unmut darüber, dass Woelki ein erstes Gutachten zur Aufarbeitung von Missbrauch in dessen Erzbistum bislang nicht veröffentlichte. Er habe mit dem Kardinal mehrfach in dieser Sache gesprochen, aber an dessen Kurs habe sich nichts geändert. Nun stehe die Publikation des zweiten, von Woelki in Aussicht gestellten Gutachtens aus. „Wir werden jetzt warten müssen bis zum 18. März und möglichst keine Vorverurteilungen treffen“, sagte Bätzing.

Allgemein habe die katholische Kirche bei der Aufarbeitung von Missbrauch Fortschritte gemacht, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz. Dabei orientiere man sich an der im vergangenen Jahr getroffenen Vereinbarung mit dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes Wilhelm Rörig. Daran werde man sich messen lassen.

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news-19240 Mon, 22 Feb 2021 12:21:15 +0100 Kreuzwegstationen der Halde Haniel werden aufgearbeitet https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kreuzwegstationen-der-halde-haniel-werden-aufgearbeitet Vandalismus und Witterung haben ihre Spuren hinterlassen. Einzelne Stationen werden vorläufig abgebaut und durch benachbarte Handwerksunternehmen instandgesetzt. Coronabedingt muss der Karfreitags-Kreuzweg in diesem Jahr ausfallen. Die starke Zerstörung durch Vandalismus sowie zusätzlich witterungsbedingte Schäden haben in den vergangenen Monaten erneut dazu geführt, dass einige Stationen des Kreuzweges auf der Halde Haniel komplett instandgesetzt werden müssen. Ein Teil der Stationen wurde bereits kurzfristig abgebaut, weitere Stationen folgen in den nächsten Tagen.

Der Kreuzweg auf der Halde Haniel steht traditionell in enger Verbindung mit dem Steinkohlenbergbau in der Region. Um diese Verbindung zu verdeutlichen, sind die Stationen als symbolische Doppelbockgerüste gestaltet. Auch wurden an allen Stationen ehemalige aus dem Bergbau stammende Geräte wie bspw. ein mit Kohle gefüllter Tonnenwagen oder ein Bogenausbau ergänzt. Trotz regelmäßiger Begehungen durch den Verein „Karfreitagskreuzweg auf der Halde e. V.“ konnte dem wiederkehrenden Vandalismus kein Einhalt geboten werden. Mehrere der aus Holz gefertigten und mit Reliefplatten aus Kupfer versehenen Doppelbockgerüste wurden mutwillig abgebrochen und Bergbaugeräte erneut mit Farbe besprüht.

Verein verurteilt die wiederkehrende mutwillige Beschädigung

Um die Stationen bis zum Frühjahr und insbesondere für Karfreitag wiederherzustellen, werden die abgebauten Stationen nun von Handwerksbetrieben aus dem direkten Umfeld der Halde Haniel instandgesetzt. Die erforderlichen Strahl- und Lackierarbeiten an den Bergbaugeräten werden, bei besserer Witterung, im Frühjahr vor Ort durchgeführt. Der Verein sieht es als seine Verpflichtung an, sich neben der Organisation des Kreuzweges an Karfreitag auch um die Beseitigung der entstandenen Schäden zu kümmern, bedauert und verurteilt jedoch die wiederkehrende mutwillige Beschädigung der Kunstwerke sehr.

Unterstützung durch die RAG-Stiftung

Hauptförderer des Vereins „Karfreitag auf der Halde e. V.“ ist seit 2019 die RAG-Stiftung. Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung, betont: „Die RAG-Stiftung leistet über ihre verschiedenen Förderaktivitäten auch einen zentralen Beitrag für die Erinnerungskultur des Bergbaus. Die Förderung des Vereins „Karfreitag auf der Halde e. V.“ ist uns aus guter Tradition heraus daher ein besonderes Anliegen und wir danken den Verantwortlichen dafür, dass sie so engagiert am Erhalt und der Pflege des Kreuzwegs arbeiten.“ Für die Stiftung, aber auch für das Bistum Essen und die KAB Essen ist der Kreuzweg ein wichtiger Bestandteil der Bergbaukultur der Region, der auch in Zukunft erhalten werden soll.

Arbeit an virtuellem Karfreitags-Kreuzweg

Eine Begehung des Kreuzweges an Karfreitag wird es aufgrund der aktuellen Corona-Krise in diesem Jahr nicht geben können. Stattdessen arbeitet der Verein zurzeit intensiv daran, eine virtuelle Begehung des Kreuzweges möglich zu machen. Nähere Informationen wird der Verein rechtzeitig bekannt geben.

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news-19239 Sun, 21 Feb 2021 12:25:51 +0100 „Thesenanschlag“ von Maria 2.0 am Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/thesenanschlag-von-maria-20-am-essener-dom „Die Forderungen von Maria 2.0 kommen aus der Mitte unserer Kirche“, sagt der Essener Generalvikar. Als ein „Zeichen von großer Wucht“ bezeichnet der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer den bundesweiten „Thesenanschlag“ der katholischen Reform-Initiative Maria 2.0 an zahlreichen Dom- und Kirchentüren. Am Sonntag, 21. Februar, haben die Akteurinnen ihre Forderungen auch an die Tore des Essener Doms geheftet. „Die Thesen der Frauen von Maria 2.0 machen in ihrer Schärfe unmissverständlich klar, wie sehr sich die Konfliktlage in unserer Kirche inzwischen zugespitzt hat“, sagt Pfeffer, „dieser Protest muss sehr ernst genommen werden, weil er aus der Mitte unserer Kirche kommt und einer breiten Mehrheit der Gläubigen aus dem Herzen spricht.“ 

Am Wochenende vor der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischöfe fordern die Mitglieder von Maria 2.0 den Zugang aller Katholiken zu den Ämtern der Kirche, einen entschiedeneren Umgang mit sexualisierter Gewalt, Respekt vor einer selbstbestimmten und achtsamen Sexualität sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats. An verschiedenen weiteren Pfarrkirchen des Ruhrbistums in Essen, Gladbeck, Bochum-Wattenscheid und Kierspe wurden die Forderungen der Initiative ebenfalls angeschlagen. Außerdem veröffentlichten die Akteurinnen ihre Thesen online in lateinischer Sprache.

Das Bistum Essen setzt sich seit einigen Jahren offensiv damit auseinander, wie die Kirche erneuert werden kann. Pfeffers Eindruck: „Das reicht aber nicht mehr aus. Eine immer größer werdende Zahl von katholischen Gläubigen in Deutschland – selbst die treuesten der Treuen – ist nicht mehr bereit, unsere Kirche zu unterstützen, wenn es keine sehr grundsätzlichen Veränderungen gibt, die die Ursachen vieler trauriger Leidensgeschichten beseitigen.“

Die Reformbemühungen im Ruhrbistum griffen die Themen auf, die Maria 2.0 in ihren Thesen benennen, so Pfeffer. Der Essener Generalvikar appelliert aber auch dafür, „in dieser schwierigen Phase unserer Kirche auch bei unterschiedlichen Auffassungen respektvoll miteinander umzugehen. Uns alle verbindet ein gemeinsamer Glaube, der uns trägt und miteinander verbindet.“

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news-19235 Thu, 18 Feb 2021 15:33:11 +0100 Gemeinden stärken oder Pfarrei vernetzen? https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gemeinden-staerken-oder-pfarrei-vernetzen Die Analyse des Zentrums für angewandte Pastoralforschung der Ruhr-Universität wurde in einer digitalen Konferenz vorgestellt und diskutiert. Ob Pfarreien ihren Beitrag zu einem modernen Christsein im Bistum Essen leisten, hängt wesentlich von den jeweiligen Pfarrern und anderen Führungskräften ab. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Zentrums für angewandte Pastoralforschung (zap) der Ruhr-Universität Bochum. Im Pfarreientwicklungsprozess (PEP) des Bistums hätten die Akteure vor Ort die Zukunftsgestalt ihrer Pfarrei aufgrund persönlicher Erfahrungen und in der Regel nicht auf einer organisationstheoretischen Grundlage entworfen. Den Eigenwert der Pfarrei zu profilieren und zugleich den Bezug zum Zukunftsbild des Bistums Essen zu wahren, erfordere jedoch hohe Führungs- und Organisations-Qualitäten, sagte Björn Szymanowski, wissenschaftlicher Mitarbeiter am zap. In der dritten digitalen Diskussionsrunde „zap: zoom“ stellte Szymanowski seine Auswertung der 42 Voten des Pfarreientwicklungsprozesses im Bistum Essen über 100 Zuhörern vor und sprach mit Experten des Ruhrbistums über die Umsetzung des Prozesses vor Ort in den Gemeinden.

Pfarrei-Pläne sind oft wenig visionär

Der Auftrag von Bischof Franz-Josef Overbeck an die 42 Pfarreien im Bistum Essen lautete, eine Vision für das Jahr 2030 zu entwickeln und sich dabei eng an der Vision der Diözese auszurichten, die ihren Ausdruck im 2013 formulierten Zukunftsbild findet. 2018 lagen die Pastoralkonzepte aller Pfarreien vor, und Szymanowski übernahm die Aufgabe, sie fachlich zu bewerten. Sein Urteil: Die große Mehrheit der Pfarreien habe das Zukunftsbild des Bistums nicht oder nur zum geringen Teil umgesetzt: „Es gibt nur wenige kraftvolle Visionen in den Voten – und wo doch, nehmen sie keinen Bezug zum Zukunftsbild.“ Es sei allerdings typisch für diözesane Prozesse, dass sie oft eine Theorie vorgäben, während die Pfarreien sich auf konkrete Angebote konzentrierten. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Voten der einzelnen Pfarreien liegt nach Szymanowskis Eindruck darin, ob eine Pfarrei versuche, entsprechend der bisherigen Kirchenstruktur die zugehörigen Gemeinden zu stärken, um flächendeckend in Wohnortnähe vertreten zu bleiben, oder ob die Pfarrei sich als Netzwerk mit pastoralen Schwerpunkten verstehe.

Den Ehrenamtlichen wird viel abverlangt

Eine grundlegende Frage zu dem hohen Aufwand, mit dem das Bistum Essen sich umstrukturiert, warf Ludger Schollas auf, Leiter der Arbeitsstelle Pfarreientwicklung im Generalvikariat: „Wieviel Energie bleibt in den Gemeinden noch für das Neue? Wir verlangen den Ehrenamtlichen beides gleichzeitig ab: den Rückbau zu organisieren und Neues zu entwickeln.“ Seine Kollegin Sabine Köther, Referentin für diakonische Pastoral und Pfarreibegleitung, gab zu bedenken, dass man vor Ort versuche, die Pfarrei mit Menschen zu verändern, die die Kirche gut finden, wie sie ist: „Die Leute, die einen anderen Fokus haben, haben wir in den Pfarreien schon verloren.“

Der Duisburger Pastoralreferent Markus Borzymski, der in der Pfarrei Liebfrauen die Umsetzung des PEP-Votums mit verantwortet, stellte die Frage nach der Relevanz der Voten, bei deren Abfassung noch nicht alle Fakten auf dem Tisch lagen: „Ist das Votum verbindlich, oder ist es eine Leitplanke, an der man sich entlang hangelt?“

Die Gesprächsrunde ist auf youtube abrufbar. Die nächste „zap:zoom“-Konferenz beschäftigt sich am 24. März um 16 Uhr mit digitaler Glaubenskommunikation.

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news-19234 Thu, 18 Feb 2021 12:11:00 +0100 Namen und Daten | 18.02.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-18022021 Josef Menden
Nach schwerer Krankheit verstarb am 13. Februar 2021 Josef Menden im Alter von 64 Jahren.

Nach seinem Studium und einer Tätigkeit bei der Presse und in der Ausbildung der Landespolizei war er seit 1989 im Schuldienst des Bistums Essen am Abtei-Gymnasium Duisburg-Hamborn.

Sein großes Wissen, seine offene und stets klare Art zu kommunizieren, vor allem aber sein stets waches und zugewandtes Interesse an allen ihm begegnenden Menschen und sein nie enden wollender Einsatz für die ihm anvertrauten Schülerinnen und Schüler sicherten ihm schnell einen besonderen Platz in der Schulgemeinschaft. Er übernahm stets die schwierigsten Aufgaben.

Lange Jahre war er in Lehrerrat und Schulkonferenz tätig. Als Mittelstufenkoordinator und zeitweise als kommissarischer Stellvertreter des Schulleiters war er aktives Mitglied der erweiterten Schulleitung und prägte in dieser Funktion die Entwicklung der Schule über mehr als fünfundzwanzig Jahre mit. Stets hatte er die Interessen der unterschiedlichsten Akteure im Blick, vertrat aber Positionen, die ihm wichtig wurden, mit voller Überzeugung mit. Seine Herzlichkeit, die große Freude an seiner Tätigkeit als Lehrer und sein Humor prägten das Miteinander am Abteigymnasium.

Nach schwerer Krankheit, die ihn länger als ein Jahr von uns fernhielt, verstarb er am 13. Februar 2021 im Alter von nur 64 Jahren. Er wird uns sehr fehlen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen zahlreichen Freunden, die in besonderer Weise um ihn trauern. In welcher Form die Schulgemeinschaft von ihm Abschied nehmen kann, bleibt unter den aktuellen Bedingungen abzuwarten.

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news-19233 Wed, 17 Feb 2021 12:11:34 +0100 Namen und Daten | 17.02.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-17022021 Dr. Hans-Gerd Geschwinder Dr. Hans-Gerd Geschwinder, ist am Donnerstag, 11. Februar 2021 im Alter von 76 Jahren verstorben.

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen ordnungsbehördlichen Bestimmungen kann die Beisetzung von Pastor Dr. Hans-Gerd Geschwinder nur im engsten Kreis stattfinden. Seine letzte Ruhestätte findet er auf der Priestergruft des Alten  Laurentiusfriedhofs in Essen-Steele. Die Familie von Hans-Gerd Geschwinder und die Pfarrei St. Laurentius gedenken des Verstorbenen im Gottesdienst am Samstag, 20. März 2021 um 11.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius, Paßstraße / Laurentiusweg in 45276 Essen. Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung vorher im Pfarrbüro St. Laurentius unter der Tel.-Nr. 0201 / 5147403 erforderlich.

Der Verstorbene, der in Essen-Bergerhausen gewohnt hat, wurde am 27. Januar 1945 in Herzhausen geboren und am 24. Juni 1971 in Gelsenkirchen zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe war Hans-Gerd Geschwinder zunächst als Kaplan in der Pfarrei St. Nikolaus in Essen-Stoppenberg eingesetzt und ab Februar 1976 in der Pfarrei St. Suitbert in Essen-Überruhr-Holthausen. Während der zweiten Kaplanstelle nahm er zusätzlich ein Studium der Pädagogik für das Lehramt an Gymnasien auf.

Vom 1. September 1979 an unterrichtete Hans-Gerd Geschwinder am Städt. Carl-Humann-Gymnasium in Essen-Steele die Fächer Pädagogik und Religion, zunächst als Studienrat, später als Oberstudienrat und Gymnasialpfarrer. In Weiterführung seiner Studien nahm er in der Folge ein Aufbaustudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn auf, das er im Dezember 1984 mit der Promotion zum Dr. phil. abschloss.

Seit 1980 war Dr. Geschwinder als Subsidiar in der Pfarrei St. Laurentius in Essen-Steele ernannt und ab 2002 zusätzlich in den Pfarreien St. Eligius in Essen-Steele und St. Marien in Essen-Steele-Rott. Mit der Neuerrichtung der Pfarrei St. Laurentius im März 2004 erfolgte seine Ernennung als Subsidiar an der Pfarrei St. Laurentius.

Im Jahr 2011 trat Hans-Gerd Geschwinder in den Ruhestand und unterstützte weiterhin die Pfarrei St. Laurentius als Pastor im besonderen Dienst.

Dr. Geschwinder hat über viele Jahrzehnte als Priester und Seelsorger und als überzeugter Pädagoge die frohe Botschaft Jesu verkündet und Generationen von Schülerinnen und Schülern geprägt. Mit seinen kreativen und anschaulichen Predigten verstand er es, viele Menschen anzusprechen und zu berühren.

Mit der von ihm initiierten „Dr. Hans-Gerd Geschwinder-Stiftung für Jugend und Familie“ war er Ansprechperson für bedürftige Menschen und leistete auf diese Weise tatkräftige Hilfe.

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news-19232 Wed, 17 Feb 2021 10:10:50 +0100 „Wir brauchen Initiativen gegen Einsamkeit und Isolation“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wir-brauchen-initiativen-gegen-einsamkeit-und-isolation In einer aktuellen Stellungnahme ruft der Rat für Wirtschaft und Soziales des Bischofs von Essen an Aschermittwoch zu mehr Solidarität in der Gesellschaft auf – während der Corona-Krise, aber auch für die Zeit nach der Pandemie. Im Interview erläutert der Sprecher des Rates, Peter Güllmann, Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen, die zentralen Aspekte. Mit der Forderung nach mehr Solidarität in der Gesellschaft meldet sich am Aschermittwoch der Rat für Wirtschaft und Soziales des Bischofs von Essen in einer „Stellungnahme zu den ökonomischen und sozialen Herausforderungen während und nach der Corona-Krise“ zu Wort. Gut ein Jahr nach Beginn der Pandemie analysieren die Wirtschafts-Fachleute in dem Beratergremium des Ruhrbischofs die zentralen Folgen der Krise und fordern vor allem für die besonders akut betroffenen Bevölkerungsgruppen sofortige Hilfen – und Perspektiven für die Zeit nach der Pandemie.

Im Interview geht Peter Güllmann, Sprecher des Rates für Wirtschaft und Soziales und Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen, auf zentrale Aspekte der Stellungnahme ein:

„Soziale Nähe in Zeiten des Abstandes“ ist der Titel der aktuellen Stellungnahme des Rates für Wirtschaft und Soziales im Bistum Essen. Was zeichnet für Sie diese Form der Nähe aus?

Peter Güllmann: Dieser Titel bringt die Herausforderung in diesen Tagen auf den Punkt: Wir brauchen jetzt eine große Anstrengung, damit soziale Beziehungen nicht durch Abstandsregeln zerstört werden. Und wir brauchen Initiativen gegen Einsamkeit und Isolation – den achtsamen Blick auf den Nächsten. Mir macht zurzeit große Sorge, dass die politische und virologische Perspektive oft einseitig das Abstandsgebot betont und soziale Folgen dieser Distanzierung aus dem Blick zu geraten drohen.

Was ist Ihre größte Sorge, wenn Sie auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie schauen?

Güllmann: Meine größte Sorge sind die Perspektiven der jungen Generation. Es ist in den letzten Monaten versäumt worden, die Schulen ausreichend auf Distanzunterreicht vorzubereiten. Wir erleben jetzt, dass ein tragendes Konzept fehlt. Darüber hinaus wird die physische Distanzierung, die oftmals auch eine soziale ist, deutliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Gemeinschaftssinns haben. Die zweite große Sorge gilt den Soloselbständigen und der Kreativwirtschaft, die gerade im Ruhrgebiet besonders stark ist, und den Unternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Krise vielleicht nicht überstehen. Das Mindeste hierbei ist doch, dass die angekündigten Hilfen auch ankommen. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt! Schaffen wir das nicht, geht viel mehr kaputt als nur ein einzelnes Unternehmen.

Ihre Stellungnahme ist ein dezidierter Aufruf zu mehr Solidarität in der Krise – und für die Zeit danach. Wo sehen Sie die Solidarität besonders in Gefahr?

Güllmann: Mit dem Zurückdrängen der Pandemie sind die entstandenen Schäden ja nicht beseitigt. Vielmehr bedarf es einer starken solidarischen Bewegung, die die Zerstörungen und Verwüstungen im sozialen und im wirtschaftlichen Bereich auffängt. Im ökonomischen Sinn bedeutet dies, dass sich die Starken mehr beteiligen müssen als diejenigen, die wenig haben. Und im sozialen Bereich wird es darauf ankommen, Beziehungen zu reparieren und auszubauen. Als Gesellschaft müssen wir gemeinsam die Solidarität mit den Schwachen in den Mittelpunkt stellen. Es wird übrigens auch zukünftig die große Aufgabe der Kirchen sein, hierzu das Bewusstsein zu schärfen und Angebote zu formulieren.

Wie können die Mitmenschen, aber auch die großen gesellschaftlichen Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem noch stärkeren solidarischen Handeln motiviert werden?

Güllmann: Viele Menschen haben sich in der Krise in bewundernswerter Weise engagiert. Dieses Engagement aufrechtzuerhalten und Menschen weiter zu mobilisieren, sich für eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft einzusetzen, das muss unser Ziel sein. Dies gilt im Großen wie auch im Kleinen und daher muss jeder Einzelne, jede Institution oder Vereinigung und jedes Unternehmen seine Grundsätze dahingehend überprüfen. Allein mit Appellen wird es in der Größenordnung, die wir zu bewältigen haben, aber nicht gehen. Also gilt es, über politische Programme nachzudenken, die – gegebenenfalls mit Solidarabgaben – zu einer gerechteren Verteilung und zur Rettung ganzer Branchen führen oder mit Förderprogrammen neue Unternehmensmodelle fördern.

Die Stellungnahme "Soziale Nähe in Zeiten des Abstandes" im Wortlaut

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news-19230 Tue, 16 Feb 2021 15:04:06 +0100 SinnSucherSalon digital: Gemeinsam Essen und Musik genießen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sinnsuchersalon-digital-gemeinsam-essen-und-musik-geniessen Die Gesprächsreihe findet diesmal nicht im Restaurant, sondern in den eigenen vier Wänden statt. „Vem kann segla förutan vind“ – „Wer kann segeln ohne Wind“: Mit dieser Liedzeile ist der nächste SinnSucherSalon überschrieben, in dem es darum geht, auch ohne Feiern, ohne Konzerte, ohne Restaurantbesuche und ohne Reisen einen schönen gemeinsamen Abend zu verbringen. Die Gesprächsreihe, die normalerweise bei einem leckeren Essen im Restaurant stattfindet, wird am Montag, 22. Februar 2021, ab 19 Uhr ins Internet verlegt. Musikalisch begleiten den Abend Ina Gölzenleuchter und Stephan Struck vom www.kallared-ensemble.de.

Ein vegetarisches Drei-Gänge-Menü wird vom Church-Restaurant auf Vorbestellung innerhalb der Stadt Essen nach Hause geliefert und muss nur noch aufgewärmt werden. Das Essen kostet pro Person 15 Euro, mit wiederverwendbarem Behälter 16,50 Euro, die Lieferung ist frei Haus. Bis Sonntagabend kann man sich anmelden: Dabei sollte man die Anzahl der Menüs (für 15 oder 16,50 Euro) angeben, die Anschrift sowie das gewünschte Zeitfenster der Menü-Lieferung am Montag zwischen 11 und 19 Uhr. Der Zoom-Link für das Online-Treffen wird am Montag per Mail verschickt.

Der virtuelle SinnSucherSalon ist eine gemeinsame Veranstaltung von „grüßgott – Citypastoral am Essener Dom“ und der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung. „Wir wollen mit diesem Abend nicht nur das Church Restaurant unterstützen, sondern auch auf die schwierige Situation vieler Kulturschaffender in dieser Pandemie aufmerksam machen“, sagt Cityseelsorger Bernd Wolharn.

Anmeldungen und Rückfragen bei: Werner Damm: 0201/8132-227, werner.damm@kefb.info oder Bernd Wolharn: gruessgott@bistum-essen.de.

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news-19229 Tue, 16 Feb 2021 12:54:58 +0100 Aschekreuz „to go“ vor dem Essener Dom https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/aschekreuz-to-go-vor-dem-essener-dom Das Aschekreuz wird in diesem Jahr schweigend auf das Haupt gestreut. Am Aschermittwoch wird in der Fußgängerzone vor dem Essener Dom wieder das Aschekreuz ausgeteilt. Zum Abschluss der Karnevalszeit und zu Beginn der 40-tägigen Fastenzeit spendet Cityseelsorger Bernd Wolharn „Ashes to go“. Zunächst gibt es um 12 Uhr ein kurzes Mittagsgebet im Dom. Anschließend kann bis 14 Uhr draußen auf der Kettwiger Straße das Aschekreuz empfangen werden.

Das Aschekreuz ist ein Symbol für die Vergänglichkeit des Menschen, steht aber auch für Buße und Neubeginn. In der Regel zeichnet der Priester im Gottesdienst den Menschen das Kreuz auf die Stirn und spricht dabei: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ oder „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“. Um die derzeit geltenden Kontaktregeln einzuhalten, sind in diesem Jahr während des Rituals Schutzmasken zu tragen. Wolharn wird den Menschen schweigend die Asche in Kreuzform auf das Haupt streuen und einen kleinen Impuls dazu in gedruckter Form mitgeben.

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news-19228 Fri, 12 Feb 2021 13:40:30 +0100 Generalvikar Pfeffer über die Zukunft kirchlicher Führungskräfte https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/generalvikar-pfeffer-ueber-die-zukunft-kirchlicher-fuehrungskraefte Die Organisationen der katholischen Kirche für die Gemeinschaft führen, mit Blick auf das Umfeld immer flexibel, kritikfähig und offen bleiben und Frauen stärker in Führungsrollen bringen: Bei einer Tagung katholischer Akademien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sprach Generalvikar Klaus Pfeffer über Anforderungen an kirchliche Führungskräfte. Über die Anforderungen an kirchliche Führungskräfte sprach Generalvikar Klaus Pfeffer bei der Online-Tagung „Gestaltwandel des Priesterlichen. Verortung des Leitungsdienstes in einer sich wandelnden Kirche“, die im Kontext des Synodalen Wegs am 11. und 12. Februar stattfand. Pfeffer stellte in seinem Vortrag vor allem die Fähigkeiten von Führungskräften in den Fokus.

Mit Blick auf seine eigene berufliche Biografie bemängelte er gravierende Defizite in der offiziellen kirchlichen Ausbildung von Priestern. Obwohl er von Beginn an seines priesterlichen Dienstes Leitungsaufgaben wahrzunehmen hatte, waren Leitungs- und Führungsfragen in der Ausbildung „kaum ein Thema“. Auch heute sieht er hier ein großes Problem: „Ich fürchte, dass wir auch heute noch in der Kirche Menschen Führungsaufgaben übertragen, ohne ihnen das nötige praktische und theoretische Wissen dazu vermittelt zu haben“, so Pfeffer. Dieses Defizit gelte in besonderer Weise auch für Diakone, Priester und Bischöfe, die aufgrund ihrer Weihe eine Führungsaufgabe wahrnehmen. „Es mangelt an der Einsicht, dass Führung und Steuerung von Organisationen Kompetenzen und Fähigkeiten voraussetzen, die erlernt werden müssen“, so Pfeffer. Es reiche nicht aus, auf theologische Kompetenzen und lehramtliche Zuschreibungen des Weiheamtes zu verweisen, wenn es um ganz konkrete Fähigkeiten gehe, ohne die Organisationen nicht geleitet werden könnten.    

Zwischen geistlicher Größe und menschlicher Organisation

 „Natürlich ist Kirche aus theologisch-spiritueller Perspektive eine geistliche Größe, insofern sie auf religiösen Quellen beruht und auf transzendente, göttliche Impulse vertraut. Aber Kirche ist und bleibt zugleich eine menschliche Organisation, die all den Mustern und Regeln unterliegt, die überall wirken und gelten, wo Menschen sich organisieren.“ Dieses Paradox zwischen geistlicher Größe und menschlicher Organisation verlange Kenntnisse und Fähigkeiten aus der Organisations- und Management-Wissenschaft, die mit einer theologisch-spirituellen Kompetenz verbunden sein muss: „Wer nicht über einen Grundbestand theologischer und spiritueller Kenntnisse verfügt, wird die Besonderheit kirchlicher Organisation nicht verstehen können – und auch kaum in der Lage sein, für den jeweiligen Verantwortungsbereich an einem spezifisch christlich-kirchlichen Profil zu arbeiten.“

Für Pfeffer ist klar: Nicht die Interessen und Leistungen einzelner Personen oder einzelner Gruppen dürfen im Vordergrund stehen, sondern gemeinsame Haltungen, Überzeugungen und Ziele, die der jeweiligen Organisation und der Kirche als Ganze dienen. Führungskompetenz in permanent unsicheren und veränderlichen Zeiten hat viel mit strategischer Kompetenz zu tun, ist der Essener Generalvikar überzeugt: „Die Leitungsebene ist für eine  Strategie verantwortlich, die die Existenz einer Organisation inhaltlich begründet und dauerhaft sichert.“ Das bedeute aber keineswegs, dass in der Kirche nach dem Bild des „hierarchischen Helden“ einzelne Amtsträger ihre Organisation wie ein Dirigent beherrschen könnten, vielmehr gelte es, kommunikativ und partizipativ einen zielgerichteten Weg zu suchen.

Lebenslang ein lernender Mensch sein

Auf Basis der vor einigen Jahren im Bistum Essen entwickelten Führungsprinzipien präsentierte Klaus Pfeffer für Führungskräfte wichtige Anforderungen, um die Kirche als Organisation auch in Zukunft sicher leiten zu können. „Wer Menschen und Organisationen führen will, muss sich selbst führen können und benötigt dafür die Bereitschaft und Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren“, sagte Pfeffer. „Noch nicht alles zu wissen und zu können, sondern auch in einer Führungsposition lebenslang ein lernender Mensch zu sein, nicht fertig zu sein, Kritik an sich heranzulassen.“ Führungskräfte benötigten außerdem eine gewisse Demut, die mit der Haltung verbunden sein müsse, eine Organisation letztlich nicht nach eigenem Gutdünken lenken zu können, sondern ihr zu dienen und dabei zu helfen, ihren Erhalt sicherzustellen.

Diese Verantwortung auch übernehmen zu wollen sei ein wichtiger Baustein. Laut Pfeffer muss eine Führungskraft vorausschauend und eigenständig erkennen, was sie zu tun, zu entwickeln und voranzutreiben hat. Führungskraft zu sein, bedeute nicht, eine besondere Wertschätzung oder Aufwertung der eigenen Person zu erhalten, sondern eine anspruchsvolle, dienende Funktion für die Organisation wahrzunehmen: „Man muss sich seiner verantwortungsvollen Rolle bewusst sein, in der man mehr und größere Verantwortung wahrzunehmen hat – und auch ein Gegenüber für Mitarbeitende ist und nicht einfach Kollege oder Kollegin.“ Außerdem sei es wichtig, einen Blick für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben, ihre Fähigkeiten frühzeitig zu erkennen und zu fördern.

Führung setzt für den Essener Generalvikar auch die Fähigkeit voraus, mehrperspektivisch denken zu können und zu wissen, dass Veränderungen im Umfeld der Kirche auch zu Veränderungen in der Kirche führen müssen.  „Wer meint, eine kirchliche Organisation brauche nur wie ein ‚Bollwerk‘ gegen vermeintlich gefährliche Einflüsse von außen abgesichert zu werden, unterliegt einem schweren Irrtum.“ Darum sei es so wichtig, in einer hochmodernen Zeit flexibel und agil zu bleiben. Führungskräfte in der Kirche bräuchten dazu die Fähigkeit, „sich nicht allein auf die eigenen Überzeugungen und Wahrheiten zu verlassen, sondern stets auch alternative Perspektiven und gegensätzliche Meinungen in das eigene Handeln einzubeziehen.“

„Desaströs, wenn wir nur unter uns Männern sind“

Pfeffer betonte auch eine nötige Diversität unter Führungskräften. „Nach wie vor gibt es innerhalb der katholischen Kirche einen überproportionalen Anteil an Männern in Führungspositionen. Hinzu kommt die hohe Bedeutung des Weiheamtes in kirchlichen Führungsaufgaben, die für einen zusätzlichen Ausschluss von Frauen sorgt“, sagte Pfeffer.  „Ich finde es desaströs, wenn wir in den entscheidenden Bereichen der Kirche nur unter uns Männern sind. Ich empfinde es als bereichernd, wenn wir divers agieren können. Da geht uns massiv etwas verloren, wenn es uns nicht gelingt, auch Frauen in Führungspositionen zu bringen.“ In diesem Zusammenhang zeige sich auch, wie drängend die Überwindung einer Vermischung lehramtlicher Moralvorstellungen in Fragen der sexuellen Orientierung sowie des Beziehungslebens mit dem kirchlichen Arbeitsrecht sei: „Wenn wir Diversität und Vielfalt nicht zulassen, eine Kultur der Angst nicht überwinden und uns dem Vorwurf aussetzen, Menschen zu diskriminieren – dann werden wir am Ende auch kaum noch qualifizierte Mitarbeitende finden, die für eine solche Kirche arbeiten wollen.“

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news-19227 Thu, 11 Feb 2021 11:44:52 +0100 „Heaven on Line“ bietet digitale Impulse in der Fastenzeit https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/heaven-on-line-bietet-digitale-impulse-in-der-fastenzeit Tägliche Impulse und persönliche Gespräche und Nachrichten während der Fastenzeit: Vor allem im aktuellen Lockdown präsentiert sich das schon bewährte Angebot „Heaven on Line“ als eine digitale Glaubenschance. Ein täglicher E-Mail-Impuls mit Gedanken und Fragen, um das eigene Leben und den Glauben näher zu betrachten und die Zeit bis Ostern bewusst zu gestalten: Das ist das Fastenzeit-Angebot „Heaven on Line“, das am Aschermittwoch, 17. Februar, startet.

Wer sich für die Aktion anmeldet, bekommt jeden Tag per E-Mail einen Impuls zum Thema „Vielleicht“ und ist eingeladen, den „Vielleichts“ im eigenen Alltag auf den Grund zu gehen: All den Möglichkeiten, Unsicherheiten, Chancen und Herausforderungen, die hinter diesem kleinen Wort stecken.

Individuelle Begleitung möglich

Wer nicht allein durch die Fastenzeit gehen möchte, kann sich bei der kostenlosen Online-Anmeldung für einen der mehr als 90 haupt- und ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger entscheiden, der ihn begleitet und sich wöchentlich mit ihm per Mail austauscht. Neben Gedanken zu den einzelnen Tagesimpulsen ist dann auch Zeit für Themen, die in der vergangenen Woche wichtig waren. Jeweils nach einigen Tagen antwortet der Begleiter mit einer persönlichen und jeweils individuellen Einschätzung und Rückmeldung.

Alle Informationen zu dem von team exercitia in Kooperation mit der Jugend im Bistum Essen organisierten Angebot „Heaven on Line und die kostenlose Anmeldung gibt es unter www.heaven-on-line.de

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news-19226 Thu, 11 Feb 2021 11:42:35 +0100 Weitere Förderung für die Umnutzung von St. Michael https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weitere-foerderung-fuer-die-umnutzung-von-st-michael Nach einem Jahr intensiver Planungen mit Gemeindemitgliedern, Architekten und weiteren Fachleuten bleibt die Oberhausener Kirche ein weiteres Jahr im vom Land NRW geförderten Unterstützungsprogramm „Zukunftskonzept Kirchenräume“. Zuschlag für St. Michael: Bei den Planungen für eine künftige neue Nutzung der denkmalgeschützten Kirche im Oberhausener Knappenviertel wird die Pfarrei St. Marien ein weiteres Jahr durch das vom Land NRW geförderte Unterstützungsprogramm „Zukunftskonzept Kirchenräume“ betreut. Das hat nun eine Fachjury für das Projekt des Vereins Baukultur NRW entschieden. St. Michael ist damit eines von NRW-weit fünf Kirchenprojekten, das weiter gefördert wird.

Auf einen landesweiten Aufruf hatten sich vor zwei Jahren zunächst 21 Kirchengemeinden, Pfarreien und bürgerschaftlich Engagierte mit ihren Kirchengebäuden um eine Unterstützung beworben. Seinerzeit wurden St. Michael und sieben weitere Projekte ausgewählt und ein Jahr lang bei der Entwicklung eines neuen Konzepts für die bauliche Anpassung oder Umnutzung der Kirchen-Immobilien von Baukultur NRW unterstützt.

Nach der Jury-Entscheidung kommen nun neben St. Michael folgende weitere vier Kirchen in den Genuss der verlängerten Unterstützung:

  • St. Johann Baptist, Krefeld (Katholische Kirchengemeinde Maria Frieden)
     
  • Pauluskirche, Gelsenkirchen-Bulmke (Evangelische Apostel Kirchengemeinde in Kooperation mit dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium)
     
  • St. Barbara, Neuss (Kath. Kirchengemeinde St. Marien im Kirchenverband Neuss-Mitte)
     
  • Lukaskirche, Köln-Porz (Evangelische Kirchengemeinde Porz)

Landesförderung finanziert einen Architekten

Kern der Förderung ist ein permanenter, vom Landesprojekt finanzierter Projektbetreuer. Für St. Michael koordiniert Architekt Peter Lammsfuß vom Bochumer Büro „ZWO+“ die Projektgruppe, die an neuen Nutzungsmöglichkeiten für die 1929 eröffnete und von der Pfarrei St. Marien in Zukunft als Gotteshaus nicht mehr benötigte Kirche arbeitet. Neben Pfarrer Thomas Eisenmenger und mehreren Gemeindemitgliedern engagieren sich auch der Strategiedezernent der Stadt Oberhausen, Ralf Güldenzopf, der Bistums-Architekt Michael Schürmann und Andreas von Scheven als Vertreter der Unteren Denkmalbehörde.

Mögliche neue Nutzung als Wohnhaus

Gemeinsam haben sie der Jury ein erstes Konzept für die Zukunft der Kirche St. Michael vorgelegt. Demnach könnte es künftig unter anderem Wohnungen im heutigen Kirchenraum geben. Auch die benachbarten Grundstücke und Gebäude sollen in dieses Konzept einbezogen werden. „Die Lage des Grundstücks, die teilweise gute Bausubstanz, der Bedarf an Kita-Plätzen, Wohnraum und betreutem Wohnraum sowie dazugehörige Begegnungsräume stehen für ein hohes Potential auf dem untersuchten Grundstück / im Kirchengebäude“, heißt es im Fazit des Zwischenberichts von Architekt Lammsfuß. So sollen die eindrucksvolle Backsteinfassade und der markante Turm an der Falkensteinstraße auch in Zukunft das Stadtbild des Knappenviertels prägen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Jury unsere bisherigen Überlegungen offenbar überzeugt haben und St. Michael nun ein weiteres Jahr von der Landes-Förderung profitieren kann“, sagt Thomas Eisenmenger, Pfarrer von St. Marien, zu der die Gemeinde St. Michael gehört. „Nun werden wir die Überlegungen in der Projektgruppe weiter ausarbeiten, um dann einen Investor zu finden, der zusammen mit uns und unseren Partnern eine neue Nutzung für die Michaelkirche realisiert.“ 

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news-19225 Wed, 10 Feb 2021 13:39:24 +0100 Namen und Daten | 10.02.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-10022021 Gerhard Lenski Gerhard Lenski, ist am Dienstag, 2. Februar 2021 im Alter von 81 Jahren verstorben.

Das Pastoralteam und die Gemeinden im Seelsorgebereich Bornheim – An Rhein und Vorgebirge im Rhein-Siegkreis – feiern einen Gottesdienst für Gerhard Lenski am Mittwoch, 10.2.2021 um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Aegidius, Rheinstraße 202 in 53332 Bornheim-Hersel.

Die Pfarrei Liebfrauen in Bochum gedenkt des Verstorbenen im Gottesdienst am Freitag, 12.2.2021 um 10 Uhr in der Gemeindekirche St. Marien, Alte Bahnhofstraße 182 in Bochum-Langendreer.

Die Beisetzung erfolgt um 11 Uhr auf der Priestergruft des Friedhofs Stiftsstraße in Bochum-Langendreer. Die ordnungsbehördlichen Bestimmungen zur Cororna-Pandemie sind unbedingt zu beachten.

Der Verstorbene, der zuletzt in Niederkassel-Mondorf gewohnt hat, wurde am 5. Februar 1939 in Thiergart / Emsland geboren und am 22. Februar 1964 in Essen zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe war Gerhard Lenski zunächst als Kaplan in der Pfarrei St. Ludgerus in Gelsenkirchen-Buer eingesetzt und ab September 1965 für einige Monate als Krankenhausseelsorger im St. Josef-Krankenhaus in Essen-Werden. Von 1966 an erfolgten weitere Einsätze als Kaplan in der Pfarrei Heilig Kreuz in Bottrop, in St. Maria Rosenkranz in Essen-Bergeborbeck und in St. Michael in Duisburg-Meiderich.

Im April 1981 wurde Gerhard Lenski als Pfarrer der Pfarrei St. Marien in Bochum-Langendreer ernannt. Von März 1982 an begleitete er auch als Präses die Kolpingfamilie Bochum-Langendreer. Im Juni 2002 wurde er als Stadtfrauenseelsorger und Stadtpräses der Kath. Frauengemeinschaft in Bochum beauftragt. Von März 2003 an übernahm er als Pfarradministrator auch die Leitung der seinerzeitigen Rektoratspfarrei St. Ludgerus in Bochum-Langendreer.

Mit der Neuerrichtung der Pfarrei Liebfrauen in Bochum im Jahr 2008 erfolgte die Ernennung als Pastor mit der eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge für die Gemeinde St. Marien in Bochum-Langendreer.

Zu seinem Eintritt in den Ruhestand zum 1.12.2012 wurde Gerhard Lenski als Pastor im besonderen Dienst ernannt. Im darauffolgenden Jahr zog er nach Niederkassel und übernahm hier als Subsidiar priesterliche Dienste in den Pfarreien in Bornheim im Erzbistum Köln.

Über mehr als 30 Jahre hat Gerhard Lenski als Pfarrer und Pastor in Bochum-Langendreer seine Gemeinden engagiert begleitet. Mehr als fünf Jahrzehnte hat er als Seelsorger mit Herzblut in seinem Heimatbistum Essen und im Erzbistum Köln gewirkt.

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news-19224 Mon, 08 Feb 2021 14:38:56 +0100 Overbeck zum Synodalen Weg: „Pluralität ist nicht Beliebigkeit“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-zum-synodalen-weg-pluralitaet-ist-nicht-beliebigkeit Keine Beschlüsse der Online-Konferenz, Entscheidungen werden jedoch im Herbst erwartet. Nach einer zweitägigen Online-Konferenz des Synodalen Wegs wächst die Hoffnung auf konkrete Entscheidungen zu Reformen in der katholischen Kirche. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, sagte am Wochenende in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), er rechne im Herbst mit ersten Entscheidungen auf dem Synodalen Weg.

Die dann anberaumte Synodalversammlung werde auf jeden Fall stattfinden, sagte der Limburger Bischof. „Ob wir das dann digital machen, oder, was uns lieber wäre, als Präsenzveranstaltung, können wir heute natürlich noch nicht überschauen.“ Ähnlich äußerte sich der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg.

Overbeck: "Reichtum, der dem Glauben innewohnt"

„Es gibt nicht nur einen Weg und nur eine Deutung des Evangeliums“; sagte der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck während der Tagung, „die Mehrdeutigkeit ist ein legitimer Ausdruck des Reichtums, der dem Glauben innewohnt, der zu gestalten und in eine gute Form kirchlicher Konfliktkultur zu überführen ist. Pluralität ist nicht Beliebigkeit – sie zeigt die Lebendigkeit der Einheit.“ Overbeck ist gemeinsam mit der Vizepräsidentin des ZdK, Claudia Lücking-Michel, Vorsitzender des Forums „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“.

Die Synodalversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Synodalen Weges. Der von den Bischöfen und dem ZdK vor einem Jahr angestoßene Dialog soll die Zukunft der Kirche in Deutschland in den Blick nehmen und nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Coronabedingt tagte die Synodalversammlung bislang erst einmal. Am Donnerstag und Freitag fand eine Online-Konferenz statt, auf der allerdings keine Beschlüsse gefasst wurden. Direkt im Anschluss waren Rufe laut geworden, die sich schnellere Fortschritte beim Synodalen Weg wünschten.

Der Jugendverband BDKJ schlug vor, die nächste Synodalversammlung auf den Frühsommer vorzuziehen und dann ein drittes Treffen im Herbst abzuhalten. Die Argumente lägen auf dem Tisch, und viele Katholiken warteten auf konkrete Ergebnisse, so der BDKJ-Bundesvorsitzende Gregor Podschun.

Sollen Katholiken ihren Bischof demokratisch wählen?

Zentrale Themen des Synodalen Wegs sind Macht, priesterliche Lebensform, Sexualmoral und die Rolle der Frauen. ZdK-Vizepräsidentin Karin Kortmann sprach sich für eine Verwaltungsgerichtsbarkeit und eine Gewaltenteilung in der Kirche aus. Sie wünsche sich, „dass die Katholiken an der Basis ihren Bischof wählen können“, sagte sie dem in Bremen erscheinenden „Weser-Kurier“ (Sonntag). Nur so bekomme das Amt Legitimität.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) erklärte: „Unsere Kirche soll ein Ort für Menschen jeden Geschlechts, Menschen jeder sexuellen Orientierung und jeden Alters sein. Wir unterstützen die anstehenden Reformschritte besonders in den Bereichen der Erneuerung der Sexualmoral, der gerechten Verteilung von Macht, dem Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit und dem Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern.“

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news-19220 Sat, 06 Feb 2021 09:09:00 +0100 Zeit und Raum für Trauer https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/zeit-und-raum-fuer-trauer Raum für Risse – Wege der Hoffnung: Ein spirituelles Angebot für Trauernde im Essener Dom Ein ökumenischer spiritueller Abend findet am Freitag, 19. Februar 2021 um 19 Uhr zu Trauer, Trost und Aufbruch im Essener Dom statt. In diesen besonderen Zeiten sind Menschen verstorben, ob Verwandte, Freunde oder flüchtig Bekannte wie auch viele Unbekannte, und es war nur begrenzt möglich sich zu verabschieden oder gar nicht. Auch jede Menge Pläne und Projekte konnten nicht umgesetzt werden und Wünsche blieben unerfüllt. Unzähliges ist in der Pandemie auf der Strecke geblieben und konnte nicht sein. Zahlreiches hat sich verändert und es bleibt eine große Zahl von Ungewissheiten.

Dieser Gottesdienst im Dom bietet für die damit verbundenen Gefühle und für das Erlebte einen Raum an: „Damit das Leben gut weiter geht!“ Seelsorgerinnen und Seelsorger aus unterschiedlichen pastoralen Feldern laden ein und stehen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Coronabedingt können im Dom aktuell nur 65 Besucher mitfeiern. Der Zugang ist durch die – barrierefrei erreichbare – Tür im Kreuzgang möglich. Während des Gottesdienstes müssen die Besucher einen medizinischen Mund-Nase-Schutz (OP- oder FFP2-Maske) tragen.

Ein ökumenisches Angebot des Bistums Essen und des Evangelischen Kirchenkreises Essen.  

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news-19223 Fri, 05 Feb 2021 15:20:31 +0100 Burkhard Hose: Kirche wächst, und zugleich geht sie zugrunde https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/burkhard-hose-kirche-waechst-und-zugleich-geht-sie-zugrunde Christen und Idealisten haben gemeinsame Interessen. Während Teile der Kirchenstruktur zertrümmert werden, gibt es neue Bündnisse zwischen Menschen, die eine bessere Welt gestalten wollen. Kirche wächst, und zugleich geht sie zugrunde. Es wächst die Gruppe der Menschen am Rande und außerhalb der Kirche, die mit den Christen ähnliche Werte teilen und bereit sind, Kraft in eine bessere, demokratische, gerechte und ökologisch sensible Welt zu investieren – eine Welt, die im Christentum „Reich Gottes“ genannt wird. Zugrunde geht eine Form der Kirche, deren Markenzeichen hierarchische Macht und Missbrauch dieser Macht sind: So sieht der Würzburger Hochschulseelsorger Burkhard Hose die Turbulenzen der gegenwärtigen Kirchengeschichte. Hose selbst trauert nicht über die Kirche in Trümmern. Im Gegenteil fühlt er eine neue Lebendigkeit. Denn er interessiert sich stärker für die wachsende Zahl idealistischer junger Menschen, weniger für die Strukturprobleme der Kirche. Welche Perspektiven die Kirche hat, wenn sie sich – mit biblischer Rückversicherung  - auf einen demokratischen Austausch einlässt, erläutert Hose im Podcast „Quergelesen“ des Medienforums im Bistum Essen im Gespräch mit Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums, und Michael Dörnemann, der die Arbeit des Dezernates Pastoral im Bistum Essen verantwortet.

Christen und Sympathisanten wollen eine bessere Welt gestalten

Als Hochschulseelsorger und auch in seinem zivilgesellschaftlichen Engagement in der Flüchtlingshilfe begegnet Burkhard Hose sehr unterschiedlichen Menschen: Denen, die daheim in ihrer Pfarrgemeinde verwurzelt sind, Erfahrung mit Gemeinschaft, Gottesdienst, Ritualen, aber auch dem katholischen Verwaltungswesen haben. Vor allem aber begegnet er der größeren Gruppe derer, die ungeprägt von früheren Kirchenerfahrungen zur Hochschulgemeinde dazu stoßen, weil sie hier andere treffen, die auch lieber eine bessere Welt als die eigene Karriere gestalten wollen – oder die beim Yoga oder in Meditationskursen ihren Weg gefunden haben, im Einklang mit der Schöpfung zu leben. „Mir ist es egal, ob ich diese Leute innerhalb oder außerhalb der Kirche kennenlerne“, sagt der Hochschulseelsorger und erklärt seine Haltung mit der Bibel: „Senfkorn und Sauerteig: Da wächst nichts Altes, sondern etwas unkontrollierbar Neues.“ Solche Sympathisanten habe es schon zur Zeit Jesu gegeben: Sehr respektierte „Gottesfürchtige“, die Anschluss an die jüdischen Synagogengemeinden suchten, weil Monotheismus und Ethik sie überzeugten, ohne dass sie Beschneidung und Speisevorschriften berücksichtigen wollten.  

„Burkhard, ich glaube, wir haben Eucharistie gefeiert“

Eine neue Kirchenordnung hat Hose nicht parat. Dennoch hat er registriert, dass die Studierenden, als sie mitten im Lockdown zu Hause in der WG Gottesdienst feierten, auch Brot und Wein teilen wollten. Eine Rückmeldung: „Burkhard, ich glaube, wir haben Eucharistie gefeiert. Das war nicht geplant.“ Kontrollverlust der verfassten Kirche nennt Hose das: „Vielleicht lädt Jesus Christus auf subversive Weise dazu ein.“

Die Kirche verändert sich ständig, auch in der Bibel ist nicht alles eindeutig, so lautet Burkhard Hoses Mantra, ein in seinen Büchern immer wieder auftauchendes Motiv. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Kirche an vielen Stellen – etwa in der Krankenhaus-Seelsorge, bei der Caritas oder in der Nachbarschaftshilfe der Pfarrgemeinden – sehr präsent sei. Zugleich nehme die Öffentlichkeit beim Thema „Kirche“ derzeit nur „Missbrauch“ und „Macht“ wahr. Und auch die Priester selbst ständen unter immensem Druck, so Hose. Viele Kleriker reagierten angesichts riesiger Pfarreien und überbordender Verantwortung mit Kontrolle: „Das ist kein böser Wille, sondern Überforderung. Priester sein, nah bei den Menschen sein, sie behüten und begleiten, das ist ein sinnvolles Amt.“

„In die Kirche passen wir nicht rein?“

Michael Dörnemann, der ebenso wie Burkhard Hose in den 80er Jahren die jugendliche, enthusiastische Entscheidung für den Priesterberuf getroffen hat, sieht sich als Leiter des Dezernates Pastoral zwar als „Teil des Systems Kirche“. Aber auch er will das alte System nicht retten, sondern lieber zu einer Transformation beitragen mit dem Ziel, Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche zu erreichen, die von sich selbst denken: „In die Kirche passen wir nicht rein“, die aber trotzdem sensibel sind für die Botschaft Jesu. Die Zukunftsbild-Projekte des Bistums Essen haben diese Leute im Blick: Segnungs-Gottesdienste für Neugeborene, sozial-pastorale Zentren in den Ballungsräumen, Pop-Kantoren für eine von Musik getragene Spiritualität – überall wird die Kirche neu wahrgenommen. „Auch für die Pfarrgemeinden ist das bereichernd zu sehen: Diese Menschen bringen uns voran“, so Dörnemann.

Die Dinge geschehen lassen, stärken und wertschätzen, was sich gerade in der Kirche entwickelt: Dass das ein guter Weg ist, darüber sind sich die beiden Priester Hose und Dörnemann einig. Und beide hat ein Moment des Corona-Jahres 2020 besonders berührt: Als Papst Franziskus in der Fastenzeit auf dem menschenleeren Petersplatz in Rom mutterseelenallein den Segen „Urbi et Orbi“ gespendet hat. Katholische Rituale, so sagen beide, bewahren einen heilsamen Schatz.

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news-19222 Fri, 05 Feb 2021 09:58:37 +0100 Bistum Essen schließt Kardinal-Hengsbach-Haus https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-essen-schliesst-kardinal-hengsbach-haus Seit mehreren Jahren steht mit Blick auf die finanzielle Situation des Ruhrbistums zur Debatte, ob im Bistum Essen langfristig drei Bildungshäuser aufrechterhalten werden können, nun steht die Entscheidung für die Erwachsenenbildung fest: Die Bildungs- und Tagungsarbeit für Erwachsene soll in Zukunft in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ konzentriert werden. Das Kardinal-Hengsbach-Haus wird geschlossen. Bereits durch den Lockdown im Frühjahr 2020 war die Belegung in den Bildungshäusern drastisch zurückgegangen: Veranstaltungen und Gäste blieben aus im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus, der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim/Ruhr und dem Jugendhaus St. Altfrid in Essen-Kettwig. Die Pandemie verschärft den wirtschaftlichen Druck für das Bistum Essen, bereits im Sommer bereitete eine Projektgruppe mit einem externen Beratungsunternehmen eine Zusammenführung der Arbeit der beiden Erwachsenen-Bildungshäuser vor. „Sehr bewusst haben wir darauf verzichtet, das Jugendhaus St. Altfrid in Frage zu stellen, weil ich einen Ort für Kinder und Jugendliche in unserem Bistum in jedem Fall auch für die Zukunft sicherstellen will“, begründet Bischof Overbeck den Fokus auf die Erwachsenen-Bildung in diesem Sparprozess.

„Es ist eine schmerzhafte Entscheidung“

Nach intensiven Analysen und Gesprächen stand die Empfehlung der Projektgruppe und Berater, den Tagungsbetrieb im Kardinal-Hengsbach-Haus einzustellen, fest. Bischof Franz-Josef Overbeck ist dieser Empfehlung gefolgt und hat sich entschieden, die entsprechende Umsetzung möglichst zeitnah anzugehen. „Es ist eine äußerst schmerzhafte Entscheidung. Dieses Haus ist eng verbunden mit der Geschichte unseres Ruhrbistums, weil der Gründerbischof, Dr. Franz Hengsbach, mit der Bistumsgründung in Essen-Werden der Priesterausbildung auf dem traditionsreichen Gelände der ehemaligen Villa Franzenshöhe einen festen Ort gab. Für viele Priestergenerationen hat dieses Haus eine große emotionale Bedeutung“, sagt er. Das Kardinal-Hengsbach-Haus sei in den vergangenen Jahren ein besonderer Ort der Fort- und Weiterbildung für das gesamte pastorale Personal, aber auch für viele andere ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter sowie ein Ort des geistlichen Lebens und Treffpunkt für viele Gruppen aus dem Bistum geworden.

„Nicht alles, was uns lieb und teuer ist, können wir aufrechterhalten“

„Was für unsere Kirchengemeinden gilt, müssen wir auch auf der Ebene unseres Bistums aushalten: Nicht alles, was uns lieb und teuer geworden ist, können wir aufrechterhalten. Wir werden als Kirche kleiner und müssen mit weniger wirtschaftlichen Mitteln haushalten“, so Overbeck. Ziel des Bistums Essen ist es, beim Zusammenlegen der Bildungsarbeit betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Veranstaltungen und Angebote der Fort- und Weiterbildung für Erwachsene soll es dann in Zukunft vor allem in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim geben.

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news-19215 Thu, 04 Feb 2021 13:11:00 +0100 Essensausgabe „SonntagsSatt“ in Bottrop https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essensausgabe-st-cyriakus Die Pandemie zeigt: Viele Menschen haben ein offenes Ohr für Not in der Nachbarschaft. Lockdown und Einschränkungen strapazieren die Nerven. Aber ein Gutes zeigt die Corona-Krise dennoch: Viele Bürgerinnen und Bürger sind sehr bereit, auf andere zu achten, Empathie, Ideen, Kraft und Geld zu investieren, damit alle ein bisschen besser zurechtkommen in schwierigen Zeiten.

Sonntagmittag in Bottrop. Rund 50 Menschen finden sich auf dem Platz vor der Propsteikirche St. Cyriakus ein, um sich ein gutes Mittagessen abzuholen. Die Essensausgabe hält sich an die geltenden Hygiene-Vorgaben: Die Besucher tragen Maske, treten einzeln in die Kirche, erhalten an der improvisierten Theke eine frisch gekochte, hygienisch verpackte Mahlzeit und verlassen durch eine andere Tür das Gotteshaus. Drei junge Ehrenamtliche geben hinter einer Plexiglas-Schutzwand das Essen aus. An diesem Sonntag hat das Bottroper Café Bernsmann 50 Portionen Putengeschnetzeltes zubereitet und in Wärmebehältern bereitgestellt. Weitere helfende Hände haben gestrickt: Am Taufbecken und auf den hinteren Sitzbänken liegen Mützen, Schals und Socken in allen Farben und Größen zum Mitnehmen aus. Die meisten Besucher nehmen ihr Paket mit nach Hause – wie es die Corona-Auflagen eben erfordern. Wer kein ordentliches Zuhause hat, lässt sich zum Essen ein gutes Stück von der Kirche entfernt auf einer Bank nieder.

Man braucht Ehrenamtliche und eine aufgeschlossene Stadtgesellschaft

Die Aktion „SonntagsSatt“ der Pfarrei St. Cyriakus gibt es in dieser Form seit Beginn der Corona-Pandemie zweimal monatlich. Was dafür gebraucht wird: Eine Idee, ein paar tatkräftige Ehrenamtliche und eine aufgeschlossene Stadtgesellschaft – Gastronomen, Bürgervereine und Spender halten den Laden am Laufen. Ursprünglich hatten die Aktiven aus St. Cyriakus in ihrem 2017 eröffneten Pfarrei-Ladenlokal „Mittelpunkt begegnen“ unter dem Titel „Suppenzeit“ einmal monatlich am Sonntag Alleinstehende und Bedürftige zum gemeinsamen Essen eingeladen. Die neuen Abstandsregeln machten ihnen Anfang 2020 einen Strich durch die Rechnung. Man ließ sich aber nicht entmutigen, verlegte die Essensausgabe kurzerhand in die Kirche und verdoppelte das Angebot auf jeden zweiten Sonntag.

Bei vielen Menschen im nördlichen Ruhrgebiet ist oft das Geld knapp. „Aber Bedürftigkeit hat viele Facetten“, sagt die Gemeindereferentin und studierte Sozialarbeiterin Christiane Hartung, die das sonntägliche Essen angeregt hat, „zu uns kommen am Sonntag auch Menschen, die sonst wieder allein zu Hause essen müssten.“ Zwar könne man derzeit nicht zusammen am Tisch sitzen. Aber während in der Kirche das Essen ausgegeben wird, nutzen draußen andere Mitglieder des Teams von „SonntagsSatt“ die Wartezeit, um mit den Besuchern wenigstens ein bisschen zu plaudern – natürlich mit den nötigen Abstand. Essensausgabe im Gotteshaus – das ist für Hartung kein Problem: „Aus meiner Sicht kann man in der Kirche beten und Gulasch ausgeben, das gehört beides zum Christentum dazu.“ Vor der Krise hatten die Bottroper Restaurants das Essen jeweils gespendet. In dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit werden sie über einen großen Spendentopf bezahlt, den Bürgervereine und Einzelpersonen füllen. Pro Essen werden vier bis fünf Euro veranschlagt.

Für Bottrop mit seinen rund 120.000 Einwohnern hat Christiane Hartung schon die nächste Idee, Bedarf gibt es ja genug: „Viele Eltern in Kurzarbeit oder im Leistungsbezug spüren es deutlich im Monats-Budget, wenn die Kinder in Lockdown oder Quarantäne nicht am Schul- oder Kita-Mittagessen teilnehmen können.“ Der Plan: Gut gefüllte Kochtüten sollen den Familien einen Einkauf ersparen.

Kath. Kirchengem. St. Cyriakus, SonntagsSatt, Bankverbindung: Bank im Bistum Essen

IBAN  DE49 3606 0295 0015 7500 14, BIC GENODED1BBE

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news-19219 Thu, 04 Feb 2021 10:47:07 +0100 Bistum Essen zieht Konsequenzen aus der Studie zum sexuellen Missbrauch https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-essen-zieht-konsequenzen-aus-der-studie-zum-sexuellen-missbrauch Handlungsempfehlungen: Verändern, was zu Missbrauch und Gewalt geführt hat In seinen Bemühungen um die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche ist das Bistum Essen einen weiteren Schritt vorangekommen. Nach intensiver Auseinandersetzung in einer Vielzahl von Projektgruppen liegen nun konkrete Handlungsempfehlungen auf dem Tisch, die im Ruhrbistum dazu beitragen sollen, den Gefahren von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt entschieden entgegen zu treten.  

Die Vorschläge betreffen unter anderem die Personalarbeit, die Lebenssituation der Priester und das Verständnis des Weiheamtes, Prävention und Intervention, den Umgang mit Machtstrukturen und mehr Geschlechtergerechtigkeit. Rund 90 Personen hatten seit Mai 2019 in neun Projekten an diesen Themen gearbeitet, die auf Empfehlungen der bundesweiten wissenschaftlichen MHG-Studie zum sexuellen Missbrauch beruhen. Anfang Januar wurden die Ergebnisse Bischof Franz-Josef Overbeck übergeben. Angesichts der Vielzahl der Empfehlungen müssen sie nun zunächst sortiert und priorisiert werden, um anschließend gemeinsam mit dem Bischof einen Fahrplan für die Umsetzung festzulegen. Die Handlungsempfehlungen sind auf der Homepage des Bistums Essen unter dem Stichwort „Kirche prüfen und verändern“ zu finden.

Sozialwissenschaftliche Studie zum Thema sexualisierte Gewalt

Zugleich hat das Bistum Essen im März 2020 das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) mit einer sozialwissenschaftlichen Studie beauftragt. Die Forscher sollen klären, welche Strukturen, Verhaltensmuster und Fehler von Verantwortlichen in den vergangenen 60 Jahren seit Gründung des Bistums sexualisierte Gewalt in kirchlichen Einrichtungen begünstigt haben. Ziel der Studie ist es, die tieferen Gründe und Zusammenhänge für den Skandal des sexuellen Missbrauchs zu verstehen, um daraus dann weitere Konsequenzen für die Zukunft abzuleiten. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2022 veröffentlicht.

Aufarbeitung: Frühzeitig begonnen und konsequent verfolgt

Nach erstmaligem Bekanntwerden des unvorstellbaren Ausmaßes sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche im Jahr 2010 wurde im Bistum Essen die Aufarbeitung des Umgangs mit sexueller Gewalt frühzeitig begonnen und seither konsequent verfolgt. Zunächst wurden die Personalakten aller Priester intern überprüft. Dazu wurde im Jahre 2012 die Kölner Anwaltskanzlei axis mit einer umfangreichen juristischen Untersuchung sämtlicher Personalakten der noch lebenden Diözesan- und Ordenspriester sowie Diakone beauftragt. Die Studie wurde im November 2017 veröffentlicht, seither liegen alle aktenkundig gewordenen Fälle im Bistum Essen auf dem Tisch: 62 Essener Diözesanpriester wurden beschuldigt bzw. verurteilt. Die Akten aller Beschuldigten wurden anschließend zur Prüfung an die Essener Staatsanwaltschaft weitergegeben. Zugleich wurde mit der Untersuchung der Personalakten auch eine Neuordnung der Personalaktenführung angeordnet.

Weitere Professionalisierung wird vorangetrieben

Derzeit arbeitet das Ruhrbistum auch intensiv daran, die Vereinbarungen der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt zu erfüllen. Ziel ist es, im Laufe dieses Jahres eine Aufarbeitungskommission zu bilden, die unter Beteiligung von externen Fachleuten sowie Betroffenen alle Maßnahmen überwacht, die im Bistum Essen sexualisierte Gewalt aufarbeiten und künftig verhindern sollen.

Für die Präventionsarbeit ist mit Dorothé Möllenberg eine hauptberufliche Präventionsbeauftragte verantwortlich. Sie bildet gemeinsam mit dem seit einem Jahr im Bistum Essen tätigen Interventionsbeauftragten Simon Friede einen gemeinsamen Stabsbereich „Prävention und Intervention“, dessen Aufgabe es ist, den Umgang mit sexualisierter Gewalt und deren Aufarbeitung im Bistum Essen zu professionalisieren. Unmittelbare Ansprechpartner für Betroffene sexualisierter Gewalt sind Unabhängige Ansprechpersonen, die nicht Dienst des Bistums stehen.

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news-19217 Wed, 03 Feb 2021 17:47:04 +0100 Einstimmung auf den Ökumenischen Kirchentag https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/einstimmung-auf-den-oekumenischen-kirchentag Weihbischof Zimmermann lädt Gemeinden zur digitalen Beteiligung ein. Auftakt am 07. Februar mit einem Online-Gottesdienst und Veranstaltung der KEFB. Aufgrund der Corona-Pandemie musste auch der Ökumenische Kirchentag seine Planungen ändern. Anstelle des im Mai geplanten großen Treffens in Frankfurt mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und über 100.000 Gästen aus ganz Deutschland, wird es jetzt vom 13. – 16. Mai ein digitales Programm geben. Der im Bistum Essen für Ökumene zuständige Weihbischof Wilhelm Zimmermann lädt die Gemeinden im Ruhrbistum dazu ein, Formen der digitalen Beteiligung am Ökumenischen Kirchentag zu planen.

„Auch in unserer Region haben sich viele auf den 3. Ökumenischen Kirchentag gefreut. Ein solches Ereignis bringt wichtige neue Impulse für die ökumenische Zusammenarbeit vor Ort“, so Zimmermann. „Lassen Sie uns daher den Termin jetzt nicht aus unserem Kalender streichen, sondern gemeinsam mit den ökumenischen Partnern überlegen, wie man den Kirchentag von zu Hause aus mitfeiern kann.“

Unter der Voraussetzung, dass die Infektionslage im Mai Präsenzgottesdienste und -treffen erlaubt, könnten solche Veranstaltungen die Themen des Kirchentages aufnehmen oder es könnte darüber diskutiert werden, wie man die praktische Ökumene weiter ausbauen könne. Ähnlich wie beim „Rudelgucken“ von Fußballspielen sei es auch denkbar, die zentralen Gottesdienste gemeinsam mitzufeiern, die von Kirchentag am Himmelfahrtstag und am Sonntag danach übertragen werden.

„Für die zukünftige Entwicklung unserer Kirchen spielt die Ökumene eine entscheidende Rolle“, ist sich Zimmermann sicher. Konfessionelle Doppelstrukturen seien nicht mehr zeitgemäß und angesichts der Sparzwänge, die auf die Kirchen zukommen, auch nicht mehr zu finanzieren. Noch wichtiger sei die Erkenntnis, dass in der Öffentlichkeit nur ein gemeinsames Handeln der Christen als überzeugend wahrgenommen werde.

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news-19216 Mon, 01 Feb 2021 10:53:27 +0100 Digitalisierung macht KEFB-Kurse bistumsweit verfügbar https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/digitalisierung-macht-kefb-kurse-bistumsweit-verfuegbar Bei der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen sorgen auch zwei neue Regionalleiter im mittleren Ruhrgebiet und dem märkischen Sauerland dafür, dass die Weiterbildung auch im Lockdown läuft. Coronabedingte Kurs-Absagen, Online-Vorträge und virtuelle Seminare: Mit zwei neuen Regionalleitern will die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) im Bistum Essen in der Corona-Pandemie ihr digitales Profil schärfen – und hofft doch darauf, möglichst bald auch wieder Präsenz-Kurse anbieten zu können. Im Interview sprechen die beiden neuen Regionalleiter Frank Gößmann (für Gelsenkirchen, Bochum und Wattenscheid sowie die Kreisdekanate Hattingen-Schwelm und Altena-Lüdenscheid) und Stephan Polle (für Essen, Bottrop und Gladbeck) über die Herausforderungen der digitalen Weiterbildung, aber auch die Chancen des „Lockdowns“.

Wie wirkt sich die Corona-Situation auf die Angebote der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen aus?

Frank Gößmann: Wir sind natürlich auch vom „Lockdown“ betroffen und können deshalb derzeit keine Präsenzkurse anbieten. Als KEFB Essen haben wir uns auf diese Situation aber relativ gut einstellen können: Schon im ersten „Lockdown“ haben wir Online-Kurse entwickelt, auf diese Erfahrung konnten wir jetzt zurückgreifen. Dabei planen die Kolleginnen und Kollegen aus den einzelnen Standorten Kurse, die sie dann übergreifend für alle KEFB-Standorte im Ruhrbistum anbieten.

Stephan Polle: Wir wissen, dass die fehlenden Weiterbildungsmöglichkeiten unsere Kunden mehr und mehr bedrücken. Schließlich ist das Miteinander der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Kursgruppen für unsere Bildungsarbeit von enormer Bedeutung. In vielen Kursen sind Freundschaften und ein enger Austausch über die Kursinhalte auch jenseits der regelmäßigen Treffen entstanden. Beides ist für den Lernerfolg vieler Teilnehmenden, aber auch für ihr soziales Leben enorm wichtig. Diese Beziehungen versuchen wir so gut es geht auch in unsere Online-Angebote zu übertragen. Wir haben eine Vielzahl an Kursen neu konzipiert, Lehrende entsprechend geschult und unter anderem auf unserer eigenen Schulungsplattform moodle umgestellt.

Bietet die Krise der KEFB auch Chancen?

Polle: Der „Lockdown“ hat unserer Digitalisierungskompetenz einen erheblichen Schub verpasst. Dies betrifft unsere technischen Fähigkeiten, aber auch unsere pädagogischen Kompetenzen. Ein Onlineseminar bedarf eben einer anderen didaktischen und methodischen Vorbereitung und Durchführung als Kurse in Präsenz.

Gößmann: Gerade die Planung von Online-Angeboten bietet uns in der KEFB die Chance, über den eigenen Standort hinauszudenken und Veranstaltungen zu konzipieren, die nicht auf die jeweilige Stadt beschränkt sind. Dies ist sicher eine Erfahrung sein, die auch in die Zeit nach der Pandemie ausstrahlen wird.

Wird die KEFB auch nach der Corona-Pandemie noch Online-Kurse anbieten?

Polle: Selbstverständlich werden wir nach Corona mit unseren Onlineveranstaltungen nicht einfach aufhören. Im Gegenteil: Die Erfahrungen werden reflektiert und für eine Verbesserung der Onlineformate genutzt. Natürlich bieten sich hierfür vor allem Vorträge und Seminare an. Wir versuchen aber auch in allen anderen Bereichen unsere Onlinefähigkeit auszubauen und zu verbessern.

Gößmann: Gerade Angebote zum Selbstlernen, wie wir sie aktuell für die Präventionsschulungen entwickelt haben, eignen sich besonders gut für ein digitales Format, weil die Teilnehmenden so individuell bestimmen können, wann die Veranstaltung für sie beginnt. Zudem werden wir in Zukunft sicherlich auch über Hybrid-Veranstaltungen nachdenken, an denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl in Präsenz, als auch über digitale Wege teilnehmen können.

Polle: Auf unserer Homepage www.kefb.info findet sich bereits heute ein vielfältiges, täglich aktualisiertes Angebot an Onlineschulungen. Unter anderem startet am 18 Februar ab 19 Uhr in der neuen KEFB-Digitalakademie ein spannender Vortag zur Rassismus-Debatte in Deutschland.

Statistik

Allein im Bereich Bochum und Gelsenkirchen hat die KEFB im Januar 69 Online-Kurse geplant – mehr als im gesamten Jahr 2020. So können fast 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht und über 2200 Unterrichtseinheiten angeboten werden. In Essen, Bottrop und Gladbeck zählt die KEFB bei ihren Onlinekursen bislang rund 700 Teilnehmende mit 3000 Unterrichtseinheiten.

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