Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Wed, 23 Jan 2019 13:29:08 +0100 Wed, 23 Jan 2019 13:29:08 +0100 TYPO3 news-18020 Wed, 23 Jan 2019 13:02:35 +0100 Bistum gedenkt des seligen Nikolaus Groß https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-gedenkt-des-seligen-nikolaus-gross/ Heute vor 74 Jahren wurde der christliche Arbeiterführer und Widerstandkämpfer aus Hattingen-Niederwenigern von den Nationalsozialisten ermordet. „Es ist St. Agnestag, an dem ich diesen Brief schreibe, der, wenn er in Eure Hände kommt, (…) Euch künden wird, daß der Herr mich gerufen hat.“ In blauer Sütterlin-Schrift beginnt Nikolaus Groß am 21. Januar 1945 diesen Abschiedsbrief. Zwei Tage später, heute vor 74 Jahren, wird der christliche Arbeiterführer, Bergmann, Journalist, Familienvater und Widerstandskämpfer aus dem Ruhrgebiet in Berlin-Plötzensee von den Nazis erhängt. Gut eine Woche zuvor war Groß vom „Volksgerichtshof“ der Nationalsozialisten unter dem Vorsitz von Roland Freisler zum Tode verurteilt worden

Groß war am 12. August 1944 im Zusammenhang mit dem Hitler-Attentat vom 20. Juli verhaftet worden. An dem Attentat selbst war Groß zwar nicht beteiligt, aber er war zu diesem Zeitpunkt bereits viele Jahre im Widerstand gegen den Nationalsozialismus engagiert. Spätestens seit 1942 arbeitete er mit Freunden und Wegbegleitern aus den christlichen Gewerkschaften, der KAB und der Zentrumspartei im „Kölner Kreis“ an Alternativen zum Nazi-Regime.

Am 7. Oktober 2001 wurde Nikolaus Groß von Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Damit ist Groß der einzige Selige des 1958 gegründeten Bistums Essen. An vielen Orten des Ruhrbistums wird sein Andenken gepflegt, unter anderem in seiner Taufkirche St. Mauritius in Hattingen-Niederwenigern und im benachbarten Nikolaus-Groß-Haus. In der rechten Seitenkapelle des Essener Doms ist der letzte von insgesamt 29 Briefen dokumentiert, die Groß aus der Gefangenschaft an seine Frau und die sieben Kinder in Hattingen-Niederwenigern geschrieben hat. Der Abschiedsbrief endet mit der namentlichen Erwähnung jedes der Kinder und ihrer Mutter Elisabeth – dann schreibt Groß: „In der Liebe Christi, die uns erlöst und unsere ganze Hoffnung ist, segne ich Euch.“

Im Dom gedenkt heute Abend auch Weihbischof Ludger Schepers des Märtyrers in einem festlichen Gottesdienst. Die Messe beginnt um 19 Uhr.

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news-18019 Tue, 22 Jan 2019 14:32:14 +0100 Pater Philipp spricht auf WDR2 über den Heiligen Blasius https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pater-philipp-spricht-auf-wdr2-ueber-den-heiligen-blasius/ Die Duisburger Prämonstratenser-Pater Philipp Reichling spricht an den Sonntagen im Februar jeweils um 7.45 Uhr die „Hörmal“-Beiträge im Radio-Programm von WDR2.

Zum Auftakt beschäftigt er sich am 3. Februar mit dem Heiligen Blasius, dessen Festtag die katholische Kirche an diesem Tag feiert. Der Heilige Blasius wird als Schutz vor Halskrankheiten angerufen, weil er einst einen Jungen vor dem Ersticken durch eine Fischgräte bewahrt haben soll. Heute, so Pater Philipp mit Blick auf aktuelle Umwelt-Probleme, drohe den Menschen wohl weniger Gefahr durch Gräten als durch Plastik.

Weitere „Hörmal“-Termine von Pater Philipp sind am 10., 17. und 24. Februar. WDR2 ist im Ruhrgebiet über die Frequenz 99,2 und im Märkischen Sauerland über 93,5 Mhz zu empfangen. Außerdem gibt’s die „Hörmal“-Beiträge nach der Ausstrahlung zum Nachhören und –lesen auf der Internetseite "Kirche im WDR".

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news-18018 Tue, 22 Jan 2019 13:06:54 +0100 Neue Polizeiseelsorgerin in Essen und Mülheim https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/neue-polizeiseelsorgerin-in-essen-und-muelheim/ Pastoralreferentin Astrid Jöxen ist die erste Frau in der Polizeiseelsorge des Bistums Essen. Sie bietet den 2.200 Polizeibeamtinnen und -beamten in Essen und Mülheim Begleitung nach belastenden Ereignissen an. Unfälle mit Toten und Schwerverletzten, Gewalt bei Fußballspielen und Demonstrationen, Todesnachrichten überbringen: Polizeibeamte sind im Arbeitsalltag häufig schwierigen Ausnahmesituationen ausgesetzt. Als neue Polizeiseelsorgerin in Essen und Mülheim hilft ihnen die Pastoralreferentin Astrid Jöxen, Belastungen zu verarbeiten und wieder Frieden zu finden. Jöxen, 41 Jahre alt und Mutter von drei Kindern, ist verheiratet mit einem Feuerwehrmann und kennt von dort die Arbeitsbedingungen in einer männlich geprägten Berufswelt. Weil immer mehr Frauen sich zur Polizeibeamtin ausbilden lassen, wurde eine weibliche Besetzung der neu geschaffenen Seelsorgestelle gern gesehen, zumal die weiteren drei Polizeiseelsorger im Bistum Essen Männer sind.

2.200 Polizistinnen und Polizisten sind in Essen und Mülheim für die Sicherheit von 740.000 Einwohnern zuständig. Während ihre männlichen Kollegen auch die Aufgabe haben, die angehenden Polizeibeamten und –beamtinnen im Fach Berufsethik zu unterrichten, konzentriert Jöxen sich auf die Seelsorge. Nachdem sie zunächst im Streifenwagen die Arbeit auf der Straße kennengelernt hat, bietet sie künftig einfach zugängliche „Auszeiten“ vom oft stressigen Polizistendienst an, vor allem aber Einzelseelsorge oder Gruppenbegleitung nach belastenden Ereignissen im Arbeitsalltag. Für diese Aufgabe sind psychologische Kenntnisse von Vorteil. „Die Grenzen zum Glaubensgespräch sind aber fließend, etwa wenn es um Schuld und Gewissensentscheidung geht“, hat Jöxen beobachtet, „Polizisten brauchen im Dienst oft einen Panzer, die können nicht alles an sich heranlassen.“ Deshalb sei es für viele Beamte ein guter Weg, sich ihren Druck von der Seele reden zu können.

Mit einer halben Stelle bleibt Astrid Jöxen weiterhin als Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Nikolaus in Essen-Stoppenberg. Dort hatte sie zuvor die Segensfeiern für werdende Eltern und für neugeborene Babys organisiert und ist heute unter anderem im Beerdigungsdienst tätig. Bei diesen Aufgaben trifft sie als Seelsorgerin ebenso wie bei der Polizei oft auf Menschen, die nicht zum engen Kreis der Pfarreichristen gehören und in einer belastenden Lebenssituation sehr bereit sind, über die eigenen Fragen nach Sinn und Glauben zu sprechen. Für Jöxen ist die Arbeit in der sogenannten „Kategorialseelsorge“ für einzelne Zielgruppen eine erfüllende Aufgabe und ein wichtiges zukünftiges Aufgabenfeld der Kirche, „zu schauen, in welcher Lebensphase jemand steht, und sich dann Zeit für ihn zu nehmen. Menschen in Grenzsituationen haben oft großes Vertrauen in die Arbeit von Seelsorgern.“ Das sei auch für sie selbst immer wieder überraschend: „Dass sie mir zutrauen, eine Antwort zu geben!“

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news-18017 Mon, 21 Jan 2019 16:53:29 +0100 Domschatz lädt mit Gratis-Eintritt zur Wahl der Lieblings-Kunst https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/domschatz-laedt-mit-gratis-eintritt-zur-wahl-der-lieblings-kunst/ Das Museum am Essener Dom verteilt zum „Lass Kunst dein Herz inspieren“-Tag am Donnerstag, 31. Januar, Postkarten zum freien Eintritt. In der Schatzkammer können Besucher dann die Vitrine mit ihrem Lieblings-Kunstwerk markieren. Ist es die Essener Krone, das Schwert, eine mittelalterliche Handschrift oder eine der wundervoll verzierten Broschen? Der Essener Domschatz lädt am Donnerstag, 31. Januar, von 11 bis 18 Uhr alle Passanten der Innenstadt ein, bei einer kostenlosen Stippvisite ihr Lieblings-Kunstwerk zu küren. Wer an der Domschatzkasse eine der kostenlosen Postkarten vorzeigt, die den ganzen Tag über in der Umgebung verteilt werden und auf dieser Seite zum Download bereitstehen, hat freien Eintritt. Im Museum dürfen die Besucher dann mit herzförmigen Klebezetteln die Vitrine markieren, die ihr persönliches Lieblings-Schatzstück zeigt. „Wir laden an diesem Tag alle ein, die in der Innenstadt unterwegs sind, im Domschatz Altbekanntes wiederzusehen, Neues zu entdecken und sich von dieser wunderschönen Mittelalter-Kunst inspirieren zu lassen“, sagt Andrea Wegener, die Leiterin der Domschatzkammer. „Einfach vorbeikommen und Kunst gucken“, sagt die Schatzkammer-Chefin. „Und natürlich zählen wir am Abend, welchem Kunstwerk die Besucher die meisten Herzen geschenkt haben. In unserem Team laufen schon die ersten Wetten.“

Die Aktion ist Teil des weltweiten „Lass Kunst dein Herz inspirieren“-Tags, den Künstler, Museen und Privatleute jährlich am 31. Januar feiern und der aus Wegeners Sicht exzellent zur Domschatzkammer passt: „Unsere Kunst ist überaus inspirierend“. Dom und Domschatzkammer „bewahren einen Kirchenschatz von überregionalem Rang. Zugleich zeugen sie damit von der kulturell bedeutenden vorindustriellen Geschichte unserer Region“. Unter anderem zeigt die Schatzkammer Goldschmiedekunst aus dem 10. und 11. Jahrhundert, die weltweit zu den bedeutendsten Objekten jener Zeit gehört, allen voran „Essen sein Schatz“: die Goldene Madonna. Apropos Gold: Auch der „Goldraum“ lädt am 31. Januar zu einem inspirierenden Besuch ein. Die Installation auf dem Domhof ist noch bis März geöffnet.

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news-18016 Mon, 21 Jan 2019 15:08:58 +0100 Jugendliche aus dem Ruhrbistum genießen internationale Atmosphäre in Panama https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/jugendliche-aus-dem-ruhrbistum-geniessen-internationale-atmosphaere-in-panama/ Vor dem eigentlichen Weltjugendtag in dieser Woche standen für die 40 jungen Leute aus dem Bistum Essen bei den „Tagen der Begegnung“ Gottesdienste, Sport und Ausflüge auf dem Programm. Karibikstrand, Sport und internationale Gottesdienste – nach Umwegen und Verspätungen hat die 40-köpfige Reisegruppe aus dem Ruhrbistum beim Weltjugendtag in Panama erste ereignisreiche Tage erlebt. Mussten die jungen Leute wegen des Flughafen-Streiks am vergangenen Dienstag zunächst eine Nacht in einem Pfarrzentrum in der Rhein-Main-Region verbringen, konnten sie zwar schließlich ihren Weg über den Atlantik antreten – allerdings aufgeteilt in Kleingruppen, die auf fünf verschiedenen Routen mit unterschiedlichsten Zwischenstopps viele Stunden länger unterwegs waren.

Gemeinsam mit zehn Weltjugendtags-Pilgern der katholischen Militärseelsorge sind die jungen Leute aus dem Ruhrgebiet nun im 30 Kilometer westlich von Panama City gelegenen Chapala angekommen. „Hier sind Leute aus Kolumbien, Nicaragua, Guatemala, Costa-Rica, Panama, El Salvador – und eben wir”, berichtet die Essenenerin Susen Walter. Insgesamt sind rund 200 internationale Weltjugendtags-Gäste in der Schule untergebracht, die der Amigonianer-Orden betreibt, der unter anderem auch in Gelsenkirchen aktiv ist. Die meisten Schüler der Berufsschule haben zurzeit Ferien. „Eine Handvoll ist noch da, die nicht zurück können, weil sie keine Eltern haben oder keine Möglichkeit nach Hause zu fahren. Aber die sind alle super nett hier“, schreibt Susen Walter.

Berufsschule stellt Autokennzeichen her - auch für den Papst

In verschiedenen Werkstätten erlernen die Schüler handwerkliche Berufe wie Schlosser, Bäcker oder Lackierer – und sorgen zugleich für die Finanzierung des für die Schüler kostenlosen Schulbetriebs: Die Schule stellt alle Autokennzeichen für Panama her – auch das Autokennzeichen für das Papamobil, mit dem Papst Franziskus in dieser Woche in Panama unterwegs ist, haben die Schüler angefertigt. Und da jedes Auto in Panama jährlich ein neues Kennzeichen braucht und diese von der Schule für rund 5 Dollar an den Staat und von diesem für 30 bis 100 Dollar an die Autobesitzer verkauft werden, hat sowohl die Schule ihr Auskommen als auch der Staat. „Dieses Jahr wurde sogar ein besonderes Weltjugendtagslogo auf die Kennzeichen aufgedruckt“, hat Michael Griemens beim Schulrundgang festgestellt.

Für die Weltjugendtags-Pilger bleibt es aber nicht beim Schauen – zusammen mit den einheimischen Jugendlichen haben sie auch selbst mit angepackt und beim Renovieren einiger Schul-Räume geholfen. Und beim internationalen Sportfest ging es in Disziplinen wie Fußball, Basketball oder Cheerleading um den fröhlichen Wettkampf mit den anderen Nationen in Chapala. Natürlich gehören bei diesem großen Glaubensfest auch Gottesdienste zum Programm. Gerade bei den gemeinsamen Messen treffen die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der jungen Leute aus Lateinamerika und Europa mit dem gemeinsamen christlichen Glauben zusammen.

Dieser spirituelle Aspekt der Reise steht in den kommenden Tagen noch stärker im Fokus. Dann beginnt in Panama City der eigentliche Weltjugendtag. Praktisch für die jungen Erwachsenen aus dem Ruhrbistum: Chapala liegt nur eine Busfahrt vom Zentrum der Hauptstadt entfernt. Während derzeit also hunderttausende Weltjugendtags-Pilger nach den „Tagen der Begegnung“ aus anderen Städten Panamas und aus den umliegenden Ländern Mittelamerikas nach Panama City reisen, bleibt die Gruppe aus dem Ruhrbistum zusammen mit dem Team der Militärseelsorge einfach in Chapala.

Auch Bischof Overbeck kommt nach Panama

Von dort geht es nun jeden Morgen in die Hauptstadt, wo jeweils vormittags gemeinsame Glaubensgespräche und Gottesdienste mit Bischöfen auf dem Programm stehen. Auch Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck ist in Panama dabei und wird dort die Gruppe aus seinem Bistum treffen. Ab Mittwoch steigt zudem die Spannung in der Stadt: Dann wird Papst Franziskus in Panama erwartet. Nach einer ersten Begegnung und der offiziellen Eröffnung des Weltjugendtags am Donnerstagabend an der zentralen Cinta Costera, dem Küsten-Boulevard der Hauptstadt, wird er dort am Freitag mit zehntausenden Teilnehmern den Kreuzweg beten.

Den Höhepunkt des Weltjugendtags erleben die jungen Leute aus dem Ruhrgebiet dann am Samstag und Sonntag, beim zweiteiligen Abschluss-Gottesdienst mit dem Papst auf einem großen Gelände am Rande der Hauptstadt: Nach einer abendlichen Vigil-Feier mit zehntausenden Kerzen übernachten die Teilnehmer auf dem Gottesdienstgelände unter freien Himmel und feiern dort am Sonntag die Abschlussmesse mit dem Papst. Am Montag und Dienstag geht es dann – bestenfalls ohne Streik und Verspätungen – wieder zurück nach Deutschland.

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news-18015 Mon, 21 Jan 2019 13:40:30 +0100 Bischof Overbeck spricht mit Arbeitsagenturen über Digitalisierung des Arbeitsmarkts https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-spricht-mit-arbeitsagenturen-ueber-digitalisierung-des-arbeitsmarkts/ Über die Chancen und Risiken der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt im Bistum Essen sprach Bischof Franz-Josef Overbeck jetzt mit den Leitern der Arbeitsagenturen. Welche Arbeitskräfte können bereits jetzt durch Maschinen ersetzt werden, wenn marktreife Technologien flächendeckend erfolgreich sind? Welche Chancen, Risiken und konkreten Herausforderungen bringt die zukünftige Digitalisierung des Arbeitsmarktes mit sich? Darüber diskutierte Bischof Franz-Josef Overbeck mit den Leitern der Arbeitsagenturen im Bistum Essen.

Bischof Franz-Josef Overbeck betonte die Rolle der Digitalisierung im Bistum Essen: „Was bedeutet die Digitalisierung für uns als Kirche? Wir sind in vielfacher Weise ein großer Arbeitgeber und müssen uns dieser Frage stellen.“ In Bezug auf die aktuell geführte Ruhrkonferenz sagt er: „Insbesondere mit Blick auf die Fragen, wie Beschäftige durch Qualifikationsmaßnahmen auf dem Arbeitsmarkt zukünftig bestehen und wie Arbeitsplätze durch die Ansiedlung von neuen Unternehmen geschaffen werden können, erhoffe ich mir zielorientierte Innovationsmaßnahmen.“

Da das technisch Mögliche nicht die Realität widerspiegele und die Digitalisierung für den Arbeitsmarkt auch viele Zukunftschancen biete, komme es darauf an, diesen Prozess regionalspezifisch zu gestalten, sagte Referent und Digitalisierungs-Experte Frank Bauer vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung. Torsten Withake, Geschäftsführer Arbeitsmarktmanagement der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf, moderierte die Diskussionsrunde. Auch er fokussierte die gründliche Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen: „Wir werfen den Blick nach vorne und fragen: Was bedeutet das, was an Weiterentwicklungen durch die Digitalisierung auf uns zukommt? Was können wir jetzt gemeinsam tun, um die sich hieraus ergebenden Chancen für jeden Einzelnen und auch für die Region optimal zu nutzen?“

Mit Blick auf die vielerorts besonders schwierige Arbeitsmarktsituation im Ruhrgebiet trifft sich Bischof Overbeck regelmäßig zu Gesprächen mit Vertretern der Arbeitsagenturen.

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news-18014 Mon, 21 Jan 2019 11:26:06 +0100 Neue Niederlassung der Amigonianer im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/neue-niederlassung-der-amigonianer-im-bistum-essen/ Patres kommen im Juli von Köln nach Gladbeck und setzen sich dort für benachteiligte Jugendliche und ihre Familien ein. Bischof Franz-Josef Overbeck und der Gladbecker Stadtdechant André Müller freuen sich mit dem Pastoralteam der Pfarrei St. Lamberti über die Entscheidung der Ordensleitung, dass der Amigonianer-Orden seine Präsenz im Bistum Essen verstärkt.

In der Nähe zur langjährigen Niederlassung des Ordens mit dem Jugendtreff in Gelsenkirchen-Heßler werden drei zusätzliche Patres, P. Juan María Garcia Latorre, P. Gisbert Lordieck und P. Ralf Winterberg, mit einer neuen Niederlassung in Gladbeck-Brauck die Kommunität der Amigonianer im Ruhrbistum deutlich vergrößern. Derzeit sind die drei Patres noch im Erzbistum Köln pastoral tätig, bevor sie zum 1. Juli ins Ruhrbistum wechseln. Neben dem Ziel, dass sich die Patres in Gelsenkirchen und Gladbeck in Zukunft besser gegenseitig unterstützen können, soll besonders das Charisma des Ordens in der Seelsorge für benachteiligte Jugendliche und ihre Familien verwirklicht werden.

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news-18011 Sun, 20 Jan 2019 10:00:00 +0100 Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ diskutiert über Organspende https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistums-akademie-die-wolfsburg-diskutiert-ueber-organspende/ Podiumsgespräch mit Ärzten, einem Theologen und einem Marathonläufer, der mit einer Spenderlunge lebt, am Montag, 28. Januar, in Mülheim. Diskussion ist die Jahresveranstaltung des Rates für Gesundheit und Medizinethik im Bistum Essen. Ein großer Bedarf, aber nur wenige Spender – und eine schwierige ethische Situation. Über das Thema Organspende diskutieren am Montag, 28. Januar, ab 19 Uhr in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“ der Direktor der Bad Oeynhausener Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie und Mitglied der ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, Prof. Jan Gummert, der Geschäftsführer der Essener Contilia-Gruppe und Sprecher des Rates für Gesundheit und Medizinethik im Bistum Essen, Dr. Dirk Albrecht, Marathonläufer Reiner Heske und der Tübinger Moraltheologe Prof. Dietmar Mieth.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im vergangenen Jahr die Widerspruchslösung in die Diskussion eingebracht, nach der jeder Bürger ein potentieller Organspender wäre, wenn er nicht zu Lebzeiten widersprechen würde. Die Befürworter dieses Verfahrens hoffen auf eine Erhöhung der Spenderzahlen – doch es gibt ethische Vorbehalte. Über diese und weiter Aspekte diskutieren die Gesprächspartner in Mülheim unter der Überschrift „Organspende – Solidarität und Selbstbestimmung“. Moderiert wird die Diskussion von der stellvertretenden Akademie-Direktorin Dr. Judith Wolf.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, allerdings bitte die „Wolfsburg“ um Anmeldung.

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news-18013 Sat, 19 Jan 2019 10:23:00 +0100 Theologen diskutieren in der Kneipe über Heuschrecken und Sport-Sexismus https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/theologen-diskutieren-in-der-kneipe-ueber-heuschrecken-und-sport-sexismus/ Beim „Theologischen Salon“ verlassen Bochumer Nachwuchswissenschaftler den akademischen Elfenbeinturm und präsentieren ihre Themen in der Szenekneipe „Goldkante“. Theologen diskutieren die großen Fragen zwischen Himmel und Erde. Dabei wird ihnen gelegentlich vorgeworfen, dass dies wenig mit dem echten Leben zu tun habe. Vielleicht liegt dies an den typischen Örtlichkeiten der großen Theologie: Hörsäle ehrwürdiger Universitäten, Kirchen und Klöster oder gar der Vatikan verströmen selten den Charme der Alltagstauglichkeit. Konsequenterweise verlegen die Nachwuchs-Theologen der Bochumer Ruhr-Uni seit einigen Jahren ausgesuchte Themen in eine Kneipe – „dahin, wo das echte Leben spielt“, wie Christian Pelz es formuliert. Der Doktorand – Steckenpferd: „Starwars-Theologie“ – moderiert an diesem Abend den „Theologischen Salon“ in der „Goldkante“.

Mehrmals im Semester gehört das Hinterzimmer dieser Bar in der Nähe des Schauspielhauses den Theologen. In der schummrigen Beleuchtung einer rot bezogenen Stehlampe und dem grellen Licht der Projektion stellen junge Wissenschaftler zwischen Bachelor und Doktorarbeit auf einem Plüschsofa in kurzen Vorträgen ihre Forschungsthemen vor. Wird an der Uni in solchen Situationen fleißig mitgeschrieben, stoßen die Zuhörer hier mit Fiege Pils und Rothaus Tannenzäpfle an oder knabbern ein paar Erdnüsse.

Heuschrecken – vom Alten Testament bis zu Franz Müntefering

Nicht in Snack-Form, sondern als Landplage sind Heuschrecken an diesem Abend das Thema von Alina Potempa: „Von Betern, Büßern und Bankern“ präsentiert sie Heuschreckengeschichte(n) von der achten Plage des Alten Testaments bis zur Neuzeit. Geschichten, „die sich immer auf der ganz großen Bühne bewegen, zwischen Leben und Tod“, wirbt die Kirchenhistorikerin für ihr Programm. Das zieht sich ausgesprochen kurzweilig vom Alten Ägypten über das Mittelalter und Preußen bis zu SPD-Chef Franz Müntefering, der den mystischen Bauern-Horror 2004 in die Welt des globalisierten Kapitalismus übertrug, als er Heuschrecken-Schwärme zum Synonym für Investoren machte, die mit überzogenen Rendite-Erwartungen Firmen „abgrasen“ oder „aussaugen“ würden. Potempa hat dabei einen Wandel im Heuschrecken-Bild festgestellt: Waren die Schwärme im Altertum zwar ein Zeichen für die totale Zerstörung, waren die Heuschrecken aber dennoch göttliche Boten, die den Menschen eine Warnung sein sollten. Im modernen Bild „ist die Heuschrecke selbst böse geworden“. Immerhin: Bei aller Dramatik seien Heuschrecken kein Zeichen von Hoffnungslosigkeit – schließlich zögen die Schwärme irgendwann weiter, so die Theologin.

Vom Umgang des Sports mit den Geschlechtern

Hoffnung wünschen sich die meisten Zuhörer an diesem Abend auch beim zweiten Thema in der „Goldkante“: Der Umgang des Sports mit den Geschlechtern. In keinem gesellschaftlichen Bereich habe sich „die Trennung in das, was angeblich männlich und das was weiblich ist, so sehr gehalten, wie im Sport“, sagt die evangelische Theologin – und Leichtathletin – Nathalie Eleyth. Der Grund liegt auf der Hand: Weil Frauen im Durchschnitt nicht so groß und so kräftig sind wie Männer droht Wettbewerbsverzerrung. Aber mit der gleichen Begründung könne man im Sport auch nach Ethnien oder Hautfarben unterscheiden, provoziert Eleyth: Schließlich haben bei Sprint oder Marathon weiße Läufer kaum Chancen.

Dennoch bleibt es ein „Dilemma“, gesteht Eleyth: Die Ansprüche nach Chancengleichheit und Gleichheit der Geschlechter ließen sich kaum miteinander vereinbaren. Doch die Sportwelt bewege sich nicht einmal ausschließlich in die Richtung von mehr Gleichberechtigung: So habe die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland Fußball „von seiner schönsten Seite“ versprochen – und während sich Männer-Teams früherer Jahre allenfalls gesanglich fragwürdig inszenierten, hätte sich das Damen-Team zur WM im eigenen Land im knappsten Dress im „Playboy“ präsentiert. In Sachen Gleichberechtigung im Sport „haben wir Fort- und Rückschritte – und ich wundere mich sehr, dass das beides zusammengeht“, sagt Eleyth.

So verlassen die Gäste im Hinterzimmer der „Goldkante“ am Ende wohl gleichermaßen unterhalten wie nachdenklich den „Theologischen Salon“. Vielleicht nicht das schlechteste Ergebnis für einen wissenschaftlichen Abend „mitten im echten Leben“.

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news-18007 Sat, 19 Jan 2019 09:00:00 +0100 Bistum sorgt für schnelles Internet in Schulen und Bildungshäusern https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-sorgt-fuer-schnelles-internet-in-schulen-und-bildungshaeusern/ Dank Landesmitteln und tatkräftiger Partner kann der Ausbau mit Glasfaseranschlüssen jetzt beginnen. Davon profitieren die Bischöflichen Gymnasien in Essen und Duisburg, die Essener Sekundarschule und die Gladbecker Jordan-Mai-Förderschule. Das Bistum Essen sorgt bei seinen weiterführenden Schulen und seinen Bildungshäusern mit modernen Glasfaseranschlüssen für schnelle Internetverbindungen. Eine entsprechende Vereinbarung hat das Bistum jetzt mit der Deutschen Telekom geschlossen, unterstützt von der Micus Strategieberatung. In den kommenden zwei Jahren erhalten das Abtei- und das Hildegardis-Gymnasium in Duisburg, die Jordan-Mai-Förderschule in Gladbeck, das Bischöfliche Schulzentrum mit Gymnasium und Sekundarschule am Essener Stoppenberg sowie das Mariengymnasium in Essen-Werden Hightech-Anschlüsse ans Glasfasernetz. Auch die Bischöfliche Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim, das Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen-Werden und das Jugendhaus „St. Altfrid“ in Essen-Kettwig werden entsprechend vernetzt. Zum symbolischen Start der Arbeiten trafen sich die neue Schuldezernentin Eva Lingen, Johannes Wesseling aus der Schulverwaltung und Schulleiterin Christiane Schmidt jetzt mit den beteiligten Partnern am Werdener Mariengymnasium, das als erstes vom Netzanschluss profitieren wird.

„Wir hoffen, dass die Anschlüsse auch an unseren anderen Schulen deutlich vor der vereinbarten Zwei-Jahres-Frist fertig gestellt werden“, sagt Johannes Wesseling, stellvertretender Leiter der Schulverwaltung im Bistum Essen. Auch der Telekom-Vertriebsbeauftragte Michael Pletsch gibt sich zum Start der Bauarbeiten optimistisch: Angesichts der zentralen Lage der Schulen im Ruhrgebiet erwarte man bei den Erdarbeiten einen vergleichsweise geringen Aufwand. „Wir sind schon ein bisschen stolz darauf, dass wir im landesweiten Vergleich mit diesem Projekt ziemlich weit vorne liegen“, freut sich Wesseling. Das Bistum habe sich sehr früh um Mittel aus dem NRW-Programm „Gute Schule 2020“ beworben und könne diese dank der Partner von Telekom und Micus nun zielgerecht einsetzen. Insgesamt koste das Projekt für alle zehn Häuser rund 282.500 Euro, so Wesseling. Für die sieben Schulen übernehme das Land gut 94 Prozent der Kosten.

„Die schnellen Internetanschlüsse helfen uns, die gute technische Einrichtung unserer Schulen noch besser einsetzen zu können“, erläutert Schuldezernentin Lingen zum Baustart. Schnelle Internetanschlüsse seien dabei kein pädagogischer Wert an sich, sondern heutzutage schlicht notwendig, „um unsere wertorientierte Bildung glänzen zu lassen.“

Zunächst werde die Geschwindigkeit der Anschlüsse 200 Mbit pro Sekunde beim Herunterladen und 100 Mbit beim Hochladen von Daten ins Internet betragen, erläutern die Micus-Vertreter. Das sei bereits jetzt Hochgeschwindigkeits-Internet – die Glasfaser-Anschlüsse ermöglichten in Zukunft aber auch noch höhere Geschwindigkeiten. „Das wird dann von den Providern abhängen, mit denen wir Verträge abschließen“, sagt Wesseling. Wichtig sei, dass mit den neuen Anschlüssen die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen würden.

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news-18012 Fri, 18 Jan 2019 15:07:58 +0100 Altenheimbewohner im Glauben begleiten https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/altenheimbewohner-im-glauben-begleiten/ Nur warm, satt, sauber? In katholischen Altenpflegeeinrichtungen denkt man auch an die seelsorgerliche Begleitung der Bewohner. Dafür werden Mitarbeitende aufwändig geschult. Bald startet zudem ein Kurs für Ehrenamtliche, die sich in Altenheimen engagieren und die Bewohner im Glauben begleiten möchten. Wenn man ein Leben lang zur Kirche gegangen ist, möchte man nicht darauf verzichten, nur weil man in ein Altenheim gezogen ist. Was aber, wenn die betagten Bewohner nicht mehr zur Pfarrkirche und die Seelsorger zu selten ins Altenheim kommen können? Im Bistum Essen werden deshalb Pflegekräfte und Mitarbeitende im Sozialen Dienst in der Alten- und Behindertenhilfe so fortgebildet, dass sie an ihrem Arbeitsplatz Aufgaben der Seelsorge übernehmen können. Acht Teilnehmerinnen aus Essen, Mülheim, Gelsenkirchen und Ennepetal haben am Freitag das siebte und letzte Modul der intensiven Fortbildung abgeschlossen. Michael Dörnemann, Leiter des Dezernates Pastoral und Bildung im Bistum Essen, der im Haus der Caritas in Essen die Zertifikate überreichte, sieht bei vielen Getauften ein Talent dafür, andere im Glauben zu begleiten. „In unseren Pfarrgemeinden gibt es unzählige Einrichtungen für Senioren. Es ist notwendig, dass die Seelsorge mit ihnen und ihren Angehörigen Kontakt hält“, so Dörnemann.

Für das Kurskonzept zeichnen das Dezernat Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat, der Caritasverband für das Bistum Essen und Einrichtungen der Altenhilfe verantwortlich. Gemeindereferentin Ursula Besse-Baumgarten, die den Kurs leitete, sieht den Zugewinn für die alten Menschen, wenn diejenigen Mitarbeitenden, denen sie täglich im Haus begegnen, auch in seelsorgerlichen Fragen ansprechbar sind und die Sorgen der alten Menschen etwa in Fürbitten im Hausgottesdienst zur Sprache bringen können.

Eine der Kursabsolventinnen, Claudia Breiderhoff (62), arbeitet im Sozialen Dienst des Hauses St. Maria Immaculata in Essen-Borbeck. Drei Jahrzehnte Berufserfahrung bringt sie mit, hat sich auch bislang schon um Sorgen und Nöte der Bewohner gekümmert. Mit Abschluss der pastoralen Fortbildung eröffnen sich ihr mehr Möglichkeiten, für deren spirituellen Bedürfnisse zu sorgen. Zusammen mit Ehrenamtlichen der Pfarrei St. Dionysius bietet sie Abendgebete direkt im Wohnbereich an, damit auch schwerst Demenzkranke teilnehmen können. Sie leitet Wortgottesfeiern, bringt jetzt selbst die Krankenkommunion in die Zimmer und betreut an einem festen Tag in der Woche einzelne Bewohner. „Die Pflegekräfte rufen mich zu unruhigen Sterbenden. Auch dafür muss jemand Zeit haben“, sagt Breiderhoff.

Während des zehnmonatigen Kurses haben die Teilnehmenden sich damit auseinandergesetzt, wie sich die Persönlichkeit in Alter und Krankheit entwickelt. Alte Menschen haben ihre eigene Vorstellung von Gott und ein oft anderes Menschenbild, sie gehen anders als Jüngere mit Schuld um und haben ihre eigenen Erfahrungen in der Kirche gemacht. Auf all das muss die Seelsorge sich einstellen, vor allem, wenn es während der Sterbebegleitung auf die Zielgerade des Lebens geht und spätestens dann auch die Angehörigen in den Blick geraten. Auch Theologie und Ethik kommen im Kurs zur Sprache.

Die „Pastorale Zusatzqualifikation in der Alten- und Behindertenhilfe im Bistum Essen“ wird für hauptamtliche Mitarbeitende im Februar 2020 wieder angeboten. Für Ehrenamtliche im Altenpflegeheim startet aufgrund des guten Erfolges ergänzend von März bis Juli 2019 in Essen ein Kurs mit dem Titel „Menschen in ihrem Glauben qualifiziert begleiten“. An fünf Nachmittagen lernen die Teilnehmenden die wichtigsten Grundkenntnisse der christlichen Seelsorge und reflektieren ihre eigene Rolle dabei. Anmeldeschluss für diesen Kurs ist am 26. Februar. Informationen zu beiden Kursen gibt Ursula Besse-Baumgarten, Tel. 0201/2204-541, ursula.besse-baumgarten@bistum-essen.de.

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news-18010 Fri, 18 Jan 2019 13:53:54 +0100 Kindergartenkinder wandern auf Pilgerweg im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/kindergartenkinder-wandern-auf-pilgerweg-im-bistum-essen/ Rund zwei Kilometer sind die Kindergartenkinder der Gemeinde St. Maria Magdalena in Wattenscheid-Höntrop am Freitag, 18. Januar, auf dem Pilgerweg des Bistums Essen gepilgert. Trotz Minusgraden und dichtem Nebel konnten sie ihr Pilgerziel gut finden. Der Nebel hängt tief über den Feldern in Höntrop. Raureif liegt fest auf den Grashalmen und Blättern am Wegesrand. Doch die rund 70 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren der katholischen Kindertageseinrichtung St. Maria Magdalena wissen genau, wo sie lang müssen. „Da! Da ist ein Zeichen!“ rufen sie aufgeregt und laufen zu einem Baum am Feldweg. Sie zeigen auf das Schild in Magenta des Pilgerwegs im Bistum Essen. Zwei Meter weiter entdecken sie das nächste Pilgerzeichen – hier geht es also weiter.

Ein Vorzeigekonzept zum Pilgern für andere Kitas

Auf das Pilgern haben die Kinder schon seit Montag gespannt gewartet, es ist der Abschluss ihrer Kinderbibelwoche. Bis es wirklich losging, haben sie gelernt, warum Pilger sich auf den Weg machen, wo man pilgern kann und was im Pilgerrucksack auf keinen Fall fehlen darf. Stephanie Rösen, Leiterin der Kita, organisiert die Projektwoche seit mehreren Jahren, hat sich gemeinsam mit den Erziehern für das Pilgerthema entschieden. „Es passt sehr gut zu unserem Jahresthema „Kultur“, bei dem wir uns auch genau unsere Umgebung und was man dort alles machen kann, anschauen“. Auch Karl-Heinz Leibold, der das Pilgerwegsprojekt im Bistum leitet, ist überzeugt: „Kinder können genauso wie Erwachsene pilgern, im besten Fall erzählen sie ihren Eltern davon und wandern mit der ganzen Familie.“ Gemeinsam mit dem Kita-Zweckverband des Bistums  möchte er nun ein Konzept entwickeln, dass auch andere Kitas für eine Pilgerwoche nutzen können.

„Pilgern heißt, dass man sehr weit läuft“

Um den Pilgerweg zu entdecken, mussten die Zwei- bis Sechsjährigen gar nicht weit gehen, er verläuft direkt vor der Kita. Rund zwei Kilometer haben die Kinder vor sich. „Pilgern heißt, dass man sehr weit läuft“, weiß der 5-jährige Julius. „Aber ich freu mich, weil wir am Ende alle eine Stempel bekommen, wenn wir es geschafft haben.“ In Zweierreihen haben die Kinder die große Straßenkreuzung überquert, sind dann auf den Feldweg abgebogen. Vor einem kleinen Hügel rennen sie los, mit Stephanie Rösen und den Erzieherinnen den Weg entlang. Alex und Nicolai schieben den roten Bollerwagen von hinten an, darin liegt ein großer Holzkoffer in Kreuzform. „Da ist Jesus drin“, weiß der vierjährige Nicolai. Warum er mit muss? „Weil er uns den Weg zeigt“, sagt Alex.

An einem Friedhof machen die Kinder eine kurze Pause mit Keksen und Weingummi, lauschen einem kurzen Gebet, singen das Pilgerlied, das sie gelernt haben. Dann geht es weiter, so schnell wie jeder kann oder geschoben im großen 6er-Kinderwagen, bis zum Pilgerziel: Der Bartholomäuskapelle am Wattenscheider Hellweg. Dort bekommen die Kinder dann den Pilgerstempel auf ihre Urkunden - der Beweis, dass sie ein Stück des Jakobswegs in der eigenen Heimat gelaufen sind.

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news-18003 Fri, 18 Jan 2019 10:00:00 +0100 Duisburger Schulseelsorger Hermann Josef Grünhage spricht „Geistliches Wort“ im WDR https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/duisburger-schulseelsorger-hermann-josef-gruenhage-spricht-geistliches-wort-im-wdr/ Sendetermin ist Sonntag, 27. Januar, um 8.40 Uhr Diplom-Theologe Hermann Josef Grünhage, Schulseelsorger am Bischöflichen Abtei-Gymnasium in Duisburg-Hamborn, spricht am Sonntag, 27. Januar, um 8.40 Uhr das „Geistliche Wort“ auf WDR 5. Im Mittelpunkt des morgendlichen Impulses steht der Gedenktag an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. „Erinnerungskultur: Das meint, dass eine Gesellschaft das Erinnern nicht dem Zufall überlässt“, sagt Grünhage und erzählt von den schwierigen Gesprächen mit seinen Eltern über den Zweiten Weltkrieg. Auch heute werde das Elend von Millionen Menschen auf der Welt leichtfertig verdrängt. Erinnerungskultur dagegen, so Grünhage, lasse eine Haltung entstehen, die Unrecht sehe und dagegen einschreite.

Nach dem Sendetermin kann man den Hörfunkbeitrag hören und lesen auf www.kirche-im-wdr.de. (cs)

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news-18006 Fri, 18 Jan 2019 09:12:43 +0100 Nikolaus-Groß-Medaille für Mülheimer Musiker Markus Zaja https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/nikolaus-gross-medaille-fuer-muelheimer-musiker-markus-zaja/ Zum Gedenktag an den von den Nationalsozialisten ermordeten Seligen am 23. Januar hat die Mülheimer Stadtkirche am Donnerstagabend wieder ihre jährliche Auszeichnung verliehen. Im Essener Dom feiert Weihbischof Schepers am Mittwoch, 23. Januar, einen Gottesdienst im Gedenken an Nikolaus Groß. #1# Der bekannte Mülheimer Musiker Markus Zaja hat am Donnerstagabend die diesjährige Nikolaus-Groß-Medaille erhalten. Mit der Auszeichnung im Rahmen ihres Neujahresempfangs ehrt die Mülheimer Stadtkirche die Verdienste Zajas um Kirche, Gesellschaft, Kultur und Politik.

Vor allem der ökumenische und interreligiöse Dialog ist Zaja seit vielen Jahren ein Anliegen. So hielt die Laudatio auf den Geehrten am Donnerstagabend auch Michael Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein. Zaja war nicht nur mehrere Jahre lang Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der Pfarrei St. Mariae Geburt, sondern auch der Vertreter der katholischen Kirche in der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in Mülheim an der Ruhr. Aktuell vertritt er die katholische Kirche im Mülheimer Bündnis der Religionen für Frieden und ist der Islam-Beauftragte der Mülheimer Stadtkirche. Zaja unterstützt zudem den ökumenischen Friedensmarsch in Mülheim und begleitet viele Veranstaltungen und Gottesdienste in Mülheim als Musiker, aber auch als Mitorganisator.

Die Nikolaus-Groß-Medaille wird alljährlich anlässlich des Gedenktages des Seligen Nikolaus Groß am 23. Januar verliehen. Der christliche Gewerkschafter und Widerstandskämpfer Nikolaus Groß war 1945 in Berlin hingerichtet und im Jahr 2001 als Märtyrer selig gesprochen worden.

An seinem Gedenktag erinnern die Christen auch im Essener Dom an Nikolaus Groß. Um 19 Uhr feiert Weihbischof Ludger Schepers am Mittwoch, 23. Januar, mit den Gläubigen einen feierlichen Gottesdienst im Gedenken an den aus Hattingen-Niederwenigern stammenden Seligen.

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news-18005 Thu, 17 Jan 2019 16:43:20 +0100 Ministerin Gebauer informiert sich über gemeinsamen Religionsunterricht von Katholiken und Protestanten https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ministerin-gebauer-informiert-sich-ueber-gemeinsamen-religionsunterricht-von-katholiken-und-protestan/ Die Grundschule im Bergmannsfeld ist die erste Essener Schule, die „KoKoRu“ anbietet, den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht. Im Ruhrbistum machen bereits 43, landesweit sogar schon 184 Schulen mit. Bei „KoKoRu“ werden Katholiken und Protestanten gemeinsam, aber von wechselnden Lehrern unterrichtet. 270 Kinder aus 31 Nationen tummeln sich an der Grundschule im Essener Bergmannsfeld – 41 von ihnen sind katholisch, 17 evangelisch. Zahlen, die zeigen, dass „KoKoRu“ für diese Schule gerade recht kommt. Im konfessionell-kooperativen Religionsunterricht werden hier seit dem Sommer erstmals katholische und evangelische Kinder gemeinsam nach einem abgestimmten Lehrplan unterrichtet – ein Konzept das beide Kirchen gemeinsam erarbeitet haben. Wie dieser gemeinsame Religionsunterricht funktioniert, hat sich am Donnerstag NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer bei einem Schulbesuch im Bergmannsfeld angeschaut, gemeinsam mit Generalvikar Klaus Pfeffer, der neuen Bistums-Schuldezernentin Eva Lingen und vielen weiteren Gästen.

Seit dem Start im vergangenen Jahr haben sich landesweit 184 Schulen dafür entschieden, im Religionsunterricht alle christlichen Schüler eines Jahrgangs gemeinsam zu unterrichten – und zwar abwechselnd von einem katholischen und einem evangelischen Lehrer. Zahlenmäßig bilden bei „KoKoRu“ derzeit Grundschulen (99) und Gesamtschulen (46) den Schwerpunkt. Viele Gymnasien hätten mit einer Umstellung zuletzt noch abgewartet, weil zunächst die Kernlehrpläne nach der Rückkehr zu G9 erstellt werden müssten. Für das laufende Jahr erwartet das Schulministerium daher mindestens eine noch einmal so große Zahl an Anträgen. Fast jede vierte der 184 „KoKoRu“-Schulen liegt im Bistum Essen (43). Möglich ist „KoKoRu“ überall in Nordrhein-Westfalen außer im Bereich des Erzbistums Köln.

Fachleute für „Erstkommunion“ und „Martin Luther“

In Essen ist die Grundschule im Bergmannsfeld bislang die einzige Schule mit konfessionell-kooperativem Religionsunterricht. „Wir haben festgestellt, dass die Religionsunterricht-Gruppen immer kleiner werden, da erschien uns das ,KoKoRu‘-Konzept für unsere Schule sehr geeignet“, sagt die evangelische Religionslehrerin Melanie Turnwald. Gemeinsam mit ihrem katholischen Kollegen Matthias Kannapinn hat sie Fortbildungen besucht und einen Lehrplan erstellt, in dem deutlich wird, welche Themen die Konfessionen ähnlich darstellen – und wo es Unterschiede gibt. Nun werden im „KoKoRu“-Programm der Schule die Christen der 1. und 3. Klasse von katholischen Lehrern unterrichtet – auch, weil die in der 3. Klasse gut das Thema Erstkommunion behandeln können. In der 2. und 4. Klasse übernehmen dann jeweils evangelische Lehrer – und sind dann unter anderem Fachleute für das kurz vor dem Wechsel in die weiterführende Schule anstehende Thema „Martin Luther“. „Durch den gemeinsamen Unterricht wird das Bewusstsein der christlichen Schüler in unserer Schule gestärkt – zum Beispiel auf dem Pausenhof“, hat Religionslehrer Kannapinn festgestellt. Umgekehrt werde bei vielen Lehrern durch die ökumenische Zusammenarbeit an den „KoKoRu“-Schulen das Bewusstsein für die eigene Konfession oft neu betont, so eine Rückmeldung aus den Fortbildungen, an denen alle beteiligten Schulen teilnehmen müssen.

Respekt für die Lehrer – und der Wunsch nach noch mehr „KoKoRu“

Die Ministerin – selbst evangelische Christin – zeigte sich beeindruckt von dem Programm, dass sich in wenigen Monaten „KoKoRu“ an der Essener Grundschule entwickelt hat. Sie sei „stolz, dass es dieses Konzept dank der Zusammenarbeit der Kirchen und der Landesregierung in unserem Land gibt“, so Gebauer. Sie würde sich „freuen, wenn sich noch viele weitere Schulen für dieses Konzept entscheiden“. Da hätte auch der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer, nichts gegen einzuwenden. Er zollte den Lehrerinnen und Lehrern im Bergmannsfeld „Respekt, dass Sie sich auf dieses Projekt eingelassen haben“. Dem Ruhrbistum sei es „wichtig, diesen Weg weiterzugehen und dafür zu werben, weil wir sehen, dass es für diesen konfessionell kooperativen Religionsunterricht einen großen Bedarf an vielen Schulen in unserem Land gibt“, sagte Pfeffer. Wichtig sei darüber hinaus, gerade an den Schulen auch den Kontakt zwischen den Christen und den Mitgliedern anderer Glaubensgemeinschaften zu unterstützen, so Pfeffer. Hier macht die Schule im Bergmannsfeld neben dem christlichen mit islamischem Religionsunterricht gute Erfahrungen.

Und dass der gemeinsame Religionsunterricht von Katholiken und Protestanten weitere ökumenische Aktionen anregt, ist ebenfalls im Sinne der Christen. So gab es deutlichen Zuspruch für die zunächst noch etwas zögerlich vorgetragene Idee der beiden für die Schule zuständigen Geistlichen Ludger Molitor (katholisch) und Olaf Zechlin (evangelisch), den Schulgottesdienst nicht mehr alle zwei Wochen konfessionell getrennt – sondern künftig wöchentlich und ökumenisch zu feiern. Das sei doch ganz im Sinne des „KoKoRu“, sagte Pfeffer.

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news-18004 Thu, 17 Jan 2019 15:29:40 +0100 Kirchen kritisieren Pläne der Landesregierung zur Kita-Finanzierung https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/kirchen-kritisieren-plaene-der-landesregierung-zur-kita-finanzierung/ Beim Vorstoß für ein zweites beitragsfreies Kindergartenjahr würde das Land nur die Kommunen, aber nicht die Kirchen und andere freie Träger entlasten, bemängelt der Leiter des katholischen Büros NRW, Pfarrer Antonius Hamers. Beim Neujahrsempfang des Katholischen Büros Nordrhein-Westfalen hat Büroleiter Pfarrer Antonius Hamers seine Kritik an der aktuellen Kita-Politik der NRW-Landesregierung bekräftigt. Der Pakt der Landesregierung „mit den Kommunen und ohne uns“ habe irritiert, sagte Hamers am Dienstagabend in Düsseldorf. Selbstverständlich sei es gut, „wenn Familien finanziell entlastet werden und wenn Land und Kommunen mehr Geld bereitstellen“. Dennoch bleibe die Frage: „Welche Rolle sollen wir als Kirchen und als freie Träger zukünftig spielen?“, so Hamers.

Bereits am Wochenende hatte Hamers das Vorgehen von NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) bei den Plänen für ein zweites beitragsfreies Kita-Jahr deutlich kritisiert. Die freien und kirchlichen Träger seien an den eigentlichen Verhandlungen nicht beteiligt gewesen und das Verhandlungsergebnis sei zustande gekommen, obwohl das Ministerium über die Vorbehalte der Träger informiert war. Das habe die Kirchen „sehr irritiert“, sagte Hamers der Zeitschrift „Kirche und Leben“. „Ursprünglich hatten die freien Träger entlastet werden sollen – jetzt sind die Kommunen die großen Gewinner“, erklärte der Priester und Jurist. Dabei sei die katholische Kirche der größte Träger von Kitas in Nordrhein-Westfalen.

Auch die Wohlfahrtsverbände in Nordrhein-Westfalen hatten die Pläne der Landesregierung für eine Kita-Reform kritisiert. Nun werde der Trägeranteil bei den Kommunen deutlich abgesenkt, bei den kirchlichen und sonstigen Trägern ändere sich dagegen beim Eigenanteil nichts oder kaum etwas.

Hamers ist indes optimistisch, dass in Sachen Kita-Finanzierung das letzte Wort noch nicht gesprochen ist: „Wir hoffen weiterhin, dass wir bei den Kindertageseinrichtungen zu einer guten Lösung kommen“, sagte er beim Jahresauftakt in der Landeshauptstadt.

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news-18002 Thu, 17 Jan 2019 12:39:20 +0100 Kirche geht Kino – und schaut den Film „Das schweigende Klassenzimmer“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/kirche-geht-kino-und-schaut-den-film-das-schweigende-klassenzimmer/ Gottesdienst und Kinoerlebnis am Sonntagabend, 27. Januar Am Sonntagabend erst in den Gottesdienst, dann ins Kino: Das bietet die Reihe „Kirche geht Kino“ der Citypastoral am Essener Dom. Am Sonntag, 27. Januar, geht es nach der 19.00 Uhr-Messe im Dom um 20.30 Uhr ins Astra Kino an der Teichstraße 2 zum Film „Das schweigende Klassenzimmer“.

Im Film geht es um die Abiturienten Theo und Kurt, die im Jahr 1956 von Westberlin in die DDR zurückkehren und Schockierendes berichten. Sie haben Bilder vom Ungarischen Volksaufstand gesehen und animieren daraufhin ihre Klassenkameraden zu einer Schweigeminute, welche sie im Geschichtsunterricht abhalten. Die Auswirkungen ihrer Aktion haben sie dabei völlig unterschätzt: Der Bildungsminister wird auf die Jugendlichen aufmerksam und erklärt sie zu Staatsfeinden.

Zu „Kirche geht Kino“ erklärt Cityseelsorger Bernd Wolharn: „Filme laden ein, über die eigenen Lebensfragen und Sehnsüchte nachzudenken.“ Das Filmkunsttheater Astra aus dem Jahr 1958 bietet dafür einen stilvollen Rahmen. Kinokarten zum Preis 7 Euro gibt es an der Kinokasse.

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news-18001 Wed, 16 Jan 2019 18:11:12 +0100 Bottroper Innenstadtpfarrei feiert letzte Messe in St. Elisabeth https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bottroper-innenstadtpfarrei-feiert-letzte-messe-in-st-elisabeth/ Drei Gemeinden werden zur neuen St.-Cyriakus-Gemeinde vereinigt. Kirche wurde an lokalen Immobilien-Entwickler verkauft, wird als Gebäude erhalten und beherbergt künftig unter anderem einen Kindergarten. Die Bottroper Innenstadtpfarrei St. Cyriakus feiert am Sonntag, 20. Januar, den letzten Gottesdienst in der Kirche St. Elisabeth, Eichenstr. 49. In ihrem Pfarreientwicklungsprozess hatte sich die Bottroper Pfarrei dafür entschieden, die drei früheren Gemeinden St. Cyriakus, St. Elisabeth und Herz-Jesu zu einer neuen Gemeinde in der Innenstadt zusammenzuführen. Schon seit Monaten planen haupt- und ehrenamtlich Engagierte in der Pfarrei, wie dieses gemeinsame Gemeindeleben gelingen kann, zu dem ab dem kommenden Jahr auch ein neues Gemeindezentrum gehören soll. Im Zuge dieser Planung wird St. Elisabeth nun geschlossen und in einem feierlichen Gottesdienst am Sonntag um 16 Uhr verabschiedet. „An diesem Tag sind die Menschen in St. Elisabeth ganz besonders auf das gemeinsame Gebet und die große Präsenz aller aus der Pfarrei, den Kirchen und den gesellschaftlichen Gruppen angewiesen, damit Abschied und Neuanfang – so gut es geht – gelingen können“, wirbt Stadtdechant Propst Jürgen Cleve, Pfarrer von St. Cyriakus, für den Gottesdienst.

Die Kirche und die benachbarten früheren Gemeinde-Gebäude hat die Pfarrei bereits an einen lokalen Immobilien-Entwickler verkauft. Er wird die Bausubstanz der Kirche erhalten und sie zum einen in den Neubau eines Kindergartens integrieren, zum anderen soll das Kirchengebäude künftig einen Treffpunkt für das umliegende Quartier beherbergen. Um die Kirche herum sollen Wohngebäude für verschiedenste Zielgruppen entstehen.

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news-18000 Wed, 16 Jan 2019 08:37:08 +0100 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/namen-und-daten-278206e788/ Wilfried Weiß Wilfried Weiß ist am Freitag, 11. Januar 2019 im Alter von 86 Jahren verstorben. Das Requiem für den Verstorbenen ist am Montag, 21.01.2019, um 10.00 Uhr, in der Pfarrkirche St. Laurentius, Paßstraße / Laurentiusberg in 45276 Essen-Steele.

Die Beisetzung erfolgt um 11.00 Uhr auf dem Alten Laurentiusfriedhof, Laurentiusweg in Essen-Steele.

Der Verstorbene, der in Essen gewohnt hat, wurde am 30.Dezember 1932 in Essen geborgen und am 23. Oktober 1982 in Essen zum Diakon geweiht.

Im Zivilberuf hatte der Verstorbene zunächst eine Ausbildung zum Konditor abgeschlossen und war später als Beamter bei der Deutschen Post tätig.

Nach seiner Weihe übernahm er in der damaligen Rektoratspfarrei St. Eligius in Essen-Steele die Aufgabe als Diakon mit Zivilberuf. Im Mai 1999 erfolgte die Beauftragung als Diakon mit Zivilberuf in der Pfarrei St. Barbara in Essen-Kray mit einem Schwerpunkt in der Betreuung des Seniorenzentrums Burgundenweg.

Zum Ende des Jahres 2004 trat Wilfried Weiß als Diakon in den Ruhestand. Auch darüber hinaus stand er mit Freude für den diakonalen Dienst zur Verfügung.

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news-17999 Tue, 15 Jan 2019 16:57:25 +0100 Bistum verlängert Innovationsfonds für neue Ideen in den Pfarreien https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-verlaengert-innovationsfonds-fuer-neue-ideen-in-den-pfarreien/ Nach den guten Erfahrungen mit dem 2015 aufgelegten Fonds kann jede Pfarrei für 2019 und 2020 erneut jeweils bis zu 50.000 Euro für innovative Ideen beantragen. Gefördert wurden bislang unter anderem der Umbau der Bottroper Kinderkirche, verschiedene Fahrzeuge, Kommunikationsprojekte sowie Unterstützung für Ehrenamtliche. Das Bistum Essen fördert auch in diesem und im kommenden Jahr mit gut vier Millionen Euro innovative Projekte in den 42 Pfarreien zwischen Duisburg, Bochum und dem Märkischen Sauerland. Konkret kann jede Pfarrei für 2019 und 2020 jeweils bis zu 50.000 Euro beantragen, um neue Ideen in den Gemeinden anzuschieben. Seit dem Start des sogenannten Pastoralen Innovationsfonds im Jahr 2015 wurden bereits mehr als 1,5 Millionen Euro an die Pfarreien und insgesamt mehr als 60 verschiedene Projekte ausgeschüttet. Gefördert wurden zum Beispiel das Web-Radio „RuhrLife“ in Gladbeck, das Kirchenmobil "KathCar" der Bochumer Pfarrei Liebfrauen, das mobile Pausenangebot der Duisburger Pfarrei St. Judas Thaddäus, die Kinderkirche in der Bottroper Pfarrei St. Joseph sowie zahlreiche Angebote zur Unterstützung von Ehrenamtlichen.

Inhaltliche Grundlage für die Innovationsprojekte ist das Zukunftsbild des Bistums Essen, das in sieben Begriffen beschreibt, wie die Christen im Ruhrbistum Kirche sein wollen. Deshalb müssen sich auch Innovationsprojekte an den vier zentralen Zukunftsbild-Begriffen berührt, wach, vielfältig und lernend orientieren und mindestens eine der drei weiteren Zukunftsbild-Eigenschaften gesendet, wirksam und nah berücksichtigen. Jedes aus dem Innovationsfonds geförderte Projekt sollte zudem mit einem Eigenanteil von 15 Prozent finanziert werden.

Beantragen können Pfarreien die Fördermittel dreimal im Jahr (31. Januar, 31. Mai und 30. September) – auch für den Januar-Termin in gut zwei Wochen können noch Anträge eingereicht werden. Grundlage sind eine konkrete Beschreibung der geplanten Idee, ein Kosten- und ein Finanzierungsplan sowie die positiven Stellungnahmen des Kirchenvorstands und des Pfarrgemeinderats.

Alle Formulare und Dokumente liegen zum Download auf der Internetseite zukunftsbild.bistum-essen.de/downloads.

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news-17998 Tue, 15 Jan 2019 10:56:32 +0100 Laschet: Ruhrgebiet schlägt „ein neues Kapitel des Strukturwandels“ auf https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/laschet-ruhrgebiet-schlaegt-ein-neues-kapitel-des-strukturwandels-auf/ Beim gemeinsamen Jahresempfang von Bischof Franz-Josef Overbeck und der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim stand die Zukunft der Region im Mittelpunkt. Moderiert von „Wolfsburg“-Direktor Michael Schlagheck diskutierte der Bischof mit Ministerpräsident Armin Laschet und der Dortmunder Uni-Rektorin Ursula Gather. Auch nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus muss der Strukturwandel im Ruhrgebiet weitergehen. Das haben am Montagabend Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck, Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Ursula Gather, Rektorin der Uni Dortmund und Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung, in Mülheim betont. Nach der Schließung der letzten Zeche im vergangenen Dezember schlage das Ruhrgebiet „ein neues Kapitel des Strukturwandels auf“, sagte der Ministerpräsident vor rund 550 Gästen des gemeinsamen Jahresempfangs von Bischof Overbeck und der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“.

Die von der Landesregierung im vergangenen Sommer gestartete Ruhrkonferenz sei erstmals in der Geschichte der Region „keine Krisenkonferenz“ betonte Laschet. Er verwies auf die Arbeitslosigkeit in der Region, die seit mehreren Monaten im Durschnitt „stabil unter zehn Prozent“ liege. Nun gehe es mit der Ruhrkonferenz darum, neue Impulse für die Region zu entwickeln: „Wenn es uns gelingt, mit Strukturmaßnahmen dem Ruhrgebiet zu helfen – auch mit mehr Geld als anderswo – werden davon auch andere Regionen profitieren“, so der Ministerpräsident. Aus seiner Sicht ist dafür jedoch auch eine stärkere Zusammenarbeit der Ruhrgebiets-Städte erforderlich. Bei der vom Land geschaffenen Möglichkeit, Verwaltungsaufgaben von den Städten auf den Regionalverband Ruhr (RVR) zu übertragen, „gibt es noch reichlich Luft nach oben“, sagte Laschet. Er verwies auf seine Heimatregion Aachen, wo die Kommunen nach langem Ringen nun vorbildlich zusammen arbeiteten.

"Die Herausforderungen werden nicht weniger"

Verglichen mit anderen Regionen sei der Strukturwandel im Ruhrgebiet in der Vergangenheit durchaus positiv verlaufen, stellte Ruhrbischof Overbeck fest. „Aber die Herausforderungen werden nicht weniger.“ Beispielhaft nannte er die Themen Digitalisierung, Verkehr oder Globalisierung. Als Mitglied im Beirat der Ruhrkonferenz sieht sich Overbeck dort als Stellvertreter der christlichen Kirchen in der Region: „Als Kirchen können wir für die Themen einstehen, die für Politik und Wirtschaft schwer zu formulieren sind.“ Schließlich seien die Kirchen „Generalisten in Fragen des Menschseins“. Besondere inhaltliche Schwerpunkte sieht der Bischof bei den Themen Bildung, Gesundheit, Wohnen und Ökologie. In den 20 Themenforen der Ruhrkonferenz müsse „bis zum Sommer klar sein, was das gemeinsame Ziel ist – und das muss dann so einfach formuliert sein, dass es jeder versteht“, betonte Overbeck. Insgesamt verdiene die Region mehr Selbstbewusstsein, sagte der Bischof und wandelte das „Wir schaffen das!“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem „Wir können das!“ fürs Ruhrgebiet.

Uni-Rektorin Gather hob hervor, dass das Ruhrgebiet „einen erstaunlichen Strukturwandel geschafft“ habe und heute mit starken Industriestandorten, einer ausgeprägten mittelständischen Struktur und einem dichten Hochschul-Netzwerk über eine komplette Wertschöpfungskette verfüge. „Es wird dieser Mix sein, der unsere Zukunft bestimmt.“ Eine Zukunft, in der das Ruhrgebiet auch weiterhin von Industrie geprägt bleiben werde, so Gather. „Ich kann mir das Ruhrgebiet überhaupt nicht vorstellen ohne Industrie.“

„Ohne Treue kein effektiver Wandel“

Auf das Spannungsfeld zwischen Beharren und Veränderungen ging Bischof Overbeck in seinem Grußwort an die Gäste des Jahresempfangs ein: Einerseits sei Bewegung angesagt, andererseits zeige sich „eine Treue zum Bestehenden als ein wichtiges Lebensprinzip, das solange trägt, wie es weiterhin Leben ermöglicht und nicht in eine Sackgasse führt“, sagte Overbeck. Ohne eine solche Treue gebe es keinen effektiven Wandel, „denn Änderungen nur um der Änderung willen oder jenseits von Perspektiven, die auf ein Ziel hin führen, driften tendenziell ins Chaos.“

Wie wichtig Diskussionen und politische Auseinandersetzungen sind, um Veränderungen voranzutreiben, hob „Wolfsburg“-Direktor Michael Schlagheck hervor. „Demokratien leben von Vielgestaltigkeit, dem Ringen um Entscheidungen, um Lösungen, die wahrscheinlich besser sind als andere aber eben nicht immer die persönlichen favorisierten Lösungen sind und die keinen Ewigkeitswert besitzen müssen.“ Dies gelte nicht nur bei politischen Themen: „Auch in den kontroversen kirchlichen Debatten ist der abgewogene Umgang mit einem Beharren auf Wahrheiten anzuraten, denn in vielen, auch systemischen Fragen, geht es darum eigentlich nicht.“ Unbequeme Debatten dürften nicht mit vermeintlich unverrückbaren Lehrpositionen abgewürgt werden.

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news-17997 Mon, 14 Jan 2019 11:23:07 +0100 Cityseelsorger spricht mit Gästen im „SinnSucherSalon“ über Sport und Spiritualität https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/cityseelsorger-spricht-mit-gaesten-im-sinnsuchersalon-ueber-sport-und-spiritualitaet/ Unter dem Motto „Sport und Spiritualität“ spricht Pastor Bernd Wolharn, Cityseelsorger am Essener Dom, im „SinnSucherSalon“ am Mittwoch, 30. Januar, um 19 Uhr im „Hayati“, Theaterplatz 11, mit seinen Gästen über Kirche und Sport als wichtige Partner für menschliche Würde und Freiheit, etwa bei der Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Während den Besuchern im Restaurant des Grillo-Theaters ein Drei-Gänge-Menü serviert wird, sprechen Vera Thamm, Sport-Inklusionsmanagerin des DJK-Sportverbands und Paralympics-Teilnehmerin und Elisabeth Keilmann, Sport- und Olympiaseelsorgerin und Geistliche Bundesbeirätin des DJK-Sportverbands, mit Wolharn über das aktuelle Thema.

Zum „SinnSucherSalon“ lädt Wolharn gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk Essen ein. Besucher zahlen für das vegetarische Drei-Gänge-Menü pro Person 15 Euro. Anmeldung und weitere Informationen bei Pastor Wolharn unter Telefon 0201/2204-214 oder per Mail unter bernd.wolharn@bistum-essen.de.

Einmal im Monat bieten „grüßgott“ – die Citypastoral am Essener Dom und die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung die Gespräche im „SinnSucherSalon“ im „Hayati“ an.

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news-17996 Mon, 14 Jan 2019 10:54:45 +0100 Medienforum des Bistums Essen startet neues Halbjahresprogramm https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/medienforum-des-bistums-essen-startet-neues-halbjahresprogramm-1/ Mit Lesungen, Konzerten und Autorengesprächen startet das Essener Medienforum ab Januar in das Programm der ersten Jahreshälfte. Überregional bekannte Journalisten sowie Autoren, Musiker und Wissenschaftler sind zu Gast. Ab Mitte Januar lädt das Medienforum im Bistum Essen zu zahlreichen Lesungen, Konzerten, Hörstücken oder Autorengesprächen zu kirchlichen, politischen oder gesellschaftlichen Themen.

Neu ist in diesem Halbjahr die Reihe „BücherLeben“, in der Autoren der modernen Gegenwartsliteratur mit den Zuschauern diskutieren, was das Lesen ihrer Texte mit dem jeweils eigenen Leben zu tun hat.

Der Islam-Theologe Mouhanad Khorchide berichtet mit seinem Buch „Der andere Prophet – Jesus im Koran“ über den gemeinsamen Blick auf Jesus von islamischer und christlicher Seite. Der Journalist Günther Wessel erzählt aus seiner Dokumentation, wie er mit seiner Familie im Selbstversuch ein Jahr lang im Alltag das Klima schützte.

Auch musikalisch hat das Medienforum wieder Veranstaltungen im Programm: der Journalist und Theologe Andreas Malessa und Komponist Hanno Gäbler erzählen an einem musikalischen Themenabend die Geschichte des Freiheitskämpfers Martin Luther King - 50 Jahre nachdem er erschossen wurde. Die Tango-Szene zwischen Berlin und Buenos Aires ist Teil des Polit-Thrillers und Liebesromans „Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ von Autor Wolfram Fleischhauer, dessen Lesung von dem Quartett Tango Fuego und Sängerin Franziska Dannheim begleitet wird.

Mit im Programm des Medienforums sind dieses Jahr auch wieder die Filmgespräche – Abende, an denen Spielfilme Impulse für eigene Emotionen geben und im Anschluss mit den Zuschauern diskutiert werden. Die Filmtitel können im Medienforum erfragt werden.

Erste Veranstaltung des neuen Halbjahres ist die Lesung von Journalist Igal Avidan aus seiner Dokumentation “Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ am Donnerstag, 24. Januar.

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news-17995 Sun, 13 Jan 2019 13:00:00 +0100 Pastor Andreas Lamm wird Pfarrer in Hattingen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pastor-andreas-lamm-wird-pfarrer-in-hattingen/ Der 39-Jährige ist seit dem vergangenen Sommer als Vertreter des Pfarradministrators Weihbischof Ludger Schepers in Hattingen tätig. Ab dem 17. März übernimmt er als Pfarrer die Leitung der Pfarrei St. Peter und Paul. Pastor Andreas Lamm leitet in Zukunft die Hattinger Pfarrei St. Peter und Paul. Bischof Franz-Josef Overbeck hat Lamm, der bereits seit dem vergangenen Sommer in Hattingen tätig ist, gebeten, ab Mitte März als Pfarrer die Leitung der Pfarrei zu übernehmen.

Nachdem sich der bisherige Pfarrer Winfried Langendonk im Sommer von seinem langjährigen Amt als Pfarrer hatte entpflichten lassen, hatte zunächst Weihbischof Ludger Schepers die Pfarrei übergangsweise als Pfarradministrator geleitet. Lamm war gemeinsam mit ihm nach Hattingen gekommen und als Vertreter des Pfarradministrators tätig.

Schepers wird den 39-jährigen Lamm am Sonntag, 17. März, um 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in sein neues Amt als Pfarrer einführen und sich zugleich als Pfarradministrator verabschieden.

Bischof Overbeck dankt Weihbischof Schepers für seinen Dienst als Pfarradministrator, den er während der vergangenen Monate zusätzlich zu seinen Aufgaben als Bischofsvikar übernommen hatte. Gleichzeitig freut sich Overbeck über die Bereitschaft von Pastor Andreas Lamm, die Leitungsaufgabe der Pfarrei zu übernehmen, und wünscht ihm hierzu viel Freude und Gottes Segen.

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news-17994 Sun, 13 Jan 2019 10:00:00 +0100 Bischof Overbeck: „Wir stehen vor einer kirchlichen Zeitenwende“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-wir-stehen-vor-einer-kirchlichen-zeitenwende/ Wort des Bischofs zum Jahresbeginn 2019 wirbt dafür, mutig und frei über Fragen zu Priesterbild, Frauenamt und Sexualmoral nachzudenken. Vor einer Zeitenwende sieht der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck die katholische Kirche angesichts der Unruhe und des Zorns vieler Menschen aufgrund grundlegender Missstände in der Kirche. „Die alte Zeit ist zu Ende!“ schreibt Overbeck in seinem „Wort des Bischofs“, das am 12. und 13. Januar 2019 in allen Kirchen des Bistums Essen verlesen wurde. Priesterbild und Weiheamt, Hierarchie, Zölibat, Frauenamt und Sexualmoral ständen auf der Tagesordnung. Eine breite Mehrheit der Gläubigen und der gesellschaftlichen Öffentlichkeit erwarteten angesichts einer schon Jahre andauernden Diskussion nun eine ernsthafte Erneuerung der Kirche. Denn selbst diejenigen erwögen einen Kirchenaustritt, die sich das bislang nie hätten vorstellen können, schreibt der Bischof. Nun gehe es nicht darum, eine bestimmte, vertraute Gestalt der Kirche zu retten, sondern nach neuen Wegen zu suchen, um mit Gott in Berührung zu kommen.

Manche Entwicklung sei bereits angestoßen. Overbeck berichtet von eigenen Begegnungen mit Menschen am Rand oder außerhalb der Kirche, die einerseits großes Interesse an Werten und christlichen Inhalten, andererseits Sehnsucht nach religiöser Erfahrung zeigten. Innerhalb der Kirche wüchsen Offenheit und Ehrlichkeit, Tabus lösten sich auf. Im Bistum Essen werde erfolgreich mit neuen Weisen christlichen Lebens experimentiert – so gebe es hier nun Segensfeiern für Neugeborene, neue sozialpastorale Initiativen sowie Wortgottesdienste und Begräbnisse, die von ehrenamtlichen Frauen und Männern geleitet werden.

Angesichts von Misstrauen und Zerwürfnissen der jüngeren Vergangenheit bittet Overbeck darum, „in diesen schwierigen Zeit achtsam und sehr behutsam miteinander umzugehen und Konflikte auf zivilisierte, christliche angemessene Weise auszutragen“. Weder er selbst als Bischof noch sonst jemand könne ein einfaches Patentrezept für die Zukunft haben.

Das „Wort des Bischofs“ ist auch in leichter Sprache erschienen. Darin wendet Overbeck sich in einfachen Worten und kurzen Sätzen an Menschen mit Lernbehinderung oder auch an Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. „Wir finden einen neuen Weg“, schreibt der Bischof, „den Weg ist noch nie jemand gegangen. Wir sind mutig. Wir werden den neuen Weg gehen.

Behindertenverbände können den Text in leichter Sprache über sekretariat-bischofshaus@bistum-essen.de beziehen.

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news-17993 Fri, 11 Jan 2019 13:02:55 +0100 Ausgezeichnet: BENE wird zum besten deutschen Kundenmagazin 2018 gekürt https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ausgezeichnet-bene-wird-zum-besten-deutschen-kundenmagazin-2018-gekuert/ Preisverleihung der Deutschen Post AG in der Lichtburg Essen: „Journalistisch wertvoll aufbereitete Geschichten von Menschen über Menschen“. Als beste deutsche Kundenzeitschrift ist das Magazin BENE des Bistums Essen am Freitag in Essen von der Deutschen Post AG ausgezeichnet worden. In Anwesenheit von rund 800 Gästen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung nahmen Bischof Franz-Josef Overbeck und die beiden BENE-Redakteurinnen Sandra Gerke und Kathrin Brüggemann während des Neujahrsempfangs der Deutschen Post in der „Lichtburg“ die Auszeichnung aus den Händen von Vertriebsleiter Dirk Leibner entgegen. Leibner würdigte BENE als positives, vielfältiges Medium mit journalistisch wertvoll aufbereiteten Themen: „Hier werden Kirchen-Klischees aufgebrochen und Geschichten von Menschen über Menschen erzählt.“

Das Magazin des Bistums Essen konnte sich in der Kategorie „Kundenmagazin und Loyalitätsmarketing“ behaupten. Weitere Preise wurden in den Kategorien „Crossmediales Marketing oder Sampling“, und „Print und Kreation“ vergeben.

Die Kommunikationsabteilung des Bistums Essen hatte unter Federführung der Siegburger Journalistin Jutta Laege im Jahr 2013 mit BENE eine bis dahin neue Form eines kirchlichen Kundenmagazins entwickelt, das fünfmal jährlich in einer Auflage von über 500.000 Exemplaren kostenfrei an alle katholischen Haushalte im Ruhrgebiet versandt wird. Unterstützt wird die BENE-Redaktion in der grafischen Gestaltung von der Agentur Rippelmarken, Druck und Logistik wird von Rehms Druck übernommen. Lebensbejahende Themen über Gott und die Welt, Geschichten über Mensch und Tier, Natur und Kultur, Ratgeber- und Rätselseiten sind in BENE zu finden. Der Anspruch der Redaktion ist zudem, auch Glaubensthemen leicht verständlich und unterhaltsam aufzubereiten.   

„Dass BENE von der Deutschen Post AG für seine Lesernähe ausgezeichnet wird, freut uns sehr“, sagt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck. „Denn wir haben unser Magazin entwickelt, um mit unserer guten, frohen Botschaft Kontakt auch zu jenen Kirchenmitgliedern aufzunehmen, die wir sonst nur selten oder gar nicht erreichen. Auch die Rückmeldungen der Leserinnen und Leser zeigen uns, dass dieses Vorhaben gut gelungen ist.“

Laut einer Marktanalyse aus dem Jahr 2015 möchten über 90 Prozent der BENE-Leser das Heft gern dauerhaft kostenlos erhalten und fühlen sich über kirchliche Themen angemessen informiert. Auf www.bene-magazin.de gibt es zusätzlich weitere Videos und Interviews zu den Themen des Heftes.

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news-17991 Thu, 10 Jan 2019 16:52:13 +0100 Pfarrer Alter spricht im „Wort zum Sonntag“ über Bettel-App für Obdachlose https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pfarrer-alter-spricht-im-wort-zum-sonntag-ueber-bettel-app-fuer-obdachlose/ Am Samstag, 12. Januar, um 23.50 Uhr dreht sich die TV-Ansprache des Essener Priesters um einen würdigen Umgang mit Menschen, die auf der Straße leben. Mit einer neuen Spenden-App für Obdachlose beschäftigt sich der Essener Pfarrer Gereon Alter in seinem nächsten „Wort zum Sonntag“ am Samstagabend, 12. Januar. Auf dem ersten Blick sei diese moderne Form des Bettelns vielleicht eine tolle Idee, auf den zweiten Blick jedoch ziemlich entwürdigend, so Alter. Wie sich der Essener Seelsorger einen würdigen Umgang mit Menschen vorstellt, die auf der Straße leben, stellt er am Samstagabend ab 23.30 Uhr in seinem TV-Beitrag im Anschluss an die ARD-Tagesthemen vor.

Vor der Ausstrahlung ist das „Wort zum Sonntag“ bereits ab 18 Uhr auf der Internetseite www.daserste.de/wort zu sehen.

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news-17990 Thu, 10 Jan 2019 16:12:43 +0100 Diskussionen und Gottesdienste begleiten ökumenisches Martin-Luther-King-Musical https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/diskussionen-und-gottesdienste-begleiten-oekumenisches-martin-luther-king-musical/ Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche im Rheinland lädt das Bistum Essen vor der Premiere des Musicals mit 2400 Chor-Sängern zu mehreren Veranstaltungen, die sich mit dem gewaltfreien Protest des US-amerikanischen Bürgerrechtlers und Baptistenpredigers befassen. Vor der Premiere des ökumenischen Martin-Luther-King-Musicals Anfang Februar mit 2400 Sängern in der Essener Grugahalle laden das Bistum Essen und die Evangelische Kirche im Rheinland gemeinsam zu Gottesdiensten und Diskussionsveranstaltungen rund um den am Dienstag vor 90 Jahren geborenen Baptistenprediger ein.

Welche Kraft soziale Bewegungen wie seinerzeit Luther Kings „Civil Rights Movement“ zur Aufhebung der Rassentrennung heute noch haben, diskutieren am Dienstag, 15. Januar, ab 19 Uhr die Journalistin Iva Krtalic und der Menschenrechtsaktivist Ali Can in der Essener Kreuzeskirche, I. Weberstraße 12. Krtalic ist Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt beim WDR – und Can Geschäftsführer des „VielRespektZentrums“ in Essen sowie Initiator der „#MeTwo“-Kampagne gegen Rassismus. Die Diskussion unter der Überschrift „Verändern kann nur, wer sichtbar ist – Potenziale für soziale Bewegungen im 21. Jahrhundert“ moderieren gemeinsam Frank Vogelsang, Leiter der Evangelische Akademie im Rheinland, und Tobias Henrix, Dozent der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ – der Eintritt ist frei.

Auch der Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen am Sonntag, 27. Januar, widmet sich dem Leben und Wirken von Martin Luther King. Unter dem Motto „I have a dream“ beginnt die ökumenische Feier mit Weihbischof Wilhelm Zimmermann und Oberkirchenrätin Barbara Rudolph um 17 Uhr in der Essener Erlöserkirche, Goethestr. 1. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Projektchor des Bistums Essen unter der Leitung von Stefan Glaser.

Eine musikalische Einführung in das Martin-Luther-King-Musical gibt es am Donnerstag, 31. Januar, im Essener Medienforum, Zwölfling 14. Ab 19.30 Uhr sind dort mit Andreas Malessa und Hanjo Gäbler zwei zentrale Köpfe des großen Chor-Musical-Projekts zu Gast: Malessa hat das Libretto geschrieben, Gäbler ist einer der beiden Komponisten. Gemeinsam erzählen sie ab 19.30 Uhr unter der Überschrift „Ein Traum verändert die Welt“ Kings Geschichte vor dem Hintergrund des Musical-Projekts und stellen das Musical in Auszügen vor. Karten gibt es für 12 Euro im Vorverkauf des Medienforums, Tel.: 0201 / 2204 – 274.

Jugendliche aller christlichen Konfessionen sind am Freitag, 8. Februar, um 19 Uhr zu einem ökumenischen Jugendgottesdienst, in die „Lighthouse“-Kirche, Liebigstr. 1, eingeladen. Auch diese Feier dreht sich um Martin Luther King.

Höhepunkt des ökumenischen Gedenkens an den US-amerikanischen Bürgerrechtlicher ist dann das Chormusical „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ in der Essener Grugahalle am Samstag, 9. Februar, und Sonntag, 10. Februar. Gemeinsam mit dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden und der Stiftung Creative Kirche bringen das Bistum Essen und die Evangelische Kirche im Rheinland 2400 Sängerinnen und Sängern auf die Bühne. Karten für beide Vorstellungen gibt es im Vorverkauf oder online auf der Seite www.king-musical.de.

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news-17989 Thu, 10 Jan 2019 13:04:23 +0100 Junge Leute aus dem Ruhrbistum reisen zum Weltjugendtag nach Panama https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/junge-leute-aus-dem-ruhrbistum-reisen-zum-weltjugendtag-nach-panama/ Auch Bischof Overbeck ist dabei, wenn sich in zwei Wochen rund 200.000 Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt mit Papst Franziskus treffen. Wenn Papst Franziskus in zwei Wochen nach Panama kommt, sind auch 40 junge Erwachsene aus dem Bistum Essen mit dabei. Sie machen sich am Dienstag, 15. Januar, auf den Weg, um in dem mittelamerikanischen Land gemeinsam mit rund 200.000 erwarteten Teilnehmern aus aller Welt den 34. katholischen Weltjugendtag zu feiern.

Wohnen werden die jungen Leute aus dem Ruhrbistum in einer Schule des Amigonianer-Ordens, in der rund 30 Kilometer westlich von Panama City gelegenen Stadt Chapala. In der ersten Reise-Woche treffen sie in der Schule bei „Tagen der Begegnung“ zunächst einheimische Jugendliche und Weltjugendtags-Gäste aus Spanien, Nicaragua und der Karibik. Auch Amigonianer-Bruder Anno aus Gelsenkirchen ist dann mit dabei.

Ab Dienstag, 22. Januar, sind die Teilnehmer aus dem Bistum Essen dann jeden Tag in Panama City unterwegs. Dort treffen sie sich mit Bischöfen zu Glaubensgesprächen und Gottesdiensten, zudem gibt es jede Menge Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen. Auch Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck kommt nach Panama – und das gewissermaßen in dreifacher Funktion: Wie alle Bischöfe beim Weltjugendtag trifft er sich mit den jungen Teilnehmern zu Glaubensgesprächen. Zudem ist Overbeck für das deutsche Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat verantwortlich, das im Rahmen des Weltjugendtags in Panama unter anderem mit deutschen Spenden geförderte Projekte vorstellt. Und als Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr wird Overbeck auch die zehn Soldaten treffen, die – organisiert von der Militärseelsorge – gemeinsam mit den Teilnehmern aus dem Bistum Essen nach Panama reisen.

Am Mittwoch, 23. Januar, kommt Papst Franziskus zum Weltjugendtag. Auf dem szenischen Küsten-Boulevard „Cinta Costera 1“ zwischen der Bucht von Panama und den Wolkenkratzern der mittelamerikanischen Metropole wird er den Jugendlichen aus aller Welt begegnen – und mit ihnen dort am Freitag, 25. Januar, auch den Kreuzweg beten. Den Höhepunkt des Weltjugendtags erleben die jungen Leute aus dem Ruhrgebiet am Samstag, 26. und Sonntag, 27. Januar, beim zweiteiligen Abschluss-Gottesdienst mit Papst Franziskus auf einem großen Gelände am Rande von Panama City: Nach einer abendlichen Vigil-Feier mit zehntausenden Kerzen übernachten die Teilnehmer auf dem Gottesdienstgelände unter freien Himmel und feiern dort am Sonntag die Abschlussmesse mit dem Papst. Am Montag und Dienstag geht es dann wieder zurück nach Deutschland.

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news-17986 Wed, 09 Jan 2019 16:38:55 +0100 Neue Schulküche am Stoppenberg kocht täglich fast 2000 Mahlzeiten https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/neue-schulkueche-am-stoppenberg-kocht-taeglich-fast-2000-mahlzeiten/ Nach gut 50 Jahren hat das Bistum die zweitgrößte Kantine in Essen für 1,5 Millionen Euro generalsaniert. Zur Einweihung durften Generalvikar Klaus Pfeffer und weitere Ehrengäste im Bischöflichen Schulzentrum am Stoppenberg selbst den Kochlöffel schwingen. Mit Blumenkohl, Schnitzel und Kroketten haben am Mittwoch Schüler, Lehrer und Eltern des Bischöflichen Schulzentrums am Essener Stoppenberg gemeinsam mit Gästen die generalsanierte Küche der beiden katholischen Ganztagsschulen eingeweiht. Mehrere Monate lang hatte das Bistum Essen als Schulträger im vergangenen Jahr Küche, Kühl- und Vorratsräume der – nach der Uni-Mensa – zweitgrößten Essener Kantine für rund 1,5 Millionen Euro umgebaut und 52 Jahre nach Gründung der Schule alles auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Jetzt steht die Großküche des einst ersten Ganzstags-Gymnasiums in NRW wieder bereit, damit Küchenchef Sebastian Kreß und sein 15-köpfiges Team täglich mehr als 1800 Schülerinnen und Schülern von Sekundarschule und Gymnasium und ihren Lehrern ein leckeres und gesundes Mittagessen servieren können.

Dass eine Investitions-Entscheidung in dieser Höhe niemandem im Bistum leichtgefallen ist, machten bei der offiziellen Einweihung sowohl Schulleiter Rüdiger Göbel als auch Generalvikar Klaus Pfeffer deutlich. „Wir sind ein Bistum, das nicht im Geld schwimmt“, sagte Pfeffer. Doch er sei „sehr froh, dass wir so entschieden haben“. Angesichts vieler staatlicher Schulen, die in den vergangenen Jahren beim Umstieg auf einen Ganztagsbetrieb auf die Zusammenarbeit mit externen Caterern gesetzt haben, war es am Stoppenberg ein klares Qualitätsbekenntnis des Bistums, die bisherige durch eine neue, eigenständige Küche zu ersetzen. „Man kann mit eigenen Leuten besser über Qualität sprechen als mit externen Caterern“, ist Göbel überzeugt.

Eine halbe Tonne Pommes pro Tag

Qualität und Geschmack der fast 2000 Essen, die am Stoppenberg täglich gekocht und verzehrt werden, verantwortet Küchenchef Kreß. Zwischen spiegelnd glänzenden Koch-Geräten und unter einem Dunstabzug, der sich per Infrarot selbst steuert, jongliert er Lebensmittel-Mengen, die jedes Kochbuch sprengen würden; eine halbe Tonne Pommes zum Beispiel – für einen Tag. Täglich präsentiert sein Team ein Hauptgericht mit Beilagen, dazu Salat und Obst. Rund zehn Prozent der Schüler ernähren sich vegetarisch oder vegan und erhalten ein eigenes Gericht. Was den Schülern gut schmeckt und was weniger, diskutiert Kreß regelmäßig mit einem eigenen Ausschuss der Schule – und passt dann das Küchen-Programm entsprechend an. Saisonale Spezialitäten wie Grünkohl kommen ebenso auf den Tisch wie Regionales. Heringsstipp sei zwar nicht jedermanns Sache – aber die Arbeit in der Schulküche hat am Stoppenberg eben auch einen Bildungsauftrag. Regelmäßig lädt Kreß deshalb auch Schülerinnen und Schüler ein, bei ihm mitzukochen.

„Wir können froh sein, so gutes Essen zu haben“, sagt Schülersprecherin Hannah Buchholz. Vielen sei das im vergangenen Jahr besonders schmerzhaft bewusst geworden, als die Küche wegen des Umbaus für viele Wochen geschlossen war. „Da hat uns nicht nur eine warme Mahlzeit gefehlt, sondern auch der Austausch mit Schülern und Lehrern“, sagt die 16-Jährige. „Wenn andere Schulen Tisch-Gemeinschaft erleben möchten, fahren sie in eine Jugendherberge – bei uns gibt es das jeden Tag“, sagt Schulleiter Göbel.

Pfeffer-Soße vom Generalvikar

Auch die Ehrengäste können bei der Einweihung die besondere Atmosphäre der beiden Schul-Mensen erleben. Haben Generalvikar Klaus Pfeffer, Hauptabteilungsleiter Markus Potthoff, Schuldezernentin Eva Lingen und ihr Stellvertreter Harald Gesing zunächst als Koch-Praktikanten unter Kreß‘ Anleitung Schnitzel paniert und für den Ofen vorbereitet, dürfen sie diese anschließend probieren. Danach stehen sie selbst hinter der Essens-Ausgabe, helfen beim Verteilen – und machen deutlich, dass am Stoppenberg auch Humor groß geschrieben wird: Schließlich soll der Generalvikar ausdrücklich selbst den Schülern zu Schnitzeln und Kroketten die Pfeffer-Soße reichen.

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