Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Wed, 26 Sep 2018 09:35:51 +0200 Wed, 26 Sep 2018 09:35:51 +0200 TYPO3 news-17767 Wed, 26 Sep 2018 09:21:21 +0200 City-Seelsorger lädt zum musikalischen Abendsegen in den Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/city-seelsorger-laedt-zum-musikalischen-abendsegen-in-den-dom/ „Evensong“ mit dem Essener Domchor am Freitag, 5. Oktober, um 19 Uhr. Zum „Evensong – Abendsegen für die Stadt“ lädt der Essener Dom mit City-Seelsorger Bernd Wolharn am Freitag, 5. Oktober, um 19 Uhr ein. Der Essener Domchor gestaltet diesen besonderen Gottesdienst musikalisch, inspiriert vom chorischen Abendlob der Anglikanischen Kirche.

Mit dem Evensong soll der Tag in ruhiger Atmosphäre ausklingen. Dazu singt der Domchor unter der Leitung von Jörg Stephan Vogel neben Werken von Charles V. Stanford weitere englische und deutsche Lieder.

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news-17766 Tue, 25 Sep 2018 13:54:55 +0200 Missbrauchsstudie sorgt für Trauer, Scham und Zorn in der Kirche https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/missbrauchsstudie-sorgt-fuer-trauer-scham-und-zorn-in-der-kirche/ Parallel zur Diskussion auf der Bischofsvollversammlung in Fulda hat der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer die sogenannte MHG-Studie mit Blick auf das Ruhrbistum vorgestellt. „Ich schäme mich für meine Kirche und bin unendlich traurig“, sagte Pfeffer vor Journalisten in Essen. „Ich schäme mich für meine Kirche und bin unendlich traurig.“ Mit diesen Worten hat sich der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer zu den Ergebnissen der katholischen Missbrauchsstudie („MHG-Studie“) geäußert. Die Studie sei ein Dokument „für das dramatische Leid, das unsere Kirche als Organisation – vor allem durch Geistliche – den Opfern sexuellen Missbrauchs angetan hat“. Die Ergebnisse der bei der Bischofsvollversammlung in Fulda diskutierten Studie seien „erschütternd, weil sie das ungeheure Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in unserer Kirche seit 1945 offen legen“, sagte Pfeffer am Dienstag vor Journalisten in Essen. Auch wenn in den vergangenen Jahren bereits viele Missbrauchsfälle bekannt geworden seien, so eröffne die umfassende MHG-Studie nun „einen schonungslosen Blick auf das furchtbare Leid unzähliger Menschen“. Pfeffer: „Gemeinsam mit Bischof Overbeck werden wir mit unseren Fachleuten konkrete Handlungsschritte erarbeiten, die sich als Konsequenz aus der Studie ergeben.“

Seine Trauer angesichts der Ergebnisse gelte in allererster Linie „den vielen Opfern, die oft ihr Leben lang an den Folgen sexuellen Missbrauchs zu leiden haben“, sagte Pfeffer. Es erfülle ihn jedoch auch „mit Fassungslosigkeit, wozu Menschen fähig sind und was in unserer Kirche möglich war und ist“. Zudem verstehe er den Zorn, der der Kirche seit Bekanntwerden erster Ergebnisse der Studie entgegen schlage: „Gerade in den vergangenen Jahrzehnten haben viele Katholiken insbesondere bei Themen der Sexualität mit den hohen moralischen Ansprüchen unserer Kirche gehadert. Nun wird deutlich, dass sich unter den Vertretern dieser hohen Ansprüche tiefste moralische Abgründe offenbaren“, so Pfeffer.

Untersuchung der Kleriker-Personalakten im Bistum Essen in der Zeit zwischen 1946 und 2014

In der bundesweiten Untersuchung von Kleriker-Personalakten auf Missbrauchs-Hinweise, an der sich alle 27 deutschen Diözesen in unterschiedlicher Weise beteiligt haben, ist die Situation im Bistum Essen besonders intensiv untersucht worden. Das Ruhrbistum gehörte zu den zehn Diözesen, die die Forscher der MHG-Studie für einer Langzeituntersuchung aller Personalakten von Priestern und Diakonen zwischen den Jahren 1946 und 2014 ausgewählt haben. In den 17 anderen Bistümern umfasst der Untersuchungszeitraum die Jahre 2000 bis 2010.

Schon vor dem Start der bundesweiten MHG-Studie hatte das Ruhrbistum im Jahr 2012 die Kölner Anwaltskanzlei Axis beauftragt, alle Personalakten von Priestern und Diakonen mit dem Ziel zu untersuchen, jegliche Anhaltspunkte auf gegebenenfalls in Betracht kommende sexuelle Missbrauchsfälle durch nicht verstorbene Kleriker ohne Anonymisierung zu dokumentieren. Auf die Ergebnisse der Untersuchung dieser insgesamt 1549 Personalakten konnten nun auch die MHG-Forscher zugreifen.

Informationen zu insgesamt 85 Opfern im Bistum Essen

In ihrer Auswertung haben die Forscher für das Bistum Essen im untersuchten Zeitraum Informationen zu insgesamt 85 Opfern von sexuellen Übergriffen durch Kleriker gefunden. 72 dieser Opfer seien männlich, 13 weiblich, heißt es in der Studie. Diesen Opfern stehen 19 Priester gegenüber, die wegen sexuellen Missbrauchs juristisch verurteilt worden sein: sieben von ihnen straf- und kirchenrechtlich, vier nur strafrechtlich und acht nur kirchenrechtlich. 41 weitere Priester sieht das Bistum Essen als Beschuldigte an, bei denen es ernstzunehmende Hinweise auf Missbrauchstaten gibt, die aber juristisch – zum Beispiel auf Grund von Todesfällen der Beschuldigten – nicht zu Verurteilungen geführt haben.

Als Anerkennung des Leids hat das Ruhrbistum Missbrauchsopfern von Priestern bislang insgesamt 262.400 Euro gezahlt. Abhängig vom jeweiligen Fall lag die Höhe der individuellen Zahlungen zwischen 1000 und 15.000 Euro.

Neben der bestmöglichen Aufklärung von Missbrauchsfällen durch eine Verfahrensordnung, die in jedem Fall die Einschaltung der Staatsanwaltschaft vorsieht, und der intensiven historischen Aufarbeitung habe das Bistum Essen auch durch den Aufbau einer strukturierten Präventionsarbeit auf die Missbrauchsfälle reagiert, erläuterte Pfeffer. Insgesamt fast 2000 Personen in Diensten des Bistums wurden mittlerweile entsprechend geschult, alle Kleriker im aktiven Dienst sowie Bistums-Mitarbeiter in leitender Verantwortung haben spezielle Intensiv-Schulungen erhalten, zudem haben zahlreiche Teilnehmer bereits die routinemäßigen Vertiefungsschulungen besucht, zu denen die Beschäftigten mindestens alle fünf Jahre eingeladen werden. Ebenfalls alle fünf Jahre müssen Bistums-Mitarbeiter zudem ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. „Auch im Bereich der Prävention werden wir in den kommenden Wochen überprüfen, ob wir mit Blick auf die detaillierten Ergebnisse der MHG-Studie unser bisheriges Konzept anpassen müssen“, kündigte Generalvikar Pfeffer an.

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news-17764 Mon, 24 Sep 2018 13:01:56 +0200 Pfarreien suchen Kandidaten für Kirchenvorstände und Gemeinderäte https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pfarreien-suchen-kandidaten-fuer-kirchenvorstaende-und-gemeinderaete/ Alle Pfarreien wählen am 17. und 18. November neue Gremien für die Vermögensverwaltung. In mehr als der Hälfte der Pfarreien werden auch Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte gewählt. Künftige Mandatsträger können sich jetzt melden. In diesem Herbst wählen die Katholiken im Bistum Essen neue Kirchenvorstände – und in mehr als der Hälfte der Pfarreien auch neue Gemeinde- oder Pfarrgemeinderäte. Gemeinsam mit den Pastoralteams der hauptamtlichen Seelsorger sind diese Gremien für das katholische Leben vor Ort verantwortlich.

Während Kirchenvorstände die Pfarreien gesetzlich vertreten und die Vermögen verwalten, organisieren und betreuen Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte seelsorgerische und katechetische Angebote. Sie gestalten also zum Beispiel besondere Gottesdienste, die Vorbereitungen auf Erstkommunion oder Firmung, ökumenische Kontakte oder Feste im Kirchenjahr und unterstützen die caritativen Initiativen in der Pfarrei.

Alle Katholiken sind am 17. und 18. November zur Wahl aufgerufen. Kirchenvorstände werden in allen Pfarreien gewählt – Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte nur in 26 der 42 Pfarreien im Ruhrbistum, in den übrigen Pfarreien wurden die Räte bereits im vergangenen Herbst neu konstituiert. Seit Beginn der Pfarreientwicklungsprozesse, bei denen die Pfarreien ihre künftigen inhaltlichen Angebote und ihre wirtschaftliche Struktur diskutieren, arbeiten Kirchenvorstände, Pfarrgemeinderäte und Pastoralteams deutlich intensiver zusammen als in der Vergangenheit.

Aktuell suchen die Pfarreien Kandidaten für die beiden Gremien – mindestens für die Kirchenvorstände, bei denen im Herbst turnusmäßig die Hälfte der Mandate neu vergeben wird, in vielen Pfarreien aber eben auch für die Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte.

Kirchenvorsteher müssen mindestens 21 Jahre alt sein und seit einem Jahr am Ort wohnen. Wählen dürfen nur volljährige Gemeindemitglieder. Mitglieder der Gemeinde- oder Pfarrgemeinderäte müssen indes lediglich 16 Jahre alt sein – und das aktive Wahlrecht gibt es hier bereits ab 14 Jahren.

Zudem dürfen Katholiken die Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte auch außerhalb der Gemeinde wählen, in der sie wohnen, und sogar für diese Gremien kandidieren, wenn sie am Leben der anderen Gemeinde aktiv teilnehmen. In diesem Fall müssen Katholiken dem Wahlausschuss der Wahlgemeinde ihren Wunsch bis vier Wochen vor dem Wahltermin mitteilen.

Wer sich für diese Ehrenämter interessiert, wendet sich über das Pfarrbüro an den Wahlausschuss seiner Pfarrei. Aus den eingegangenen Vorschlägen stellen die Wahlausschüsse Wahlvorschläge zusammen, die kurz vor dem Wahltag gegebenenfalls durch sogenannte Ergänzungsvorschläge erweitert werden.

Während die Konstellationen der Kirchenvorstände in allen Pfarreien identisch sind, gibt es bei den Gemeinde- und Pfarrgemeinderäten mittlerweile verschiedene Modelle. Haben ursprünglich alle Gemeinden innerhalb einer Pfarrei einen Gemeinderat gewählt, die dann jeweils Mitglieder in den Pfarrgemeinderat entsandt haben, gibt es zunehmend auch alternative Modelle. So wählen manche Pfarreien den Pfarrgemeinderat direkt, teils mit einer gemeinsamen Wahlliste, teils mit Wahlbezirken auf Ebenen der Gemeinde. Einige Gemeinden wählen gemeinsame Gemeinderäte – und in Einzelfällen wird derzeit auf eine Wahl verzichtet, weil vor Ort neue, ehrenamtliche Leitungsmodelle etabliert werden. Nach welchem Modus jeweils vor Ort gewählt wird, erfahren die Katholiken mit den Wahlbenachrichtigungen im Oktober. Auch die Informationen zum genauen Ablauf der Kirchenvorstandswahl in ihrer Pfarrei erhalten die Katholiken im Oktober.

Informationen zur Arbeit und zur Wahl der Kirchenvorstände und der Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte gibt es auf den Internetseiten des Bistums. Spezielle Information zur Wahl der Räte gibt es hier.

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news-17762 Mon, 24 Sep 2018 12:13:55 +0200 Diözesanvorstand der Pfadfinder im Bistum Essen bestätigt https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/dioezesanvorstand-der-pfadfinder-im-bistum-essen-bestaetigt/ Diözesanvorstand Sebastian Ritter der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg im Bistum Essen ist bei der Diözesanversammlung bestätigt worden. Kurat Matthias Feldmann wurde aus seinem Amt verabschiedet. Sebastian Ritter wurde bei der Diözesanversammlung nach drei Jahren als Vorstandsmitglied des Essener Diözesanvorstands wiedergewählt und damit für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Zusammen mit Vera Sadowski leitet er nun auch in Zukunft die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg auf Diözesanebene.

Kurat Matthias Feldmann wurde aus der Leitung der Pfadfinder im Bistum Essen verabschiedet, er arbeitet in Zukunft als Bundeskurat der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg.

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news-17761 Mon, 24 Sep 2018 11:26:28 +0200 Vorlesen am Esstisch: „Lauschgericht“ im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/vorlesen-am-esstisch-lauschgericht-im-bistum-essen/ Zum bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 16. November, lesen Überraschungsgäste ihre Lieblingsliteratur am Esstisch einer Tischgemeinschaft. Zuhörer und Vorleser können sich jetzt anmelden. Schon der Heilige Benedikt (480 bis 547) beschreibt in seiner Ordensregel den „Dienst des Tischlesers“ – eine klösterliche Tradition, auf der das „Lauschgericht“ des Medienforums im Bistum Essen basiert.

Überall da, wo sich Menschen mittags zwischen 12 und 14 Uhr oder abends zwischen 18 und 20 Uhr zu einer gemeinsamen Mahlzeit treffen, können Überraschungsgäste am Freitag, 16. November, aus ihrer Lieblingsliteratur lesen. Als Zuhörer kann sich jede Gruppe ab vier Personen melden, das können etwa Familien, WGs, Firmen, Schulen, Kindergärten, Gefängnisse oder Altenheime aus dem Ruhrbistum sein.

Vorleser suchen Literatur selbst aus

Als Vorleser kann sich jeder bewerben, Personen unter 18 Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden. Was sie vorlesen, dürfen die Vorleser selbst entscheiden. Das Medienforum kümmert sich um das jeweilige Buch, als Erinnerung lassen die Vorleser die Literatur dann an ihrem Gastort.

Vorleser und Zuhörer können sich bis Freitag, 12. Oktober, unter www.LauschGericht.de für die Aktion anmelden. Das „Lauschgericht“ des Medienforums findet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt.

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news-17760 Mon, 24 Sep 2018 10:44:37 +0200 Mädchenchor singt mit ukrainischem Chor bei „Voices“-Konzert https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/maedchenchor-singt-mit-ukrainischem-chor-bei-voices-konzert/ Der Konzertchor singt mit dem Chor „con anima“ aus Kiew am Mittwoch, 3. Oktober, im Essener Dom. Um das Volkslied und seine Spuren in der Kunst-Musik geht es beim Konzert des Mädchenchors am Mittwoch, 3. Oktober. Gemeinsam mit dem Gast-Chor „con anima“ aus Kiew präsentieren die Sängerinnen des Konzertchores Lieder, welche die Begegnung zwischen der Ukraine und Deutschland deutlich machen.

Das Konzert „Voices II“ unter der Leitung von Raimund Wippermann und Natalia Krechko beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, nach dem Konzert bitten die Veranstalter um eine Spende für die Essener Dommusik.

Die nächsten Konzerte der „Voices“-Reihe am Essener Dom sind am 21. November und 5. Dezember.

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news-17759 Mon, 24 Sep 2018 09:41:56 +0200 Missbrauch steht im Mittelpunkt der Bischofsvollversammlung https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/missbrauch-steht-im-mittelpunkt-der-bischofsvollversammlung/ Deutsche Bischöfe treffen sich bis Donnerstag in Fulda zur Herbstvollversammlung. Auch Gespräche über die Flüchtlingsarbeit, die Organspende-Debatte, die Jugend-Synode im Vatikan sowie den Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene sind geplant. Das Thema Missbrauch steht ab dem heutigen Montan im Mittelpunkt der Herbstvollversammlung der katholischen deutschen Bischöfe in Fulda. Dabei werden am Dienstag, 25. September, die Ergebnisse einer umfangreichen Studie zum sexuellen Missbrauch durch Geistliche vorgestellt. Neben Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck sind auch die beiden Essener Weihbischöfe Ludger Schepers und Wilhelm Zimmermann in Fulda mit dabei. Zum Abschluss am Donnerstag, 27. September, wollen die Bischöfe erste Konsequenzen aus der von ihnen in Auftrag gegebenen Langzeituntersuchung präsentieren.

Erste Zahlen aus der Studie waren bereits im Vorfeld bekanntgeworden: In den kirchlichen Akten der Jahre 1946 bis 2014 hat das Forscherteam demnach Hinweise auf 3677 Betroffene sexueller Übergriffe gefunden und auf rund 1670 beschuldigte Priester, Diakone und Ordensleute.

Viele Bischöfe äußerten sich erschüttert über die Ergebnisse und baten die Opfer um Vergebung. Ruhrbischof Overbeck schrieb bereits am vorvergangenen Wochenende einen Brief an alle Gemeinden, in dem er auch eine Diskussion über die Sexualmoral der Kirche sowie über Macht und Hierarchie anregte. Auch von Opferverbänden und aus der Politik wurden Rufe nach Konsequenzen und nach Reformen in der Kirche laut.

Neben der Missbrauchs-Studie stehen in Fulda unter anderem Fragen der Flüchtlingsarbeit, die aktuelle Organspende-Debatte sowie die kommende Weltbischofssynode zu Jugend und Kirche auf der Tagesordnung. Auch die Debatte um den Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene dürfte noch einmal zur Sprache kommen.

Die Bischöfe treffen sich zweimal im Jahr zur Vollversammlung. Sie ist das höchste Gremium der katholischen Kirche in Deutschland und umfasst derzeit 67 Mitglieder. Im Frühjahr tagen die Bischöfe an wechselnden Orten, im Herbst traditionell in Fulda am Grab des „Apostels der Deutschen“, des heiligen Bonifatius.

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news-17758 Sun, 23 Sep 2018 14:49:51 +0200 Pilgerweg des Bistums Essen mit erster Wandertour eröffnet https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pilgerweg-des-bistums-essen-mit-erster-wandertour-eroeffnet/ Bucheckern und Eicheln knirschen unter den Wanderschuhen, der Regen tropft gleichmäßig auf die bunten Rucksäcke, Jacken und Schirme der Pilger. Gegen das Wetter gut gerüstet laufen die Senioren, Familien und Jugendlichen, rund acht Kilometer liegen noch vor ihnen, ihr Ziel: Der Essener Dom. Mit Blick auf die rechteckigen, pink leuchtenden Wegweiser an Bäumen und Masten wandern sie weiter durch den Essener Stadtwald.

Einige Minuten zuvor haben Domkapitular Michael Dörnemann und Silvia Betinska, Leiterin des Pilgerweg-Projekts, den Pilgerweg des Bistums Essen um 11 Uhr offiziell eröffnet. Gemeinsam mit rund 120 Pilgern sind sie in die erste Etappe gestartet. Der Start an der Klusenkapelle in Essen-Stadtwald ist für Betinska bewusst gewählt: „Das ist ein historischer Ort, der schon seit Jahrhunderten auf dem Weg von Pilgern zum Essener Dom liegt.“

Durch dichte Wälder und die Innenstadt

Die Teilstrecke von dort bis zum Dom soll zum Ausprobieren einladen. Sie ist laut Silvia Betinska ein gutes Beispiel für die Vielfalt des Pilgerwegs im gesamten Bistum – durch dichte Wälder und über steinige Hügel, aber auch mitten durch Wohngebiete und Innenstädte. Für Michael Dörnemann folgt  der neue Weg einem Trend und schließt eine Lücke für die Menschen im Ruhrbistum: „Viele Menschen entdecken das Pilgern wieder neu als wichtigen Ankerpunkt. Jetzt können sie sich direkt vor der Haustür aufmachen und Abstand vom Alltag gewinnen.“

Genau diese Chance nutzt auch Dorothee Günther bei der Schnupperetappe. „Man kann seine Gedanken sammeln, die Natur auf sich wirken lassen und einfach Freude am draußen sein haben“, sagt die 59-Jährige. Auch ihre Begleiterin, die 28-jährige Sarah Laudinski, freut sich über den neuen Pilgerweg in der Heimat: „Ich wander einfach gerne, man bekommt hier gut den Kopf frei.“

Gespräche mit neuen Bekanntschaften

Einige Meter weiter läuft Ludger Rullich, der sich zunächst alleine auf den neuen Pilgerweg gemacht hat. „Ich freue mich auf die Gespräche unterwegs, auf eine Menge neue Bekanntschaften. Das ist beim Wandern das Schöne: Dass man eine Menge Leute und Gleichgesinnte kennt und sich unterhält“, sagt der 63-Jährige. Eine Einstellung, die für Silvia Betinska das Pilgern ausmacht: „Es bedeutet unterwegs zu sein, aber auch eine innere Lebensweise, die uns alle verbindet.“

Eine kurze Pause am Essener Moltkepark, dann haben die Pilger die Etappe nach rund zweieinhalb Stunden geschafft. Begleitet vom Glockenläuten ist der Dom das Ziel und die trockene Herberge der erfolgreichen Wanderer. Dort feiert Domkapitular Michael Dörnemann in einem Gottesdienst den Start des Pilgerwegs, aber auch die erreichten Ziele der Wanderer: Einfach mal abschalten, die Natur auf sich wirken lassen und die Gemeinschaft genießen.

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news-17753 Sun, 23 Sep 2018 10:00:00 +0200 Impuls: Multi-Kulti von Anfang an https://www.bistum-essen.de/index.php?id=1447 news-17757 Sat, 22 Sep 2018 16:51:53 +0200 Abschied vom Bergbau auf der Bottroper Halde Haniel https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/abschied-vom-bergbau-auf-der-bottroper-halde-haniel/ Bei der Veranstaltung „Glück Auf Zukunft“ haben die Katholischen Arbeitnehmerbewegungen aus den Bistümern Essen, Münster und Köln am Samstag zusammen mit Weihbischof Ludger Schepers und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann an die Verdienste des Steinkohlenbergbaus erinnert. Zwischen Wehmut und Hoffnung – in diesem Spannungsfeld haben die Katholischen Arbeitnehmerbewegungen (KAB) der Bistümer Essen, Münster und Köln am Samstag auf der Bottroper Halde Haniel unter der Überschrift „Glück Auf Zukunft“ Abschied vom Bergbau genommen. Drei Monate vor der offiziell letzten Förderschicht auf Deutschlands letztem Steinkohlenbergwerk Prosper-Haniel in Bottrop trafen sich rund 500 Engagierte mit dem Essener Weihbischof Ludger Schepers und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zu einem Festakt und einem Gottesdienst an der Schachtanlage Franz Haniel.

„Wir sagen Danke für das, was der Bergbau – aber auch der Stahl – Gutes für diese Region getan haben“, sagte Weihbischof Schepers. Und Minister Laumann betonte: „Keine Industrie hat das Gesicht und die Werte in unserem Land so geprägt wie der Bergbau“. „Der Wiederaufbau nach 1945, die Industrialisierung und das Wirtschaftswunder – all das wäre ohne den Bergbau nicht denkbar gewesen“, so Laumann. Viele deutsche Regionen „sind entwickelt worden mit dem Geld, das hier erarbeitet wurde“, hob der CDU-Politiker hervor und meinte damit nicht nur süddeutsche Bundesländer der Nachkriegszeit, sondern auch seine eigene Heimat im Münsterland. Es sei wichtig, dass Politiker nicht Politik für einzelne Regionen machten, sondern die Regionen solidarisch zusammenarbeiteten. „Der Bergbau – und das muss für die Zukunft bleiben – gründet auf Solidarität, darauf, dass der eine für den anderen einsteht“, betonte der Minister. Er warb für das Ruhrgebiet als Region, in der der Strukturwandel im internationalen Vergleich gelungen sei – auch durch große Summen staatlicher Fördergelder, die „einen gleitenden Sink- statt eines Sturzflugs“, für die Region ermöglicht hätten. Der Wandel im Revier sollte Schule machen, so Laumann: „Die Losung, ,niemand soll ins Bergfreie fallen‘, sollte „Losung für alle politisch Handelnden sein, wenn es um die Abmilderung von Strukturveränderungen geht“.

Enge Verbindung von Bergbau und KAB

Wie eng die Geschichte der KAB mit dem Bergbau verbunden ist, machten der Diözesanvorsitzende und „Glück Auf Zukunft“-Organisator Hermann-Josef Schepers und die KAB-Bundesvorsitzende Maria Etl deutlich. 1867 sei in Meiderich der erste Knappenverein gegründet worden, sagte Schepers. „Überall entstanden in dieser Zeit solche christlichen Bergarbeitervereine. Sie schlossen sich zusammen und wurden zur Basis der KAB.“ Den christlichen Arbeitervereinen in den 1860er und 1870er Jahren „waren Kirche und Sakristei zu wenig“, sagte Etl. Aus christlicher Perspektive heraus hätten diese Vereine sich schon früh für Arbeitnehmerrechte und eine Demokratisierung der Arbeit eingesetzt.

So wie der Bergmann Nikolaus Groß, der sich in den 1920er und 1930er Jahren als Journalist in der KAB engagierte und später von den Nazis als Widerstandskämpfer verhaftet und hingerichtet wurde. Heute ist Groß der bislang einzige Selige des 1958 gegründeten Bistums Essen. Einige seiner bewegenden Texte zitierten KAB-Mitglieder am Samstag während der Kreuzweg-Wanderung hinauf auf die Halde. Dieser Kreuzweg ist ein Beispiel für die besondere Nähe von Bergbau und Kirche, auf die Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des RAG-Stiftungs-Vorstands, zuvor hingewiesen hatte. An 15 Stationen sind die Etappen des traditionellen Leidenswegs Jesu Christi mit Maschinen und Themen aus dem Bergbau verbunden. So erinnern die KAB-Vertreter während des Wegs an das Engagement gegen Ungerechtigkeiten, an Solidarität oder an den Halt, den nicht nur Bergleute, sondern alle Menschen brauchen – und den gläubige Menschen in Gott finden.

Wie die Region in ihrem Strukturwandel verändere auch die Kirche im Ruhrgebiet auf teilweise dramatische Weise ihr Gesicht, erinnert Weihbischof Schepers beim Gottesdienst auf dem Halden-Plateau. So wie seit vielen Jahrzehnten Zechen geschlossen werden, „erlebe ich seit meiner Weihe auch in meiner Kirche immer wieder neue Abschiede“, sagt Schepers. „Wir verabschieden uns von einer Gestalt von Kirche, die wir sehr liebgewonnen und die wir selbst mit aufgebaut haben – das tut oft sehr weh“, bekannte der Weihbischof. Doch im steten Wandel, in der Veränderung, könnten nicht nur der Mut und die Tatkraft der Bergleute eine gute Orientierung sein, sondern auch ihr Gruß „Glück Auf“ – der stehe schließlich nicht nur für die Hoffnung auf eine gesunde Rückkehr ans Tageslicht nach getaner Arbeit, sondern vor allem für den Wunsch, unter Tage tatsächlich etwas lohnenswertes zu finden, „auf“ etwas zu stoßen. „Wir brauchen die Hoffnung und Zuversicht der Bergleute, dass sich das ,Einfahren‘ lohnt, dass wir neue Wege finden – ob für unsere Region nach dem Bergbau oder für unsere Kirche – damit am Ende etwas Unerwartetes, Gutes dabei herauskommt.“

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news-17754 Fri, 21 Sep 2018 16:44:06 +0200 Ruhrbistum macht sich für Vielfalt stark https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ruhrbistum-macht-sich-fuer-vielfalt-stark/ An diesem Wochenende beginnt die bundesweite 43. Interkulturellen Woche. Auch im Ruhrbistum gibt es aus diesem Anlass einige besondere Veranstaltungen Wenn die christlichen Kirchen in Deutschland ab Samstag zur 43. Interkulturellen Woche einladen, stehen auch im Ruhrbistum Veranstaltungen im Zeichen des guten Zusammenlebens von Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen. Nach dem ökumenischen Auftakt am Sonntag in Hannover sind in der kommenden Woche bundesweit rund 5000 Veranstaltungen in 500 Orten geplant. Die großen christlichen Kirchen in Deutschland haben sich zudem in einem Gemeinsamen Wort an die Öffentlichkeit gewandt, in dem sie für Vielfalt werben und sich an die Seite der besonders Schutzbedürftigen in der Gesellschaft stellen.

Bereits ab Samstag, 22., sowie am Sonntag, 23. September, feiert das interreligiöse Projekt „Arche Noah Essen“ auf dem zentralen Kennedyplatz in der Innenstadt das Arche Noah Stadtfest. In der Zeltstadt rings um die Bühne ist auch das Bistum Essen mit dabei: Die Essener Jugendkirche „cross#roads“, die Freiwilligendienste, der Jugend-Dachverband BDKJ und die Fachleute für Jugendseelsorge laden im Zelt Nr. 13 zu verschiedenen Aktionen unter dem Motto „aufeinander zugehen, füreinander einstehen“.

Auch der Essener Cityseelsorger Bernd Wolharn beteiligt sich am Arche-Noah-Fest – und stellt am kommenden Mittwoch, 26. September, zudem seinen Sinnsucher-Salon unter das Thema Interkulturalität. Zu Gast sind dann der evangelische Essener Pfarrer und „Arche Noah“-Projektleiter Willi Overbeck sowie Tuncer Kalayci vom kommunalen Integrationszentrum in Essen. Während die Gäste des kulinarischen Gesprächsabends im Restaurant „Hayati“ im Grillo-Theater ab 19 Uhr ein vegetarisches Drei-Gänge-Menu genießen, sucht Wolharn zwischen den Gängen immer wieder das Gespräch mit den beiden besonderen Gästen – und mit dem Publikum. Neben der Interkulturellen Woche soll es dann auch um die „#wirsindmehr“-Demonstration gehen, bei der in der vergangenen Woche rund 6000 Menschen für Frieden, Freiheit und Menschenwürde durch die Essener Innenstadt gezogen sind. Der Eintritt zum Sinnsucher-Salon inklusiv Menu kostet 15 Euro. Anmeldungen und weitere Informationen bei Bernd Wolharn, Tel.: 0201/2204-214 oder E-Mail.

Wie Religionen das Ringen der Deutschen um ihre Identität prägen, ist das Thema einer Podiumsdiskussion, zu der die Katholische Akademie „Die Wolfsburg“ in der Interkulturellen Woche – ebenfalls am Mittwoch, 26. September –ab 19 Uhr nach Mülheim einlädt. Unter der Überschrift „Wo Abendland, da kein Morgenland?“ diskutiert Detlef Schneider-Stengel, Referent für Interreligiösen Dialog im Bistum Essen, mit dem Staatskirchenrechtler Christian Hillgruber, der muslimischen Theologin Hamideh Mohagheghi und dem katholischen Theologen und Religionswissenschaftler Bernhard Uhde.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung in der „Wolfsburg“, Falkenweg 6, kostet 15 Euro, Informationen und Anmeldung unter Tel. (0208) 999 19 oder per E-Mail. Vor der Diskussion lädt die „Wolfsburg“ bereits ab 18.30 Uhr zur Begegnung bei Brezeln und Getränken.

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news-17755 Fri, 21 Sep 2018 16:34:00 +0200 Fest der Essener Stadtpatrone Kosmas und Damian https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/fest-der-essener-stadtpatrone-kosmas-und-damian-1/ Essener feiern am 30. September Gottesdienst zu Ehren der beiden Heiligen, die im dritten und vierten Jahrhundert im heutigen Syrien unentgeltlich Kranke geheilt haben. Mit einem festlichen Gottesdienst und anschließendem Empfang gedenken die Essener Katholiken am Sonntag, 30. September, der beiden Stadtpatrone Kosmas und Damian. Anlässlich des Festes werden auch die Reliquien der beiden heiligen Ärzte aus dem Domschatz in den Dom gebracht, der ihnen ebenfalls geweiht ist.

Empfang mit Festvortrag zur Bistumsgeschichte

Um 10 Uhr feiert Dompropst Thomas Zander die heilige Messe, die musikalisch vom Mädchenchor am Essener Dom gestaltet wird. Anschließend lädt Zander gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Essener Katholikenrates, Bernd Klein, zum traditionellen Empfang in die Aula des Bischöflichen Generalvikariates. In diesem Jahr hält der Kirchenhistoriker Franziskus Siepmann, Geschäftsführer des Bundes Neudeutschland, den Festvortrag zum Thema „Katholische Kirche in der Stadt Essen im Spiegel der Bistumsgeschichte“. Die Organisatoren bitten um eine Anmeldung per E-Mail.

Reliquienverehrung mit der Russisch-orthodoxen Gemeinde

Das Kosmas-und-Damian-Reliquiar steht auch während der anderen Gottesdienste an diesem Tag zur Verehrung im Dom. Um 16 Uhr lädt die Russisch-orthodoxe Gemeinde der hll. Uneigennützigen Kosmas und Damian in Essen zu einem besonderen Gottesdienst mit Verehrung der Reliquien im Dom ein. Am Mittwoch, 26. September, dem eigentlichen Gedenktag der beiden Heiligen, stehen Kosmas und Damian noch einmal um 17.30 Uhr bei einem Festhochamt im Dom in einem besonderen Fokus.

Ärzte im heutigen Syrien

Kosmas (oder Cosmas) und Damian lebten der Legende nach Ende des dritten und Anfang des vierten Jahrhunderts im heutigen Syrien und wirkten dort als Ärzte. Sie zogen durch die Städte, verkündeten Christus und heilten Kranke, ohne dafür Gegenleistungen anzunehmen. Mitte des 9. Jahrhunderts brachte Bischof Altfrid von Hildesheim die Reliquien der Heiligen nach Essen und Hildesheim. (tr/asm)

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news-17756 Fri, 21 Sep 2018 15:48:00 +0200 Mönche und Nonnen aus dem Ruhrbistum lernen beim Ordenstag Mülheim kennen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/moenche-und-nonnen-aus-dem-ruhrbistum-lernen-beim-ordenstag-muelheim-kennen/ Gemeinsam mit Weihbischof Ludger Schepers haben sich in dieser Woche rund 100 Ordensleute zum Ordenstag getroffen. Mit rund 100 Mönchen und Nonnen hat Weihbischof Ludger Schepers in dieser Woche in Mülheim den Ordenstag des Bistums Essen gefeiert. Unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah“, haben die Ordenleute aus allen Teilen der Diözese am Dienstag verschiedene Seiten der Ruhrstadt kennengelernt.

Bunt und vielfältig ist der Anblick, den die Teilnehmer beim Treffen mit dem Weihbischof bieten: Ordenstrachten in weiß, schwarz oder blau, Schwestern aus Nigeria, Brüder aus Indien, Mönche in „zivil“ – oder ein Jesuit, der mit dem T-Shirt „Jesuits – est. 1540“ für seinen Orden wirbt. Vielfalt und Einzigartigkeit sind auch Leitgedanken der evangelischen Theodor-Fliedner-Stiftung, deren Einrichtung „Das Dorf“ ein Teil der Gruppe am Nachmittag besucht. In dem integrativen Wohnprojekt in Mülheim-Selbeck leben heute 600 alte und junge Menschen, mit und ohne Behinderung, betreut in einer dörflichen Gemeinschaft.

Ulrich Kuhlmann, Leiter des Bereichs Wohnen im Alter, erzählt den Ordensleuten vom Frisör und vom Bistro, bei dem Currywurst auf dem Speiseplan nicht fehlen darf, und vom Supermarkt, in dem es alles „von der Zahnseide bis zum Rotwein“ gebe. Sogar Haustiere sind erlaubt – vom Goldfisch bis zum Papagei ist fast alles dabei. Die Gäste aus dem Ruhrbistum zeigen sich begeistert und würden „gleich selbst einziehen“, wenn sie nicht schon ihre Orden hätten.

Besonders bewundern die Mönche und Nonnen bei einem Spaziergang denn auch die kleine Kirche des Fliedner-Dorfs. Hier begegnen sich die unterschiedlichen Bewohner des Dorfs besonders gerne, sagt Sozialarbeiter Andreas Hesse. Zu Meditation und Besinnung lädt auch der Sinnesgarten ein, im Grünen mit Streuobstwiese und eigenen Bienen.

Natur erleben – das dürfen einige andere Teilnehmer des Ordenstags im Kräutergarten des Klosters Saarn, während die dritte Gruppe die Stadt Mülheim bei einer Busrundfahrt kennenlernt.

Für alle Ordensleute hat der Tag am Morgen bereits im Kloster Saarn mit einer Messe begonnen. Nach den verschiedenen Exkursionen treffen sie sich am Abend in der Selbecker Kirche St. Theresia von Avila zu einem Gottesdienst, in dem die mystischen Texten der Heiligen im Mittelpunkt stehen.

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news-17752 Thu, 20 Sep 2018 09:55:26 +0200 Sternsinger im Bistum Essen sammelten 1,47 Millionen Euro https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/sternsinger-im-bistum-essen-sammelten-147-millionen-euro/ Ruhrbistum verzeichnet erneut eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ hat Jahresbericht veröffentlicht. Bundesweit höchstes Sammelergebnis der Geschichte. Mehr als 1,47 Millionen Euro Spenden für Kinder in Not haben die Jungen und Mädchen gesammelt, die im Januar als Sternsinger im Bistum Essen unterwegs gewesen sind. Damit konnten die Sternsinger ihr Sammelergebnis erneut steigern: Obwohl sich zwei Gemeinden weniger als im Vorjahr beteiligt haben, konnten die insgesamt 122 Gruppen aus dem Ruhrbistum fast 5 Prozent mehr Spenden überweisen. Die Zahlen gehen aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ hervor. „Das ist ein tolles Zeichen von christlicher Nächstenliebe und weltweiter Solidarität“, freut sich der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer und dankt den Sternsingern. Hunderte Kinder und Jugendliche seien in ihren Weihnachtsferien oft bei schlechtem Wetter unterwegs, um den Menschen mit ihren Liedern von Weihnachten zu erzählen und zugleich für ihre Altersgenossen in Not zu sammeln. „Umso schöner, wenn dieser Einsatz dann mit einem solchen Spendenerfolg belohnt wird.“

Bundesweit haben die Sternsinger in diesem Jahr mit 48,8 Millionen Euro das höchste Sammelergebnis in ihrer fast 60-jährigen Geschichte zusammengetragen. „Das ist wirklich ein historisches Ergebnis für alle, die an der  Aktion Dreikönigssingen mitwirken, an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Beteiligten“, so Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. „Es ist vor allem eine hoffnungsvolle Nachricht für Mädchen und Jungen in Not, die wir gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen.“ Es zeige auch, „dass die Menschen, die an den vielen Türen den Sternsingern ihre Spenden geben, wissen, wie dringend Kinder in der Einen Welt Hilfe benötigen, und sich von dem Einsatz der Sternsinger immer wieder berühren lassen“, so Krämer weiter.

Insgesamt haben die Sternsinger seit dem Start der Aktion Dreikönigssingen in Deutschland 1959 bereits mehr als eine Milliarde Euro gesammelt. Circa 73.000 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa konnten damit seit Beginn der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder unterstützt werden. Etwa 300.000 Mädchen und Jungen sowie 90.000 jugendliche und erwachsene Begleiter in rund 10.000 Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und weitere Einrichtungen haben im Januar an der Sternsinger-Aktion teilgenommen.

Das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) tragen die Sternsinger-Aktion gemeinsam. „Dieses großartige Ergebnis macht Mut, spornt an und spiegelt die große Wertschätzung für die Arbeit der Sternsinger wider“, sagt BDKJ-Bundespräses Pfarrer Dirk Bingener. „Schön, dass diese Kinder und Jugendlichen uns allen die Möglichkeit geben zu zeigen, was gerade jetzt wichtig ist: die Solidarität mit all denen, die unserer Hilfe bedürfen“, so Bingener.

Rund um den kommenden Jahreswechsel werden sich die Sternsinger bei ihrer 61. Aktion Dreikönigssingen wieder auf den Weg zu den Menschen machen. Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ stehen dann insbesondere Kinder mit Behinderungen im Mittelpunkt. Eröffnet wird die Aktion am 28. Dezember in Altötting.

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news-17751 Thu, 20 Sep 2018 09:28:31 +0200 Ruhrbischof diskutiert über nachhaltige Ernährung https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ruhrbischof-diskutiert-ueber-nachhaltige-ernaehrung/ Bei der Jahresveranstaltung des Rats für Land- und Forstwirtschaft am 1. Oktober diskutiert Bischof Overbeck in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“ mit Gästen über verschiedene Aspekte rund um die Ernährung. Der Eintritt ist frei. Der Überfluss in der westlichen Welt, Unterschiede zwischen Arm und Reich und die negativen Folgen des Fleischkonsums stehen im Fokus, wenn Bischof Franz-Josef Overbeck am Montag, 1. Oktober, in der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ über eine „nachhaltige Ernährung“ diskutiert. Bei der von „Wolfsburg“-Dozent Tobias Henrix moderierten Jahresveranstaltung des Rates für Land- und Forstwirtschaft spricht Overbeck mit dem Sozialethiker Gerhard Kruip, mit Katrin Quinckhardt von der Landwirtschaftskammer NRW und mit Marlies Wimmer vom Rat für Land- und Forstwirtschaft. Dabei sollen auch die Rollen der verschiedenen Akteure in Politik, Wirtschaft und Kirche beleuchtet werden, wenn es um eine gute Ernährung für möglichst alle Menschen geht.

Die Podiumsdiskussion in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“, Falkenweg 6, beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, die „Wolfsburg“ bittet jedoch um eine Anmeldung unter Tagungsnummer 18026, entweder telefonisch: 0208/999 19 – 981 oder per E-Mail. Bereits ab 18.30 Uhr sowie im Anschluss an die Diskussion lädt die „Wolfsburg“ zur Begegnung bei Brezeln und Getränken.

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news-17749 Wed, 19 Sep 2018 14:11:14 +0200 350 Seelsorger arbeiten auf Zollverein an der Zukunft des Bistums https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/350-seelsorger-arbeiten-auf-zollverein-an-der-zukunft-des-bistums/ Ein Jahr nach Start des Dialogprozesses „Pastorale Dienste im Gespräch“ standen am Mittwoch bei der Pastoraltagung „Alles im Blick“ Ideen und Projekte für die Seelsorge im Fokus. Mit Spaß und Entschlossenheit haben rund 350 Seelsorgerinnen und Seelsorger des Ruhrbistums am Mittwoch über die Zukunft ihrer Arbeit und die Zukunft des Bistums Essen diskutiert. Ein Jahr nach dem Start des Dialogprozesses „Pastorale Dienste im Gespräch“ standen in der ehemaligen Kompressorhalle der Essener Kokerei Zollverein unter der Überschrift „Alles im Blick“ konkrete Ideen im Raum wie Priester, Ordensleute, Diakone sowie Pastoral- und Gemeindereferenten den Herausforderungen der Kirche im Bistum Essen begegnen.

Dass all diese Veränderungen nicht ohne eine große innere Überzeugungskraft, nicht ohne Glauben funktionieren, führte Gast-Redner Albert Schmitt den Seelsorgern vor Augen. „Wenn man dem Ruf folgt, hat man immer die Kraft das zu tun, was einem als nächstes aufgetragen ist!“, sagte der ehemalige Kontrabassist Schmitt, der in den 1990er Jahren zum Musik-Manager wurde und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen von einem überschuldeten Ensemble zu einem der führenden deutschen Klassik-Orchester entwickelte. Schmitt betonte das große Engagement seiner Musiker, die alle Eigentümer ihres Orchesters sind – und die hohen Ansprüche an ihre Arbeit: „Wenn wir die Menschen nicht mehr erreichen, haben wir unser Ziel verfehlt.“

„Sich daran erinnern: Wozu bin ich eigentlich Christ?“

Nicht nur bei diesem Punkt sah Generalvikar Klaus Pfeffer viele Parallelen zwischen Kirche und Orchester, schließlich könne auch Musik etwas sehr Religiöses haben. „Ich frage mich manchmal, sind wir wirklich so existenziell erfüllt von unserem eigenen Glauben wie diese Musiker?“ sagte Pfeffer. Auch mit Blick auf die dramatische Situation des Orchesters, das mehrfach kurz vor der Pleite stand, fühlte sich Pfeffer an die Kirche erinnert: „Wir sind als Kirche in einer ähnlichen Situation: Wir liegen am Boden. Da kann es nur helfen, wenn ich mich daran erinnere, wozu ich eigentlich Christ bin. Nur dann können wir sagen: Ja, unsere Kirche ist in einem furchtbaren Zustand, aber wir sind insgesamt auf einem guten Weg.“

Diskussion über Leitungsfragen in Pfarreien

Diesen Weg wollen die Seelsorger des Ruhrbistums in ihren verschiedenen Berufsgruppen aktiv mitgestalten – das wurde in der Kleingruppenarbeit der Tagung in der „Grand Hall“ genannten ehemaligen Industriehalle deutlich: An großen Stellwänden diskutierten die Teilnehmer 20 verschiedene Themen, die die Seelsorge im Ruhrbistum voranbringen sollen. Die Bandbreite reichte dabei von ganz konkreten Vorhaben wie der Ausstattung aller Seelsorge-Mitarbeiter mit Dienst-Handys und Tablets über Fragen der Aus- und Fortbildung – womöglich gemeinsam mit Ehrenamtlichen – und künftiger Berufsbezeichnungen bis hin zu Grundsatzthemen wie der Leitung von Pfarreien. Gerade diese Leitungsfragen – verbunden mit Vorschlägen zur Verbesserung der Zusammenarbeit in den Pastoralteams der Pfarreien – fanden bei den Teilnehmern besonders viel Zuspruch. Den Bedarf nach innovativen Lösungen in diesem Bereich hatte zuvor Personalchef Kai Reinhold deutlich gemacht: „Wir kommen wirklich an Grenzen – wir haben kaum noch Priester, die die Leitung einer Pfarrei übernehmen wollen.“ Dass zumindest die Seelsorger in der „Grand Hall“ sich auch Leitungsteams oder die Pfarrei-Leitung als zeitlich begrenztes Wahlamt vorstellen können, dokumentierten sie auf zwei großen Plakaten. Weitere für die Teilnehmer wichtige Themen waren unter anderem künftige spirituelle Angebote, die Förderung innovativer Projekte und die Öffnung der pastoralen Berufe für Seiteneinsteiger als eine Möglichkeit, dem Nachwuchsmangel zu begegnen.

„Wir sagen nicht: Wir schaffen das – wir machen das!“

„Diese Themen weisen mitten in den Alltag unseres Bistums“, sagte Bischof Franz-Josef Overbeck und sicherte zu, dass alle Vorschläge nun gesichtet, ausgewertet und weiter bearbeitet werden. Overbeck sprach von einem „kreativen, manchmal revolutionären Prozess in eine neue Welt“ und schloss sich den Worten von Schmitt und Pfeffer an: „Ohne eine existenzielle Ergriffenheit vom Glauben werden wir diese Wege nicht gehen können.“ Trotz der vielfältigen Belastungen durch die ständigen beruflichen Veränderungen für die Seelsorger gab sich Overbeck zuversichtlich, was die Entwicklung hin zu einer „neuen Kirche“ betrifft: „Wir sagen nicht: Wir schaffen das – wir machen das!“

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news-17748 Wed, 19 Sep 2018 13:21:32 +0200 Seelsorger unterstützen Forderungen von Bischof Overbeck nach ernsthaften Konsequenzen aus der Missbrauchsstudie https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/seelsorger-unterstuetzen-forderungen-von-bischof-overbeck-nach-ernsthaften-konsequenzen-aus-der-missb/ Applaus für den Ruhrbischof. Overbeck: „Ich bin gespannt, ob wir uns in der Bischofskonferenz auch bei Themen Hierarchie, Macht und Sexualmoral in der Kirche verständigen können.“ Mit großem Zuspruch haben die Seelsorger des Bistums Essen auf den Vorstoß von Bischof Franz-Josef Overbeck reagiert, als Konsequenz aus der katholischen Missbrauchsstudie nun ernsthaft über Macht, Hierarchie und die Sexualmoral in der Kirche zu sprechen. Mit Applaus reagierten die Priester, Diakone, Ordensleute, Gemeinde- und Pastoralreferenten bei einer Tagung auf der Essener Kokerei Zollverein, als Overbeck zu Beginn die Missbrauchsstudie erwähnte. „Ich bin gespannt, ob wir uns in der Bischofskonferenz auch bei Themen Hierarchie, Macht und Sexualmoral in der Kirche verständigen können“, sagte Overbeck. „Denn es reicht nicht, nur das zu wiederholen, was wir schon gesagt haben.“ Um der Opfer willen „dürfen wir uns nicht selbst rechtfertigen, sondern müssen wirklich neue Wege gehen“, so der Ruhrbischof. Ähnlich hatte sich Overbeck bereits am Wochenende in einem Brief an die Kirchengemeinden seines Bistums gewandt.

Bei ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda werden die Bischöfe in der kommenden Woche die Ergebnisse der Studie diskutieren, die sie selbst in Auftrag gegeben haben, um die Missbrauchsfälle durch Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige in Deutschland seit 1946 aufzuklären.

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news-17747 Tue, 18 Sep 2018 17:02:42 +0200 Benefizkonzert für ausländische Studierende in Not https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/benefizkonzert-fuer-auslaendische-studierende-in-not/ Zugunsten des Campus-Segen-Hilfsfonds für ausländische Studierende gibt „Der Profane Chor“ aus Bochum am Samstag, 29. September, um 19 Uhr ein Benefizkonzert in der Bochumer Kunstkirche Christ-König. Mit dem Benefizkonzert „All you need is love“ unterstützt „Der Profane Chor“ am Samstag, 29. September, den Hilfsfonds der Hochschulseelsorge Campus-Segen für ausländische Studierende. In der Bochumer Kunstkirche Christ-König, Steinring 28, beginnt ab 19 Uhr ein breit gefächertes Programm, das den Titel gebenden Beatles-Klassiker mit Songs wie „Over the Rainbow“, „Loreley“, „Ein Männlein steht im Walde“, „The lion sleeps tonight“ oder „Rock around the clock“ verbindet. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter bitten jedoch um Spenden für den Hilfsfonds.

Der Hilfsfonds der Hochschulseelsorge Campus-Segen des Bistums Essen ist Anlaufstelle für internationale Studierende in den ersten zwei Semestern ihres Studiums. Bei unerwarteten oder unverschuldeten Nöten können diese eine finanzielle Hilfe, verbunden mit einem Coaching, erhalten.

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news-17746 Tue, 18 Sep 2018 15:57:12 +0200 Mit spirituellen Angeboten dem Leistungsdruck begegnen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/mit-spirituellen-angeboten-dem-leistungsdruck-begegnen-1/ Bistum Essen wirbt mit Heiligen für Exerzitien und andere spirituelle Angebote. Neue Text- und Bildsprache: Exerzitienreferat heißt jetzt „Team Exercitia“ und wirbt für „Leben üben. Seit Menschengedenken“. Neue Veranstaltungen starten im Oktober. Mit der heiligen Theresa als „Burnoutbändigerin“ oder dem heiligen Ignatius als Helfer „raus aus dem Hamsterrad“ wirbt das Bistum Essen in einem neuen Programm für Exerzitien und andere spirituelle Angebote. Auch der heilige Benedikt steht als „Work-Life-Balance-Trainer“ Pate für die ein- und mehrtägigen Veranstaltungen, die die Exerzitien-Fachleute des Ruhrbistums ab Oktober anbieten. Leistungsdruck sei „kein neuzeitliches Phänomen, aber mit uralten Techniken ins Lot zu bringen“, schreibt das Team Exercitia, wie sich das frühere Exerzitienreferat im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus jetzt nennt.

So vielfältig wie die Menschen sind die spirituellen Angebote des Bistums: Sie reichen von „Besonderen Abenden“ und „Oasentagen“ zu bestimmten Themen („Worte, die tragen“, „Bilder, die wirken“) oder für bestimmte Zielgruppen (Paare, Frauen, Männer) über sogenannte Straßenexerzitien und Besinnungswochenenden bis hin zu Angeboten zur Körperwahrnehmung oder dem „Prophetisch-politischen Besinnungswochenende“. Über den Jahreswechsel lädt das Bistum zudem zur „Zeitenwende kontemplativ“ – und vom 18. bis 21. April zu „Kar- und Ostertagen für Familien“ ein.

Die Namensänderung des früheren Exerzitienreferats ist Teil eines neuen Profils der Abteilung, das als Ergebnis eines der Zukunftsbild-Projekte im Bistum Essen entstanden ist. Mit einer neuen Text- und Bild-Sprache möchte das Team Exercitia zusätzliche, vor allem jüngere Zielgruppen erschließen. Der Umgang mit Leistungsdruck ist dabei das Thema des aktuellen Programms. „Die täglichen Verpflichtungen, Erfahrungen und Sinnfragen wollen jongliert werden“, schreibt das Team Exercitia in der neuen Angebots-Übersicht. Was heute Selbstfindung oder Persönlichkeitstraining heiße, sei einst als „Exerzitien“ (lat. exercitium, engl. Exercise = Übung) entwickelt worden. „Die Welt hat sich seitdem sehr verändert. Die Exerzitien wirken noch heute“, so die Spiritualitäts-Profis, die ihre Arbeit nun unter die Überschrift „Leben üben. Seit Menschengedenken“ gestellt haben.

Von einigen Ausnahmen abgesehen lädt das Team Exercitia zu allen spirituellen Angeboten ins Kardinal-Hengsbach-Haus am Rande des Essener Stadtteils Werden. Details-Infos zu den Angeboten und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf der Internetseite www.team-exercitia.de.

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news-17744 Tue, 18 Sep 2018 10:33:16 +0200 Generalvikariat und Caritasverband bleiben wegen Betriebsausflugs geschlossen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/generalvikariat-und-caritasverband-bleiben-wegen-betriebsausflugs-geschlossen/ Mitarbeiter der katholischen Einrichtungen sind am Donnerstag, 20. September, gemeinsam unterwegs. Wegen eines Betriebsausflugs bleiben das Bischöfliche Generalvikariat, das Essener Medienforum und die Geschäftsstelle des Caritasverbands im Bistum Essen am Donnerstag, 20. September, geschlossen. Auch telefonisch sind diese Einrichtungen nicht zu erreichen. Die Domschatzkammer und das Dombüro sind geöffnet. Am Freitag, 21. September, öffnen alle Einrichtungen auf der Dominsel wieder regulär.

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news-17743 Mon, 17 Sep 2018 16:29:59 +0200 Generalvikar erwartet „intensiven Reinigungsprozess“ durch Missbrauchsstudie https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/generalvikar-erwartet-intensiven-reinigungsprozess-durch-missbrauchsstudie/ Klaus Pfeffer war am Montag Gast in der WDR5-Anrufsendung „Tagesgespräch“. Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer erwartet, dass der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche einen „sehr intensiven Reinigungsprozess“ zur Folge hat. „Danach wird die Kirche eine andere sein“, sagte Pfeffer am Montag in der WDR5-Radiosendung „Tagesgespräch“. Es mache „fassungslos“, wenn nun mit der von der Kirche in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie „das ganze Ausmaß dieses Missbrauchsskandals offenbar wird“. Umso wichtiger sei es, dass Opfer sexuellen Missbrauchs „Raum bekommen, damit diese Geschichten erzählt werden“, so Pfeffer. Es gehe darum, „dass wir mitbekommen, was im Namen unserer Kirche passiert ist, dass wir demütig werden und alles dafür tun, das so etwas nie wieder passiert“, betonte Pfeffer in der einstündigen Sendung, bei der WDR5-Hörer live anrufen und Fragen stellen konnten.

Generalvikar Pfeffer und WDR5-Moderator Jürgen Wiebicke wurden in der Sendung mit sachlichen Nachfragen und Anmerkungen, aber auch mit sehr persönlichen Geschichten von tiefen Verletzungen konfrontiert. Pfeffer hob angesichts mehrfacher Nachfragen nach dem Umgang mit möglichen Missbrauchstätern hervor, dass in solchen Fällen heute nicht nur kircheninterne Ermittlungen gibt: „Heute werden Missbrauchsfälle zur Anzeige gebracht, selbstverständlich arbeiten wir mit den Staatsanwaltschaften zusammen.“ Zumindest in diesem Punkt „haben wir aus dem Systemversagen gelernt“, so Pfeffer.

Pfeffer bekräftigte in der Radio-Sendung, was Bischof Overbeck am Wochenende allen Kirchengemeinden des Ruhrbistums in einem Brief geschrieben hatte: Dass als Konsequenz aus der Missbrauchsstudie auch die Sexualmoral der Kirche sowie Hierarchie- und Strukturfragen auf den Prüfstand müssten. Die Studie empfehle, dass die Kirche manche ihrer hohen moralischen Ansprüche in Frage stelle, so Pfeffer. In der Vergangenheit sei Sexualität in der Kirche geradezu „verteufelt“ worden. Der Generalvikar machte zudem die weltweite Dimension des Themas deutlich – zum einen mit Blick auf die Schwierigkeit, moralische Fragen in der Weltkirche weiter zu entwickeln, und zum anderen hinsichtlich der konkreten Frage von Missbrauchsfällen. Meldungen aus vielen verschiedenen Ländern lassen Pfeffer befürchten, „dass es ein weltweites Problem ist“. Pfeffer sieht ein „Systemproblem“ und eine „große Krise der katholischen Kirche“, die eine ernsthafte Anfrage an die Relevanz der Organisation Kirche stelle.

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news-17742 Mon, 17 Sep 2018 11:04:40 +0200 Fachtagung zur Qualität in der kirchlichen Lehrerfortbildung https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/fachtagung-zur-qualitaet-in-der-kirchlichen-lehrerfortbildung/ Um die Herausforderungen, die eine auch in Zukunft qualitativ hochwertige Weiterbildung für Lehrer mit sich bringt, geht es in einem zweitägigen Fachtreffen des Essener Instituts für Lehrerfortbildung. Zu Gast ist auch NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer. Wie lassen sich junge Menschen in aktuellen Zeiten des Lehrkräftemangels für den Lehrerberuf begeistern? Wie kann die Qualität der katholischen Fort- und Weiterbildung vor allem von Seiteneinsteigern, aber auch von berufserfahrenen Lehrern in Zukunft gesichert werden? Um diese Herausforderungen geht es in einer Fachtagung des Instituts für Lehrerfortbildung am Mittwoch und Donnerstag, 26. und 27. September.

Experten katholischer und evangelischer Lehr- und Fortbildungsinstitute aus ganz Deutschland diskutieren mit den Teilnehmern über die Qualität von Lehrerfortbildungen. NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer ist am Mittwoch um 16.30 Uhr zu Gast und spricht über die zukünftigen Ansprüche der Schul- und Bildungspolitik an die Fortbildung von Lehrern, beispielsweise deren Wirksamkeit und Qualität sowie Menschenbildung und Innovation.

Die Tagung beginnt am Mittwoch um 13.30 Uhr und endet am Donnerstag um 16 Uhr im Haus Maria in der Aue, In der Aue 1, in Wermelskirchen. Das Katholische Institut für Lehrerfortbildung, Veranstalter der Tagung, ist seit 1970 Fort- und Ausbildungsort für fünf Diözesen in NRW mit Sitz im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen-Werden.

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news-17711 Sun, 16 Sep 2018 08:15:00 +0200 Impuls: Rhythmus finden https://www.bistum-essen.de/index.php?id=1443 news-17740 Fri, 14 Sep 2018 18:39:14 +0200 „Wir sind mehr, die auf den Hass mit Liebe antworten“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/wir-sind-mehr-die-auf-den-hass-mit-liebe-antworten/ Bei der Demonstration für Frieden, Freiheit und Menschenwürde zeigen katholische und evangelische Christen am Donnerstag eine sichtbare Präsenz und bereichern den Abend auch inhaltlich – nicht nur mit dem ökumenischen Friedensgebet in der überfüllten Marktkirche. Für die Pfadfinder aus St. Nikolaus ist es „Ehrensache“, am Donnerstagabend mit dabei zu sein. Sie haben extra ihre Gruppenstunde verlegt, um gemeinsam mit rund 6000 Männern, Frauen und Kindern unter der Überschrift „#wirsindmehr“ gegen Hetze und für Frieden, Freiheit und Menschenwürde zu demonstrieren. Für Essener Demo-Verhältnisse sind es außergewöhnlich viele Menschen, die sich ab 18 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz versammeln und nach einer kurzen Kundgebung von dort aus eine rund einen Kilometer lange Runde durch die City gehen – und es sind diesmal außergewöhnlich viele Christen dabei. Nicht nur die katholischen Pfadfinder und Vertreter anderer katholischer und evangelischer Jugendverbände, auch Caritas und Diakonie, der Essener Diözesanrat, Beschäftigte von evangelischer Stadtkirche, Generalvikariat, Domschatzkammer oder der Bank im Bistum, mehrere Seelsorger und viele weitere Menschen ohne Fahne oder Plakat sind dabei, als kurz vor dem offiziellen Beginn weit mehr als 500 Menschen von der Porschekanzel gemeinsam zum Demo-Start am Hauptbahnhof ziehen.

Ökumenisches Friedensgebet zum Demo-Auftakt

Sie hatten die Demonstration auf ihre Weise begonnen – mit einem ökumenischen Friedensgebet in der evangelischen Marktkirche. Gemeinsam machen dort der katholische Cityseelsorger Bernd Wolharn, die junge evangelische Pfarrerin Hannah Jacobs („Raumschiff Ruhr“) und ihr Kollege Johannes Heun aus Essen-Königssteele deutlich, weshalb Katholiken und Protestanten an diesem Abend mit dabei sind: „Wir demonstrieren, weil wir die Schöpfung eines jeden Menschen achten“, sagt Jacobs. Und Heun ergänzt: „Im Geist der Liebe zu reden und zu handeln, das ist unser Weg.“

Schon der Andrang zu diesem kurzen, erst vor wenigen Tagen angesetzten Gottesdienst ist für die evangelischen und katholischen Organisatoren überwältigend, schon zu Beginn des Gebets ist die Marktkirche mehr als gut besucht. So gut, dass schon bald niemand mehr hinein darf und sich vor dem Eingang eine Traube von Menschen sammeln, die zumindest hören möchten, was drinnen passiert. Das Gebet ist denkbar unspektakulär: still, ruhig und leise – und vielleicht gerade deshalb in der Empfindung vieler ein angenehmer Kontrast zu Hass und Hetze, die in den vergangenen Tagen auf den Bildschirmen so präsent waren und viele an diesem Abend zu Demonstranten werden lassen. Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) ist in der Kirche mit dabei. Dort umrahmen der Ökumene-Klassiker „Sonne der Gerechtigkeit“ und der Kanon „Herr, gib uns deinen Frieden“ Bitten und Gedanken um ein friedliches, gedeihliches Miteinander – in dieser Stadt, in diesem Land und in aller Welt.

Richtig laut wird es auch später auf der Demonstration nur selten. Wer nicht gerade hinter dem Lautsprecher-Wagen herläuft, ist Teil eines bunten, fröhlichen, aber entschlossenen Stadtspaziergangs, aus dem hier und da ein Sprechchor schallt – der aber meist bald wieder verstummt. Einzig das Demo-Motto „#wirsindmehr“ schafft es am Ende, zu einem von allen geteilten Slogan zu werden. Die Antifa, wegen der manch Zeitgenosse schon die gesamte Veranstaltung ins linksradikale Spektrum verorten wollte, ist gerade in Klassenstärke mit dabei, daneben eine Fahne der Sozialistischen Arbeiterjugend, „Autonome“ oder politisch ähnlich radikal eingestellte Vertreter treten gar nicht sichtbar in Erscheinung.

Bunte Plakate von Diözesanrat oder Caritas

Stattdessen durchmischen die bunten „Friede sei mit euch“-Fahnen des Essener Diözesanrats die Szene oder das große „Sach Wat“-Plakat, mit dem der Caritasverband im Bistum Essen für Toleranz wirbt. In ökumenischer Eintracht führen Dompropst Thomas Zander und die evangelische Superintendentin Marion Greve gemeinsam mit Vertretern des organisierenden Bündnisses „Essen stellt sich quer“ die Demonstration an. Und bevor der Abend mit einem kleinen Konzert endet, schließt Pastor Heun die Rednerliste mit einem eindrucksvollen Beitrag. Heun wirbt jenseits der Events für ein nachhaltiges Engagement für Freiheit und Menschenwürde und gegen Rassismus – zum Beispiel in seinem Stadtteil Steele, wo seit einigen Wochen die selbsterklärte Ordnertruppe „Steeler Jungs“ mehr für Angst als für Ordnung sorgt. Und er nimmt die Christen bei diesem Engagement in die Pflicht, schließlich habe Jesus selbst dazu aufgefordert nicht nur seinen Nächsten, sondern sogar seine Feinde zu lieben. „Wir sind mehr, die auf den Hass mit Liebe antworten“, gibt sich Heun am Ende des Abends optimistisch.

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news-17739 Fri, 14 Sep 2018 17:04:44 +0200 Bischof Overbeck diskutierte mit Gesundheitsminister Laumann und Klinik-Chefs https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-diskutierte-mit-gesundheitsminister-laumann-und-klinik-chefs/ Treffen mit dem Rat für Gesundheit und Medizinethik in der Mülheimer Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“. Overbeck betont Verantwortung der Klinik-Chefs für Wert-Orientierung der Mitarbeiter. Zu einem Austausch über die Situation der Krankenhäuser im Ruhrgebiet haben sich Bischof Franz-Josef Overbeck und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in Mülheim mit den Geschäftsführern der katholischen Kliniken im Ruhrbistum getroffen. Auf der Agenda des Gesprächs zu dem die Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ und der Rat für Gesundheit und Medizinethik im Ruhrbistum eingeladen hatten, standen die Situation in der Pflege sowie mögliche Strukturveränderungen in der Krankenhaus-Landschaft des Reviers.

Der Minister betonte, er setze auf Veränderungen der Klinik-Landschaft, dabei spiele die Größe der Häuser jedoch keine tragende Rolle. „Wir brauchen große, mittelgroße und kleine Häuser“, sagte der Minister. In erster Linie komme es auf die Aufgabe und das Profil des einzelnen Krankenhauses sowie auf die Struktur in der Region an. Laumann will den Krankenhäusern Zeit für Strukturveränderungen geben, machte aber auch deutlich, dass diese kommen müssten. Dirk Albrecht, Sprecher des Rates und Geschäftsführer der Essener Contilia-Gruppe, griff den Vorstoß Laumanns auf: Der Minister habe den Ball ins Spiel gebracht, „jetzt müssen wir uns bewegen“, sagte er in den Kreis der Klinik-Chefs.

Auch Bischof Overbeck setzt auf Veränderungen in der Klinik-Struktur. Allerdings betonte er einmal mehr, dass sich das Bistum nicht ohne Not aus Bereichen des Gesundheitswesens zurückziehen werde, „weil die Versorgung von Kranken für uns eine genuin christliche Aufgabe ist“. Die stellvertretende Akademie-Direktorin Judith Wolf, die den Abend moderierte, verwies darauf, dass die christlichen Krankenhäuser zur DNA des Ruhrgebiets gehörten und von Anfang an eine praktisch bewährte Form der Anerkennung, der Verlässlichkeit und der Solidarität mit den Schwachen gewesen seien.

Beim Thema Pflege verwies Laumann darauf, dass NRW unlängst die Zahl der geförderten Schulplätze in der Altenpflege von 660 auf 1000 ausgeweitet habe. Jenseits der Zahlen ging es Laumann aber vor allem um eine inhaltliche Diskussion. Zum einen wolle er „der Pflege eine Lobby geben“, sagte der Minister. Deshalb werde derzeit unter den Beschäftigten abgefragt, welches Modell sie favorisieren – eine Pflegekammer, in der alle Beschäftigten Pflichtmitglieder wären oder eine Pflegering, dem auch Arbeitgebervertreter und Gewerkschaften beitreten können. Laumann favorisiert die Kammer, hat aber die Umfrage an ein unabhängiges Institut delegiert. Wichtig sei, „dass die Pflege endlich eine eigene Stimme bekommt“, so der Minister. Mit Blick auf die hohe Arbeitsbelastung forderte Laumann zudem, dass die Pflegerinnen und Pfleger in ihren Diensten wieder zeitliche Spielräume bekommen, „um sich tatsächlich dem Patienten zuwenden zu können.“ Bischof Overbeck unterstützte dieser Forderung und betonte, es liege in der Verantwortung der Klinik-Geschäftsführungen „Räume zu schaffen, damit sich insbesondere die Pflegenden mit den besonderen Werten ihrer Arbeit befassen können“.

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news-17738 Fri, 14 Sep 2018 16:30:53 +0200 Ferdinand Schulte Berge feiert 100. Geburtstag https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ferdinand-schulte-berge-feiert-100-geburtstag/ Vesper in der Kapelle der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung zu Ehren des ehemaligen Dompropstes. Bischof Overbeck und Oberbürgermeister Kufen gratulieren. Kaum ein Platz ist noch frei in der barocken Kapelle der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung. Familie und Wegbegleiter aus Kirche und Politik sind zur festlichen Vesper gekommen, um den 100. Geburtstag von Dompropst em. Ferdinand Schulte Berge zu feiern. Bischof Franz-Josef Overbeck zeichnet in seiner Predigt die beeindruckende und manchmal dramatische Biographie des Jubilars nach. Sie solle Anlass sein, „auf das Lebendige, das auf uns zukommt, zu schauen, eingedenk der Einsicht, dass Zukunft hat, wer seine Herkunft kennt“.

„Kritikfähigkeit und Nachsicht, Wachheit und Mut“ seien Facetten Schulte Berges. Von dessen Kritik sei auch er als Bischof nicht ausgenommen.  Schulte Berge habe von seiner Wohnung hoch oben über den Dächern Essens einen guten Blick auf das Dienst- und Arbeitszimmer der Bischofs: „Auf mich wird gut aufgepasst!“ stellt Overbeck unter Gelächter der Gäste fest – unter ihnen auch sein Amtsvorgänger, der heutige Bischof von Münster, Felix Genn.

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, dessen Büro ebenfalls in Sichtweite des ehemaligen Dompropstes liegt, bewundert in seiner Ansprache den Optimismus und die Lebensfreude des Jubilars. Für Kufen ist Schulte Berge vor allem  Zeuge und mutiger Mitgestalter der Entwicklung des Ruhrgebiets: „Geschichte lebt von Geschichten, und Geschichten können Sie erzählen.“

Das stellt der Jubilar bei seiner Feier bei Kaffee und Kuchen auch gleich mehrfach unter Beweis. Und sein Publikum, das ihm mal staunend lauscht und mal in lautes Gelächter ausbricht, kann wohl nur bestätigen, was seine Nichte kurz zuvor in einer kleinen Rede sagte: „Du bist mit deinen 100 Jahren noch gut auf dem Platz.“

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news-17737 Fri, 14 Sep 2018 13:04:54 +0200 Ruhrbischof will über Sexualmoral, Macht und Hierarchie diskutieren https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ruhrbischof-will-ueber-sexualmoral-macht-und-hierarchie-diskutieren/ Bischof Overbeck ist „zutiefst erschüttert und traurig über das unermessliche Leid, das unzähligen Menschen zugefügt worden ist“. Er werde sich „auch über unser Bistum hinaus entschieden dafür einsetzen, die Ergebnisse der Studie und die Empfehlungen der Wissenschaftler sehr ernst zu nehmen“, schreibt er in einem Brief an die Kirchengemeinden. Als Konsequenz aus der katholischen Missbrauchsstudie will Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck auch über die Sexualmoral sowie über Macht- und Hierarchiefragen in der Kirche diskutieren. Dabei schließt er auch grundsätzliche Veränderungen nicht aus. „Ich versichere Ihnen, dass ich mich auch über unser Bistum hinaus entschieden dafür einsetzen werde, die Ergebnisse der Studie und die Empfehlungen der Wissenschaftler sehr ernst zu nehmen“, schreibt Overbeck in einem Brief an die Kirchengemeinden des Bistums Essen, der am Wochenende in allen Gottesdiensten verlesen wird. Dazu gehörten „vor allem auch die alarmierenden Hinweise, dass einige Vorstellungen und Aspekte unserer katholischen Sexualmoral sowie manche Macht- und Hierarchiestrukturen sexuellen Missbrauch begünstigt haben und immer noch begünstigen“, so der Bischof. „Wir müssen darüber in der Bischofskonferenz, aber auch in unserer gesamten Kirche offen und angstfrei reden, damit wir die richtigen Konsequenzen ziehen.“ Er sei bereit, sich „allen kritischen Anfragen zu stellen“, schreibt Overbeck. „Ich wünsche mir sehr, dass wir in einem offenen Dialog herausfinden, welche grundsätzlichen Veränderungen in unserer Kirche erforderlich sind, damit sexuelle Gewalt und sexueller Missbrauch bei uns keinerlei Nährboden mehr finden.

Studie „bescheinigt unserer Kirche ein großes Versagen“

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte eine umfangreiche wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, um den 2010 öffentlich gewordenen Missbrauchsskandal anhand interner Akten über Priester seit dem Kriegsende bundesweit zu untersuchen. Diese Studie wird den Bischöfen am Dienstag, 25. September, auf ihrer Vollversammlung in Fulda vorgestellt. In dieser Woche waren erste Details bekannt geworden, weshalb sich Overbeck nun mit einem Brief an die Gemeinden wendet. Bereits am Donnerstag hatte Generalvikar Klaus Pfeffer in einer E-Mail an alle Bistums-Mitarbeiter sein Entsetzen über die Ergebnisse der Studie deutlich gemacht. Overbeck schreibt in seinem Brief an die Gemeinden: „Mit Ihnen bin ich zutiefst erschüttert und traurig über das unermessliche Leid, das unzähligen Menschen zugefügt worden ist.“ Die Studie bescheinige „unserer Kirche ein großes Versagen, weil viele Verantwortliche zu wenig oder nichts getan haben, um Verbrechen zu verhindern, aufzudecken, aufzuklären und zu ahnden.“ Er könne den Zorn vieler Menschen verstehen, so Overbeck: „Unsere Kirche erhebt einen hohen moralischen Anspruch. Gerade in früheren Jahrzehnten haben viele Katholiken manche sexual-moralischen Forderungen als überzogen, belastend und bedrängend erlebt.“ Umso schrecklicher sei, wenn sich nun zeige, „in welch einem Ausmaß Amtsträger unserer Kirche moralisch versagt haben“. Die Kirche habe „schwere Schuld auf sich geladen“. Nun sei sie es „den Opfern schuldig, dass wir alles tun, damit solches Leid ein Ende hat und nie wieder geschehen kann“.

„Die Gefahren sind bei weitem nicht gebannt“

Trotz vielfältiger Anstrengungen der Kirche hinsichtlich einer möglichst guten Präventionsarbeit seien „die Gefahren bei weitem nicht gebannt“, betont der Bischof. „Wir müssen befürchten, dass es unter uns nach wie vor sexuellen Missbrauch gibt und geben kann. Darum werde ich weiterhin alles tun, damit solche Verbrechen in der Kirche unmöglich werden.“ Konkret bittet Overbeck die Kirchenmitglieder um „Ihre Unterstützung und Ihr Mittragen der vielfältigen Maßnahmen, die wir bereits begonnen haben und weiterführen wollen.“ Vor allem aber bitte er „um das Gebet für die Opfer sexuellen Missbrauchs, denen durch Priester und andere Verantwortliche der Kirche unsägliches Leid zugefügt wurde.“

„Wir erleben eine sehr dunkle Stunde unserer Kirchengeschichte, die hoffentlich zu einer Reinigung und Erneuerung führen wird“, schreibt Overbeck mit Blick auf die Missbrauchsfälle in Deutschland, aber auch in der katholischen Kirche in anderen Ländern. Der Vatikan hatte Mitte der Woche ein Treffen von Papst Franziskus mit den Leitern der nationalen Bischofskonferenzen zu diesem Thema angekündigt. Der Papst habe erkannt, „in welcher Krise wir uns befinden“, so Overbeck.

Am Dienstag, 6. November, wird Overbeck bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion in der Bistums-Akademie "Die Wolfsburg" in Mülheim mit den beiden Professoren Andreas Kruse und Eric Schmitt aus dem Forscherteam der Missbrauchsstudie sowie mit der Präventionsbeauftragten des Bistums, Andrea Redeker, über die Studie informieren und diskutieren. Alle Anmelde-Informationen stehen in der Veranstaltungs-Einladung.

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news-17736 Fri, 14 Sep 2018 12:45:23 +0200 Diözesanrat diskutiert über Kirchen-Umnutzung und Frieden https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/dioezesanrat-diskutiert-ueber-kirchen-umnutzung-und-frieden/ Delegierte der Vollversammlung diskutierten mit dem Diözesanbaumeister Thomas Tebruck. Diözesanrat beteiligt sich an Ausstellung „Frieden geht anders“ im November in der Bochumer Kunstkirche. Kirchengebäude sind keine „Ewigkeits-“, sondern „Entwicklungsorte“, so der Tenor der Diskussion auf der Vollversammlung des Diözesanrats der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen zur Frage, wie die Kirche künftig mit überzähligen Gebäuden umgehen soll. Das höchste Laiengremium im Ruhrbistum hatte am Mittwochabend Diözesanbaumeister Thomas Tebruck eingeladen, um angesichts der vorerst abgeschlossenen Beratungen in den Pfarreientwicklungsprozessen die Immobilien-Herausforderungen der kommenden Jahre in den Blick zu nehmen. Vor dem Hintergrund der verständlicherweise immer vorhandenen Emotionen warb Tebruck beim Umgang mit Kirchengebäuden um Sensibilität in den Auseinandersetzungen vor Ort – mal sei eine Umnutzung denkbar, mal sei aber auch der Abriss eine sinnvolle Lösung, um Platz für etwas Neues zu schaffen. Zudem, so Tebruck, seien Kirchen ein kulturelles Erbe aller. Nötig sei deshalb eine breite Diskussion über den Umgang mit diesem Erbe, die nicht nur innerkirchlich geführt werden dürfe.

Im zweiten Themenblock der Vollversammlung stand das Thema Frieden im Fokus. Im Nachgang des Katholikentags in Münster stellte die Diözesanrats-Vorsitzende Dorothé Möllenberg das „Münsteraner Manifest“ vor, das beschreibe, wie Frieden in alle seinen Facetten – gesellschaftlich, sozial, politisch – aussehen kann und welche Schritte dazu führen könnten. Den Aspekt „An den Seiten der Armen weltweit“ greifen die Aktion „pax Christi“ und der Diözesanrat am 26. November in Bochum auf. Dann gibt es eine eigene Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Frieden geht anders – Beispiele ziviler Konfliktlösung“, die vom 22. November bis 2. Dezember in der Kunstkirche Christ-König präsentiert wird, kündigte pax-Christi-Vorstandsmitglied Norbert Richter an. Die Diözesanratsvorsitzenden Luidger Wolterhoff und Dorothé Möllenberg luden die Delegierten ein, in ihren Verbänden und Räten für die Ausstellung und das Rahmenprogramm zu werben. Dies sei eine gute Möglichkeit, miteinander über die Herausforderung ins Gespräch zu kommen, mit welchen Mitteln in der globalisierten Welt kriegerische Konflikte gelöst werden können.

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news-17735 Fri, 14 Sep 2018 10:10:58 +0200 Bistum Essen feiert am 23. September Eröffnung seines Pilgerwegs https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-essen-feiert-am-23-september-eroeffnung-seines-pilgerwegs/ Projektgruppe lädt alle Interessierten zu einer ersten „Schnupperetappe“ ein. Gemeinsam mit Domkapitular Michael Dörnemann geht es von der Essener Klusen-Kapelle zum Dom. Drei Jahre Vorbereitungszeit, mehr als 200 Kilometer Wegstrecke und hunderte magenta-farbene Pilgerzeichen – mit einer ersten gemeinsamen Etappe in Essen eröffnet das Ruhrbistum am Sonntag, 23. September, seinen neuen Pilgerweg. Auf fünf markierten Teilstrecken können Wanderer nun zwischen Duisburg und dem märkischen Sauerland oder zwischen der Bottroper Halde Haniel und dem tiefen Essener Süden das Ruhrgebiet erkennen – und dabei bestenfalls auch ein bisschen mehr über sich selbst. „Wir wollen Wandel erfahrbar machen und die Wirklichkeit der Menschen zeigen, die hier leben“, sagt Andrea Liedmann aus dem Pilgerweg-Projektteam. „Je bewusster ich diese Wirklichkeit wahrnehme, desto mehr nehme ich auch mein eigenes Leben wahr.“ „Dass ich mich selbst mit einbeziehe“, sei das Mehr des Pilgerns im Vergleich zum Wandern, erklärt Liedmann.

Wer dies nicht allein, sondern in einer geselligen Runde ausprobieren möchte, der ist bei der Eröffnung am 23. September richtig. Los geht’s um 11 Uhr an der Klusen-Kapelle im Essener Stadtwald, An der Kluse 26. Von den S-Bahn-Stationen „Essen-Hügel“ oder „Essen-Stadtwald“ ist die Kapelle jeweils rund 20 Minuten Fußweg entfernt. Nach einem kurzen Gebet geht es von dort gemeinsam mit Domkapitular Michael Dörnemann über den Pilgerweg in Richtung Innenstadt. Auf dem insgesamt rund sechs Kilometer langen Weg verpflegen sich die Pilger selbst. Nach dem Eintreffen am Dom gibt es dort um 15 Uhr eine Pilger-Messe, zu der auch Gläubige, die nicht mitgepilgert sind, herzlich eingeladen sind. Anschließend gibt es ein Eröffnungsfest auf dem Domhof.

Nach der Eröffnung steht der Pilgerweg allen Interessierten offen. Die einzelnen Etappen können in beliebigen Abschnitten und jeweils in beide Richtungen begangenen werden. Zentrum aller fünf Teil-Wege ist der Essener Dom – aber der Dom ist weder zwingender Start- noch Zielpunkt. Nach der Ausschilderung durch Fachleute des Sauerländischen Gebirgsvereins plant das Bistum, den Weg nach und nach durch weitere Angebote zu ergänzen.

Weitere Informationen und Online-Karten zum Pilgerweg gibt es auf der Internetseite www.pilgerweg.bistum-essen.de

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news-17734 Fri, 14 Sep 2018 10:00:00 +0200 „Was ich bin, verdanke ich auch den Jugendlichen“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/was-ich-bin-verdanke-ich-auch-den-jugendlichen/ Bruder Anno Müller verbindet in seinem Job in der Jugendhilfe Spiritualität und soziales Engagement. Am Sonntag, 16. September, feiert er sein silbernes Ordensjubiläum. Dass die Arbeit mit belasteten Jugendlichen viel Idealismus erfordert, darüber kann der Amigonianer-Bruder Anno Müller aus Gelsenkirchen viele Geschichten aus eigenem Erleben erzählen. „Aber was ich bin, verdanke ich auch diesen Jugendlichen, die mich in Frage stellen. Denen kann man nichts vormachen, da muss man authentisch sein“, sagt der Ordensbruder, der seit 25 Jahren seine ganze Power einsetzt für junge Menschen, die unter schwierigen Bedingungen ins Leben starten. Am kommenden Sonntag, 16. September, um 10 Uhr feiert Bruder Anno in der Kirche St. Elisabeth in Gelsenkirchen und anschließend im Pfarrheim mit einem „Fest der Berufung“ sein silbernes Ordensjubiläum. Mit 18 Jahren - nach einem Jahr des Abwägens und Zweifelns und einer intensiven Nacht, die er als „Berufungserfahrung“ bezeichnet - schloss er sich damals der Gemeinschaft an. Warum er sich für diesen Weg entschieden hat? „Ich habe mein Leben als sehr beschenkt erlebt. Dieses Glück wollte ich weitergeben.“

Die lockere spanische Herzlichkeit der kleinen, 1889 gegründeten Gemeinschaft der Amigonianer, die heute 380 Brüder weltweit zählt, hatte Anno als Kölner Teenager begeistert, ebenso die Verbindung von sozialer Arbeit und spirituellem Leben. „In den 80er Jahren wollten wir alle die Welt mitgestalten – die einen in der Anti-Atom-Bewegung, die anderen waren auch geistlich auf der Suche.“

Nur sechs der weltweit 380 Brüder leben in Deutschland, seit 30 Jahren machen sie in Gelsenkirchen Kinder- und Jugendsozialarbeit. Für unzählige Kinder und Jugendlichen in der Stadt sind die Angebote der Amigonianer ein Glücksfall. Gelsenkirchen gilt als ärmste Stadt Deutschlands, 5000 Menschen holen sich dort wöchentlich Lebensmittel bei der Tafel, über 43 Prozent der Gelsenkirchener Kinder sind arm.

Bruder Anno, der auch Erfahrungen in Gefängnisseelsorge und Heimerziehung hat, zeichnet heute verantwortlich für die Jugendarbeit des Ordens in Gelsenkirchen. Fünf sozialpädagogische Fachkräfte arbeiten im seit 1989 bestehenden Jugendtreff im Stadtteil Feldmark in der Nachmittagsbetreuung und an der benachbarten Hauptschule, um die Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu begleiten. In Gelsenkirchen-Schalke trägt der Verein der Amigonianer die Mittagsbetreuung in der Hauptschule, anschließend wechseln rund 30 Schüler ins Nachmittagsprogramm im Haus Eintracht. Dieser weitere Jugendtreff in einer ehemaligen Kneipe ist komplett privat finanziert, Bruder Anno treibt dafür die dringend benötigten Spendengelder ein: „In Schalke ist der Bedarf an Jugendhilfe so hoch, das ist ein Fass ohne Boden.“

13 studentische Lerntrainer fördern an der Gesamtschule in Gelsenkirchen-Horst 50 bis 60 Schüler; die Honorare werden aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung finanziert. Zudem gibt es zwölf Ehrenamtliche im Amigonianer-Projekt, die vor allem Hausaufgabenbetreuung leisten. Als eingetragener Verein sind die Amigonianer Soziale Werke kooperatives Mitglied im Caritasverband Gelsenkirchen und arbeiten seit 30 Jahren mit dessen Erziehungsberatungsstelle zusammen. Das sei für alle Beteiligten eine Win-win-Situation, sagt Bruder Anno: „Wir können dort auf dem kurzen Dienstweg auffällige Kinder vorstellen, und die Fachleute der Caritas kommen in unseren Jugendtreff, um dort den Eltern niederschwellige Erziehungsberatung anzubieten.“

Viel Verwaltungsarbeit also für den umtriebigen Ordensmann, dessen Herz aber nach wie vor an der Begegnung mit den Kids hängt. Deshalb fährt er immer noch mit auf Ferienfreizeiten, betreibt ein Musikprojekt oder begleitet die Firmvorbereitung der Pfarrei.

Priester ist Bruder Anno auch, „aber fast als Hobby“, sagt er und lacht. Denn während der Woche ist er fest eingespannt in seine Aufgaben in der Jugendhilfe, da ist an eine Verpflichtung als Aushilfspriester für Pfarreigottesdienste nicht zu denken. Die spirituelle Grundlage, die ihm Kraft und Motivation für seine Arbeit mit den Jugendlichen gibt, versucht er jedoch auch den Mitarbeitern begreiflich zu machen. Und kürzlich hat er zwei Jahre als Novizenmeister in Südspanien eingeschoben, um drei junge Männer in die Verbindung von Spiritualität und sozialer Arbeit einzuführen – was man dafür brauche, sagt Anno, sei „Herzensbildung“.

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