Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Thu, 24 May 2018 13:46:54 +0200 Thu, 24 May 2018 13:46:54 +0200 TYPO3 news-17514 Wed, 23 May 2018 12:04:03 +0200 Cityseelsorger spricht im „SinnSucherSalon“ über Wilkommenskultur https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/cityseelsorger-spricht-im-sinnsuchersalon-ueber-wilkommenskultur/ Mit dem Essener Sozialdezernenten Peter Renzel und Ulrich Ligensa, einem Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe, spricht Pastor Bernd Wolharn am 29. Mai über die Integration von Flüchtlingen und die Willkommenskultur in Essen. Im Theater-Restaurant „Hayati“ gibt’s dazu ein Drei-Gänge-Menü. Unter dem Motto „Unsere neuen Nachbarn“ spricht Pastor Bernd Wolharn, Cityseelsorger am Essener Dom, im „SinnSucherSalon“ am Dienstag, 29. Mai, um 19 Uhr im „Hayati“, Theaterplatz 11, mit seinen Gästen über die Herausforderungen der Flüchtlingskrise, die Integration der Flüchtlinge und die Willkommenskultur in Essen. Während den Besuchern im Restaurant des Grillo-Theaters ein Drei-Gänge-Menü serviert wird, sprechen der Sozialdezernent der Stadt Essen, Peter Renzel, und Ulrich Ligensa, Ehrenamtlicher in der Flüchtlingshilfe aus Essen, mit Wolharn über das aktuelle Thema.

Zum „SinnSucherSalon“ lädt Wolharn gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk Essen ein. Besucher zahlen für das vegetarische Drei-Gänge-Menü pro Person 15 Euro. Anmeldung und weitere Informationen bei Pastor Wolharn unter Telefon 0201/2204-214 oder per Mail unter bernd.wolharn@bistum-essen.de.

Einmal im Monat bieten Cityseelsorge und Bildungswerk die Gespräche im „SinnSucherSalon“ im „Hayati“ an. Die nächsten Termine sind am 26. Juni und 12. Juli.

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news-17513 Wed, 23 May 2018 11:16:49 +0200 Freie Plätze für Freiwilligendienste im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/freie-plaetze-fuer-freiwilligendienste-im-bistum-essen/ Die Freiwilligendienste im Bistum Essen bieten rund 380 Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr und Bundesfreiwilligendienst für junge Menschen, die sich nach der Schule ein Jahr lang für Andere engagieren möchten. Gerade für Jugendliche, die noch nicht wissen, mit welcher Ausbildung oder welchem Studium es nach dem Schulabschluss weitergehen soll, bietet das Ruhrbistum ab dem Sommer wieder 150 Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und 230 Plätze im Bundesfreiwilligendienst (BFD) an. Das Bewerbungsverfahren läuft bereits, aktuell bieten die Freiwilligendienste im Bistum Essen aber noch freie Plätze. Die Dienste beginnen zwischen dem 1. Juli und dem 1. Oktober und dauern zwischen 6 bis 12 Monaten. Menschen, die die Schulpflicht erfüllt haben, steht damit ein Jahr zum Engagement und zur Orientierung offen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen dabei von der Behinderten- und Altenhilfe über Krankenhäuser und Sozialstationen, offene Ganztagsgrundschulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Kirchengemeinden bis hin zu Suchthilfeeinrichtungen und Institutionen der Flüchtlingshilfe.

Neben der praktischen Arbeit bieten fünf begleitende Seminarwochen den jungen Menschen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, sich mit sozialen, politischen und religiösen Themen und Fragen auseinander zu setzen und mehr über sich und andere zu erfahren.

Weitere Informationen zu den Einsatzstellen und dem Bewerbungsverfahren gibt es online unter www.freiwilligendienste-essen.de. Wer sich für einen Platz im FSJ- oder BFD interessiert, schickt seine Bewerbungsunterlagen (mit dem ausgefüllten Bewerbungsbogen von der Internetseite, einem Lebenslauf und einer Kopie des letzten Schulzeugnisses) direkt an die Freiwilligendienste:

Freiwilligendienste im Bistum Essen
Alfredistraße 31
45127 Essen

info@freiwilligendienste-essen.de

Die Freiwilligendienste im Bistum Essen sind eine gemeinsame Einrichtung von Bistum Essen, Diözesan-Caritasverband und Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Essen.

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news-17510 Tue, 22 May 2018 12:51:00 +0200 Essener Fronleichnamsprozession mit evangelischer Beteiligung https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/essener-fronleichnamsprozession-mit-evangelischer-beteiligung/ Bei einer Statio an der Marktkirche beten katholische und evangelische Christen am Donnerstag, 31. Mai, gemeinsam um den Segen für die Stadt. Weitere Neuheit: Die Messe mit Bischof Overbeck auf dem Burgplatz am Dom beginnt erst um 10 Uhr. Mit einem leicht veränderten Konzept feiern die Essener Katholiken am Donnerstag, 31. Mai, in der Innenstadt das Fronleichnamsfest. Erstmals beteiligt sich auch die Evangelische Stadtkirche mit einer eigenen „Statio“ an der Prozession.

Um 10 Uhr beginnt das Fest mit einer Messe mit Bischof Franz-Josef Overbeck auf dem Burgplatz am Dom – eine Stunde später als in den vergangenen Jahren. Musikalisch gestalten alle drei Chöre am Essener Dom sowie Bläser der Essener Philharmoniker die Feier. Nach dem Gottesdienst ziehen die Katholiken in einer langen Prozession am Grillotheater vorbei über Schwarze Horn und Kreuzeskirchstraße nach St. Gertrud, wo die Gläubigen vor der Kirche zu einer ersten „Statio“ Halt machen. Anschließend zieht die Prozession die Viehofer Straße hinauf zu einem zweiten Stopp an der evangelischen Marktkirche. Nach der Begrüßung durch die evangelische Superintendentin Marion Greve werden evangelische und katholische Christen gemeinsam Gottes Segen für die Stadt Essen erbitten. Die Prozession endet auf dem Burgplatz, wo Bischof Overbeck den eucharistischen Segen spendet.

Neben zahlreichen Gläubigen aus den Essener Gemeinden erwartet das Bistum auch wieder zahlreiche katholischen Christen aus den muttersprachlichen Gemeinden. So werden unter anderem italienische, spanische, polnische, kroatische, koreanische und afrikanische Christen das Fest mit Gesängen und Tänzen aus ihren Kulturen bereichern.

Das Stichwort: Fronleichnam

Das Wort Fronleichnam stammt vom mittelhochdeutschen „fron“ („Herr“) und „lichnam“ („lebendiger Leib“). Das Hochfest Fronleichnam liegt immer am ersten „freien“ Donnerstag nach der Osterzeit und den Pfingsttagen – so feiert die katholische Kirche das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern vom Gründonnerstag mit einem eigenen Festtag. Die Katholiken verehren an diesem Tag in der Hostie das Altarsakrament, das ihnen als Zeichen für die bleibende Gegenwart Jesu Christi gilt. Seit dem 13. Jahrhundert wird als sichtbares Zeichen für diesen Glauben das eucharistische Brot, die Hostie, in einem Schaugefäß, der Monstranz, durch die Straßen getragen.

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news-17508 Tue, 22 May 2018 12:00:00 +0200 Ferdinand Schulte Berge feiert 70-jähriges Priesterjubiläum https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ferdinand-schulte-berge-feiert-70-jaehriges-priesterjubilaeum/ Bischof Franz-Josef Overbeck feiert am Sonntag, 27. Mai, zu Ehren des 99-jährigen früheren Essener Dompropstes ein Pontifikalamt im Essener Dom. Mit einem festlichen Gottesdienst im Essener Dom feiert das Bistum Essen am Sonntag, 27. Mai, das 70-jährige Priesterjubiläum des früheren Essener Dompropstes Ferdinand Schulte Berge. Bischof Franz-Josef Overbeck feiert das Pontifikalamt zu Ehren des 99-Jährigen, der derzeit der älteste Priester des Ruhrbistums ist. Musikalisch gestalten die Domsingknaben gemeinsam mit Mitgliedern der Essener Philharmoniker den Gottesdienst mit Mozarts Orgelsolomesse (KV 259).

Der am 13. September 1918 als Sohn eines Gladbecker Bauern geborene Schulte Berge konnte sein 1937 begonnenes Theologie-Studium 1946 erst nach Krieg und Gefangenschaft wieder aufnehmen. Zwei Jahre später weihte ihn Bischof Michael Keller in Münster zum Priester. Nach Kaplans-Jahren in Münster und Duisburg wurde er bereits 1961 in der Verwaltung des drei Jahre zuvor gegründeten Ruhrbistums eingesetzt. Dort war er zunächst im Schulreferat tätig. 1963 wurde Schulte Berge Domvikar am Essener Dom, dessen Leitung er ab 1978 als Dompropst innehatte. Bis er 1993 in den Ruhestand wechselte, hatte Schulte Berge verschiedene kirchliche Ämter inne – zum Beispiel als langjähriger Ökumene-Beauftragter des Ruhrbistums – und war sehr an der kirchlichen Medienarbeit interessiert. Bereits 1966 leitete er das Referat „Information und Öffentlichkeitsarbeit“ im Bischöflichen Generalvikariat, später war er Mitglied im Aufsichtsrat der bundesweiten Kirchenzeitung „Rheinischer Merkur“, vertrat mit dem Aufkommen des Privatfunks das Bistum Essen in den 1980er und 1990er Jahren zum Beispiel beim NRW-Lokalfunk oder bei Tele West. Von 1974 bis 1992 war Schulte Berge zudem stellvertretender Generalvikar des Bistums Essen.

Bis heute lebt der rüstige Senior in seiner Wohnung über den Büros des Generalvikariats in der Essener Innenstadt. Er besucht täglich die Kantine der Bistums-Verwaltung und ist zudem regelmäßiger Gast in der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung in Essen-Steele.

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news-17512 Tue, 22 May 2018 09:49:03 +0200 Erster Schulleiter des Gymnasiums „Am Stoppenberg“ verstorben https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/erster-schulleiter-des-gymnasiums-am-stoppenberg-verstorben/ Karl Heinrich Brokerhoff, Gründungsschulleiter des Gymnasiums „Am Stoppenberg“, ist tot. Der gebürtige Duisburger starb am 11. Mai im Al-ter von 96 Jahren. „Das Gymnasium ist wirklich ein Stück von ihm.“ Dieser Satz, nachzulesen in einer Festschrift, zeugt von der Hochachtung und Wertschätzung für den ersten Leiter der bischöflichen Schule. Karl Heinrich Brokerhoff war federführend an der konzeptionellen Entwicklung und am Aufbau des ältesten Ganztagsgymnasiums in Nordrhein-Westfalen beteiligt. „Er hat dem Gymnasium „Am Stoppenberg“ als Tagesheimschule des Bistums Essen und erste derartige Schule in NRW von 1966 an die pädagogische Ausrichtung gegeben, die bis heute prägend ist“, so Harald Gesing, kommissarischer Schuldezernent des Bistums Essen. Mit der ihm eigenen Tatkraft und einem sicheren Gespür für die Herausforderungen der Zukunft habe Brokerhoff einen Schultyp entwickelt, der auch heute noch modern und zukunftsweisend sei.

So bezog er von Beginn an die Eltern der Schülerinnen und Schüler in die Gestaltung der Schule und des Schullebens ein und setzte beispielsweise durch die Einladung der Essener Philharmoniker und des Tanzensembles des Essener Theaters kulturelle Impulse im Stadtteil Stoppenberg.

Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1986 war Karl Heinrich Brokerhoff als Schulleiter des Gymnasiums tätig. In seiner Freizeit widmete sich der engagierte Germanist und begeisterte Düsseldorfer der Literatur und Kunst, insbesondere der Herausgabe von Essays über Heinrich Heine.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, besonders in der jüngeren Vergangenheit, verfolgte Herr Brokerhoff mit großem Interesse auch 30 Jahre nach seiner Pensionierung die Entwicklungen am Schulzentrum „Am Stoppenberg“.

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news-17511 Mon, 21 May 2018 13:23:00 +0200 Offizieller Stabwechsel im Kloster Stiepel https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/offizieller-stabwechsel-im-kloster-stiepel/ Beim Klosterfest am Pfingstmontag verabschiedete Bischof Overbeck den bisherigen Prior Pater Pirmin und führte den neuen Prior Pater Andreas offiziell in sein Amt ein. Overbecks Einschätzung: Die Klostergründung vor 30 Jahren hat sich bewährt. 30 Jahre nach dem Start des Zisterzienser-Klosters in Bochum-Stiepel hat sich die Klostergründung nach Ansicht von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck bewährt. Das 1988 von vier Zisterzienser-Mönchen aus dem österreichischen Heiligenkreuz gegründete Kloster habe „seinen Ort mitten in unserem Bistum Essen und weit darüber hinaus gefunden“, sagte Overbeck am Pfingstmontag bei der Messe zum Klosterfest in Stiepel. Das Kloster sei „für Menschen auf religiöser Suche, für Wallfahrerinnen und Wallfahrer zur ,Schmerzhaften Muttergottes von Stiepel‘, wie für Menschen, die Austausch brauchen, die die Stille des Gebetes nutzen und verlässliche Beter in den Mönchen finden, ein wichtiger Bezugspunkt geworden“, so der Bischof.

Gemeinsam mit Abt Maximilian Heim aus Heiligenkreuz und zahlreichen Gläubigen und Freunden des Klosters verabschiedete Overbeck mit dem Gottesdienst offiziell den bisherigen Prior von Stiepel, Pater Pirmin Holzschuh. Nach sieben Jahren in der Leitung des Klosters hatte ihn der Abt im Februar nach Heiligenkreuz zurück gerufen und Pater Andreas Wüller zum Prior ernannt.

„Begabt mit viel Freundlichkeit und der Freude an der Begegnung mit Menschen“ sei Pater Pirmin 2011 nach Stiepel gekommen, erinnerte Bischof Overbeck und erwähnte unter anderem „viele Renovierungs- und Umgestaltungsarbeiten“, die seitdem im Kloster umgesetzt worden seien. Overbeck dankte Pater Pirmin „für seinen Weg und sein Glaubenszeugnis, für seine Aufmerksamkeit und seine selbstverständliche Verbundenheit mit uns in der Ruhrregion“ und wünschte ihm Segen „für die nächste Wegetappe der Nachfolge Gottes“.

Mit Blick auf den neuen Prior in Stiepel erinnerte Overbeck daran, dass Pater Andreas einer der ersten Stiepeler Mönche war und in der Zwischenzeit fast 25 Jahre lang als Pfarrer die Stiepeler Pfarrei St. Marien geleitet hat. Pater Andreas zeichne „Lebensweisheit und ein in hohem Alter jugendlicher Schwung“ aus, sagte Overbeck und wünschte im Gottes Segen, um die nächsten Schritte zu gehen, die Klostergemeinschaft weiter zu formen.

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news-17503 Mon, 21 May 2018 12:08:00 +0200 26 Erwachsene von Weihbischof Wilhelm Zimmermann gefirmt https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/26-erwachsene-von-weihbischof-wilhelm-zimmermann-gefirmt/ Das Sakrament der Firmung für Erwachsene hat Weihbischof Wilhelm Zimmermann 26 Frauen und Männern am Pfingstmontag, 21. Mai, im Essener Dom gespendet. 26 Erwachsenen aus Essen, Mülheim, Duisburg, Bochum, Oberhausen, Bottrop und Herten hat Weihbischof Wilhelm Zimmermann am Pfingstmontag, 21. Mai, das Sakrament der Firmung gespendet. „Es war diesmal eine etwas größere und sehr internationale Gruppe, die gefirmt wurde“, sagt Nicolaus Klimek, Referent für Sakramente und Katechese im Bistum Essen, der die Männer und Frauen zusammen mit Seelsorgerin Stefanie Gruner vorbereitet hatte.

„Weil es für mich dran ist“, war der Leitgedanke unter dem sich die Frauen und Männer auf ihre Firmung vorbereitet hatten und auf den sich auch Weihbischof Wilhelm Zimmermann in seiner Predigt bezog: „Dahinter stehen kürzere oder längere Lebensgeschichten. Geschichten mit den Erfahrungen des eigenen Lebens, Erfahrungen mit der Kirche und letztlich auch mit unserem Glauben.“ Zimmermann betonte die bewusste Entscheidung der Erwachsenen zum christlichen Glauben als „eine anspruchsvolle Alternative zu anderen Lebensentwürfen“. Mit Blick auf Pfingsten verwies er außerdem auf die Gaben des Heiligen Geistes, die auch den nun gefirmten Erwachsenen auf ihren Lebenswegen eine Hilfe sein können.

Seit 1998 empfangen Erwachsene aus dem gesamten Ruhrbistum und darüber hinaus immer am Pfingstmontag im Essener Dom das Sakrament der Firmung. Wie bei den Jugendlichen, die ihre Firmung in ihren Heimatgemeinden empfangen, wird diese Feier intensiv vorbereitet. Wer sich für die Erwachsenenfirmung im kommenden Jahr interessiert, kann sich im Bischöflichen Generalvikariat bei Nicolaus Klimek unter Telefon 0201/2204-280 informieren. (lm)

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news-17504 Sun, 20 May 2018 12:00:00 +0200 Weihbischof Schepers: Glaube als heilsamer Atemhauch https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/weihbischof-schepers-glaube-als-heilsamer-atemhauch/ Den eigenen Glauben wie heilsamen Atem zu verbreiten, und so auf die christliche Botschaft hinzuweisen, dazu rief Weihbischof Ludger Schepers in seiner Predigt am Pfingstsonntag im Essener Dom auf. Auf Luft als notwendige aber zu schützende Ressource zum Leben verwies Weihbischof Ludger Schepers zu Beginn seiner Predigt am Pfingstsonntag, 20. Mai. So wie bei der Geburt, beim ersten Atemzug, sei der Mensch auch in seinem weiteren Leben immer auf den Atem angewiesen: „Der Schrei, der Seufzer, der geformte Laut, das Wort, der Gesang, das Wahrnehmen von Geräuschen – in all dem spielen der Atem, die Luft, eine tragende Rolle.“

Atem als göttliches Geschenk

Diese Begabung atmen zu können, werde auch in biblischer Tradition als göttliches Geschenk empfunden. Schepers verwies auf die Schöpfungsgeschichte, in der Gott dem ersten erschaffenen Menschen den Lebensatem in die Nase bläst und ihn so zu einem lebendigen Wesen macht. „Es ist sinnvoll und schön, den Atem als wunderbare Gabe, als göttliches Geschenk zu verstehen“, sagte Schepers. Dennoch sei auch die Atemnot ein Teil dieser Gabe – eine Spannung, die Menschen heute erleiden, so wie auch Jesus sie zwischen eigenem Leben und Tod verkörpert habe.

„Ich wünsche Ihnen und mir, dass unser Glaube dazu beiträgt, dass manche asthmatische Verengung in unserer Kirche, in unserer Welt doch Linderung erfährt und vielleicht sogar gelöst wird“, sagte Schepers. Christlicher Glaube trage die Begabung in sich, heilsamer Hauch zu sein, der wohltuend inhaliert werden kann.

Wie ein guter Duft – anziehend und wirksam

So wie gläubige Christen vor allem an Pfingsten mit den Gaben des Heiligen Geistes wirksam werden, so müssten sie auch ihren eigenen Glauben wie einen Atemhauch nach außen tragen: „Wie ein guter Duft sollen wir anziehend und wirksam Menschen auf die Frohe Botschaft hinweisen, aus der wir selber leben.“

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news-17499 Sat, 19 May 2018 19:07:00 +0200 Impuls: „Sende aus deinen Geist...“ https://www.bistum-essen.de/index.php?id=1401 news-17509 Fri, 18 May 2018 21:42:00 +0200 Overbeck: „Jesus, wir leben dich!“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/overbeck-jesus-wir-leben-dich/ Bei der Priesterweihe im Essener Dom orientiert sich der Bischof an der Schalker Heimat des Weihekandidaten Fabian Lammers und überträgt den Slogan des blau-weißen Fußballvereins für Christen. Als Priester wird Kaplan Lammers zunächst in Essen-Borbeck tätig sein. Bischof Franz-Josef Overbeck hat am Freitagabend in einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom den Gelsenkirchener Fabian Lammers zum Priester geweiht. In seiner Predigt ging Overbeck auf Lammers‘ Schalker Heimat und der Liebe zum Fußball ein, die in Lammers‘ Heimatkirche St. Joseph sogar mit einem passend gestalteten Kirchenfenster verdeutlicht wird. Overbeck übertrug das FC-Schalke-Motto „Wir leben dich“: „,Jesus, wir leben dich‘ ist ein passendes Motto für unseren Alltag als Christen“. Overbeck erinnerte daran, dass das Wort Fan von „fanaticus“ komme und wahlweise „religiös schwärmerisch“ oder „von der Gottheit ergriffen“ bedeute. „Was wirklich bedeutsam ist, das bestimmt auch den Lebensentwurf, mit dem Menschen zusammengebunden werden, die durch geteilte Begeisterung und gemeinsame Ziele zusammengehören“, sagte der Bischof.

Priester brauchen großes Vertrauen

Ein Priester, so Overbeck, brauche „großes Vertrauen, das für ein Leben reicht, eben für eine Existenz, die sich ganz in die Waagschale wirft, um für Gott und die Menschen da zu sein“. Dies werde am Versprechen der Ehelosigkeit deutlich sowie „an der hohen Sensibilität und Solidarität mit und für die Armen“. Dieses Vertrauen war auch für Lammers und seine Familie ein Thema. Seine Familie habe sich über seine Entscheidung für die Priesterausbildung wohl gewundert, vermutete Lammers im Gespräch vor einigen Tagen, „da ich sonst eher auf Sicherheit und Planung bedacht war und nicht solche spontanen Entscheidungen getroffen habe“. Schon mit 16 Jahren ist er aus seinem Gelsenkirchener Zuhause ausgezogen, um die nächsten drei Jahre in einem Kloster in Jüchen zu leben und dort auch sein Abitur zu machen. Damals habe ihn beeindruckt, „wie sehr das geistliche und das praktische Leben verwoben waren und ich als ganz normaler Schüler dort leben konnte“, berichtete Lammers.

Im Sommer 2010 habe er sich dann endgültig entschieden – und sich bewusst für eine Priesterausbildung in seinem Heimatbistum Essen beworben, wohl nicht zuletzt auch wegen seiner Liebe zum heimischen Fußball: „Ich bin nun mal ein Ruhrgebietskind, ich kann mir nicht vorstellen in die weite Welt hinauszugehen und mein Leben nicht zuhause zu verbringen.“

Die kirchliche Landschaft wird sich verändern

Doch dieses kirchliche Zuhause an Rhein und Ruhr wird sich in den kommenden Jahren weiter verändern, gab Overbeck dem Weihekandidaten, aber auch den Gläubigen im voll besetzten Essener Dom mit auf den Weg. Als Priester werde Lammers mit dem Bischof und dem ganzen Bistum „Wege in ein ganz neues Land auf unbekanntem Grund“ gehen, so Overbeck, „Wege in eine missionarische Kirche, in der ganz bald viele von der Größe, aber auch von der Unwucht der Kirche der letzten Jahrzehnte und des letzten Jahrhunderts nur noch aus den Geschichtsbüchern zu erzählen wissen, aber nicht mehr aus eigener existentieller Lebenserfahrung“. Was viele heute „mit Selbstverständlichkeit Pfarrei und Gemeinde nennen, was volkskirchliche Frömmigkeit und selbstverständliches gottesdienstliches Tun bedeuten, wird auf Dauer nur noch wenigen selbstverständlich sein“, betonte der Bischof. Zugleich sei er aber zuversichtlich, „dass eine glaubwürdige Seelsorge und ein normales gläubiges Leben mit und bei den Menschen helfen wird, das kirchliche Leben und den tiefen Sinn des priesterlichen Dienstes immer wieder neu zu erschließen“. Im letzten gehe es im Priesterdienst darum, „Menschen den Weg zu Jesus zu eröffnen, den wir leben und den wir lieben, weil er uns zuerst geliebt und für uns gelebt hat“, so Overbeck.

Den Menschen ein geistlicher Wegbegleiter sein

Auf diesen Dienst freut sich Lammers, wenn er demnächst als Kaplan in der Essener Pfarrei St. Dionysius erste Erfahrungen als Priester sammeln darf. „Das Schöne ist, dass man die Menschen von der Geburt bis zum Tod begleiten darf, Menschen, die man erstmal nicht kennt.“ Als Priester sei er „geistlicher Wegbegleiter, aber ich lerne auch von den Menschen.“ Ausgebildet wird der 28-jährige Lammers in Essen-Borbeck von dem ebenfalls erst 39 Jahre alten Pfarrer Benedikt Ogrodowczyk, der bis zu seinem Wechsel im vergangenen April die Gelsenkirchener Jugendkirche GleisX geleitet hat.

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news-17507 Fri, 18 May 2018 17:22:00 +0200 Essener Diözesanrecht ist online https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/essener-dioezesanrecht-ist-online/ Wo finde ich die Ordnung für die Gemeinderatswahlen im Bistum Essen? Oder die jeweilige Satzung für z. B. Katholikenräte, Pfarrgemeinde- oder Gemeinderäte? Ab sofort ist das Essener Diözesanrecht mit einer eigenen Webseite online und bietet alles, was mit „Recht und Ordnung“ im Ruhrbistum zu tun hat. Deutschlandweit ist das Bistum Essen eines der wenigen Bistümer, das sein Diözesanrecht derart transparent und einfach abrufbar anbietet. Unter edr.bistum-essen.de sind nicht nur alle gültigen Gesetzestexte und Verordnungen abrufbar, sondern auch alle Amtsblätter seit der Bistumsgründung vor 60 Jahren. Themen auf der Webseite sind außerdem der Datenschutz, die Visitationsordnung, Formulare zur Erwachsenentaufe, zur Auf- bzw. Wiederaufnahme in die Kirche oder das Ehevorbereitungsprotokoll.

Die Stabsabteilung Recht hat zudem verschiedene Bereiche vorsortiert, so dass zu bestimmten Themen bereits Sammlungen der relevanten Gesetzestexte und Formulare abrufbar sind. Auf der Seite kann man sich mit einer erweiterten Suchfunktion orientieren.
Die Loseblattsammlung „Sammlung des Essener Diözesanrechts“ wird nicht mehr aktualisiert bzw. weitergeführt. Alle relevanten Rechtstexte stehen über die Seite zum Download zur Verfügung.

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news-17506 Fri, 18 May 2018 14:45:05 +0200 Bischof: Priester stehen in der Messe unter Spannung https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-priester-stehen-in-der-messe-unter-spannung/ In der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ diskutierten Ruhrbischof Overbeck und Theologie-Professor und Benediktiner-Pater Elmar Salmann über die Entfremdung von Gläubigen und Priestern von der eigentlichen Bedeutung der Eucharistie. Für die zunehmende Entfremdung der katholischen Gläubigen – aber auch der Priester – von der eigentlichen Bedeutung der Heiligen Messe macht Bischof Franz-Josef Overbeck eine große Spannung verantwortlich, unter der seiner Ansicht nach die Priester stehen. Priester müssten einerseits als Vorsteher der Messfeier einen Dienst für andere tun und sich andererseits gleichzeitig bewusst machen, was das Sakrament für sie ganz persönlich bedeutet. Diese Spannung zwischen Professionalität und existenzieller Nachvollziehbarkeit bereite ihm Sorgen, erklärte Overbeck jetzt in Mülheim. Die Doppelrolle des Priesters erfordere eine Gratwanderung, weil in unterschiedlichen Situationen der eine oder andere Teil besser oder schlechter gelinge, sagte er am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“.

Geringe Relevanz für Gläubige und Priester

In den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 – 1965) werde die Eucharistie, wie die Präsenz Jesu Christi in den gewandelten Gaben von Brot und Wein in der Messfeier genannt wird, noch als „Quelle und Höhepunkt“ des Glaubens beschrieben, so Moderator Jens Oboth. In der modernen Realität habe sie im Leben der Gläubigen und Seelsorger jedoch nur noch eine geringe Relevanz. Dies habe auch die Seelsorgestudie belegt für die in den vergangenen Jahren zahlreiche deutsche Seelsorgerinnen und Seelsorger befragt worden waren, erläuterte der „Wolfsburg“-Dozent.

Die fehlende Beteiligung der Gläubigen nannte der Gerlever Benediktiner-Pater und Theologie-Professor Elmar Salmann als weiteren Grund für die Entfremdung von der Eucharistie: „Wir zelebrieren in leere Räume und in die Reaktionslosigkeit. Auch das kann Priester überfordern“.

Priester müssen flexibel sein

Anders als früher sei die heutige Sicht auf die Eucharistie nicht eindeutig, so Overbeck. Der Bischof ermutigte aber dazu, die vielen verschiedenen Perspektiven zu akzeptieren. Priester müssten eine gewisse Flexibilität mitbringen, um sich auf unterschiedliche Situationen und Deutungen einzulassen. Gerade mit Blick auf die Weltkirche würde deutlich, so Overbeck, dass die Riten zwar immer gleich, ihre Auslegung und die Deutung für die Gläubigen in unterschiedlichen Kulturen jedoch höchst unterschiedlich sei. Und auch in der Ökumene zeige sich diese Vielschichtigkeit. Auf die Frage nach der Präsenz Jesu in der Welt gäbe es viele verschiedene Antworten.

Die Vielschichtigkeit in der Bedeutung der Eucharistie müsse viel stärker thematisiert werden, forderte Salmann. Helfen könne dabei eine Differenzierung der Formen. Neben der Hochform könne es etwa meditativere oder kommunikativere Formen der Heiligen Messe geben.

Bischof warnt vor tiefgreifenden Veränderungen liturgischer Texte

Auf der Suche nach neuen Zugängen zum Sakrament der Eucharistie warnte Overbeck vor tiefgreifenden Veränderungen an den liturgischen Texten. Es sei „ein Trugschluss zu glauben, dass man das Geheimnis besser begreift, wenn man sprachlich mehr versteht“. Gerade die Sprache und die Zeichen würden die Kirche als weltweite Einheit verbinden. Und: Das Hören vertrauter Texte biete auch die Chance einer inneren Öffnung im Gebet der Gläubigen.

Offen zeigten sich Overbeck und Salmann für die Entdeckung neuer Räume. Gerade angesichts des Pfarreientwicklungsprozesses sei im Bistum Essen die Frage nach der Erhaltung von Kirchen akut, so Overbeck. Man müsse sich dabei aber auch fragen, ob diese Räume auch nachfolgenden Generationen noch etwas sagten. Auf Dauer werde eine Verständigung auf neue Raumformen notwendig sein. Auch hinsichtlich mit Blick auf eine ansprechendere Kirchenmusik seien „neue Wege zu beschreiten“.

Saalmann: „Kirche war immer ein Abbruchunternehmen“

Die Kirche sei „immer auch ein Abbruchunternehmen“ gewesen, sagte Saalmann mit Verweis auf die Entwicklung verschiedenster Baustile in der Kirchengeschichte. So müsse man sich auch von Bekanntem verabschieden und Neues wagen, nicht nur bei der Frage nach Räumen, sondern etwa auch in der Differenzierung der liturgischen Formen.

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news-17505 Fri, 18 May 2018 12:05:04 +0200 Weihbischof Schepers wirbt für Weltgebetstag für China https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/weihbischof-schepers-wirbt-fuer-weltgebetstag-fuer-china/ Katholiken im Ruhrbistum denken in der kommenden Woche in besonderer Weise an ihre Partner in Hongkong – und sammeln Spenden für die Unterstützung der Kirche in China. Die Partnerschaft zum Bistum Hongkong und die Sorge um die Christen in der Volksrepublik China stehen in der kommenden Woche im Ruhrbistum besonders im Mittelpunkt: Am Donnerstag, 24. Mai, begeht die katholische Kirche rund um den Globus den Weltgebetstag für China. Und am kommenden Wochenende, Samstag, 26., und Sonntag, 27. Mai, spenden die Katholiken im Ruhrbistum die Kollekten ihrer Gottesdienste für das Partnerbistum Hongkong.

Gerade die stark wachsende Kirche in der demokratisch strukturierten chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong dient immer wieder als Brückenkopf zur Unterstützung der Christen in der Volksrepublik. Dort fühlen sich die Katholiken entweder der „Patriotischen Vereinigung“ zugehörig – einer Kirche unter staatlicher Kontrolle – oder der „Untergrundkirche“. Diese Untergrundkirche arbeitet in den meisten Orten nicht versteckt, sondern durchaus offensichtlich, versucht sich aber dem staatlichen Einfluss zu entziehen. In jüngerer Zeit häufen sich jedoch Berichte, dass die Untergrundkirche einem wachsenden Druck der Regierung ausgesetzt ist.

Weihbischof Ludger Schepers, der als Bischofsvikar für die Weltkirche im Bistum Essen auch den Kontakt nach China hält, lädt alle Christen im Ruhrbistum ein, „am Weltgebetstag für die Kirche in China durch persönliches und gemeinsames Gebet teilzunehmen. Lassen Sie uns dabei unsere besondere Verbundenheit mit den Schwestern und Brüdern in unserem Partnerbistum Hongkong zum Ausdruck bringen“, so Schepers. „Die Partnerschaft zwischen Hongkong und Essen ist und bleibt durch die Menschen in den Gemeinden und unseren gegenseitigen Austausch und Beistand in der Begegnung und im Gebet lebendig.“

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news-17501 Thu, 17 May 2018 18:41:07 +0200 Bischofstreffen auf Madagaskar mit dem Essener Weihbischof Schepers https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischofstreffen-auf-madagaskar-mit-dem-essener-weihbischof-schepers/ VIII. Deutsch-Afrikanisches Bischofstreffen diskutiert in der kommenden Woche die „Ganzheitliche Entwicklung des Menschen“. Weihbischof Ludger Schepers nimmt in der kommenden Woche am VIII. Deutsch-Afrikanischen Bischofstreffen auf Madagaskar teil. An der Begegnung von Mittwoch, 23., bis Sonntag, 27. Mai, mit dem Thema „Ganzheitliche Entwicklung des Menschen“ nehmen 16 Bischöfe aus Deutschland und afrikanischen Ländern teil.

Trotz des unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungsstands betrifft die zunehmende Globalisierung mit ihren ökonomischen, sozialen und kulturellen Umwälzungen die Gesellschaften auf beiden Kontinenten. Die Frage nach geeigneten sozioökonomischen und -kulturellen Entwicklungsmodellen steht deshalb im Mittelpunkt des fünftägigen Bischofstreffens, das von der Deutschen Bischofskonferenz gemeinsam mit der panafrikanischen Bischofskonferenz SECAM ausgerichtet wird.

Entwicklung nicht nur ökonomisch verstehen

Die Bischöfe werden sich dabei am Begriff der „ganzheitlichen Entwicklung“ orientieren, den Papst Paul VI. 1967 in seiner Enzyklika „Populorum progressio“ in die internationale Diskussion eingeführt hat. Der Papst hat damals einem einseitig ökonomisch verstandenen Entwicklungsdenken eine Absage erteilt und stattdessen Strategien gefordert, die den ganzen Menschen und das Wohl aller Menschen in den Blick nehmen. Deutsche und afrikanische Bischöfe stellen sich bei ihrer Zusammenkunft in Madagaskar der Frage, wie „Entwicklung“ bzw. „ganzheitliche Entwicklung“ angesichts der Globalisierung gestaltet werden kann.

Neben Weihbischof Schepers neben an der Konferenz auf deutscher Seite der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx aus München, der Vorsitzende der Kommission Weltkirche in der Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg, sowie der Mainzer Weihbischof Udo Bentz und der Aachener Weihbischof Johannes Bündgens teil. Die katholischen Hilfswerke Misereor, Missio und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ sind durch ihre Hauptgeschäftsführer bzw. Präsidenten vertreten. Von afrikanischer Seite nehmen neben dem Vorsitzenden der gesamtafrikanischen Bischofskonferenz SECAM, dem angolanischen Erzbischof Gabriel Mbilingi, Bischöfe aus zehn weiteren afrikanischen Staaten teil.

Die Tradition Deutsch-Afrikanischer Bischofstreffen reicht in die 1980er Jahre zurück. Seitdem kommen deutsche und afrikanische Bischöfe in unregelmäßigen Abständen zusammen, um über Themen zu beraten, die die Ortskirchen gemeinsam betreffen. Zuletzt fand das Deutsch-Afrikanische Bischofstreffen 2011 in München und Berlin zum Thema „Afrikanische Migration nach Europa“ statt.

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news-17498 Wed, 16 May 2018 11:39:44 +0200 Bistum fährt im Sommer zum Jugendaustausch nach Polen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-faehrt-im-sommer-zum-jugendaustausch-nach-polen/ 13-tägige Reise für 14- bis 27-Jährige führt erst ins Partnerbistum Kattowitz und anschließend nach Danzig. Im Fokus steht der interkulturelle Jugendaustausch. Auch Weihbischof Schepers trifft die Jugendlichen in Polen. Der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen steht im Mittelpunkt, wenn das Bistum Essen Jugendliche und junge Erwachsene in den Sommerferien vom 10. bis 22. August zu einer Polenreise einlädt. Junge Leute zwischen 14 und 27 Jahren werden dann gemeinsam zunächst nach Tychy im Erzbistum Kattowitz fahren. Die dortige St. Hedwig-Gemeinde pflegt seit vielen Jahren eine enge Beziehung zur Essener St. Hedwig-Gemeinde – ein gutes Beispiel für die 25-jährige Partnerschaft, die in diesem Jahr zwischen dem Ruhrbistum und der Erzdiözese Kattowitz besteht. Bei dem fünftägigen Treffen in der schlesischen Großstadt soll es nicht nur um den Austausch zwischen deutschen und polnischen Jugendlichen gehen, erklärt Katarzyna Paczynska-Werner von der interkulturellen Jugendpastoral im Ruhrbistum. Sie wünscht sich eine vielfältige Reisegruppe mit Jugendlichen mit möglichst unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. „Wir möchten in Tychy gern zeigen, wie bunt wir sind“, sagt Paczynska-Werner und verweist auf die vielen muttersprachlichen Gemeinden im Bistum Essen, deren Mitglieder nicht nur aus Polen stammen, sondern zum Beispiel auch aus Kroatien, Spanien, Korea, verschiedenen afrikanischen oder arabischen Ländern.

Nach der Begegnung in Tichy besucht die Gruppe am 15. August, dem Feiertag Mariä Himmelfahrt, den berühmten Wallfahrtsort Tschenstochau. Anschließen geht es für sechs weitere Tage nach Danzig, wo die Jugendlichen unter anderem das Maximilian-Kolbe-Haus besuchen. Das Haus, das die Erinnerung an den von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordeten Franziskaner-Minoriten pflegt, steht ebenfalls für den kulturellen Austausch. Auch der Essener Weihbischof Ludger Schepers wird die Jugendlichen dort treffen.

Um möglichst vielen Jugendlichen und jungen Erwachsene die Teilnahme an der Fahrt zu ermöglichen, konnte der Preis für die Busreise mit Vollverpflegung und allen Übernachtungen durch öffentliche und kirchliche Unterstützer auf 350 Euro pro Person reduziert werden. Teilnehmer unter 18 Jahren benötigen während der Reise eine volljährige Begleitperson. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier.

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news-17497 Wed, 16 May 2018 09:33:04 +0200 Wie ein Bistum die Kirchenfernen erreichen möchte http://katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/wie-ein-bistum-die-kirchenfernen-erreichen-mochte news-17495 Mon, 14 May 2018 13:44:30 +0200 Aussiedler im Bistum Essen pilgern wieder nach Kevelaer https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/aussiedler-im-bistum-essen-pilgern-wieder-nach-kevelaer/ Zur jährlichen Bistumswallfahrt ins niederrheinische Kevelaer fahren die Aussiedler im Bistum Essen in diesem Jahr am Sonntag, 27. Mai. Ihre traditionelle Bistumswallfahrt nach Kevelaer unternehmen die Aussiedler im Bistum Essen am Sonntag nach Pfingsten, 27. Mai. Domkapitular Johannes Broxtermann und Pastor Gregor Myrda, Aussiedlerseelsorger im Bistum Essen, begleiten die Pilger in die Wallfahrtsstadt am Niederrhein. Der Tag beginnt um 9.30 Uhr mit dem Kreuzweg und einer anschließenden Prozession zum Kapellenplatz. Um 11.45 Uhr feiern die Aussiedler ein Festhochamt in der Basilika. Die Wallfahrt endet mit einer Marienandacht in der Basilika um 16 Uhr. Eine Anmeldung zur Wallfahrt ist nicht erforderlich, die An- und Abreise muss jedoch jeder Teilnehmer selbst organisieren.

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news-17496 Mon, 14 May 2018 12:56:00 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/namen-und-daten-966ca9a5a0/ Pastor Manfred Müller, Pastor Georg Späh, Pastor P. Robert Terliesner OMI, Kaplan Albert Akohin, Pastor Msgr. Klaus Wilhelm Mertes, Pastor Stefan Wiesel Pastor Manfred Müller wurde mit Wirkung zum 30. April 2018 in den endgültigen Ruhestand versetzt.

Pastor Georg Späh wurde mit Wirkung zum 30. April 2018 von seinem Amt als Vertreter des Pfarrers der Propsteipfarrei St. Augustinus in Gelsenkirchen entpflichtet.

Pastor P. Robert Terliesner OMI wurde mit Wirkung zum 30. April 2018 von der eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge in der Gemeinde Herz Jesu in Gelsenkirchen-Hüllen in der Propstei St. Augustinus in Gelsenkirchen entpflichtet. Gleichzeitig zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Propsteipfarrei St. Augustinus in Gelsenkirchen mit der Beauftragung der eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge in der Gemeinde Hl. Familie in Gelsenkirchen-Bulmke ernannt.

Kaplan Albert Akohin wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2018 zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei St. Laurentius in Plettenberg –Herscheid ernannt und beauftragt mit einem pastoralen Schwerpunkt in der Gemeinde St. Mariä – Aufnahme in den Himmel in Herscheid tätig zu werden.

Pastor Msgr. Klaus Wilhelm Mertes wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2018 zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Pfarrei Liebfrauen in Duisburg ernannt. Gleichzeitig von seinem Amt als Geistlicher Begleiter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes für die Stadt Duisburg entpflichtet.

Pastor Stefan Wiesel wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2018 mit einem Beschäftigungsumfang von 20% ein Supervisionsauftrag des Bistums erteilt, seine Beschäftigung als Diözesanhochschulseelsorger verringert sich dabei auf 80%.

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news-17494 Mon, 14 May 2018 12:02:33 +0200 Dom lädt zu Gesprächskonzert mit barockem Pfingst-Choral https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/dom-laedt-zu-gespraechskonzert-mit-barockem-pfingst-choral/ In der Reihe „Choral@Leben.18“ erklären Domorganist Sebastian Küchler-Blessing und Domkapitular Michael Dörnemann am 24. Mai zunächst die Hintergründe des Chorals „Komm heilger Geist, Herre Gott“ – anschließend erklingt das Werk. Der barocke Pfingst-Choral „Komm heilger Geist, Herre Gott“ von Matthias Weckmann (1619 - 1674) steht am Donnerstag, 24. Mai, um 20 Uhr im Zentrum des nächsten Dom-Konzerts der Reihe „Choral@Leben.18_3“. Wie bei dieser Reihe üblich werden zunächst Domkapitular Michael Dörnemann und Domorganist Sebastian Küchler-Blessing bei einem Gespräch auf der Orgelbühne theologische und musikalische Hintergründe des Stücks erläutern. Anschließend nehmen die Besucher im Kirchenschiff Platz und lauschen dem Werk auf der – frisch gereinigten – Rieger-Orgel des Essener Doms.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Der Zugang zur Orgelbühne ist an diesem Abend über den Kreuzgang zwischen Anbetungskirche und Haus am Dom (Kettwiger Straße) möglich.

Nach den Gesprächskonzert-Reihen zu Werken von Reger (2016) und Bach (2017) geht es in diesem Jahr um die Vertonungen großer biblischer Gebete.

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news-17493 Mon, 14 May 2018 11:41:05 +0200 Weihbischof Wilhelm Zimmermann firmt 26 Erwachsene an Pfingstmontag https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/weihbischof-wilhelm-zimmermann-firmt-26-erwachsene-an-pfingstmontag/ Das Sakrament der Firmung für Erwachsene spendet Weihbischof Wilhelm Zimmermann 26 Frauen und Männern am Pfingstmontag, 21. Mai, im Essener Dom. 26 Erwachsenen aus Essen, Mülheim, Duisburg, Bochum, Oberhausen, Bottrop und Herten spendet Weihbischof Wilhelm Zimmermann am Pfingstmontag, 21. Mai, das Sakrament der Firmung. „Es ist diesmal eine etwas größere und sehr internationale Gruppe, die gefirmt wird“, sagt Nicolaus Klimek, Referent für Sakramente und Katechese im Bistum Essen, der die Männer und Frauen zusammen mit Seelsorgerin Stefanie Gruner vorbereitet hat. Das Pontifikalamt mit Firmung beginnt um 10 Uhr im Essener Dom. Der Essener Domchor begleitet den Gottesdienst musikalisch.

Seit 1998 empfangen Erwachsene aus dem gesamten Ruhrbistum und darüber hinaus immer am Pfingstmontag im Essener Dom das Sakrament der Firmung. Wie bei den Jugendlichen, die ihre Firmung in ihren Heimatgemeinden empfangen, wird diese Feier intensiv vorbereitet. Wer sich für die Erwachsenenfirmung im kommenden Jahr interessiert, kann sich im Bischöflichen Generalvikariat bei Nicolaus Klimek unter Telefon 0201/2204-280 informieren.

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news-17492 Mon, 14 May 2018 10:07:05 +0200 Gelsenkirchener Fabian Lammers wird zum Priester geweiht https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/gelsenkirchener-fabian-lammers-wird-zum-priester-geweiht/ Mit 16 Jahren zog der Gelsenkirchener Fabian Lammers von der Ruhrgebietsstadt aufs Land und ging in ein Kloster, um seinen Berufswunsch zum Priester zu überdenken. Am Freitag, 18. Mai, wird der 28-Jährige nun im Essener Dom zum Priester geweiht. Priester zu werden, das hat sich Fabian Lammers lange und gut überlegt. Es war eine Findungsphase, die ihn schon als Jugendlicher stark beschäftigt. Dabei beschreibt der 28-Jährige seine kirchliche Laufbahn selbst als klassisch: Messdiener, Jugendleiter, Lektor in seiner Heimatgemeinde St. Joseph in Gelsenkirchen-Schalke. In seiner Jugendzeit wird er jedoch immer wieder von Priestern vor Ort auf den Priesterberuf angesprochen. „Ab und zu habe ich schon darüber nachgedacht“, erinnert er sich.

Dann fasst er den Entschluss, dieser Idee genauer auf den Grund zu gehen, an einen anderen Ort zu gehen, um darüber nachzudenken. Nach der 10. Klasse geht er vom Gymnasium, macht ein Praktikum im Nikolauskloster in Jüchen. „Ich wollte so eine Entscheidung einfach nicht am Schreibtisch treffen“, sagt er. Die kurze Auszeit bestätigt ihn: Mit 16 Jahren zieht Fabian Lammers von Zuhause aus, um für die nächsten drei Jahre in dem Kloster zu leben. Sein Abitur macht er parallel dazu auf dem Dorfgymnasium. „Das hat mich sehr beeindruckt, wie sehr das geistliche und das praktische Leben verwoben waren und ich als ganz normaler Schüler dort leben konnte“, erzählt Lammers.

Durch Familie und Freunde unterstützt

Seine Eltern sind von der Entscheidung ihres ältesten Sohnes überrascht, aber ermutigen und unterstützen ihn. „Ich glaube, sie haben sich gewundert, da ich sonst eher auf Sicherheit und Planung bedacht war und nicht solche spontanen Entscheidungen getroffen habe“, sagt Lammers und lacht. Auch in seiner neuen Schulklasse wird er gut aufgenommen. Das Kloster ist in der kleinen Gemeinde bekannt, die Mitschüler sind interessiert an seinem anderen Lebensweg, viele Freunde von damals trifft er auch heute noch. Die Entscheidung zum zölibatären Priesterleben mitten im Jugendalter - von Freunden umgeben zu sein, die feiern gehen, Partnerschaften eingehen. „Das hat mich schon beschäftigt, aber das Klosterleben hat den Verzicht immer wachgehalten“, sagt Lammers.

Im Sommer 2010 entscheidet sich Fabian Lammers dann endgültig dazu,  die Priesterausbildung zu beginnen. Er bewirbt sich bewusst beim Bistum Essen: „Ich bin nun mal ein Ruhrgebietskind, ich kann mir nicht vorstellen in die weite Welt hinauszugehen und mein Leben nicht zuhause zu verbringen“, erklärt Lammers seine Entscheidung. An der Bochumer Ruhr-Universität beginnt er sein Studium, nach zwei Freisemestern an der Würzburger Universität beendet er die letzten Semester 2016 schließlich in Münster. Während seiner Vorbereitungszeit auf das Studium verbringt Fabian Lammers ein Jahr in Israel – eine Zeit, die ihn besonders prägt: „Das war wunderschön und hat mir nochmal einen kräftigen Impuls gegeben, weiterzumachen.“

„Ich fühle mich sehr sicher und freue mich auf diesen Weg“

Seit dem Studium arbeitet er als pastoraler Mitarbeiter in der Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld, seit drei Monaten lebt und arbeitet er auch im Priesterseminar in Münster. Auf dem Stundenplan stehen etwa Übungen zur Beichte und Liturgie oder vielfältige Themen wie priesterliche Lebenskultur, Öffentlichkeitsarbeit oder christliche Kunst. Aber auch auf die anstehende Priesterweihe am Freitag, 18. Mai, vor Pfingsten im Essener Dom bereitet sich Fabian Lammers zusammen mit seinen zwei Kurskollegen in diesen Wochen vor. Zweifel an seiner Entscheidung sind auch in dieser intensiven Phase nicht gekommen. „Ich fühle mich sehr sicher, sehr wohl und freue mich auf diesen Weg“, sagt er. Dennoch schaue er nüchtern auf die Zukunft, kenne die Herausforderungen.

Für ihn zählt als Priester vor allem die Nähe zu den Menschen: „Das Schöne ist, dass man die Menschen von der Geburt bis zum Tod begleiten darf, Menschen, die man erstmal nicht kennt. Das macht für mich den Reiz aus: Ich bin geistlicher Wegbegleiter, aber lerne auch von den Menschen.“ Nach seiner Priesterweihe wird der 28-Jährige als Kaplan in der Essener Pfarrei St. Dionysius arbeiten. Eine neue Aufgabe, auf die er sich freut: „Immer wieder Anfänger sein zu dürfen und die Dinge auch so zu sehen.“ Auf einen zukünftigen Wandel in den Pfarreien des Bistums hat er sich schon jetzt eingestellt, sieht das Zusammenwachsen von Gemeinden und Pfarreien aber als Herausforderung, die zu meistern ist: „Wir müssen noch flexibler sein und werden mehr unterwegs sein. Aber ich habe keine Angst davor, dass sich Vieles verändern wird. Darauf werde ich reagieren müssen, mich immer wieder neu ausrichten.“

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news-17491 Sun, 13 May 2018 16:02:00 +0200 30.000 Christen feiern Freiluft-Gottesdienst zum Abschluss des Katholikentags in Münster https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/30000-christen-feiern-freiluft-gottesdienst-zum-abschluss-des-katholikentags-in-muenster/ Mit einem großen Freiluftgottesdienst ist das fünftägige Christentreffen in Münster zuende gegangen. Mit dem Thema "Suche Frieden" war der Katholikentag sehr politisch geprägt - begeisterte die Besucher aber auch mit Gebeten und Konzerten. Mit einem feierlichen Freiluft-Gottesdienst ist am Sonntag in Münster der 101. Katholikentag zu Ende gegangen. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen feierten mehr als 30.000 Menschen auf dem Schlossplatz eine Messe, die noch einmal den Blick auf das Katholikentags-Motto „Suche Frieden“ lenkte. „Diesen Auftrag Jesu wollen wir annehmen und aus Münster mitnehmen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx aus München, in seiner Predigt. Er habe auf dem Katholikentag zudem ein starkes ökumenisches Engagement verspürt. Ein Ringen um den rechten Weg sei notwendig – Christen aller Konfessionen müssten stets deutlich machen, dass sie zusammen gehörten. Dies gelte umso mehr „in einer Welt, die zerrissen ist“. Das Streben nach Frieden und Versöhnung werde oftmals verlacht, aber: „Es braucht ein Mehr an Hoffnung.“ Wie groß ihr Wunsch nach Ökumene ist, machten die der Katholikentags-Besucher immer wieder durch Applaus deutlich. Zudem brachten Sie ihre Vorfreude auf den nächsten Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund und auf den Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt zum Ausdruck.

50.000 Dauerteilnehmer und mehr als 25.000 Tagesgäste

Insgesamt war die Resonanz auf den Katholikentag in Münster deutlich größer als erwartet. Rund 50.000 Dauerteilnehmer und mehr als 25.000 Tagesgäste besuchten das Christentreffen in der Westfalenmetropole. Als Veranstalter spricht das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) vom „größten Katholikentag seit der Wiedervereinigung“. ZDK-Präsident Thomas Sternberg warb in der Abschluss-Messe für mehr Dialog zwischen den Religionen. „Richtig gelebte Religionen sind nicht Ursache von Krieg, sondern Motor des Friedens.“ Sternberg rief außerdem zu einem offenen und fairen Miteinander in der deutschen wie der weltweiten Gesellschaft auf – und in der Kirche. „Unsere Kirche sucht Frieden, im Großen wie im Kleinen.“ Der Papst wolle eine synodale Kirche. Allerdings kämen Frauen „nicht ausreichend“ zur Geltung: „Das kann nicht so bleiben“, rief der ZdK-Präsident unter großem Applaus.

Bereits tags zuvor hatte der Essener Weihbischof Ludger Schepers auf einem Podium zur Frauenfrage betont, dass nicht die Zulassung von Frauen zu kirchlichen Ämtern begründungsbedürftig sei, sondern deren Ausschluss von Leitungsfunktionen in der Kirche. Zahlreiche Vertreter, aber auch wichtige Themen aus dem Bistum Essen waren auf dem Katholikentag so präsent wie lange nicht – zum Beispiel beim vielbesuchten Bistumsstand auf der „Kirchenmeile“. Wie Schepers waren auch Bischof Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer auf mehreren Podien zu Gast und diskutierten über die Suche nach Frieden, Fragen der künftigen Kirchenentwicklung in Deutschland oder die Kirchenaustrittsstudie des Ruhrbistums. Die Pop-Kantoren und die Essener „Werktagskapelle“ sorgten für musikalische Akzente auf dem Katholikentag – und im Abschluss-Gottesdienst am Schloss war das Ruhrbistum im übertragenen Sinne an zentraler Stelle präsent: Das goldene Vortragekreuz und das Evangeliar waren in den vergangenen Jahren als preisgekrönte Entwürfe aus dem vom Bistum Essen veranstalteten Wettbewerb „ars liturgica“ hervorgegangen.

ZdK-Präsident Sternberg ging auf dem Schloßplatz auch auf die aktuelle Diskussion um die Kommunion für evangelische Christen in konfessionsverbindende Ehen ein. Diese Ehen seien „Keimzellen“ der Ökumene, sagte Sternberg und betonte: „Im Anliegen, die christlichen Familien auch offiziell in der Eucharistiegemeinschaft zu verbinden, sehen wir uns in Übereinstimmung mit der übergroßen Mehrheit der Priester und Bischöfe in Deutschland.“

Protest gegen Auftritt eines AfD-Politikers

Trotz des Mottos „Suche Frieden“, das während der fünf Tage auf türkisfarbenen Fahnen, Schals und Plakaten die Stadt des Westfälischen Friedens unübersehbar prägte, sei das Christentreffen keine „Friede-Freude-Eierkuchen-Veranstaltung“ gewesen, wie der Gastgeber und frühere Essener Bischof Felix Genn bilanzierte. Vielmehr wurde auf den zahlreichen Podien und an hunderten Ständen heftig diskutiert und mitunter auch gestritten: nicht nur über die Kommunion für Protestanten, sondern zum Beispiel auch über Kreuze in Behörden – auch wenn CSU-Parteichef Horst Seehofer seinen für Donnerstag geplanten Besuch auf dem Katholikentag kurzfristig wegen „Anreiseproblemen“ abgesagt hatte. Alles lief in einer zivilisierten Debattenkultur ab – bis auf eine kleine Irritation beim umstrittenen Podium mit dem AfD-Politiker Volker Münz. „Keine Bühne für die AfD“ und „Nazis raus“ hatten zu Beginn einige Demonstranten gerufen – bevor die Podiumsdiskussion mit den Religionspolitischen Sprechern aller Bundestagsfraktionen und hunderten Besuchern in angespannter, aber friedlicher Atmosphäre starten konnte. Während hunderte Demonstranten am Samstag in der Stadt lautstark, aber friedlich, gegen den AfD-Auftritt protestierten, wurde die christliche Kritik an der Partei im Abschluss-Gottesdienst auf subtile Weise deutlich: Für einige Sekunden war auf den Video-Wänden und in der TV-Übertragung das eindeutig AfD-kritische Armband einer Fürbitten-Sprecherin sichtbar.

Mit seinem Programm suchte der Katholikentag vor allem Gegenakzente zur angespannten Weltlage - angefangen beim Syrienkrieg über den Terror in Afghanistan bis hin zu Donald Trump und dem von ihm aufgekündigten Atomabkommen. Gerade diese Nachricht verlieh dem Katholikentags-Motto eine ungeahnte Aktualität. Die beiden Protestanten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhielten in Münster viel Zustimmung, als sie die Aufkündigung als „schweren Rückschlag“ für die Friedensdiplomatie und „schlechte Nachricht für die Welt“ kritisierten.

Udo Lindenbergs Bilder zu den Zehn Geboten

Die heimlichen Stars in Münster kamen aber weder aus der Politik noch aus der Kirche. Und einer war nicht einmal dabei, obwohl er aus dem nahen Gronau stammt: der Rockmusiker Udo Lindenberg. Seine mit „Likörell-Technik“ gemalten Bilder zu den Zehn Geboten zogen rund 42.000 Besucher in die Überwasserkirche.

Ein Publikumsmagnet war auch Kabarettist Eckart von Hirschhausen, der mit fünf Auftritten innerhalb von 24 Stunden eine gewisse Omnipräsenz an den Tag legte. Als „Hofnarr“ ging er den Kommunion-Streit satirisch an: Er zahle über seine katholische Ehefrau auch Kirchensteuern. Dafür wolle er „auch die Oblate – oder mein Geld zurück“. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki kritisierte die Wortwahl, für die sich der Komiker später entschuldigte.

Nicht unter den Teppich gekehrt wurde in Münster die Amok-Fahrt mit vier Toten vor einem Monat in Münster. Am Unglücksort, dem „Kiepenkerl-Platz“, ist wieder das normale Leben zurückgekehrt. Tausende Katholikentags-Besucher zogen – bewusst oder unbewusst – an dem kleinen Platz vorbei, gelegentlich spielten dort Musiker und Chöre. Doch die Opfer und Verletzten sind nicht vergessen. Den Angehörigen spricht Steinmeier sein Mitgefühl aus. Und es wird für sie gebetet, für ihren – inneren – Frieden.

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news-17484 Sun, 13 May 2018 07:14:00 +0200 Impuls: Liebe verbindet! https://www.bistum-essen.de/index.php?id=1400 news-17489 Sat, 12 May 2018 15:44:09 +0200 Auf einem mühsamen Weg… https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/auf-einem-muehsamen-weg/ …in der Frauenfrage fühlte sich beim Katholikentag die Bewegung „Wir sind Kirche“ gemeinsam mit Vertretenden von Theologie, Soziologie und Amtskirche. Fazit der Runde: Es gibt weniger theologische als gesellschaftliche Hindernisse. Nicht die Zulassung von Frauen zu kirchlichen Ämtern ist begründungsbedürftig, sondern deren Ausschluss von Leitungsfunktionen in der Kirche. Diese Haltung vertrat der Essener Weihbischof Ludger Schepers am Samstag beim Katholikentag in Münster auf dem Podium der katholischen Reformbewegung „Wir sind Kirche“. Schepers, der als Mitglied der Unterkommission „Frauen in Kirche und Gesellschaft“ der Deutschen Bischofskonferenz die katholische Frauenfrage voran treibt, wünscht sich Mitstreitende auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Kirche und kritisiert das langsame Veränderungstempo kirchlicher Behörden. Er weist aber auch darauf hin, dass die Frage einer Frauenordination gesamtkirchlich beantwortet werden müsse und die Bischöfe in Osteuropa und Afrika sich „überfallen und kolonialisiert“ fühlen könnten von den genderpolitischen Reformbewegungen innerhalb der europäischen Kirche.

Unter dem Titel „Machtfaktor Geschlecht“ hatte die Initiative „Wir sind Kirche“ Fachleute aus Kirchengeschichte, Dogmatik, Soziologie und Amtskirche unter der Moderation von Dr. Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), zu diesem Katholikentags-Forum eingeladen und zu Beginn einen Blick auf die Kirchengeschichte in Sachen Frauenfrage werfen lassen. Zu allen Zeiten hätten Frauen die Form des Christentums in dynamischer Bewegung gehalten, seien aber immer wieder von patriarchalen Strukturen ausgebremst worden, so stellte die Historikerin Dr. Katharina Kunter aus Frankfurt die Kirchengeschichte der Frauen dar. Bis in die heutige Zeit falle es Kirchenleitungen leichter, von der Menschenwürde zu sprechen als von Menschenrechten, so Kunter.

Dass für das Publikum in der vollbesetzten Aula der münsterschen Gesamtschule die „katholische Frauenfrage“ ein andauerndes Leidensthema ist, zeigte sich an Unruhe und Lachen im Saal, an Zwischenapplaus und zahlreichen Anfragen an das Podium. Viel Beifall erhielt der emeritierte Dogmatik-Professor Dr. Georg Kraus aus Stephanskirchen für seine Aussage: „Die Frauenordination ist dogmatisch geboten und pastoral notwendig.“ Die volle Gleichberechtigung an allen Ämtern sei sein tiefstes Herzensanliegen, sagte Kraus.

Prof. Dr. Heidemarie Winkel, Geschlechter- und Religionssoziologin aus Bielefeld, brachte ihre Sichtweise von außen ein: Die stark dogmatisch-hierarchisch geprägte kirchliche Wirklichkeit unterscheide sich nur wenig von der übrigen Gesellschaft, in der Frauen „typisch weibliche“ Berufe zugewiesen würden, die nicht mit Prestige und Einfluss verbunden seien. Um diese festgefahrenen Rollen in der Kirche aufzubrechen, sei es nicht nur nötig, dass Frauen gleiche Rechte forderten, sondern dass Kirchenmänner über ihre Vorstellung von Männlichkeit reflektierten.

Weihbischof Schepers gab der Soziologin Winkel in diesem Punkt Recht: „Die Kirche tut viel zu wenig, um Männer darauf vorzubereiten, ihre Rolle zu reflektieren.“ Allerdings, sagte Schepers unter Protest des Publikums, seien Männer stets auch Produkte der Erziehung von Frauen bei weitgehender Abwesenheit von Vätern, Erziehern und Lehrern. Sein Beispiel aus der Praxis: Manche zehnjährigen Erstkommunionkinder seien bei der Jugendherbergsübernachtung selbst im Jahr 2018 immer noch überzeugt, Betten zu beziehen sei Frauensache.

Allerdings – so Schepers zum Veränderungswillen der deutschen Bischöfe - sei nach deren Trierer Erklärung“ von 2013, in der man sich darauf verständigte, Frauen beruflich fördern zu wollen, im Jahr 2016 unter Federführung des katholischen Hildegardis-Vereins das Projekt „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“ gestartet worden. 40 Mentees gemeinsam mit ihren 40 Mentoren aus 14 deutschen Diözesen hatten sich aufgemacht, Führungskompetenzen und praktisches Wissen zu teilen, um Frauen im kirchlichen Dienstverhältnis fit zu machen für Entscheider-Positionen. Nach dem Erfolg des ersten Kurses ist ein zweiter Durchlauf in 2018 geplant, für 2019 liegen ebenfalls schon Anmeldungen vor.

Das Projekt „Frauen steigen auf“ ist auf Anhieb erfolgreich, klärt aber dennoch nicht das Problem, dass die wichtigsten Entscheidungen in der katholischen Kirche an das Weiheamt, also an Priester und Bischöfe gebunden sind. Weihbischof Schepers, an den die meisten Publikums-Anfragen gerichtet wurden, sagte dazu: „Das Kirchenrecht ist für das Heil da und bietet viel mehr Möglichkeiten, als allgemein angenommen wird.“ Um hier Veränderungen zu bewirken, schlug Kirchenhistorikerin Kunster vor, mehr gesellschaftlichen Druck aufzubauen; das sei schon in den 50er Jahren bei der Formulierung der Frauenfragen im Grundgesetz erfolgreich gewesen. Dogmatiker Kraus wünscht sich, dass die deutschen Bischöfe sich beim Papst deutlicher in der Frauenfrage positionieren. Und die Soziologin Winkel schlägt vor, Frauen könnten auf allen Ebenen die Hierarchien in Frage stellen, auch wenn das für jede einzelne zunächst ein unbequemes Vorgehen sei.

Die Frage, was letztlich entscheidend ist, damit „gleichberechtigte Leitung“ in katholischen Strukturen Realität wird, konnte die Runde beim „Wir sind Kirche“-Podium des Katholikentages nicht abschließend klären. So stand am Ende die Publikums-Frage im Raum: „Haben wir nicht lange genug gewartet? Irgendwann gehen wir einfach.“

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news-17488 Fri, 11 May 2018 18:56:03 +0200 Sternberg beim Katholikentag: "Kirche muss sich drängenden Aufgaben stellen" https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/sternberg-beim-katholikentag-kirche-muss-sich-draengenden-aufgaben-stellen/ Vor einer Gesellschaft, die immer weiter auseinanderdriftet hat der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gewarnt. Eine drängende Frage sei daher, wie die Kirchen zu mehr Zusammenhalt beitragen können, sagte er am Freitag beim Katholikentag in Münster. Kirche und Gesellschaft seien nicht zwei voneinander getrennte Sphären. Der Kardinal äußerte sich bei einem Podium, in dem es um die geplante Fortsetzung des mehrjährigen Gesprächsprozesses der Kirche in Deutschland ging. 2019 soll das Leitthema "Im Heute glauben" in einer weiteren "überdiözesanen Dialogveranstaltung" fortgeführt werden. Dabei soll es vor allem um den Beitrag der Kirche zum gesellschaftlichen Zusammenhalt gehen. Dieses Podium war das erste bei einem Katholikentag, das von der Deutschen Bischofskonferenz selbst organisiert wurde.

Auch der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck mahnte dabei ein gutes Miteinander von Kirche und Gesellschaft an. "Wir haben erfahren, dass es hilfreich und förderlich ist, miteinander nachzudenken und aufeinander zu hören." Positive Erfahrungen und ein vertrauensvoller Austausch hätten dazu geführt, dass die katholischen Bischöfe den Prozess fortsetzen wollten. Es sei für die Kirche in Deutschland hilfreich, sich "gemeinsam auf den Weg in die Zukunft zu machen".

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, betonte, dass Christen in der Gesellschaft vor großen Herausforderungen stünden. Er nannte beispielsweise den Umgang mit Flüchtlingen. Die Welt sei schneller, globaler und digitaler geworden. Nötig seien gerechte, kompromissfähige politische Lösungen. Das funktioniere nur, wenn man sich öffne und "Verbündete" über den Kreis der Katholiken hinaus suche.

Die Kirche müsse sich "drängenden Aufgaben" stellen, sagte Sternberg. "Der Priestermangel zeigt mittlerweile seine dramatischen Seiten." Die Laien wollten aber keine Kirchen ohne Priester. Sternberg verwies auf die Zusammenlegung von Gemeinden und die Zulassungsbedingungen zum Diakonat. Aktuell gebe es einen "Rückenwind" für Reformen und keinen Grund für "Miesepeterei".(kna)

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news-17487 Fri, 11 May 2018 18:25:10 +0200 Fernstehende Kirchenmitglieder zum Bleiben einladen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/fernstehende-kirchenmitglieder-zum-bleiben-einladen/ Kirchenaustrittsstudie des Bistums Essen findet beim Katholikentag in Münster große Aufmerksamkeit: Wie muss Kirche sich verändern, damit sie eine vielfältige Gesellschaft mit gestalten kann? Eine breit gespannte katholische Bewegung mit Raum für unterschiedliche Menschen, Charaktertypen und Gruppierungen wünscht sich der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer für die Kirche von morgen. Nur ein Christentum, das selbst vielfältig sei, könne die säkularisierte Gesellschaft mit prägen, sagte Pfeffer am Freitag in Münster auf dem Katholikentags-Podium „Kirchenaustritt – oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss“.

Kernkompetenz dieser offenen und vielfältigen Kirche, so ergänzte Elisabeth Neuhaus, Seelsorgeamtsleiterin des Bistums Dresden-Meißen, sei es, für Menschen in Not da zu sein und „die Welt anzuschauen aus dem Blickwinkel der Marginalisierten“.

Gemeinsam mit dem Berliner Theologen Prof. Pater Dr. Ulrich Engel und dem Düsseldorfer Marketing-Professor Dr. Peter Kenning zogen Pfeffer und Neuhaus in Münster Konsequenzen aus der Studie zum Kirchenaustritt des Bistums Essen. Die Studie war als eins von 20 „Zukunftsbild“-Projekten entstanden, die die Kirche im Ruhrbistum zukunftsfest machen sollen. Im Rahmen der Studie hatten 3.000 Menschen, darunter 500 Ausgetretene, an einer Online-Umfrage teilgenommen und erklärt, was sie bewegt, aus der Kirche auszutreten oder in ihr zu verbleiben. Mit 41 Teilnehmern waren anschließend tiefergehende Telefoninterviews geführt und diese wissenschaftlich ausgewertet worden.

„Das echte Leben finde ich eher im Kino als in der Kirche“, „Die Angebote langweilen mich“, „Zu wenig Geld geht an die Caritas“, „In der Schwulenszene erfahre ich mehr Wertschätzung“, „Als Frau wäre Gleichberechtigung für mich eine Selbstverständlichkeit“, „Das Reformtempo der alten Herren im Vatikan reicht mir nicht“ – die Antworten zeigen: Die Menschen nehmen entsprechend der Austrittsstatistik zwar Kirchenskandale oder die Kirchensteuer zum Anlass für einen Austritt, die Ursachen liegen jedoch wesentlich früher, und zwar meist darin, sich entfremdet oder ohnehin Distanz zur Kirche zu haben.

Unter der Moderation von Dr. Judith Wolf, der stellvertretenden Direktorin der Mülheimer katholischen Akademie „Die Wolfsburg“, suchte die Runde nach Wegen, wie die Kirche so zu verändern sei, dass sie zum Bleiben einlädt.

Hohe Priorität habe dabei die Qualität der Liturgie von Taufen, Erstkommunionen, Trauungen, Beerdigungen. „Wenn das verbessert wird, steigt auch die Beziehungsqualität“, sagte Marketing-Fachmann Prof. Dr. Peter Kenning. Auch das Mitglieder-Management der Großorganisation Kirche müsse professioneller werden, so Kenning: „Es reicht nicht, einmal jährlich die Austrittszahlen zur Kenntnis zu nehmen, aber keine Instrumente zur Feststellung der Zufriedenheitswerte zu entwickeln.“ Die Bistümer Essen und Münster seien da bereits Schritte gegangen, viele deutsche Diözesen im Blick auf die eigenen Mitglieder aber noch „völlig ahnungslos“.

Pater Ulrich Engel regte an, das Ziel der christlichen Bewegung noch einmal klar zu kommunizieren: „Wir sollen das Reich Gottes in einer spätsäkularen Gesellschaft verwirklichen, statt uns in Strukturdebatten zu verstricken.“ Stattdessen würden viel zu oft Bedingungen diktiert, die man in der Kirche erfüllen müssen, um dabei zu sein: „Die Sakramente sind aber ein Geschenk. Sie sind keine Belohnung für katholisches Wohlverhalten“, sagte Engel.

Bei der Publikums-Frage, warum man Menschen, die gar nicht richtig glaubten, eine schöne Trauung in Weiß anbiete, fängt aus der Sicht von Generalvikar Pfeffer das Umdenken an, nicht nur auf die Pfarreichristen zu schauen, sondern auf alle Kirchenmitglieder: „Ich habe kein einziges solches Paar kennengelernt, das mit dem lieben Gott nichts anfangen konnte.“ Im Gegenteil, so Pfeffer, sei bezeichnend, dass gerade kirchenferne Menschen in Ehevorbereitungs- oder Trauergesprächen sehr intensiv über Glaubens- und Lebensfragen sprächen – anders als zahlreiche Menschen in der Kirche, die oft nur unbeholfene oder ängstliche Worte über ihren Glauben fänden.

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news-17485 Fri, 11 May 2018 12:38:06 +0200 Weihbischof Schepers wirbt für neuen Umgang mit Schwulen und Lesben https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/weihbischof-schepers-wirbt-fuer-neuen-umgang-mit-schwulen-und-lesben/ „Kirche muss ihre Schuldgeschichte anerkennen“, sagte Schepers auf dem Katholikentag in Münster. Der Essener Weihbischof Ludger Schepers hat einen neuen Umgang der Kirche mit Schwulen und Lesben gefordert. Die Kirche müsse „ihre Schuldgeschichte anerkennen in der Verfolgung und Missachtung dieser Menschen“, sagte Schepers am Freitag bei einem Podiumsgespräch auf dem Katholikentag in Münster. Er wünsche sich, „dass es darüber eine offene Diskussion in der Deutschen Bischofskonferenz, aber auch bei unseren Kontakten in der Weltkirche gibt“, so Schepers, der im Ruhrbistum die Kontakte zu Bistümern in anderen Ländern betreut. Für dieses Gespräch habe Papst Franziskus mit seinem Schreiben „Amoris Laetitia“ und der darin enthaltenen Absage an Diskriminierung eine „Steilvorlage“ geliefert. Gerade im internationalen Kontext erlebe er in der Kirche noch oft eine tabuisierende Haltung und Aussagen wie „Homosexualität gibt es bei uns nicht“, so Schepers, der deutlich machte, dass er sich nicht als Vertreter der Bischofskonferenz, sondern als Essen Weihbischof an der Katholikentags-Debatte beteilige.

Unter der Überschrift „Ernstgemeinte Entschuldigung?“ diskutierte der Weihbischof auf Einladung der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft „Homosexuelle und Kirche“ in Münster mit der ehemaligen Bundesministerin Barbara Hendricks, dem Jesuiten-Pater Klaus Mertes und dem früheren Bundesanwalt Manfred Bruns.

Hendriks betonte mit Blick auf eine mögliche Segnung homosexueller Paare: „Die Kirche darf das Sakrament der Ehe Mann und Frau vorbehalten – aber sie darf einen Segen nicht verweigern!“ Die SPD-Politikerin, die Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken und seit Oktober mit ihrer langjährigen Lebenspartnerin verheiratet ist, äußerte Unverständnis, dass die Kirche „Häuser, Tiere und Motorräder“ segne, aber keine homosexuellen Paare.

„Es muss einen Unterschied machen, ob wir ein Pferd oder Menschen segnen.

Schepers betonte, es müsse „einen Unterschied machen, ober wir ein Pferd oder Menschen segnen“. Er sei dankbar, dass es in der Theologie zuletzt mehrere Anstöße gegeben habe, das Thema Segnung insgesamt differenzierter zu betrachten. Nun hoffe er, dass man auch in der Frage der Segnung homosexueller Paare vorankomme, sagte der Weihbischof.

Der 83-jährige Bruns berichtete von großen Verletzungen in seinem Leben durch die Widersprüche aus seiner katholischen Prägung und seiner homosexuellen Orientierung. Er wünsche sich „eine Kirche, in der nicht nur Heterosexuelle, sondern auch Schwule und Lesben ihren Platz haben“. Versöhnen könne er sich mit der Kirche „wenn sie mir zustimmt, dass die 25-jährige Partnerschaft mit meinen Mann eine große Gnade ist.“ Bruns unterstellte der Kirche ein „moralisches Schisma“ zwischen der moralisch strengen Lehre und einer oft deutlich liberaleren Praxis vor Ort. Moralisch müsse die Kirche aber mit einer Stimme sprechen.

„Kirche machte Homosexuelle pauschal zu Tätern“

„Zu dieser einen Stimme findet die Kirche nur im Konflikt“, betonte Pater Mertes. Der Schulleiter, der 2010 die Aufdeckung zahlreicher Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche in Deutschland ins Rollen brachte, forderte eine Entschuldigung der Kirche, weil sie bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen oft „alle Homosexuellen pauschal zu Tätern gemacht“ habe. „Nur wenn die Gewalt in der Kirche gegenüber Homosexuellen anerkannt wird, kann langfristig das Geschenk der Versöhnung von beiden Seiten anerkannt werden“, sagte Mertes.

Wie nötig diese Aufarbeitung und der Einsatz gegen Diskriminierung sind, machte am Ende der Diskussion der Bericht eines Zuhörers deutlich. Der Mitarbeiter der münsterschen Aids-Hilfe berichtete von einem homosexuellen Aids-Kranken in einem katholischen Pflegeheim, der dort seine sexuelle Orientierung sowie seine Diagnose geheim halten muss, weil das Haus um seinen Ruf fürchte.

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news-17483 Thu, 10 May 2018 19:05:29 +0200 Dauerzoff oder Grabesruh‘ in deutschen Pfarreien? https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/dauerzoff-oder-grabesruh-in-deutschen-pfarreien/ Katholikentags-Podium fordert mehr Leitung für Laienchristen und regt einen friedlicheren Umgang in der Kirche an Vielleicht die wichtigste Botschaft des Katholikentags-Podium „Zukunft der Kirche vor Ort – zwischen Dauerzoff und Grabesruh“ am Himmelfahrtstag war, dass so viele Interessierte ins Fürstenberghaus strömten, dass der große Hörsaal F1 die Massen nicht fassen konnte und Trauben von Menschen vor den Türen ausschließen musste. Hohes Interesse fand das Thema rund um Großraumpfarreien und Dorfkirchen in erster Linie bei „Kernkatholiken“, die sich mit dem Pfarreileben auskennen – das war aus den Statements auf dem Podium wie aus den Publikumsfragen herauszuhören. Die von der Essener Autorin Christina Brudereck moderierte Runde war sich weitgehend einig darüber, dass katholische Priester Leitung und damit Macht abgeben müssen, damit Laienchristen Leitung übernehmen können. Unbeantwortet stand allerdings die Frage im Raum, wie man Menschen für das Christsein begeistern kann, die auch ohne Kirche glücklich sind: „Ich bezahle schon Kirchensteuer – jetzt soll ich auch noch mitmachen?“

Die deutschen Bistümer beschäftigen sich mehr oder weniger drängend mit diesen Zukunftsfragen. Während das Bistum Trier aktuell vor der Aufgabe steht, seine 887 Pfarreien zusammenzufassen, und in Osnabrück ab Herbst 2018 Pastoralreferenten Leitungsfunktionen übernehmen, konnte der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer vom bereits fortgeschrittenen Zukunftsbildprozess im Ruhrbistum berichten. Schon 2004 seien Veränderungen durch einen damals drohenden Konkurs des Bistums zwingend gewesen, so Pfeffer. Freilich stoße jedes Vorgehen auf Kritik bei den Gläubigen, ob nun der Bischof damals Sparmaßnahmen verordnete, oder ob man heute die Pfarreien selbst entscheiden lasse.

Dass innerhalb der Kirche um Zukunftsfragen gerungen und mit harten Bandagen gestritten wird, dazu konnten im münsterschen Fürstenberghaus viele Geschichten beitragen werden: Sei es, dass kirchlich engagierten, zugleich aber kirchenkritischen Jugendlichen das Katholisch-Sein abgesprochen werde, wie BDKJ-Bundesvorsitzender Thomas Andonie kritisierte; dass bei Einsparprozessen vermeintliche „Sieger- und Verlierer“-Gemeinden unversöhnlich voreinander ständen; oder dass die deutschen Bischöfe ihren Streit nicht untereinander, sondern in Rom austrügen, wie Generalvikar Pfeffer bemängelte.

Jens Ehebrecht-Zumsande, Supervisor im Erzbistum Hamburg, regte dazu an, dem Geist Gottes mehr zuzutrauen, denn der sei ein echter „Tausendsassa“. Gute Entscheider der Kirche seien Unterscheider: „Was kommt vom Geist Gottes, was nicht?“ Kriterien dafür finde man im Evangelium. Oder, wie Klaus Pfeffer anregte: In heißen Debatten mal innehalten und ein paar Minuten nachdenken. Pfeffer ist sicher: „Es wird ein Impuls kommen.“

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news-17482 Thu, 10 May 2018 18:25:22 +0200 Bistum Essen lockt auf dem Katholikentag mit Geheimnissen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-essen-lockt-auf-dem-katholikentag-mit-geheimnissen/ Spielerisch gestalteter Stand macht Gäste aus ganz Deutschland mit dem Ruhrbistum und seinen Besonderheiten vertraut. Im Fokus stehen vor allem die aktuellen Veränderungsprozesse rund um das Zukunftsbild des Bistums. Wer in der großen Katholikentags-Zeltstadt vor dem münsterschen Schloss zum Stand des Bistums Essen kommt, wird mit ein wenig Mystik begrüßt: Ein feenartiges Wesen auf Stelzen lädt die Besucher ein, sich dem Spiel „Entdecke das Geheimnis“ zu widmen. Auch Heike und Martin Bontrup mit ihren Kindern Leo (5), Ida (8) und Tobias (10) aus Dülmen nutzen angesichts des Schauerwetters am Donnerstagnachmittag die Pause im trockenen Essener Zelt – und lassen sich auf das Spiel am mannshohen Rätselturm ein. Ähnlich wie in einem „Escape-Room“ gelingt es an diesem Turm nur gemeinsam, Aufgaben rund um das Bistum Essen und sein Zukunftsbild zu lösen und sich so Stück für Stück zu einer Schatzkiste vorzuarbeiten. Mal muss die Familie aus dem Münsterland das Gründungsjahr des Ruhrbistums ermitteln, mal gemeinsam ein Licht zum Leuchten bringen – und immer stehen die Bistums-Mitarbeiter Sabine Köther und Michael Diek mit Erläuterungen und Tipps zur Seite. Die Mischung aus Quiz und Geschicklichkeit macht Familie Bontrup sichtlich Spaß. Und zu Essen haben die Münsterländer auch eine Beziehung: „Unser Dorf Buldern gehörte im Mittelalter zur Werdener Abtei“, erzählt Vater Martin. Der Heilige Ludgerus, Gründer des Benediktinerklosters in Essen-Werden und erster Bischof von Münster, verbindet bis heute. Als die fünf schließlich die sieben Zukunftsbild-Begriffe den passenden Bedeutungen zugeordnet haben, öffnet sich die Schatzkiste des Rätselturms – und entlädt Schokolade, die sich jedoch wiederum in einem kleinen Geschicklichkeitsspiel versteckt. Die Bontrups stecken das Präsent fröhlich ein und hoffen auf neue kreative Einfälle während ihres weiteren Katholikentag-Bummels.

Noch bis Samstagabend präsentiert sich das Ruhrbistum auf der „Bistumsmeile“ des Katholikentags. Neben dem Spiel gibt es jede Menge Informationen über die aktuellen Veränderungsprozesse im Bistum, über die Zukunftsbildprojekte, die Pfarreientwicklungsprozesse und den Dialog der pastoralen Mitarbeiter. Das Bistum präsentiert sich dabei an seinem Stand gemeinsam mit dem Diözesanrat der Frauen und Männer und der Bank im Bistum Essen.

Auch Bischof Franz-Josef Overbeck schaut während des Katholikentags mehrfach am Stand vorbei. Am Donnerstag machte er erste Bekanntschaft mit Anna Oestreich, der zauberhaft verkleideten Stelzenläuferin, die trotz Regens im und am Stand für wundersame Stimmung sorgte.

Overbeck ist dabei nicht der einzige Vertreter aus dem Ruhrbistum, der in den kommenden Tagen ein straffes Programm auf dem Katholikentag absolviert. Auch Generalvikar Klaus Pfeffer und Weihbischof Ludger Schepers beteiligen sich bis Sonntag an Podiumsdiskussionen, Gottesdiensten und anderen Programmpunkten des großen Christentreffens, das mit gut 50.000 Dauerteilnehmern und 20.000 Tagesgästen schon jetzt als größter Katholikentag seit dem „Vereinigungs-Katholikentag“ 1990 in Berlin gilt. Und mehrere Zukunftsbild-Projekte des Ruhrbistums finden in Münster Interesse: Zu den Segnungsfeiern für Neugeborene gibt’s am Donnerstag eine eigene Werkstatt, die Pop-Kantoren geben am Samstag ein Konzert am Aasee, und die Kirchenaustrittsstudie des Ruhrbistums wird am Freitagabend auf einem eigenen Podium des Katholikentags diskutiert.

Besucher können in den kommenden Tagen noch kurzfristig nach Münster kommen. Die meisten Programmpunkten sind fußläufig in der Innenstadt erreichbar, Tageskarten für die Veranstaltungen gibt es für 28 (ermäßigt 22) Euro unter anderem am Hauptbahnhof.

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news-17481 Thu, 10 May 2018 13:42:29 +0200 Pfarrer Gereon Alter spricht „Wort zum Sonntag“ vom Katholikentag https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pfarrer-gereon-alter-spricht-wort-zum-sonntag-vom-katholikentag/ ARD schaltet am Samstag vor dem „Eurovision Song Contest“-Finale in Lissabon gegen 20.40 Uhr von der ESC-Party in Hamburg zum großen Glaubensfest nach Münster. Essener Pfarrer wendet sich in seinem Beitrag gegen Populismus und Diskriminierung. Zwei Großereignisse, bei denen Buntheit und Vielfalt im Vordergrund stehen verbindet am Samstagabend, 12. Mai, das „Wort zum Sonntag“ in der ARD. Wenn kurz vor Beginn des „Eurovision Song Contest“-Finales in Lissabon ARD-Moderatorin Barbara Schöneberger von der ESC-Party in Hamburg gegen 20.40 Uhr zum Katholikentag nach Münster schaltet, wird sich der Essener Pfarrer Gereon Alter melden. In seiner Kurzpredigt vom münsterschen Domplatz wird er dann zum Widerstand gegen jede Form von Diskriminierung und Populismus aufrufen – passend zu „Suche Frieden“, dem Motto des 101. Katholikentags, bei dem noch bis Sonntag zehntausende Menschen aus ganz Deutschland auch den Fragen nach mehr Frieden in der Gesellschaft nachgehen.

Für Pfarrer Alter sind sowohl der Katholikentag als auch der ESC in Verbindung mit dem „Wort zum Sonntag“ nichts Neues. Bereits mehrfach hat er den traditionsreichen Fernseh-Impuls sowohl von einem katholischen Glaubensfest als auch in Verbindung mit dem legendären Musik-Wettbewerb gesprochen.

Nach der Ausstrahlung in der ARD gibt es Alters Beitrag online unter www.daserste.de/wort.

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