Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Tue, 25 Jun 2019 08:30:55 +0200 Tue, 25 Jun 2019 08:30:55 +0200 TYPO3 news-18301 Mon, 24 Jun 2019 15:40:50 +0200 380 Plätze für Freiwilligendienste im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/380-plaetze-fuer-freiwilligendienste-im-bistum-essen/ Katholische Einrichtungen im Ruhrbistum bieten jungen Leuten nach dem Schulabschluss Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder im Bundesfreiwilligendienst (BFD) an. Insgesamt 380 Plätze bieten die Freiwilligendienste im Bistum Essen in den verschiedensten katholischen Einrichtungen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD) an. Gerade junge Leute, die aktuell nach dem Schulabschluss noch einige Monate bis zur Ausbildung oder zum Studium überbrücken möchten, können sich jetzt auf einen dieser Plätze bewerben. Dabei beträgt die Dienstzeit zwischen 6 und 18 Monaten.

Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Behinderten- und Altenhilfe über Krankenhäuser und Sozialstationen, offene Ganztagsgrundschulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Kirchengemeinden bis hin zu Suchthilfeeinrichtungen und Institutionen der Flüchtlingshilfe. In allen Einsatzstellen geht es um soziale Aufgaben, konkret liegt der Einsatz der Freiwilligen in der Betreuung, der Pflege, der Hauswirtschaft oder in handwerklichen Bereichen.

Neben der praktischen Arbeit bieten pro Jahr fünf begleitende Seminarwochen den jungen Menschen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, sich mit sozialen, politischen und religiösen Themen auseinander zu setzen und mehr über sich und andere zu erfahren.

Weitere Informationen zu den Einsatzstellen und dem Bewerbungsverfahren gibt es online. Wer sich für einen Platz im FSJ oder BFD interessiert, kann seine Bewerbungsunterlagen (mit dem ausgefüllten Bewerbungsbogen von der Internetseite, einem Lebenslauf und einer Kopie des letzten Schulzeugnisses) auch direkt an die Freiwilligendienste schicken:

Freiwilligendienste im Bistum Essen
Alfredistraße 31
45127 Essen
info@freiwilligendienste-essen.de

Die Freiwilligendienste im Bistum Essen sind eine gemeinsame Einrichtung von Bistum Essen, Diözesan-Caritasverband und Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Essen.

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news-18299 Mon, 24 Jun 2019 12:16:44 +0200 Pfarreimagazin Clemissio präsentiert prominente Katholiken https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pfarreimagazin-clemissio-praesentiert-prominente-katholiken/ In der Oberhausener Zeitschrift schildern bekannte Namen aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung ihr Verhältnis zum Glauben und ihre Sicht auf die Kirche. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht von einem „tiefen Gottvertrauen“, das ihr bis heute geblieben sei, Sternekoch Alfons Schuhbeck gibt der Glaube „immer wieder die Kraft, positiv zu denken und optimistisch zu arbeiten“ – und für ZDF-Chefredakteur Peter Frey „bedeutet Glauben Heimat“. Ein gutes Dutzend prominenter und doch sehr persönlicher Statements aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung zum Thema Glaube und Kirche präsentiert das Pfarreimagazin Clemissio aus Oberhausen-Sterkrade jetzt in seiner aktuellen Ausgabe. Das Line-Up der namhaften Katholiken reicht dabei vom ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse (SPD) über die Schauspielerin Ulrike Kriener und die Unternehmerin Christiane Underberg bis zum Autor und Benediktinermönche Anselm Grün.

„Kirchen sind Orte der Selbstvergewisserung geblieben“

In ihren Stellungnahmen beschreiben die Prominenten zum einen ihr Verhältnis zum christlichen Glauben – und zum anderen ihre Sicht auf die Kirche. „In einer immer mobileren und fragmentierteren Gesellschaft sind die Kirchen einer der wenigen Orte der Selbstvergewisserung geblieben“, schreibt etwa ZDF-Chefredakteur Frey und mahnt: „Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen keine von Kindheit an gewachsene Beziehung zu Gott haben, muss sich die Kirche bemühen, die Wege zu ihm so breit wie möglich zu halten.“ Der frühere NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) verweist auf die ersten Christen von denen die Bibel berichtet „Seht, wie sie einander lieben“ und schreibt: „Wenn man die Christen wieder erkennt, dann brauchen wir keine Angst vor der Zukunft zu haben.“ Wolfgang Bosbach, langjähriger CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Innenausschusses, wünscht sich, „dass in der Christmette wenigstens am Rande über die Geburt Jesu Christi gepredigt wird und nicht nur über Migrationspolitik und vorweihnachtlichen Konsumrausch“. Und der SPD-Politiker Thierse betont: „Christlicher Glaube schützt vor Selbstüberschätzung und Selbstüberforderung – beides Gefahren, denen Politiker in besonderer Weise ausgesetzt sind.“

„Das erhalten, was Gott uns zur Verfügung gestellt hat“

Die christlichen Unternehmer in dem Beitrag ziehen unterschiedliche Konsequenzen aus ihrem Glauben. Die niederrheinische Spirituosen-Fabrikantin Underberg betont: „Als Christin habe ich den Menschen im Fokus, auch im Unternehmen.“ Am Ende des Tages komme es darauf an, „was wir dem Leben gegeben haben: Wo habe ich Menschen ein Stück bereichern oder helfen können?“. Claus Hipp, Babykost-Produzent aus München und dort bis heute Dom-Ministrant betont. „Als praktizierender Christ ist mir auch die Schöpfung nicht gleichgültig – es ist mir wichtig, das zu erhalten, was Gott uns zur Verfügung gestellt hat.“

„Clemissio will neue Leserinnen und Leser ansprechen“

Mit ihrem modern gestalteten Magazin Clemissio möchte die Oberhausener Pfarrei St. Clemens immer wieder neue Leserinnen und Leser ansprechen und Themen aus ihrer Perspektive aufgreifen. So beschreibt Redaktionsmitglied Gers Hülsmann auch die Motivation für den ungewöhnlichen Beitrag mit den Prominenten: „Wir wollten unseren Leserinnen und Lesern zeigen: Trotz all der Missstände in der Kirche ist diese Institution nicht überflüssig. Sie hat was zu sagen. Und wir als Gläubige sind nicht allein.“ Zweimal im Jahr erscheint Clemissio mit einer Auflage von 20.000 Stück, die kostenlos an alle katholischen Haushalte im Oberhausener Nordwesten verteilt wird. Außerdem können die verschiedenen Clemissio-Ausgaben auf der Internetseite der Pfarrei abgerufen werden.

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news-18298 Mon, 24 Jun 2019 11:39:14 +0200 7 Erkenntnisse aus PEP-Voten im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/7-erkenntnisse-aus-pep-voten-im-bistum-essen/ Zentrum für angewandte Pastoralforschung der Ruhr-Universität Bochum hat die Voten der Pfarreientwicklungsprozesse unter die Lupe genommen. Welche Schwerpunkte haben die 42 Voten des Pfarreientwicklungsprozesses im Bistum Essen? Welches Selbstverständnis haben die Pfarreien? Diesen Fragen ist Björn Szymanowski vom Zentrum für angewandte Pastoralforschung (ZAP) der Ruhr-Universität Bochum nachgegangen. Die Ergebnisse seiner Studie hat er am Montag, 24. Juni, zahlreichen engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen aus den Pfarreien im Caritas-Haus in Essen vorgestellt.

Hier die wichtigsten 7 Erkenntnisse:

  1. Starke Leistung und Kraftakt über Jahre
    Die Pfarreientwicklungsprozesse haben über drei Jahre alle Pfarreien mobilisiert. Nicht nur Hauptamtliche, sondern vor allem Ehrenamtliche haben sich neben ihren üblichen Verpflichtungen sehr stark in die Prozesse eingebracht. Das ist keinesfalls selbstverständlich, sondern erfordert viel Willenskraft und noch mehr produktive Energie. „Einmal intensiv wahrzunehmen, was dort geleistet worden ist, war ein wichtiger Grund, die Voten zu untersuchen“, sagt Björn Szymanowski.
  2. Keine vergleichbaren Prozesse in Kirche und Politik
    Weder auf kirchlicher noch auf kommunaler Ebene findet man vergleichbare Prozesse – zumindest nicht in solch partizipativer Art und Weise wie in den Pfarreientwicklungsprozessen. Über die Struktur von Kirche und Ausrichtung der Pastoral entscheiden üblicherweise nicht die einzelnen Gläubigen. „Dass kein Pfarrer sein Veto-Recht genutzt hat und dass der Bischof alle Voten in Kraft gesetzt hat, ist außergewöhnlich und ein starkes Zeichen“; so Björn Szymanowski. Die intensive Art der Teilhabe hat manchmal aber auch an die Grenzen des Machbaren geführt.
  3. Pfarreiverständnisse unterscheiden sich deutlich
    Ein Teil der Voten deutet ihre Pfarrei als großes Netzwerk, das zusammengewachsen ist und an verschiedenen Standorten unterschiedliche Schwerpunkte setzt. Andere Pfarreien sind eher gemeindezentriert und weisen viele parallele Strukturen auf. Beide Verständnisse haben einen großen Einfluss auf das pastorale Handeln. „Um damit umzugehen, muss man vermitteln, aber auch anerkennen, dass nicht jede Pfarrei gleich ist“, meint Björn Szymanowski.
  4. Alle PEP-Voten sind sehr facettenreich
    Die Voten aus den 42 Pfarreien bestehen aus mehr oder weniger gleichen Bausteinen, die im Einzelvotum aber eine unterschiedliche Gewichtung haben. Themen wie Kinder- und Jugendarbeit, Caritas und Gottesdienste sind Spitzenreiter. „Überraschend ist, dass manche Bereiche sehr häufig benannt und als bedeutend angesehen werden, wie zum Beispiel die Kinder- und Jugendpastoral, ohne jedoch immer konkret zu sein,“ so Björn Szymanowski. Gleichzeitig sei die Seniorenpastoral oft mit konkreten Projekten benannt, aber als nicht so bedeutend eingestuft worden.
  5. Engagement ist ein Pfeiler des Pfarreilebens
    Fortlaufendes Thema in den Voten ist das freiwillige Engagement. Es umfasst praktisch alle Aufgabengebiete in der Pfarrei. Das Bewusstsein für ein professionelles Ehrenamt ist hoch. „Ohne qualifizierte Freiwillige, die Gottesdienste leiten, caritativ arbeiten und Jugendgruppen begleiten, kommt nach Meinung der Voten keine Pfarrei aus“ (Björn Szymanowski). Eher selten berücksichtigen die Voten allerdings Formen gelegentlichen Engagements; oft wird im Muster klassischen, langfristigen Ehrenamts gedacht.
  6. Ökumene hat einen hohen Stellenwert
    In der großen Mehrheit der PEP-Voten ist die Ökumene ein wichtiges Arbeitsfeld der Kirche vor Ort. Nicht wenige Voten sehen im ökumenischen Miteinander eine wichtige Stütze, um als Kirche vor Ort langfristig präsent sein zu können. Björn Szymanowski resümiert: „Es ist bezeichnend, dass Ökumene schon an vielen Orten ganz konkret gelebt wird. Die Voten zeigen deutlich, dass das in vielen Pfarreien weit mehr ist als nur fromme Hoffnung.“
  7. Pfarreien sind innovativ
    In den PEP-Voten werden viele verschiedene Arbeitsfelder benannt. Die Voten beschäftigen sich häufig mit der Grundversorgung der Katholiken in der Pfarrei und mit dem üblichen Tagesgeschäft. Man findet aber auch vorwärtsweisende Visionen und Ideen, die deutlich darüber hinausreichen, auch wenn sie nicht immer in ausgearbeitete Projekte und Konzepte münden. „Das war allerdings auch nicht die direkte Aufgabenstellung an die Verantwortlichen“, sagt Björn Szymanowski. Wo man konkrete Vorschläge in den Voten findet, könne man allerdings schon jetzt viel für die Umsetzungsphase lernen. Beispiel Kommunikation: Pfarrbriefe und Aushänge stehen in den Voten ganz vorn. In einigen Pfarreien wird aber auch verstärkt über Social Media oder Gottesdienst-Apps nachgedacht. (sw)
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news-18297 Sat, 22 Jun 2019 11:30:00 +0200 Pfeffer: „Evangelium lässt sich nicht mit der Logik des Vereinfachens vereinbaren“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pfeffer-evangelium-laesst-sich-nicht-mit-der-logik-des-vereinfachens-vereinbaren/ Die Botschaft Jesu entziehe sich vorschnellen Urteilen, so Generalvikar Klaus Pfeffer in seiner Bibelarbeit auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund. Auch der Umgang der Gläubigen innerhalb der Kirchen, sei teilweise nicht mit dem Evangelium vereinbar. Was Rechtspopulismus, Ideologien und innerkirchliche Richtungskämpfe mit Jesu Salbung durch die Sünderin im Lukas-Evangelium zu tun haben, hat Generalvikar Klaus Pfeffer jetzt in seiner Bibelarbeit auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund näher erläutert. Vor zahlreichen Zuhörern in der Ewaldi-Kirche stellte er den Bibeltext (Lk 7,36-50) in den Mittelpunkt, in dem Jesus von einer „Sünderin“ gesalbt wird und dafür von einem Pharisäer stark kritisiert wird.

„Das Evangelium lässt sich nicht mit der Logik des Vereinfachens vereinbaren“, so Pfeffer und nahm Bezug auf den Philosophen Emanuel Levinas: „Wir dürfen einen Menschen niemals nur oberflächlich wie eine Sache betrachten. In jedem Menschen ist ein Geheimnis, eine Geschichte verborgen, die ihn so hat werden lassen.“ Oft hätten viele Menschen schon fertige Bilder von anderen im Kopf: „Es ist klar, welche Leute ‚rechts‘ sind, und wer ‚die Linken‘ sind. Es ist klar, dass Politiker nur eigene Interessen im Kopf haben. Auch die Fronten in unserer Kirche verlaufen scheinbar klar zwischen konservativ und progressiv.“ Im Gegensatz zu diesem vereinfachenden Denken und Urteilen warb der Generalvikar dafür, wirklich den Menschen zu sehen, anstatt vorschnelle Urteile zu fällen.

„Das Ausmaß an Aggression und Hass in unserem Land, aber auch in unseren eigenen kirchlichen Reihen ist erschreckend“, so Pfeffer. „Die vermeintliche Klarheit, was richtig und falsch ist, scheint vielen das Recht zu geben, andere Menschen nicht nur abzulehnen, sondern sie auszugrenzen und in gewisser Weise zu vernichten.“ Generalvikar Pfeffer zeigte sich erschüttert, wie gnadenlos manche Christen auftreten und sprechen könnten, „die für sich in Anspruch nehmen, Vertreter eines wahren Christentums und einer wahren Kirche zu sein.“ Er verwies insbesondere auf Internet-Plattformen, die das innerkirchliche Klima verschärften und zitierte einen Blogger, der mit Verweis auf ein Zitat von AfD-Chef Gauland gegenüber Bischof Overbeck die Warnung aussprach: „Wir werden Sie jagen“. In vielen innerkirchlichen Auseinandersetzungen beklagte Pfeffer eine zunehmende Aggressivität: „In unseren Kirchen sind regelrechte Glaubenskämpfe ausgebrochen, oft verbunden mit gegenseitigen Vorwürfen, auf falschen Wegen unterwegs zu sein, vom ‚richtigen‘ Glaubensweg abzuirren“, fasste der Generalvikar die gegenwärtige Situation zusammen. Zuweilen würde das Evangelium sogar für „puren Rechtspopulismus“ missbraucht, wenn von christlichen Gruppierungen Resolutionen mit entsprechender Wortwahl, scharfen Urteilen und teilweise auch Lügen verfassen würden.

Stelle man diese Beobachtungen dem Evangelium gegenüber, werde schnell klar, dass „der verstehende, barmherzige Jesus, der jeden Menschen sieht, im völligen Gegensatz zu all denjenigen steht, die Aggressionen, Verurteilungen und offenen Hass verbreiten.“ Pfeffer appellierte, anderen Menschen nicht mit Verdacht und Misstrauens zu begegnen, sondern mit einer Haltung der Offenheit, des Verstehens und des Vertrauens. Das schließe die Bereitschaft ein, in einer pluralen Welt Vielfalt und Widersprüche auszuhalten. „Wir müssen lernen, nach Kompromiss und Ausgleich zu suchen“, so der Generalvikar.

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news-18296 Fri, 21 Jun 2019 09:52:38 +0200 Bischof Overbeck: Kirchen in Europa haben nur ökumenisch eine Zukunft https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-kirchen-in-europa-haben-nur-oekumenisch-eine-zukunft/ Ruhrbischof diskutierte beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Zusammenarbeit bei Nutzung von Gebäuden, im Sozialbereich oder der Seelsorge beim Militär, in Gefängnissen und Krankenhäusern. Die Kirchen können sich nach Ansicht von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck nur ökumenisch behaupten. Angesichts des wachsenden Säkularismus hätten die Konfessionen nur gemeinsam eine Zukunft, sagte der katholische Essener Bischof am Donnerstag auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Angesichts der neuen Entwicklungen müssten die Kirchen viel mehr zusammenarbeiten, etwa bei der Nutzung von Gebäuden, im Sozialbereich oder der Seelsorge beim Militär, in Gefängnissen und Krankenhäusern.

Ohne das Christentum gäbe es Europa nicht, sagte Overbeck. Zu diesem "reichen Erbe" gehörten Menschenrechte, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat. Zudem bleibe Europa ein Friedensprojekt, sagte der Bischof und verwies als Beispiel auf den Balkan. Overbeck ist Vizepräsident der EU-Bischofskommission COMECE.

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news-18279 Fri, 21 Jun 2019 09:03:00 +0200 Essener Citypastoral lädt zu Kinoabend in Astra-Theater ein https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/essener-citypastoral-laedt-zu-kinoabend-in-astra-theater-ein-3/ Die Gedanken der Gottesdienstpredigt am Sonntag, 30. Juni, mit dem Krimi „Das Ende ist erst der Anfang“ vertiefen: Das bietet die Essener Citypastoral mit ihrer Aktion „Kirche geht Kino“ im Astra-Theater. Bei Kinofilmen über die eigenen Sehnsüchte und Lebensfragen nachdenken – dazu lädt die Citypastoral „grüßgott“ wieder nach der Messe am Sonntag, 30. Juni, in das Astra-Theater, Teichstraße 2, in der Essener Innenstadt ein. Um 20.30 Uhr wird unter dem Motto „Kirche geht Kino“ der Film „Das Ende ist erst der Anfang“ gezeigt.

In dem schwarzhumorigen Krimi ist das Paar Esther und Willy auf der Flucht vor einem Haufen von skurrilen Gestalten: Die beiden Schnüffler Cochise und Gilou wollen Willys Handy orten, um ihn aufzuspüren. Außerdem suchen die Männer in einer nahegelegenen Lagerhalle nach den Tätern, die die Frau ihre Chefs angegriffen haben. Zu allem Überfluss gesellt sich noch ein Mann dazu, der sich selbst Jesus nennt und Wundmale an den Händen aufweist. Auf der Berlinale 2016 bekam der Film den Preis der Ökumenischen Jury.

Jeden letzten Sonntag im Monat lädt die Citypastoral „grüßgott“ zum gemeinsamen Kinoabend ein. Der Gottesdienst im Dom beginnt jeweils um 19 Uhr. Die ausgewählten Filme haben einen Bezug zum Gottesdienst und vertiefen Gedanken der Predigt. Der Eintritt zum Film kostet 7 Euro, bei einigen Filmen plus Überlängenzuschlag.

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news-18295 Thu, 20 Jun 2019 15:10:00 +0200 Rund 1000 Gläubige bei Fronleichnamsprozession https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/rund-1000-glaeubige-bei-fronleichnamsprozession/ Zentrale Fronleichnamsprozession in der Essener Innenstadt. Auch die Evangelische Stadtkirche beteiligte sich. Singend und betend sind am Donnerstag rund 1000 Menschen zusammen mit Bischof Franz-Josef Overbeck durch die Straßen der Essener City gezogen und der Monstranz mit der geweihten Hostie gefolgt. Strahlender Sonnenschein und angenehm-sommerliche Temperaturen begleiteten die Teilnehmer der Fronleichnamsprozession vorbei an Grillo-Theater, Kennedy-Platz, Gertrud-Kirche, Viehofer Platz bis hin zur evangelischen Marktkirche.

Zum zweiten Mal nahm auch die evangelische Stadtkirche aktiv an der Prozession teil: Die evangelische Superintendentin Marion Greve begrüßte die Prozessionsteilnehmer mit Bischof Overbeck vor der Marktkirche. "Als Christinnen und Christen in unserer Stadt zeigen wir gemeinsam Gesicht und zeigen, was uns trägt: die grundlegende Verbundenheit in Christus – auch wenn uns unterschiedliche Verständnisse vom Abendmahl weiter herausfordern", sagte die Superintendentin Greve.

Am Fronleichnamsfest (mittelhochdeutsch: „Leib des Herrn“) feiern die Katholiken die bleibende Gegenwart Jesu Christi in den Gaben von Brot und Wein, dem sogenannten Sakrament der Eucharistie – und das seit dem 13. Jahrhundert immer am 60. Tag nach Ostern. Eine Zeit lang wurde das Fest auch als prunkvolle Abgrenzung zur evangelischen Kirche genutzt. Daher sei es ein außergewöhnliches Zeichen der Ökumene, dass „wir bewusst die Nähe zu unseren evangelischen Geschwistern suchen und gemeinsam Gott um den Segen für die Stadt bitten“, so der Domkapitular Michael Dörnemann.

Bischof Overbeck nahm in seiner Predigt im Gottesdienst auf dem Burgplatz Bezug auf das diesjährige Motto des evangelischen Kirchentags: „Was für ein Vertrauen“. Vertrauen sei eine starke innere Kraft, die uns ermögliche, auf vielfache Weise gut und in Frieden miteinander leben zu können. „Als Christen sind wir davon überzeugt, dass dies nie nur aus eigener Kraft sondern vor allem im Vertrauen auf Gott von ihm selbst gewirkt wird.“ Zueinander Vertrauen zu schaffen und Gott zu vertrauen gehöre daher zu den wichtigsten Aufgaben des christlichen Lebens. Mit Blick auf die wundersame Brotvermehrung im Tagesevangelium verwies der Bischof auf das unerschütterliche Vertrauen der Jünger in Jesu. „Gott handelt in der Gegenwart und in der Zukunft. Es geht darum, warum es sich lohnt, auf Jesus zu vertrauen“, so der Bischof weiter. Dieses Vertrauen lebe davon, Gott alles zuzutrauen, gerade auch in den Schwierigkeiten des Alltags. Die Gegenwart Jesu, die am Fronleichnamsfest gefeiert werde, stärke und ermutige für den weiteren Weg. „Ich wünsche mir, dass nicht das Misstrauen und das verloren gegangene Vertrauen das letzte Wort behalten, sondern das echte Vertrauen“, sagte der Bischof zum Abschluss seiner Predigt.

Einen besonderen und besonders farbenfrohen Akzent verliehen der Prozession die zahlreichen kirchlichen Gruppen in Erstkommunionkleider, Messdienergewändern oder Chorkleidung, in den Uniformen der Eucharistischen Ehrengarden und den landestypischen Trachten der muttersprachlichen Gemeinden. Die Italiener, Spanier, Kroaten, Polen, Syrer, Koreaner, Afrikaner und die chaldäischen Gemeinden trugen zudem Fürbitten in ihren eigenen Sprachen vor.

Der Mädchenchor am Essener Dom, die Domsingknaben und der Domchor gestalteten die Prozession, die Segensstationen an Gertrud- und Marktkirche musikalisch gemeinsam mit einem Bläserensemble.

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news-18294 Wed, 19 Jun 2019 14:59:03 +0200 Ruhrbischof: Greifbarer Strukturwandel dank Spezial-Werkstoffen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ruhrbischof-greifbarer-strukturwandel-dank-spezial-werkstoffen/ Bischof Franz-Josef Overbeck besucht IngPuls GmbH in Bochum. „Hier wird Strukturwandel konkret“, mit diesen Worten zeigte sich Bischof Franz-Josef Overbeck begeistert von der IngPuls GmbH, die in Bochum-Werne auf eine zehn-jährige Erfolgsgeschichte mit mittlerweile 50 Mitarbeitenden zurückblicken kann. Bei seinem Besuch war er beeindruckt von der Hochtechnologie made in Bochum: „Ingpuls ist ein hervorragendes Beispiel für unternehmerischen Mut, den es braucht, um eine überzeugende Produktidee zu entwickeln und dann auch vor Ort umzusetzen.“

IngPuls hat sich auf die Herstellung von Formgedächtnislegierungen (auch „Memorymetalle“ genannt) spezialisiert – also Metalle, die sich an ihre ursprüngliche Form „erinnern“ können und sich bei einer bestimmten Temperatur wieder zurück formen. Die drei Unternehmensgründer Christian Großmann, André Kortmann und Burkhard Maaß demonstrierten dem Ruhrbischof anschaulich die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser „intelligenten Werkstoffe“. Die Produkte werden aus den unterschiedlichsten Branchen nachgefragt, von der Automobilindustrie bis zur Medizintechnik.

Am Standort in Bochum-Werne ist in den letzten Jahren eine komplette Produktionslinie für FGL entstanden. Damit verbinden die drei Gründer auch ein klares Bekenntnis zur Stadt. „Wir identifizieren uns alle drei stark mit der Region, finden hier aber auch die geeigneten Rahmenbedingungen“, betont Dr. Christian Großmann, der auch auf die gute Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum verweist.

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news-18293 Wed, 19 Jun 2019 11:20:23 +0200 20 Jungen werden bei den Domsingknaben aufgenommen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/20-jungen-werden-bei-den-domsingknaben-aufgenommen/ Kapitelsamt am Sonntag, 30. Juni, um 10 Uhr im Essener Dom. Mit einer feierlichen Messe werden am Sonntag, 30. Juni 2019, 20 Jungen in den Chor der Essener Domsingknaben aufgenommen. Sie sind zwischen sieben und neun Jahre alt und kommen aus dem ganzen Stadtgebiet, von Katernberg bis Bredeney.

Für die Aufnahme in den Chor haben sie sich im vergangenen Schuljahr intensiv vorbereitet: Neben allgemeiner Musiklehre und dem Erlernen der lateinischen „Missa de angelis“ standen Einzelstimmbildung und wöchentliche Chorproben auf dem Stundenplan am Nachmittag. Nach erfolgreicher Prüfung in Gesang und Musiktheorie wird ihnen Dompropst Thomas Zander das Versprechen abnehmen und ihnen die Plakette der goldenen Madonna überreichen, mit der sie dann ganz offiziell zu den Domsingknaben gehören.

Beim Kapitelsamt am Sonntag, 30. Juni, um 10 Uhr werden die neuen Domsingknaben dann Felix Medelssohn Bartholdys „Jauchzet dem Herrn“ und Heinrich Schütz‘ „Aller Augen“ singen.

Der Leiter der Domsingknaben, Harald Martini, weist daraufhin, dass sich noch weitere Jungen für die beginnende Vorschule der Domsingknaben im September Jungen anmelden können (harald.martini@bistum-essen.de / 0201-2204-427).

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news-18280 Wed, 19 Jun 2019 09:05:00 +0200 Sommerfest und Flohmarkt am Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/sommerfest-und-flohmarkt-am-essener-dom/ Ein kulturelles Programm, Interviews und Gespräche, einen Flohmarkt sowie einen Gottesdienst und exklusive Führungen können Besucher des Sommerfestes am Essener Dom am 29. Juni 2019 erleben. Unter dem Motto „genial sozial“ finden am Samstag, 29. Juni, ab 10 Uhr das Sommerfest am Essener Dom statt. Neben dem Flohmarkt, Infoständen und einem Café mit Waffeln und Kuchen wird auf der Bühne des Domhofs den ganzen Tag Programm geboten.

Um 11 Uhr präsentiert der Mädchenchor des Essener Doms seine Musik, ab 12 Uhr gibt es den Mittagsimpuls, anschließend offenes Singen und Gespräche mit Mitarbeitern, die rund um den Dom tätig sind. Auch der Zauberkünstler Rufus Grey tritt auf der Bühne des Domhofs auf. Ab 17.30 Uhr feiert Citypastor Bernd Wolharn eine Messe auf dem Domhof. Um 19 Uhr spielt die Band „Be Sound“ dort ein Konzert mit Rock-, Pop-, und Jazzstücken.

Von 11 bis 15 Uhr gibt es außerdem Führungen hinter die Kulissen des Domschatzes, in den Bischofsgarten, in den Turm der Anbetungskirche St. Johann, auf die Orgel, in die Domsakristei oder die Kapelle der Goldenen Madonna. Karten gibt es für zwei Euro jeweils 30 Minuten vor Beginn im Domschatzfoyer. Der Erlös geht an die Partnerprojekte von „genial sozial“: Das Gemeinwohlarbeitszentrum Die Boje und die Hilfswerke missio Aachen und Adveniat. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren bekommen kostenlosen Eintritt. In direkter Nachbarschaft findet auch das Weinfest in der Essener Innenstadt statt.

„Genial sozial“ ist das Motto des Fests, zu dem die Essener Citypastoral „grüßgott“, der Essener Domschatz und die Abteilung Weltkirche und Mission des Bistums Essen einladen. Es stehe für die Genialität des Doms als Bauwerk mit seinen einzigartigen Kunstwerken und die soziale Arbeit der Kirche, die mit diesem Bauwerk immer verbunden war und auch für die Citypastoral stehe.

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news-18288 Wed, 19 Jun 2019 09:00:00 +0200 Ökumenischer Stadtkirchentag in Gladbeck https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/oekumenischer-stadtkirchentag-in-gladbeck/ "erfüllt" - unter diesem Motto laden die Evangelische und Katholische Kirche in Gladbeck am 29. Juni 2019 zu einem Ökumenischen Stadtkirchentag ein. Im Zuge des 100-jährigen Stadtjubiläums laden die Evangelische und Katholische Kirche in Gladbeck am 29. Juni 2019 zu einem Ökumenischen Stadtkirchentag ein. Unter dem Motto „erfüllt“ haben die beiden Kirchen von 10.00 – 17.00 Uhr ein buntes Programm rund um die Lambertikirche und den Goetheplatz vorbereitet. Nach der musikalischen Eröffnung durch den internationalen Freundschaftschor erwartet die Besucher von 11.00 – 12.00 Uhr ein Podiumsgespräch, bei dem die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. Annette Kurschus, mit Staatssekretär Dr. Edmund Heller, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, und dem Pastoraltheologen Prof. Dr. Matthias Sellmann, Katholische Fakultät der Universität Bochum, ins Gespräch kommt.

Am Nachmittag versorgt der Kabarettist Kai Magnus Sting die Besucherinnen und Besucher mit einer großen Portion guter Laune. Den Abschluss des Tages bildet ein Ökumenischer Gottesdienst, bei dem eine Ökumenische Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet wird. (ja)

Das Programm des Ökumenischen Stadtkirchentages:

  • 10.00 – 10. 30 Musikalische Eröffnung (Lambertikirche)
  • 10.00 – 12.00 Jugendaktion (Goetheplatz)
  • 10.00 – 12.00 Aktion für Kinder im Kindergartenalter (Lambertikirche)  
  • 10.30 – 11.00 Schola Canentium, Begrüßung und Eröffnung (Lambertikirche)
  • 11.00 – 12.00 Podiumsgespräch (Lambertikirche)
  • 12.15 – 13.15 Tafel mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Gladbecker Innenstadt
  • 13.00 – 15.45 Fortsetzung der Jugendaktion (Goetheplatz)
  • 13.15 – 14.00 Orgelkonzert mit den Kirchenmusikern (Lambertikirche)
  • 14.00 – 15.00 Kabarett (Lambertikirche)
  • 15.00 – 15.30 Trommelmusik (Lambertikirche)
  • 16.00 – 17.00 Ökumenischer Gottesdienst (Lambertikirche)

Mehr Informationen unter: www.erfuellt.org

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news-18292 Tue, 18 Jun 2019 15:38:29 +0200 Sommersammlung von Caritas und Diakonie https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/sommersammlung-von-caritas-und-diakonie/ Caritas und Diakonie sammeln unter dem Motto „Zeichen setzen“ Spenden vom 22. Juni bis 13. Juli Ehrenamtliche der Kirchengemeinden der Bistums Essen werden vom 22. Juni bis 13. Juli wieder Spender zu Hause besuchen und Geld für die Caritas sammeln. Das Sammlungsmotto dieses Jahr heißt „Zeichen setzen“.

Sabine Depew, Direktorin der Caritas im Bistum Essen wirbt für die Sammlung: „Wir, die Caritas im Bistum Essen, haben uns die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in unserm Bistum auf die Fahne geschrieben. Unter dem Stichwort ‚Ruhrgebietsstrategie‘ wollen wir neue Antworten auf soziale Fragen von Armut, Benachteiligung und Not finden. Denn Menschen in Bedrängnis gibt es bei uns nach wie vor, und man möchte fast meinen, es würden mehr anstatt weniger.“ Und sie bedankt sich bei den Spenderinnen und Spendern für Ihren Beitrag wie auch bei den aktiven Sammlerinnen und Sammlern, die die Spender zu Haus aufsuchen.

Die Sammlerinnen und Sammler können sich mit einem Dokument ausweisen, das in Verbindung mit dem Personalausweis gültig ist. Dieses ist vom örtlichen Caritasverband und der örtlichen Pfarrei gestempelt.

Zur Aufteilung der Spenden: Die Hälfte der Spenden verbleibt für die Caritasarbeit in den Kirchengemeinden, 30 Prozent gehen an die örtlichen Caritasverbände, die Caritas im Ruhrbistum bekommt 20 Prozent. Sie unterstützt damit die Orts- und Fachverbände, die Einrichtungen und Dienste in ihrer Arbeit. Gefördert werden vor allem Fachbereiche, die praktische soziale Arbeit leisten.

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news-18291 Mon, 17 Jun 2019 10:35:21 +0200 44. Aussiedler-Wallfahrt nach Kevelaer mit Bischof Overbeck https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/44-aussiedler-wallfahrt-nach-kevelaer-mit-bischof-overbeck/ Ruhrbischof predigte zum Thema Heimat: „Gott zeigt uns nicht nur, wo wir herkommen sondern auch, wohin wir gehen“. Der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat in Kevelaer gemeinsam mit Aussiedlern und Vertriebenen, die nun im Bistum Essen leben, einen festlichen Gottesdienst gefeiert. Bereits zum 44. Mal hatten sich die Aussiedler am 16. Juni auf den Weg zur Gottesmutter gemacht, wie Pfarrer Gregor Myrda anmerkte. Er ist in Essen als Seelsorger Ansprechpartner für die Aussiedler.

In seiner Predigt griff der Bischof immer wieder das Thema Heimat auf. „Heimat und Ursprung zu kennen, heißt zu wissen, woher wir kommen und wonach wir suchen. Das wissen Sie, die Sie ihre Heimat verlassen haben oder aus ihr vertrieben wurden, besonders gut“, wandte er sich an die Aussiedler. Zum Dreifaltigkeitssonntag legte Overbeck dar, dass Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist für Heimat und Ursprung stehen kann.

Bischof Predigt über den Begriff Heimat

In seinem Leben habe Jesus immer wieder deutlich gezeigt, dass er vom Vater stammt – mit jedem Kreuzzeichen, das mit dem Vater beginnt, würden sich auch die Christen zu ihrem Ursprung bekennen. Das gebe Sicherheit – durch den Glauben könne Gott wie eine Burg sein, in der man Sicherheit findet und sich festhalten kann. „In der Welt, in der wir leben, ist es ein großes Geschenk, sich an seinen Ursprung zu erinnern und zu wissen, wohin wir gehören“, betonte der Ruhrbischof. Den Weg zu Gott und auch zu den Menschen gehen die Gläubigen über Jesus, erklärte Overbeck. Von seiner Geburt bis hin zu Tod und Auferstehung zeige sein Leben, dass sich die Menschen in jeder Situation an ihn halten können.

Der Heilige Geist sei ein guter Geist des Vertrauens. „Mich besorgt“, sagte der Bischof, „mir welchen Ungeistern wir heute leben müssen, den Ungeistern der Abschottung, der Lüge und der Angst.“ Diese gebe es im privaten wie im öffentlichen Leben. Doch „der Geist, der uns zu Gott führt, ist der gute Geist des Mutes und der Zuversicht“, betonte er. Er forderte die Gläubigen in Kevelaer auf, an die eigene Lebensgeschichte zu denken aber auch an die vielen Millionen, die aus verschiedenen Gründen heute auf der Flucht sind oder vertrieben wurden. Trotz Vertreibung und Flucht könne einem Christen der Glaube an den dreifaltigen Gott und damit das Wissen um seine Heimat und seinen Ursprung nicht genommen werden. „Was für ein Segen, dass wir diese Heimat haben, die uns niemand nehmen kann. Gott zeigt uns nicht nur, wo wir herkommen sondern auch, wohin wir gehen“, sagte Overbeck schließlich.

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news-18290 Mon, 17 Jun 2019 10:16:04 +0200 Neuer Termin: „Dimension Domorgel“ mit jungem Star-Pianisten Frank Dupree https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/neuer-termin-dimension-domorgel-mit-jungem-star-pianisten-frank-dupree/ Konzert am Mittwoch, 19. Juni, wird verschoben. Domorganist Sebastian Küchler-Blessing lädt nun am Mittwoch, 10. Juli, zum Jubiläum seiner ungewöhlichen Konzertreihe. Wegen Krankheit verschoben: Der Pianist und Dirigent Frank Dupree ist am Mittwoch, 10. Juli 2019, um 19.30 Uhr im Essener Dom zu Gast, wenn Domorganist Sebastian Küchler-Blessing zum Jubiläumskonzert seiner Reihe „Dimension Domorgel“ einlädt. Ursprünglich sollte das Konzert am Mittwoch, 19. Juni, stattfinden. Seit fünf Jahren präsentiert Küchler-Blessing diese an bundesweiten Kathedralen einzigartige Konzertreihe, bei denen er sein Spiel an der Rieger-Orgel mit immer wieder anderen Kunstformen verbindet. So hat er zu Pantomime, Stummfilm oder Tanz musiziert und gemeinsam mit hochklassigen Künstlern der verschiedensten Musiksparten gespielt. Oft gibt Küchler-Blessing, selbst erst Anfang 30, dabei jungen Musiker-Talenten Gelegenheit zu diesen ungewöhnlichen Auftritten.

Flügel steht im Dom zwischen dem Kapitelsgestühl

So wie dem 1991 geborenen Dupree, der auf einem Flügel zwischen dem Kapitelsgestühl im Dom spielen wird, während Küchler-Blessing an der Orgel sitzt und mit Dupree über Bildschirme und Videokameras in Verbindung steht. Am Vorabend von Fronleichnam hat Küchler-Blessing für das Konzert das Thema „Opferung“ ausgesucht. Es gibt Werke von Johann Sebastian Bach – den Rätselkanon aus dem Musikalischen Opfer, das Choralvorspiel „In dir ist Freude“ und das Klavierkonzert f-moll – in einer Fassung für Klavier und Orgel César Francks Prélude, Fugue et Variation op. 19, aus dem Livre du Saint-Sacrement von Olivier Messiaen das Offrande et Alleluia final sowie Le Sacre du Printemps von Igor Strawinsky in einer Fassung für Klavierduo.

„Eine der größten Musikbegabungen des Jahrhunderts“

Dupree sei „sicherlich eine der größten Musikbegabungen des Jahrhunderts, sagt Küchler-Blessing. Der Pianist, Dirigent, Schlagzeuger und Komponist gewann den Opus Klassik (Nachfolger des „Echo Klassik“) und ist einziger Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2014. Er konzertiert als Pianist und Dirigent weltweit mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra und trat unter anderem bereits in der Elbphilharmonie und der Tonhalle Zürich auf. Seit seiner Jugend praktiziert Dupree das „play/direct“: Er dirigiert Klavierkonzerte direkt vom Klavier aus.

Der Eintritt zum „Dimension Domorgel“-Konzert ist frei, Spenden sind erwünscht. Nach Beginn des Konzerts, das insgesamt rund 65 Minuten dauert, ist kein Zugang zum Dom mehr möglich.

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news-18289 Sat, 15 Jun 2019 19:38:51 +0200 Senioren-Wallfahrt nach Stiepel https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/senioren-wallfahrt-nach-stiepel/ Weihbischof Ludger Schepers spendet Krankensalbung für rund 1300 Senioren, die gemeinsam Gottesdienst auf dem Innenhof des Stiepeler Klosters feierten „Es war wieder so schön!“ Helene Herbers, Seniorin aus der Pflegeeinrichtung St. Elisabeth in Ennepetal brachte es mit einem Satz auf den Punkt, was viele am Samstag, 15. Juni 2019, auf dem Klosterhof dachten: Gemeinsam mit knapp 1300 anderen Teilnehmern war sie zur 13. Seniorenwallfahrt im Bistum Essen zum Kloster Stiepel gepilgert, um dort Gottesdienst zu feiern und das Sakrament der Krankensalbung zu erhalten. Von der heiligen Messe, in der Weihbischof Ludger Schepers als Hauptzelebrant fungierte, war sie genauso begeistert wie von der großen Gemeinschaft, die sie dort erfahren durften.

Schepers, der bereits im letzten Jahr den außergewöhnlichen Wallfahrtsgottesdienst in Stiepel gefeiert hatte, verband in seiner Predigt das Veranstaltungsmotto „Herr, wohin sollen wir gehen?“ mit dem Tagesevangelium von der Hochzeit zu Kana und dem Marienkloster Stiepel. „Wohin sind wir als Kinder gegangen, wenn es uns nicht gut ging? Zur Mutter. Wer hat als erste die Nöte des Brautpaares im heutigen Evangelium wahrgenommen und sich gekümmert? Die Mutter. Und deshalb ist die hl. Mutter Maria, die in Stiepel – und im ganzen Bistum Essen – eine besondere Verehrung erfährt, eine gute Adresse, wohin wir uns nun im Alter mit unseren Schwächen und Gebrechen wenden dürfen! Sie gibt Trost und Kraft!“

Schepers Dank galt in besonderer Weise dem „Stiepeler Kreis“, der sich seit vielen Jahren für die Wallfahrt engagiert und sich mit viel Einsatz um die Organisation der Veranstaltung kümmert, die die größte ihrer Art in Deutschland ist.

Spirituelle Erfahrungen ermöglichen

Engagierte Führungskräfte aus Altenpflegeeinrichtungen im Bistum Essen hatten die Idee zu dieser Wallfahrt, um den Bewohnenden und Patienten eine besondere spirituelle Erfahrung zu ermöglichen. „Das Konzept hat sich seit Jahren bewährt“, resümiert Meinolf Roth von der Theresia Albers Stiftung und Mitglied im „Stiepeler Kreis“. „Viele der Menschen, die bei uns leben, freuen sich seit Wochen auf die Wallfahrt – sonst haben sie ja auch kaum eine Möglichkeit, noch an solchen Großveranstaltungen teilzunehmen!“

Gemeinschaft, die zu Herzen geht

Das bestätigte auch Weihbischof Schepers nach dem Gottesdienst: „Ich habe heute in besonderer Weise wahrgenommen, wie sehr es die Menschen bewegt, in einer solch großen Gemeinschaft Gottesdienst zu feiern. Das geht ihnen im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen!“ Auch das gemeinschaftliche Mittagessen im großen Kreis sei von besonderer Bedeutung, weil es in dieser Form außergewöhnlich und eine beeindruckende Erfahrung sei.

Die leckere Erbsensuppe wurde gemeinsam von der „kfd St.Marien“ und erstmals von der KJG der örtlichen Pfarrei ausgeschenkt und von zahllosen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern verteilt. Georg Gal, Geschäftsführer der Essener Nikolaus Groß GmbH, die mit drei Pflegeeinrichtungen nach Stiepel gekommen war, zollte diesem Engagement seinen Respekt: „Ohne diese vielen Helferinnen und Helfer, die sich in den Dienst der guten Sache stellen, wäre eine Veranstaltung wie diese einfach undenkbar!“ Schließlich muss der sichere Transport der oftmals gehbehinderten Menschen ebenso gewährleistet werden wie die Versorgung mit Getränken oder die Hilfe beim Toilettengang.

Doch der Dank der Teilnehmenden ist Organisatoren und Helfern sicher: Marion Maczkowiak aus dem Essener Papst Leo Haus war zum ersten Mal in Stiepel dabei und sichtlich beeindruckt: „Das alles hat mir sehr gut getan, ich bin froh, dass ich mitgefahren bin, auch wenn ich auf den Rollstuhl angewiesen bin …“

Auch andere Teilnehmer waren sichtlich ergriffen: „Wenn ich mir vorstelle, dass das alles für uns Alte gemacht wird – dieses riesige Zelt, das uns vor Regen und Sonne schützt, das Bergbau-Orchester, das für uns spielt, dann bin ich einfach nur dankbar“, meinte der 84-jährige Hannes Weber aus Bochum, der mit seinen Fingern den gesegneten Handschmeichler bewegte, den alle Teilnehmer als Erinnerungsstück zum Abschluss des Gottesdienstes geschenkt bekamen.

Neuauflage im kommenden Jahr

Insgesamt nahmen an der Wallfahrt 28 Pflegeheime und -dienste teil, wobei die Hattinger Theresia Albers Stiftung und die Katholische Pflegehilfe aus Essen die größten Kontingente stellten. Zum Ende des Gottesdienstes wurde schließlich zur Neuauflage im kommenden Jahr eingeladen: „Wir freuen uns, wenn am 6. Juni 2020 wieder ganz viele Menschen hier nach Stiepel zur Wallfahrt kommen, meinte Sandra Evers, die vonseiten des Klosters für die Veranstaltung zuständig ist. „Stiepel und die „Schmerzhafte Mutter“ sind eine Reise wert!“

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news-18286 Fri, 14 Jun 2019 12:19:11 +0200 Generalvikar Pfeffer betont Bedeutung christlicher Themen in den Medien https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/generalvikar-pfeffer-betont-bedeutung-christlicher-themen-in-den-medien/ Gemeinsam mit der ehemaligen Politikerin Ingrid Matthäus-Maier, der Wissenschaftlerin, Autorin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Lale Akgün sowie Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, diskutierte Generalvikar Klaus Pfeffer über die Rolle von Religion und Weltanschauungen in den Medien. Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer hat die Thematisierung der christlichen Religion in den Medien verteidigt. Da das Christentum einen hohen Anteil in der deutschen Bevölkerung habe, dürfe sich das auch in den Medien widerspiegeln, sagte der gelernte Journalist bei einer Diskussion zum Thema "Um Gottes Willen? Religion und Weltanschauung in den Medien" am Freitag in Köln. Die Religion dürfe "nicht aus der öffentlichen Meinung verschwinden".

Dagegen betonte das WDR-Rundfunkratsmitglied Ingrid Matthäus-Maier, Deutschland sei keine christliche Gesellschaft mehr. Es gebe zunehmend auch Muslime und konfessionslose Menschen. Das werde in der medialen Berichterstattung nicht ausreichend berücksichtigt. Pfeffer warnte davor, die Kirche in die Hinterzimmer zu verdrängen, da dies fundamentalistische Strömungen stärken könne.

Bei der Podiumsdiskussion im Rahmen des „5. Kölner Forum für Journalismuskritik“ des Deutschlandfunks wurde Kritik laut, dass die beiden christlichen Kirchen trotz sinkender Mitgliederzahlen mit Verkündungssendungen oder in Rundfunkräten überrepräsentiert seien. Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, sagte, dass der religiöse Hintergrund vieler Sendungen in Fernsehen und Radio zu wenig diskutiert werde, was wiederum Auswirkungen auf die öffentliche Debatte bei Themen wie der Sterbehilfe habe. Moderiert wurde das Podium von der Journalistin Christiane Florin.

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news-18285 Fri, 14 Jun 2019 11:03:09 +0200 Im Gespräch über die wichtigen Fragen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/im-gespraech-ueber-die-wichtigen-fragen/ Michael Schlagheck wechselt nach über zwei Jahrzehnten als Direktor der Katholischen Akademie Die Wolfsburg in Mülheim in den Ruhestand. Nachfolgerin wird seine bisherige Stellvertreterin Dr. Judith Wolf. Seinen Abschied hatte er bereits im vergangenen Jahr angekündigt – und damit viele überrascht. Typisch für einen, der sich nie gerne hat treiben lassen, schon gar nicht von Renteneintrittsdaten, der seine Lebensplanung immer gerne selbst bestimmt und mit seiner Entscheidung zum vorzeitigen Ausscheiden einmal mehr vorgegebene Bahnen verlassen hat. Und doch fällt es schwer, sich die „Wolfsburg“, die katholische Akademie des Bistums Essen, künftig ohne ihren langjährigen Direktor Michael Schlagheck vorzustellen. Ende Juni übergibt der 64-jährige promovierte Pädagoge sein Amt an seine langjährige Stellvertreterin Dr. Judith Wolf.

Keine Frage: Michael Schlagheck hat der „Wolfsburg“ während seiner 24-jährigen Amtszeit seinen Stempel aufgedrückt. Als Volkshochschule für katholische Bildungsbürger hat er die Akademiearbeit nie verstanden. Nicht nur am Puls der Zeit bleiben, sondern als kirchliches Bildungshaus voraus-denken. Das war stets der Anspruch von Michael Schlagheck. Im Gespräch bleiben. Über alle wichtigen Fragen. Ohne Tabus, ohne bereits fertige Antworten. Die christliche Perspektive in die Debatten einbringen und doch sich zugleich selbst anfragen zu lassen und so anschlussfähig zu halten, sich immer wieder neuen Themen, Herausforderungen und Entwicklungen zu stellen.

Für Schlagheck zeichnet sich katholische Akademiearbeit dadurch aus, „die Wirklichkeit aufmerksam wahrzunehmen, sich auf Pluralitäten einzustellen, mit Andersartigkeiten achtsam und respektvoll umzugehen“. So geben die Wolfsburg-Programme der zurückliegenden zwei Jahrzehnte ein beredtes Zeugnis der vielfältigen Entwicklungen und spannenden Veränderungsprozesse in Kirche, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur. Anspruchsvoll war er auch, wenn es darum ging, fachkundige, markante und profilierte Referentinnen und Referenten für die Veranstaltungen zu gewinnen. Kein Wunder, dass er die Zahl der Akademiebesucher und Gäste während seiner Amtszeit enorm steigern konnte. Kaum zu zählen sind auch die prominenten Persönlichkeiten, die Schlagheck als Gesprächspartner ins Haus holte und so die Akademie des Ruhrbistums weit über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt machte.

Nicht ohne Stolz verweist Schlagheck in diesem Zusammenhang auf sein großes Team, das ihn in den zurückliegenden Jahren unterstützt hat – und manches erst ermöglichte. Insbesondere die vielen Gespräche mit den Dozentinnen und Dozenten der „Wolfsburg“ werde er vermissen, sagt er. „Ein kreatives, leidenschaftliches Team, mit dem es großen Spaß machte, gemeinsam über den Weg der Kirche und der Gesellschaft nachzudenken.“

Doch nicht nur die Akademiearbeit hat sich während seiner Amtszeit verändert. Auch die Akademie selbst erlebte zahlreiche Wandlungsprozesse. Blieb auch die denkmalgeschützte Jugendstilfassade des Tagungshauses in Mülheim-Speldorf unverändert, so verantwortete Michael Schlagheck zahlreiche notwendige Renovierungen, Um- und Ausbauten. Durch den Zukauf eines benachbarten Gebäudes konnte sogar die Zahl der Gästezimmer erweitert werden. Besonders am Herzen lag Schlagheck die Neugestaltung der Akademiekapelle. „Diesen Gottesdienstraum werde ich ganz sicher vermissen. Ein Raum, der von Wort, Musik und Schweigen getragen ist – wohltuend zu den Wortfluten in Kirche und Gesellschaft.“

Konkrete Pläne für seinen neuen Lebensabschnitt hat der scheidende Akademiedirektor nicht. Er freue sich jetzt auf die Zeit mit seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern und er hoffe auf mehr Zeit für Freunde und fürs Ehrenamt, sagt er. „Und ich freue mich auf Vieles, von dem ich heute noch nichts weiß.“

Zur Person: Michael Schlagheck

  • Michael Schlagheck wurde 1955 in Gladbeck geboren und studierte nach dem Abitur Katholische Theologie und Anglistik für das Lehramt an der Universität Essen. Nach dem Ersten Staatsexamen studierte er an der Universität Essen Erwachsenenbildung, Politikwissenschaften und Kath. Theologie mit dem Abschluss als Diplompädagoge. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn setzte Michael Schlagheck seine Studien in den Fächern Erziehungswissenschaft, Psychologie und Christliche Gesellschaftslehre fort und promovierte mit einer Arbeit über die geistigen Wurzeln der Katholischen Akademiearbeit in Pädagogik und der theologischen Arbeit Romano Guardinis.
  • Vor seiner Tätigkeit in der Akademie arbeitete er als Assistent in einer Katholischen Studentengemeinde und später in verschiedenen Aufgabenfeldern des Bischöflichen Seelsorgeamtes Essen, zuletzt als Referent für Grundsatzfragen in der Leitung.
  • Seit 1995 ist er Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Essen Die Wolfsburg.
  • In den Jahren 2007 bis 2011 war Dr. Schlagheck Beauftragter des Bistums Essen für die Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Damit zeichnete er verantwortlich für die Entwicklung und Durchführung der zahlreichen kirchlichen Projekte in der Kulturhauptstadt.
  • Von 2001 bis 2011 war Dr. Schlagheck Berater der Kommission für soziale und gesellschaftliche Fragen der Deutschen Bischofskonferenz.
  • In der inhaltlichen Akademiearbeit widmet er sich u.a. mit verschiedenen Projekten dem Dialog von Theologie, Kultur und Psychoanalyse, dem Verhältnis von Gesellschaft, Staat und Kirche, pastoralen, internationalen und weltkirchlichen Fragestellungen sowie einem Forschungsprojekt zur Geschichte der Frauenstifte.
  • Über die Akademietätigkeit hinaus engagiert sich Dr. Schlagheck u.a. im Kuratorium der Duisburger Stiftung „Brennender Dornbusch“, als Kuratoriumsvorsitzender des Kirchhellener Jugendfördervereins „Philipp Neri“ und als Leiter des Augustinus-Forums der Stiftung der Neusser Augustinerinnen corunum.
  • Dr. Michael Schlagheck ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes.
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news-18287 Thu, 13 Jun 2019 16:00:00 +0200 Katholische Kirche mit rund 700 Teilnehmern beim Essener Firmenlauf https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/katholische-kirche-mit-rund-700-teilnehmern-beim-essener-firmenlauf/ Unter dem biblischen Motto „Die Letzten werden die Ersten sein“ waren Mitarbeiter aus Kitas, Schulen, Krankenhäusern, Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und der Bistumsverwaltung beim größten Firmenlauf im Ruhrgebiet mit dabei. Knapp 700 Frauen und Männer aus katholischen Einrichtungen in Essen waren am Mittwochabend, 12. Juni, mit dabei, als rund 13.000 Läufer aus 534 Unternehmen und Organisationen beim Essener Firmenlauf an den Start gegangen sind. Kindergärtnerinnen und Lehrer, Verwaltungsmitarbeiter und Priester, Ärztinnen und Pfleger, Teams aus sozialen Institutionen wie der Katholischen Pflegehilfe oder dem Kita-Zweckverband, Kirchengemeinden wie St. Ludgerus und Martin in Rüttenscheid oder speziellen Einrichtungen für Kinder, Senioren, Jugendliche oder behinderte Menschen wie das große Team des Franz-Sales-Hauses oder die Läuferinnen und Läufer vom Kettwiger Kinderheim St. Josefshaus hatten sich für die gut fünf Kilometer lange Strecke vom Essener Aalto-Theater durch Rüttenscheid bis zum Grugapark angemeldet.

Zusammengenommen stellen die katholischen Einrichtungen damit auch beim 9. Essener Firmenlauf eine größere Mannschaft als die größten Konzerne der Stadt. Die größten Einzelteams der Katholiken stellen der Kita-Zweckverband, die Katholische Pflegehilfe, das Franz-Sales-Haus und die „Bistum Essen“-Mannschaft des Bischöflichen Generalvikariats. Mit ihren magentafarbenen Trikots macht das Bistums-Team zudem allen Mitläufern Mut: Auf den Rücken prangt das bekannte Bibel-Zitat „Die Letzten werden die Ersten sein“.

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news-18284 Thu, 13 Jun 2019 14:43:59 +0200 Overbeck: Die Demokratie muss Bereitschaft zu Kompromissen ausbauen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/overbeck-die-demokratie-muss-bereitschaft-zu-kompromissen-ausbauen/ Ruhrbischof Overbeck ruft bei einem Podium in der Katholischen Akademie in Bayern zu mehr Kompromissbereitschaft in der Demokratie auf und macht sich tugendhafte Menschen stark. Tugenden wie Anstand und Wahrhaftigkeit, Respekt vor Andersdenkenden, Kompromissbereitschaft und Geduld seien notwendig für eine freiheitliche Ordnung, so Bischof Franz-Josef Overbeck bei der Veranstaltung "Demokratie in Deutschland. Wer unsere Ordnung fördert und fordert". Darüber lohne es sich zu streiten, zudem brauche es Menschen, die im "tugendlichen Sinne" aufrecht gingen. Als Beispiel nannte er die Klimaaktivistin Greta Thunberg: "Als Störenfried ist sie eine Tugendheldin. Sie fördert die Demokratie, weil sie uns alle herausfordert", so der Ruhrbischof am Mittwochabend bei der Veranstaltung in München in der Katholischen Akademie in Bayern. Zudem ermunterte Overbeck dazu, das Thema „Volksabstimmungen in Deutschland“ gründlich zu prüfen. Länder wie etwa die Schweiz, wo dieses politische Instrument eingesetzt werde, hätten eine andere Geschichte, erinnerte. Welche Entwicklungen solche Abstimmungen nehmen könnten, sei beim Brexit in Großbritannien zu beobachten.

Mehr Bereitschaft zu Kompromisse in der Demokratie

Der Ruhrbischof verwies darauf, dass Menschen widersprüchlich seien. Um das Einzel- und das Gemeinwohl in einer Gesellschaft im Gefüge zu halten, brauche es zivilgesellschaftliche Gruppen wie die Kirchen. Diese machten bei Schieflagen darauf aufmerksam und mobilisierten auch Leute dafür. Die Parteiendemokratie müsse sich weiter entwickeln, um die Freiheit zu schützen. Dabei zeigte Overbeck sich überzeugt, dass in der Demokratie noch mehr die Tugend des Kompromisses gelernt werden müsse. Denn Regierungskoalitionen bestünden künftig wohl nicht mehr nur aus zwei, sondern aus drei Parteien. (kna, ja)

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news-18283 Thu, 13 Jun 2019 14:06:11 +0200 Generalvikar Pfeffer wirbt in Duisburg dafür, Neues zu wagen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/generalvikar-pfeffer-wirbt-in-duisburg-dafuer-neues-zu-wagen/ Klaus Pfeffer spricht beim Jahresempfang der Stadtkirche Duisburg über die Zukunft der Kirche im Ruhrgebiet. Er sieht die aktuelle Krise als Chance, dass „endlich mal gestritten wird, Gläubige mutiger werden und Frauen gegen Benachteiligungen aufstehen.“ Den Kopf aufrichten und nach vorne schauen, dafür hat der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer in seinem Vortrag beim Jahresempfang der katholischen Stadtkirche Duisburg geworben. Unter dem Titel „Die alte Zeit ist zu Ende - Neues sprießt bereits!“ sprach er vor zahlreichen Vertretern aus Kirche, Politik und Stadtgesellschaft in der gut besuchten Josefskirche am Dellplatz und griff dabei einige Leitgedanken des diesjährigen Bischofswortes von Franz-Josef Overbeck auf.

Pfeffer zeigte an verschiedenen Beispielen, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten durch einen unumkehrbaren Kulturwandel viele bislang selbstverständliche Ordnungen verändert und aufgelöst hätten. Glaube sei in einer pluralen, freiheitlichen Gesellschaft eine Option neben anderen. Daher müsse jede Religion die Freiheit der Menschen respektieren. „Es gibt keinen Automatismus früherer Jahrzehnte, der Menschen in die Kirchen selbstverständlich hinein sozialisiert“, so der Generalvikar. „Darauf sind wir weder vorbereitet, noch haben wir dafür Rezepte.“ Der Generalvikar sah diese Entwicklung aber keinesfalls negativ. Die Freiheit der Menschen sei das höchste Gut, sie verlange aber von jeder Religion, mit der Kraft des Argumentes, des Dialogs und der Verständigung für sich zu werben.

Pfeffer machte keinen Hehl daraus, dass die Kirche gegenwärtig in einer großen Krise stecke. Aber genau darin sieht er auch ihre große Chance: „Endlich wird gestritten. Endlich werden Gläubige mutiger und haben keine Angst mehr, zu sagen, was sie denken. Wir fangen an, ernsthaft und persönlich darüber zu sprechen, woran wir glauben können und wollen. Endlich stehen Frauen auf und sagen, dass sie keine katholische Benachteiligung  mehr wollen. Und: Endlich experimentieren wir und probieren wir aus.“

Religiöse Vielfalt in der Stadt Duisburg

Engagiert warb der Generalvikar für eine offene Debatte innerhalb der gesamten Gesellschaft zu Fragen von Werten, Religion und Glaube. Dabei verwies er auf gute Beispiele in Duisburg: Die Sorge um den Bestand der katholischen Schulen habe zu teilweise bewegenden Glaubensgesprächen geführt. „Es ist vielen Menschen eben nach wie vor nicht egal, wie wir in unserer Gesellschaft heute leben, worauf wir setzen, woran wir glauben“, so Pfeffer.

Im Blick auf die religiöse Vielfalt in der Stadt Duisburg lobte der Generalvikar auch die Initiativen zum Dialog zwischen Konfessionen und Religionen: „Glaubende Menschen müssen zusammenrücken“, bekräftigte er und warnte zugleich vor all den Kräften, die Verständigung verhindern wollen. Aktuell erwähnte er den massiven Druck, der aus extrem-konservativen kirchlichen Kreisen auf einige Veranstaltungen von Christen und Muslimen anlässlich des Fastenbrechens während des Ramadan ausgeübt wurde. „Lassen Sie sich nicht einschüchtern von denen, die auf Abschottung, Spaltung oder gar Feindschaft unter den Religionen setzten“, appellierte der Generalvikar unter großem Beifall.

In seinem Vortrag warb der Generalvikar dafür, mutig Neues auszuprobieren, ohne sich von konservativen oder teilweise fundamentalistischen Kräften ausbremsen zu lassen. Beispielhaft nannte er die Jugendkirche Tabgha, die vor vielen Jahren in Oberhausen als eines der ersten Projekte dieser Art an den Start gegangen ist und in nächster Zeit an den Duisburger Dellplatz wechseln wird. „Damals löste eine Jugendkirche noch viel Sorge und Skepsis aus – heute sind sie in Deutschland weit verbreitet“, meinte Pfeffer und zeigte sich für Duisburg optimistisch: „Tabgha passt wunderbar zum pulsierenden Viertel am Dellplatz in unmittelbarer Nähe zu mehreren Schulen!“

"Heiliger Geist, lass es krachen!"

Der Generalvikar ermutigte zum Ende seines Vortrags die Zuhörer dazu, offen wahrzunehmen und darüber zu sprechen, wo etwas Neues sprieße, das Hoffnung mache  - und nicht den alten, vermeintlich besseren, Zeiten hinterher zu trauern. Theologisch schlug er damit die Brücke zum Pfingstfest am vergangenen Wochenende: Das Christentum habe mit Sturm und Feuer, mit Aufregung und Aufbruch angefangen. Und vor allem mit der Lust von begeisterten Menschen, etwas Neues zu wagen. Wenn sich Menschen von der Botschaft Jesu Christi im Herzen berühren lassen, bewirkten sie Großes. Ganz im Sinne eines Pfingstgebets, dass der Generalvikar zum Abschluss zitierte: „Heiliger Geist, lass es krachen!“

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news-18278 Thu, 13 Jun 2019 11:22:00 +0200 Mut, Leidenschaft und Spaß: "Denkbar" zu Finanzquellen für Kirchenarbeit https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/mut-leidenschaft-und-spass-denkbar-zu-finanzquellen-fuer-kirchenarbeit/ Mut haben, um Geld zu bitten. Konkrete Ideen gut präsentieren. Mit Spaß Geld geben. Rund 120 Haupt- und Ehrenamtliche im Bistum Essen haben bei der „Denkbar“ über alternative Finanzquellen für ihre Kirchenarbeit diskutiert. Gespendet haben sie fast alle schon. Auch Birgit Sponheuer, Gerhardt Dittscheidt und Klaudia Wilde. „Vor drei Wochen hat sich ein Freund zum Geburtstag Spenden für ein Kinderhospiz gewünscht. Das fand ich gut, weil ich mit dem Thema etwas anfangen konnte“, sagt Wilde. Gerhardt Dittscheidt spendet regelmäßig für die Sternsinger, da gingen die Kinder gerne hin, das kenne man eben aus der Gemeinde. Birgit Sponheuer gibt ihr Geld für die Caritas. „Weil es eine Haustürkollekte ist, die Menschen kennt man persönlich. Und aus der Nummer kommt man halt auch nicht so leicht raus“, sagt sie und lacht.

 „Wir sind es gewohnt für die Armen zu betteln, aber nicht für uns“

Spendengewohnheiten, die Pfarrer Vincent Graw in seinem Vortrag zum Thema Fundraising und Drittmittelaquise bei der zehnten „Denkbar“ des Bistums Essen als stereotypisch einstuft: Für bedürftige Menschen in weit entfernten Regionen spenden die Menschen gerne, für die eigene Gemeinde sehr selten. Auch fehle der katholischen Kirche der Mut, für die eigenen Aktionen vor Ort um Spenden zu bitten. „Wir sind es gewohnt für die Armen zu betteln, aber nicht für uns“, sagt Graw, erklärt exemplarisch: „Bei besonderen Kollekten für Hilfswerke wirft man auch mal fünf Euro rein, bei der Sonntagskollekte landen dann nur 50 Cent im Klingelbeutel.“

Seit zwei Jahren ist er Pfarrer der Oberhausener Gemeinde Herz-Jesu, macht oft die Erfahrung: „Wir müssen die Leute darauf stoßen, dass wir irgendwie bedürftig sind.“ Aus eigener Initiative machte er eine Ausbildung zum Thema Fundraising, um in seiner Gemeinde nicht immer nur das Sparen zu fokussieren. Graw ist überzeugt: „Fundraising ist Friendraising. Wer Geld sammeln möchte, muss Beziehungsarbeit leisten, Kontakte zu Sponsoren und Spendern knüpfen, aus ihrer Sicht lernen.“

Die eigene Idee schnell und konkret rüberbringen, den Sponsor überzeugen

Diese Sicht des Großsponsors, der sein Geld in kirchliche Projekte investiert, präsentiert an diesem Denkbar-Abend Gregor Lipperheide – Vorstand der Düsseldorfer cocus-AG. Als Unternehmer spendet er regelmäßig. „Es ist wichtig, die eigene Idee schnell und konkret rüberzubringen, um den Sponsor zu überzeugen – direkt beim ersten Mal“, weiß er. „Die Zeiten, in denen gesagt wird ‚ist für die Kirche, für einen guten Zweck‘ - die sind vorbei.“

Sponsoring sei für ihn als Unternehmer eine echte Leidenschaft, müsse Spaß machen. Man müsse voll hinter den Projekten stehen, in die man sein Geld investiert, sich vor Ort ein Bild der finanziellen Notlage machen. Lipperheide ist überzeugt: „So können wir in der katholischen Kirche Zukunft gestalten, anstatt dabei zu helfen, Abschiede zu verzögern.“ Auch er fordert die Zuhörer des Abends auf, mutig zu sein, offen nach Spenden für ihre Kirchenprojekte zu fragen. „Ich mache mir Sorgen um unsere Gesellschaft - dass das Christsein vor die Hunde geht. Aber ich bin mir sicher, dass ich nicht der einzige Unternehmer bin, der etwas dagegen tun möchte.“

Finanzierungsideen für den neuen Kirchplatz oder zukunftsfähige Kirchenräume

Mut fassen, Ideen für die eigene Kirchenarbeit mitnehmen und mehr über gelungene Beispiele erfahren konnten die Besucher der Denkbar – einer Veranstaltungsreihe des Bistums, die bei jedem Termin eine andere aktuelle Frage in der Arbeit der Kirchengemeinden thematisiert – schließlich an insgesamt neun Infoständen, die im Saal des Altenessener Zentrums für Kooperation und Inklusion verteilt waren. Mitarbeiter des Bistums Essen, Bankangestellte oder Ehrenamtliche erklärten etwa, welche rechtlichen Hürden und Chancen es bei der Gründung eines Fördervereins gibt, wie spenden einfach und unkompliziert über Onlineplattformen gesammelt werden können oder warum es sinnvoll ist, im eigenen Stadtteil Netzwerke zu gründen.

Stefanie Holtermann steht an einem der Stände, informiert sich über den Innovationsfond des Bistums. Die 38-Jährige besucht zum ersten Mal einen Denkbar-Abend, ist Schatzmeisterin im neuen Förderverein ihrer Gemeinde in Witten. „Wir wollen unseren Kirchplatz umgestalten, ich möchte einfach mal schauen, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt und wie Andere das so machen“, erzählt sie. „Offen über Geld zu sprechen, ist auch bei uns immer noch schwierig.“ Auch für Andrea Denno ist der Denkbar-Abend eine gute Chance, Ideen mitzunehmen, um die Kichenräume ihrer Gemeinde mit dem Pfarreientwicklungsprozess zukunftsfähig zu machen. Weit tragen muss sie diese nicht: Sie ist im Kirchenvorstand der Altenessener Gemeinde St. Johann Baptist - direkt nebenan.

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news-18281 Thu, 13 Jun 2019 11:09:27 +0200 Pfarrer Alter spricht im Wort zum Sonntag über "völlig verrückte Kirchen" https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pfarrer-alter-spricht-im-wort-zum-sonntag-ueber-voellig-verrueckte-kirchen/ In seinem kurzen TV-Beitrag am Samstag um 23.35 Uhr in der ARD widmet sich der Essener Priester "völlig verrückten Kirchen" und spricht über die Bedeutung von Kirchbauten für die Gesellschaft. Über „völlig verrückte Kirchen“ spricht der Essener Pfarrer Gereon Alter in seinem nächsten „Wort zum Sonntag“ am Samstagabend im ARD-Fernsehen. Alter thematisiert dabei Kirchen, die nicht von gestern sind, sondern dem heutigen Menschen etwas zu sagen haben. In seinem kurzen TV-Beitrag um 23.35 Uhr spricht Pfarrer Alter zudem darüber, warum ein zeitgemäßer Kirchbau wichtig für unsere Gesellschaft ist.

Online ist der Beitrag bereits ab 18 Uhr – und auch später noch – unter www.daserste.de/wort zu sehen.

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news-18277 Tue, 11 Jun 2019 13:34:30 +0200 Fronleichnams-Prozession mit Bischof Overbeck https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/fronleichnams-prozession-mit-bischof-overbeck/ Die Feier beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst draußen auf dem Burgplatz. Anschließend führt die Prozession an Segensstationen vorbei durch die Essener Innenstadt. Die Essener Stadtprozession am Fronleichnamstag mit Bischof Franz-Josef Overbeck beginnt am Donnerstag, 20. Juni, um 10 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst auf dem Burgplatz am Dom. Die Musik gestalten der Mädchenchor am Essener Dom, die Domsingknaben und der Domchor gemeinsam mit einem Bläserensemble.

Im Anschluss an den Gottesdienst gegen 11 Uhr zieht die traditionelle Fronleichnams-Prozession durch die Innenstadt: Vom Dom aus über I. Dellbrügge – Theaterplatz – II. Hagen – Schwarze Horn – I. Weberstraße, Rottstraße. Im unteren Teil der Rottstraße biegt sie links ab, umrundet die St. Gertrud-Kirche über den Viehofer Platz und biegt über den Pferdemarkt auf die Viehofer Straße Richtung Flachsmarkt ein. Segensstationen werden an St. Gertrud und an der evangelischen Marktkirche sein. Den Schlusssegen erteilt Bischof Overbeck wieder auf dem Burgplatz.

Neben zahlreichen Gläubigen aus den Essener Gemeinden werden wieder zahlreiche katholischen Christen aus den muttersprachlichen Gemeinden erwartet. Im Bistum Essen sind italienische, spanische, polnische, kroatische, koreanische, syrische und afrikanische Katholiken beheimatet. (cs)

Das Stichwort: Fronleichnam

Das Wort Fronleichnam stammt vom mittelhochdeutschen „fron“ („Herr“) und „lichnam“ („lebendiger Leib“). Das Hochfest Fronleichnam liegt immer am ersten „freien“ Donnerstag nach der Osterzeit und den Pfingsttagen – so feiert die katholische Kirche das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern vom Gründonnerstag mit einem eigenen Festtag. Die Katholiken verehren an diesem Tag in der Hostie das Altarsakrament, das ihnen als Zeichen für die bleibende Gegenwart Jesu Christi gilt. Seit dem 13. Jahrhundert wird als sichtbares Zeichen für diesen Glauben das eucharistische Brot, die Hostie, in einem Schaugefäß, der Monstranz, durch die Straßen getragen.

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news-18271 Tue, 11 Jun 2019 09:00:00 +0200 Bistum wirbt auf dem Evangelischen Kirchentag für Ökumene https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-wirbt-auf-dem-evangelischen-kirchentag-fuer-oekumene/ Bischof Overbeck diskutiert auf zwei Podien. Zukunftsbildprojekte stellen sich im Katholischen Forum vor. Chormusical "Martin Luther King" in der Westfalenhalle. Wenn sich am Fronleichnams-Wochenende Zehntausende Christen in Dortmund zum 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag treffen, sind auch zahlreiche Vertreter aus dem katholischen Ruhrbistum mit dabei. So spricht Bischof Franz-Josef Overbeck am Donnerstag, 20. Juni, zwischen 15 und 17.30 Uhr auf dem Podium „Europa – Verantwortung und Herausforderung für die Kirche“ in der Heilig-Kreuz-Kirche. Overbeck ist Vize-Präsident der Kommission der katholischen Bischofskonferenz der EU (COMECE) und diskutiert unter anderem mit dem grünen Europa-Abgeordneten Sven Giegold und dem Präsidenten des Europäischen Forums der Nationalen Laienkomitees, Peter Annegarn, über das Thema „Auf dem Weg zu einem europäischen Kirchentag.

Ebenfalls am Donnerstag gibt es zudem ein Wiedersehen und –hören mit dem großen ökumenischen Chormusical Martin Luther King. In der Westfalenhalle dirigiert der Bischöfliche Kirchenmusikbeauftragte Stefan Glaser ab 20 Uhr gemeinsam mit zwei Kollegen insgesamt 2400 Sängerinnen, die die Geschichte des amerikanischen Pastors und Bürgerrechtlers erzählen.

Musikalisch beteiligen sich auch am Samstag Vertreter des Bistums am Kirchentagsprogramm: Ab 11 Uhr moderiert der Leiter der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Essen, Jörg Stephan Vogel, im „Zentrum Kirchenmusik“ gemeinsam mit dem Bundeskantor im Christlichen Sängerbund, Christoph Zschunke, das Podium „Gregorianik meets Gospel – interaktiv“. Mit dabei ist dann auch die von Vogel geleitete Choralschola des Essener Domchors.

Was wurde aus den Ökumene-Aufbrüchen im Reformationsjahr?

Die Ökumene in Nordrhein-Westfalen steht am Samstag, 22. Juni, von 11 bis 12.30 Uhr im Katholischen Forum auf dem Programm, wenn das Podium „Ökumene 2.0 – Neuaufbrüche nach 2017“ auf die Entwicklungen nach den ökumenischen Vereinbarungen im Reformationsjahr fragt. 2017 hatte das Ruhrbistum mit den evangelischen Landeskirchen im Rheinland und in Westfalen den „Aufruf ,Ökumenisch Kirche sein‘“ unterzeichnet und damit neue Wege in der Zusammenarbeit eröffnet. Über die Auswirkungen spricht Bischof Overbeck mit der rheinischen Oberkirchenrätin Barbara Rudolph und dem westfälischen Oberkirchenrat Ulrich Möller.

Ökumene-Zentrum im Katholischen Forum

Mit einem gemeinsam Programm im Katholische Forum lenken die Bistümer Paderborn, Essen und Münster sowie die Evangelische Landeskirche von Westfalen gem4einsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in NRW während des gesamten Kirchentags den Blick auf die Ökumene. So geht es am Donnerstag ab 16.30 um „Ökumenische Kirchenzentren“ – dann stellen die katholische Gemeindereferentin Sabine Lethen und der evangelische Pfarrer Rolf Brandt gemeinsam das geplante ökumenische Kirchenzentrum in Essen-Gerschede vor. Ebenfalls im Katholischen Zentrum präsentiert am Freitag, 21. Juni, ab 11 Uhr der Bochumer Pastoralreferent Alexander Jaklitsch zusammen mit der evangelischen Pfarrerin Eva-Maria Ranft das Konzept der Segensfeiern für Neugeborene – ein vielerorts ökumenisch getragenes Zukunftsbildprojekt des Bistums Essen. Ebenfalls ein Zukunftsbildprojekt sind die Popkantoren des Ruhrbistums, die ab 16.30 Uhr gemeinsam mit evangelischen Kollegen das Konzept der „Praise & Worship“-Musik vorstellen und nicht nur zur Diskussion, sondern auch zum gemeinsamen Singen einladen. Alle drei Veranstaltungen moderiert der Ökumene-Referent des Bistums Essen, Volker Meißner.

Generalvikar Klaus Pfeffer eröffnet am Samstag, 22. Juni, den Tag um 9.30 Uhr mit einer Bibelarbeit in St. Ewaldi – während Bischof Overbeck diesen letzten Programm-Tag des Kirchentags ab 22.30 Uhr im „domicil“ mit dem kabarettistischen Tagesrückblick „Late Night“ beschließt. Neben Overbeck ist bei diesem auch von Katholikentagen bekannten Format dann unter anderem die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs mit dabei.

Mehr als 2000 Veranstaltungen – Abschlussgottesdienst im Stadion

Der Kirchentag in Dortmund beginnt am Mittwochnachmittag, 19. Juni mit mehreren parallelen Eröffnungsgottesdiensten in der Innenstadt (Ostentor, Hansaplatz und Friedensplatz) und einem anschließenden Abend der Begegnung. Bis Samstagabend gibt es im Kirchentags-Programm über 2000 Veranstaltungen, bevor das Fest am Sonntag, 23. Juni, mit einem Freiluft-Gottesdienst im Stadion von Borussia Dortmund endet.

Für den Besuch von Podien, Workshops und allen anderen geschlossenen Programmpunkten müssen Besucher Eintrittskarten kaufen – es gibt Tages- oder Dauerkarten, entweder online auf kirchentag.de oder an verschiedenen Vorverkaufsstellen in Dortmund.

Die Programmpunkte mit Bistums-Beteiligung im Überblick:

Donnerstag, 20. Juni:

  • Podium „Europa – Verantwortung und Herausforderung für die Kirche“, 15 bis 17.30 Uhr, Heilig-Kreuz-Kirche, Liebigstr. 49
  • Werkstatt „Ökumenische Kirchenzentren“, 16.30 bis 18 Uhr, Katholisches Forum, Propsteihof 10
  • Chormusical „Martin Luther King“, 20 bis 22.15 Uhr, Westfalenhalle, Rheinlanddamm

Freitag, 21. Juni:

  • Werkstatt „Segensfeiern für Neugeborene“, 11 bis 12.30 Uhr, Katholisches Forum, Propsteihof 10
  • Werkstatt „Hallelujah – Your Love is Amazing. Praise and Worship konfessionsverbindend mit evangelischen und katholischen Popkantoren“, 16.30 bis 18 Uhr, Katholisches Forum, Propsteihof 10

Samstag, 22. Juni

  • Bibelarbeit mit Generalvikar Pfeffer, 9.30 bis 10.30 Uhr, St. Ewaldi, Egbertstr. 15.
  • Podium „Gregorianik meets Gospel – interaktiv“, 11 bis 13 Uhr, St. Nicolai, Lindemannstr. 70
  • Podium „Ökumene 2.0 – Neuaufbrüche nach 2017“, 11 bis 12.30 Uhr, Katholisches Forum, Propsteihof 10
  • Kabarettistischer Tagesrückblick „Late Night, 22.30 bis 23.30 Uhr, domicil, Konzertsaal (1. Obergeschoss), Hansastraße 7-11.

Das Programm des Ökumene-Zentrums im Katholischen Forum gibt es hier.

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news-18276 Mon, 10 Jun 2019 12:52:06 +0200 Erwachsenen-Firmung im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/erwachsenen-firmung-im-essener-dom/ 15 Erwachsene zwischen 20 und Mitte 30 wurden am Pfingstmontag im Essener Dom gefirmt. Vorbereitung bei einem gemeinsamen Wochenende und individuellen Gesprächen. 15 Erwachsene haben am Pfingstmontag im Essener Dom von Weihbischof Ludger Schepers das Sakrament der Firmung erhalten. Zuvor haben die Firmbewerber aus Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen, Gladbeck, Mülheim und Oberhausen sich bei einem gemeinsamen Wochenende im Jugendhaus St. Altfrid mit ihrem Lebensweg und ihrem Glauben auseinandergesetzt.

„Die meisten Firmanden machen sich aufgrund außergewöhnlicher Lebensereignisse Gedanken über ihren Glauben und lassen sich deswegen firmen“, beobachtet Nicolaus Klimek, Referent für Glaubenskommunikation im Bistum Essen, der zusammen mit Steffi Gruner, Seelsorgerin für junge Erwachsene, die Gruppe auf die Firmung vorbereitet hat. Es gebe immer auch den einen oder die andere, die vor allem wegen ihrer bevorstehenden Hochzeit die Firmung nachholen wollten und die Vorbereitungszeit dann als Gewinn für sich erlebten. Kirchlich heiraten könne man in Deutschland allerdings in der Regel auch, ohne gefirmt zu sein.

Die Männer und Frauen zwischen 20 Jahren und Mitte 30 hätten oft wenig oder keinen Kontakt zu ihrer Pfarrgemeinde und nähmen deshalb gern das Angebot an, über das Vorbereitungswochenende hinaus bei individuellen Treffen mit einem Begleiter „bei sich selbst aufzuräumen, bevor sie Gott im Sakrament der Firmung begegnen“, so Klimek. Dabei hätten die jungen Leute die aktuellen Veränderungsprozesse im Bistum Essen positiv aufgenommen. „Die Kirche ist viel lockerer, als ich vorher gedacht habe“, war ein Fazit zur Firmvorbereitung. 

Erwachsene, die sich für die nächste Firmung interessieren, erhalten Informationen bei Nicolaus Klimek, Telefon 0201 / 2204 280, nicolaus.klimek@bistum-essen.de.

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news-18275 Sun, 09 Jun 2019 10:00:00 +0200 Overbeck: „Es geht neu um den Menschen“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/overbeck-es-geht-neu-um-den-menschen/ In seiner Pfingstpredigt nennt der Essener Bischof die Kirche Anwältin der Menschlichkeit in Zeiten gesellschaftlichen Umbruchs In einer Zeit massiver gesellschaftlicher und kirchlicher Umbrüche sieht der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck die Rolle der Kirche darin, die Perspektive der Menschlichkeit wachzuhalten. „Es geht neu um den Menschen! Es geht neu um die Gemeinschaft aller, mit denen wir leben“, sagte Overbeck in seiner Pfingstpredigt im Essener Dom. Zu Fragen der Digitalisierung, Ökonomie, Wissenschaft und Technik, aber auch zu ethischen Fragen rund um das Zusammenleben in Gemeinschaften könne die Kirche in den gegenwärtigen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozessen einen wichtigen Beitrag leisten: „Nach manchem Sturm ist nichts mehr, wie es war. Eine neue Zeit bricht an! Das Alte ist vergangen! Dabei gibt es Reste, die noch in die neue Zeit hineinreichen. Darum gilt es, Übergänge zu gestalten, aufmerksam und demütig, aber eben entschieden nach vorne zu gehen“, so Overbeck.

Der Sturm der Veränderungsprozesse betreffe auch die Kirche. Die Einsichten und Konsequenzen, die sich aus dem Missbrauchsskandal ergäben, irritierten viele Menschen. Dennoch sei die Kirche im Bistum Essen entschieden nach vorn unterwegs. Die deutsche Kirche müsse auf ihrem „Synodalen Weg“ angemessene Umgangsformen für Konflikte finden, um unterschiedliche, komplexe Denkansätze zuzulassen, zu diskutieren und zu verbindlichen Vereinbarungen zu gelangen. Denn sowohl auf lokaler Ebene in den Pfarreien als auch in nationalen, europäischen und Weltmaßstäben sei die Kirche jetzt schon ausgesprochen vielgestaltig, so Overbeck. Das notwendige Gemeinsame der katholischen Kirche zu wahren und zugleich kulturelle Verschiedenheit zuzulassen, werde Herausforderung und Chance zugleich sein.

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news-18274 Fri, 07 Jun 2019 20:50:00 +0200 Markus Nowag im Essener Dom zum Priester geweiht https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/markus-nowag-im-essener-dom-zum-priester-geweiht/ Bischof Overbeck: Kirche braucht den glaubwürdigen, mitten in der Welt lebenden Priester. In einem festlichen Gottesdienst hat Bischof Franz-Josef Overbeck den Essener Markus Nowag am Freitagabend im Essener Dom zum Priester geweiht. Der 34-jährige Nowag stammt aus der Pfarrei St. Joseph in Katernberg, hatte zunächst als Marktleiter einer Supermarktkette gearbeitet und sich im Jahr 2013 entschieden, die Priesterausbildung im Spätberufenen-Seminar St. Lambert in Lantershofen zu beginnen. Sein Jahr als Diakon verbrachte er zuletzt in St. Marien in Schwelm, als Kaplan wird er nach der Priesterweihe in St. Laurentius in Essen-Steele eingesetzt.

In seiner Predigt ermutigte Bischof Overbeck Nowag zum Bleiben – einerseits in der inneren Verbundenheit mit Jesus Christus, andererseits bei den Menschen seiner konkreten Pfarrei und bei der Ortskirche von Essen. Als Priester werde Nowag oft gebeten, treu, verlässlich und achtsam bei jemandem zu bleiben, der sonst allein wäre. Ebenso werde er an einer Sache dran bleiben müssen, auch wenn man zeitweise eher verzweifelt ausharre, prophezeite der Bischof seinem neuen Priester.

Kirche braucht den glaubwürdigen, mitten in der Welt lebenden Priester

Gerade in Zeiten, in denen vielen Menschen das Bleiben in der Kirche schwer werde angesichts abgründiger Strukturen des kirchlichen Lebens, sei das Aushalten eine hohe Kunst. „Sie braucht den glaubwürdigen, mitten in der Welt lebenden Priester“, sagte Overbeck in seiner Predigt. Dabei gehe es nicht um den Selbsterhalt der Institution Kirche, sondern um den Auftrag Jesu, in Verbindung mit ihm und bei den Menschen zu bleiben. Overbeck ist überzeugt, dass heute eine mutige Kirche gebraucht wird, die sich schnell und radikal wandelt. Die Männer und Frauen, die sich für die Kirche engagierten, spielten in diesem Prozess eine bedeutsame Rolle, ebenso aber auch die kritischen Fragensteller, die die Kirche provozierten, Dinge zu verändern.

Am Pfingstmontag um 10 Uhr wird Markus Nowak in seiner Heimatgemeinde St. Joseph in Essen-Katernberg seine erste heilige Messe, die sogenannte Heimatprimiz, feiern. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zur Begegnung. Am Nachmittag nach der Dankandacht um 16 Uhr erteilt Nowak den Einzelprimizsegen.

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news-18273 Fri, 07 Jun 2019 14:33:39 +0200 Bischof und Oberbürgermeister wünschen von Ruhrkonferenz konkrete Ergebnisse https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-und-oberbuergermeister-wuenschen-von-ruhrkonferenz-konkrete-ergebnisse/ Treffen im Essener Bischofshaus plädiert für Fortschritte insbesondere bei den Themen Bildung, Mobilität und soziale Gerechtigkeit. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck setzt sich mit Stadtoberhäuptern aus dem Ruhrgebiet für Ergebnisse der Ruhrkonferenz ein, die zu strukturpolitisch wirksamen Maßnahmen führen. „Wichtig ist die Breitenwirkung der Ergebnisse“, betonte Overbeck am Freitag bei einem Treffen mit Oberbürgermeistern und der Direktorin des Regionalverbands Ruhr (RVR) im Essener Bischofshaus. Die Ruhrkonferenz sollte sich „den Alltagsproblemen der Menschen vor Ort zuwenden“, so Overbeck, der selbst Mitglied im Beirat der von der Landesregierung initiierten Konferenz ist. Nötig seien vor allem Fortschritte bei den großen Themen Bildung, Mobilität und soziale Gerechtigkeit.

Die Entwicklungen im Kita-Bereich, insbesondere mit Blick auf die Reform des nordrheinwestfälischen Kinderbildungsgesetzes „KiBiz“, waren das zweite große Thema der Runde im Bischofshaus. Mirja Wolfs, Geschäftsführerin des Kita-Zweckverbands im Bistum Essen, betonte: „Die Frage nach der strukturellen Wirksamkeit von politischen Maßnahmen fängt bei der frühkindlichen Bildung an. Sie legt die Grundlage für allen weiteren Schritte.“ Gleichwohl werde es unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen gerade für kirchliche Träger noch schwieriger, kostendeckend zu arbeiten. Nichtdestotrotz hob Bischof Overbeck Fragen der Bildungsgerechtigkeit als zentrales Thema insbesondere im Ruhrgebiet hervor: „Frühkindliche Bildung ist eine gesamtgesellschaftlich Aufgabe, zu der wir als Kirche auch weiterhin unseren Beitrag leisten wollen“, sagte der Bischof.

Plädoyer für die frühkindliche Bildung

An dem Gespräch im Bischofshaus nahmen auch die Weihbischöfe Ludger Schepers und Wilhelm Zimmermann sowie Generalvikar Klaus Pfeffer teil. Bereits seit einigen Jahren treffen sich die Stadtoberhäupter und Landräte der Ruhrbistums-Kommunen sowie RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel mit den Kirchenvertretern, um sich auf Einladung des Ruhrbischofs über aktuelle Themen auszutauschen

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news-18272 Fri, 07 Jun 2019 09:37:35 +0200 Bistum Essen trauert um Prälat Albert Kaußen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-essen-trauert-um-praelat-albert-kaussen/ Der gebürtige Duisburger war Pfarrer in fünf Pfarreien des Ruhrbistums, lange im Generalvikariat tätig und rund 20 Jahre Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Am Mittwoch ist er im Alter von 90 Jahren in Bottrop gestorben. Nach langer schwerer Krankheit ist Prälat Albert Kaußen, langjähriger Präses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Essen, am Mittwoch, 5. Juni, gestorben. Am Freitag wäre Kaußen 91 Jahre alt geworden. Zuletzt lebte er in einem Bottroper Seniorenzentrum.

Als Pfarrer arbeitete der 1953 geweihte Priester bis 1998 in insgesamt fünf Essener Gemeinden. Kaußens besonderes Anliegen war es, die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter in ihrer Arbeit für eine lebendige Nachfolge Christi zu ermutigen und zu stärken. Gleichzeitig bemühte er sich in seinen rund 20 Jahren als Diözesanpräses darum, die Verantwortung der KAB für Gesellschaft und Politik zu stärken. Mit großem Engagement setzte er sich zudem für die Seligsprechung von Nikolaus Groß ein und bemühte sich um eine starke Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Kattowitz und dem Essener Bistum.

Rektor des B.M.V.-Klosters in Holsterhausen

Albert Kaußen wurde am 7. Juni 1928 in Duisburg-Beeck geboren. Nach Heimkehr aus Kriegsgefangenschaft nahm er 1947 das Theologiestudium auf und wurde am 21. März 1953 im Paderborner Dom zum Priester geweiht. Anschließend war Kaußen fünf Jahre Vikar in Hattingen. Im November 1958 kam er als Kaplan in die Pfarrgemeinde St. Elisabeth in Essen-Schonnebeck und begann 1963 als Assistent seine Tätigkeit im Bischöflichen Generalvikariat des fünf Jahre zuvor gegründeten Bistums Essen. Im selben Jahr wurde er Rektor des Klosters der Congegratio Beatae Mariae Virginis (B.M.V.), Träger des bekannten Gymnasiums in Essen-Holsterhausen. Im Generalvikariat übernahm Kaußen zunächst die Abteilungsleitung für die Territorialplanung und wechselte später in die Jugendpastoral, die Gemeinsame Sozialarbeit der Konfessionen und in die Sozialpastoral.

Engagiert im Seligsprechungsprozess für Nikolaus Groß

Von 1980 bis 1996 war Kaußen Pfarrer in St. Barbara in Essen-Mitte, von 1983 bis 1998 außerdem stellvertretender Dechant des Dekanats Essen-Mitte und seit 1986 Diözesanpräses der KAB im Bistum Essen. 1989 ernannte ihn Kardinal Franz Hengsbach zum Postulator im Seligsprechungsprozess für den aus Hattingen-Niederwenigern stammenden und von den Nationalsozialisten ermordeten Bergarbeiter und christlichen Gewerkschafter Nikolaus Groß. Zudem ernannte Papst Johannes Paul II. Kaußen im selben Jahr zum „Kaplan seiner Heiligkeit“. Ab 1998 war Albert Kaußen als Seelsorger im Ruhestand in der Pfarrei St. Lambertus in Essen-Rellinghausen tätig. Seit 2015 lebte er in einem Altenheim in Bottrop.

„Als Bischof weiß ich mich dem Verstorbenen in besonderer Weise verbunden und danke ihm für seinen langjährigen und engagierten Dienst im Bistum Essen“, schreibt Bischof Franz-Josef Overbeck im Totenbrief für Albert Kaußen. Requiem und Beisetzung finden auf Wunsch des Verstorbenen im engsten Familienkreis statt.

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news-18223 Thu, 06 Jun 2019 12:00:00 +0200 Aussiedler im Bistum Essen pilgern wieder nach Kevelaer https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/aussiedler-im-bistum-essen-pilgern-wieder-nach-kevelaer-1/ Zur jährlichen Bistumswallfahrt ins niederrheinische Kevelaer fahren die Aussiedler im Bistum Essen in diesem Jahr am Sonntag, 16. Juni mit Bischof Dr. Franz- Josef Overbeck Die alljährliche Bistumswallfahrt der Aussiedler im Bistum Essen nach Kevelaer begleitet am Sonntag nach Pfingsten, 16. Juni, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck. Der Tag beginnt um 9.30 Uhr mit dem Kreuzweg und einer anschließenden Prozession zum Kapellenplatz. Um 11.45 Uhr feiern der Bischof und Pastor Gregor Myrda, der Diözesaussiedlerseelsorger, gemeinsam mit den Aussiedlern ein Pontifikalamt in der Basilika. Die Wallfahrt endet mit einer Marienandacht in der Basilika um 16.00 Uhr. Eine Anmeldung zur Wallfahrt ist nicht erforderlich, die An- und Abreise muss jedoch jeder Teilnehmer selbst organisieren.

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