Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Thu, 22 Jan 2026 14:40:03 +0100 Thu, 22 Jan 2026 14:40:03 +0100 TYPO3 news-21033 Wed, 21 Jan 2026 16:56:20 +0100 Betroffenenbeirat und Bistumsleitung unterzeichnen gemeinsame Vereinbarung https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/betroffenenbeirat-und-bistumsleitung-unterzeichnen-gemeinsame-vereinbarung Mit einer neuen Vereinbarung zwischen dem Betroffenenbeirat und der Leitung des Bistums Essen erhält die Arbeit des unabhängigen Gremiums ein stabiles inhaltliches und finanzielles Fundament. Bistum unterstützt dessen Arbeit mit jährlich 105.000 Euro. Der vor einem Jahr neu gewählte Beirat der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Bistum Essen ‎hat mit Bischof Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet, ‎mit der die Arbeit des Gremiums für die laufende Amtsperiode ein stabiles inhaltliches und ‎finanzielles Fundament erhält. Der Betroffenenbeirat begleitet als Expertengremium die Arbeit des ‎Bistums Essen zur Aufarbeitung, Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt und bringt in ‎allen Fragen die Perspektive der Betroffenen ein. Das Gremium besteht derzeit aus sieben ‎Mitgliedern und arbeitet unabhängig.

Das Bistum Essen stellt dem Beirat in der laufenden ‎Amtsperiode bis einschließlich 2027 jährlich 105.000 Euro für seine Arbeit zur Verfügung. Mit ‎der Vereinbarung tritt zugleich eine Satzung in Kraft, die die konkreten Aufgaben des ‎Betroffenenbeirats beschreibt. Dazu gehören unter anderem der Einsatz für die Interessen aller Betroffener‎, die kritische Auseinandersetzung mit den Konzepten und der ‎konkreten Arbeit des Bistums Essen in Fragen der sexualisierten Gewalt sowie die Mitarbeit in der ‎Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt für Aufarbeitung (UAK).

Die ‎Satzung formuliert zudem die zentralen Ziele der Arbeit des Betroffenenbeirats: Das Gremium soll ‎‎„Licht ins Dunkelfeld der Missbrauchsaufarbeitung“ bringen und Betroffene sexualisierter Gewalt ‎unterstützen und ihnen helfen. Darüber hinaus soll der Betroffenenbeirat dafür Sorge tragen, dass im ‎Bistum Essen eine Erinnerungskultur entwickelt wird, „damit das Unrecht der sexualisierten Gewalt ‎nicht vergessen wird.“ 

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news-21032 Wed, 21 Jan 2026 11:08:27 +0100 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-100-5 Diakon Joachim Vogt, Pascal Sommer, Thomas Hellbach, Diakon Carsten Ossig Diakon Joachim Vogts Ernennung als Diakon im Hauptberuf an der Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen wurde bestätigt.

Pascal Sommer wurde, zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Kirchengemeinde St. Clemens in Oberhausen, mit Wirkung zum 1. Januar 2026 mit dem Dienst als Pfarrbeauftragter im Team mit dem Pfarrer in der Propsteipfarrei St. Clemens in Oberhausen beauftragt. Seine Ernennung als Pfarrbeauftragter ist zunächst befristet bis längstens zum 31. Dezember 2028.

Thomas Hellbach wurde, zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Verwaltungsleiter der Kirchengemeinde St. Cyriakus in Bottrop, mit Wirkung zum 1. Januar 2026 mit dem Dienst als Pfarrbeauftragter im Team mit dem Pfarrer in der Propsteipfarrei St. Cyriakus in Bottrop beauftragt. Seine Ernennung als Pfarrbeauftragter ist zunächst befristet bis längstens zum 31. Dezember 2028.

Diakon Carsten Ossig wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2026 als Diakon mit Zivilberuf der Propsteipfarrei St. Cyriakus in Bottrop ernannt.

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news-21031 Mon, 19 Jan 2026 13:58:33 +0100 Altfrid-Bruderschaft am Essener Dom: Über 1800 Stunden ehrenamtlicher Dienst https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/altfrid-bruderschaft-am-essener-dom-ueber-1800-stunden-ehrenamtlicher-dienst Beim Kapitelstag der Altfrid-Bruderschaft mit Bischof Franz-Josef Overbeck wurde deutlich, wie intensiv sich die Mitglieder in Seelsorge, Gästebegleitung und Gebet engagieren. Besonders stark gefragt waren sie zuletzt beim WDR2-Weihnachtswunder. Auf eine eindrucksvolle Jahresbilanz haben die Mitglieder der Essener Altfrid-Bruderschaft am Montag, 19. Januar, bei ihrem traditionellen Kapitelstag mit Bischof Franz-Josef Overbeck zurückgeschaut. Insgesamt 1808 Stunden haben die derzeit 15 aktiven Mitglieder im vergangenen Jahr ihren Dienst im und um den Essener Dom verrichtet, berichtet ihr Leiter Rudolf Verheyen – im Schnitt sind dies 120,5 Stunden pro Altfrid-Bruder. Unter ihrem Leitwort „Wachet und betet“ sind die Altfrid-Brüder meist zu zweit in Dom, Kreuzgang und Anbetungskirche unterwegs, um nach dem Rechten zu schauen, Gästen bei Fragen zu Architektur und Geschichte des Doms mit Rat und Hilfe zur Verfügung zu stehen und sich dem persönlichen Gebet zu widmen. Während des WDR2-Weihnachtswunders im Dezember waren sie besonders gefragt: Einerseits gab es deutlich mehr Gäste im Dom als sonst, andererseits waren sie zusammen mit Dompropst Michael Dörnemann, den Domsingknaben und dem Mädchenchor am Essener Dom selbst auf der Bühne des Glashaus-Studios zu Gast.

Neben ihrem Dienst während der regulären Öffnungszeiten des Doms gestalten die Altfrid-Brüder viele Gottesdienste im Essener Dom mit. Im vergangenen Sommer haben sie nicht nur drei neue Mitglieder aufgenommen, sondern auch den emeritierten Domkapitular Bernhard Lücking als ihren neuen Präses. Wer sich für ein Engagement in der Altfrid-Bruderschaft (die auch Frauen aufnimmt) interessiert, wendet sich per E-Mail an Rudolf Verheyen.

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news-21029 Sun, 18 Jan 2026 09:00:00 +0100 Overbeck stärkt in schwierigen Zeiten den Blick auf das Wesentliche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-staerkt-in-schwierigen-zeiten-den-blick-auf-das-wesentliche In seinem Wort zum neuen Jahr mahnt Bischof Overbeck Einschnitte in einer Kirche an, die zur Minderheitenkirche wird. Doch trotz zurückgehender Mitgliederzahlen und finanzieller Mittel bleibe der Auftrag der Kirche in der Gesellschaft bestehen. Angesichts schrumpfender Ressourcen und einer sich wandelnden Gesellschaft hat Bischof Franz-Josef Overbeck die Gläubigen des Bistums Essen in seinem Neujahrswort zu Realismus, Mut und verstärktem Zusammenhalt aufgerufen. „Wir werden uns schon sehr bald einer Realität stellen müssen, von der wir vielleicht ahnten, dass sie kommen würde – die wir aber dennoch viel zu lange ausgeblendet haben“, betonte Overbeck in seiner Botschaft, die in den Gottesdiensten des Wochenendes vorgelesen wurde. „Die Zahl der Kirchenmitglieder und unsere finanziellen Mittel für unseren Auftrag sind in den vergangenen Jahren schon stark zurückgegangen“, benennt der Bischof die finanziellen und strukturellen Herausforderungen, vor denen das Bistum Essen steht. Diese Entwicklung werde sich zuspitzen. „Weitere Einschnitte sind unvermeidbar, um zukunftsfähig zu bleiben“, so der Bischof.

Das Programm „Christlich leben. Mittendrin.“ solle helfen, „in kleiner werdender Zahl enger zusammenzurücken und christliches Leben für die Zukunft zu sichern – wenn auch in veränderter Form“. Der Bischof warnt davor, die Augen vor der Realität zu verschließen: „Wir müssen akzeptieren, dass wir zu einer Minderheitskirche in einer pluralen Gesellschaft werden.“ Doch gerade diese Einsicht könne den Weg ebnen, „mutig zusammenzustehen und uns auf das Wesentliche zu besinnen“. Der kirchliche Auftrag bleibe trotz schrumpfender Größe derselbe: „Salz der Erde und Licht der Welt zu sein. Entscheidend ist unser Vertrauen auf diese Zusage, nicht unsere Größe oder Finanzkraft.“

Trotz düsterer Aussichten auch hinsichtlich der vielen Krisen und Kriege in der Welt ruft Overbeck dazu auf, die Gegenwart „im Licht der Hoffnung“ zu betrachten. Die Kirche müsse ihr „soziales Gesicht“ zeigen und glaubwürdig für Gerechtigkeit und Frieden eintreten. „Wo wir unseren Glauben in tätiger Nächstenliebe leben, schaffen wir Vertrauen und überwinden Gräben“, schreibt der Bischof in seinem Neujahrswort. Er würdigt das Engagement vieler Gläubiger, die sich ehrenamtlich oder beruflich für Kranke, Arme und Ausgegrenzte einsetzen: „Ohne Christinnen und Christen und die Netzwerke der Kirche würde unserem Land etwas Wesentliches fehlen.“

Overbeck appelliert an die Gläubigen: „Bewahren Sie sich den Mut, Ihr Christsein hoffnungsvoll und engagiert zu leben!“ Die Frohe Botschaft Jesu Christi müsse „ins Heute“ übersetzt werden – „indem wir mit Worten und Taten Zeugnis für das Gute ablegen“. Nur so bleibe die Kirche auch in schwierigen Zeiten relevant.

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news-21030 Fri, 16 Jan 2026 11:56:06 +0100 Overbeck würdigt Gelsenkirchener Kinderhospiz Arche Noah: „Ein Haus des Lebens“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-wuerdigt-gelsenkirchener-kinderhospiz-arche-noah-ein-haus-des-lebens Kinderhospize schenken Familien Halt in schwersten Zeiten. Bischof Franz-Josef Overbeck würdigte in Gelsenkirchen die Arbeit des Kinderhospizes Arche Noah als Ort der Würde, der Nähe und des Lebens – und mahnte, den Schutz des Lebens nicht infrage zu stellen. Arche Noah verbindet in einzigartiger Weise Kinderhospiz- und Kurzzeitpflege. Die Kinderhospizarbeit in Deutschland leistet einen unverzichtbaren Beitrag für unheilbar kranke Kinder und ihre Familien – und steht doch vor großen ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Das betonte Bischof Franz-Josef Overbeck jetzt in seinem Vortrag beim Neujahrsempfang des Internationalen Unternehmerverbands RuhrStadt in Gelsenkirchen. Unter dem Leitwort „Den Tagen mehr Leben geben“ würdigte er die Arbeit des Gelsenkirchener Kinderhospizes Arche Noah als „Leuchtturmprojekt in unserer Region“ und warnte zugleich vor einer Relativierung des Lebensschutzes.

Overbeck betonte, dass die Kinderhospizarbeit eine junge Bewegung sei, die „in wenigen Jahrzehnten ungeheuer viel bewegt“ habe. 1982 habe die anglikanische Ordensschwester Mother Frances Dominica in Großbritannien mit dem Helen’s House das erste Kinderhospiz Europas eröffnet, bevor 1998 die Franziskanerinnen in Olpe mit dem Kinderhospiz Balthasar die erste Einrichtung in Deutschland ins Leben riefen. Dass gerade ein franziskanischer Orden dieses Projekt initiiert habe, sei kein ‎Zufall, so Overbeck: „In ‎Deutschland wurde die Kinderhospizarbeit maßgeblich von kirchlichen Akteurinnen und ‎‎Akteuren angestoßen. Die christliche Ordensspiritualität prägte das Konzept von Anfang an ‎mit ‎Werten wie Gastfreundschaft, Nächstenliebe und Hoffnung.“‎

Dies gelte auch für das Kinderhospiz Arche Noah in Gelsenkirchen, ein bundesweit einzigartiges Haus, das Hospiz und Kurzzeitpflege für schwerstbehinderte Kinder verbindet: „Ein Kinderhospiz ist kein Krankenhaus und kein Trauerhaus, sondern ein Haus des Lebens“, sagte der Bischof. Hier fänden Familien nicht nur medizinische und pflegerische Versorgung, sondern auch psychosoziale Begleitung, Therapieangebote und „Orte zum Aufatmen“.

Besonders hob Overbeck die „Pädagogik der Achtung“ hervor, die die Kinderhospizarbeit präge: Kinder werden als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten ernst genommen, die auch ihren Tod betreffen. Statt sie überzubehüten oder ihre Situation zu beschönigen, trete man ihnen „auf Augenhöhe“ gegenüber. „Das Kind hat ein Recht darauf, dass wir seine Endlichkeit ‎anerkennen – so schwer das fällt – ‎und dass wir es auf diesem Weg respektvoll begleiten“, so Overbeck. Diese Haltung sei „inklusiv und partizipativ“ und verändere das gesellschaftliche Bild vom Kind: „Ein sterbendes Kind ist nicht einfach ein tragisches Opfer, sondern ein Mensch mit eigener Würde und Geschichte.“

Ethische Grenzen: Keine aktive Sterbehilfe für Kinder

Angesichts internationaler Debatten um Sterbehilfe bei Minderjährigen positionierte sich Overbeck klar dagegen: „Gerade, weil wir wissen, wie kostbar ‎jedes dieser kurzen Leben ist, müssen wir entschieden ‎jeder Form aktiver Sterbehilfe bei Kindern ‎entgegentreten‎“, betonte er. Als Beispiel nannte er Belgien, wo seit 2014 aktive Sterbehilfe für Minderjährige unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist. Overbeck verwies darauf, dass der Deutsche Kinderhospizverein dazu bereits im gleichen Jahr unmissverständlich Stellung bezogen habe und warnte davor, dass eine solche Entwicklung die Erfolge der Hospizbewegung zunichtemachen würde: „Aktive Sterbehilfe für Kinder wäre ein zutiefst falsches Signal. Es würde die Kultur des Lebens und der Zuwendung untergraben, die die Hospizarbeit etabliert hat.“ Auch in der aktuellen Diskussion um Suizidassistenz in Deutschland mahnte er: „Suizid darf nicht zu einer Option neben anderen am Lebensende werden.“ Stattdessen forderte er den Ausbau von Hospiz- und Palliativangeboten: „Wenn ein todkranker Mensch das Gefühl hat, er müsste den assistierten ‎Suizid wählen, weil er ‎keine bessere Betreuung erfährt, dann läuft etwas grundfalsch.“

Arche Noah: Neubau als Zeichen der Hoffnung

Overbeck verwies zudem auf die Pläne für einen Arche-Noah-Neubau in Gelsenkirchen. Das Kinderhospiz, das seit 2001 unheilbar kranken Kindern und ihren Familien Entlastung und Geborgenheit biete, werde in den kommenden Jahren eine Villa auf der gegenüberliegenden Straßenseite für die speziellen Bedarfe der Einrichtung umbauen. Auch dort werde das Konzept umgesetzt, das Hospiz- und Kurzzeitpflege verbinde. So könnten Familien „durchschnaufen, sich um Geschwisterkinder ‎kümmern oder Kraft sammeln“, während ihr Kind liebevoll betreut wird. Andere Familien begleiten ihr Kind in der finalen ‎Lebensphase in der Arche Noah „in einem ‎Umfeld, das viel heimeliger und ruhiger ist als eine ‎Klinik.“, so Overbeck.

Der Bischof dankte den Unterstützerinnen und Unterstützern aus Wirtschaft und Gesellschaft: „Kinderhospizarbeit geht uns alle an. Sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Solidarität.“ Die Arche Noah sei eingebunden in das katholische Marienhospital Gelsenkirchen und werde von der KERN gGmbH, den Katholischen Einrichtungen Ruhrgebiet Nord, getragen. „Hier arbeiten Kirche, Caritas und engagierte Bürgerinnen und Bürger Hand in Hand“, betonte er. Die Kinderhospizarbeit halte der Gesellschaft einen Spiegel vor, so Overbeck. „Sie zeigt, was wirklich zählt: nicht Effizienz, nicht Profit, nicht Perfektion – sondern Menschlichkeit, Mitgefühl und die Fähigkeit, jemandem beizustehen.“ Er rief dazu auf, die „Kultur des Lebens“ weiter zu stärken und jeder Tendenz zur Relativierung des Lebensschutzes zu widersprechen. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten, dass diese Arbeit weiter wächst.“ Die Arche Noah und alle Kinderhospize in Deutschland verdienten „höchsten Respekt“, denn sie hätten „den Tod enttabuisiert und das Recht auf ihn ernst genommen – aber nicht, um ihn zu erfüllen, sondern um ihn zu verwandeln in einen Wunsch zu leben, anders weiterzuleben, mit Hilfe und Begleitung.“

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news-21028 Fri, 16 Jan 2026 10:01:29 +0100 Essener Betroffenenbeirat spricht in Berlin mit SPD-Politiker Hubertus Heil https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-betroffenenbeirat-spricht-in-berlin-mit-spd-politiker-hubertus-heil Der religionspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion hat sich mit Betroffenenvertretungen aus Essen und anderen deutschen Bistümern über ihre Arbeit ausgetauscht. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus anderen Bistümern haben zwei Vertreter des Betroffenenbeirates im Bistum Essen Hubertus Heil, den religionspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, zu einem Gespräch über die Betroffenenarbeit in der katholischen Kirche getroffen. „Für Betroffene ist es entscheidend, dass ihre Stimmen nicht nur angehört, sondern auch verstanden werden“, hatte Wilfried Fesselmann, Pressesprecher des Essener Betroffenenbeirats betont. „Die gemeinsame Teilnahme mehrerer Betroffenenvertretungen macht deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um strukturelle Fragen von bundesweiter Relevanz.“

Heil erklärte nach dem Gespräch im Bundestag: „Der Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Betroffenenbeiräte war für mich sehr wichtig. Diese Gespräche sind unverzichtbar, um Erfahrungen ernst zu nehmen, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung glaubwürdig wahrzunehmen." Fesselmann sieht in dem Gespräch einen Auftakt für weiteren Austausch zwischen den Betroffenen und der Politik: „Dies war der erste Aufschlag zusammen mit der Politik, um mehr Gerechtigkeit für Betroffene zu erreichen. Herr Heil hat weitere Gespräche und Expertenrunden in Aussicht gestellt, diese werden wir wahrnehmen“.

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news-21027 Tue, 13 Jan 2026 13:20:35 +0100 Msgr. Rolf Linse verstorben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/msgr-rolf-linse-verstorben Am Sonntag, 11. Januar 2026, ist im Alter von 92 Jahren Msgr. Rolf Linse verstorben Der Verstorbene, der in Bottrop gewohnt hat, wurde am 1. Juni 1933 in Duisburg geboren und am 11. Februar 1960 in Essen zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe war er zunächst als Kaplan an St. Joseph in Essen-Steele-Horst, ab Frühjahr 1965 an St. Joseph in Welper und ab Herbst 1972 an St. Marien in Gladbeck-Brauck eingesetzt. Im Jahr 1977 übernahm er die Aufgabe als Religionslehrer an den Städtischen Realschulen in Bottrop und als Realschulpfarrer sowie zusätzlich als Subsidiar an St. Bonifatius in Bottrop-Fuhlenbrock. Im Juni 1989 ernannte ihn der Bischof von Essen, zusätzlich zu seinen Aufgaben im Schuldienst, als Diözesanseelsorger für die blinden Menschen im Bistum Essen.

Nach seiner Pensionierung vom Schuldienst übernahm Rolf Linse ab dem Sommer 1997 weiterhin als Pfarrer im besonderen Dienst priesterliche und seelsorgliche Aufgaben an St. Bonifatius in Bottrop sowie für die blinden und sehbeeinträchtigten Menschen im Bistum Essen. Msgr. Linse hat sich durch seine im Jahr 1972 gegründete Indienhilfe über mehrere Jahrzehnte mit einer Vielzahl an Projekten um die Menschen in Indien, insbesondere um bedürftige Schülerinnen und Schüler und den Bau von Schulen, Krankenhäusern und Kirchen, verdient gemacht. Dabei verstand er es, auch die Schülerinnen und Schüler, die er selbst in Bottrop unterrichtet hat, in diese Arbeit einzubeziehen.

Papst Johannes Paul II. zeichnete ihn im Jahr 2002 für seine Verdienste mit der Ernennung als Päpstlicher Ehrenkaplan aus. Im Jahr 2016 erhielt er darüber hinaus das Bundesverdienstkreuz.

Die Totenvesper wird gebetet am Freitag, 16.01.2026, um 18 Uhr in der Propsteikirche   St. Cyriakus, Kirchplatz 1 in 46236 Bottrop.

Das Auferstehungsamt wird gefeiert am Samstag, 17.01.2026, um 9 Uhr ebenfalls in der Propsteikirche St. Cyriakus. Im Anschluss erfolgt die Beisetzung auf dem Alten Friedhof, Horster Str. 57 in 46236 Bottrop.

 

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news-21026 Thu, 08 Jan 2026 15:00:55 +0100 Gastkirche St. Barbara: Wo der Ordensmann mit dem Obdachlosen speist https://katholisch.de/artikel/66062-wo-der-ordensmann-mit-dem-obdachlosen-speist St. Barbara in Essen-Kray hat den höchsten Kirchturm der Stadt - und viele Menschen mit großen Herzen. Sonntags wird in der über 100 Jahre alten Kirche Messe gefeiert, werktags laden Ehrenamtliche zusammen mit den Oblatenmissionaren, die in der Gemeinde leben, in die "Gastkirche" ein: Zwischen den Kirchenbänken gibt es dann Mittagessen, ein Kleiderstübchen, Nachhilfeunterricht oder eine Lebensmittelausgabe. foobar

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news-21024 Tue, 06 Jan 2026 19:13:32 +0100 Lüdenscheider Sternsinger-Gruppe im Kanzleramt: Kinderrechte als Chefsache https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/luedenscheider-sternsinger-gruppe-im-kanzleramt-kinderrechte-als-chefsache Beim Empfang der Sternsingerinnen und Sternsinger im Bundeskanzleramt machten Kinder aus ‎Lüdenscheid auf das weltweite Problem der Kinderarbeit aufmerksam. Als Vertreter von Bundeskanzler Friedrich Merz – der kurzfristig nach Paris musste – lobte Kanzleramtsminister Thorsten Frei ihr Engagement und betonte die Bedeutung von Bildung als Schlüssel für ein ‎selbstbestimmtes Leben.‎ „Kinderrechte sind Chefsache!“ – weil Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kurzfristig zu Beratungen nach Paris musste, hat der neunjährige Sebastian aus Lüdenscheid diese Gedächtnisstütze zum Thema Kinderarbeit am Dienstagnachmittag Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) überreicht. Zusammen mit Rebecca, Liuba und Marie aus der Sternsingergruppe der Lüdenscheider Pfarrei St. Medardus hatte Sebastian dem Minister beim traditionellen Sternsingerempfang im Berliner Bundeskanzleramt zuvor in einem kurzen Dialog das Problem der Kinderarbeit nähergebracht.

‎„Lieber Herr Minister, dürfen wir sie zu uns bitten? Wir haben Ihnen etwas ‎mitgebracht, das Sie bestimmt noch aus Ihrer Schulzeit kennen“, lud Drittklässler Sebastian mit Krone und blauem Gewand den Politiker an eine Schultafel ein, an der die vier Sternsingerinnen und Sternsinger den Teufelskreis aus Armut, Kinderarbeit, schlechten Bildungschancen und noch mehr Armut am Beispiel zweier Kinder aus Bangladesch darstellten. „Als ich in die Schule kam, lernte ich lesen, schreiben und rechnen“, sagte die elfjährige Rebecca. Als das Mädchen Nuer so alt war wie sie, habe sie putzen und in einer Fabrik arbeiten müssen, berichtete Rebecca und zeigte auf ein Bild des Mädchens. „Ich bin Marie, 12 Jahre alt“, stellte sich ihre Sternsingerkollegin dem Minister vor. „Ich muss nicht arbeiten, sondern nur mein Zimmer sauber halten.“ Und die 16-jährige Liuba machte klar: „Ein Ausweg aus der Kinderarbeit ist die Schule. Denn wenn Kinder in die Schule gehen, können sie später einen Beruf erlernen und Geld verdienen.“ Vom Minister forderte sie: „Setzen Sie sich gemeinsam mit uns dafür ein, dass alle Kinder in die Schule gehen!“

Frei dankte der Lüdenscheider Sternsinger-Gruppe für ihre eindrucksvolle Spiel-Szene und zeigte sich gleich doppelt gut informiert: Beim Thema Kinderarbeit verwies er auf rund 160 Millionen Kinder weltweit, die angesichts der Armut ihrer Familien nicht in die Schule gehen könnten. Er teilte Liubas Einschätzung in Sachen Schule und betonte: „Bildung, die Chance lernen zu können, ist die Grundvoraussetzung, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.“ Aber auch das Engagement der bundesweit rund 300.000 Sternsingerinnen und Sternsinger konnte der Chef des Kanzleramts aus seinem eigenen Erleben würdigen: Mindestens acht Mal sei er in seiner Jugend in seiner baden-württembergischen Heimat selbst im Gewand der Heiligen drei Könige von Haus zu Haus gezogen.

Sternsingen sei „echte Nächstenliebe“ der Kinder und Jugendlichen, die für dieses Engagement in ihren Weihnachtsferien auf vieles andere verzichteten. Frei betonte: ‎„Ihr seid damit ein Vorbild für viele Gleichaltrige und ein ‎Vorbild für viele Erwachsene, weil ihr selber etwas tut und auf die Probleme in ‎der Welt hinweist.“

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news-21023 Fri, 02 Jan 2026 09:39:12 +0100 Sternsinger aus Lüdenscheid bringen ihre Botschaft zum Bundeskanzler https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sternsinger-aus-luedenscheid-bringen-ihre-botschaft-zum-bundeskanzler Mit Liedern, Gewändern und einer klaren Forderung reisen drei Sternsingerinnen und ein Sternsinger aus Lüdenscheid nach Berlin. Beim ersten Sternsingerempfang von Bundeskanzler Friedrich Merz setzen sie sich für den Kampf gegen Kinderarbeit ein – und erinnern daran, dass Politik Verantwortung trägt. Sie lachen, sind in ihren bunten Gewändern nett anzusehen und singen fröhliche Lieder von Weihnachten - doch das soll nicht über die wichtige Botschaft hinwegtäuschen, die vier Sternsingerinnen und Sternsinger aus Lüdenscheid am kommenden Dienstag, 6. Januar, in Berlin dem Bundeskanzler überbringen. Friedrich Merz (CDU) und seine Regierung sollen sich auf politischer Ebene weltweit gegen Kinderarbeit engagieren, so wie dies Zehntausende Sternsingerinnen und Sternsinger in den kommenden Tagen überall in Deutschland mit ihren Liedern und ihrer Sammelaktion für Kinder in Not tun. „Kinderrechte sind schließlich Chefsache“, steht auf einer Tafel, die der neunjährige Sebastian dem Kanzler überreichen wird. „Die soll er sich am besten auf seinen Schreibtisch stellen, damit er immer daran denkt“, sagt der Jüngste aus dem Quartett der Lüdenscheider Pfarrei St. Medardus, das am Dreikönigstag beim Sternsingerempfang im Bundeskanzleramt das Bistum Essen vertreten wird.

Erster Sternsingerempfang von Bundeskanzler Friedrich Merz

Zu Gast beim ersten Sternsingerempfang von Bundeskanzler Merz hat die Gruppe aus Lüdenscheid eine besondere Aufgabe: Neben dem gemeinsamen Gesang mit den anderen 104 Sternsingerinnen und Sternsingern aus allen deutschen Bistümern stellen sie dem Kanzler und den zahlreichen Journalistinnen und Journalisten das Thema der aktuellen Sternsingeraktion in einer kurzen Theater-Szene vor. Zum Abschluss gibt es Sebastians Kinderrechte-Erinnerungstafel als Gastgeschenk für den Hausherrn. Sie seien schon überrascht gewesen, als das Team vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ nach einer digitalen Konferenz mit allen Sternsingergruppen, die nach Berlin kommen, sie für das sogenannte Anspiel ausgesucht habe, sagt die ehrenamtliche Begleiterin Nicole Lyra. „Aber dann haben wir gesagt: Wir können Krippenspiel, dann können wir auch das Anspiel.“

Einladung nach Berlin beinahe übersehen

Lyra war als einzige schon mal bei einem Sternsingerempfang im Kanzleramt – vor 23 Jahren mit einer Gruppe aus dem Stadtteil Brügge. Seitdem hat sie sich immer weiter beim Kindermissionswerk beworben. Fast hätte sie nach vielen Jahren mit Absagen auch die diesjährige Antwort-E-Mail routiniert gelöscht, „dann habe ich im letzten Augenblick gesehen, dass wir diesmal mit dabei sind – und den Jubelschrei müsste man eigentlich in ganz Lüdenscheid gehört haben“, erzählt die passionierte Sternsinger-Begleiterin. Mit Sandra Ostermann hat sie eine Gemeindereferentin an der Seite, die mindestens ebenso für das Sternsinger-Thema brennt. Als junge Frau war sie als „Missionarin auf Zeit“ sogar in einem kirchlichen Hilfsprojekt im brasilianischen Amazonas-Raum tätig, das seinerzeit von den Sternsingern unterstützt wurde – seitdem weiß sie aus erster Hand, wie viel Gutes die Spenden tun, die die Sternsinger sammeln. Nun gehört sie in Lüdenscheid mit zum Sternsinger-Team und begleitet in der kommenden Woche gemeinsam mit Lyra die vier Kinder auf der Reise nach Berlin.

Schon als Baby mit Sternsingerkrone

Ostermanns Sohn Sebastian „hat schon als Baby eine Sternsingerkrone aufgehabt“, erzählt die Seelsorgerin. Sebastian selbst sagt: „Ich bin Sternsinger, seit ich denken kann.“ Auch die drei Mädchen, die mit ihm nach Berlin fahren: Rebecca (11), Marie (12) und Liuba (16) sind schon seit vielen Jahren Sternsingerinnen. Zugleich repräsentieren Sebastian und sie die vier Gemeindeteile von St. Medardus: Ein Zeichen des immer weiter Zusammenwachsens der Lüdenscheider Pfarrei. „Die große Freude, die wir anderen Menschen bringen“, ist für Liuba der wichtigste Grund, sich Jahr für Jahr in den Weihnachtsferien das Sternsingergewand anzulegen. „Anderen Kindern helfen, die es nicht so gut haben wie wir“, ist Maries Hauptmotivation. Rebecca freut sich, wenn die Menschen, die sie in Lüdenscheid besuchen, schon selbst sagen, „dass es in der Dose nur rascheln und nicht klappen“ soll – und die Spendenbüchse dann passend mit Scheinen füllen. Und auch Sebastian macht es „total Spaß, Spenden zu sammeln“.

Merz soll Kinder und Jugendliche bei seinen Entscheidungen nicht vergessen

Das werden die vier auch nach ihrer Reise in die Bundeshauptstadt noch tun. Denn die Sternsingeraktion in Lüdenscheid läuft erst von Freitag, 9., bis Sonntag, 11. Januar. Dann können Rebecca, Sebastian, Marie und Liuba den anderen Sternsingerinnen und Sternsingern nicht nur berichten, was denn der Bundeskanzler in die Spendendose gesteckt hat, sondern auch, wie ernst er ihre politische Botschaft nimmt. „Es ist wichtig, dass er Kinder und Jugendliche bei seinen Entscheidungen nicht vergisst. Und dass er handelt – nur versprechen hilft nicht“, möchte Liuba ihm mit auf den Weg geben. Vielleicht hört der Sauerländer Merz ja der jungen Sauerländerin besonders gut zu.

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news-21022 Thu, 01 Jan 2026 11:52:31 +0100 Bischof Overbeck setzt zum neuen Jahr auf Hoffnung und Zuversicht https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-setzt-zum-neuen-jahr-auf-hoffnung-und-zuversicht In seiner Predigt am Neujahrstag ruft der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck trotz politischer und gesellschaftlicher Krisen zu Hoffnung und Zuversicht auf. Christliches Engagement stärke den Zusammenhalt und halte die Gesellschaft menschlich. Trotz politischer Krisen und vieler gesellschaftlicher und persönlicher Sorgen ruft der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck dazu auf, mit Hoffnung und Zuversicht ins neue Jahr zu starten. „Was auch immer kommen mag, Gott wird uns das Nötige an Weisheit und Kraft schenken, um uns allen Herausforderungen zu stellen“, sagte Overbeck in der Neujahrs-Messe am Donnerstag, 1. Januar, in seiner Predigt im Essener Dom. Hoffnung sei dabei mehr als naiver Optimismus oder bloßes Wunschdenken. „Wahre Hoffnung stellt sich der Wirklichkeit so, wie sie ist.“ Zudem bedeute Hoffen, „unbeirrt am Sinn und Wert unseres Tuns festzuhalten, selbst dann, wenn der Erfolg ungewiss ist oder lange auf sich warten lässt.“

Aus dieser Hoffnung heraus leisteten Christinnen und Christen in der Gesellschaft „einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt“, betont der Bischof. Das ehrenamtliche und berufliche Engagement in Pfarreien und Gemeinden, Verbänden, Kitas, Schulen und anderen christlichen Einrichtungen „ist von unschätzbarem Wert! Es stellt sicher, dass unsere Gesellschaft mitfühlend und menschlich bleibt“. So könne die Kirche auch in Zukunft „eine integrative und stärkende Kraft in unserer Gesellschaft sein, indem sie verbindet, was derzeit auseinanderzufallen droht“, sagt Overbeck.

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news-21021 Tue, 30 Dec 2025 14:38:37 +0100 Wenn die KI zum Anruf bei der Telefonseelsorge rät https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wenn-die-ki-zum-anruf-bei-der-telefonseelsorge-raet Der Bochumer Telefonseelsorge-Leiter Ludger Storch ist neuer katholischer Vorsitzender von Telefonseelsorge Deutschland. Er will das bundesweite Angebot zukunftsfest machen – und verweist dabei auf die hohe Nachfrage, neue digitale Zugänge und ein eindrucksvolles Engagement in Bochum und den anderen Telefonseelsorge-Stellen im Ruhrbistum. Der Leiter der Bochumer Telefonseelsorge, Ludger Storch, bringt sein Know-how nun auch in die bundesweite Arbeit der Telefonseelsorge ein. Die Mitglieder des ökumenischen Vereins Telefonseelsorge Deutschland haben Storch jetzt zum neuen, katholischen Vorsitzenden des bundesweiten Zusammenschlusses der über 100 Telefonseelsorgestellen gewählt. Storchs evangelischer Co-Vorsitzender ist Tobias Walkling (Telefonseelsorge Schwarzwald-Bodensee), ihr Stellvertreter wurde Alexander Fischhold (Telefonseelsorge im Erzbistum München und Freising). „Die Telefonseelsorge steht vor wichtigen Schritten, die wir nur gemeinsam gehen können“, betonte Storch, der auch Beauftragter für die Telefonseelsorge im Bistum Essen ist, nach seiner Wahl. „Wir wollen fachliche, organisatorische und strukturelle Entwicklungen so voranbringen, dass Menschen uns auch künftig in Krisen zuverlässig erreichen.“

Allein in Bochum werden die rund 90 ehrenamtlichen Telefonseelsorgerinnen und -seelsorger im laufenden Jahr wieder mehr als 12.000 Anrufe entgegengenommen haben, wenn am Silvesterabend anderenorts Sektkorken und Böller knallen. Und natürlich stehen sie auch in der Neujahrsnacht Rat- und Hilfesuchenden zur Verfügung. Gerade Themen wie Einsamkeit, Trennungen oder die ersten Weihnachts- und Silvesterfeste ohne die verstorbene Partnerin oder den verstorbenen Partner seien in diesen Tagen häufige Gesprächsanlässe, so Storch.

Suizidgefahr ist im Frühjahr am höchsten

Mit konkreten Suizidgedanken oder -absichten seien die Telefonseelorgenden indes häufiger im Frühjahr konfrontiert, so Storchs Erfahrung. In der aktuellen Weihnachts- und Winterzeit sind auch viele psychisch labile Menschen zum Beispiel in familiäre Feiern oder Treffen von Freundeskreisen integriert. Gerade im Frühjahr, wenn das Wetter schön ist und aktive Menschen in den Garten, zu Ausflügen oder in den Urlaub starten, wird psychisch kranken oder anderweitig eingeschränkten Menschen der Unterschied zwischen ihrer eigenen Situation und der von Menschen, denen es vermeintlich besser geht, besonders deutlich bewusst. Die Ursachen für dieses Phänomen sind bislang nicht endgültig geklärt, beobachtet wird es aber bereits seit mehr als 100 Jahren, heißt es bei der Telefonseelsorge. Umso wichtiger sei es, an Depressionen erkrankte Menschen und Menschen in seelischen Notlagen in dieser Zeit besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Immer mehr Beratungen per Chat

Storch berichtet zudem, dass neben der Betreuung am Telefon immer mehr Menschen auch per Online-Chat Kontakt zur Bochumer Telefonseelsorge suchen. Mehr als 500 Chat-Kontakte habe es im Jahr 2025 gegeben – hinzu kamen über 400 Gespräche in der Bochumer Krisenberatungsstelle Prisma. Neben der persönlichen Beratung von Menschen mit Suizidgedanken und deren Angehörigen berät und informiert Prisma auch Gemeindegruppen, Teams im Gesundheitswesen und in Seelsorge- und Beratungsdiensten zur Suizidprävention.

Künstliche Intelligenz rät: Wenden Sie sich an die Telefonseelsorge!

Egal ob Telefon, Chat oder persönlicher Kontakt – eine Bemerkung hörten die Telefonseelsorgenden inzwischen immer wieder: „Immer häufiger sagen unsere Gesprächspartnerinnen und -partner, dass ihnen eine Künstliche-Intelligenz-Anwendung empfohlen habe, sich an die Telefonseelsorge zu wenden.“ Offenbar fragen immer mehr Ratsuchende in seelischen Notlagen auch ChatGPT & Co um Hilfe. Und während es in den vergangenen Monaten mehrfach Berichte über US-amerikanische Eltern gab, die den Entwickler-Firmen von KI-Chat-Bots vorwerfen, ihre Kinder beim Suizid unterstützt zu haben, hören die Telefonseelsorgenden in Bochum nun auch von anderen Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz. Sie hören von KI, die seelische Probleme erkennt und dann rechtzeitig an qualifizierte Profis verweist – und vor allem an echte Menschen.

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news-21020 Mon, 29 Dec 2025 14:30:52 +0100 Sternsingeraktion 2026: Einsatz gegen Kinderarbeit https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sternsingeraktion-2026-einsatz-gegen-kinderarbeit Im Bistum Essen sind in den kommenden Tagen wieder Hunderte Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs. Sie singen von Weihnachten, segnen Wohnungen und Häuser und sammeln Spenden für Hilfsprojekte für notleidende Kinder. Unter dem Leitmotiv „Schule statt Fabrik“ engagieren sich die Sternsingerinnen und Sternsinger in diesem Jahr insbesondere gegen Kinderarbeit. Sie singen für Kinder in Not, erzählen von der Weihnachtsbotschaft und bringen den Segen für das neue Jahr: In den kommenden Tagen werden im Bistum Essen wieder Hunderte Kinder und Jugendliche als Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs sein. In der Tradition der Heiligen Drei Könige ziehen sie von Haus zu Haus oder sind an zentralen Plätzen in Stadtteilen und Ortschaften präsent. Mit Liedern und Segenswünschen erinnern sie an die Geburt Jesu und überbringen den Menschen gute Wünsche für das Jahr 2026.

Mit ihrer Bitte um Hilfe für notleidende Kinder in aller Welt verbinden die Sternsingerinnen und Sternsinger auch eine politische Botschaft: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ ist das Motto der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen. „Weltweit müssen 138 Millionen Kinder arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gefährlichen, gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Ihre Rechte, insbesondere die auf Schutz, Bildung, Spiel und Freizeit werden dabei massiv missachtet“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, das die Sternsingeraktion gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ausrichtet. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt, damit Kinder gesund und sicher aufwachsen können. „Kinder gehören in die Schule, nicht in die Fabrik“, betont Pfarrer Bingener. Wie menschenunwürdige, unhygienische und gesundheitsschädlich die Bedingungen für Kinder sind, die arbeiten müssen, stellt das Kindermissionswerk in diesem Jahr an Beispielen aus Bangladesch vor.

Weltgrößte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder

Für den Kampf gegen Kinderarbeit in aller Welt engagieren sich Hilfsprojekte, für die die Sternsingerinnen und Sternsinger im Bistum Essen vor einem Jahr mehr als 1,2 Millionen Euro an Spenden zum bundesweiten Gesamtergebnis von mehr als 48 Millionen Euro beigetragen haben. Die Aktion Dreikönigssingen zählt nicht nur seit nunmehr zehn Jahren zum anerkannten deutschen Kulturerbe, sondern gilt auch als weltgrößte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder engagieren.

Eröffnet wird die aktuelle Aktion Dreikönigssingen am Dienstag, 30. Dezember, mit einem großen Fest in Freiburg. Rund 1000 Sternsingerinnen und Sternsinger sowie 200 jugendliche und erwachsene Begleitende werden zur Eröffnungsfeier erwartet. Ab 14.45 Uhr wird der Gottesdienst als Online-Livestream auf der Seite www.domradio.de übertragen.

Start nach dem Jahreswechsel

Für die Sternsingerinnen und Sternsinger im Ruhrbistum startet dann nach dem Jahreswechsel die eigentliche Aktion – und sie gestaltet sich in den rund 40 Pfarreien zwischen Duisburg, Bochum und dem Märkischen Sauerland sehr unterschiedlich. In vielen Gemeinden ziehen die Kinder und Jugendlichen klassisch von Haus zu Haus oder besuchen Haushalte, die sich vorab angemeldet haben. Andernorts sind Sternsingergruppen zu festen Zeiten an öffentlichen Orten anzutreffen, zum Beispiel auf Marktplätzen oder vor Einkaufszentren. Egal ob stationär oder von Haus zu Haus: Die Gruppen singen, sammeln Spenden und geben den Haussegen „20+C+M+B*26“ weiter – entweder mit einem Kreideanschrieb oder als Aufkleber. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus.

Während einige Gruppen bereits in den Weihnachtsferien unterwegs sind, starten andere erst am zweiten Januarwochenende (10. und 11. Januar). Über konkrete Zeiten und Einsatzorte informieren viele Pfarreien derzeit auf ihren Internetseiten sowie in Schaukästen an Kirchen und Gemeindezentren. Traditionell besuchen Sternsingerinnen und Sternsinger zudem die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister vieler Bistums-Städte sowie die NRW-Landesregierung in Düsseldorf. Außerdem wird in diesem Jahr eine Gruppe aus Lüdenscheid das Bistum Essen beim Sternsingerempfang im Bundeskanzleramt vertreten.

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news-21019 Fri, 26 Dec 2025 10:46:22 +0100 Weihbischof Schepers ruft zu Versöhnung und menschlicher Politik auf https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-weihbischof-ruft-zu-politik-der-menschlichkeit-auf In seiner Weihnachtspredigt mahnt Weihbischof Ludger Schepers zu Vergebung und Menschlichkeit. Er kritisiert eine harte Flüchtlingspolitik und soziale Ungerechtigkeiten und warnt vor Hass, Ausgrenzung und populistischen Tönen in politischen Debatten. In seiner Predigt am Zweiten Weihnachtstag hat der Essener Weihbischof Ludger Schepers zu einer Politik der Menschlichkeit aufgerufen und an die Vergebungsbereitschaft des Heiligen Stephanus erinnert: „Wer vergibt, durchbricht den Kreislauf von Hass und Rache. In einer Zeit, in der politische Debatten immer häufiger in Beleidigungen, Bedrohungen und Gewalt umschlagen, ist das eine revolutionäre Botschaft“, sagte Schepers in der Messe im Essener Dom. Christinnen und Christen erinnern am Zweiten Weihnachtstag, dem 26. Dezember, an den Heiligen Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer gilt. Die biblische Apostelgeschichte berichtet, dass Stephanus noch im Tod für seine Mörder gebetet habe: „Herr, rechne ihnen ihre Sünde nicht an!“ Vergebung bedeute nicht, Unrecht zu verharmlosen, betont Schepers. Sie bedeute, „den Teufelskreis der Vergeltung zu durchbrechen und stattdessen den Weg der Versöhnung zu gehen.“

„Wir leben in einem Land, das sich christliche Werte auf die Fahnen schreibt – und gleichzeitig Flüchtlinge an den Grenzen abweist, Obdachlose ignoriert und soziale Ungleichheit weiter verschärft“, kritisiert Schepers und verweist auf „Populisten, die mit einfachen Lösungen punkten, während die Komplexität der Welt geleugnet wird.“ Die Weihnachtskrippe und das Martyrium des Stephanus sagten jedoch: „Das muss nicht so sein. Sie fordern uns heraus, eine Politik der Menschlichkeit zu leben – eine Politik, die sich nicht an Machtinteressen orientiert, sondern am Wohl der Menschen. Eine Politik, die nicht spaltet, sondern verbindet. Eine Politik, die nicht auf Ausschluss und Strafe setzt, sondern auf Versöhnung und Zusammenhalt.“ Gott traue den Menschen etwas zu, sagt Schepers. „Er traut uns zu, dass wir nicht wegschauen, sondern handeln. Dass wir nicht hassen, sondern vergeben. Dass wir nicht verzweifeln, sondern hoffen.“ Vor diesem Hintergrund wünsche er „ein Weihnachtsfest, das uns aufrüttelt“, so Schepers, „und ein neues Jahr, in dem wir den Mut haben, diese Hoffnung in unseren Alltag, in die Politik, in unser Leben als Christen mittendrin zu tragen und zu leben.“

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news-21017 Thu, 25 Dec 2025 10:00:00 +0100 Mut zu neuem Beten an Weihnachten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-mut-zu-neuem-beten-an-weihnachten Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck ermutigt in seiner Predigt am Ersten Weihnachtstag zu neuen Wegen im Gebet. Zugleich verweist er auf die Bedeutung von Liedern – gerade an Weihnachten – und betont die Kraft vertrauter Worte, die in Krisen Halt geben. Wenn es um Erneuerung und Transformation in der Gesellschaft und gerade in der Kirche geht, empfiehlt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, auch beim Gebet zu Gott neue Wege zu gehen und zugleich auf Vertrautes zu setzen. „Erneuerung und Transformation in der Kirche sind für uns Christen ein Werk des Tuns und des Denkens mit kreativem Mut, aber eben auch des Betens im Sinne eines immer wieder mit Gott Anfangens“, betonte Overbeck in seiner Predigt am Ersten Weihnachtstag im Essener Dom. Das Weihnachtsfest könne Mut machen, das Beten immer wieder neu zu entdecken „unkonventionell, von Herzen her, existenziell von Bedeutung, nüchtern, aber auch tapfer angesichts der Abgründe des Lebens und der Sprachlosigkeit des Herzens, beglückt von der Tiefe eines Friedens mit Gott und der Vereinigung mit ihm, von der nichts trennen kann.“ Dabei müsse das Gebet zur Tat werden, hob der Bischof hervor.

Gerade an Weihnachten spürten zudem viele, wie sie „mit gesungenen Liedern Inhalte verbinden, die sich niemals nur mit dem gesprochen Wort sagen ließen“, so Overbeck. „Gemeinsames Gebet kann als Gesang eine Kraft entfalten, die weit über das Wort als solches hinausgeht.“ Und in Trauer, Not und Leid sei das Gebet „der Raum der Klage und des Aushaltens des Nichts“. Wie wichtig seien hier „altbekannte Gebete, die wie ein Geländer durchs Leben tragen, wenn sonst wenig bis nichts mehr hält“, erinnerte der Bischof.

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news-21016 Wed, 24 Dec 2025 22:00:00 +0100 Bischof Overbeck: Echter Frieden geht nur mit sozialer Gerechtigkeit https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-echter-frieden-geht-nur-mit-sozialer-gerechtigkeit In seiner Predigt in der Christmette 2025 betont der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck die Bedeutung einer langfristigen Stabilisierung der Rente und der anderen Sozialversicherungen, um den sozialen Frieden zu sichern. Jüngere dürften nicht überfordert und Ältere müssten vor Armut geschützt werden. Echten Frieden kann es für den Essener Bischof Franz-Josef Overbeck nur geben, wenn es soziale Gerechtigkeit gibt. Angesichts der jüngsten Diskussionen um die Zukunft der Rente hat Overbeck in der Christmette 2025 betont: „Es braucht einen gerechten und verlässlichen Sozialstaat als Grundlage für den ‎gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in die staatliche Ordnung.“ Deshalb müsse es nach den oft erbittert geführten Auseinandersetzungen über das jüngste Rentenpaket nun darum gehen, die Sozialversicherungen langfristig zu stabilisieren, sagte Overbeck in seiner Predigt im Essener Dom. „Dabei darf die jüngere Generation nicht überfordert werden, gleichzeitig muss Altersarmut ‎zielgenau und wirksam bekämpft werden.“

Das Weihnachtsevangelium fordere dazu auf, hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen. Der Friede auf Erden „hat mit der Zielgenauigkeit eines Vorgehens zu tun, das bei sozialstaatlichen Hilfen jene im Blick hat, die sich selbst nicht helfen können, bzw. externer Unterstützung mehr bedürfen als andere“,so Overbeck. Konkret werde dies unter anderem durch passende Hilfen für Menschen ‎im Alter oder bei der Pflege. Deutschland sei eine Demokratie, „ein Rechtsstaat, der die Würde des Menschen nicht nur achtet, sondern an ‎die oberste Stelle stellt“. Deshalb gehörten Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, unbedingte Menschenwürde aller und der Sozialstaat ‎ zusammen „und müssen gestaltet und immer wieder neu ausgerichtet werden“, hob der Ruhrbischof hervor.

Gesellschaftliche Verhältnisse gerecht zu gestalten, sei eine Aufgabe, „die zu unterstützen uns als Kirchen aus der Mitte des Evangeliums heraus zukommt“, sagte Overbeck. „Dafür braucht es in vielfacher Weise Verantwortung und Weitsicht. In der Rentenpolitik, aber auch im Rahmen der Sozialversicherungen aller Art, braucht es einen gerechten und verlässlichen Sozialstaat als Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für das Vertrauen in die staatliche Ordnung.“

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news-21018 Wed, 24 Dec 2025 15:18:53 +0100 Wärme und Gemeinschaft: Weihnachten für Wohnungslose https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/waerme-und-gemeinschaft-weihnachten-fuer-wohnungslose An Heiligabend feierten in Essen rund 120 wohnungslose Menschen gemeinsam Weihnachten – erstmals in der Aula der Bistumsverwaltung am Dom. Die ökumenische Feier von Caritas und Diakonie bot Musik, Geschenke und ein festliches Menü, getragen von großem ehrenamtlichem Engagement. Ein neuer Ort, die gewohnte Herzlichkeit – und ganz viel Weihnachtsstimmung: Zum 44. Mal haben die katholische und die evangelische Kirche in Essen an Heiligabend, Mittwoch, 24. Dezember, aktuell oder ehemals wohnungslose Menschen zur gemeinsamen Weihnachtsfeier eingeladen. Rund 120 Gäste folgten der Einladung von Caritas und Diakonie und feierten erstmals in der Aula der Bistumsverwaltung am Dom. Nach dem Verkauf der St.-Gertrud-Kirche und deren Umbau zu einem Standort der Hochschule der bildenden Künste stand der bisher genutzte Gemeindesaal für die traditionsreiche Feier nicht mehr zur Verfügung. „Es war ein bisschen wie die Herbergssuche in der Weihnachtsgeschichte“ erinnerte Generalvikar Klaus Pfeffer an die Überlegungen der christlichen Träger der Wohnungslosen-Arbeit, wo denn die Weihnachtsfeier 2025 stattfinden könne.

Neue Adresse hat sich schnell herumgesprochen

Die zahlreichen Ehrenamtlichen, die mit viel Herzblut den Gästen der Weihnachtsfeier eine schöne Zeit bescheren, haben sich in den neuen Räumen schnell zurechtgefunden – und auch bei den Gästen hat sich die geänderte Adresse rasch herumgesprochen. So hatten die Freiwilligen alle Hände voll zu tun, nach der ökumenischen Andacht mit Dompropst Michael Dörnemann und Diakoniepfarrer Andreas Müller das Weihnachtsmenü zu verteilen, das das Diakonie-Restaurant Church gekocht hatte: Gulasch mit Nudeln und Rotkohl.

Neben Generalvikar Pfeffer nahm auch Bischof Franz-Josef Overbeck an der ungewöhnlichen Weihnachtsfeier teil. Caritasdirektor Björn Enno Hermans war ebenso dabei wie Volker Schöler, Leitung Geschäftsbereich Gefährdetenhilfe bei der Diakonie. Aus dem Rathaus waren unter anderem Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU), Sozialdezernent Peter Renzel und der Essener SPD-Vorsitzende Frank Müller ins Bischöfliche Generalvikariat gekommen.

Musik von Stadionsänger Sandy Sandgathe und dem Philharmonischen Chor

Für Unterhaltung sorgte dort zunächst Rot-Weiß-Essen-Stadionsänger Sandy Sandgathe, der unter anderem rockige Weihnachtslieder im Repertoire hatte sowie Hits von der Hafenstraße. Etwas besinnlicher und weihnachtlich klassischer ging’s anschließend mit dem Philharmonischen Chor weiter – während die fleißigen Freiwilligen als nächsten kulinarischen Gang Käsekuchen auf die Tische schoben.

Dass schließlich alle Gäste auch noch ein Geschenk erhalten konnten, verdankt das Organisationsteam den „Essener Chancen“ von Rot-Weiß Essen und den Mitarbeitenden von E.ON, die hierfür Sachspenden bereitgestellt haben. Zudem gelte der Dank der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Essen, „die uns wiederum finanziell und tatkräftig bei der Ausrichtung der Feier unterstützt hat“, sagte Petra Fuhrmann, Bereichsleiterin der Ambulanten Gefährdeten- und Wohnungslosenhilfe des Diakoniewerks. Nach jahrzehntelanger Verbundenheit zu den Wohnungslosen – und zur Weihnachtsfeier – führte Fuhrmann ein letztes Mal durch das Programm der Veranstaltung, bevor sie im Frühjahr in den Ruhestand geht. Die Gäste der Weihnachtsfeier bedankten sich mit einem kräftigen Applaus für Ihre Arbeit. „Sie haben ein Riesen-Herz!“, rief eine der Teilnehmerinnen. Zugleich stellte Fuhrmann ihre Nachfolgerin vor: Janina Bever leitet bei der Diakonie künftig die Arbeit mit Wohnungslosen – und wird im kommenden Jahr gemeinsam mit Stephan Knorr von der Caritas auch die Weihnachtsfeier verantworten.

Dank für das gemeinsame Engagement von Hauptberuflichen und Freiwilligen

Dieses Fest lebt vor allem vom gemeinsamen Engagement von Hauptberuflichen und Freiwilligen. „Ich bin unseren haupt- und ehrenamtlichen Teams zutiefst dankbar, dass sie an Heiligabend für die Menschen in unserer Stadt da sind. Sie schenken Zeit, Nähe und ein Stück Zuhause – gerade denen, die sonst alleine bleiben würden. Die Weihnachtsfeier für Wohnungslose zeigt jedes Jahr, wie wichtig Gemeinschaft und Zuwendung gerade an diesem Tag sind“, sagte Caritasdirektor Hermans.

Die Leiter von Caritas und Diakonie, die Geistlichen und die Vertreter der lokalen Politik hatten nach dem Auftakt der Wohnungslosen-Weihnachtsfeier noch einen zweiten Heiligabend-Termin: Traditionell gehen sie im Anschluss zur Bahnhofsmission, um auch dort Mitarbeitenden und Gästen frohe Weihnachten zu wünschen – und das Friedenslicht zu bringen, das Dompropst Dörnemann in einer Laterne aus dem Dom mitgebracht hatte.

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news-21015 Mon, 22 Dec 2025 08:30:40 +0100 25 Jahre Jugendkirche Tabgha: Raum für Wandel https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/25-jahre-jugendkirche-tabgha-raum-fuer-wandel Vor 25 Jahren feierte mit Tabgha die erste deutsche Jugendkirche Premiere. In Oberhausen gegründet ist sie heute im Duisburger Dellviertel angekommen – wandelbar, offen und nah an jungen Lebenswelten. Ein Blick auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft eines ehemaligen kirchlichen Experiments. Wer an Heiligabend um 23 Uhr am Duisburger Dellplatz die Jugendkirche Tabgha besucht, bekommt ein kleines Notizbuch und einen Kugelschreiber in die Hand gedrückt. Die Gäste der Christmette dürfen darin ihre Geschichte mit Gott auf- und in den nächsten Tagen weiterschreiben. „Geschichtenschreiber:in“ steht auf jedem Büchlein – zugleich hat Tabgha selbst schon so viele Geschichten geschrieben, dass ein einziges Buch kaum ausreichen würde. Vor 25 Jahren feierte die erste Jugendkirche Deutschlands ihren ersten Gottesdienst. Damals noch in der Christus-König-Kirche in Oberhausen-Buschhausen hat Tabgha nun seit August 2021 in St. Joseph im zentralen Duisburger Dellviertel ihre Heimat gefunden.

Wer Tabgha noch aus den Anfängen kennt, wird in Duisburg einiges wiederfinden: Die offene Atmosphäre zum Beispiel, egal ob man zur 14- bis 21-jährigen Zielgruppe gehört oder als deutlich älterer Mensch hier Gottesdienst feiern möchte. Oder die Hausfarbe Orange, in der nun auch die Notizbücher gestaltet sind. Oder die Stühle, die das Tabgha-Gründungsteam gleich gegen die etablierten Bänke getauscht hat, um den Kirchraum flexibel nutzen zu können. Oder das geteilte Kreuz: Ein großes, senkrecht halbiertes Holzkreuz, dessen Hälften wahlweise eng zusammen oder weit entfernt stehen können. Das ist schon seit 2000 das zentrale Tabgha-Symbol, später pilgerte die junge Gemeinde damit von Oberhausen nach Duisburg – und jetzt wird es dort langsam zum Evergreen.

Was ist in einer Jugendkirche schon für die Ewigkeit?

Oder auch nicht. Denn so wie seine Vorgängerinnen und Vorgänger geht auch das aktuelle Tabgha-Team entspannt und spielerisch mit dem Erbe um, das es vorgefunden hat. Was ist in einer Jugendkirche schon für die Ewigkeit? „Tabgha als Wandlungsraum“, haben sich die Jugendreferentin Michele Przybyla, der Priester Maximilian Strozyk und die Pastoralassistentin Eva Kruk ins Konzept geschrieben. Deshalb sucht derzeit auch vergebens das geteilte Kreuz, wer nach dem üblichen hellen Holz Ausschau hält. Im Moment sind die Balken mit hunderten kleinen Spiegeln beklebt – so wie die Discokugel unter der Kirchen-Decke. „Aber die Spiegel am Kreuz machen wir aber bald wieder ab“, sagt Przybyla. Dann kommt das unbehandelte Fichtenholz zum Vorschein, das mit einem neuen – mobilen – Altar und einem neuen Lesepult aus dem gleichen Material harmonieren soll. Spätestens zu Ostern steht dieser nächste Wandel in Tabgha an.

Aber in Tabgha wandelt sich nicht nur der Raum.In der Jugendkirche gehe es darum, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer meist von reichlich Wandel geprägten Lebenssituation ein Stück zu begleiten, sagt Przybyla. Dafür gebe es den wöchentlichen Gottesdienst oder die jährliche „Erlebniswelt“ zwischen Oster- und Sommerferien als große und konstante Angebote – und es gebe viele kleinere Projekte, zum Beispiel eine Fahrradtour, ein Koch-Event oder eine Party. „Unsere Gottesdienste sind offen für alle“, betont Przybyla. Im Gegensatz dazu achten sie bei den anderen Angeboten ziemlich strikt auf Zugehörigkeit zur Zielgruppe – und nehmen in Kauf, dass sie dem End-Zwanziger vielleicht auch mal absagen müssen. Zwischen Jugendlichen und ihm „sind die Lebensthemen einfach viel zu unterschiedlich“, erklärt Przybyla.

Eine Frau als Chefin

Die Frau mit den Dreadlocks ist die Chefin des Tabgha-Teams. Das hätte es so vor 25 Jahren nicht gegeben, als nur ein Priester Leiter einer Jugendkirche sein konnte. Der heutige Tabgha-Priester, Strozyk, ist Teil eines dreiköpfigen Teams – und das auch nur zur Hälfte. Denn seit dem vergangenen Sommer ist er als Kurat auch Teil des Bundesvorstands der Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg. Und auch Kruk steht Tabgha nur zum Teil zur Verfügung, weil sie als angehende Pastoralreferentin neben der Jugendkirche auch in anderen Bereichen der Duisburger Innenstadtpfarrei Liebfrauen ausgebildet wird.

Bei einem solchen Team ist Flexibilität gefragt, viel Kommunikation – und ein gemeinsamer Spaß bei der Sache. Davon erzählen die drei bei einem Cappuccino im Café der Jugendkirche. Das ist der gemütliche (und geheizte!), mit Glas von der restlichen Kirche abgetrennte Raum, in dem sich Schulklassen und Firmgruppen ebenso in den Sofas fläzen wie Religionslehrkräfte, Theologie-Studierende und andere Besuchergruppen. Das Café ist für viele das Herz von Tabgha. „Gönn dir!“ steht in großen Buchstaben über dem Getränkekühlschrank. Ein Aufforderung, die nicht nur über dem Café, sondern auch über der ganzen Jugendkirche stehen könnte.

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news-21014 Fri, 19 Dec 2025 17:21:56 +0100 Adveniat bittet um Spenden für indigene Völker am Amazonas https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/adveniat-bittet-um-spenden-fuer-indigene-voelker-am-amazonas Unter dem Motto „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas.“ bittet das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat um eine großzügige Unterstützung bei der Weihnachtskollekte. „Lassen wir eine gute Zukunft für Amazonien Wirklichkeit werden und retten wir ‎unsere Welt“, fordert Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier angesichts der Bedeutung Amazoniens für das Weltklima.‎ „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas.“ Unter diesem Motto rufen die deutschen Bischöfe zur Unterstützung der bundesweiten Weihnachtsaktion des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat auf. Im Jahr der Weltklimakonferenz in Belém und zehn Jahre nach der Umwelt- und Sozial-Enzyklika Laudato si᾿ von Papst Franziskus rückt Adveniat die Situation der indigenen Völker und die Ausbeutung der Regenwälder in den Mittelpunkt. „Der weltweite Hunger nach Rohstoffen, Holz und Fleisch frisst die Lebengrundlage der indigenen Völker am Amazonas auf und erstickt die Lunge der Welt“, erklärt Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier. Deshalb unterstütze Adveniat die indigenen Gemeinschaften dabei, die Menschenrechte, Landrechte und das Recht auf sauberes Wasser zu schützen und sich der Ausbeutung durch nationale, multinationale Konzerne und Regierungen entgegenzustellen. „Werden wir unserer Verantwortung für das gemeinsame Haus, für die eine Welt gerecht. Lassen wir eine gute Zukunft für Amazonien Wirklichkeit werden und retten wir unsere Welt“, fordert Pater Maier.

Die Weihnachtskollekte in allen deutschen Gottesdiensten am 24. und 25. Dezember 2025 kommt vollständig Adveniat zugute. Die deutschen Bischöfe schreiben in ihrem Spendenaufruf: Die diesjährige Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat „hilft indigenen Gemeinschaften, ihre Rechte zu schützen und zerstörerischen Eingriffen entgegenzuwirken. Dies ist wichtig für uns alle. Denn die Regenwälder mit ihrer Vielfalt an Tieren und Pflanzen sind für die ganze Menschheit unverzichtbar. Mit Ihrer Spende bei der Weihnachtskollekte, die den Projekten von Adveniat zugutekommt, tragen Sie gemeinsam mit den indigenen Völkern zur Bewahrung der Schöpfung und zur Rettung unserer Welt bei. Bitte zeigen Sie Ihre Verbundenheit mit den Menschen in Lateinamerika durch Ihre großherzige Spende und Ihr Gebet.“

Alternativ zur Kollekte nimmt Adveniat auch online Spenden entgegen: www.adveniat.de/spenden

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news-21013 Fri, 19 Dec 2025 13:28:40 +0100 50 Jahre Katholische Schule für Pflegeberufe Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/50-jahre-katholische-schule-fuer-pflegeberufe-essen Mit über 1100 Auszubildenden, modernen Skills-Labs und einem breitem Ausbildungsangebot feiert die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen ihr 50-jähriges Jubiläum. Kulturelle und religiöse Vielfalt haben an der Schule Tradition, die in der umgebauten Kirche St. Peter in Essen und in der Mülheimer Parkstadt unterrichtet. Mit Professionalität und Stolz auf den eigenen Beruf will die KKS das Image der Pflege verbessern. Der Person im Bett vorne rechts scheint nicht so recht zum Feiern zumute zu sein. Da können Geschäftsführer Florian Jeserich und Gesamtschulleiterin Elia Garcia noch so viel vom 50-jährigen Geburtstag des Hauses sprechen, von einer tollen Feier und davon, dass eben diese Person gewissermaßen zum Spitzenpersonal der Einrichtung gehört. Die dunkelhäutige Figur im ersten Bett des Raums bleibt genauso regungslos wie ihre drei ebenfalls bettlägerigen Zimmernachbarn. Dabei könnten die vier auch anders, zum Beispiel vor Schmerzen stöhnen, per Klingel das Pflegepersonal rufen oder um eine Schlaftablette bitten. Willkommen im „Skills Lab“ der KKS, der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen! Hier lernen künftige Pflegekräfte an möglichst realistischen Simulatoren, wie Münder gepflegt, Schutzhosen gewechselt oder Spritzen gesetzt werden – zum Wohle der echten pflegebedürftigen Menschen, denen die Auszubildenden in ihren Praxiseinsätzen begegnen.

Seit 50 Jahren gibt es die KKS jetzt. Die Abkürzung erinnert noch heute daran, dass die Katholische Schule für Pflegeberufe einst als Katholische Krankenpflegeschule gegründet wurde – von drei Essener Ordensgemeinschaften, die jeweils ein Krankenhaus betrieben haben und qualifizierten Pflege-Nachwuchs suchten. Später kamen die Alten- und die Kinderkrankenpflege als Themen für die KKS hinzu. So entstanden beste Voraussetzungen, um in der Einrichtung schon vor rund zehn Jahren in Modellversuchen die integrierte Pflegeausbildung zu testen. Als diese neue Ausbildung, die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in einem Beruf vereint, 2020 in NRW Standard wird, ist die KKS von Beginn an voller Überzeugung dabei – schließlich hatte man alle Ausbildungs-Inhalte ohnehin schon im Haus.

Mehr als 1100 Auszubildende, gut 400 mehr als vor zehn Jahren

Mehr als 1100 Auszubildende zählt die Schule derzeit im Verlauf eines Jahres. „Vor zehn Jahren waren es noch 680“, verweist Geschäftsführer Jeserich auf das stetige Wachstum in den vergangenen Jahren. Dies liegt nicht nur an einer zunehmenden Zahl von Auszubildenden in der dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachperson oder in der einjährigen Ausbildung zur Pflegefachassistenz. Vielmehr hat sich die Schule in den vergangenen Jahren auch in weitere Gesundheitsbereiche ausgedehnt. Unter anderem bildet die KKS nun auch zur operationstechnischen oder anästhesietechnischen Assistenz aus, zu Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten oder Alltagsbegleiterinnen und -begleitern aus. Außerdem gibt es jede Menge Fort- und Weiterbildungskurse, zum Beispiel für das Personal, das die Pflege-Azubis in Kliniken und Pflegeheimen in der Praxis anleitet. „Wir machen uns flexibel und mutig auf den Weg“, beschreibt Schulleiterin Elia Garcia die Strategie der katholischen Schule, die neben dem Standort im Essener Eltingviertel nahe der Innenstadt seit fast zwei Jahren auch einen zweiten Standort in der Mülheimer Parkstadt umfasst. Und Geschäftsführer Jeserich findet, dass Flexibilität und Weite im Denken ohnehin „schon immer zu KKS-DNA“ gehört hätten.

In Essen unterrichtet das insgesamt gut 60-köpfige KKS-Team seit 2008 in der ehemaligen und umgebauten Kirche St. Peter, einem stattlichen Backsteinbau mit noch stattlicherem Eingangsportal, über dem ein großes, steinernes Kruzifix hängt. Für die vielfach nicht getauften Auszubildenden sei das ebenso wenig eine Hürde wie das „Katholische“ im Namen der Schule, sagt Jeserich – und Garcia stimmt ihm zu. Sie spricht mit allen, die die Schule besuchen möchten und sich entweder bei der KKS oder in einer Pflegeeinrichtung bewerben. „Unser christlicher Hintergrund hat noch niemanden abgeschreckt.“ Ganz im Gegenteil: „Im Gesundheitswesen ist das Katholische eine Marke, ein Qualitätsmerkmal“, betont Jeserich. Und im Alltag der Schule sei die kulturelle und religiöse Vielfalt ohnehin ein Gewinn. „Wir gehen mit Religion ganz selbstverständlich um – wir leben sie einfach“, sagt Jeserich. Regelmäßig gebe es Schul-Gottesdienste, in denen gelegentlich auch islamische Texte vorgetragen würden. „Wir feiern St. Martin und Weihnachten genauso wie unseren Tag der Pflege“, zählt Garcia auf. Und bei ethischen Fragen in der Pflegeausbildung, dann wenn es um Nächstenliebe und Barmherzigkeit, um Fürsorge und Solidarität geht, gebe es zwischen den großen Weltreligionen ohnehin viele Gemeinsamkeiten.

Vielfältige Schulkultur hat an der KKS Tradition

Eine kulturell bunte Schulgemeinschaft hat an der KKS Tradition: Erst waren es die Gastarbeiterkinder, die neben Sabine und Markus die Pflegeschulbank drückten, später kamen Geflüchtete hinzu – und heute rekrutiert der größte KKS-Träger Contilia mit „Contilia.Global“ aktiv internationale Fachkräfte im Gesundheitswesen. So kommen Pflegekräfte heute zum Beispiel aus Marokko, den Balkan-Ländern, Indien oder Ägypten an die KKS und lernen dort in Anpassungslehrgängen die hiesigen Pflege-Standards sowie – falls nötig – auch noch die deutsche Sprache.

„Viele dieser Menschen erleben wir hochmotiviert“, berichtet Garcia. Das liege auch daran, dass das Image von Pflegeberufen im Ausland vielfach besser sei, als dies gemeinhin in Deutschland diskutiert werde. Die Schulleiterin sieht das Ansehen der Pflegeberufe auch als eine Aufgabe ihrer Schule: „Zusammen mit den professionellen Kenntnissen vermitteln wir unseren Auszubildenden auch einen Stolz auf ihren Beruf.“ Jeserich bekräftigt das: „Wir brauchen diese Menschen. Das sind die, die uns künftig pflegen werden!“ Zugleich betont er, dass Pflegeberufe immer attraktiver werden. Neben einer in den vergangenen Jahren spürbar gestiegenen Bezahlung profitiere die Pflege auch durch eine wachsende Akzeptanz, wenn immer mehr Häuser ihre Strukturen professionalisierten hin zu multiprofessionellen Teams und einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Dunkle Haut mit besonderen Herausforderungen

Davon sollen letztlich natürlich vor allem auch Patientinnen und Patienten oder die Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegereinrichtung profitieren – Menschen wie der stumme Herr im „Skills-Lab“-Bett Nummer 1. Dass dieser Simulator eine deutlich dunklere Haut hat als die anderen „Patienten“ im Raum zeigt, wie sich auch die Medizin-Branche weiterentwickelt. Dabei habe die Hautfarbe überhaupt nichts mit politischen Diskussionen zu tun, sagt Garcia. „Hier geht es um ganz praktische Herausforderungen, zum Beispiel sind die Venen bei dunkelhäutigen Menschen schwerer zu finden.‎“

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news-21005 Fri, 19 Dec 2025 12:27:00 +0100 Rund 800 Weihnachtsgottesdienste im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/rund-800-weihnachtsgottesdienste-im-bistum-essen Bei der Suche nach einem passenden katholischen Weihnachtsgottesdienst im Bistum Essen hilft jetzt die Internetseite weihnachten.bistum-essen.de weiter: Auf einer Online-Karte können Interessierte dort aus einer Vielzahl von Angeboten, Orten und Uhrzeiten auswählen. 227 Kirchen, Klöster und Kapellen stehen bereit. Lieber ein Krippenspiel, eine Familien-Christmette – oder doch gleich das festliche Weihnachts-Hochamt? Wer an Heiligabend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen einen katholischen Gottesdienst besuchen möchte, hat im Bistum Essen in diesem Jahr rund 800 verschiedene Möglichkeiten. In 227 Kirchen, Klöstern und Kapellen zwischen Duisburg, Bochum und dem Märkischen Sauerland treffen sich Menschen zwischen Heiligabend, Mittwoch, 24. Dezember, und dem zweiten Weihnachtstag, Freitag, 26. Dezember, um die Geburt Jesu Christi als Gottes Sohn zu feiern.

Alle Informationen zum passenden Weihnachtsgottesdienst in den verschiedenen Städten und Kreisen des Ruhrbistums können auf einer Online-Karte unter weihnachten.bistum-essen.de recherchiert werden. Zu jedem Treffer gibt es nicht nur Uhrzeiten und Adresse, sondern auch Informationen über die Art der Feier – zum Beispiel, ob es sich um ein Krippenspiel für KiTa-Kinder, eine nächtliche Christmette oder die Festmesse mit Chor und Orchester handelt – sowie einen Routenplaner und den Link zur Homepage der jeweiligen Pfarrei.

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news-21012 Fri, 19 Dec 2025 10:53:50 +0100 „Christlich leben. Mittendrin.“: Bistum Essen lädt zu Regionalkonferenzen im Ruhrgebiet und Sauerland ein https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/christlich-leben-mittendrin-bistum-essen-laedt-zu-regionalkonferenzen-im-ruhrgebiet-und-sauerland-ein Mit dem Entwicklungsprogramm „Christlich leben. Mittendrin.“ stellt sich das Bistum Essen neu auf. Regionalkonferenzen in mehreren Städten informieren über Ziele, Hintergründe und künftige Veränderungen in den Pfarreien und Kommunen. Teilnehmende sollen der Bistumsleitung Rückmeldungen zu den bislang vorliegenden Modellen von Stadtpfarreien und -kirchen geben. Nach einem ersten Auftakt im November in Essen informiert die Leitung des Bistums Essen im Januar und Februar in weiteren Städten des Ruhrbistums über die geplanten Veränderungen im Entwicklungsprogramm „Christlich leben. Mittendrin.“. Mit diesem Programm wird sich die katholische Kirche zwischen Rhein und Lenne, Emscher und Ruhr in den kommenden Jahren spürbar verändern: Um als Kirche auch in Zukunft mitten in der Gesellschaft des Ruhrgebiets und des Märkischen Sauerlands präsent zu sein, werden Pfarreien in den kommenden Jahren zu größeren Einheiten zusammengeführt, wie dies bereits zum 1. Januar mit den Stadtpfarreien in Oberhausen und Bottrop geplant und in Gladbeck schon lange der Fall ist. Zudem sollen alle katholischen Organisationen und Einrichtungen in einer Kommune deutlich enger als bislang miteinander verbunden werden.

Bei sechs Regionalkonferenzen informieren Verantwortliche aus der Bistumsleitung über Hintergründe, Anliegen und Ziele von „Christlich leben. Mittendrin.“ Zudem sollen die Teilnehmenden der Bistumsleitung Rückmeldungen zu den zur Diskussion stehenden Modellen der künftigen Stadtpfarreien und Stadtkirchen geben. Eingeladen zu diesen kostenfreien Veranstaltungen sind alle, die sich ehrenamtlich oder hauptberuflich in den Pfarreien engagieren, andere katholische Organisationen, Einrichtungen oder Gruppen vertreten sowie alle, die sich für das Programm „Christlich leben. Mittendrin.“ interessieren.

Folgende Termine sind geplant:

  • 14. Januar, 19 Uhr, Mülheim, Gemeindesaal St. Barbara, Schildberg 93
  • 15. Januar, 19 Uhr, Duisburg, Jugendkirche Tabgha, Dellplatz 20
  • 20. Januar, 19 Uhr, Bottrop, Pfarrsaal St. Joseph, Förenkamp 27 ‎
  • 27. Januar, 19 Uhr, Gelsenkirchen; Augustinushaus, Ahstraße 7
  • 28. Januar, 19 Uhr, Lüdenscheid; St. Joseph und Medardus, Freiherr-vom-Stein-Str. 26
  • 4. Februar, 20 Uhr, Schwelm; Pfarrzentrum St. Marien, Haynauer Str. 5

Zu den einzelnen Terminen laden der jeweilige Stadt- und Kreisdechant zusammen mit dem „Christlich leben. Mittendrin.“- Programmmanager Johannes Vutz ein, die vor Ort ebenfalls Rede und Antwort stehen. Eine kostenlose Online-Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen über die Seite http://gstoo.de/clmprogramm hilft den Planenden vor Ort, den richtigen Raum zu wählen.

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news-21011 Thu, 18 Dec 2025 16:03:45 +0100 Gemeindereferentin Ursula Spee verstorben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gemeindereferentin-ursula-spee-verstorben Am Sonntag, den 07. Dezember, ist Ursula Spee im Alter von 88 Jahren verstorben. Die Verstorbene, die zuletzt in Essen gewohnt hat, wurde am 12.03.1937 in Essen geboren. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie ab dem Jahr 1958 als Erzieherin in den Kindergärten der Pfarreien St. Georg in Essen-Heisingen und St. Mariä Himmelfahrt in Essen-Altendorf.

Von 1962 bis 1964 absolvierte sie eine Ausbildung zur Seelsorgehelferin am damaligen Seminar in Elkeringhausen sowie in Bottrop. Im März 2002 trat sie in den Ruhestand. Auch nach Ihrem Eintritt in den Ruhestand blieb Ursula Spee kirchlich engagiert und dem Bistum Essen sowie ihrer Berufsgruppe sehr verbunden.

In fast vier Jahrzehnten als Seelsorgerin hat sie viele Menschen an unterschiedlichen Einsatzorten auf ihrem Weg begleitet und ihnen die frohe Botschaft Jesu Christi verkündet. Mit ihrem Dienst, zunächst als Seelsorgehelferin, dann als Gemeindereferentin, hat sie die Entwicklung dieses pastoralen Berufs in unserer Diözese ein Stück mitgeprägt.

Das Auferstehungsamt wird gefeiert am Dienstag, 16.12.2025, um 9:30 Uhr in der Kirche St. Franziskus, Rabenhorst 2 in 45355 Essen. Die Beerdigung erfolgt im Anschluss auf dem Katholischen Friedhof an der Pflanzstraße in 45359 Essen.

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news-21010 Thu, 18 Dec 2025 16:01:11 +0100 Namen und Daten | 18.12.2025 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-18122025 Diakon Michael Hildenbrand Diakon Michael Hildenbrand wurde mit Wirkung vom 28. November 2025 zum Diakon mit Zivilberuf an der Propsteipfarrei St. Peter und Paul in Bochum ernannt.

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news-21009 Wed, 17 Dec 2025 18:06:26 +0100 WDR2-Weihnachtswunder am Essener Dom endet mit Rekordergebnis und ‎Freudentränen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wdr2-weihnachtswunder-am-essener-dom-endet-mit-rekordergebnis-und-freudentraenen Ob KiTa, Kolping oder Kirchenchor: Unter den Tausenden, die in den vergangenen fünf Tagen ihre Spenden zum WDR2-Weihnachtswunder nach Essen gebracht haben, waren auch jede Menge Kirchengruppen. Zudem waren der Dom und der Bischof als Nachbarn ganz nah dran an der Großveranstaltung für den guten Zweck. Am Ende steht ein Rekordergebnis – getragen von vielen kleinen Beiträgen. Kitakinder und Karnevalsvereine, Bergmannschöre und Schulbands, küssende Paare und schunkelnde Betriebsausflüge – fünf Tage lang hat das WDR2-Weihnachtswunder in Essen den Burg- in den Bugplatz und das historische Herz der Stadt in eine Wallfahrtsstätte des guten Willens verwandelt. Von Samstag, 13. Dezember, bis Mittwoch, 17 Dezember, hat die vierköpfige Radio-Crew mit Thomas Bug, Steffi Neu, Sabine Heinrich und Jan Malte Andresen aus dem Glashaus neben dem Essener Dom 107 Stunden lang am Stück gesendet und zugleich ein Live-Programm für die Fans vor dem Studio gestaltet.

Eine Spende für den Kampf gegen den Hunger für einen Musikwunsch im Programm lautet der Deal, auf den sich Zehntausende Menschen einlassen. Zeitweise reicht die Schlange derer, die ihren Umschlag persönlich am Glashaus abgeben wollen, vom Studio neben dem Eingang zum Bischofshaus einmal über den Platz, die Stufen hoch zur Kettwiger Straße und um die Ecke bis zum Eingang der Anbetungskirche St. Johann – und manchmal noch darüber hinaus. Geduldig warten Menschen 90 Minuten und länger, um ihre Spende einzuwerfen, vielleicht am Außen-Mikrofon des Studios die Geschichte ihrer Sammelaktion zu erzählen und natürlich auf jeden Fall ein Foto vor dem leuchtend blauen Hintergrund zu machen.

Mehrmals muss der Platz vorübergehend gesperrt werden, damit sich die maximal 4500 Menschen zwischen Dom und Volkshochschule überhaupt noch bewegen können, doch auch das nehmen viele in einer erstaunlichen Gelassenheit und mit viel Geduld hin.

Viele kleine, kreative Spendenaktionen entfalten eine große Wirkung

Bischof Franz-Josef Overbeck, einziger Anwohner des Burgplatzes und damit nächster Nachbar des Weihnachtswunders freut sich über die Menschenmassen vor und auf den Treppen an seiner Haustür. Die Stufen werden zur beliebten Tribüne mit dem besten Blick ins Radiostudio. „So eine friedliche und positive Stimmung“, habe er hier noch nie gesehen. Er übergibt zusammen mit dem Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen (BiB) die gemeinsame Spende von Bank und Bistum in Höhe von 77.815,10 Euro, die im Laufe der Weihnachtswunder weiter wächst. Allein 27.721,41 Euro haben die sieben Schulen des Ruhrbistums eingesammelt. Der Dom mit seinen Chören und dem Domschatz sowie Verbände wie Kolping oder KfD überreichen ihre Schecks genauso wie das Team des Jugendhauses St. Altfrid oder Dutzende Kita-Gruppen. Es ist 0.14 Uhr am Mittwochmorgen, als Silke Schütz, Leiterin des Essener Medienforums, die Spende der Katholischen Öffentlichen Büchereien (KÖB) im Bistum Essen am Glashaus abgibt. Die KÖB haben hölzerne Engel verkauft, die die Werkstätten des Franz-Sales-Hauses zuvor aus Kirchenbänken der ehemaligen St.-Gertrud-Kirche gesägt haben. Als Nacht-Moderator Jan Malte Andresen diese Geschichte hört, stockt er Schütz‘ Spende für den letzten, eigentlich geschenkten Engel um weitere 50 Euro auf.

Es sind vor allem ganz viele kleine, oft sehr kreative Spendenaktionen, die am Ende eine große Wirkung im gemeinsamen Engagement gegen den Hunger in der Welt haben – auch aus den Pfarreien und Gruppen im gesamten Bistum. Soweit bislang bekannt, sind von der BiB, den diversen Bistumseinrichtungen und den verschiedensten weiteren katholischen Gruppen mindestens 155.882,67 Euro an Spenden für das WDR2-Weihnachtswunder gesammelt worden. Insgesamt endet die Aktion mit einem Rekordergebnis von 15.644.256 Euro, das das Moderationsquartett am Mittwochabend mit reichlich Freudentränen verkündet.

Das Erfolgsgeheimnis des WDR2-Weihnachtswunders

Vielleicht ist das das Erfolgsgeheimnis dieses fünftägigen Sende- und Spendemarathons – den es in ähnlicher Form auch in vielen anderen Ländern gibt: Dass es echt ist. Echt sind die vier Menschen, die in der fantasievollen Pop-up-Kulisse hunderte Geschichten von Freude und Leid und vor allem von überragendem mitmenschlichem Engagement in einer sonst als so krisenhaft beschriebenen Zeit hören und ihrem Publikum erzählen. Egal ob am Radio, im TV, am Online-Livestream oder auf dem Burgplatz: Das Publikum nimmt den Moderatorinnen und Moderatoren jede Träne ab und jeden Begeisterungssturm, weil auch nach 100 Stunden auch die x-te ehrenamtliche Waffelaktion noch genauso gefeiert wird wie eine fünfstellige Unternehmensspende. Immer wieder sprechen Heinrich, Neu, Bug und Andresen von der emotionalen Achterbahn, die das Weihnachtswunder für sie sei – und nehmen ihr Publikum auf diese Reise mit: nächste Runde rückwärts!

Pfadfinderinnen und Pfadfinder weisen Spendenwilligen den Weg

Immer wieder mischen sich auf dem Burgplatz Kirchengruppen zwischen die Spendewilligen, neben ganz vielen Essenerinnen und Essenern zum Beispiel Gemeinde-Teams aus Duisburg und Ennepetal oder der Kirchenchor aus Lüdenscheid. Und nicht zu vergessen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der DPSG, die sich an allen fünf Weihnachtswunder-Tagen in den Dienst des Massenevents stellen und diejenigen betreuen, die sich in der langen Spendeschlange anstellen. Nein, das WDR2-Weihnachtswunder ist keine Kirchenveranstaltung. Aber unter den Menschen, die ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Geld für Menschen einsetzen, denen es deutlich schlechter geht als ihnen selbst, sind sehr viele Christinnen und Christen. Und dass diese gemeinsam mit allen anderen, die diese Welt ein Stückchen besser machen möchten, tatsächlich etwas so Großes schaffen können, lässt manche und manchen am Ende dieses Jahres vielleicht ein wenig versöhnter Weihnachten feiern und hoffnungsfroher auf 2026 schauen.

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news-21008 Tue, 16 Dec 2025 13:51:33 +0100 Schulen des Bistums Essen wecken WDR2-Weihnachtswunder-Team mit dem Steigerlied https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/schulen-des-bistums-essen-wecken-wdr2-weihnachtswunder-team-mit-dem-steigerlied Mit zahlreichen Aktionen haben die sieben Schulen des Bistums Essen in den vergangenen Wochen insgesamt ‎27.721,41 Euro für das WDR2-Weihnachtswunder gesammelt. Die Übergabe haben 140 Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften am Dienstagmorgen als musikalische Geheimoperation inszeniert. Fast wie in einer Geheimoperation haben am Dienstag um kurz nach 6 Uhr 140 Schülerinnen und Schüler der sieben Schulen im Bistum Essen zusammen mit ihren Lehrkräften die Bühne des WDR2-Weihnachtswunders und den Burgplatz bevölkert und gemeinsam das Steigerlied präsentiert. Zuvor hatten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam in den Turnhallen des Schulzentrums am Stoppenberg in Essen übernachtet, um bereits um kurz nach 5 Uhr mit Bussen durch die schlafende Stadt zum Bischöflichen Generalvikariat zu fahren – und nach einer letzten Probe durch leere Büroflure zum Glashaus-Studio zu gehen, von dem aus der WDR noch bis Mittwochabend rund um die Uhr sendet.

„Das ist Wahnsinn, was sind die denn schon so wach?“, jubelt Moderatorin Sabine Heinrich, als sie die volle Bühne und die bereits zu dieser Stunde dicht gefüllten Reihen vor ihrem Studio sieht. Zusammen mit den Jugendlichen Fenja und Jo berichtet Andreas Busch, Co-Leiter der Gladbecker Jordan-Mai-Schule, dass die sieben Schulen in Essen, Duisburg und Gladbeck schon seit dem Spätsommer planen, mit vielen kleinen Einzelaktionen an den Schulen Spenden zu sammeln und diese dann gemeinsam mit einem kreativen Event zu übergeben. So gab es Cafés bei Elternsprechtagen und Tagen der offenen Tür, Punsch- und Brezel-Verkäufe bei Martinszügen – und Jo erzählt von einer „Icebucket-Challenge“, bei der man gegen Eintrittsgeld jemandem zuschauen konnte, wie der sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf schüttet. Insgesamt sind durch diese vielen Aktionen 27.721,41 Euro an Spenden zusammengekommen – ein Betrag, der Moderatorin Heinrich neben dem frühmorgendlichen Engagement der Kinder und Jugendlichen zu Tränen rührt. Mit der bereits gestern von Bischof Franz-Josef Overbeck und Peter Güllmann, Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen (BiB) überreichten Spende steigt das Gesamtspendenvolumen von Bistum und BiB damit auf 105.536,51 Euro.

Spendenvolumen von Bistum und BiB steigt auf insgesamt 105.536,51 Euro.

„So etwas macht die Kinder und Jugendlichen wirksam, erklärt Schulleiter Busch, „sie merken, dass sie etwas bewegen können.“ Und die Werte, die das Weihnachtswunder vertrete, für die stünden auch das Bistum und seine Schulen: „Hoffnung und Zuversicht – das ist echt Weihnachten!“ Gerade die Musikerinnen und Musiker der Gladbecker Förderschule und des Essener Schulzentrums mit Gymnasium und Sekundarschule am Stoppenberg seien durch das Weihnachtswunder-Projekt eng zusammengerückt, berichtet Busch. Sie haben sich gemeinsam besucht und geprobt, damit die live übertragene „Welturaufführung“ (Busch) des Steigerlieds der beiden Schulbands samt Sängerinnen und Sänger der anderen Schulen gut über die WDR2-Bühne geht. „Das war eine super gewinnbringende Geschichte für beide Seiten“, sagt Busch und betont: „Das ist auch Inklusion!“ Weitere musikalische Projekte der Bistumsschulen seien nun schon angedacht.

Hinter der Glasscheibe bedankt sich Sabine Heinrich bei Fenja, Jo und Andreas Busch und ermuntert alle Schülerinnen und Schüler: „Lasst euch nicht davon beeindrucken, dass Jan Malte, Steffi und Thomas ungefähr zehn ‎Meter entfernt von uns schlafen.“ Sie sollten musikalisch „richtig Gas geben“, sagt Heinrich. Und das tun sie dann auch: Erst erklingt die Trommel, dann die Pauke, die Blasinstrumente setzen ein – und um 6.15 Uhr klingt aus weit über 100 Kehlen auf dem Essener Burgplatz die heimliche Hymne des Ruhrgebiets: „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt ...“

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news-21007 Mon, 15 Dec 2025 13:31:01 +0100 Auf gute Nachbarschaft: 77.815 Euro für das WDR2-Weihnachtswunder https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/auf-gute-nachbarschaft-77815-euro-fuer-das-wdr2-weihnachtswunder Tausende Spenden und ein starkes gemeinsames Zeichen: Beim WDR2-Weihnachtswunder in Essen haben Bischof Overbeck und BiB-Vorstandssprecher Güllmann am Montag 77.815 Euro übergeben. Das Geld stammt aus Aktionen von Gemeinden, Kitas, des Generalvikariats, vieler Einzelpersonenund der Bank im Bistum Essen und unterstützt den Kampf gegen Hunger. Bischof Overbeck ist beeindruckt: Er wohne jetzt seit 16 Jahren auf dem Burgplatz, „aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“. So viele friedliche Menschen stehen seit Samstagvormittag Tag und Nacht vor seiner Haustür Schlange, um am Glashaus des WDR2-Weihnachtswunders ihre Spenden für den Kampf gegen den Hunger gegen einen Musikwunsch zu tauschen. Overbeck hat sich dieses Fest am Wochenende immer mal wieder angeschaut – am Montagvormittag ist er nun selbst Gast im gläsernen Studio, das noch bis Mittwochabend vom Burgplatz vor dem Essener Dom aus sendet. Zusammen mit dem Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen (BiB), Peter Güllmann, interviewen ihn Jan Malte Andresen, Thomas Bug und Sabine Heinrich – Steffi Neu hatte Overbeck noch hinter den Kulissen begrüßt, sich dann angesichts ihres frühmorgendlichen Einsatzes jedoch in Richtung Bett verabschiedet.

Im Studio ist Overbeck nicht nur als Leiter des Ruhrbistums, sondern auch als der nächste Nachbarn des Weihnachtswunder-Events gefragt. „Ich kann gut schlafen“, antwortet Overbeck auf die Frage, ob ihn Livemusik-Auftritte und das 24-Stunden-Radioprogramm in seinem Vorgarten die Nachtruhe rauben. Da scheint es ihm besser zu gehen als dem Moderationsteam, das im kleinen Container-Dorf gleich hinter dem Studio logiert. Und dass das Weihnachtswunder das ernste Thema Hunger mit „viel Ramba-Zamba“ (Bug) verbindet, findet Overbeck richtig – das sei schließlich auch das Konzept der Kirche: „Wir müssen uns gut verkaufen und zugleich sensibel für die Nöte der Menschen sein.“

Overbeck: „Die Spendensumme darf ruhig noch wachsen.“

Das ist für den Bischof nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis: Dutzende Gemeindegruppen, katholische Kitas, Schulen, Einrichtungen und Verbände sowie die Mitarbeitenden des Bistums, die Kundinnen und Kunden und die Belegschaft der BiB haben gemeinsam eine eindrucksvolle Spendensumme zusammengetragen. 77.815,10 Euro stehen auf dem symbolischen Scheck, den Overbeck und Güllmann gemeinsam in die Kamera halten. Damit unterstützen Bistum und BiB über das Weihnachtswunder der Kampf gegen den Hunger in der Welt und hier vor Ort. So kommen die Spendengelder des Weihnachtswunders der Aktion Deutschland Hilft und den Tafeln in NRW zugute. Der Bischof und der Bank-Chef betonten, dass es vor allem die vielen kleinen Aktionen gewesen seien, durch die diese eindrucksvolle Summe entstanden sei: Die BiB hatte ihre Kundschaft um Münzgeld als Spenden gebeten und diese Summen jeweils verdoppelt, viele Gemeindegruppen haben gebastelt, gebacken und gekocht und die Erlöse von Adventsbasaren oder Tannenbaumaktionen gespendet … Und damit nicht genug: Am Dienstag werden die Bischöflichen Schulen ihren Spendenbeitrag zum Glashaus bringen, und auch viele Gemeindegruppen haben sich für die beiden letzten Weihnachtswunder-Tage in Essen angekündigt.

„Auf weiterhin gute Nachbarschaft“, verabschiedet Moderator Bug den Bischof. „Die wird bleiben“, entgegnet Overbeck, „aber die Spendensumme darf ruhig noch wachsen“. Prompt schwenkt die WDR-Kamera auf Kinder aus der Katholischen Kita St. Augustinus, die gerade ihren Spendenumschlag mit weiteren 2000 Euro am Glashaus abgeben.

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news-21004 Thu, 11 Dec 2025 18:14:14 +0100 Wie Innovationen im Klimaschutz das Ruhrgebiet voranbringen ‎können ‎ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wie-innovationen-im-klimaschutz-das-ruhrgebiet-voranbringen-koennen Wie sich das Ruhrgebiet in Richtung Klimaneutralität entwickeln kann, darüber ‎haben am Dienstag, 9. Dezember, Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft ‎und Verwaltung in der Mülheimer Bistumsakademie ‎‎„Die Wolfsburg“ diskutiert. Bei der Jahresveranstaltung des Rates für Ökologie ‎und Nachhaltigkeit im Bistum Essen ging es unter dem Titel „Grün-Blaue ‎Erfolgsstorys – Wie Klimaschutz die Ruhrregion durch Innovationen voranbringt“ ‎auch um Erfolgsgeschichten aus der Region und um Zukunftspotentiale für die ‎kommende Generation.‎ Nach Einschätzung von Ralf Düssel, verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement beim Essener Chemiekonzern Evonik, ermöglicht die hohe Unternehmens- und Forschungsdichte im Ruhrgebiet enge Kooperationen und damit schnelle Innovationsprozesse. Das sagte Düssel am Dienstag bei der als Fachtagung konzipierten Jahresveranstaltung des Rates für Ökologie und Nachhaltigkeit des Bischofs von Essen in der Bistumsakademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim. Nachhaltigkeit sei dabei längst kein technisches Thema: Faire Arbeitsbedingungen und soziale Standards seien fester Bestandteil unternehmerischer Verantwortung.

Mit Blick auf die aktuelle politische Diskussion über ein mögliches Verbot der sogenannten Ewigkeitschemikalie PFAS warnte Düssel vor pauschalen Regelungen und einem Generalverbot. Viele Stoffe dieser Chemikaliengruppe seien beispielsweise in Dichtungen und Pumpen für Industrieanlagen unverzichtbar. Zugleich führte Düssel am Beispiel der Wiederverwertung von Matratzen und anhand von CO2-Recyclingprojekten aus, wie sein Unternehmen Kreislaufprozesse zur Ressourcenschonung nutzt.

Nordrhein-Westfalen als Hotspot der internationalen Kreislaufwirtschaft

Enormes Potenzial attestierte auch Ratsmitglied und Gründer der Initiative „Circular Valley“ Carsten Gerhardt dem Ruhrgebiet. Mehr als 300 Weltmarkführer und rund 70 Forschungseinrichtungen, darunter sechs Max-Planck-Institute und zwölf Fraunhofer-Institute, bildeten die Grundlage für eine internationale Kreislaufwirtschaft, in der Reparieren, Wiederverwenden und Recyclen eine tragende Rolle spielten.

Mit dem von ihm initiierten Großformat „Circular Valley Convention“ will Gerhardt NRW als global sichtbare Drehscheibe und als Hotspot der internationalen Kreislaufwirtschaft etablieren – auch um Europas Abhängigkeit von den USA und China zu verringern. „Das Know-how und die Infrastruktur für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist in der Rhein-Ruhr-Region vorbildhaft vorhanden“, sagte Gerhardt. 

Das Ruhrgebiet ist schon heute überraschend grün

Das Ruhrgebiet sei grüner, als viele denken, sagte die Umweltdezernentin des Regionalverbands Ruhr (RVR), Nina Frense. Mit seinen vielen Grünzügen verfüge es über einen Grün- und Freiflächenanteil von 61 Prozent, und der RVR sei mit 16.000 Hektar Wald der größte kommunale Waldbesitzer Deutschlands. Christina Zollmarsch, verantwortlich für den Bereich Grüne Technologie bei der Business Metropole Ruhr, ergänzte: „28,5 Prozente aller Patente in Nordrhein-Westfalen kommen aus der Region.“ In der Grünen Industrie arbeiteten schon heute mehr als 160.000 Menschen, die eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 14 Milliarden Euro erwirtschafteten.

Besonders bei Photovoltaik sehen Frense und Zollmarsch großes Potenzial. Nach Schätzungen könnten Dachflächen, Parkplätze und andere ungenutzte Areale im Ruhrgebiet genug Solarstrom liefern, um acht Millionen Haushalte zu versorgen – angesichts der Endlichkeit fossiler Energieträger von großer Bedeutung. Gerhardt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Installationskapazitäten zwar vorhanden seien, der Großteil der Komponenten jedoch weiterhin aus China komme. Ein nachhaltiger Ausbau der Photovoltaikinfrastruktur brauche daher Investitionen in Energiespeicher und eine solidere europäische Lieferkette.

Die Fachtagung machte deutlich: Das Ruhrgebiet besitzt nicht nur industrielle Erfahrung und eine starke Forschungslandschaft, sondern auch die Innovationskraft, zu einer Schlüsselregion im Klimaschutz zu werden. Kreislaufwirtschaft, Grüne Technologien und Erneuerbare Energien könnten in den kommenden Jahren zu tragenden Säulen einer ökologisch und wirtschaftlich starken Metropole Ruhr werden.  

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news-21003 Thu, 11 Dec 2025 16:28:05 +0100 Bistum Essen startet Innovationslabor für kreative, neue Kirchenideen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-essen-startet-innovationslabor-fuer-kreative-neue-kirchenideen Neue Ideen für Pfarreien, kirchliche Schulen, Verbände oder andere Einrichtungen will das neue digitale Innovationslabor des Bistums Essen fördern und miteinander vernetzen. ‎„Wir wollen radikale Innovation, nicht nur ein bisschen Anpassung“, sagt Bianka Mohr, die das neue Innovationslabor koordiniert. Die katholische Kirche verändert sich ständig – deshalb ermutigt das Bistum Essen nun mit seinem neuen Innovationslabor, diese Veränderungen aktiv mitzugestalten. „Wir begleiten dich und dein Team fachlich, fördern dein Vorhaben finanziell und machen innovative Projekte sichtbar“, beschreibt die zentrale Internetseite www.innovation.bistum-essen.de das Angebot für alle, die in Pfarreien, Verbänden, Schulen oder anderen Einrichtungen des Ruhrbistums Angebote starten möchten, die die Kirche nach vorn bringen. Neu ist dabei vor allem die Breite der Unterstützungsstruktur für Ehrenamtliche wie Hauptberufliche, die eine Idee in der Kirche umsetzen möchten. „Wir beraten mit ganz unterschiedlichem Know-how aus unserem Haus, sorgen mit unserer Community für eine Sichtbarkeit aller Innovationsideen und können mit einem neuen Innovationsfonds zumindest eine Anschubfinanzierung anbieten“, beschreibt Bianka Mohr, Leiterin der Abteilung Entwicklung pastoraler Handlungsorte im Bischöflichen Generalvikariat, die Perspektiven des Innovationslabors.

Mohr: „Wir wollen radikale Innovation, nicht nur ein bisschen Anpassung.“

Mohr betont: „Wir wollen radikale Innovation, nicht nur ein bisschen Anpassung.“ Von diesem Ziel soll sich jedoch niemand abschrecken lassen. „Wer eine Idee hat, soll sich bei uns melden – dann schauen wir gemeinsam, womit und wie wir unterstützen können“, so Mohr. Grundsätzlich unterscheidet die Innovationsförderung des Bistums zwischen den Kategorien „Kleines Experiment“ und „Großes Experiment“. Wer eine vergleichsweise kleine Idee hat, die ein neuer oder ungewöhnlicher Ansatz in einem bestimmten Kontext – zum Beispiel der eigenen Pfarrei oder einer Stadt – ist, sich an eine bestimmte Zielgruppe richtet und einige weitere Innovationskriterien erfüllt, kann diese Idee auf der Internetseite in einem kurzen Antrag beschreiben und diesen direkt einreichen. Für „kleine Experimente” steht eine Fördersumme von bis zu 1000 Euro je Projekt zur Verfügung. Das Team hinter einem „großen Experiment” wird sogar durch ein spezielles Coaching begleitet. Wer unsicher ist, ob er oder sie ein kleines oder großes Experiment im Kopf hat oder die eigene Idee überhaupt ins Innovationslabor des Bistums passt, kann online einen Test machen: „Finde deine passende Förderung - in 90 Sekunden“, lautet das Versprechen – und nach einigen Fragen zum Beispiel zur Art der Idee oder zur möglichen Zielgruppe steht am Ende ein konkreter Vorschlag, wie es weitergehen kann.

Fördern, Innovationen sichtbar machen und vernetzen

Neben der reinen Förderung geht es im Innovationslabor auch darum, neue Entwicklungen sichtbar zu machen und Menschen mit guten Ideen zu vernetzen. So bietet die Webseite eine Karte des Bistums, auf der nach und nach immer mehr innovative Orte erscheinen sollen, verlinkt mit konkreten Beschreibungen und Kontakten, so dass man voneinander lernen kann. Zum Start verweist die Karte zum Beispiel auf das Café Mary & Joe im Ökumenischen Kirchenzentrum am Centro in Oberhausen, auf das „WatLokal“ der Pfarrei St. Gertrud in Bochum-Wattenscheid und auf die umgebaute Kirche St. Theresia in Essen-Stadtwald, die nun neben einer neuen KiTa, Gemeinderäumen und einer Kapelle den ersten offiziellen Kulturort des Bistums beherbergt.

Zudem soll es nicht nur bei digitalen Informationen bleiben, sondern auch weitere Präsenz-Treffpunkte für die innovative Community geben – so wie die „Denkbar“, zu der das Bistum im Oktober unter der Überschrift „Geistesblitz gesucht – Kreativitätsmethoden für gute Ideen vor Ort“ in die Erlebniswerkstatt Essen eingeladen hatte. „Wir suchen keine Eigenbrötler, sondern vor allem Menschen die Lust haben, von ihren guten Ideen zu erzählen. Vielleicht findet sich gerade so für manche Idee, die in der eigenen Umgebung gerade nicht gefragt ist, ein neuer Ort, an dem sie begeistert aufgegriffen wird“, beschreibt Mohr den Mehrwert der Vernetzung.

Nächster Stichtag: 1. März

Einmal im Quartal wird über die neu eingegangenen Innovationsanträge entschieden – nächster Stichtag ist der 1. März. „Vielleicht bieten sich ja gerade die kommenden Feier- und Ferientage an, die ein oder andere Idee zu entwickeln und ein wenig zu konkretisieren, um sie im neuen Jahr endlich in die Tat umzusetzen“, setzt Mohr auf das innovative Potenzial im Bistum Essen. „Wir freuen uns auf möglichst viele neue Anträge und stehen für Beratungen mit unserem ganzen Team bereit.

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news-21002 Wed, 10 Dec 2025 17:36:45 +0100 Spenden sammeln und Hoffnung schenken fürs WDR2-Weihnachtswunder https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/spenden-sammeln-und-hoffnung-schenken-fuers-wdr2-weihnachtswunder Mit Konzerten, Laufaktionen, Plätzchenverkäufen und vielen weiteren kreativen Ideen unterstützen katholische Pfarreien, Schulen, Verbände und Einrichtungen im Ruhrbistum das WDR2-Weihnachtswunder in Essen, um möglichst viele Spenden für den Kampf gegen Hunger zu sammeln. Am Montag, 15. Dezember, um 11.30 Uhr übergibt Bischof Franz-Josef Overbeck die Spende des Bistums Essen an das ‎Moderationsteam.‎ Die Wohncontainer sind bezugsfertig, das gläserne Studio scheint startklar – und der Burgplatz am Essener Dom steht für Tausende Konzertgäste bereit. Wenn am Samstag, 13. Dezember, um 10 Uhr Steffi Neu, Sabine Heinrich, Jan Malte Andresen und Thomas Bug in der Essener Innenstadt Quartier beziehen, um von dort aus das Programm des WDR2-Weihnachtswunders zu moderieren, bekommt nicht nur Bischof Franz-Josef Overbeck fünf Tage lang neue Nachbarn. Die Idee des Radio-Senders, gegen Spenden Musikwünsche zu erfüllen, beflügelt auch die Belegschaft im Bischöflichen Generalvikariat, viele katholische Pfarreien, Verbände, Einrichtungen und Bistumsschulen, mit viel Kreativität und Engagement, ihrerseits das Weihnachtswunder zu unterstützen und möglichst viele Spenden für den weltweiten Kampf gegen den Hunger zu sammeln. „Hoffnung schenken“, heißt die dazu passende Kampagne des Ruhrbistums, die neben dem Spendensammeln auch dazu anregt, sich angesichts von Ängsten und Nöten gegenseitig Hoffnung zu machen. „Das, was der WDR mit dem Weihnachtswunder macht, ist etwas Urchristliches: Der WDR animiert Menschen, anderen Menschen zu helfen“, sagt Bischof Overbeck, der am Montag, 15. Dezember, um 11.30 Uhr die Spende des Bistums Essen an das Moderationsteam übergeben wird. Darüber hinaus sind im Ruhrbistum bislang folgende Termine und Spendenaktionen rund um das Weihnachtswunder bekannt:

Konzerte und Aktionen am Burgplatz und im Dom:

  • Abendliches Zur-Ruhe-Kommen mit Königinnen und Königen von Ralf Knoblauch im Essener Dom: Jeweils nach den abendlichen Konzerten und Partys des Weihnachtswunders gibt es von Samstag, 13., bis Mittwoch, 17. Dezember, immer gegen 22 Uhr eine kurze Orgelmeditation im Essener Dom und Gelegenheit zur Ruhe zu kommen und den Tag Revue passieren zu lassen. Im Dom sind in diesen Tagen hölzerne Königinnen und Könige aus der Werkstatt des Bonner Tischlers und Diakons Ralf Knoblauch zu sehen, mit denen der aus Bottrop stammende Theologe künstlerische Zeichen für Menschenwürde setzt.
  • Unmittelbar im Anschluss an den Auftritt von DJ David Puentez (House, Techno, EDM) lädt am Samstag, 13. Dezember, um 20.15 Uhr der Essener Domchor auf der Weihnachtswunder-Bühne am Burgplatz zum Mitsingen ein. Zur gleichen Zeit am Dienstag, 16. Dezember, übernehmen die Essener Domsingknaben und der Mädchenchor am Essener Dom das Weihnachtswunder-Mikrofon von der Schweizer Pop-Sängerin Stefanie Heintzmann. Auch die beiden Junior-Chöre laden zum Mitsingen von Advents- und Weihnachtsliedern ein.

Aktionen des Essener Domschatzes:

  • Vom 13. bis zum 16. Dezember ist der Eintritt in den Domschatz gegen eine Spende für das Weihnachtswunder möglich. Auch die Teilnahme an drei besonderen Führungen (Treffpunkt jeweils im Domschatz-Foyer) erfolgt auf Spendenbasis.
  • Am Samstag, 13. Dezember, können Interessierte von 15 bis 16 Uhr den Essener Dom und die weltberühmte Goldene Madonna bei einer besonderen Führung entdecken. Mitten in der Essener Innenstadt kann Geschichte von über 1000 Jahren erlebt werden.
  • Am Sonntag, 14. Dezember, steht eine meisterhafte Weihnachtsdarstellung im Mittelpunkt. Von 15 bis 16 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die seltene Gelegenheit, eines der bedeutendsten Kunstwerke der Essener Geschichte hautnah zu erleben. Zwei monumentale Tafeln mit insgesamt vier Gemälden, geschaffen im 16. Jahrhundert vom Kölner Meister Bartholomäus Bruyn d. Ä., zeigen Essens schönste Weihnachtsdarstellung und die älteste Stadtansicht Essens.
  • Am Montag, 15. Dezember, öffnet der Domschatz zusätzlich seine Türen von 11 bis 17 Uhr. Bei einem geführten Rundgang kann von 15 bis 16 Uhr die Ausstellung „EINE MORD(s) GESCHICHTE“ erkundet werden – eine spannende Reise ins frühe 13. Jahrhundert rund um den dramatischen Mord an Erzbischof Engelbert von Berg vor 800 Jahren.

Spendenaktionen

Essen:

  • Aus alten Bänken der früheren Essener Kirche St. Gertrud hat die Holzwerkstatt des Franz-Sales-Hauses Engel gefertigt, die die Katholischen öffentlichen Büchereien im Bistum Essen zugunsten des Weihnachtswunders verkauft haben. Außerdem sind aus den Bänken Blumenvasen entstanden, die die Generalvikariats-Belegschaft gegen Spenden erwerben kann.
  • Die Caritas im Bistum Essen hat zum Spendensammeln beim Radfahren aufgerufen: Mitarbeitende konnten jeden zwischen dem 10. November und dem 10. Dezember gefahrenen Fahrradkilometer melden – und die Caritas spendet je Kilometer einen Euro aus dem „Kleine-Münze-Topf“. So wurden 1770 Euro „erstrampelt“ und zusätzlich weitere 1200 Euro an Spenden eingeworben. Aufgerundet auf 3000 Euro hat der Caritasverband die Spende geteilt und je eine Hälfte ans Weihnachtswunder gespendet sowie an die Lichtblicke-Aktion der NRW-Lokalradios, die die Caritas gemeinsam mit der Diakonie betreut.
  • Über 14.000 Euro hat die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Bistum Essen (kfd) bei ihrer Spendenaktion für das WDR2-Weihnachtswunder gesammelt. „Ob 1 Euro, 10 Euro oder mehr – jede Spende zählt und zeigt, dass wir als Gemeinschaft etwas bewegen können“, heißt es im Aufruf auf der Aktionsseite der kfd: https://kfd-essen.de/wdr-2-weihnachtswunder/
  • Ralf Althoetmar, Abteilungsleiter Wirtschaftliche Beratung und Begleitung der Kirchengemeinden im Bistum Essen, hat am Ruhrsee-Marsch in Herdecke teilgenommen und für jeden der 41 gelaufenen Kilometer auf seiner insgesamt siebenstündigen Wanderung Spenden gesammelt. Insgesamt sind so 2025 Euro zusammengekommen.
  • Die Katholische Erwachsenen und Familienbildung im Bistum Essen hat an ihren Standorten und in ihren Kursen mit Spendenboxen für das Weihnachtswunder gesammelt.
  • Der Abschlussjahrgang des Bischöflichen Nikolaus-Groß-Weiterbildungskollegs in Essen feiert am 12. Dezember einen Dankgottesdienst für das bestandene Abitur und spendet die Kollekte für das Weihnachtswunder.
  • Bei Veranstaltungen rund um das Martinsfest haben die katholische Jordan-Mai-Schule in Gladbeck die Erlöse des Handwerker-Markts und das Bischöfliche Schulzentrum am Stoppenberg in Essen das freiwillige Brezel-Geld für das Weihnachtswunder eingeplant.
  • Das Bischöfliche Mariengymnasium in Essen-Werden spendet unter anderem die Eintritts-Einnahmen vom diesjährigen Musical und vom Kuchenverkauf an das Weihnachtswunder.
  • Beim dritten Ökumenischen Lichtsingen der Pfarrei St. Dionysius in Essen-Borbeck und der evangelischen Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim auf dem alten Borbecker Markt werden am Dienstag, 16. Dezember, um 17 Uhr Plätzchen zugunsten des Weihnachtswunders verkauft.
  • Die Essener Pfarrei St. Laurentius verkauft bereits seit mehreren Wochen selbstgebackene Plätzchen und hat so schon einen vierstelligen Betrag für das WDR2-Weihnachtswunder zusammenbekommen.
  • Das Jugendhaus St. Altfrid in Essen-Kettwig unterstützt das WDR2-Weihnachtswundermit insgesamt rund 2250 Euro: 746 Euro hat das Team des Bischöflichen Jugendhauses durch den Verkauf von Armbändern und anderen Accessoires verdient, bei denen kleine Kronen Bezug auf das Thema Menschenwürde nehmen, für die die geschnitzte Königin in der Kirche des Jugendhauses steht. Und mehr als 1500 Euro sind bei einer Aktion der Gottesdienstgemeinde zusammengekommen, die sich offenbar vom Weihnachtswunder-Konzept hat inspirieren lassen: Gegen eine Spende konnten sich Gläubige Lieder für die Messfeier wünschen.
  • „TASCHENgeld“ gegen den Hunger in der Welt: Im Kirchenladen „mittendrin“ der Pfarrei St. Dionysius in Essen-Borbeck, werden am Freitag, 12. Dezember, zwischen 10 und 12.30 Uhr selbstgefertigte Taschen aus Schlüsselbändern gegen eine angemessene Spende abgegeben.
  • Der ökumenische Gospelchor HeiSingers aus Essen verkauft seine CD bei Konzerten und Auftritten, etwa auf dem Weihnachtsmarkt in Essen-Steele und reicht die kompletten Einnahmen an das WDR2-Weihnachtswunder weiter.
  • Die aktuellen Seelsorge-Auszubildenden im Bistum Essen verkaufen am 16. Dezember nachmittags Waffeln an die Belegschaft des Bischöflichen Generalvikariats – und lassen sich dafür mit Spenden fürs Weihnachtswunder bezahlen.
  • Unter dem Titel „Kirche?Läuft! für´s Essener Weihnachtswunder“ beteiligen sich die katholische Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen und die Thomasgemeinde Essen-Stoppenberg am Weihnachtswunder: Das ökumenische Laufteam „Kirche?Läuft!“ sammelt seit dem 1. November bei ihren wöchentlichen Laufrunden auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein Kilometer (immer mittwochs, ab 18:30 Uhr, Treffpunkt: Rolltreppe), die Sponsorinnen und Sponsoren in Spenden für die WDR2-Aktion umwandeln. Am Mittwoch, 17. Dezember, übergibt das Laufteam auf dem Burgplatz gegen 19.15 Uhr seine Spende an das Moderationsteam.

Mülheim:

Duisburg:

  • Einen Teil des Erlöses ihres Adventsmarkts und Weihnachtsbaumverkaufs am dritten Adventswochenende spendet die Duisburger Gemeinde St. Petrus Canisius für das Weihnachtswunder.
  • Mit vielfältigen Aktionen haben die beiden Bischöflichen Gymnasium in Duisburg in den vergangenen Wochen Spenden für das WDR2-Weihnachtswunder gesammelt. Das St.-Hildegardis-Gymnasium hat am Rande seines großen Martinszugs Punsch, Kakao, Weckmänner und Stockbrot zugunsten der Aktion verkauft. Außerdem gab es eine Nikolausaktion der SV, eine Box ‎für Pfandspenden, ein Café am Elternsprechtag und den Verkauf von Wraps am Tag der offenen Tür. Das Abtei-Gymnasium in Hamborn hat ebenfalls am Tag der offenen Tür Spenden gesammelt, einzelne Klassen haben eigene Aktionen gestartet – und schließlich hat die Schule die eingeworbenen Spenden durch eigene Mittel aufgestockt.

Ennepe-Ruhr-Kreis

  • Der Jugendchor der Pfarrei St. Peter und Paul in Witten/Sprockhövel/Wetter hat die vergangenen Sonntage in verschiedenen Kirchen musikalisch gestaltet und nach den Gottesdiensten Spenden gesammelt.
  • Die Gemeinde Herz Jesu in Ennepetal hat Sterne und andere kleine Dinge gebastelt und diese in den vergangenen Wochen in den Kirchen der Propsteipfarrei St. Marien, Schwelm, und bei Adventsfeiern verkauft. Noch läuft die Aktion, aber bereits jetzt sind über 600 Euro zusammengekommen, die das Team ZAG (Zusammen Aktiv Gestalten) der Gemeinde am Dienstag, 16. Dezember, nachmittags zum WDR2-Glashaus auf dem Essener Burgplatz bringt.

Märkischer Kreis:

  • In der Pfarrei St. Medardus in Lüdenscheid haben die Büchereien und der Kirchenchor Maria Königin für das Weihnachtswunder gesammelt. Unter anderem beim Auftritt des Chores bei der Nacht der Kulturen in der Lüdenscheider Phänomenta, aber auch bei den Gottesdiensten am zweiten Adventwochenende haben die Chormitglieder den Klingelbeutel für die WDR2-Aktion kreisen lassen. Nun verbinden sie ihren jährlichen Chorausflug mit einem Besuch in Essen und bringen am Sonntag, 14. Dezember, nachmittags persönlich zum Radio-Glashaus am Dom.

Bochum:

  • Musik hören und Gutes tun: In der Propsteikirche St. Gertrud in Bochum-Wattenscheid, An der Kirchenburg 3, lädt Kirchenmusiker Nikodem Chronz am Freitag, 12. Dezember, 20 Uhr zu einem Konzert ein. An der großen Sauer-Orgel der Kirche spielt er klassische und moderne Werke zum Advent – im Anschluss werden Spenden für das Weihnachtswunder gesammelt.
  • Bei den Martinszügen der Pfarrei St. Franziskus in Bochum wurden Brezeln gegen eine Spende für das Weihnachtswunder verkauft.
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