Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Tue, 20 Apr 2021 00:01:41 +0200 Tue, 20 Apr 2021 00:01:41 +0200 TYPO3 news-19313 Sat, 17 Apr 2021 09:35:55 +0200 Weihbischof Schepers weiht Jan Sienert zum Diakon https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihbischof-schepers-weiht-jan-sienert-zum-diakon Feierlicher Gottesdienst in der Propsteikirche St. Lamberti. Der 30-jährige gelernte Erzieher Sienert möchte Priester werden. Derzeit ist er in der Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld tätig. In einem feierlichen Gottesdienst in der Propsteikirche St. Lamberti hat Weihbischof Ludger Schepers den Gladbecker Jan Sienert am Sonntag, 18. April, zum Diakon geweiht. Der 30-jährige gelernte Erzieher möchte Priester werden und erhält nach einem weiteren Ausbildungsjahr in der Oberhausener Pfarrei St. Pankratius voraussichtlich am Pfingstwochenende des kommenden Jahres von Bischof Franz-Josef Overbeck im Essener Dom die Priesterweihe.

In seiner Predigt verwies Schepers auf Sienerts erste Ausbildung: Als Erzieher habe er sich klein machen müssen, um mit den Kindern in Kontakt zu treten. Ein Zeichen des dienenden „Sich-auf-Augenhöhe-begebens“, das auch gut zu dem Dienst als Diakon passe. „Was in der Kita gilt, gilt überall – bis in die letzten Tage eines Menschen, vielleicht in einem Hospiz“, schlug Schepers den Bogen zu einer möglichen künftigen Tätigkeit Sienerts als Diakon: Die Pfarrei St. Pankratius engagiert sich seit vielen Jahren intensiv in der Hospizarbeit.

Das Evangelium braucht Zeugen, keine exklusiven Kirchgänger

Nicht nur mit Blick auf den neuen Diakon, sondern auf alle Christen hob der Weihbischof hervor: „Zeuginnen und Zeugen braucht das Evangelium und da besonders die Botschaft von seiner Auferstehung – nicht in erster Linie wissenschaftlich fundierte Theologie, kein Domkapitel, keine kirchlichen Funktionäre und auch keine exklusiven Kirchgänger. Vielleicht braucht es das alles auch, aber anders, damit ich nicht falsch verstanden werde. Aber zuerst braucht das Evangelium Zeuginnen und Zeugen, Menschen, die nicht nur gescheite Diplomarbeiten über Christus schreiben, sondern die ihm begegnet sind.“ Dies könne beim Lesen der Bibel geschehen, „in einer Meditation, in einem ergreifenden Gottesdienst oder auf Besinnungstagen – Menschen, die da plötzlich Feuer gefangen haben und dieses Feuer wie eine Fackel weitertragen“, so Schepers. Sienert hatte seine Diakonenweihe mit dem aus dem Lukas-Evangelium inspirierten Satz: „Lass unser Herz brennen, wenn du zu uns redest“, überschrieben. Seit seiner Jugend ist der neue Diakon vor allem durch die Mitgliedschaft und ehrenamtliche Arbeit in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg inspiriert worden. 

„Wir dürfen nicht schweigen!“

Zugleich gehe es nicht um felsenfeste Überzeugungen, betonte Schepers. „In allen Osterberichten heißt es fast durchgehend so ganz unösterlich, dass die Jünger immer voller Angst, Schrecken, Skepsis, Zweifel und Skrupel waren“, verwies er auf die biblischen Berichte aus der Zeit nach Jesu Auferstehung. Auch der Apostel Petrus sage nicht etwa „,auf unsere Überzeugung – auf unseres sicheres Wissen hin – könnt ihr bauen‘, sondern schlicht und einfach: ,Wir können nicht schweigen von dem, was wir gesehen und gehört haben‘“, so Schepers. „Wir dürfen gar nicht schweigen!“ rief der Weihbischof der Gemeinde zu, die nicht nur in der Propsteikirche, sondern auch über einen Video-Livestream den Gottesdienst verfolgte: „Gerade jetzt in Zeiten der Pandemie. Wir haben nicht nur einen Glauben an die Auferstehung weiterzugeben, sondern noch mehr, nämlich eine Hoffnung fürs Leben und Sterben; eine Hoffnung, die uns von dem Auferstandenen geschenkt ist und von der wir spüren, dass sie unser Leben – auch alle unsere Schicksale – tragen kann und auch schon oft getragen hat.“ 

Das Video des Weihegottesdienstes aus der Gladbecker St.-Lamberti-Kirche

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news-19312 Fri, 16 Apr 2021 09:22:17 +0200 Benefizkonzert für Jugendbildungsstätte: Digitale Premiere auf YouTube und Facebook https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/benefizkonzert-fuer-jugendbildungsstaette-digitale-premiere-auf-youtube-und-facebook Mit einer digitalen Konzertpremiere will die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg im Bistum Essen gemeinsam mit der Essener Dommusik Spenden für die Jugendbildungsstätte in Hagen-Rummenohl sammeln. Bedingt durch Kontaktbeschränkungen und Schließungen in der Corona-Pandemie fehlen auch in der Jugendbildungsstätte in Rummenohl, dem Zentrum der Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Bistum Essen, aktuell Einnahmen. Um durch Spenden Geld für die Einrichtung zu sammeln, hat die Essener Dommusik gemeinsam mit Maximilian Strozyk, Diözesanvorstand der DPSG, ein Konzert aufgezeichnet, das am Samstag, 17. April, veröffentlicht wird: Digitale Premiere ist um 16 Uhr auf dem YouTube- und Facebookkanal der DPSG Essen.

Konzertpremiere für A-capella-Ensemble „Voicemix“

Aufgenommen haben das rund 30-minütige Konzert Domkapellmeister Steffen Schreyer und Domorganist Sebastian Küchler-Blessing mit dem Ensemble „Voicemix“. Das A-capella-Ensemble besteht aus acht Frauen mit Sopran- und Altstimmen. 2015 von Steffen Schreyer aus Kindern und Jugendlichen am Konstanzer Münster gegründet, leben die Sängerinnen heute in ganz Deutschland verteilt, kommen aber zu Projekten und Konzerten zusammen, wie für dieses erste Konzert in ihrer neuen musikalischen Heimat am Essener Dom.

Facettenreiches Programm und persönliche Moderationen

„Mir ist immer sehr daran gelegen, dass wir viele Facetten zeigen“, begründet Domkapellmeister Schreyer die Programmauswahl. Eingesungen hat das Ensemble für das digitale Konzert etwa ein Werk aus der Renaissance, aber vor allem Stücke von Komponisten der heutigen Zeit, wie „O salutaris hostia“ des lettischen Komponisten Eriks Ešenvalds – „ein Stück, das mit seinem Klang wunderbar in den Raum des Essener Doms passt“. Dompropst Thomas Zander und Maximilian Strozyk gestalten die Moderationen zwischen den einzelnen Stücken mit einem ganz persönlichen Rundgang durch den Essener Dom.

„Wir wollen nicht nur mit großen Worten und Taten für die Menschen da sein, sondern auch mit Melodien, die ins Herz gehen und es berühren“, sagt Maximilian Strozyk. „Wir wollen Hoffnung geben in Zeiten, wo grade Kunst, Kultur und Musik zum Träumen bringen und Hoffnung schenken können.“

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news-19311 Thu, 15 Apr 2021 16:09:52 +0200 Kirchengemeinden gedenken der Corona-Toten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kirchengemeinden-gedenken-der-corona-toten Auch Gemeinden im Ruhrgebiet beteiligen sich an dem von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für Sonntag, 18. April, ausgerufenen nationalen Gedenken an die Corona-Opfer. Wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für Sonntag, 18. April, zu einem bundesweiten Totengedenken für die bislang knapp 80.000 Opfer der Pandemie in Deutschland aufruft, beteiligen sich auch Kirchengemeinden im Bistum Essen mit kreativen Ideen an diesem Gedenken.

So lädt die Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld zum Corona-Gedenken an drei neue „Gebetsorte“ auf den Friedhöfen Bottroper Straße, Elpenbachstraße und Teutstraße ein. Diese Orte habe Friedhofsgärtner Thomas Wieschenkämper eigens eingerichtet, wie Propst Christoph Wichmann berichtet. „Gerade in den letzten 13 Monaten haben wir bei jeder Beerdigung gespürt, wie sehr die Pandemie auch unsere wohltuenden Formen der Trauer einschränkt“, sagt Wichmann und hofft: „Vielleicht können diese neuen Orte für ,alle Corona-Verstorbenen‘ ein kleiner Beitrag sein, um besser Abschied nehmen zu können.“ Er lädt für den Corona-Gedenktag am Sonntag alle Gläubigen seiner Pfarrei ein, an den drei Gebetsorten Blumen abzulegen als Zeichen der Verbundenheit und der Solidarität.

Erinnern auf Friedhöfen, in Büchern und mit Kerzen

In Hattingen sind am Sonntag die drei Kirchen St. Peter und Paul in der Stadtmitte, St. Joseph in Welper und St. Mauritius in Niederwenigern für das Corona-Gedenken geöffnet. Jeweils neben der Osterkerze, dem Zeichen für die christliche Hoffnung auf die Auferstehung, liegt dann ein Gedenkbuch aus, in das Besucher die Namen von Menschen eintragen können, die „unter den Bedingungen der Corona-Pandemie gestorben und beigesetzt worden sind“, wie die Pfarrei St. Peter und Paul mitteilt. An die dort eingetragenen Toten werde in den Gottesdiensten der nächsten Wochen im Gebet namentlich erinnert.

An die mehr als 560 Duisburger Corona-Toten erinnert am Wochenende eine Kerzen-Aktion vor der Christus-König-Kirche im Stadtteil Rheinhausen. Am Vorabend des nationalen Gedenktags soll auf den Stufen der Kirche eine Kerze für jeden Duisburger entzündet werden, der an oder mit Corona gestorben ist.

Bundesweiter Gedenkgottesdienst in Berlin

In Berlin laden am Sonntag die katholische und die evangelische Kirche gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein. Der Gottesdienst, in dem auch Vertreter jüdischen und muslimischen Glaubens mitwirken, beginnt um 10.15 Uhr und wird live in der ARD übertragen. Unter anderem werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesratspräsident Reiner Haseloff und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, an dem Gottesdienst teilnehmen.

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news-19310 Wed, 14 Apr 2021 12:39:37 +0200 Essener Pfarrei bietet Gemeinderäume für Impfzentrum an https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-pfarrei-bietet-gemeinderaeume-fuer-impfzentrum-an Seit einer Woche werden Menschen in Katernberg im Gemeindezentrum St. Joseph der Pfarrei St. Nikolaus geimpft. Die Kooperation zwischen Pfarrei und Arztpraxis soll helfen, das Impfen schneller voranzubringen. Um die bundesweite Impfkampagne gegen das Corona-Virus zu unterstützen, hat sich die Pfarrei St. Nikolaus in Essen-Katernberg entschlossen, Räume ihres Gemeindezentrums St. Joseph für ein Impfzentrum bereit zu stellen.

"Wir waren uns schnell einig"

Das gegenüberliegende Arzt-Praxiszentrum habe die Pfarrei gefragt, ob sie ihre derzeit geschlossenen Räume im Gemeindezentrum vermieten würde, sagt Ingo Mattauch, Pfarradministrator für St. Nikolaus. „Wir haben die Anfrage mit dem Kirchenvorstand besprochen und waren uns schnell einig, dass wir die Räume selbstverständlich zur Verfügung stellen.“ Die Pfarrei habe ihr Hygienekonzept vorgelegt, die Praxis sorge nun dafür, dass im Gemeindezentrum unter Beachtung aller Hygiene- und Abstandsregeln geimpft wird. Über den Treppenlift im Gemeindezentrum können auch Menschen, die körperlich beeinträchtigt sind, die obere Etage gut erreichen, sagt Helmut Fleer, der ehrenamtlich in der Pfarreiverwaltung arbeitet.

Eine Win-win-Situation für Pfarrei und Arztpraxis

In der oberen Etage impfen die Ärzte nun seit dem 7. April, Platz ist dafür in zwei Räumen genug, im großen Saal können die Menschen anschließend mit dem nötigen Abstand zur Nachbeobachtung warten. „Das ist für beide Seiten eine Win-win-Situation“, ist sich Pfarrer Mattauch sicher. „Unsere Räume sind so kein totes Kapital, sondern haben einen gesamtgesellschaftlichen Sinn. Und wenn wir dazu beitragen, dass schneller geimpft werden kann, können wir unsere Räume auch hoffentlich schneller wieder für die Menschen öffnen.“

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news-19308 Tue, 13 Apr 2021 09:26:00 +0200 Gemeinsamer Einsatz für eine bessere Welt nach Corona https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gemeinsamer-einsatz-fuer-eine-bessere-welt-nach-corona Kirchen in NRW grüßen zum Beginn des Ramadan 2021 Zum beginnenden muslimischen Fastenmonat Ramadan wenden sich die fünf katholischen (Erz-)Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an Musliminnen und Muslime.

Wie das christliche Osterfest, so steht auch der Fastenmonat Ramadan zum zweiten Mal in Folge unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Dabei hat die Krankheit angesichts vieler erkrankter oder verstorbener Menschen mittlerweile ein Gesicht bekommen. Das ganze Ausmaß zeigt sich im Internet in Listen mit den Namen unzähliger an Corona verstorbener Menschen, die sich dem Vergessen entgegenstellen. „Die überwältigende Dynamik der Pandemie zeigt uns, wie gut es ist, dass wir als muslimische und christliche Gläubige darauf vertrauen dürfen, dass Gott selbst uns in seinem Erinnern umfasst“, heißt es dazu im Grußwort. Dieses Vertrauen trägt in den alltäglichen Herausforderungen der Corona-Zeit. Es bietet darüber hinaus die Grundlage im gemeinsamen Einsatz für eine bessere Welt in der Zeit nach der Pandemie. „Die Corona-Zeit zeigt uns an vielen Stellen, was wir in unserer Gesellschaft besser, gerechter, menschenfreundlicher gestalten können und müssen. Davon nicht zu schweigen und da, wo wir können, engagiert zu handeln, ist unsere Aufgabe als Glaubensgemeinschaften.“

Das Grußwort sieht Muslime und Christen somit in der Pflicht, sich gemeinsam für alle einzusetzen, die der Hilfe bedürfen: „Muslimische und christliche Stimmen sind nötig, wenn wir nach dieser Pandemie vor der Frage stehen, ob alles so bleiben kann, wie es bisher gewesen ist. Diese Stimmen können nur im Austausch und in der Begegnung ihren vollen Klang entfalten und so das Bewusstsein für das Gemeinwohl in unserer Gesellschaft vertiefen.“

Unterzeichner des Grußwortes sind Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Helmut Dieser (Bistum Aachen), Bischof Felix Genn (Bistum Münster), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Präses Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland), Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln).

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news-19306 Fri, 09 Apr 2021 09:00:00 +0200 Apostelgeschichten im Podcast https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/apostelgeschichten-im-podcast Die Frage des Podcasts: Sind Schriftsteller vielleicht „Apostel der Gegenwart“ und ihre Bücher heute eine Spurensuche nach Gott? Wer gern liest, sollte dies hören: Die sieben Folgen des Podcasts „Apostelgeschichten“, die das Medienforum im Bistum Essen an den Sonntagen zwischen Ostern und Pfingsten auf Sendung schickt. Sieben Personen stellen vom 11. April bis zum 23. Mai jeweils ein Buch vor, das sie begeistert und inspiriert hat.

Im Hintergrund der Podcast-Reihe steht die Frage, ob die Apostelgeschichte der Bibel eigentlich fertig geschrieben und abgeschlossen ist. Vielleicht wird sie auch immer noch weitergeschrieben: Und zwar in den literarischen Texten heutiger Männer und Frauen, die als Schriftsteller und „Apostel der Gegenwart“ ihre Leser anregen und berühren mit ihren Texten vom Leben und vom Glauben. „Vielleicht hält Gott sich die Schriftsteller, damit das Reden über ihn nicht verstummt“, fragt sich Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums, die die Podcast-Reihe gemeinsam mit Norbert Lepping angestoßen hat. Lepping, Referent für Glaubenskommunikation, vermutet: „Gott liebt es, sich zu verstecken.“ Der Podcast biete deshalb eine Spurensuche nach Gott in der modernen Literatur.

In der ersten Podcast-Episode, die am Sonntag, 11. April, um 8.00 Uhr online geht, liest Kilian Schlattmann, Hochschulseelsorger im Bistum Essen, aus Stefan Zweigs „Sternstunden der Menschheit“. Zu hören ist der Beitrag auf den gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify oder Apple Podcast. In der Folgewoche ab dem 18. April geht es um Dorothee Sölle und ihr Buch „Den Rhythmus des Lebens spüren. Inspirierter Alltag“, vorgestellt von Nikolaus Schneider, dem ehemaligen Ratspräsidenten der Evangelischen Kirche Deutschlands, und seiner Ehefrau Anne Schneider, Lehrerin für Mathematik und Religion. Mehr zu den „Apostelgeschichten“ findet sich auf der Website des Medienforums.

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news-19307 Thu, 08 Apr 2021 14:55:29 +0200 Domschatzkammer fragt: Wo ist der Arm des Mataré-Engels? https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/domschatzkammer-fragt-wo-ist-der-arm-des-matare-engels Nachdem wohl eine Sturmböe den rund 30 Zentimeter langen Arm des Engels auf dem Essener Bischofshaus abgebrochen hat, ist das hohle Bronze-Objekt verschwunden. Andrea Wegener, Leiterin der Essener Domschatzkammer, bittet mögliche Finder, den Metall-Arm zurück zu bringen. Wachend und ein wenig mahnend steht der goldglänzende Engel von Ewald Mataré seit 66 Jahren über dem Portal des heutigen Bischofshauses am Essener Burgplatz. Doch jetzt fehlt dem Engel sein rechter Arm samt dem ausgestreckten Zeigefinger. Eine Sturmböe habe die Figur wohl vor einigen Tagen beschädigt, vermutet Dombaumeister Ralf Meyers. Und die Leiterin der Essener Domschatzkammer, Andrea Wegener, fragt: „Wer hat den goldenen Arm des Mataré-Engels gesehen?“ Denn seit dem Sturm ist der Arm des Engels verschwunden.

Bereits Ende März, am Samstag vor Palmsonntag, sei Bischof Franz-Josef Overbeck der Verlust hoch auf dem Dach seines Hauses aufgefallen, so Wegener. „In den Tagen danach haben wir die Umgebung des Bischofshauses intensiv abgesucht.“ Zudem habe Dombaumeister Ralf Meyers das Dach und die Regenrinnen des Bischofshauses von einem Hubsteiger aus inspiziert. Nun stehe fest: Der Arm ist weg.

Unschätzbarer emotionaler und künstlerischer Wert

Dringend bittet die Schatzkammer-Leiterin Menschen, die das rund 30 Zentimeter lange Objekt aus hohler Bronze und etwas Blattgold irgendwo in der Essener Innenstadt gefunden haben oder anderswo entdecken, es zum Bischofshaus oder zur Domschatzkammer zurück zu bringen. „Der Materialwert dürfte zu vernachlässigen sein. Vielmehr hat der Engel – und gerade der ausgestreckte Arm – für unser Bistum und für die Stadt Essen einen unschätzbaren emotionalen und künstlerischen Wert“, sagt die Kunsthistorikerin.

Portal mit dem Engel sollte Eingang zu Schatzkammer werden

Ziert der Mataré-Engel heute das Portal des Bischofshauses des 1958 gegründeten Bistums Essen, hatten seine Auftraggeber bei seiner Installation Mitte der 1950er Jahre zunächst eine andere Bedeutung im Sinn. „Eigentlich war das heutige Bischofshaus nach dem Krieg als gemeinsames Pfarrhaus und Haus für die Schatzkammer geplant worden“, erläutert Wegener. Mit seinem erhobenen Zeigefinger verweise der goldene Engel daher wohl „auf das Kostbare, das im Haus verwahrt wird, und ermahnt uns, gut darauf aufzupassen“, nennt die Schatzkammer-Leiterin eine Interpretation der Figur. Kurz nach der Fertigstellung des Hauses seien dann jedoch die Pläne für das Ruhrbistum konkret geworden – damit wurde aus dem Pfarrhaus ein Bischofshaus, die Schatzkammer zog in das Gebäude um die Ecke und der Engel wacht nun über die Ruhrbischöfe.

Dass der Arm des Engels überhaupt abbrechen konnte, habe den Dombaumeister und sie gleichermaßen überrascht, sagt Wegener. Schließlich werde der Engel mindestens einmal jährlich auf seine Standfestigkeit hin untersucht.

Arm kann wieder angebracht werden

Taucht der Arm wieder auf, ist die Kunstexpertin zuversichtlich, dass man ihn mit fachkundiger Unterstützung von Metallgestaltern wieder an Matarés Figur anbringen kann. Außerdem ist Wegener bereits in Kontakt mit einer Kölner Kunstgießerei, die vor vielen Jahren zwei Kopien des Engels angefertigt hat. Eine davon steht im Museum Kurhaus in Kleve, das den Nachlass des 1965 verstorbenen Künstlers Ewald Mataré verwaltet. Bestenfalls gibt es im Museumsdepot noch die seinerzeit angefertigten Gipsformen. Wenn nicht, bliebe die Möglichkeit, vom Arm der Klever Kopie eine neue Kopie zu erstellen und diese dann auf dem Bischofshaus anzubringen. Technisch bedingt wäre diese dann minimal kleiner – und ohnehin sei das Original natürlich immer vorzuziehen, sagt Wegener. Sie betont: „Wir werden den Mataré-Engel auf jeden Fall reparieren. Aber am schönsten wäre es, wenn der verschwundene Arm des Engels wieder auftaucht.“

domradio.de-Inteview mit Andrea Wegener

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news-19305 Thu, 08 Apr 2021 08:30:00 +0200 Gladbecker Jan Sienert wird zum Diakon geweiht https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gladbecker-jan-sienert-wird-zum-diakon-geweiht Für Menschen in allen Lebenslagen da sein: Das will der gebürtige Gladbecker Jan Sienert mit der Weihe zum Priester weiter vertiefen. In wenigen Tagen wird er zum Diakon geweiht, ein wichtiger Schritt, um sich seine berufliche Devise und Leidenschaft zu erfüllen. Ein Beruf, bei dem man viel mit Menschen zusammenarbeitet, ihnen zuhört und mit ihnen redet, das war für Jan Sienert schon immer ein klarer Wunsch. „Ich bin einfach kein Bürotyp“, sagt der 30-jährige gebürtige Gladbecker. Nach der Realschule entscheidet er sich deshalb damals für eine Erzieherausbildung an der Gladbecker Johannes-Kessels-Akademie. Die Arbeit gefällt ihm gut, doch er möchte seinen Berufswunsch ausweiten: „Mir macht es super viel Spaß, mit verschiedenen Altersgruppen in allen Lebenslagen zu arbeiten“, sagt er heute.

Über die Berufungspastoral im Bistum Essen knüpft er erste Kontakte zum Priesterberuf, auch Gespräche mit dem Pfarrer seiner Heimatgemeinde bestärken ihn. Der Gedanke, Priester zu werden, festigt sich immer mehr auf seinem Weg zum Traumberuf: „Ich möchte auch über die Sakramente mit den Menschen ins Gespräch kommen, Kontakt zu ihnen knüpfen. Da hat man einfach mit jeder Alterspanne zu tun – von der Taufe bis zur Beerdigung.“ In seiner Heimatstadt macht er schließlich sein Fachabitur, schließt nach dem Bachelor in Paderborn auch den Magister in Theologie erfolgreich ab.

Berufspraxis mitten im Corona-Lockdown

Seit einem Jahr arbeitet er nun als pastoraler Mitarbeiter in der Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld – eine besondere Zeit mitten in der Corona-Pandemie. „Ich war gerade zwei Wochen da, dann kam der Lockdown“, erinnert sich Sienert. Es ist ein herausfordernder Berufseinstieg, bei dem der 30-Jährige gemeinsam mit den Haupt- und Ehrenamtlichen kreativ sein kann, überlegen muss, wie er den Gemeindemitgliedern auch digital und auf Abstand nah sein kann. In Osterfeld wird er auch in Zukunft als Diakon weiter arbeiten, will auf jeden Fall einige Monate im eigenen Hospizzentrum der Pfarrei tätig sein. Wo es ihn als Priester hinzieht, da ist er offen: „Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets, aber vertraue darauf, dass ich mich dort, wo ich hingeschickt werde, auch wohlfühle.“

In die katholische Kirche hineingewachsen ist Sienert vor allem als Pfadfinder und Messdiener seiner Heimatgemeinde St. Josef in Gladbeck. „Meine Familie war eigentlich immer kirchenfern“, sagt er. „Bei uns wird aber bis heute erzählt, dass ich schon als Kind immer gerne in Kirchen gelaufen bin, mir neugierig alles angeschaut habe“, sagt er und lacht. Als Kind in der „Wölflings“-Gruppe der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg angefangen, engagiert er sich später auch als Stammesvorstand. Stärkere theologische Erfahrungen sammelt er vor allem in neun Jahren als Kurat für den Bezirk Bottrop-Gladbeck. „Pfadfinder zu sein hat mich immer sehr geerdet“, sagt Jan Sienert, der aktuell auch als Ausbildungsreferent für die DPSG im Bistum Essen arbeitet. „Mit anderen ins Gespräch zu kommen, sie auch mal zu fordern und über andere Ansichten zu diskutieren, das hat mir immer Spaß gemacht“, sagt er. Auch seine Eltern hat er mittlerweile vom kirchlichen Ehrenamt überzeugt, sie engagieren sich regelmäßig für die katholische Kirche.

„Vorwürfe darf man nicht vergessen, aber die positiven Dinge der Kirche überwiegen einfach“

Seine Eltern und sein Bruder akzeptierten seinen Berufswechsel von Anfang an, unter seinen Freunden gibt es auch heute noch oft Skepsis und Zweifel. „Viele verstehen nicht, wie man sich aktuell für die katholische Kirche entscheiden kann, in einer Zeit mit vielen Vorwürfen. Das darf man nicht vergessen, aber die positiven Dinge überwiegen eindeutig“, sagt er. „Ich lebe in einem Bistum, das deutlich zeigt, dass Kirche auch anders sein kann.“ Er ist sich sicher: Ohne Priester und die Gemeinden kann es Kirche nicht geben, hat aber auch selbst erfahren, dass nicht alle Priesterkandidaten ihren Berufsweg bis zum Ende gehen. „Daran sieht man, dass sich etwas ändern muss, was auch immer das ist.“

Jan Sienert will ihn bis zum Ende gehen, diesen Weg. Der nächste große Schritt kommt am Sonntag, 18. April: Weihbischof Ludger Schepers weiht ihn um 16 Uhr in der Gladbecker Propsteikirche St. Lamberti zum Diakon. Auch hier sorgt die Corona-Pandemie für besondere Regeln: Familie, Freunde und Bekannte mussten sich mit Platzkarte anmelden, die Weihe wird unter www.sankt-lamberti.de live übertragen. Für Sienert ist die Weihe ein besonderer Meilenstein: „Ich freue mich total, dass es ernst wird, das ist ein richtig gutes Gefühl, das zu verwirklichen, worauf man Jahre hingearbeitet hat.“ Seine Vorfreude ist groß, als Diakon noch aktiver das zu tun, was er schon so lange verfolgt: Für die Menschen da sein, in allen Lebenslagen.

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news-19304 Wed, 07 Apr 2021 10:31:42 +0200 Bischof Overbeck zum Tod von Theologe Hans Küng https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-zum-tod-von-theologe-hans-kueng Ein engagierter Theologe im interreligiösen und -kulturellen Dialog sowie ein glaubwürdiger Mahner und authentischer Christ für viele Menschen – so behält Bischof Franz-Josef Overbeck den am Dienstag verstorbenen Hans Küng in Erinnerung. Als „inspirierenden Intellektuellen und streitbaren Theologen“ würdigte Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck den verstorbenen Theologen Hans Küng. Er habe mit seinem „Projekt Weltethos„ Brücken zwischen Kulturen und Religionen gebaut.

„Verurteilte jede Form von religiösem Extremismus“

„Er betonte im interreligiösen Dialog immer das, was uns verbindet und gemeinsam ist: Gott anbeten und den Nächsten lieben. Jede Form von religiösem Extremismus, die dieser Kernbotschaft zuwiderhandelte, verurteilte Küng stets aufs Schärfste“, sagte Overbeck, der auch Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr und der verantwortliche Bischof für das katholische Hilfswerk „Adveniat“ ist. So habe auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika Fratelli tutti hervorgehoben, dass Feindseligkeit, Extremismus und Gewalt nicht einer religiösen Seele entspringen, sondern immer Verrat an der Religion sind.

„Ich erinnere in diesem Zusammenhang an das Plädoyer des Papstes, Missverständnisse durch Klarheit aufzulösen und in interreligiöser Geschwisterlichkeit gemeinsam für mehr Gerechtigkeit und Frieden in dieser Welt einzutreten. Geschwisterlichkeit meint nicht die Abwesenheit von Konflikten und Differenzen, denn die Würdigung meines Gegenübers setzt voraus, dass ich das anerkenne, was ihm religiös bedeutsam ist und manchmal auch von mir unterscheidet. Dafür braucht es eine vertrauensvolle, eben geschwisterliche interreligiöse Dialogkultur, die es so zu pflegen gilt, wie Hans Küng es immer tat“, so Overbeck.

Wegweisende Leistungen als Theologe

Seine akademischen Leistungen als katholischer Theologe seien wegweisend gewesen und hätten von einem breiten Wissen um Tradition und Gegenwart von Kirche und Gesellschaft gezeugt. Dabei sei er stets seinem Gewissen gefolgt, was ihn für viele Menschen zu einem glaubwürdigen Mahner und Kritiker und authentischen Christen machte, der in Debatten engagiert zu diskutieren und zu überzeugen wusste, auch und gerade vor dem Hintergrund seines praktischen Handelns.

Hans Küng, einer der renommiertesten Theologen weltweit und Begründer der Stiftung Weltethos, war am Dienstagmittag im Alter von 93 in seinem Haus in Tübingen gestorben. Der von 1960 bis 1996 in Tübingen lehrende Schweizer hat die katholische Kirche maßgeblich mit geprägt. Seine Bücher wurden Bestseller. In den vergangenen 30 Jahren engagierte er sich vor allem für den Dialog der Weltreligionen, insbesondere im "Projekt Weltethos".

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news-19303 Tue, 06 Apr 2021 15:27:54 +0200 Bitte anschnallen: Die neue Ausgabe des Sinnstiftermag https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bitte-anschnallen-die-neue-ausgabe-des-sinnstiftermag Im Sinnstiftermag kommen Influencer, Networker, Marketing-Experten und Kirchenferne zu Wort. Wer sich für unkonventionelle Glaubenskommunikation interessiert, findet in der 24. Ausgabe des Sinnstiftermag eine Fülle neuer Anregungen. Sinnstiftermag ist ein Internet-Magazin, das Sinnfragen, Kommunikation und religiöse Anregungen aus der Sicht von Werbern, Designern, Fotografen und Zeitanalytikern unter die Lupe nimmt.

„Bitte anschnallen“ schreiben die Macher im Editorial der neuen Ausgabe „gekauft/verkauft: Glaubenskommunikation mit Influencern und Bloggern?“. Die Debattenkultur junger Menschen findet vor allem in Sozialen Medien statt. Dort beschleunigen die aktuell beachteten Influencer in Sachen Persönlichkeitsbildung, Wertefragen und Sinnfindung das Tempo der Debatten über Sinnfragen. Die Christen als weltweit größte Community erscheinen mit ihren Glaubensinhalten erstaunlich karg in dieser Online-Welt. Beispiel gefällig? Für Jugendliche ist YouTube das beliebteste Online-Angebot – für die Hausaufgaben-Hilfe ebenso wie zur Unterhaltung. Und was bieten dort die Christen und ihre Kirchen…?

Im aktuellen Sinnstiftermag ist auch das Bistum Essen vertreten: Social Media-Experte Jens Albers berichtet im Interview darüber, wie im Ruhrbistum online und offline kommuniziert wird, um Vertrauen zu schaffen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

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news-19302 Tue, 06 Apr 2021 11:49:53 +0200 Brand in Gelsenkirchener Kirche St. Mariä Himmelfahrt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/brand-in-gelsenkirchener-kirche-st-mariae-himmelfahrt 80 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Kirche war zuvor schon stark renovierungsbedürftig. Nach einem Brand am Abend des Ostermontags sind an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Gelsenkirchen-Rotthausen erhebliche Schäden entstanden. Kurz nach 19 Uhr war die Feuerwehr wegen unklarer Rauchentwicklung in der alten Sakristei der seit 14 Jahren ungenutzten Kirche zur Richard-Wagner-Straße gerufen worden. Schnell hatten die Flammen sich ins holzvertäfelte Kirchenschiff und Richtung Dach ausgebreitet. Bis zwei Uhr nachts arbeiteten rund 80 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr sowie der Werksfeuerwehr der BP Raffinerie Gelsenkirchen mit drei Drehleitern und einer Teleskopmastbühne, um das Dach öffnen und Glutnester im Dachstuhl löschen zu können. Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache.

Die 1893 erbaute Kirche war im Zuge der Neuordnung der Pfarreien im Bistum Essen im Jahr 2007 außer Dienst gestellt worden, weil ihr neugotischer Baukörper damals bereits stark renovierungsbedürftig war. Die Pfarrei St. Augustinus, zu der St. Mariä Himmelfahrt gehört, ist für die Verkehrssicherungspflicht zuständig und zäunte das denkmalgeschützte Gotteshaus mit einem Bauzaun weiträumig ab, um Unfälle durch herabstürzende Teile des maroden Dachs auszuschließen. „Wir hatten die Kirche über das übliche Maß hinaus gesichert, die großen Eingangstüren von innen verschraubt und die Fenster zum Teil vergittert“, sagt Peter Schmidt-Kuhl, Verwaltungsleiter der Pfarrei St. Augustinus. Dennoch habe es immer wieder Einbrüche und Vandalismus gegeben. Am Dienstagnachmittag werde man mit der Polizei und einem Architekten die Situation besprechen.

Für eine mögliche Nachnutzung der Kirche unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes lag bereits eine Machbarkeitsstudie vor. „Die ist jetzt hinfällig“, sagt Schmidt-Kuhl, „wir würden uns aber freuen, wenn es trotz des Brandes eine Lösung für den Standort gäbe, die verbliebene Teile der Kirche miteinbeziehen kann.“ Denn die Fläche des Kirchengrundstücks werde in Gelsenkirchen-Rotthausen dringend benötigt.

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news-19301 Mon, 05 Apr 2021 10:00:00 +0200 Weihbischof Schepers wendet sich an Ostern gegen Fake-News https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihbischof-schepers-wendet-sich-an-ostern-gegen-fake-news-1 In seiner Predigt am Ostermontag hat Weihbischof Ludger Schepers im Essener Dom die Bedeutung der Frauen für die Ostergeschichte in den Vordergrund gestellt: „Frauen in der Verkündigung Jesu und seines Wortes sind ein Geschenk für unsere Kirche“. Mit Frauen und Fake-News hat sich der Essener Weihbischof Ludger Schepers am Montag in seiner Osterpredigt im Essener Dom beschäftigt. „Frauen in der Verkündigung Jesu und seines Wortes sind ein Geschenk für unsere Kirche“, betonte Schepers mit Blick auf die biblischen Osterberichte, nach denen der auferstandene Jesus am Ostermorgen Frauen gesandt hat, „Botinnen seiner Auferstehung zu sein. Das ist ein großartiger Auftrag, den wir heute endlich vertieft wertschätzen“, so Schepers. Neben zahlreichen Frauen, die als Gemeinde- und Pastoralreferentinnen die Seelsorge in den Gemeinden und Pfarreien und in vielen anderen Bereichen des Bistums Essen gestalten, hat mit Sandra Schnell in Altena am Ostermontag die erste Frau im Bistum Essen als Pfarrbeauftragte die Leitung einer Pfarrei übernommen.

Schepers warnt vor Fake-News in der Kirche

Schepers verwies auch auf den Versuch einiger Zeitgenossen Jesu, nach dessen Auferstehung Fake-News zu streuen: Der Evangelist Matthäus berichtet vom Versuch der Hohepriester, Soldaten mit Geld dazu zu bewegen, Falschinformationen über den fehlenden Leichnam Jesu zu verbreiten. Auch in der Kirche von heute seien Fake-News im Umlauf, so Schepers. „Gegenseitige Verdächtigungen nehme ich zum Beispiel auch im Zusammenhang mit dem Synodalen Weg wahr.“

Unter dem Strich hätten sich jedoch nicht Fake-News, sondern die wahre Osterbotschaft durchgesetzt, so Schepers. „Wenn wir ehrlich und mutig in die Kirche blicken, in unsere Gemeinden und in unsere Familien, dann dürfen wir dankbar feststellen, dass sich vor allem die Botschaft der Auferstehung durchgesetzt hat und sich weiter verbreitet. Sie ist lebendig.“

Vielen Menschen ist es gerade jetzt wichtig, Ostern zu feiern

Vielen Menschen sei es „gerade in diesen seltsamen Zeiten wichtig, Ostern zu feiern“, hat der Weihbischof festgestellt. „Viele Menschen freuen sich in diesen Tagen an der Natur, am erwachenden Frühling. Ich bin sicher: auch wenn viele Menschen das nicht mit der Auferstehung Jesu in Verbindung bringen, so lebt in ihnen doch die Sehnsucht nach dem Leben, nach Gesundheit und nach Heil.“ Zudem sieht Schepers die Osterbotschaft auch in anderen Bereichen, zum Beispiel „im mutigen Auftreten zahlreicher Demonstrantinnen und Demonstranten in Belarus und in Myanmar. Wo Menschen trotz aller Bedrohung auf die Straße gehen und für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen, da spricht durch sie der Auferstandene“, sagte der Weihbischof.

Die Predigt von Weihbischof Schepers im Wortlaut (pdf)

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news-19296 Sun, 04 Apr 2021 10:00:00 +0200 Zimmermann: „Jesus überwindet die Angst“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihbischof-zimmermann-jesus-ueberwindet-die-angst In seiner Predigt am Ostermorgen im Essener Dom betont Weihbischof Wilhelm Zimmermann die Zuversicht spendende Botschaft der Auferstehung. Die Angst der Jünger nach der Auferstehung und Jesu Mut machende Worte hat der Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann ins Zentrum seiner Osterpredigt gestellt. „Jesus überwindet diese Angst, indem er vermittelt, dass er bei ihnen ist, um sie zu stärken und spricht immer wieder den Satz: Fürchtet euch nicht!“, betonte Zimmermann in der Ostermesse am Sonntagmorgen im Essener Dom.

Gemeinden setzen Zeichen der Hoffnung

Ein solches „Zeugnis der Hoffnung und Zuversicht“ könnten auch Christen der heutigen Tage setzen, so Zimmermann – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Der Weihbischof verwies auf „Zeichen des Glaubens und der Nächstenliebe. Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Anderen und des Vertrauens in die Gegenwart Gottes“, die in vielen Gemeinden entstanden seien. Anstelle der vertrauten, aber vielerorts abgesagten Ostergottesdienste, hatten Gemeinden im Bistum Essen verschiedenste digitale Angebote entwickelt oder Ostergrüße in Form von Karten oder Geschenktüten mit Gottesdienstimpulsen verteilt.

Ostern lädt dazu ein, neu anzufangen

Christen erinnerten sich „nicht aus Interesse an der Geschichte“ für die Auferstehung, betonte Zimmermann. Vielmehr feiert sie „Ostern, als Glaubende und Vertrauende, damit das Ereignis von damals in uns neu lebendig wird und unser Leben prägt.“ Zugleich lade Ostern – ebenso wie die ursprüngliche Bedeutung des griechischen Wortes „krisis“ – immer wieder dazu ein, neu anzufangen, „sein Leben neu und anderes in den Blick zu nehmen“, so Zimmermann: „Was ist mir wichtig? Was muss wieder an die zweite oder dritte Stelle oder ganz an das Ende gerückt werden?“

Die Predigt des Weihbischofs im Wortlaut (pdf)

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news-19295 Sat, 03 Apr 2021 21:30:00 +0200 Overbeck zum Osterfest: Das Leben – so bunt, zerbrechlich, gebrochen und sehnsüchtig https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-zum-osterfest-das-leben-so-bunt-zerbrechlich-gebrochen-und-sehnsuechtig Oster-Botschaft trotz allem: Begegnung mit dem Auferstandenen heute, wenn Kirche Zuneigung zeigt und Glaubende sich Segen schenken Erschrecken, Entsetzen – und dann eine neue Erkenntnis: Das ist nach den Worten des Ruhrbischofs Franz-Josef Overbeck die Botschaft des Osterfestes. In seiner Osternachts-Predigt im Essener Dom zog Overbeck eine Parallele einerseits zwischen dem Bericht des Markus-Evangeliums über die Auferstehung Jesu und andererseits zur schwierigen heutigen Wirklichkeit der Kirche. Vor 2000 Jahren wollten die Frauen – so berichtet der Evangelist Markus – den toten Jesus bei Sonnenaufgang salben, stießen im leeren Grab auf einen weiß gekleideten Mann und hörten verschreckt, entsetzt und verängstigt die Botschaft: „Er ist auferstanden; er ist nicht hier“ mit dem Hinweis, der Auferstandene werde seinen Freunden in Galiläa begegnen. 

„Eine Erfahrung der Leere wird durch eine Botschaft der Fülle zu einer Begegnung von Liebe“, interpretierte Overbeck den Bibeltext in der Osternacht. Trotz der irritierten, entsetzten, distanzierten Reaktionen vieler heutiger Christen angesichts der Skandale der letzten Monate rund um die katholische Kirche vertraut Overbeck auf die österliche Botschaft: „Unser Galiläa ist hier in unserer Wirklichkeit, wo die Kirche Zeichen der Liebe und Zuneigung setzt, wo Glaubende Segen schenken und Liebende treu beieinander sind.“

Das Problem: Kirchliche Akteure akzeptieren nicht die Pluralität des Lebens

Heute lösten Kirche und Glaube oft Furcht und Flucht aus, sagte Overbeck. Das zeigten die Skandale der vergangenen Wochen und die Verweigerung vieler Akteure der Kirche, das Leben in seiner Pluralität anzunehmen. Jedoch zeige das Osterfest auch „eine Fülle von Leben; wir erleben lebendigen Glauben im Alltag, der zwar gebrochen ist, aber sehnsüchtig nach Vollendung“, so Overbeck: „Hier erfahren wir das Leben, das wir am Anfang so hoch schätzen wie am Ende. Hier erleben wir leidenschaftlich die Liebe, so bunt, zerbrechlich, gebrochen, aber immer auch sehnsüchtig.“ 

Die Osterpredigt von Bischof Overbeck im Wortlaut (pdf)

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news-19294 Fri, 02 Apr 2021 15:00:00 +0200 Overbeck: „Eine glaubwürdige Kirche, ein plausibler Glaube“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-eine-glaubwuerdige-kirche-ein-plausibler-glaube In seiner Predigt zum Gedächtnis des Leidens und Sterbens Jesu am Karfreitag ruft der Essener Bischof dazu auf, sich in Demut zu üben statt in falscher Gewissheit zu wiegen über Gottes Willen und Gottes Segen Angesichts des Bildes, das die katholische Kirche in diesen Tagen abgibt, sieht Bischof Franz-Josef Overbeck die Botschaft des Evangeliums selbst in Gefahr. Grund dafür sei, dass die Kirche derzeit nicht als glaubwürdig wahrgenommen und der christliche Glaube nicht mehr für plausibel gehalten werde, sagte Overbeck in seiner Predigt am Karfreitag im Gottesdienst vom Leiden und Sterben Jesu Christi.

„Oft hilflos daherkommende Gutachten“

Viele Menschen glaubten der Kirche nicht mehr, im Missbrauchsskandal redlich um Entschuldigung bitten und Konsequenzen ziehen zu wollen. „Diese Perspektiven beschäftigen mich angesichts der öffentlichen Meinung der vergangenen Wochen und Monate, angesichts der oft hilflos daherkommenden Gutachten, die zwar manche Schuld und Verantwortungsbezüge aufweisen können, aber doch mehr als unvollständig sind und hohl zu werden drohen, wenn nicht alle systemischen Zusammenhänge und die moralische Verantwortung, die damit einhergeht, benannt werden“, so Overbeck. 

„Unsere falsche Gewissheit darüber, was und wen Gott segnet

Mehrfach rief Overbeck dazu auf, sich in Demut zu üben, statt Recht haben zu wollen und sich in Sicherheit zu wiegen über das, was man von Gott zu wissen meine. Die öffentliche Sprache sei giftig und verstörend, oft widersprüchlich und dadurch wenig glaubwürdig. „Wie handeln wir, wenn durch Worte Menschen mundtot gemacht werden, die Lüge als scheinbare Wahrheit verkauft und dort Unschuld gepriesen wird, wo es nur Schuldzusammenhänge gibt?“, fragte der Essener Bischof. Gottes Schweigen in der Stille und Leere am Karsamstag übertöne jedoch „unsere falsche Gewissheit darüber, was und wen er segnet und wen nicht, wo doch Solidarität mit allen angesagt ist, die seines Segens bedürfen“.

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news-19293 Fri, 02 Apr 2021 09:30:00 +0200 Overbeck: „Solidarität ermöglicht Leben!“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-solidaritaet-ermoeglicht-leben Den Wert der Solidarität hat Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck in den Mittelpunkt seiner Karfreitags-Botschaft gestellt. Jesus habe gezeigt „Solidarität ermöglicht Leben!“, so Overbeck. Im Video als digitale Alternative zum traditionellen Karfreitags-Kreuzweg auf der Halde Haniel verweist der Bischof auf die Kreuzwegstation, bei der Jesus den weinenden Frauen begegnet: „Ein tränenüberströmtes Gesicht führt oft zu solidarischem Mitweinen, aber auch zum Aushalten und zum Trösten.“ Auf der Halde steht an der Station neben dem Bild mit dem biblischen Motiv ein Fahrungswagen aus dem Bergbau als Symbol für das solidarische Miteinander der Bergleute. „Hier im Ruhrgebiet wissen viele Menschen aus der Erfahrung der Arbeit in der Schwerindustrie seit vielen Generationen: Ohne Solidarität kann keiner leben, erst recht nicht überleben“, betont Overbeck.

Im ersten Jahr der Corona-Pandemie seien „viele Tränen in einsamen Stunden ohne Begegnungen und lebendige Beziehungen bei zahlreichen Menschen geflossen“, sagt der Bischof. Menschen hätten ihre Corona-Toten beweint, aus Angst vor Ansteckung geweint oder weil sie ihren Arbeitsplatz verloren haben.

„Solidarität ist das Gebot der Zukunft“

Solidarität sei jedoch nicht nur für die Bewältigung der aktuellen Corona-Krise wichtig, sondern auch für die Zeit danach gefragt, so Overbeck. „Mit dem Ende der Pandemie werden wir nicht einfach wieder zum bekannten alltäglichen Leben zurückkehren“, erwartet der Bischof. „Die Wirklichkeit hat sich jetzt schon zu sehr verändert: Alleine die digitale Welt ist uns näher gerückt; die Welt ist uns in ihren Vernetzungsstrukturen viel näher gekommen.“ Immer deutlicher werde: „Leben auf dieser Welt geht nur zusammen – nicht jeder für sich allein“, verweist Overbeck auf die globale Perspektive von Solidarität. Daher sei „Solidarität das Gebot der Zukunft.“

Die Ansprache von Bischof Franz-Josef Overbeck im Wortlaut (pdf)

Der Kreuzweg 2021

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news-19292 Thu, 01 Apr 2021 19:00:00 +0200 Overbeck: "Wir brauchen aufrichtige Menschen, die eine glaubwürdige Kirche und einen plausiblen Glauben bezeugen" https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gruendonnerstag-zu-corona-zeiten-ohne-fusswaschung Vorsichtige, achtsame und intensive Berührungen bei der Fußwaschung – Berührung mit dem Wesen eines Menschen. Die Fußwaschung musste ausfallen: Den zeichenhaften Akt an zwölf Männern und Frauen in der Messe vom letzten Abendmahl konnte Bischof Franz-Josef Overbeck in diesem Jahr aufgrund der Pandemie-Einschränkungen nicht vollziehen. „Mich berührt dieses Tun jedes Jahr sehr und trifft mein Herz“, erklärte Overbeck am Gründonnerstag-Abend in seiner Predigt im Essener Dom. Der Sklavendienst der Fußwaschung und das Knien vor anderen Menschen weise daraufhin, wer die Christen seien: „Die Berührungen bei der Fußwaschung sind jeweils vorsichtig, achtsam und intensiv, weil sie eine Berührung mit dem Wesen eines Menschen sind“, sagte der Bischof. Sie öffneten einen „ungeheuerlichen, ja skandalösen Raum von Nähe“, und zwar der Nähe Gottes zu allen Menschen.

Missbrauchstaten stehen im Gegensatz zu Fußwaschung und Eucharistie

Die „grauenhaften Missbrauchstaten an oft so jungen Menschen“ ständen im Gegensatz zu dem, wofür Fußwaschung und Eucharistie stehen: „Sie zeigen den Weg für die Kirche, den wir nüchtern, aber bescheiden, menschennah und mutig gehen müssen“, so Overbeck. Dafür brauche es aufrichtige Menschen, die eine glaubwürdige Kirche und einen plausiblen Glauben bezeugten, eine lebendige Einstellung zur vielschichtigen Umwelt pflegten, und die das Evangelium auch den Menschen zugänglich machten, die die christliche Tradition nicht kennen.

Abendmahl am Gründonnerstag: Orgel und Glocken verstummen bis zur Osternacht

Mit der Messe vom letzten Abendmahl beginnen die drei Tage des Gedenkens an Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi. Nach dem Lobgesang – dem Gloria – verstummen Orgel und Kirchenglocken bis zum Gloria in der Osternacht. Die Kommunion wird an diesem Tag in besonderer Erinnerung an das Mahl Jesu mit seinen zwölf Aposteln den Gläubigen „unter beiderlei Gestalten“ von Brot und Wein gereicht. Am Ende des Gottesdienstes werden Blumen, Kerzen und Altartuch entfernt, der Tabernakel bleibt bei geöffneten Türen leer, der Kirchenraum bleibt schmucklos bis zur Feier der Osternacht.

Die Predigt von Bischof Overbeck im Wortlaut (pdf)

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news-19291 Thu, 01 Apr 2021 11:25:38 +0200 Overbeck: Leben und Beten für andere https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/chrisammesse Ruhrbischof stellt in der Chrisammesse am Gründonnerstag den Gedanken der Stellvertretung in den Mittelpunkt. Anstelle von hunderten Messdienerinnen und Messdienern, die sonst in die jährliche Messe zur Weihe der heiligen Öle kommen, verfolgten in diesem Jahr viele das Geschehen im Internet-Livestream. Füreinander Beten und sich gegenseitig helfen – den Gedanken der Stellvertretung hat Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck am Gründonnerstagmorgen ins Zentrum der Chrisammesse im Essener Dom gestellt. „Keiner glaubt für sich allein. Keiner hofft für sich allein. Keiner liebt für sich allein“, betonte er in seiner Predigt in dem Gottesdienst, der traditionell der jährliche Treffpunkt hunderter Messdienerinnen und Messdiener aus dem ganzen Bistum Essen ist. Coronabedingt konnten diesmal nur eine Handvoll Ministranten aus St. Medardus in Lüdenscheid, St. Marien in Schwelm und St. Ludgerus in Essen-Werden mit Bischof Overbeck und den beiden Pfarrern Christian Becker aus St. Michael in Duisburg-Meiderich und Thomas Köster in St. Franziskus, Bochum, sowie Messdiener-Seelsorger Sven Christer Scholven die Messe feiern, in der einmal im Jahr die heiligen Öle geweiht werden, die die Gemeinden für Krankensalbungen, Taufen und Firmungen verwenden.

„Gemeinschaft des Betens in Stellvertretung für viele“

Zusammen mit den Messdienern, die den Gottesdienst am Livestream mitfeierten, stünden die Ministranten und Priester im Dom „stellvertretend für unser ganzes Bistum“, so Overbeck. Denn trotz Corona gebe es „die Gemeinschaft des Betens in Stellvertretung für viele“. Das werde in jeder Messe gerade in den Fürbitten deutlich. Zudem seien gerade die Ministranten oft in einer Stellvertreter-Rolle, erinnerte der Bischof, wenn diese „mit wenigen Gläubigen in der Heiligen Messe ihren Dienst tun.“

Neben dem Gebet betonte Overbeck auch die tätige Nächstenliebe, die das „Leben für andere und von anderen“ ausmache – gerade in der Corona-Pandemie: „Ich bin mir gewiss, dass viele von Ihnen und euch stille Dienste für andere getan und anderen geholfen haben, durch dieses schwere Jahr zu kommen, indem sie nicht allein waren, indem Ihnen bei ihren Alterssorgen geholfen worden ist, indem Kranke besucht, Sterbende begleitet und Tote begraben worden sind.“ Es gehe um „gegenseitige Hilfe und Einstehen füreinander, vor allem dort, wo der eine oder die andere keine Kraft mehr haben und nicht mehr weiter können“, so Overbeck. Dies gelte gerade auch im weltweiten Zusammenhang, sagte er mit Blick auf seine Erfahrungen als Bischof für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat.

Auch in einer kleiner werdenden Kirche, bleibe das stellvertretende Engagement für andere, hob der Bischof hervor: „Mögen wir als Kirche auch noch so klein werden, der Wirkungsraum bleibt. Mögen auch noch so wenige Menschen sichtbar präsent sein, viele sind in der Kraft von Gottes gutem Geist mit uns verbunden.“

„Kirche lebt von der Stellvertretung Jesu Christi“

Deutlich werde diese Kraft in den Sakramenten, für die die heiligen Öle verwendet werden, „Zeichen, die darstellen, was Gott wirkt, wenn wir zu ihm beten und ihn in ganz besonderen Anliegen bitten“. Immer gehe es dabei darum, „dass hier zuerst Jesus Christus in der Kraft seines Geistes handelt und für uns tut, was wir selbst nicht tun können, nämlich uns Gottes Geist, seine Kraft und seinen wandelnden Segen zuzusprechen“. So lebe die Kirche „von der Stellvertretung Jesu Christi für uns“. 

Die Predigt des Bischofs im Wortlaut (pdf)

Die Chrisam-Messe 2021

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news-19290 Wed, 31 Mar 2021 18:01:41 +0200 Kinderkirche „Kikeriki“ freut sich über bunte Kreuzweg-Bilder https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/kinderkirche-kikeriki-freut-sich-ueber-bunte-kreuzweg-bilder Unter der Anleitung der Essener Künstlerin Susanne Nocke haben 14 Familien und vier weitere Hobby-Künstler während der Fastenzeit Teile von sieben Kreuzweg-Bildern ausgemalt. Jetzt sind die Stationen fertig und bereichern das Innere der Bottroper Kinderkirche. Rot und Orange, Blau und Grün, Braun und Gelb – in ungewohnt bunten Farben präsentiert sich der neue Kreuzweg der Bottroper Kinderkirche „Kikeriki“. Pünktlich zum Karfreitag, dem Gedenktag des biblischen Leidenswegs Jesu, haben 14 Bottroper Familien und vier weitere Personen die Bilder abgegeben, die sie in den zurückliegenden Wochen der Fastenzeit bunt gemalt haben. Die Essener Künstlerin Susanne Nocke hat die von ihr vorbereiteten Teilstücke wie Puzzle zusammengesetzt, aufgeklebt, gerahmt – und am Mittwochnachmittag der Kinderkirchen-Leiterin Petra Eberhardt übergeben. Die Erzieherin ist von dem Kunstwerk hellauf begeistert: „Das ist ein wirklich hoffnungsvoller Kreuzweg, weil er so bunt geworden ist.“

Kreuzwegstationen kindgerecht gestaltet

Nachdem die Kirche St. Peter in Bottrop-Batenbrock vor drei Jahren mit Unterstützung des Innovationsfonds des Bistums Essen zur ersten deutschen Kinderkirche umgebaut worden war, gab es in „Kikeriki“ zunächst keinen Kreuzweg. Ein klassischer Bilderweg mit den Stationen des Leidenswegs Jesu – traditionell in jeder katholischen Kirche zu finden – hätte in die helle und bunte „Kikeriki“-Welt nicht gepasst. Dennoch wollte Petra Eberhardt das Thema von Leiden, Tod und vor allem der Auferstehung Jesu nicht aussparen, nur kindgerecht gestaltet sollte es sein.

„Unser Freund Jesus hat ein Problem – und wir können ihm helfen“

„Wichtig war uns, dass der Kreuzweg niemandem ein schlechtes Gewissen macht“, beschreibt Nocke ihren künstlerischen Ansatz. In „Kikeriki“ stehe deshalb die Idee im Fokus: „Unser Freund Jesus hat ein Problem – und wir können ihm helfen.“ Deshalb wurden bei den sieben (von insgesamt 14) gestalteten Kreuzweg-Stationen vor allem die Szenen ausgesucht, bei denen Jesus auf dem Weg von der Verurteilung zur Kreuzigung Unterstützung erhält – zum Beispiel als Simon von Cyrene ihm hilft, das Kreuz zu tragen, oder Veronika im das Schweißtuch reicht. Bewusst habe sie wenig konkrete Augenpartien und Gesichtszüge skizziert, beschreibt Nocke. So sollen die kleinen Betrachter „in die Situation hineingezogen werden, die Bildsprache geht ins Herz“. Doch für die Kinder soll es nicht nur bei Gefühlen bleiben, vielmehr können sie – symbolisch – auch selbst Teil der Geschichte werden und Jesu beistehen: Künftig hängt unter jedem Kreuzweg-Bild ein Brett, auf das die Kinder Spielfiguren oder andere Gegenstände stellen können, um so Anteil an der Szene zu nehmen.

„Hat Pilatus Haare auf dem Kopf?“

Die Kreuzweg-Stationen gemeinsam mit so vielen Künstlern zu erstellen, erforderte eine gewisse Logistik: Nachdem Nocke die Bilder skizziert, auf Leinwand produziert und dann in Stücke zerschnitten hatte, gab es für jede Familie und jeden Einzelkünstler je eine Kiste mit Pinseln und passenden Farben für das ausgewählte Leinwandstück. Eine ausführliche Anleitung lieferte Nocke coronagerecht per Video – und doch hatten die Kinder anschließend reichlich Fragen. Zum Beispiel: „Frau Nocke, hat der Pilatus eigentlich Haare auf dem Kopf – oder einen Turban?“ Nun, in der Bottroper Kinderkirchen-Variante trägt der römische Statthalter in Jerusalem eine dunkle Kurzhaarfrisur, während er sich seine Hände in Unschuld wäscht.

Kitas und Schulen werden mit dem Kreuzweg arbeiten

Wann sie den neuen Kreuzweg in der Kirche der Öffentlichkeit präsentieren kann, hänge vom weiteren Verlauf der Corona-Lage ab, sagt Petra Eberhardt. Sie rät zum regelmäßigen Blick auf die Internetseiten von „Kikeriki“. Klar ist für die „Kikeriki“-Leiterin aber schon jetzt, dass der Kreuzweg weit mehr als bunte Dekoration ist: „Wir werden die Bilder auf jeden Fall in unsere Arbeit mit den Bottroper Kitas und Schulen einbauen“, sagt Eberhardt und ist schon sehr gespannt, wie dann die Kinder auf die Bilder reagieren werden.

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news-19289 Wed, 31 Mar 2021 12:57:43 +0200 Oberhausener Hospize wechseln wieder in christliche Trägerschaft https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/oberhausener-hospize-wechseln-wieder-in-christliche-traegerschaft Die Caritas, die vier Oberhausener Pfarreien und die Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen haben die „Christliche Hospize Oberhausen gGmbH“ gegründet. Die Gesellschaft übernimmt zum 1. Mai die Hospizdienste des privaten Krankenhausbetreibers AMEOS. Für ein Leben und Sterben in Würde: In Oberhausen wechseln die drei Hospiz-Einrichtungen der Stadt wieder in eine christliche Trägerschaft. Die „Christliche Hospize Oberhausen gGmbH“ übernimmt die Hospizdienste zum 1. Mai vom privaten Krankenhausbetreiber AMEOS. Das haben der Caritasverband Oberhausen, die vier Oberhausener Pfarreien sowie die Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen mbH (BBE) am Mittwoch bekannt gegeben. Die dazu neu gegründete Gesellschaft übernimmt die Verantwortung für das stationäre Hospiz St. Vinzenz Pallotti im Stadtteil Osterfeld, den ambulanten Hospizdienst sowie den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst „Möwennest“. Alle drei Einrichtungen wurden zuvor vom Katholischen Klinikum Oberhausen (KKO) getragen und zunächst von AMEOS weiterbetrieben, der das KKO Ende 2019 übernommen hatte.

„Ein konkretes Zeichen gegen aktive Sterbehilfe“

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die Hospizarbeit in christlicher Trägerschaft weiter zu führen“, so Thomas Gäng, Vorsitzender des Katholikenrates für die katholische Stadtkirche Oberhausen. Der Schritt sei „ein konkretes Zeichen gegen aktive Sterbehilfe und unser Verständnis für Würde und Wert des menschlichen Lebens, für die wir uns gerade am Lebensende einsetzen.“

Der stellvertretende AMEOS-Krankenhausdirektor Manuel Bäuerle dankte den Mitarbeitenden der Einrichtungen für die angenehme Zusammenarbeit und wünschte dem neuen Träger alles Gute. „Unser Plan, die Hospizdienste nach der KKO-Integration zügig in eine andere Trägerschaft zu überführen, ist nunmehr erfolgreich abgeschlossen“, so Bäuerle.

Neue Hospizgesellschaft ist offen für weitere Partner

Mehrheitsgesellschafter im neuen Trägerkonstrukt ist der Caritasverband Oberhausen. „Die Hospizbewegung in Oberhausen war und ist ökumenisch und bürgerschaftlich geprägt, getragen von vielen Ehrenamtlichen. Wir möchten künftig allen ein Dach bieten, unter dem sich weitere Partner zusammenschließen und die Hospizarbeit in Oberhausen gemeinsam weiter entwickeln können“, erklärte Caritasdirektor Michael Kreuzfelder die Beweggründe. Deswegen habe man den ökumenisch getragenen „Ambulanten Hospizverein Oberhausen“ und die Evangelische Kirche eingeladen, in einem zweiten Schritt Teil der neuen Gesellschaft zu werden.

Für Nutzer und Mitarbeiter der Hospizdienste ändert sich nichts

Für Nutzerinnen und Nutzer der Hospizdienste ändert sich indes nichts. Die Ansprechpersonen und Angebote bleiben die gleichen – nur unter neuem Logo. Alle 35 Beschäftigten aus den entsprechenden Bereichen werden übernommen. „Die Kontinuität von Rahmenbedingungen, von christlichen Werten und Leitbild ist für uns, die Mitarbeitenden, die Nutzer und deren Angehörige sehr wichtig“, betonte Kreuzfelder. 

Neue Hospiz- und Palliativakademie

Gleichzeitig gibt es weitere Neuerungen: In einem neuen Zentrum an der Vikariestraße im Stadtteil Osterfeld werden künftig alle ambulanten Angebote gebündelt. Das Gebäude der Pfarrei St. Pankratius wird derzeit mit großem Engagement von „Oberhausen hilft“ umgebaut. Hier sollen künftig die Gesellschaft, die ambulanten Angebote und eine neu gegründete Hospiz-Akademie Platz finden. „Die Akademie in gemeinsamer Trägerschaft in dem Ambulante Hospize Oberhausen e.V. dient der Fortbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen und wir tragen sie gemeinsam mit anderen Partnern in der Hospizarbeit“, erklärte Paul Hüster. Der Theologe und jetzige Leiter des stationären Hospizes St. Vinzenz Pallotti übernimmt in der neuen Gesellschaft die Leitung aller Hospizdienste. Derzeit begleiten 35 Hauptberufliche sowie 105 Ehrenamtliche jährlich rund 230 Schwerkranke und Sterbende und etwa 480 Angehörige.

Hospizarbeit ist dringend auf Spenden angewiesen

Alle Beteiligten betonen wie dringend notwendig weiterhin Spenden für die Arbeit sind. „Ohne Spenden können wir die für unsere Stadt notwendige Hospizarbeit nicht fortsetzen“, so Wilfried Lanfermann, Vorsitzender des „Fördervereins St. Vinzenz Pallotti“. 

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news-19288 Tue, 30 Mar 2021 14:59:02 +0200 Gestohlene Bronze-Plastik von Nikolaus-Groß-Statue ist wieder aufgetaucht https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/gestohlene-bronze-plastik-von-nikolaus-gross-statue-ist-wieder-aufgetaucht Große Freude in St. Mauritius in Hattingen-Niederwenigern: Die aus der Taufkirche des einzigen Bistums-Seligen Nikolaus Groß entwendete Bronze-Plastik ist wieder da. Unbekannte haben im Verlauf der vergangenen Tage die aus der katholischen Kirche St. Mauritius Hattingen-Niederwenigern gestohlene Bronze-Plastik in das Gotteshaus zurückgebracht. Eine Mitarbeiterin der Kirchengemeinde fand das entwendete Kunst-Objekt, das zur Gedenkstätte für den Seligen Nikolaus Groß in dessen Taufkirche gehört, in der Nähe der Orgelbühne.

Die Bronze-Plastik war irgendwann nach dem 23. Januar entwendet worden. Der Diebstahl der Bronze zu Füßen der Stele war zunächst nicht aufgefallen, weil der zum Todestag des Seligen niedergelegte Gedenkkranz der KAB die Stelle verdeckt hatte. Am Wochenende vor zwei Wochen war dann entdeckt worden, dass das Objekt zu Füßen der Gedenkstele fehlte. Das komplette Gotteshaus war danach bis in den letzten Winkel abgesucht worden – ohne Erfolg. Die eingeschaltete Polizei gab den Fall an die Staatsschutz-Abteilung in Hagen weiter, da zu der verschwundenen Bronze ein zerbrochenes Hakenkreuz gehört.

„Die Bronze ist, so wie es aussieht, unbeschädigt.“

„Die Bronze ist, so wie es aussieht, unbeschädigt“, freut sich der Vorsitzende des Vereins Nikolaus-Groß-Niederwenigern, Michael Kriwet, über den überraschenden Fund. Zunächst wurde die etwa drei Kilogramm schwere Plastik allerdings weggeschlossen, um die weiteren polizeilichen Ermittlungen zu unterstützen. Ob die Tat politisch motiviert war oder Metalldiebe am Werk – die Hintergründe sind weiterhin unklar. Warum es sich die Täter jetzt wieder anders überlegten, kann Kriwet nur vermuten. „Selbstverständlich ist es nur Spekulation. Denn es lässt sich nichts Genaues sagen. Aber es könnte sein, dass durch die breite Berichterstattung in den Medien und die Ermittlungen der Kriminalpolizei und des Staatsschutzes, jemand kalte Füße bekommen hat“, so Kriwett.

Pfarrer Andreas Lamm, Leiter der Hattinger Pfarrei St. Peter und Paul, zu der St. Mauritius gehört, ist zwar weiterhin „erschrocken darüber, dass überhaupt jemand etwas aus einer Kirche stiehlt, aber erst recht von einer Gedenkstätte eines Menschen wie Nikolaus Groß“. Gleichzeitig freut er sich allerdings sehr, dass nun „alles wohl ein gutes Ende gefunden hat“.

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news-19287 Mon, 29 Mar 2021 14:43:21 +0200 Digitaler Kreuzweg auf der Halde Haniel https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/digitaler-kreuzweg-auf-der-halde-haniel Da die traditionelle Kreuzwegprozession am Karfreitag aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen muss, hat der Verein Karfreitagskreuzweg auf der Halde e. V. nun mit Unterstützung der RAG-Stiftung, des Bistums Essen und der KAB einen Film produziert. Weil die traditionelle Kreuzwegandacht an Karfreitag auf der Halde Haniel coronabedingt ausfallen muss, hat der Verein Karfreitagskreuzweg auf der Halde e. V. nun mit Unterstützung der RAG-Stiftung, des Bistums Essen und der KAB einen Film produziert, mit dem sich der Kreuzweg digital erleben lässt: Begleitet von Blechbläsern und Vertretern verschiedener katholischer Verbände betet Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck einen Teil des Kreuzwegs.

RAG-Stiftung unterstützt den Karfreitagskreuzweg

Hauptförderer des Vereins Karfreitagskreuzweg auf der Halde e. V. ist seit 2019 die RAG-Stiftung. Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung, betont im Film in ihren Begrüßungsworten: „Corona schreibt uns in diesem Jahr die Spielregeln vor. Priorität hat, dass wir aufeinander achtgeben. Und auch wenn wir sehr bedauern, dass die Begehung des Kreuzwegs nicht in gewohnter Weise stattfinden kann, hat der Gesundheitsschutz klaren Vorrang. Jetzt und in Zukunft wird sich die RAG-Stiftung für den Erhalt des Kreuzwegs auf der Halde Haniel einsetzen, denn er gibt den Gläubigen Halt und Orientierung – gerade auch in schwierigen Zeiten.“

„Mit dieser neuen digitalen Form der Kreuzwegbegehung an Karfreitag reagieren wir auf die Corona Krise und bleiben in dieser außergewöhnlichen Zeit zumindest auf diese Weise miteinander im Glauben und mit Gott verbunden“, sagt der Bottroper Propst Jürgen Cleve, Vorsitzender des Vereins Karfreitagskreuzweg auf der Halde e. V.

Der Film ist am Karfreitag, 2. April, ab 9.30 Uhr auf www.bistum-essen.de zu sehen – dann startet normalerweise die große Kreuzwegprozession auf die Halde Haniel.

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news-19286 Mon, 29 Mar 2021 13:22:59 +0200 Hausgottesdienste, Podcasts und Zoom-Treffen: Digitale Oster-Angebote des Bistums Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/hausgottesdienste-podcasts-und-zoom-treffen-digitale-oster-angebote-des-bistums-essen Ostern fällt auch in der Corona-Pandemie nicht aus. Als Alternative zu abgesagten Gottesdiensten bietet das Bistum Essen zahlreiche digitale Angebote zur Feier der Kar- und Ostertage an. Für alle, die Ostern wegen der Corona-Pandemie nicht in der Kirche feiern können oder wollen, stellt das Bistum Essen unter der Überschrift „Ostern zuhause feiern“ online auf zahlreiche Vorschläge bereit, wie das Fest vom Sterben und Auferstehen Jesu auch daheim gelingen kann.

Neben Vorschlägen für Gottesdienste in der eigenen Wohnung – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder – lädt das Bistum zwischen Gründonnerstag, 1. April, und Ostermontag, 5. April, zu vier digitalen Begegnungen über die Online-Plattform „Zoom“ ein:

  • An Gründonnerstag steht von 19 bis 20.30 Uhr in Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern ein gemeinsames digitales Abendbrot („Agape“) auf dem Programm.
  • An Karfreitag sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 19 bis 20.30 Uhr eingeladen, sich gegenseitig die Geschichten ihrer Lieblings-Kreuze zu erzählen – egal ob diese an Wänden hängen, als Anhänger Ketten zieren, auf Bergen, an Feldrändern oder an anderen besonderen Plätzen stehen.
  • Der Karsamstag beginnt morgens um 8 Uhr mit einem gemeinsamen, ruhigen Einstieg in den Tag unter der Überschrift „Nichts lebt ohne Sterben“.
  • Am Ostermontag kommen bei einem digitalen Erzählabend ab 19 Uhr ganz persönliche Ostergeschichten zur Sprache: „Schätze, die Sie selbst gehoben haben, die in Ihrer Familie Tradition haben oder die Ihnen ganz zufällig passiert sind“, heißt es in der Einladung.

Für alle Termine ist bis Mittwoch, 31. März, eine Anmeldung per E-Mail erforderlich. Alle Angemeldeten erhalten dann jeweils am Tag der Veranstaltung den entsprechenden Link.

Neben den digitalen Treffpunkten hält das Osterprogramm auch spezielle Angebote für Familien mit kleineren Kindern sowie für Jugendliche und junge Erwachsene bereit. Ein eigener Bereich widmet sich zudem mit mehreren Podcast-Angeboten dem „Hören und Erleben: Ostern auf die Ohren“:

  • Der „Pod voll Hoffnung“ hält für jeden Tag der Karwoche bis Ostersonntag rund viertelstündige Audio-Dateien bereit, die die Hörerinnen und Hörer „bei einem Spaziergang durch Ihre Umgebung“ begleiten wollen. Das, was man draußen entdecken kann, setzen die Texte in Beziehung zur biblischen Geschichte der Kar- und Ostertage.
  • Die Passion: Der Rezitator Andreas Schöneich (Jesus) und die beiden Sängerinnen des Opernchors am Essener Aalto-Theater Michaela Sehrbrock (Erzählerin) und Marion Steingötter (sonstige Rollen) haben die Leidensgeschichte Jesu in der Version eingesprochen, die der Evangelist Johannes erzählt.
  • In „Der Kreuzweg auf die Ohren“ lädt Nadine Piltz, Referentin für Natur- und Erlebnispädagogik im Jugendhaus St. Altfrid dazu ein, sich von ihr per Audio bei einem Karfreitags-Spaziergang begleiten zu lassen, den sie mit verschiedenen Gedanken zu Kreuzweg-Stationen untermalt.
  • Unter der Überschrift "Akustikmusik zum Osterfest" gibt es bekannte Lieder als Akustikversionen auf der Gitarre neu interpretiert.
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news-19285 Fri, 26 Mar 2021 14:55:53 +0100 Tatsächlich frohe Ostern! https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/default-18ebe99d2f Das BENE-Magazin erklärt, warum Vorfreude auf das Fest dieses Jahr besonders angesagt ist Eigentlich dauert sie nur 40 Tage, die Fastenzeit im Christentum. Doch dieses Jahr fühlt es sich an, als ziehe sie sich schon ewig hin. Schließlich liegt coronabedingt mehr als ein Jahr voller Verzicht hinter der Menschheit. Da kommt die Kernbotschaft des Osterfestes wie gerufen, findet die Religionswissenschaftlerin Regina Laudage-Kleeberg. Warum Vorfreude angesagt ist, erklärt sie in der aktuellen Ausgabe des BENE Magazins.

Wenn Christinnen und Christen Ostern Jesu Auferstehung feiern, stehe das „für den Neuanfang, für das Wieder-gut-Sein“, so die 35-Jährige. Sie selbst bekennt in BENE, „erschöpft und traurig“ zu sein von vielen Monaten Pandemie und berichtet von Sorgen um Familie und Freunde, von eigenen Fehlern und Versäumnissen in dieser schwierigen Zeit. „Manche Fehler machen wir, weil wir nicht anders können“, meint Regina Laudage-Kleeberg. „Natürlich ist es mein Job, der beste Mensch zu sein, der ich sein kann. Aber wenn das nicht reicht, dann gibt es Trost und Wiedergutmachung. Erlösung.“ Gott nehme den Menschen alle Lasten ab. „Deshalb kann ich meine Schuldgefühle über Bord werfen: Ich habe mein Bestes gegeben, den Rest übernimmt Gott.“

Für Kinder erklärt: „Jeder Schmerz kann vergehen“

Kindern erklärt die zweifache Mutter die Bedeutung von Ostern so: Das Fest stehe „für das Pusten, wenn man hingefallen ist, für das Lied, das Eltern singen, um dich zu trösten.“ Sie glaubt: „Jeder Schmerz kann vergehen, jedes Leben kann wieder lebendig werden – weil Gottes Sohn den Tod überwunden hat.“

Regina Laudage-Kleeberg ist vielen Radiohörerinnen und -hörern durch die Reihe „Kirche im WDR“ bekannt. Sie ist Referentin für Organisationsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Essen.

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news-19284 Fri, 26 Mar 2021 14:23:32 +0100 Essener Dom feiert an den Kar- und Ostertagen digitale und analoge Gottesdienste https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/essener-dom-feiert-an-den-kar-und-ostertagen-digitale-und-analoge-gottesdienste Angesichts der Corona-Situation überlässt Bischof Franz-Josef Overbeck den Gemeinden im Ruhrbistum die Entscheidung, ob sie an Ostern Präsenzgottesdienste anbieten. Angesichts der aktuell steigenden Zahl der Corona-Infektionen und der von Ort zu Ort sehr unterschiedlichen Pandemie-Situation überlässt das Bistum Essen – wie bereits Weihnachten – den Pfarreien und Gemeinden die Entscheidung zu Ostergottesdiensten. Nach Rücksprache mit Bischof Franz-Josef Overbeck empfehle der Krisenstab des Bistums „die Entscheidung für oder wider Präsenzgottesdienste vor Ort zu treffen“, heißt es in einem Schreiben an alle Pfarreien.

Der Essener Dom plant für die Kar- und Ostertage mit Präsenzgottesdiensten, für die weiterhin die Beschränkung auf 65 Besucher und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Maske gilt. Für die Gottesdienste am Gründonnerstagabend, an Karfreitag, in der Osternacht und am Ostersonntag um 10 Uhr gibt es unter www.dom-essen.de eine kostenlose Anmeldemöglichkeit. Musikalisch gestalten die Gottesdienste Ensembles des Mädchenchores am Essener Dom, der Essener Domsingknaben und der Capella Cathedralis.

Die Gottesdienste der Kar- und Ostertage in der Übersicht:

  • Gründonnerstag, 1. April, 9 Uhr: Chrisammesse. Anstelle von ansonsten hunderten Messdienerinnen und Messdienern aus dem gesamten Ruhrbistum werden in diesem Jahr nur einige wenige Ministranten mit Bischof Overbeck die Messe feiern, in der einmal im Jahr die Öle für Taufen, Krankensalbungen und andere kirchliche Feiern geweiht werden. Dieser Gottesdienst wird im Youtube-Kanal des Bistums Essen übertragen: youtube.com/bistumessen.
  • Gründonnerstag, 1. April, 19 Uhr: Bischof Overbeck feiert die Messe, in der das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern im Fokus steht.
  • Karfreitag, 2. April, 15 Uhr: In der Karfreitagsliturgie erinnert Bischof Overbeck an das Leiden und Sterben Jesu.
  • Karsamstag, 3. April, 21.30 Uhr: Osternacht mit Bischof Overbeck – mit dem Entzünden der Osterkerze im Atrium des Doms beginnt die Feier der Auferstehung Jesu.
  • Ostersonntag, 4. April, 10 Uhr: Ostermesse mit Weihbischof Wilhelm Zimmermann.
  • Ostersonntag, 4. April, 19 Uhr: Österliche Abendmesse mit Domvikar Bernd Wolharn von „grüßgott“, der Citypastoral Essener Dom.
  • Ostermontag, 4. April, 10 Uhr: Ostermesse mit Weihbischof Ludger Schepers.

Weitere Angebote der Citypastoral „grüßgott“:

  • Karfreitag, 2. April, 19 Uhr: „In deiner Trauer getragen – Trost finden in Zeiten des Abschieds“, Lesung mit Mechthild Schroeter-Rupieper vom Institut für Familientrauerarbeit „Lavia“ (online)
  • Karsamstag, 3. April, 18 Uhr: „Lichtfeier und biblische Lesungen in der Osternacht“ (online)
  • Ostersonntag, 4. April, 8 Uhr: Ökumenischer Radiogottesdienst mit Bernd Wolharn und Pfarrerin Heidrun Viehweg mit einer Ostergeschichte aus der Essener Justizvollzugsanstalt (empfangbar in Essen über UKW (102.2 / 105,0), über Kabel (92.15 MHz) und im Live-Stream auf radioessen.de).
  • Ostermontag, 5. April, 17 Uhr: Emmausgang vom Essener Dom mit Gottesdienst auf dem Weg, Eucharistiefeier und Agape in der Kirche der B.M.V.-Schule, Bardelebenstr. 9.

Anmeldung und weitere Informationen zu den Angeboten von „grüßgott“ gibt es online: gruessgott.bistum-essen.de.

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news-19283 Thu, 25 Mar 2021 15:13:02 +0100 Bischof Overbeck zum Tod von Theologin Uta Ranke-Heinemann https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-zum-tod-von-theologin-uta-ranke-heinemann Kritisch und distanziert gegenüber der Kirche, aber auch engagiert in gesellschaftlichen Fragen – so behält Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck die am Donnerstag verstorbene Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinemann in Erinnerung. Als „eine hellwache und engagiert-kritische Intellektuelle“ würdigte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck die verstorbene Theologie-Professorin Uta Ranke-Heinemann. „Ihre kritische und später auch distanzierte Haltung, aus der heraus sie die Kirche begleitet, betrachtet und beurteilt hat, aber auch ihr engagiertes Eintreten in Fragen der Entwicklungspolitik und der humanitären Hilfe sowie der Friedensbewegung bleiben vielen Zeitgenossen, so auch mir, in Erinnerung“, so Overbeck.

Sensible Wahrnehmung und klare Positionen

Er habe sie im Übrigen auch als eine sehr herzliche Gastgeberin kennenlernen dürfen. „Ihre Lebensgeschichte, über die sie sehr lebendig, authentisch und reflektiert erzählen konnte, habe sie als eine Frau gezeigt, die sehr sensibel Entwicklungen und Ereignisse wahrnimmt, gleichzeitig aber auch in der Lage ist, sich auf klare und streitbare Weise dazu zu positionieren.“ Die Kirchenkritikerin und Friedensaktivistin starb laut Medienberichten am Donnerstag, 25. März 2021, im Alter von 93 Jahren.

Die Tochter des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann habilitierte sich 1969 als weltweit erste Frau in katholischer Theologie und wurde ein Jahr später zur Professorin berufen, musste den Lehrstuhl aber wieder räumen. In massiven Konflikt mit ihrer Kirche geriet Ranke-Heinemann nach einem TV-Interview, in dem sie das Dogma von der Jungfrauengeburt Jesu anzweifelte. Der damalige Ruhrbischof Franz Hengsbach entzog der Essener Theologin daraufhin im Juni 1987 die Lehrbefugnis. Sie musste mit 60 auf einen kirchenunabhängigen Lehrstuhl wechseln und lehrte bis zur Emeritierung 1990 Religionsgeschichte.

Scharfe Kritik an Zölibat und Sexualmoral der Kirche

In Büchern und Talkshows übte Ranke-Heinemann scharfe Kritik an der Kirche, insbesondere am Zölibat und der Sexualmoral. Als Pazifistin und linke Ikone startete sie auch politische Initiativen. So traf sie 1972 in Nordvietnam mit dem kommunistischen Ministerpräsidenten Pham Van Dong zusammen. Auch Kambodscha und Moskau waren Reiseziele. In den 80er Jahren brachte sie sich aktiv bei der Friedensbewegung ein. Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen war sie Spitzenkandidatin der Splitterpartei "Friedensliste". Die PDS schickte sie 1999 für die Bundespräsidenten-Wahl ins Rennen.

Ranke-Heinemann wurde am 2. Oktober 1927 in Essen geboren - in eine evangelische Familie. "Mit Auszeichnung" machte sie ihr Abitur und studierte in Oxford, Bonn, Basel und Montpellier evangelische Theologie. 1953 konvertierte sie zum Katholizismus und studierte fortan in München katholische Theologie. Zu den Mitstudenten gehörte Joseph Ratzinger, der später Münchner Erzbischof, Chef der vatikanischen Glaubenskongregation und Papst Benedikt XVI. wurde. In dieser Lebensphase heiratete sie den katholischen Religionslehrer Edmund Ranke, mit dem sie zwei Söhne hat und der 2001 starb.

Verstärkte Glaubenszweifel

Nach ihrer Promotion 1954 war Ranke-Heinemann Dozentin am Erzbischöflichen Katechetinnenseminar in Bonn und ab 1965 an der Pädagogischen Hochschule in Neuss. 1980 wurde sie an die Universität Duisburg und 1985 an die Universität Essen berufen, wo sie Neues Testament und Alte Kirchengeschichte lehrte. Nach dem Entzug der katholischen Lehrerlaubnis vertrat sie an der Universität Duisburg-Essen bis zu ihrer Emeritierung 1990 das Fach Religionsgeschichte.

Im neu aufgelegten Buch "Nein und Amen" bekundete sie 2002 verstärkte Glaubenszweifel. Der neue Untertitel "Mein Abschied vom traditionellen Christentum" offenbart Distanz zur Kirche. In Jesus sieht sie nur einen Menschen und keinen Gott. Und einem Gott, der am Kreuz "mit blutigen Händen" seinen einzigen Sohn opfert, könne sie nicht folgen.

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news-19282 Thu, 25 Mar 2021 14:15:37 +0100 Bistum präsentiert Investoren Kirchen-Immobilien im Speeddating https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-praesentiert-investoren-kirchen-immobilien-im-speeddating Bei einer digitalen Tagung der Wirtschaftsförderung Business Metropole Ruhr und der Landmarken AG präsentierte sich die Bistums-Arbeitsstelle „ImmobilienRaum“ als professioneller Partner für die Immobilienwirtschaft. Bis 2030 erwartet das Ruhrbistum rund 270 verschiedene Umnutzungs-Projekte. Zentrale Lage, eindrucksvolle Architektur – und viel Raum für neue Ideen: Bei einer digitalen Tagung der regionalen Wirtschaftsförderung Business Metropole Ruhr (BMR) haben Immobilien-Fachleute des Bistums Essen am Donnerstag rund 100 Architekten, Maklern und anderen Fachleuten aus der Branche vier Kirchen-Immobilien in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Gladbeck mit großem Zukunftspotential vorgestellt. Angesichts zahlreicher bislang für die Seelsorge genutzter Immobilien, die die Pfarreien für ihre Arbeit künftig nicht mehr benötigen, standen unter der Überschrift „Invest.RUHR – Kirche.Quartier.Entwicklung“ die Chancen von kirchlichen Immobilien für die Stadtentwicklung und das Portfolio von Investoren im Fokus. Neben Präsentationen und Diskussionen ging es bei einem digitalen „Speeddating“ zwischen den Immobilien-Fachleuten des Ruhrbistums und möglichen Investoren auch um erste konkrete Kontakte.

Kirchen als „Orte der Gemeinschaft im Herzen der Quartiere“

„Nachhaltiges Bauen hat längst einen neuen Stellenwert in der Immobilienwirtschaft, nun gerät auch die soziale Dimension zunehmend in den Blick“, sagte Benjamin Legrand von BMR. „Orte der Gemeinschaft im Herzen der Quartiere spielen dabei eine ganz wichtige Rolle.“ Deshalb böte die Entwicklung von Kirchenarealen „Chancen für Viertel, Städte und die Immobilienwirtschaft“, hob Legrand hervor.

Jens Kreiterling, Vorstand der Landmarken AG, erläuterte am Wandel der Aachener Kirche St. Elisabeth zur „Digital Church“, einem Zentrum für Start-Ups und andere Unternehmen aus dem IT-Mittelstand, wie wichtig vor allem die Partizipation aller relevanten Beteiligten an einem solchen Prozess ist: „Unser Anspruch muss der Einklang von Ökologie, Sozialem und Ökonomie sein“, betonte Kreiterling. „Es geht um die Schaffung von gesellschaftlichem Mehrwert für das Quartier. Dies gelingt, wenn alle Stakeholder Verantwortung übernehmen.“

Bistum Essen hat viel Erfahrung mit Kirchen-Umnutzungen

Damit hat das Bistum Essen mittlerweile viel Erfahrung. Seit rund 15 Jahren setzt sich die katholische Kirche zwischen Duisburg, Bochum und dem märkischen Sauerland sukzessive kleiner und reagiert so auf sinkende Kirchenmitgliederzahlen und auf einen wahren Kirchbauboom nach der Bistums-Gründung 1958. Von rund 270 verschiedenen Immobilienprojekten in den 42 Pfarreien der Diözese geht Bistums-Fachmann Peter Geisler aus. Zusammen mit Architektinnen und Stadtplanerinnen im Team des von ihm geleiteten „ImmobilienRaum“ unterstützt er die Pfarreien bei der Immobilienentwicklung. Zugleich ist das „ImmobilienRaum“-Team professioneller Ansprechpartner für die Branche. 

Um dieser Branche die Chancen und Besonderheiten von Kirchenimmobilien zu präsentieren, stellten Christina Hüls und Peter Geisler den Interessenten vier „typische Kirchenstandorte“ vor: St. Michael in Duisburg-Wanheimerort, Herz-Jesu in Gladbeck-Zweckel, St. Ludgerus in Gelsenkirchen-Buer und Heilig-Geist in Essen-Katernberg. Alle Standorte liegen zentral in ihren Stadtteilen, sind gut an Verkehrswege angebunden und weisen eine „Campusstruktur“ auf, wie Geisler erläutert: Neben dem eigentlichen Gotteshaus gibt es meist noch ein früheres Pfarrhaus, eine Kita oder ein Gemeindeheim samt Freiflächen, so dass zum Beispiel auf dem Kirchengrundstück in Gladbeck rund 9000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Alle vier Kirchen stehen bereits oder höchstwahrscheinlich künftig unter Denkmalschutz – zum Teil auch die Innenräume – und an allen Standorten gibt es Kindertagesstätten, die tendenziell erweitert werden sollen. „Kitas sind für uns ein wichtiges pastorales Arbeitsfeld“, betonte Geisler. Gleichzeitig sorgten sie für feste Mieteinnahmen und seien damit auch für Investoren attraktiv.

„Investoren, die gemeinsam mit uns ein Stück des Weges gehen“

„Wir suchen Investoren, die gemeinsam mit uns ein Stück des Weges gehen“, so Geisler. Häufig bliebe die Kirchengemeinde weiter vor Ort präsent, „aber selbst wenn wir uns von dem Standort zurückziehen, ist uns nicht egal, was aus unseren Kirchen wird“. Kirchen seien „heilige Orte – selbst wenn sie profaniert werden, bleiben sie etwas Besonderes.“ Deshalb seien zum Beispiel Branchen mit Bezug zum Rotlicht-Milieu oder zur Gewaltverherrlichung bei einer Kirchenumnutzung ausgeschlossen. Gleichzeitig sei bei Umnutzungen „heute viel mehr möglich, als noch vor einigen Jahren“, warb Geisler. „Auch wir als Kirche entwickeln uns da mit den guten Ideen weiter.“

Auf diese Ideen von mutigen und kreativen Immobilienentwicklern und Investoren hofft auch Christina Hüls. Bislang gebe es neue Nutzungen häufig im sozial-karitativen Bereich sowie gelegentlich den Umbau zu Wohnungen. Aber gerade in der im Ruhrgebiet sehr präsenten Kreativwirtschaft gebe es noch ein „unfassbar großes Potenzial“, so Hüls. Geht es nach ihr, könnten sich auch im Revier Kirchenstandorte zu „Digital Churches“ entwickeln, wie in Aachen.

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news-19270 Thu, 25 Mar 2021 10:08:00 +0100 Pilgersaison im Bistum Essen startet mit Kartenspiel für unterwegs https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pilgersaison-im-bistum-essen-startet-mit-kartenspiel-fuer-unterwegs Beim Pilgern einfach mal durchatmen, die Natur genießen und die Gedanken schweifen lassen: Dabei hilft zum Start der Wandersaison im Bistum Essen ein besonderes Pilger-Alphabet als Kartenspiel. Rund 250 Kilometer durch das Sauerland und Ruhrgebiet auf fünf Abschnitten: Der Pilgerweg des Bistums Essen hat sich seit seiner Eröffnung 2018 zum drittgrößten Fernwanderweg in ganz NRW entwickelt. Zu erkennen ist er leicht: Das Pilgerzeichen an Bäumen, Laternen und Mauern leuchtet Wanderern oft schon von weitem in knalligem Magenta entgegen. Damit das auch so bleibt, kontrolliert und erneuert der Sauerländische Gebirgsverein pünktlich zum Saisonstart alle Zeichen. Außerdem wurde an den Ausgabestellen entlang der Routen für ausreichendes Kartenmaterial und Pilgerpässe gesorgt.

Bunte Karten als Inspiration beim Pilgern

Für alle Pilger, die sich unterwegs mit Impulsen für ihre Gedanken während des Wanderns inspirieren lassen möchten, gibt es zum Auftakt der aktuellen Saison ein besonderes Kartenspiel: Das spirituelle Pilger-Alphabet. Karten können entweder per Zufall gezogen oder in Ruhe ausgesucht werden. Auf insgesamt 35 bunten Karten im Spielkartenformat finden Pilger Begriffe von A bis Z, die sie auf ihrem Weg begleiten und ihre Gedanken beim Pilgern anregen können: „Freiheit“, „Chaos“ oder „Tempo“ zum Beispiel. „Dabei sind auch Wörter, auf die man so vielleicht selbst erstmal nicht kommt, die man dann auf dem jeweiligen Wegabschnitt durchdenken kann“, erklärt Karl-Heinz Leibold, Leiter des Zukunftsbild-Projekts „Pilgerwege im Ruhrbistum“, der das Spiel gemeinsam mit Silvia Betinska, Referentin für Spiritualität und Exerzitien im Bistum Essen, und Simone Remmert, Pastorale Mitarbeiterin im Bistum Osnabrück, entwickelt hat.

Wer in den Karten mal keinen Begriff findet, mit dem er etwas anfangen kann, der kann einen Joker ziehen. Sie helfen dabei, den Pilgerweg einfach mit den eigenen Sinnen wahrzunehmen. Und wenn auch das einmal nicht passt, kommen die letzten Joker ins Spiel: Ohne Impuls gehen oder mit dem ganz persönlichen, eigenen Begriff. Außerdem ist eine Gebetskarte in dem Set enthalten: Ein Gebet für den Aufbruch und eins für den Abschluss der Pilgeretappe. Weil die Begriffe und Gebete allgemein gehalten sind, funktioniert das Kartenspiel nicht nur auf den Wegen im Bistum Essen, ist der Pilgerwegs-Leiter überzeugt. „Mit dem Pilger-Alphabet kann man auf jedem Pilger- und Wanderweg unterwegs sein“, sagt Leibold.

Kostenloses Kartenspiel zum Bestellen oder Mitnehmen

Das Pilgeralphabet ist in einer transparenten Box verpackt, die aktuelle Karte kann so immer sichtbar nach oben gelegt und das Spiel im Rucksack oder der Hosentasche mitgenommen werden. Pilger können das kostenlose Spiel mit einer E-Mail an infomaterial.pilgerweg@bistum-essen.de bestellen oder im Essener Medienforum, Zwölfling 14, - sofern aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen geöffnet - und der Domschatzkammer am Essener Dom (Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr) abholen.

Das Zukunftsbild-Projekt „Pilgerwege im Ruhrbistum“ hat sich entschieden, das Pilgeralphabet kostenlos zu verteilen, freut sich aber über eine freiwillige Spende in selbstgewählter Höhe zugunsten des Hilfsprojekts Kosmidion in Essen-Borbeck. Dort behandeln Ärzte und Ärztinnen ehrenamtlich Menschen ohne anerkannten Aufenthaltsstatus oder Krankenversicherung.

Kommunität Kosmas und Damian e.V.
Bank im Bistum Essen eG
IBAN DE52 3606 0295 0030 4500 19
BIC GENODED1BBE
Spendenzweck: Kosmidion Essen  – Praxis für Menschen ohne Papiere

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news-19281 Wed, 24 Mar 2021 15:10:33 +0100 Pater Philipp spricht auf WDR2 über „Was fehlt?“ und das Suchen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pater-philipp-spricht-auf-wdr2-ueber-was-fehlt-und-das-suchen Duisburger Prämonstratenser-Pater spricht an Karfreitag, an Ostern und an den Sonntagen im April jeweils morgens um 7.45 Uhr kurze Radiobeiträge in der WDR2-Sendung „Hörmal“. Mit seinen Radio-Beiträgen in der Sendung „Hörmal“ setzt der Duisburger Prämonstratenser-Pater Philipp Reichling an den Feiertagen des Osterwochenendes und an den Sonntagen im April auf WDR2 jeweils morgens um 7.45 Uhr kurze spirituelle Impulse. „Was fehlt?“ heißt seine zentrale Frage am Karfreitag, bevor er sich am Ostersonntag dem Suchen widmet und verspricht, „dass es dabei nicht nur um Eier“ gehen wird. Ostermontag dreht sich sein Beitrag um das Thema Trauerarbeit.

WDR2 ist im Bereich des Bistums Essen über die UKW-Frequenzen 99,2 (Ruhrgebiet) und 93,5 Mhz (Sauerland) sowie über den Livestream auf www.wdr2.de zu empfangen. Die „Hörmal“-Beiträge von Pater Philipp laufen an Karfreitag, 2. April, Ostersonntag, 4. April, Ostermontag, 5. April, und an den Sonntagen 11., 18. und 25. April. Nach der Ausstrahlung stehen die Beiträge zum Nachhören oder -lesen online auf www.kirche-im-wdr.de bereit.

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news-19279 Tue, 23 Mar 2021 17:02:55 +0100 Bischof Overbeck: Kirche erhebt Stimme für Solidarität und Pluralität im Revier https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-kirche-erhebt-stimme-fuer-solidaritaet-und-pluralitaet-im-revier Über Meinungsmacher und Akteure im Ruhrgebiet diskutierte Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck mit Evonik-Chef Christian Kullmann, mit Asli Sevindim vom NRW-Integrationsministerium und mit WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock. Die digitale Podiumsdiskussion mit rund 100 Teilnehmenden wurde von der Mülheimer Bistumsakademie „Die Wolfsburg“ und der Business Metropole Ruhr veranstaltet. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat bei der strukturellen Umwandlung des Ruhrgebiets die Aufgabe der Kirche unterstrichen, stets die soziale, innovative und ökologische Perspektive in die Debatte einzubringen. Kirche müsse etwa die Frage nach Bildungsgerechtigkeit stellen, wesentliche Strukturfragen wie etwa zum Verkehr in der Region aufwerfen und müsse „eine Stimme für diejenigen sein, die noch nicht so eine kräftige Stimme haben“, sagte Overbeck am Montagabend, 22. März, bei einer digitalen Podiumsdiskussion der Mülheimer Bistumsakademie „Die Wolfsburg“ und der Ruhrgebiets-Wirtschaftsförderung Business Metropole Ruhr (BMR).

Unter dem Titel „Stimmen(los) im Ruhrgebiet – Player, Akteure und Meinungsmacher der Metropole Ruhr“ diskutierte Overbeck mit dem Vorstandsvorsitzenden des Essener Spezialchemiekonzerns Evonik, Christian Kullmann, mit Asli Sevindim, Leiterin der Abteilung Integration im NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, und mit Andreas Tyrock, Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Wolfsburg-Dozent Mark Radtke und BMR-Pressesprecher Benjamin Legrand moderierten die Veranstaltung.

Overbeck betonte die Verantwortung der Kirche für „diese besondere Region“, die mit dem Ende der Steinkohle-Ära einem tiefgreifenden Wandel unterworfen sei. „Pluralität und Solidarität“ seien „Stärken des Ruhrgebiets und werden hier gelebt“, aber sie müssten auch nach außen sichtbar werden, sagte der Ruhrbischof. Overbeck bedauerte die Abfuhr für die Rhein-Ruhr-Region durch das Internationale Olympische Komitee im Rennen um Olympia 2032. Große Ereignisse wie Olympia könnten helfen, das Selbstbewusstsein der Region zu stärken und nach außen zu tragen.

Evonik-Chef Kullmann: Arbeit ist „zentrales Teilhabeinstrument“

Der Vorstandsvorsitzende des Essener Spezialchemiekonzerns Evonik, Christian Kullmann, mahnte ein größeres Ruhrgebiet-Selbstbewusstsein an. „Wir müssen uns doch nicht verstecken“, sagte Kullmann. „Wir sind gut: unsere Universitäten, unsere Unternehmen, unsere Menschen, unsere Geschichte.“ Mit einem ausschließlich positiv besetzten „identitären Selbstverständnis“ wäre für die Region viel gewonnen. Kullmann unterstrich die Verantwortung seines Unternehmens für das Ruhrgebiet. „Ob Evonik im Ruhrgebiet sitzt oder woanders, ist für Evonik egal, aber für das Ruhrgebiet nicht“, sagte der Manager. Evonik habe rund 10.000 Beschäftigte in der Region und zahle jedes Jahr mehrere hundert Millionen Euro Löhne und Gehälter. Der aus der „Leistung der Bergleute“ entstandene und heute international und global aufgestellte Konzern sorge also für „Wachstum und Wohlstand“ in der Region. Und Arbeit sei das „zentrale Teilhabeinstrument in jeder Gesellschaft“, so Kullmann.

WAZ-Chefredakteur Tyrock: Ruhrgebiet braucht „Zukunftsgewandtheit“

Als fest verwurzelte „Regionalzeitung vor Ort“ begleite die WAZ die Entwicklung des Ruhrgebiets „aktiv und konstruktiv-kritisch“, sagte WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock. „Im Gegensatz zu Evonik können wir nicht woanders sein“, sagte der Journalist. Er vermisse im Ruhrgebiet eine „Zukunftsgewandtheit“. Ja, diese Region habe „eine große Tradition, eine große Geschichte“, aber es gelte, mehr über die Zukunft zu sprechen, Chancen und Möglichkeiten etwa für Startups aufzuzeigen. „Altes nicht ad acta legen und trotzdem Neues wagen“, sagte Tyrock. Die Vielfalt der Region mit ihren 53 Orten und Städten und mit ihrer sehr großen Dichte an Universitäten, an Kultur und an Unternehmen sei „etwas Besonderes“. „Die Zeit der Ruhrbarone und der Alleinherrscher ist vorbei. Und das ist gut so, denn es passt nicht mehr in unsere Zeit“, sagte Tyrock.

Sevindim: Arbeit und Bildung sind „Königsdisziplinen“ der Integration

Arbeit und Bildung seien die „Königsdisziplinen“ für „eine gelingende Integration“, sagte Asli Sevindim, Leiterin der Abteilung Integration im NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Diese wiederum ermögliche Partizipation und befähige dazu, eine Stimme zu entwickeln. Auch wenn im Ruhrgebiet schon Vieles in Sachen Integration erreicht worden sei, gebe es immer noch ungehörte Stimmen. Dies gelte etwa für Frauen, die sich ihre Stimme erkämpfen mussten und immer noch nicht vollends gehört werden. Die Lebenswirklichkeiten der Menschen dürften nicht ignoriert werden. „Man muss immer wieder fragen: Wie zufrieden sind die Menschen hier?“, sagte Sevindim. Von einem gelingenden Miteinander profitiere auch die Region.

Sevindim war 2019 ins nordrhein-westfälische Integrationsministerium gewechselt. Die türkischstämmige Journalistin aus Duisburg hatte zuvor als Moderatorin der „Aktuellen Stunde“ vor der Kamera gestanden und ist dadurch einem breiteren Publikum bekannt.

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