Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Sun, 13 Jun 2021 00:01:45 +0200 Sun, 13 Jun 2021 00:01:45 +0200 TYPO3 news-19383 Sat, 12 Jun 2021 11:21:00 +0200 Vorbildlich ökologisch: Auszeichnung für Katholische junge Gemeinde https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/vorbildlich-oekologisch-auszeichnung-fuer-katholische-junge-gemeinde Die Auszeichnung signalisiert: Ihr seid keine Einzelkämpfer im Umweltschutz. Fair gehandelte Lebensmittel, Ökostrom, Recycling, Boykott von Coca Cola und Nestlé: Für sein Engagement für Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit ist der Diözesanverband der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) mit dem Zertifikat „ökologisch und fair im Bistum Essen“ ausgezeichnet worden. Aufgrund der noch geltenden Hygieneregeln konnte die Auszeichnung nur im kleinen Kreis übergeben werden. Bischof Franz-Josef Overbeck würdigte deshalb per Video das besonderes Engagement der jungen Menschen, das über den Rahmen der Kirche weit hinausreiche: „Es passt mitten in unsere Zeit, die sich ökologisch und sozial neu aufstellen muss – eine der großen politischen Aufgaben, vor denen wir stehen, und für die wir auch als Kirche einen wichtigen Beitrag leisten müssen“, sagte Overbeck.

Den Klima- und Umweltkillern den Kampf ansagen

Bei der KjG im Bistum Essen gibt es nur noch FairTrade-Kaffee und –Schokolade. Der Boykott von Produkten der umweltpolitisch umstrittenen Konzerne Coca Cola und Nestlé, der bei der KjG in Essen seinen Anfang nahm, wird mittlerweile auch vom Bundesverband der KjG unterstützt. In der Geschäftsstelle wird Ökostrom genutzt, Energiesparlampen und programmierbare Heizthermostate sorgen für niedrigen Energieverbrauch. Die KjGler kaufen ökologisch sinnvolles Büromaterial und Papier und sorgen gemeinsam für eine saubere Mülltrennung. Nachhaltigkeit spielt auch in der Ausbildung neuer Leiter eine ausschlaggebende Rolle.

Vergeben wird das Zertifikat „ökologisch und fair im Bistum Essen“ über die Abteilung Weltkirche und Mission des bischöflichen Generalvikariates, um das Engagement wertzuschätzen und den Ausgezeichneten zu signalisieren, dass sie keine Einzelkämpfer sind, sondern sich gemeinsam mit anderen für den Umweltschutz einsetzen. Damit der Prozess in Sachen Nachhaltigkeit weitergeht, lässt die KjG sich nach drei Jahren neu zertifizieren. Bis dahin wird es darum gehen, papierarm zu arbeiten und bei Veranstaltungen ausschließlich vegetarische Verpflegung anzubieten. Weihbischof Ludger Schepers, Bischofsvikar für weltkirchliche Fragen, betonte anlässlich der Verleihung: „Auch weiterhin wird es wichtig sein, allen klar zu machen, dass wir nur eine Erde haben und alles tun müssen, damit auch zukünftige Generationen eine liebens- und lebenswerte Zukunft haben.“

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news-19380 Fri, 11 Jun 2021 11:00:00 +0200 Bistum stärkt die flexible Mitarbeit in den Pfarreien https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-staerkt-die-flexible-mitarbeit-in-den-pfarreien Neue Teams sollen die Vielfalt der vor allem ehrenamtlich gestalteten Gemeindearbeit vor Ort abbilden und eng mit den künftig direkt gewählten Pfarrgemeinderäten zusammenarbeiten. Das sieht die neue Pfarrgemeinderatssatzung des Bistums Essen vor. Der Frauen-Gebetskreis oder die Kita-Eltern, die Messdienergruppe, der Förderverein oder die Seniorenrunde – in den Gemeinden des Bistums Essen engagieren sich die verschiedensten Gruppen für das christliche Leben vor Ort. Diese Vielfalt will das Ruhrbistum weiter stärken und Gruppen, die dies möchten, künftig noch stärker an der Mitgestaltung der Pfarreien beteiligen. Das sieht die neue Satzung für die Pfarrgemeinderäte vor, die Bischof Franz-Josef Overbeck jetzt mit Blick auf die Pfarrgemeinderats-Wahlen im Herbst in Kraft gesetzt hat. 

Die wichtigste Neuigkeit in dieser Satzung steckt in dem etwas sperrig klingenden „Teams in pastoralen Handlungsfeldern“: An den verschiedenen Kirchen einer Pfarrei, aber auch in einzelnen Einrichtungen wie Kitas, Caritas-Häusern oder der katholischen öffentlichen Bücherei sowie für bestimmte Gruppen wie Jugendliche oder Senioren können sich die ehrenamtlich Engagierten beim neuen Pfarrgemeinderat als ein solches Team anmelden. Auch zu bestimmten Themen (zum Beispiel Ökumene oder Musik) oder zu besonderen Anlässen wie dem Pfarrfest oder einer Wallfahrt können sich Pfarreimitglieder zu Teams zusammenfinden. Der Pfarrgemeinderat unterstützt die Arbeit der verschiedenen Teams in einer Pfarrei und koordiniert die verschiedenen Aktivitäten mit den pfarreiweiten Aktionen wie zum Beispiel dem Pfarrfest, den Weihnachtsgottesdiensten, einer Fronleichnamsprozession oder der sozialpastoralen Initiative. 

Dörnemann: „Wie stärken die Vielfalt in unseren Pfarreien“

„Die große Vielfalt der Engagierten, der Gruppen und Einrichtungen ist der Kern unseres kirchlichen Lebens in der Pfarrei“, betont Michael Dörnemann, Leiter des Dezernats Pastoral im Bistum Essen. „Diese Vielfalt stärken wir mit unserer neuen Pfarrgemeinderats-Satzung.“ Neben einer bistumsweit einheitlichen, demokratisch gestalteten Gremien-Struktur mit direkt gewählten Pfarrgemeinderäten in den künftig 40 Pfarreien des Bistums gebe es durch die neuen Teams „eine große Flexibilität, die ein gutes Miteinander zwischen ehrenamtlich und hauptberuflich Engagierten in unseren Pfarreien ermöglicht, um den seelsorglichen Bedarfen vor Ort möglichst gut gerecht werden zu können.“ Zugleich stärke die neue Satzung sowohl den – vor allem ehrenamtlich besetzten – Pfarrgemeinderat als auch die Verantwortlichen in den neuen Teams vor Ort. „Wer sich engagiert, soll auch mitgestalten können“, so Dörnemann.

Ziel der neuen Pfarrgemeinderatssatzung sei zugleich eine veränderte Arbeitsweise von Haupt- und Ehrenamtlichen in den Pfarreien. „Wir brauchen da ein mehr an Miteinander, mehr Beteiligung und mehr Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, sagt Dörnemann. Gerade die Aufgabenverteilung der hauptberuflichen Seelsorgerinnen und Seelsorger solle sich künftig „weniger an Gemeindegrenzen, sondern stärker an den individuellen Fähigkeiten, fachlichen Spezialisierungen und pastoralen Notwendigkeiten orientieren“, so der Pastoraldezernent.

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news-19382 Fri, 11 Jun 2021 10:17:43 +0200 Papst Franziskus würdigt das Engagement des Mülheimers Fritz Zander https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/papst-franziskus-wuerdigt-das-engagement-des-muelheimer-fritz-zander Verdienstmedaille für langjährigen Einsatz für ein Kinderheim und eine Mädchenschule in Kolumbien Gut vier Jahrzehnte engagiert sich der Mülheimer Fritz Zander bereits für ein katholisches Kinderheim und die dazugehörige Mädchenschule in Medellín/Kolumbien. Grund genug für Papst Franziskus, den Mülheimer jetzt mit der päpstlichen Verdienstmedaille „Bennemerenti“ auszuzeichnen. Die Auszeichnung wird dem 88-jährigen von Weihbischof Ludger Schepers am 27. Juni um 15 Uhr in der Gemeindekirche St. Joseph überreicht.

Mit der Unterstützung von 40 Engagierten, die zum großen Teil aus der zur Pfarrei St. Mariae Geburt gehörenden Gemeinde St. Joseph in Mülheim kommen, konnten in den vergangenen 40 Jahren mehr als 300.000 Euro gesammelt werden. So konnte den Mädchen und jungen Frauen im politisch, sozial und wirtschaftlich zerrissenen und durch die Corona-Pandemie besonders hart getroffenen Kolumbien ein geschütztes Aufwachsen und eine fundierte Ausbildung verschaffen werden. Zander steht in stetiger Verbindung mit der Ordensfrau Theresa Jacqueline Purtscher, die im Kinderheim und in der Schule von Las Granja Infantiles arbeitet.

„Wir wollen Menschen in existenzieller Not sinnvoll und gezielt helfen“, erklärt Zander. „Ich habe die päpstliche Verdienstmedaille nicht verdient“, zeigt sich der Mülheimer bescheiden. Doch der Gemeinderatsvorsitzende von St. Joseph, Johannes Kretschmann, sieht das ganz anders. „Man spürt förmlich, wie sehr Fritz Zander hinter der Aktion Medellín steht, deren Erfolg oder Misserfolg auch seine Stimmungslage beeinflusst“, so Kretschmann.

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news-19381 Fri, 11 Jun 2021 07:00:00 +0200 Bistum möchte die Kirche im Jugendhaus St. Altfrid umbauen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-moechte-die-kirche-im-jugendhaus-st-altfrid-umbauen Neben einer dringend nötigen baulichen Sanierung soll auch der Innenraum des 40 Jahre alten Gotteshauses neu gestaltet werden, um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von heute besser anzusprechen. Anderswo werden Gotteshäuser geschlossen – doch am Essener Jugendhaus St. Altfrid lässt das Bistum Essen in den kommenden Monaten den Kirchenbau sanieren und plant, ihn auch optisch für die heutige Jugend passender zu gestalten. Eine Projektgruppe des Ruhrbistums hat nun ihre Arbeit aufgenommen, um die künftige Gestaltung der Kirche mit möglichst vielen Vertreterinnen und Vertretern der Nutzergruppen gemeinsam zu planen. Bereits vor zwei Jahren hatten Nutzerinnen und Nutzer des Jugendhauses in einer Umfrage klar die Bedeutung der Kirche für die religiöse Arbeit in der Einrichtung herausgestellt.

„Von innen wie von außen ist die Kirche im Wesentlichen im baulichen Zustand von 1981“, sagt Pastor Sven Christer Scholven, der für das Gotteshaus zuständig ist. „Jetzt wollen wir die Chance der ohnehin notwendigen baulichen Sanierung nutzen und auch den Innenraum umbauen.“ Dabei sollen zum einen die räumlichen Möglichkeiten den aktuellen Bedarfen des Jugendhauses angepasst werden, erklärt Christian Gentges, der als Leiter der Jugendabteilung des Bistums auch die Projektgruppe koordiniert. „Zum anderen sollen die Ästhetik des Raumes und seine Symbolsprache so gestaltet werden, dass sie wieder anschlussfähig werden an die heutigen Lebens- und Erfahrungswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“ Der Charakter der Kirche als christlicher Sakralraum soll dabei klar erhalten bleiben. 

St. Altfrid als zukunftsfähigen Standort weiterentwickeln

Auch wenn die Kosten für den geplanten Umbau noch nicht feststehen ist den Verantwortlichen bewusst, dass ein solches Projekt in Zeiten von Kirchenschließungen Fragen aufwirft. Vor diesem Hintergrund betont Gentges, dass die Sanierung und Umgestaltung der Kirche nicht isoliert zu sehen seien, sondern als Investition im Gesamtkontext des Jugendhauses. „Unser Bischof Franz-Josef Overbeck hat erklärt, dass wir St. Altfrid als zentralen Ort der bistumsweiten Pastoral für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zukunftsfähig erhalten. Zu dieser Zukunftsfähigkeit gehört auch die Neugestaltung unserer Kirche.“ Zugleich ist die Kirche in St. Altfrid aktuell das zweite größere Investitionsprojekt des Ruhrbistums für junge Leute: Nach dem Umzug der Oberhausener Jugendkirche Tabgha in die St.-Josef-Kirche am Duisburger Dellplatz wurde in den vergangenen Monaten auch dort mit Blick auf die Anforderungen der jungen Klientel umgebaut. 

Workshops mit Innenarchitekten

Um in St. Altfrid möglichst viele Nutzerinnen und Nutzer an den Planungen zu beteiligen, hat sich die Projektgruppe Unterstützung bei den Innenarchitekten der Paderborner Agentur „Helle Freude“ geholt. Gemeinsam haben Projektgruppe und Agentur in den vergangenen Wochen bereits ausgewählte Nutzergruppen per Fragebogen um eine Einschätzung gebeten. Auf dieser Basis folgen in den kommenden Wochen Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Nutzergruppen, so dass im Herbst ein erstes Konzept für die künftige Innenraumgestaltung vorliegen kann, dessen Umsetzung dann entschieden und beauftragt werden muss. „Wir sind jedenfalls schon jetzt sehr gespannt, welche Ideen in den kommenden Workshops entstehen und welches Gesicht unsere St.-Altfrid-Kirche damit künftig bekommen kann“, sagt Pastor Scholven.

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news-19378 Wed, 09 Jun 2021 20:21:14 +0200 Schalke-Fan Zimmermann firmt in der Glückauf-Kampfbahn https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/schalke-fan-zimmermann-firmt-in-der-glueckaufkampfbahn Essener Weihbischof spendet in Gelsenkirchen 64 Jugendlichen in fünf Stadion-Gottesdiensten die Firmung. Aus der Corona-Not geboren, hat die Pfarrei St. Joseph mittlerweile gute Erfahrungen mit Open-Air-Messen zwischen Anstoßkreis und Zuschauertribüne. „Entscheidend is’ auf’m Platz!“ – die alte Fußballweisheit von Adi Preißler könnte dieser Taqe auch für fünf Gottesdienste der katholischen Gemeinden im Gelsenkirchener Süden Pate stehen. Anstatt in den Kirchen der Pfarreien St. Joseph und St. Augustinus spendet Weihbischof Wilhelm Zimmermann in der Schalker Glückauf-Kampfbahn 64 Jugendlichen unter freiem Himmel das Sakrament der Firmung. Und dabei geht’s schließlich um Entscheidungen: Gut 15 Jahre nach ihrer Taufe sagen die jungen Leute bei der Firmung selbst, dass sie mit Gott in Verbindung sein möchten.

Coronabedingt findet die Firmung trotz frischer Luft jedoch nicht einmal, sondern gleich fünfmal statt. Am Montagabend war Premiere, dann gab’s eine Firmung am Dienstag-, gestern am Mittwochabend – und dann kommt Weihbischof Zimmermann noch mal am 21. und 22. Juni ins Stadion, um jeweils 10 bis 13 Jugendlichen „die Gabe Gottes: den Heiligen Geist“ zuzusprechen. Denn auch wenn sich die Corona-Lage aktuell entspannt, sind die Verantwortlichen bei der Planung noch von deutlich kleineren Gruppen ausgegangen. „Immerhin können die Jugendlichen jetzt jeweils bis zu zehn Gäste mitbringen“, berichtet Gemeindereferentin Elvira Neumann aus St. Joseph, die zusammen mit ihrer Kollegin Martina Melle aus St. Augustinus und Janina Keßler aus der Jugendkirche GleisX die Firmvorbereitung im Gelsenkirchener Süden koordiniert. Neumann hat bereits Erfahrungen mit Open-Air-Messen im Stadion: Im vergangenen Sommer hatte die Pfarrei St. Joseph zwischen Pfingsten und September ihre Sonntagsmessen ins Stadion verlegt.

Trotz der kleinen Gruppen gibt’s jedes Mal eine große Feier bei den Firmungen: Wenn die Namen der Jugendlichen aufgerufen werden, kommen sie mit ihren Firmpaten von der Tribüne aufs Spielfeld und stellen sich auf der dort aufgebauten Altarinsel im Halbkreis auf, um nacheinander von Weihbischof Zimmermann gefirmt zu werden. Der stammt übrigens aus Gelsenkirchen und ist – natürlich – Fan des blauweißen Fußballvereins, der hier einst für Furore sorgte.

Im Anschluss trainieren die Männer vom American Football

So schön und stimmig der Altar auf dem grünen Rasen aussieht – dem Team um Elvira Neumann machen fünf Freiluft-Firmungen mächtig Arbeit. „Wir müssen fünfmal ab- und wieder aufbauen“, erklärt Neumann und verweist auf den Altar, die Technik, die Deko und vieles andere, was im Gottesdienst gebraucht wird. Denn schließlich sei mittlerweile auch der Trainingsbetrieb auf dem Sportplatz wieder angelaufen. „Am Montag haben nach uns die Männer vom American Football trainiert.“ Und als sie am Dienstag mit dem Abbau etwas länger gebraucht haben, hat in der anderen Platzhälfte schon mal eine Damenmannschaft mit dem Aufwärmen begonnen. Skeptische Blicke oder gar Stress mit den Sportlern? „Keine Spur“, sagt Neumann, „uns schlägt hier ein unglaublich großes Wohlwollen der DJK Teutonia entgegen“. Man kennt sich schließlich seit dem vergangenen Corona-Sommer. Und wie es scheint, hat gerade niemand etwas dagegen, dieses neue Miteinander von Sport und Kirche in Schalke hier und da auch über die Corona-Krise hinaus zu verlängern.

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news-19377 Wed, 09 Jun 2021 14:40:00 +0200 Namen und Daten | 09.06.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-09062021 Jonas Schulte-Eickholt, Pastor Gerhard Welp, Pastor Christoph Wertenbroch, Diakon Franz-Stephan Bungert, Eva Jansen, Pastor Norbert Ghesla, Pastor Rainer Hesse, Pastor Norbert Scheuren, Diakon Joachim Vogt, Dr. Natallia Charnichenka, Uta Stötzel, Hildegard Högner-Gierzal, Pastor Martin Koopmann, Pastor Marius Schmitz Jonas Schulte-Eickholt

Herr Jonas Schulte-Eickholt hat seinen Einsatz in der Propsteipfarrei St. Lamberti in Gladbeck zum 31. Mai 2021 beendet und ist ab dem 1. Juni 2021 der Pfarrei Christus König in Halver-Breckerfeld-Schalksmühle-Hagen-Dahl zugeordnet, wo er sein 3. Assistenzjahr absolviert.

Pastor Gerhard Welp

Herr Pastor Gerhard Welp wurde von seiner Ernennung als Pastor der Pfarrei St. Nikolaus in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Pastor an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Pastor Christoph Wertenbroch

Herr Pastor Christoph Wertenbroch wurde von seiner Ernennung als Pastor der Pfarrei St. Nikolaus in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Pastor an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Diakon Franz-Stephan Bungert

Herr Franz-Stephan Bungert wurde von seiner Ernennung als Diakon mit Zivilberuf in der Pfarrei St. Nikolaus in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Diakon mit Zivilberuf an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Eva Jansen

Frau Eva Jansen wurde von ihrer Ernennung als Gemeindereferentin der Pfarrei St. Nikolaus in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Gemeindereferentin an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Pastor Norbert Ghesla

Herr Pastor Norbert Ghesla wurde von seiner Ernennung als Pastor der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Pastor an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Pastor Rainer Hesse

Herr Pastor Rainer Hesse wurde von seiner Ernennung als Pastor der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Pastor an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Pastor Norbert Scheuren

Herr Pastor Norbert Scheuren wurde von seiner Ernennung als Pastor der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Pastor an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Diakon Joachim Vogt

Herr Diakon Joachim Vogt wurde von seiner Ernennung als Pastor in der Pfarrei St. Nikolaus und der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Diakon an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Dr. Natallia Charnichenka

Frau Dr. Natallia Charnichenka wurde von ihrer Ernennung als Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Nikolaus und der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Gemeindereferentin an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Uta Stötzel

Frau Uta Stötzel wurde von ihrer Ernennung als Gemeindereferentin der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Gemeindereferentin an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Hildegard Högner-Gierzal

Frau Hildegard Högner-Gierzal wurde von ihrer Ernennung als Pastorale Mitarbeiterin der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 – befristet bis zum 28. Februar 2022 und mit einem Beschäftigungsumfang von 75 Prozent einer Vollbeschäftigten -  als Pastorale Mitarbeiterin an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Pastor Martin Koopmann

Herr Pastor Martin Koopmannwurde von seiner Ernennung als Pastor der Pfarrei St. Nikolaus in Essen entpflichtet und zum 1. Juni 2021 als Pastor an der neugegründeten Pfarrei Hll. Cosmas und Damian in Essen ernannt.

Pastor Marius Schmitz

Pastor Marius Schmitz wurde von seiner Aufgabe schwerpunktmäßig als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Propsteipfarei St. Urbanus in Gelsenkirchen und seiner Beauftragung, in der Propsteigemeinde St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer zu arbeiten, entpflichtet.

Mit Wirkung vom 1. Juni 2021 wurde er mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent als vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor in der Pfarrei St. Peter und Paul in Hattingen ernannt.

Darüber hinaus wurde er mit Wirkung vom 1. Juni 2021 für den Zeitraum von vier Jahren als Stellvertreter des Pfarrers ernannt.

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news-19376 Tue, 08 Jun 2021 14:43:07 +0200 Overbeck: "Es wird Zeit, jungen Menschen wieder Gemeinschaft zu ermöglichen." https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-es-wird-zeit-jungen-menschen-wieder-gemeinschaft-zu-ermoeglichen Bei einem Treffen mit dem BDKJ-Diözesanvorstand machte sich der Ruhrbischof dafür stark, jungen Menschen wieder Gemeinschaft zu ermöglichen. BDKJ-Vorstand im Gespräch mit dem Ruhrbischof im Bischofsgarten Gemeinsam mit dem Diözesanvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) tauschte sich Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck nun über die Frage aus, wie die Corona-Pandemie die Arbeit der Jugendverbände im Bistum verändert hat und wie ein guter Neustart gelingen kann. „Noch sei es zu früh für einen umfangreichen Überblick, wie intensiv die Aufbauarbeit nach der Pandemie sein wird“, so der BDKJ-Diözesanvorstand. Man sei jedoch zuversichtlich, dass dies gut und nachhaltig gelingen könne, „da bei den Kindern und Jugendlichen ein enormes Bedürfnis nach Gemeinschaft erkennbar“ sei. Soziales Lernen und Miteinander seien wichtige Bedürfnisse junger Menschen. Und das nicht nur im Ruhrbistum.

Nachdenklich stimmten den Ruhrbischof Berichte darüber, dass teilweise Jugendgruppen ihre Arbeit vor Ort nicht wiederaufnehmen könnten, obwohl die gesetzliche Grundlage dafür eigentlich gegeben sei. Der Bischof ermutigte dazu, diesen wichtigen Aspekt der Jugendarbeit in den Pfarreien wieder zu ermöglichen. „Kinder und Jugendliche haben lange auf vieles verzichtet, um gefährdete Menschen zu schützen. Das war gelebte Solidarität, vor allem mit der älteren Bevölkerung.“ Jetzt sollten die Bedürfnisse junger Menschen stärker in den Mittelpunkt rücken. „Es ist auch eine Frage der Gerechtigkeit, jetzt jungen Menschen wieder Gemeinschaft zu ermöglichen“, betonte Overbeck.

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news-19374 Mon, 07 Jun 2021 14:04:52 +0200 Medienforum öffnet nach Lockdown wieder für Lesefreudige https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/medienforum-oeffnet-nach-lockdown-wieder-fuer-besucher Besuch im Medienforum wieder ohne Termin möglich. Zahlreiche neue Romane, Hörbücher, Filme und Zeitschriften warten darauf, ausgeliehen zu werden. Bücherregal im Medienforum des Bistums Ab dem 8. Juni 2021 können Gäste das Medienforum in der Essener Innenstadt wieder ohne Termin besuchen. Aufgrund der Corona-Vorschriften war die Ausleihe lange Zeit nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Nun kann wieder nach Herzenslust in den Bücherregalen in den Räumlichkeiten am Zwölfling in Essen gestöbert werden – ganz ohne Anmeldung. Lediglich eine medizinische Maske muss während des Aufenthalts getragen werden.

Schon jetzt freut sich das Team des Medienforums auf die spannenden Veranstaltungen nach den Sommerferien: Unter anderem werden Joachim Gauck, Ingrid Noll, Jürgen Kehrer, John von Düffel und viele andere zu Gast sein.

Geöffnet hat das Medienforum dienstags bis donnerstags von 10.00 bis 18.30 Uhr und freitags von 10.00 bis 15.00 Uhr.

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news-19373 Mon, 07 Jun 2021 10:13:21 +0200 Namen und Daten | 07.06.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-07062021 Ewald Hillmann Ewald Hillmann ist am Mittwoch, 26. Mai 2021 im Alter von 60 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

Die Totenvesper wird am Donnerstag, 17.6.2021 um 19.30 Uhr in der Kirche St. Joseph, Tossens Büschken 6 in 45279 Essen-Steele-Horst gebetet. Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung vorher im Gemeindebüro St. Joseph unter der Tel.-Nr. 0201 / 530297 erforderlich.

Das Requiem wird am Freitag, 18.6.2021 um 11 Uhr in der Kirche St. Johann Baptist, Johanniskirchstr. 5 in 45329 Essen-Altenessen gefeiert. Anmeldungen dazu werden im Gemeindebüro St. Johann Baptist unter der Tel.-Nr. 0201 / 343616 erbeten. Die Urnenbeisetzung erfolgt im Anschluss auf dem Nordfriedhof in Essen.

Die ordnungsbehördlichen Bestimmungen zur Corona-Pandemie sind unbedingt zu beachten.

Der Verstorbene, der in Gelsenkirchen gewohnt hat, wurde am 21. Februar 1961 in Duisburg geboren und am 10. Oktober 1998 in Essen zum Diakon geweiht. Diakon Hillmann hat eine Ausbildung zum Gärtner und anschließend ein Studium als Dipl.-Sozialpädagoge absolviert. Einige Jahre war er als Jugendpfleger im Katholischen Jugendamt in Duisburg tätig. Nach seiner Weihe war Ewald Hillmann als Diakon mit Zivilberuf in der Pfarrei Christus – Unser Friede in Duisburg-Meiderich-Hagenshof eingesetzt. Im Jahr 2000 wurde er als Diakon im Hauptberuf in der Pfarrei St. Johann Baptist und St. Ewaldi in Essen-Altenessen beauftragt. Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Pfarreien im Bistum Essen erfolgte die Ernennung für die Pfarrei St. Johann Baptist in Essen.

Im Jahr 2008 wechselte Diakon Hillmann in die Gefängnisseelsorge an der JVA Krümmede in Bochum. Nach dem Tod seiner Frau 2011 war es ihm wichtig, näher bei seinen Kindern zu sein. Im Jahr 2012 wechselte er daher in die Pfarrei St. Nikolaus in Essen und wurde darüber hinaus mit einem Teil seines Beschäftigungsumfangs in der JVA Duisburg-Hamborn beauftragt. In den Jahren von 2013 bis 2016 war er dann als Diakon mit Koordinierungsaufgaben für die Gemeinde St. Marien-Osterfeld-Rothebusch in der Propsteipfarrei St. Pankratius in Oberhausen tätig. Im Anschluss daran unterstütze er für kurze Zeit als Diakon in der Pfarrei St. Michael die Gemeindeseelsorge, bevor ihn der Bischof zum 1. Januar 2018 als Diakon an der Pfarrei St. Laurentius in Essen ernannte, wo er zunächst seelsorgliche Aufgaben und ab September 2019 zusätzlich kommissarisch die Leitung der Gemeinde St. Joseph in Essen-Steele-Horst übernahm. Die Ernennung als Diakon mit Koordinierungsaufgaben in der Gemeinde St. Joseph Steele-Horst erfolgte zum Februar 2021.

Diakon Hillmann zeichnete sich durch seine ehrliche, bodenständige und direkte Art aus, die seinen diakonalen Dienst im Ruhrbistum prägte.

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news-19372 Fri, 04 Jun 2021 11:52:49 +0200 Bistum informiert die Frintroper Pfarrei St. Josef über neue Leitungsmodelle https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-informiert-die-frintroper-pfarrei-st-josef-ueber-neue-leitungsmodelle Wenn Pfarrer Wolfgang Haberla in der Essener Pfarrei im nächsten Monat in den Ruhestand geht, möchte das Ruhrbistum dort ein neues Leitungsmodell einführen. Bistums-Vertreter haben den Gremien der Pfarrei am Dienstag verschiedene Modelle vorgestellt, bei denen zum Beispiel auch Team-Lösungen möglich sind. So soll trotz Priestermangel die Seelsorge vor Ort gestärkt werden. Vertreter des Bistums Essen haben den Gremien der Pfarrei St. Josef in Essen-Frintrop am Dienstag, 1. Juni, alternative Modelle für die künftige Leitung ihrer Pfarrei vorgestellt. Angesichts sinkender Priesterzahlen sucht das Ruhrbistum bereits seit längerer Zeit nach neuen Leitungsformen für seine aktuell 41 Pfarreien. Mit dem im Sommer anstehenden Wechsel in den Ruhestand von Pfarrer Wolfgang Haberla soll St. Josef die zweite Pfarrei im Bistum Essen werden, in der eines der neuen Leitungsmodelle realisiert wird.

Die Koordination von Gemeinden wird schon seit mehreren Jahren neben Priestern auch anderen pastoralen Mitarbeitenden sowie – in Projektgemeinden – ehrenamtlichen Teams übertragen. Nun hat eine Arbeitsgruppe im Auftrag von Bischof Franz-Josef Overbeck verschiedene Modelle entwickelt, wie die Gesamtleitung einer Pfarrei mit mehreren Gemeinden anders als nur durch einen Pfarrer organisiert werden kann. Seit Ostern ist die Pfarrei St. Matthäus in Altena die erste Pfarrei im Ruhrbistum, die von Gemeindereferentin Sandra Schnell als der ersten Pfarrbeauftragten des Bistums geleitet wird.

Leitungsaufgaben auf mehrere Schultern verteilen

„Mit einem neuen Leitungsmodell sichern wir zu, dass die Pfarrei St. Josef weiter eine Leitung vor Ort hat. Dabei kann es sich um eine hauptamtliche Seelsorgerin oder einen hauptamtlichen Seelsorger handeln – oder um ein Team“, erklärte Andrea Qualbrink, Referentin für Strategie und Entwicklung im Bistum Essen, im Gespräch mit den Pfarrei-Gremien. Begleitet werde der oder die Pfarrbeauftragte bzw. das Team von einem sogenannten moderierenden Priester. Er unterstützt in allen Leitungsaufgaben und sorgt gemeinsam mit den Priestern im Pastoralteam für die Feier der Sakramente und der Eucharistie. „Zentral ist, dass die Personen, die diese Aufgaben übernehmen, gut qualifiziert sind und klar aufgeteilt ist, wer wofür zuständig ist“, betonte Qualbrink. „Die Ausschreibung der Pfarreileitung erfolgt im Juni, so dass sie möglichst im September ihre Arbeit aufnehmen kann“, erläuterte der Dezernent für das Pastorale Personal, Kai Reinhold. „Wichtig ist uns dabei, den Weg zu und mit einer neuen Pfarreileitung gemeinsam mit der Pfarrei und den Verantwortlichen zu gehen."

Ziel der Gespräche mit den Gremien von St. Josef war eine erste fundierte Information über die Leitungsmodelle und die Umsetzung in der Frintroper Pfarrei. So wie mit St. Josef sind die Bistumsvertreter derzeit mit mehreren weiteren Pfarreien in Kontakt, die sich für alternative Modelle der Pfarreileitung interessieren. Im Blick auf weitere Schritte für eine konkrete Lösung für die Leitung der Pfarrei in Frintrop bleiben die Bistumsvertreter mit den Gremien von St. Josef im Gespräch.

Wenn Pfarrer Haberla im Sommer in den Ruhestand wechselt, hat er mehr als 25 Jahre die Seelsorge in St. Josef verantwortet. Im Namen von Bischof Franz-Josef Overbeck dankte Personaldezernent Reinhold Pfarrer Haberla für diesen engagierten Dienst.

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news-19371 Fri, 04 Jun 2021 10:48:21 +0200 Hl. Cosmas und Damian ist die neue Pfarrei im Essener Nordosten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/hl-cosmas-und-damian Bischof Overbeck feiert an Fronleichnam mit Gläubigen auf dem Altenessener Karlsplatz und hunderten Christen vor Leinwänden und an Bildschirmen einen Freiluft-Gottesdienst zur Gründung der Pfarrei. Neuer Pfarrer ist Ingo Mattauch, der zuletzt in Gelsenkirchen-Schalke tätig war. Bei einem Freiluftgottesdienst auf dem Altenessener Karlsplatz hat Bischof Franz-Josef Overbeck am Fronleichnams-Nachmittag mit zahlreichen Gläubigen vor Ort sowie hunderten Christen vor Leinwänden und an Bildschirmen die Gründung der neuen Essener Pfarrei Hl. Cosmas und Damian gefeiert. Zugleich wurde Pastor Ingo Mattauch als Pfarrer der neuen Pfarrei im Essener Norden und Nordosten eingeführt. Entstanden ist Hl. Cosmas und Damian aus den bisherigen Nachbarpfarreien St. Johann Baptist im Stadtteil Altenessen und St. Nikolaus im Essener Nordosten.

„Einen besseren Ort hätten Sie nicht finden können“, sagte Bischof Overbeck angesichts der Gründungsmesse unter freiem Himmel, im Schatten des Marienhospitals und der bisherigen Pfarrkirche St. Johann Baptist. „Dieser Ort steht für Veränderung – und für Entwicklung“, so Overbeck. Mattauch und er gingen während der Feier mehrfach auf die Konflikte und Verletzungen ein, die es gerade in der Gemeinde St. Johann Baptist angesichts der Pläne gegeben hatte, die Kirche für eine Krankenhauserweiterung zu verkaufen. Nachdem die Klinik-Pläne aufgegeben wurden, bleibt die Gesundheitsversorgung im Essener Norden nicht nur für die Pfarrei ein Thema. Zumal diese sich just nach den beiden Essener Stadtpatronen Cosmas und Damian benannt hat, die in der Kirche als selbstlose Ärzte verehrt werden.

Gute ökumenische Zusammenarbeit

„Heilung“, wie die beiden antiken Mediziner sie aus ihrem christlichen Glauben heraus angeboten hätten, sei im Essener Norden aber nicht nur ein medizinisches Thema, hob Mattauch hervor. Beispielhaft verwies er auf den „Gabenzaun“, den katholische und evangelische Christen regelmäßig auf dem Karlsplatz einrichten. Seit Beginn der Coronakrise versorgen sich Bedürftige dort kontaktlos mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und anderen dringend benötigten Dingen, die zuvor von Menschen aus dem Essener Norden gespendet und von den Christen sortiert und verpackt wurden. Dass dies – in Sichtweite der evangelischen Alten Kirche – nur eines von vielen ökumenische Projekten ist, machten die beiden evangelischen Pfarrerinnen Annette Stolte (Katernberg) und Ellen Kiener (Altenessen) in ihrem Grußwort deutlich. Pfarrer Mattauch freut sich auf die Zusammenarbeit und betonte: „Wer als evangelische Christin oder Christ an Fronleichnam in einen katholischen Gottesdienst kommt, dem liegt wirklich etwas an der Ökumene.“

Bischof Overbeck: „Menschen sehnen sich nach Gemeinschaft“

In seiner Predigt stellte Bischof Overbeck die Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Gerade in der Corona-Pandemie sei deutlich geworden, wie sehr sich die Menschen danach sehnen. Es sei „Zeichen einer lebendigen Kirche, dass sie Gemeinschaft ermöglicht“, betonte Overbeck. So sei es nicht nur eine Aufgabe für die neue Pfarrei, sondern für die ganze Kirche, „einen neuen Sinn dafür zu finden, Gemeinschaft zu leben“. Wo – gerade im Essener Norden – traditionelle Gemeinschaftsformen wie der Bergbau weggebrochen seien, „müssen wir neue Formen von Gemeinschaft finden“. Mit Blick auf den Streit um die Kirche St. Johann Baptist rief Overbeck dazu auf „Wege der Versöhnung“ zu gehen. „Blicken Sie dabei nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn!“

Pfarrer Mattauch möchte „eine Kirche mitten in der Welt“

Mattauch, der in den vergangenen Jahren in der Gelsenkirchener Nachbarpfarrei St. Joseph unter anderem im Stadtteil Schalke viele sozialpastorale Akzente gesetzt hat, machte auch auf dem Karlsplatz deutlich, dass er mit den Katholiken im Essener Norden „eine Kirche mitten in der Welt“ sein wolle. Dazu gehöre die soziale Arbeit ebenso wie politisches Engagement für die Menschen im Stadtteil. Der neue Pfarrer dankte Domkapitular Michael Dörnemann, der die Altenessener Pfarrei in den vergangenen sieben Monaten als Interims-Verwalter geleitet hat und dabei „erste gute Gespräche“ hin zu Versöhnung und Verständigung führen konnte. Erste Ergebnisse dieser Gespräche waren am Rande der Feier zur Pfarreigründung sichtbar: Zahlreiche Gläubige, die sich mit der Initiative zum Erhalt der Kirche St. Johann Baptist in den vergangenen Jahren zeitweise gegen die Gremien der Pfarrei gestellt hatten, beteiligten sich nun – neben Dutzenden anderen Helfern aus allen Gemeinden der neuen Pfarrei – tatkräftig an der Durchführung der aufwändigen Freiluftveranstaltung.

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news-19369 Thu, 03 Jun 2021 13:30:00 +0200 Fronleichnamsfeier auf dem Essener Burgplatz https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/fronleichnamsfeier-auf-dem-essener-burgplatz Mit einem Gottesdienst auf dem Burgplatz in der Innenstadt haben Gläubige aus dem Bistum Essen nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr wieder gemeinsam Fronleichnam gefeiert. Rund 250  Gläubige haben gemeinsam mit Bischof Franz-Josef Overbeck am 3. Juni den Fronleichnamsgottesdienst gefeiert. Die traditionelle Prozession durch die Innenstadt konnte nach dem kompletten Ausfall der Fronleichnamsfeier im vergangenen Jahr allerdings noch nicht stattfinden. Die Monstranz mit der geweihten Hostie stand stattdessen nach der Kommunion auf dem Altar.

Der Zugang war bei dieser erstmaligen Fronleichnamsfeier in der Pandemie genau geregelt, die angemeldeten Teilnehmer saßen mit Abstand auf dem Burgplatz verteilt, an und außerhalb der festen Sitzplätze galt die Maskenpflicht. An allen Ein- und Ausgängen stand Desinfektionsmittel. Die Hostien wurden von festen Plätzen aus an die Gläubigen verteilt, auch hier galten auf den Laufwegen die Maskenpflicht und Abstände. Der Mädchenchor am Essener Dom, die Domsingknaben sowie ein Bläserensemble begleiteten den Gottesdienst musikalisch.

Prozession als Pilgerweg der Gemeinschaft

Obwohl es in diesem Jahr keine anschließende Prozession durch die Essener Innenstadt gab, nahm Bischof Overbeck in seiner Predigt Bezug auf deren Bedeutung für die Glaubensgemeinschaft. Die Prozession sei Ausdruck der Buntheit und Vielschichtigkeit der Kirche im Bistum Essen und der Weltkirche, vor allem mit den Gläubigen der unterschiedlichen muttersprachlichen Gemeinden. „Für mich hatte diese Prozession in den vergangenen Jahren einen Pilgercharakter“, sagte Overbeck. „Prozessionen haben den Charakter von Pilgerwegen im Kleinen. Sie stiften Identität und machen eine Erfahrung möglich, die zu einem großen Pilgerweg gehören, nämlich Kirche als Gemeinschaft auf dem Weg zu sein, wanderndes Volk Gottes als Pilger des Glaubens.“

Overbeck stellte auch die Aktualität dieses gemeinsamen Wegs in Frage: „Sind wir wirklich Pilger des Glaubens als Menschen auf einem neuen Weg? Oder leben nicht viele von uns selbst und erst recht viele der kritischen Zeitgenossinnen und Zeitgenossen angesichts der vielen Kirchenaustritte, die wie eine Massenflucht aus der Kirche wirken, als Menschen eines alten Weges, der zu Ende geht? Die alte Zeit ist vorbei!“ Er rief dazu auf, sich lebendig und mit gutem Willen auf den neuen Weg zu machen, sich auf herausfordernde Fragen der komplexen und bunten Kirche und Welt einzulassen, von Geschlechtergerechtigkeit bis hin zum friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkünfte oder den Schwierigkeiten in der Corona-Pandemie.

Nicht der kleine heilige Rest, sondern Kirche von vielen für viele

„Sicher bleibt auch das Niederdrückende der derzeitigen Zeit, gerade angesichts der Gestalt der Kirche und vieler Formen ihrer Gemeinschaft. Aber dennoch: Wir als Pilger des Glaubens und Menschen des neuen Weges haben die Gnade und die Kraft erfahren, glauben zu dürfen und zu können. Wir sind nicht der kleine heilige Rest, sondern Kirche von vielen für viele“, sagte der Bischof zum Abschluss seiner Predigt.

Am Fronleichnamsfest (mittelhochdeutsch: „Leib des Herrn“) feiern die Katholiken die bleibende Gegenwart Jesu Christi in den Gaben von Brot und Wein, dem sogenannten Sakrament der Eucharistie – und das seit dem 13. Jahrhundert immer am 60. Tag nach Ostern.

Predigt des Ruhrbischofs zu Fronleichnam

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news-19370 Wed, 02 Jun 2021 19:27:21 +0200 Smartphone-Schnitzeljagd statt Fronleichnamsprozession https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/smartphone-schnitzeljagd-statt-fronleichnamsprozession Mit ihrem Fronleichnamsweg bietet die Hattinger Pfarrei St. Peter und Paul eine coronataugliche Alternative, um rund um den Feiertag an der frischen Luft in Bewegung zu sein und sich mit Gott, der Welt und den sieben Sakramenten zu beschäftigen. Familie Lüttenberg aus Hattingen-Welper hat den Weg schon mal getestet. Eine Fronleichnams-Prozession kann es in diesem Jahr wieder nicht geben. Aber draußen sein und sich in Bewegung mit Gott und der Welt zu beschäftigen, das geht als Familie oder in anderen kleinen Gruppen auch in Corona-Zeiten. Unter der Überschrift „Momentma(h)l“ hat die Hattinger Pfarrei St. Peter und Paul einen Weg gestaltet, der die körperliche und geistige Bewegung miteinander verbindet.

„Das wird wie eine Schnitzeljagd“ hat der sechsjährige Jakob gleich erkannt, als Papa Christian Lüttenberg am Mittwochnachmittag an der St.-Joseph-Kirche in Hattingen-Welper sein Smartphone zückt. Zusammen mit Jakobs Bruder Mika (8) und Mama Rabea Lüttenberg will die vierköpfige Familie den Fronleichnamsweg schon am Vorabend des Feiertags testen. In der Kirche gibt’s ein Begleitheft – und der QR-Code im Schaukasten liefert die Internetseite mit der Route des Wanderwegs von der Kirche in Welper bis zur Pfarrkirche St.Peter und Paul in der Hattinger Altstadt. Flotten Schrittes geht es vom Hügel in Welper runter ins Ruhrtal. Rabea Lüttenberg ist hier aufgewachsen und kennt sich aus – trotzdem geht Mika mit der Navigations-App in Papas Handy voran. Stolz wie Oscar verkündet er: „In 60 Metern müssen wir rechts ab, jetzt noch 50 Meter, 40 …“

„Wir sind oft und gerne draußen“

„Wir sind oft und gerne draußen“, sagt Rabea Lüttenberg, „gerade jetzt in der Corona-Zeit“. Die Jungs müsse sie jedenfalls nicht großartig für einen Spaziergang motivieren. Ganz im Gegenteil: Nach Kälte und Regen freuen sich die beiden Kinder mindestens so sehr wie die Eltern, endlich wieder die Sonne im Grünen zu genießen. „Guck mal, wie schön das ist“, sagt Jakob und zeigt auf die Ruhr, die Wiesen und die Bochumer Ruhrhöhen auf der anderen Flußseite.

Nur die versprochenen QR-Codes an verschiedenen Stationen des Wegs, die hat noch keiner entdeckt. Weder an der Kirche in Welper, noch irgendwo unterwegs. Erst an der Skaterbahn am Minigolfplatz, nach knapp drei der insgesamt gut sechs Kilometer Strecke werden die Lüttenbergs fündig, „aber auch nur, weil ich das Bild vorher schon mal im Internet gesehen habe“, lacht Rabea Lüttenberg. Der Aufkleber mit einem bunten Foto versteckt sich hier unter einer Holzbank – und der QR-Code ist kaum größer als eine Briefmarke. Aber er funktioniert. Hier am Skaterpark steht das Thema „Firmung“ auf der Agenda. Eine der sieben Stationen zu den sieben Sakramenten der katholischen Kirche, die der Fronleichnamsweg beschreibt. Christian Lüttenberg liest einen Text und ein Gebet vor – und auch die Bibelstelle. Die sollte eigentlich als Audio-Datei aus dem Handy kommen, aber irgendwie streikt gerade die Technik. Gut, dass alles auch noch mal im Textheft steht.

Am Standesamt geht’s um die Ehe

Weiter geht’s entlang der Ruhr in Richtung Innenstadt. Die nächsten QR-Codes entdeckt Familie Lüttenberg am Standesamt – hier geht’s auch auf dem Fronleichnamsweg um die Ehe – und an der Pfarrkirche, wo sich die Station um die Eucharistie dreht, die christliche Gemeinschaft in Brot und Wein, die ja auch an Fronleichnam gefeiert wird. Bei dem Thema kennt sich Mika besonders gut aus, schließlich geht er im August zur Erstkommunion. Dass die Lüttenbergs aber bis zum Standesamt noch zwei Stationen verpasst haben, stellen sie erst zuhause fest, als sie sich die Internetseite des Fronleichnamswegs noch einmal genau anschauen und eine Liste mit den Koordinaten aller Stationen finden. Schlimm ist das nicht. „Der Weg hat total Spaß gemacht“, sagt Rabea Lüttenberg. Zwei Stunden als ganze Familie an der frischen Luft – und das vor allem mit Papa Christian, der ansonsten oft im Homeoffice-Keller Überstunden schiebt: „Dafür war der Fronleichnamsweg echt eine tolle Gelegenheit.“ Zumal sich am Ende alle vier Schatzsucher ein ordentliches Eis verdient hatten.

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news-19375 Wed, 02 Jun 2021 17:20:00 +0200 Namen und Daten | 02.06.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-02062021 Propst Markus Pottbäcker Propst Markus Pottbäcker ist mit Wirkung zum 1. Juni 2021 zunächst als Pfarradministrator der Pfarrei St. Joseph in Gelsenkirchen ernannt worden.

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news-19366 Wed, 02 Jun 2021 08:33:00 +0200 Flohmarkt am Essener Dom auf 2022 verschoben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/flohmarkt-am-essener-dom-auf-2022-verschoben 25. Jubiläums-Auflage des beliebten Trödel-Treffs für den guten Zweck wird nochmal um ein Jahr verschoben. Am 27. August 2022 soll es dann parallel zum Flohmarkt auch wieder ein Sommerfest am Dom geben. Die 25. Auflage des Flohmarkts am Essener Dom wird wegen der anhaltenden Corona-Beschränkungen noch einmal um ein Jahr verschoben. Zusammen mit dem Sommerfest am Dom lädt der Flohmarkt am Dom am 27. August 2022 von 10 bis 16.30 Uhr zum Trödeln in die Essener Innenstadt ein.

Die Lage der Corona-Pandemie habe sich in Essen noch nicht so stark verändert, wie gehofft, so Meinrad Rupieper, Referent der Abteilung Weltkirche im Bistum Essen. Bis zu Freigaben und verlässlichen Veränderungen auf Sicht zu fahren, sei in der aktuellen Situation unverantwortlich.

Organisiert von der Weltkirche-Abteilung des Bistums Essen und zahlreichen Partnern verkaufen seit 1996 jeweils im Sommer Gruppen aus Kirchengemeinden, Verbänden und anderen katholischen Organisationen in Essens historischem Zentrum Liebenswertes und gut Erhaltenes. Mit dem Erlös unterstützen sie Hilfsprojekte in aller Welt und die kirchliche Arbeit vor Ort. Seit 2018 hatte die Citypastoral „grüßgott“ zudem parallel zum Flohmarkt auch zum Sommerfest am Dom eingeladen.

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news-19368 Tue, 01 Jun 2021 16:17:36 +0200 Assistierter Suizid: „Das Urteil war ein Paukenschlag“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wolfsburg Rat für Gesundheit und Medizinethik im Bistum Essen ringt um die katholische Position in anspruchsvollen Fragen zu Lebensschutz und Autonomie Einem sterbewilligen Menschen die Giftspritze zu setzen – das wird auch künftig in Deutschland verboten bleiben. Jedoch tödlich wirkende Mittel bereitzustellen, die der Sterbewillige dann selbst einnehmen muss: Das wird demnächst möglich sein. So hat das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 entschieden, als es das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe für rechtswidrig erklärte. Nun müssen neue Gesetze erlassen werden, die Juristen, Ärzte, Politiker, Ethiker und nicht zuletzt die Kirchen vor riesige Herausforderungen stellen. Was ist wichtiger: Die Autonomie über sich selbst oder der Schutz des zerbrechlichen Lebens?

Auch der Rat für Gesundheit und Medizinethik im Bistum Essendiskutiert diese schwierigen und anspruchsvollen Fragen kontrovers, sagte dessen Sprecher Dirk Albrecht am Montag, 31. Mai 2021 in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“. Eindeutige Antworten gab es bei der Jahresveranstaltung des Rates, der Bischof Franz-Josef Overbeck berät, zwar noch nicht, aber der Rahmen für die Positionierung wurde an diesem von Akademiedozent Mark Radtke moderierten Abend etwas klarer abgesteckt.

Palliativmediziner Gockel: Es gibt keinen Grund, Tötung auf Verlangen zuzulassen

Wie der Sterbewunsch im Alltag aussieht, berichtete der Palliativmediziner Matthias Gockel aus Berlin. Der alte Herzpatient, der seine Medikamentenpackung in einem Zuge leert; die gelähmte Dialyse-Patientin, die weitere Blutwäschen ablehnt im Wissen, dass ihr Leben dann rasch ein Ende findet – diese Formen der Selbsttötung würden nicht von der Statistik erfasst. Oft gehe es beim Sterbewunsch aber vor allem darum, Symptome zu lindern. Luftnot, Panik, Schmerzen, Juckreiz: Gockel hat manche Krankheitsverläufe erlebt, die ihn den Suizidwunsch verstehen lassen. Auch wenn der Hilfe zur Selbsttötung nun gesetzlich der Weg geebnet wird: Den weiteren Schritt zur aktiven Sterbehilfe schließt Gockel aus: „Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund dafür, Tötung auf Verlangen zuzulassen.“ Auch wer sich nicht mehr regen könne, schaffe es noch, mit den Augen einen Computer zu bedienen, um eine Infusion zu starten: „Wer selbst das nicht mehr kann, kann vermutlich auch keinen freien Willen mehr bilden.“ 

Richterin Rissing-van Saan: Im Urteil geht es um eigenhändige Selbsttötung

Aus juristischer Perspektive sei das Urteil des Bundesverfassungsgerichts „ein Paukenschlag“ gewesen, urteilt Ruth Rissing-van Saan, ehemals Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof. „Alle Welt ist davon ausgegangen, dass man mit einer verfassungskonformen Auslegung zurechtkäme“, sagte die Richterin, die sich mit Entscheidungen rund um die Palliativmedizin einen Namen gemacht hat. Für Rissing-van Saan trägt zur Problemlösung bei, wenn man zunächst die rechtliche Lage klärt: „Was verstehen Sie eigentlich unter Suizid?“ Der Behandlungsabbruch einer Chemotherapie oder Dialyse, der vormals „passive Sterbehilfe“ hieß, werde im verfassungsgerichtlichen Urteil klar vom Suizid unterschieden. Suizid sei auch nicht die palliative Schmerzbehandlung, die den vorzeitigen Eintritt des Todes in Kauf nehme, ebenfalls nicht der freiwillige Verzicht auf Flüssigkeit und Nahrung. „Setz mir die Spritze“ dagegen sei „Tötung auf Verlangen“ und nach wie vor nicht erlaubt: „Suizid ist vor dem Gesetz die eigenhändige Selbsttötung. Darum geht es in der neuen Rechtslage.“

Moraltheologe Sautermeister: Kirchen müssen sich an der Kompromissfindung beteiligen

Für den Bonner Professor für Moraltheologie Jochen Sautermeister ist ausschlaggebend, das Rechtsprinzip „Autonomie“ von der Autonomie als Selbstbestimmung zu unterscheiden: „Wie lässt sich wirklich feststellen, dass es ein freier, beständiger, verantwortlicher Wille ist? Denn der Wille ist oft Ausdruck für etwas anderes: Dem Schmerz zu entkommen, nicht zur Last fallen zu wollen.“ Um sozialen Druck zu vermeiden, befürwortet der Moraltheologe die Schaffung eines Suizidpräventionsgesetzes. Außerdem sieht er die Kirchen – trotz ihres klaren Bekenntnisses zum Lebensschutz – in der Pflicht, sich an der Kompromissfindung zu beteiligen: „Man muss es nicht gutheißen. Aber kann man verantworten, sich zu entziehen?“

CDU-Politiker Gröhe: Wir brauchen viel mehr Suizidprävention

Wie wird nun die Politik mit der neuen Rechtslage umgehen? Hermann Gröhe, der als Bundesgesundheitsminister im Jahr 2015 das nun gekippte Gesetz auf den Weg gebracht hatte, sagt: „Ich respektiere das Urteil, aber ich bedauere es. Wir wollen keine Gewöhnung an Suizidassistenz als Behandlungsvariante.“ Sein Vorschlag gleicht dem des Moraltheologen Sautermeister „denn meist geht es beim Sterbewunsch eben nicht um Palliativ-Situationen, sondern um Lebenskrisen, Beziehungskonflikte, Arbeitslosigkeit oder Schulden“. Deshalb fordert Gröhe, heute stellvertretender Vorsitzender der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, viel mehr Prävention vor allem auch für junge Menschen, mehr Beratungsmöglichkeiten, mehr Streetworker und Bahnhofsmissionen an gefährdenden Orten: Dass man auf dem richtigen Weg sei, zeige die verbesserte Krisenintervention der Psychiatrie, die Möglichkeiten der Behandlung von Depressionen und die sinkende Zahl der registrierten Suizidfälle. Gröhe möchte sich bei der nun anstehenden Neufassung der Gesetze an den Regeln zum Schwangerschaftsabbruch orientieren, die Fristen und Beratungspflichten einschließen: Das Gesetz solle weiterhin geschäftsmäßige Sterbehilfe verbieten, in bestimmten Fällen aber Straffreiheit sichern und – darüber hinausgehend – die Rechtswidrigkeit fallen lassen.

Bischof Overbeck: Als Staatsbürger gehe ich mit dem Gesetz um, als Kirche bleibe ich kritisch

Welche Fragen müssen als nächstes beantwortet werden? Bischof Franz-Josef Overbeck als kritischer Zuhörer des Diskussionsabends gab zu bedenken, dass das Bundesverfassungsgericht der Selbstbestimmung des Menschen und seiner Entscheidungsfreiheit einen Rang unterstelle, der nach Ansicht vieler Christen nicht den Realitäten entspreche. Deshalb könne er als Staatsbürger zwar mit dem Gesetz umgehen, „aber als Kirche bleibe ich da kritisch“, sage Overbeck. Die Kirche zeige in der Seelsorge, in ihrer Beteiligung am öffentlichen Diskurs und in ihrer sozialen Arbeit, dass Freiheit auch bedeuten könne, sich zum Leben zu entscheiden. Außerdem plädierte der Bischof dafür, im Gesetzgebungsverfahren die Ärzte vor einer Beteiligung an Tötungen auf Verlangen oder assistiertem Suizid zu schützen.

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news-19367 Tue, 01 Jun 2021 15:50:51 +0200 „Die Wolfsburg“ wieder für Besucher und Gäste geöffnet https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/die-wolfsburg-wieder-fuer-besucher-und-gaeste-geoeffnet Die Mülheimer Bistumsakademie "Die Wolfsburg" hat am 1. Juni nach mehrmonatiger Corona-Zwangspause wieder ihren Präsenzbetrieb aufgenommen. Das Sicherheits- und Hygienekonzept gilt selbstverständlich weiterhin. Der Veranstaltungs- und Tagungsbetrieb in Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ läuft wieder. „Ich freue mich, dass wir in der Wolfsburg nach dieser langen Zeit endlich wieder Begegnung ermöglichen können“, sagte Akademiedirektorin Dr. Judith Wolf am Dienstag in Mülheim. Ab sofort sind im Tagungshaus wieder Gäste, und in den Veranstaltungen ist wieder Publikum zugelassen.

Das Sicherheits- und Hygienekonzept folgt den aktuellen Vorgaben des Bundes und des Landes sowie den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.

Der Veranstaltungs- und Tagungsbetrieb hatte wegen der Corona-Einschränkungen seit Dezember ruhen müssen. Viele Veranstaltungen fanden in dieser Zeit aber digital statt und neue Online-Formate wurden etabliert. „Das Gespräch über die wichtigen Themen haben wir in dieser besonderen Zeit selbstverständlich fortgesetzt, und wir haben neue Wege beschritten und vieles ins Netz verlagert", sagte Wolf. "Wir haben in Sachen Digitalisierung einen großen Schritt gemacht und werden manches davon beibehalten.“

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news-19365 Tue, 01 Jun 2021 10:38:40 +0200 „Du für den Nächsten“ – Sommersammlung der Caritas https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/du-fuer-den-naechsten-sommersammlung-der-caritas Sammlungen von Tür zu Tür mit Hygiene-Schutzmaßnahmen, aber auch Online-Spenden sind möglich. Unter dem Motto „Du für den Nächsten“ starten Caritas und Diakonie in NRW vom 5. bis 26. Juni 2021 die diesjährige Sommersammlung. In vielen Pfarreien des Ruhrbistums gehen Ehrenamtliche der Pfarrcaritas – natürlich unter besonderen Hygiene-Schutzvorkehrungen – wieder von Haus zu Haus, um Spenden zu sammeln. Außerdem liegen Überweisungsträger in den Kirchen aus, und Handzettel verweisen auf die Möglichkeit zur Online-Spende.

Die vielen Notlagen der Menschen im zurückliegenden Pandemie-Jahr zeigen, wo die Spenden aus der Sommersammlung dringend benötigt werden: Für die kurzfristige, unbürokratische Hilfe vor Ort. Im Jahr 2019 sind bei allen Sammlungen und Kollekten für caritative Aufgaben im Ruhrbistum etwas mehr als 725.000 Euro zusammen gekommen. Die Hälfte der Erträge steht anschließend der Pfarrcaritas vor Ort zur Verfügung. Die andere Hälfte der Spenden erhalten die Orts-Caritasverbände und der Diözesan-Caritasverband für ihre Hilfs- und Unterstützungsprojekte. 

Anders als bisher treten in diesem Jahr erstmals nicht die Caritasverbände vor Ort als Veranstalter der Sommersammlung auf, sondern die Pfarreien – Grund dafür sind einige datenschutz- und steuerrechtliche Anpassungen. Spenden an der Haustür werden direkt per Quittung bestätigt. Für das Finanzamt stellen die Pfarreien auf Wunsch der Spender eine anerkannte Zuwendungsbestätigung aus.

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news-19364 Tue, 01 Jun 2021 09:44:48 +0200 Arm des Mataré-Engels: Versicherung lobt Belohnung aus https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/arm-des-matare-engels-versicherung-lobt-belohnung-aus Auch gut zwei Monate nach seinem Verschwinden fehlt vom goldenen Arm der Engelsfigur auf dem Essener Bischofshaus nach wie vor jede Spur. Jetzt verspricht eine Versicherung 2500 Euro Belohnung für die Rückgabe. Nachdem vor gut zwei Monaten wohl eine Sturmböe den Arm des goldenen Engels auf dem Dach des Essener Bischofshaus abgebrochen hat, fehlt von dem markanten Teil des Kunstobjekts am Dom weiter jede Spur. Nun hat eine Versicherung eine Belohnung ausgelobt, um mögliche Finder doch noch zur Rückgabe zu bewegen. Wer den rund 30 Zentimeter langen, mit Blattgold verzierten Bronze-Arm des sogenannten Mataré-Engels zur Essener Domschatzkammer bringt, erhält von der Versicherung 2500 Euro. 

Wachend und ein wenig mahnend steht der goldglänzende Engel von Ewald Mataré seit 66 Jahren über dem Portal des heutigen Bischofshauses am Essener Burgplatz. Bereits Ende März, am Samstag vor Palmsonntag, war Bischof Franz-Josef Overbeck der Verlust hoch auf dem Dach seines Hauses aufgefallen. Anschließend wurden Dach und Umgebung des Bischofshauses intensiv abgesucht – doch der Arm des Engels blieb verschwunden.

Emotionaler und künstlerischer Wert für Stadt und Bistum Essen

Schatzkammer-Leiterin Andrea Wegener und Dombaumeister Ralf Meyers haben dennoch die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der Arm doch noch seinen Weg zurück zum Bischofshaus findet. „Der Materialwert dürfte zu vernachlässigen sein“, sagt Wegener. „Vielmehr hat der Engel – und gerade der ausgestreckte Arm – für unser Bistum und für die Stadt Essen einen unschätzbaren emotionalen und künstlerischen Wert“, betont die Kunsthistorikerin. Wegener und Meyers hoffen, dass nun die von der Versicherung ausgelobte Belohnung auch mögliche Finder zur Rückgabe motivieren kann, die den Arm in den vergangenen Wochen vielleicht als „Trophäe“ versteckt haben.

Taucht der Arm wieder auf, könne man ihn mit fachkundiger Unterstützung von Metallgestaltern wieder an Matarés Figur anbringen, ist Wegener zuversichtlich. Sie steht bereits mit verschiedenen Unternehmen in Kontakt sowie mit dem Museum Kurhaus in Kleve, das den Nachlass des 1965 verstorbenen Künstlers Ewald Mataré verwaltet – darunter auch eine Kopie des Essener Engels. Wegener betont: „Wir werden den Mataré-Engel auf jeden Fall reparieren. Aber am schönsten wäre es, wenn der verschwundene Arm des Engels wieder auftaucht.“

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news-19363 Fri, 28 May 2021 15:00:25 +0200 Pater Philipp spricht im WDR-Radio https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pater-philipp-spricht-im-wdr-radio Der Duisburger Prämonstratenser-Pater Philipp Reichling spricht in der Woche vom 7. bis 12. Juni 2021 in den morgendlichen Kirchen-Beiträgen auf WDR 3 und WDR 5. Philipp Reichling, Pater der Duisburger Prämonstratenser, spricht von Montag, 7., bis Samstag, 12. Juni, die morgendlichen Radiobeiträge „Kirche in WDR 3“ und „Kirche in WDR 5“. In den sechs Sendungen spricht er unter anderem über das Jubiläum seines Ordens, der vor 900 Jahren gegründet wurde, den Welttag der Meere und die Verantwortung, die daraus erwächst. Auch eine neue Darstellung des Herz-Jesu-Fests am 11. Juni spielt eine Rolle in seinen Gedanken.

Impulse auch online zum Nachhören und -lesen

Die Morgen-Impulse laufen montags bis samstags um 7.50 Uhr (mit Choral) auf WDR 3 (UKW-Frequenz 95,1 oder 98,1 MHz) und bereits um 6.55 Uhr auf WDR 5 (UKW-Frequenz 88,8 oder 90,3 MHz). Beide Sender können auch im Online-Livestream auf www.wdr.de gehört werden. Zum Nachlesen und -hören gibt es die Beiträge auf www.kirche-im-wdr.de.

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news-19362 Fri, 28 May 2021 12:33:31 +0200 Bischof Overbeck begrüßt Papst-Initiative für weltweiten Synodalen Weg https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-begruesst-papst-initiative-fuer-weltweiten-synodalen-weg Ruhrbischof sieht die Ankündigung als Ermutigung für den bereits seit eineinhalb Jahren laufenden Reformdialog im Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland: „Überall stehen wir vor gewaltigen Herausforderungen, die glaubhaft bewältigt werden müssen“. Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck begrüßt die Ankündigung von Papst Franziskus, die katholische Weltkirche ab dem Herbst zu einem zweijährigen Reformdialog, einem globalen Synodalen Weg, einzuladen. „Ich freue mich sehr über diese Entscheidung und verstehe sie auch als Ermutigung, den bereits eingeschlagenen Synodalen Weg der Kirche in Deutschland weiterzugehen – verantwortet und von Gott getragen“, sagt Overbeck in einer am Freitag veröffentlichten Video-Botschaft. Nicht nur für die katholische Kirche in Deutschland gelte „Die alte Zeit ist zu Ende!“, so Overbeck, „überall stehen wir vor gewaltigen Herausforderungen, die glaubhaft bewältigt werden müssen“. Dafür sei es wichtig, die Besonderheiten vor Ort zu würdigen. „Sie sind Teil einer Weltkirche, die wesentlich durch das Miteinander von Vielheit und Einheit geprägt ist.“

Bereits am vergangenen Wochenende hatte sich Bischof Overbeck in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ dafür ausgesprochen, in der katholischen Kirche stärker lokale Besonderheiten zu berücksichtigen. Auch Papst Franziskus spreche von einer „heilsamen Dezentralisierung“, betont Overbeck im Video. Damit wolle der Papst keinen Gegensatz deutlich machen, „sondern den vielfältigen Lebensrealitäten der Gläubigen gerecht werden, die sich weltweit unterschiedlich darstellen“.

Kurz vor Pfingsten hatte Papst Franziskus angekündigt, anstelle der im Oktober 2022 geplanten Bischofssynode die Weltkirche bereits in diesem Herbst auf einen zweijährigen Synodalen Weg zu schicken. Geplant sind unter anderem Beratungen auf Ebene der knapp 3000 katholischen Bistümer weltweit sowie zwischen den nationalen Bischofskonferenzen auf den verschiedenen Kontinenten. Inhaltliche oder thematische Vorgaben gibt es nicht. In Deutschland diskutieren katholische Bischöfe und Laien bereits seit 2019 auf einem nationalen Synodalen Weg über die katholische Kirche. Ein Auslöser für diesen Dialog waren die Konsequenzen, die die Kirche aus dem Missbrauchsskandal ziehen will.

Bischof Overbeck zur Ankündigung des Synodalen Wegs für die Weltkirche (Video)

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news-19361 Fri, 28 May 2021 11:28:38 +0200 Bistum plant neue Essener Innenstadtpfarrei https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-plant-neue-essener-innenstadtpfarrei Das Ruhrbistum möchte die Pfarrei St. Gertrud zu einer neuen Innenstadtpfarrei unter stärkerer Beteiligung des Essener Doms und seiner Einrichtungen weiterentwickeln. Im Auftrag des Bischofs sind erste Gespräche hierzu gestartet. Pfarrer der neuen Innenstadtpfarrei soll im Laufe des kommenden Jahres Domkapitular Michael Dörnemann werden. Das Ruhrbistum möchte die Essener Pfarrei St. Gertrud zu einer neuen Innenstadtpfarrei weiterentwickeln, in die auch der Essener Dom und die Einrichtungen auf der „Dominsel“ stärker einbezogen werden als bisher. Diesen Plan haben Vertreter des Bischöflichen Generalvikariats jetzt mit den Gremien der Pfarrei St. Gertrud und Dompropst Thomas Zander mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Doms abgestimmt.

Michael Dörnemann soll Pfarrer der Innenstadtpfarrei werden

Pfarrer der Innenstadtpfarrei soll im Laufe des kommenden Jahres Domkapitular Michael Dörnemann werden. Bis dahin wird der Leiter des Pastoraldezernats im Bischöflichen Generalvikariat dieses Amt weiter ausüben. Parallel dazu soll Dörnemann jedoch schon jetzt gemeinsam mit dem Pfarradministrator von St. Gertrud, Pater Georg Scholles ofm, mit dem Pastoralteam und den Gremien der Pfarrei sowie den Fachleuten im Generalvikariat Gespräche zur Weiterentwicklung von St. Gertrud hin zur neuen Innenstadtpfarrei beginnen. Basis für diese Gespräche sind die in den kommenden Jahren anstehenden Veränderungen in der Pfarrei durch das 2017 beschlossene Votum im Pfarreientwicklungsprozess. Als Mitglied des Domkapitels wird Dörnemann auch die Beteiligung des Dompropstes und des Essener Domkapitels sichern.

Pater Georg Scholles wird bis zur Gründung der geplanten Innenstadtpfarrei weiter als Pfarradministrator die Pfarrei St. Gertrud leiten. Dieses Leitungsamt hatte Scholles nach dem Tod von Pfarrer Gerd Heusch vor gut einem Jahr übernommen. Hierfür hat Bischof Overbeck Pater Georg herzlich gedankt.

Pfarrei im Essener Stadtkern

St. Gertrud ist eine von derzeit zehn Essener Pfarreien, deren Gebiet sich im Essener Stadtkern vom Stadtteil Huttrop bis ins Neubauquartier „Essen 51“ und vom Folkwang-Museum bis nördlich der Essener Universität erstreckt. 2019 waren dort rund 15.000 Katholiken gemeldet. Zur Pfarrei gehören die vier Gemeinden St. Gertrud, Hl. Kreuz, St. Ignatius und St. Bonifatius sowie acht muttersprachliche Gemeinden und die Gemeinde der Gehörlosen. Der Dom liegt mit seinen Einrichtungen auf der „Dominsel“ – zum Beispiel Domschatzkammer und Dommusik – ebenfalls im Bereich der 2008 gegründeten St.-Gertrud-Pfarrei.

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news-19360 Thu, 27 May 2021 10:04:53 +0200 Fronleichnams-Gottesdienst der „Wolfsburg“ im Radio https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/fronleichnams-gottesdienst-der-wolfsburg-im-radio WDR5 und Deutschlandfunk übertragen am Donnerstag, 3. Juni, ab 10 Uhr Deutschlandfunk und WDR5 übertragen am Fronleichnamsfest, Donnerstag 3, Juni, um 10 Uhr einen Gottesdienst mit Generalvikar Klaus Pfeffer aus der Akademiekirche der „Wolfsburg“. Musikalisch mit „Praise and Worship“ gestalten Studierende von CampusSegen, der Hochschulseelsorge im Bistum Essen, die Messe. Wer den Gottesdienst live im Radio verfolgen möchte, empfängt WDR 5 im Bereich des Ruhrbistums auf den Frequenzen 88,8 und 90,3 Mhz sowie im Livestream auf www.wdr5.de. Deutschlandfunk ist im Bereich des Bistums Essen über die UKW-Frequenzen 91.0, 102.7 oder 102.8 Mhz zu empfangen sowie online über www.deutschlandfunk.de.

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news-19359 Wed, 26 May 2021 13:19:28 +0200 Bischof wirbt für dezentrale Lösungen in der Weltkirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-wirbt-fuer-dezentrale-loesungen-in-der-weltkirche Im Interview mit dem „Spiegel“ beklagt der Ruhrbischof mangelnde Beteiligungsmöglichkeiten der Ortskirchen, wenn der Vatikan weltweit gültige Vorgaben zum Beispiel zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare oder zur Gestalt der Pfarrgemeinden verfasst. Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck wünscht sich in der katholischen Weltkirche mehr Rücksichtnahme auf die Besonderheiten vor Ort. „Es fehlt an einer Beteiligungsstruktur“, sagt Overbeck jetzt im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Da schreibt irgendjemand in Rom eine offizielle Note, die weltweit für alle gelten soll, zu der aber niemand von uns befragt wurde“, kritisiert der Ruhrbischof und schlägt vor: „Wir müssen dezentrale Lösungen finden, ohne die Einheit der Kirche zu gefährden und die örtliche Kultur zu vernachlässigen.“

Er sehe es als „Teil meiner bischöflichen Verantwortung“, das, was die Weltkirche sage, auf seine Diözese anzuwenden. Dies gilt für Overbeck nicht nur für die jüngst intensiv diskutierte Frage zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. „Als der Vatikan im vergangenen Jahr eine Instruktion zur Zukunft der Pfarrgemeinden veröffentlichte, war mir klar, dass ich auch damit sehr differenziert umgehen werde.“

Mit Blick auf den synodalen Weg, den aktuellen Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland, sieht Overbeck die allermeisten Bischöfe grundsätzlich offen für Veränderungen. „Nur ganz wenige Bischöfe tragen den synodalen Weg nicht mit.“ Allerdings warnt der Ruhrbischof auch vor zu großen Erwartungen: „Wenn man das Gelingen des synodalen Weges mit der Priesterinnenweihe verbindet, dann befürchte ich ein Scheitern. Um eine gesamtkirchliche Entwicklung anzustoßen, muss man in kleinen Schritten das Mögliche verändern. Vielen ist das zu wenig. Aber wir leben in einer sehr komplexen Welt mit vielen verschiedenen Wertesystemen.“

Overbeck warnt vor „Gruppierungen, die ideologisierend vorgehen und zu wissen glauben, was allein katholisch ist“. Sie beraubten der Kirche ihrer Entwicklungsmöglichkeiten. Er tue alles dafür, dass es nicht zu einem Schisma, zu einer Kirchenspaltung, komme und stattdessen Brücken gebaut würden. „Der Kirche ergeht es derzeit nicht anders als der Gesellschaft, in der sich Menschen radikalisieren“, so der Bischof. „Wir leben in einer herausfordernden Zeit, in der wir dringend eine konstruktive Konfliktkultur entwickeln müssen.“

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news-19358 Tue, 25 May 2021 12:14:48 +0200 Fronleichnams-Gottesdienst auf dem Burgplatz https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/fronleichnams-gottesdienst-auf-dem-burgplatz-2 250 Sitzplätze – Anmeldung ab Freitag online möglich Das Fronleichnamsfest am Donnerstag, 3. Juni, wird in diesem Jahr mit einem Freiluft-Gottesdienst auf dem Burgplatz vor dem Essener Dom gefeiert. Jedoch muss wie im vergangenen Jahr die traditionelle Prozession durch die Innenstadt ausfallen. Der Gottesdienst mit Bischof Franz-Josef Overbeck beginnt um 10 Uhr und wird musikalisch von den Domsingknaben, dem Mädchenchor am Essener Dom und einem Bläser-Ensemble begleitet. 250 Sitzplätze mit dem gebotenen Abstand von 1,5 Metern zueinander stehen bereit. Anmelden kann man sich ab dem kommenden Freitag auf der Internetseite dom-essen.de.

 

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news-19357 Mon, 24 May 2021 14:49:47 +0200 Weihbischof Schepers spendet im Dom 14 Erwachsenen die Firmung https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/weihbischof-schepers-spendet-im-dom-14-erwachsenen-die-firmung Festlicher Gottesdienst am Pfingstmontag 14 Männer und Frauen haben am Pfingstmontag in einem festlichen Gottesdienst im Essener Dom von Weihbischof Ludger Schepers das Sakrament der Firmung empfangen. Werden katholische Jugendliche für gewöhnlich rund um den 16. Geburtstag zur Firmung und zur Vorbereitung darauf eingeladen, lädt das Bistum einmal im Jahr bewusst Erwachsene, die bislang nicht gefirmt wurden, zu diesem Sakrament ein. Traditionell werden diese Menschen an Pfingsten gefirmt – dem Fest, an dem die Kirche den Heiligen Geist feiert. Denn auch bei der Firmung spricht der Bischof den zu Firmenden „die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ zu.

Schepers: Gott ist alles andere als langweilig

Weihbischof Schepers verwies darauf, dass sich die 14 Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 49 Jahren bewusst für die Firmung entschieden haben, „für den Heiligen Geist, der mit seinen Gaben auf Sie herabkommen soll, Sie erfüllen soll“. Dies bedeute Veränderungen, Entscheidungen treffen, sich neu ausrichten. „Oft haben wir uns in der Bequemlichkeiten dieser Welt eingerichtet. Unser Leben verplant und durchkalkuliert“, davon hätten ihm auch einige der Firmanden bei einem der Vorbereitungstreffen berichtet, so Schepers. Doch manchmal entdecke man, „dass die Pläne gar nicht so besonders sind. Manchmal vielleicht sogar so vernünftig und bieder, langweilig.“ Deshalb sei es gut, wenn der Geist Gottes „wie ein Tornado durch unser Herz zieht“, sagte Schepers, der zuvor über ein altes Pfingst-Kirchenlied mit der Zeile „Der Geist des Herrn erfüllt das All mit Sturm und Feuersgluten“, gesprochen hatte. „Es ist gut, wenn das verwirklicht wird, was Gott möchte. Und Gott ist alles andere als langweilig. Sein Geist verändert festgefahrene Gewohnheiten“, betonte Schepers.

Treffen mit Stefanie Gruner und Nicolaus Klimek

In drei digitalen Treffen hatten sich die Seelsorgerin Stefanie Gruner und Nicolaus Klimek, Referent für Glaubenskommunikation im Bistum Essen, vor der Firmung mit den Teilnehmern getroffen. Neben konkreten Fragen zur Firmung standen dabei auch grundsätzliche Themen rund um ein gelingendes christliches Leben auf der Agenda – „achtsam werden, wo Gott mir im Leben begegnen kann“, nennt Klimek eine Leitlinie der Gespräche.

Als Jugendliche hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Erwachsenfirmung aus ganz unterschiedlichen Gründen den „eigentlichen“ Firm-Termin verpasst, sagt Klimek. Mal hätten sich die Männer und Frauen als Jugendliche nicht für die Kirche interessiert, mal hätten Termine oder andere Dinge nicht gestimmt. Dass Sie sich nun haben firmen lassen, liege ebenfalls „an ganz unterschiedlichen Motivationen“ so Klimek. Bei manchen gebe es ganz konkrete Anlässe – zum Beispiel bei angehenden Religionslehrern, für die die Firmung Voraussetzung für ihre Lehrerlaubnis ist, oder bei Menschen, die ein Patenamt übernehmen möchten. Bei anderen hätten ganz eigene Überlegungen zur Entscheidung für die Firmung geführt – zum Beispiel bei einer Krankenschwester, die sich selbst mit Covid infiziert hatte und aus dieser Perspektive anschließend einige existenzielle Fragen für sich neu beantwortet hätte. In der Vorbereitung spiele die Motivation jedoch gar keine so entscheidende Rolle, so Klimek. Wichtig sei, dass alle für sich entschieden hätten: „Jetzt ist das für mich dran“.

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news-19356 Sun, 23 May 2021 10:01:56 +0200 „Ein Glaube ohne Denken und eine Religion ohne Vernunft sind gefährlich“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ein-glaube-ohne-denken-und-eine-religion-ohne-vernunft-sind-gefaehrlich „Ich habe keine Angst vor Menschen, die nicht glauben. Ich habe aber Angst vor Menschen, die nicht denken“, sagte Overbeck am Pfingstsonntag im Essener Dom. In der unzertrennlichen Verbindung zwischen kontemplativem Leben und politischer Wachsamkeit sieht Bischof Franz-Josef Overbeck ein wichtiges Erkennungszeichen authentischer Christen. Zwar gehe ein bestimmter Typ des Christseins derzeit dem Ende zu. Zugleich seien die Zeitgenossen aber aktiv beteiligt an einer gerade entstehenden, ganz neuen Freiheitserfahrung in der Kirche – deshalb gebe es keinen Grund für Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, sagte Overbeck am Pfingstsonntag, 23. Mai, im Essener Dom: „Wir werden uns heute mit Demut und Bescheidenheit bewusst, dass wir Kirche auf dem Weg sind, hinein in einen abwägenden und offenen Glauben, der ökumenisch ist, der im Dialog stehen muss mit der Philosophie, der Wissenschaft und den Künsten, mit den Herausforderungen der Politik, aber auch mit der Wirtschaft und ganz neuen Erkenntnissen in den Humanwissenschaften.“

Beides sei nötig: Einerseits die gesellschaftliche Offenheit in einer Welt voller Paradoxien und Überraschungen, in der es keine einfachen Schwarz-Weiß-Antworten gebe. Andererseits das spirituelle Gespür für die Geheimnisse des Lebens und des Glaubens: „Gerade wo Menschen in unserer Welt, ermüdet von der hektischen Zivilisation, nach Orientierung suchen, können wir zum Innehalten einladen.“

Predigt des Ruhrbischofs zum Pfingstsonntag

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news-19355 Fri, 21 May 2021 15:21:32 +0200 Peter Schlippe im Essener Dom zum Priester geweiht https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/peter-schlippe-im-essener-dom-zum-priester-geweiht Overbeck: Die Welt verändert sich rasant – Aufgabe der Kirche ist es, die Lebensfreude des Evangeliums zu vermitteln und die Vieldeutigkeit des Lebens nicht nur auszuhalten, sondern zu gestalten. Bereits seine Weihe zum Diakon fand für Peter Schlippe unter Pandemie-Bedingungen statt – nun wurde auch seine Priesterweihe am Freitagabend vor Pfingsten im Essener Dom per Livestream übertragen, um trotz Ansteckungsgefahr möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz hat Peter Schlippe sich ein couragiertes Leitwort des Apostels Paulus für seine Priesterweihe gewählt: „Diener eurer Freude sind wir“. Das Wort drücke zugleich Energie und Bescheidenheit aus, weil es positiv beschreibe, was den priesterlichen Dienst ausmache, bescheinigte Bischof Franz-Josef Overbeck dem Kandidaten in seiner Predigt im Weihe-Gottesdienst: Es gehe zunächst um eine innige Beziehung zu Jesus Christus und dann darum, ein gesellschaftlich relevantes und auch politisch offenes Lebenszeugnis zu geben, vernünftig vom Glauben zu reden, diskursfähig zu sein und auf der Höhe der Zeit zu argumentieren.

Die Welt gehe derzeit durch die Krisen und Konflikte eines umfassenden Veränderungsprozesses; Politik, Wirtschaft, Kultur und auch die Religionen seien daran beteiligt, sagte Overbeck: „Die Welt, in die hinein unser Weihekandidat sein priesterliches Lebenszeugnis gibt, wird sich in den kommenden Jahrzehnten mit einer Schnelligkeit verändern, dass uns gerade mit Blick auf das Leben der Kirche selbst oft noch Hören und Sehen vergehen wird.“

Overbeck sieht die „Diaspora-Kirche“ der Zukunft bescheidener und kleiner „mitten in einer Welt unterschiedlicher Bekenntnisse und einer noch größeren Anzahl solcher, die ohne öffentlich bekannten Glauben leben“. Aufgabe bleibe es, die Vieldeutigkeit des Lebens nicht nur auszuhalten, sondern zu gestalten: „Unser Ruhrbistum zeigt Tag für Tag, was das bedeutet.“

Das Weiheamt werde man in der Kirche weiterhin benötigen, ist der Essener Bischof überzeugt. Denn es biete Verantwortung sowie Verbindlichkeit und unterstütze die Menschen dabei, den Zugang zum Evangelium zu finden mit aller Lebensfreude, die diese Botschaft zu bieten habe.

Der Neupriester Peter Schlippe (29) stammt aus Altena. Nach dem Abitur hatte er sich zunächst an der Uni Dortmund für das Fach Grundschul-Lehramt eingeschrieben und erst nach einigen Semestern entschieden, Priester zu werden. Nach dem Theologie-Studium in Münster wurde er im September 2020 in Altena zum Diakon geweiht. Nach ersten praktischen Erfahrungen in der Schwelmer Propsteipfarrei St. Marien wird er ab Juni in der Pfarrei St. Urbanus in Gelsenkirchen als Kaplan eingesetzt.

Seine Heimatprimiz feiert Peter Schlippe am Pfingstsonntag um 11 Uhr mit angemeldeten Gottesdienstbesuchern in St. Matthäus in Altena. Die Pfarrei überträgt den Gottesdienst als Livestream. In seiner Diakonats-Pfarrei St. Marien Schwelm feiert Schlippe am Fronleichnamstag, Donnerstag, 3. Juni, um 9.30 Uhr den Primizgottesdienst. Um 13 Uhr gibt es dort außerdem eine Andacht mit Primizsegen. Auch hierfür ist eine Anmeldung erforderlich.

Predigt des Bischofs Franz-Josef Overbeck zur Priesterweihe von Peter Schlippe

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news-19353 Fri, 21 May 2021 12:37:56 +0200 Den Kindern trotz Corona-Beschränkungen nahe sein https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/den-kindern-trotz-corona-beschraenkungen-nahe-sein 24 katholische Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Bistum Essen versuchen im Lockdown einige der Probleme aufzufangen, die gerade in sozial schwächeren Familien entstehen. Seit Monaten gibt es Schulförderung, zum Teil in 1:1-Betreuung. Nun können auch Bewegungsangebote wieder starten. Vor ein paar Tagen steht mittags dieses Mädchen vor der Tür. „Kommst du von der Schule?“, fragt Susanne Bier, die Leiterin des Don-Bosco-Clubs in Essen-Borbeck. „Nein, ich hab‘ verschlafen. Ich bin heute erst um 11 Uhr aufgewacht.“ – Über diese Szene mögen Erwachsene erst einmal schmunzeln: Das mag manchem in der eigenen Schulzeit schließlich auch passiert sein. Doch für das Team der offenen Jugendeinrichtung steht das Mädchen beispielhaft dafür, was die monatelangen Corona-Lockdowns mit Kindern und Jugendlichen gemacht haben. „Bei vielen sind Rhythmus und Tagesstrukturen völlig kaputt gegangen“, sagt Susanne Bier. Anstelle fester Zeiten für Schule, Essen, Hausaufgaben, Freizeit und Schlafen werde manchmal auch werktags „bis tief in die Nacht am Computer oder am Handy gespielt“ – mit den entsprechenden Folgen für Homeschooling oder die wenigen Stunden Präsenzunterricht. Trotz der einschränkenden Corona-Bedingungen versuchen Pädagogen und Patres mit ihren Teams im Don-Bosco-Club und 23 weiteren offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen der katholischen Kirche im Ruhrgebiet dennoch seit Monaten so gut es geht mit den Kinder in Verbindung zu bleiben.

Hausaufgabenbetreuung – und Mittagessen

„Hausaufgabenbetreuung und Lernförderung sind dabei jetzt noch wichtiger geworden als sonst schon“, sagt Yannick Freida, der als Referent der Abteilung Kinder, Jugend und Junge Erwachsene im Bistum Essen die offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen vernetzt und früher selbst das Mülheimer Jugendzentrum „Der springende Punkt“ geleitet hat. Weil die übliche Gruppenbetreuung zwischen Mittagspause und Freizeitprogramm nicht mehr möglich war, haben viele Einrichtungen in den vergangenen Monaten eine personalintensive 1:1-Betreuung eingerichtet, berichtet Freida. „Da kümmern wir uns um die Kinder, die es am nötigsten haben“, sagt Susanne Bier. Die Kinder, die das digitale Homeschooling nicht erreicht – und denen ohne eigenen Schreibtisch in einer kleinen Wohnung mit Geschwistern und Eltern in Homeoffice, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit Platz und Ruhe für die Schularbeiten fehlen. Und wo im Don-Bosco-Club in normalen Zeiten täglich mehrere Dutzend Mittagessen ausgegeben werden, kochen die Mitarbeiter nun mit den wenigen Kindern, die sie betreuen dürfen, gemeinsam. Das macht nicht nur Spaß, sondern füllt auch den Bauch. „Bei einigen der Kinder wissen wir nicht, was sie sonst zu essen bekämen“, sagt die Pädagogin.

Für den pädagogischen Kraftakt der 1:1-Betreuung und der Zweiergruppen, die nun seit Kurzem wieder möglich sind, haben sie im Don-Bosco-Club Personal aufgestockt und Ehrenamtliche gewinnen können. Nun freuen sich alle gemeinsam über erste Erfolge: „Wir haben drei Kinder von der Hauptschule in unserer Intensivförderung“, sagt Bier. „Die Schulsozialarbeiter berichten uns, dass diese drei zu den ganz wenigen Schülern gehören, die ihre Aufgaben im Homeschooling überhaupt erledigen – und die dann auch noch gut benotet wurden.“ Auch Bistums-Referent Freida betont:„Was die offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen da in den Corona-Lockdowns leisten, ist wirklich nicht zu unterschätzen.“

„Wir werden einen Corona-Jahrgang bekommen“

Pater Ralf Winterberg erwartet dennoch „dass wir einen Corona-Jahrgang bekommen werden“. Er leitet die Jugendprojekte des Amigonianer-Ordens in Gelsenkirchen und erlebt auch dort täglich, wie Kinder und Jugendliche unter den Corona-Bedingungen leiden. Neben der 1:1-Betreuung für wenige, besonders bedürftige Schüler bieten die Einrichtungen der Amigonianer auch Nachhilfe und Hausaufgabenunterstützung per Video-Konferenz an. „Da sehen Sie dann, dass eine Familie nur ein einziges Smartphone hat, um das sich neben der Schülerin noch drei Geschwister tummeln. Und dann wollen am liebsten auch gleich die Eltern noch mit uns sprechen“, berichtet Pater Ralf. Denen gibt der Priester und Sozialpädagoge bei seinen Gesprächen neben konkreten Tipps wenn möglich auch immer ein Stück Haltung mit auf den Weg: Jetzt, in der Krise, müssten Eltern ihre Kinder doch eigentlich noch mehr unterstützen als sonst schon. Und gleichzeitig registriert der Sozialarbeiter: Wer schon vor Corona Schwierigkeiten im Leben hatte, bei dem sind die Probleme durch die Pandemie eher schlimmer geworden. „Krisengewinner gibt es hier bei uns nicht.“ Ganz im Gegenteil: Wo im Lockdown auch Termine bei Ämtern und anderen Anlaufstellen rar wurden, hat das Team der Amigonianer Eltern manchmal auch einfach auf der Parkbank vor dem Jugendzentrum erste Tipps zu Schule, Sozialleistungen oder anderen Fragen gegeben. „Die Menschen sind sehr sensibel geworden, wo sich etwas tut – gerade, wenn sich sonst nichts tut“, nennt Pater Ralf eine aus seiner Sicht positive Entwicklung in der Krise. „Uns kontaktieren jetzt auch neue Familien und fragen, ob wir ihre Kinder in die Bildungsförderung aufnehmen können.“

Trotz Lockdown Arbeit ohne Ende

Wo der Lockdown sonst allenthalben zu Kurzarbeit und Stellenabbau führt, kann sich die offene Kinder- und Jugendarbeit – trotz bislang größtenteils geschlossener Einrichtungen – vor Arbeit kaum retten. Pater Ralf hat seine Leute in die umliegenden Schulen geschickt, weil die neben dem Unterricht ja auch noch die Notbetreuung organisieren müssen. Eigentlich eine Win-win-Situation: Die Lehrer werden entlastet, die Schüler fachkundig betreut – und das Amigonianer-Team erreicht Kinder, die derzeit nicht in den Jugendtreff kommen können. Nur an der Finanzierung Corona-Sonderprojekte hapert es bislang, lässt Pater Ralf durchblicken. Er stellt aber auch klar: „Wir sind in Krisenzeiten, da halten wir nicht die Hand auf!“

Hoffnung auf sinkende Corona-Zahlen

Jetzt hoffen sie bei den Amigonianern, im Don-Bosco-Club und all den anderen Einrichtungen, dass die sinkenden Inzidenzzahlen dazu führen, dass sie neben der Hausaufgabenhilfe möglichst bald auch all die anderen Angebote wieder starten können, die für die Kinder wichtig sind: Bewegung, spielen, miteinander sprechen, gemeinsam aktiv sein … In Essen nutzen sie bereits die Möglichkeit, im Freien bis zu 20 Kinder und Jugendliche gleichzeitig betreuen zu können. „Da haben wir jetzt erst einmal unseren großen Garten wieder fit gemacht“, sagt Bier. In Gelsenkirchen, wo die Corona-Zahlen zuletzt stets deutlich höher lagen, wollen sie demnächst in den Innenräumen vorsichtig mit kleinen Fünfergruppen beginnen, mit denen der Don-Bosco-Club schon gute Erfahrungen macht. Und in Essen soll nächste Woche auch der Sport wieder beginnen. „10 mal die Woche klingelt hier das Telefon, wann das Training endlich wieder startet“, freut sich Bier, dass auch Kinder, die monatelang nicht kommen konnten, den Don-Bosco-Club nicht vergessen haben.

Zumindest das Tanzen kann jetzt wieder starten, aber für das legendäre Box-Training im Don-Bosco-Club muss die Corona-Lage erst noch besser werden. „Wenn Ende Mai die Schulen wieder richtig öffnen, wird es auch bei uns wieder voll“, erwartet Bier. So sehr sich die Mitarbeiter der Jugendtreffs und die Kinder dann auf ein Wiedersehen freuen, wird sich wohl dann erst zeigen, was im Corona-Jahr tatsächlich auf der Strecke geblieben ist. 

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news-19352 Fri, 21 May 2021 12:28:45 +0200 Namen und Daten | 21.05.2021 https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-21052021 Egon Martin Egon Martin ist am Montag, 17. Mai 2021 im Alter von 83 Jahren verstorben.

Das Requiem für Egon Martin wird am Samstag, 29. Mai 2021 um 10 Uhr in der Pfarrkirche Herz Jesu, Alte Hauptstraße 64 in 45289 Essen gefeiert.

Die Beisetzung erfolgt im Anschluss auf dem Kath. Friedhof Essen-Burgaltendorf. Die ordnungsbehördlichen Bestimmungen zur Corona-Pandemie sind unbedingt zu beachten.

Der Verstorbene, der zuletzt in Essen gewohnt hat, wurde am 8. März 1938 in Bochum-Wattenscheid-Höntrop geboren und am 2. Februar 1967 in Wattenscheid zum Priester geweiht.

Nach seiner Weihe war Egon Martin zunächst zur Aushilfe in der Pfarrei Herz Jesu in Dahl-Rummenohl eingesetzt, ab Februar 1968 als Kaplan in der Pfarrei St. Elisabeth in Essen-Schonnebeck, ab Januar 1973 in der Pfarrei St. Andreas in Essen-Rüttenscheid und ab März 1978 in der Pfarrei Herz Jesu in Essen-Burgaltendorf.

Mit der Beauftragung zum Berufsschulpfarrer an den Berufsschulen in Gelsenkirchen-Buer im Januar 1983 ernannte der Bischof Egon Martin als Subsidiar der Pfarrei S. Bonifatius in Gelsenkirchen-Buer-Erle. Ab Januar 1988 war er als Subsidiar der Pfarrei St. Franziskus in Gelsenkirchen-Bismarck beauftragt.

Mit dem Eintritt in den Ruhrstand im Juli 2003 wurde Egon Martin als Pastor im besonderen Dienst in der Pfarrei St. Franziskus ernannt. Gleichzeitig war er auch noch über seinen Eintritt in den Ruhestand hinaus eine Zeit als Religionslehrer am Hans-Schwier-Berufskolleg tätig.

Mit der Neuerrichtung der Pfarrei St. Joseph in Gelsenkirchen im Jahr 2007 hat er als Pastor im besonderen Dienst schwerpunktmäßig in der Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit in Gelsenkirchen-Bismarck Dienste übernommen.

Mit der Vollendung seines 75. Lebensjahres im März 2013 wurde Egon Martin in den endgültigen Ruhestand versetzt.

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