Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Sun, 17 Feb 2019 18:56:47 +0100 Sun, 17 Feb 2019 18:56:47 +0100 TYPO3 news-18077 Fri, 15 Feb 2019 16:51:39 +0100 Gedenkfeier für Rudi Assauer in St. Urbanus https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/gedenkfeier-fuer-rudi-assauer-in-st-urbanus/ Ökumenischer Gottesdienst für den verstorbenen Schalke-Manager in Gelsenkirchen-Buer. Politiker, Spieler, Trainer und Weggefährten erinnern an eine „kantige, ehrliche Persönlichkeit mit dem Herz am rechten Fleck“. Nur drei Farben kennt die Propsteikirche St. Urbanus an diesem Freitag: Königsblau, weiß und schwarz. Die meterhohen Schalke-Fahnen im Seitenschiff tragen Trauerflor, die Gottesdienstbesucher schwarze Krawatten oder blauweiße Schals. Viele haben sich auf den Weg in die Propstei gemacht, noch mehr verfolgen in der Arena AufSchalke den Gottesdienst auf einer Leinwand. Auf den rund 1000 Plätzen in der Kirche sitzen Familienangehörige von Rudi Assauer, die Mannschaft, das Management. Aber auch viele Weggefährten: Manager anderer Bundesliga-Vereine, Ex-Spieler und Trainer von Schalke 04, Politiker. Dahinter hunderte von Fans, darunter Schüler, Senioren, Männer, Frauen. Mit Sneakers und mit Lederschühchen, mit Fan-Kutte oder Mantel, mit Dauerwelle oder glatt gegelten Haaren. Ein Querschnitt durch Gelsenkirchen. Oder, mit den Worten von Clemens Tönnies, Schalke-Aufsichtsratsvorsitzender: „Ein Abschied, den unser Rudi verdient hat.“

Vorne am Altar ein Meer aus Blumenkränzen mit Schleife. Mittendrin ein lebensgroßes Portrait von Rudi Assauer: Den UEFA-Pokal geschultert, die Markenzeichen-Zigarre lässig zwischen den Zähnen. Wie Assauer auf dem Schwarz-Weiß-Foto, blicken heute auch seine Weggefährten zurück, die aus ganz Deutschland nach Gelsenkirchen gekommen sind. Huub Stevens, langjähriger und erfolgreicher Trainer zu Zeiten Assauers auf Schalke, erinnert sich an einen „positiv Verrückten“, der Liebe und Vertrauen an seine Mitarbeiter weitergegeben habe. „Danke Assi. Ich hoffe, du hast jetzt deine Ruhe und deinen Frieden“, beendete der 65-jährige Trainer seine Rede, den eine enge Freundschaft zu Rudi Assauer verband.

Zur Person: Rudi Assauer, 1944 im Saarland geboren, wuchs in Herten auf und wechselte 1964 von der SpVgg Herten als Fußball-Spieler zu Borussia Dortmund, wo er unter anderem den Europapokal der Pokalsieger gewann. Bis zu seinem Tod war Assauer Mitglied des BvB. Über Werder Bremen, wo er 188 Bundesliga-Spiele bestritt, kam er schließlich für insgesamt 18 Jahre als Manager nach Schalke. Dort gewann er den UEFA-Pokal mit den sogenannten Euro-Fightern, die bei der Gedenkfeier ebenfalls anwesend waren, und wurde zweimal Pokalsieger. Rudi Assauer war zweimal verheiratet und Vater von zwei Töchtern. 2012 machte er seine Alzheimer-Erkrankung öffentlich, an deren Folgen er am 6. Februar 2019 im Alter von 74 Jahren starb.

Propst Markus Pottbäcker würdigte Rudi Assauer in seiner Begrüßung zu Beginn des Gottesdiensts als Kind des Ruhrgebiets. „Persönlichkeiten dieser Art gibt es nicht mehr viele.“ Ministerpräsident Armin Laschet lobte Assauer als einen Menschen, der „Erfolg und Bodenständigkeit in einer Person vereinte.“ Er erinnerte aber auch an Assauers Alzheimer-Erkrankung: „Sportliche Triumphe in der Öffentlichkeit feiern: Das können viele. Aber eine solche Krankheit öffentlich machen, das können nur wenige. Das war ein Abschied mit Stil.“

Neben all der Trauer, die während des Songs „I did it my way“ und während des Schalke-Hymne „Blau und weiss“ besonders greifbar wurde und zahlreiche Gäste zu Tränen rührte, war auch Platz für Gelächter. Besonders Dieter Burdenski, ehemaliger Torhüter bei Werder Bremen, erzählte Anekdoten aus seiner Zeit mit Rudi Assauer als Trainer und Manager.

„Wir können von ihm lernen, das Leben anzupacken, mehr auf die Menschen zu schauen und ihnen mit einem hörenden Herz zu begegnen“, erinnert sich der evangelische Pfarrer Hans-Joachim Dohm an den Menschen Rudi Assauer. In seiner Zeit als Pfarrer in der Kapelle in der Schalke-Arena habe er Assauer als „schnörkellos und ehrlich“ kennengelernt. „Er kannte nur Schwarz und Weiß. Grau war bei ihm verpöhnt“, sagte Dohm zum Ende seiner Ansprache in der Propsteikirche.

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news-18076 Fri, 15 Feb 2019 11:16:40 +0100 Bischof Overbeck würdigt ehemaligen Reichsarbeitsminister Heinrich Brauns https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-wuerdigt-ehemaligen-reichsarbeitsminister-heinrich-brauns/ Der ehemalige Priester und Politiker wurde vor 150 Jahren geboren und war unter anderem Kaplan in Essen-Borbeck. Neben dem Bischof sprachen jetzt auch der ehemalige Bundestagspräsident Lammert und NRW-Sozialminister Laumann bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin. Bischof Franz-Josef Overbeck hat den ehemaligen Reichsarbeitsminister Heinrich Brauns (1868-1939) für dessen sozialpolitisches Wirken in der Weimarer Republik gewürdigt. Dabei habe sich der Priester maßgeblich an der katholischen Soziallehre orientiert, erklärte Overbeck am Mittwoch in Berlin bei einer Gedenkveranstaltung der Stiftung Christlich-soziale Politik zum 150. Geburtstag von Brauns.

Bereits als Kaplan in Essen-Borbeck habe Brauns die existenziellen Nöte der Arbeiter wahrgenommen, sagte Overbeck. Er sei „das Ideal des sozialen Priesters“ gewesen. Für Brauns sei das „Kernproblem der sozialen Frage“ das Verhältnis von Mensch zu Mensch gewesen. Unter dem Aspekt der „vermeintlich rationalen Nutzenmaximierung“ dürfe Arbeit nicht zur Vereinzelung führen, betonte der Bischof. Dann bestimmten „Ängste und das Gefühl von Hilflosigkeit den Lebensalltag“. Gerade angesichts der zunehmenden Digitalisierung sei es wichtig, „die identitätsstiftende Bedeutung von Arbeit wieder als verbindendes Element neu in den Mittelpunkt zu stellen“.

Der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte, Brauns habe den deutschen Beitrag zur modernen Demokratie, „den Sozialstaat“, wesentlich mitentwickelt. Ihm sei es darum gegangen, die „Mindestrechte von Arbeitnehmern zu sichern“, ohne die wirtschaftliche Entwicklung aus dem Blick zu verlieren.

Laumann: Ohne christliche Soziallehre keine soziale Marktwirtschaft

Nordrhein-Westfalens Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) erinnerte an die Bedeutung der christlichen Soziallehre für die Bundesrepublik. „Hätte es diese nicht gegeben, wäre niemand auf die Idee gekommen, die soziale Marktwirtschaft zu installieren“, so Laumann. Dabei sei grundlegend zu begreifen, dass der Markt nicht alles sei, „sondern die Menschen auch das Recht haben, in den Markt einzugreifen, damit er Menschen dient“. Ein gelungenes Beispiel dafür sei der Tarifvertrag.

Brauns setzte sich als junger Priester in Essen-Borbeck für den örtlichen Bergbauarbeiterverein ein, was ihm den Ruf des „roten Kaplans“ einbrachte. Als Zentrumspolitiker schuf er die Grundlage für viele sozialpolitischen Gesetze. So wurde unter seiner Verantwortung der Arbeitsschutz erstmalig geregelt sowie die Rentenversicherung für Angestellte auf den Weg gebracht. Von 1920 bis 1928 war er in mehreren Regierungen der Weimarer Republik Reichsarbeitsminister.

In Erinnerung an Brauns verleiht das Bistum Essen seit 1978 alle zwei Jahre den vom ersten Ruhrbischof Franz Hengsbach gestifteten Heinrich-Brauns-Preis an Persönlichkeiten, die sich besonders um die katholische Soziallehre verdient gemacht haben.

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news-18074 Thu, 14 Feb 2019 08:30:00 +0100 Essener Citypastoral lädt zu Kinoabend in Astra-Theater ein https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/essener-citypastoral-laedt-zu-kinoabend-in-astra-theater-ein-1/ Die Gedanken der Gottesdienstpredigt am Sonntag, 24. Februar, mit dem Drama „Brooklyn – eine Liebe zwischen zwei Welten“ vertiefen: Das bietet die Essener Citypastoral mit ihrer Aktion „Kirche geht Kino“ im Astra-Theater. Bei Kinofilmen über die eigenen Sehnsüchte und Lebensfragen nachdenken – dazu lädt die Citypastoral „grüßgott“ wieder nach der Messe am Sonntag, 24. Februar, in das Astra-Theater, Teichstraße 2, in der Essener Innenstadt ein. Um 20.30 Uhr wird unter dem Motto „Kirche geht Kino“ der Film „Brooklyn - eine Liebe zwischen den Welten“ gezeigt.

Das Drama erzählt die bewegende Geschichte von Eilis Lacey, einer jungen irischen Einwanderin im Brooklyn der 1950er Jahre. Von den Versprechungen Amerikas angelockt, verlässt sie Irland, um in New York ein neues Leben zu beginnen. Ihr anfängliches Heimweh verfliegt schnell, als sie sich von einer Liebesromanze mitreißen lässt. Doch schon bald wird ihr Leben auf eine harte Probe gestellt: Sie muss sich nicht nur zwischen zwei Ländern, sondern auch zwischen zwei ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen entscheiden.

Jeden letzten Sonntag im Monat lädt die Citypastoral „grüßgott“ zum gemeinsamen Kinoabend ein. Der Gottesdienst im Dom beginnt jeweils um 19 Uhr. Die ausgewählten Filme haben einen Bezug zum Gottesdienst und vertiefen Gedanken der Predigt. Der Eintritt zum Film kostet 7 Euro, bei einigen Filmen plus Überlängenzuschlag.

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news-18075 Wed, 13 Feb 2019 14:15:03 +0100 Cityseelsorger spricht mit Gästen im „SinnSucherSalon“ über Liebesbeziehungen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/cityseelsorger-spricht-mit-gaesten-im-sinnsuchersalon-ueber-liebesbeziehungen/ Über Beziehung, Partnerschaft und Ehe spricht Pastor Bernd Wolharn am 20. Februar mit seinen Gästen. Im Theater-Restaurant „Hayati“ gibt’s dazu ein Drei-Gänge-Menü. Unter dem Motto „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ spricht Pastor Bernd Wolharn, Cityseelsorger am Essener Dom, im „SinnSucherSalon“ am Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr im „Hayati“, Theaterplatz 11, mit seinen Gästen über gute Zeiten zum Beginn von Liebesbeziehungen und Krisen, die auftreten können. Während den Besuchern im Restaurant des Grillo-Theaters ein Drei-Gänge-Menü serviert wird, sprechen Anne-Kathrin Hegemann, Mitarbeiterin des Trauteams im Bistum Essen und Wiebke Dethloff-Schröder, Mitarbeiterin der Ehe-, Familien-, und Lebensberatung der Caritas im Bistum Essen, mit Wolharn über das aktuelle Thema.

Zum „SinnSucherSalon“ lädt Wolharn gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk Essen ein. Besucher zahlen für das vegetarische Drei-Gänge-Menü pro Person 15 Euro. Anmeldung und weitere Informationen bei Pastor Wolharn unter Telefon 0201/2204-214 oder per Mail unter bernd.wolharn@bistum-essen.de.

Einmal im Monat bieten „grüßgott“ – die Citypastoral am Essener Dom und die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung die Gespräche im „SinnSucherSalon“ im „Hayati“ an.

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news-18073 Wed, 13 Feb 2019 12:56:00 +0100 Gladbecker Gemeindereferentin Maria Seppelfricke absolviert Fortbildung zur Altenpastoral https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/gladbecker-gemeindereferentin-maria-seppelfricke-absolviert-fortbildung-zur-altenpastoral/ Was brauchen Menschen über 60 heute und in Zukunft? Was ist bei Menschen mit Demenz zu beachten? Mit diesen Herausforderungen hat sich die Gladbecker Gemeindereferentin Maria Seppelfricke in der Fortbildung „Altenpastoral auf Kurs“ auseinandergesetzt und nun ihr Abschlusszertifikat erhalten. Eigene Erwartungen an das Älterwerden, psychische Veränderungen oder Spiritualität im Alter: Die Module der Fortbildung „Altenpastoral auf Kurs“ sollen Hauptberuflichen aus Pastoral und Caritas Orientierung bei den besonderen Herausforderungen, die Altenpastoral und -seelsorge mit sich bringen, geben.

Das Zertifikat zum erfolgreichen Abschluss dieser Fortbildung hat Gemeindereferentin Maria Seppelfricke am Mittwoch, 13. Februar, von Ursula Besse-Baumgarten, Diözesanbeauftragte für die Altenheimseelsorge im Bistum Essen, erhalten.

Als Gemeindereferentin in der Gladbecker Pfarrei St. Lamberti möchte Seppelfricke dort mit den Kenntnissen aus der Fortbildung auch in Zukunft einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Altenpastoral legen, etwa mit Seniorenbegegungstagen, Segensgottesdiensten oder Aktionen für Großeltern und Enkelkinder. „Die Fortbildung hat meine Arbeit in der Pfarrei sehr bereichert“, sagt Maria Seppelfricke. „Der sogenannte alte Mensch soll nicht einfach als Teil einer Zielgruppe pastoralen Handels gesehen werden. Es ist wichtig, ihn als Person differenziert und vor allem in der Wahrung seiner Würde wahrzunehmen.“

Die Fortbildung „Altenpastoral auf Kurs“ findet regelmäßig in der Katholischen Akademie Schwerte statt und ist ein gemeinsames Angebot der (Erz-) Bistu?mer Aachen, Köln, Paderborn, Essen, Osnabru?ck, Mu?nster und dem Offizialatsbezirk Oldenburg.

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news-18061 Wed, 13 Feb 2019 08:27:00 +0100 Neuer Standort für Baby-Segensfeiern in Oberhausen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/neuer-standort-fuer-baby-segensfeiern-in-oberhausen/ An vielen Orten im Ruhrgebiet lädt das Bistum Essen gemeinsam mit evangelischen Partnern zu besonderen Segensfeiern für Familien mit Neugeborenen ein. Jetzt gibt es auch in Oberhausen einen Standort. Um die besonderen Momente zwischen intensivem Glück und Sorgen dreht sich oft Vieles in den ersten Wochen nach der Geburt. Eingeladen sind zu den Segensfeiern Paare und Familien, mit ihren Hoffnungen und Wünschen in die Kirchen und Kapellen zu kommen – und sich dort segnen zu lassen.

Auch in Oberhausen gibt es nun einen Standort für die Segensfeiern - das Ökumenische Kirchenzentrum am CentrO, Platz der Guten Hoffnung 1. Dort können sich Paare oder junge Familien mit Neugeborenen zum ersten Mal am Samstag, 23. Februar, um 11 Uhr segnen lassen. Der nächste Termin ist dann am Samstag, 6. Juli. Ausgerichtet werden die Segensfeiern von der Katholischen und Evangelischen Kirche sowie Familienbildungsstätte in Oberhausen. Weitere Informationen und Termine gibt es unter www.segenfuerbabys.de.

Im Februar und März finden auch in folgenden Ruhrgebietsstädten Segensfeiern statt:

  • Samstag, 23. Februar, 11 Uhr, im Ökumenischen Kirchenzentrum am CentrO in Oberhausen, Platz der guten Hoffnung 1
     
  • Sonntag, 24. Februar, 15 Uhr, in der Kinderkirche "Kikeriki" St. Peter in Bottrop, Schärnholzstraße 291.
     
  • Sonntag, 10. März, 15.30 Uhr, in der Kapelle des Bochumer St. Elisabeth-Hospitals, Bleichstraße 15
     
  • Sonntag, 17. März, 16 Uhr, in der Gelsenkirchener Propsteikirche St. Urbanus, St.-Urbanus-Kirchplatz 9
     
  • Sonntag, 24. März, 16 Uhr, in der Gelsenkirchener Kirche Heilige Familie, Hohenzollernstraße 59
     
  • Sonntag, 24. März, 15 Uhr, im Gemeindezentrum in Essen-Fulerum, Humboldtstraße 167
     
  • Sonntag, 24. März, 15 Uhr, in der Essener Friedenskirche, Schilfstraße 8
     
  • Sonntag, 31. März, 16 Uhr, in der Hertener Kirche St. Josef, Kirchstraße 3


Die Segensfeiern für Babys gehören zum Zukunftsbild des Bistums Essen. Es ist eines von 10 Projekten, das sich mit der Zukunft einer lebendigen Kirche unter völlig veränderten Bedingungen auseinandersetzt. In diesem Projekt arbeitet das Bistum Essen mit der evangelischen Kirche zusammen und lädt Familien aller Konfessionen ein, ob sie ihrer Kirche nun nah oder fern stehen.

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news-18072 Tue, 12 Feb 2019 16:10:06 +0100 Bischöfliches Abendgymnasium und Essener Volkshochschule schließen Kooperationsvertrag https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischoefliches-abendgymnasium-und-essener-volkshochschule-schliessen-kooperationsvertrag/ Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit beim Übergang von VHS-Absolventen auf das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium Ihre seit vielen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit bei Schulabschlüssen auf dem zweiten Bildungsweg haben die Essener Volkshochschule und das Bischöfliche Nikolaus-Groß-Abendgymnasium nun in einem eigenen Kooperationsvertrag festgeschrieben. Damit sichern die beiden Weiterbildungseinrichtungen vor allem den Übergang für Schüler ab, die auf der Volkshochschule (VHS) erfolgreich den Realschulabschluss nachgeholt haben und anschließend auf dem Abendgymnasium das Abitur anstreben können.

„Dieser Schritt war längst überfällig“, sagte VHS-Direktor Michael Imberg, „hier wächst zusammen, was in der Essener Weiterbildungslandschaft zusammen gehört.“ Auch Jochen Suthe, Schulleiter des Abendgymnasiums freute sich über die gelungene Zusammenarbeit: „Diese Kooperation bringt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der VHS sowie die Studierenden des Abendgymnasiums nur Vorteile, sodass ich froh bin, dass wir unsere Zusammenarbeit so ausweiten.“ Passenderweise unterzeichneten die Partner den Vertrag am Rande der VHS-Jubiläumsfeier unter dem Motto „Aufbrüche“. Während die VHS in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert steht für das Abendgymnasium im Sommer der 60. Geburtstag an.

Ziel: Höherer Schulabschluss für möglichst viele VHS-Absolventen

Im Kooperationsvertrag verpflichtet sich das Abendgymnasium, den VHS-Absolventen einen Einblick in den Weg zum Abitur zu geben. Die Schule organisiert speziell auf die VHS abgestimmte Informationsveranstaltungen und ermöglicht den VHS-Teilnehmern, an Unterrichtstagen den Alltag am Nikolaus-Groß-Abendgymnasium kennenzulernen. Ziel soll es sein, dass möglichst viele Absolventen nach der mittleren Reife einen höheren Schulabschluss erwerben.

Umgekehrt unterstützt die VHS auch das Abendgymnasium: Einige Studierende benötigen auf dem Weg zum Abitur Unterstützung beim Vertiefen ihrer Deutsch-Kenntnisse. Regelmäßig geben deshalb Sprachlehrer der VHS Kurse in den Räumen des Abendgymnasiums.

Bei den Studierenden des Abendgymnasiums kommt die Kooperation sehr gut an. Paul Springfeld, Sprecher der Studierenden-Vertretung, sieht den Erfolg der Zusammenarbeit im Schulalltag: „Ich habe mit einem Studierenden, der vor drei Jahren aus Syrien gekommen ist, im Vorkurs angefangen. Damals sprach er nur sehr schlecht Deutsch. Nachdem dieser die Sprachkurse an unserer Schule besuchte, kann er sich nun, ein Jahr später, schon sehr gut unterhalten und hat die Versetzung bis ins Semester 2 schon problemlos geschafft.“

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news-18071 Tue, 12 Feb 2019 09:41:36 +0100 Bischof Overbeck und Journalist Prantl werben für eine starke und vielfältige Gesellschaft https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-und-journalist-prantl-werben-fuer-eine-starke-und-vielfaeltige-gesellschaft/ Bei der Neuauflage der „Dialoge mit dem Bischof“ im Essener „BiB-Forum“ schlugen der Bischof und der Leiter des „Meinung“-Ressorts der „Süddeutsche Zeitung“ einen weiten Bogen von der Zerrissenheit der Gesellschaft hin zum persönlichen Engagement jedes Einzelnen. Nicht schnelle Antworten und einfache Lösungen, sondern Geduld, aktive Mitarbeit und Freude an der Vielfalt helfen nach Ansicht von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und dem „Süddeutsche Zeitung“-Journalisten Heribert Prantl, die Gesellschaft zusammen zu halten. Overbeck und Prantl waren am Montagabend Gast der ersten „Dialoge mit dem Bischof“-Veranstaltung, zu der die Bank im Bistum Essen gemeinsam mit der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ in das Essener „BiB-Forum“ eingeladen hatte.

Prantl und Overbeck warben gemeinsam für eine starke Zivilgesellschaft, die sich möglichst geschlossen gegen Populisten und Extremisten zur Wehr setzt. Es sei nicht damit getan, dass der Verfassungsschutz nun die AFD beobachte, sagte Prantl. Vielmehr sei „eine wache Zivilgesellschaft“ ein guter Verfassungsschutz. Dies sei auch online wichtig: „Warum kann nicht die Zivilgesellschaft im Internet aufstehen?“ fragte der Leiter des Ressorts „Meinung“ bei der Süddeutschen Zeitung mit Blick auf Hass und Hetze, die auf Websites und in sozialen Medien verbreitet würden.

Evangelium als Vorlage für klare Botschaften gegen Populisten

„Da braucht man Steherqualitäten“, sagte Overbeck, der als Social-Media-aktiver Bischof mit Beschimpfungen leidlich Erfahrungen hat. „Ich muss mit meiner Person für die Inhalte einstehen“, so eine Erkenntnis des Bischofs. Und es sei wichtig, sich „mit klaren, verständlichen Botschaften“ zu positionieren ohne sich auf das Niveau der Populisten herabzulassen. Bei den klaren Botschaften „gibt mir das Evangelium eine gute Vorlage“.

Demokratie und Freiheit seien keine Selbstverständlichkeiten, sondern müssten ständig gegen Feinde verteidigt werden, waren sich Prantl und Overbeck einig. Der Bischof warb jedoch dafür, sich nicht nur im Widerstand abzuarbeiten, „sondern eigene, positive Botschaften zu setzen und mit guten Beispielen voran zu gehen“. Doch dazu fehle es oft an Kraft – nicht nur in den Parteien, „sondern auch bei uns in der Kirche“.

Europa als „welthistorisches Friedensprojekt“

„Jeder kann in seiner kleinen, eigenen Welt etwas tun“, motivierte Prantl die Zuhörer, sich für ihre Gesellschaft zu engagieren. Die Menschen sollten sich zum Grundgesetz bekennen, „unseren Wertekanon verteidigen“ und „sich nicht vorbei mogeln“. „Wenn wir diese Grundsätze verteidigen, entwickelt sich der starke Staat!“ Mit das einfachste, aber längst nicht für alle Bürger selbstverständlich, sei, wählen zu gehen, so Prantl. „Die Europawahl am 26. Mai gehört zu den wichtigsten Wahlen der vergangenen Jahrzehnte“, betonte der Journalist. Dann gehe es um das „Weltwunder“ Europäisches Parlament und „die Zukunft eines welthistorischen Friedensprojekts“.

„Machen Sie es wie Herr Trump: Twittern Sie!“, regte Bischof Overbeck auf die Frage einer Zuhörerin an, was man denn „nun ganz konkret tun“ könne. „Oder setzen Sie sich für einen Armen ein. Und wenn Sie Christin sind: Gehen Sie sonntags in den Gottesdienst – wenn Sie nicht kommen, werden wir als Kirche schwächer.“

„Dialoge mit dem Bischof“ gehen weiter

Die im Dialogprozess des Bistums Essen (2012 – 2013) in der Mülheimer „Wolfsburg“ gestartete Reihe „Dialoge mit dem Bischof“ wird nun regelmäßig im „BiB-Forum“ fortgesetzt. Am Donnerstag, 9. Mai, diskutiert Overbeck dort mit Uwe Schneidewind, dem Direktor des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie.

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news-18070 Mon, 11 Feb 2019 13:06:44 +0100 Essener Karnevals-Prinzen besuchen Bischof Overbeck https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/essener-karnevals-prinzen-besuchen-bischof-overbeck/ Prinzessin Katrin und Prinz Bernie überreichen dem Ruhrbischof den aktuellen Sessions-Orden. Bützchen für den Bischof: Gemeinsam mit dem Kinderprinzenpaar Ben und Lea haben am Montag Ihre Lieblichkeit Prinzessin Assindia Katrin I. und seine Tollität Prinz Bernie I. dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck ihre Aufwartungen gemacht. Bei der Stippvisite im Essener Bischofshaus gab’s standesgemäß Orden und Bützchen für den Bischof – und für die Narren bei Kaffee und Plätzchen eine kurze Pause. Mit den besten Wünschen des Bischofs ging es anschließend für die kleinen und großen Prinzen samt Entourage zur nächsten Station ihrer närrischen Tournee durch Essen.

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news-18069 Mon, 11 Feb 2019 12:37:27 +0100 Essener Generalvikar warnt vor „Klerikalismus“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/essener-generalvikar-warnt-vor-klerikalismus/ Klaus Pfeffer sprach am Wochenende in Würzburg auf einer theologischen Fachtagung zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche. Vor einer Überhöhung des Priesterbildes und den Gefahren eines „Klerikalismus“ hat der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer am Samstag auf einer Veranstaltung zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche gewarnt. Es brauche eine Auseinandersetzung über die mit der Priesterweihe verbundenen „Phänomene eines geschlossenen Systems, der Verpflichtung zu einem ehelosen und asexuellen Leben sowie einer insgesamt durch die katholische Sexualmoral verursachte Tabuisierung von sexuellen Bedürfnissen“, forderte Pfeffer in Würzburg bei der Fachtagung „Nicht ausweichen – Theologie angesichts der Missbrauchskrise“. Ziel müsse „eine Ent-Idealisierung und Ent-Klerikalisierung des Amtes in der Kirche“ sein.

Theologie als „Motor kirchlicher Erneuerung“

Neben Pfeffer haben sich auf der Tagung rund 140 Fachleute aus Deutschland, Österreich und Liechtenstein mit der Missbrauchskrise und den Konsequenzen für die Kirche und die katholische Theologie beschäftigt. Die Theologie müsse nun ein „Motor kirchlicher Erneuerung“ sein, sagte Pfeffer. Als weitere Referenten waren unter anderem Harald Dressing und Hans-Joachim Salize aus dem Forschungskonsortium der im vergangenen Jahr veröffentlichten MHG-Studie zum sexuellen Missbrauch in der Kirche eingeladen sowie zahlreiche Theologinnen und Theologen. Besonders beeindruckt zeigte sich Pfeffer von den Schilderungen der Opfer sexuellen Missbrauchs, die ebenfalls auf der Tagung zu Wort kamen. Wie konnte die hoffnungsvolle und frohe christliche Botschaft „so entstellt und beschmutzt werden?“ fragte das Missbrauchsopfer Kai Christian Moritz.

Kein „Missbrauch des Missbrauchs“

Entschieden wandte sich Pfeffer auf der Tagung gegen die Annahme, der Missbrauchsskandal werde nun für eine Reformagenda in der katholischen Kirche benutzt. „Ich widerspreche der schrecklichen Vokabel vom Missbrauch des Missbrauchs.“ Damit würden Diskussionen vom Tisch gefegt, Menschen mundtot gemacht. „Es hat alles mit allem zu tun“, betonte der Generalvikar. „Wer immer noch der Meinung ist, der sexuelle Missbrauch könne losgelöst betrachtet werden von den sehr grundsätzlichen Fragestellungen zum Selbstverständnis unserer Kirche, von ihren Strukturen und ihren Lehren, liegt falsch.“ Der Missbrauch sei nur die Spitze eines Eisbergs vieler anderer Leidensgeschichten.

Für Pfeffer ist klar: Die Kirche muss, sie wird sich radikal verändern. „Die Frage ist nur, ob wir es gestalten können oder ob uns die Entwicklung weiter überrollen wird.“

Der Vortrag von Generalvikar Pfeffer im Wortlaut (pdf):

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news-18062 Mon, 11 Feb 2019 08:30:00 +0100 Schüler diskutieren mit Bischof Overbeck über Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/schueler-diskutieren-mit-bischof-overbeck-ueber-wirtschaft-kirche-und-gesellschaft/ In der Gesprächsreihe „Dialog mit der Jugend“ diskutieren am 20. Februar Schüler aus dem Ruhrgebiet mit Bischof Franz-Josef Overbeck in der Gelsenkirchener Jugendkirche Gleis X über aktuelle Themen, die sie beschäftigen. Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, die Zukunft des Bistums Essen oder persönliche Dinge aus dem Bischofsalltag: „Beim Dialog mit der Jugend dürfen Schüler Bischof Franz-Josef Overbeck die Fragen stellen, die sie schon immer mal beantwortet haben wollten“, sagt Stephan Hill, Jugendreferent im Bistum Essen.

Am Mittwoch, 20. Februar, stellen 69 Schüler aus Religions- und Sozialwissenschaftskursen des Essener Gymnasiums an der Wolfskuhle, der Karl-Ziegler-Schule aus Mülheim und dem Wattenscheider Louis-Baare-Berufskollegs ihre Fragen an den Bischof und diskutieren mit ihm. Nach einem gemeinsamen Imbiss haben die Schüler von 15.30 bis 17 Uhr Zeit für den Dialog über ihre aktuellen Themen.

In der Gesprächsreihe „Dialog mit der Jugend“, einem Projekt der Stiftung Talentmetropole Ruhr im Initiativkreis Ruhr, treffen Oberstufenschüler der Ruhrgebietsschulen jährlich bei insgesamt rund 40 Terminen Vorstände oder Geschäftsführer aus regionalen Unternehmen – zum persönlichen Gespräch auf Augenhöhe. Unter dem Motto „Raus aus den Klassenzimmern, rein in die Unternehmen“ ermöglicht die Begegnungsreihe laut Initiativkreis Ruhr jährlich rund 3000 Jugendlichen eine aktive Diskussion über aktuelle gesellschaftliche Themen und eröffnet berufliche Perspektiven.

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news-18068 Sun, 10 Feb 2019 18:43:15 +0100 Katholiken in Essen-Karnap feierten letzten Gottesdienst in St. Marien https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/katholiken-in-essen-karnap-feierten-letzten-gottesdienst-in-st-marien/ Es gebe an der Trauer des Momentes nichts zu beschönigen, aber dennoch die Chance, künftig eine neue Art des Kirche-Seins zu entdecken, sagte Bischof Overbeck in seiner Predigt. Die Kirche St. Marien in Essen-Karnap ist nun geschlossen: Gemeinsam mit den Christinnen und Christen aus der Pfarrei St. Hippolytus in Gelsenkirchen-Horst, zu der St. Marien gehört, haben Bischof Franz-Josef Overbeck und Pfarrer Wolfgang Pingel am Sonntag, 10. Februar, einen letzten Gottesdienst in der 1963 erbauten Kirche gefeiert. Am Ende der Feier wurde das Kerzenlicht gelöscht, das geweihte Brot im Allerheiligsten hinaus getragen und zur St. Hippolytus-Kirche überführt. Nur eine Woche zuvor war mit St. Laurentius eine weitere Kirche der Pfarrei geschlossen worden; nun mussten die Gläubigen sich auch von St. Marien verabschieden.

Bischof Overbeck hatte bereits am vorhergehenden Sonntag mit der Pfarrei den Abschied von St. Laurentius begangen. In seiner Predigt in St. Marien knüpfte er daran an und erinnerte daran, dass die Kirche ständig in Bewegung sei in Pfarreien, Gemeinden und an allen Orten, an denen Christen ihren Glauben lebten. In diesem letzten Gottesdienst in St. Marien gebe es nichts an der Trauer des Moments zu beschönigen, sagte Overbeck den ernst und gefasst wirkenden Gemeindemitgliedern. Beim Auszug das Licht zu löschen, sei eine „Nachterfahrung“, so Overbeck, und menschliche Erfahrung sei immer wieder so, dass Anstrengungen und kräftezehrendes Tun nicht belohnt würden. Dennoch könne sich auch aus Zweifel und Trauer etwas unerwartet Neues entwickeln: „Wir leben im Glauben nicht in den Träumen von morgen, nicht in den Schmerzen von gestern, sondern in der Wirklichkeit von heute.“

Auch wenn viele soziale Sicherungsnetze und Gewohnheiten aufgegeben werden müssten, warb der Bischof dafür, auch bei weniger Kirchengebäuden als Christen zusammenzuhalten, zusammen zu arbeiten, die Trauer zu bewältigen und eine neue Art zu entdecken, Kirche zu sein.

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news-18066 Sun, 10 Feb 2019 17:13:39 +0100 Weihbischof Franz Grave feierte in Mülheim sein diamantenes Priesterjubiläum https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/weihbischof-franz-grave-feierte-in-muelheim-sein-diamantenes-priesterjubilaeum/ Bischof Overbeck würdigt Grave als unverwüstlich arbeitenden, dynamisch denkenden und sozial sensiblen Priester. Als mit unverwüstlicher Kraft arbeitenden, dynamisch denkenden, an der Soziallehre der Kirche orientierten Priester hat Bischof Franz-Josef Overbeck den Essener Weihbischof e.m. Franz Grave zu dessen 60. Priesterjubiläum gewürdigt. Grave habe sich unermüdlich und sensibel für das Zusammenwirken der Kirche mit Bergbau, Arbeiterschaft und Industrie eingesetzt, sagte Overbeck am Sonntag, 10. Februar, im Gottesdienst in der Mülheimer Pfarrrkirche St. Mariä Geburt. Ebenso, wie er bereits in seinen ersten Priesterjahren an der „missionarischen Dynamik“ des II. Vatikanischen Konzils mitgewirkt habe, äußere Grave sich heute mutig zu aktuellen kirchlichen Positionen - jüngst noch zur Forderung nach neuen Formen priesterlichen Wirkens.

Seine Zeit als „Adveniatbischof“ im Einsatz für die Kirchen von Lateinamerika und der Karibik gegen Habsucht, Unrecht und Umweltschäden habe Grave als Essener Weihbischof stark geprägt, sagte Overbeck. „Es bedeutet, mit der hohen Kunst der Kompromissfähigkeit möglichst viele Menschen zusammenzubinden, um so für sozialen Ausgleich zu sorgen und für eine Integration möglichst vieler Menschen in eine Gesellschaft, die sich für das Wohl aller einsetzt, niemanden schlecht redet und für Zuversicht und Offenheit bei gleichzeitig großer Ausdauer einsteht“, so Overbeck in seiner Predigt.

Franz Grave, 1932 in Essen geboren und 1959 zum Priester geweiht, war nach Kaplansjahren in Duisburg-Beek als Diözesanpräses für die Kolpingfamilien im Bistum Essen und die Katholische Arbeitsnehmer-Bewegung aktiv und leitete ab 1970 das Seelsorgeamt im Bischöflichen Generalvikariat. 1988 erhielt er die Bischofsweihe. Neben seinen Aufgaben als Weihbischof in Essen engagierte er sich als Vorsitzender des Bischöflichen Hilfswerks Adveniat und in der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika. Als „Pastor im Ruhestand“ arbeitet Grave seit dem Jahr 2008 mit in der Mülheimer Pfarrei St. Mariä Geburt.

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news-18065 Sun, 10 Feb 2019 16:34:14 +0100 Gelungene Premiere für das Chormusical „Martin Luther King“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/gelungene-premiere-fuer-das-chormusical-martin-luther-king/ 1.200 Chorsänger brachten in Essen gemeinsam mit Hauptdarstellern und Musikern das Leben des Bürgerrechtlers auf die Bühne. Bischof Overbeck, Präses Rekowski und Leo Schouten begleiteten die Aufführung als katholische, evangelische und freikirchliche Schirmherren. Auf ganz großer Bühne hat am Samstag das Chormusical „Martin Luther King“ seine Uraufführung in der Essener Grugahalle erlebt. 1.200 Chorsängerinnen und -sänger brachten gemeinsam mit acht Hauptdarstellern und 15 Musikern Leben und Botschaft des 1968 einem Attentat zum Opfer gefallenen US-amerikanischen Baptistenpfarrers, Bürgerrechtlers und Friedensnobelpreisträgers ins Rampenlicht.

„Der Chor ist heute der Star“, sagte Ralf Rathmann, Vorstand des Veranstalters Stiftung Creative Kirche, angesichts der Begeisterung, mit der die 1.200 Sängerinnen und Sänger zwischen acht und 84 Jahren bei der Sache waren. Ihnen, dem Ensemble der Solisten und der Big-Band mit Streichorchester dankten die rund 4.500 Besucher im seit Wochen ausverkauften Saal am Ende mit stehendem Applaus. Die zweite Aufführung in Essen am Folgetag bestreiten 1.200 weitere Sänger – insgesamt 63 Chöre hatten sich für die beiden Essener Auftritte angemeldet, sich seit dem vergangenen Sommer daheim intensiv auf die Premiere vorbereitet und in wenigen Gesamtproben den gemeinsamen Auftritt perfektioniert.

„Wow, das ist unglaublich, das macht richtig Spaß!“ Für den evangelischen Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler aus Remscheid und seine beiden Mit-Dirigenten ist die Arbeit mit einem so großen, „bis in die Haarspitzen motivierten“ Chor etwas ganz Besonderes. Während der Aufführung fuhren die Kameras, die das Bühnen-Geschehen in der großen Gruga-Halle auf zwei Leinwände projizierten, immer wieder mit Nahaufnahmen in den Chor hinein, der schon jeweils vier Takte vor dem nächsten Einsatz zu swingen begann und dann in einer einzigen gemeinsamen Bewegung Luft holte zum ersten Ton. Geschrieben wurden die 22 Songs einer Mischung aus Gospel, Rock’n’Roll, Motown und Pop von Andreas Melessa als Songtexter und Hanjo Gäbler sowie Christoph Terbuyken als Komponisten.  

Die evangelische Stiftung Creative Kirche organisiert seit über 25 Jahren große Mitmach-Musikprojekte, darunter die Pop-Oratorien „Die zehn Gebote“ und „Luther“ sowie Gospel-Veranstaltungen. Ins Chormusical „Martin Luther King“ sind nun auch das Bistum Essen und der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden als Kooperationspartner eingestiegen. Denn für immerhin rund 2,5 Millionen Euro an Aufwendungen bei 12 bis 13 Konzerten muss die Stiftung Creative Kirche Ende 2020 bei Abschluss des Projektes gerade stehen. Zugleich sammelt man während der Konzerte ganz im Sinne Martin Luther Kings Spenden für ein Menschenrechts-Projekt in Kenia.

Glücklich über die Kooperation der Kirchen in diesem Projekt ist auch Mit-Dirigent Stefan Glaser, Bischöflicher Beauftragter für Kirchenmusik im Bistum Essen: „Man sieht, welche großartigen Projekte mit einer gemeinsamen Botschaft und mitreißender Musik entstehen können, wenn wir als Kirchen uns zusammentun.“ Das sehen die drei Schirmherren des Chormusicals ähnlich: Der evangelische Präses Manfred Rekowski und Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck sehen in Martin Luther King einen Kämpfer für Gerechtigkeit, Frieden und einen christlichen Glauben, der sich auch politisch ausdrückt. Schirmherr Leo Schouten, Landesverband NRW im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, freut sich über die Würdigung des Baptisten-Pfarrers King, des „berühmten Mitbruders“ seiner Kirche. Als Begleitung zum Musical bieten die drei Kirchen einen dreiteiligen Kurs an, in dem Chorsänger und andere Interessierte sich mit Ungerechtigkeit, Rassismus und Martin Luther Kings christlicher Motivation auseinandersetzen können, der sich für seine Überzeugung 29mal ins Gefängnis werfen ließ, ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren: „I have a dream – ich habe einen Traum.“

Den nächsten großen Wurf startet das Chormusical „Martin Luther King“ am 20. Juni beim Evangelischen Kirchentag in der Dortmunder Westfalenhalle. Anfang 2020 geht es dann auf Deutschland-Tournee. Anmeldungen, Tickets und Infos gibt es unter www.king-musical.de oder telefonisch: 02302 / 28 222 22.

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news-18064 Fri, 08 Feb 2019 10:55:30 +0100 Essener Schüler planen Zukunft der Europäischen Union https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/essener-schueler-planen-zukunft-der-europaeischen-union/ Wie werden Jugendliche in Zukunft in Europa leben und arbeiten? Welche Entwicklungen wird es auf dem Land und in der Stadt geben? Über die Herausforderungen und Lösungen für eine gute Zukunft in der Europäischen Union diskutierten Schüler des Gymnasiums am Stoppenberg in einer Zukunftswerkstatt. Venedig ist sehr dicht besiedelt, hinzu kommen täglich tausende Touristen. Viele Menschen produzieren übermäßig viel Müll, den die italienische Hafenstadt kaum noch bewältigen kann. Dieser Müll landet auch im Meer, sorgt für das Sterben der Meerestiere - die Fischer haben weniger Einkünfte, ein wichtiger Wirtschaftszweig geht immer weiter zurück. Einfach und deutlich analysierten die Schüler des Gymnasiums am Stoppenberg die Herausforderungen europäischer Regionen mit aktuellen Daten und Fakten etwa zu Arbeitsweltwandel, Digitalisierung oder demographischem Wandel.

In einer Zukunftswerkstatt unter dem Motto „Zukunft der Europäischen Union“ erarbeiteten die Essener Schüler am Donnerstag, 7. Februar, ihre eigenen Zukunftsvisionen eines Europas, in dem sie die nächsten Jahre gut und verantwortungsvoll leben können. Auch ob ihre Ideen realistisch umzusetzen wären und welchen weiteren Herausforderungen sie sich stellen müssen, überprüften die Elftklässler im Lauf des Projekttags.  

Auch in der abschließenden Diskussionsrunde mit dem EU-Abgeordneten Dennis Radtke brachten die die Schüler ihre Ideen ein und stellten kritische Fragen zu sehr aktuellen und kontroversen Themengebieten: Vom Brexit über Volksentscheide bis hin zur Energiepolitik und dem Dieselskandal.

Die Zukunftswerkstatt fand in Kooperation mit der Berliner Denkwerkstatt „Eurosoc Digital“ statt, die sich mit ihrem für Schulen kostenlosen Projekt „FutureLabEu“ der europapolitischen Bildung an Schulen verpflichtet hat.

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news-18056 Thu, 07 Feb 2019 13:30:00 +0100 Peter Weingarten leitet künftig die Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/peter-weingarten-leitet-kuenftig-die-beteiligungsgesellschaft-des-bistums-essen/ Früherer Geschäftsführer der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH leitet ab März die Gesellschaft, in der das Ruhrbistum seine Beteiligungen an Kliniken, Seniorenheimen und weiteren Gesundheits- und Sozialeinrichtungen bündelt. Der Ökonom und langjährige Krankenhausmanager Peter Weingarten wird neuer Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen (BBE). Ab dem 1. März leitet Weingarten die Gesellschaft, in der das Ruhrbistum seine Minderheitsbeteiligungen an 29 gemeinnützigen Trägern von Kliniken, Seniorenheimen und weiteren Gesundheits- und Sozialeinrichtungen gebündelt hat. „Wir freuen uns sehr, dass Herr Weingarten mit seiner großen Erfahrung und seiner hohen Fachkompetenz den Weg der BBE fortsetzen wird, um allen Trägergesellschaften und unserem Ruhrbistum insgesamt mit konstruktivem Rat und vermittelnder Kommunikation dienen zu können“, so Generalvikar Klaus Pfeffer als Vorsitzender der BBE-Gesellschafterversammlung und Rudolf Kösters als Vorsitzender des Aufsichtsrats.

An der BBE-Spitze wird Weingarten Nachfolger von Olaf Kraus, der Ende des Jahres wieder in die operative Verantwortung als Klinik- und Konzerngeschäftsführer gewechselt ist. Kraus hatte maßgeblich sowohl zur Neuausrichtung der früheren Kosmas und Damian GmbH (K&D) als auch zur Profilbildung der aus K&D und der Caritas-Trägerwerk im Bistum Essen GmbH (CTW) hervorgegangenen Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen beigetragen.

Der 59-jährige Weingarten stammt aus Münster und hat dort nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann Volkswirtschaft studiert. Nach mehreren Stationen in der Verwaltung und Geschäftsführung verschiedener Krankenhäuser kam Weingarten 1996 zur St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH. Gut 21 Jahre lang führte er den zweitgrößten Arbeitgeber der Ruhrgebietsstadt, bis er sich Anfang 2018 aus gesundheitlichen Gründen zunächst ins Privatleben zurückzog.

Nun haben sich der Gesellschafter und der Aufsichtsrat der BBE gemeinsam mit Bischof Franz-Josef Overbeck für Weingarten als neuen Geschäftsführer entschieden. Pfeffer und Kösters: „Herr Weingarten ist in unserem Ruhrbistum viele Jahre beheimatet und in den meisten Trägergesellschaften, an denen die BBE beteiligt ist, aus der Zusammenarbeit der zurückliegenden Jahre gut bekannt. Wir sind überzeugt, dass damit eine vertrauensvolle Grundlage für ein erfolgreiches Miteinander gegeben ist.“

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news-18060 Tue, 05 Feb 2019 15:00:52 +0100 Weihbischof Grave: „Wir dürfen nicht nur unsere Position sichern“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/weihbischof-grave-wir-duerfen-nicht-nur-unsere-position-sichern/ Kurz vor seinem diamantenen Priesterjubiläum äußert Grave sich zu Reformen der Kirche vor allem beim Priestertum Alte, umstrittene Positionen der katholischen Kirche dürfen nach Ansicht des Essener Weihbischofs em. Franz Grave nicht für die Zukunft festgeschrieben werden. „Jeder sieht, dass die Kirche und ihre Lage reformbedürftig ist“, sagte Grave am Sonntag, 3. Februar, in einem Interview des Lokalkompass Mülheim. Veränderungsbedarf sieht der 86-jährige Weihbischof, der in diesen Tagen sein 60. Priesterjubiläum begeht, vor allem beim Priestertum: „Wir dürfen nicht nur unsere Position sichern.“ Die zölibatäre Lebensform der katholischen Priester, die etwas für sich habe, könne nicht der alleinige Weg in die Zukunft sein. „Wir müssen auch über andere Formen des priesterlichen Wirkens nachdenken.“ Er könne sich auch lebenserfahrene verheiratete Männer als Priester vorstellen, auch die Diskussion über Frauen im Priesteramt halte er für eine gute Position. „Wir dürfen es der Kirche nicht antun, sie von neuen Formen des Priesteramtes abzuschneiden“, so Grave.  

Die Zukunft sieht der Weihbischof in einer geschwisterlichen, solidarischen und jugendlichen Kirche, in der die katholische Soziallehre nicht nur verkündet, sondern praktiziert werde: „Als Priester und Laien müssen wir uns gemeinsam auf den Weg machen und uns bewegen.“

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news-18059 Tue, 05 Feb 2019 13:22:53 +0100 Pastor Dietmar Schmidt spricht im Deutschlandfunk https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pastor-dietmar-schmidt-spricht-im-deutschlandfunk/ Bochumer Ehrenstadtdechant hält montags bis samstags vom 11. bis 16. Februar die Morgenandachten Im Radioprogramm des Deutschlandfunks spricht der Bochumer emeritierte Pastor Dietmar Schmidt von Montag bis Samstag, 11. bis 16. Februar, um 6.35 Uhr die Morgenandachten. Die Beiträge können jeweils live im Radio auf der UKW-Frequenz 102,8 Mhz angehört werden. Auf dem Smartphone, Tablet oder zuhause am PC findet man die Beiträge unter www.deutschlandfunk.de.

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news-18058 Tue, 05 Feb 2019 12:53:13 +0100 Mirja Wolfs: „Kita-Fördermittel in Personal, Ausstattung und Modernisierung investieren“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/mirja-wolfs-kita-foerdermittel-in-personal-ausstattung-und-modernisierung-investieren-1/ Vier Fragen an die Geschäftsführerin des Kita-Zweckverbandes im Bistum Essen zur Diskussion um Kita-Reformen in NRW. „Eine vielfältige Gesellschaft braucht ein vielfältiges Angebot“. Für die Kindertagesstätten (Kita) in NRW soll es mehr Geld geben. Die Landesregierung will mit den Zuschüssen aus dem "Gute-Kita-Gesetz" des Bundes vor allem die kommunalen Kitas entlasten und den Familien ein zweites beitragsfreies Kita-Jahr ermöglichen. Dagegen gibt es Widerstand von Seiten der Kirchen und der anderen freien Träger der Kindertagesstätten in NRW: Statt alle Eltern zu entlasten, sollten die Gelder besonders sozial benachteiligten Familien zugutekommen. Außerdem werden die Zuschüsse nach Ansicht der freien Träger vor allem benötigt, um die Qualität der Betreuung in allen Einrichtungen zu verbessern. Insbesondere kritisieren Träger-Vertreter, dass Landes-Familienminister Joachim Stamp (FDP) sie in die Gespräche über die Kita-Reformen nicht eingebunden und nur mit den Kommunen verhandelt habe.

Der Kita Zweckverband im Bistum Essen mit seinen 261 Einrichtungen und rund 17.000 Betreuungsplätzen im Ruhrgebiet und Märkischen Sauerland ist einer der großen freien Träger von Kindertageseinrichtungen. Vier Fragen zu den aktuellen Kita-Reformen in NRW an Mirja Wolfs, Geschäftsführerin für den pädagogischen Bereich des Kita Zweckverbandes:

Eltern wünschen sich mehr Plätze für unter Dreijährige, eine besondere Förderung ihrer Vorschulkinder, mehr Betreuungspersonal: Wie würden Sie zusätzliche Fördergelder einsetzen? 

Mirja Wolfs: Als Träger sehen wir unsere Aufgabe darin, alle Kinder in den Blick zu nehmen und Bildung von Anfang an zu ermöglichen. Ob U3, Vorschulkinder oder das Alter dazwischen – alle Kinder haben gleichermaßen ein Recht auf Bildung und eine qualitative Betreuung.

Daher würden wir zusätzliche Fördergelder einerseits in das Personal investieren, andererseits die Ausstattung optimieren. Hinsichtlich des Personals denke ich an einen verbesserten Betreuungsschlüssel – weniger Kinder auf mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter –, an eine bedarfsgerechtere Ausbildung der Fachkräfte sowie an die Bildung von multiprofessionellen Teams. Was die Ausstattung betrifft, so besteht an vielen Stellen Modernisierungsbedarf zur angemessenen Förderung aller Kinder, gerade auch im Hinblick auf das wichtige Thema der Digitalisierung.

Überall fehlen Erzieherinnen und Erzieher: An welcher Stelle müsste man investieren, damit die Kitas als Arbeitsplätze attraktiver werden?

Mirja Wolfs: Das ist eine wichtige Fragestellung, mit der wir uns natürlich tagtäglich beschäftigen, da auch wir ein attraktiver Arbeitgeber sein wollen. Wir sind nur handlungsfähig, wenn Stellen rasch und von qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern besetzt werden können.

Neben unseren internen Bemühungen und Strategien sind auch externe Faktoren von Relevanz. Die Ausbildung wird zum Beispiel attraktiver, wenn es eine flächendeckende Ausbildungsvergütung gäbe und die Träger bei der Aus- und Weiterbildung des Personals angemessen finanziell unterstützt werden würden. Gleichzeitig fördert eine gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit im Elementarbereich eine Attraktivitätssteigerung des Berufs – daran können wir uns alle beteiligen. Auch die politische und vor allem finanzielle Anerkennung des Berufs spielt eine elementare Rolle.

Arme Familien zahlen geringere Kita-Beiträge, das dritte Kita-Jahr war bislang schon beitragsfrei, nun soll ein zweites Jahr freigestellt werden. Gibt es viele Eltern, die ihr Kind erst dann anmelden, wenn der Kita-Besuch für sie kostenlos ist?

Mirja Wolfs: Nein, diese Tendenz können wir nicht feststellen. Im Gegenteil: Gerade das Interesse an U3-Plätzen hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Es fehlen massiv Plätze in fast allen Kommunen für unter Dreijährige. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Gesellschaft wichtig geworden. Es ist zunehmend notwendig oder auch gewünscht, dass beide Elternteile arbeiten. Und so sind Eltern schon früh auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen, zumal das Modell der betreuenden Großeltern zunehmend nicht mehr zur Verfügung steht. Die KiTa wird zur erweiterten Familie.

Die Kirchen und andere freie Träger betonen, die Vielfalt unterschiedlicher Kita-Anbieter müsse unbedingt erhalten bleiben. Was bietet eine katholische Kita, was die anderen nicht haben?

Mirja Wolfs: Grundsätzlich benötigt eine vielfältige Gesellschaft ein vielfältiges Angebot. Alle suchen sich das, was am besten zu ihnen passt. Und das ist auch legitim. Eltern suchen ihre Kita nach ihrer individuellen Werteorientierung aus. Und Subsidiarität ist gerade in der frühen Bildung notwendig, weil dort die Einbindung der Familie eine große Bedeutung hat.

Als katholische Kita stützen wir uns natürlich auf christliche Werte und richten unser Handeln und unsere Pädagogik darauf aus. Für uns steht das Kind im Mittelpunkt, wir respektieren und fördern die Individualität jedes Einzelnen. Wir folgen einem ganzheitlichen Ansatz, ausgehend vom Kind.

Wir freuen uns darüber, dass nicht nur katholische oder christliche Familien diesen Ansatz schätzen. Auch viele Andersgläubige schätzen unsere Werteorientierung.

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news-18053 Mon, 04 Feb 2019 17:06:00 +0100 Prälat Otmar Vieth feiert Goldenes Priesterjubiläum https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/praelat-otmar-vieth-feiert-goldenes-priesterjubilaeum-1/ Feierlicher Gottesdienst am Samstagabend mit Bischof Franz-Josef Overbeck und Dompropst Thomas Zander. Mit einem feierlichen Gottesdienst im Dom und einem anschließendem Empfang hat der frühere Essener Dompropst und Stadtdechant, Prälat Otmar Vieth, am Samstag sein Goldenes Priesterjubiläum gefeiert.

Bischof Franz-Josef Overbeck erinnerte in einer Ansprache daran, dass „die Zeit der Priesterausbildung unseres Jubilars in den 1960-iger Jahren nicht spannender und verheißungsvoller“ hätte sein können. Zum einen habe das gerade gegründete Ruhrbistum „eine Dynamik entfalten, von der bis heute viele der damaligen Zeitgenossinnen und Zeitgenossen leben“. Zum anderen hätten jene Jahre ganz im Licht des II. Vatikanischen Konzils und der davon ausgehenden Veränderungen in der katholischen Kirche gestanden, von denen schließlich 1968 auch der Essener Katholikentag geprägt war – wenige Monate vor der Priesterweihe Vieths.

Während nach dem II. Vatikanischen Konzil die „Neuentdeckung der Pfarrei als Gemeinde“ die Seelsorge bestimmt hätte, „die sich als Sammelpunkt aller durch den Gottesdienst und vielfältiges Ehrenamt, durch Verbände, Gruppen, Gruppierungen und vieles mehr verstand“, erlebe die Kirche heute „das andere Ende dieser Entwicklung“ beschrieb Overbeck. Vieth habe viele Jahre dieser Zeit mitgestaltet, sei es als Essener Stadtvikar, und später als Stadtdechant und Pfarrer von St. Dionysius oder Ehrenoberst der Eucharistischen Ehrengarden im Bistum Essen. Overbeck betonte aber auch Vieths Engagement für die gemeinsame Sozialarbeit der Konfessionen, seine „Unterstützung jener, die sich im Licht der Soziallehre der Kirche für die Arbeitnehmer einsetzen“ – und seine Arbeit als Dompropst: „Nicht nur sein hohes geschichtliches Interesse zeugt bis heute davon, sondern auch sein Sinn für eine würdige Liturgie und seine Freude an diesem wunderbaren Kirchenraum.“

Dompropst Thomas Zander würdigte Vieth beim anschließenden Empfang im Altfridsaal unter anderem als „sehr disziplinierten Menschen“, der fremde Länder liebe, Freundschaften pflege und „aus der Geschichte heraus auf die Gegenwart schaut“. Intensiv habe sich Vieth unter anderem mit der Geschichte des Essener Doms beschäftigt, so Zander. Als Freund „einer gepflegten und geordneten Liturgie“ dürfte für Vieth indes wohl der Gottesdienst mit Papst Johannes Paul II 1987 im Gelsenkirchener Parkstadion eine der größten und wichtigsten Messen gewesen sein, vermutete Zander. Vieth hatte diese Feier als Zeremoniar maßgeblich mit vorbereitet und gestaltet. 

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news-18055 Mon, 04 Feb 2019 15:20:33 +0100 Kirchen und Planer diskutieren über Umnutzung von Gotteshäusern https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/kirchen-und-planer-diskutieren-ueber-umnutzung-von-gotteshaeusern/ Landesweites und kirchenübergreifendes Projekt „Zukunft – Kirchen – Räume“ startet am 14. Februar mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung in Bochum. Kirchengebäude für die Zukunft zu erhalten – das ist nicht nur ein Thema der Kirchen, sondern bewegt auch viele andere Gruppen in der Gesellschaft. Unter der Überschrift „Zukunft – Kirchen – Räume“ haben sich deshalb unter dem Dach der Landesinitiative „StadtBauKultur NRW 2020“ die evangelische und die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen mit der Architekten- und der Ingenieurkammer Bau NRW, der RWTH Aachen und dem Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie denjenigen, die an der Anpassung oder Umnutzung von Kirchengebäuden beteiligt sind, Hilfestellung bei der Planung zukünftiger Nutzungskonzepte anzubieten. Von den landesweit 6000 Kirchen würden zukünftig 25 bis 30 Prozent außer Dienst gestellt, schätzt die Initiative „StadtBauKultur“.

Bei einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 14. Februar, in der ehemaligen Kirche St. Albertus-Magnus, Königsallee 171, in Bochum stellt sich das Kooperationsprojekt allen Interessierten in Kirchengemeinden, Kommunen, Verwaltungen und Planungsbüros, Architekten, Projektentwicklern und Investoren vor. Neben Erläuterungen zum Projekt und dem Start einer zugehörigen Internetseite diskutieren Vertreter der Kooperationspartner über die Herausforderungen bei der Suche nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für Kirchen. Der Abend klingt aus mit einer Aufführung des „Theater Total“ das die frühere katholische Kirche derzeit als Spielort nutzt.

Der Eintritt zur Auftaktveranstaltung ist frei, Einlass ist ab 15.30 Uhr, weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Initiave "StadtBauKultur".

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news-18047 Mon, 04 Feb 2019 13:34:00 +0100 Neues Team für die spirituelle Begleitung der Seelsorger im Bistum https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/neues-team-fuer-die-spirituelle-begleitung-der-seelsorger-im-bistum/ Bischof Overbeck ernennt eine Frau und vier Männer, die das Glaubensleben der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten werden. Seelsorgerinnen und Seelsorger, die andere Menschen im Glauben begleiten, brauchen auch für ihr eigenes Glaubensleben Impulse und Rückversicherung. Deshalb hat Bischof Franz-Josef Overbeck zum Februar 2019 ein neues, fünfköpfiges Team von Spiritualen und spirituellen Begleiterinnen und Begleitern ernannt. Bislang konnten die Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten während ihrer Ausbildung und im Beruf Begleitung durch hierzu vom Bischof ernannte Priester in Anspruch nehmen. Dazu gehörten auch Pastor Bertold Bittger und Pastor Ludger Toups, die über viele Jahre diese Berufsgruppen auf ihrem geistlichen Weg begleitet und nun den Bischof um Entpflichtung von dieser Aufgabe gebeten haben.

Neben Klaus Kleffner, dem Spiritual des Bistums Essen, als Leiter des neuen Teams, stehen weiterhin Pastor Hermann-Josef Brandt und neu Pastor Karl-Heinz Heyer, Gemeindereferentin Schwester Beate Harst MMS und Pastoralreferent Thomas Derksen zur Verfügung.

Sowohl die Seelsorgestudie mehrerer deutscher Universitäten aus dem Jahr 2015 als auch der Dialogprozess mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bistum Essen haben die Bedeutung der Spiritualität für die Seelsorgenden betont. Ein Ergebnis der Seelsorgestudie ist die relativ hohe Zufriedenheit der Berufsgruppen; gleichzeitig bestehe aber mehr Bedarf an Austausch und an der Pflege der eigenen Beziehung zu Gott, um „geistliche Trockenheit“ zu vermeiden. „Die gewünschte intensive Begleitung zur Stärkung der spirituellen Wurzeln gewährleistet unser neu eingesetztes Team der Spirituale und spirituellen Begleiterinnen und Begleiter“, sagt Kai Reinhold, Personaldezernent und Regens.

Schwerpunktmäßig ist Spiritual Kleffner für die Priester ernannt, Pastor Hermann-Josef Brandt für die Diakone sowie Pastor Karl-Heinz Heyer, Schwester Beate Harst und Thomas Derksen für die weiteren pastoralen Berufsgruppen. In Absprache mit Kleffner und dem Team können sie auch übergreifend Aufgaben für die spirituelle Begleitung aller Berufsgruppen übernehmen.

Die Essener Priesteramtskandidaten werden weiterhin durch Spiritual Kleffner begleitet.

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news-18063 Mon, 04 Feb 2019 10:52:00 +0100 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/namen-und-daten-9835c3c463/ Schwester Maria Hildegard Jansen SPSF, Pastor Karl-Heinz Heyer, Spiritual Dr. Klaus Kleffner, Thomas Derksen, Pastor Hermann-Josef Brandt, Pastor Ludger Toups, Pastor Bertold Bittger, Pastor Winfried Langendonk, Hermann-Josef Grünhage, Pastor Matthias Fuchs Schwester Maria Hildegard Jansen SPSF erhält eine Verlängerung des Gestaltungsvertrages um 2 Jahre mit einem Beschäftigungsumfang von 75%. Die Beschäftigung endet am 31. März 2021.

Pastor Karl-Heinz Heyer ist zum Pastor der Pfarrei St. Cyriakus in Bottrop und zum Beauftragten der Krankenhausseelsorge am Marienhospital in Bottrop. Der Beschäftigungsumfang beträgt 75%.

Mit weiteren 25% erfolgt die Beauftragung zum Spiritual im Bistum Essen. Der Schwerpunkt liegt bei den Pastoral- und Gemeindereferent/innen im Bistum Essen.

Spiritual Dr. Klaus Kleffner ist mit Wirkung zum 01. Februar 2019 zum Spiritual für Priester und zum Leiter des Teams der Spirituale und spirituellen Begleiterinnen und Begleiter für die pastoralen Berufsgruppen im Bistum Essen ernannt worden.

Thomas Derksen ist mit Wirkung zum 31. Januar 2019 zum Pastoralreferenten an der Pfarrei St. Johann Baptist in Essen und zum Beauftragten für die Krankenhausseelsorge im Marienhospital Essen-Altenessen, mit einem Beschäftigungsumfang von 75%, ernannt worden.

Gleichzeitig erfolgte die Beauftragung zum spirituellen Begleiter für die Pastoral- und Gemeindereferent/innen im Bistum Essen. Der Beschäftigungsumfang liegt bei 25%. Die Lehrtätigkeit an der katholischen Schule für Pflegeberufe Essen GmbH endet am 31. Januar 2019.

Pastor Hermann-Josef Brandt ist zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor Pfarrei St. Judas Thaddäus in Duisburg und der eigenverantwortlichen Wahrnehmung der Seelsorge in der Gemeinde St. Peter und Paul in Duisburg-Huckingen. Der Beschäftigungsumfang liegt dabei bei 75%. Mit weiteren 25% erfolgte zum 01. Februar 2019 die Ernennung zum Spiritual der Ständigen Diakone in Ausbildung und Einsatz.

Pastor Ludger Toups ist mit Wirkung zum 31. Januar 2019 von der Aufgabe als Spiritual für die Berufsgruppe der Pastoralreferent/innen im Bistum Essen entpflichtet worden. Der Einsatz in der Pfarrei St. Lambertus und in der Gemeinde St. Hubertus und Raphael in Essen-Bergerhausen erfolgt weiterhin.

Pastor Bertold Bittger ist mit Wirkung zum 31. Januar 2019 von der Aufgabe als Spiritual für die Berufsgruppe der Gemeindereferent/innen im Bistum Essen. Der Einsatz am St. Josef-Hospital erfolgt weiterhin.

Pastor Winfried Langendonk ist mit Wirkung zum 1. Februar 2019 mit einer Beschäftigungsfrist von 4 Jahren zum Vertreter des Pfarrers der Pfarrei St. Antonius in Essen ernannt worden.

Hermann-Josef Grünhage ist mit Wirkung zum 1. Februar 2019 mit einem Beschäftigungsumfang von 70% im Schulpastoral am Abtei-Gymnasium tätig. Mit den verbleibenden 30% des Beschäftigungsumfanges wird weiterhin Religionsunterricht am Abtei Gymnasium erteilt.

Pastor Matthias Fuchs ist mit Wirkung zum 1. Februar 2019 mit einem Beschäftigungsumfang von 30% zum vicarius paroecialis mit dem Titel Pastor der Propstpfarrei St. Marien in Schwelm und zum vicarius paroecialis mit einem Beschäftigungsumfang von 70% mit dem Titel Pastor in der Propstpfarrei St. Gertrud von Brabant in Bochum-Wattenscheid mit Arbeitsschwerpunkten in den Gemeinden St. Maria Magdalena und St. Marien in Bochum-Wattenscheid-Höntrop ernannt worden.

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news-18054 Mon, 04 Feb 2019 10:08:42 +0100 Bischof Overbeck feiert letzte Messe in Gelsenkirchener Kirche St. Laurentius https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischof-overbeck-feiert-letzte-messe-in-gelsenkirchener-kirche-st-laurentius/ Pfarrei St. Hippolytus verabschiedete sich von ihrer Kirche in Gelsenkirchen-Horst. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die St.-Laurentius-Kirche in Gelsenkirchen-Horst, als Bischof Franz-Josef Overbeck und Pfarrer Wolfgang Pingel dort am Sonntagmorgen mit der Gemeinde die letzte Heilige Messe feierten. Die Kirche wird geschlossen – und nach einer Abschiedswoche mit Gottesdiensten, Konzerten und einer Ausstellung nahmen die Gläubigen nun endgültig Abschied von ihrem Gotteshaus.

In seiner Predigt nahm Bischof Overbeck Bezug zum biblischen Emmausgang, bei dem nach der Kreuzigung Jesu zwei traurigen Jüngern auf einem gemeinsamen Weg Jesus plötzlich als Auferstandener erscheint: „Gerade an einem Tag wie heute wird nicht wenigen von uns deutlich, was es heißt, mit Traurigkeit und Nachdenklichkeit von einem geliebten Gotteshaus Abschied zu nehmen, das eng mit dem eigenen Leben verwoben ist und viele Lebensgeschichten des Glaubens erzählt.“ Sich dafür durch Gottes Geist zu öffnen, wie es in Emmaus den trauernden Jüngern Jesu geschieht, das sei ein schönes Zeichen für den bisher gemeinsamen Weg im Pfarreientwicklungsprozess und dem jetzigen Abschied.

Overbeck betonte in dem vom Jugendchor und dem Vokalensemble der Gemeinde gestalteten Gottesdienst aber auch den positiven Blick in die Zukunft – eine Botschaft, über die er auch beim Weltjugendtag in Panama gesprochen hatte. Messdiener aus St. Laurentius hatten ihn in Panama gebeten, dies auch der Gemeinde mit auf den Weg zu geben. Zumal es in St. Laurentius genug Grund gibt für Hoffnung auf eine gute Zukunft der Christen vor Ort: Im Gemeindezentrum St. Laurentius – mittlerweile das Katechetische Zentrum der gesamten Pfarrei – und im benachbarten Seniorenheim Haus Marienfried werden in Horst auch künftig katholische Gottesdienste gefeiert.

Und gerade bei den Fürbitten wurde deutlich, wie vielfältig die Gemeinde ist: Neben Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beteten auch Vertreter des Pfarrgemeinderats um die Hilfe Gottes in ihrem zukünftigen Glaubensleben. Bischof Overbeck warb dafür, nun das „Miteinander und Füreinander“ zu stärken, und ein „Nebeneinander und Gegeneinander“ zu überwinden.

Wie bei Kirchenschließungen üblich wurden am Ende des Gottesdienstes die Kerzen im Altarraum gelöscht. In einem silbernen Gefäß wurde das geweihte Brot – das Allerheiligste – auf den Altar gestellt und anschließend von Bischof Overbeck, Pfarrer Pingel und vielen Messdienern und Bannerträgern aus St. Laurentius in das benachbarte Haus Marienfried getragen.

St. Laurentius ist die erste Kirche der städteübergreifenden Pfarrei St. Hippolytus, die nun geschlossen wird. Nach den Plänen der Pfarrei soll die denkmalgeschützte Kirche in eine Wohnanlage für seniorengerechtes Wohnen umgebaut werden – hierfür sucht die Pfarrei noch einen Investor.

Letzte Messe auch in St. Georg

Neben St. Laurentius gab es am Wochenende in einer weiteren Gelsenkirchener Kirche den letzten Gottesdienst: In St. Georg in der Innenstadt feierte Stadtdechant Markus Pottbäcker mit den Gläubigen die letzte Messe.

Zudem feiert St. Hippolytus am kommenden Wochenende den letzten Gottesdienst in einer weiteren Kirche ihrer Pfarrei: Am Sonntag, 10. Februar, beginnt um 15.30 Uhr die letzte Messe in der Essen-Karnaper Kirche St. Marien, bevor auch diese demnächst geschlossen wird. Auch diesen Gottesdienst feiert Bischof Overbeck mit den Gläubigen. „Mögen Kirchenschließungen auch traurige Momente sein – unsere Haltung ist bestimmt von der Liebe, die uns prägt“, sagte Overbeck am Sonntag.

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news-18048 Mon, 04 Feb 2019 08:30:00 +0100 Segen für die Liebe - Gottesdienste zum Valentinstag im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/segen-fuer-die-liebe-gottesdienste-zum-valentinstag-im-bistum-essen/ Der Essener Dom und andere Kirchen im Bistum Essen laden am Valentinstag, Donnerstag, 14. Februar, zu besonderen Gottesdiensten ein, in denen sich Paare segnen lassen können. Weil er trotz eines Verbots des römischen Kaisers Ehepaare getraut hat, gilt der vermutlich am 14. Februar 269 hingerichtete Märtyrer Valentin als eine Art Schutzpatron der Liebenden. Viele katholische Kirchengemeinden im Bistum Essen bieten deshalb am Valentinstag, Donnerstag, 14. Februar, besondere Gottesdienste und Segnungen für Paare an.

Zu einem ökumenischen Segensgottesdienst im Essener Dom laden die Citypastoral „grüßgott“ des Bistums Essen und die evangelische Initiative „raumschiff.ruhr“ ein. Der Gottesdienst beginnt um 19 Uhr.

Um die Liebe zu Partner oder Partnerin, Freund oder Freundin, Eltern, Geschwistern oder anderen liebgewonnenen Menschen geht es auch im ökumenischen Valentinstags-Gottesdienst in der Alten Kirche Wattenscheid in Bochum. Der einstündige Gottesdienst beginnt um 18 Uhr.
 

Weitere Gottesdienste und Aktionen sind unter anderem in den folgenden Kirchen geplant:

St. Andreas, Brigittastraße 49, Essen-Rüttenscheid, 20 Uhr,
Gottesdienst zum Valentinstag

Herz Mariä, Evangelisches Wichernhaus, Parkallee 20, Bochum, 11 Uhr, Ökumenischer Bibel- und Gesprächskreis „Liebe ist …“

St. Matthäus, Lindenstraße 41, Altena, Sonntag, 17. Februar, 18 Uhr, Gottesdienst mit Paarsegnung und „Dinner for two“ im Pfarrsaal

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news-18052 Sun, 03 Feb 2019 10:00:00 +0100 Impuls: Hoffnung hat einen Anlass und vielleicht auch eine Farbe https://www.bistum-essen.de/index.php?id=1471 news-18049 Fri, 01 Feb 2019 12:09:52 +0100 Byzantinisch-russische Feier im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/byzantinisch-russische-feier-im-essener-dom/ „Göttliche Liturgie“ aus der orthodoxen Tradition mit Gesängen des Essener Romanos-Chores Die „göttliche Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomus“ im byzantinisch-russischen Ritus, einer Gottesdienstform der mit Rom unierten katholischen Ostkirchen, wird am Sonntag, 10. Februar 2019, um 16 Uhr im Essener Dom gefeiert. Eine wichtige Funktion in der slavischen Liturgie hat das gesungene Gebet des Chors. Die Gesänge übernimmt in diesem Jahr der Romanos-Chor aus Essen, dessen Sängerinnen und Sänger sich begeistern für die „äußerst emotionale Musik, deren Faszination man sich kaum entziehen kann“. Zelebrant der göttlichen Liturgie ist Pfarrer Heinrich Michael Knechten. Anlass für die Feier dieses besonderen Gottesdienstes, der auch in der Ostkirche nur an wenigen Tagen im Jahr üblich ist, ist die alljährlich begangene Gebetswoche für die Einheit der Christen.

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news-18050 Fri, 01 Feb 2019 12:09:28 +0100 Essener Krone und Schwert mit Herzen garniert https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/essener-krone-und-schwert-mit-herzen-garniert/ Bunte Aktion zum „Lass Kunst dein Herz inspirieren“-Tag lockt hunderte Besucher in die Domschatzkammer. Im neuen Programmheft präsentiert das Museum bis Sommer zahlreiche weitere Aktionen. Die Essener Krone und das Essener Schwert sind die beliebtesten Ausstellungsstücke in der Domschatzkammer. Aber auch die kunstvollen Broschen oder das Karolingische Evangeliar stehen in der Besuchergunst weit oben. Das hat die wenig repräsentative, aber ausgesprochen heitere Aktion der Domschatzkammer zum „Lass Kunst dein Herz inspirieren“-Tag ergeben. Hunderte Besucher haben dem Museum am Donnerstag eine kostenlose Stippvisite abgestattet und dabei mit bunten Herz-Aufklebern die Vitrine mit ihrem Lieblings-Schatzstück markiert. Außer Konkurrenz liefen in diesem Wettbewerb die Goldene Madonna und auch der über 1000 Jahre alte Siebenarmige Leuchter im Dom. „Der Titel ,Essen sein Schatz‘ bleibt natürlich unserer Goldenen Madonna vorbehalten“, sagt die stellvertretende Schatzkammerleiterin Daniela Krupp mit einem Schmunzeln.

Mit ungewöhnlichen Aktionen wie dieser macht das Team der Domschatzkammer immer wieder auf seine Sammlung aufmerksam, die am historischen Zentrum der Ruhrmetropole die über 1000-jährige Geschichte des Essener Frauenstifts erklärt. „Wer sich dafür interessiert, was in dieser Stadt vor der Industrialisierung und vor der Entstehung des Ruhrgebiets passiert ist, ist bei uns immer richtig“, sagt Krupp. Aber auch Menschen, die vor allem ihrem ästhetischen Empfinden folgen, werden im Domschatz fündig – zeigt er doch eine der größten Sammlungen mittelalterlicher Goldschmiedekunst. „Wir freuen uns, dass immer mehr Menschen den Weg zu uns finden, sei es durch besondere Veranstaltungen, bei Führungen oder als auswärtige Besucher unserer Stadt“, betont Krupp.

Neues Programm-Heft präsentiert Veranstaltungen und Führungen

In einem neuen Programm-Heft präsentiert die Domschatzkammer nun alle Veranstaltungen und regelmäßigen Angebote bis zum Sommer. Neben den wöchentlichen „Wir haben einen Schatz“-Führungen (sonntags um 15.30 Uhr), lade das Heft dazu ein, eigene „Schätze“ im Programm zu entdecken, sagt Rainer Teuber, Leiter Museumspädagogik und Besucherservice. So gibt es am Weltfrauentag, 8. März, eine spezielle Führung „von Frauen für Frauen“ durch Dom und Domschatz – „schließlich haben an diesem kirchlichen Ort fast 1000 Jahre lang Frauen das Sagen gehabt“, erläutert Teuber. Und da auch die Domschatzkammer mit Andrea Wegener und ihrer Stellvertreterin Daniela Krupp unter weiblicher Leitung ist, ist die Frauenführung natürlich Chefinnensache. Zum männlichen Gegenstück lädt Teuber am 19. Mai ein: Dann gibt’s beim „Kunst-Frühschoppen“ – wie beim Weltfrauentag – Snacks und Getränke zum Kulturgenuss. Allerdings würden sich sowohl die kulinarische Auswahl als auch die Themen der Führungen unterscheiden, so Teuber.

Noch bis Anfang März steht auf dem Domhof der komplett mit Blattgold ausgekleidete „Goldraum“ für inspirierende Besuchen offen. An den Samstagen 9. und 23. Februar gibt es dort jeweils um 13 Uhr einen Kunstimpuls – und am Dienstag, 19. Februar, lädt der Domschatz um 19.30 Uhr zu einem letzten „Goldraum trifft Goldschatz“-Vortrag und -Gespräch mit dem Künstler und Architekten Thomas Kesseler.

Unter der Überschrift „Aufbrüche“ stehen zwei besondere Führungen, mit denen die Domschatzkammer den 100. Geburtstag der benachbarten Volkshochschule begleitet: „Beim ersten Termin am 16. März schauen wir auf die Geschichte von der Stiftsgründung um 850 bis zur Gründung des Bistums Essen gut 1100 Jahre später. Und beim zweiten Rundgang am 22. Juni widmen wir uns unserem Dom unter der Überschrift ,dreimal wieder aufgebaut‘“, so Teuber. Auch die Reihe exklusiver Abendführungen „Mein Dom – Glaube und Kunst“ wird 2019 fortgesetzt: Am 19. März zeigt „Lichtburg“-Chefin Marianne Menze ihre Lieblings-Orte im Dom – und am 21. Mai ist die Leiterin der Essener Denkmalpflege, Petra Beckers zu Gast.

Im Mai feiert die Domschatzkammer Geburtstag

Zudem gibt es in der Domschatzkammer bis zum Sommer Familienführungen, eine Spezial-Führung am Welttag des Buches, das Kulturpfad- und das Sommerfest – und einen Geburtstag: „Am Sonntag, 11. Mai, feiern wir die Eröffnung der Domschatzkammer vor 60 Jahren als öffentlich zugängliches Museum – und die Eröffnung unserer heutigen, modernen Räume am neu gestalteten Domhof vor zehn Jahren“, kündigt Krupp an.

Wer die Domschatzkammer lieber im individuellen Rahmen mit fachkundiger Begleitung entdecken möchte, findet im neuen Programm-Heft auch eine Übersicht der möglichen privaten Führungen. Zur Auswahl stehen sowohl Rundgänge zu allen Facetten von Dom oder Domschatz als auch Führungen zu Spezialthemen wie den Kirchenfenstern oder der modernen Adveniat-Krypta. „Außerdem bieten wir besondere Führungen für Kita- und Schulkinder an“, so Teuber.

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news-18046 Thu, 31 Jan 2019 15:32:10 +0100 Weihbischof Schepers feiert mit Ordensleuten den „Tag des geweihten Lebens“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/weihbischof-schepers-feiert-mit-ordensleuten-den-tag-des-geweihten-lebens/ Beim Festtag der Orden standen am Freitag im Essener Caritashaus die Jesuiten und ihre Arbeit mit Flüchtlingen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Weihbischof Ludger Schepers haben am Freitagnachmittag, 1. Februar, rund 75 Angehörige von mehr als 20 verschiedenen Ordensgemeinschaften aus dem gesamten Ruhrbistum in Essen den „Tag des geweihten Lebens“ gefeiert. Papst Johannes Paul II. hatte den Tag 1997 eingeführt, um die Wertschätzung des Ordenslebens zu fördern. Seitdem treffen sich rund um das Fest Maria Lichtmess am 2. Februar weltweit Ordensleute aus verschiedenen Gemeinschaften zu gemeinsamen Gottesdiensten, Gebetszeiten und Begegnungen.

Bei dem Treffen im Haus des Caritasverbands im Bistum Essen stand neben dem Austausch und dem Gespräch zwischen den Ordensgemeinschaften auch die außergewöhnliche Arbeit der Jesuiten in Essen im Mittelpunkt: Seit Mai 2017 leben Pater Ludger Hillebrand und Pater Lutz Müller in Essen-Frohnhausen in einem umgebauten Pfarrhaus in einer Wohngemeinschaft mit Flüchtlingen. Beim Treffen berichtete Hillebrand von ihren Erfahrungen in der ersten Zeit, bevor das Fest mit einem gemeinsamen Vesper-Gottesdienst im Essener Dom schloss.

Insgesamt gibt es im Bistum Essen aktuell rund 400 Ordensleute in rund 60 verschiedenen Gemeinschaften. Als Bischofsvikar für Orden und Geistliche Gemeinschaften pflegt Weihbischof Schepers den Kontakt zu ihnen. Etwa jeder vierte Ordensangehörige im Ruhrbistum stammt aus Indien. Die meisten von ihnen sind Schwestern, die oft in der Krankenpflege tätig sind.

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news-18032 Thu, 31 Jan 2019 08:30:00 +0100 Pfadfinder im Bistum Essen feiern 60 Jahre https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pfadfinder-im-bistum-essen-feiern-60-jahre/ Am Donnerstag, 31. Januar, wird die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Bistum Essen 60 Jahre alt. Gefeiert wird das Jubiläum dann im August mit einem großen Sommerlager in Dänemark. Rund ein Jahr nach der Gründung des Bistums Essen festigten auch die Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ihren Platz im Ruhrbistum und gründeten am 31. Januar 1959 einen Diözesanverband.

Das Jubiläum feiert die DPSG Essen im Sommer mit einem rund zweiwöchigen Lager. Vom 9. bis 25. August treffen sich DPSG-Pfadfinder aus dem Bistum Essen in der dänischen Hafenstadt Kolding. Unter dem Motto „kleben bleiben“ machen sich die Pfadfinderstufen der einzelnen Stämme auf den Weg dorthin – schon die Anreise ist als Hike mit versteckten Rätselaufgaben geplant. In insgesamt drei Lagerphasen wollen die Pfadfinder den Diözesanverband, andere Stämme und das Reiseland kennenlernen und das Jubiläum feiern. „Unser Diözesanverband besteht aus Menschen und Stämmen mit ihren unverwechselbaren Eigenschaften, die in unserem Verband eine bunte Gesamtheit bilden. Wir alle zehren von unseren Erinnerungen an besondere Momente unserer Pfadfinderzeit und diese Erinnerungen bleiben an uns kleben“, erklärt der Verband sein Jubiläumsmotto. Aktuelle Informationen zur Jubiläumsaktion gibt es unter www.klebenbleiben2019.de.

Laut Diözesanverband sind aktuell rund 7000 Pfadfinder in 11 Bezirken aus dem Ruhrgebiet und Sauerland aktiv. Etwa 100 Stämme gibt es in Essen, Duisburg, Oberhausen, Gladbeck, Bottrop, Gelsenkirchen, Mülheim, Bochum und Wattenscheid, dem Ennepe-Ruhr-Kreis sowie dem Sauerland. Mehr als 1200 ehrenamtliche Gruppenleiter engagieren sich im größten Kinder- und Jugendverband des Bistums Essen.

Was Lagerfeuer, Hike und Kluft bedeuten - eine multimediale Dokumentation über die Geschichte und den Alltag der Pfadfinder in der DPSG gibt es hier:

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