Bistum-Essen RSS Feed https://www.bistum-essen.de de Copyright Mon, 23 Jul 2018 02:17:14 +0200 Mon, 23 Jul 2018 02:17:14 +0200 TYPO3 news-17627 Sun, 22 Jul 2018 07:58:00 +0200 Impuls: Von wegen! https://www.bistum-essen.de/index.php?id=1423 news-17632 Sat, 21 Jul 2018 20:58:35 +0200 Bistum Essen lässt gut 200 Kilometer Pilgerweg markieren https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-essen-laesst-gut-200-kilometer-pilgerweg-markieren/ Ehrenamtliche Mitarbeiter des Sauerländischen Gebirgsvereins markieren neuen Pilgerweg mit magenta-farbenen Aufklebern. Fünf Teilstücke verbinden Regionen des Ruhrbistums mit dem Essener Dom. Besonderheit: Der Weg wird in beide Richtungen markiert. Eröffnung am 23. September. Egal ob im Duisburger Hafen oder auf den Höhen des Sauerlands, am Rhein-Herne-Kanal, an der Emscher oder in der Essener Innenstadt – an immer mehr Stellen im Ruhrgebiet und dem Märkischen Kreis sorgen in diesen Tagen kleine Aufkleber in leuchtendem Magenta für Aufsehen. Mit einem stilisierten „e“ weisen sie auf den neuen Pilgerweg des Bistums Essen hin. Auf mehr als 200 Kilometer Strecke lädt die katholische Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne dazu ein, die Vielfalt der Region kennenzulernen – und vielleicht auch neue Seiten von sich selbst zu entdecken.

Alle 250 Meter ein Zeichen - und an Kreuzungen und Abzweigungen

Dass den Pilgern dies ohne den ständigen Blick auf die Karte gelingt, ist das Werk engagierter Wanderer wie Ursula und Ingobert Balkenhol oder Norbert Bracht. Als ehrenamtliche Mitarbeiter des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) sind sie für die Markierung des Pilgerwegs verantwortlich, der auf fünf Teilstrecken verschiedene Teile des Ruhrbistums mit dem Essener Dom verbindet. „Alle 250 Meter setzen wir ein Zeichen, außerdem an Kreuzungen und dann noch mal 50 Meter dahinter“, beschreibt Bracht die Grundregeln des Markierer-Handwerks. Die erlernt jeder SGV-Markierer bei einem eintägigen Seminar – zum Beispiel bei Ingobert Balkenhol. „Dann bekommt auch jeder dieses Handbuch“, sagt der Sauerländer und zeigt auf ein üppiges Heft. Da steht nicht nur drin, dass die Wanderzeichen „auf Augenhöhe“ anzubringen sind, dass es bei Bäumen oder Laternenpfählen mit mehreren Wegmarkierungen eine Hierarchie gibt – und auf welchen gesetzlichen Grundlagen die Markierer unterwegs sind. Letzteres ist gerade in den Städten des Ruhrgebiets nicht unwichtig, sagt Bracht. Denn immer mal wieder würden sie nicht nur von Passanten, sondern auch von Polizei und Ordnungsamt kritisch angefragt, wenn sie Aufkleber anbringen.

Aber nach einem aufwändigen Genehmigungsverfahren hat alles seine Richtigkeit. Eine Karte mit dem eingezeichneten Pilgerweg ist den Markierern Richtschnur für ihre Arbeit – und lässt doch hin und wieder Fragen offen. „Gehen wir hier den direkten Weg oder den Fußweg an der Ruhr entlang?“, fragt Silvia Betinska, die Leiterin des Pilgerweg-Projekts, bei einem Treffen mit den Wegmarkierern in Essen-Werden. In der Karte steht der direkte Weg, rund 20 Meter weiter rechts, über den auch andere Wanderwege wie Essens neuer „Baldeneysteig“ führen. „Aber das ist zugleich ein Radweg“, sagt Balkenhol, „und wir versuchen bei der Wegführung mögliche Konflikte zu vermeiden.“ Also wird Wegmarkierer Bracht, wenn er den Weg in Werden in einigen Wochen endgültig markiert, hier womöglich eine Änderung vorschlagen.

"In Städten dauert es deutlich länger"

An anderen Stellen im Ruhrgebiet ist der Pilgerweg schon fertig markiert. Bracht – ebenfalls Sauerländer – war zum Beispiel vom Rhein in Duisburg bis zum Essener Dom unterwegs. „Das waren knapp 44 Kilometer – insgesamt hat das Markieren rund 50 Stunden gedauert.“ Immer wieder ist er mit Bus und Bahn aus dem Sauerland ins Ruhrgebiet gefahren, um ein neues Teilstück auszuzeichnen. „In Städten dauert das deutlich länger, als wenn ich einen einsamen Waldweg markiere.“ Nicht nur, weil er häufiger Rede und Antwort stehen, sondern auch weil er viel mehr Schilder anbringen muss. Denn selbst wenn der Weg nicht die Richtung ändert, muss hinter jedem Abzweig ein neues Schild für Gewissheit sorgen. „Die Schilder bringen wir meist an Laternen, Verkehrszeichen oder Bäumen an“, sagt Bracht. Bei Bäumen werden die bunten Aufkleber zunächst auf eine dünne Metallplatte geklebt, „die kleben wir dann mit ,Bostik‘ an den Baum“, erklärt Ursula Balkenhol. Der Flüssigkleber schade dem Baum nicht und sorge dafür, dass das Schild auch dann nicht abfällt, wenn der Baum wächst. Vor dem Kleben heißt es für die Markierer aber je nach Untergrund Putzen, Büsten, Kratzen oder Freischneiden – für jede Arbeit hat das SGV-Team passendes Werkzeug in einem kleinen Werkzeugkasten dabei.

"Der einzige Pilgerweg, den ich kenne, der in beide Richtungen ausgezeichnet wird."

Balkenhol beeindruckt eine Besonderheit: „Das hier ist der einzige Pilgerweg, den ich kenne, der in beide Richtungen ausgezeichnet wird.“ Obwohl dies für die Weg-Markierer doppelte Arbeit bedeutet, findet Balkenhol – Jakobsweg-erfahren – die Idee aus dem Ruhrbistum super: „Da haben sie ein tolles Alleinstellungsmerkmal!“ Projektleiterin Betinska freut sich über das Kompliment aus kundigem Munde: Auch wenn sich alle fünf Teilstrecken am Essener Dom treffen, „geht es bei uns tatsächlich nicht darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen“. Jeder Pilger kann sich kürzere oder längere Etappen aussuchen und auch die Richtung selbst bestimmen. „Unser Weg ist ein Bild für den Lebensweg“, sagt Betinska. Im besten Fall findet jeder Pilger dabei auch ein Stück zu sich selbst. „Das ist das Mehr des Pilgerns im Vergleich zum Wandern.“

Ausprobieren kann das jeder, der gerne draußen unterwegs ist, ab Ende September. Am Sonntag, 23. September, wird der Pilgerweg des Ruhrbistums eröffnet – mit einer ersten Etappe von der Klusenkapelle (ab 11 Uhr) im Essener Stadtwald zum Essener Dom. Infos zum Pilgerweg gibt es online unter pilgerweg.bistum-essen.de.

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news-17625 Fri, 20 Jul 2018 11:40:00 +0200 Bistum verzeichnet Zuwachs bei Trauungen, Firmungen und Erstkommunion https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-verzeichnet-zuwachs-bei-trauungen-firmungen-und-erstkommunion/ Kirchliche Jahresstatistik für 2017 veröffentlicht. Kirchenaustritte stagnieren. Gesamtzahl der Kirchenmitglieder sinkt vor allem durch Sterbeüberhang auf 771.997. Generalvikar Pfeffer: „Die Menschen suchen die Nähe der Kirche, gerade wenn sich etwas Entscheidendes in ihrem Leben tut.“ Heiraten, Taufen, Erstkommunion – die Katholiken im Ruhrbistum feiern gerne ihre Feste. Um rund 5 Prozent ist die Zahl der Trauungen in den katholischen Kirchen an Rhein, Ruhr und Lenne im vergangenen Jahr auf insgesamt 1160 Hochzeitsfeste gestiegen. Auch bei den Erstkommunionfeiern (5144) und Firmungen (2835) konnten sich die Pfarreien über eine Steigerung von jeweils gut 2 Prozent freuen, während die Zahl der Taufen mit 5029 zumindest konstant blieb. Dies geht aus der kirchlichen Jahresstatistik für 2017 hervor, die das Bistum Essen heute veröffentlicht hat.

„Die Menschen suchen die Nähe der Kirche, gerade wenn sich etwas Entscheidendes in ihrem Leben tut“, kommentiert Generalvikar Klaus Pfeffer die Zahlen. „Insbesondere an diesen Lebenswenden sind berührende Gottesdienste gefragt, aber auch eine einfühlsame Begleitung auf dem Weg hin zu diesen besonderen Tagen.“ Dies werde auch bei den neuen Segensfeiern für Neugeborene deutlich, die in der Statistik nicht erfasst werden: Wenn Familien an derzeit vier Orten im Ruhrbistum zu diesen besonderen Gottesdiensten eingeladen werden, um gemeinsam die Geburt ihres Kindes zu feiern und ihre Familie segnen zu lassen, sind die Kirchen stets gut gefüllt.

Hier – wie auch beim Thema Trauungen – zeigt sich nach Ansicht Pfeffers, dass die Zukunftsbild-Projekte des Bistums Essen wirken. Neben den Baby-Segnungsgottesdiensten hat das Bistum in diesem Kontext auch sein Trauteam auf den Weg gebracht: Paare, die keinen Kontakt zu einer Gemeinde vor Ort haben, können dieses Team über eine Internetseite erreichen und so unkompliziert eine katholische Trauung organisieren.

„Wie wichtig es ist, dass wir als Kirche gerade an den besonderen Momenten im Leben qualitativ hochwertige und individuell ansprechende Gottesdienste und andere seelsorgerische Kontakte anbieten, zeigt auch unsere Kirchenaustrittsstudie auf“, betont Pfeffer. Gleichzeitig müssten das Bistum und die Pfarreien künftig allerdings noch mehr Wert auf die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen legen. Denn während die Gesamtzahl der Kirchenaustritte mit 4372 in etwa konstant geblieben ist, hat der Anteil der jungen Erwachsenen unter den Ausgetretenen im vergangenen Jahr erneut zugelegt.

Neben den Austritten ist vor allem die deutlich größere Zahl verstorbener Katholiken im Vergleich zu den neu Getauften dafür verantwortlich, dass die Gesamtzahl der Katholiken im vergangenen Jahr unter dem Strich um 10.456 auf 771.997 gesunken ist.

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news-17624 Fri, 20 Jul 2018 11:30:51 +0200 Ruhrbischof stellt sich drohender Zerschlagung von ThyssenKrupp entgegen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ruhrbischof-stellt-sich-drohender-zerschlagung-von-thyssenkrupp-entgegen/ Overbeck wirbt für die Einheit des Traditionskonzerns. „Bei einer Zerschlagung von ThyssenKrupp gibt es zu viele Verlierer und nur sehr wenige Gewinner. Eine Gewinn-Maximierung um jeden Preis verliert den Menschen aus dem Blick.“ Tief besorgt zeigt sich Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck über die schwere Führungskrise beim Essener Traditionsunternehmen ThyssenKrupp. Die Rücktritte von Konzernchef Dr. Heinrich Hiesinger und des Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Ulrich Lehner hatten in den vergangenen Tagen die heftigen Auseinandersetzungen um die künftige Strategie des Unternehmens offen gelegt. „Es deutet sich an, dass die Einheit und der Fortbestand des für Essen und das Ruhrgebiet so wichtigen Unternehmens auf dem Spiel steht“, sagt der Ruhrbischof. Die Gefahr sei groß, dass sich in den derzeitigen strategischen Auseinandersetzungen diejenigen durchsetzen, die sich von einer Zerschlagung des Unternehmens größere Vorteile erhoffen. Dem tritt Bischof Overbeck deutlich entgegen: „Bei einer Zerschlagung von ThyssenKrupp gibt es zu viele Verlierer und nur sehr wenige Gewinner. Eine Gewinn-Maximierung um jeden Preis verliert den Menschen aus dem Blick und ist auch ethisch nicht akzeptabel.“ Overbeck appelliert „an alle Verantwortlichen, vor allem aber auch an die Krupp-Stiftung, sich im Sinne des Stiftungsgedankens für ein Konzept einzusetzen, das den Konzern als Ganzes in die Zukunft führt“. „Mit den Katholikinnen und Katholiken im Bistum Essen stehe ich hinter denen, die bei allen anstehenden Entscheidungen das Wohl der Mitarbeitenden und ihrer Familien im Blick haben – aber natürlich auch das Wohl der Kommunen in unserer Region, für die ThyssenKrupp ein bedeutender Arbeitgeber ist“, betont der Bischof. „Ich ermutige und unterstütze in dieser Situation jene Anteilseigner, die langfristig und verlässlich ThyssenKrupp stärken, stützen und weiterentwickeln – und sich einer Zerschlagung entgegenstellen.“

„Die Partnerschaft von Eigentümern, Unternehmensleitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat mich immer beeindruckt“

Overbeck fühlt sich dem Unternehmen und seinen Mitarbeitenden eng verbunden. Mehrfach war er bei ThyssenKrupp zu Gast und verfolgt die Entwicklung des Konzerns mit großem Interesse. „Die Partnerschaft von Eigentümern, Unternehmensleitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat mich immer beeindruckt“, so der Bischof, „denn gerade durch diese Verbundenheit konnten in den vergangenen Jahren schwierige und existenzbedrohende Krisen bewältigt werden.“ Sehr deutlich habe sich dies zuletzt bei den Vereinbarungen für den Stahlsektor gezeigt.“

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news-17631 Fri, 20 Jul 2018 11:18:00 +0200 Palestrina Chor aus Nürnberg zu Gast im Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/palestrina-chor-aus-nuernberg-zu-gast-im-essener-dom/ Chor präsentiert am Mittwoch, 1. August, um 19.30 Uhr Konzert mit Stücken von der Gregorianik bis hin zu zeitgenössischen Werke. Der Eintritt ist frei. Mit Werken von Monteverdi, Rossini, Schubert und Strauss ist am Mittwoch, 1. August, ab 19.30 Uhr der Palestrina Chor aus Nürnberg im Essener Dom zu Gast. Insgesamt umfasst das Programm des Konzerts Stücke von der Gregorianik bis hin zu zeitgenössischen Werken.

Der Palestrina-Chor wurde 1977 von Rolf Gröschel gegründet, der ihn bis heute leitet. Gröschel war von 1972 bis 2002 Regionalkantor des Erzbistums Bamberg sowie Kantor an der Herz Jesu Kirche in Nürnberg. Der Chor sieht seine Aufgabe in der Pflege der geistlichen Musik, insbesondere der Werke seines Namensgebers Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594).

Der Eintritt ist frei. Nach dem Konzert wird um eine Spende gebeten.

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news-17623 Thu, 19 Jul 2018 12:11:16 +0200 Minister Laumann wirbt in der „Werkkiste“ für Ausbildungs-Förderung https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/minister-laumann-wirbt-in-der-werkkiste-fuer-ausbildungs-foerderung/ NRW-Arbeitsminister besucht die Jugendberufshilfe in Duisburg-Bruckhausen. „Werkkiste“ kann 36 Jugendliche in zusätzliche, vom Land geförderte Ausbildungsplätze vermitteln. Unternehmen können sich ab sofort melden. NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat in Duisburg bei einem Besuch der katholischen Jugendberufshilfe „Werkkiste“ für das neue Ausbildungsförderungs-Programm des Landes geworben. Bis zu 36 der landesweit 1000 zusätzlichen, vom Land geförderten Lehrstellen können in Duisburg über die „Werkkiste“ vermittelt werden, „jetzt suchen wir Unternehmen, die dazu bereit sind“, sagt „Werkkiste“-Geschäftsführer Nobert Geier. Das gleiche gilt in Mülheim, wo die Jugendberufshilfe „Die Kurbel“ 12 Plätze vermitteln kann.

Mit einer Förderung von 400 Euro pro Monat in den ersten beiden Ausbildungsjahren möchte das NRW-Arbeitsministerium Unternehmen dazu bewegen, landesweit bis zu 1000 zusätzliche Lehrstellen für Jugendliche einzurichten, die regulär keinen Ausbildungsplatz bekommen. Träger wie die „Werkkiste“ suchen die Unternehmen, vermitteln gemeinsam mit der Arbeitsagentur die Bewerber – und stehen während der Ausbildung bereit, um individuelle Probleme der jungen Auszubildenden durch Beratung, Förderung oder Vermittlung an andere Unterstützer möglichst schnell aus dem Weg zu räumen.

„Wir sind hier praktizierende Kirche vor Ort“

Laumann zeigt sich beim Besuch am Bruckhausener Standort der „Werkkiste“ beeindruckt von der Arbeit der Einrichtung, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Thyssen-Krupp-Stahlwerks rund um die Liebfrauenkirche mit verschiedensten Programmen Jugendliche unterstützt, die den regulären Sprung von der Schule in die Arbeitswelt verpasst haben. „Ich möchte mal was mit Metall machen“, erzählt Jana-Michèle Wolff dem Minister, als der die junge Frau beim Rundgang in der Fahrradwerkstatt trifft, „so wie mein Vater, der ist Schweißer bei Thyssen-Krupp“. Mehrere Monate können sich die jungen Leute in den verschiedenen Werkstätten ausprobieren, lernen den Umgang mit Holz und Metall kennen und erfahren, was Lagerhaltung oder Service bedeuten, um sich dann konkret auf eine Ausbildung vorzubereiten. „Mein Ziel ist es, die Jugendlichen so fit zu bekommen, dass ich sie selbst als Auszubildende nehmen würde“, sagt Ausbilder Armin Dieckmann, der als Zweiradmechaniker-Meister 30 Jahre lang ein eigenes Geschäft betrieben hat.

„Wir sind hier praktizierende Kirche vor Ort“, erklärt Geier dem Minister, der seit vielen Jahren in der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) aktiv ist, die Arbeit in und um die schon vor knapp 30 Jahren deutlich umgebaute und verkleinerte Liebfrauenkirche. Die „Werkkiste“ nutzt das frühere Gemeindeheim, hat nebenan einen großen Werkstatt-Trakt gebaut und darf für größere Veranstaltungen auch in die eigentliche Kirche. Zum Gespräch mit dem Minister trifft sich das „Werkkiste“-Team in der ehemaligen Krypta, in der die Jugendberufshilfe heute ein Café betreibt.

„In so einer großen Stadt wie Duisburg wird das doch gelingen!“

Laumann setzt auf die Duisburger Unternehmer, die die Stellen für das Ausbildungs-Programm bereitstellen müssen: „In so einer großen Stadt wie Duisburg wird das doch gelingen!“ Es sei für ihn „eine zentrale Frage für meine Politik, ob das Programm funktioniert“, so der Minister. Förderangebote wie die in der „Werkkiste“ seien gut und wichtig, „aber wir müssen alles daran setzen, Jugendliche in reguläre Berufsausbildungen zu bekommen, alles andere ist Flickwerk.“ Dabei gehe es nicht nur um die individuellen Chancen für die betroffenen Jugendlichen, sondern auch um die Bekämpfung des Fachkräftemangels für die Wirtschaft.

Im Gespräch mit den „Werkkiste“-Vertretern kündigt der Minister an, sich auch an anderer Stellen für die Beseitigung von Ausbildungs-Hemmnisse einzusetzen. So würden Unternehmen darüber klagen, dass viele Geflüchtete als Auszubildende die theoretische Zwischenprüfung nicht schaffen, weil sie die schriftlichen Fragebögen-Aufgaben nicht ausreichend verstünden. Laumann schlägt vor, Erleichterungen, wie es sie für Förderschüler gibt – zum Beispiel längere Prüfungszeiten –, auch bei mangelnden Deutsch-Kenntnissen zu gewähren und den Deutsch-Unterricht neben der Ausbildung zu verstärken. Zudem will Laumann erreichen, dass die Anerkennung ausländischer Schulabschlüsse als Zugangsmöglichkeit für Alten- und Krankenpflegeschulen beschleunigt werden – auch dies mit Blick auf den Mangel an Fachkräften. „Wir haben hier ein Massen-Thema, das können wir nicht mit Instrumenten klären, die einst für wenige Einzelfälle gemacht wurden.“

Unternehmen, die sich am neuen Ausbildungs-Förderprogramm beteiligen wollen, können sich bei der Werkkiste melden: www.werkkiste.de

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news-17619 Mon, 16 Jul 2018 14:31:51 +0200 Jugendberufshilfe-Einrichtungen ziehen erfolgreiche Sommer-Bilanz https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/jugendberufshilfe-einrichtungen-ziehen-erfolgreiche-sommer-bilanz/ Einrichtungen in Duisburg, Essen und Oberhausen haben Teilnehmer von Förderangeboten in Berufsausbildungen oder den Arbeitsmarkt entlassen. Den Abschluss erfolgreicher Berufsvorbereitungen, Praktika und Ausbildungen melden die Jugendberufshilfe-Einrichtungen im Bistum Essen zum Beginn der Sommerferien.

So ist die beste Floristin im IHK-Bezirk Essen in diesem Sommer eine Teilnehmerin des Ausbildungsprogramms der „Boje“. Im Essen-Borbecker Traditionslokal „Dampfe“ hat Marina Liebig jetzt gemeinsam mit zwei weiteren Teilnehmern des „Boje“-Kurses die öffentliche Abschlussprüfung bestanden. Insgesamt haben 9 von 14 jungen Menschen, deren Handwerks-Ausbildung die „Boje“ in den vergangen Jahren begleitet hat, erfolgreiche Prüfungen abgelegt.

Erst am Anfang ihrer Ausbildung stehen 91 Teilnehmer der Berufsvorbereitungs-Kurse der Duisburger „Werkkiste“. Sie gehören zu den insgesamt 137 jungen Menschen, die vor wenigen Tagen von der „Werkkiste“ verabschiedet wurden, und haben bereits einen Ausbildungsplatz gefunden. 19 weitere Teilnehmer konnten in Arbeit vermittelt werden, 11 beginnen eine schulische Weiterqualifizierung, 13 werden einen weiterführenden Kurs besuchen. Zudem haben 16 der diesjährigen „Werkkiste“-Teilnehmer nachträglich einen Hauptschulabschluss erworben.

Die „Kurbel“ in Oberhausen kann ebenso auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. 2017 – die „Kurbel“ arbeitet nach dem Kalenderjahr – nahmen 384 junge Menschen an einem der 14 Programme der Jugendberufshilfe teil. 192 von ihnen fanden im Anschluss eine Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz, 77 weitere begannen einen weiterführenden Kurs.

Die Angebote der Jugendberufshilfe-Einrichtungen richten sich an arbeitslose Jugendliche, die aufgrund verschiedener Probleme nach der Schule nicht unmittelbar eine Ausbildung oder eine Arbeit finden. Gründe hierfür sind zum Beispiel ein fehlender Schulabschluss oder eine abgebrochene Ausbildung, Integrationsschwierigkeiten oder Übergangsprobleme am Ende der Schulpflicht. Diesen jungen Menschen bieten die Jugendberufshilfe-Einrichtungen Anlaufstellen, die sie individuell beraten und unterstützen.

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news-17620 Mon, 16 Jul 2018 13:01:00 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/namen-und-daten-5770099e71/ Bernhard Schröer Bernhard Schröer, ist am Dienstag, dem 3. Juli 2018 verstorben.

Der Verstorbene wurde am 11. September 1927 in Gelsenkirchen geboren und am 15. Mai 1976 in Essen zum Diakon geweiht und damit gehörte er zu den ersten im Ruhrbistum geweihten Ständigen Diakonen.

Im Zivilberuf hatte der Verstorbene als Maurer gearbeitet und war später als Sozialarbeiter für den Sozialdienst Katholischer Männer in Bochum tätig.

Nach seiner Weihe wurde er zunächst in der Pfarrei St. Meinolphus-Mauritius in Bochum als Diakon mit Zivilberuf eingesetzt.

Ab 1977 übernahm Bernhard Schröer die Aufgaben des Krankenhausseelsorgers im Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum als Diakon im Hauptberuf.

Ab Herbst 1998 war er Diakon in den Pfarreien St. Meinolphus-Mauritius und St. Marien in Bochum, bevor er im Folgejahr in den Ruhestand trat und von nun an als Diakon im besonderen Dienst tätig war.

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news-17616 Sun, 15 Jul 2018 08:30:00 +0200 Impuls: Um die Welt mitten ins Herz https://www.bistum-essen.de/index.php?id=1422 news-17618 Fri, 13 Jul 2018 16:22:07 +0200 Holthoff-Pförtner wirbt für „Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/holthoff-pfoertner-wirbt-fuer-europa-der-unterschiedlichen-geschwindigkeiten/ NRW-Europaminister diskutierte in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“ mit dem Politikwissenschaftler Heinz-Jürgen Axt über die Zukunft der europäischen Wertegemeinschaft. NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner hat in Mülheim für ein „Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten“ geworben. „Wir müssen mit denen, die wollen, vorangehen und Gemeinschaft vorleben, statt Ziele vorzugeben – immer mit der Einladung, dass jeder dazukommen kann“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ bei einer Podiumsdiskussion mit dem Politikwissenschaftler Heinz-Jürgen Axt. Holthoff-Pförtner warb für mehr Europa im Sinne einer Gemeinschaft und weniger Europa im Sinne einer Regulierung“.

Bei allen Unterschieden gehe es in Europa darum, sich auf die gemeinsamen Werte zu besinnen, so der Minister. Die nationalstaatliche Idee des Föderalismus könne dabei als Blaupause für eine Zusammenarbeit der einzelnen Staaten in Treue zu Europa dienen. Mit Blick auf die Führungsrolle Deutschlands und Frankreichs mahnte Holthoff-Pförtner einen sensibleren Umgang der Staaten untereinander an: „Wir müssen mehr zuhören, statt anderen zu erklären, wie Europa funktioniert“. Wichtig sei, so der Minister, die Vielfalt in Europa zu akzeptieren – so lange dabei nicht die Werte einer liberalen Demokratie zur Disposition gestellt würden.

Große Chancen durch Begegnung und Austausch

Auch der Politikwissenschaftler Heinz-Jürgen Axt warnte vor einer Bevormundung der Menschen und warb für Subsidiarität: Man müsse fragen, wo auf europäischer Ebene etwas besser organisiert werden kann als auf staatlicher Ebene, und wo eben nicht, so Axt. Das noch vor wenigen Jahren gezeichnete Bild eines immer engeren Europas sei heute zumindest diskussionswürdig angesichts der Erkenntnis, dass viele Dinge auf nationaler Ebene besser zu regeln seien als in einer gesamteuropäischen Lösung. Überhaupt gäbe es angesichts der anhaltenden Diskussion über zahlreiche Krisen heute nur wenige langfristige Visionen für Europa.

Holthoff-Pförtner sieht dennoch große Chancen für die zukünftige Entwicklung Europas. Er forderte, nicht Ziele vorzugeben, sondern Werte vorzuleben. Die europäischen Staaten müssten damit beginnen, Hemmnisse abzubauen. Statt den politischen Überbau zu diskutieren, müssten Schritte dahin unternommen werden, Begegnung und Austausch zu ermöglichen. „Wir brauchen ein Europa der Menschen, nicht der Regierungen“, hob der Minister hervor.

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news-17617 Fri, 13 Jul 2018 15:42:44 +0200 Bistum lädt zu Sommerlichen Orgelkonzerten in Essen, Bottrop und Gelsenkirchen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-laedt-zu-sommerlichen-orgelkonzerten-in-essen-bottrop-und-gelsenkirchen/ Beliebte Konzertreihe präsentiert in sechs Sommerferien-Wochen sechs herausragende Organisten an drei besonderen Orgeln des Ruhrbistums. Der Eintritt ist frei. Sechs Künstler, drei Kirchen und ein abwechslungsreiches Programm – während der Ferien lädt die Kirchenmusik im Bistum Essen wieder zur Reihe der Sommerlichen Orgelkonzerte nach Essen, Bottrop und Gelsenkirchen ein. Von Montag, 16. Juli, bis Freitag, 24. August, bitten sechs Organisten aus dem Ruhrbistum jeweils um 20 Uhr zum Konzert: an jedem Montag in der Propsteikirche St. Urbanus, Gelsenkirchen-Buer, jeweils mittwochs in der Liebfrauen-Kirche, Bottrop-Eigen, und an jedem Freitag in der St. Lambertus-Kirche, Essen-Rellinghausen.

An den folgenden Terminen der Sommerlichen Orgelkonzerte spielen diese Organisten:

  • 16., 18., 20. Juli – Carsten Böckmann, Propsteikantor an St. Urbanus, Gelsenkirchen-Buer, und koordinierender Kirchenmusiker der Pfarrei St. Urbanus sowie Orgelsachverständiger des Bistums Essen,
  • 23., 25., 27. Juli – Jörg Nitschke, Kantor an St. Theresia, Essen-Stadtwald, und St. Lambertus, Essen-Rellinghausen, zudem koordinierender Kirchenmusiker in der Pfarrei St. Lambertus,
  • 30. Juli, 1., 8. August - Wolfgang Schwering aus Oberhausen, langjähriger Kantor der Dommusik am Xantener St. Viktor-Dom,
  • 6., 8., 10. August – Horst Remmetz, Kantor an der Herz-Jesu-Kirche in Oberhausen und koordinierender Kirchenmusiker der Pfarrei Herz-Jesu,
  • 13., 15., 17. August – Marcus Strümpe, Kantor der Duisburger Salvatorkirche und Leiter des Philharmonischen Chores,
  • 20., 22., 24. August – Christian Gerharz, Koordinierender Kirchenmusiker der Pfarrei St. Marien in Oberhausen.

Jeder Organist präsentiert sein individuelles Programm und gastiert jeweils einmal an jeder der drei Orgeln.

Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, jeweils am Ausgang bitten die Veranstalter um Spenden für die Kirchenmusik im Ruhrbistum.

Die Adressen der Kirchen für die Sommerlichen Orgelkonzerte 2018:

  • Propsteikirche St. Urbanus, St. Urbanus Kirchplatz, 45894 Gelsenkirchen-Buer,
  • Liebfrauen, Nordring 76, 46240 Bottrop-Eigen
  • St. Lambertus, Am Glockenberg 31, 45134 Essen-Rellinghausen.
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news-17615 Thu, 12 Jul 2018 18:12:43 +0200 Fachleute diskutieren Zukunft der Seelsorge im Ruhrbistum https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/fachleute-diskutieren-zukunft-der-seelsorge-im-ruhrbistum/ Von Teamarbeit bis zur Digitalisierung – wie die Seelsorge-Profis im Bistum Essen künftig ihre Arbeit tun, war am Donnerstag Thema eines Expertenhearings in Essen. Teamarbeit in der Pfarrei, Digitalisierung in der Seelsorge oder „Wer leitet die Gemeinde?“ – mit 26 verschiedenen Themen zur Zukunft der pastoralen Mitarbeiter im Bistum Essen haben sich am Donnerstag rund 30 Fachleute ausgetauscht. Bei einem „Expertenhearing“ in Essen haben Personalfachleute aus anderen Bistümern, Pastoraltheologen, Kirchenentwickler und Berater aus ganz Deutschland und Österreich die Ergebnisse diskutiert und weiterentwickelt, die die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Ruhrbistum in den vergangenen Wochen bei verschiedenen Klausurtagen erarbeitet haben.

Viele verschiedene Veränderungsprozesse

Dabei erntete die Steuerungsgruppe des Dialogprozess „Pastorale Dienste im Gespräch“ einerseits Respekt für den Mut des Bistums, Schritte wie die künftige Frage der Leitung von Gemeinden und Pfarreien, die Sinnhaftigkeit der verschiedenen pastoralen Berufsgruppen oder die Herausforderungen durch die elektronischen Medien ernsthaft angehen zu wollen. Andererseits äußerten die Experten aber auch Kritik, Tenor: Das Bistum Essen springe zu kurz – nur die Beschäftigung mit dem hauptamtlichen Personal helfe nicht, die Kirche entscheidend weiterzuentwickeln. Als Leiter der Steuerungsgruppe verwies Markus Etscheid-Stams indes darauf, dass der Pastorale Dialogprozess nur eine von mehreren Entwicklungen ist, die das Ruhrbistum – ausgehend von seinem Zukunftsbild – derzeit in verschiedenen Bereichen verändern. Neben den 20 Zukunftsbild-Projekten und den Pfarreientwicklungsprozessen stellen sich derzeit zum Beispiel auch die Caritas, der Kita-Zweckverband oder die Erwachsenenbildung den künftigen Herausforderungen für die Kirche.

Mehr individuelle Kompetenzen als feste Rollen

Bei den konkreten Fragen der Auswahl, Betreuung und Entwicklung der Seelsorge-Profis im Ruhrbistum gab es von den Fachleuten auf großen Stellwänden Bestätigung, Korrekturen und Erweiterungen der bisherigen Pläne. So regten die Experten unter anderem an, die Zugangswege in den pastoralen Dienst deutlich zu öffnen und nicht von etablierten Mustern, sondern „von den pastoralen Notwendigkeiten“ her zu denken. Kritisiert wurden die langen Ausbildungswege – Hochschulstudium plus kircheninterne Ausbildung – bis hin zur Frage, ob für alle seelsorgerischen Aufgaben tatsächlich ein Hochschulstudium erforderlich sei. Vorgeschlagen wurde, das bisherige vergleichsweise starre System der pastoralen Berufsgruppen mit Priestern, Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferenten aufzulösen und Seelsorgerinnen und Seelsorger ausschließlich mit Blick auf ihre Aufgaben sowie ihre Talente und Kompetenzen hin einzusetzen. Auch die Pastoralteams in den Pfarreien sollten weniger nach festen Berufsgruppen-Rollen, sondern stärker nach individuellen Fähigkeiten her organisiert werden.

Nachholbedarf bei Digital-Themen

Gerade beim Thema Digitalisierung gebe es beim pastoralen Personal einen großen Nachholbedarf – nicht nur im Bistum Essen, sondern auch in vielen anderen Diözesen, wie die Fachleute betonten. So wurde die vergleichsweise einfache Frage bezüglich der verpflichtenden Nutzung einer einheitlichen Bistums-E-Mail-Adresse einhellig mit Statements wie „überfällig“ und „sollte längst Standard sein“ kommentiert.

Ökumenische Perspektive mitdenken

Als Gast aus Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland warb Oberkirchenrätin Barbara Rudolph dafür, bei allen Fragen der Personalentwicklung auch die ökumenische Perspektive mitzudenken – nicht nur ganz allgemeine, sondern auch konkret zum Beispiel bei Fragen der Aus- und Fortbildung. Es gelte, „die ökumenische Perspektive jetzt mit einzubeziehen, nicht erst am Ende“, betonte Rudolph.

Gemeinsam mit den Ergebnissen der jüngsten Klausurtage der pastoralen Berufsgruppen fließen die Resultate des Expertenhearings nun in die Vorbereitungen des großen Tags für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger am 19. September in Essen ein. Dann wird es darum gehen, aus den seit rund einem Jahr entwickelten Themen konkrete Pläne für die künftige Pastoral im Ruhrbistum zu vereinbaren.

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news-17614 Thu, 12 Jul 2018 14:01:31 +0200 Pfarrer Alter spricht „Wort zum Sonntag“ über Gott als Videoschiedsrichter https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/pfarrer-alter-spricht-wort-zum-sonntag-ueber-gott-als-videoschiedsrichter/ Am Vorabend des WM-Finales stellt Alter nicht den „Fußballgott“ in den Mittelpunkt, sondern den, „der uns immer wieder die Augen öffnet für das Leben, wie es wirklich ist“. Beitrag läuft am Samstagabend, 14. Juli, um 23.45 Uhr in der ARD. Nicht den „Fußballgott“, sondern den Videoassistenten stellt der Essener Pfarrer Gereon Alter am Samstag, 14. Juli, – dem Vorabend des WM-Finales – in den Mittelpunkt seines „Wort zum Sonntag“. Gott sei „eher wie ein guter Videoassistent, der uns immer wieder die Augen öffnet für das Leben, wie es wirklich ist – in all seiner Vielschichtigkeit und Zerrissenheit“, sagt Fußballfan Alter am Samstag um 23.45 Uhr nach den „Tagesthemen“ im ARD-Fernsehen. Gott zeige den Menschen das Leben „wie es in seinen Augen ist, der noch mal ganz anders auf alles schaut“, so Alter.

Zu sehen ist sein Beitrag am Samstag nicht nur in der ARD, sondern bereits ab 18 Uhr im Internet.

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news-17613 Wed, 11 Jul 2018 18:31:00 +0200 Tanzprojekt „Stark Frei Sein“ feiert gelungenen Abschluss am Essener Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/tanzprojekt-stark-frei-sein-feiert-gelungenen-abschluss-am-essener-dom/ Bistum Essen und der Funky e.V. erklärten den Essener Domhof zur Tanzfläche Am Mittwochmorgen, 11. Juli, kamen rund 500 Schülerinnen und Schüler zusammen und tanzten mitten in der Essener Innenstadt auf dem Domhof einen Flashmob. Die Aktion ist der Abschluss des inklusiven Tanzprojekts „Stark Frei Sein“ des Bistums Essen und des Tanzensembles Funky e.V. aus Münster. Der Verein ist seit Jahren ein etabliertes Vorzeigeprojekt im Bereich Tanz und Inklusion. Über ein halbes Jahr sind Hanno Liesner und Annka Westbrock vom Funky e.V. durch Förderschulen im Ruhrgebiet und dem märkischen Sauerland getourt und haben Inklusion für die beteiligten Schülerinnen und Schüler erlebbar gemacht und dabei die Choreographie des Flashmobs einstudiert. Dem Ruhrbistum als Träger des Projekts ist es ein wichtiges Anliegen in der kirchlichen Jugendarbeit, junge Menschen zu stärken und zu fördern. Dies ist durch das Projekt „Stark Frei Sein“ gelungen. Unterstützung fanden die Kooperationspartner bei ihren Sponsoren, der Jugendstiftung des Bistums Essen, der Bank im Bistum Essen sowie der DAK-Gesundheit.

Die Abschlussveranstaltung stellte nun den Höhepunkt des Projektes dar. Vor Ort waren keine Anzeichen von Barrieren oder Unterschieden erkennbar – stattdessen von Anfang an mitreißende Stimmung. Die Moderatoren Liesner und Westbrock führten mit ansteckender Begeisterung durch das Programm. Luca Hänni, DSDS-Gewinner von 2012, sorgte für einen passenden musikalischen Showact. Höhepunkt der Abschlussveranstaltung war der einstudierte Flashmob zum Song „Believe me“ von The Roosenbarts unter der Leitung der Tanztrainer des Funky e.V. Auch Weihbischof Wilhelm Zimmermann tanzte mit den begeisterten Schülerinnen und Schülern. Sein anschließend ausgesprochener Segen rundete das tänzerische Get-together ab.

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news-17612 Tue, 10 Jul 2018 15:16:00 +0200 Generalvikar Pfeffer: Kirche kann von Religionslehrern lernen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/generalvikar-pfeffer-kirche-kann-von-religionslehrern-lernen/ Magazin „Kontexte“ des Ruhrbistums schaut in der Sommerausgabe auf die Veränderungsprozesse in der Kirche. Von den Erfahrungen der Religionslehrer kann nach Ansicht des Essener Generalvikars Klaus Pfeffer auch die Kirche profitieren. Die meisten Kinder und Jugendlichen im Religionsunterricht seien heute „schon gar nicht mehr in unseren klassischen kirchlichen Strukturen aufgewachsen und haben kaum bis gar keine Bindungen zu unseren Gemeinden“, sagt Pfeffer im Interview mit dem Magazin „Kontexte“. „Das fordert den Religionsunterricht heraus, sehr kreativ mit Schülerinnen und Schülern über Fragen des Glaubens, der Religion und unserer Kirche ins Gespräch zu kommen.“ Hier könne die Kirche „von den Erfahrungen lernen, die Religionslehrerinnen und –lehrer täglich machen“, so Pfeffer.

Unter der Überschrift „Kirche im Wandel“ beleuchtet die Sommerausgabe des Magazins, das in diesen Tagen an die rund 4000 katholischen Religionslehrer zwischen Rhein, Ruhr und Lenne verschickt wird, die verschiedenen Veränderungsprozesse in der Kirche – und ihre Auswirkungen auf die Schule. So beleuchtet der Bochumer Pastoraltheologe Matthias Sellmann in einem Interview das Zukunftsbild des Ruhrbistums und die Zukunftsaussichten der katholischen Kirche. Andere Beiträge drehen sich um seelsorgerische Angebote an Schulen oder die Pfarreientwicklungsprozesse im Ruhrbistum – und in seiner Kolumne „… und was lehrt uns das?“ zieht der Essener Journalist Stephan Hermsen auf heitere, sommerliche Weise Vergleiche zwischen dem Wandel im Christentum und Eiscreme-Trends.

Alle katholischen Religionslehrer bekommen „Kontexte“ automatisch zugeschickt. Weitere Interessenten können das Heft über eine E-Mail an das Schuldezernat des Bistums Essen beziehen.

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news-17611 Mon, 09 Jul 2018 13:45:55 +0200 Bistum Essen gratuliert zehn Auszubildenden zum erfolgreichen Abschluss https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-essen-gratuliert-zehn-auszubildenden-zum-erfolgreichen-abschluss/ Mit der erfolgreichen Abschlussprüfung haben zehn Auszubildende im Bischöflichen Generalvikariat und dem Bischöflichen Hilfswerk Adveniat ihre Ausbildung beendet. Zehn Auszubildenden konnten Generalvikar Klaus Pfeffer und Christiane Schulte-Terhusen, Referentin für Personalentwicklung und Gesundheit, am Dienstag, 10. Juli, im Kardinal-Hengsbach-Haus zur bestandenen Ausbildung gratulieren.

Casandra Fernandez Luna, Marie Heimath, Jacqueline Lesaar und Pascal Sommer haben ihre Ausbildungen zur Kauffrau beziehungsweise zum Kaufmann für Büromanagement im Bischöflichen Generalvikariat Essen erfolgreich abgeschlossen und arbeiten im Anschluss weiter im Bistum Essen. Jonas Hunder und Tobias Thewissen sind auch nach ihrer Ausbildung zum Informatikkaufmann in der IT-Abteilung des Bistums tätig. Lisa van Sloun hat eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin im Kardinal-Hengsbach-Haus abgeschlossen und arbeitet in Zukunft im Jugendhaus St. Altfrid. Jessica Modica ist als Köchin im Kardinal-Hengsbach-Haus tätig, ihre Ausbildung machte sie in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“.

Viviana Garnica de Müller und Paul Zielonka können sich über die erfolgreiche Ausbildung als Kauffrau bzw. Kaufmann für Büromanagement beim Bischöflichen Hilfswerk Adveniat freuen.

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news-17605 Sun, 08 Jul 2018 19:22:00 +0200 Bochumer Willibald Wittkop erhält Ehrenzeichen des Bistums Essen https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bochumer-willibald-wittkop-erhaelt-ehrenzeichen-des-bistums-essen/ Für seine ehrenamtliche Arbeit in der Pfarrei Liebfrauen in Bochum erhielt der 70-Jährige die Auszeichnung des Bistums Essen. Mit dem von Franz Kardinal Hengsbach gestifteten Ehrenzeichen des Bistums Essen zeichnete Pfarrer David Ringel am Sonntag, 8. Juli, der Ehrenamtlichen Willibald Wittkop aus. Der 70-Jährige bekam die Auszeichnung für seine ehrenamtlichen Dienste in der Bochumer Pfarrei Liebfrauen.

Seit über 30 Jahren gehört der Bochumer dem Pfarrgemeinderat Herz-Jesu an, engagierte sich vor allem in der Jugendarbeit, der Firmvorbereitung sowie bei Sternsinger- und Fastenaktionen der Gemeinde. Aktuell ist der zweifache Familienvater als Wortgottesdienstleiter sehr aktiv in der Bochumer Gemeinde. Auch als Lektor und Kommunionhelfer ist er bei den Gottesdiensten dabei, bringt die Kommunion zu den Kranken, die selbst nicht mehr in die Kirche kommen können. Außerhalb der Gottesdienste kümmert er sich ehrenamtlich um die Reinigung der Kirche.

Nicht nur sein eigenes ehrenamtliches Engagement stellte er in den Fokus, im Bistum Essen bildete er sich auch zum Ehrenamtskoordinator fort. Als Sänger und stellvertretender Chorleiter ist er im Männergesangverein MGV Cäcilia aktiv, seit Beginn des Jahres auch im Vorstand. Auch im aktuellen Pfarreientwicklungsprozess der Pfarrei ist Willibald Wittkop engagiert.

Bis zu seiner Pensionierung arbeitete der vielfältige Ehrenamtler als Religionslehrer an der Remscheider Gesamtschule.

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news-17608 Sun, 08 Jul 2018 16:45:00 +0200 Diakone haben Lust, die Veränderungen der Kirche anzupacken https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/diakone-haben-lust-die-veraenderungen-der-kirche-anzupacken/ Klausurtag im Dialogprozess „Pastorale Dienste im Gespräch“ war aber auch von einer großen Nachdenklichkeit geprägt angesichts der rasanten Veränderungen in der Seelsorge im Ruhrbistum. Mit viel Energie und Lust, die Veränderungen in der Kirche mit anzupacken trafen sich am Samstag die Ständigen Diakone des Ruhrbistums zu einem Klausurtag im Dialogprozess „Pastorale Dienste im Gespräch“ im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus. Zugleich wurde in den Diskussionen untereinander und mit Generalvikar Klaus Pfeffer sowie Personaldezernent Kai Reinhold eine große Nachdenklich darüber deutlich, wie die Seelsorge künftig gestaltet wird – und wie die Zukunft der Gemeinden aussieht.

Anders als Diakone, die auf dem Weg zum Priesteramt geweiht werden, haben die Ständigen Diakone ein eigenständiges Amt in der katholischen Kirche inne. Als haupt- oder nebenamtliche Diakone engagieren sie sich in den Pastoralteams der Pfarreien neben der klassischen Seelsorge zum Beispiel bei Taufen, Trauungen oder Begräbnissen oft insbesondere im caritativen Bereich. Die Zielgruppen ihrer Arbeit nahmen die Diakone am Morgen im gemeinsamen Gottesdienst in den Blick und sprachen Fürbitten zum Beispiel für Einsame, Menschen auf der Flucht, in Trauer, aber auch für Brautleute und Jugendliche.

Pfeffer: „Das bisherige Denken in unterschiedlichen Rollen kommt an seine Grenze.“

In den verschiedenen Diskussionen forderten die Diakone unter anderem, das Miteinander der verschiedenen pastoralen Berufsgruppen – neben Diakonen insbesondere Priester, Pastoral- und Gemeindereferentinnen – weniger an festen Rollen, sondern stärker an individuellen Talenten und Ausbildungen zu orientieren. Generalvikar Pfeffer bestätigte: „Das bisherige Denken in unterschiedlichen Rollen kommt an seine Grenze.“ Wichtig sei die Diskussion darüber innerhalb der verschiedenen Berufsgruppen der Seelsorgerinnen und Seelsorger, die mit dem Dialogprozesses „Pastorale Dienste im Gespräch“ gestartet sei und fortgesetzt wird.

Auch die Digitalisierung beschäftigt die Diakone – und hier konkret die Frage, wie die Kirche mit denen umgehen sollte, die „digital abgehängt“ sind, also weder das Internet und Soziale Medien nutzen, noch mit Computer und Smartphone vertraut sind. Dies – so betonten die Diakone – sei nicht nur eine Herausforderung mit Blick auf Gemeindemitglieder, sondern auch auf Seelsorger-Kollegen, die wenig Kontakt zur digitalen Umwelt hätten.

Angesichts der rasanten Veränderungen der Kirche regten die Diakone auch eine theologische Diskussion an: Wenn doch das zentrale christliche Argument die Auferstehung sei, also der Glaube an ein Leben nach dem Tod – was könne dies für die aktuelle Erfahrung in katholischen Gemeinden heißen? Dort werde oft nur betont, dass etwas stirbt wenn zum Beispiel Gebäude geschlossen werden oder es bestimmte Angebote nicht mehr gibt.

Dank für den Dienst – und den ehrlichen Austausch

Generalvikar Pfeffer und das Steuerungsteam des Gesprächsprozesses nahmen diese und alle Anregungen des Klausurtags mit für die weiteren Beratungen. Pfeffer dankte den Diakonen für ihren Dienst – und den ehrlichen Austausch. Angesichts der Radikalität der Veränderungen, die die Kirche im Ruhrbistum durchlebt, brauche es diesen ehrlichen Austausch. Umso mehr freue er sich auf eine Fortsetzung, sagte Pfeffer – am 19. September in Essen, dann gemeinsam mit allen pastoralen Berufsgruppen.

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news-17609 Sun, 08 Jul 2018 15:15:00 +0200 Erstes Sommerfest am Dom „ruft nach einer Fortsetzung“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/erstes-sommerfest-am-dom-ruft-nach-einer-fortsetzung/ Kombination des etablierten Flohmarkts am Dom mit mittelalterlicher Handwerkskunst und exklusiven Führungen des Domschatz-Teams kam am Samstag bei den Besuchern in der Essener Innenstadt gut an. Mittelalterliche Handwerkskunst, Trödel für den guten Zweck, stimmungsvolle Musik und exklusive Einblicke in Dom und Domschatz – als „wundervoll gelungene Premiere“ hat Cityseelorger Bernd Wolharn das erste Sommerfest am Dom bezeichnet. Den ganzen Samstag über konnten die Besucher auf der Kettwiger Straße an den Ständen des traditionellen Flohmarkt am Dom entlang bummeln – und erstmals parallel im und am Essener Dom in gemütlicher Atmosphäre spannende Facetten rund um den über 1000 Jahre alten Kirchbau kennenlernen.

Unter dem Motto „genial sozial“ hatte Wolharn zu dem Sommerfest eingeladen, um so die Verbindung der „genialen Baukunst am Dom“ mit der „sozialen Arbeit der Kirche, die hier immer schon präsent war“, zu betonen. Letztere wurde insbesondere beim Flohmarkt am Dom deutlich, zudem die Weltkirche-Abteilung des Bistums eingeladen hatte: Mit der einen Hälfte der Flohmarkt-Erlöse unterstützen die Kirchengemeinden und anderen Organisationen, die die Stände bestückt haben, eigene Hilfsprojekte – die andere Hälfte sowie alle Spenden für das Fest fließen drei besonderen Projekten der Essener „Boje“ und der katholischen Hifswerke Adveniat und Missio zu.

Während sich auf dem Domhof Handwerker wie Steinmetze oder Zimmerleute die Schulter schauen ließen und Kinder wie Erwachsene im mittelalterlichen „Hamsterrad“-Kran ausprobieren konnten, wie früher auf Dombaustellen Lasten transportiert wurden, waren gerade die Führungen ins Innere vom Dom und Domschatz sehr beliebt. Egal ob Dombaumeister Ralf Meyers die Besucher auf geheimnisvollen Wegen auf die Türme von Dom und Anbetungskirche führte oder das Domschatz-Team einen Blick in die Kapelle der Goldenen Madonna, und damit auch auf deren Rücken, gewährte – oft waren die Plätze so schnell vergeben, dass die Dom-Fachleute spontane Zusatz-Rundgänge anboten. Wolharn freut sich über die „vielen neugierigen Leute. Hier waren tatsächlich Essener, die gesagt haben, sie wären heute zum allerersten Mal in diesem schönen Dom gewesen.“ Zum Beispiel am Mittag als Domorganist Sebastian Küchler-Blessing zum letzten der diesjährigen Lunchkonzerte einlud und mehr als 200 Zuhörer beim „Lunch mit der Königin“ seinem Spiel auf der Rieger-Orgel lauschten.

Am Abend schloss das Fest mit einem stimmungsvollen Sommer-Freiluft-Konzert des Poesie-Pop-Duos Milou & Flint mit dem aus Essen stammenden Christoph van Hal. „In der Essener Innenstadt ist dieser Domhof ein so wunderbarer Platz auf dem sich so viel machen lässt, gerade mit Musik“, bilanzierte Wolharn am Abend. Das erste Sommerfest am Dom, „ruft auf jeden Fall nach einer Fortsetzung.“

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news-17610 Sun, 08 Jul 2018 14:13:08 +0200 Weihbischof Zimmermann wirbt für die „Wachstumsbranche“ interreligiöser Dialog https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/weihbischof-zimmermann-wirbt-fuer-die-wachstumsbranche-interreligioeser-dialog/ Rund 100 Vertreter verschiedenster Einrichtungen kamen auf Einladung des Bistums Essen am Samstag zum Empfang für die Verbände, Beauftragten und Engagierten im christlich-islamischen Dialog in Nordrhein-Westfalen. Der Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann hat den interreligiösen Dialog in Nordrhein-Westfalen als eine „Wachstumsbranche“ bezeichnet, „in der sich immer wieder neue Themen und Felder zeigen“. Beim jährlichen Empfang für Verbände, Beauftragte und Engagierte im christlich-islamischen Dialog, zu dem in diesem Jahr das Ruhrbistum eingeladen hatte, waren am Samstag rund 100 Vertreter katholischer Bistümer, evangelischer Landeskirchen und muslimischer Organisationen nach Essen gekommen. Der Weg des Dialogs „ist kein Trampelpfad mehr“, betonte Zimmermann. Vielmehr habe sich „die christlich-islamische Begegnung etabliert und einen festen Platz bekommen, sowohl bei Christen als auch bei Muslimen“.

Beispielhaft stellte Zimmermann zwei Initiative vor, mit denen das Bistum Essen zuletzt neue Akzente im interreligiösen Dialog gesetzt hat. Zum einen verwies er auf das Zukunftbild-Projekt „Interreligiöser Dialog“, das derzeit einen Online-Stadtplan erstellt, auf dem künftig markante Orte der verschiedensten Religionsgemeinschaften in Essen abgerufen werden können – „nicht nur sakrale Gebäude, sondern zum Beispiel auch Friedhöfe“, so Zimmermann. So soll man künftig mit der Karte nicht nur spezielle Stadtführungen planen, sondern sie auch im Unterricht einsetzen könne. „Ein Ziel der Karte ist es, auf die große Vielfalt an Religionsgemeinschaften aufmerksam zu machen, die vielen unbekannt ist, und die Begegnung und den Dialog zwischen ihnen zu fördern“, sagte der Weihbischof. Zum anderen verwies er auf das Projekt „Interkulturelle und religions-sensible Ethik im Gesundheitswesen: Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis“, das der „Arbeitskreis Interreligiöser Dialog im Bistum Essen“ und die Katholische Akademie „Die Wolfsburg“ zusammen mit anderen Partnern entwickeln.

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news-17598 Sun, 08 Jul 2018 07:52:00 +0200 Impuls: Maß nehmen https://www.bistum-essen.de/index.php?id=1420 news-17607 Fri, 06 Jul 2018 17:15:00 +0200 Bischöfliches Abtei-Gymnasium in Duisburg erinnert mit Mahnmalen an den Holocaust https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bischoefliches-abtei-gymnasium-in-duisburg-erinnert-mit-mahnmalen-an-den-holocaust/ Projekt im Geschichtsunterricht warnt vor Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt in der Gegenwart. Teil der besonderen Erinnerungskultur an der Hamborner Bistums-Schule. Unter dem Motto „Das Abtei vergisst nicht“, haben Schülerinnen und Schüler des Bischöflichen Abtei-Gymnasiums in Duisburg-Hamborn am Freitagnachmittag kleine Mahnmale vorgestellt, die künftig an mehreren Orten in Duisburg an den Holocaust erinnern und vor Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt warnen sollen.

Der Entwurf des Mahnmals – ein rund 20 Zentimeter großes Betongewicht auf einer Holzplatte – stammt von einer Neuntklässlerin der Schule. Auf der Holzplatte sind menschliche Figuren zu erkennen, die von dem Gewicht unterdrückt werden. „Nicht nur in der Zeit des Nationalsozialismus, sondern auch heute werden Menschen diskriminiert, die in irgendeiner Form von der Norm abweichen“, erklärt Geschichtslehrerin Christina van Laack, die das Projekt mit zehn Schülern der Jahrgangsstufe neun und 21 Schülern der Jahrgangsstufe zwölf erarbeitet hat. Eine kleine Tafel auf jedem Mahnmal verweist auf das Abtei-Gymnasium – und auf einen QR-Code, mit dem sich via Smartphone eine Internetseite öffnen lässt, auf der die Schule ihre Erinnerungsarbeit dokumentiert.

Bereits 2016 hatten die Schüler der Bistums-Schule gemeinsam mit Lehrern und Eltern erklärt, dass sie „den Besuch einer KZ-Gedenkstätte für einen deutschen Abiturienten als unerlässlichen Bestandteil seiner grundlegenden Bildung zum kritischen, mündigen und handlungsfähigen Bürger unserer Demokratie“ sehen.

Nun hat die Schule diesen Ansatz weiterentwickelt und ein über die Stadt verteiltes und im Leben vieler Duisburger präsentes Mahnmal geschaffen. So wird eines der Mahnmale im Lehmbruck-Museum einen Platz bekommen, weitere Mahnmale gehen an Hamborner Gemeinden, unter anderem die Abtei und die Friedenskirche. Auch das Projekt „junge Muslime in Auschwitz“, mit dem die Schule künftig kooperiert, erhält eines der Mahnmale. Und Oberbürgermeister Sören Link hat ebenfalls bereits Interesse bekundet.

Die Mahnmale werden im Herbst an Partner vergeben, mit denen die Schule bei einem Kunst-Projekt mit der Zeitzeugin Sara Atzmon aus Israel zusammenarbeitet. Atzmon hat als 12-Jährige das Konzentrationslager Bergen-Belsen überlebt. „Es gibt einen Umbruch in der Erinnerungskultur“, beschreibt van Laack eine Intention des Mahnmal-Projekts. Mit Blick auf die immer älter werdenden Zeitzeugen werde es immer wichtiger „dass sich die kommenden Generationen intensiv mit der Erinnerung der Zeitzeugen auseinandersetzen, um sie weitertragen und ein Stück weit konservieren zu können – so wie in unseren Mahnmalen“, sagt van Laack. „Unser Anliegen ist es nicht, Schuld zu symbolisieren, aber Bereitschaft und Verantwortung. Bereitschaft, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Bereitschaft, das eigene Handeln zu reflektieren. Bereitschaft, aufzustehen und gegen Unrecht zu protestieren, wenn ich es sehe“, betont die Geschichteslehrerin. Es gehe darum „Verantwortung für die Gestaltung einer Gesellschaft zu übernehmen, deren grundlegende Prinzipien Toleranz und Respekt sind. Eine Verantwortung, die diese Schülerinnen und Schüler bereit sind, zu übernehmen“, so van Laack mit Blick auf die Jugendlichen, die beim Mahnmal-Projekt dabei waren.

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news-17606 Fri, 06 Jul 2018 15:56:09 +0200 BENE-Redaktionsleiterin wechselt zur kfd https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bene-redaktionsleiterin-wechselt-zur-kfd/ Jutta Laege vom Bistumsmagazin BENE ist nun neue Chefredakteurin des Magazins "Frau und Mutter“. Sandra Gerke aus Duisburg wird neue Redaktionsleiterin in Essen. Jutta Laege, ehemalige Redaktionsleiterin des Bistumsmagazins BENE, übernimmt die Chefredaktion der Mitgliederzeitschrift "Frau und Mutter" des Bundesverbands der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in Düsseldorf. Gleichzeitig wird sie dort die Leiterin der neu geschaffenen Abteilung "Kommunikation". In diese Abteilung wurden die bisherigen Stabsstellen "Publikationen" und "PR/Marketing" integriert.

Jutta Laege hatte im Juli 2013 in der Stabsabteilung Kommunikation des Bistums Essen das Bistumsmagazin BENE konzipiert und weiterentwickelt und war fünf Jahre lang Redaktionsleiterin des Magazins. Ihre Stelle in Essen übernimmt im September die Journalistin Sandra Gerke (41). Die verheiratete zweifache Mutter aus Duisburg hat zuvor für diverse Wochen- und Monatsmagazine, den Westdeutschen Rundfunk und Welt online gearbeitet. Zuletzt war sie stellvertretende Chefredakteurin von „Frau und Mutter“.

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news-17604 Fri, 06 Jul 2018 14:45:21 +0200 Erster Abiturjahrgang mit Jungen und Mädchen verlässt das Werdener Mariengymnasium https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/erster-abiturjahrgang-mit-jungen-und-maedchen-verlaesst-das-werdener-mariengymnasium/ 2010 nahm das Essener Mariengymnasium zum ersten Mal Jungen auf. Seitdem werden Jungen und Mädchen zuerst getrennt unterrichtet, erst in der Oberstufe zusammen. Der erste Jahrgang des neuen Konzepts hat jetzt das Abitur bestanden. Vier Schüler erzählen aus ihrer Schulzeit. Die schwarzen Zeiger der Wanduhr stehen auf halb zehn. An der grünen Tafel links daneben liegen ein paar Kreidestücke und ein Schwamm. Ein kleines Kreuz hängt an der Wand. Max Reimer, Jessica Ritzka, Justine Birker und Noah Leu sitzen auf den schwarzen Holzstühlen – zum letzten Mal in diesem Klassenraum im ersten Stock des Werdener Mariengymnasiums.

Hier haben die 18-Jährigen in den vergangenen Wochen oft lange gesessen, den fürs Abitur gelernten Stoff aufs Papier gebracht. Wie viele Jahrgänge zuvor halten die Schüler eine Stunde später ihr Abiturzeugnis in der Hand. In Erinnerung bleiben wird die gesamte Stufe der Schule vermutlich mehr: In diesem Jahrgang wurden erstmals Jungen aufgenommen, in der Oberstufe dann zusammen mit Mädchen unterrichtet. Durch dieses Konzept sollen die Schüler entsprechend ihrer Entwicklung und Interessen von der fünften bis zur neunten Klasse und ab der Oberstufe lernen.

Mehr Zeit für Kreatives, mehr Raum zum Wildsein

Dass sie etwas Besonderes waren, haben die vier Schüler schon früh gemerkt. „Wir waren ja quasi der Testjahrgang, heute noch gibt es da viele Lehrersitzungen“, sagt Max. Vor allem die Referendare hätten gern in ihren Klassen gearbeitet, fanden das Unterrichtskonzept der „Vorzeigestufe“ spannend. Viele Lehrer des Gymnasiums mussten sich trotzdem erst an die Jungenklassen gewöhnen, wissen die vier Schüler. Sie selbst haben den besonderen Unterricht positiv erlebt. „Das hat gut funktioniert, ich fand es schön und hatte das Gefühl, dass ich in unserer Mädchenklasse mehr Zeit hatte, kreativ zu sein“, erinnert sich Jessica. In den Jungenklassen sei es lauter und wilder gewesen. „Wir haben aber schon eine andere Mentalität als Jungs von anderen Schulen, das merke ich im Vergleich auf jeden Fall“, ist Noah überzeugt. Justine kann das bestätigen, sie selbst hätte aber einen gemischten Unterricht schon vor der Oberstufe gut gefunden: „Man muss sich erstmal zusammenfinden und dann geht’s auch schon sehr fokussiert ums Abitur.“

Heimliche Blicke und Umwege auf dem Schulflur

Die vier Schüler haben sich schon früh gut verstanden, viele Schüler brauchten länger, um sich aufeinander einzulassen. „Wir wurden schon angeguckt, wenn wir mit den Jungs was unternommen haben. Manchmal haben einige Mädchen extra Umwege genommen, um auf dem Flur nicht an den Jungs vorbeizulaufen“, erzählt Justine. Max erinnert sich: „Im Klassenraum haben sich gerade am Anfang oft alle Mädchen in einen Block gesetzt und die Jungs in einen anderen, auch bei Gruppenarbeiten. Das haben die Lehrer dann aber schnell geändert.“ Zusammengewachsen sind die Schüler vor allem durch die zahlreichen AGs und bei Stufenfahrten, da sind sich die Abiturienten einig: „Das hat uns gut zusammengeschweißt.“ Auch im Orchester und den Chören habe sich durch die gemischten Schüler Einiges getan. „Ich war am Anfang einer der wenigen Männerstimmen im Oberstufenchor“, sagt Noah. „Dann hast du aber nach und nach mehr Jungs mit da reingezogen“, sagt Justine und lacht.

Ohne Klischees auf das Leben vorbereitet

Das Unterrichtskonzept des Mariengymnasiums soll vor allem ermöglichen, dass die Schüler ihre Interessen ohne geschlechterspezifische Vorurteile umsetzen können: Mädchen werden auch in Naturwissenschaften gefördert, Jungen etwa im Deutschunterricht. Schaut man auf die Fächerwahl der vier Abiturienten, hat sich das Konzept bewahrheitet. Max hatte neben Mathe und Reli auch Deutsch und Französisch, Noah interessierte sich für Pädagogik und Englisch genauso wie für Mathe und Informatik. Justine belegte Bio und Erdkunde, bei Jessica standen Mathe und Physik auf dem Stundenplan. Auch nach dem Abitur brechen vor allem die Schülerinnen die stereotypischen Klischees auf: Jessica studiert Wirtschaftsmathematik, Justine geht als Waffensystemoffizierin zur Bundeswehr.

Die Abiturienten blicken ein letztes Mal in den leeren Klassenraum, bevor sie die große Treppe zum Foyer im Erdgeschoss runtergehen. Der rote Teppich zur Bühne ist schon gelegt, lange Stuhlreihen warten auf stolze Lehrer und Eltern bei der Zeugnisvergabe. Max, Jessica, Justine und Noah gehen in die große Basilika neben dem Gymnasium, um in einem Gottesdienst mit ihren Mitschülern zu feiern - dass sie das Abitur geschafft haben, aber auch ein bisschen ihre Zeit als „besonderer Jahrgang.“

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news-17603 Fri, 06 Jul 2018 12:41:04 +0200 Respekt als Basis für eine gesunde Rivalität https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/respekt-als-basis-fuer-eine-gesunde-rivalitaet/ Wörtlich genommen ist Feindesliebe in der modernen Gesellschaft kaum denkbar, so der Tenor einer Diskussion in der Schalker Fan-Kneipe „Bosch“. Gerade im Fußball seien Respekt und Fairness das Maß für einen guten Umgang, auch mit gegnerischen Fans. Generalvikar Klaus Pfeffer beklagt eine zunehmende Aggressivität in vielen Bereichen der Gesellschaft. „Das gilt nicht nur für politische Diskussionen“, auch bei Debatten innerhalb der Kirche „sind wir da keineswegs vorbildlich“, sagte Pfeffer am Donnerstagabend in Gelsenkirchen. „Da gibt es gelegentlich einen Tonfall, bei dem ich wirklich erschrocken bin und denke: Wir sind doch Christen!“ Es gebe einen Trend, „immer mehr das Trennende zu betonen.“

Pfeffer sprach bei der Podiumsdiskussion „Zumutung Feindesliebe“, zu der die Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ in die Fußball-Kneipe „Bosch“ an der Schalker „Glückaufkampfbahn“ eingeladen hatte. Am Beispiel der Fans von Schalke 04 und Borussia Dortmund wollte Akademie-Dozent Jens Oboth der Frage nachspüren, wie praxisrelevant das christliche Gebot „Liebet eure Feinde!“ im Ruhrgebiet des 21. Jahrhunderts ist.

Feindbilder der Fußball-Fans

So einträchtig die Fans der beiden rivalisierenden Vereine im Clubraum von „Kuzorras Enkeln“ beieinander saßen, so schnell wurde in der Diskussion deutlich, dass es an Feindbildern beim Fußball nicht mangelt. Dabei sei es mit der „Feindschaft“ mit den Lokalrivalen gar nicht so einfach, sagte Markus Mau, Leiter des Schalker Fanprojekts: „Wie oft habe ich den Dortmundern schon den Abstieg gewünscht, aber die erste Liga würde doch nicht mehr so viel Spaß machen, wenn die beiden Revierderbys in jeder Saison fehlen würden.“ Und der Sozialpsychologe Radeep Chakkarath von der Ruhr-Uni Bochum ergänzte: „Das Paradoxe an Fußballfans ist doch: Da können sich Leute nicht leiden, die dieselbe Liebe verbindet.“

Gemeinsamer Protest gegen die Polizei – oder RB-Leipzig

Maus Dortmunder Kollege Thilo Danielsmeyer verwies denn auch auf gemeinsame Feindbilder, die Fußballfans über Clubs-Grenzen hinweg teilen, zum Beispiel die Polizei – oder den als „Kommerz-Club“ verschrienen Verein RB Leipzig. So würden bei der für Samstag in Düsseldorf erwarteten Groß-Demonstration Fans von Schalke und Dortmund gemeinsam ihren Unmut gegen das NRW-Polizeigesetz kundtun, berichteten Mau und Danielsmeyer.

Grundsätzlich sei gegen Feindbilder nichts einzuwenden, sagte Chakkarath: „Wir brauchen Rivalität und Wettbewerb – und wir brauchen Zugehörigkeit, die durch gemeinsame Feindbilder entsteht.“ Erst wenn für Menschen „die Zugehörigkeit zu einer Gruppe das Allerwichtigste ist im Leben, dann wird es gefährlich“, betonte Chakkarath nicht nur mit Blick auf den Sport, sondern auch auf politische Fragen zum Beispiel im Umgang mit Flüchtlingen. Gerade aus ihrer Arbeit mit Jugendlichen und Ultra-Fans, die erklärtermaßen „ihr ganzes Leben“ dem Fußball-Verein widmen, konnten die beiden Fan-Betreuer diese Theorie sofort bestätigen.

Bei Feindesliebe geht es um Respekt

Beim Thema Feindesliebe bemühte sich Pfeffer um eine theologische Einordnung: Es gehe bei Jesu „wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“ nicht darum, „deine Feinde zu Freunden zu machen – sondern zu erkennen, dass uns bei aller Feindschaft etwas verbindet: Das Menschsein. Das sorgt dafür, dass wir voreinander Respekt haben“, so Pfeffer. Respekt war denn als Begriff auf dem Podium auch deutlich mehrheitsfähiger als Feindesliebe. „Wenn ich unseren Jugendlichen sage: Wenn dich ein Dortmunder haut, sag: Mach noch mal – das funktioniert nicht“, berichtet Schalke-Fanprojekt-Leiter Mau. Seine Arbeit basiere darauf, die jungen Fans erst einmal zu akzeptieren wie sie sind, auch wenn diese Gewalt ausüben oder Drogen nehmen. Erst aus dieser Akzeptanz könne sich Respekt entwickeln.

Chakkarath verwies auf die Gewaltlosigkeit Ghandis und dessen Idee des Mitgefühls als Basis für einen guten Umgang zwischen den Menschen. In der Radikalität Ghandis, dessen Anhänger sich seinerzeit von britischen Soldaten niederknüppeln ließen, sei dies heute kaum denkbar. Doch Mechanismen wie der Täter-Opfer-Ausgleich bei Gewalt-Straftaten basierten auch auf der Idee des Mitgefühls, das bei den Tätern ausgelöst werde. Fußball sei im Übrigen ein Beispiel, wo Respekt alleine nicht ausreicht. „Im Sport gibt es Regeln – hier ist Fairness entscheidend“, so Chakkarath.

Fanprojekt-Leiter als Friedensstifter

Pfeffer zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der beiden Fanprojekt-Leiter, die nicht nur als Friedensstifter in den Fan-Kurven der Stadien tätig sind, sondern sich auch um viele persönliche Probleme ihrer jungen Klientel kümmern. „Sie übersetzen das biblische Wort von der Feindesliebe, sie akzeptieren die Jugendlichen – und reagieren selbst nicht mit Gewalt.“

Dass sich Fußball-Fans gelegentlich sogar ganz ohne gemeinsame Feindbilder zusammentun zeigen die beiden christlichen Fanclubs im Ruhrgebiet – „Mit Gott auf Schalke“ und „Totale Offensive“ aus Dortmund. Sie treffen sich seit einigen Jahren vor jedem Revierderby zum gemeinsamen Gottesdienst. Da sitzen dann blau-weiß und schwarz-gelb ähnlich einträchtig nebeneinander wie am Donnerstagabend im „Bosch“.

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news-17601 Thu, 05 Jul 2018 17:49:50 +0200 Ruhrbischof empfiehlt DBK-Orientierungshilfe zum Kommunionempfang https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/ruhrbischof-empfiehlt-dbk-orientierungshilfe-zum-kommunionempfang/ In einem Schreiben an die Seelsorgerinnen und Seelsorger des Ruhrbistums hat Bischof Overbeck am Donnerstag darum gebeten, künftig die Orientierungshilfe „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur“ anzuwenden. Die Orientierungshilfe „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur“, die die Deutsche Bischofskonferenz in der vergangenen Woche veröffentlichte, beschreibt die Grundlagen und Voraussetzungen der gemeinsamen Teilnahme von katholischen und evangelischen Ehepartnern an der Eucharistie und eröffnet in Einzelfällen auch die Möglichkeit des Kommunionempfanges durch beide Partner. Zudem kündigte Overbeck an, zu diesem Thema nach den Sommerferien das Gespräch mit verschiedenen diözesanen Gremien zu suchen.

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news-17600 Thu, 05 Jul 2018 12:36:23 +0200 Reinhold Messner: „Das Ziel ist es, nicht umzukommen“ https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/reinhold-messner-das-ziel-ist-es-nicht-umzukommen/ Willensstärke ist sein zweiter Vorname: Abenteurer Reinhold Messner stand als Erster auf den Gipfeln aller vierzehn Achttausender, gilt als einer der erfolgreichsten Bergsteiger der Welt. Im Gespräch mit dem Bistumsmagazin BENE erklärt er, warum man beim Bergsteigen gegen seinen Selbsterhaltungstrieb arbeitet. Reinhold Messner: Das heißt, dass wir Grenzgänger immer weiter in eine Gefahrenzone hineingehen. Das Ziel dabei ist es, nicht umzukommen. Wenn ich das geschafft habe, ist das im Rückblick eine erhellende Erfahrung.“

Zum Interview >>>

Außerdem blickt er gemeinsam mit BENE in die Zukunft. Er stellt sich die Frage, ob der Mensch in der Lage sein wird, einen Übermenschen zu produzieren. „Ich glaube nicht, dass er das schafft“, so Reinhold Messner. „Wir werden Maschinen finden, die ein besseres Gedächtnis haben, die schneller rechnen und reagieren können, aber die werden nie mit Bewusstsein und Empathie gesegnet sein.“ Für ihn gilt die Devise: An sich selbst zu glauben und Herausforderungen anzunehmen. „Es gab bessere Bergsteiger als mich, aber viele von ihnen haben nur von ihren Träumen geredet. Sie haben nicht gehandelt. Erst bei der Umsetzung einer Idee erfahre ich gelingendes Leben.“

Noch mehr BENE gibt es wie immer online auf www.bene-magazin.de Neben dem Heft zum digitalen Durchblättern und dem Heft-Archiv sind Videos, Rätsel, Bildershows, weiterführende Links, aktuelle Geschichten, Tipps und Termine zu finden. BENE erscheint seit 2013 regelmäßig mit fünf Ausgaben pro Jahr in mehr als 500.000 katholischen Haushalten des Bistums Essen.

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news-17599 Thu, 05 Jul 2018 10:17:11 +0200 Bistum präsentiert beim „Denkbar“-Abend Ergebnisse der Zukunftsbild-Projekte https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-praesentiert-beim-denkbar-abend-ergebnisse-der-zukunftsbild-projekte/ 150 Besucher informierten sich am Mittwochabend in der ehemaligen Kirche „Lighthouse“ in Essen darüber, wie die katholische Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne gerade für neue Zielgruppen attraktiv werden will. Pilgern durchs Ruhrbistum, Segensfeiern für Neugeborene und mehr Willkommenskultur in Kirchengemeinden – die 20 Zukunftsbild-Projekte des Bistums Essen waren am Mittwochabend Thema der achten „Denkbar“-Veranstaltung, zu der das Bistum Engagierte aus den Kirchengemeinden eingeladen hatte, diesmal in die ehemalige katholische Kirche „Lighthouse“ in Essen. An zahlreichen Ständen konnten die Besucher die Ergebnisse der zweieinhalbjährigen Projektarbeit kennenlernen, um womöglich die ein oder andere Initiative auch in der eigenen Pfarrei umzusetzen.

Neues Handbuch „Herzlich. Kirchlich.“

Den kirchlichen Blick zu weiten, und auch für bislang kaum erreichte Zielgruppen attraktiv zu sein, dabei sollen die Zukunftsbild-Projekte helfen. So hat das Projekt „Willkommenskultur in Kirchengemeinden“ beim „Denkbar“-Abend ein Handbuch vorgestellt, das unter der Überschrift „Herzlich. Kirchlich.“ auf fast 280 Seiten Praxistipps für Kirchengemeinden präsentiert – vom richtigen Umgang mit dem „Anrufaufnahmegerät“, über Checklisten für Veranstaltungen, Fragen der Erreichbarkeit von Pfarr- und Gemeindebüros bis zu einer fröhlichen Gestaltung von Weihnachts- und anderen Gottesdiensten. In den kommenden Wochen erhält jede Pfarrei eines dieser Ringbücher, das künftig mit Tipps zu weiteren, aktuellen Themen ergänzt wird. Zudem ist das Buch online verfügbar: Auf der Seite willkommen.bistum-essen.de gibt es eine pdf-Datei, weitere Informationen sowie eine Kontaktadresse für alle, die den Reader für 5 (im Bistum Essen) beziehungsweise 20 Euro bestellen möchten.

Generalvikar Klaus Pfeffer nahm in seiner Ansprache die Kirchenaustrittsstudie des Bistums zum Anlass dafür zu werben, dass die Gemeinden nicht nur die regelmäßigen Kirchgänger, sondern auch die Katholiken im Blick haben sollen, die nur selten die Angebote der Pfarreien nutzen. „Es ist doch ein spannender Gedanke gerade mit den Menschen in Kontakt zu kommen, die wir nicht auf unseren regulären Wegen erreichen, um von ihnen zu lernen und zu erfahren, wie sie sich die Kirche wünschen.“ Schließlich gebe es nach wie vor sehr viele Menschen im Ruhrbistum, die Mitglieder der Kirche seien und die Kirche mitfinanzierten, „die wir aber mit unseren klassischen Angeboten nicht erreichen“.

Pilgerweg wird im Herbst eröffnet

Auf großes Interesse der rund 150 Besucher in der ehemaligen katholischen Kirche St. Mariä Geburt stießen auch viele der anderen Zukunftsbild-Projekte. So wird im Herbst der Pilgerweg des Bistums Essen eröffnet, der Pilger auf fünf Teilstücken und insgesamt mehr als 200 Kilometern Länge dazu einlädt, das Ruhrbistum besser kennenzulernen – und vielleicht auch ein Stück weit sich selbst.

Das Projekt „Segnungsgottesdienste“ warb dafür, in weiteren Gemeinden Feiern anzubieten, in denen junge Familien mit ihren Neugeborenen die Freude über die Geburt feiern und ihre Kinder unter Gottes Segen stellen können. Weitere Themen waren das caritative Engagement, Fragen zur zeitgemäßen Gestaltung von Kirchen, Spiritualität oder das Projekt, mit dem Gemeinden ihren Seelsorgern Rückmeldungen zur Qualität der Gottesdienste geben können.

Pastoraldezernent Michael Dörnemann, mitverantwortlich für die Zukunftsbild-Projekte betonte, dass die Arbeit der Projekte weitergehe. Einige Themen würden nun von den zuständigen Fachleuten im Generalvikariat weitergeführt, andere in eigenen Projektgruppen. Aktuelle Informationen zu den Projekten und Kontakte gibt es auch weiterhin auf der Zukunftsbild-Internetseite.

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news-17597 Wed, 04 Jul 2018 11:00:00 +0200 Cityseelsorger Wolharn lädt zum „SinnSucherSalon“ über Urlaubsgefühle https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/cityseelsorger-wolharn-laedt-zum-sinnsuchersalon-ueber-urlaubsgefuehle/ Gäste der nächsten Veranstaltung im Essener „Hayati im Grillo-Theater“ am Donnerstag, 12. Juli, ab 19 Uhr, sind die Inhaberin eines Reisebüros und ein passionierter Pilger. Sommerliche Urlaubsgefühle weckt Cityseelsorger Bernd Wolharn, wenn er am Donnerstag, 12. Juli, zum nächsten „SinnSucherSalon“ ins Essener Restaurant „Hayati im Grillo-Theater“ bittet. Ab 19 Uhr gibt es dort ein vegetarisches Drei-Gänge-Menu – und zwischen den Gängen Gespräche mit zwei Menschen, die zu Reisen und Fernweh ihre ganz eigenen Beziehungen haben. So spricht Wolharn zum einen mit Ulrike Ockoniewski aus Bochum, die dort seit 25 Jahren ein ungewöhnlich individuelles Reisebüro betreibt. Zum anderen spricht der Cityseelsorger mit dem leidenschaftlichen Pilger und Wanderer Jürgen Landkocz, der schon mehr als 15.000 km zu Fuß unterwegs war. Auch das Publikum bezieht Wolharn in das Gespräch mit den beiden „SinnSuchern“ ein.

Das vegetarische Drei-Gänge-Menü kostet 15 Euro pro Person. Anmelden können sich Interessierte bei Bernd Wolharn, per E-Mail oder telefonisch: 0201/2204-214. Die Veranstaltung wird von der Citypastoral am Essener Dom und dem Katholischen Bildungswerk Essen organisiert.

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news-17593 Tue, 03 Jul 2018 15:41:00 +0200 Geistliche Musik zur Mittagspause im Kreuzgang am Dom https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/geistliche-musik-zur-mittagspause-im-kreuzgang-am-dom/ Noch bis Samstag, 7. Juli, spielen junge Musiker immer um 12 Uhr halbstündige Konzerte im Kreuzgang des Essener Doms. Der Eintritt ist frei. Bei herrlichem Sonnenschein im Schatten des Kreuzgangs geistliche Musik genießen – noch bis Samstag, 7. Juli, laden junge Musiker aus ganz Deutschland immer mittags um 12 Uhr zu klassischen Klänge zwischen den ältesten Mauern der Stadt. Der Eintritt zu den rund halbstündigen Konzerten im Kreuzgang zwischen Kettwiger Straße und Zwölfling ist frei.

Nach dem Chor „VoiceMix“ am Montag und der Harfenistin Clara Busemann am Dienstag stehen bis zum Wochenende noch folgende Konzerte auf dem Spielplan:

Mittwoch, 4. Juli: Flöten- und Tastenklang – Nerses Orhanyan, Flöte, und Miroslav Nisic, Akkordeon.

Donnerstag, 5. Juli: Saitenklang – Dorothea Schupelius, Violine.

Freitag, 6. Juli: Liedklang – Chorleiter Harald Martini, Bariton, und Domorganist Sebastian Küchler-Blessing, Klavier.

Zum Abschluss der Woche präsentiert Domorganist Sebastian Küchler-Blessing am Samstag, 7. Juli, beim „Lunch mit der Königin“ den Klang der frisch gereinigten Rieger-Orgel im Dom – nicht im Kreuzgang, sondern im Kirchenschiff.

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