Religionsunterricht in der Schule: Die Freiheit zu Glauben – das Recht zu Wissen

Das Fach Katholische Religionslehre ist an den Schulen im Land Nordrhein-Westfalen ein ordentliches Unterrichtsfach wie andere Fächer auch. Das heißt, es wird mit einer vorgegebenen Zahl von Unterrichtsstunden regelmäßig nach einem zwischen Staat und katholischer Kirche abgestimmten Lehrplan unterrichtet. Die Lehrer*innen, die dieses Fach erteilen, müssen dafür qualifiziert sein und eine kirchliche Bevollmächtigung besitzen.

„Was ist Sinn und Zweck unseres Lebens?“ - „Was ist gut und was ist böse?“ - „Was kommt nach dem Tod?“ - „Wie kann mein Leben gelingen?“ - „Existiert Gott?“

Diese und viele andere Fragen werden im Religionsunterricht bedacht und diskutiert. Solche Fragen und die religiöse Pluralität der Antworten bilden eine pädagogische Herausforderung, der sich die Schule stellen muss. Hierfür benötigen die Schüler*innen die Antworten des Religionsunterrichts.

Um die individuelle Freiheit der Bürger*innen nicht einzuschränken, will unser demokratischer Staat die letzten Grundüberzeugungen des Menschen nicht bestimmen. Daher verpflichtet das Grundgesetz den Staat einerseits, für Religionsunterricht zu sorgen, andererseits überträgt es den Religionsgemeinschaften die Verantwortung, die Inhalte dieses Unterrichts zu gestalten und die Religionslehrkräfte mit auszuwählen.

Für Religionslehrkräfte ist die kirchliche Bevollmächtigung neben der staatlichen Fakultas die Voraussetzung für die Erteilung des Faches Katholische Religionslehre. Die fachlichen Voraussetzungen für die Arbeit als Religionslehrerin oder Religionslehrer werden an den staatlichen Universitäten geschaffen. Hier kann das Fach Katholische Religionslehre in Kombination mit einem weiteren Fach für jeweils verschiedenen Lehrämter studiert werden.

Auf der Basis dieser fachlichen Qualifikation wird beim zuständigen Bischof zunächst die „Kirchliche Unterrichtserlaubnis für den Vorbereitungsdienst“ (Referendariat) beantragt, nach dem Bestehen der Zweiten Staatsprüfung kann die „Missio Canonica“ beantragt werden, die eine unbefristete Gültigkeit hat.

Für die Teilnahme an einem Weiterbildungskurs wird auf Antrag eine Kirchliche Unterrichtserlaubnis für die Dauer des Zertifikatskurses oder des Studienkurses erteilt. Nach Abschluss des Kurses wird diese entfristet.

Die notwendigen Formulare zur Beantragung der Kirchlichen Bevollmächtigungen finden Sie zum Download auf dieser Seite.

Das Dezernat Schule und Hochschule im Bistum Essen bietet Religionslehrkräften seine Unterstützung an. Neben Jahrestagen und anderen Veranstaltungen für verschiedene Gruppen, Verbände etc. gibt es ein umfangreiches Angebot an Fortbildungsveranstaltungen, die Sie über den entsprechenden Link auf dieser Seite finden. Über unsere kontexte-homepage und den Newsletter RELIboard bleiben Sie religionspädagogisch auf dem neusten Stand. Auch mit Unterrichtsmaterialien möchten wir den Religionslehrkräften entlastend zur Seite stehen.
Zudem stehen wir für Fragen und Anregungen, Wünsche und Empfehlungen zur Verfügung und treten gerne mit Ihnen in den Austausch. Melden Sie sich einfach bei Ihren zustädnigen Referent*innen.

Sind Sie bereits in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis im Schuldienst, und möchten zusätzlich das Fach Katholische Religionslehre erteilen, so finden Sie hierfür in unserem Weiterbildungsangebot die Zertifikats- und Studienkurse für Ihre Schulformen.

Für die Gestaltung Ihres Religionsunterrichtes finden Sie im Downloadbereich hilfreiche Materialien. Diese stehen Ihnen für Unterrichtszwecke kostenlos zur Verfügung. Viel Freude damit!