Kirchensteuer. Von Menschen. Für Menschen.

Mit den Einnahmen aus der Kirchensteuer finanziert das Bistum Essen die Seelsorge für rund 740.000 Menschen an Rhein, Ruhr und Lenne. Mit diesem Geld werden zum Beispiel Kirchen, Bildungseinrichtungen, Pfarrzentren, Kindertages- und Jugendfreizeitstätten, Schulen sowie Beratungsdienste unterhalten. Doch die Kirchensteuer kommt auch vielen anderen Menschen zugute, die im Ruhrbistum leben. Ohne die Kirchensteuer, wäre vieles nicht möglich.

Wichtigste Einnahmequelle: Kirchensteuer

Das Bistum Essen finanziert seine vielfältigen Aufgaben in Seelsorge, Caritas und Bildung zu mehr als zwei Drittel aus der Kirchensteuer. Sie ist damit die wichtigste Einnahmequelle. 2019 beliefen sich die Erträge aus Kirchensteuern auf insgesamt 240,8 Mio. Euro (brutto). 2021 erwartet das Ruhrbistum Kirchensteuer-Einnahmen in Höhe von 197,4 Mio. Euro. Nach Abzug von Gebühren an die Finanzverwaltung (Hebegebühren) sowie Anteilen, die anderen Bistümern zustehen (Clearingverpflichtungen) verbleiben davon 167,2 Mio. Euro (netto) im Bistum Essen. Ein einmaliger Sondereffekt bei der Kirchensteuerverrechnung zwischen den Bistümern (Clearing) hat in 2019 einen spürbar positiven Effekt auf die Ertragslage des Bistums Essen. Hier standen dem Bistum Essen 215,6 Mio. Euro Kirchensteuer (netto) zur Verfügung. Nach jetzigem Stand wird die Corona-Krise deutliche Einschnitte in der wirtschaftlichen Situation des Bistums hinterlassen. Das heißt: Die Netto-Kirchensteuer wird in den nächsten Jahren unterhalb des Niveaus der Vorjahre erwartet.

Nicht die gesamte Kirchensteuer, die im Bistum Essen erhoben wird, verbleibt auch dort. Große, deutschlandweit tätige Unternehmen, die ihre zentrale Gehaltsabrechnungsstelle im Ruhrbistum haben, zahlen den gesetzlichen Vorgaben entsprechend die Kirchensteuer für alle ihre Mitarbeiter an die Finanzämter im Bistum Essen, auch wenn diese Mitarbeiter in anderen deutschen Bistümern wohnen. Diese verrechnen deshalb untereinander die Kirchenlohnsteuern dieser Steuerzahler im sogenannten Clearing-Verfahren. Die dem Bistum zustehenden Kirchensteuereinnahmen liegen deshalb unter dem erhobenen Kirchensteueraufkommen.

Der Haushalt des Bistums Essen weist für das Jahr 2021 ein Gesamtvolumen in Höhe von 265 Mio. Euro (2020: 270 Mio. Euro) aus. Neben den Kirchensteuern erhält das Ruhrbistum Zuwendungen und Kostenerstattungen von rund 47 Mio. Euro, unter anderem Zuwendungen des Landes für die Schulen des Ruhrbistums (rund 39 Mio. Euro). Zudem gibt es Einnahmen aus dem Betrieb von Bildungseinrichtungen, Mieten, Pachterlösen und Zinserträgen in Höhe von rund 15 Mio. Euro.

Ansprechpartner

Leitung Hauptabteilung Finanzen und Bischöfliche Immobilien

Carsten Fuhlendorf

Zwölfling 16
45127 Essen

Abteilung: Haushalt und Rechnungswesen

Dipl.-Betriebswirt lic.hw Joachim Strötges

Zwölfling 16
45127 Essen