Finanzentwicklung

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Ausblick auf das Haushaltsjahr 2022

Die zum Ende des ersten Halbjahres 2021 veröffentlichten, aktualisierten Prognosen renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute lassen nach wie vor große Unsicherheit mit Blick auf die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft erkennen. Es bleibt abzuwarten, wie die Gesamtwirtschaft im Jahresverlauf auf die zurzeit bestehenden Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung von Lieferketten reagiert und wie stark der konjunkturelle Aufschwung in den Jahren 2021 ff. letztlich ausfällt.

Diese Erwartungen fließen maßgeblich in die Kirchensteuerprognose 2022 ein. Die Netto-Kirchensteuer als wichtigste Einnahmequelle wird 2022 auf dem Planungsniveau der Vorjahre erwartet. Die Prognose für 2021 ist vor allem von einem außerordentlichen ergebnisverbessernden Clearingeffekt geprägt. Die Entwicklung der Löhne und Gehälter wird besonders von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängen. Die aktuelle Kirchensteuerprognose setzt voraus, dass sich der starke Einbruch des Kirchensteueraufkommens im Berichtsjahr 2021 nicht fortsetzt und stattdessen eine stabilisierende Wirtschaft auch zu einer positiven Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen im Laufe des Jahres 2022 beiträgt.

Nach jetzigem Stand wird sowohl die Corona-Krise, als auch der demografische und austrittsbedingte Rückgang der Kirchenmitglieder deutliche Einschnitte in der wirtschaftlichen Situation des Bistums hinterlassen. Da sich im Rahmen der heutigen Kirchenfinanzierung Ausfälle bei der Kirchensteuer nicht durch andere Einkünfte kompensieren lassen, beruht die Haushaltsplanung, innerhalb des neu aufgesetzten Budgetprozesses, auf angemessen vorsichtigen Haushaltsansätzen.

Zusätzlich zu den Kirchensteuereinnahmen erzielt das Bistum Erträge aus laufender Verwaltung. Wichtigste Position sind die Erträge aus Zuwendungen und Kostenerstattungen. Ihr Anstieg gegenüber 2021 geht i.W. auf finanzielle Unterstützung der Bistumsschulen (3,1 Mio. Euro) aus mehrjährigen Vereinbarungen mit den Kommunen in Duisburg und Essen zurück.

Die Personalaufwendungen steigen gegenüber dem Planjahr 2021 (3,2 Mio. Euro) aufgrund höherer Versorgungsaufwendungen i.W. der Geistlichen und gestiegener Entgelte aller Berufsgruppen der Laien.

Die Sonstigen ordentlichen Aufwendungen aus laufender Verwaltung weisen in erster Linie Aufwendungen aus Zuwendungen und Kostenerstattungen gegenüber anderen, rechtlich selbstständigen kirchlichen Organisationen aus. Die deutliche Senkung gegenüber dem Planjahr 2021 (4,9 Mio. Euro) ergibt sich i.W. aus verminderten Schlüssel- und Pauschalzuweisungen an Kirchengemeinden sowie an den KiTa Zweckverband und die Bildungs gGmbH.

Nach Berücksichtigung des gesunkenen Zinsaufwandes im Rahmen der Pensionsrückstellungen und höherer Renditeerwartungen ergibt die Planung ein positives ordentliches Ergebnis in Höhe von 7,6 Mio. Euro

Für im Eintritt nicht unwahrscheinliche Risiken wurde eine Vorsorgeposition in Höhe von 10,4 Mio. Euro. im außerordentlichen Bereich eingestellt. Positiv gegenläufig wirken außerordentliche Erträge (5,5 Mio. Euro) aus dem angestrebten Verkauf des Kardinal-Hengsbach-Hauses.

Der vorliegende Haushaltsplan 2022 weist ein Volumen von 266,6 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von 2,7 Mio. Euro aus.

Das positive Jahresergebnis wird saldiert der Gewinnrücklage zugeführt.

Ansprechpartner

Leitung Ressort Finanzen & IT

Carsten Fuhlendorf (extern)

Zwölfling 16
45127 Essen

Abteilung: Rechnungswesen und Finanzen

Dipl.-Betriebswirt lic.hw Joachim Strötges

Zwölfling 16
45127 Essen