Finanzentwicklung

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Ausblick auf das Haushaltsjahr 2021

Die zum Ende des ersten Halbjahres 2020 veröffentlichten, aktualisierten Prognosen renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute lassen nach wie vor große Unsicherheit mit Blick auf die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft erkennen. Zudem wird deutlich, dass aktuell einhellig von einem V-förmigen Verlauf der Wirtschaftsentwicklung ausgegangen wird: Dem massiven Einbruch im zweiten Quartal 2020 soll ein nahezu ebenso starker Aufschwung folgen.


Diese Erwartungen fließen maßgeblich in die Kirchensteuerprognose 2021 ein. Die Netto-Kirchensteuer als wichtigste Einnahmequelle wird 2021 unterhalb des Niveaus der Vorjahre erwartet. Die Entwicklung der Löhne und Gehälter wird maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängen. Die aktuelle Kirchensteuerprognose setzt voraus, dass der weiterhin zu erwartende und zum Teil bereits realisierte starke Einbruch des Kirchensteueraufkommens im Berichtsjahr 2020 nicht von langer Dauer sein wird und stattdessen eine stabilisierende Wirtschaft auch zu einer positiven Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen im Laufe des Jahres 2021 beiträgt.

Nach jetzigem Stand wird die Corona-Krise deutliche Einschnitte in der wirtschaftlichen Situation des Bistums hinterlassen. Da sich im Rahmen der heutigen Kirchenfinanzierung Ausfälle bei der Kirchensteuer nicht durch andere Einkünfte kompensieren lassen, ist bei der Erstellung des Haushaltes angemessen vorsichtig zu planen.

Ausgehend von dem prognostizierten Einbruch der Kirchensteuereinnahmen in 2020 und der aktualisierten Kirchensteuerstudie wird für 2021 mit sinkenden Erträgen aus der Kirchensteuer gegenüber dem geplanten Vorjahr gerechnet. Bei den verwaltungswirtschaflichen Erträgen werden i.W. bei den Bildungshäusern deutliche Einbußen durch die Corona-Krise erwartet.

Die Personalaufwendungen für 2021 steigen gegenüber dem Planjahr 2020 aufgrund höherer Versorgungsaufwendungen i.W. der Geistlichen und gestiegener Entgelte aller Berufsgruppen der Laien. Durch Projektverschiebung bzw. -verzögerung wurde das geplante Aufwandsvolumen für Bauunterhaltung für alle Bistumsbereiche in den Vorjahren tatsächlich unterschritten. Aus dieser Erfahrung ergibt sich die Deckelung der geplanten Gesamtaufwendungen für Bauunterhaltung und damit eine deutliche Reduzierung im Vergleich zum Planvorjahr. Ebenso sinken die Aufwendungen aus Zuweisungen und Kostenerstattungen i.W. für die Bauerhaltung in den Kirchengemeinden und für wegfallende Pauschal- bzw. Bedarfszuweisungen u.a. für den Verein zur muttersprachlichen Seelsorge und die Katholische Hochschule NW.
Nach Berücksichtigung des gestiegenen Zinsaufwandes im Rahmen der Pensionsrückstellungen ergibt die Planung ein negatives ordentliches Ergebnis in Höhe von € 5,7 Mio.

Für im Eintritt nicht unwahrscheinliche Risiken wurde eine Vorsorgeposition in Höhe von 5,0 Mio. Euro im außerordentlichen Bereich eingestellt. Positiv gegenläufig wirken außerordentliche Erträge (€ 5,5 Mio.) aus der Kommunalen Förderung von Bistumsschulen und einem Grundstücksverkauf.

Der vorliegende Haushaltsplan 2021 weist ein Volumen von 264,8 Mio. Euro und einen Jahresfehlbetrag von 5,2 Mio. Euro aus.

Zum Ausgleich des Fehlbetrages kann auf zweckbestimmte Rücklagen zurückgegriffen werden.

Ansprechpartner

Leitung Hauptabteilung Finanzen und Bischöfliche Immobilien

Carsten Fuhlendorf (extern)

Zwölfling 16
45127 Essen

Abteilung: Haushalt und Rechnungswesen

Dipl.-Betriebswirt lic.hw Joachim Strötges

Zwölfling 16
45127 Essen