Regelungen, Angebote und Hilfen im Bistum Essen zum Corona-Virus

Die Corona-Pandemie hat auch großen Einfluss auf das Bistum Essen und seine Einrichtungen. Viele Dinge können nicht mehr den gewohnten Gang gehen, denn im Mittelpunkt muss immer der Schutz der Menschen und ihrer Gesundheit stehen. Daher müssen wir in allen Bereichen verantwortlich handeln. Die Hinweise und Regelungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie des Bistums Essen werden regelmäßig aktualisiert.

Aktuelle Regelungen

Gemäß § 1 Absatz 3 der Coronaschutzverordnung regeln die Kirchen den liturgischen Bereich in eigener Verantwortung, orientieren sich dabei aber an der Verordnung. Dies geschieht in enger Absprache der Bistümer mit dem Land NRW.

Für das Bistum Essen gelten folgende Regelungen für Gottesdienste:

  • Die Verantwortlichen vor Ort in den Pfarreien treffen vor dem Hintergrund der jeweilig unterschiedlichen Gegebenheiten, ob und welche Gottesdienste und Andachten zur Religionsausübung stattfinden.
  • Tauffeiern sollten verschoben werden.
  • Sie haben jeweils die zuständigen kommunalen Behörden (Ordnungsamt) zu informieren. Diese Informationspflicht bezieht sich darauf, den Behörden mitzuteilen, wann und wo Gottesdienste u. ä. gefeiert werden. Dabei sollte darauf hingewiesen werden, dass diese Gottesdienste unter Beachtung der Vorgaben der CorSchVO und der mit der Staatskanzlei abgesprochenen kircheninternen Regeln gefeiert werden. Letztere können den Behörden auch vorgelegt werden.
  • Es gelten die Regelungen der Coronaschutzverordnung zum Mindestabstand sowie zur einfachen Rückverfolgbarkeit.
  • Der Zugang zu den (Sonntags-)Gottesdiensten wird begrenzt; die Zahl der zugelassenen Gottesdienstteilnehmer richtet sich nach der Größe des Raumes und den einzuhaltenden Abständen. Ist mit einer Auslastung der Plätze zu rechnen, hat eine vorherige Anmeldung zu erfolgen. In den Kirchen wird die Zahl der maximal belegbaren Plätze erhoben und deutlich sichtbar markiert. Dabei gilt, dass nach allen Seiten hin der von den Behörden empfohlene Mindestabstand einzuhalten ist.
  • Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher müssen einen medizinischen Mund-Nase-Schutz (einfache OP- oder FFP2-Maske) tragen. Dies gilt auch an den Plätzen während des Gottesdienstes. Ausgenommen sind Zelebranten, liturgische Dienste, Lektoren und Vorsänger bei Ausführung der jeweiligen Aufgabe und Wahrung des Mindestabstandes.
  • Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten. Er darf auch keinen liturgischen Dienst ausüben.
  • Gemeindegesang ist durch die Corona-Schutzverordnung untersagt.
  • Die Kirchen werden gut durchlüftet
  • Der Friedensgruß erfolgt ohne Körperkontakt
  • Die Kommunionordnung wird so angepasst, dass die Gläubigen die Kommunion im gebotenen Mindestabstand empfangen können.
  • Grundsätzlich gelten die Regelungen auch für Gottesdienste im Freien. Die Kontaktdaten sind auch bei Gottesdiensten im Freien zu erfassen, Zu- und Abgänge müssen geregelt und der Bereich, in dem der Gottesdienst stattfindet, abgegrenzt werden. Auch bei Gottesdiensten im Freien sind Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen und die Abstände durchgehend einzuhalten. Es gilt eine maximale Teilnehmendenzahl von 500. Ist mit einer Auslastung der Plätze zu rechnen, hat auch bei Gottesdiensten im Freien eine vorherige Anmeldung zu erfolgen.
  • In Kommunen, in denen die 7-Tage-Inzidenz über einem Wert von 200 liegt, gelten für Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung folgende zusätzliche Regeln:
    a. Verkürzung der Gottesdienstdauer auf 45 min.
    b. Reduzierung der Gottesdienstbesucher in der jeweiligen Kirche um 30% (bezogen auf die pandemiebedingt reduzierte Platzzahl).
    c. Begrenzung der Besucher auf 250 bei Freiluftgottesdiensten.

Gesang in der Kirche

  • Gemeindegesang ist nicht zulässig.

Chorgesang/Chorproben

  • Kleinere) Chöre und Orchester/Instrumentalgruppen dürfen eingesetzt werden.
  • Proben sind zugelassen, wenn und soweit sie der Vorbereitung von Gottesdiensten dienen. Ein darüber hinausgehender Probenbetrieb ist unzulässig.
  • Beim Singen im Gottesdienst durch eine Schola/eine kleine Chorgruppe sind Abstände von 2m zu jedem anderen Singenden, 4m Abstand zwischen Chorleiter und Sängern und zwischen Chor und Gemeinde einzuhalten.
  • Für Sänger ist eine versetzte Sitzordnung zu empfehlen.

Konzerte

  • Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW können Konzerte während des Lockdowns nicht stattfinden.

Kirchenführungen

  • Sind während des Lockdowns nicht zulässig.
  • In Kirchen können die Ansammlung und Verteilung von Aerosolen, die möglicherweise mit Coronaviren beladen sind, verringert werden. Und zwar durch geändertes Heizen und Lüften. Dies schränkt die Möglichkeiten des Heizens der Kirchen zwar ein, ein moderates Temperieren zum Gottesdienst, wenn auch auf niedrigeren Temperaturen, ist aber dennoch möglich.
  • In Kirchenräumen sollte möglichst eine relative Luftfeuchte zwischen 50 und 60 % herrschen. An kalten Tagen mit trockener Luft draußen kann dieser Wert nur bei niedrigen Innenraumtemperaturen - ggf. zwischen 10 bis 12 Grad erreicht werden.
  • Während des Gottesdienstes soll die Luftbewegung im Kirchenraum auf ein Minimum reduziert werden. Daher sollte während des Gottesdienstes auf das Heizen mit Warmluftheizungen verzichtet werden, da diese Luftzirkulationen im Kirchenraum verursachen.
  • Um ausreichend Frischluft im Kirchenraum zu gewährleisten, sollte im Anschluss an einen Gottesdienst kurz, aber intensiv gelüftet werden.
  • Begräbnisfeiern sollen möglichst nur auf dem Friedhof stattfinden.
  • Sowohl auf dem Friedhof, wie auch in der Trauerhalle muss mit Ausnahme der nahen Angehörigen immer eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden und der Mindestabstand eingehalten werden. Wird der Mindestabstand nicht eingehalten, müssen auch nahe Angehörige eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.
  • Die Landesverordnung sieht keine Begrenzung der Teilnehmendenzahl vor, eine solche wird allerdings von einigen Städten und Kreisen geregelt (z. B. Essen: 25 Teilnehmende). Die Allgemeinverfügungen der Städte und Kreise sind zu beachten.
  • Dies betrifft, z. B., katechetische Angebote und Glaubens- oder Seelsorgegespräche in Gruppen.
  • Auf solche Treffen sollte für die Dauer des Lockdowns verzichtet werden.
  • Alternative Formen der Begegnung (z. B. digital) sollten, soweit möglich, genutzt werden.
  • Publikumsverkehr ist nicht zulässig.
  • Eine Erreichbarkeit per Mail oder Telefon kann ermöglicht werden
  • Werden Medien ausgeliehen oder abgegeben, hat die Übergabe kontaktlos zu erfolgen

Grundsätzlich gilt:

  • Pfarrheime, Gemeindeheime und Jugendheime müssen nicht geschlossen werden müssen
  • Zusammenkünfte von Gruppen, Vereinen und Verbänden sind aber bis auf Weiteres nicht möglich.
  • Digitale Möglichkeiten sind zu prüfen

Bei Festen (herausragender Anlass) in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Private Feiern sind während des Lockdowns in Räumlichkeiten der Pfarreien nicht zulässig.

Bei Konzerten/Aufführungen in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Konzerte/Aufführungen u. ä. Veranstaltungen mit Publikum sind während des Lockdowns nicht zulässig.
  • Möglich sind sie ohne Publikum, wenn sie zum Zwecke der Aufnahme erfolgen (z. B. Streaming).

Bei Bildungsveranstaltungen (inkl. Angebote der Selbsthilfe) in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Bildungsveranstaltungen sind als Präsenzveranstaltung während des Lockdowns grundsätzlich nicht zulässig
  • In Ausnahme hierzu sind ab dem 11. Januar medizinisch oder therapeutisch gebotene Angebote der Selbsthilfe auch in Präsenz unter Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften möglich (z. B. Gruppentreffen des Kreuzbundes), wenn die Durchführung vorab der zuständigen Behörde angezeigt werden. Für solche Treffen sollten daher auf Anfrage auch die nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Die Anzeige bei der Behörde hat durch den Veranstalter zu erfolgen.

Bei Sport o. ä. in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Sportangebote sind während des Lockdowns nicht zulässig.

Gremien (KV/PGR/GR/Gremien, die sich daraus zusammensetzen, Pastoralteam u. ä.) in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Die Sitzungen sollten für die Zeitdauer des Lockdowns nur durchgeführt werden, wenn sie gar nicht verschiebbar sind und die zu klärenden Fragen auch nicht auf anderem Weg (z. B. per Videokonferenz) erfolgen kann.
  • Eine maximale Sitzungsdauer vom einer Stunde wird empfohlen. Wenn die Sitzung länger dauern muss, muss nach 45 Minuten Sitzung 15 Min gelüftet werden, ohne dass Personen im Raum sind.
  • Die maximale Teilnehmendenzahl beträgt 20 Personen. Sind größere Treffen erforderlich, muss bei der zuständigen Ordnungsbehörde die Zulassung beantragt werden.
  • Mindestabstände sollten eingehalten werden; ist das ausnahmsweise nicht der Fall, ist auch am Sitzplatz eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.
  • Treffen von Jugendgruppen/Jugendarbeit ist während des Lockdowns nicht zulässig.
  • Digitale oder andere kontaktfreie Angebote sind möglich und sollten geprüft werden. Dazu gehört z.B. die Ausleihe von Spielmaterialien unter Beachtung der §§ 2 bis 4a der Coronaschutzverordnung soweit sichergestellt ist, dass nicht mehrere junge Menschen aufeinandertreffen.
  • Ebenfalls ist es möglich, mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben und die Jugendberatung im Rahmen der Streetwork digital und/oder telefonisch fortzusetzen.
  • Für Angebote der Jugendsozialarbeit gelten die gleichen Vorgaben wie für die Jugendarbeit.
  • Insbesondere für benachteiligte und schutzbedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ist gerade jetzt wichtig, den Zugang zu für sie notwendige Beratungs- und Unterstützungsangebote aufrecht zu erhalten.
  • Einzelbetreuungen im Rahmen der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und im Bereich Streetwork sind weiter zulässig.

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Krisenstab Corona-Virus