Regelungen im Bistum Essen zum Corona-Virus

Die Corona-Pandemie hat auch Einfluss auf das Bistum Essen und seine Einrichtungen. Viele Menschen sind schon geimpft; die Inzidenzwerte sind zu Beginn des Sommers auf einem erfreulich niedrigen Level. Dennoch ist die Gefahr – auch angesichts der Ausbreitung von Mutationen des Virus - nicht vorbei. Daher müssen wir in allen Bereichen nach wie vor verantwortlich handeln. Im Mittelpunkt steht weiter der Schutz der Menschen und ihrer Gesundheit. Viele Dinge können noch nicht den früher gewohnten Gang gehen. Die Hinweise und Regelungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie des Bistums Essen werden regelmäßig aktualisiert.

Wir weisen ausdrücklich auch auf die Seite des Landes www.land.nrw/corona hin, auf der immer die aktuellen Regelungen zu finden sind sowie vereinfachte, gute Darstellungen derselben.

Aktuelle Regelungen

Gemäß § 2 Absatz 1 der Coronaschutzverordnung regeln die Kirchen den liturgischen Bereich in eigener Verantwortung, orientieren sich dabei aber an der Verordnung. Dies geschieht in enger Absprache der Bistümer mit dem Land NRW.

Für das Bistum Essen gelten folgende Regelungen für Gottesdienste:

  • Gottesdienste können unter Beachtung des lokalen Infektionsgeschehens und der jeweils geltenden kommunalen Vorgaben in Präsenz gefeiert werden.
  • Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen können unter Einhaltung der gegebenen Hygienemaßnahmen stattfinden.
  • Die kommunalen Behörden (Ordnungsamt) müssen über die Durchführung von Gottesdiensten nicht mehr informiert werden. Ausnahmen gelten ggf. nach allgemeinen ordnungsrechtlichen Maßstäben, wenn Feiern im Freien und – auch - außerhalb des Kirchengeländes geplant sind.
  • Möglichst sind die Zu- und Abwege in der Kirche zu trennen.
  • Es gelten die Regelungen der Coronaschutzverordnung zum Mindestabstand sowie zur einfachen Rückverfolgbarkeit. Dazu gehört, dass Personen aus einem Haushalt zusammengesetzt werden können; Personen aus mehreren Haushalten können – abhängig von der Inzidenzstufe der Stadt oder des Kreises - entsprechend den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung zusammengesetzt werden. Auch die nachgewiesene Impfung oder Genesung kann eine Rolle spielen. Ist in einer Pfarrei eine Höchstzahl der zugelassenen Personen für einen Gottesdienst bestimmt, müssen Geimpfte und Genesene dabei nicht mitgezählt werden.
  • Der Zugang zu den Gottesdiensten wird begrenzt; die Zahl der zugelassenen Gottesdienstteilnehmer richtet sich nach der Größe des Raumes und den einzuhaltenden Abständen. Ist mit einer erhöhten Besucherzahl zu rechnen (z. B. auch bei Gottesdiensten zu Hochzeiten, Erstkommunion, Firmung,…), erleichtert die vorherige Anmeldung unter Angabe von Haushalten, Impfung, Genesung die Auslastung der Plätze entsprechend der Corona-Schutzverordnung. In den Kirchenwerden die belegbaren Plätze erhoben und deutlich sichtbar markiert. Dabei gilt, dass nach allen Seiten hin der von den Behörden empfohlene Mindestabstand von 1,5m einzuhalten ist.
  • Die einfache Rückverfolgbarkeit ist zu sichern.
  • Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher (ab 6 Jahren) müssen einen medizinischen Mund-Nase-Schutz (einfache OP- oder FFP2-Maske) tragen, , solange dies für vergleichbare nichtreligiöse Veranstaltungen vorgesehen ist. Dies gilt auch an den Plätzen während des Gottesdienstes. Ausgenommen sind Zelebranten, liturgische Dienste, Lektoren und Vorsänger bei Ausführung der jeweiligen Aufgabe und Wahrung des Mindestabstandes. Eine Maske muss nicht getragen werden in der Inzidenzstufe 1 (bis zum Inzidenzwert 35).
  • Gemeindegesang ist möglich. Allerdings muss in dem Fall, das gesungen wird, in der Kirche von allen eine FFP2-Maske getragen werden, und es müssen Abstände von 2m in alle Richtungen eingehalten werden! In der Inzidenzstufe 1 reicht es bei einem Mindestabstand von 1,5m, wenn alle getestet (oder durchgeimpft oder genesen) sind oder eine medizinische Maske tragen oder je 10 qm Raumfläche nur je 1 Person zugelassen ist.
  • Die Kirchen werden gut durchlüftet.
  • Besonders jetzt in den Sommermonaten bieten sich Freiluftgottesdienste an. Grundsätzlich gelten die aufgeführten Regelungen auch für Gottesdienste im Freien. Zu- und Abgänge müssen geregelt und der Bereich, in dem der Gottesdienst stattfindet, abgegrenzt werden. Unabhängig von der Einhaltung der Abstände ist auch bei Gottesdiensten im Freien in den Inzidenzstufen 2 und 3 zumindest eine sog. Alltagsmaske zu tragen; diese Pflicht entfällt in der Inzidenzstufe 1. Im Fall von Gemeindegesang sind auch im Freien Abstände von 1,5m in alle Richtungen einzuhalten. Ist mit einer Auslastung der Plätze zu rechnen, hat auch bei Gottesdiensten im Freien eine vorherige Anmeldung zu erfolgen. Die Rückverfolgbarkeit muss dann nicht gesichert werden, wenn die Abstände eingehalten sind.
  • Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten. Er darf auch keinen liturgischen Dienst ausüben.
  • Der Friedensgruß erfolgt ohne Körperkontakt.
  • Die Kommunionordnung wird so angepasst, dass die Gläubigen die Kommunion im gebotenen Mindestabstand empfangen können.
  • In der Inzidenzstufe 0 (Inzidenzwert 0-10) entfallen die Auflagen zu den Abständen, dem Tragen von Masken, der Rückverfolgbarkeit. Das gilt auch, wenn gemeinsam gesungen wird.
  • Weitere Regelungen können dem Eckpunktepapier „Regeln für Gottesdienste“ entnommen werden.

Gesang in der Kirche

  • Gemeindegesang ist auch in der Kirche wieder erlaubt. Bei Gesang in der Kirche ist aber eine FFP2-Maske zu tragen; im Freien reicht eine medizinische Maske (OP-Maske). In allen Fällen muss ein Mindestabstand von 2 Meter in alle Richtungen eingehalten werden.

Chorgesang/Chorproben

  • Chöre und Orchester/Instrumentalgruppen dürfen eingesetzt werden.
  • Chorproben sind im Freien ab Inzidenzstufe 3 eingeschränkt zugelassen. Ein Probenbetrieb im Raum ist ab der Inzidenzstufe 2 wieder möglich mit bis zu 20 Personen. In der Inzidenzstufe 1 im Freien mit bis zu 50 Personen und in besonders großen Raum (Kirchen) mit bis zu 50 Personen.
  • In allen Fällen sind die Kontaktnachverfolgung, die Einhaltung der Abstände (2 Meter) und ein negativer Test erforderlich. Nur in der Inzidenzstufe 1 und einer Probe im Freien kann auch den Testnachweis verzichtet werden. Nachweislich immunisierte Personen brauchen keinen Test vorzulegen und werden auch nicht mitgezählt.
  • Bei jeder Probe mit Gesang oder Blasinstrumenten und beim Singen im Gottesdienst sind Abstände von 2m zu jeder anderen Person einzuhalten.
  • Für Sänger ist eine versetzte Sitzordnung zu empfehlen.

Konzerte

  • Konzerte sind je nach Stufe und abhängig davon, ob sie im Freien oder in Räumen stattfinden, in unterschiedlichem Umfang wieder möglich. Genaueres ist § 13 Coronaschutzverordnung zu entnehmen.

Kirchenführungen

  • Kirchenführungen sind ab Stufe 2 wieder mit Gruppen von bis zu 10 Personen (ab Stufe 1 30 Personen) und einfacher Rückverfolgbarkeit möglich.
  • Beerdigungsgottesdienste (Requien) können unter den gegebenen Hygienemaßnahmen auch in der Kirche oder Kapelle stattfinden. Es gelten die Regelungen für Gottesdienste.
  • Sowohl auf dem Friedhof wie auch in der Trauerhalle muss mit Ausnahme der nahen Angehörigen immer eine Mund-Nase-Bedeckung getragen und der Mindestabstand eingehalten werden. Wird der Mindestabstand nicht eingehalten, müssen auch nahe Angehörige eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. In der Inzidenzstufe 1 muss auf dem Friedhof/im Freien keine Mund-Nase-Bedeckung mehr getragen werden.
  • Die Landesverordnung sieht keine Begrenzung der Teilnehmendenzahl vor, eine solche kann allerdings von Städten und Kreisen geregelt werden. Die Allgemeinverfügungen der Städte und Kreise sind zu beachten.
  • Werden die Abstände nicht eingehalten, ist auch bei der Beerdigung die einfache Rückverfolgbarkeit zu sichern.
  • Dies betrifft, z. B., katechetische Angebote und Glaubens- oder Seelsorgegespräche in Gruppen.
  • Solche Treffen sind unter Einhaltung der für Gottesdienste geltenden Regelungen möglich.
  • Trotzdem sollten auch weiterhin alternative Formen der Begegnung (z. B. digital), soweit möglich, vorrangig genutzt werden.  

  • Publikumsverkehr ist zulässig. Medien können wieder in den Räumen abgegeben oder ausgeliehen werden.
  • Eine Erreichbarkeit per Mail oder Telefon kann ermöglicht werden
  • Eine medizinische Maske ist zu tragen. Die einfache Rückverfolgbarkeit ist zu sichern. Auf sie kann verzichtet werden, wenn lediglich bestellte Medien abgeholt oder Medien ohne weiteren Aufenthalt abgegeben werden. Auch an einem festen Steh- oder Sitzplatz kann vorübergehend die Maske abgelegt werden, wenn der Mindestabstand eingehalten wird.

Grundsätzlich gilt:

  • Zusammenkünfte von Gruppen, Vereinen und Verbänden – oder auch Angebote für Senioren o. a. - sind wieder möglich. Folgende Regelungen sind jeweils zu beachten:
    • Inzidenz 100 - 50,1:
      Treffen im öffentlichen Raum ohne Begrenzung erlaubt für Angehörige aus 2 Haushalten.
    • Inzidenz 50 - 35,1: 
      Treffen im öffentlichen Raum ohne Begrenzung erlaubt für Angehörige von 3 Haushalten. Außerdem für 10 Personen mit Test aus beliebigen Haushalten.
    • Inzidenz 35 und kleiner:
      Treffen im öffentlichen Raum ohne Begrenzung erlaubt für angehörige von 5 Haushalten. Außerdem für 100 Personen mit Test aus beliebigen Haushalten
  • Geimpfte und Genesene werden bei der Höchstzahl nicht mitgezählt. Es gelten weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen und die Maskenpflicht.
  • Alternative Formen der Begegnung (z. B. digital) sollten, soweit möglich, weiter genutzt werden.
  • Zur Zulässigkeit von Gremiumssitzungen und Bildungsveranstaltungen s. dort
  • Soweit die Treffen mit Kuchen-, Essen-, Getränkeangeboten verbunden sind, sind die Hygienevorschriften für die Gastronomie zu beachten.

Bei Festen (herausragender Anlass) in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Private Feiern in Räumlichkeiten der Pfarreien sind wieder zulässig..Folgende Regelungen sind jeweils zu beachten:
    • Inzidenz 100 - 50,1:
      nicht erlaubt
    • Inzidenz 50 - 35,1: 
      Private Veranstaltungen: außen bis zu 100, innen bis zu 50 Gäste mit Test.
      Partys: nicht erlaubt
    • Inzidenz 35 und kleiner:
      Private Veranstaltungen: außen bis zu 250 ohne Test, innen bis zu 100 Gäste mit Test
      Partys: außen bis zu 100, innen bis zu 50 Gäste jeweils mit Test, ohne Abstand

Bei Bildungsveranstaltungen (inkl. Angebote der Selbsthilfe) in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Bildungsveranstaltungen in Räumlichkeiten der Pfarreien sind wieder zulässig..Folgende Regelungen sind jeweils zu beachten:
    • Inzidenz 100 - 50,1:
      Präsenzunterricht ohne Begrenzungen nach Personen oder Inhalten, innen mit Test
      Musikunterricht (Gesang, Blasinstrumente) innen mit 5 Personen
    • Inzidenz 50 - 35,1:
      Präsenzunterricht mit Test ohne Mindestabstände, feste Plätze mit Sitzplan
      Musikunterricht (Gesang/Blasinstrumente) innen mit 10 Personen mit Test
    • Inzidenz 35 und kleiner:
      Ohne Masken am festen Sitzplatz
      Wenn Landesinzidenz <35 auch innen ohne Test
  • Unabhängig von der Inzidenzzahl sind Kurse, wie Erste-Hilfe-Maßnahmen, und Treffen der Selbsthilfe (z. B. Treffen des Kreuzbundes) möglich.

Bei Sport o. ä. in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Sportangebote in Räumlichkeiten der Pfarreien sind wieder zulässig..Folgende Regelungen sind jeweils zu beachten:
    • Inzidenz 100 - 50,1:
      Kontaktfreier Außensport auf und außerhalb von Anlagen mit bis zu 25 Personen
      Außen bis zu 500 Zuschauer mit Test, Sitzplan, ohne prozentuale Begrenzung
    • Inzidenz 50 - 35,1:
      Außen Kontaktsport mit bis zu 25 Personen mit Test, kontaktfreier Sport ohne Begrenzung und ohne Test
      Außen bis zu 1000 Zuschauer (Sitzordnung nach Schachbrettmuster und mit Sitzplan), max. 33% der Kapazität, ohne Test, innen bis zu 500 Zuschauer mit Test und Sitzordnung (nach Schachbrettmuster und mit Sitzplan).
      Innen kontaktfreier Sport ohne Personenbegrenzung, Kontaktsport mit bis zu 12 Personen, jeweils mit Kontaktverfolgung und Test
    • Inzidenz 35 und kleiner:
      Außen und innen Kontaktsport mit bis zu 100 Personen mit Test
      Außen bis zu 1000 Zuschauer (Sitzordnung nach Schachbrettmuster und mit Sitzplan), max. 33% der Kapazität, innen bis zu 1000 Zuschauer (Sitzordnung nach Schachbrettmuster und mit Sitzplan) mit Test, max. 33% der Kapazität.
      Wenn Landesinzidenz kleiner gleich 35: Innensport ohne Test.
      ab 1.9.: Sportfeste ohne Personenbegrenzung mit genehmigten Konzept mit Test

Gremien (KV/PGR/GR/Gremien, die sich daraus zusammensetzen, Pastoralteam u. ä.) in Pfarr-/Gemeinde-/Jugendheimen gilt:

  • Sie sollten nur durchgeführt werden, wenn die Klärung der anstehenden Fragen nicht auf anderem Weg (z. B. per Videokonferenz) erfolgen kann.
  • Für Sitzungen des Kirchenvorstandes können bis einschließlich 31.12.2021 virtuelle Sitzungsformen (z.B. Videokonferenzen) gewählt werden. Auch die Beschlussfassung ist virtuell möglich. (s. KABl. Essen 2020, Nr. 39 u. Nr. 93)
  • Die maximale Teilnehmendenzahl beträgt 20 Personen. Sind größere Treffen erforderlich, müssen sie bei der zuständigen Ordnungsbehörde angezeigt werden.
  • Mindestabstände sind einzuhalten; es ist ein medizinischer Mund-Nase-Schutz zu tragen. In Ausnahme davon kann bei zwingenden (!) Zusammenkünfte zur Berufsausübung (z. B. des Pastoralteams) auf den Mindestabstand verzichtet werden.
  • Gemeinde-/Pfarr-/Sommerfeste sind wieder möglich. Folgende Regelungen sind jeweils zu beachten:
    • Inzidenz 100 - 50,1:
      Ausstellungen u.ä. mit Personenbegrenzung und Hygienekonzept
    • Inzidenz 50 - 35,1:
      Jahr-/Spezialmärkte mit Personenbegrenzung, mit Test auch Kirmeselemente zulässig
    • Inzidenz 35 und kleiner:
      Ab 1.9.: auch Jahr-/Spezialmärkte mit Kirmeselementen ohne Test
      Ab 1.9.: Großveranstaltungen wie Volks-, Schützen-, Stadtfeste usw. bis zu 1000 Besucher mit Test und genehmigtem Konzept, wenn Landesinzidenz kleiner gleich 35: ohne Besucherbegrenzung
       
  • Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sind wieder möglich. Folgende Regelungen sind jeweils zu beachten:
    • Inzidenz 100 - 50,1:
      Gruppenangebote innen 10, außen 20 junge Menschen ohne Altersbegrenzung, zum Teil mit Test
      Ferienangebote und Ferienreisen mit Test
    • Inzidenz 50 - 35,1:
      Gruppenangebote innen 20, außen 30 junge Menschen ohne Altersbegrenzung, zum Teil mit Test. Auch innen ohne Maske
    • Inzidenz 35 und kleiner:
      Gruppenangebote innen 30, außen 50 junge Menschen ohne Altersbegrenzung, ohne Test

Immer aktuelle Informationen rund um das Thema Jugendarbeit und Corona finden Sie hier: https://www.ljr-nrw.de/corona-faq/

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