von Thomas Rünker

Bistum würdigt jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken in Essen-Bergerhausen

Ehrenzeichen für Herbert Engel, der als bald 80-Jähriger die aufwändigen Sanierungsarbeiten an der Kirche St. Hubertus betreut und auch sonst bei allen Fragen zur Kirche und zur Gemeinde mit Rat und Tat zur Seite steht.

„Nomen est Omen“ hat mancher Beobachter geschmunzelt, als der Mann mit dem Nachnamen Engel im vergangenen Sommer an der Essener St- Hubertus-Kirche in rund 70 Meter Höhe aus nächster Nähe die Montage der neuen Kirchturmspitze beobachtet hat. Seit ein Blitz im Januar 2014 den Turm spektakulär in Brand gesetzt hatte, betreut Herbert Engel ehrenamtlich die Sanierungsarbeiten am Turm und an der Fassade der weithin sichtbaren Landmarke im Essener Süden. „Durch seine Um- und Übersicht haben sich sicherlich einige Patzer und Schäden vermeiden lassen, die in der Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke aufgetreten wären“, heißt es in der Gemeinde. Und der Turm ist nur eines der vielen Beispiele für Engels Wirken rund um St. Hubertus. Für sein jahrzehntelanges kirchliches Engagement hat ihn der Essener Stadtdechant Propst Jürgen Schmidt jetzt im Gemeindegottesdienst von St. Hubertus mit dem Ehrenzeichen des Bistums Essen ausgezeichnet.

Beinahe täglich in der Kirche und drumherum unterwegs

Seit Engel vor rund 15 Jahren Rentner geworden ist, ist er beinahe täglich in der Kirche und drumherum unterwegs. Dann hilft er als Küster, unterstützt die Reinigungskräfte, erledigt Besorgungen, Gartenarbeiten oder Reparaturen. Außerdem ist er Ansprechpartner für Anliegen der Mieter in den Gemeindewohnungen, für den Kindergarten, den Pastor, oder er begleitet Besuche von TÜV, Handwerkern oder die Begehung durch die Feuerwehr.

Als junger Mann zog der in Essen-Freisenbruch aufgewachsene Engel mit Frau und zwei kleinen Kindern in die Hubertus-Gemeinde nach Rüttenscheid. Schnell fand er dort Anschluss im Familienkreis, organisierte erst Martinszüge und Adventsbasare, kümmerte sich um die Weihnachtskrippe und den Pfarrkarneval. Später plante Engel auch das Pfarrfest, das als Gemeindefest St. Hubertus bis heute von ihm organisiert wird. Mehrere Wahlperioden lang war er auch Mitglied in Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand. Außerdem widmete er sich in den vergangenen Jahren den verschiedenen Pfarreizeitungen. Bis heute betreut er den Verteilerkreis des Magazins „Wir vier“ und trägt einen guten Teil der Exemplare selbst zu den Haushalten.

Einen Herzenswunsch hat sich Herbert Engel erfüllt, als in St. Hubertus die „Oldie-Messdiener“ eingeführt wurden. Auch Engel hat sich um die Aufnahme in die Messdienerschaft beworben und ist mit großer Freude dabei. Als Kind war ihm der Wunsch verwehrt geblieben, weil in Freisenbruch seinerzeit niemand Messdiener werden durfte, der schon im Chor engagiert war.

„Ohne Herbert Engel wäre diese Gemeinde nicht die, die sie heute ist.“

„Ohne Herbert Engel wäre diese Gemeinde nicht die, die sie heute ist“, würdigt die Gemeinde St. Hubertus ihren neuen Träger des Bistums-Ehrenzeichens. „Durch alle Schwierigkeiten der letzten drei Jahrzehnte war er stets sehr authentisch auch ein ausgleichender Faktor, dem alle sehr aufmerksam zugehört haben.“

Angesichts des Alters von Herbert Engel wird sich die Gemeinde jedoch für viele der bisherigen Arbeitsbereichen des Seniors neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen müssen. Am 5. September wird Engel 80 Jahre alt. Dann – so ist schon länger klar – wird er auf eigenen Wunsch seine umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit einstellen. Er will sich ein bisschen mehr Ruhe gönnen, heißt es – und die Bauarbeiten an der Fassade von St. Hubertus künftig nur noch als Beobachter begleiten.

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