von Thomas Rünker

Bischof Overbeck segnet das neue Haus der Kirchenmusik

Bei einer coronabedingt kleinen Einweihungsfeier gaben die Chöre am Essener Dom und Schüler der Bischöflichen Kirchenmusikschule mit musikalischen Kostproben einen Eindruck von der hohen akustischen Qualität der neuen Räume. Overbeck nannte die Musikschule gegenüber dem Essener Rathaus „ein Zentrum des lebendigen Christseins und der Pflege von Kultur und Musik“.

Mit reichlich Weihwasser zur Freude der vielen Kinder und Jugendlichen aus den Chören am Essener Dom hat Bischof Franz-Josef Overbeck am Freitagabend das sanierte Haus der Kirchenmusik offiziell eingeweiht. Die Musikschule gegenüber dem Essener Rathaus sei „ein Zentrum des lebendigen Christseins und der Pflege von Kultur und Musik“, betonte der Bischof bei einer Segensfeier mit Musikerinnen und Musikern aus den verschiedenen Ensembles und – coronabedingt – einigen wenigen Gästen.

Drei Jahre hatten die Domsingknaben, der Domchor, der Mädchenchor am Essener Dom und die Bischöfliche Kirchenmusikschule in Ausweichquartieren geprobt, weil das Haus der Kirchenmusik rund 50 Jahre nach seiner Einweihung komplett saniert und umgebaut wurde. Aktuelle Anforderungen durch Brandschutz und Gebäudetechnik, aber auch der Bedarf nach zeitgemäßen Proben-Räume für die größer gewordenen Chöre und die Kirchenmusik-Schülerinnen und -Schüler machten es „notwendig, dieses Haus wieder neu entstehen zu lassen“, brachte der Bischof den großen Umbau-Aufwand auf den Punkt.

Deutliche Verbesserungen in der Akustik

Dass sich nicht nur das Ambiente, sondern vor allem auch die Akustik der Räume an der Kloster- Ecke Ribbeckstraße deutlich verbessert hat, bewiesen die verschiedenen Ensembles im Haus mit kleinen, adventlichen Kostproben: Die Domsingknaben mit „Tochter Zion“, der Mädchenchor mit „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ und Sina Jacka (Sopran) und David Holz (Piano) aus der Schülerschaft der Kirchenmusikschule mit „Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt“. Mal ließen die Musikerinnen und Musiker den neuen Singsaal im Dachgeschoss geradezu erbeben – und dann wieder als sanfte und sensible Klang-Umgebung wirken.

Einweihungsfeier musste coronabedingt abgesagt werden

Gut 5 Millionen Euro hat das Bistum Essen in die Sanierung und Neugestaltung des Hauses der Kirchenmusik investiert. Nach einem aufwendigen Umzug der vielen Instrumente proben die verschiedenen Ensembles bereits seit Ende der Sommerferien wieder in den neuen Räumen. Die eigentlich geplante große Einweihungsfeier musste jedoch coronabedingt abgesagt werden.

Während der Bischof zusammen mit Dompropst Thomas Zander und Domkapitular Michael Dörnemann anschließend durch alle Räume ging und sie mit Weihwasser segnete, lief der normale Schulbetrieb weiter: Im unteren Singsaal probten die kleineren Mädchenchor-Sängerinnen, auf der Treppe warteten Domsingknaben auf ihre Probe – und im Keller verbrachten Sänger ihre Zeit zwischen Hausaufgabenbetreuung und Probe mit Tischtennisspielen. „Ich wünsche euch eine Erfahrung von Gemeinschaft, die trägt“, hatte Bischof Overbeck zuvor in seinem Segen für das Haus formuliert – wohlwissend, dass für viele, der rund 220 Kinder und Jugendlichen, die hier teils mehrmals wöchentlich proben, neben Musik und Glauben auch die Freundschaften wichtig sind, die hier entstehen. So ist das Haus der Kirchenmusik neben einem kulturellen und einem pädagogischen auch ein soziales Projekt in der Essener Innenstadt.

Ein Haus der Kultur

Gerade angesichts aktueller Spannungen und Veränderungen in der Gesellschaft möge „dieser Ort eine Ahnung davon geben, was es heißt, mit Kultur zu leben“, wünschte Overbeck. Bei allem Wandel gehörten Kultur und Musik zu dem Beständigen in der Welt. Deshalb sei das, was im Haus der Kirchenmusik passiere „etwas, das weit über die Kirche hinausreicht“, so Overbeck. Das Haus der Kirchenmusik „ist ein Haus der Kultur!“

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