von Thomas Rünker

Bischof Overbeck: „Es geht darum, Orientierung geben zu können“

Ruhrbischof überreicht 23 frisch ausgebildeten Religionslehrerinnen und -lehrern ihre Lehrerlaubnis. Coronabedingt hatte es für den aktuellen Jahrgang bereits im Februar eine erste Feier zur Übergabe der „Missio Canonica“ gegeben.

Bischof Franz-Josef Overbeck hat am Samstag 23 frisch ausgebildeten Religionslehrerinnen und -lehrern bei einem Gottesdienst im Essener Dom ihre Lehrerlaubnis überreicht. Nach einem ersten Gottesdienst im Februar war dies die zweite Feier in diesem Jahr, bei denen Overbeck Lehrern ihre „Missio Canonica“ überreichte, weil coronabedingt nicht alle neuen Lehrkräfte in einer gemeinsamen Messe für den Religionsunterricht beauftragt werden konnten.

Overbeck: „Viele Schüler sind nicht mehr in der Religion zuhause“

Der Religionsunterricht sei „eine der größten Schnittstellen, an der wir als Kirche im so säkularen Alltag von Gott reden und ihn mit der Welt in Beziehung setzen“, sagte Overbeck in seiner Predigt. Dabei seien viele Schüler keineswegs mehr in ihrer Religion zuhause und würden „trotz möglicherweise formaler Zugehörigkeit eher mit einer Außenperspektive den Unterricht besuchen“. In dieser Situation habe der Religionsunterricht eine einmalige Chance: Letztlich gehe es „um jene Debatten, für die Menschen einstehen, für die Gott die alles bestimmende Wirklichkeit ist“. Der Religionsunterricht reflektiere, „was es bedeutet, dass es ein Verhältnis zwischen Gott und Welt gibt, das für uns Christen unzerstörbar ist“.

Nachdem Overbeck bereits im Februar 23 neue Religionslehrer beauftragt hatte, erhielten am Samstag noch einmal die gleiche Anzahl junger Pädagoginnen und Pädagogen ihre „Missio Canonica“. Die meisten von ihnen (14) unterrichten an Gymnasien und Gesamtschulen.

Der Glaube muss das Leben bereichern

Mit Blick auf die Kinder und Jugendlichen, die diese Lehrerinnen und Lehrer unterrichten, betonte Overbeck: Der Glaube sei für die meisten jungen Menschen „nicht im Sinne eines bestimmten Systems religiöser Überzeugungen faszinierend, sondern bedeutsam im Sinne einer das eigene Leben bereichernden alltagstauglichen Praxis. Darum muss der Religionsunterricht der religiösen Gegenwart in ihrer Pluralität und Unübersichtlichkeit Rechnung tragen, weder übergriffig sein und keine reine Sachkunde betreiben wollen. Es geht darum, Orientierung geben zu können.“ 

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