Veranstaltungen


„Am Anfang war die Floskel –

Sie werden lachen, die Kirche meint’s ernst“

Lesung und Gespräch mit dem Autor Andreas Malessa

Inspirierende Notizen zu diskriminierungsfreier und geschlechtergerechter Sprache inklusive…

Was für die einen seit jeher irgendwie vertraut daherkommt, ist den meisten Menschen inzwischen total fremd: die Sprache der Kirche. Andreas Malessa ist nicht nur Autor und Hörfunkjournalist, er predigt bisweilen sonntags von der Kanzel und kennt die fromme Welt seit Jahrzehnten bis ins Detail. Wortgewandt nimmt er den "Kirchensprech" auseinander. Kreist um wohlfeile, aber nahezu unverständliche Formulierungen, leuchtet in die Tiefen kirchlicher Tradition und fördert dabei auch den einen oder anderen Sprachschatzzutage. Spießt sperrige Begrifflichkeiten und neudeutsche Worthülsen auf und führt genüsslich vor Augen, wie absurd manches ist.

Andreas Malessa

Am ersten Hochzeitstag der Eltern geboren. Am ersten Tag im Gymnasium den ersten Aufsatz in einer Kinderzeitschrift veröffentlicht. Ein Jahr vor dem Führerschein die erste wöchentliche halbstündige Sendung im Radio gemacht. In Mathe und Physik immer 5. In Deutsch und Religion meistens 1. Von 1972 bis 1991 Gesangs-Duo „Arno & Andreas“ mit der Dieter-Falk-Band. Rund 120 Konzerte im Jahr. Tourneen durch die USA, Holland, Österreich und die Schweiz, sechs LPs bzw. CDs. „Christliche Popmusik“ war noch neu und umstritten, bewirkte aber schon viel Gutes.

Abitur 1974, Heirat 1978, Theologiestudium in Hamburg bis 1980. Als „Pastor im Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden“ ordiniert und freigestellt für Jugendarbeit, Hörfunk und Fernsehen. Von 1982 bis 1994 beim Deutschlandfunk in Köln, 1994 bis 2013 beim DeutschlandRadio Kultur in Berlin, seit 1986 bis 2015 beim SDR bzw. SWR in Stuttgart und seit 1998 beim Hessischen Rundfunk tätig als freier Mitarbeiter der Redaktionen „Religion und Gesellschaft“. Seit 1991 als Referent und Moderator für Veranstaltungen mit geistlichen, sozialethischen und kulturellen Themen unterwegs. Seine Talkformate und Dokumentarfilme machten ihn als kompetenten und humorvollen Gesprächspartner bekannt. Der evangelische Theologe ist Buchautor von Sachbüchern und Biografien ein vielgefragter Fachreferent für kulturelle, sozialethische und kirchliche Themen.

In Kooperation mit:

KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 13,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


Lebenskönnerschaft –

Impulse aus der Philosophie der Lebenskunst

Filmgespräche im Medienforum

Thema: „Opfer“

Leitung: Marcus Minten, Mülheim

Wilhelm Schmid, der Philosoph, der das Projekt einer „Philosophie der Lebenskunst“ im deutschsprachigen Gebiet zu seinem Anliegen gemacht hat, schreibt: „Der Philosophie ist alles zuzutrauen, nur eines nicht Lebenshilfe.“ Er setzt sich vehement für eine Philosophie ein, die „Raum für grundsätzliche Klärungsprozesse bieten kann“. Seine Kurzformel von Philosophie lautet „innehalten und nachdenken“.

Das Thema der Filmgespräche „Opfer“ ist ein zentrales Thema in der Auseinandersetzung mit der Verwundbarkeit. In der englischen Sprache kann unterschieden werden:

„Opfer“ im Sinne von „victim“: Man erleidet Gewalt, wird verletzt und geschwächt.

„Opfer“ im Sinne von „sacrifice“: Um eines höheren Zieles (der Liebe) willen, gibt man etwas freiwillig her und riskiert die eigene Verwundbarkeit. Daraus kann Stärke wachsen. (H. Keul)

Die Filmreihe lädt ein, sich mit dem Phänomen des Opfers auseinanderzusetzen.

Veranstaltungsort
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: frei - um Voranmeldung wird gebeten

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


„FRAUEN STÖREN – Und ohne sie hat Kirche keine Zukunft“

Lesung und Gespräch mit der Autorin Sr. Dr. Katharina Ganz

„Es wird Zeit, dass Frauen stören und Kirche in Bewegung bringen“

Katharina Ganz hat sich in den Diskussionen um die Rolle der Frauen in der katholischen Kirche pointiert geäußert: Kirche kann nur dann wieder glaubwürdig sein, wenn ihre Strukturen, Machtverteilung und der Umgang mit den eigenen Mitgliedern und Ressourcen dem Geist Jesu Christi entsprechen. In ihrem Buch erzählt die Franziskanerin von eigenen Erlebnissen und Stationen, nimmt frühere Aufbrüche in der Kirche in den Blick und lässt nicht locker bei der Frage, warum Frauen nicht dieselben Rechte haben können wie Männer. Sie möchte Veränderung, spricht Klartext und lässt sich nicht vertrösten.

Eine reflektierte und unerschrockene Stimme für all das, was den Menschen gegenwärtig innerkirchlich unter den Nägeln brennt.

Sr. Katharina Ganz, Dr. theol., studierte in Würzburg Theologie und Sozialwesen und promovierte an der Universität Graz. Ein praktisches Jahr als Missionarin auf Zeit führte sie in die Zentralafrikanische Republik und 1995 zum Eintritt in das Kloster Oberzell bei den Dienerinnen der hl. Kindheit Jesu. Ab 2006 leitete sie das dortige Bildungshaus. 2007 wurde Schwester Katharina Ganz als Rätin in die Generalleitung und 2013 erstmals zur Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen gewählt. 2016 promovierte sie mit einer pastoraltheologischen Arbeit über die Gründerin Antonia Werr. Ganz setzt sich aktiv für die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche ein und für die Zulassung von Frauen zum Weiheamt.

Eine Veranstalung in Kooperation mit:
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 10,00 €
Bereits erworbene Eintrittskarten für die ausgefallene Veranstaltung am 16.02.2022 behalten natürlich Ihre Gültigkeit.

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Hygienemaßnahmen


„#out IN CHURCH – Für eine Kirche ohne Angst“

Buchpräsentation & Diskussion

Im Gespräch mit:

  • Jens Ehebrecht-Zumsande, Religionspädagoge, Autor und Supervisor DGSv, Leiter des Grundlagenreferates ‚Kirche in Beziehung‘ im Erzbistum Hamburg, Mitinitiator von #OutInChurch
  • Laura Meemann, Theologin, Pastoralassistentin im Bistum Essen
  • Bernd Mönkebüscher, Pfarrer in Hamm, Mitinitiator von #mehrSegen, #Liebegewinnt und #outInChurch
  • Rut Neuschäfer, Religionslehrerin in Essen, engagiert beim Netzwerk katholischer Lesben (NkaL) sowie bei FrauenLiebe im Pott (FliP)
  • Klaus Pfeffer, Generalvikar im Bistum Essen
  • Rainer Teuber, Leiter Museumspädagogik und Besucherservice, Dom und Domschatz Essen; Mitwirkender bei #Liebegewinnt und Mitorganisator von #outInChurch; Protagonist in der ARD-Dokumentation ‚Wie Gott uns schuf – Coming-out in der katholischen Kirche‘
  • Gunda Werner, Professorin für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Ruhr-Universität Bochum; Vorsitzende von AGENDA – Forum katholischer Theologinnen

Moderation: Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums des Bistums Essen

#out IN CHURCH – FÜR EINE KIRCHE IN FREIHEIT UND VIELFALT

Im Januar 2022 outeten sich über hundert hauptamtliche, ehemalige und ehrenamtliche Mitarbeitende der katholischen Kirche in Deutschland als LGBTIQ+. Dieses Buch bündelt einige ihrer Erfahrungen, Geschichten und gibt Antworten auf existenzielle Fragen: Was heißt es als nicht binäre Person für ein katholisches Bistum zu arbeiten? Was macht es mit einem Priester, wenn er sein Schwulsein verheimlichen muss? Wie offen darf eine lesbische Religionslehrkraft ihre Identität zeigen? Nimmt mich Kirche so an, wie ich bin? Das sind Fragen, die weit über Deutschland hinausgehen und weltkirchliche Bedeutung haben. In diesem Buch werden sie authentisch und direkt aus dem Leben geschildert. Dazu erklären Expert*innen, welche psychischen Auswirkungen es haben kann, wenn sie in der katholischen Kirche ihre sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität verheimlichen müssen oder wie sich Coming-out und sexuelle und geschlechtliche Vielfalt aus moraltheologischer Perspektive einordnen lassen. Das gemeinsame Ziel: Ein drängender Appell für eine »Kirche ohne Angst«, in der Menschen offen und ehrlich ihre Identität leben können.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 15,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


„Gravuren in der Zeit“

Ein Gespräch über das Buch „Entfremdet: Zwischen Realitätsverlust und Identitätsfalle“ von Alexander Grau.

Gesprächspartner: Marcus Minten, Mülheim und Thomas Holtbernd, Bottrop

Die Gegenwart wird mit Stichworten wie „Neue Unübersichtlichkeit“ oder „Radikale Pluralität“ beschrieben. Umso nötiger ist es, sich zu orientieren. Im Mittelpunkt der Reihe „Gravuren in der Zeit“ steht daher ein Buch, das versucht, die Zeit in ihren Gravuren zu erfassen und sich selbst in die Zeit zu schreiben. Das Buch wird in seinen Grundzügen vorgestellt. Leseerfahrungen und Resonanzen werden erläutert und auf anregendem Niveau differenziert und kritisch mit in den Gesprächsprozess genommen, der in ein Gespräch mit dem Publikum mündet.

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 10,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

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Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


„Der Preis ist heiß…“
Selbstverständnis des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises und Blick in die Werkstatt der Jury

Christine Tapé-Knabe, Geschäftsführerin des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn

„DUNKELNACHT“
Lesung mit Kirsten Boie – Preisträgerin des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2022

                                                                                    
Podiumsgespräch mit:
 

  • Kirsten Boie, Preisträgerin des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2022
  • Christine Tapé-Knabe, Geschäftsführerin des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn
  • Cordula Bukowski, Vorstandsvorsitzende des dkv Essen

Moderation: Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums

Das Buch
April 1945
. Alle spüren, dass der Krieg und die fürchterliche Ideologie der Nationalsozialisten kurz vor dem Ende stehen. Doch in der Nacht vom 28. auf den 29. April 1945, zwei Tage vor Hitlers Selbstmord, ereignet sich das dunkelste Kapitel der damals noch jungen Stadt Penzberg in Bayern. Dort wurden am 28. April 1945 – die Amerikaner standen kurz vor der Stadt – 16 Männer und Frauen wegen „Hochverrats“ von einem Militärkommando erschossen bzw. von einem Mob aufgehängt. Hintergrund dieser Morde war der vereitelte Versuch dieser Gruppe sozialdemokratisch gesinnter Menschen, das Rathaus zu übernehmen und so eine friedliche Übergabe der Stadt an die Amerikaner vorzubereiten. Doch während der einst von den Nazis abgesetzte Bürgermeister zurück ins Rathaus zieht, erlässt die Wehrmacht den Befehl, alle Widerständler sofort hinzurichten. Und zwischen allen Fronten stehen die Jugendlichen Marie, Schorsch und Gustl.

Das Buch ist nicht nur ein Versuch zu verstehen, wie es zu den Morden kommen konnte, sondern auch ein Mahnmal für die Opfer. Und es ist eine Warnung: Nur wer sich an das grausame Geschehen von damals erinnert, kann dem heutigen Rechtsradikalismus angemessen entgegentreten. Denn in unmenschlicher Zeit kann niemand unbeteiligt bleiben!

Die Autorin
Kirsten Boie ist eine der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, studierte Germanistik und Anglistik und arbeitete als Lehrerin. Nach der Adoption des ersten Kindes musste sie auf Verlangen des vermittelnden Jugendamtes ihre Berufstätigkeit aufgeben - so waren die Zeiten damals - ,um sich ganz dem Kind widmen zu können. Inspiriert durch die eigene Situation schrieb sie so ihr erstes Kinderbuch »Paule ist ein Glücksgriff«. Ihr Debüt wurde ein beispielloser Erfolg (Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als hundert Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, die von ihrer enormen literarischen Vielseitigkeit, großem Einfühlungsvermögen, vor allem aber von ihrem sozialen Engagement Zeugnis geben.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
- Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2022
- dkv Fachverband für religiöse Bildung und Erziehung
- KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 20,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

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Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


„Rückeroberung – Die Geschichte von Manfred Gans, der im Mai 1945 Deutschland durchquerte, um seine Eltern aus dem KZ zu befreien“

Lesung und Gespräch mit dem Autor und Dokumentarfilmer Daniel Huhn anlässlich des Erlasses der Nürnberger Gesetze im September 1935

1938 beschließen Manfreds Eltern, dass das Leben für ihn als Juden in Deutschland nicht mehr sicher ist. Sie schicken ihren Sohn nach England, schaffen es selbst aber nicht mehr zu fliehen. Sieben Jahre später kehrt Manfred zurück: Als Teil der legendären „Three Troop“ (bekannt aus dem am 20. August 2009 erschienenen US-amerikanisch-deutschen kontrafaktischen Kriegsfilm Inglorious Basterd von Quentin Tarantino) landet er am D-Day in der Normandie. Kurz darauf steht er in den zerstörten Straßen seiner alten Heimat Borken in Westfalen. Er beginnt eine beschwerliche Reise, vorbei an fliehenden Deutschen, durch sowjetische Militärsperren hinein ins Niemandsland des Erzgebirges bis zum KZ Theresienstadt, wohin seine Eltern verbracht wurden.

Daniel Huhn, *1985, wuchs im Ruhrgebiet auf. Er studierte Politikwissenschaft und Geschichte. Vor und während des Studiums war er bereits als Tontechniker und Kameraassistent beim WDR in Köln tätig. Als Journalist und Filmemacher arbeitet er für diverse Sender, Stiftungen und Kultureinrichtungen. Er ist Autor zahlreicher Hörfunkfeatures und Dokumentarfilme, die in Kinos und Filmfestivals in ganz Europa liefen. Dazu zählt auch der Dokumentarfilm Back to Borken über die Reise von Manfred Gans. Zu der Geschichte kam er, als er 2016 gefragt wurde, ob er zusammen mit der Familie Gans aus den USA die Route nachfahren wolle, die Manfred 71 Jahre zuvor genommen hatte. Dazu produzierte er auch ein Audible Original Podcast. Daniel Huhn ist Gründer und Gesellschafter der Filmproduktionsfirma Benda Film in Köln und übt Lehrtätigkeiten im Bereich Film und Video aus. Seit Februar 2020 ist er Geschäftsführer der Filmwerkstatt Münster. Thematisch beschäftigt er sich vorwiegend mit historischen Themen sowie mit Migrationsgeschichten.

Am 15. September 1935 erließ in Nürnberg der nur noch als Scheinparlament tätige Reichstag während des 7. Reichsparteitags in Anwesenheit Adolf Hitlers die sogenannten Nürnberger Gesetze. Sie besiegelten die Degradierung jüdischer Bürgerinnen und Bürger zu Menschen minderen Rechts und bereiteten ihre gezielte, willkürliche Diskriminierung und Vernichtung vor. Der Rassenwahn wurde zum Verwaltungshandeln, das Strafrecht für die nationalsozialistische Ideologie instrumentalisiert.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 13,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


INTERNATIONALER TAG ZUR BESEITIGUNG VON ARMUT

„Meeresrand“ –  Eine Frau… Zwei Kinder… Und das Meer…
Inszenierung eines aufrüttelnden Monologs über Kinderarmut

Christina Wiesemann, Schauspielerin
Dorothee Haddenbruch, Musik
Heike Beutel, Regie

Nach dem Roman: „Meeresrand“ von Véronique Olmi

„Ein verstörender Monolog einer jungen Frau voll Wut, Liebe, Scham und Verzweiflung…“
Eine junge, alleinerziehende Frau macht mit ihren beiden Jungen mitten in der Schulzeit einen Ausflug ans Meer. Sie haben noch nie Ferien gemacht. Es soll ein Fest werden. Die Jungen sollen das Meer sehen – blau und im Sonnenschein. Da spielt es auch keine Rolle, wie verlassen und trostlos der kleine Küstenort ist und dass sie von ihrem Hotelzimmer auf eine Betonwand schauen und nicht auf den Strand. Sie bleiben bis sie kein Geld mehr haben und auch der Mut sie verlässt. Es ist eine Reise ohne Wiederkehr, eine Reise in das Herz der Verzweiflung und der Scham. 

„Veronique Olmi ist eine wahrhaft großartige Erzählerin. Sie packt uns Leser*innen an der Wurzel und lässt uns die Stimmung aufsaugen. Sie flößt uns zärtlich zerstörerische Worte ein und schiebt uns ganz langsam kaum spürbar an den Meeresrand. Olmi spült uns den Sand aus den Augen und lässt das Meersalz darin kribbeln.“

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 13,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


Lebenskönnerschaft –

Impulse aus der Philosophie der Lebenskunst

Filmgespräche im Medienforum

Thema: „Opfer“

Leitung: Marcus Minten, Mülheim

Wilhelm Schmid, der Philosoph, der das Projekt einer „Philosophie der Lebenskunst“ im deutschsprachigen Gebiet zu seinem Anliegen gemacht hat, schreibt: „Der Philosophie ist alles zuzutrauen, nur eines nicht Lebenshilfe.“ Er setzt sich vehement für eine Philosophie ein, die „Raum für grundsätzliche Klärungsprozesse bieten kann“. Seine Kurzformel von Philosophie lautet „innehalten und nachdenken“.

Das Thema der Filmgespräche „Opfer“ ist ein zentrales Thema in der Auseinandersetzung mit der Verwundbarkeit. In der englischen Sprache kann unterschieden werden:

„Opfer“ im Sinne von „victim“: Man erleidet Gewalt, wird verletzt und geschwächt.

„Opfer“ im Sinne von „sacrifice“: Um eines höheren Zieles (der Liebe) willen, gibt man etwas freiwillig her und riskiert die eigene Verwundbarkeit. Daraus kann Stärke wachsen. (H. Keul)

Die Filmreihe lädt ein, sich mit dem Phänomen des Opfers auseinanderzusetzen.

In Kooperation mit:
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

lVeranstaltungsort
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: frei - um Voranmeldung wird gebeten

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


„Der verschwundene Mond“

Lesung und Gespräch mit der Autorin Zoe Jenny

Im Rahmen der Reihe "BücherLeben“ soll mit Autorinnen und Autoren der modernen Gegenwartsliteratur die Frage nach der Lebensdeutung und Lebensgestaltung in ihren Texten diskutiert werden. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, was das Lesen dieser Texte mit dem jeweils eigenen Leben zu tun haben kann.

„Er ahnt…, dass er über seine Sterne sein Leben vergessen hat…“
Als Leiter des Astronomischen Instituts von Wien dreht sich Martys Leben um die Beschäftigung mit den Weiten des Universums. Die wirkliche Welt schiebt er darüber gerne beiseite, dass seine Frau Marlene bereits insgeheim von einem Leben auf Bali träumt und seine Tochter an ihrem Frausein zweifelt, bleibt ihm verborgen. Nach einem Kongress trifft er auf den Psychoanalytiker Steindorfer, der ihn fragt, warum der Mensch eigentlich mehr über ferne Planeten wisse als über das eigene Bewusstsein, und gibt ihm daraufhin sein Manuskript. Nachdem Marlene nach Bali und Stella an den Atlantik gereist sind, findet Marty im Zimmer seiner Tochter eine Männerperücke. Wie viel weiß er wirklich über seine Frau und seine Tochter? Er erinnert sich an Steindorfer und beginnt, dessen Manuskript zu lesen, das ihn völlig verstört. Er ahnt nun, dass er über seine Sterne sein Leben vergessen hat. In einem letzten Aufbäumen beschließt er, nach Bali zu fliegen.

Zoë Jenny wurde 1974 als Tochter des Verlegers und Schriftstellers Matthyas Jenny und der Malerin Rahel Knöll in Basel geboren und wuchs dort auf. Zusammen mit ihrem Bruder, dem Kunstmaler Casper Jenny, realisierte sie den Film „In Nuce“. Ein Filmpoem“. Jenny wechselte häufig die Schulen und bezeichnete ihre Schulzeit später als reine Zeitverschwendung. 1994 absolvierte sie ihren Abschluss an der Diplommittelschule in Basel und besuchte später noch Poetikvorlesungen in Mainz (1995) und Tübingen (2000). 1997 erschien ihr erster Roman Das Blütenstaubzimmer, der Bestsellerstatus erlangte und weltweit in 27 Sprachen übersetzt wurde. Sie unternahm ausgedehnte Vortragsreisen in die Vereinigten Staaten, nach China und Japan; zeitweise lebte sie in New York und in Berlin. 1999 erschien der Roman Der Ruf des Muschelhorns. 2002 war Zoë Jenny Preisrichterin am Internationalen Filmfestival von Locarno.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 13,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


„Let’s talk about Tod – 50 Fragen zu Sterben, Tod und Bestattung“

Lesung und Gespräch mit dem Bestatter und Autor David Roth

„Was Sie schon immer über den Tod wissen wollten… „

Für David Roth ist Bestatter-Sein der schönste Beruf der Welt. Für viele Menschen wäre das undenkbar, denn ihnen fällt es schon schwer, einfach nur über den Tod zu sprechen. David Roth ist jedoch davon überzeugt, dass es einen positiven Einfluss auf das Leben hat, wenn man sich hin und wieder mit dem Tod beschäftigt, wenn man nicht die Augen verschließt und das Unabwendbare verdrängt. Denn: Sterben müssen wir alle einmal. Er erlebt in seiner Praxis  oft Fragen, wie z.B.: Kann man an Trauer sterben? Ist da wirklich ein Licht? Tut Sterben (immer) weh? Dürfen Bestatter weinen? Darf man auf dem Friedhof grillen? Oder: Darf man Abschiedsgeschenke in den Sarg legen? 50 der erstaunlichsten Fragen, die in diesem Zusammenhang gestellt werden können, beantwortet David Roth in seinem Buch einfühlsam, lebensnah, praktisch und manchmal auch überraschend humorvoll. Ein Buch für alle, die sich für den Tod und alles, was damit zusammenhängt, interessieren und mehr wissen wollen!

David Roth, geb. 1978, 2003-2005: Ausgedehnte Praktika im Grandhotel Schloß Bensberg, Hospiz des Vinzenz Palotti Hospitals, Ambulantes Hospiz Leverkusen e.V., Ausbildung zum Trauerbegleiter bei Jorgos Canacakis. Aufenthalt in den Vereinigten Staaten von Amerika mit Praktika, Teilnahme an Konferenzen und weiterführendes Studium am New England Institute in Boston.

Seit 2005: Betriebswirt, Berater, Trauerbegleiter und Geschäftsführung des Bestattungshauses Pütz-Roth in Bergisch Gladbach. Er hält Vorträge und leitet Seminare in der dem Bestattungshaus angeschlossenen „Privaten Trauerakademie Pütz-Roth“

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 13,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

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„ALLEIN“

Lesung und Gespräch mit dem Autor Daniel Schreiber

„Was bedeutet es, allein zu sein?“

Zu keiner Zeit haben so viele Menschen allein gelebt, und nie war elementarer zu spüren, wie brutal das selbstbestimmte Leben in Einsamkeit umschlagen kann. Aber kann man allein überhaupt glücklich sein? Und warum wird in einer Gesellschaft von Individualisten das Alleinleben als schambehaftetes Scheitern wahrgenommen? Im Rückgriff auf eigene Erfahrungen, philosophische und soziologische Ideen ergründet Daniel Schreiber das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft. Dabei leuchtet er aus, welche Rolle Freundschaften in diesem Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer krisenhaften Welt sein? Ein zutiefst erhellendes Buch über die Frage wie wir leben wollen.

Daniel Schreiber, 1977 geboren, studierte in Berlin und New York Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Slawistik, Theaterwissenschaft und Performance Studies. Sechs Jahre lang lebte er in New York, wo er das Buch Susan Sontag. Geist und Glamour (2007) schrieb. Nach seiner Rückkehr nach Berlin, arbeitete er ein Jahr lang als Redakteur beim Kunstmagazin Monopol und wechselte danach zur Politikzeitschrift Cicero, wo er bis Ende 2012 das Kulturressort leitete. Seine Texte sind in Die Zeit, im Tagesspiegel, in den Zeitschriften Weltkunst, Du, Philosophie Magazin, Literaturen und Theater heute, im Deutschlandradio Kultur und in vielen Kunstkatalogen und Aufsatzsammlungen erschienen. Für tazverfasste er die monatliche Kolumne Nüchtern. Für das ZEITmagazin Online schrieb er im Wechsel mit der Autorin Tania Witte die Kolumne Andersrum ist auch nicht besser. Im August 2014 erschien sein Buch Nüchtern. Über dasTrinken und das Glück im Hanser Verlag Berlin, in dem er seine persönliche Geschichte erzählt und sich mit der deutschen Einstellung zum Trinken auseinandersetzt. Schreibers Buch Zuhause. Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen (2017) handelt unter anderem von seiner Kindheit in der DDR und seiner Homosexualität.

Stimmen zum Buch
Daniel Schreiber erzählt offen, klug und schonungslos von existenziellen Themen: Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen!“Linus Giese

„Ein zutiefst erhellendes Buch, das uns an unsere Abgründe führt und mit uns selbst versöhnt.“Isabel Bogdan

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen
Wiese e.V. Selbsthilfeberatung in Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 12,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


„Avas Geheimnis – Meine Begegnung mit der Einsamkeit“

Lesung und Gespräch mit der Journalistin und Autorin Bärbel Schäfer

„Einsamkeit - die Epidemie im Verborgenen…“

Bärbel Schäfer, Moderatorin, Autorin, Podcasterin, steht mit beiden Beinen im Leben. Sie hat einen lebendigen Freundeskreis, versorgt ihre Mutter, zieht zwei Kinder groß, ist verheiratet und ehrenamtlich tätig. Eines Tages bekommt sie einen Anruf mit unerwarteten Konsequenzen, die sie an ihre Grenzen bringen. Eine Freundin bittet sie, sich um deren Schwester Ava zu kümmern, die einen Unfall hatte. Schon bald beginnt Bärbel Schäfer zu ahnen, dass es um mehr als ein paar äußerliche Verletzungen geht. Die junge Frau umgibt eine schwer greifbare, tiefe Einsamkeit. Nach und nach versucht sie die dicken Mauern, die Ava um sich errichtet hat, zu durchdringen. Und es geht nicht nur um Ava: Fast jeder Mensch erlebt Phasen, in denen er sich von der Welt abgeschieden fühlt. Durch die Beziehung mit Ava wird auch Bärbel Schäfer selbst wieder mit ihren Lebensrissen konfrontiert. Anhand vieler Begegnungen und auch ihrer eigenen Geschichte zeigt Bärbel Schäfer, dass dieses häufig tabuisierte Thema uns früher oder später alle angeht – und dass es Wege gibt, der Einsamkeit die Hand zu reichen. Offen, berührend und tröstend erzählt sie von Einsamkeit und der Zerbrechlichkeit des Ichs und zeigt, was das Leben ausmacht.

Bärbel Schäfer wurde in Bremen geboren. Sie ist bekannt als Moderatorin aus TV und Hörfunk, ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera, war nominiert für den Deutschen Radiopreis 2017 und 2018 und ist Journalistin und Autorin mehrerer erfolgreicher Sachbücher zu gesellshaftlichen Themen, zuletzt „Ist da oben jemand“ (2016) und „Meine Nachmittage mit Eva. Über Leben nach Auschwitz“ (2017). Jeden Sonntag ist sie in hr3 im Gespräch mit einem prominenten Talk-Gast zu hören und führt für das Monatsmagazin Emotion für ihre Serie „Mann, was fühlst du?“ Interviews mit prominenten Männern.

Während der ersten zwei Covid-Lockdowns nahm Bärbel Schäfer als freiwillige Probandin an der Einsamkeits-Studie der Ruhr-Universität Bochum teil.

»In diesem Buch kann man Bärbel Schäfer zutiefst menschlich erleben. Dabei entsteht ein berührendes Bild der Einsamkeit, die wir alle kennen, aber vielleicht selten so tief und gleichzeitig auch hoffnungsvoll erlebt haben.« Manfred Lütz

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 20,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


„Ehrensache – Kämpfen gegen Judenhass“

Lesung und Gespräch mit dem Autor Burak Yilmaz

„Mit palästinensischen Jugendlichen in Auschwitz – Ein Explosionsgemisch aus Schmerz, Enttäuschung, Zugehörigkeit…“

Burak Yilmaz wächst in Duisburg auf - postmigrantisch. Sein Bildungsweg – katholisches Elitegymnasium, Koranschule, Universität – durchkreuzt Milieus, seine Arbeit gefährliche Überzeugungen. Als Reaktion auf den Antisemitismus in seinem Jugendzentrum organisiert er Fahrten nach Auschwitz mit muslimischen Teenagern. Im Buch erzählt er von seiner ersten Fahrt. Die Mehrheit der Teilnehmer seien palästinensische Jugendliche gewesen, die Eltern von ihnen seien zum Teil heftig vom Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern betroffen. Was er bei der Organisation nicht bedacht habe: In Auschwitz seien auch viele Gruppen aus Israel mit Israel-Fahnen gewesen. Dann sei eine israelische Frauengruppe vorbeigelaufen und habe einen Kranz vor einer Baracke niedergelegt. Spontan hätten zwei von den Jugendlichen ihr Beileid ausgesprochen. „Und dadurch kamen wir mit denen ins Gespräch, und das war für sie total aufregend, weil sie bis dahin erstens noch nie Israelis gesehen haben und zweitens auf einmal mit ihnen im Dialog waren.“ Diese Begegnung habe die Jugendlichen sehr beflügelt.In Deutschland sei dann die Idee entstanden, noch viel mehr solcher Begegnungen zu schaffen.

Burak Yilmaz, 1987 als Sohn türkisch-kurdischer Eltern in Duisburg geboren. Die Mutter musste hart kämpfen, um eine Gymnasialempfehlung für ihren Sohn zu bekommen, obwohl er Top-Noten hatte. Er besuchte ein katholisches Elitegymnasium, eine Zeit lang auch eine Koranschule, absolvierte in Bochum ein Lehramtsstudium und arbeitet jetzt als freier Pädagoge. Er initiierte u.a. das Projekt Junge Muslime in Auschwitz und leitet die Theatergruppe Die Blickwandler. Für sein vielfältiges Engagement gegen Antisemitismus und für eine inklusive Erinnerungskultur wurde er durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, was auch in Burak Yilmaz‘ Umfeld deutliche Wirkungen hatte. In seinem Buch „Ehrensache – Kämpfen gegen Judenhass“ berichtet Yilmaz, der inzwischen auch Berater des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung ist, von seinen Erfahrungen.

Stimmen zum Buch

»Ehrensache ist die Geschichte eines jungen Mannes, der sich auf den Weg gemacht hat, seine eigenen kulturellen Vorprägungen zu durchbrechen ...

Marc Latsch, Rheinische Post

»Dieser persönliche und sehr lesbare Bericht beleuchtet die Welt eines türkischstämmigen Jungen aus Duisburg, der sich gegen deutschen Rassismus und die Ungerechtigkeit in der eigenen Community auflehnt und zugleich seine Identität bewahrt ...« Igal Avidan, WDR 5

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 12,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


Lebenskönnerschaft –

Impulse aus der Philosophie der Lebenskunst

Filmgespräche im Medienforum

Thema: „Opfer“

Leitung: Marcus Minten, Mülheim

Wilhelm Schmid, der Philosoph, der das Projekt einer „Philosophie der Lebenskunst“ im deutschsprachigen Gebiet zu seinem Anliegen gemacht hat, schreibt: „Der Philosophie ist alles zuzutrauen, nur eines nicht Lebenshilfe.“ Er setzt sich vehement für eine Philosophie ein, die „Raum für grundsätzliche Klärungsprozesse bieten kann“. Seine Kurzformel von Philosophie lautet „innehalten und nachdenken“.

Das Thema der Filmgespräche „Opfer“ ist ein zentrales Thema in der Auseinandersetzung mit der Verwundbarkeit. In der englischen Sprache kann unterschieden werden:

„Opfer“ im Sinne von „victim“: Man erleidet Gewalt, wird verletzt und geschwächt.

„Opfer“ im Sinne von „sacrifice“: Um eines höheren Zieles (der Liebe) willen, gibt man etwas freiwillig her und riskiert die eigene Verwundbarkeit. Daraus kann Stärke wachsen. (H. Keul)

Die Filmreihe lädt ein, sich mit dem Phänomen des Opfers auseinanderzusetzen.

In Kooperation mit:
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

lVeranstaltungsort
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: frei - um Voranmeldung wird gebeten

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.


Kerzenscheinkonzert – Weihnachtsspecial“

Ein Konzert zur Vorweihnachtszeit  mit dem Solina Cello-Ensemble

Lisa Pokorny & Katrin Banhierl, Violoncello

„Die „stille“ Zeit, ist eine ganz besondere Zeit… „

Bei Kerzenschein möchte das Solina Cello-Ensemble das Publikum mit dem warmen Klang von zwei Violoncelli und Werken aus ganz unterschiedlichen musikalischen Genres für einen Abend aus der kalten und hektischen Vorweihnachtszeit entführen. Hört man das Wort „Cello“ schweifen die Gedanken gewiss als erstes zur klassischen Musik, wo man sich u.a. auf die wunderbare „Pastorale“ (A.Corelli) und die „Halle des Bergkönigs“ (E.Grieg) freut. Doch mit der Königin der Streichinstrumente geht es auch ganz anders. Der menschlichen Stimme am nächsten, ist der gewinnende Celloklang auch ein wunderbares Medium, um Pop- & Rock- Songs wie „Hallelujah“ (L.Cohen) und andere Weihnachtslieder zu interpretieren.

Seien Sie gespannt auf einen Abend voller Wärme, Brillanz und außergewöhnlicher Momente und freuen Sie sich auch auf das, was nicht im Programm aufgeführt ist!

Die Musikerinnen

Katrin Banhierl, 1982 geboren. Mit neun Jahren bekam sie ihren ersten Cellounterricht. Vier Jahre später erhielt sie ein Musikstipendium und begann als Jungstudentin ihr Studium für Violoncello am damaligen Leopold-Mozart-Konservatorium bei Hartmut Tröndle. Noch im selben Jahr wurde sie für fünf Jahre Mitglied des Orchesters der Musikhochschule und bestand das Probespiel beim Schwäbischen Jugendsinfonieorchester. Hier sammelte sie weitere acht Jahre wichtige Orchestererfahrungen. Seit 2009 ist sie Mitglied des Münchner Kammerorchesters “Die Zarge”. 2012 gründete sie das Solina-Ensemble. Gemeinsam mit der TanzArt Tanzkompanie realisierte sie zwei große Projekte: “Doch das Leben kam dazwischen” und “Ein Grab für sieben Fälle”. Im Sommer 2013 gründete sie, gemeinsam mit Rale Oberpichler, das Ensemble Ménage à Trois. Mit ihrem Programm “Mozart meets Märchen” brachten sie 2014 /2015 ein völlig neues Konzertformat auf die Bühne. "Haydn&Mozart", "Filmreif", "ABBA hallo! unplugged meets electronic" und "Cross over Europe" werden aktuell gespielt.?

Lisa Pokorny, 1967 geboren. Ihr größter Wunsch war es Sängerin zu werden. Heimliche trällerte sie Arien im Bad, doch auch die Schallplatte des Bach Violinkonzerts mit Tibor Vargas hatte es ihr angetan. Schließlich vom Kinderchorleiter entdeckt, durfte Sie in der 5. Klasse dann "die große Violine", das Violoncello lernen. Während ihrer ganzen Schulzeit bildete zudem das Chorsingen einen wichtigen musikalischen Bestandteil. Ein Jahr vor dem Abitur erhielt sie ein Stipendium als Jungstudentin für Violoncello am Leopold-Mozart-Konservatorium Augsburg. 1987 begann sie dort mit dem Vollstudium bei Fred Buck, als Nebenfach wählte sie das Klavier. Nach erfolgreichem Abschluss absolvierte sie ihr Aufbaustudium bei Prof. Markus Wagner und ein weiteres Studium der Elementaren Musikpädagogik. Sie besuchte ergänzend Dirigierkurse an der Bundesakademie in Trossingen, nahm u.a. an Meisterkursen von Franz Amann und Esther Nyffenegger teil, wurde Mitglied der "Jungen Philharmonie Esslingen", im Kammerorchester "Capella delle Corde" und dem Klaviertrio "Noe".  Seit 2015 ist sie Mitglied des Solina Cello-Ensembles.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 20,00 €

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie:

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen.