Veranstaltungen


»Nie habe ich von Pater G. erzählt, aus Angst, man könne mir anmerken, dass ich sein Kind geblieben bin.«
»Meine Eltern hatten mich der Gemeinschaft der Patres anvertraut, weil mich dort das Beste, das selbst sie mir nicht geben konnten, erwarten würde. Ich habe sie heimlich oft verflucht, weil sie mich nicht darauf vorbereitet hatten, was dieses Beste sei …« Als Zehnjähriger wurde Josef Haslinger Schüler des Sängerknabenkonvikts Stift Zwettl. Er war religiös, sogar davon überzeugt, Priester werden zu wollen, er liebte die Kirche. Seine Liebe wurde von den Patres erwidert. Erst von einem, dann von anderen. Ende Februar 2019 tritt Haslinger vor die Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Dreimal muss er seine Geschichte vor unterschiedlich besetzten Gremien erzählen. Bis der Protokollant ihn schließlich auffordert, die Geschichte doch bitte selbst aufzuschreiben.

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1995 erschien sein Roman ›Opernball‹, 2000 ›Das Vaterspiel‹, 2006 ›Zugvögel‹, 2007 ›Phi Phi Island‹. Sein letztes Buch ›Jáchymov‹ erschien im Herbst 2011. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels und den Rheingau Literaturpreis. 2010 war er Mainzer Stadtschreiber.

Presssestimmen
kein schönes, kein aufbauendes, nicht einmal ein tröstliches Buch. Man will es kein zweites Mal lesen. Aber einmal sollte man es unbedingt gelesen haben.«
Martin Lhotzky,Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2020

»Das Buch wird nicht zuletzt dadurch zu einem literarischen Glanzsstück, dass Haslinger diese Odyssee in dramaturgischer Meisterschaft verwebt mit den Vorgängen aus seiner Kindheit.«
Rudolf Neumaier, Süddeutsche Zeitung, 24.02.2020

»Das Buch ist schmal und in sachlichem Ton gehalten. Daraus bezieht es seine schmerzliche Wucht.«

»Er klärt und erklärt sein Verhalten, die Umstände, den Zusammenhang. Die Unfähigkeit, sich zur Wehr zu setzen.«
Katja Gasser, ORF Kulturmontag, 27.01.2020

In Kooperation mit:
Prävention im Bistum Essen
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 12,00 €

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


„30 Jahre Wilsberg – der Kultdetektiv ist zurück!“

Die Teenagerin Emma beauftragt Georg Wilsberg, ihren Vater, einen Journalisten, bei einem Treffen mit einem mysteriösen Mann in einem Park zu schützen. Da Emma minderjährig und noch nicht voll geschäftsfähig ist, lehnt der Privatdetektiv ab – was sonst? Aber als Emma ihren Vater abends nicht erreicht, macht Wilsberg sich doch auf den Weg zum Park und findet dort das Smartphone des Journalisten in einer Blutlache. Von Emmas Vater fehlt jede Spur. Aber von nun an beginnt Wilsberg zu ermitteln und folgt einer vagen Spur: Der Verschwundene soll sich mit der rechten Szene beschäftigt haben, mit Leuten also, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Als Emma glaubt, ein Lebenszeichen von ihrem Vater aus Beirut erhalten zu haben, versucht sie Wilsberg dorthin zu lotsen. Dieser lehnt zunächst ab, fliegt aber dann doch in den Nahen Osten…. Dort deckt er eine gewaltige Verschwörung von internationalen Ausmaßen auf und schafft es, Emma Klarheit über das Schicksal ihres Vaters zu verschaffen.

Jürgen Kehrer, 1956 in Essen geboren, hat mehr als 40 Jahre in Münster gelebt und wohnt jetzt in Berlin. 1990 erschien sein erster Kriminalroman „Und die Toten lässt man ruhen“ im Grafit Verlag. Damit nahm die beeindruckende Karriere des sympathischen, unter chronischem Geldmangel leidenden Privatdetektivs Georg Wilsberg aus Münster ihren Anfang. „Wilsberg – Sag niemals Nein“, im Jahr 2020 erschienen, ist der 20. Wilsberg-Roman. 1995 wurde Wilsberg vom ZDF entdeckt und ist seitdem Held einer Fernseh-Krimireihe am Samstagabend mit regelmäßig sieben Millionen Zuschauern. Sieben der bislang produzierten 70 Wilsberg-Filme basieren auf Romanen von Jürgen Kehrer. Neben den Wilsberg-Romanen schreibt Jürgen Kehrer historische und in der Gegenwart angesiedelte Kriminalromane, Drehbücher fürs Fernsehen und Sachbücher. 2016 wurde ihm der „Ehrenglauser“ für sein literarisches Gesamtwerk im Bereich Kriminalliteratur verliehen.

Jürgen Kehrer ist verheiratet mit der Schriftstellerin und Drehbuchautorin Sandra Lüpkes und Mitglied im Drehbuchautorenverband VDD sowie im „Syndikat“, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen und -autoren.

In Kooperation mit: Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 14,00 €

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


„Kurzweilige Unterhaltung der Lady of Crime…“

Schön ist sie nicht gerade, die dreißigjährige Lorina, eher etwas plump und ungeschickt. Sie hat daher einen Beruf gewählt, in dem es auf Äußerlichkeiten nicht so ankommt. Ihre Anstellung als Altenpflegerin bei der reichen pflegebedürftigen Frau Alsfelder war nicht nur finanziell ein Glücksfall, denn Lorina lebt jetzt in einer recht ungewöhnlichen und interessanten WG. Masseure, deren Hände nicht nur heilen, sondern auch erotisieren, kommen und gehen. Ein Harlekinpudel sorgt für Leben in der Bude, und als Lorinas ungewollt schwangere Schwester ausgerechnet dort niederkommt und ihr Baby von eindeutig asiatischem Aussehen zurücklässt, ist das Chaos perfekt. Sehr zur Freude der alten Dame, die zusehends aufblüht. Wäre da nicht Christian, der misstrauische Großneffe, den man in der WG für einen Erbschleicher hält.

Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren für ihr Gesamtwerk.

Auszeichnungen

  • Ehrenkriminalhauptkommissarin der Mannheimer Polizei, 2019
  • Ehrenkommissarin der Bonner Polizei, 2016
  • "Friedrich-Glauser-Preis – Ehrenpreis der Autoren" für das Gesamtwerk, 2005

Verfilmungen

  • Ladylike. Jetzt erst recht!, Vanessa Jopp, 2009
  • Kalt ist der Abendhauch, Rainer Kaufmann, 2000
  • Der Hahn ist tot, Hermine Hunthgeburt, 1999
  • Die Häupter meiner Lieben, Hans-Günther Bücking, 1999
  • Die Apothekerin, Rainer Kaufmann, 1997
  • Bommels Billigflüge, Claus-Michael Rohne, 1993

In Kooperation mit: Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 12,00 €

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


Lebenskönnerschaft – Impulse aus der Philosophie der Lebenskunst

Thema: „Verwundbarkeiten“

 

Wilhelm Schmid, der Philosoph, der das Projekt einer „Philosophie der Lebenskunst“ im deutschsprachigen Gebiet zu seinem Anliegen gemacht hat, schreibt: „Der Philosophie ist alles zuzutrauen, nur eines nicht: Lebenshilfe.“ Er setzt sich vehement für eine Philosophie ein, die „Raum für grundsätzliche Klärungsprozesse bieten kann“. Seine Kurzformel von Philosophie lautet „innehalten und nachdenken“. Ganz ähnlich definiert es der Theologe Johann Baptist Metz: „Die kürzeste Definition von Religion: Unterbrechung“. So liegt der inhaltliche Focus auf Inspirationen aus dem Christentum.

Im Medium des Films werden diese Fragen angegangen. Denn Filme bieten oft überraschende und gleichzeitig inspirierende, aber auch herausfordernde Fragestellungen und Antwortversuche. Im Spannungsfeld von Film und eigenen Lebenserfahrungen sowie Lebensentwürfen können in kreativen Auseinandersetzungen neue und andere Perspektiven entdeckt werden.

Durch den Abend leitet Marcus Minten
Nach dem Studium der Katholischen Theologie und Sozialarbeit sowie einer Ausbildungszeit in einer Ordensgemeinschaft, ist Minten tätig in einer Wohneinrichtung für erwachsene Menschen mit Behinderung und in der Jugend- und Erwachsenenbildung.

Der geplante Film ist im Medienforum des Bistums Essen zu erfragen.

In Kooperation mit:
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort - um Voranmeldung wird gebeten
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: frei

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet am 04.11.2021 statt.

„Die Frage nach dem jüdischen Jesus…“

Walter Homolka ist einer der profiliertesten Vertreter des Judentums in Deutschland. Seit zwanzig Jahren wirkt er als Rabbiner und bildet heute Rabbiner und Kantoren für ganz Europa aus. Er ist Gründer und Rektor des ersten deutschen Rabbinerseminars nach der Schoa, des Abraham Geiger Kollegs und ein gefragter Gesprächs-partner im Kontext des interreligiösen Dialogs.

In seiner aktuellen Publikation beschreibt er die wichtigsten jüdischen Perspektiven auf Jesus. Trotz der christlichen Unterdrückung, die Juden im Namen Jesu jahrhundertelang erfuhren, setzten sie sich seit jeher mit Jesus auseinander. Homolka diskutiert das wachsende jüdische Interesse am Nazarener seit der Aufklärung und wie Juden Jesus heute sehen, im religiösen sowie kulturellen Kontext. Das Buch zeigt: Im Zentrum der Beschäftigung mit dem Juden Jesus steht das Ringen des Judentums um Authentizität und Augenhöhe. Jesu Verankerung im Judentum bietet eine Herausforderung für Christen heute und die Chance auf fruchtbaren jüdisch-christlichen Dialog.

Walter Homolka
Professor Dr. Walter Homolka, Rabbiner, Rektor des Abraham Geiger Kollegs und Geschäftsführer des Zacharias Frankel College, ist Professor für Jüdische Religionsphilosophie der Neuzeit und Geschäftsführender Direktor der School of Jewish Theology der Universität Potsdam. Er ist Vizepräsident der European Union for Progressive Judaism und Mitglied im Gesprächskreis Juden und Christen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

Ehrungen

  • Ritter des Nationalen Ordens der Ehrenlegion der französischen Republik
  • Ritter des Verdienstordens der Republik Italien
  • Träger des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich
  • Offizier des Nationalen Verdienstordens der Republik Rumänien
  • Goldenes Ehrenzeichen des Landes Salzburg
  • Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich
  • Silbernes Ehrenzeichen des Landes Wien
  • Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaften und Künste, Wien/Weimar/Madrid
  • Internationaler Ehrenbürger der Stadt New Orleans
  • Israel Jacobson Preis der liberalen jüdischen Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Leopold Moses Medaille für Verdienste um die Geschichte der Juden in Österreich

In Kooperation mit:
Arbeitskreis Interreligiöser Dialog im Bistum Essen
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 12,00 €

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


Ein ewig Rätsel ist das Leben, und ein Geheimnis bleibt der Tod. (Emanuel Geibel) 

In Zeiten großer Ungewissheiten wird Sterben und der damit verbundene Verlust des Lebens spürbarer für uns Menschen. Wir erkennen noch dringlicher, dass alles der Endlichkeit unterliegt. Wir sollten dabei nie vergessen, dass es auch ein Leben vor dem Tod gibt, nämlich dann ganz besonders, wenn wir versuchen ihn zu integrieren, ihn nicht zu verdrängen. 

Das Künstlerduo Sago wird sich am Abend im Medienforum auf poetisch-musikalische Weise diesem Thema widmen.

Sago Künstlerduo
Isabel K. Sandig,
geb. 1969, studierte von 1989-93 an der Berliner Schule für Bühnenkunst die Fächer Schauspiel, Gesang und Tanz. Ihr erstes Engagement lockte sie ins Ruhrgebiet ans Westfälische Landestheater. Danach folgten diverse Stückverträge in Krefeld, Hamm und in Bochum im Rahmen des Jahrhundert-hallensommers. Seit vielen Jahren ist Isabel K. Sandig auch als Regisseurin tätig und gibt Kurse und Fortbildungen für Kinder und Erwachsene

Ralf Gottesleben, 1963, studierte von1983-90 an der Folkwang-Hochschule in Essen Klavier und Komposition, danach absolvierte er eine Schauspielausbildung an der Schauspiel-schule in Wuppertal. Ab 1993 hatte er Engagements bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, am Westfälischen Landestheater (WLT) und diverse Stückverträge an Theatern in Düsseldorf und Bochum. Ende 1999 begann seine Tätigkeit mit freien Arbeiten als selbständiger Künstler, wobei zahlreiche Theater- und Musikproduktionen entstanden.                                                          

Das Künstlerduo
Seit 2002 leiten die beiden Künstler das Sago Hinterhoftheater in Essen-Rüttenscheid. Zusammen mit Paul Gerhard Schoenborn aus Wuppertal sind sie Preisträger des Anfang 2004 verliehenen in Skandinavien hochgeschätzten Kulturpreises der Kaj-Munk-Stiftung/Kopenhagen. 2011 erfolgte BETONt, eine szenisch-musikalische Kunstperformance unter freiem Himmel, in deren Rahmen ein Kunstwerk vor den Augen von 450 ZuschauerInnen geschaffen wurde.

In Kooperation mit: Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 20,00 €

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


»KEINE TOLERANZ FÜR INTOLERANZ!« 

Die Lebensentwürfe, Wertvorstellungen, religiösen und kulturellen Hintergründe der Menschen werden immer vielfältiger – für manche eine Bereicherung, für nicht wenige eine Last. Wie viel Andersartigkeit muss man erdulden und wie viel Kritik aushalten? Welche gemeinsamen Regeln müssen bei aller Verschiedenheit gelten?

In seinem neuen Buch streitet Joachim Gauck für eine kämpferische Toleranz: „Ich war und bin bis heute der Meinung, dass es kein Laisser-faire geben darf gegenüber jenen, die Pluralität und Toleranz mit Füßen treten. Toleranz, die Nachsicht und Duldsamkeit preist gegenüber den Verächtern der Toleranz, hilft den Tätern und nicht den Opfern. Intoleranz gegenüber einer Intoleranz, die Menschen unterdrückt und verachtet, ist eine Haltung von Demokraten im Namen der Menschenwürde.“ Toleranz ist also nicht Gleichgültigkeit, sondern ermöglicht ein friedliches Zusammenleben in unserer pluralistischen Gesellschaft. Sie lehrt uns, zu dulden, auszuhalten, zu respektieren, was wir nicht oder nicht vollständig gutheißen. Dazu müsse man sich seiner eigenen Identität aber sicher sein. Denn nur, wer weiß, wer er ist, geht selbstbewusst in einen Dialog oder auch Wettstreit mit anderen. Ein Aufruf an uns alle, die Toleranz zu wahren, zu schützen und aufzubauen – damit unsere Demokratie eine Zukunft hat!

Joachim Gauck, geb. 1940, studierte Theologie und arbeitete viele Jahre als Pastor in Mecklenburg; 1989 Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstands gegen die SED-Diktatur; ab März 1990 Abgeordneter für das Bündnis 90 in der zum ersten Mal frei gewählten Volkskammer; von 1990 bis 2000 Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR; 2012 bis 2017 elfter Präsident der Bundesrepublik Deutschland; zahlreiche Ehrungen, u.a.: Geschwister-Scholl-Preis, Europäischer Menschenrechtspreis, Ludwig-Börne-Preis; Ehrendoktor der Universitäten Rostock, Jena, Augsburg, Münster, Kiel, der National University of Ireland/Galway, der Hebrew University of Jerusalem, der Université Paris-Sorbonne sowie der Maastricht University.

In Kooperation mit
Arbeitskreis Interreligiöser Dialog im Bistum Essen
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Veranstaltungsort:
ASTRA THEATER der Essener Filmkunsttheater Teichstraße 2, 45127 Essen

Eintritt: 20,00 €

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


Lebenskönnerschaft – Impulse aus der Philosophie der Lebenskunst

Thema: „Verwundbarkeiten“

 

Wilhelm Schmid, der Philosoph, der das Projekt einer „Philosophie der Lebenskunst“ im deutschsprachigen Gebiet zu seinem Anliegen gemacht hat, schreibt: „Der Philosophie ist alles zuzutrauen, nur eines nicht: Lebenshilfe.“ Er setzt sich vehement für eine Philosophie ein, die „Raum für grundsätzliche Klärungsprozesse bieten kann“. Seine Kurzformel von Philosophie lautet „innehalten und nachdenken“. Ganz ähnlich definiert es der Theologe Johann Baptist Metz: „Die kürzeste Definition von Religion: Unterbrechung“. So liegt der inhaltliche Focus auf Inspirationen aus dem Christentum.

Im Medium des Films werden diese Fragen angegangen. Denn Filme bieten oft überraschende und gleichzeitig inspirierende, aber auch herausfordernde Fragestellungen und Antwortversuche. Im Spannungsfeld von Film und eigenen Lebenserfahrungen sowie Lebensentwürfen können in kreativen Auseinandersetzungen neue und andere Perspektiven entdeckt werden.

Durch den Abend leitet Marcus Minten
Nach dem Studium der Katholischen Theologie und Sozialarbeit sowie einer Ausbildungszeit in einer Ordensgemeinschaft, ist Minten tätig in einer Wohneinrichtung für erwachsene Menschen mit Behinderung und in der Jugend- und Erwachsenenbildung.

Der geplante Film ist im Medienforum des Bistums Essen zu erfragen.

In Kooperation mit:
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort - um Voranmeldung wird gebeten
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: frei

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


„Wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär – oder zum Revoluzzer?“

Eine aufwühlende Geschichte über uns alle.
Norbert Paulini ist ein hoch geachteter Dresdner Antiquar, bei ihm finden Bücherliebhaber Schätze und Gleichgesinnte. Über vierzig Jahre lang durchlebt er Höhen und Tiefen. Auch als sich die Zeiten ändern, die Kunden ausbleiben und das Internet ihm Konkurrenz macht, versucht er, seine Position zu behaupten. Doch plötzlich steht ein aufbrausender, unversöhnlicher Mensch vor uns, der beschuldigt wird, an fremden-feindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
Auf fulminante Weise erzählt Ingo Schulze von unserem Land in diesen Tagen und zieht uns den Boden der Gewissheiten unter den Füßen weg.

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie in Jena arbeitete er zunächst als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Bereits sein erstes Buch »33 Augenblicke des Glücks«, 1995 erschienen, wurde sowohl von der Kritik als auch dem Publikum mit Begeisterung aufgenommen. »Simple Storys« (1998) wurde ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektüre. Es folgten das Opus magnum »Neue Leben« (2005), die Erzählungen »Handy« (2007) und »Orangen und Engel« (2010) sowie die Romane »Adam und Evelyn« (2008) und »Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst« (2017), für den Ingo Schulze mit dem Rheingau Literatur Preis ausgezeichnet wurde und der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand. Zudem veröffentlichte Ingo Schulze Essays und Reden, darunter »Was wollen wir?« (2009) und »Unsere schönen neuen Kleider« (2012), sowie das Künstlerbuch »Einübung ins Paradies« (2016). Im Frühjahr 2020 erschien der Roman »Die rechtschaffenen Mörder«, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. Am 1. Oktober 2020 wurde Ingo Schulze mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für sein Engagement als politischer Autor und Künstler ausgezeichnet. Ingo Schulzes Werk wurde auch mit internationalen Preisen ausgezeichnet und ist in 30 Sprachen übersetzt. (www.ingoschulze.com)

Pressestimmen
»in seinen Wendungen völlig überraschend, eine raffinierte Konstruktion, die eine aktuelle Frage stellt: [...] Wie konnte dieser Mann zum Rechtsradikalen werden?«
Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 08.03.2020

In Kooperation mit: Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Eintritt: 12,00 €

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.


„Wildes Holz oder die Befreiung der Blockflöte…“

Bitte beachten Sie:
Die Veranstaltung findet im größten Filmpalast Deutschlands "Die Lichtburg", KettwigerStr. 36, 45127 Essen, statt.

Die Tradition sieht für die Blockflöte zu Weihnachten eine verhängnisvolle Rolle vor: Eigentlich will sie niemand hören, aber sie gehört halt irgendwie dazu. Also wird monatelang tagein tagaus geübt, um dem kleinen Tinnitus-Simulator weihnachtliche Klänge abzutrotzen. Doch man täusche sich nicht: auch richtige Töne können schief klingen! Selbst ein fehlerfreier Vortrag auf diesem Instrument kann die stille Wut der Verwandtschaft auf sich ziehen. So wird die Blockflöte zum perfekten Instrument gegen Weihnachtsharmonie. Da ist der Punk nicht weit! Und hier kommen die drei Musiker von WILDES HOLZ ins Spiel: sie kombinieren das kleine Folterholz mit einer akustischen Gitarre, einem Kontrabass und einer ordentlichen Portion Rock ‘n‘ Roll. Mit heimlicher Freude üben sie immer neue Weihnachtslieder ein, um zu sehen, wie weit sie es damit treiben können. Es entsteht eine irrwitzige Musik, die Virtuosität und Trash, Romantik und Disko miteinander verbindet. Klassik und Rock reichen sich die Faust, Grunge und Reggae treffen sich mit Maria im Dornwald. Alle Jahre wilder!

Die Musiker

Tobias Reisige/ Blockflöten

Mit sechs Jahren begann Tobias Reisige Blockflöte zu spielen. In Essen studierte er an der Folkwang-Universität klassische Blockflöte und ließ sich anschließend zum wohl einzigen Diplom-Jazz-Blockflötisten Deutschlands ausbilden. Er ist als Blockflötist und Saxophonist in verschiedenen Ensembles und auch solistisch tätig. Außerdem leitet er regelmäßig Workshops und Fortbildungen zum Thema „Jazz und Improvisation auf der Blockflöte“.

Markus Conrads/ Kontrabass

Markus Conrads studierte Jazz-Kontrabass an der Folkwang-Universität in Essen und spielt seitdem, was das Zeug hält. Seine Engagements führten ihn unter anderem nach China, Korea, Russland, Polen, Italien und sogar Bayern. Sein Bass ist auf zahlreichen CDs zu hören und seine Freude an Musik ist bei jedem Auftritt zu sehen.

Djamel Lariussi / Gitarre

Djamel Lariussi ist ein außergewöhnlicher und weltweit bekannter Gitarrist. Er spielt als Linkshänder einfach eine Rechtshändergitarre umgedreht, so dass alles zwar ein bisschen anders aber großartig klingt. Für WILDES HOLZ ist er ein Glücksfall, weil er neben seiner ungewöhnlichen, aber exzellenten Technik auch eine gehörige Portion Spielfreude mitbringt, die Tobias Reisige und Markus Conrads zu neuen musikalischen Höhen inspiriert.

In Kooperation mit
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274

Veranstaltungsort:
Im größten Filmpalast Deutschlands "Die Lichtburg" 

Eintritt: 20,00 €

Einlass: 18.45 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen (Mund- und Nasenschutz / Abstand von 1,5 m halten) statt.

Zur Gewährleistung der Hygienemaßnahmen ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich.

Es besteht keine freie Platzwahl.