Veranstaltungen
„Wie die Religionen entstanden sind“ Vortrag und Diskussion mit dem Kirchenhistoriker Andreas Merkt
Medienforum des Bistums Essen | 19:30 Uhr
Das zweischneidige Erbe von Judentum, Christentum und Islam
Das talmudische Judentum, das Christentum und der Islam sind in vielfältiger Weise miteinander verflochten. In der Zeit zwischen Jesus und Mohammed ist das entstanden, was wir heute unter Religionen verstehen: überregionale Glaubensgemeinschaften, die Ethiken propagieren, sozial-karitative Aufgaben erfüllen, politischen Einfluss nehmen und eine Theologie als rationale Reflexion auf ihre Vorstellungen und Praktiken entwickelt haben. Zahlreiche Beispiele illustrieren aber auch die Ambivalenzen von Religion: ihre destruktive, aber auch humanisierende Kraft; ihre Rationalität und ihre Irrationalität; ihre verinnerlichenden und individualisierenden Tendenzen, aber auch den Trend zu Kollektivierung und Politisierung.
Andreas Merkt geht in der Veranstaltung auf dem Hintergrund seines Buches „Die religiöse Verwandlung der Welt – Die Anfänge moderner Religion in der Spätantike“ der Frage nach, was Judentum, Christentum und Islam zu so besonderen Religionen machte.
Andreas Merkt, geb. 1967, Dr. theol., seit 2001 Professor für Historische Theologie, Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Universität Regensburg, von 2010-2018 Vorsitzender der Fachgesellschaft "Arbeitsgemeinschaft der Kirchenhistoriker und Kirchenhistorikerinnen im deutschen Sprachraum" sowie seit 2019 Direktor des Centre for Advanced Studies "Beyond Canon" an der Universität Regensburg.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
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Arbeitskreis Interreligiöser Dialog im Bistum
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Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen
Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274
Eintritt: 12,00 €
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
„Stars – der ultimative Hochstaplerinnenroman“ Lesung und Gespräch mit der Journalistin und Autorin Katja Kullmann
Medienforum des Bistums Essen | 19:30 Uhr
Das sprühend-unterhaltsame Roman-Debüt von Katja Kullmann – der ultimative Hochstaplerinnenroman zwischen Astroglamour und Angestelltenödnis
Carla Mittmann, einst hoffnungsfrohe Philosophiestudentin, hat ihr Leben in der Serviceabteilung einer Möbelfirma geparkt. Nebenher betreibt sie eine Horoskop-Website – aus Spaß, als Zuverdienst, Schicksalsglauben liegt ihr fern.
Doch dann steht ein Schuhkarton vor ihrer Tür, darin zehntausend Dollar, Absender unbekannt. Sie ergreift die Chance, setzt alles auf eine Karte, steigt in großem Stil ins Astrobusiness ein – und da ist er endlich, der Erfolg. Schnell wird sie zur gefragten Starastrologin und bewegt sich in höchsten gesellschaftlichen Sphären, bis sie sich plötzlich nicht mehr sicher ist: Lenkt sie die Sterne oder lenken die Sterne sie?
Ein brillanter, scharfsinniger Roman über die Lust der Verführung und die Sehnsucht nach kosmischer Ordnung in Zeiten der Krise.
Katja Kullmann, 1970 geboren, lebt als Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Für den Bestseller "Generation Ally. Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein" erhielt sie 2003 den Deutschen Bücherpreis. Zuletzt erschien 2022 bei Hanser Berlin "Die Singuläre Frau".
Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
- kfd katholische Frauengemeinschaft Deutschland, Diözesanverband Essen
- KEFB Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen
Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274
Eintritt: 12,00 €
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
„Was soll ich noch glauben? Ein geistlicher Liederabend“ mit Stefanie Golisch
Medienforum des Bistums Essen | 19:30 Uhr
„Was soll ich noch glauben? Ein geistlicher Liederabend“
Mezzosopran, Klavier und Text: Stefanie Golisch
Ein hoffnungsvolles und kraftspendendes Programm in bewegten Zeiten! Stefanie Golisch und Uwe Hoppe stellen sich mit diesem Programm der Frage, wie man seinen Glauben heutzutage leben, worauf man noch hoffen kann, und ob und wie Liebe unter den Menschen möglich ist.
Mit Musik von Bach, Händel, Liedern wie 'Geh' aus mein Herz und suche Freud' über 'Somewhere' aus der West Side Story bis hin zu 'O happy day' und berührenden und kritischen Texten werden die Zuhörenden auf eine ganz besondere Gedankenreise mitgenommen.
Eine große Intensität wird dadurch geschaffen, dass die Mezzosopranistin sich selber am Klavier begleitet.
Erleben Sie Momente der Zuversicht, des Zweifels, aber vor allem des tiefen Vertrauens in Gott.
Stefanie Golisch wurde in Bremen geboren, hat in Dresden und Italien Gesang studiert und bei Kammersängerin Elisabeth Schwarzkopf und Celestina Casapietra regelmäßig vertiefenden Gesangsunterricht genommen.
Die Mezzosopranistin sang bereits verschiedene Titelrollen an deutschen Opernhäusern wie die ‚Cenerentola’ aus dem gleichnamigen Stück (Rossini), Hänsel aus 'Hänsel und Gretel' (Humperdinck), Sextus aus ‚La Clemenza di Tito’ (Mozart) u.a.
Zudem war Stefanie Golisch Finalistin verschiedener Wettbewerbe, Preisträgerin der Schlossfestspiele Rheinsberg und ist Stipendiatin des Richard Wagner Verbandes Wiesbaden. Ihren Schaffensschwerpunkt bilden musikalisch-literarische Programme wie 'Von guten Mächten wunderbar geborgen– Ein geistlicher Liederabend über Dietrich Bonhoeffer', 'Ave Maria – Meine Seele preist den Herrn – Frauen im Christentum', 'Der lange Weg der Emanzipation – umrahmt von Liedern von, für und über Frauen', 'Lili Marlen – Das Leben der Lale Andersen in Musik und Texten’, Sisi - Träumereien einer Kaiserin’, 'Das gibt’s nur einmal... - Lieder und Arien aus den Goldenen 20er und 30er Jahren von verfemten Komponisten'‚ Somewhere over the Rainbow – Eine musikalische Reise um die Welt', u.a. Mit diesen Konzertformaten tritt die Künstlerin mit großem Erfolg in ganz Deutschland auf. Außerdem beschäftigt sich Stefanie Golisch intensiv mit Zeitgenössischer Musik, und war damit auf Konzertreisen bereits in verschiedenen Ländern, u.a. im Oman, in Marokko und Syrien zu hören. Mit großer Leidenschaft arbeitet die Mezzosopranistin zudem seit 2022 als Gesangsdozentin an der Hochschule für Künste Bremen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
- Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen
- kfd katholische Frauengemeinschaft Deutschland, Diözesanverband Essen
- Maria 2.0
Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274
Eintritt: 15,00 €
Einlass: 19.00 Uhr
„Ich möchte lieber nichts“ Lesung und Gespräch mit dem Autor John von Düffel
Medienforum des Bistums Essen | 19:30 Uhr
Ist das Ende des Kapitalismus schwerer vorstellbar als das Ende der Welt?
Der erste Asket der Zukunft, der John von Düffel begegnet ist, war eine Frau. Diese Frau, die Schottin Fiona, eine Arbeitertochter aus Glasgow, wollte damals nach ihrem Philosophiestudium vor allem eins: auf einem Stein sitzen und denken. Jetzt sucht er sie nach Jahrzehnten wieder auf, im Gepäck viele Fragen nach dem richtigen Leben im Falschen, denen er mit ihr auf langen Spaziergängen nachgeht. Es entwickelt sich ein sehr persönlicher Austausch über die zentralen Themen unserer Zeit: Konsumverzicht und Einsamkeit, soziale Herkunft und Freiheit. Doch die Begegnung ist nicht nur von einer Suche nach Antworten geprägt, sondern auch von neuen Rätseln. Eine Geschichte über die Angst vor Veränderung, den Mut zur Abweichung und die Frage nach dem Einsamen und dem Gemeinsamen: Solitaire oder Solidaire?
JOHN VON DÜFFEL wurde 1966 in Göttingen geboren, er arbeitete als Dramaturg u. a. am Thalia Theater Hamburg sowie am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Romane, Erzählungsbände sowie essayistische Texte bei DuMont, u. a. ›Vom Wasser‹ (1998), ›Houwelandt‹ (2004), ›Wassererzählungen‹ (2014), ›Klassenbuch‹ (2017), ›Der brennende See‹ (2020), ›Wasser und andere Welten‹ (Neuausgabe 2021), ›Die Wütenden und die Schuldigen‹ (2021) und zuletzt ›Das Wenige und das Wesentliche‹ (2022). Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit:
Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen
Veranstaltungsort und Kartenvorverkauf:
Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.: 0201 / 2204-274
Eintritt: 13,00 €
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr