Justitia et Pax
Begriffserklärung und Herkunft
Justitia et Pax ist lateinisch und bedeutet „Gerechtigkeit und Frieden“. Unter diesem Namen entstanden in der katholischen Kirche Einrichtungen, die sich mit Fragen von Frieden, Gerechtigkeit, Entwicklung und Menschenrechten befassen.
1967 errichtete Papst Paul VI. die Päpstliche Kommission Iustitia et Pax, aus der später der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden hervorging. Dieser besteht heute nicht mehr: Seine Aufgaben gingen zum 1. Januar 2017 im neu geschaffenen Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen auf.
Verankerung im Bistum Essen
Für das Bistum Essen sind die Anliegen von Justitia et Pax insbesondere im Zusammenhang mit der katholischen Soziallehre sowie dem kirchlichen Engagement für Frieden, Menschenrechte, internationale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung relevant.
Auf Bundesebene besteht weiterhin die Deutsche Kommission Justitia et Pax. Sie wird gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) getragen.
Rolle in der Liturgie
Justitia et Pax besitzt keine eigene liturgische Funktion. Themen wie Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde finden jedoch in Gottesdiensten, Fürbitten und kirchlichen Aktionstagen Ausdruck.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Die Arbeit von Justitia et Pax verbindet den christlichen Glauben mit gesellschaftlicher Verantwortung. Die Deutsche Kommission vernetzt katholische Akteure, bringt kirchliche Positionen in gesellschaftliche und politische Debatten ein und beschäftigt sich insbesondere mit Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik. Grundlage dafür sind die katholische Sozial- und Friedenslehre.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Lat. Justitia et Pax = „Gerechtigkeit und Frieden“; 1967 entstand auf päpstlicher Ebene die gleichnamige Kommission
- Funktion und Zweck: Förderung von Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechten und internationaler Verantwortung
- Bedeutung im Bistum Essen: Relevant für die katholische Soziallehre und das kirchliche Engagement für gesellschaftliche und internationale Fragen
- Liturgische Präsenz: Keine eigene liturgische Funktion; die Themen finden unter anderem in Gebeten und Gottesdiensten Ausdruck
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Die Deutsche Kommission Justitia et Pax besteht weiterhin und wird von DBK und ZdK getragen; der frühere Päpstliche Rat ging 2017 im Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen auf