JHWH
Begriffserklärung und Herkunft
JHWH bezeichnet den Gottesnamen des Alten Testaments und besteht im Hebräischen aus vier Konsonanten. Deshalb wird er als Tetragramm bezeichnet. Die genaue ursprüngliche Aussprache ist nicht sicher überliefert.
In der jüdischen Tradition wird der Gottesname aus Ehrfurcht nicht ausgesprochen. Beim Lesen der Heiligen Schrift wird stattdessen unter anderem Adonai („Herr“) gesprochen. Auch in katholischen Bibelübersetzungen und in der Liturgie wird JHWH gewöhnlich mit „der HERR“ wiedergegeben.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen begegnet JHWH vor allem in Bibelarbeit, Verkündigung und theologischer Bildung. In den im Gottesdienst verwendeten Bibeltexten wird der Gottesname entsprechend der kirchlichen Tradition nicht ausgesprochen, sondern durch „der HERR“ ersetzt.
Rolle in der Liturgie
In der katholischen Liturgie wird das Tetragramm JHWH nicht ausgesprochen oder gesungen. Stattdessen wird eine entsprechende Bezeichnung wie „Herr“ verwendet. Damit greift die Kirche die jüdische Tradition des respektvollen Umgangs mit dem Gottesnamen auf.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Besondere Bedeutung erhält der Gottesname in der Erzählung vom brennenden Dornbusch (Ex 3). Dort offenbart sich Gott Mose mit einer Formulierung, die traditionell mit „Ich bin, der ich bin“ beziehungsweise „Ich bin der, der ich bin“ wiedergegeben wird. JHWH verweist damit auf den Gott Israels, der sich seinem Volk zuwendet und es begleitet.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Hebräischer Gottesname aus vier Konsonanten; deshalb als Tetragramm bezeichnet
- Funktion und Zweck: Eigenname Gottes im Alten Testament und zentrale Bezeichnung für den Gott Israels
- Bedeutung im Bistum Essen: Relevant für Bibelarbeit, Verkündigung und theologisches Verständnis des Alten Testaments
- Liturgische Präsenz: Wird in der katholischen Liturgie nicht ausgesprochen, sondern in der Regel mit „der HERR“ wiedergegeben
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Die Nichtaussprache folgt der jüdischen Tradition der Ehrfurcht vor dem Gottesnamen; die früher verbreitete Wiedergabe „Jahwe“ wird im katholischen liturgischen Gebrauch vermieden