Die Heiligsprechung
Begriffserklärung und Herkunft
Die Heiligsprechung, lateinisch Kanonisation, ist in der katholischen Kirche die feierliche und endgültige Erklärung, dass ein verstorbener Mensch als Heiliger verehrt und öffentlich um seine Fürsprache bei Gott angerufen werden darf.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen kann ein Heiligsprechungsverfahren seinen Ausgang nehmen, wenn eine Person mit besonderem Bezug zum Bistum im Ruf der Heiligkeit verstorben ist. Die erste Untersuchung erfolgt dann auf diözesaner Ebene; die weitere Prüfung liegt beim zuständigen Dikasterium des Heiligen Stuhls.
Rolle in der Liturgie
Die Heiligsprechung selbst erfolgt in einem feierlichen liturgischen Akt durch den Papst. Mit der Kanonisation wird die Verehrung des oder der Heiligen für die ganze katholische Kirche zugelassen und ein liturgischer Gedenktag festgelegt oder bestätigt.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Die Heiligsprechung würdigt Menschen, deren Leben als besonders glaubwürdiges Zeugnis christlicher Nachfolge angesehen wird. Sie soll Gläubigen Vorbilder im Glauben geben und die Hoffnung auf die Gemeinschaft der Heiligen sichtbar machen.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Lat. Kanonisation; feierliche Anerkennung eines Menschen als Heiliger
- Funktion und Zweck: Öffentliche und weltkirchliche Verehrung sowie Anrufung um Fürsprache
- Bedeutung im Bistum Essen: Diözesane Voruntersuchungen können Teil eines Heiligsprechungsverfahrens sein
- Liturgische Präsenz: Heiligsprechung in einem feierlichen päpstlichen Gottesdienst; anschließender liturgischer Gedenktag
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Der Heiligsprechung geht in der Regel eine Seligsprechung und ein kirchenrechtlich geregeltes Verfahren voraus
Siehe auch:Seligsprechung.