Der Diakon
Begriffserklärung und Herkunft
Der Diakon ist ein Amtsträger der katholischen Kirche. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Diener“. Die katholische Kirche unterscheidet zwischen dem Diakon als Durchgangsstufe auf dem Weg zur Priesterweihe und dem Ständigen Diakon als eigenständigem Amt. Dieses steht auch verheirateten Männern ab dem 35. Lebensjahr offen und kann haupt- oder nebenamtlich ausgeübt werden.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen übernehmen Diakone vielfältige Aufgaben in der Gemeindeseelsorge und der Caritas. Sie unterstützen die Pfarrer in den Gemeinden und wirken in pastoralen, sozialen und liturgischen Bereichen mit.
Rolle in der Liturgie
Diakone werden durch den Bischof geweiht. Sie haben die Vollmacht zu predigen, die Taufe und die heilige Kommunion zu spenden sowie kirchliche Begräbnisse zu leiten. In feierlichen Gottesdiensten assistieren sie dem Priester. Die Feier der Eucharistie und die Spendung des Bußsakraments gehören jedoch nicht zu ihren Aufgaben.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Das Amt des Diakons ist vom Gedanken des Dienstes geprägt. Es verbindet die Verkündigung des Evangeliums mit der Sorge für die Menschen und dem caritativen Engagement. Der Diakon macht den dienenden Auftrag der Kirche in besonderer Weise sichtbar.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Griech. diakonos = „Diener“
- Funktion und Zweck: Eigenständiges Weiheamt oder Durchgangsstufe zur Priesterweihe; Dienst in Seelsorge, Liturgie und Caritas
- Bedeutung im Bistum Essen: Unterstützung der Pfarrer in Gemeindeseelsorge und Gemeindecaritas
- Liturgische Präsenz: Predigt, Taufe, Kommunionspendung, kirchliche Begräbnisse und Assistenz in Gottesdiensten; keine Feier der Messe oder Beichte
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Ständiges Diakonat auch für verheiratete Männer ab dem 35. Lebensjahr möglich; Weihe durch den Bischof
Siehe auch:Dalmatika.