Der Chormantel
Begriffserklärung und Herkunft
Der Chormantel ist ein offener, bis zu den Füßen reichender liturgischer Umhang. Er wird auch Pluviale oder Rauchmantel genannt. Das Gewand entwickelte sich im 10. Jahrhundert aus der Cappa und gehört zu den traditionellen liturgischen Gewändern der katholischen Kirche. Seine Farbe richtet sich nach den liturgischen Farben des Kirchenjahres.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen wird der Chormantel bei bestimmten feierlichen Gottesdiensten und Andachten verwendet, insbesondere dann, wenn keine Eucharistiefeier stattfindet. Er begegnet beispielsweise bei eucharistischen Andachten, Prozessionen, Segensfeiern oder Vespern.
Rolle in der Liturgie
Der Chormantel wird vor allem bei Gottesdiensten außerhalb der Messfeier getragen. Der Begriff Rauchmantel verweist darauf, dass das Gewand häufig bei Andachten Verwendung findet, in denen Weihrauch eingesetzt wird. Im Unterschied zur Kasel ist der Chormantel vorne geöffnet und wird mit einer Schließe vor der Brust zusammengehalten.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Der Chormantel unterstreicht die Feierlichkeit liturgischer Handlungen und verweist auf die Würde des Gottesdienstes. Seine Verwendung bei Segnungen, Prozessionen und Andachten macht deutlich, dass auch diese Gottesdienstformen einen wichtigen Platz im liturgischen Leben der Kirche haben. Die liturgischen Farben verbinden ihn mit den jeweiligen Zeiten und Festen des Kirchenjahres.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Auch Pluviale oder Rauchmantel; entstanden im 10. Jahrhundert aus der Cappa
- Funktion und Zweck: Liturgischer Umhang für Gottesdienste außerhalb der Eucharistiefeier
- Bedeutung im Bistum Essen: Verwendung bei Andachten, Prozessionen und Segensfeiern
- Liturgische Präsenz: Offenes Gewand in den liturgischen Farben des Kirchenjahres
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Bezeichnung Rauchmantel wegen der häufigen Verwendung bei Weihrauchandachten
Siehe auch:Cappa, Kasel, Pluviale.