Binieren

Begriffserklärung und Herkunft

Der Begriff Binieren leitet sich vom lateinischen bini („je zwei“) ab und bezeichnet in der katholischen Liturgie die zweimalige Feier der Eucharistie durch denselben Priester an einem Tag. Er gehört zum liturgischen Fachvokabular und beschreibt eine Ausnahme von der Regel, dass ein Priester grundsätzlich nur einmal täglich die Messe feiern soll.

Verankerung im Bistum Essen

Im Bistum Essen ist das Binieren im Rahmen der allgemeinen kirchlichen Ordnung möglich, wenn pastorale Gründe dies erfordern. Dies kann etwa der Fall sein, wenn mehrere Gemeinden zu versorgen sind oder besondere Anlässe vorliegen. Die Praxis ist an kirchenrechtliche Vorgaben gebunden und wird entsprechend geregelt angewendet.

Rolle in der Liturgie

Das Binieren betrifft unmittelbar die Feier der Eucharistie. Es stellt eine Ausnahme zur üblichen liturgischen Praxis dar und ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. In besonderen Fällen kann auch ein dreimaliges Zelebrieren (Trinieren) gestattet sein, etwa an hohen Festtagen. Die Regelung dient sowohl der Würde der Liturgie als auch der Entlastung des Priesters.

Spirituelle Dimension und Symbolik

Spirituell verweist das Binieren auf die zentrale Bedeutung der Eucharistie im Leben der Kirche. Die Möglichkeit, mehrfach am Tag die Messe zu feiern, unterstreicht den pastoralen Auftrag, möglichst vielen Gläubigen die Teilnahme zu ermöglichen. Gleichzeitig zeigt die grundsätzliche Begrenzung die besondere Wertschätzung und Einzigartigkeit jeder einzelnen Eucharistiefeier.

Kernaspekte im Überblick

  • Name und Ursprung: Lat. bini = „je zwei“
  • Funktion und Zweck: Zweimalige Feier der Eucharistie durch denselben Priester
  • Bedeutung im Bistum Essen: Pastorale Ausnahme bei Bedarf und nach kirchlicher Ordnung
  • Liturgische Präsenz: Ausnahme von der Regel der einmaligen täglichen Messfeier
  • Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Möglichkeit des Trinierens in besonderen Fällen