Die Akklamation
Begriffserklärung und Herkunft
Akklamation (lat.: acclamatio, von acclamare – zurufen, laut rufen) bezeichnet eine zustimmende, beifällige oder bestätigende Äußerung einer Versammlung, die meist kurz, formelhaft und einstimmig erfolgt. Sie ist primär eine beteiligende Antwort des Volkes auf eine Äußerung oder Handlung des Vorstehers. Historisch ist die Akklamation in der Antike tief verwurzelt, wo sie im römischen Senat, im Theater oder bei Kaiserhuldigungen zur offiziellen Meinungsäußerung des Volkes diente.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen, das stark von der Mitbestimmung und dem Engagement der Laien in den Pfarreien und Verbänden des Ruhrgebiets geprägt ist, spielt die Akklamation eine wichtige Rolle für das Wir-Gefühl und die partizipative Liturgie.
Die bewusste Wahrnehmung der Akklamation als Zeichen der Gemeinschaft und Solidarität wird in vielen essener Pfarreien gefördert, um die Liturgie lebendiger zu gestalten.
Rolle in der Liturgie
In der katholischen Liturgie ist die Akklamation die zustimmende Antwort der Gemeinde und Ausdruck ihrer aktiven Teilnahme. Sie dient der Kommunikation zwischen Vorsteher und Gläubigen. Typische Formen sind das „Amen“ als Bestätigung am Gebetsende, das „Halleluja“ vor dem Evangelium und die Gedächtnisakklamation nach der Wandlung als Glaubensbekenntnis der Gemeinde.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Spirituell gesehen symbolisiert die Akklamation die Einmütigkeit der gläubigen Versammlung. Sie ist der gemeinsame Schrei des Glaubens und ein Zeichen dafür, dass die Liturgie nicht die Privatangelegenheit des Priesters, sondern die Tat des ganzen Volkes Gottes ist. Durch die Akklamation legt der Einzelne sein persönliches Ja in das Gemeinschafts-Ja der Kirche hinein, wodurch das Geschehen sakramental bekräftigt wird. Die Akklamation vermittelt die spirituelle Erfahrung, dass der Glaube geteilt und öffentlich bekannt wird.
Kernaspekte im Überblick
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Name und Ursprung: Akklamation (lat. acclamatio – „Zuruf“); frühkirchliche Übernahme antiker Traditionen.
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Funktion und Zweck: Zustimmende, formelhafte Antwort der Gemeinde als Ausdruck gemeinsamer Zustimmung und aktiver Beteiligung (actuosaparticipatio).
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Bedeutung im Bistum Essen: Symbol für Mitbestimmung und Gemeinschaftsgeist in den liturgischen Feiern; fördert das Wir-Gefühl in der Kirche des Ruhrgebiets.
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Liturgische Präsenz: Zentraler Bestandteil der katholischen Liturgie, besonders im „Amen“, „Halleluja“ und in der Gedächtnisakklamation nach der Wandlung.
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Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Zeichen der Einmütigkeit und des gemeinsamen Glaubensbekenntnisses; Ausdruck der lebendigen Teilnahme des Volkes Gottes an der Liturgie.