von Thomas Rünker

Steine wegrollen und Leben ermöglichen

In seiner Predigt am Ostersonntag schlägt Weihbischof Ludger Schepers den Bogen vom Stein vor dem Grab Jesu zu modernen Geschichten von Leiden und Tod – und zu Initiativen, die helfen und so Leben ermöglichen.

Den Stein, der nach biblischer Überlieferung vor dem Grab Jesu lag, hat Weihbischof Ludger Schepers ins Zentrum seiner Osterpredigt gestellt. „Wer wird die Steine wegnehmen, die den Zugang zum Leben versperren?“, fragte er mit Blick auf moderne „Steine“. Beispielhaft nennt er die leidvollen Erfahrungen mit dem Corona-Virus, die insbesondere Kranke und Sterbende machen mussten, die in den Hochphase der Pandemie nicht besucht werden konnten. Und er schaut auf den Krieg in der Ukraine: „Ein Land wird überfallen. Kindergärten und Krankenhäuser werden von Bomben zerstört. Zivilisten werde brutal getötet – geradezu hingerichtet. Die Bilder im Fernsehen und in der Presse erschüttern uns. Man mag kaum hinsehen“, sagt Schepers.

Zudem verweist der Weihbischof auf die Frauen in der Bibel, die zu Jesu Grab gekommen waren. Sie hätten „getan, was üblich ist und was ihnen – wenn auch unter Gefahr – möglich war. Sie haben Salben zubereitet und sind mit ihnen zum Grab gegangen, um dem Freund einen letzten Dienst zu tun.“ „Tun, was üblich und möglich ist. Mir scheint, in diesen Wochen tun das viele Menschen“, sagt Weihbischof Schepers. „Hilfstransporte organisieren, Spenden sammeln, das können wir hier tun. Und viele tun es. Auch damit räumen sie Steine zur Seite.“ Gleiches gelte für die vielen Friedensgebete. Diese Dienste seien „wahrhaft österliche Realitäten“, so Schepers: „In allem Leiden und Sterben werden uns Zugänge zum Leben ermöglicht“. 

Predigt des Weihbischofs als Download

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