Spenden-Challenge: 175 Stunden Sport für den guten Zweck

Südamerika leidet besonders unter der Corona-Krise. Mit einer Spenden-Challenge helfen will deshalb der DJK-Sportverband im Bistum Essen gemeinsam mit dem Hilfswerk Adveniat. Andreas Strüder, geistlicher Beirat des DJK, sammelt Spenden mit Sport. 175 Stunden will er bis Jahresende schaffen.

175 Stunden Sport: Das ist das Ziel, das Andreas Strüder sich selbst bis Ende des Jahres für den guten Zweck gesetzt hat – mit Tennis, Tischtennis, Laufen und Radfahren. Denn 175 Stunden sind 10.500 Minuten. Und rund 10.500 Kilometer sind es von seiner Heimatstadt Bochum bis ins lateinamerikanische Paraguay; dem Land, in dem die Spenden der Challenge Gutes tun sollen. Die Nothilfe der Sozialpastoral in der Hauptstadt Asunción unterstützt dort Menschen in den Armenvierteln vor allem mit Lebensmittel- und Hygienekits oder warmen Mahlzeiten.

Radfahren, Laufen, Tennis und Tischtennis

„Corona verändert gerade ganz viel bei uns, wir dürfen aber die Menschen in Südamerika nicht vergessen, die besonders von der Krise betroffen sind“, sagt Strüder, Geistlicher Beirat des DJK-Sportverbands im Bistum Essen.

Der Sport begleitet den 47-Jährigen schon seit vielen Jahren in seiner Freizeit – da lag die Idee, auf diese Weise Spenden zu sammeln, nicht fern. Seit rund 30 Jahren läuft der Pastoralreferent regelmäßig, am liebsten in seiner Heimatstadt am Kemnader See oder im Weitmarer Holz. Weil es wegen der Corona-Krise aktuell keine klassischen Laufevents gibt, macht Strüder zum Beispiel bei virtuellen Wettkämpfen mit: Zuletzt lief er beim Mittsommerlauf 10 Kilometer ab dem Sonnenaufgang, auf der Strecke alleine und doch gegen hunderte andere Sportler.

Mit dem Rad ist er gerne im ganzen Ruhrgebiet unterwegs sowie einmal im Jahr mit den Altfrid Fightern des Bistums am Nürburgring. Auch das Tennisspielen lernte Strüder schon in seiner Jugend, trainiert seit zwei Monaten wieder regelmäßig mit einer Freundin. Außerdem schlägt er in einem Essener DJK-Verein einmal pro Woche den Tischtennisball über die Platte und will sich in Zukunft auch an Mannschaftsspielen probieren.

5000 Euro als gemeinsames Ziel

Pro Sportstunde geht ein vorher festgelegter Betrag seiner Sponsoren in die Spendenkasse. Auch Stephanie Hofschlaeger, Generalsekretärin des DJK, und DJK-Bundessportarzt Jürgen Fritsch treten mit ihren eigenen Ideen in der Spenden-Challenge „Sein Bestes geben“ an. Das DJK-Team freut sich über weitere Mitstreiter. Am Jahresende wird Bilanz gezogen: Wer die meisten Spenden erreicht, gewinnt. 5000 Euro haben sie sich als gemeinsames Spendenziel zugunsten des Adveniat-Projekts in Asunción gesetzt.

Um sein Ziel von 175 Stunden Sport bis zum Winter zu erreichen oder sogar zu übertreffen, schwingt Andreas Strüder seit Juni mehrmals pro Woche den Tennis- oder Tischtennisschläger, tritt in die Rennradpedale oder schnürt seine Laufschuhe. „Der gute Zweck motiviert natürlich auch nochmal, sich nach der Arbeit zum Beispiel doch nochmal aufs Rad zu schwingen“, sagt der Hobbysportler.

Doppelt so viel Sport wie sonst

21 Stunden und 44 Minuten hat er schon gesammelt. In den Sommerferien will er einen kleinen Puffer mit mehr Sport anlegen, seinen Schnitt im Herbst mit einer Mountainbiketour vorantreiben, um die Stunden flexibel zu sammeln. Denn 25 Stunden im Monat hat er sich zum Ziel gesetzt. „Das ist fast doppelt so viel wie mein normales Sportpensum“, sagt Strüder. „Der Sport an sich ist ja nichts Neues für mich, aber ich merke, dass es mir Spaß macht und kann mir gut vorstellen, das auch in Zukunft weiter intensiver zu machen.“

Weitere Informationen zur Spenden-Challenge gibt es unter www.djk.de/challenge. Spenden können auch direkt an einen der Teilnehmer oder allgemein für das Projekt gespendet werden. Auch wer selbst mit einer Idee Spenden sammeln möchte, kann sich gerne melden.

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