RuhrWort wird Ende 2013 eingestellt

Bistum Essen

Die Veränderung des Medienutzungsverhaltens und die damit einhergehende rückläufige Abonnentenzahl haben zur der Entscheidung geführt, die Wochenzeitung des Ruhrbistums zum Jahresende 2013 einzustellen.


Bistum Essen sucht neue Wege der Kommunikation

RuhrWort, die Wochenzeitung des Bistums Essen, wird zum Jahresende 2013 eingestellt. Diese Entscheidung gab Generalvikar Klaus Pfeffer am Donnerstag, 20. Dezember, in Essen bekannt. Bereits vor einer Woche hatte er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einer Belegschaftsversammlung über das beschlossene Ende der Zeitung  informiert. Betroffen sind 17 Arbeitsplätze in Verlag und Redaktion.

Das 1959 begründete RuhrWort schreibt bereits seit einigen Jahren Verluste. Sowohl die Zahl der Abonnenten als auch die Erlöse aus dem Anzeigengeschäft seien stark rückläufig, begründete Generalvikar Pfeffer die Entscheidung für die Einstellung der Wochenzeitung. Von dem Strukturwandel in den Printmedien, so Pfeffer weiter, seien die Kirchenzeitungen besonders betroffen. Umso mehr verdiene das von Verlag und Redaktion gerade in den zurückliegenden Jahren gezeigte Engagement hohen Respekt und große Anerkennung. Pfeffer versprach den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, jede einzelne Personalsituation sorgfältig zu prüfen und kündigte an, die notwendige Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen  so sozialverträglich wie möglich gestalten zu wollen.

Als Herausgeber der Bistumszeitung sei ihm sei die Entscheidung, RuhrWort Ende des kommenden Jahres einzustellen, nicht leicht gefallen, schreibt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in einem Beitrag der am Samstag, 22. Dezember, erscheinenden Ausgabe der Bistumszeitung. In mehr als fünf Jahrzehnten hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verlag und Redaktion dem Ruhrbistum immer wieder eine eigene publizistische Stimme gegeben. Dafür sei er sehr dankbar. Aber auch die Katholische Kirche könne nicht die Augen davor verschließen, dass sich das Mediennutzungsverhalten verändert habe. Deshalb sei es ihm ein wichtiges Anliegen, nach neuen Wegen zu suchen, die Botschaft des Evangeliums in die Welt zu tragen. Bereits vor mehr als einem Jahr hatte der Ruhrbischof deshalb eine Projektgruppe initiiert, um alternative Konzepte der Medienarbeit und Kommunikation zu erarbeiten. Nachgedacht wird unter anderem darüber, wie neue und größere Zielgruppen erreicht werden können. (ul) 

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