Ruhrbischof: Gottesdienste auf Sonn- und Feiertage beschränken

Bistum Essen

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck verfolgt die dramatische Entwicklung der pandemischen Lage mit großer Sorge. Darum begrüßt er auch die klaren politischen Entscheidungen, die Bund und Länder am heutigen Sonntag, 13. Dezember, in erfreulicher Einmütigkeit entschieden haben.

„Die hohe Zahl der Todesfälle durch Corona kann uns nicht kalt lassen“, sagte Overbeck und verwies zugleich auf die steigende Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. „Jetzt gilt es, Leben zu schützen und unsere Kliniken nicht noch mehr zu überlasten.“ Nach Beratungen mit dem Krisenstab im Bischöflichen Generalvikariat empfiehlt der Bischof deshalb, alle nicht zwingend notwendigen Kontakte im kirchlichen Leben des Bistums Essen weiter zu reduzieren. Die öffentlichen Gottesdienste sollten möglichst auf die Sonn- und Feiertage beschränkt werden, so Overbeck. „Ich bin mir sehr bewusst, dass eine breite Öffentlichkeit sehr kritisch auf die Möglichkeiten der Religionsgemeinschaften blickt, unter bestimmten Bedingungen weiterhin Gottesdienste feiern zu dürfen“, gestand der Ruhrbischof ein. „Wir sollten deshalb sehr sorgsam und sensibel an den kommenden Feiertagen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.“

Darüber hinaus empfiehlt Overbeck den Pfarreien und Gemeinden unter anderem, auf die Feier der werktäglichen Gottesdienste weitgehend zu verzichten. Begräbnisfeiern sollten vorerst nur auf dem Friedhof stattfinden, Tauffeiern nach Möglichkeit auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Außerdem legt er den Gruppen, Vereinen und Verbänden dringend nahe, auf Zusammenkünfte vorerst zu verzichten.

„Wir haben immer gewusst, dass das Weihnachtsfest in diesem Jahr nicht wie gewohnt gefeiert werden kann“, so der Bischof. Aber auch angesichts der neuerlichen Verschärfung der vielen Einschränkungen falle das Weihnachtsfest nicht aus. „Wir glauben fest und zuversichtlich daran, dass Gott uns Menschen nahe ist - gerade in schwierigsten Zeiten“. Gerade dort, wo jetzt Menschlichkeit und Solidarität gelebt werde, könne Gott konkret erfahrbar sein. Darum gelte es jetzt, all diejenigen nicht aus dem Blick zu verlieren, die unter Einsamkeit zu leiden haben, die in Quarantäne aushalten müssen und die schwer erkrankt sind. Ganz besonders aber verdienten all diejenigen Respekt und Anerkennung, die in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und -diensten weit über die Grenzen ihrer Kraft hinaus im Einsatz sind für andere Menschen.

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