von Cordula Spangenberg

Energisches Engagement für Benachteiligte: Rosemarie Engels verstorben

Eine begnadete Netzwerkerin und Ideengeberin ist gestorben

Rosemarie Engels, langjährige Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Essen, ist in der Nacht zum 26. April im Alter von 75 Jahren verstorben. In verschiedensten Gremien des Bistums Essen und seiner Caritas ebenso wie der Stadt Essen hat Engels sich über viele Jahrzehnte unverzichtbar gemacht mit ihrem Talent, Menschen zu vernetzen und zu aktivieren, um soziale Projekte auf den Weg zu bringen.

Viele Initiativen tragen die Handschrift von Rosemarie Engels

In 20 Jahren hat der SkF unter ihrer Geschäftsführung zahlreiche neue Anlaufstellen gegründet: Ob die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“, die Gründung des Vereins „Tageseltern e.V.“, das „Café Schließfach“ für drogensüchtige und obdachlose Frauen, die „Essener Tafel“, das Frauenhilfsprojekt „Frape“, die Notschlafstelle für Essener Jugendliche „Raum 58“, das Wohnprojekt für minderjährige Mütter „teen and baby“ oder der Secondhand-Laden „Hosenmatz“ – viele Projekte und Initiativen in Essen tragen die Handschrift von Rosemarie Engels. 

Im Diözesan-Caritasverband für das Bistum Essen hat Engels in unterschiedlichen Funktionen ehrenamtliche Verantwortung übernommen, unter anderem im Vorstand sowie in der Vernetzung der Ruhr-Caritas mit dem Deutschen Caritasverband. Auch diversen Gremien der Stadt Essen gehörte Rosemarie Engels an: dem Jugendhilfeausschuss, dem Sozialausschuss und dem Arbeitskreis Wohnungsnotfälle. Ihre Rolle als Activity-Beauftragte des Lions-Clubs nutzte sie, um Spendengelder für Einrichtungen wie etwa das Essener Kinder-Palliativ-Netzwerk einzuwerben.

Großer Einsatz für die Malteser im Bistum Essen

Dreieinhalb Jahre war Engels Diözesanoberin der Malteser im Bistum Essen. Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit unterstützte sie durch ihr breites Netzwerk maßgeblich den Aufbau des inzwischen bundesweit zweitgrößten Standortes der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung. Auch nach der Eröffnung stand Rosemarie Engels der Notfalleinrichtung stets als Beraterin und Fundraiserin zur Seite.

Trauergottesdienst und Beisetzung

Die Exequien werden am Montag, 2. Mai, um 9 Uhr in der Düsseldorfer Pfarrkirche St. Mariähimmelfahrt, Im Grund 99, gehalten. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Katholischen Friedhof Kaiserswerth, Schleifergasse, in Düsseldorf.

Ende 2019 hatte die gebürtige Duisburgerin, die in Mülheim aufgewachsen ist und zuletzt in Düsseldorf-Kaiserswerth lebte, sich aus gesundheitlichen Gründen aus ihrem langjährigen Engagement als begnadete Netzwerkerin und Ideengeberin verabschiedet. Für ihren außergewöhnlichen Einsatz wurde sie mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Rosemarie Engels hinterlässt zahllose traurige Freunde und Weggefährten.

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