von Thomas Rünker

Prälat Otmar Vieth feiert Goldenes Priesterjubiläum

Feierlicher Gottesdienst am Samstag, 2. Februar, um 17.30 Uhr im Dom für den langjährigen Dompropst und früheren Essener Stadtdechanten.

Mit einem festlichen Gottesdienst feiert der Essener Dom am Samstag, 2. Februar, um 17.30 Uhr das Goldene Priesterjubiläum des langjährigen Dompropstes und früheren Essener Stadtdechanten Prälat Otmar Vieth. Zugleich gedenkt das Ruhrbistum in dieser Messe des am 4. Februar vor fünf Jahren verstorbenen Bischofs Hubert Luthe. Musikalisch wird der Gottesdienst von Domorganist Sebastian Küchler-Blessing und dem Domchor begleitet, der Andrew Lloyd Webbers „Missa Princeps Pacis“, C. Villiers Stanfords „Nunc Dimittis“ und William Byrds „Ave Verum Corpus“ präsentiert. Nach dem Gottesdienst können die Gläubigen zudem den Blasiussegen erhalten.

Otmar Vieth wurde zwar am 10. August 1941 in Bochum geboren und dort am 30. Januar 1969 auch zum Priester geweiht – besonders verbunden ist Vieth aber bis heute der Ruhrmetropole Essen. Schon seine Kaplanszeit verbrachte er in Essen-Frillendorf und -Rüttenscheid und wechselte dann 1974 als Leiter der Abteilung Sozialwesen ins Bischöfliche Generalvikariat. Dort galt sein besonderes Engagement der Betriebsseelsorge und der Gemeinsamen Sozialarbeit der Konfessionen (GSA) im Bergbau und bei Opel. Im gleichen Jahr wurde er zum Domvikar ernannt und übernahm zwei Jahre später die Aufgabe des Domzeremoniars am Essener Dom.

Mit seiner Ernennung zum Stadtvikar in Essen wurde er 1982 „rechte Hand“ des damaligen Stadtdechanten Karl Zurnieden. Seit 1985 wirkte Vieth als Pfarrer an St. Dionysius in Essen-Borbeck, von 1985 bis 1995 war er zudem Dechant des Dekanates Essen-Borbeck. Essener Stadtdechant wurde er 1988. Als Nichtresidierender Domkapitular gehört Vieth seit 1990 dem Essener Domkapitel an.

Am 10. Januar 2005 ernannte Bischof Felix Genn Vieth zum Nachfolger von Prälat Günter Berghaus als Dompropst des Domkapitels an der Hohen Domkirche zu Essen. Eine besondere Ehre wurde dem Essener Dompropst 2007 mit der Ernennung zum „Päpstlichen Ehrenprälat“ durch Papst Benedikt XVI. zuteil. Im Oktober 2008 wurde er in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenstadtdechanten ernannt.

Aus gesundheitlichen Gründen bat Vieth 2013 um seine Emeritierung und wurde am 15. Dezember als Dompropst verabschiedet. Der Domkirche blieb er seitdem dennoch eng verbunden – so wie den Eucharistischen Ehrengarden, die er lange als Geistlicher Diözesanehrenoberst begleitet hat. In seinem Ruhestand widmet sich Vieth nun intensiv der reichhaltigen Geschichte der Essener Dominsel. Die Domschatzkammer kennt ihn als „intensiven Nutzer des Münsterarchivs“. Unter anderem habe er sich zuletzt mit der Innenstadtkirche St. Gertrud oder der Rüttenscheider Siechenhauskapelle beschäftigt.

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