von Thomas Rünker

Missbrauchsbetroffene sprechen bei Mahnwache mit Bischof Overbeck

Vor dem Bischofshaus hatten Missbrauchsbetroffene und katholische Initiativen am Freitag zu einer Mahnwache für die Betroffenen von sexuellem Missbrauch in der Kirche eingeladen. Zusammen mit Generalvikar Klaus Pfeffer, der Präventionsbeauftragten Dorothé Möllenberg und Dompropst Thomas Zander kam Bischof Overbeck dazu und antwortete auf Fragen.

Im Kampf gegen sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche hat sich Bischof Franz-Josef Overbeck erneut für systemische Veränderungen in der Kirche ausgesprochen: „Wir müssen alles tun, um Missbrauch zu verhindern, aber auch das verändern, was ihn erst möglich gemacht hat“, sagte der Ruhrbischof am Freitag in Essen. Zusammen mit Generalvikar Klaus Pfeffer, der Präventionsbeauftragten Dorothé Möllenberg und Dompropst Thomas Zander stellte sich Overbeck am Nachmittag den Fragen von Besuchern einer Mahnwache vor dem Bischofshaus. Neben zahlreichen Medienvertretern waren knapp 50 Männer und Frauen der Einladung von Missbrauchsbetroffenen und katholischen Initiativen wie Maria 2.0 gefolgt und hatten im Gedenken an Missbrauchsopfer auf dem Burgplatz am Essener Dom Kerzen aufgestellt.

Der Ruhrbischof bekräftigte seine Bereitschaft, mit den Betroffenen einen gemeinsamen Weg der Begleitung und Unterstützung zu gehen. Dabei verwies er auf die erfolgreiche Gründung eines Betroffenenbeirats, der gerade seine Arbeit aufgenommenen hat.

In den weiteren Gesprächen verwies Overbeck auf die intensive Präventionsarbeit in den Pfarreien und katholischen Einrichtungen des Ruhrbistums sowie auf die Interventionsarbeit in der Aufarbeitung konkreter Missbrauchsfälle. Er führte aber auch die bundesweiten Diskussionen etwa um die Fragen von Macht und Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche an, um die – als eine Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal – derzeit im Reformdialog Synodaler Weg gerungen werde. Dabei gehe es nicht nur um Strukturen, sondern vor allem um Inhalte, betonte der Bischof: „Uns bindet der Glaube an den lebendigen Gott!“ Overbeck dankte den Besucherinnen und Besuchern aus Pfarrgemeinden aus Essen und den umliegenden Städten für ihr tatkräftiges und kritisches Engagement: „Mir ist wichtig, dass wir solidarisch zusammenstehen.“

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