von Thomas Rünker

Gelsenkirchener Jugendzentrum „JuHU“ schließt zum Jahresende

„Die Luft war raus“, begründet der Vorstand die Entscheidung, das gemeinsame Jugendzentrum der beiden Gelsenkirchener Pfarreien St. Urbanus und St. Hippolytus zu beenden. 2021 soll eine letzte Party folgen. Die Arbeit an kreativen und innovativen Ideen, Kirche und Glauben zu gestalten, gehe nun in neuen Projekten der beiden Pfarreien weiter, schreibt der „JuHU“-Vorstand.

Rock-Konzerte in der Kirche oder adventliche „Atempausen“ für Jugendgruppen-Leiter: Nach elf Jahren innovativer und kreativer Jugendarbeit schließt in diesen Tagen das Gelsenkirchener „JuHU“, das gemeinsame Jugendzentrum der Pfarreien St. Hippolytus und St. Urbanus. Zuletzt sei „die Luft raus“ gewesen und „das sprichwörtliche Feuer hat nicht mehr so gebrannt wie am Anfang“, schreiben die Organisatoren zur Begründung. „Wir haben uns deshalb entschieden, selbst einen Schlusspunkt zu setzen, bevor es einfach im Sande verläuft”, so Vorstandsmitglied Ronja Voigt.

„Das JuHU versuchte für jeden etwas anzubieten.“

„Ziel des JuHU war es immer, Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen. Egal ob sie Kirche nahestanden oder fern, egal ob sie Gott für sich gefunden hatten oder noch auf der Suche waren. Das JuHU versuchte für jeden etwas anzubieten”, beschreibt Vorstandskollege Tristan Timpert den Charakter des Zentrums, das am 28. Februar 2009 eröffnet worden war.

Seitdem hat das „JuHU“ allein zehn Mal zu „Rock The Church“ in die Kirche St. Ludgerus in Gelsenkirchen-Buer eingeladen: Mit lautstarken Boxen, bunten Strahler und einer Bühne wurde das Gotteshaus in eine besondere Konzerthalle verwandelt – immer mit dem Ziel „neue und andere Zugänge und Möglichkeiten der Begegnung mit Kirche zu schaffen“, wie es das „JuHU“-Team beschreibt.

„Rock the Church“ und „Coffee to Stay“

Andere „JuHU“-Aktionen waren deutlich kleiner und ruhiger, wie die monatlichen Jugendgottesdienste oder „Coffee to Stay“: Die Einladung am Allerheiligentag auf dem Gelsenkirchener Hauptfriedhof, bei einem Heißgetränk und einem Gespräch zur Ruhe zu kommen. Für großes, auch überregionales Interesse sorgte indes im vergangenen Jahr die Lego-Bibel-Mitmachausstellung #1000Steine. „Bei unseren Aktionen konnten immer alle ihre Ideen einbringen und umsetzen. Wir haben immer versucht, eine positive Kultur des Scheiterns zu leben. Jeder durfte Dinge ausprobieren und Fehler konnten passieren. Auch dafür war das JuHU da”, beschreibt Vorstandsmitglied Vivian Hölzner die Atmosphäre.

Arbeit an kreativen und innovativen Ideen für Kirche und Glaube geht weiter

Nun wäre das „JuHU“ kein Jugendzentrum, wenn nicht auch zum Abschied noch einmal ordentlich gefeiert würde. Da das aktuell wegen der Corona-Pandemie nicht möglich ist, hofft der Vorstand, die große Abschlussparty im neuen Jahr nachholen zu können. Und auch mit kreativen und innovativen Ideen, die Kirche und Glauben gestalten, werde es in St. Urbanus und St. Hippolytus weitergehen, betont der Vorstand: Viele ehemalige JuHU-Mitglieder seien jetzt in Arbeitskreisen der Pfarreien aktiv und planten dort an neuen Aktionen und Projekten. „Wir wollen weiterhin zeigen, dass Kirche lebendig ist und unseren Teil dazu beitragen“, so Ronja Voigt.

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