Doppel-Jubiläum für die Chefs von Dom und Bistumsverwaltung

Generalvikar Klaus Pfeffer und Dompropst Thomas Zander feiern am Pfingstmontag ihre 25-jährigen Priesterjubiläen mit einem Festgottesdienst mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck im Essener Dom.

Zwei besondere Priesterjubiläen feiert das Bistum Essen am Pfingstmontag, 5. Juni, um 10 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst im Essener Dom. Sowohl der Generalvikar des Bistums, Klaus Pfeffer, als auch Dompropst Thomas Zander blicken an diesem Tag auf 25 Jahre als Priester im Bistum Essen zurück. Bischof Franz-Josef Overbeck wird die Festmesse mit den Jubilaren sowie zahlreichen Gläubigen und Ehrengästen feiern. Musikalisch gestaltet ein Vokalensemble unter der Leitung von Harald Martini, Leiter der Essener Domsingknaben, den Gottesdienst mit der „Mainzer Messe“ von Thomas Gabriel.

Bei allen Unterschieden verbindet die beiden bekennenden Schalke-Fans, dass sie vor Theologiestudium und Priesterweihe zunächst einen anderen Beruf ergriffen haben. Der 1962 in Gelsenkirchen-Buer geborene Zander absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bauzeichner und schwenkte erst nach dem Fachabitur an der Fachoberschule für Technik und Zivildienst in den theologischen Bereich ein. Der heutige Generalvikar Pfeffer erblickte 1963 im märkischen Werdohl das Licht der Welt, wuchs im benachbarten Neuenrade auf und machte nach dem Abitur zunächst ein Volontariat bei der Tageszeitung „Süderländer Volksfreund“. Nach zwei Jahren als Journalist schrieb er sich dann aber doch an der Ruhr-Uni Bochum für das Fach Theologie ein.

Nach der Priesterweihe 1992 durch Bischof Hubert Luthe und einigen Jahren als Kapläne waren beide Jubilare zunächst in der Jugendseelsorge tätig. Zander wurde 1996 Stadtjugendseelsorger im Stadtdekanat Bochum-Wattenscheid und wechselte 2002 in die Hochschulseelsorge: Bischof Luthe ernannte ihn zum Diözesanhochschulpfarrer und Leiter des Katholischen Hochschulzentrums Bochum. Pfeffer war ab 1996 Stadtjugendseelsorger in Duisburg, bevor er im Jahr 2000 die Leitung der Jugendbildungstätte St. Altfrid in Essen-Kettwig übernahm. 2006 wurde Pfeffer zudem zum Diözesanjugendseelsorger ernannt.

Während Zander ab dem Jahr 2004 bis zu seinem Wechsel an den Dom das Bischöfliche Tagungszentrum Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen-Werden leitete, wechselte Pfeffer sechs Jahre später komplett in die Bistums-Verwaltung. Schon 2006 war Pfeffer als Diözesanjugendseelsorger auch die Leitung der Abteilung „Kinder und Jugend / Bischöfliches Jugendamt“ im Generalvikariat übertragen worden. Im Jahr 2010 beendete er seine Tätigkeit in Haus Altfrid, wurde erst stellvertretender Personaldezernent und knapp ein Jahr später Personaldezernent und Stellvertreter des Bischöflichen Generalvikars. Im November 2012 ernannte Bischof Overbeck Pfeffer zu seinem Generalvikar, also gewissermaßen zum Verwaltungschef des Bistums.

In diesem Amt hat dergebürtige Sauerländer seitdem zahlreiche Akzente gesetzt, die auch über das Ruhrbistum hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt haben. So hat Pfeffer gemeinsam mit Bischof Overbeck nach der Schockstarre des im Jahr 2010 aufgedeckten Missbrauchsskandals, aber auch der Unzufriedenheit nach den Pfarrei-Umstrukturierungen wenige Jahre zuvor einen bistumsweiten Dialogprozessvoran getrieben, der im Jahr 2013 in das Zukunftsbild des Bistums Essen gemündet ist. Seitdem fördert Pfeffer insbesondere Projekte, die die Kirche im Bistum Essen mit Menschen in Verbindung bringen sollen, die bislang wenig Kontakt zur Kirche haben. Zugleich drehen sich die derzeit unter seiner Regie laufenden Entwicklungsprozesse in den Pfarreien des Ruhrbistums um die Frage, wie die Katholiken in Zukunft mit weniger Mitgliedern und tendenziell weniger Geld Kirche sein wollen. Wie Pfeffers persönliche Vision der katholischen Kirche aussieht, hat er Anfang des Monats in seinem Buch „Christsein ist keine einfache Angelegenheit“ dargelegt: Neben einer intensiven Beschäftigung mit dem evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer hat Pfeffer in dem Werk auch eine ganz persönliches Kirchenbild für die Zukunft veröffentlicht, das eine deutlich ökumenischer ausgerichtete, kleinere, aber nach wie vor gesellschaftlich relevante Kirche beschreibt.

Thomas Zander übernahm Anfang 2014 als Dompropst die Leitung des Domkapitels und damit die Verantwortung für das religiöse und kulturelle Programm im Dom, in der Anbetungskirche und in den daran angeschlossenen Einrichtungen wie der Domschatzkammer oder der Dommusik. Unter seiner Regie hat der Dom vor allem im vergangenen Jahr im Rahmen der Feiern zum 700-jährigen Bestehen des gotischen Teils der Kathedralkirche für Schlagzeilen gesorgt. Große Festmessen gehörten ebenso zum Programm wie stimmungsvolle Gottesdienste bei Kerzenschein und gregorianischer Musik, ein Auftritt der Bundeswehr-Big-Band oder das Finale des "Preacher-Slam"-Wettbewerbs im Ruhrbistum.

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