Der Papst – ein Brückenbauer?

„Pontifex maximus“: Essener Bistumsmagazin BENE spürt der Bedeutung des päpstlichen Beinamens nach und richtet den Blick auf die Zukunft der Frauen in der Katholischen Kirche.

In einem Heft über Brücken und anderes Verbindendes darf der Papst als „Pontifex maximus“, als „größter Brückenbauer“ natürlich nicht fehlen. In der aktuellen Ausgabe des Bistumsmagazins BENE erklärt der Essener Domkapitular Michael Dörnemann, dass es schon im alten Rom das Amt eines ,Pontifex maximus’ gab: „Das waren die Zuständigen für den Kult, für den Sakralbereich“. Die römischen Kaiser hätten diesen Beinamen dann irgendwann übernommen, bevor man ihn später auf die Päpste übertrug. „Vor allem ab dem Mittelalter ist der Begriff dann richtig populär geworden, als man in der Renaissance die römische und griechische Antike wiederentdeckte ,Pontifex maximus’ galt als ein Ehrenprädikat der Päpste“, weiß Dörnemann.

Im Laufe der Geschichte hätten viele Päpste ihren Beinamen ernst genommen und versucht, in ihrer Zeit als „Pontifex maximus“ zwischen Menschen und ihren unterschiedlichen Interessen zu vermitteln, sagt Dörnemann. Er verweist auf Papst Johannes XXIII. (1881–1963). Als die USA und Russland 1962 in der Kubakrise in einen schweren Konflikt gerieten, habe der Papst zwischen den Oberhäuptern beider Staaten vermittelt und so mit dafür gesorgt, dass aus der Krise kein Atomkrieg entstanden sei. Ein Jahr zuvor habe Papst Johannes XXIII zudem das Zweite Vatikanische Konzil einberufen und mit diesem weltweiten Bischofstreffen auch innerhalb der Kirche wichtige Brücken gebaut.

Die Zukunft ist weiblich

Mit dem Amtsantritt von Papst Franziskus 2013 verbanden viele die Hoffnung, dass der neue Pontifex Brücken in die Moderne bauen würde. Große Reformen blieben jedoch zur Enttäuschung vieler aus.„Es wird an zukünftigen Päpsten liegen, neue Brücken zu bauen zu Themen wie dem Zugang für Frauen zum Priesteramt“, so der Essener Domkapitular in BENE. „Es gibt immer weniger Priester und pastorale Kräfte. Und Frauen haben die Fähigkeiten, die wir in der Kirche dringend brauchen. Von daher darf dieses Thema nicht beendet sein“, ist Dörnemann überzeugt. Der Brückenbau wird die Kirche auch in Zukunft beschäftigen.

BENE ist das Mitgliedermagazin des Bistums Essen, erscheint fünfmal im Jahr und wird an 500.000 katholische Haushalte im Ruhrgebiet und im märkischen Sauerland verschickt. Neben der gedruckten Variante gibt es BENE auch als kostenloses Online-Magazin auf www.bene-magazin.de zu lesen.

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