Bistum wirbt mit neuem Handbuch für Willkommenskultur in Kirchengemeinden

Bistum Essen

„Herzlich.Kirchlich“ gibt Gemeinden, Verbänden und anderen katholischen Einrichtungen 278 Seiten Praxistipps für eine offenere und gastfreundlichere Haltung.

Vom Anrufbeantworter über einen Begrüßungsdienst und die „Offene Kirche“ bis hin zu Weihnachtsgottesdiensten – auf 278 Seiten präsentiert das Bistum Essen jetzt in einem neuen Handbuch praktische Tipps für eine Willkommenskultur in Kirchengemeinden. „Herzlich.Kirchlich.“ ist der Titel des Ringbuchs das Haupt- und Ehrenamtliche in Gemeinden, kirchlichen Verbänden und anderen katholischen Einrichtungen zu einer offeneren Haltung ermutigen möchte, beschreibt es Michael Meurer, Projektleiter und Mit-Herausgeber des Handbuchs. Dabei gehe es nicht darum, die Menschen, die ins Pfarrbüro kämen, den Kommunionkinder-Elternabend besuchten oder einen Gottesdienst mitfeiern wollten zu vereinnahmen, betont er: „Unsere Gäste dürfen frei entscheiden, ob sie bleiben wollen. Eine einladende, gastfreundliche Kirche will nicht vereinnahmen, sondern wertschätzende Begegnung ermöglichen“. Das neue Handbuch liefere dabei keine Patentrezepte, „sondern gibt Anregungen und Hinweise, wie wir noch mehr als einladende Kirche wahrgenommen werden können“. Es ist das Ergebnis einer rund dreijährigen Projektarbeit im Rahmen des Zukunftsbilds im Bistum Essen.

Erst-Kontakt über den Anrufbeantworter

Einer der Hinweise in „Herzlich.Kirchlich.“ lautet: „Rufen Sie einmal den Anrufbeantworter ihrer Gemeinde an.“. Oft sei dies einer der ersten Kontakte mit der katholischen Einrichtung, zudem würden sich dort Menschen mit den unterschiedlichsten Anliegen melden, heißt es im Handbuch – „vom plötzlichen Trauerfall bis zur Beschwerde über die laute Musik im Gemeindeheim“. Um möglichst allen Anrufern gerecht zu werden rät das Buch zu einer knappen und informativen Ansage, die neben dem Hinweise auf die nächsten Öffnungszeiten auch einen Rückruf zusichert – idealerweise mit der Angabe, bis wann. Das Handbuch belässt es aber nicht bei theoretischen Tipps, sondern gibt an vielen Stellen möglichst praxisnahe Beispiele, nicht nur für Anrufbeantworter-Texte, sondern auch für Einladungsbriefe, Checklisten für Veranstaltungen oder Anregungen für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit.

Ringbuch ermöglicht Aufnahme weiterer Tipps

Zudem betonte Meurer: „Unser Reader ist nicht fertig!“ Bewusst wird „Herzlich.Kirchlich.“ nicht als festes Buch, sondern als Ringbuch vertrieben. So sollen in Zukunft weitere gute Beispiele und Ideen aus Gruppen, Verbänden, Pfarreien und Gemeinden aufgenommen werden. Wer sich für das Handbuch interessiert, kann es für 5 Euro im Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, erwerben (Di bis Do, 10 bis 18.30 Uhr, Fr 10 bis 15 Uhr). Kunden, die dort ihre Adresse hinterlassen, erhalten dann auch künftige Nachlieferungen. Kostenlos kann das Handbuch in der jeweils aktuellen Form auf der Internetseite willkommen.bistum-essen.de abgerufen werden. Auf dieser Seite stellt das Bistum Essen zudem gelungene Beispiele für Willkommenskultur in seinen Kirchengemeinden vor.

Neben dem neuen Handbuch können sich haupt- und ehrenamtlich Engagierte in den Kirchengemeinden des Ruhrbistums auch in eigenen Workshops in Sachen Willkommenskultur weiterbilden. Interessenten melden sich bei Michael Meurer.

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