von Ulrike Beckmann

Bistum ehrt Eberhard Lang und Margit Jung aus Bottrop mit dem Ehrenzeichen

Stadtdechant Cleve überreichte die Anerkennung für das langjährige Engagement im Bottroper Katholikenrat.

Für ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Bottroper Stadtkirche sind Eberhard Lang und Margit Jung jetzt mit dem Ehrenzeichen des Bistums Essen ausgezeichnet worden. Beim Jahresabend des Bottroper Katholikenrates am Freitag, 25. November, überreichte Stadtdechant Propst Jürgen Cleve den beiden Engagierten die Ehrung, die von Franz Kardinal Hengsbach gestiftet wurde, in Form von Urkunde, Anstecknadel und Medaille. „Lichtvolle Momente, Wärme und Zuversicht“, verbinde sie mit den beiden Geehrten, betonte Gabriele Eichwald-Wiesten, die neue Vorsitzende des Katholikenrats. Jung und Lang hätten sich eingebracht und herausgewagt und damit gezeigt „was in ihnen lebt“. Parteinahme für die Armen und Schwachen in der Stadt Bottrop, Solidarität und Mitleiden seien sichtbare Zeichen dafür gewesen, so Eichwald-Wiesten.

Seit 2014 Vorsitzender des Bottroper Katholikenrats

Eberhard Lang war seit 2014 Vorsitzender des Bottroper Katholikenrats. In dieser Aufgabe organisierte und gestaltete er im Jahr 2018 maßgeblich das große Barbaramahl – ein Wohltätigkeitsessen, das seit seinem Start im Kulturhauptstadtjahr 2010 wechselnd in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets stattfindet. Ein weiteres wesentliches Projekt, das der 79-Jährige als Mitglied des Katholikenrats begleitete, war die sogenannte Lesewand. Am ehemaligen katholischen Stadthaus zeigt sie auf einer Breite von 14 Metern die Bottroper Stadt- und Kirchengeschichte und war ebenfalls ein Beitrag der Kirchen zum Kulturhauptstadtjahr. Lange Jahre war Eberhard Lang, der wie Margit Jung in der Propsteipfarrei St. Cyriakus beheimatet ist, zudem Vorsitzender des Pfarrgemeinderats. Bis heute ist er für den Barbaraheim e. V. im Einsatz, der aus der ehemaligen und gleichnamigen Kirchengemeinde hervorgegangen ist. Auch wenn er den Vorsitz des Katholikenrats in diesem Jahr abgegeben hat, bleibt er weiterhin Mitglied. Er nimmt aktiv am kirchlichen Leben teil und bringt sich in kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen der Stadtgesellschaft ein.

Ein Herz für die katholische Verbandsarbeit

Margit Jung gehörte seit rund 20 Jahren dem Bottroper Katholikenrat an. Sie scheidet in diesem Jahr unter anderem aus gesundheitlichen Gründen aus. Prägend für die vergangenen zwei Jahrzehnte waren für sie beispielsweise die Besuche von Katholikentagen und Ökumenischen Kirchentagen mit der Umsetzung unterschiedlicher Projekte. Darüber hinaus zählte auch die Installation der Ausstellung „Schätze“ in der ehemaligen Bottroper Kirche Heilig Kreuz – heute Kulturkirche – dazu, mit der die Umnutzung sakraler Bauten thematisiert wurde. Die 65-Jährige ist außerdem in die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen entsandt. 2019 organisierte sie maßgeblich den „Ökumenischen Stadtkirchentag“, der ohne ihren großen Einsatz nicht hätte stattfinden können. Margit Jung liegt auch die katholische Verbandsarbeit am Herzen. Seit 1991 gehört sie der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) an – 22 Jahre davon im Vorstand. 2006 wurde sie Mitglied der Kolpingsfamilie Bottrop Mitte und sorgt unter anderem als Sprecherin des Kolping-Bezirksverbands Bottrop dafür, die Kolpingsfamilien der Stadt zusammenzuführen. Mit der 2018 von ihr ins Leben gerufenen interkulturellen und interreligiösen Frauengruppe „Effata“ leistet die SPD-Ratsfrau darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Dialog und zur Integration in der Stadtgesellschaft.

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