Arbeitsbedingungen kein Grund für Abbrüche der Freiwilligendienste im Bistum Essen

Bistum Essen

Wenn junge Leute vorzeitig ihren Freiwilligendienst im Bistum Essen verändern, sind vor allem spontane Änderungen in der Lebensplanung der Grund. Rund jeder zehnte Freiwillige verlängert seinen Dienst sogar. Viele Freiwillige bewerten die Zeit als überdurchschnittlich positiv.

Nicht die Arbeitsbedingungen, sondern vor allem spontane Änderungen der Lebensplanungen von jungen Leuten sind nach Ansicht der Freiwilligendienste im Bistum Essen der Grund dafür, dass Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen Jahr oder dem Bundesfreiwilligendienst ihr Engagement vorzeitig beenden. Das betont Birgitta Kelbch, die pädagogische Leiterin der Freiwilligendienste im Bistum Essen, angesichts der aktuellen bundesweiten Diskussion über die Zahl der Abbrecher bei diesen Angeboten.

Junge Menschen, die ihre Freiwilligendienste vorzeitig beenden, entscheiden sich häufig schon in den ersten Monaten für einen anderen Ausbildungsweg nach der Schule, so die Erfahrung im Bistum Essen. Im Kursjahr 2016/2017 hatten 489 Jugendliche ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst im Bistum Essen begonnen. Die Abbrecherquote lag bei rund 40 Prozent, die Gründe für einen Abbruch lägen aber weder in der Qualität der Dienste und den Arbeitsbedingungen noch im Bildungsprogramm, sagt Kelbch. 35 der insgesamt 188 abgebrochenen Dienste hätten in den ersten zwei Monaten stattgefunden. „Unserer Erfahrung nach handelt es sich hierbei vielfach um Personen, die über die Nachrückverfahren an den Universitäten noch einen Studienplatz erhalten“, so Kelbch.

Junge Leute in Umbruchsituationen

Weitere Gründe für diese vorzeitigen Beendigungen seien vielfach der Wunsch, vor Studien- oder Ausbildungsbeginn mehr Freizeit zu haben oder sich durch Sprach- und Fachkurse auf das Studium vorzubereiten. „Junge Menschen befinden sich nach der Schule einfach in Umbruchsituationen. Wenn jemand vorzeitig die Chance auf einen Ausbildungsplatz oder eine andere Lebenserfahrung bekommt, wollen wir ihn ja nicht zwingend bei uns behalten“, so Kelbch.

Freiwillige im Bistum Essen sind überdurchschnittlich zufrieden

Rund 13 Prozent der Freiwilligen im vergangenen Kursjahr verlängerten ihren Dienst im Bistum Essen sogar. Bei einer bundesweiten Freiwilligenabfrage der katholischen Träger sind die Freiwilligen im Bistum Essen mit den Seminaren des Trägers sowie mit der Begleitung durch die Mitarbeiter sehr zufrieden. Ebenso würden sehr viele Jugendliche ihren Freunden die Freiwilligendienste im Bistum Essen empfehlen. Auch die Zufriedenheit mit den Einsatzstellen wurde überdurchschnittlich gut bewertet.

Junge Leute, die sich für einen Freiwilligendienst in einer katholischen Einrichtung im Ruhrbistum interessieren, können sich online auf der Seite freiwilligendienste.bistum-essen.de informieren.

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse