von Lisa Mathofer

Weihbischof Schepers: Glaube als heilsamer Atemhauch

Den eigenen Glauben wie heilsamen Atem zu verbreiten, und so auf die christliche Botschaft hinzuweisen, dazu rief Weihbischof Ludger Schepers in seiner Predigt am Pfingstsonntag im Essener Dom auf.

Auf Luft als notwendige aber zu schützende Ressource zum Leben verwies Weihbischof Ludger Schepers zu Beginn seiner Predigt am Pfingstsonntag, 20. Mai. So wie bei der Geburt, beim ersten Atemzug, sei der Mensch auch in seinem weiteren Leben immer auf den Atem angewiesen: „Der Schrei, der Seufzer, der geformte Laut, das Wort, der Gesang, das Wahrnehmen von Geräuschen – in all dem spielen der Atem, die Luft, eine tragende Rolle.“

Atem als göttliches Geschenk

Diese Begabung atmen zu können, werde auch in biblischer Tradition als göttliches Geschenk empfunden. Schepers verwies auf die Schöpfungsgeschichte, in der Gott dem ersten erschaffenen Menschen den Lebensatem in die Nase bläst und ihn so zu einem lebendigen Wesen macht. „Es ist sinnvoll und schön, den Atem als wunderbare Gabe, als göttliches Geschenk zu verstehen“, sagte Schepers. Dennoch sei auch die Atemnot ein Teil dieser Gabe – eine Spannung, die Menschen heute erleiden, so wie auch Jesus sie zwischen eigenem Leben und Tod verkörpert habe.

„Ich wünsche Ihnen und mir, dass unser Glaube dazu beiträgt, dass manche asthmatische Verengung in unserer Kirche, in unserer Welt doch Linderung erfährt und vielleicht sogar gelöst wird“, sagte Schepers. Christlicher Glaube trage die Begabung in sich, heilsamer Hauch zu sein, der wohltuend inhaliert werden kann.

Wie ein guter Duft – anziehend und wirksam

So wie gläubige Christen vor allem an Pfingsten mit den Gaben des Heiligen Geistes wirksam werden, so müssten sie auch ihren eigenen Glauben wie einen Atemhauch nach außen tragen: „Wie ein guter Duft sollen wir anziehend und wirksam Menschen auf die Frohe Botschaft hinweisen, aus der wir selber leben.“

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