von Cordula Spangenberg

Vorbildlich ökologisch: Auszeichnung für Katholische junge Gemeinde

Die Auszeichnung signalisiert: Ihr seid keine Einzelkämpfer im Umweltschutz.

Fair gehandelte Lebensmittel, Ökostrom, Recycling, Boykott von Coca Cola und Nestlé: Für sein Engagement für Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit ist der Diözesanverband der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) mit dem Zertifikat „ökologisch und fair im Bistum Essen“ ausgezeichnet worden. Aufgrund der noch geltenden Hygieneregeln konnte die Auszeichnung nur im kleinen Kreis übergeben werden. Bischof Franz-Josef Overbeck würdigte deshalb per Video das besonderes Engagement der jungen Menschen, das über den Rahmen der Kirche weit hinausreiche: „Es passt mitten in unsere Zeit, die sich ökologisch und sozial neu aufstellen muss – eine der großen politischen Aufgaben, vor denen wir stehen, und für die wir auch als Kirche einen wichtigen Beitrag leisten müssen“, sagte Overbeck.

Den Klima- und Umweltkillern den Kampf ansagen

Bei der KjG im Bistum Essen gibt es nur noch FairTrade-Kaffee und –Schokolade. Der Boykott von Produkten der umweltpolitisch umstrittenen Konzerne Coca Cola und Nestlé, der bei der KjG in Essen seinen Anfang nahm, wird mittlerweile auch vom Bundesverband der KjG unterstützt. In der Geschäftsstelle wird Ökostrom genutzt, Energiesparlampen und programmierbare Heizthermostate sorgen für niedrigen Energieverbrauch. Die KjGler kaufen ökologisch sinnvolles Büromaterial und Papier und sorgen gemeinsam für eine saubere Mülltrennung. Nachhaltigkeit spielt auch in der Ausbildung neuer Leiter eine ausschlaggebende Rolle.

Vergeben wird das Zertifikat „ökologisch und fair im Bistum Essen“ über die Abteilung Weltkirche und Mission des bischöflichen Generalvikariates, um das Engagement wertzuschätzen und den Ausgezeichneten zu signalisieren, dass sie keine Einzelkämpfer sind, sondern sich gemeinsam mit anderen für den Umweltschutz einsetzen. Damit der Prozess in Sachen Nachhaltigkeit weitergeht, lässt die KjG sich nach drei Jahren neu zertifizieren. Bis dahin wird es darum gehen, papierarm zu arbeiten und bei Veranstaltungen ausschließlich vegetarische Verpflegung anzubieten. Weihbischof Ludger Schepers, Bischofsvikar für weltkirchliche Fragen, betonte anlässlich der Verleihung: „Auch weiterhin wird es wichtig sein, allen klar zu machen, dass wir nur eine Erde haben und alles tun müssen, damit auch zukünftige Generationen eine liebens- und lebenswerte Zukunft haben.“

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