von Thomas Rünker

Sieben Theologen starten Seelsorge-Ausbildung im Ruhrbistum

Fünf Frauen und zwei Männer werden in den kommenden Jahren zu Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten ausgebildet. Eingesetzt werden sie in Pfarreien in Bochum, Oberhausen, Gelsenkirchen, Essen und Lüdenscheid.

Sieben angehende Seelsorgerinnen und Seelsorger haben am Montag, 2. August, ihre praktische Ausbildung für den pastoralen Dienst im Bistum Essen begonnen. Nach dem Theologie-Studium werden die fünf Frauen und zwei Männer in dem dreijährigen Pastoralkurs in verschieden Pfarreien auf den Einsatz als Gemeinde- oder Pastoralreferentinnen oder -referenten vorbereitet. Neben dem Kennenlernen der Seelsorge-Arbeit in den Gemeinden und Pfarreien gehört dazu auch eine schulische Ausbildung für den Religionsunterricht.

Teil der Seelsorgeteams in den Pfarreien

Gemeinsam mit Pfarrern, Pastören und Diakonen sind Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten Teil der Seelsorgeteams in den katholischen Pfarreien vor Ort. Vor ihrer Beauftragung für den pastoralen Dienst werden sie zunächst in einer in der Regel dreijährigen Assistenzzeit ausgebildet. Während Gemeindeassistenten als Qualifikation ein Fachhochschulstudium der Religionspädagogik mitbringen, haben Pastoralassistenten ein Hochschulstudium der Theologie absolviert.

Nach ihrer Ausbildung werden Gemeindereferentinnen und -referenten mit Blick auf ihre religionspädagogische Qualifikation vor allem in der katechetischen Arbeit der Pfarreien, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Sie können aber auch die Aufgabe eines Koordinators oder einer Koordinatorin in einer Gemeinde übernehmen. Pastoralreferentinnen und -referenten haben eher projektbezogene als territoriale Aufgaben und werden mit ihrer theologischen Kompetenz meist in der Erwachsenenpastoral eingesetzt, um konzeptionell – gerade an den Schnittstellen von Kirche und Gesellschaft – zu arbeiten.

Drei der angehenden Seelsorgerinnen und Seelsorger werden zunächst in Bochumer Pfarreien eingesetzt: Jasmin Sophie Kölsch und Florian Hölscher in St. Peter und Paul und Sabrina Lewandowski in der Wattenscheider Pfarrei St. Gertrud von Brabant. „Ich bin zum Studium ins Ruhrgebiet gekommen und habe es als eine Region erlebt, in der wahnsinnig viel geht. Auch in der Kirche ist hier Vieles möglich“, sagt Kölsch. Und Hölscher antwortet auf die Frage nach seiner Berufswahl: „Ich habe mich dagegen entschieden, Priester zu werden – und möchte doch Seelsorger sein.“ Lewandowski betont: „Ich habe eine große Zuversicht, bei meiner Arbeit Menschen zu treffen und mit ihnen persönliche Lebensgeschichten zu teilen. So möchte ich sie inspirieren, aber auch selbst von ihnen inspiriert werden.“

Yvonne Zelter wird in der Essener Pfarrei St. Ludgerus ausgebildet. Sie hat nach ihrem Studium in Medizinethik promoviert und sich dabei unter anderem mit der Frage beschäftigt „welche Vorstellung es von gutem Leben gibt“, berichtet sie. „Die Kirche hat hier so viel zu sagen!“ Dies möchte Zelter nun in ihre konkrete Arbeit als Seelsorgerin einfließen lassen.

Elena Giannis stammt aus Hattingen, ist von der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) geprägt und hat sich zuletzt unter anderem als Ehrenamtsbeauftragte ihrer Pfarrei engagiert. Wenn sie nun als Theologin hauptberuflich für die Kirche arbeitet, „möchte ich mit den Menschen darüber sprechen, was es an Mehr im Leben geben kann“. Giannis wird in der Lüdenscheider Pfarrei St. Medardus ausgebildet.

Informationen zu Seelsorge-Berufen

Informationen zu den verschiedenen pastoralen Berufen und den Ausbildungswegen im Bistum Essen gibt es online unter https://www.kirche-kann-karriere.de/berufung

Als „Kind des Ruhrgebiets“ kennt Michael Roberz den laufenden Strukturwandel der Region – und auch der Kirche: „Daran möchte ich gern mitarbeiten.“ Als Seelsorger schaut er aber auch „auf die verrückten Zeiten, in denen wir gerade leben.“ Er ist sich sicher: „Da kann unsere christliche Botschaft wohltuend wirken.“ Ausgebildet wird Roberz in der Oberhausener Pfarrei St. Pankratius.

In St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer wird Laura Meemann eingesetzt. „Als Theologin möchte ich gerne nah bei den Menschen sein und ihnen eine Perspektive für ihr Leben geben“, erläutert sie. Dabei hat Meemann besonders junge Leute im Blick.

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