Papst Franziskus lädt zu weltweiten Gebeten gegen die Corona-Pandemie

Am heutigen Mittwoch, 25. März, sollen alle Christen rund um den Globus jeweils um 12 Uhr ihrer Zeit ein Vaterunser sprechen. Am Freitag, 27. März, betet der Papst eine Andacht auf dem abgesperrten Petersplatz und spendet – ausnahmsweise schon in der Fastenzeit – den Segen „Urbi et Orbi“.

Der Papst hat für diesen Mittwoch zu einem weltweiten Vaterunser-Gebet gegen die Coronavirus-Pandemie aufgerufen. Er lade alle Christen ein, am 25. März um 12 Uhr mittags Gott anzurufen, hatte Franziskus am vergangenen Wochenende gesagt. In diesen „Tagen der Prüfung“ sei es an der Zeit, „die Stimmen zum Himmel zu vereinen“, so der Papst. Mit der gleichen Intention kündigte er für kommenden Freitag, 27. März, um 18 Uhr eine Andacht auf dem leeren Vorplatz des Petersdoms an. Dabei wird das Kirchenoberhaupt auch den Segen „Urbi et orbi“ erteilen, der üblicherweise nur zu Ostern und Weihnachten sowie unmittelbar nach der Papstwahl gespendet wird. Domradio.de überträgt den Gottesdienst als Live-Stream im Internet.

Deutsche Bischofskonferenz ruft Katholiken zum Gebet auf

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) ruft die Katholiken auf, sich am weltweiten Gebet mit Papst Franziskus zu beteiligen. „Es ist eine gute Gelegenheit, sich als Universalkirche mit dem Heiligen Vater vereint zu wissen und in dieser schweren, leidgeprüften Zeit das gemeinsame Gebet zu suchen“, erklärte der DBK-Vorsitzende Bischof Georg Bätzing aus Limburg. Der Papst zeige, wie sehr es ihm ein Anliegen sei, Kirche als betende Weltgemeinschaft in einer solchen Krise zu erfahren. Bätzing ermunterte die Katholiken, jeder solle sich auf seine eigene Weise an dem Gebet beteiligen. „Lassen wir so eine sichtbare Gebetskette entstehen, die Hoffnung vermittelt."

Gemeinsames Gebet mit christlichen Kirchen aus aller Welt

Dem Gebetsaufruf für Mittwochmittag haben sich christlichen Kirchen in aller Welt angeschlossen. Der ökumenische Weltkirchenrat in Genf unterstützt die Initiative. Das geeinte Gebet in schwerer Zeit erinnere daran, „dass wir eine menschliche Familie sind“, erklärte der Generalsekretär des Kirchenrats, Olav Fykse Tveit. Nach dem Aufruf von Papst Franziskus hatte der für ökumenische Beziehungen zuständige Kurienkardinal Kurt Koch sich mit einem Brief an Kirchen und christliche Gemeinschaften weltweit gewandt. Man wolle „im Vertrauen auf die Macht Gottes um ein Ende der Pandemie bitten“.

Generalsekretär Tveit betonte, während die Menschen rund um die Welt verstreut zu Hause an ihren Arbeitsplätzen säßen, sei das Vaterunser eine „Chance, unsere Stimmen im Gebet zu Gott zu vereinen mit den Worten, die uns unser Herr Jesus Christus gelehrt hat“. Der Idee zufolge sollen weltweit Gläubige am Mittwoch um 12 Uhr ihrer jeweiligen Zeitzone privat beten.

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