von Thomas Rünker

Trauer um engagierte Gelsenkirchener Katholikin

Elisabeth Lauer führte 20 Jahre lang den Gelsenkirchener Gemeindeverband und engagierte sich viele Jahre unter anderem bei Kolping und im Kirchenchor. Am Montag ist die Trägerin des Ehrenzeichens des Bistums Essen im Alter von 75 Jahren gestorben.

Als langjährige Geschäftsführerin des Gemeindeverbands und in vielen Bereichen aktive Ehrenamtliche kannte Elisabeth Lauer die katholische Kirche in Gelsenkirchen so gut wie kaum jemand sonst. Am Montag, 10. Mai 2021, ist die engagierte Chorsängerin und Kolpingschwester im Alter von 75 Jahren gestorben. Noch vor wenigen Tagen habe sie als Ordnerin an der Tür der Propsteikirche St. Augustinus mit für eine würdige Feier der Gottesdienste gesorgt, heißt es aus der Propsteipfarrei.

Zu ihrem 70. Geburtstag hatte Stadtdechant Propst Markus Pottbäcker Lauer das Ehrenzeichen des Bistums Essen überreicht und damit ihr ausgesprochen vielfältiges berufliches wie ehrenamtliches Engagement für die Kirche von Essen gewürdigt. Vier Jahrzehnte lang war Lauer zuvor im Gemeindeverband Gelsenkirchen tätig gewesen – 20 Jahre davon als Geschäftsführerin – und hatte dort die Buchhaltung, Liegenschafts- und Personalverwaltung der Kirchengemeinden und der katholischen Kindergärten verantwortet. Außerdem vertrat sie in der Kommission „Regional KODA“, die das kirchliche Arbeitsvertragsrecht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern regelt, die Dienstgeberseite.

Über ihr berufliches Engagement hinaus war Lauer auch in ihrer Freizeit in der katholischen Kirche aktiv. Über 40 gemeinsame Jahre verbinden sie mit der Kolpingfamilie Gelsenkirchen Zentral als Vorstandmitglied und später an verantwortlicher Stelle im Kuratorium. Auch die katholische Jugendsozialarbeit Gelsenkirchens prägte sie als Vertreterin der Propsteipfarrei St. Augustinus, aber auch in der Leitung des Kuratoriums des Kinder- und Jugendhilfe-Vereins der Ordensgemeinschaft der Amigonianer. Die Bank im Bistum Essen erkannte Elisabeth Lauers breit aufgestellte Sachkenntnis und verpflichtete sie über zehn Jahre als Mitglied des Aufsichtsrates der Bank.

Mit der gleichen Hingabe und Ausdauer widmete sich Lauer der Kirchenmusik: Mehr als ein halbes Jahrhundert hielt sie dem Propstei-Chor von St. Augustinus die Treue – und gestaltete als Vorsitzende die nach der Zusammenlegung der beiden Chöre der Gemeinden Liebfrauen und St. Augustinus entstandene Chor-Gemeinschaft.

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