von Thomas Rünker

Bistum unterstützt Initiative für faire Lastenverteilung bei der Finanzierung von „G9“

Onlinepetition, Unterschriften- und Postkartenaktion der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED): Auch Freie Schulen sollen Landesmittel zum Ausgleich der Zusatzkosten durch die Umstellung auf „G9“ erhalten. Bislang hat das Land hierfür 518 Millionen bereitgestellt, von denen nur öffentliche Schulen profitieren.

Mit der Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang an Gymnasien in NRW („G9“) entstehen den Schulen erhebliche finanzielle Aufwendungen. Die Landesregierung hat den kommunalen Schulträgern daher 518 Millionen Euro als Ausgleich für Kosten zugesichert, die mit der Einrichtung einer zusätzlichen Jahrgangsstufe verbunden sind. Schulen in freier Trägerschaft sollen jedoch leer ausgehen und keinen finanziellen Ausgleich erhalten. Dagegen wendet sich jetzt eine Initiative des NRW-Landesverbandes der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED), die sich mit einer Unterschriften- und Postkartenaktion und vielen Gesprächen mit den politischen Verantwortungsträgern dafür einsetzt, dass die Freien Schulen den öffentlichen Schulen hier gleichgestellt werden.

„Wir begrüßen diese Initiative sehr“, erklärte Klaus Pfeffer, Generalvikar des Bistums Essen,. „Mit der Rückkehr zu ,G9‘ entstehen den Schulen erhebliche Aufwendungen, um die Schülerinnen und Schüler auch unter den neuen Gegebenheiten gut zum Abitur zu führen.“ Diese Kosten hätten Freie wie öffentliche Schulen gleichermaßen zu tragen. „Dennoch lehnt die Landesregierung trotz intensiver Bemühungen der vergangenen Jahre eine finanzielle Gleichstellung der Freien Schulen bis heute ab“, kritisiert Pfeffer. „Diese Ungleichbehandlung gefährdet das Freie Schulwesen, das unser Bildungssystem so dringend benötigt, um die Vielfalt der Schullandschaft dauerhaft sicherzustellen.“

Pfeffer hofft durch die Initiative der KED auf ein neues Problembewusstsein in der Landesregierung: „Auch wenn die Umstellung auf ,G9‘ an den Schulen bereits vier Jahre zurückliegt, belastet sie die Freien Schulträger mit Kosten in Millionenhöhe. Eine gleichmäßige Aufteilung der staatlichen Unterstützung wäre hier nur gerecht und angemessen“, so Pfeffer. Er setzt nun auf neue Gespräche mit dem Schulministerium und der Landesregierung.

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