Torsten Sträter: „Man kann sich auch launig zu Depressionen äußern“

Comedian Torsten Sträter bekommt viele Rückmeldungen darauf, dass er offen mit depressiven Phasen in seinem Leben umgeht. Im Essener Bistumsmagazin BENE erklärt er, Menschen würden auf ihn zukommen und sich bedanken, dass er über die Krankheit spreche. „Bitte, gerne doch – und jetzt Sie!“, antworte er dann.

Der 52-Jährige, der deutschlandweit für ausverkaufte Hallen sorgt, findet „man tut der Menschheit etwas Gutes, wenn man ihr zumindest versucht zu erklären, was Depressionen sind, was sie mit einem machen und was man dagegen tun kann.“ Man könne sich dazu durchaus „auch launig und persönlich“ äußern.

Torsten Sträters persönliche Krise hat ihn in gewisser Weise zum beruflichen Erfolg geführt, berichtet er in BENE. Nach einer Ausbildung zum Herrenschneider habe er in jungen Jahren bei einem renommierten Herrenausstatter in Dortmund gearbeitet. Dort sei er „der Präziseste – aber auch der Langsamste“ gewesen“. „So bin ich in den Verkauf gerutscht. Danach kamen 20 Jahre Einzelhandel in verschiedenen Bereichen, weil ich gut mit Menschen kann.“ Nach besagter Krise sei er als Notlösung in seine Heimatstadt Waltrop zurückgezogen. „Da habe ich in einer Spedition angefangen. Die Arbeit im Büro war sterbenslangweilig! Deshalb hab ich begonnen, nebenbei Geschichten zu schreiben.“ Das sei der Grundstock für sein heutiges Bühnenmaterial.

Torsten Sträter tourt aktuell mit seinem Programm „Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein“ durch Deutschland. Das ständige Unterwegssein lauge ihn zwar aus, bekennt er. Aber das nehme er in Kauf, denn: „Für mich ist das der beste Job der Welt.“ Das sei auch seiner Familie bewusst, für die es nicht einfach sei, dass er oft nicht zu Hause ist.

Dass Torsten Sträter ein Familienmensch ist, zeigt, dass „Omma“, „Oppa“, seine Brüder und die Mutter oft im Mittelpunkt seiner Comedy-Nummern stehen. Mit den Ratschlägen, die ihm seine Mutter früher gemacht hat, ist der Waltroper so gut gefahren, dass er „das gleiche spießige Zeug“ nun auch an seinen eigenen Sohn (15) weitergibt: „Sei ein anständiger Typ, rede gerade heraus, zeige Respekt. Und wenn du in der Klemme steckst: Such dir eine Person, mit der du darüber reden kannst. Sonst häufst du Dinge in dir an – und das ist nie gut.“

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