von Ulrich Lota

Ostern – das Fest der Verwandlung

Predigt von Weihbischof Wilhelm Zimmermann am Ostersonntag im Essener Dom

Für Weihbischof Wilhelm Zimmermann ist Ostern das Fest der Verwandlung. Am leeren Grab Jesu verwandelten sich Verzweiflung und Trauer in Hoffnung und Zuversicht, sagte er in seiner Predigt am Ostersonntag, 16. April, im Essener Dom. „Aus einem Haufen verschreckter und ängstlicher Anhänger Jesu werden mutige Männer und Frauen. Das Einstehen für den Glauben an die Auferstehung Jesu erntet Unverständnis, hat keinen Platz in der Welt und bringt vielen den Tod“, so der Weihbischof. „Damals bei den Juden, später in Rom und heute in Nigeria, in Syrien, dem Irak und gerade erst in Ägypten.“

Wer sich zu Christus dem Auferstandenen bekenne, müsse auch Partei für Flüchtlinge und Asylbewerber ergreifen, für Menschen, die in den Innenstädten und an den Kirchentüren betteln und dabei selbst Instrumente der Ausbeutung und Erniedrigung seien“, betonte Zimmermann. Wer sich zum auferstandenen Christus bekenne, weise auf Gefahren und Entwicklungen hin, die den Frieden und den Zusammenhalt in der Gesellschaft gefährden, und stehe für den Mehrwert des Lebens und menschlicher Lebensbedingungen gegenüber der Vormacht von Geld, Macht und Egoismus.

Der Weihbischof rief die Gläubigen dazu auf, Kirche so zu leben und zu gestalten, dass der Glaube an die Auferstehung Jesu die Menschen von heute erreiche und sie nicht auf die Rettung von Traditionen reduziert werden. Zimmermann: „Unser Christsein ist doch auch die Botschaft, dass sich das Leben nicht darin erschöpft, was messbar und bezahlbar ist, sondern eine Antwort nach dem Sinn und Zusammenhang unserer Welt bereit hält.“

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