Ordensfrau aus Peru in GleisX

Missionsärztliche Schwester Birgit Weiler berichtet in Gelsenkirchen über ihre Arbeit mit indigenen Völkern im Amazon-Gebiet.

Bergbau und Ölförderung bedrohen die indigenen Völker im Amazonas-Gebiet in Südamerika. Eine Brücke zwischen diesen modernen Entwicklungen und den traditionellen Kulturen zu bauen, daran arbeitet die Missionsärztliche Schwester Birgit Weiler seit fast drei Jahrzehnten: Sie begleitet indigene Studierende während ihres Studiums, damit sie später als Lehrkräfte in ihre Völker zurückkehren können.

Jetzt berichtete sie von ihrer Arbeit in GleisX in Gelsenkirchen, in der Kirche für junge Menschen. Schwester Birigti Weiler ist in diesem Jahr im Auftrag des bischöflichen Hilfswerks Adveniat unterwegs im gesamten Ruhrbistum, um auf ihr Projekt, ihre Arbeit und ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Nicht gegen Bergbau und Ölförderung

„Wir wollen die Indigenen fördern, damit sie sich trauen, eigenständig zu denken. Sie wollen sich ihre eigene Meinung bilden und diese vortragen können“, sagt Schwester Birgit Weiler. Bildung sei dringend nötig, damit sich die Indigenen besser gegen drohende Umweltverschmutzung und -zerstörungen in ihrem Land einsetzen können. Denn: Besonders die indigenen Völker des Andenhochlandes und des Amazonastieflandes sind von der Naturzerstörung bedroht. Die einziehende Moderne bringt dort Umweltgifte und Rodungen mit sich. „Wir sind als Kirche nicht gegen Bergbau und Ölförderung. Aber es muss gute Umweltgutachten geben und die Indigenen müssen in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden“, verlangt Schwester Birgit Weiler.

Beim Treffen in GleisX hatten die Besucher des abendlichen Gottesdienstes die Möglichkeit, sich intensiv mit Schwester Birgit Weiler auszutauschen. Die dortigen Adventsgottesdienste stehen unter dem Motto „Beziehungsweise“ und nehmen verschiedenste Beziehungen in den Blick. (sw/csh)

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