von Thomas Rünker

„Kontexte“ diskutiert konfessionelle Prägungen

Magazin des Ruhrbistums für Religionslehrer nimmt katholische und evangelische Traditionen und die Auswirkungen auf den Unterricht in den Blick. Gastbeiträge des evangelischen Alt-Präses Alfred Buß und des Kölner Journalisten Joachim Frank.

Mit den unterschiedlichen Prägungen katholischer und evangelischer Christen beschäftigt sich das Magazin „Kontexte“, das das Bistum Essen in diesen Tagen an rund 4000 Religionslehrerinnen und Religionslehrer an Rhein, Ruhr und Lenne verschickt. In sehr persönlichen Worten beleuchten der bekannte „Wort zum Sonntag“-Sprecher und westfälische Alt-Präses Alfred Buß und der Chefkorrespondent des Kölner Stadtanzeigers und Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten, Joachim Frank, ihre eigene konfessionelle Prägung.

Buß beklagt in seinem Beitrag die „Kargheit des Protestantismus“, mit der Reformation habe man „viele Gesten, Zeichen und Bräuche über Bord geworfen, die einer evangelischen Frömmigkeitspraxis immer noch gut anstünden“. Er verweist aber auch auf den „gigantischen Bildungsaufbruch“ der Reformation und den „Reichtum der Gnade“, der in den evangelischen Kirchen betont werde: Jeder Christ dürfe „voller Hoffnung leben und auch sterben, weil er angesehen ist vom Blick der Güte Gottes“.

Der Journalist Frank vermutet, dass Christen in seiner Branche dem gesprochenen oder geschriebenen Wort womöglich mit besonderem Respekt begegnen: Wenn das Johannes-Evangelium das Wort mit Gott selbst identifiziere, „bekommt es dadurch einen nicht mehr zu steigernden Stellenwert“. Auch wenn Themen aus dem Bereich „Religion und Kirchen“ für säkulare Medien nicht zu den wichtigsten gehörten, seien kundige Christen nach wie vor gefragt, „gerade in Zeiten, in denen die Glaubwürdigkeit von Journalisten infrage steht und selbst Qualitätsmedien pauschal mit Denunziationen wie „Lügenpresse“ überzogen werden“.

Neben den beiden prominenten Stellungnahmen umfasst die aktuelle „Kontexte“-Ausgabe weitere Beiträge zum konfessionellen Religionsunterricht, Berichte aus dem Schul- und Jugendbereich des Ruhrbistums und eine Medienlese. Zum Abschluss beschäftigt sich auch Kolumnist Stephan Hermsen in „… und was lehrt uns das?“ auf heitere Weise mit der Reformation und den Auswirkungen bis heute.

Wer als Lehrer „Kontexte“ nicht automatisch erhält, kann das Magazin gegen Erstattung der Portokosten per E-Mail beim Schuldezernat des Bistums Essen bestellen.

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