von Cordula Spangenberg

Fußwaschung am Gründonnerstag als Zeichen der Demut

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck wusch Männern und Frauen aus den Pfarrbüchereien des Bistums symbolisch die Füße

Die traditionelle Fußwaschung im Gottesdienst am Gründonnerstag hat Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in diesem Jahr im Essener Dom an Männern und Frauen vorgenommen, die sich ehrenamtlich in den Pfarrbüchereien des Bistums Essen engagieren. Beides – die Füße zu waschen und sie waschen zu lassen – sei ein Zeichen der Demut und gehöre zu den Riten und Traditionen unterschiedlicher Religionen, erklärte Bischof Overbeck, bevor er den zwölf Frauen und Männern kniend die Füße mit Wasser übergoss und sie mit einem Leinentuch abtrocknete.

In seiner Predigt würdigte der Bischof die Büchereimitarbeiter als Menschen, die zeigten, dass es sich lohne, anderen Zeit zu schenken und die eigene Kraft dem Lesen und der Bildung zu widmen. „Das Wort, das in einem guten Text, in einem poetischen Vers, in einem literarischen Zeugnis oder eben im Wort der Heiligen Schrift zu uns kommt, kann wandeln, Horizont eröffnen, trösten und nachdenklich machen“, sagte Overbeck.

Die symbolische Handlung der Fußwaschung erinnert daran, dass Jesus am Vorabend seines Todes seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Sie ist Bestandteil des Gottesdienstes „Missa vespertina in cena Domini“ am Abend des Gründonnerstages, in dem die Katholiken des letzten Abendmahls gedenken, das Jesus mit seinen Jüngern hielt. Den Katholiken gilt dieses Mahl als Einsetzung des Sakraments der Eucharistie.

Predigt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Wortlaut (PDF)

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