von Thomas Rünker

Essener feiern Fest der Stadtpatrone Kosmas und Damian

Gottesdienste und Empfang am 24. und 26. September zu Ehren der beiden Heiligen, die im dritten und vierten Jahrhundert im heutigen Syrien unentgeltlich Kranke geheilt haben.

Mit festlichen Gottesdiensten und einem Empfang gedenken die Essener Katholiken am Sonntag, 24., und Dienstag, 26. September, der beiden Stadtpatrone Kosmas und Damian. Anlässlich des Festes werden auch die Reliquien der beiden Heiligen aus dem Domschatz in den Dom gebracht, der ebenfalls Kosmas und Damian geweiht ist.

Empfang mit Festvortrag zu Luthers Chorälen

Um 10 Uhr feiern am Sonntag Dompropst Thomas Zander und Stadtdechant Jürgen Cleve mit den Gläubigen im Dom eine Messe. Musikalisch gestaltet der Domchor diesen Gottesdienst mit Motetten und Liedsätzen von Johann Pachelbel, Heinrich Schütz, Henry Purcell und Rudolf Mausberger. Anschließend laden Zander und Cleve gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Essener Katholikenrates, Altfrid Norpoth, zum traditionellen Empfang in die Aula des Bischöflichen Generalvikariates. In diesem Jahr hält der Leiter des Pastoraldezernats im Bischöflichen Generalvikariat, Domkapitular Michael Dörnemann den Festvortrag zu „Martin Luthers Choräle – konfessionsübergreifendes Gesang- und Glaubensgut“. Die Organisatoren bitte um eine Anmeldung per E-Mail.

Russisch-orthodoxe Gemeinde kommt zur Reliquienverehrung

Das Kosmas-und-Damian-Reliquiar steht auch während der anderen Gottesdienste an diesem Tag zur Verehrung im Dom. Um 16 Uhr lädt die russisch-orthodoxe Kirchengemeinde zu einem besonderen Gottesdienst mit Verehrung der Reliquien im Dom ein. Am Dienstag, 26. September, dem eigentlichen Gedenktag der beiden Heiligen, stehen Kosmas und Damian noch einmal um 17.30 Uhr bei einem Festhochamt im Dom in einem besonderen Fokus.

Ärzte im heutigen Syrien

Kosmas (oder Cosmas) und Damian lebten der Legende nach Ende des dritten und Anfang des vierten Jahrhunderts im heutigen Syrien und wirkten dort als Ärzte. Sie zogen durch die Städte, verkündeten Christus und heilten Kranke, ohne dafür Gegenleistungen anzunehmen. Mitte des 9. Jahrhunderts brachte Bischof Altfrid von Hildesheim die Reliquien der Heiligen nach Essen und Hildesheim.

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