Drei Fragen an Ingelore Engbrocks: „Beruf mich“ vernetzt und berät Menschen bei Berufswahl

Mit „Beruf mich“ bringt die Berufungspastoral im Bistum Essen ein neues Angebot für Menschen auf der Suche nach Hauptberuf und Ehrenamt in und außerhalb der Kirche an den Start. Ingelore Engbrocks, Bischöfliche Beauftragte für die Ausbildung des pastoralen Personals, erklärt das Konzept.

Was steckt hinter „Beruf mich“?

Die neue Berufungspastoral des Bistums Essen funktioniert vor allem über die persönliche Begegnung. Wir haben Berufungscoaches, die den Menschen vor Ort helfen, ihren Weg, ihre Berufung zu finden. Die neue Homepage „Berufmich.de“ ist ein ergänzendes Vernetzungsangebot. Sie hat die Aufgabe, zu vernetzen und Wege zu zeigen. Sie heißt „Berufmich.de“, weil sie für User gedacht ist, die sagen: „Ich hab‘ eine Begabung, ich hab‘ ein Talent, ich möchte mich einbringen in die Welt und in die Kirche, weiß aber noch nicht ganz genau wo mein Platz ist. Also sag ich: Beruf mich dahin, wo du, Gott mich haben willst.“ Das finden diese Menschen meistens nicht alleine raus, sondern da brauchen sie Dialog und Unterstützung.


Wer kann sich dort orientieren und beraten lassen?

Jeder und Jede zwischen 18 und 80 Jahren. Die Schwerpunktzielgruppe sind natürlich junge Menschen, die vor oder nach dem Schulabschluss in der Berufsfindungsphase sind und wissen wollen: „Wo habe ich meine Talente beruflich, aber auch im Ehrenamt?“ Gerade im Ehrenamt weitet sich die Zielgruppe von „Berufmich.de“ beim Alter. Manche Menschen in der Lebensmitte sagen: „So, jetzt hab‘ ich Karriere gemacht, ich weiß, wo mein Leben langläuft, aber da fehlt noch etwas. Also gucke ich, wo ich ehrenamtlich meine Talente außerhalb vom Job einsetzen kann.“ Einige Menschen dieser Altersgruppe möchten sich auch beruflich nochmal neu orientieren. Manche finden dann den Weg zum pastoralen Dienst – auch da haben wir immer wieder Spätberufene.



Welche Berufe und Berufungen wollen Sie im Bistum Essen mit diesem Angebot stärken?

Für das Bistum Essen möchten wir natürlich insbesondere den pastoralen Dienst stärken. Wir brauchen nach wie vor gute und motivierte Priester und Seelsorger, die Kirche hier mittragen und gestalten. Auf der Homepage gibt es einen deutlich sichtbaren Hinweis auf „Kirche kann Karriere“, dem Karriereportal des Bistums. Also auch zu verschiedensten Verwaltungstätigkeiten im Bistum Essen weist die Homepage den Weg. Was andere Berufe und Arbeitgeber angeht, sind wir natürlich kein Berufsvermittlungsinstitut, sondern es geht uns darum, dass sich Menschen mit einer inneren Leidenschaft, Stärke und Zuversicht trauen, den Beruf zu wählen, in dem sie glücklich werden. An der Stelle, wo sie als Christen ihren Job machen, ob als Verkäufer oder Ingenieurin, können sie Kirche auch ein Stück lebendig werden lassen, weil sie auf Gott und sich selbst vertrauen, ihr Leben und andere Menschen bejahen. Das ist eben auch eine Form von Kirche sein.

Abteilungsleiterin — Bischöfliche Beauftragte für die Ausbildung des Pastoralen Personals

Ingelore Engbrocks

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