Bistum unterstützt Pfarreien mit Fachleuten und Technik

Individuell für jede Pfarrei aufbereitete Computer-Dateien helfen, bei der Umsetzung der anstehenden Veränderungen den Überblick zu behalten.

Bischof Overbeck hat in den Pfarreientwicklungsprozessen fast alle Voten der 42 Pfarreien bestätigt

Jetzt geht es um die Umsetzung der Veränderungspläne

In dieser Phase unterstützt das Bistum die Pfarreien mit speziellen Angeboten

Mit Personal, Fachwissen und technischen Lösungen wird das Bistum Essen auch in den kommenden Jahren seine Pfarreien in den laufenden Veränderungsprozessen unterstützen. Nachdem in den vergangenen Monaten alle Pfarreien im Ruhrbistum Pläne erstellt haben, in denen sie ihre künftigen inhaltlichen Angebote darstellen und beschreiben, mit welchen Immobilien und Mitarbeitern sie diese anbieten wollen, wird das Bistum die Pfarreien nun auch in der Umsetzung dieser Pläne intensiv begleiten. Die verschiedenen Formen der Unterstützung durch eigenes Personal, vor allem aber auch durch konkrete Tipps von Fachleuten und technische Lösungen haben Vertreter des Bistums jetzt bei zwei Veranstaltungen in Bochum und Essen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kirchengemeinden vorgestellt.

Dass das Bistum zu diesen Veranstaltungen sowohl an einen geistlichen Ort – das Bochumer Kloster Stiepel – als auch mit dem Forum der Bank im Bistum Essen an einen eher wirtschaftlich orientierten Ort eingeladen hat, stehe dabei durchaus für die beiden Dimension der Pfarreientwicklungsprozesse, sagte der Leiter der Hauptabteilung Bildung und Pastoral im Bistum Essen, Markus Potthoff. Seit gut zwei Jahren haben die 42 Pfarreien im Bistum Essen in diesen Prozessen die aktuelle Situation ihrer Pfarreien betrachtet und bewertet – und daraus Pläne für die Zukunft entwickelt, deren zeitliche Perspektive bis in das Jahr 2030 reicht. Bis auf wenige Ausnahmen hat Bischof Franz-Josef Overbeck mittlerweile alle diese in Form von sogenannten Voten eingereichten Pläne in Kraft gesetzt, so dass die zentralen Gremien der Pfarreien – Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand und das Pastoralteam mit den hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern – nun vielerorts in den Startlöchern für die Umsetzung stehen.

Projekt-Planung mit Hilfe spezieller Computer-Dateien

Unter anderem zwei spezielle Computer-Dateien sollen jeder Pfarrei künftig individuell helfen, die vielen Projekte und nötigen Entscheidungen zu strukturieren, die in den kommenden Monaten und Jahren anstehen. So haben die Fachleute im Bischöflichen Generalvikariat alle – teils mehrere Dutzend Seiten starken – Voten gelesen und die Informationen nach wirtschaftlichen und seelsorgerischen Herausforderungen gegliedert. Nun erhält jede Pfarrei zum einen eine Übersicht aller Immobilienprojekte mit Vorschlägen, wie diese aus fachlicher Sicht am besten umgesetzt werden können. Diese sogenannten Immobilienpläne erstellt die neue Arbeitsstelle Immobilienraum des Bistums. Für den Überblick über alle Projekte aus seelsorgerischer Sicht bereitet das Generalvikariat aus den Voten eine zweite Liste vor, in der die Pfarreien Projekte wie die Entwicklung eines neuen Gottesdienstformats oder die Umgestaltung eines Gemeindeheims bewerten, zeitlich planen und mit konkretem Verantwortlichkeiten versehen können. „Diese Liste hilft Ihnen, den Überblick zu behalten“, erläuterte Rolf Preiss-Kirtz, Leiter der Koordinierungsstelle für die Pfarreientwicklungsprozesse, die Datei den Pfarrei-Vertretern.

Steuerungsgruppen für die Umsetzung der Pfarrei-Projekte

Nach den guten Erfahrungen aus der ersten Phase der Pfarreientwicklungsprozesse rät Preiss-Kirtz, auch für die Umsetzung der Veränderungen in jeder Pfarrei eine Steuerungsgruppe zu gründen, in der Vertreter aus Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand und Pastoralteam die Arbeiten koordinieren. Spezielle Steckbriefe für jedes Projekt und große Plakate, an denen Teams gemeinsam ihre Projektarbeit strukturieren können, sollen auch hier helfen, alle nötigen Schritte im Blick zu behalten. „Viele Pfarreien haben sich so viele gute Ideen vorgenommen, dass die Gefahr droht, sich bei der Umsetzung zu verzetteln“, beschreibt Preiss-Kirtz eine Erfahrung aus Pfarreien, die in den Veränderungsprozessen schon weiter fortgeschritten sind. Dies wollen die Bistums-Verantwortlichen verhindern und stattdessen mit modernen Methoden aus dem Projekt-Management den Pfarreien helfen, ihre guten Ideen möglichst gut umzusetzen.

Bei den Präsentationen in Bochum und Essen stießen diese Angebote auf Zuspruch. Viele Pfarrei-Vertreter sprachen von einer hilfreichen Unterstützung seitens des Bistums. Dennoch betonte Marcus Klefken, Leiter des Dezernats Kirchengemeinden: „Dies alles sind nur Angebote.“ Jede Pfarrei sei völlig frei, wie sie Inhalte aus ihren Voten umsetzt und wie sie dabei die vorbereiteten Dateien der Bistums-Experten nutzt. Die Dateien seien keine Bevormundung, hob Klefken hervor. Während die Immobilienpläne zeitnah nach Freigabe des Votums durch den Bischof an die Pfarreien versandt werden, sollen die Pfarreien die Übersichten über ihre pastoralen Projekte bis Anfang kommenden Jahres erhalten.

Leiter der Koordinierungsstelle für Pfarreiprozesse

Rolf Preiss-Kirtz

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