Bistum saniert das Essener „Haus der Kirchenmusik“

Das rund 50 Jahre alte Gebäude neben dem Rathaus, in dem angehende Kirchenmusiker, aber auch die Sänger von Domsingknaben, Mädchen- und Domchor ausgebildet werden, soll ab Herbst kernsaniert werden. Die Musiker müssen anderthalb Jahre in Ausweichquartiere umziehen.

Rund 50 Jahre altes "Haus der Kirchenmusik" muss saniert werden

Baumaßnahme beseitigt Brandschutz-Mängel

Größere und zeitgemäße Probenräume für die größere gewordenen Chöre am Essener Dom

Um dem Brandschutz und aktuellen Anforderungen der Gebäudetechnik nachzukommen und den größer werdenden Chören am Essener Dom sowie den Kirchenmusik-Studenten zeitgemäße Proben-Räume anzubieten, plant das Bistum Essen, das „Haus der Kirchenmusik“ in der Essener Innenstadt zu sanieren. Genehmigt die Stadt Essen den Bauantrag, den das Bistum in diesen Tagen einreicht, wird das Gebäude an der Kloster- und Ribbeckstraße im Schatten des Essener Rathauses ab Herbst kernsaniert und durch ein zusätzliches Geschoss an der Klosterstraße ergänzt. Für die angehenden Kirchenmusiker und die Sänger von Domsingknaben, Mädchen- und Domchor bedeutet dies bereits ab den Sommerferien rund anderthalb Jahre Proben in Ausweichquartieren auf der Dominsel.

Nach intensiven Beratungen und der Abwägung verschiedener Alternativ-Szenarien hat sich der Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat des Bistums gegen einen Wechsel des Standorts oder einen Komplett-Neubau entschieden, sondern dafür, das „Haus der Kirchenmusik“ in bewährter Nähe zum Dom zu belassen und im Kern von Grund auf zu sanieren. Für dieses Projekt kalkuliert das Bistum mit Gesamtkosten in einer Höhe von rund 4,3 Millionen Euro. Wie die Kirchenmusikschule ist das Gebäude rund 50 Jahre alt und wurde seitdem kaum verändert. Nun sind Verbesserungen im Brandschutz und in der Gebäudetechnik zwingend, aber auch bei Wärmedämmung und Energienutzung dringend erforderlich.

Hinzu kommt die Nutzung des Hauses, die in den vergangenen Jahren vor allem durch die erfolgreiche Nachwuchsarbeit von Domsingknaben und Mädchenchor deutlich intensiver geworden ist. Allein bis zu 220 Kinder und Jugendliche kommen jede Woche ins „Haus der Kirchenmusik“. Dort verbringen sie nicht nur die reine Probenzeit, sondern einen Großteil ihrer Freizeit. Die Chöre bieten eine entsprechende Betreuung, zum Beispiel bei den Hausaufgaben an. Weil der bisherige Probenraum für die größer gewordenen Chöre schlicht zu klein geworden ist, wird im künftigen neuen Dachgeschoss an der Klosterstraße ein zweiter Saal integriert. Zudem haben die Chorleiter Harald Martini (Domsingknaben) und Raimund Wippermann (Mädchenchor) mit dem Leiter der Kirchenmusikschule und des Domchores, Jörg Stephan Vogel, ein Raumkonzept für das Gebäude entwickelt, das den unterschiedlichen Nutzungsanforderungen der Einzel- und Gruppenproben, von Seminaren sowie der Hausaufgaben- und Freizeitbetreuung der Kinder und Jugendlichen gerecht wird.

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