Bischöfliche Sekundarschule in Essen verabschiedet ersten Abschlussjahrgang

Sechs Jahre nach ihrem Start hat die erste und bislang einzige Essener Sekundarschule am Donnerstag ihren ersten Abschlussjahrgang verabschiedet.

Gut 170 Jugendliche verlassen die Schule

Alle Schüler haben einen Abschluss

Fast jeder dritte Schuklabgänger wechselt aufs Gymnasium.

Mit einem festlich-fröhlichen Gottesdienst mit Bischof Franz-Josef Overbeck hat die Bischöfliche Sekundarschule am Essener Stoppenberg am Donnerstagnachmittag ihren ersten Schuljahrgang entlassen. Sechs Jahre nach dem Start verabschiedet die bislang einzige Essener Sekundarschule gut 170 Jugendliche, die als erste das komplette Programm der jungen Essener Schule durchlaufen haben. „Sehr erfreulich“ sei, dass alle Schüler die Sekundarschule mit einem Abschluss verließen, betont Konrektor Benedikt Bahrfeck. Erspricht von einem „Erfolgsmodell. Unsere besondere Unterstützung, gerade für Schülerinnen und Schüler aus bildungsferneren Schichten, zahlt sich aus.“ Anders als von Kritikern angeführt zeige sich an der Sekundarschule, dass das Leistungsniveau von guten Schülern nicht durch schlechtere Schüler in der Klasse sinkt.

Möglichst langes gemeinsames Lernen

Statt die Kinder und Jugendliche früh in Klassen mit besseren und schlechteren Schülern aufzuteilen, setzt die Sekundarschule auf ein möglichst langes gemeinsames Lernen. Den Leistungsunterschieden innerhalb einer Klasse werden die Lehrer mit unterschiedlichen Aufgaben gerecht – und unterschiedlichen Bewertungsschemata bei Klassenarbeiten. „Wir treffen keine frühe Selektion durch Schulabschlüsse“, erklärt Bahrfeck. Erst am Ende der 9. Klasse entscheidet sich durch die Wahl der Kurse, welchen Abschluss die Schüler anpeilen. Immerhin: Knapp jeder dritte Schüler des ersten Abschlussjahrgangs wechselt von der Bischöflichen Sekundarschule in die Oberstufe eines Gymnasiums. „Die Gymnasien melden uns zurück, dass das selbstständige Lernen unserer Schülerinnen und Schüler als wichtige Schlüsselqualifikation dort sehr willkommen ist.“ Für Bahrfeck ist dies ein ebenso schöner Erfolg wie die Tatsache, dass es dem Lehrerkollegium auch am anderen Ende des Leistungsspektrums gelungen ist, zahlreiche Schüler mit einem besonderen Förderbedarf künftig in festen Ausbildungsverhältnissen zu wissen.

An den Start gegangenen ist die Bischöfliche Sekundarschule im Sommer 2012. Damals hatte das Bistum die Haupt- und die Realschule im Stoppenberger Schulzentrum zu der neuen Schulform zusammengefasst – nicht einmal ein Jahr, nachdem die NRW-Landesregierung die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen hatte. Seitdem erfreut sich die stadtweit einzige Sekundarschule einer hohen Beliebtheit und verzeichnet regelmäßig weitaus mehr Anmeldungen als sie neue Schüler aufnehmen kann.

Nun kann nach sechs Jahren Aufbauarbeit im Schulbetrieb der Sekundarschule ein wenig Routine einkehren. Lernen musste die Schulgemeinde zuletzt nur noch das Abschiednehmen: Mit dem am Donnerstag erhaltenen Zeugnis wird der erste Abschlussjahrgang nun nach dem Sommer auf Gymnasien, in Berufsausbildungen oder in schulische Weiterbildungen wechseln – während an der Sekundarschule Ende August ein neuer Jahrgang mit der fünften Klasse beginnt.

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