Das, Der Chrisam

Begriffserklärung und Herkunft

Der oder das Chrisam ist ein geweihtes Salböl der katholischen Kirche. Es besteht aus Olivenöl, dem wohlriechender Balsam beigemischt wird. Der Begriff geht auf griechisch chrísma zurück und bedeutet „Salbung“ oder „Salböl“. Chrisam gehört zu den heiligen Ölen und wird in der Chrisammesse vom Bischof geweiht.

Verankerung im Bistum Essen

Im Bistum Essen wird Chrisam jährlich durch den Bischof geweiht und anschließend in den Gemeinden der Diözese verwendet. Es verbindet die einzelnen Pfarreien liturgisch mit dem Bischof und der Ortskirche. Die Verwendung von Chrisam macht sichtbar, dass zentrale sakramentale Handlungen nicht nur einzelne Gemeinden, sondern die gesamte Diözese betreffen.

Rolle in der Liturgie

Chrisam wird bei Taufe, Firmung, Priesterweihe und Bischofsweihe verwendet. Außerdem dient es bei der Weihe von Altären und Kirchen. Die Salbung ist eine Zeichenhandlung: Sie bringt zum Ausdruck, dass Gottes Geist auf den Gesalbten übergeht und ihn für seine Aufgabe stärkt.

Spirituelle Dimension und Symbolik

Chrisam steht für Erwählung, Stärkung und Heiligung durch den Heiligen Geist. Das Öl verweist auf Heilung, Würde und Beauftragung; der Balsam auf Wohlgeruch und Festlichkeit. In der Salbung wird sichtbar, dass der Mensch von Gott berührt und in besonderer Weise in seinen Dienst genommen wird.

Kernaspekte im Überblick

  • Name und Ursprung: Griech. chrísma = „Salbung“, „Salböl“
  • Funktion und Zweck: Geweihtes Öl für sakramentale und liturgische Salbungen
  • Bedeutung im Bistum Essen: Vom Bischof geweiht und in den Gemeinden der Diözese verwendet
  • Liturgische Präsenz: Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweihe sowie Altar- und Kirchenweihe
  • Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Olivenöl mit Balsam; Zeichen für die Gabe des Heiligen Geistes