von Thomas Rünker

Gemeinden feiern Palmsonntag unter Corona-Bedingungen

Eingeschränkte Gottesdienste und Onlineangebote: Pfarreien im Bistum Essen und der Essener Dom eröffnen die zweiten Kar- und Ostertage in der Pandemie. Essener Citypastoral „Grüßgott“ lädt an Palmsonntag zum Filmabend mit „Das neue Evangelium“ ein.

Mit dem Palmsonntag am 28. März starten die katholischen Kirchengemeinden im Bistum Essen am kommenden Wochenende bereits zum zweiten Mal in die durch die Corona-Pandemie deutlich eingeschränkten Kar- und Ostertage. Anstelle von Palmweihen unter freiem Himmel und bunten Prozessionen in die Kirchen in Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem werden Gottesdienste – wenn überhaupt – nur mit deutlich eingeschränkten Platz-Kapazitäten in den Kirchen und medizinischen Gesichtsmasken gefeiert werden. Ergänzend gibt es in vielen Pfarreien Gottesdienste, kurze Predigten oder andere Impulse als Online-Angebote. Informationen zu Präsenz- und Online-Angeboten gibt es jeweils auf den Internetseiten der Pfarreien, als Aushang in den Schaukästen an den Kirchen oder telefonisch in den Pfarrbüros.

Corona-Schutzmaßnahmen im Essener Dom

Aktuell dürfen sich nur 65 Besucher zeitgleich im Dom aufhalten. Der Zugang ist nur durch die barrierefrei erreichbare Tür im Kreuzgang möglich. Das Tragen einer Gesichtsmaske ist auch am Sitzplatz erforderlich.

Im Essener Dom feiert Weihbischof Ludger Schepers am Palmsonntag um 10 Uhr eine Heilige Messe. Musikalisch gestaltet ein Ensemble der Domsingknaben die Feier, zudem wird die Zeremonie der Palmweihe aus dem Atrium in den Dom übertragen. Abends um 19 Uhr lädt Bernd Wolharn von „grüßgott“, der Citypastoral am Essener Dom, zur Palmsonntag-Abendmesse in den Dom.

Bereits am Samstagabend, 27. März, lädt „grüßgott“ zum kostenlosen digitalen Filmabend ein. Wer sich bis einen Tag vorher mit einer E-Mail anmeldet, erhält den kostenlosen Link zum Film „Das neue Evangelium“ und zu einer zu einer Videokonferenz. Ab 18.30 Uhr führt dort Norbert Lepping, Referent für Glaubenskommunikation im Bistum Essen, in das Thema des Films ein, der in der von Unrecht und Ungleichheit geprägten Gesellschaft rund um die süditalienische Stadt Matera spielt. Um 19 Uhr startet der Film – und ab 21 Uhr können sich die Zuschauer im digitalen Raum über dieses moderne Passionsspiel austauschen.

Die Kollekte aller Palmsonntags-Gottesdienste im Bistum Essen kommt traditionell dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande zu Gute, für den sich Weihbischof Schepers als Vertreter des Bistums Essen engagiert. Der Verein unterstützt seit rund 170 Jahren die kleine christliche Gemeinschaft in Israel und fördert deren seelsorgerische und caritative Arbeit. „Christliche Schulen und Begegnungsstätten bemühen sich um interreligiöse Friedenserziehung“, heißt es im gemeinsamen Spendenaufruf der deutschen Bischöfe. „Kinder in Not, Behinderte, alte Menschen und Migranten – darunter sehr viele Frauen – finden Aufnahme in christlichen Einrichtungen. Viele Pilger haben auf ihren Reisen diese Institutionen kennengelernt und durch Spenden unterstützt.“ Doch mit der Corona-Pandemie seien diese Spenden und weitere Einnahmen durch Pilger und andere Reisende weggebrochen. „Die wirtschaftlichen Folgen treffen die Christen hart, denn viele arbeiten im Pilger- und Tourismussektor. Um ihren Dienst weiter leisten zu können, sind sie mehr denn je auf unsere Verbundenheit und Hilfe angewiesen“, werben die Bischöfe um Unterstützung.

Alternativ zur Kollekte bittet der Deutschen Verein vom Heiligen Lande um Spenden per Banküberweisung auf das Konto mit der IBAN: DE81 3706 0193 0021 9900 19 bei der Pax Bank.

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