Neue Ehrenamtliche im Beerdigungsdienst des Bistums Essen

Neun Männer und Frauen haben am Dienstag ihre Beauftragungen erhalten, um in ihren Pfarreien in Essen, Gladbeck, Duisburg, Hattingen und Gelsenkirchen künftig eigenständig Trauergottesdienste zu halten und Verstorbene zu bestatten.

Das Bistum Essen verstärkt den Einsatz von Ehrenamtlichen im Beerdigungsdienst. Im Rahmen eines Gottesdienstes mit Dr. Michael Dörnemann, Leiter des Pastoraldezernats im Bistum Essen, haben am Dienstagabend neun Frauen und Männer aus Essen, Gladbeck, Duisburg, Hattingen und Gelsenkirchen ihre Beauftragungen erhalten, um in Ihren Pfarreien künftig Verstorbene bestatten zu können. Zuvor hatten die Ehrenamtlichen an 15 Ausbildungstagen unter anderem die christliche Theologie von Tod und Trauer, den Ablauf der Begräbnisfeier oder die wesentlichen Inhalte des Bestattungsgesetzes kennengelernt. Unter der Leitung von Liturgiereferentin Dr. Nicole Stockhoff und Krankenhausseelsorger Pastor Christian Böckmann haben sie aber auch ganz praktisch geübt, wie man ein Trauergespräch führt, was auf dem Friedhof zu beachten ist und wie man eine Traueransprache hält. Neben der Urkunde haben die Kurs-Teilnehmer am Dienstag von Dörnemann und Stockhoff auch eine Albe erhalten – das liturgische Gewand, in dem sie in Zukunft Beerdigungsgottesdienste feiern werden und bei Bestattungen am Grab mit Angehörigen und Freunden beten.

Wachsende Vielfalt im Beerdigungsdienst

Insgesamt hat das Bistum Essen nun 23 Ehrenamtliche für den Beerdigungsdienst ausgebildet. Ein vierter Qualifizierungskurs, für den sich Interessierte über ihre Pfarreien anmelden können, beginnt im September. Neben den Ehrenamtlichen gibt es zudem hauptamtliche Laien – zum Beispiel Gemeindereferentinnen – die in den Pfarreien des Ruhrbistums zusätzlich zu den Priestern den Beerdigungsdienst übernehmen.

Diese wachsende Vielfalt ist Stockhoff ein besonderes Anliegen, schließlich gehe es beim Ausbau des ehrenamtlichen Beerdigungsdienstes nicht nur um eine Reaktion auf den Priestermangel: „Wir sollten die Themen Leiden, Sterben und Tod im Glauben an die Auferstehung auf vielfältige Weise in die Verkündigung der Gemeinde einbeziehen“, plädiert die Liturgie-Expertin. „Tote zu bestatten und Trauernde zu trösten Werke christlicher Barmherzigkeit. Die Begleitung des Sterbenden, das Begräbnis und der Beistand für die Angehörigen ist ein unaufgebbarer Dienst der Kirche“, sagt sie.

Verständliche Rituale

Bei einer Begräbnisfeier seien klare, verständliche Rituale wichtig, die den Menschen gerade in einer Trauer-Situation Halt geben können, erklärt Stockhoff – und betont dies auch stets gegenüber ihren Kurs-Teilnehmern: „Zu einem christlichen Begräbnis gehören die Verkündigung aus der Heiligen Schrift, das Gebet für den namentlich erwähnten Verstorbenen, das Kreuzzeichen und – in Erinnerung an die Taufe – die Segnung mit Weihwasser“.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des dritten Qualifizierungskurses für Ehrenamtliche im Beerdigungsdienst:

  • Maria Dahmen-Peters, Wilma Garg und Marianne Sonntag aus der Pfarrei St. Josef in Essen-Frintrop
  • Siglinde Majunke aus der Essener Pfarrei St. Antonius
  • Christiane Nickel und Irene Otto aus Pfarrei St. Lamberti in Gladbeck
  • Barbara Schmitz aus St. Judas Thaddäus, Duisburg
  • Reinhold Schulte-Eickholt aus der Hattinger Pfarrei St. Peter und Paul
  • Michael Volmert aus St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer.

Referentin für Liturgie

Dr. Nicole Stockhoff

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