Ökumenisches Grußwort zum jüdischen Neujahrsfest

Bistum Essen

Bischöfe und Kirchenleitungen: "Wir stehen an Ihrer Seite"

Die fünf katholischen (Erz-)Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen haben ein gemeinsames Grußwort an die jüdischen Gemeinden zum jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchana gesendet. Darin schreiben sie: „Möge sich für Sie alle der alte traditionelle Neujahrsgruß bewahrheiten, der vom ‚Eingeschriebenwerden im Buch des Lebens‘ spricht.“

Die Bischöfe und Kirchenleitungen erklären zur Situation in Deutschland: „Wir stehen auch mit Blick auf die erschreckenden antisemitischen Entwicklungen entschieden an Ihrer Seite und wirken aktiv allen Formen judenfeindlicher Haltungen entgegen.“ Anlässlich des Festjahres „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“, das im Jahr 2021 bundesweit begangen wird, beabsichtigen die Kirchen, mit ihrem Engagement dazu beizutragen, dass jüdisches Leben als Teil unserer vielfältigen Gesellschaft erlebbar werde, heißt es weiter.

Der Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann, Bischofsvikar für Ökumene und Interreligiösen Dialog, plädiert für Respekt im Zusammenleben: „Das Ruhrbistum Essen erfährt täglich die Vielfalt unterschiedlicher Kulturen und Religionen, ihre Herausforderungen und Bereicherungen. Wir sind dankbar, dass nach der NS-Zeit in unseren Städten jüdisches Leben neu zu finden ist und zur Bereicherung beiträgt.“

Mit dem jüdischen Neujahrsfest, das in diesem Jahr zwischen dem 18. und dem 20. September gefeiert wird, beginnt der wichtigste Festkreis im jüdischen Jahr, der mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur endet. Mit Rosch HaSchana (wörtlich: Kopf des Jahres) beginnt nach jüdischer Zählung das Jahr 5781.

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